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Reiseführer
Hamadan

Ist erwähnt in Reiseführer:

Typischer Fall einer Siedlung (530 000 Ew.) mit extrem reicher, spannender Vergangenheit, die man ihr aber kaum ansieht. Schuld daran sind die vielen Eroberungen, Erdbeben sowie die moderne Bebauung. Bei näherem Hinsehen gibt es aber einiges zu entdecken.

Stadt liegt auf 1800 m Seehöhe am Berghang des Alvand, eines 3500ers. Die Winter sind schneereich und lang, die Luft ist auch im Sommer kühl und Wasser fließt genug. Alles ideale Voraussetzungen für intensive Landwirtschaft, aber auch für eine touristische Karriere als Sommerfrische und Skigebiet. Dass hier oben schon die Meder und Perser ihre Hauptstadt hatten, hat allerdings auch entscheidend mit Hamadans Rolle als wichtiger Handelsplatz zu tun. Ekbatana, so hieß es einmal, lag an der Hauptroute zwischen iranischem Hoch- und mesopotamischem Tiefland. Die heutige Provinzhauptstadt erhielt in den 1920er-Jahren einen modernen, fast pariserisch großzügigen Grundriss. Vom zentralen Meydane Imam Khomeini gehen strahlenförmig sechs breite Straßen ab, die durch ringförmige Boulevards verbunden sind. Die paar maßgeblichen Sehenswürdigkeiten, zu denen auch der Basar, ein mittelalterlicher Grabturm und eine rätselhafte, verwitterte Löwenskulptur gehören, liegen fast alle innerhalb dieses Kerns.

Hamadan Sehenswertes & Restaurants

Mausoleum of Avicenna
Touristenattraktionen
Hamedan
Cultural Heritage and Tourism Base of Hegmataneh
Touristenattraktionen
Hamadan
Esther und Mordechai
Touristenattraktionen
Hamedan
Ganjnameh Ancient Inscriptions
Touristenattraktionen
Hamadan
Hamadan
Geographical
Hamadan

    Touristenattraktionen

    Geographical

    Touristenattraktionen

    Geographical


  • Mausoleum of Avicenna

    Touristenattraktionen
    • © SohrabAFRA, Shutterstock

    Als „Fürst aller Wissenschaften“ wird er im ganzen Orient verehrt. Er ist eine der herausragenden Geistesgrößen der persischen Kultur und hat vor allem auf den Gebieten von Medizin und Philosophie auch das abendländische Denken nachhaltig geprägt: Abu Ali Ibn Sina, im Westen besser als Avicenna bekannt, ist 1037 in Hamadan gestorben, sein Grab, ein merkwürdig modernistischer Raketenturm aus Beton, für alle Wissenschaftsinteressierten ein Pilgerort.

    • © SohrabAFRA, Shutterstock

    Als „Fürst aller Wissenschaften“ wird er im ganzen Orient verehrt. Er ist eine der herausragenden Geistesgrößen der persischen Kultur und hat vor allem auf den Gebieten von Medizin und Philosophie auch das abendländische Denken nachhaltig geprägt: Abu Ali Ibn Sina, im Westen besser als Avicenna bekannt, ist 1037 in Hamadan gestorben, sein Grab, ein merkwürdig modernistischer Raketenturm aus Beton, für alle Wissenschaftsinteressierten ein Pilgerort.


  • Cultural Heritage and Tourism Base of Hegmataneh

    Touristenattraktionen

    Die strategisch wertvolle und kühle Lage war schon für den ersten König der Meder um 700 v. Chr. Grund genug, von diesem „Ort der Versammlung“ (Hegmatana) aus sein Reich zu regieren. Auch die Herrscher des Altpersischen Reichs (6.–4.Jh. v Chr.) schätzten die Stadt und machten sie, neben Persepolis und Susa, zu ihrer dritten Residenz. Erhalten blieb von der ganzen Pracht recht wenig. Immerhin: Auf einem Siedlungshügel lassen sich, durch ein kolossales Wellblechdach geschützt, die Grundmauern einer antiken Anlage besichtigen.

    Die strategisch wertvolle und kühle Lage war schon für den ersten König der Meder um 700 v. Chr. Grund genug, von diesem „Ort der Versammlung“ (Hegmatana) aus sein Reich zu regieren. Auch die Herrscher des Altpersischen Reichs (6.–4.Jh. v Chr.) schätzten die Stadt und machten sie, neben Persepolis und Susa, zu ihrer dritten Residenz. Erhalten blieb von der ganzen Pracht recht wenig. Immerhin: Auf einem Siedlungshügel lassen sich, durch ein kolossales Wellblechdach geschützt, die Grundmauern einer antiken Anlage besichtigen.


  • Esther und Mordechai

    Touristenattraktionen
    • © Anton_Ivanov, Shutterstock

    In Erinnerung an diese Episode feiern Juden in aller Welt ihr Purimfest. Es war vermutlich die Frau von König Xerxes I., eine Jüdin namens Esther, die vor 2500 Jahren die jüdische Gemeinde der Stadt rettete. Sie hatte von Plänen des Wesirs für ein Pogrom gehört. Ihr Onkel Mordechai drängte sie zur Intervention beim Gatten. Mit Erfolg. Der Grabbau der beiden Helden, ein uralter Turm, ist bis heute Ziel dankbarer Pilger.

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    In Erinnerung an diese Episode feiern Juden in aller Welt ihr Purimfest. Es war vermutlich die Frau von König Xerxes I., eine Jüdin namens Esther, die vor 2500 Jahren die jüdische Gemeinde der Stadt rettete. Sie hatte von Plänen des Wesirs für ein Pogrom gehört. Ihr Onkel Mordechai drängte sie zur Intervention beim Gatten. Mit Erfolg. Der Grabbau der beiden Helden, ein uralter Turm, ist bis heute Ziel dankbarer Pilger.


  • Ganjnameh Ancient Inscriptions

    Touristenattraktionen
    • © knovakov, Shutterstock

    Bildungsbeflissene wird an diesem kleinen Ausflug freuen, dass am Ziel, frei zugänglich, zwei berühmte Keilschrifttafeln warten. Keine Geringeren als Darius und sein Sohn Xerxes ließen die Texte vor 2500 Jahren in drei Sprachen auf eine Felswand meißeln. Wozu? Klar, um sich Volk und Nachwelt als allmächtige und weise Herrscher anzupreisen. Alle anderen werden in dem Talschluss, 5 km südwestlich der Stadt, vor allem die Ferienatmosphäre genießen, zum Wasserfall nach hinten spazieren, auf der Sommerrodelbahn talwärts sausen oder mit der Gondelbahn auf Hamadans Hausberg, den Kuh-e Alvand, entschweben, um auf 3500 m Seehöhe nahe dem Gipfel zu wandern.

    • © knovakov, Shutterstock

    Bildungsbeflissene wird an diesem kleinen Ausflug freuen, dass am Ziel, frei zugänglich, zwei berühmte Keilschrifttafeln warten. Keine Geringeren als Darius und sein Sohn Xerxes ließen die Texte vor 2500 Jahren in drei Sprachen auf eine Felswand meißeln. Wozu? Klar, um sich Volk und Nachwelt als allmächtige und weise Herrscher anzupreisen. Alle anderen werden in dem Talschluss, 5 km südwestlich der Stadt, vor allem die Ferienatmosphäre genießen, zum Wasserfall nach hinten spazieren, auf der Sommerrodelbahn talwärts sausen oder mit der Gondelbahn auf Hamadans Hausberg, den Kuh-e Alvand, entschweben, um auf 3500 m Seehöhe nahe dem Gipfel zu wandern.


  • Hamadan

    Geographical
    • © Anton_Ivanov, Shutterstock

    Typischer Fall einer Siedlung (530 000 Ew.) mit extrem reicher, spannender Vergangenheit, die man ihr aber kaum ansieht. Schuld daran sind die vielen Eroberungen, Erdbeben sowie die moderne Bebauung. Bei näherem Hinsehen gibt es aber einiges zu entdecken.

    • © Anton_Ivanov, Shutterstock

    Typischer Fall einer Siedlung (530 000 Ew.) mit extrem reicher, spannender Vergangenheit, die man ihr aber kaum ansieht. Schuld daran sind die vielen Eroberungen, Erdbeben sowie die moderne Bebauung. Bei näherem Hinsehen gibt es aber einiges zu entdecken.