Bloss nicht

Fettnäpfchen und Reinfälle vermeiden
Mit Badelatschen ins KonzertSpanier lassen sich am Strand gern in Shorts, T-Shirt und Flip-Flops sehen. Ins Restaurant aber geht man besser gekleidet – auf keinen Fall mit nacktem Oberkörper! Das gilt erst recht für Museen, Theater und Konzerte.
Wertsachen liegen lassenHäufig werden Mietwagen aufgebrochen und Wertsachen am Strand oder im Hotel gestohlen. Lass daher nichts unbeaufsichtigt: weder am Strand, noch im Auto (auch nicht im Kofferraum).
Brot essen ohne zu fragenBrot gehört in Spanien selbstverständlich zum Essen. Früher war das umsonst, heute wird es kommentarlos auch ohne Bestellung serviert – und später dafür kassiert. Frag besser nach, ob das Brot a cuenta casa (aufs Haus) ist.
Im Sommeroutfit ins GebirgeAls Faustregel gilt: Je 100 Höhenmeter wird es ca. 1 Grad kühler. Wenn du also die sonnige Küste bei 23 Grad verlässt und auf dem knapp 700 m hohen Peñas del Chache aus dem Auto steigst, kann es dort oben relativ kühle 16 Grad sein. Dazu kommt der hier oft starke Wind, der dich noch mehr frieren lässt.
Toilettenpapier in die Kloschüssel werfenIn vielen stillen Örtchen heißt es: „Kein Papier in die Toilette werfen“. Die Rohre in älteren kanarischen Häusern sind so eng, dass sie leicht verstopfen. Also: Benutztes Klopapier in den Eimer werfen – Binden und Tampons sowieso!

Was kostet wieviel?

Was?Wieviel €?
MahlzeitAb 10 Euro für Tagesgericht und Getränk in schlichtem Einheimischenlokal
Kaffeeab 1,50 Euro für einen cortado
Strandliege8 Euro Miete pro Tag
Weinab 7 Euro für eine 0,5-l-Karaffe Wein
Benzinca. 1,40 Euro für 1 Liter Eurosuper
Aloe veraum 16 Euro für 250 ml hundertprozentiges Gel

Feste & Feiertage

1. Januar

  • Año Nuevo

6. Januar

  • Los Reyes

Februar/März

  • Carnaval mit Festen und Umzügen, die besten in Puerto del Carmen, Haría und Arrecife

März/April

  • Viernes Santo

1. Mai

  • Día del Trabajo

30. Mai

  • Día de las Islas Canarias

Mai/Juni

  • Corpus Christi

7. Juli

  • Fiesta de San Marcial del Rubicón in Femés

25. Juli

  • Santiago Apóstol

15. August

  • Asunción

12. Oktober

  • Fiesta Nacional

1. November

  • Todos los Santos

6. Dezember

  • Día de la Constitución

8. Dezember

  • Inmaculada Concepción

25. Dezember

  • Navidad

Vorbereitung

Zeit

– 1 Stunde Zeitverschiebung

Auf den Kanaren gilt: Eine Stunde weniger als auf dem europäischen Festland. Bei der Ankunft musst du deine Uhr um eine Stunde zurückstellen.

Ankommen

Anreise

Lanzarotes Flughafen – natürlich nach dem „Inselheiligen“ César Manrique benannt – liegt etwa 10 bis 30 Autominuten von den Ferienzentren Costa Teguise, Puerto del Carmen und Playa Blanca entfernt. Ferienflüge mit Tuifly oder Condor kosten ohne Hotelbuchung hin und zurück 300 bis 500 Euro und werden von Billigfliegern wie Eurowings und Ryanair zu bestimmten Terminen unterboten. Die Flugzeit, z. B. von Frankfurt/Main, Berlin, Köln/Bonn, Düsseldorf, München, Stuttgart beträgt vier bis viereinhalb Stunden.

Linienflüge (etwa mit Iberia) sind in der Regel teuer und vor allem wesentlich umständlicher, da sie stets mit einer Zwischenlandung verbunden sind. Wer nicht fliegen kann oder will, nimmt vom südspanischen Cádiz die einmal wöchentlich startende Autofähre der Reederei Naviera Armas (armastrasmediterranea.com bzw. directferries.com) und erreicht in 30 bis 35 Stunden Lanzarotes Hauptstadt Arrecife – so erlebst du eine kleine Atlantik-Kreuzfahrt! Die einfache Strecke kostet für 2 Pers. mit Sitzplatz 232, mit Doppelkabine 680 Euro, Pkw extra je nach Wagentyp.

Einreisebestimmungen

Für die Einreise benötigst du einen gültigen Personalausweis bzw. einen Reisepass, der noch sechs Monate gültig ist. Für Kinder bis 12 Jahre ist ein maschinenlesbarer Kinderpass ausreichend.

Zoll

Die Kanaren sind zollrechtlich EU-Ausland! Bei der Einreise gibt es keine Zollkontrollen. Doch für die Rückreise musst du wegen des steuerlichen Sonderstatus der Inseln dieselben engen Zollfreimengen wie bei der Einreise aus Nicht-EU-Ländern beachten. So darfst du z. B. nur 200 Zigaretten oder 50 Zigarren oder 250 g Tabak zollfrei mitnehmen. Bei Alkohol sind 1 l Spirituosen und 2 l Wein erlaubt, alles was darüber liegt, ist zollpflichtig. Zollfrei dürfen nur Waren bis zu einem Wert von 430 Euro eingeführt werden, für Jugendliche unter 15 Jahren gilt das nur bis zu einem Wert von 175 Euro. In die Schweiz dürfen Waren zum privaten Gebrauch nur bis 150 Franken pro Tag und Person steuerfrei eingeführt werden.

Bestimmungen können sich ändern. Der Zoll informiert über die aktuell geltenden Zollbestimmungen bei Wiedereinreise (zoll.de, bmf.gv.at, bazg.admin.ch).

Weiterkommen

Bus

Zu Stoßzeiten gibt es vom Flughafen alle 30 Minuten eine direkte Busverbindung nach Arrecife (Linie 22/23), etwa stündlich nach Puerto del Carmen und Playa Blanca (Linie 161/261). Der zentrale Busbahnhof Estación de Guaguas ist in Arrecife (Vía Medular | beim Stadion | Tel. 9 28 81 15 22 | arrecifebus.com). Von dort fahren Linienbusse (guaguas) zu allen größeren Dörfern, oft aber nur ein- bis zweimal täglich. Als wichtigste Ferienzentrenwerden Puerto del Carmen (Linie 2) und Costa Teguise (Linie 1) Mo–Fr alle 20 Minuten, Sa/So alle 30 Minuten angesteuert, Playa Blanca (Linie 6 und 60) Mo–Fr etwa jede Stunde, Sa/So sechs- bis achtmal pro Tag.

Ein kleines, aber bedeutend zentraleres Busterminal (Intercambiador) befindet sich am Westende der Playa del Reducto in Arrecife. Von hier fahren Busse nach Puerto del Carmen, Playa Blanca und zum Flughafen. Wer vorhat, viele Strecken mit dem Bus zu fahren, kauft sich hier bzw. am Busbahnhof am besten eine aufladbare tarjeta sin contacto (Bono Bus Lanzarote), mit der sich Fahrten um 10 Prozent und mehr verbilligen; die Touristeninformationen (z. B. am Flughafen) teilen dir weitere Verkaufsstellen mit.

Taxi

Ein Taxi kostet vom Flughafen nach Puerto del Carmen ca. 25 Euro, nach Costa Teguise um 30 Euro und nach Playa Blanca etwa 55 Euro. Taxis sind lizenziert und mit Taxameter ausgestattet. Dieses sollte vor jeder Fahrt eingeschaltet werden. Die Grundgebühr betrug bei Redaktionsschluss 3,15 Euro (3,45 Euro nachts und an Feiertagen), 1 km kostet etwa 1,10 Euro, Zuschläge für Nachtfahrten sowie Start/Ende an Fähr- und Flughäfen. Bei Inselrundfahrten: am besten vorher einen Preis vereinbaren!

Mietwagen

Am Flughafen (und in allen Ferienorten) sind viele Mietwagenfirmen vertreten. Der günstigste lokale Anbieter ist Cabrera Medina (Tel. 9 28 82 29 00 | cabreramedina.com), er hat auch das dichteste Filialnetz und gut gewartete Autos – sollte ein Schaden eintreten, wird dir umgehend ein neuer Wagen gestellt. Da die Firma auch auf Fuerteventura vertreten ist, kann man einen Wagen für einen Ausflug auf die Nachbarinsel (ab Corralejo) gleich mitbestellen. So spart man die hohen Kosten, die bei einer Überfahrt mit PKW anfallen. Wer per Internet bucht, bekommt einen Kleinwagen (z. B. Opel Corsa 3P) für ca. 150 Euro pro Woche. Infos zu Verkehrsregeln findest du hier: short.travel/lan6

Vor Ort

Auskunft vor Ort

Infostellen gibt es in Arrecife, Puerto del Carmen, Playa Blanca, Costa Teguise und Teguise sowie am Flughafen. Die Website turismolanzarote.com informiert über Themen wie Natur und Kultur, Strände, Sport, lokale Feste und vieles mehr.

Geld & Kreditkarten

Spanien ist Euro-Land. An Geldautomaten bekommst du mit Bank- oder Kreditkarte Bargeld. Allerdings wird besonders beim Einsatz der Kreditkarte oft eine happige Gebühr fällig! Einige deutsche Banken haben Filialen auf Lanzarote oder kooperieren mit lokalen Geldhäusern. Dort bezahlst du für Abhebungen keine Gebühr. In fast allen Hotels, Geschäften, Restaurants und Tankstellen werden Kreditkarten akzeptiert. Allgemeiner Sperrnotruf für Bank- und Kreditkarten im Fall eines Diebstahls: Tel. 00 49 11 61 16.Banköffnungszeiten: Mo–Fr 8.30–14, Sa 8.30–13 Uhr.

Post

Briefmarken (sellos) bekommst du außer bei der Post (correos) auch in den estancos, den Tabakgeschäften. Das Porto für einen Brief (carta) oder eine Postkarte (postal) ins EU-Ausland und die Schweiz betrug bei Redaktionsschluss 1,70 Euro. Achtung: Neben der staatlichen Post gibt es private Postzustelldienste mit eigenen Briefmarken und Postkästen – hier dauert die Zustellung oft länger! Sendung in den richtigen Kasten werfen, sonst kommt sie nicht an!

Sprache

In den Ferienzentren kommt man auch ohne Spanischkenntnisse zurecht. Wer allerdings in abgelegenen Lokalen etwas bestellen, vielleicht auch mit dem Bus über die Insel fahren möchte, sollte sich besser spanische Grundkenntnisse aneignen.

Strände

An den Stränden der Ferienorte werden in der Regel Sonnenschirme und Liegen vermietet, Baywatcher beobachten das Treiben im Wasser, und für Notfälle ist eine Rot-Kreuz-Station eingerichtet. Es gibt Gratis-(Fuß-)Duschen und Toiletten, und nie ist es weit zur nächsten Bar. An den naturbelassenen Stränden jenseits der Resorts sieht es allerdings anders aus – meist gibt es dort nicht einmal einen Rettungsring. Denk bitte unbedingt daran, dass an der Westseite der Insel Strömung und Brandung besonders stark sind, weshalb man sich hier mit einem „Fußbad“ begnügen sollte! Doch auch an der ruhigeren Ostseite gibt es zuweilen tückische Wellen und unerwartete Unterströmungen – achte auf jeden Fall auf die Beflaggung. FKK wird an den abgelegeneren Stränden der Playas de Papagayo und im FKK-Resort Charco del Palo praktiziert (oboena.de).

Telefonvorwahlen

Die Vorwahl für Spanien lautet 0034, dann folgt bei Festnetzverbindungen die neunstellige Rufnummer mit integrierter Ortsvorwahl (928). Vorwahl für Deutschland: 0049; Österreich: 0043; Schweiz: 0041; danach folgen die Vorwahl ohne Null und die Rufnummer.

Trinkgeld

In Restaurants ist es üblich, 5 bis 10 Prozent der Rechnungssumme als Trinkgeld zu hinterlassen – wenn du mit der Bedienung zufrieden warst.

Unterkunft

Vom Fünfsternehotel bis zur Pension, vom einfachen Apartment bis zur Luxusvilla bietet Lanzarote eine breite Palette – nicht nur in den Ferienorten, sondern auch im Inselinnern. Turismo Rural, „ländlicher Tourismus“, wird auf Wochenbasis in historischen, komfortabel ausgestatteten Landhäusern (casas rurales) angeboten und ist besonders für Familienurlaub ideal. Für die Mobilität ist dann ein Mietwagen unerlässlich, denn die Busverbindungen in Regionen abseits der Touristenhochburgen sind mangelhaft. Schöne, dabei günstige Unterkünfte in der Palmenoase Haría und in den urigen Küstenorten des Nordens findest du z B. auf lanzarote-abseits-tourismus. info. Auch via Airbnb und Co. werden zahlreiche Privatquartiere vermittelt, doch diese sind kaum günstiger als Hotelzimmer bzw. Apartments. Mittlerweile regt sich auf den Kanaren lautstarker Protest gegen viviendas vacacionales (private Ferienwohnungen), weil die meisten Immobilienbesitzer touristisch vermieten und als Folge kaum noch bezahlbarer Wohnraum für die „normale“ Bevölkerung vorhanden ist. Prinzipiell gilt: Reserviere rechtzeitig, denn die Kanaren sind sehr gut gebucht!

Camping ist ebenfalls möglich, allerdings sind die Plätze in den spanischen Ferien voll: Camping de Papagayo (Playa de Puerto Muelas | Anmeldung obligatorisch auf acampadapapagayo.com.

WLAN

Alle Hotels bieten WLAN, doch ist dieser Service manchmal nicht im Übernachtungspreis mit inbegriffen. Öffentliche Gratis-Hotspots sind eher rar. Achte auf den Schriftzug „WiFi“ in Cafés und Bars: Hier darfst du – sofern du auch etwas konsumierst – gratis im Internet surfen.

Pflanzen stehen lassen!

Kanarische Pflanzen wie Wolfsmilch, Dornlattich und Seidiger Goldstern stehen unter besonderem Schutz, ihre Ausfuhr ist nicht ohne Weiteres erlaubt (Zoll!). Kauf dir stattdessen im Blumenladen (jardinería) ein Tütchen Samen – das lässt sich auch leichter transportieren!

Notfälle und Sicherheit

Diplomatische Vertretungen

Personalausweis gestohlen? Notgeld nötig? Dann bekommst du Hilfe vom nächsten Konsulat bzw. von der Botschaft (Anträge kannst du online ausfüllen unter spanien.diplo.de):

Deutsches Honorarkonsulat (auf Lanzarote)

Av. El Varadero 30 | Playa Blanca | Tel. 9 28 51 92 31 | spanien.diplo.de

Österreichisches Konsulat (auf Gran Canaria)

Av. de Italia 6 | Hotel Escorial | Playa del Inglés | Tel. 9 28 76 13 50 | bmeia.gv.at/botschaftenkonsulate

Schweizer Botschaft (in Madrid)

C/ Núñez de Balboa 35a | Madrid | Tel. 9 14 36 39 60 | eda.admin.ch/madrid

Gesundheit

Oft wird die körperliche Belastung durch die Klimaumstellung unterschätzt, vor allem im Sommer. Leitungswasser ist auf Lanzarote nicht trinkbar und sollte nur zum Waschen und Zähneputzen verwendet werden. Mineralwasser in 5- bis 8-Liter-Plastikflaschen gibt es in allen Supermärkten.

Mit der Europäischen Krankenversicherungskarte wirst du von Ärzten, die der staatlichen Seguridad Social angeschlossen sind, gratis behandelt – entweder im Gesundheitszentrum (Centro de Salud), das es in jedem größeren Ort gibt oder im Krankenhaus in Arrecife (Hospital). Anderenfalls solltest du eine detaillierte Rechnung (factura) verlangen, um dir zu Hause die Auslagen mindestens teilweise erstatten zu lassen.

Apotheken (farmacias) sind am grünen Malteserkreuz erkennbar. Öffnungszeiten: Mo–Fr 9–13.30 und 16– 20.30, Sa 9–13 Uhr. Das Schild „Farmacia de Guardia“ weist auf die Notdienstapotheke hin.

Notfallnummern

Die Telefonnummer 112 gilt für Notfälle aller Art (Polizei, Feuer, Krankenwagen, Unfall). Die Ansprechpartner verstehen in der Regel Deutsch.

Baderegeln beachten!

Dutzende von Menschen ertrinken Jahr für Jahr an den Küsten der Kanaren. Oft ist Leichtsinn der Grund: Die Stärke von Brandung und Strömung wird unter-, die eigene Kraft überschätzt. Auch ein Meer, das an der Oberfläche ruhig erscheint, kann gefährliche Unterströmung bergen. Richte dich unbedingt nach den Flaggen am Strand: Wird die rote Fahne gehisst, geh auf keinen Fall ins Wasser, bei Gelb ist Vorsicht angesagt, bei Grün kannst du dich in die Fluten stürzen – wobei du trotzdem nicht zu weit hinausschwimmen solltest. Werden (gefährliche) Quallen angespült, wird eine weiße Fahne mit Quallenschirm gehisst. Übrigens: Wer bei roter Flagge badet und eine Rettungsaktion provoziert, muss diese selbst zahlen!

  1. Vorbereitung
  2. Ankommen
  3. Weiterkommen
  4. Vor Ort
  5. Notfälle und Sicherheit