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Wissenswertes über China
Erhalte wichtige Tipps zu Anreise, Fortbewegung, Klima, Zoll, Sicherheit, WLAN und mehr für deine Reise nach China. So bist du bestens vorbereitet!Bloss nicht
Fettnäpfchen und Reinfälle vermeidenWas kostet wieviel?
| Was? | Wieviel €? |
|---|---|
| Kaffee | 3,50 Euro für einen Kaffee im Hotel |
| Bier | 5 Euro für ein großes Glas Bier im Hotel |
| Naturparks | 5-40 Euro Eintrittsgeld pro Tag |
| Nudeln | 1 Euro für eine Schale Nudeln in der Garküche |
| Mitbringsel | 20 Euro für 100g Teeblätter (Spitzenqualität) |
| Taxi | 1,50-3 Euro je 10 km |
Feste & Feiertage
Die meisten Feiertage richten sich nach dem chinesischen Mondkalender, das Datum ist also flexibel.1. Januar
- Neujahr
Februar
- Chunjie (Frühlingsfest): Chinesisch-Neujahr sowie der Tag davor und danach
4. oder 5. April
- Qingming-Fest (Totengedenktag)
1. Mai
- Tag der Arbeit
Juni
- Duanwujie (Drachenbootfest) in Südchina
September
- Zhongqiujie (Mittherbstfest) mit Picknicks im Mondlicht
September/Oktober
- Chongyangjie (Doppel-Neun-Fest) mit Opfergaben an den Gräbern der Ahnen
1. Oktober
- Nationalfeiertag (Gedenken an die Staatsgründung 1949) sowie zwei Tage danach
Vorbereitung
Auskunft vor der Reise
Chinesisches Fremdenverkehrsamt
– Deutschland (Tel. 069 52 01 35 | china-tourism.de)
– Schweiz (Tel. 04 42 01 88 77 | chinatourism.ch)
Strom
Adapter Typ C
220 Volt/50 Hertz Wechselstrom. Viele Hotels verfügen über Steckdosen für unterschiedliche Stecker, in die mitteleuropäische Zweipolstecker passen.
Zeit
+ 7 Stunden Zeitverschiebung
In ganz China gilt das ganze Jahr über Pekinger Zeit. Während der europäischen Sommerzeit sind es + 6 Stunden. Damit der Tageslauf nicht zu sehr von der tatsächlichen Ortszeit abweicht, beginnt man den Tag um so später, je weiter man nach Westen kommt. In Kashgar etwa beträgt der faktische Zeitunterschied 2 Stunden – Mittag ist beispielsweise erst gegen 14 Uhr.
Ankommen
Anreise
Die Liste der aus Deutschland und nahen europäischen Drehkreuzen (Wien, Zürich, Amsterdam etc.) angeflogenen chinesischen Städte wird von Jahr zu Jahr länger. Allein die Lufthansa hat außer Peking, Shanghai und Kanton noch mehrere weitere Inlandsziele im Programm, teils außer von Frankfurt/ Main auch von München aus. Hainan Airlines fliegt nonstop von Berlin nach Peking. Andere chinesische Gesellschaften kommen hinzu. Reisende aus Norddeutschland schätzen wegen kürzerer Flugzeiten Umsteigeverbindungen über Kopenhagen oder Helsinki. Auch Istanbul ist ein beliebtes Drehkreuz. Rückflugtickets nach Peking sind teils schon für unter 500 Euro zu haben. Die Flugzeit nach Peking liegt bei 9–10, die nach Kanton bei bis zu 12 Std.
Einreisebestimmungen
Bei Redaktionsschluss genossen Deutsche, Österreicher und Schweizer Visafreiheit bis 30 Tage Aufenthalt. Es ist wahrscheinlich, dass diese Regelung beibehalten wird. Für längere Aufenthalte muss ein Visum beantragt werden. Dazu benötigt werden ein Reisepass, der ab Einreise noch mindestens sechs Monate gültig ist und eine leere Seite hat, sowie ein aktuelles Passfoto. Beantragen kannst du es ab 50 Tage vor Einreise, die Bearbeitungszeit beträgt normalerweise vier Arbeitstage. Du musst bei der Beantragung Flugund Hotelbuchungen nachweisen und die Reiseroute angeben. Die maximale Aufenthaltsdauer mit einem Touristenvisum beträgt 90 Tage.
In Deutschland erfolgt die Visa-Beantragung über eines der Chinese Visa Application Service Centers:
– Invalidenstr. 116–119 | 10115 Berlin | Tel. 030 9 79 92 00 00
– Bockenheimer Landstr. 51–53 | 60325 Frankfurt am Main | Tel. 069 26 91 91 30
– Willy-Brandt-Str. 57 | 5.OG | 20457 Hamburg | Tel. 040 3 23 10 60 00
– Lutzstr. 2 | 80687 München | Tel. 089 58 92 74 60
Zu allen siehe visaforchina.org. Der Antrag kann persönlich oder per Post gestellt werden. Allerdings wird bei Erstbeantragung ein Fingerabdruck verlangt, ein persönliches Erscheinen ist also unabdingbar.
Auch Österreicher müssen das Visum über ein Visa Application Service Center besorgen:
– Schönbrunnerstr. 108, Top 1.01 | 1050 Wien | Tel. 1 5 44 36 91 11 | bio.visaforchina.org/VIE2_EN/
Schweizer beantragen ihr Visum persönlich (nicht per Post!) bei der Konsularabteilung der zuständigen diplomatischen Vertretung:
– Lombachweg 23 | 3006 Bern | Tel. 03 13 51 45 93 | ch.china-embassy.org
– Mythenquai 100 | 8002 Zürich | Tel. 04 42 09 15 00 | zurich.china-consulate.org (zuständig für Zürich und elf weitere Kantone in der Ost- und Nordostschweiz)
Die Kosten für ein Touristenvisum (L) mit einfacher Einreise betragen 110,45 Euro in Deutschland, 125,45 Euro in Österreich und in der Schweiz 70 CHF. Die nötigen Formulare sind von den genannten Internetseiten herunterzuladen. Informier dich vor Beantragung über eventuell geänderte Regularien.
Bei Einreise über Hongkong werden Touristenvisa kurzfristig ausgestellt bei: China Travel Service (1/F, CTS House | 78–83 Connaught Road | Central | Hongkong | Tel. 0852 29 98 78 88 | ctshk.com).
Einreisebestimmungen können sich kurzfristig ändern. Erkundige dich daher vorab zusätzlich bei den konsularischen Vertretungen Chinas oder beim Auswärtigen Amt (auswaertiges-amt.de).
Klima & Reisezeit
Die angenehmsten Temperaturen herrschen im Mai und Oktober. In Südchina sind zwischen April und September viele Regentage zu erwarten, im Norden im Juli und August. Die Winter im Norden sind sehr kalt und oft staubig. Im Frühjahr, vor Beginn der Regenzeit, können Sandstürme in Westchina jeden Verkehr zum Erliegen bringen. Südlich des Jangtse wird außerhalb der Touristenhotels im Winter nicht geheizt, obwohl die Temperaturen z. B. in Shanghai unter null Grad sinken können. Im äußersten Westen (Xinjiang, Tibet) musst du mit großen Temperaturunterschieden zwischen Tag und Nacht rechnen. Die chinesischen Hauptreisezeiten sind: Goldene Woche um den 1.Mai und den 1.Oktober, Sommerferien, Frühlingsfest (Chinesisches Neujahr).
Zoll
Eingeführt werden dürfen zwei Flaschen Spirituosen (je 750 ml) und 400 Zigaretten. Ohne weitere Formalitäten darf man Devisen im Wert von bis zu 5000 US-Dollar ein- und ausführen. Nicht ausführen darf man Geldbeträge über 20 000 Yuan und Gegenstände des kulturellen Erbes (Antiquitäten), sofern sie nicht mit rotem Siegel freigegeben sind. Zollfreie Mengen in die EU: u. a. 200 Zigaretten oder 50 Zigarren oder 250 g Tabak, 1 l Spirituosen mit über oder 2 l bis 22 Vol.-%, 4 l Wein sowie andere Waren bis zu einem Wert von 430 Euro. Weitere Informationen unter zoll.de bzw. bmf.gv.at. Für die Schweiz gelten andere Bestimmungen, siehe ezv.admin.ch.
Weiterkommen
Öffentliche Verkehrsmittel
Bahn: In Expresszügen (Zugnummern C…, D... oder G…) gibt es Sitzwagen der 1.und 2.Klasse. In anderen Zügen unterscheidet man Hartsitzer (hard seater, yingzuo; heute immer gepolstert), Weichsitzer (soft seater, ruanzuo; nur bei Tageszügen), Liegewagen (hard sleeper, yingwo; ohne abgeschlossene Abteile) und Schlafwagen (soft sleeper, ruanwo; Zwei- bis Vier-Bett-Abteile). Oft ist der chinesische ICE schneller und bequemer als ein Inlandsflug.
Außer für Hardseater ist eine Sitz- bzw. Bettplatzreservierung nötig – daher ist es wichtig, zeitig Fahrkarten zu kaufen. Dies geht frühestens zwei Wochen vor Abfahrt. Inzwischen können Bahnfahrkarten nur noch online gekauft werden, direkt bei der chinesischen Bahn (12306.cn) oder über Buchungsportale wie trip.de und travelchinaguide.com. Hierfür musst du deine Passdaten eingeben, ausgedruckte Fahrkarten gibt es nicht mehr, dein Pass gilt als Fahrkarte und wird beim Betreten und Verlassen des Bahnhofs gescannt.
Bus: Busfahren ist auf Langstrecken oft strapaziös, doch viele interessante Ziele sind nicht anders zu erreichen. Die meisten Überlandbusse verkehren nach Fahrplan, teils gibt es aber auch Kleinbusse, die erst losfahren, wenn alle Plätze belegt sind. Fahrkarten bekommst du am Busbahnhof (am Vortag besorgen) oder bei kürzeren Strecken im Bus selbst.
Innerstädtische Buslinien sind überall zahlreich und billig, du solltest dir aber genau die Route erklären lassen, ehe du dich für diese Alternative entscheidest. Schriftliche Infos an den Haltestellen gibt es meist nur auf Chinesisch.
Fahrräder
Mieträder gibt es in vielen Hotels, manchmal auch am Bahnhof. Wichtigste Regeln: Langsam fahren, fleißig klingeln und immer nach vorn sehen! Motorfahrzeuge haben Vorfahrt, aber es gilt auch: Wer zuerst kommt, fährt zuerst. Prüf vorab unbedingt die Bremsen.
Inlandsflüge
Flüge innerhalb Chinas kann man übers Hotel, über den China International Travel Service (CITS, cits.net) oder direkt über die Fluglinie buchen. An den meisten Orten gibt es billige Zubringerbusse vom und ins Stadtzentrum (Abfahrtszeiten im Büro der Airline erfragen). Die Flugzeuge sind großteils modern; trotzdem musst du, besonders im Landesinnern, nicht nur bei schlechtem Wetter mit Verspätungen rechnen.
Taxi
Die meisten Großstädte sind recht gut mit Taxis versorgt, aber die Fahrer sprechen selten Englisch. Deshalb solltest du deine Zieladresse immer in chinesischen Schriftzeichen dabeihaben; lass sie dir z. B. im Hotel aufschreiben. Ein Taxi auf der Straße zu bekommen, ist so gut wie unmöglich. Organisier deine Fahrt am besten über deine Unterkunft. Oder lad dir die nützliche Taxi-App DiDi aufs Smartphone, damit kannst du fast überall in China ein Taxi rufen.
Der Grundtarif liegt bei etwa 10 Yuan, wie auch der Kilometerpreis hängt er von der Wagenklasse ab. Handele für Ausflüge ins Umland einen Pauschalpreis aus. Taxis außerhalb von Metropolen haben oft keine Lizenz für die Metropole selbst. Sollte man dich bei der Rückfahrt daher am Stadtrand absetzen, musst du dann mit einem städtischen Taxi weiterfahren. In kleinen Orten stehen zuweilen nur Dreiradrikschas oder Motorradtaxis zur Verfügung. Hier heißt es: Erst feilschen, dann einsteigen.
Vor Ort
Fotografieren
Du solltest um Erlaubnis bitten, wenn du Personen fotografierst (außer an Stellen, wo auch Chinesen viel fotografieren). Beachte die Fotografierverbote in Tempelhallen. Militärische Anlagen dürfen nicht fotografiert werden.
Geld & Währung
In China gilt das „Volksgeld“ Renminbi (RMB). Sein Außenwert ist an einen Währungskorb gekoppelt und hängt vor allem vom Dollar ab; wird also der Euro gegenüber dem Dollar stärker, reisen Bürger des Euroraums in China preiswerter. 1 Euro sind ca. 7,5 RMB, den aktuellen Kurs nennen Online-Währungsrechner wie z. B. oanda.com. Die Einheiten des RMB sind: 1 Yuan (CNY) = 10 Jiao = 100 Fen. Im Alltag wird der Jiao fast immer Mao genannt (frei übersetzt: „Groschen“). Jiao-Beträge kommen nur noch selten vor, Fen-Beträge gar nicht mehr.
In allen Städten sowie in vielen Hotels gibt es internationale Geldautomaten, aus denen man mit einer Debitkarte (z. B. Maestro) Geld ziehen kann. Für den Fall, dass die verloren geht oder der Automat nicht funktioniert, sollte man auch Eurobargeld dabeihaben (wird in den meisten Hotels getauscht) sowie zur Sicherheit eine Kreditkarte. V-Pay-Karten sind nicht verwendbar, Kredit- und Debitkarten müssen meist vor der Reise für China freigeschaltet werden. Die in Europa verbreiteten Kreditkarten werden auch in den besseren chinesischen Hotels akzeptiert.
Beim Geldwechsel muss der Reisepass vorgezeigt werden. Wer bei der Ausreise aus China Geld zurücktauschen will, muss eine Umtauschquittung über mindestens denselben Betrag vorlegen. Besorg dir vor der Reise die Wechat-App, einen entsprechenden Account und hinterleg eine Kreditkarte. Vielerorts kannst du nur mit Wechat oder Alipay bezahlen.
Internetzugang & WLAN
In zahlreichen Cafés, Bars und Restaurants kannst du die WLAN-Netze nutzen, meistens sogar gratis. Es gibt jedoch Einschränkungen. In Xinjiang und Tibet kann Whatsapp gesperrt sein, in ganz China sind Facebook, Twitter und Youtube nicht zugänglich, Google ist stark eingeschränkt. Ersatzweise kannst du die Services von bai du.com und WeChat nutzen oder richtest dir einen VPN-Tunnel ein E-Mails zu verschicken und zu empfangen, geht immer, es sei denn, du hast Hotmail.
Kleidung
In Shanghai und anderen Metropolen ist man modisch up to date. Bei Reisen übers Land solltest du besser schlichte, strapazierfähige Kleidung wählen. Die meisten Hotels bieten einen verlässlichen Wäschedienst an. Was du morgens abgibst, erhältst du gegen Abend zurück. Bei Luxushotels kann die Wäsche allerdings teurer werden als ein Neukauf.
Post
Eine Postkarte nach Deutschland kostet 4,50 Yuan, der billigste Luftpostbrief 6 Yuan. Die Laufzeit beträgt 1–2 Wochen, von abgelegenen Orten aus kann die Post über einen Monat unterwegs sein. Briefmarken erhält man im Hotel. Pakete müssen offen ins Postamt gebracht und dort kontrolliert werden.
Öffnungszeiten
Behörden und Banken arbeiten Mo–Fr 9–17 oder 10–18 Uhr. Geschäfte und Restaurants haben üblicherweise täglich geöffnet. Nur wenige Lokale machen eine Mittagspause. Einige wenige Sehenswürdigkeiten, vor allem Museen, haben montags geschlossen. Übliche Öffnungszeiten sind 9.30– 17.30 Uhr.
Telefon & Handy
Alle Hotels in China verfügen über internationale Direktwahl. Dein Mobiltelefon wählt sich in China automatisch in das Netz eines Partners deines Mobilfunkanbieters ein. Die Gebühren für einen Anruf nach Hause sind unterschiedlich; pro Minute können über 2 Euro fällig werden. Wichtig zu wissen: Als Angerufener muss man die Auslandsverbindung z. B. ab Deutschland bezahlen. Im Normalfall ist es günstiger, vom Hotel aus zu telefonieren. Bleibst du länger, wird sich der Kauf einer chinesischen Sim-Karte rasch lohnen. Hierzu musst du allerdings deinen Reisepass mitbringen.
Chinesische Mobilfunknummern beginnen mit einer 1, Ortsnetzkennzahlen mit einer 0.Wie in Europa wählst du die Vorwahl mit, wenn du ein Handy benutzt, bei Ortsgesprächen auf dem Festnetz kann sie weggelassen werden. Wenn du aus dem Ausland in China anrufst, entfällt die einleitende 0 der Ortsvorwahl. Die Vorwahl nach Deutschland lautet 0049, nach Österreich 0043, in die Schweiz 0041.Vorwahl für China: 0086.
Trinkgeld
In Restaurants gibt man generell kein Trinkgeld. Gleiches gilt beim Taxifahren, allerdings macht sich lächerlich, wer sich auf den Zehntel Yuan genau herausgeben lässt. Bei Pauschalreisen sind die Reiseleiter und Busfahrer jedoch auf Trinkgelder angewiesen (Richtwert: für beide zusammen 10 Yuan pro Tag von jedem Reisenden). Extraleistung sollte zusätzlich honoriert werden.
Unterkunft
Vom einfachen Bett im Schlafsaal einer Jugendherberge bis zur absoluten Luxussuite hat China alles an Unterkünften zu bieten. Während Ersteres durchaus schon für unter 5 Euro zu haben ist, sind nach oben keine Grenzen gesetzt. Vor allem während der „Goldenen Wochen“, wenn halb China unterwegs ist, kann ein Zimmer in Peking oder Shanghai schon einmal mehrere Hundert Euro kosten. Ähnliches gilt für Kanton während der Kanton- Messe (Termine in der zweiten April- und Oktoberhälfte). Andererseits gibt es vor allem auf dem Land das eine oder andere Kleinod, wo man für wenig Geld in wunderbar stilvollem Ambiente wohnen kann.
Generell gilt: Der an der Rezeption ausgewiesene Zimmerpreis ist immer verhandelbar. Gute Deals und Sicherheit bei der Reiseplanung bieten Portale wie trip.com. Hotelketten wie 168 und Home Inn haben Häuser in fast jeder Stadt und bieten zweckmäßige Zimmer für den kleinen Geldbeutel.
Auskunft vor Ort
Besorg dir alle nötigen Informationen am besten am Hotelschalter. Dort kannst du meist auch Fahrkarten bestellen, Ausflüge buchen usw. Fremdenverkehrsbüros wie in Europa existieren in China nur in wenigen Städten, und wo es sie gibt, z. B. in Peking, Shanghai oder Xi’an, sind sie erfahrungsgemäß wenig nützlich.
Notfälle und Sicherheit
Diplomatische Vertretungen
Deutsche Botschaft
Dongzhimenwai Dajie 17 | Chaoyang Qu | Peking | Tel. 010 85 32 90 00 | peking.diplo.de
Österreichische Botschaft
Xiushui Nanjie 5 | Jianguomenwai | Peking | Tel. 010 65 32 98 69 | bmeia.gv.at/oeb-peking
Schweizer Botschaft
Sanlitun Dongwu Jie 3 | Peking | Tel. 010 85 32 88 88 | eda.admin.ch/beijing
Deutsche, österreichische und Schweizer Generalkonsulate gibt es jeweils in Hongkong, Kanton und Shanghai, weitere deutsche in Chengdu und Shenyang. Über die Kontaktdaten informieren:
– für Deutschland: auswaertiges-amt.de
– für Österreich: bmeia.gv.at
– für die Schweiz: eda.admin.ch
Gesundheit
Impfungen sind nicht vorgeschrieben, empfehlenswert ist aber die Vorsorge gegen Hepatitis, bei Reisen nach Südchina gegebenenfalls gegen Malaria, Cholera und Typhus (rechtzeitig beim Hausarzt oder beim Tropeninstitut erkundigen; aktuelle Informationen unter auswaertiges-amt.de, Menüpunkt „Sicher Reisen“).
In die Reiseapotheke gehören Magen-Darm-Tabletten, Schmerzmittel, Pflaster, Wundsalbe und Sonnencreme. Wer in abgelegene Regionen reist, schützt sich mit Einwegspritzen vor Infektionen im Ernstfall. Wenn du einen Tibetaufenthalt planst, denk unbedingt an Arznei gegen die Höhenkrankheit. Die Einheimischen schwören hier auf hongjingtian, einen Rosenwurzextrakt. Leitungswasser solltest du in China nicht unabgekocht trinken. Du kannst es jedoch zum Zähneputzen nehmen.
Sonstige Hinweise
Hongkong & Macau
Hongkong gehört seit 1997 wieder zu China, Macau seit 1999.Beide sind Sonderverwaltungszonen und von China (sowie untereinander) deutlich strenger getrennt als europäische Staaten unter sich. Beide haben eine eigene Währung, für beide gelten eigene Einreisebestimmungen, die jedoch liberaler sind: Man benötigt als Deutscher, Österreicher oder Schweizer Bürger kein Visum. Verkehrstechnisch sind beide mit dem übrigen China gut vernetzt – durch die Flughäfen und durch Fähr- und Buslinien, Hongkong auch durch die Eisenbahn.
Preise & Vergünstigungen
Für ein chinesisches Dosenbier zahlst du im Laden 4 bis 5 Yuan; dieselbe Marke im Hotel gezapft kann mehr als das Zehnfache kosten. In den Metropolen kannst du für rund 8 Euro (60 Yuan) pro Person ordentlich, für das Dreifache ausgezeichnet essen. In kleineren Orten oder gar auf dem Land liegen die Preise deutlich niedriger.
Sehr günstig sind die öffentlichen Verkehrsmittel: 100 km mit dem Überlandbus kosten gut 5 Euro (40 Yuan). Für eine Fahrt im Stadtbus zahlt man ab 1 Yuan, U-Bahn-Fahrten gibt es ab 2 Yuan.
Die Eintrittspreise für Sehenswürdigkeiten liegen meist zwischen 10 und 60 Yuan (ca. 1,30–8 Euro), bei Spitzenattraktionen – etwa dem Besuch des Kaiserpalasts in Peking inklusive Schatzkammer und Tonbandführung – erreicht der Preis gelegentlich 100 Yuan. Beim Besuch von Naturparks musst du teils mit über 200 Yuan rechnen. Der Eintritt für die großen staatlichen Museen ist dagegen frei. Bist du über 60, 65 oder über 70? Oder studierst du? Dann sparst du oft beim Eintritt. Zeig als Renter/in auf dein Geburtsdatum im Reisepass. Mancherorts kommst du sogar gratis rein. Studenten benötigen einen internationalen Ausweis, der aber nicht immer akzeptiert wird. Für Kinder (meist bis 1,20 m Größe) gelten sowieso Ermäßigungen oder sie erhalten freien Eintritt.