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Prag

Check-in

Prag, das goldene, tausendjährige, hunderttürmige – eine Stadt der Geschichte und Geschichten, der heimlichen Gärten und barocken Winkel, von Büros und Business, von Start-ups und hektischem Treiben. Prag lebt den Wandel seit Jahrhunderten und geht ein spannungsreiches Wechselspiel aus Tradition und Moderne, aus Gegenwart und Vergangenheit ein.

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Sehenswürdigkeiten & Top Highlights

Zu k.u.k.-Zeiten war es eine Kaserne, heute ist es laut Eigenwerbung eines der größten innerstädtischen Einkaufszentren Osteuropas: Im Palladium warten unzählige Läden, Restaurants und Bars auf…
Auf der 10 m breiten und 520 m langen Brücke buhlen heute ukrainische Karikaturisten, tschechische Puppenspieler und amerikanische Gitarristen um die Aufmerksamkeit der Passanten. 400 Jahre lang war…
Auf Prags ältestem Platz wurden schon im 12. Jh. Waren umgeschlagen: Damals nannte man ihn "Großer Platz" und handelte mit Gewürzen und Gemüse, Schmuck und Seide, Holz und Vieh. Zuvor mussten die…
Was wie kunstvoll arrangiert aussieht, entstand aus purer Platznot: Weil auf einem jüdischen Friedhof Gräber nicht nach einer bestimmten Zeit "aufgehoben" werden dürfen, musste hier Jh.elang neue…
Das Touristenamt hat in der schmalen Furt an manchen Tagen mehr Besucher gezählt als auf der Karlsbrücke. Das einzige Gold, das hier je hergestellt wurde, waren wohl die Erzählungen von Franz Kafka…
Die Altneusynagoge wurde um 1275 errichtet und ist die älteste erhaltene Synagoge Europas. In der zweischiffigen Halle beeindruckt vor allem die präzise Steinmetzarbeit, zum Beispiel am…
Prags berühmtestes Kaffeehaus ist immer noch Treffpunkt von Literaten. Das größte Plus des Art-déco-Cafés sind wohl seine großen Fenster: Sie eröffnen einen traumhaften Blick auf Moldau und…
Wenn diese Traditionskneipe unweit des Altstädter Rings um Punkt 3 Uhr ihre Türen öffnet, steht meist schon eine Schlange Durstiger vor der Tür. Hier gibt es eine verschworene Gemeinschaft von…
Hradčany, die Burgvorstadt, wurde 1320 gegründet. Karl IV. erweiterte das Viertel um das für seine wertvolle Bibliothek berühmte Strahov-Kloster, Teile des Petřín-Hügels und den Ort Pohořelec…
Der Petrin-Hügel mit seinen Obstwiesen und seiner weiten Aussicht gehört zu den Lieblingsorten der Prager. Von der Tramstation Hellichova führt eine Standseilbahn nach oben zum Aussichtsturm von…

Reisezeit

Januar
mäßig
1°C
Februar
mäßig
3°C
Während der Osterzeit zieht es besonders viele Touristen nach Prag
März
mittel
9°C
Während der Osterzeit zieht es besonders viele Touristen nach Prag
April
mittel
14°C
Mai
gut
19°C
Juni
gut
23°C
zahlreiche attraktive Open-Air-Events
Juli
gut
25°C
zahlreiche attraktive Open-Air-Events
August
sehr gut
24°C
September
gut
21°C
Oktober
gut
13°C
November
mäßig
7°C
In der Vorweihnachtszeit finden mehrere Weihnachtsmärkte statt
Dezember
sehr gut
2°C

Die beste Reisezeit für Prag sind die Monate August und Dezember. In dieser Zeit wird eine durchschnittliche Temperatur in Höhe von 13° Celsius erreicht. Die sonnigsten Monate sind Mai, Juni, Juli und August mit durchschnittlich 8 Sonnenstunden pro Tag. Im Vergleich hierzu liegt die Temperatur im kältesten Monat bei lediglich 1° Celsius bei 6 Regentagen. Im Jahresmittel liegt die durchschnittliche Tagestemperatur bei 13° Celsius und die Nachttemperatur bei 5° Celsius. Im Schnitt regnet es jeden Monat an 7 Tagen. Die regenreichsten Monate sind Mai, Juni, Juli und August.

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Entdecke Prag

Schön global

Eine chinesische Reisegruppe folgt artig ihrem Stadtführer, koreanische Brautpaare posen für den Fotografen, auf der Jagd nach dem romantischsten Hochzeitsfoto. Prag gehört zu den schönsten Städten der Welt, und das spricht sich schnell herum. Dabei fasziniert die Touristen aus Asien an Prag genau das Gleiche wie die Euro-Weekender aus den nahen Nachbarländern: die märchenhafte Stadtkulisse voller Kirchen und Paläste, die majestätische Karlsbrücke mit ihrer spektakulären Statuengalerie, die versteckten Gärten und stillen Gässchen. Doch Prag ist alles andere als ein betuliches Museum: Lass dich im Zentrum vom quirligen Leben mitreißen oder entdecke die junge Szene in den aufblühenden Vorstädten. Boutiquen, Bars und Bistros, aber auch brave Bürger im Bierdunst – Prag ist eine Stadt mit vielen Gesichtern. Und dabei immer noch erfreulich günstig.

Europäisches Erbe

Heute ist Prag die Hauptstadt eines kleinen Landes mit gerade einmal 10 Mio. Einwohnern, eine Metropole aus der zweiten Reihe – doch das war nicht immer so. Zweimal wurde von hier aus halb Europa regiert. Unter Kaiser Karl IV. wuchs Prag im 14. Jh. zur damals größten Stadt des Kontinents heran, zu einem Machtzentrum, einem Mekka der Künste und zur Hauptstadt des Heiligen Römischen Reichs. Karlsbrücke, Universität oder die komplette (gar nicht so neue) Neustadt – vieles im Bild und im Leben der Stadt erinnert an diesen großen Herrscher. Den zweiten Boom erlebte Prag an der Wende vom 16. zum 17. Jh. unter dem sonderlichen, kunstversessenen Habsburger Rudolf II., der seinen Kaiserthron auf dem Prager Hradschin aufstellen ließ. Der Adel des Reichs tat es ihm nach – die Ansammlung prachtvoller Palais im Renaissance- und Barockstil rund um die Burg und auf der Kleinseite zeugen bis heute von dem Wettbewerb, dem Kaiser möglichst nahe zu sein. In den folgenden Jahrhunderten sank die Bedeutung Prags – für das Stadtbild war gerade das ein Segen. Was anderenorts durch Modernisierungen zerstört wurde, blieb in Prag erhalten. Heute besitzt die Stadt eine der weitläufigsten Denkmalzonen Europas, fast das ganze Zentrum gehört zum Unesco-Weltkulturerbe. Der Hradschin gilt als die größte geschlossene Burganlage weltweit. Für die Prager ist das die Erinnerung an ihre europäische Tradition. Es bringt sie deshalb schnell auf die Palme, wenn jemand ihre Stadt in Osteuropa verortet. Sie selbst sehen sich im Herzen des Kontinents, in Mitteleuropa. Typisch mitteleuropäisch sind auch die vielfältigen kulturellen Wurzeln Prags. Über Jahrhunderte lebten in der Stadt Tschechen, Deutsche und Juden nebenund miteinander. Das Zusammenleben war kompliziert und voller Spannungen, aber oft auch überaus fruchtbar. Es war gerade dieser Dreiklang der Kulturen, der Prag zu Beginn des 20. Jhs. zu einer der geistigen Schnittstellen Europas werden ließ. Die Namen zahlreicher Schriftsteller stehen beispielhaft für diese Epoche: Franz Kafka, Egon Erwin Kisch und Rainer Maria Rilke sind in Prag geboren und schöpften aus der Atmosphäre der Stadt, unter den Tschechen stehen ihnen etwa „Schwejk“-Erfinder Jaroslav Hašek und der spätere Literaturnobelpreisträger Jaroslav Seifert zur Seite.

Tschechisch & weltoffen

Die Zerschlagung der Tschechoslowakei durch Hitlers Wehrmacht, der Zweite Weltkrieg, der Holocaust und im Anschluss die Vertreibung der Deutschen beendeten die einzigartige kulturelle Vielfalt Prags auf grausame Weise. Ihre Spuren sind heute nur noch zu erahnen, wenn man durch die Reste des alten jüdischen Viertels streift oder deutsche Straßennamen an Altstadtfassaden entdeckt. Heute sind die Tschechen in der 1,2-Mio.-Stadt weitgehend unter sich, allenfalls begleitet von den Slowaken, von denen viele nach der Teilung der Tschechoslowakei 1993 hier blieben oder der Arbeit wegen kamen. Die größten nationalen Minderheiten sind heute die knapp 50 000 Ukrainer, meist junge Männer, die als Gastarbeiter die zahlreichen Prager Baustellen am Laufen halten, und die rund 10 000 Vietnamesen, die mit ihren kleinen Geschäften, Tante-Emma-Laden und Spätkiosk zugleich, die Stadt zusammenhalten. Das internationale und weltoffene Flair der Stadt ist vor allem den Touristen zu verdanken. Prag ist eine der meistbesuchten Städte Europas. Im Durchschnitt kommen 20 000 Besucher pro Tag, 7,5 Mio. im Jahr – magisch angezogen von den romantischen Gassen und malerischen Winkeln. Romantik-Blockbuster haben in China und Korea Prag noch vor Paris zur Traumstadt der Liebe werden lassen.

Von Fensterstürzen zu Kriegen 

Auf dem Hradschinplatz liegt einem Prag zu Füßen, das Panorama ist atemberaubend, und ungezählte Kirchturmspitzen machen klar, woher der Beiname des „hunderttürmigen Prag“ kommt. Was in der Stadt fehlt, sind nur die Gläubigen. Die Tschechen sind stolz auf den Titel des atheistischsten Volks in Europa; gut drei Viertel haben mit Gott und der Kirche nichts am Hut. Womöglich eine Reaktion darauf, dass der Streit zwischen den Konfessionen über Jahrhunderte die Geschichte der Stadt bestimmt hat – mit Konsequenzen für den ganzen Kontinent. Eine handgreifliche lokale Spezialität waren dabei die Prager Fensterstürze. Beim ersten wurden 1419 mehrere katholische Ratsherren von aufgebrachten protestantischen Hussiten aus einem Fenster des Neustädter Rathauses befördert – Auftakt für die Hussitenkriege. Auch beim zweiten Prager Fenstersturz ging es um konfessionelle Spannungen. Wütende Protestanten warfen 1618 zwei katholische Adlige aus der Prager Burg. Zwar überlebten die den 16 m tiefen Sturz. Doch mit diesem begann der Dreißigjährige Krieg, ein Religionskrieg, der ganz Europa verwüstete. Die Katastrophen des 20. Jhs. kamen ohne Gott aus: Im März 1939 marschierten Hitlers Truppen in Prag ein – der Auftakt zu Weltkrieg und Völkermord. Und im August 1968 walzten Panzer des Warschauer Pakts den Prager Frühling nieder und beendeten den Traum von einem „Sozialismus mit menschlichem Antlitz“, wie ihn die Tschechen und Slowaken unter Alexander Dubček erhofft hatten.

Friedvolle Geistesgrößen

Doch auch positive Signale gingen von Prag aus, beispielsweise mit der Gründung der ersten Universität Mitteleuropas durch Karl IV. im Jahr 1348. Um 1600 galt der Hof von Rudolf II. mit den Astronomen Johannes Kepler und Tycho Brahe als eine Hochburg der Naturwissenschaften und ein Mekka der freien Künste. Aus einer Prager Adelsfamilie stammte Berta von Suttner, die Friedensaktivistin und erste Friedensnobelpreisträgerin. Und im November 1989 führten die unblutigen Massendemonstrationen der Samtenen Revolution zum Rücktritt der kommunistischen Regierung und machten den Weg frei für einen gesellschaftlichen Neuanfang unter der Führung von „Dichterpräsident“ Václav Havel.

Eine Stadt erfindet sich neu

Die Rückkehr Prags nach Europa ist geglückt. Mit einer Wirtschaftsleistung von knapp 180 Prozent des EU-Durchschnitts gehört die Stadt zu den zehn reichsten Regionen der Union. Die alten Industrievororte Karlín und Smíchov haben sich zu Bürostädten und Szenetreffs gemausert, die Region punktet mit ihrer großen industriellen Tradition, mit guter Ausbildung und pfiffigen Start-ups. Die Löhne in der Hauptstadt sind mit durchschnittlich 1500 Euro brutto im Monat zwar immer noch niedrig, doch dafür herrscht praktisch Vollbeschäftigung, und in puncto Lebenshaltungskosten ist Prag eine der günstigsten Metropolen Europas. Jenseits des Prager Speckgürtels sinkt der Lebensstandard jedoch rapide und die Probleme wachsen. In der Provinz sind die Prager daher nicht immer gut gelitten. Modernisierung und Neuerfindung der Stadt nach 1989 wurden in einem Tempo vollzogen, das manchem Bewohner den Atem raubt. Wo gestern noch ein kleines Lebensmittelgeschäft war, sitzt heute eine Sushibar, und aus dem traditionsreichen Kleinseitner Café wurde eine Starbucks-Filiale. Doch die Zeit, in der immer neue Zweigstellen der großen Fast-Food- und Modeketten der Ausdruck von Aufbruch und Aufschwung waren und junge Familien von einem Reihenhaus in den rasch wachsenden Satellitenstädten im Speckgürtel träumten, sind vorbei. Die Prager erobern ihre Stadt zurück – kreativ und mit Pfiff. In leer stehenden Industriearealen entstehen Ateliers, Kunstzentren und Coworking- Spaces, kleine Cafés und Bars sind die Kristallisationspunkte für neues urbanes Leben in den Vierteln. Jung-Cafetier Ondřej Kobza verteilt Straßenpianos in den Gassen; Märkte und Gastrofestivals etablieren sich, auf der Partymeile Náplavka tobt das Leben bis in die Nacht – die jungen Prager nehmen den öffentlichen Raum ihrer Stadt wieder in Besitz.

Verführerin mit tausend Schleiern

Das junge Leben und die alte Stadt – Tradition und Moderne sind in Prag keine Gegensätze. In den Gassen und Winkeln zwischen den Palästen von Altstadt und Kleinseite haben sich Mystik und Magie der Stadt erhalten. Das Gewirr der versteckten Gässchen ist wie geschaffen dafür, den Reiseführer zuzuschlagen und sich in ziellosen Spaziergängen in der Atmosphäre Prags zu verlieren. Wenn im November Nebelschwaden über den Plätzen hängen, dann wirkt in Prag die Vergangenheit intensiver als die Gegenwart. Eine „Verführerin mit tausend Schleiern“ hat der aus Tschechien stammende Filmregisseur Miloš Forman die Stadt Prag einmal genannt. Ihren unwiderstehlichen Reiz hat sie bis heute behalten.

Gut zu wissen

Anreise

Aus Richtung Nürnberg führt ab dem Grenzübergang Waidhaus/ Rozvadov eine Autobahn über Plzeň (Pilsen) nach Prag (D5/ E50), die Autobahn aus Richtung Dresden (D8/ E55) bringt dich über Ústí nad Labem (Aussig) nach Prag, und aus Richtung Österreich ist die schnellste Verbindung die Bundesstraße (E55) über České Budějovice (Budweis).

Für die Nutzung der Autobahnen und zahlreicher Schnellstraßen ist eine Vignette erforderlich. Sie ist an allen Tankstellen erhältlich (310 Kč/10 Tage; 440 Kč/Monat; 1500 Kč/Jahr). Ab 2021 ersetzt ein elektronisches Mautverfahren die Papiervignette.

Bequemer als mit dem Auto ist die Fahrt mit der Bahn: Von Berlin (4,5 Std.) und von München (5,5 Std.) gibt es täglich mehrere Bahnverbindungen. Von Frankfurt/ Main (6,5 Std.) wird ein Teil der Strecke (ab Nürnberg) per Bahn-Bus zurückgelegt. Die Züge enden am zentralen Hauptbahnhof (Hlavní nádraží), einige auch schon an der Station Nádraží Holešovice im gleichnamigen Stadtteil; beide mit Metro zum Zentrum.

Zwischen zahlreichen deutschen Städten und Prag bestehen regelmäßige und auch sehr komfortable Fernbusverbindungen – in der Regel die preiswerteste Möglichkeit für einen Trip in die Goldene Stadt. Sie enden meist am Busbahnhof Florenc (Metro B/ C).

Billigflüge nach Prag bietet u.a. Eurowings an. Der Prager Flughafen Václav Havel liegt 16 km vor der Stadt. Tagsüber fahren dort ungefähr alle zehn Minuten Linienbusse ins Zentrum (Fahrpreis 32 Kč): die Linie 100 in den Westen zur Station Zličín der Metrolinie B, die 191 zur Station Na Knížecí / Anděl (Metro B) und die 119 zur Station Nádraží Veleslavín der Metro A. Außerdem gibt es den Airport-Express- Bus (AE), der zwar etwas teurer ist (60 Kč), dafür alle 30 Minuten direkt zum Hauptbahnhof (Hlavní nádraží) fährt. Alle Verbindungen gelten auch in der Gegenrichtung. Wer mit dem Taxi fahren will, sollte sich an die Wagen der Firmen AAA oder Tick- Tack-Taxi halten. Der Preis ins Zentrum dürfte je nach Ziel bei ungefähr 600 Kč liegen.

Auskunft vor Ort

TIC (Tourist Information Center)

– Altstädter Rathaus | Staroměstské náměstí 1 | tgl. 9–19 Uhr

– Rytířská 12 | tgl. 10–19 Uhr Flughafen | Terminal 1 und 2 | tgl. 8–22 Uhr

– Václavské náměsti | Kiosk Ecke Štěpánska | tgl. 10–18 Uhr, im Winter geschl.

– Tel. 2 21 71 47 14 | prague.eu/de

Auto

In Tschechien herrscht absolutes Alkoholverbot am Steuer. Innerorts beträgt die Höchstgeschwindigkeit 50 km/ h, außerhalb 90 km/ h, auf Autobahnen 130 km/ h. Es gilt ganzjährig Lichtpflicht, außerdem von November bis März Winterreifenpflicht.

Im Zentrum von Prag gibt es Anwohner- Parkplätze (blaue Fahrbahnmarkierung). Mit der Parkuhr-App Virtuální parkovací hodiny (mpla.cz/praha) kann man hier kurz kostenpflichtig stehen bleiben. Parkschilder mit Farbbalken in Grün, Orange oder Violett zeigen an, dass hier auch Auswärtige parken dürfen (Ticketautomat oder Park-App). Falschparker werden schnell und radikal für ca. 5000 Kč abgeschleppt. Eine Alternative zu den teuren Parkdecks (ca. 1000 Kč/ 24 Std.) sind bewachte Parkplätze (ca. 50 Kč/ Std.). Ein Parkhaus gibt es z. B. am Náměstí Jana Palacha, Einfahrt vom Dvořákovo nábřeží.

Banken & Geldwechsel

Zum Bargeldtausch in einer Bank benötigt man den Personalausweis. Bei Wechselstuben im touristischen Zentrum sollte man jedoch aufpassen: Die Kurse sind hier oft miserabel. Kunden haben seit 2019 das Recht, einen Umtausch bis 1000 Euro innerhalb von 3 Stunden an der gleichen Filiale rückgängig zu machen. Stößt man auf Unwilligkeit, sollte man nicht davor zurückscheuen, die Polizei dazu zu holen!

Im Zentrum gibt es zahlreiche Geldautomaten. Manche bieten optional die Abrechnung in Euro an. Auch hier sollte man achtgeben: Für den scheinbar transparenten Service werden horrende Gebühren kassiert. Fast alle Hotels, Geschäfte und Restaurants akzeptieren Kreditkarten, viele auch Euro.

Bei Verlust der Kreditkarte hilft die zentrale Notfallrufnummer 0049 11 61 16.

Diplomatische Vertretungen

Deutsche Botschaft

Vlašská 19 | Praha 1 | Tel. 2 57 11 31 11 | prag.diplo.de | Metro A Malostranská

Österreichische Botschaft

Viktora Huga 10 | Praha 5 | Tel. 2 57 09 05 11 | aussenministerium.at/prag | Metro B Anděl

Schweizer Botschaft

Pevnostní 7 | Praha 6 | Tel. 2 20 40 06 11 | eda.admin.ch | Metro A Dejvická

Einreise

Tschechien ist Mitglied des Schengen- Raums, Grenzkontrollen gibt es also nicht. Den Personalausweis musst du aber trotzdem dabeihaben.

Fundbüro

Karolíny Světlé 5 | Tel. 2 24 23 50 85 | Metro B Národní třída

Gesundheit

Der Erste-Hilfe-Dienst steht im Notfall zur Verfügung, die Behandlung ist in der Regel kostenlos.

– Nachtdienst-Apotheke: Lékárna (Palackého 5 | Tel. 2 24 94 69 82)

– Krankenhaus: Nemocnice Motol (V Úvalu 84 | Tel. 2 24 43 11 11 | Metro A A Nemocnice Motol), fremdsprachiger Dienst

– Zahnärztlicher Notdienst: Městská poliklinika Praha (tgl. 19–6 Uhr, Sa/So/Feiertag 24 Std. | Spálená 12 | Tel. 2 22 9 24 2 68 | Metro B Národní třída)

Internet & WLAN

In fast allen Cafés und Kneipen sowie in vielen Geschäften gibt es kostenlosen WiFi-Zugang. Internetcafés sind weitgehend aus dem Straßenbild verschwunden. Terminals gibt es aber z. B. noch in der Relax Café Bar (Dlážděná 24).

Kartenvorverkauf

Ticketportal (Divadlo Hybernia | nám. Republiky 4); Ticketmaster (Passage Rokoko | Václavské naměstí 38) und im Altstädter Rathaus oder digital über goout.cz

Notruf

Zentraler Notruf: Tel. 1 12; Feuerwehr: Tel. 1 50; Polizei: Tel. 1 58; Pannenhilfe: Tel. 12 30; Rettungsdienst: Tel. 1 55

Öffentliche Verkehrsmittel

Im öffentlichen Personennahverkehr können gleiche jízdenky (Fahrkarten) für Straßenbahn, Metro und Bus sowie für die Petřín-Standseilbahn und die Moldau-Linienbötchen benutzt werden. Das 24-Kč-Ticket gilt für Fahrten bis zu 30 Min., das 32-Kč-Ticket für 90 Min. Dabei kann man beliebig oft umsteigen. Kinder unter sechs und Senioren über 70 Jahren fahren umsonst. Steigt man mit einem Hund oder einem großen Gepäckstück ein, muss man dafür ein 16-Kč-Ticket lösen. Fahrscheine gibt es am Automaten an der Haltestelle, an den Ticketschaltern in zentralen Metrostationen (z. B. Muzeum) und am Flughafen, Einzel- und Tagestickets auch in vielen Kiosken: 24-Std.-Ticket 110 Kč, 72-Std.-Ticket 310 Kč.

Schwarzfahren kostet bis zu 1500 Kč, Kontrollen sind häufig. Die tramvaj (Straßenbahn) verkehrt bis in die Vorstädte, die Hauptstrecken werden nachts von den 90er-Linien befahren, die zentrale Umsteigestation ist dann Lazarská. Die Metro fährt zwischen 5 und 24 Uhr.

Post

Hauptpost: Jindřišská 14 | Tel. 2 21 13 11 11 | Metro Můstek A, B. Briefe und Postkarten ins europäische Ausland kosten 35 Kč (alternativ: Buchstabenmarke E).

Preise & Währung

Es gibt Münzen zu 1, 2, 5, 10, 20 und 50 Kč. Banknoten sind in Scheinen zu 100, 200, 500, 1000, 2000 und 5000 Kč erhältlich. Hellerbeträge werden an der Kasse gerundet. Aktuelle Kurse z. B. auf oanda.com

Prag ist für westliche Touristen immer noch günstig. Unterschätz aber nicht die Geschäftsleute im Stadtzentrum: In den Restaurants, Hotels und Läden dort zahlst du Großstadtpreise. Stabil und günstig sind die Preise für Kultur: Kinokarten kosten etwa 200 Kč, Museen zwischen 70 und 300 Kč, für gutes Theater oder ein Konzert solltest du mit 700 Kč rechnen. In Clubs steigt der Preis von sonst 150 auf 500 Kč, wenn ein ausländischer DJ auflegt oder ein internationaler Act ansteht.

Prague Card

Kaum zu schaffen sind all die Sehenswürdigkeiten, zu denen die Prague Card die Türen öffnet. Über 50 Museen und Denkmäler sind damit gratis zugänglich – von der Burg und der Nationalgalerie über die Objekte des Jüdischen Viertels bis hin zum Spiegellabyrinth auf dem Petřín. Für dutzende weitere Orte und Erlebnisse gibt es Rabatt. Außerdem ist eine zweistündige Sightseeing-Bustour enthalten. Die Prague Card gibt es in den Tourist Centern (TIC) oder online unter praguecard.com. Sie ist entweder zwei (1550 Kč), drei (1810 Kč) oder vier Tage (2080 Kč) gültig.

Stadtführungen

Offizielle Fremdenführer und Rundfahrten kann man bei den Tourist Centern TIC buchen. Zahlreiche Reisebüros in der Stadt bieten nahezu identische Ausflüge zu recht unterschiedlichen Preisen an – ein Vergleich lohnt sich also.

Größte Anbieter sind das Čedok (Na Příkopě 18 | Tel. 2 21 44 72 42) und Martin Tour (Pařížská 1 | Tel. 7 77 31 81 98) sowie Sandeman‘s New Europe Prague (nur übers Internet zu buchen: newpraguetours.com). Über alternative Stadtrundgänge informieren Plakate (auch in Deutsch und Englisch) im Zentrum. Treffpunkt ist meist der Pulverturm am Náměstí Republiky oder der Altstädter Ring.

Wer will, kann auch auf den Spuren der politischen Korruption wandeln: Corrupt Tours (Start: Letenské náměstí (Voranmeldung unter Tel. 7 39 99 00 80 | corrupttour.com) führt dich zu Orten, wo Steuergelder versickerten. Frech und witzig präsentieren engagierte Stadtführer die Schauplätze großer Affären: ein Rundgang durch Prag als „bestechendes“ Erlebnis!

Eine besonders schöne Art, Prag zu entdecken, ist die Fahrt mit einem Schiff auf der Moldau. Plätze auf einem der Ausflugsschiffe kann man direkt am Kai (Rašínovo nábřeží oder Dvořákovo nábřeží) oder bei Čedok (Na Příkopě 18 | Tel. 2 21 44 72 42) buchen.

Taxi

Trotz des Tarifdeckels von 28 Kč pro km verlangen einige Fahrer immer noch Fantasiesummen. Verlassen kann man sich aber in der Regel auf die Dienste der beiden großen Taxi-Unternehmen AAA (Tel. 1 40 14 und Tel. 2 22 33 32 22) und City-Taxi (Tel. 2 57 25 72 57). Eine kleine Hilfe erhalten Besucher an zentralen Stellen in der City durch „fair place“-Schilder, die überprüfte Taxistände ausweisen. Dort werden außerdem Orientierungspreise für besonders frequentierte Strecken aufgelistet. Generell gilt: Besteh darauf, dass der Taxameter eingestellt wird – das ist Pflicht. Wer Preise aushandelt, zahlt immer drauf.

Die Quittung muss aus dem Taxameter ausgedruckt werden, handschriftliche Belege haben keine Gültigkeit. Die Grundgebühr für eine Fahrt beträgt übrigens 40 Kč, eine Wartezeit wird mit bis zu 6 Kč/ Min. verrechnet. Eine transparente Alternative zum Taxistand ist die Taxi-App Liftago.

Ein heißer Tipp für Autofahrer, deren Alkoholpegel über der strengen Null-Promillegrenze liegt: Die sogenannten „blauen Engel“ (Modrý anděl | Tel. 7 37 22 23 33) fahren dich in deinem eigenen Wagen sicher nach Hause.

Telefon & Handy

In Tschechien sind alle Nummern neunstellig, sowohl im Fest- als auch im Mobilnetz. Der Landesvorwahl 00 420 folgt keine lokale Vorwahl, da diese in die Festnetznummern integriert ist. Handynummern beginnen mit 6 oder 7. In Notfällen hilft die Auskunft weiter: Tel. 11 80. Es gelten die üblichen Vorwahlen nach Deutschland (0049), Österreich (0043) und in die Schweiz (0041).

Seit dem Ende der Roaming-Gebühren telefonieren auch in Tschechien Reisende aus dem EU-Ausland mit ihrem Mobiltelefon zum heimischen Inlandstarif. Für manche Apps und Dienste ist der Besitz einer tschechischen SIM-Karte notwendig. In allen Tabakläden (trafiken) gibt es günstige Prepaid-Karten verschiedener Mobilfunkbetreiber.

In Prag gibt es noch rund 600 öffentliche Fernsprecher für Münz- oder / und Kartenbetrieb. Von ihnen lassen sich auch SMS und E-Mails versenden. Telefonkarten gibt es in den Shops des Telekom-Anbieters 02, z. B. | Václavské náměstí 57 | Metro A, C Muzeum.

Trinkgeld

Für guten Service werden im Restaurant oder Café ca. 10 % der Rechnungssumme erwartet. Das Trinkgeld ist aber freiwillig und sollte keinesfalls vom Personal selbst auf die Rechnung aufgeschlagen werden.

Veranstaltungs-Kalender

Ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm auch in deutscher Sprache bietet das offizielle Tourismusportal www.prague.eu. In vielen Gaststätten und in TIC-Centern liegen außerdem Gratismagazine zum Mitnehmen aus.

Zoll

Zollkontrollen an der Grenze gibt es zwar nicht mehr, Stichproben sind aber durchaus möglich. Pro Erwachsenem darf man bei der Einreise aus Tschechien Folgendes zollfrei mitführen: 800 Zigaretten, 400 Zigarillos, 200 Zigarren, 1 kg Tabak, Wein in unbegrenzter Menge sowie 110 l Bier, und 10 l Spirituosen und Medikamente für den Eigenbedarf. Einfuhr von Kraftstoff: Zusätzlich zu einem vollen Tank darf man einen 20-l-Kanister dabeihaben. zoll.de, ezv.admin.ch

Klima & Reisezeit

Prag liegt in der Zone des gemäßigten Kontinentalklimas mit tendenziell kalten Wintern und heißen Sommern. Die gemittelten Höchstwerte in den wärmsten Monaten Juli und August liegen bei 25 Grad Celsius; am kältesten ist der Januar um 0 Grad.

Die Stadt ist ein typisches Ziel für Euro- Weekends: Wirklich ruhig ist es in Prag nur im Winter (November bis Februar), dann sind auch die Unterkünfte deutlich billiger. Umgekehrt gilt: Für alle Feiertage und bevorzugte Reisewochenenden (Weihnachten, Silvester, Ostern) sollte man unbedingt früh buchen!

Fahrrad & Mikromobilität

Prag ist keine Fahrradstadt, dafür sorgen schon Kopfsteinpflaster und die hügelige Lage. Anderseits nimmt der Zweiradverkehr stark zu – auch dank Sharing-Projekten: Fahrräder (rekola.cz), E-Scooter (li.me/de) und E-Bikes (homeport.cz) stehen überall in der Innenstadt zur Verfügung und sind per App unkompliziert zu mieten. Offiziell entstehen viele Fahrradwege – meist aber nur, indem Radlersymbole auf vielspurige Ausfallstraßen gepinselt werden. Helm und große Umsicht sind nötig, denn die Prager Autofahrer sind immer noch nicht daran gewöhnt.

Mitfahren

Wer Mitfahrgelegenheiten sucht, wendet sich am besten an Town To Town (Tel. 7 77 01 94 40 | nur nachmittags und abends | spolujizda.cz) oder an Blabacar.de

Öffnungszeiten

In Tschechien gibt es keine Ladenschlusszeiten. Einzig an einigen Feiertagen müssen größere Geschäfte geschlossen bleiben. Sonst haben Einkaufszentren und Supermärkte in der Regel bis 21 Uhr geöffnet, auch an Sonntagen. Bei einigen Hypermärkten kann man nonstop rund um die Uhr seinen Einkauf erledigen (z. B. Tesco Eden (U Slavie 3 | Straßenbahn 6, 7, 22, 24 Slavia).

Nepp im Restaurant

Wie an vielen touristischen Stätten, gibt es auch in Prag Nepper und Betrüger an wichtigen touristischen Orten. So kann es passieren, dass im Restaurant Gedeck, Livemusik oder der freundlich angebotene Begrüßungsschnaps auf die Rechnung aufgeschlagen werden. Manch ein Kellner genehmigt sich außerdem gern selbst ein Trinkgeld. Wenn du mit einer Rechnung unzufrieden bist, bitte um ein Gespräch mit dem Geschäftsführer. Der hat wenig Interesse an einer unangenehmen Szene. Allgemein gilt: In Restaurants sind, wie in allen Geschäften, Registrierkassenquittungen Pflicht. Im Ernstfall kannst du dich an die Polizei wenden. Die mag Abzocker gar nicht.

Kleinkriminalität

Taschendiebe tarnen sich in der Metro als Touristen und greifen hinter ausgebreiteten Stadtplänen zu, andere geben sich in einer Seitenstraße als Zivilpolizisten aus und konfiszieren „Falschgeld“ aus deiner Brieftasche. Diese Banden gehen im Zweifelsfall mit brutaler Härte vor!

Events, Feste & mehr

Feiertage

1. Januar

Neujahr*

März/April

Karfreitag, Ostermontag*

1. Mai

Tag der Arbeit

8. Mai

Ende des Zweiten Weltkriegs*

5. Juli

Tag der Slawenapostel Kyrill und Method

6. Juli

Todestag des Reformators Jan Hus 1415

28. September

Tag des hl. Wenzel*

28. Oktober

Gründungstag der Tschechoslowakischen Republik 1918*

17. November

Tag des Freiheitskampfes

24.–26. Dezember

Weihnachten*

Allgemein

* Geschäfte über 200 m2 müssen geschlossen bleiben

Veranstaltungen

Januar

Neujahrsfeuerwerk: am 1. Januar ab 18 Uhr

März/ April

Matthäus-Kirmes (matejskapout.cz): Prags ältester Jahrmarkt auf dem Ausstellungsgelände Výstaviště; im März

Festival otrlého divaka (otrlydivak.cz): die abgewandte Seite der Cinematografie: eine Woche schlechter Geschmack, Trash und Exploitation beim „Festival des abgehärteten Zuschauers“, Anfang März im Programmkino Aero

Febiofest (febiofest.cz): internationale Filmtage Ende März; bekannte Schauspieler und Regisseure sind zu Gast.

Ostermärkte (trhypraha.cz): handbemalte böhmische Ostereier und Kunsthandwerk

Mai/ Juni

Prague Food Festival (praguefoodfestival.cz): Gourmet-Meile der Prager Restaurants zum Durchprobieren, drei Tage Mitte Mai im Vyšehrad-Park

Prager Frühling (Repräsentationshaus Obecní dům | festival.cz): klassisches Musikfestival mit Spitzenmusikern Mitte Mai bis Mitte Juni. Karten frühzeitig besorgen: Tel. 2 27 05 92 34!

Navalis (navalis.cz): wiederbelebte barocke Nepomuks-Bootswallfahrt am St.Nepomuks-Tag (16. Juni) zu Ehren des Prager Brückenheiligen

Khamoro (khamoro.cz): Das internationale Roma-Musikfestival findet Ende Mai statt, u.a. im Klub Roxy.

Dance Prague (tanecpraha.org | u.a. Divadlo Ponec | Husitská 24 a): zeitgenössischer Tanz und Bewegungstheater, meist quer durch den Juni

United Islands (unitedislands.cz): ein Wochenende Worldmusic, Rock und Jazz auf mehreren Moldauinseln Ende Juni

Mezi ploty (meziploty.cz): Das Festival „Zwischen den Zäunen“ der historischen Psychatrie bietet ein Wochenende alternative Kunst, Musik und Workshops zum Mitmachen.

Juli

Folklorefestival (praguefestival.cz/folklore): Musik, Handwerk und Tanz rund um den Obstmarkt (Ovocní trh) – findet mal im Juli, mal im August statt.

September

Struny podzimu (strunypodzimu.cz | u. a. im Rudolfinum): „Herbst-Saiten“; hochkarätiges Musikfestival mit internationalen Größen aus Klassik, Jazz und Worldmusic

Oktober

Jazzfestival Praha (jazzfestivalpraha.cz | Reduta): zieht immer mehr internationale Künstler an.

Signal (signalfestival.com) Lichtkunst und Videomapping gratis im öffentlichen Raum

Prague Writer’s Festival (pwf.cz): Lesungen, Vorträge und Diskussionen mit einheimischen sowie internationalen Schriftstellern; an wechselnden Orten in der Stadt

Designblok (designblok.cz): Aktuelles tschechisches und internationales Design zeigt sich eine Woche lang in vielfältigen Veranstaltungen an unterschiedlichen Orten.

November

Theaterfestival deutscher Sprache: (theater.cz | u. a. im Divadlo na Vinohradech): Klassiker und Zeitgenössisches von führenden Bühnen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz

Dezember

Weihnachtsmarkt (trhypraha.cz): Budenzauber, Kunsthandwerk und Glühwein am Altstädter Ring bringen Weihnachtsstimmung in die Stadt

Bloss nicht!

Irgendwo parken

Prag ist immer noch ein Zentrum der Autodiebe und -knacker. Bewachte Parkplätze sind ein guter Tipp – der perfekt funktionierende ÖPNV ein noch besserer.

Auf Kulturnepp reinfallen

Prag bietet großartige Kulturveranstaltungen – aber leider auch viel überteuerten Touristenquatsch. Besonders verdächtig: Ticketverkäufer in bunten Verkleidungen. Sie werben meist für lieblose Konzerte.

In jedes Taxi steigen

Steig nie in ein Taxi ein, das an einem für Touristen interessanten Ort wartet. Allzu oft sind solche Wagen mit einem manipulierten Taxameter ausgerüstet. Lass dich auch nicht auf Preisverhandlungen vorab ein – dabei zahlst du am Ende immer drauf. Halte dich an die großen Unternehmen AAA und City-Taxi oder an die App Liftago.

Am Zebrastreifen träumen

Fußgänger leben in Prag gefährlich. Rechne nicht damit, dass Autofahrer am Zebrastreifen halten! Und achte vor allem auf Straßenbahnen. Die nämlich haben immer Vorfahrt – auch an Zebrastreifen.

Sorglos Geld tauschen

Noch immer begegnen einem am Wenzelsplatz zwielichtige Gestalten, die den Schwarztausch von Geld anbieten. Weiten Bogen darum machen! Alles was es hier zu gewinnen gibt, ist ein Bündel wertloser Balkan-Banknoten.

Lesestoff & Filmfutter

Bücher

Severins Gang in die Finsternis

1914 erschien von Paul Leppin der dämonisch- düstere Prag-Roman schlechthin. Jetzt liegt er mit den gespenstischen Originalillustrationen wieder vor (Vitalis-Verlag, 2015) – z. B. als Anleitung für melancholische Spaziergänge.

Nationalstrasse

Vandam ist ein Vorstadtschläger. Doch er ist sich sicher – 1989 setzte sein Faustschlag die Revolution in Gang. Jaroslav Rudiš gehört zu den markantesten Erscheinungen der aktuellen tschechischen Literatur (2016).

Alois Nebel

Ein einsamer Bahnhof in den Sudeten. Fahrdienstleister Alois Nebel suchen Züge aus düsteren Zeiten heim. Der Animationsfilm (2011) von Tomáš Luňák stellt sich den Schatten der deutsch-tschechischen Geschichte.

Filme

Pat und Mat

Zwei unerschütterliche Heimwerker mit vier linken Händen. Seit Jahrzehnten nehmen die wortlosen Puppentrick- Episoden die tschechische Leidenschaft fürs DIY auf die Schippe. Der Weg zum Happy End führt durch Trümmer und Verwüstung.

-4-1 °C
2 h/Tag

Fakten

Einwohner 1.335.084
Fläche 496 km²
Strom 230 V, 50 Hz
Reisepass / Visum nicht notwendig
Ortszeit 00:12 Uhr
Zeitverschiebung keine

Anreise

5h 23min
6h 36min
1h 5min
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