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Isfahan & das Zentrale Hochland Top Sehenswürdigkeiten






















Touristenattraktionen
Touristenattraktionen
Landschaftliche Highlights
Architektonische Highlights
Botanische Gärten & Parks
Museen
Naqsch-e Dschahan
Touristenattraktionen © Hamdan Yoshida, Shutterstock
Wen da nicht die Begeisterung packt, der muss ein emotionaler Kühlschrank sein: 560 m lang und 160 m breit ist der Meydan-e Imam. Weltweit sind nur Pekings Tian’anmen und der Zócalo in Mexiko City noch größer. Aber lange nicht so schön. Denn als Schah Abbas I. vor 400 Jahren diesen Riesenplatz anlegte, ließ er ihn nicht nur rundum mit doppelstöckigen Arkaden einrahmen. Er setzte auf jeder Seite mit einem ganz besonderen Baujuwel noch einen drauf. Wenn Sie irgendwann genug zwischen Rasen- und Wasserflächen umherflaniert und gestaunt haben und dabei, Vorsicht!, den Droschkenfahrern, die wie wild um den autofreien Platz düsen, erfolgreich ausgewichen sind, knöpfen Sie sich die Attraktionen einzeln vor. Als Erstes am besten die an der Südfront alles überragende Imam-Moschee. 18 Mio. Ziegel und 500 000 farbige Fayencefliesen wurden für diesen Kolossalbau verwendet. 54 m ist die Hauptkuppel innen hoch und ihre Akustik phänomenal – stellen Sie sich genau in die Mitte und probieren Sie es doch mal mit einem Zungenschnalzer oder Knittern einer Banknote aus! Um die Gebetsnische, wie es der Koran vorschreibt, exakt nach Mekka zeigen zu lassen, hat der Architekt die ganze Anlage aus der Platzachse raffiniert um 45 Grad nach Süden hin gedreht. Seien Sie nicht enttäuscht, wenn der große Innenhof mit Zeltplanen verhängt ist. Das Gerüst schützt die Gläubigen so beim Freitagsgebet vor dem Sonnenstich. Im linken Nebenhof, früher eine Koranschule, treffen Sie mit etwas Glück auf einen Mullah. Sprechen Sie ihn ruhig auf Englisch an. Er ist es gewohnt, weil dafür abgestellt, mit wissbegierigen Gästen in Dialog zu treten. Die kleine Schwester der Imam-Moschee ist die einst von Schah Abbas privat genutzte Lotfollah-Moschee an der Ostseite. Was ihr im Vergleich an Größe fehlt, macht sie mit Anmut mehr als wett. Sie gilt als eine der schönsten, wenn nicht die schönste Moschee der Welt. Spätestens wenn Sie innen unter der Kuppel stehen und Ihre Halswirbel vor lauter Hochschauen knacken, verstehen Sie, warum. Dieses Licht, diese Farben! Harmonie in Vollendung. Die sechs Stockwerke des Königspalasts Ali Qapuhinaufzusteigen ist etwas mühsam. Aber das Musikzimmer am oberen Ende der Treppe mit seinen beschnitzten Nischenwänden und mehr noch der Panoramablick von der Terrasse lohnen das bisschen Schweiß. Sehen Sie unten an den Stirnseiten des Platzes die Marmorpfosten? Es sind die Torstan-gen für das früher in Persien populäre Polospiel, das der Schah von hier oben so gerne verfolgte.
- Naqsch-e-Dschahan Square, Esfahan
- http://www.isfahancht.ir/
- +98 31 3222 1906
© Hamdan Yoshida, Shutterstock
Wen da nicht die Begeisterung packt, der muss ein emotionaler Kühlschrank sein: 560 m lang und 160 m breit ist der Meydan-e Imam. Weltweit sind nur Pekings Tian’anmen und der Zócalo in Mexiko City noch größer. Aber lange nicht so schön. Denn als Schah Abbas I. vor 400 Jahren diesen Riesenplatz anlegte, ließ er ihn nicht nur rundum mit doppelstöckigen Arkaden einrahmen. Er setzte auf jeder Seite mit einem ganz besonderen Baujuwel noch einen drauf. Wenn Sie irgendwann genug zwischen Rasen- und Wasserflächen umherflaniert und gestaunt haben und dabei, Vorsicht!, den Droschkenfahrern, die wie wild um den autofreien Platz düsen, erfolgreich ausgewichen sind, knöpfen Sie sich die Attraktionen einzeln vor. Als Erstes am besten die an der Südfront alles überragende Imam-Moschee. 18 Mio. Ziegel und 500 000 farbige Fayencefliesen wurden für diesen Kolossalbau verwendet. 54 m ist die Hauptkuppel innen hoch und ihre Akustik phänomenal – stellen Sie sich genau in die Mitte und probieren Sie es doch mal mit einem Zungenschnalzer oder Knittern einer Banknote aus! Um die Gebetsnische, wie es der Koran vorschreibt, exakt nach Mekka zeigen zu lassen, hat der Architekt die ganze Anlage aus der Platzachse raffiniert um 45 Grad nach Süden hin gedreht. Seien Sie nicht enttäuscht, wenn der große Innenhof mit Zeltplanen verhängt ist. Das Gerüst schützt die Gläubigen so beim Freitagsgebet vor dem Sonnenstich. Im linken Nebenhof, früher eine Koranschule, treffen Sie mit etwas Glück auf einen Mullah. Sprechen Sie ihn ruhig auf Englisch an. Er ist es gewohnt, weil dafür abgestellt, mit wissbegierigen Gästen in Dialog zu treten. Die kleine Schwester der Imam-Moschee ist die einst von Schah Abbas privat genutzte Lotfollah-Moschee an der Ostseite. Was ihr im Vergleich an Größe fehlt, macht sie mit Anmut mehr als wett. Sie gilt als eine der schönsten, wenn nicht die schönste Moschee der Welt. Spätestens wenn Sie innen unter der Kuppel stehen und Ihre Halswirbel vor lauter Hochschauen knacken, verstehen Sie, warum. Dieses Licht, diese Farben! Harmonie in Vollendung. Die sechs Stockwerke des Königspalasts Ali Qapuhinaufzusteigen ist etwas mühsam. Aber das Musikzimmer am oberen Ende der Treppe mit seinen beschnitzten Nischenwänden und mehr noch der Panoramablick von der Terrasse lohnen das bisschen Schweiß. Sehen Sie unten an den Stirnseiten des Platzes die Marmorpfosten? Es sind die Torstan-gen für das früher in Persien populäre Polospiel, das der Schah von hier oben so gerne verfolgte.
- Naqsch-e-Dschahan Square, Esfahan
- http://www.isfahancht.ir/
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Shahdad Kalouts / Kaluts
Landschaftliche Highlights © Andrea Lehotska, Shutterstock
Monument Valley auf iranisch, natürlich ohne Marlboro Man: hochhaushohe Tafelberge, schroffe Wände, Zinken, von Horizont zu Horizont von fantasievoller Riesenhand aus dem Fels geschmirgelt. Je nach Stimmung kannst du ein Stück weit durch die Mondlandschaft stapfen, im Yogasitz der Stille lauschen oder mit dem Quad (werden an wechselnden Orten von ein paar geschäftstüchtigen jungen Männern verliehen) über die Dünen brausen. Wenn man nicht frühmorgens die ca. 150 km aus Kerman anreist, kann man schlicht, aber stimmig wohnen in den Dörfern Shahdad, Safi Abad oder Deh Seyf, etwa im Yadegar Guesthouse von Mr. Ghasemi. Zwei Extremerlebnisse keine 30 Autominuten nördlich von Shahdad sind etwa der Salzfluss und das Gebiet Gandom-e Beryan, wo die Nasa vor ein paar Jahren mit 70,7° eine der höchsten je auf der Erde verzeichneten Bodentemperaturen maß.
- Kerman Province
- http://visitkalouts.com/
© Andrea Lehotska, Shutterstock
Monument Valley auf iranisch, natürlich ohne Marlboro Man: hochhaushohe Tafelberge, schroffe Wände, Zinken, von Horizont zu Horizont von fantasievoller Riesenhand aus dem Fels geschmirgelt. Je nach Stimmung kannst du ein Stück weit durch die Mondlandschaft stapfen, im Yogasitz der Stille lauschen oder mit dem Quad (werden an wechselnden Orten von ein paar geschäftstüchtigen jungen Männern verliehen) über die Dünen brausen. Wenn man nicht frühmorgens die ca. 150 km aus Kerman anreist, kann man schlicht, aber stimmig wohnen in den Dörfern Shahdad, Safi Abad oder Deh Seyf, etwa im Yadegar Guesthouse von Mr. Ghasemi. Zwei Extremerlebnisse keine 30 Autominuten nördlich von Shahdad sind etwa der Salzfluss und das Gebiet Gandom-e Beryan, wo die Nasa vor ein paar Jahren mit 70,7° eine der höchsten je auf der Erde verzeichneten Bodentemperaturen maß.
- Kerman Province
- http://visitkalouts.com/
Atiq Comprehensive Mosque of Isfahan
Architektonische Highlights © javarman, Shutterstock
Warum nicht gegen den touristischen Mainstream schwimmen? Alle stürmen sie gleich nach der Ankunft zum Großen Platz und zum Fluss. Geh es lieber unorthodox an, starte die Besichtigungstour dem Werdegang Isfahans chronologisch folgend in seinem 1000-jährigen, spirituellen Herz. Die alte Freitagsmoschee bildete den Nabel der mittelalterlichen Stadt und war im frühen 12.Jh. der Prototyp einer Vier-Iwan-Anlage – jenes Moscheemodells, bei dem an jeder der vier Seiten des Innenhofs ein offenes Tonnengewölbe steht. Beim Rundgang durch den 30 000 m2 großen Komplex kann man wie an den Ringen eines alten Baums die verschiedenen Wachstumsphasen ablesen. Gebetssäle mit erhabenen schmucklosen Säulenwäldern, monumentale Kuppelhallen, nicht weniger beeindruckende Iwane, mit Ziegelornamenten oder vielfarbigen Fayencen verziert: Man hat das Gefühl, durch eine dreidimensionale Stilfibel für islamische Sakralarchitektur zu wandern. Der Höhepunkt der Ausstattung ist im Gebetsraum rechts vom Westiwan zu sehen. Der Mihrab des Oldschaitu ist eine äußerst fein aus Stein ziselierte Gebetsnische, die dem mongolischen Herrscher vor 700 Jahren anzeigte, wo Mekka liegt. Hilfreiche Einführung in die Baugeschichte und einen Überblick geben die Schautafeln und das 3D-Modell gleich rechts beim Kassenschalter.
- Majlesi Street, Isfahan
- http://isfahanjamehmosque.com/
- +98 31 3445 6400
© javarman, Shutterstock
Warum nicht gegen den touristischen Mainstream schwimmen? Alle stürmen sie gleich nach der Ankunft zum Großen Platz und zum Fluss. Geh es lieber unorthodox an, starte die Besichtigungstour dem Werdegang Isfahans chronologisch folgend in seinem 1000-jährigen, spirituellen Herz. Die alte Freitagsmoschee bildete den Nabel der mittelalterlichen Stadt und war im frühen 12.Jh. der Prototyp einer Vier-Iwan-Anlage – jenes Moscheemodells, bei dem an jeder der vier Seiten des Innenhofs ein offenes Tonnengewölbe steht. Beim Rundgang durch den 30 000 m2 großen Komplex kann man wie an den Ringen eines alten Baums die verschiedenen Wachstumsphasen ablesen. Gebetssäle mit erhabenen schmucklosen Säulenwäldern, monumentale Kuppelhallen, nicht weniger beeindruckende Iwane, mit Ziegelornamenten oder vielfarbigen Fayencen verziert: Man hat das Gefühl, durch eine dreidimensionale Stilfibel für islamische Sakralarchitektur zu wandern. Der Höhepunkt der Ausstattung ist im Gebetsraum rechts vom Westiwan zu sehen. Der Mihrab des Oldschaitu ist eine äußerst fein aus Stein ziselierte Gebetsnische, die dem mongolischen Herrscher vor 700 Jahren anzeigte, wo Mekka liegt. Hilfreiche Einführung in die Baugeschichte und einen Überblick geben die Schautafeln und das 3D-Modell gleich rechts beim Kassenschalter.
- Majlesi Street, Isfahan
- http://isfahanjamehmosque.com/
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Fin-Garten
Botanische Gärten & Parks © Aleksandar Todorovic, Shutterstock
Der großzügig und kunstvoll gestaltete Garten ist eine der schönsten Schöpfungen altpersischer Kultur. Die Überlieferung sagt: Ein Abbild des Paradieses auf Erden soll er sein, mit vier Toren, symmetrisch gegliedert durch Wasserkanäle und kunstvoll bepflanzt. Dieser, 6 km südwestlich des Stadtkerns, ist das am besten erhaltene Exemplar im Land – klassisch gestaltet mit Zypressenalleen und luftigem Pavillon in der Mitte. Eine kristallklare Quelle, Schatten, Kühle: Hier herumzuschlendern tut gut. Bloß nicht an Feier- und Freitagen, wenn sich Tausende Ausflügler aus Teheran auf die Zehen steigen.
- Amir Kabir Street, Isfahan
- +98 31 5530 2010
© Aleksandar Todorovic, Shutterstock
Der großzügig und kunstvoll gestaltete Garten ist eine der schönsten Schöpfungen altpersischer Kultur. Die Überlieferung sagt: Ein Abbild des Paradieses auf Erden soll er sein, mit vier Toren, symmetrisch gegliedert durch Wasserkanäle und kunstvoll bepflanzt. Dieser, 6 km südwestlich des Stadtkerns, ist das am besten erhaltene Exemplar im Land – klassisch gestaltet mit Zypressenalleen und luftigem Pavillon in der Mitte. Eine kristallklare Quelle, Schatten, Kühle: Hier herumzuschlendern tut gut. Bloß nicht an Feier- und Freitagen, wenn sich Tausende Ausflügler aus Teheran auf die Zehen steigen.
- Amir Kabir Street, Isfahan
- +98 31 5530 2010
Holy Shrine of Fatemeh Maasoume
Touristenattraktionen © Fotokon, Shutterstock
Im Jahr 816 starb in Qom die Schwester des Achten Imam. Um ihr Grab ist nach und nach ein gigantisches, von superreichen Stiftungen verwaltetes Heiligtum entstanden. Nicht-Muslime dürfen nicht in die Große Moschee und die Schreine, auch nicht in die Hochschulen. Durch die Höfe schlendern dürfen sie aber, faszinierend genug. Beim Haupteingang am Astaneh-Platz werden Gäste von englischsprachigen Guides empfangen und unentgeltlich über das Gelände geführt. Frauen müssen einen – keine Sorge, frisch gewaschenen – Tschador anlegen. Sehenswert ist auch das Museum des Heiligen Schreins.
© Fotokon, Shutterstock
Im Jahr 816 starb in Qom die Schwester des Achten Imam. Um ihr Grab ist nach und nach ein gigantisches, von superreichen Stiftungen verwaltetes Heiligtum entstanden. Nicht-Muslime dürfen nicht in die Große Moschee und die Schreine, auch nicht in die Hochschulen. Durch die Höfe schlendern dürfen sie aber, faszinierend genug. Beim Haupteingang am Astaneh-Platz werden Gäste von englischsprachigen Guides empfangen und unentgeltlich über das Gelände geführt. Frauen müssen einen – keine Sorge, frisch gewaschenen – Tschador anlegen. Sehenswert ist auch das Museum des Heiligen Schreins.
Jame Mosque of Yazd
Architektonische Highlights © Leonid Andronov, Shutterstock
Jede Stadt im Iran besitzt eine Jame- Moschee, in der freitags der Mullah seine Wochenpredigt hält. Aber ein solches Prachtexemplar hat nur Yazd. Allein die Dimension! Ihr Portalgewölbe plus Doppelminarett ist mit 48 m das höchste des Iran. Und ihre Fliesenmosaike führten kurz nach 1400 dazu, dass Baumeister bald überall Fassaden und Kuppeln mit solch bunten Keramikteppichen überzogen.
- Masjed Jame' Street, Yazd
© Leonid Andronov, Shutterstock
Jede Stadt im Iran besitzt eine Jame- Moschee, in der freitags der Mullah seine Wochenpredigt hält. Aber ein solches Prachtexemplar hat nur Yazd. Allein die Dimension! Ihr Portalgewölbe plus Doppelminarett ist mit 48 m das höchste des Iran. Und ihre Fliesenmosaike führten kurz nach 1400 dazu, dass Baumeister bald überall Fassaden und Kuppeln mit solch bunten Keramikteppichen überzogen.
- Masjed Jame' Street, Yazd
Isfahan Music Museum
MuseenDieses noch sehr junge Privatmuseum öffnet Augen und Ohren für die bunte Klangwelt iranischer Musik. Tar, Tombak (Trommel), Kamantsche (Violine), Satur. . . Mehr als 300 Instrumente sind allein schon den nicht ganz niedrigen Eintrittspreis wert. Zum großen Vergnügen wird der Besuch, weil die Betreiber Mehrdad und Shahriar, zwei passionierte Musiker, persönlich die Führung übernehmen und am Schluss ein kleines Konzert geben.
Dieses noch sehr junge Privatmuseum öffnet Augen und Ohren für die bunte Klangwelt iranischer Musik. Tar, Tombak (Trommel), Kamantsche (Violine), Satur. . . Mehr als 300 Instrumente sind allein schon den nicht ganz niedrigen Eintrittspreis wert. Zum großen Vergnügen wird der Besuch, weil die Betreiber Mehrdad und Shahriar, zwei passionierte Musiker, persönlich die Führung übernehmen und am Schluss ein kleines Konzert geben.
Traditional Persian Night
TouristenattraktionenMan nehme einen mit Teppichen und Polstern möblierten Salon, lasse einen Rezitator zu Livemusik auf der Setar witzige Sufi-Geschichten erzählen (auf Englisch), serviere dazu ein Spezialitätenmenü– fertig ist die entspannende, lehrreiche Begegnung mit der Seele Irans.
Man nehme einen mit Teppichen und Polstern möblierten Salon, lasse einen Rezitator zu Livemusik auf der Setar witzige Sufi-Geschichten erzählen (auf Englisch), serviere dazu ein Spezialitätenmenü– fertig ist die entspannende, lehrreiche Begegnung mit der Seele Irans.
Bazar
Touristenattraktionen © Leonid Andronov, Shutterstock
Früher spielte auf seinem Balkon zweimal täglich ein kleines Orchester wie eine musikalische Uhr. Das ist lange her. Doch als Trichter, der einen in Isfahans Basar, diese uralte Wunderwelt des Konsums, geradezu hineinsaugt, fungiert das Naqqarkhane (Trommelhaus), der hohe Portalbau an der Nordseite des Imam-Platzes, nach wie vor. Die Qaiseriye dahinter, die „kaiserliche“ Hauptachse des Basars, bildet gemeinsam mit den Ladengassen rund um den Platz immer noch die Schaumeilen iranischen Kunsthandwerks. In dem sich anschließenden kilometerweiten Labyrinth, all den Gässchen, Kaufhallen, Karawansereien hat wie schon immer jede Branche ihr eigenes Revier, Eisen- und Kupferschmiede, Färber, Fliesen-, Schuh- und Samowarmacher. Gleich am Ende des ersten Quergässchens kann man Stoffdruckern bei der Arbeit mit ihren Holzstempeln über die Schulter schauen. Eine spezielle Wallfahrt der Sinne, Wolle, Seide, Staub und Farbmuster über Muster, verspricht in der Nordwestecke der Teppichbasar. Bevor man sich in dem Gassengeflecht endgültig verliert, sollte man das Assarkhaneh Shahi ansteuern. Die ehemalige Ölpresse, ein hohes, düsteres Gewölbe, beeindruckt mit ihren wuchtigen Mahlsteinen, früher von Kamelen bewegt, und aus ganzen Baumstämmen gezimmerten Presshebeln.
- Isfahan
© Leonid Andronov, Shutterstock
Früher spielte auf seinem Balkon zweimal täglich ein kleines Orchester wie eine musikalische Uhr. Das ist lange her. Doch als Trichter, der einen in Isfahans Basar, diese uralte Wunderwelt des Konsums, geradezu hineinsaugt, fungiert das Naqqarkhane (Trommelhaus), der hohe Portalbau an der Nordseite des Imam-Platzes, nach wie vor. Die Qaiseriye dahinter, die „kaiserliche“ Hauptachse des Basars, bildet gemeinsam mit den Ladengassen rund um den Platz immer noch die Schaumeilen iranischen Kunsthandwerks. In dem sich anschließenden kilometerweiten Labyrinth, all den Gässchen, Kaufhallen, Karawansereien hat wie schon immer jede Branche ihr eigenes Revier, Eisen- und Kupferschmiede, Färber, Fliesen-, Schuh- und Samowarmacher. Gleich am Ende des ersten Quergässchens kann man Stoffdruckern bei der Arbeit mit ihren Holzstempeln über die Schulter schauen. Eine spezielle Wallfahrt der Sinne, Wolle, Seide, Staub und Farbmuster über Muster, verspricht in der Nordwestecke der Teppichbasar. Bevor man sich in dem Gassengeflecht endgültig verliert, sollte man das Assarkhaneh Shahi ansteuern. Die ehemalige Ölpresse, ein hohes, düsteres Gewölbe, beeindruckt mit ihren wuchtigen Mahlsteinen, früher von Kamelen bewegt, und aus ganzen Baumstämmen gezimmerten Presshebeln.
- Isfahan
Ali Gholi Agha Historical Bath
Museen © Aleksandar Todorovic, Shutterstock
Einmal waschen, schwitzen und durchkneten, bitte. So hieß es in diesem Badehaus 300 Jahre lang. Inzwischen hat man seine weitläufigen, kunstvoll verfliesten und bemalten Räumlichkeiten restauriert und in ein Museum für Badekultur verwandelt. Wachsmodelle veranschaulichen die uralte Wellnessprozedur, vom Anlegen des Lendenschurzes und Hautschrubben mit Heißwasser bis zum Massieren, Enthaaren und entspannten Teeschlürfen.
- Bid Abadi Street, Isfahan
- http://isfahan.ir/
- +98 31 3337 5777
© Aleksandar Todorovic, Shutterstock
Einmal waschen, schwitzen und durchkneten, bitte. So hieß es in diesem Badehaus 300 Jahre lang. Inzwischen hat man seine weitläufigen, kunstvoll verfliesten und bemalten Räumlichkeiten restauriert und in ein Museum für Badekultur verwandelt. Wachsmodelle veranschaulichen die uralte Wellnessprozedur, vom Anlegen des Lendenschurzes und Hautschrubben mit Heißwasser bis zum Massieren, Enthaaren und entspannten Teeschlürfen.
- Bid Abadi Street, Isfahan
- http://isfahan.ir/
- +98 31 3337 5777
Khajoo Brücke
Architektonische Highlights © Hadimorphotography, Shutterstock
Selbst wenn der Fluss wieder mal ausgetrocknet sein sollte: Isfahans historische Brücken sind ein Muss – klar, weil sie mit ihren fliesenverzierten Arkaden und geziegelten Pfeilern wunderschön aussehen. Mehr aber noch, weil sie ein Ort der Begegnung sind, wo man vor allem an Freitagen Jung und Alt in Massen beim Bummeln trifft, immer bereit für einen Plausch mit Fremden. Fast unmöglich, hier als Ausländer nicht spontan neue Freunde zu finden.
- Esfahan
© Hadimorphotography, Shutterstock
Selbst wenn der Fluss wieder mal ausgetrocknet sein sollte: Isfahans historische Brücken sind ein Muss – klar, weil sie mit ihren fliesenverzierten Arkaden und geziegelten Pfeilern wunderschön aussehen. Mehr aber noch, weil sie ein Ort der Begegnung sind, wo man vor allem an Freitagen Jung und Alt in Massen beim Bummeln trifft, immer bereit für einen Plausch mit Fremden. Fast unmöglich, hier als Ausländer nicht spontan neue Freunde zu finden.
- Esfahan
Si-o-se Pol
Architektonische Highlights © Finantrip, Shutterstock
Selbst wenn der Fluss wieder mal ausgetrocknet sein sollte: Isfahans historische Brücken sind ein Muss – klar, weil sie mit ihren fliesenverzierten Arkaden und geziegelten Pfeilern wunderschön aussehen. Mehr aber noch, weil sie ein Ort der Begegnung sind, wo man vor allem an Freitagen Jung und Alt in Massen beim Bummeln trifft, immer bereit für einen Plausch mit Fremden. Fast unmöglich, hier als Ausländer nicht spontan neue Freunde zu finden. Ein Prachtexemplar von einer Brücke ist Si-o Se Pol, die 33-Bogen- Brücke in der Verlängerung der Chahar-Bagh-Allee; die schönste aber, 1 km flussabwärts, Pol-e Khaju. Menschen beobachten, Kontakte knüpfen, am südlichen Ende unter den Bögen am Wasser den Sängern und Musikanten lauschen . . . Fehlt nur noch, dass an diesem zauberhaften Ort ein Tee- oder Kaffeehaus aufmacht. Aber auch das werden die strengen Behörden irgendwann erlauben.
- Esfahan
- http://en.m.wikipedia.org/
© Finantrip, Shutterstock
Selbst wenn der Fluss wieder mal ausgetrocknet sein sollte: Isfahans historische Brücken sind ein Muss – klar, weil sie mit ihren fliesenverzierten Arkaden und geziegelten Pfeilern wunderschön aussehen. Mehr aber noch, weil sie ein Ort der Begegnung sind, wo man vor allem an Freitagen Jung und Alt in Massen beim Bummeln trifft, immer bereit für einen Plausch mit Fremden. Fast unmöglich, hier als Ausländer nicht spontan neue Freunde zu finden. Ein Prachtexemplar von einer Brücke ist Si-o Se Pol, die 33-Bogen- Brücke in der Verlängerung der Chahar-Bagh-Allee; die schönste aber, 1 km flussabwärts, Pol-e Khaju. Menschen beobachten, Kontakte knüpfen, am südlichen Ende unter den Bögen am Wasser den Sängern und Musikanten lauschen . . . Fehlt nur noch, dass an diesem zauberhaften Ort ein Tee- oder Kaffeehaus aufmacht. Aber auch das werden die strengen Behörden irgendwann erlauben.
- Esfahan
- http://en.m.wikipedia.org/
Monar Jonban
Architektonische Highlights © Aleksandar Todorovic, Shutterstock
Im Vorort Karladan, 7 km westlich des Stadtzentrums, stehen in einem Föhrenwäldchen die „schwankenden Minarette“. Sie sind Teil eines 700 Jahre alten Grabbaus für einen weisen Einsiedler und eine Kuriosität, nicht mehr und nicht weniger. Rüttelt man im Treppenhaus an einem der beiden Ziegeltürmchen, gerät das andere in Schwingung. Das Phänomen, das wohl auf einer verborgenen Verbindung durch Holzbalken beruht, bekommt man zu fixen Zeiten vorgeführt. Spannend ist, 3 km weiter, der Aufstieg zum Atashgah, einem festungsartigen Feuertempel aus sassanidischer Zeit. Der Weg auf den Felshügel ist recht steil (feste Schuhe!), doch die Aussicht und antike Aura des Ortes sind die Mühe wert.
- Atashgah Boulevard, Isfahan
- http://www.isfahan.ir/
- +98 31 3771 6066
© Aleksandar Todorovic, Shutterstock
Im Vorort Karladan, 7 km westlich des Stadtzentrums, stehen in einem Föhrenwäldchen die „schwankenden Minarette“. Sie sind Teil eines 700 Jahre alten Grabbaus für einen weisen Einsiedler und eine Kuriosität, nicht mehr und nicht weniger. Rüttelt man im Treppenhaus an einem der beiden Ziegeltürmchen, gerät das andere in Schwingung. Das Phänomen, das wohl auf einer verborgenen Verbindung durch Holzbalken beruht, bekommt man zu fixen Zeiten vorgeführt. Spannend ist, 3 km weiter, der Aufstieg zum Atashgah, einem festungsartigen Feuertempel aus sassanidischer Zeit. Der Weg auf den Felshügel ist recht steil (feste Schuhe!), doch die Aussicht und antike Aura des Ortes sind die Mühe wert.
- Atashgah Boulevard, Isfahan
- http://www.isfahan.ir/
- +98 31 3771 6066
Tschehel Sotun
Touristenattraktionen © Ender BAYINDIR, Shutterstock
Von den vielen profanen Prunkbauten aus der Blütezeit Isfahans im 17.Jh. wurden die meisten von Erdbeben, Eroberern und Stadtplanern ruiniert. Unter den wenigen noch stehenden ist dieser Audienzpalast der prachtvollste. Die kolossalen Wandbilder der Haupthalle zeigen wichtige Schlachten gegen die Osmanen, Inder und Usbeken. Und auch Festbankette, die beweisen, wie schwelgerisch und wenig prüde es am persischen Hof zuging. Zum Durchatmen schlenderst du durch den herrlichen Garten und nehmen dort im schattigen Chaikhaneh einen Tee. Eine Preisfrage noch: Wieso heißt die Anlage eigentlich Vierzig-Säulen-Palast? Erraten: Weil sich die 20 Zedernholzsäulen, die das Flachdach über der Thronterrasse stützen, im Wasser des großen Bassins spiegeln.
- Imam Hossein Square, Esfahan
- +98 31 3222 0181
© Ender BAYINDIR, Shutterstock
Von den vielen profanen Prunkbauten aus der Blütezeit Isfahans im 17.Jh. wurden die meisten von Erdbeben, Eroberern und Stadtplanern ruiniert. Unter den wenigen noch stehenden ist dieser Audienzpalast der prachtvollste. Die kolossalen Wandbilder der Haupthalle zeigen wichtige Schlachten gegen die Osmanen, Inder und Usbeken. Und auch Festbankette, die beweisen, wie schwelgerisch und wenig prüde es am persischen Hof zuging. Zum Durchatmen schlenderst du durch den herrlichen Garten und nehmen dort im schattigen Chaikhaneh einen Tee. Eine Preisfrage noch: Wieso heißt die Anlage eigentlich Vierzig-Säulen-Palast? Erraten: Weil sich die 20 Zedernholzsäulen, die das Flachdach über der Thronterrasse stützen, im Wasser des großen Bassins spiegeln.
- Imam Hossein Square, Esfahan
- +98 31 3222 0181
Sultan Amir Ahmad Bathhouse
Touristenattraktionen © nicolasdecorte, Shutterstock
Ein Traum aus Türkis und Stuck und Gold. In solch einem Bad schrubbte man sich den Alltag nicht nur von der Haut, sondern auch aus dem Sinn. 1000 m² ist der Komplex groß, inzwischen ein Museum und sein Sahnehäubchen das von vielen Kuppelchen bekrönte Dach.
- Kaschan
- +98 31 5522 0038
© nicolasdecorte, Shutterstock
Ein Traum aus Türkis und Stuck und Gold. In solch einem Bad schrubbte man sich den Alltag nicht nur von der Haut, sondern auch aus dem Sinn. 1000 m² ist der Komplex groß, inzwischen ein Museum und sein Sahnehäubchen das von vielen Kuppelchen bekrönte Dach.
- Kaschan
- +98 31 5522 0038
Tappe Sialk
Touristenattraktionen © Anton_Ivanov, Shutterstock
Man sieht ihm sein Alter auf den ersten Blick an, kahl, bucklig und schrundig, wie er ist. Kein Wunder, war dieser Grabungshügel doch schon vor 6000 Jahren besiedelt. Die Schätze, die französische Archäologen hier aus der Erde holten, bemalte Keramik, Glas, beritzte Tontäfelchen und tönerne Menschen- und Tierfiguren, lagern im Louvre und in Teheran. Den fahlbraunen Erdhöcker zu besteigen, lohnt dennoch. Der Ort verbindet mit der Vorzeit und der Rundblick von oben erhebt. Praktisch liegt er obendrein, auf halbem Weg hinaus in den Fin-Garten.
- Kaschan
- http://sialk.ir/
© Anton_Ivanov, Shutterstock
Man sieht ihm sein Alter auf den ersten Blick an, kahl, bucklig und schrundig, wie er ist. Kein Wunder, war dieser Grabungshügel doch schon vor 6000 Jahren besiedelt. Die Schätze, die französische Archäologen hier aus der Erde holten, bemalte Keramik, Glas, beritzte Tontäfelchen und tönerne Menschen- und Tierfiguren, lagern im Louvre und in Teheran. Den fahlbraunen Erdhöcker zu besteigen, lohnt dennoch. Der Ort verbindet mit der Vorzeit und der Rundblick von oben erhebt. Praktisch liegt er obendrein, auf halbem Weg hinaus in den Fin-Garten.
- Kaschan
- http://sialk.ir/
Ganjali Khan Mosque
Touristenattraktionen © eFesenko, Shutterstock
Kermans Antwort auf Isfahans Imam-Platz. Zugegeben eine Schmalspurversion, aber städteplanerisch ebenfalls aus einem Guss: auch 400 Jahre alt, autofrei, mit Arkaden gesäumt und mit architektonischen Hochkarätern bestückt. Highlights sind das Hammam, heute ein elegant renoviertes Museum für Badekultur, und an der Ostseite die Ganj-Ali-Khan-Moschee mit einer innen fast konkurrenzlos feinen Kuppel. In der Karawanserei nebenan haben diverse Kunsthandwerker ihre Läden und Ateliers.
- Kerman
- http://miras.kr.ir/
© eFesenko, Shutterstock
Kermans Antwort auf Isfahans Imam-Platz. Zugegeben eine Schmalspurversion, aber städteplanerisch ebenfalls aus einem Guss: auch 400 Jahre alt, autofrei, mit Arkaden gesäumt und mit architektonischen Hochkarätern bestückt. Highlights sind das Hammam, heute ein elegant renoviertes Museum für Badekultur, und an der Ostseite die Ganj-Ali-Khan-Moschee mit einer innen fast konkurrenzlos feinen Kuppel. In der Karawanserei nebenan haben diverse Kunsthandwerker ihre Läden und Ateliers.
- Kerman
- http://miras.kr.ir/
Gonbad Sabz Garden
Architektonische HighlightsDie drei Grabtürme mit türkisen Kegeldächern aus dem 14.Jh. in ihrem Granatapfelhain sind unbedingt sehenswert. Einen Abstecher bloß über die Straße lohnt auch das ähnlich alte Mausoleum von Imamzadeh inmitten eines großen Friedhofs.
- Shahid Rouhani Blvd., Qom
Die drei Grabtürme mit türkisen Kegeldächern aus dem 14.Jh. in ihrem Granatapfelhain sind unbedingt sehenswert. Einen Abstecher bloß über die Straße lohnt auch das ähnlich alte Mausoleum von Imamzadeh inmitten eines großen Friedhofs.
- Shahid Rouhani Blvd., Qom
Jamkaran Mosque
Architektonische Highlights © Mansoreh, Shutterstock
Noch keine Überdosis von schiitischer Religiosität? Dann nimm ein Taxi hinaus in den südlichen Vorort, wo den Menschen im Jahr 994 der verborgene Zwölfte Imam erschien, so heißt es. In den Brunnen, dem er damals angeblich entstieg, werfen Pilger massenhaft Zettelchen mit ihren geheimsten Wünschen. Präsident Ahmedinejad hat die Moschee zu einem gigantischen Komplex ausbauen lassen. Auch wenn du als Nicht-Muslim den Schrein nicht betreten darfst: Schon auf dem Gelände zu sein ist beeindruckend und sehr aufschlussreich.
© Mansoreh, Shutterstock
Noch keine Überdosis von schiitischer Religiosität? Dann nimm ein Taxi hinaus in den südlichen Vorort, wo den Menschen im Jahr 994 der verborgene Zwölfte Imam erschien, so heißt es. In den Brunnen, dem er damals angeblich entstieg, werfen Pilger massenhaft Zettelchen mit ihren geheimsten Wünschen. Präsident Ahmedinejad hat die Moschee zu einem gigantischen Komplex ausbauen lassen. Auch wenn du als Nicht-Muslim den Schrein nicht betreten darfst: Schon auf dem Gelände zu sein ist beeindruckend und sehr aufschlussreich.
Atashkadeh
Touristenattraktionen © AlexelA, Shutterstock
Alle, alle machen sie hier Station. Draußen vorm Eingang stauen sich die Busse. Drinnen im Hof reden sich Guides die Münder fusselig. Das soll so sein, denn wie oft in einem Reiseleben steht man vor dem heiligen Feuer eines Zoroastriertempels? Noch dazu einem, das seit über 1500 Jahren nie erloschen ist. Irgendwie war’s das dann nach zehn Minuten aber. Bei aller Ehrfurcht. Doch zweimal um die Ecke kanst du den Eindruck komplettieren, Spannendes über Zeremonien und Lifestyle der Community der Lichtanbeter erfahren – im kleinen, aber feinen Markar-Museum der zoroastrischen Geschichte und Kultur.
- Yazd
- +98 35 3628 8386
© AlexelA, Shutterstock
Alle, alle machen sie hier Station. Draußen vorm Eingang stauen sich die Busse. Drinnen im Hof reden sich Guides die Münder fusselig. Das soll so sein, denn wie oft in einem Reiseleben steht man vor dem heiligen Feuer eines Zoroastriertempels? Noch dazu einem, das seit über 1500 Jahren nie erloschen ist. Irgendwie war’s das dann nach zehn Minuten aber. Bei aller Ehrfurcht. Doch zweimal um die Ecke kanst du den Eindruck komplettieren, Spannendes über Zeremonien und Lifestyle der Community der Lichtanbeter erfahren – im kleinen, aber feinen Markar-Museum der zoroastrischen Geschichte und Kultur.
- Yazd
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Amir Chakhmag Complex
Touristenattraktionen © Amir Reza Moinfar, Shutterstock
Jeder glaubt hier, er stehe vor einer Moschee. Aber der breite Bau mit den Arkaden ist eine Art Zuschauertribüne. Von ihren auf drei Stockwerke verteilten Logen aus verfolgen die Würdenträger die Trauerprozession zu Ashura, wenn Massen weinender Männer das riesige Holzgerüst, das sonst in der Ecke steht, zum Märtyrergedenken über den Platz schleppen. Ist rechts das Türchen offen, kann man aufs Dach steigen. Im Basartunnel darunter grillen Garköche, eine Seltenheit, Leberkebab. Dort werden ganz altmodisch auch noch Zuckerhüte fabriziert, die man daheim für den Tee mit Hämmerchen in kleine Würfel zerschlägt.
- Yazd
- http://yazd.today/
© Amir Reza Moinfar, Shutterstock
Jeder glaubt hier, er stehe vor einer Moschee. Aber der breite Bau mit den Arkaden ist eine Art Zuschauertribüne. Von ihren auf drei Stockwerke verteilten Logen aus verfolgen die Würdenträger die Trauerprozession zu Ashura, wenn Massen weinender Männer das riesige Holzgerüst, das sonst in der Ecke steht, zum Märtyrergedenken über den Platz schleppen. Ist rechts das Türchen offen, kann man aufs Dach steigen. Im Basartunnel darunter grillen Garköche, eine Seltenheit, Leberkebab. Dort werden ganz altmodisch auch noch Zuckerhüte fabriziert, die man daheim für den Tee mit Hämmerchen in kleine Würfel zerschlägt.
- Yazd
- http://yazd.today/
Zoroastrians Dakhmeh (Tower of Silence)
Architektonische Highlights © eFesenko, Shutterstock
Makaber, aber ein Muss. Ähnlich den Tibetern pflegten Zoroastrier die Freiluftbestattung. Die Aufbahrungsterrassen sind längst außer Betrieb, ebenso die Kuppelbauten im Tal, wo man die Leichname, bevor man sie den Geiern überließ, in mehrtägigen Prozeduren gereinigt, balsamiert und verabschiedet hat. Der kurze, steile Aufstieg lohnt – wegen der schrägen, weihevollen Aura wie auch der Fernsicht auf die Stadt und die Viertausender-Zacken des „Löwengebirges“ (Shir Kuh).
- Yazd
- http://irqr.ir/
© eFesenko, Shutterstock
Makaber, aber ein Muss. Ähnlich den Tibetern pflegten Zoroastrier die Freiluftbestattung. Die Aufbahrungsterrassen sind längst außer Betrieb, ebenso die Kuppelbauten im Tal, wo man die Leichname, bevor man sie den Geiern überließ, in mehrtägigen Prozeduren gereinigt, balsamiert und verabschiedet hat. Der kurze, steile Aufstieg lohnt – wegen der schrägen, weihevollen Aura wie auch der Fernsicht auf die Stadt und die Viertausender-Zacken des „Löwengebirges“ (Shir Kuh).
- Yazd
- http://irqr.ir/
Yazd Water Museum
Museen © Aleksandar Todorovic, Shutterstock
Ohne ausgeklügelte Wasserversorgung hätten Wüstenstädte wie Yazd nie entstehen können. Die Pioniere iranischer Ingenieurskunst buddelten schon vor 2500 Jahren kreuz und quer ein Netz aus Qanaten, unterirdischen Kanälen, durchs Land. Manche sind unfassbare 100 km lang. Welche technische Meisterleistung dahinter steckt und welche Mühe es macht, sie instand zu halten, zeigt die Dauerschau im dreistöckigen Keller eines Patrizierhauses.
- Qiyam, Yazd
- +98 35 3626 8340
© Aleksandar Todorovic, Shutterstock
Ohne ausgeklügelte Wasserversorgung hätten Wüstenstädte wie Yazd nie entstehen können. Die Pioniere iranischer Ingenieurskunst buddelten schon vor 2500 Jahren kreuz und quer ein Netz aus Qanaten, unterirdischen Kanälen, durchs Land. Manche sind unfassbare 100 km lang. Welche technische Meisterleistung dahinter steckt und welche Mühe es macht, sie instand zu halten, zeigt die Dauerschau im dreistöckigen Keller eines Patrizierhauses.
- Qiyam, Yazd
- +98 35 3626 8340
Mount Soffeh
Landschaftliche Highlights © Isabella Wand, Shutterstock
Entschwebe doch mal per Seilbahn auf den Hausberg. Oben warten schöne Rundwanderwege und eine Traumaussicht.
- Isfahan
© Isabella Wand, Shutterstock
Entschwebe doch mal per Seilbahn auf den Hausberg. Oben warten schöne Rundwanderwege und eine Traumaussicht.
- Isfahan
Atashgah
Architektonische Highlights © FSvetlana, Shutterstock
Spannend ist, 3 km von Monar Jonban entfernt, der Aufstieg zu diesem festungsartigen Feuertempel aus sassanidischer Zeit. Der Weg auf den Felshügel ist recht steil (feste Schuhe!), doch die Aussicht und antike Aura des Ortes sind die Mühe wert.
- Atashgah Blvd, Monar Jonban
© FSvetlana, Shutterstock
Spannend ist, 3 km von Monar Jonban entfernt, der Aufstieg zu diesem festungsartigen Feuertempel aus sassanidischer Zeit. Der Weg auf den Felshügel ist recht steil (feste Schuhe!), doch die Aussicht und antike Aura des Ortes sind die Mühe wert.
- Atashgah Blvd, Monar Jonban