
Reiseführer Kleine Antillen

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„Down the way where the nights are gay / and the sun shines daily on the mountain-top ...“ – zwei Zeilen, die die Karibik treffend beschreiben. Der große Harry Belafonte verstand es, die Sehnsucht nach Palmen, Sonne, Karneval und entspanntem Leben mit seinen Songs zu wecken.
Einladendes Klima
Fast immer scheint die Sonne, weht eine angenehme Brise aus Nordost, und wenn’s regnet, handelt es sich meist um kurze oder nächtliche Schauer. Einladend sind auch die durchschnittlich um 27 Grad liegenden Wassertemperaturen. Schnorchelnd oder tauchend kannst du Korallenriffe erkunden, die meisten Hotels verleihen Surfbretter, Kajaks und Wasserskier, Charterfirmen vermieten Segelboote mit oder ohne Skipper. Ein wahres (Wander-)Paradies sind die Regenwälder, wie sie sich z. B. auf Dominica, St. Lucia und Saba auf erloschenen Vulkanen gebildet haben. Und wenn der perfekte Urlaub für dich einfach nur Sonnenbaden am Strand bedeutet, oder wenn du Nightlife erwartest – das alles bekommst du auf Barbados, Antigua oder Sint Maarten. Wie die Mitglieder einer großen Familie besitzen alle Insel ihren ganz eigenen Charakter und ihre besonderen Attraktionen. Das spürst du schon, wenn du während einer Karibik-Kreuzfahrt von Hafen zu Hafen schipperst und Ausflüge machst, sei es einen Stadt- und Shoppingbummel, einen Nachmittag am Strand oder eine Fahrt in den Regenwald. Vielleicht findest du auf diese Weise die Insel, die für dich die schönste ist. Willst du aber das Leben vor Ort kennenlernen, mit einheimischen Führern über Stock und Stein wandern, Fischern beim Fischfang am Strand und Bootsbauern bei der Arbeit zusehen oder bei einer Familie wohnen, dann brauchst du natürlich mehr Zeit. Dafür wirst du dann aber auch mit unvergesslichen Erlebnissen belohnt.
Spannende Kontraste
Jede Insel ist anders. Die eine gebirgig, die andere flach, die eine kapriziös und elegant, die andere wie aus der Zeit gefallen, wie Carriacou, oder wie ein Blick in die Zukunft, wie der Schmelztiegel Trinidad. Die Virgin Islands, Anguilla, St. Barths und die Grenadinen profilierten sich als Adressen für Yachties und Urlauber, bei denen Geld keine Rolle spielt. Saba, Sint Eustatius, Guadeloupe, Dominica, St. Lucia und Grenada als grüne Paradiese mit traumhaften Wandermöglichkeiten – und z. T. auch als tolle Tauchdestinationen. Barbados, das immer englisch war, bis die Queen es in die Unabhängigkeit entließ, lockt mit Gelassenheit und alten Traditionen.. Tobago machte sich einen Namen als Kolibriparadies und Trinidad als Wiege des Calypso. Traumstrände findest du fast überall. Und wo nicht, da gibt‘s anderes wie z. B. im Ökoparadies Dominica.
Geschichte
1000 v. Chr.–1000 n. Chr.
Arawak aus Südamerika besiedeln die Inseln, gefolgt von den Kariben
1492–1504
Kolumbus bereist die Karibik
1637
Auf Barbados wird mit dem Zuckerrohranbau die Sklaverei eingeführt
16.–18.Jh.
Franzosen, Engländer und Holländer jagen sich gegenseitig Inseln ab
1833–63
England, Frankreich und die Niederlande schaffen die Sklaverei ab
Ende des 19.Jhs.
Zuckerrohranbau geht zurück
1966–83
Barbados, Grenada, Dominica, St. Vincent, St. Lucia und Antigua werden unabhängig
1983
Invasion der USA auf Grenada nach Regierungssturz
1995 & 2021
Vulkanausbrüche auf Montserrat und St. Vincent
2021
Barbados löst sich vom Vereinigten Königreich und wird Republik
2024/25
Auf Trinidad wird wegen der Bandenkriminalität der Notstand ausgerufen. Die Wahlen gewinnt der konservative UNC (United National Congress)
Ruinen & alte Plantagenhäuser
Allgegenwärtig sind selbst auf den kleineren Inseln die Reste der früher so dominanten Plantagenwirtschaft, entweder als Ruinen oder so märchenhaft herausgeputzt als Luxushotel, als wollte man den dekadenten Lebensstil der früheren Kolonialherren kopieren. Den ermöglichte früher die Arbeit von Sklaven, heute zahlen die wohlhabendsten unter den Touristen dafür. Abgeschafft wurde die Sklaverei in der Karibik übrigens erst vor gut 150 Jahren: von Großbritannien (1833) zuerst und den Niederlanden (1863) zuletzt. Erst danach wuchsen ihre Bewohner, die Nachfahren der Sklaven und ansässigen Kreolen, die als Arbeiterersatz für die befreiten Sklaven ins Land geholten Inder und Chinesen sowie Einwanderer aus der ganzen Welt zu den heute so selbstbewussten kleinen Gesellschaften zusammen, in denen kulturelle Barrieren kaum noch eine Rolle spielen.
Selbstbewusst & stolz
Hilfreich bei der Selbstfindung der Inseln waren einheimische Schriftsteller und ihre Werke, die die Umbruchzeit des vorigen Jahrhunderts und die Wunden der Verschleppung und Entwurzelung auf persönliche Weise behandelten. Die berühmtesten sind Aimé Césaire (1913–2008) aus Martinique und Maryse Condé (1934–2024) aus Guadeloupe; im englischsprachigen Kulturkreis erhielten gleich zwei Erzähler den Literaturnobelpreis: Derek Walcott (1930–2017) aus St. Lucia und Sir Viduadhar Surujprasad Naipaul (1932–2018) aus Trinidad.
Heute sind die Kleinen Antillen so modern wie der Rest der Welt. Nicht zuletzt durch das Internet, das eine weltoffene, selbstbewusste Jugend hervorgebracht hat. Auch politisch hat sich die Region stabilisiert. Viele einst britische Inseln sind noch stolz darauf, unabhängig und zugleich Teil des British Commonwealth zu sein. Die Französischen Antillen wurden überseeische Provinzen Frankreichs, sind also Teil der EU, die Niederländischen dagegen autonome Teile ihres Mutterlandes. Ähnlich verhält es sich mit den US Virgin Islands (USA), während die British Virgin Islands, Montserrat und Anguilla britische Überseegebiete sind. Und fast alle gehören der Organisation Ostkaribischer Staaten (OECS) an. Unterschiede aber blieben. Die französischen Inseln haben als Teil der Grande Nation (und mit deren finanzieller Hilfe) einen relativ hohen Lebensstandard. Auch den US Virgin Islands geht es mit dem Dollar als Landeswährung eher gut, während Inseln wie z. B. St. Vincent weniger Tourismus, aber dafür hohe Arbeitslosenquoten haben. Wichtigste Einnahmequelle sind heute die internationalen Gäste – für die die Inseln alles tun, was nur möglich ist.
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Karibik, Kleine Antillen
Buch, 14. Auflage · 17.95 €Von Barbados bis Virgin Islands: Mit dem MARCO POLO Reiseführer in die Karibik zu den Kleinen Antillen Hier ist jede Insel anders: die eine gebirgig, die andere flach, grünes Paradies für Wanderer oder erste Adresse für Segler und Wassersportfans. Auf den Kleinen Antillen wird dein Urlaub niemals langweilig! Egal wonach dir in den Ferien der Sinn steht – der MARCO POLO Reiseführer hält die besten Tipps für dich bereit und sorgt dafür, dass du beim Insel-Hopping nie den Überblick verlierst.
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Die Kleinen Antillen stecken voller Möglichkeiten. Das Insellabyrinth der Virgin Islands ist der wahr gewordene Traum aller passionierten Segler, die Leeward Islands locken Badenixen mit feinen Zuckerstränden. Auf den niederländischen und französischen Antillen kannst du Wandern bis zum Abwinken, auf den Windward Islands unter Vulkanen schnorcheln und in Wasserfällen duschen. Die geografischen Außenseiter Barbados und Trinidad & Tobago laden mit einem faszinierenden Kulturmix zum Erkunden ein.
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