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Warschau

Check-in

Königsschloss und kommunistischer Kulturpalast, gläserne Kathedralen des Kapitalismus und Kultpartys in Abbruchhäusern: In Polens Hauptstadt geht vieles zusammen. Da ist die kleine Altstadt mit ihren malerischen Gassen und den schönen Kaufmannshäusern, umgeben vom Betongebirge sozialistischer Plattenbauten, spiegelverglasten Wolkenkratzern und riesigen Einkaufszentren. Kirchen in katholisch-barocker Pracht zeugen von vergangenen Epochen. Doch im Süden der Stadt reckt sich der ebenso moderne wie monumentale Tempel der Göttlichen Vorsehung in den Himmel. Polens neue Nationalkirche wird allerdings selbst weit überragt vom stalinistischen Kulturpalast, der einst den Sieg des Sowjetsozialismus symbolisieren sollte.

Es sind die atemberaubenden Kontraste, die den Reiz Warschaus ausmachen, weniger die gewachsene Schönheit klassischer Architektur. Mit jahrhundertealter Baukunst kann die polnische Hauptstadt kaum dienen. Warschau war am Ende des Zweiten Weltkriegs zu über 90 Prozent zerstört. Nahezu alles, was alt aussieht, ist Kopie des vernichteten Originals, bis ins Detail meisterlich rekonstruiert: Kirchen, Paläste, ganze Straßenzüge, die komplette Altstadt. Warschau, seine Wiedergeburt inbegriffen, ist in diesem Sinn großes Memorial einer bewegten und tragischen Geschichte, in der Freiheit nie selbstverständlich war.

Die Weichsel macht Warschau zur Stadt am Wasser. Das urbane Leben tastet sich zwar erst zaghaft an den Fluss heran, doch im Sommer bevölkern Erholungssuchende und Partyhungrige gleichermaßen die Ufer. Radfahrer, Skater und Jogger trauen sich auf die mitunter noch baufälligen Promenaden. Zu kommunistischen Zeiten hatte die Weichsel durch ihre Wucht und die bis heute nicht völlig bewältigte Verschmutzung etwas radikal Trennendes. Doch spätestens seit der Fertigstellung des neuen Nationalstadions auf dem rechten Flussufer ändert sich dies. Hinter dem Fußballtempel erstreckt sich der alte, längst wieder lebendige Stadtteil Praga mit seinen überkommenen Industrieanlagen.

Die Aura des Gegensätzlichen oder gar Widersprüchlichen, die über Warschau liegt, prägt das Leben und die Menschen in der Stadt. Umgekehrt sind es aber auch die gut 1,7 Mio. Einwohner, die der Metropole ihren Stempel aufdrücken. Im Rest des Lands eilt den Warschauern der Ruf hochnäsiger Hauptstädter voraus. Die Krakauer etwa betonen gern, dass ihr Ort schon Zentrum des Königreichs Polen war, als in Warschau noch die Kühe grasten. Tatsächlich ist Warschau eine vergleichsweise junge Hauptstadt. Erst 1596 verlegte König Sigismund III. seine Residenz aus Krakau hierher. Daher rührt womöglich auch der Neid in Krakau, wo man die Warschauer für unverbesserliche kulturlose Karrieristen hält. Das aber ist ein Zerrbild, das allenfalls eine Seite der Medaille zeigt. Zugegeben: Es ist die zuerst sichtbare Vorderseite.

Unbestritten hat sich Warschau seit dem revolutionären Übergang von der Plan- zur Marktwirtschaft als Kapitale des Kapitalismus im östlichen Mitteleuropa etabliert. Zahlreiche Zentralen internationaler Banken und Großunternehmen haben sich hier angesiedelt. Das bietet verlockende Möglichkeiten, und so träumen viele Menschen in der Provinz davon, in der Hauptstadt Karriere zu machen. Das Durchschnittsgehalt beträgt dort umgerechnet 1300 Euro gegenüber 1000 Euro im Rest des Lands. Zudem ist Polen dank günstiger Steuergesetze ein Paradies für Existenzgründer. Wer aber mit einer Geschäftsidee Erfolg haben will, der braucht einen Unternehmenssitz in Warschau – zumindest als Briefkastenfirma. Deren Inhaber arbeiten außerhalb der Metropole und lassen sich in der Stadt nur zu Geschäftsterminen blicken. Damit allerdings verstärken sie den ohnehin ausufernden (Pendel-)Verkehr. Warschau mit seinem nur langsam wachsenden U-Bahn-Netz ist eine Autostadt, deren oft sechs- oder achtspurige Einfallstraßen notorisch verstopft sind. Doch all dies zeugt zuallererst vom ökonomischen Erfolg des Lands und seiner Hauptstadt. Polen verzeichnete nicht von ungefähr während der Weltwirtschaftskrise der Jahre 2008 und 2009 als einziges Land in Europa ein Wachstum. Die Arbeitslosigkeit sank seit dem EU-Beitritt 2004 von knapp 20 auf nur noch gut zehn Prozent. In der boomenden Hauptstadt herrscht sogar nahezu Vollbeschäftigung.

Das Wirtschaftswunder an der Weichsel spiegelt sich in der Architektur der Kapitale wider. Die meisten Brachflächen, die es nach dem Sturz des Kommunismus 1989 im Herzen der Stadt gab, hat das neue Warschau erobert. In einer Art Wettlauf um die lukrativsten Lagen und ambitioniertesten Projekte wachsen luxuriöse Hotels oder die Bürogebäude von Unternehmen in den Himmel, die ihr im Aufschwung verdientes Geld in futuristische Hochhäuser stecken. Paradoxerweise herrscht in Warschau trotz des Baubooms nach wie vor latente Wohnungsnot. Sozialer Wohnungsbau findet kaum statt, und die Immobilienpreise haben längst Westniveau erreicht. Dennoch kauft sich jeder, der es irgendwie kann, eine kleine Wohnung. Das betrifft vor allem die neue Mittelschicht, die sich dank des Wirtschaftswunders immer stärker zwischen den Verlierern der Transformation und den Höchstverdienern ausbreitet.

WaWa, wie die Bewohner ihr Warszawa liebevoll nennen, ist eine Metropole mit einem blühenden Kulturleben. Bester Beleg sind die vielen kostenlosen Freiluftevents, die in der warmen Jahreszeit Zehntausende Besucher anlocken – ob in der Langen Nacht der Museen, beim Summer Jazz in der Altstadt oder bei klassischen Konzerten auf Schloss Wilanów und im Łazienki-Park. Bestens besucht sind auch die Theater der Stadt, die Philharmonie und vor allem die Nationaloper. Für deutsche Gäste immer wieder verblüffend ist der niedrige Altersdurchschnitt der kunstbeflissenen Zuschauer. Zufall ist das nicht: Warschau mit seiner pulsierenden Lebendigkeit ist eine Stadt der Jugend. Das zeigt sich tagsüber in den ebenso originell gestalteten wie meist überfüllten Cafés. Mit Einbruch der Dunkelheit aber erwacht die Kneipen-, Club- und Diskothekenszene zu einem brodelnden Nachtleben.

Wer es etwas schräg liebt, den zieht es in den alternativen Stadtteil Praga rechts der Weichsel. In Abbruchhäusern oder Industriebauten hat sich dort eine ganz eigene Kultur entfaltet. Während des Warschauer Aufstands gegen die Nazis 1944 stand in dem Viertel schon die Rote Armee. Die Deutschen, die damals fast die gesamte Hauptstadt niederwalzten, mussten Praga unangetastet lassen. Deshalb finden sich dort die meisten Altbauten Warschaus – einige mit abgeblätterten Fassaden, immer mehr Gebäude jedoch frisch renoviert. Einst war der Stadtteil als Hochburg der Kleinkriminellen verschrien. Doch das hat sich geändert, spätestens seit das Stadion des Jahrzehnts mit seinem berühmt-berüchtigten Basar „Jahrmarkt Europas“ verschwunden ist. An seiner Stelle ist das neue Nationalstadion zum weithin sichtbaren Zeichen des Wandels geworden – der Fußball-Europameisterschaft 2012 sei Dank.

Der Sport gehört fast so sehr zu Warschau wie die Kultur. Ruderregatten auf der Weichsel, Volleyball am Citybeach und natürlich die polnischen Nationalsportarten Fußball und Handball prägen das Leben in der Metropole. Da Jogging, Inlineskating und andere sportliche Aktivitäten in den innerstädtischen Grünanlagen meist verboten sind, die Weichselpromenade nur begrenzte Möglichkeiten bietet und das Radwegenetz erst allmählich Konturen annimmt, sind in den vergangenen Jahren Fitnesscenter wie Pilze aus dem Boden geschossen. Wenn es die Arbeit erlaubt, zieht es vor allem junge Familien mit Kindern in die Naherholungsgebiete vor den Toren der Großstadt, vor allem in die Puszcza Kampinoska mit ihrer urwüchsigen Natur.

Doch auch wer das geschäftige Treiben der City liebt, findet in seiner Freizeit mehr als genug Anziehungspunkte. Der bunte Mix aus Einkaufszentren, Factory-Outlets und Boutiquen hat Warschau gerade auch für Touristen zum Shopping-Insidertipp gemacht. Historisch Interessierte stoßen nahezu auf Schritt und Tritt auf Zeugnisse der dramatischen Stadtgeschichte. Erinnerungstafeln und Mahnmale ehren die Freiheitskämpfer gegen die Zarenherrschaft und die Sowjetbesatzung, vor allem aber die Aufständischen gegen die Okkupation durch die Deutschen im Zweiten Weltkrieg. Nach der Flugzeugkatastrophe von Smolensk, bei der im April 2010 Präsident Lech Kaczyński und 95 weitere Repräsentanten der polnischen Nation starben, hat sich zudem ein politisch motivierter Wettlauf um das „richtige“ Gedenken an die Opfer der Tragödie entwickelt.

Die dunklen Zeiten der Historie, als Polen zwischen den europäischen Großmächten zerrieben wurde, prägen das Geschichtsbild im Land noch heute stark. Preußen, Russland und Österreich-Ungarn hatten sich Polen im 18. Jh. in drei Teilungen unter den Nagel gerissen. Warschau fiel zunächst an Preußen, später an Russland. Der Erste Weltkrieg machte die neue-alte Hauptstadt 1918 wieder zum Zentrum einer freien Republik. In den Goldenen Zwanzigern blühte die Metropole auf, was mit dem Überfall der Wehrmacht 1939 jedoch abrupt endete. Sechs Jahre lang litt Warschau unter der Terrorherrschaft der Nazis. Am Ende legten die Deutschen die Stadt in Schutt und Asche.

Doch die Bewohner kehrten zurück und ließen Warschau schnell auferstehen. Eine Millionenstadt komplett zu restaurieren, dazu waren sie freilich nicht in der Lage. Daher trat anstelle der historischen Substanz oftmals der Zweckbau der Plattensiedlungen, die dem Stadtbild bis heute ihren Stempel aufdrücken. Erst allmählich entstehen neue Viertel mit weniger wuchtigen Wohnblocks, etwa in Ursynów im Süden Warschaus, wo sich sogar so etwas wie ein Kiezleben zu entwickeln beginnt. Und die Hauptstadt hat auch sehr exklusive Gegenden zu bieten, rings um das Adelsschloss Wilanów etwa oder im Diplomatenviertel von Saska Kępa mit seinen Parks.

Zu sehen und zu erleben gibt es in Warschau also mehr als genug. Und vom Berliner Alexanderplatz bis zur Sigismundsäule vor Warschaus Königsschloss ist es nicht weiter als bis zum Kölner Dom: Warschau liegt mitten drin im neuen Europa.

Sehenswürdigkeiten & Top Highlights

Im Zentrum des Altstadtmarktes steht die Sirene, die Wappenfigur der Stadt Warschau. Geschaffen wurde die unverkennbar romantisch geprägte Bronzeskulptur der wehrhaften Nixe um 1850. Sie steht erst…
Ein sehr großer, leerer Platz, benannt nach dem Marschall, der Polen 1918 in die Unabhängigkeit führte. Er wird häufig für Großveranstaltungen genutzt. Am Westende des Platzes befindet sich das…
Eines der wichtigsten Gotteshäuser in Warschau mit einer großen Christusfigur über dem Eingang. Ende des 17. Jh. im Barockstil erbaut nach dem Vorbild der römischen Sankt Andrea Della Valle, mit…
Obwohl die Warschauer dem Bau lange mit Widerwillen begegneten, avancierte er zum Wahrzeichen der Stadt. Daran änderten auch die futuristischen Wolkenkratzer nichts - seinen Gegnern zum Trotz, die…
Wohl das schönste Warschauer Schloss, einstige Sommerresidenz der Könige und später des polnischen Adels. Umfangreich saniert und renoviert, erstrahlt die prachtvolle Barockfassade wieder in jenem…
Dem Heldenmut der Warschauer ist dieses Museum gewidmet - in Erinnerung an den Aufstand gegen die Nazi-Besatzung 1944, der niedergeschlagen wurde und in der Zerstörung weiter Teile der Stadt endete.…
Im alten Rennstall Ujeżdżalnia auf dem Schlossgelände residiert das erste Plakatmuseum Europas (gegründet 1968). Es ist ein faszinierendes Sammelsurium von sage und schreibe 54.000 Werken aus…
Viele reden von Tradition, Blikle steht dafür: Seit fast 150 Jahren besteht die Konditorei mit Café an der schicken Straße Nowy Świat und ist jedem Warschauer ein Begriff. Berühmt: die selbst…
Im Centrum Nauki Kopernik ist Anfassen ausdrücklich erlaubt. Kleine und große Besucher erfahren dort auf spielerische Weise mehr über die Gesetze der Natur. In dem futuristischen Bau am…
Diese Route ist der Weg der Wege, seit Warschau im 16. Jh. Hauptstadt des Königreichs Polen wurde. Er verbindet den Adelspalast Wilanów mit den königlichen Parks und dem Schloss in der Altstadt.
Praga galt über Jahrzehnte als eine ziemlich verruchte Ecke. Berüchtigte Jugendgangs hatten hier Bezirke abgesteckt, und Kleinkriminelle trieben ihr Handwerk. Das hat sich inzwischen grundlegend ge…
Direkt gegenüber dem Denkmal der Ghettohelden ist das Museum der Geschichte der polnischen Juden.
Egal, ob man vom Schlossplatz aus schaut oder von der Aussichtsplattform auf dem Kulturpalast, ob man Warschau mit dem Zug durchquert oder einer der Schnellstraßen entlang der Weichsel folgt: Das…
Warschau war am Ende des Zweiten Weltkriegs zu über 90 Prozent zerstört. Nahezu alles, was alt aussieht, ist Kopie, bis ins Detail meisterlich rekonstruiert: Kirchen, Paläste, ganze Straßenzüge,…
Stylish, elegant, cool: Eigentlich kein Zentrum, sondern eine herrlich restaurierte alte Industriehalle im Trendviertel Powiśle nahe der Weichsel mit Cafés, Kneipen und Restaurants im Erdgeschoss (…

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Praktische Hinweise

Anreise

Auf der A 2 von Berlin nach Warschau. Die Strecke ist gut ausgebaut, in weiten Teilen aber mautpflichtig (ca. 25 Euro von der Grenze bis Warschau, www.autostrada-a2.pl/en). Die Fahrtzeit für die 600 km lange Strecke von Berlin hat sich durch den Autobahnausbau auf unter sechs Stunden verkürzt. Aus Österreich fährt man über Tschechien und Breslau (Wrocław) weiter Richtung Warschau.

Von Berlin nach Warschau viermal täglich mit dem Eurocity Berlin-Warszawa-Express in gut fünf Stunden. Zweimal täglich fährt der Eurocity von Wien in acht Stunden nach Warschau. Infos unter: www.bahn.de

Von zahlreichen deutschen Städten starten kleine und große Busse nach Warschau. Die Reise endet meistens am Westbahnhof (Dworzec Zachodni). www.eurolines.de

Warschaus Flughafen Fryderyk Chopin226504220www.lotnisko-chopina.pl, auch Okęcie genannt, liegt nur ca. 10 km vom Zentrum entfernt. Mit Blick auf die Fußball-EM 2012 wurde der Chopin-Airport modernisiert und ausgebaut. Die früheren Terminals 1 und 2 wurden zu einem Hauptterminal zusammengefasst, an dem nun alle Linien abgefertigt werden. Der Chopin-Airport ist Heimatflughafen der polnischen Linie LOT, aber auch zahlreiche Billigflieger steuern Warschau an. Das Angebot ändert sich laufend und ist im Internet einzusehen. Vor allem für die Billiglinien wird außerdem der ehemalige Militärflughafen Modlinwww.modlinairport.pl nordwestlich von Warschau ausgebaut.

Vom Flughafen ins Zentrum verkehrt der Bus 175 (ca. 30 Min.), ab Mai 2012 auch ein Zug (voraussichtlich Linie S 3), mit dem sich die Fahrzeit auf 20 Minuten verkürzen wird. Tickets an den Kiosken im Terminal (3,60 Zł.) oder beim Fahrer. Vor allem im Bus gilt: Vorsicht vor Taschendieben! Der Nachtbus 32 fährt zum Bahnhof Warszawa Centralna. Direkt vor der Ankunftshalle stehen Taxis (15–30 Min., ca. 40 Zł.).

Auskunft vor der Reise

Polnisches Fremdenverkehrsamt

BerlinKurfürstendamm7110709030 2100920www.polen.travel.de

WienFleschgasse34/2a113001 5247191www.polen.travel/de-at

Auskunft in Warschau

Touristeninformation

KulturpalastPlac Defilad1Eingang Ulica Emilii Plater zwischen Kongresssaal und Technikmuseum

AltstadtmarktRynek Starego Miasta19/21/21a

Chopin-Flughafen OkęcieTerminal A, Ausgang 2Ulica Żwirki i Wigury1

Galerie KordegardaKrakowskie Przedmieście15

– Offizielle Website (auch in Deutsch): www.warsawtour.pl, zentrales 2219431

In der Hauptreisezeit richtet die Polnische Organisation für Tourismus gemeinsam mit der Polizei eine kostenlose Hotline für ausländische Touristen ein (Juni–Sept. 10–22 Uhr), um bei gesundheitlichen Problemen, dem Verlust von Dokumenten und in anderen Notfällen weiterzu helfen: 0800 200300. Beim Anruf per Handy unter 608599999 fallen die regulären Gebühren an.

Auto

Auf den Autobahnen gilt 140 km/h, auf Schnellstraßen 100 bzw. 120 km/h (Beschilderung beachten!), auf Landstraßen 90 km/h, in geschlossenen Ortschaften 50 km/h, von 23 bis 5 Uhr 60 km/h. Vielerorts gibt es Radarkontrollen, Ausländer zahlen vor Ort. Viele Straßen sind in schlechtem Zustand. Es wird waghalsig überholt. In der Innenstadt ist es nicht immer leicht, einen Parkplatz zu finden. An blauen Sammelparkuhren müssen an Werktagen von 8 bis 18 Uhr mindestens 0,50 Zł., für eine Stunde 3–4,20 Zł. bezahlt werden. Pannenhilfe (Pomoc drogowa)981 rund um die Uhr.

Diplomatische Vertretungen

Botschaft der Bundesrepublik Deutschland

Ulica Jazdów1200-467225841700www.warscau.diplo.deBus u. a.116, 180, 195Ulica Piękna

Botschaft der Republik Österreich

Gagarina3400-748228410081www.aussenministerium.at/warschauBus u. a.180Stępińska

Botschaft der Schweizerischen Eidgenossenschaft

Aleje Ujazdowskie2700-540226280481www.eda.admin.ch/warsawBus180, 503Plac Trzech Krzyży

Einreise

Seit dem Beitritt Polens zum Schengenraum 2007 sind die meisten Grenzkontrollen weggefallen. Dennoch sollte bei der Einreise aus Deutschland und Österreich der Personalausweis mitgeführt werden. Wer aus der Schweiz kommt, muss den Personalausweis vorzeigen.

Gesundheit

Die Krankenkasse übernimmt die Arztkosten in Polen. Aber Sie brauchen die Europäische Versicherungskarte (EHIC, kostenlos bei Ihrer Krankenkasse). Sie müssen vor Ort bezahlen und bekommen das Geld von Ihrer Kasse später erstattet. Viele ärztliche Praxisgemeinschaften in Warschau sind bis spät am Abend oder auch 24 Stunden geöffnet. Daneben bieten Privatunternehmen medizinische Dienste an (meist englisch sprechende Ärzte). Infos unter www.cmlim.pl, www.damian.com.pl, www.medicover.pl.

Apotheken haben wie alle anderen Geschäfte geöffnet, außerdem gibt es einige 24-Stunden-Apotheken (z. B. Zentralbahnhof, Ostbahnhof). Nicht verschreibungspflichtige Medikamente sind in der Regel in Polen etwas billiger.

Internet

Aktuelle Infos über Politik, Kultur sowie Tipps zum Ausgehen und Einkaufen geben: www.warsawvoice.pl/; www.polandmonthly.pl/; www.warsaw-life.com; www.inyourpocket.com/city/warsaw.html– allgemeine Infos, Tipps, Hotelbuchungen; www.warsawinsider.pl– Tipps zum kulturellen Angebot; www.tripadvisor.de/Tourism-g274856-Warsaw_Central_Poland-Vacations.html – Links aller Art;e-warsaw.pl/2/index.php – offizielle Seite der Stadt, alle Infos für die Reisevorbereitung; www.warschau.info/index.html– eine der besten Warschauseiten auf Deutsch (Sehenswürdigkeiten, Anreise); www.euroave.com/maps/00mapx.php?xcity=warsaw– Online-Stadtplan, Zimmerbuchung; www.warsawtour.pl/index.php?id=61&olang=5– offizielle Seite der Stadt (Unterkunft)

Internetcafés

Internetcafés gibt es viele, ständig öffnen neue. Die meisten haben von 9 bis 22 Uhr geöffnet. Zentral ist das IntertopUlica Nowy Świat18/20 .

Klima & Reisezeit

Der Winter dauert von Dezember oft bis April und kann sehr ungemütlich sein, im Sommer (Mai–Sept.) herrscht mitteleuropäisches Klima.

Medien

Internationale Presse bekommen Sie in den Medienhäusern von Empik (Ulica Nowy Świat, Ulica Marszałkowska etc.), in vielen Hotels und den größeren Bahnhöfen.

Mietwagen

Local Rent a Car Poland LtdUlica Marszałkowska140228267100www.lrc.com.plab 30 Euro/Tag

Außerdem haben alle international tätigen Vermieter Filialen in Warschau. Sie können die Wagen in aller Regel bereits von Deutschland aus buchen.

Notrufe

Krankenwagen (Tel. 999, Tel. vom Handy 112), Polizei (Tel. 997), Feuerwehr (Tel. 998). Polizeirufnummer für ausländische Touristen: Tel. 0800 200300, vom Handy Tel. 4860899999, auf Englisch, seltener auf Deutsch.

Öffentliche Verkehrsmittel

Ein dichtes Bus- und Straßenbahnnetz durchzieht die Stadt. Außerdem gibt es eine Metrolinie, die vom südlichen Außenbezirk Ursynów (Station Kabaty) bis nach Bielany im Norden fährt (Station Młociny). Eine zweite West-Ost-Linie befindet sich im Bau und soll in ihrem zentralen Teil Ende 2013 befahren werden und 2022 komplett fertig sein. Sie führt unter der Weichsel hindurch nach Praga. Die Metro fährt von ca. 5 bis 0.30 Uhr, alle drei bis vier Minuten in den Stoßzeiten, außerhalb alle vier bis acht Minuten. Busse und Straßenbahnen fahren bis ca. 23 Uhr. Danach verkehren im Halbstundentakt Nachtbusse (gekennzeichnet durch ein N, Start ist der Zentralbahnhof, Halt nur auf Klingelzeichen). Wegen der Sperrung des Straßenzugs Nowy Świat/Krakowskie Przedmieście an Sommerwochenenden fahren die dort kursierenden Buslinien samstags und sonntags eine Ausweichroute. Zentrale Haltestelle ist pl. Piłsudskiego.

Ein Einzelticket (bilet jednorazowy, eine Fahrt ohne Umsteigen) kostet 3,60 Zł. Oft lohnt sich eher ein 20-Minuten-Ticket für 2,60 Zł. (20-minutowy, 20 Minuten Fahrzeit mit Umsteigemöglichkeit auch zwischen Tram, Bus und Metro). Mit einem 24-Stunden-Ticket für 12 Zł. können Sie beliebig oft fahren. Alle Fahrkarten müssen in den Verkehrsmitteln oder Stationen entwertet werden. Warschauer Verkehrsverbund im Internet (auch in Deutsch): www.ztm.waw.pl.

Für Touristen gibt es eine spezielle Karte (Warsaw Tourist Card), die neben der freien Benutzung aller Busse und Bahnen auch kostenlose Eintritte in Museen und Rabatte, z. B. in Hotels, anbietet (20 Zł./Tag, bei Touristinformationen und in Hotels). Infos unter: www.warsawcard.com

Öffnungszeiten

Kaufhäuser, Einkaufszentren und viele Supermärkte sind täglich von 9 bis 21 Uhr oder länger geöffnet. Restaurants und Cafés haben in der Regel keinen Ruhetag. Viele Museen sind montags geschlossen. Kleine Lebensmittelläden und Markthallen öffnen meist Mo–Fr 10–19, Sa 10–14, Banken Mo–Fr 9–18, Sa 9–14 Uhr.

Post

Die Hauptpost (Poczta Główna)Ulica Świętokrzyska31/33 ist rund um die Uhr geöffnet. Briefe bis 50 g innerhalb Polens: 1,55 Zł., nach Europa: 2,40 Zł. Priorytet-Briefe kosten mehr (Standardbrief 3 Zł.), kommen aber innerhalb von drei Werktagen in ganz Europa an (Aufkleber am Schalter).

Preise & Währung

Währung ist der Złoty (Zł., auf Finanzmärkten PLN), der aus 100 groszy besteht (1 grosz). Der Złoty hat sich zu einer stabilen Währung gemausert und hält sich bei ca. 4 Zł. pro Euro. Eine Euro-Einführung ist frühestens 2015 zu erwarten. Grundnahrungsmittel, Busfahrkarten und Restaurantbesuche sind günstig, Café- und Kinobesuche sowie Luxusprodukte liegen dagegen auf Westniveau oder darüber.

Geld heben Sie am besten am Bankautomaten ab, der Barumtausch in Wechselstuben ist meist deutlich ungünstiger. Bei normalen EC- und vielen Kreditkarten fallen Gebühren an, in der Regel mindestens 5 Euro. Allerdings bieten auch einige Banken Kreditkarten mit gebührenfreier Bargeldabhebung im Ausland an – informieren Sie sich am besten bei mehreren Instituten. Vorsicht: An einigen Geldautomaten haben Sie die Wahl zwischen dem Tageskurs und einem garantierten Wechselkurs, der weitaus schlechter ist. Die Kursschwankungen sind nicht mehr so stark, dass man sich einen Mindestwert garantieren lassen müsste. Die meisten Geschäfte, Restaurants und Supermärkte akzeptieren Kreditkarten auch beim Einkauf. Die Umrechnung ohne Gebühren erfolgt zum Tageskurs der Nationalbank.

Sicherheit

Natürlich kann immer etwas passieren, doch im Prinzip ist jede Ecke Warschaus rund um die Uhr sicher. Die Warschauer selbst haben jedoch eine übertrieben scheinende Angst vor Kriminalität. Trotzdem sollten Sie nicht leichtsinnig sein: keine Wertsachen im Auto lassen, Geldbörse am Körper – das reicht fast immer.

Stadtrundfahrten

Sightseeingbusse (Doppeldecker mit offenem Dach) stehen am Schlossplatz (Plac Zamkowy). Individuelle thematische Führungen per Bus ab 300 Zł./3 Std.: u. a. WawatourUlica Sycowska24/1602380685www.tour.waw.pl. Kutschfahrten (Schlossplatz, Altstadtmarkt) durch die Altstadt kosten ca. 200 Zł. Eine günstigere Alternative sind die Fahrradrikschas (100 Zł./2 Std.), auch Eco-Taxi genannt, am Altstadtmarkt oder die Pferdebusse der Warschauer Verkehrsbetriebe ZTM, die am Schlossplatz/Ecke ul. Senatorska abfahren (14 Zł.).

Taxi

Nehmen Sie nur Taxis mit Telefonnummer auf dem Dach. Leuchtet die Nummer, ist das Taxi frei. Startgebühr sind 6 Zł., pro Kilometer kommen 2–3 Zł. hinzu. Nachttarife liegen ca. 50 Prozent darüber.

Telefon & Handy

Vorwahl nach Deutschland: 0049, Österreich 0043, in die Schweiz 0041. Vorwahl nach Polen: 0048, danach Ortsvorwahl. Die Ortsvorwahl ist fester Bestandteil der Telefonnummer, die früher übliche Null vor der Ortsvorwahl entfällt (also 22 statt 022 für Warschau). Mitunter findet sich die Null in älteren Broschüren oder Telefonbüchern noch – lassen Sie sie weg!

Telefonzellen (budka telefoniczna) akzeptieren nur Karten (karty telefoniczne), an Kiosken ab 10 Zł. aufwärts. Telefonieren ins Ausland ist teuer (über 2 Zł./Min.). Für Anrufe mit einem nicht polnischen Handy zahlen Sie doppelt: Roaming- und Auslandsgebühren. Alternative: in einem Hotspot per Skype telefonieren. Beim Roaming spart, wer das günstigste Netz wählt. Mit einer polnischen Prepaid-Karte entfallen die Gebühren für eingehende Anrufe. Solide Anbieter sind T-mobile (www.t-mobile.pl) und Orange (www.orange.pl). Immer günstig sind SMS.

Toiletten

Damentoiletten sind oft durch einen Kreis, Männertoiletten durch ein Dreieck gekennzeichnet, oft wird eine Gebühr von 1–2 Zł. verlangt. Angenehm für Autofahrer: Anders als etwa in vielen deutschen Tankstellen gibt es in Polen dort kostenlosen und freien Toilettenzugang.

Trinkgeld

In der Regel werden 10 Prozent gegeben, wenn nicht 10 Prozent Service auf die Rechnung geschlagen wurden.

Wlan

Wer mit dem Laptop unterwegs ist, wird im Zentrum schnell auf einen Hotspot stoßen. Nicht überall ist WLAN kostenlos (10 Zł./2 Std., 24-Std.-Karte/30 Zł.).

Zeit

Es gilt die MEZ, Sommerzeit wie in Deutschland.

Zoll

Es gelten die Regeln des europäischen Binnenmarkts, z. B. dürfen 800 Zigaretten oder 110 Liter Bier eingeführt werden. Nähere Infos unter www.zoll.de.

Events, Feste & mehr

Feiertage (Święta)

1. Januar:

Neujahr

März/April:

Ostermontag

1. Mai:

Tag der Arbeit

3. Mai:

Jahrestag der Verfassung vom 3. Mai 1791

Mai/Juni:

Fronleichnam

15. August:

Mariä Himmelfahrt

1. November:

Allerheiligen

11. November:

Jahrestag der Unabhängigkeit 1918

25./26. Dezember:

Weihnachtsfeiertage

Feste & Veranstaltungen

Januar

Das Große Orchester der Weihnachtshilfe (Wielka Orkiestra Świątecznej Pomocy/ WOŚP) organisiert am ersten oder zweiten Sonntag im Jahr eine landesweite Spendensammlung. In Warschau steigt an diesem Tag vor dem Kulturpalast ein Winter-Open-Air-Konzert mit nationalen und internationalen Rock- und Popmusikern. www.wosp.org.pl

April

Das zweiwöchige Beethoven-Festival vereint um die Osterzeit einige der besten Klassikinterpreten. Dabei wird außer Beethoven vieles andere geboten – von Bach bis hin zu Jazzvariationen auf klassische Themen. www.beethoven.org.pl.

Mai

Bei der Europäischen Nacht der Museen (Noc Muzeów) sind mehr als 200 Ausstellungsorte kostenlos zugänglich. Auch der Sejm, das polnische Parlament, und die Warschauer Börse sind zu besichtigen. www.um.warszawa.pl/en

Juni

Wianki – die kürzeste Nacht des Jahres am 21. Juni wird in alter heidnischer Tradition als Noc Świętojańska oder Noc Kupały gefeiert, am schönsten zu beobachten am Weichselufer: Jungfrauen, Feuerwerk, Konzerte – von mittags bis in die Nacht. www.estrada.com.pl

Juli

Warschau ist ein Hotspot für Jazzliebhaber, vor allem wegen der Warsaw Summer Jazz Days mit Größen wie Herbie Hancock, Bobby McFerrin und Paco de Lucía (www.adamiakjazz.pl). Außerdem: Jazz in der Altstadt jeden Samstag, auch im August, mit Gratiskonzerten vor dem Königsschloss.

August

Das Singer-Festival (Festiwal Kultury Żydowskiej Warszawa Singera) lässt die jüdische Kultur mit ihrer reichen Geschichte in Warschau wieder aufleben. Mit Konzerten, Theaterspektakeln, Ausstellungen, Lesungen, Workshops, Filmen. www.shalom.org.pl/eng

September

Die Strecke des Warschau-Marathons ist spektakulär: Sie führt an nahezu allen wichtigen Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt vorbei. www.maratonwarszawski.com

Oktober

Beim Filmfest Warszawa werden in mehreren Kinos cineastische Neuheiten aus aller Welt präsentiert, meist mit englischen Untertiteln. www.wff.pl

Das Jazz Jamboree war das heißeste Festival im kommunistischen Polen mit Legenden wie Keith Jarrett, Thelonious Monk, Miles Davis, Duke Ellington und Dave Brubeck. Auch heute ein Muss.

November

An Allerheiligen strömen die Warschauer zur Messe auf dem Powązki-Friedhof. Besonders beeindruckend ist der Friedhof nach Einbruch der Dunkelheit, wenn Zehntausende Kerzen brennen. Der Warschauer Verkehrsverbund ZTM bietet kostenlose Busfahrten zu den Friedhöfen der Stadt an.

Dezember

Im Advent erstrahlt die City im Glanz der Lichterketten. Besonders sehenswert ist der Weihnachtsmarkt in der Altstadt.

Bloss nicht

Alkohol im Freien trinken

Romantisch auf der Stadtmauer sitzend ein Fläschchen trinken? Das ist in Polen verboten. Die zahlreichen Polizisten und die Stadtwache (straż miejska) bestrafen die Täter sofort, indem sie umgehend 100 Zł. verlangen. Einzige Chance: sich als unwissender Ausländer herausreden.

Taxi ohne Telefonnummer auf dem Dach nehmen

Leider ist die Stadt der unseriösen Taxifahrer noch nicht Herr geworden. Zwar sind inzwischen Fiskalkassen in Taxis Pflicht, und der Fahrgast muss den Taxameter sehen können. Aber an Bahnhöfen und Flughäfen stehen oft sogenannte Personentransporte (przewóz osób) oder Taxis, die zwar legal fahren, aber Wucherpreise verlangen. Generell gilt: nur Taxis mit Telefonnummer auf dem Dach nehmen.

Wasser aus der Leitung trinken

Was in guten Hotels kein Problem sein dürfte, ist grundsätzlich nicht zu empfehlen: Wer Wasser direkt aus dem Hahn entnimmt, hat mitunter braune Brühe im Glas. Das sieht nicht nur eklig aus und schmeckt entsprechend, es kann auch gesundheitsschädlich sein. Noch immer ist das Warschauer Rohr- und Leitungssystem teilweise veraltet. Kaufen Sie deshalb lieber Mineralwasser oder bedienen Sie sich an einem der öffentlichen Trinkbrunnen, die es in vielen Vierteln der Stadt gibt und aus denen unbedenkliches Wasser strömt, das aus unterirdischen Brunnen stammt (z. B. Ecke Wilcza/Poznańska).

Sorglos über den Zebrastreifen gehen

Fußgänger leben in Polen, aber besonders in Warschau gefährlich. Halten vor dem Zebrastreifen gleicht einem Gnadenakt. Fußgänger warten in der Regel so lange, bis eine Lücke im Fahrzeugstrom entsteht. Am besten vorsichtig, aber entschlossen die Straße betreten und die Autos zum Halten zwingen.

Polen mit Russland gleichsetzen

Sprüche wie „Ihr wart ja damals alle in der Sowjetunion“ hört man immer mal wieder, sind aber nicht nur historisch falsch, sondern vor allem verletzend. Auch als Satellit Moskaus war Polen immer ein eigenständiges Land, und besonders die Menschen in Warschau, das im 19. Jh. zum russischen Zarenreich gehörte, reagieren empfindlich. Ähnliches gilt für Begriffe wie „Ostblock“, die man auf das EU-Mitglied Polen heute nicht mehr anwenden sollte. Die Menschen sehen sich als wichtiger Teil Mitteleuropas und sind westorientiert. Auch sollten Sie aus historischen Gründen davon absehen, die deutsch-russische Freundschaft allzu sehr zu loben oder mögliche Russischkenntnisse einzusetzen – versuchen Sie es lieber mit Englisch oder lernen Sie einige Brocken Polnisch. Die Sprache ist oft der beste Türöffner.

Bücher & Filme

Kampf um Warschau

Janusz Piekalkiewicz, damals 17 Jahre, beschreibt in diesem Buch den Aufstand der Untergrundarmee gegen die deutschen Besatzer 1944 (dt. 1994)

Neun

Andrzej Stasiuk, einer der Sterne am polnischen Literatenhimmel, schildert das Warschau nach der Wende, in dem harter Kapitalismus regiert

Der Pianist

Eine wahre Geschichte aus dem Polen der Nazi-Barbarei, verfilmt von Roman Polanski. Im Mittelpunkt steht der gefeierte jüdische Konzertpianist Władysław Szpilman (Adrien Brody), der nur mit viel Glück der Deportation entkommt (2002)

Die Schuld

Der Film von Krzysztof Krause basiert auf der wahren Geschichte der Geschäftsleute Artur Bryliński und Sławomir Sikora, die Anfang der 1990er-Jahre mit dem Import von Motorrollern im noch jungen Kapitalismus zu Geld kommen wollten (1999)

Der Kanal

Der Film zeigt die letzten Tage des Warschauer Aufstands im Herbst 1944 (Regie: Andrzej Wajda, 1957)

12-23 °C
8 h/Tag

Fakten

Einwohner 1.790.658
Fläche 517 km²
Sprache Polnisch
Strom 230 V, 50 Hz
Reisepass / Visum nicht notwendig
Ortszeit 02:51 Uhr
Zeitverschiebung keine

Anreise

11h 9min
11h 22min
1h 40min
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