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Reiseführer
Kermānschāh

Ist erwähnt in Reiseführer:

Im Ersten Golfkrieg wegen seiner großen Ölraffinerie von irakischen Raketen zerschossen, aber inzwischen wiederaufgebaut und auf striktem Wachstumskurs: Die Stadt (900 000 Ew.) pulsiert, ist für Reisende aber vorrangig als Startplatz für Ausflüge interessant.

Ein quirliger Basar, eine Handvoll Moscheen ... Als modernes Industriezentrum lebt diese mehrheitlich von Kurden bewohnte Provinzhauptstadt ganz in der Gegenwart und Zukunft. Historische Baudenkmäler sind Mangelware. Zwei aber gibt’s, und die haben es in sich.

Kermānschāh Sehenswertes & Restaurants

Taq-e Bostan
Touristenattraktionen
Kermānschāh
Tekiye Moaven Almolk
Museen
Kermanshah
Kermānschāh
Geographical
Kermānschāh
  • Taq-e Bostan

    Touristenattraktionen
    • © arazu, Shutterstock

    „Gartenbogen“ – die deutsche Übersetzung für diese Anlage klingt ein bisschen nach lauschiger Laube. In Wahrheit war dieser Ort am nördlichen Stadtrand früher ein königliches Jagdrevier, und die beiden Felsgrotten mit ihren weltberühmten Reliefs dienten schnöder Politpropaganda. Mehrere Herrscher der Sassaniden-Dynastie ließen sich vor 1500 Jahren in staatstragenden Posen hoch zu Ross bei der Jagd und der göttlichen Amtseinführung verewigen. Aber das große Können, mit dem die Steinmetze hier ihre Meißel ansetzten, macht Taq-e Bostan zu einem Höhepunkt altpersischer Kunst. Schade nur, dass neuerdings ein Wassergraben den Genuss der Details aus der Nähe verhindert. Was bleibt, sind der imposante Gesamteindruck und die entspannte Stimmung an dem Quellsee, vor allem nach Sonnenuntergang, wenn Scheinwerfer die zwei Bögen golden leuchten lassen.

    • © arazu, Shutterstock

    „Gartenbogen“ – die deutsche Übersetzung für diese Anlage klingt ein bisschen nach lauschiger Laube. In Wahrheit war dieser Ort am nördlichen Stadtrand früher ein königliches Jagdrevier, und die beiden Felsgrotten mit ihren weltberühmten Reliefs dienten schnöder Politpropaganda. Mehrere Herrscher der Sassaniden-Dynastie ließen sich vor 1500 Jahren in staatstragenden Posen hoch zu Ross bei der Jagd und der göttlichen Amtseinführung verewigen. Aber das große Können, mit dem die Steinmetze hier ihre Meißel ansetzten, macht Taq-e Bostan zu einem Höhepunkt altpersischer Kunst. Schade nur, dass neuerdings ein Wassergraben den Genuss der Details aus der Nähe verhindert. Was bleibt, sind der imposante Gesamteindruck und die entspannte Stimmung an dem Quellsee, vor allem nach Sonnenuntergang, wenn Scheinwerfer die zwei Bögen golden leuchten lassen.


  • Tekiye Moaven Almolk

    Museen

    Also bitte, sind die hier gezeigten Szenen denn eigentlich jugendfrei? All das Blut, das da fließt bei den Geißelungen zum Gedenken an den Märtyrer Hussein! Und dann die vielen halbnackten Männerkörper! Im Ernst: An Drastik fehlt es den farbigen Fliesenbildern nicht, mit denen die Hallen und Höfe dieser wohl berühmtesten Hoseyniyeh (religiöser Versammlungsort) Irans großflächig ausgekleidet sind. Was aber andererseits auch wieder passt. Schließlich trafen sich in diesem um 1890 errichteten Bühnenbau die Gläubigen im heiligen Monat Muharram nicht zum Kaffeekränzchen, sondern um die Passion ihres Dritten Imam bei der Schlacht von Kerbela nachzuspielen. Und die ist eben nichts für zarte Gemüter. Der Komplex trägt den Namen eines Kermanshaher Bürgers, der für die Renovierung sorgte.

    Also bitte, sind die hier gezeigten Szenen denn eigentlich jugendfrei? All das Blut, das da fließt bei den Geißelungen zum Gedenken an den Märtyrer Hussein! Und dann die vielen halbnackten Männerkörper! Im Ernst: An Drastik fehlt es den farbigen Fliesenbildern nicht, mit denen die Hallen und Höfe dieser wohl berühmtesten Hoseyniyeh (religiöser Versammlungsort) Irans großflächig ausgekleidet sind. Was aber andererseits auch wieder passt. Schließlich trafen sich in diesem um 1890 errichteten Bühnenbau die Gläubigen im heiligen Monat Muharram nicht zum Kaffeekränzchen, sondern um die Passion ihres Dritten Imam bei der Schlacht von Kerbela nachzuspielen. Und die ist eben nichts für zarte Gemüter. Der Komplex trägt den Namen eines Kermanshaher Bürgers, der für die Renovierung sorgte.


  • Kermānschāh

    Geographical
    • © Artography, Shutterstock

    Im Ersten Golfkrieg wegen seiner großen Ölraffinerie von irakischen Raketen zerschossen, aber inzwischen wiederaufgebaut und auf striktem Wachstumskurs: Die Stadt (900 000 Ew.) pulsiert, ist für Reisende aber vorrangig als Startplatz für Ausflüge interessant.

    • Kermānschāh
    • © Artography, Shutterstock

    Im Ersten Golfkrieg wegen seiner großen Ölraffinerie von irakischen Raketen zerschossen, aber inzwischen wiederaufgebaut und auf striktem Wachstumskurs: Die Stadt (900 000 Ew.) pulsiert, ist für Reisende aber vorrangig als Startplatz für Ausflüge interessant.

    • Kermānschāh