Leipzig

Überblick

Willkommen in Leipzig

Leipzig ist mit über einer halben Million Einwohnern die größte Stadt Sachsens. Sie hat eine lange Handels- und Buchdrucktradition und ist einer der bedeutendsten Messestandorte Deutschlands. Mit den Montagsdemonstrationen war die Stadt auch Vorreiter bei der historischen Wende 1989, die zur Wiedervereinigung Deutschlands führte. Bei einem Urlaub in Leipzig kannst du dir die Geschichte der Stadt an vielen Denkmälern und Museen vergegenwärtigen und den kontinuierlichen Wandel der Stadt seit 1989 bewundern.

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Anreise

4h 9min
3h 29min
55min
Frankfurt am Main
Leipzig
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Auftakt

Entdecke Leipzig!

Leipzig – das klingt nach Thomanern, Bach und Gewandhausorchester, nach Goethe, Schiller und Brockhaus. Oder eher nach Buch-, Automobil- und Pferdemesse? Vielleicht duftet es nach Kaffee, schmeckt süß nach Leipziger Lerche und spottet am Ende jeder Beschreibung. Auf gut Säggs'sch, versteht sich ... Denn die Leipzscher haben ein loses Mundwerk, ob sie mit „Wir sind das Volk“ den Mauerfall herbeidemonstrierten oder den Bahnhof mit seinen glitzernden Ladenzeilen unter dem Bahnsteig als „Einkaufsparadies mit Gleisanschluss“ verspotten.

Kein Wunder, dass die Kabaretts der Stadt nahezu so berühmt wie die Messe sind. Und wenn du Lust auf einen kleinen Disput hast, dann frag die Leipziger, ob ihre Heimat nun eher Musik- oder Kultur-, Messe- oder Medienstadt ist. Um es vorwegzunehmen: Die quirlige Stadt in der Leipziger Tieflandsbucht, mit rund 500.000 Einwohnern plus über 2 Mio. Übernachtungsgästen jährlich, samt Orchester von Weltruf sowie einem der modernsten Messegelände des Kontinents ist natürlich das alles. Und noch mehr, denn rund 28.000 Studenten an der Universität und den Fachhochschulen, an den Hochschulen für Grafik und Buchkunst, Musik und Theater sowie der ersten privaten Wirtschaftshochschule Deutschlands sorgen für lockere Lebensart und kreative Impulse. Du wirst es erleben: In Leipzig bewegt sich was. Das fängt bei den Baukränen an und hört bei den Skatern in der Fußgängerzone noch lange nicht auf.

Wer zum ersten Mal nach Leipzig kommt, wird staunen, wie grün der einstige DDR-Industriestandort ist. Zwar gibt es keine exotischen Stadtgärten mehr, wie der Kaufherr und Manufakturbesitzer Dietrich Apel sie im 18. Jh. schuf (das Restaurant Apels Garten in der Kolonnadenstraße erinnert noch daran). Dafür zieht sich von Schkeuditz im Norden bis nach Markkleeberg im Süden 25 km Auenwald mitten durch die Großstadt. Vom Autolärm am Ring bis in die Wildheit dieses größten zusammenhängenden Auenwalds Mitteleuropas ist es nur ein Katzensprung. In der City des knapp 300 km2 großen Stadtgebiets ist alles, was man sehen will, auf weniger als einem Quadratkilometer vereint. Historie trifft hier Konsum auf engem Raum: Zutaten für eine Mischung, die ihren Charme den Leipzig-Besuchern, die sich durch das verzweigte Passagensystem der Stadt treiben lassen, auf Anhieb offenbart. Die Messe- und Einkaufsstadt zeigt ihr geschäftiges Gesicht. Dahinter hat die oft beschworene Boomtown allerdings mit Büroleerstand und Arbeitslosigkeit zu kämpfen. Die Arbeitslosenquote liegt bei 13 Prozent und ist damit eine der höchsten in Sachsen. Schließlich hat die Stadt mit der Wende eine schwere Hypothek aufgenommen. Ganze Industriezweige brachen weg. Damals wurde versucht, die Misere mit parteiübergreifender Konsenspolitik abzufedern. Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) muss sich heute mit wechselnden Mehrheiten im Stadtrat arrangieren. Doch die Streitlust wächst angesichts der Milliarden-Stadtverschuldung. Leipzig sucht seinen Weg zwischen Alltagssorgen samt Sparkurs und der Erhaltung seiner Strahlkraft als Metropole im Osten Deutschlands.

Denn Leipzig hat das Zeug zu glänzen. Mit Großprojekten positioniert sich die Stadt als Dreh- und Angelpunkt der Region. Der Flughafen Leipzig/Halle punktet vor allem als Luftfrachtkreuz für DHL und Lufthansa Cargo. Dazu nutzen knapp 2 Mio. Passagiere jährlich den Flughafen. Gäste strömen von weither zu den Großevents im umgebauten Zentralstadion, der Red-Bull-Arena für 43.500 Zuschauer. Leipzig hat sogar sich selbst umgebaut. Der Arbeiterstadtteil Plagwitz wandelte sich zum Vorzeigeviertel mit Lofts, Cafés und Radwegen am Kanal. Und in beachtlichen Kraftakten wurde die ehemalige Tagebaumondlandschaft im Süden der Stadt zu einem gigantischen Freizeitareal umgestaltet. Statt Förderbrücken und Kohlebaggern gibt es nun Badeseen mit Wassersportmöglichkeiten sowie den Vergnügungspark Belantis.

Die Wissenschaft setzt mit der Universitätsklinik, einem Hightech-Herzzentrum und dem Biotechnologiezentrum „Bio City“ Highlights. Sogar das produzierende Gewerbe kommt nach Leipzig zurück: Im Norden der Stadt produziert Porsche den Nobel-Geländewagen „Cayenne“ und BMW unter anderem innovative Elektrofahrzeuge.

Findig waren die Sachsen schon immer. Egal, ob es um die Erfindung der Kaffeefiltertüte ging (1908 durch Melitta Bentz) oder um die Verbriefung der Stadtrechte für Leipzig. Das genaue Datum lässt sich bis heute nicht aus den Mantelfalten der Geschichte schütteln: Irgendwann zwischen 1160 und 1165 muss der Wettiner Markgraf Otto von Meißen dem Marktflecken Leipzig das Stadtrecht verliehen haben. 1958 sprach die SED-Stadtleitung ein Machtwort, legte das Geburtsjahr Leipzigs auf 1165 fest und verschaffte sich so ein bisschen Luft zur Vorbereitung der 800-Jahr-Feier. Der Name Leipzig ist noch viel älter. Er geht auf die Sorben zurück, die im 7. Jh. am Zusammenfluss von Elster und Parthe siedelten. Dort fanden sie ihren heiligen Baum, die Linde, und schnell war „Lipsk“, der Ort bei den Linden, in der Region ein Begriff. Bald erwirtschafteten sich die Leipziger als clevere Kaufleute ihren Platz in der Geschichte. Im Schutz der deutschen Burg Libizi entfalteten Kaufleute und Handwerker vom 10. bis 12. Jh. ein reges Treiben an der Kreuzung der beiden großen Handelsstraßen Via Regia und Via Imperii. 1497 war es dann so weit: Kaiser Maximilian verlieh der Stadt das Messeprivileg, und fortan brachten die Reisenden unter königlichem Schutz Wohlstand und Weltoffenheit in die Stadt.

Noch älter ist die Tradition Leipzigs als Universitätsstadt. 1409 gegründet, ist die Uni die zweitälteste Deutschlands. Schon bald nach ihrer Gründung zog sie bedeutende Gelehrte an: Christian Thomasius philosophierte hier, der Philologe Johann Christoph Gottsched war zu Goethes Zeiten Rektor. Gottfried Wilhelm Leibniz, Gotthold Ephraim Lessing und der Komponist Robert Schumann studierten in Leipzig, ebenso die Dichter Jean Paul, Friedrich Schlegel und Novalis. Auch Karl May war da, wenn auch ohne studentische Ambitionen. 1865 mietete er sich über der Central-Apotheke ein, ließ sich einen Pelz bringen – und verschwand mit dem guten Stück, ohne ihn zu bezahlen. Doch der Spitzbube wurde gefasst und ins Arbeitshaus gesteckt. Verbrieft ist die Verbindung mit einem Stück Weltliteratur, dem „Faust“: Als der 16-jährige Johann Wolfgang von Goethe 1765 nach Leipzig kam, war das ein Schritt aus der Enge der verwinkelten Gassen Frankfurts in die Großzügigkeit der sächsischen Messestadt. Goethe legte sich eine weltmännische Garderobe zu. Im „Faust“ lässt er die Studenten in Auerbachs Keller über die „wunderliche Weise“ der Auswärtigen spotten, und „Frosch“ hebt an zu dem berühmten Satz: „Mein Leipzig lob' ich mir! Es ist ein klein Paris und bildet seine Leute.“ Da zeigt der junge Goethe sympathische Selbstironie – ein feiner Zug, der gut zu den Sachsen passt.

Leipzig hat – nach einigen Umwegen – diese reiche Tradition als ein großes Pfund entdeckt. Die Stadt wuchert (noch) mit einem kulturellen Angebot, das in Metropolen ähnlicher Größe seinesgleichen sucht. Dazu gehört nicht nur die Hochkultur: Gewandhaus, Oper und das Centraltheater unter dem jungen, aufstrebenden Regisseur Sebastian Hartmann. Dazu gehört mindestens genauso Leipzigs starke „Kreativwirtschaft“, angefüttert von exzellenten Kunst- und Musikhochschulen, gestützt von etablierten und experimentellen Kreativen, die in dieser Stadt eine Heimat gefunden haben. Nicht zu vergessen ist das Engagement zahlreicher Bürger, die längst erkannt haben, dass von der notorisch klammen Kommune keine großen Sprünge zu erwarten sind und die deshalb in Eigenintiative wichtige kulturelle Projekte in Angriff genommen haben. Was kommt dabei heraus? Eine höchst lebendige Kunstszene in Plagwitz, die von hier aus längst überregionale Bedeutung erlangt hat. Bürgervereine, die die Sanierung des Völkerschlachtdenkmals bis zum Jubiläumsjahr 2013 (200 Jahre Völkerschlacht) vorantrieben und den vergessenen Sohn der Stadt, Richard Wagner, wieder in die Stadt holen. Die mit Notenspur, Notenbogen und Notenrad (www.notenspur-leipzig.de) ein Vehikel gefunden haben, um Leipzigs überaus reiche Musiktradition nicht nur auf Johann Sebastian Bach zu reduzieren, sondern auch all die anderen „Leipziger“ – Robert Schumann, Felix Mendelssohn Bartholdy, Edvard Grieg, Gustav Mahler, Richard Wagner, ihre Verleger, Lehrer, Förderer und Familien – einzubeziehen.

Wohin zuerst?

Sehenswertes

Markt: Leipzig brüstet sich mit einer kompakten Innenstadt, die auf relativ engem Raum gute Einkaufsmöglichkeiten, Restaurants, Kunst und Kultur bietet. Bester Ausgangspunkt ist der Markt. Sie erreichen ihn mit der Straßenbahn 9 (Thomaskirche) und dem Bus 89 (Markt). Direkt unter dem Platz befindet sich die Tiefgarage Marktgalerie mit Zufahrt vom Dittrichring. Etwas günstiger sind die Parkhäuser außerhalb des Innenstadtrings in der Zentralstraße oder in der Otto-Schill-Straße.

Einkaufen

An den Einkaufsstraßen der Innenstadt haben sich wie überall Ketten angesiedelt, doch nur wenig entfernt finden Sie in den Passagen und Innenhöfen einen guten Mix kleiner, origineller Läden. Beginnen Sie am Städtischen Kaufhaus; dort haben noble Modemarken günstige Outlet-Boutiquen eröffnet. Wandern Sie dann durch Mädlerpassage und Specks Hof. Antiquarische Bücher finden Sie in der Ritter-, Antikes an der Katharinenstraße. Spezialitätenläden für Senf oder Pfeifen liegen nur wenige Minuten außerhalb des Innenstadtrings.

Am Abend

In Barfußgässchen und Gottschedstraße reiht sich eine Kneipe an die andere. Etwas mehr Spürsinn erfordert Leipzigs hervorragendes Kulturangebot, das weit über Gewandhaus, Oper und Thomaskirche hinausgeht. Die kleinen Clubs, Kneipen und Off-Bühnen liegen manchmal abseits der großen Magistralen, sind getarnt durch unscheinbare Eingänge. Rund ums Connewitzer Kreuz, entlang der Karl-Heine-Straße und am Südplatz liegen Sie auf jeden Fall richtig. Im Notfall fragen, andere Nachtschwärmer helfen gerne!

Praktische Hinweise

Anreise

Von Norden über die A 9, Abfahrt Leipzig-West oder am Schkeuditzer Kreuz auf die A 14 (Richtung Dresden) und an der Ausfahrt Leipzig-Mitte auf die B 2. Von Süden am Dreieck Rippachtal von der A 9 auf die A 38 wechseln, Richtung Leipzig/Lützen, Abfahrt Leipzig-Süd und über die B 2 der Ausschilderung in die City folgen.

Von Berlin benötigt der Zug nach Leipzig gut eine, von Köln 5 und von München 4,5 Std. In Leipzig erwartet Sie im Hauptbahnhof ein modernes Einkaufszentrum. Taxistände gibt es vor den Ausgängen an der Ost- und Westseite. Die Straßenbahnen halten vor dem Haupteingang. Der Bahnhof liegt mitten in der City am Willy-Brandt-Platz.

Innerhalb Deutschlands gibt es Billigflieger-Routen z. B. von Düsseldorf, Köln/Bonn oder Nürnberg. Der Flughafen Leipzig/Halle am Schkeuditzer Kreuz ist über die A 9 und die A 14 bequem zu erreichen. Check-In im Zentralterminal; Ankunft und Abflug in Terminal B; hier finden Sie auch die Flughafeninformation0341 2241155. Durch die lang gestreckte Glasröhre des Zentralterminals mit Geschäften und Gastronomie gelangen Sie zum Flughafenbahnhof. Mit dem Flughafen-Express der DB geht es in 15 Min. zum Leipziger Hauptbahnhof (3,40 Euro). Taxen stehen vor dem Terminal B zur Verfügung. Für die rund 40-minütige Fahrt zahlen Sie etwa 25 Euro. www.leipzig-halle-airport.de

Auskunft
Leipzig Tourist Service

Mo–Fr 9.30–18 (Nov.–Feb. 10–18), Sa 9.30–16, So bis 15 Uhr0341 7104260 und 0341 7104265www.leipzig.de/de/tourist

Fahrradverleih
Fahrradstation Zweirad Eckhardt

Verleih und Reparatur am Hauptbahnhof (Parkhaus West)0341 9617274

Next Bike

Die Ausleihe funktioniert per Handy: Sie melden sich vorher auf www.nextbike.de an. Sie suchen sich ein Fahrrad aus – u. a. an den Standorten Augustusplatz, Hauptbahnhof Ost- und Westeingang oder Thomaskirchhof und rufen die Hotline an: 030 69205046. Dann bekommen Sie eine Code-Nummer für das Zahlenschloss. Jetzt können Sie losradeln; die Gebühr (ab 1 Euro/Std.) wird per Kreditkarte abgebucht. Die Rückgabe erfolgt wieder per Hotline an einem beliebigen Nextbike-Standort.

Fundbüros
Fundbüro Leipzig

0341 1238400Prager Str.130Di 9–12 und 13–18 Uhr

Fundstelle Hauptbahnhof

0431 9683255Willy-Brandt-Platz7tgl. 6.15–19.30, Sa bis 17.30 Uhr

Internet

www.leipzig.de (offizielle Homepage der Stadt Leipzig)

www.lvz-online.de (Homepage der „Leipziger Volkszeitung“)

www.kreuzer-leipzig.de (Homepage des Stadtmagazins „Kreuzer“)

www.leipzig-plus.de (Veranstaltungen)

Internetcafés
Intertelcafé

Surfen & telefonieren. Tgl. 10–22 UhrBrühl64www.intertelcafe.dealle Straßenbahnenins ZentrumHauptbahnhof

Kartenvorverkauf

Leipzig Ticket ServiceLeipzig-InformationKatharinenstr.80341 7104260

TicketgalerieBarthels HofHainstr.10341 141414www.ticketgalerie.de

Leipziger VolkszeitungPeterssteinweg1401805 218150www.lvz-ticket.de

Leipzig Card

Freie Fahrt mit Bus und Bahn und Preisvorteile bis zu 50 Prozent in Museen, Theatern oder bei Stadtrundfahrten bietet die Leipzig Card. Es gibt sie als Tageskarte (8,90 Euro) oder 3-Tageskarte (18,50 Euro) in Hotels und beim Leipzig Tourist Service (Katharinenstraße8).

Öffentliche Verkehrsmittel

Die Leipziger Verkehrsbetriebe betreiben die Busse und Straßenbahnen. Einzelfahrten (für eine Stunde, mit Umsteigeberechtigung) gibt es für 2 Euro. Eine Tageskarte bringt Sie für 5 Euro durch die Stadt. Fahrpläne finden Sie im Internet unter www.lvb.de.

Nightliner

Ab Hauptbahnhof tgl. 1.11, 2.22, 3.33 Uhr | 10 Linien in alle RichtungenEinzelfahrschein 2 Euro

Parken in der City

– Tiefgarage Augustusplatz: 1250 Stellplätze, hell, übersichtlich, zwischen Oper und Gewandhaus. Vor Vorstellungsbeginn am Automaten im Foyer den Parkschein entwerten.

– Hauptbahnhof-Promenaden Parkhaus Ost und West: 1300 Plätze

– Tiefgaragen Löhrs Carré: (zwei Zufahrten) 596 Plätze, Löhrstraße

– Marktgalerie: 462 Plätze, über Thomasgasse

– Parkhaus Martin-Luther-Ring: 400 Plätze, über Otto-Schill-Straße

– Tiefgarage Burgplatz/Petersbogen: 554 Plätze, über Martin-Luther-Ring, Lotterstraße

– Die aktuelle Belegung der Parkhäuser in der Innenstadt können Sie auch per Smartphone abfragen: wap.parkinfo.com/?

Post
Hauptfiliale

Zentrale mit Postbank, Paketannahme und Briefmarkenautomat. Mo–Fr 9–20, Sa 9–15 Uhr

Spielplatz
Spielplatz im Clara-Zetkin-Park

Vom Rennbahnweg (zwischen Karl-Tauchnitz-Straße und Max-Reger-Allee) kommen Sie an diesen schönen Spielplatz im Park mit Klettergerüsten, einer Riesenrutsche und einem kleinen Kiosk.

Sport
Eislaufen

IceArenaDeutscher Platz40341 22224450www.eisarena-leipzig.deEintritt 4 EuroStraßenbahnen2, 15Altes MessegeländeBus70Altes Messegelände: Hier trainieren auch die professionellen Puckjäger der IceFighters Leipzig und die Kunsteisläufer. Deshalb variieren die Öffnungszeiten von Woche zu Woche. Eisdisko am Samstagabend.

Golf

Golf Club MarkkleebergMühlweg10341 3582686www.golfclub-markkleeberg.de: 9-Loch-Platz am Cospudener See.

Golfpark SeehausenBergweg100341 5217442www.golfpark-seehausen.de, 18-Loch-Platz nahe der Messe.

Schwimmen

Sachsen-ThermeSchongauer Straße19Paunsdorf0341 2599920ab 17 EuroMo, Mi–Fr 10–22, Di, Do 8.30–22.30, Sa/So 10–20 UhrStraßenbahnen7, 8, 18Sommerfeld: Drei Becken (Sport-, Kinder- und Außenbecken) und Whirlpools mit vielen Spaßelementen wie Wildwasserkreisel und Wasserorgel. Spa-Bereich auf 18 000 m2 mit Sauna, Fitnessgeräten, Massagen, Kaminraum.

SchreberbadSchreberstraße15Zugang über Käthe-Kollwitz-Str.0341 23493380Eintritt 3,50 EuroStraßenbahnen1, 2, 14Westplatz: Zentral gelegenes, nettes Familienbad mit 25-m-Becken, großer Rutsche und separatem Kinderbecken.

Stadtführungen & Exkursionen

Leipzig DetailsHaus der DemokratieBernhard-Göring-Str.1520341 3039112www.leipzigdetails.de: Stadtführungen zu Fuß, per Rad und zu Wasser.

Leipzig Erleben GmbHTourist-ServiceKatharinenstr.80341 7104231: Stadtrundfahrten, Spaziergänge, thematische Rundgänge, Radtouren.

Mai–RegiotourHafenstr.23am Cospudener See0341 8605901www.rundum-leipzig.de: veranstaltet „Südraumtouren“ vom Bergbau bis zur Seenplatte südlich von Leipzig.

Treffpunkt LeipzigGustav-Adolf-Str.170341 1497879www.treffpunkt-leipzig.com: thematische Rundgänge, auch Rundfahrten im Oldtimer.

Taxi

Die Älteste Leipziger Funktaxenzentrale (0341 4884) und das Löwen-Taxi (0341 982222) erteilen auch Auskünfte zu An- und Abflugzeiten der Airlines.

Telefon

Vorwahl für Leipzig innerhalb Deutschlands: 0341

Zeitungen

Einzige regionale Tageszeitung ist die „Leipziger Volkszeitung“ (www.lvz-online.de). Das Stadtmagazin „Kreuzer“ (www.kreuzer-leipzig.de) bietet monatlich einen Veranstaltungskalender und ein Verzeichnis der einschlägigen Adressen. Die kostenlosen Stadtmagazine „Blitz“ und „Fritz Leipzig“ liegen in Kneipen und an Veranstaltungsorten aus.

Was kostet wie viel?

Kaffee

1,50–3,50 Euro für eine Tasse im Café

Eis

1–2 Euro für zwei Kugeln Eis

Wein

4 Euro für ein Glas Wein

Bratwurst

2–2,50 Euro vom mobilen Stand

Kabarett

15–20 Euro für eine Karte

Museen

2–9 Euro für eine Eintrittskarte

Low Budg€t

Sehenswertes

Keinen Cent zahlen Sie an jedem ersten Mittwoch (17 Uhr) des Monats für den Blick in die Gefängniszellen oder die Schatzkammer des Alten Rathauses. Der Museumsdirektor persönlich führt Sie herum.

Musikgenuss: Fr um 18 und Sa um 15 Uhr erleben Sie den Thomanerchor zur Motette in der Thomaskirche. Kosten: 2 Euro für das Programmheft – wenn Sie eins haben wollen.

Essen & Trinken

Im Café MuleSpinnereistraße70341 3513775Mo–Fr 9–20, Sa 10–20, So 10–18 UhrStraßenbahn14S-Bhf PlagwitzBus60S-Bhf Plagwitz in der Baumwollspinnerei speisen hungrige Maler: bodenständige Gerichte für ein paar Euro, Kuchen für 1,90 Euro. Schöner Garten.

Sushi schnell und preiswert: Ein guter Tipp ist das TabetaiHauptbahnhof Promenaden0341 2246857tgl. 9.30–22 Uhralle Straßenbahnenzum Hauptbahnhof im Hauptbahnhof. Ab 21 Uhr alles zum halben Preis.

Einkaufen

Von der Teekanne bis zur Salatschüssel: Glas aus Jena kostet nicht viel und sieht schön aus. Jenaer Glas ShopHainstr.1Mo–Fr 10–18, Sa 10–17 UhrStraßenbahnen1, 4, 7, 9, 13, 14, 15Goerdelerring.

Kunsthandwerkliche Unikate für den Alltag: Frau FischerKarl-Liebknecht-Straße50Mo 12–16, Di–Fr 10–16 UhrStraßenbahnen10, 11Südplatz stellt in ihrem Atelier farbenfrohe Filzdesignstücke vom Portemonnaie bis zum Notizbucheinband her, und das zu Preisen von nur 5 bis 15 Euro.

Am Abend

Das Gewandhaus bietet Last-Minute-Preise für Studenten an, wenn die Vorstellungen nicht ausverkauft sind. Die Großen Konzerte am Donnerstag kosten dann 9 Euro, Kammermusiken des eigenen Orchesters 3–6 Euro. Der Last-Minute-Verkauf beginnt etwa eine Stunde vor Vorstellungbeginn. Trotzdem vorher anrufen, denn er ist abhängig vom Kartenkontingent, und Studentenausweis nicht vergessen.

Skurril und noch immer preiswert sind die Kiezkneipen rund ums Connewitzer Kreuz. Bei Frau KrauseSimildenstraße8 oder im GoldfischWolfgang-Heinze-Straße15 gibt es das große Bier vom Fass noch für zwei Euro.

Übernachten

Nur einen Steinwurf entfernt vom noblen Hotel Fürstenhof ist das Jugendhotel Sleepy LionJacobstraße10341 9939480www.hostel-leipzig.dealle Straßenbahnenins ZentrumGoerdelerring in ein frisch saniertes Gründerzeitgebäude gezogen. Im 8-Bett-Zimmer kostet die Nacht pro Person ab 14, im Einzelzimmer ab 34 Euro; 2,50 für Bettwäsche und 3,50 Euro für das Frühstück kommen noch dazu.

Sonnenaufgang am Cospudener See: Der Blick aus den Kleinapartments im Hafen Zöbigker ist traumhaft. Zwei Pers. ab 50 Euro. Hafenkontor CospudenHafenstraße23Markkleeberg0341 356510

Im Südstadtkiez beherbergt Familie Klose die Gäste ganz familiär. 2 Personen ab 2 Nächte 62 Euro inkl. Frühstück. Pension am SüdplatzKochstraße40341 3019606Straßenbahnen10, 11Südplatz

Events, Feste & mehr

Feiertage
1. Januar

Neujahr

März/April

Karfreitag, Ostermontag

1. Mai

Tag der Arbeit

Mai/Juni

Christi Himmelfahrt, Pfingstmontag

3. Oktober

Nationalfeiertag

31. Oktober

Reformationstag

November

Buß- und Bettag

25./26. Dezember

Weihnachten

Feste & Veranstaltungen
Januar

Die Galerien auf dem Spinnereigelände starten mit dem Kleinen Rundgang ins Jahr. Die Großen Rundgänge folgen im April/Mai und im September.

Februar

Die Werke der Meisterschüler vieler berühmter Künstler sind auf dem Rundgang der HGB zu sehen.

März

Zur Leipziger Buchmesse schlagen Autoren auf dem Messegelände und in der Stadt beim Festival „Leipzig liest“ neue Seiten auf.

April

Zu Ostern führen Thomanerchor und Gewandhausorchester die Matthäus- bzw. Johannespassion auf, und auf dem Marktplatz laden Schausteller und Krämer zur Ostermesse.

Mai/Juni

Zum Bachfest treffen sich Musikfreunde aus aller Welt. www.bachleipzig.de

Ein berühmter Sohn der Stadt feiert im Mai Geburtstag: Die Wagner-Festtage Leipzig dauern eine Woche und verbinden klassische Musik mit vielen unterhaltsamen Events. www.wagner-festtage.com

Wave-Gotik-Treffen zu Pfingsten. Das ist Leipzigs „fünfte Jahreszeit“; schwarz-romantisch gekleidete Menschen bevölkern die Straßen. www.wave-gotiktreffen.de

Zur Nachtschicht öffnen im Mai alle Leipziger Museen und zeigen auch besondere Exponate aus den Depots.

Längst eine feste Instanz im Jahreskalender: das A-Capella-Festival im Juni mit internationalem Wettbewerb.

Beim Seifenkistenrennen am Fockeberg starten tollkühne Menschen in verrückten Kisten. www.nato-leipzig.de

Juli/August

Ob Orgelsommer, Freilichtkino, Classic Open oder Sommertheater: An jeder Ecke der Innenstadt kann man es sich kulturell gut gehen lassen. Zur Balloon Fiesta Leipzig treffen sich Ballonfahrer aus ganz Europa. Höhepunkt ist das Ballonglühen, wenn die Ballons wie Laternen den Nachthimmel erleuchten.

Auf allen Leipziger Gewässern wird im August zum Wasserfest geplanscht.

September

Wieder steht Musik im Mittelpunkt: Während der Mendelssohn-Festtage und der Schumann-Festwoche werden die beiden großen Leipziger mit besonderen Konzertreihen geehrt.

Oktober

Zur Lachmesse tummelt sich regelmäßig alles, was in Deutschlands Kabarett- und Comedyszene Rang und Namen hat, in Leipzig.

Die besten Dokumentar- und Animationsfilme des Jahres präsentieren sich zur DOK Leipzig im Wettbewerb.

Am Völkerschlachtdenkmal lassen Traditionsvereine in historischen Uniformen die Völkerschlacht 1813 mit viel Aufwand wieder aufleben.

Grassimesse und Designers' Open haben sich zu einem großen Wochenende für Kunsthandwerk und Design zusammengetan.

November

Die euro-scene holt als Festival zeitgenössischen europäischen Theaters exzellente Aufführungen nach Leipzig.

Dezember

Auf Leipzigs stimmungsvollem Weihnachtsmarkt schallt Musik vom Alten Rathaus, in den Buden werden Schmuck und Leckereien aus der Region verkauft.

Gans ganz anders: großes Weihnachtsprogramm des Krystallpalast-Varietés im Spiegelzelt auf dem Burgplatz.

Im Trend

Neuverwertung
Backstein & hohe Decken

Die alten Industriegebäude haben ihren Charme. Das entdecken Künstler, aber auch Läden und Lokale. Beispielsweise in der Alten BaumwollspinnereiSpinnereistraße7. In dem Klinkerbau sind hoch angesehene Galerien wie Eigen + Artwww.eigen-art.com oder die Galerie Jochen Hempelwww.jochenhempel.com zu Hause. In den ehemaligen BuntgarnwerkenNonnenstraße17www.buntgarnwerke.de leben auch ganz normale Mieter. Sie teilen sich die coole Adresse mit Bars, Geschäften und Büros.

Hoch hinaus
Skating

Auch bei schlechtem Wetter haben Leipzigs Skater dank einer überdachten Skatehalle in Grünau gut lachen. Zu verdanken ist die Nutzung der alten Stadtwerkshalle auch Urban Soulswww.urban-souls.de. Wen es an die frische Luft zieht, der ist an der Halfpipe am Richard-Wagner-Platz oder an den Ramps des Jugendzentrums Conne IslandKoburger Straße3 richtig. Boards und Outfits gibt es bei Rise Above SkateboardsKochstraße121.

Kultur-Food
Schnell und schön

Vorbei die Zeiten, in denen in unansehnlichen Fast-Food-Tempeln ebenso Unansehnliches gegessen wurde. In Leipzig ist das schnelle Essen lecker und dazu auch noch schön. Zum Beispiel bei Holy SoupKarl-Liebknecht-Straße85www.holy-soup.de wo Suppe für die Seele serviert wird. Bei Schnitzel CultureGroße Fleischergasse21www.schnitzel-culture.de wird der panierte Leckerbissen in 200 Varianten perfektioniert, während die Bagel BrothersKarl-Liebknecht-Straße1 awww.bagelbrothers.com Geschmack rund um ein Loch im Brötchen zaubern.

Strandfeeling in der Stadt
Leipzig unter Palmen

Die Zehen in den Sand stecken, die Sonne scheint auf den Bauch, ein kühler Drink in der Hand. Dafür müssen die Leipziger nicht bis in die Südsee schweifen. Sie haben den Traumstrand direkt vor der Haustür. Im La Playa BeachclubAlte Messewww.beach-club-leipzig.de kann man Seele und Körper in der Hängematte baumeln lassen oder aber zu Salsa-Rhythmen tanzen. Wird es zu heiß, sorgt der Swimming Pool für Abkühlung. Was hier fehlt, ist höchstens noch das Meeresrauschen. Wer auch bei Schlechtwetter nicht auf den Strandausflug verzichten will, besucht die Coco BarDittrichring17www.coco-bar.de. Unter Palmen und mit Cocktails und südamerikanischen Speisen und Klängen wird die Auszeit in der Bar perfekt.

Sächseln erwünscht
Mundart ist in

Nicht jeder Sachse ist stolz auf seinen Dialekt, so mancher würde ihn gerne los werden. Ganz anders sieht das die Mundart Bühne Borna (MBB)Grassistraße27. Das Amateur-Schauspielensemble setzt sich für den Erhalt des Dialekts ein und bringt sächsische Komödien auf die Bühne. Für Besucher bietet sich zum Einstieg ein Kurs an. Unter dem Motto „Abenteuer FernOst“ hat die Uni Leipzig „Sächsisch für Anfänger“ im Programm. Die Seminare von Annekatrin Michler erfreuen sich großer Beliebtheit www.uni-leipzig.de. Wer über die nötigen Sprachkenntnisse verfügt, kann sich auf die Stadt konzentrieren. Mundart-Touren bringen Besuchern die Sachsen-Stadt nahe www.leipzig-erleben.com/rundgaenge/mundart-kostuemtouren.

Bloss nicht

Am 1. Mai ans Connewitzer Kreuz

Es sei denn, Sie finden Gefallen an brennenden Mülltonnen, fliegenden Bierflaschen und vermummten Polizisten. Am 1. Mai zeigt die eigentlich ganz zahme Antifa-Szene rund ums Kreuz, was in ihr steckt, und macht Randale. Richtig angeheizt wird die Stimmung, wenn Neonazis die Gunst der Stunde nutzen, und für eben diesen Tag Demonstrationen durch die Stadt anmelden. Wer an den zahlreich angereisten Einsatzwagen der Polizei Kennzeichen-Raten machen will, hat seinen Spaß, ansonsten lieber fernhalten!

Falsch Parken

In der Innenstadt darf nur auf den ausgewiesenen Flächen geparkt werden. Diese Finesse kam schon viele Autofahrer teuer zu stehen, denn Straßen ohne weiße Kennzeichnung und Schilder zählen nicht dazu. Die Leipziger Politessen sind auf Zack und 15 Euro Bußgeld schnell auferlegt. Besser ist es, das Auto in Leipzigs zahlreichen innenstadtnahen Parkhäusern abzustellen. Oder mit der Straßenbahn zu fahren, denn die Innenstadt lässt sich zu Fuß gut erkunden.

Unter Zeitdruck ins Café

Vor dem Theater noch schnell ins Café, und gern auch eine Kleinigkeit essen … Das endet in vielen Fällen mit Magendrücken! Denn so wunderbar man in Leipzig ausgehen kann, mit der Bedienung geht es oft sächsisch gemütlich voran. Besonders, wenn plötzlich das schöne Wetter alle nach draußen lockt, können sich viele Lokale nicht so schnell auf den Ansturm einstellen. Wenn das Essen dann kommt, ist man meist reichlich entschädigt. Aber lieber Zeit mitbringen, als mit Bauchweh gehen.

Sächseln wollen

Bitte nicht. Versuchen Sie es gar nicht erst. Es geht wirklich nicht. Und außerdem machen Sie sich entweder lächerlich oder unbeliebt. Sächseln ist nun mal nicht erlernbar, und selbst Wahl-Sachsen stellen nach jahrzehntelangem Aufenthalt vor Ort fest: „Sächsisch muss man mit der Muttermilch eingesogen haben.“ Quälen Sie Ihre Zunge und die Ohren Ihrer Zuhörer nicht unnötig: Keiner ironisiert die Mundart so wunderbar, wie die Leipziger selbst in ihren Kabaretts.

Mit High Heels auf die Piste

Roter Lippenstift, sexy Outfit und Pumps: Das ist fürs Nachtleben in Leipzig wie anderswo eigentlich Pflicht. Aber Vorsicht – das Straßenpflaster ist auf Pfennigabsätzen nicht gerade eine Freude. Zu DDR-Zeiten wurden große Platten verlegt, und die nicht immer ganz eben. Auch das alte Kopfsteinpflaster in vielen Gassen meint es nicht gut mit hohen Absätzen. Da gerät frau ganz schnell ins Straucheln und der coole Look ist dahin. Lieber flache Schuhe für den Weg, und die Manolos für die Tanzfläche ins Gepäck!

Stichworte

Bach und die Thomaner

In Leipzig gibt es zwei Ikonen: den Thomanerchor und seinen berühmten Kantor Johann Sebastian Bach. Die Sängerknaben und der Maestro gehören zur Musikstadt wie der Notenschlüssel zur Partitur. Angefangen hat das Ganze im Augustiner Chorherrenstift des Markgrafen Dietrich von Meißen, 1212 im Thomaskloster gegründet. Als 500 Jahre später ein neuer Kantor gesucht wurde, war der Capellmeister Bach nur zweite Wahl. Doch Telemann, der Wunschkandidat, blieb lieber in Hamburg, und so kam Bach 1723 nach Leipzig. So innig wie man heute meinen könnte, war das Verhältnis zwischen Stadt und Thomaskantor jedoch nie. Häufig gab es Streit: um Disziplin, um Geld. Als Bach 1750 starb, wurde er an der Südmauer der Johanniskirche beigesetzt. Nach 1894 wurden seine sterblichen Überreste in einen Sarkophag in der Kirche umgebettet und 1949 in die Thomaskirche überführt. Leipzig zelebriert die musikalische Tradition im Juni mit dem Bachfest. Hinreißend sind die Thomaner-Aufführungen von Bachs Weihnachtsoratorium und das Weihnachtsliedersingen in der Thomaskirche. Gegen einen geringen Obolus kann man den Motetten und Kantaten in der Thomaskirche lauschen (Fr 18, Sa 15 Uhr | nicht in den Ferien und bei Konzertreisen).

BMW und Porsche

Autos made in Saxony – das hat Tradition, seit August Horch 1904 seine Motorenwerke in Zwickau gründete. Später wurde dort der DDR-Trabi gefertigt. In Leipzigs Norden haben sich nun Porsche und BMW niedergelassen. Das hat Tausende Arbeitsplätze geschaffen und den Ruf Leipzigs als Autostadt begründet. Im Porsche-Werk wird u. a. der Geländewagen Cayenne produziert. Besichtigung, Erlebnisprogramm, Pole Position Brunch: www.porsche-leipzig.de. BMW lässt in dem futuristischen Werk der Architektin Zaha Hadid die 1er- und 3er-Reihe und seit kurzem auch Elektroautos bauen. Werksführungen: www.bmw-werk-leipzig.de

Buch- und Literaturstadt

Die Buchstadt Leipzig blickt auf eine stattliche Tradition zurück. Schon im 16. Jh. bescherte der Reformator Martin Luther den Leipziger Druckern mit seinen Schriften einen regelrechten Boom. Auch die erste Tageszeitung der Welt soll 1650 hier erschienen sein. Ab 1825 residierte in Leipzig der Börsenverein der Buchhändler. Die Verlage Brockhaus, Reclam, Baedeker, Insel und Seemann schrieben mit ihren Editionen und Lexika Buchgeschichte und machten die Stadt reich. Im Zweiten Weltkrieg fiel das Grafische Viertel mit unzähligen Verlagen und Druckereien 1943 einer einzigen Bombennacht in Schutt und Asche. Die Verlage zogen fort, nach der Wende mussten auch die DDR-Gründungen aufgeben. Geblieben sind wunderbare Ausstellungen in der Deutschen Nationalbibliothek und im Museum für Druckkunst. Gelesen wird in Leipzig immer noch – Tausende pilgern alljährlich zu „Leipzig liest“, dem Lesefest der Leipziger Buchmesse, und in das Haus des Buches.

Bunte Off-Kultur

Was geht vor in den Köpfen der Leute, die sich ein Badewannenrennen auf dem See der Tränen vor dem Völkerschlachtdenkmal einfallen lassen? Oder ein Seifenkistenrennen vom „Gipfelplateau“ des Fockeberges? Oder ein Neujahrssingen aller Leipziger Wirte? Die erst ein „besser leben“ und dann ein „noch besser leben“ gründen. Die in Eigenregie das 100-jährige Filmtheater UT Connewitz betreiben. Oder von Künstlern entworfene Aktien verkaufen, um damit das kostbare Jugendstiltheater Schaubühne Lindenfels vor dem Verfall zu retten. Manche von ihnen sprechen selber von „Realitätsverlust“. Die Leipziger danken ihnen diese kreative Energie längst. Denn diese grenzen- und schrankenlosen Kulturmacher, Phantasten, selbst ernannten Zimmerleute, Anstreicher und Bartender haben eine Szene geschaffen, die in Deutschland wohl einzigartig ist. Sie bieten Abend für Abend ein Kulturprogramm an besonderen Orten, das sich in keine Schublade quetschen lässt, nie banal, aber fast immer von hintergründigem Witz geprägt ist. Die manchmal versteckten Zugänge zu diesen Kulturtempeln der anderen Art erfordern ein wenig Spürsinn, ein wenig Abenteuerlust. Dann aber ist „noch besser leben“ garantiert!

Kreativer Süden

Der Leipziger Süden wurde nach der Wende nur langsam saniert. Noch heute gleicht die Karl-Liebknecht-Straße, von den Leipzigern liebevoll „Karli“ genannt, einer Schlaglochpiste. In die Höfe der Häuserkarrées zogen Ateliers, Fotostudios und Yogazentren, dazwischen entstanden ökologische Stadtgärten, Spielboote und Klettergerüste. Entlang der Karli und rund um den Südplatz öffnete eine Kneipe nach der anderen. Südvorstadt und Connewitz, das sind heute die kinderreichsten Viertel in Leipzig. Ihre Zukunft ist gesichert, nicht nur wegen der vielen jungen Familien, sondern auch wegen MDR, Biocity und Gewandhaus, in deren Dunstkreis Filmsets erdacht, Dissertationen geschrieben, Konzerte eingeübt werden. Hier ist die Hochburg der Kreativen, die mit ihren Dienstleistungen kurz nach den KFZ-Mechanikern für die meisten Firmengründungen der Stadt sorgen. Nur in Ausnahmefällen wird einer von ihnen reich, der Rest lebt glücklich in Connewitz.

Messe

Im Norden der Stadt entstand in den 1990er-Jahren eines der modernsten Messegelände des Kontinents. Charakteristisch ist die halbrunde Tunnelröhre aus Glas und Stahl. Volkwin Margs Konstruktion ist gigantisch und filigran zugleich. In nur drei Jahren wurde die Neue Messe aus dem Boden gestampft. Rund 40 Messen locken jährlich mehr als 1,6 Mio. Besucher. Höhepunkte sind die Automobil International, die Leipziger Buchmesse und die Partner Pferd mit prominent besetzten Turnieren und viel Showprogramm.

Montagsdemos

Das berühmte Schild „Offen für alle“ steht heute noch vor der Nikolaikirche. Dort begannen in den 1980er-Jahren die Montagsdemos mit dem Friedensgebet um 17 Uhr. Eine kleine Gruppe von meist kirchlich geprägten Oppositionellen stieß einen Stein an, der die DDR ins Wanken brachte. Im Herbst 1989 schwoll der Strom der Demonstranten bis auf 100 000 Menschen an, die friedlich um den Innenstadtring zogen. Leipzig schmückt sich seither mit dem Titel „Stadt der Helden“.

Neue Leipziger Schule

Neo Rauch ist der künstlerische Mittelpunkt, Gerd Harry Lybke die schillerndste Galeristenfigur dieser Kunstrichtung. In den 1990er-Jahren erlebte die gegenständliche Malerei in Leipzig eine Renaissance. Arno Rink und Sieghard Gille gaben an der Hochschule für Grafik und Buchkunst die Einflüsse der DDR-Maler Bernhard Heisig, Wolfgang Mattheuer und Werner Tübke weiter. Junge Maler wie Neo Rauch oder Matthias Weischer, Tilo Baumgärtel u. a. entwickelten ihre eigene Farb- und Formensprache: die „Neue Leipziger Schule“ war geboren. Und die gegenständliche Leere verkauft sich bestens: Rauchs Werke erzielen mittlerweile Preise von bis zu 500 000 Dollar. Seine gigantisch großen Bilder haben es inzwischen sogar bis ins Museum of Modern Art in New York geschafft. Die große Vielfalt der Szene erlebt man am besten bei einem Besuch der Ateliers und Galerien in der alten Baumwollspinnerei in Plagwitz.

Stadt am Wasser

Die schicksten Lofts werden derzeit in Plagwitz am Wasser gebaut, eigener Anlegeplatz und Sonnenterrasse inklusive. Ein paar Paddelschläge entfernt residiert der Lieblingsitaliener oder -grieche, natürlich ebenfalls mit Steg und Terrasse. Oder nochmal schnell ins Büro? Auch zur Bank in der Innenstadt paddelt man entspannt – der Ausstieg ist direkt am Gebäude. Was heute Realität ist, war noch vor ein paar Jahrzehnten undenkbar. Leipzig eine Wasserstadt? Ein paar dünne Flüsschen ziehen durch seine Mitte, einige Kanäle versorgten früher Kürschner mit Wasser, dann wurden sie verschüttet. Im Süden, wo seit einigen Jahren eine riesige Seenplatte entsteht, weidete früher Vieh, dann wurde jahrzehntelang Braunkohle abgebaut.

Doch schon 1860 hatte der Kaufmann Karl Heine die Idee, Plagwitz mit seinen Buntgarnwerken, Fabriken und Gießereien durch einem Kanal zu erschließen und in ferner Zukunft bis an die Nordsee anzubinden. Von 1992 bis 1996 wurde der Karl-Heine-Kanal saniert und damit der Startschuss für einen einzigartigen Gewässerverbund gegeben. Neben den vorhandenen Flüssen und Kanälen werden auch die alten, verschütteten Wasseradern wieder freigelegt und an die Seen im Süden angeschlossen.

Im Sommer 2011 wurden die ersten Touren eröffnet. Vom neuen Stadthafen zwischen Käthe-Kollwitz- und Friedrich-Ebert-Straße ist nun der Weg über eine Schleuse an den Cospudener See frei. Der Stadtkurs Leipzig (siehe Stadtspaziergänge) wurde erweitert. Künftig werden Wasserwanderungen sogar bis an den Zwenkauer See weit im Süden Leipzigs möglich sein. Vom Stadthafen Leipzig aus startet RANAboot0177 6112587www.ranaboot.dez. B. Stadtkurs ca. 1 Std. 12 Euro derzeit im Sommer zu drei verschiedenen geführten Bootstouren. Bei sehr niedrigen Wasserständen oder während besonderer Naturschutzmaßnahmen werden die Routen abschnittsweise nicht befahren. Geübte Wasserwanderer können die Kurse auch auf eigene Faust mit dem Kanu befahren: Kanuverleihs am Rennbahnsteg0178 6850101 oder Boot-Shop Herold0341 4011059auch Fahrgastschifffahrt. Vorsicht allerdings am Palmengartenwehr! Einen guten Überblick über den aktuellen Stand der Wasserwege und Bootsanbieter gibt www.gewaesserverbund.de.

Universität

Die Universität Leipzig, 1409 gegründet, ist nach Heidelberg die zweitälteste Universität in Deutschland. Köln (1386) und Erfurt (1379) waren zwar noch früher dran; diese Universitäten mussten allerdings zwischendurch schließen. Im 16. Jh. spielte die Universität in den Disputen um die Reformation eine große Rolle. Als ihre beste Zeit kann man die Jahrhundertwende um 1900 bezeichnen. Mit fast 12 000 Studenten war sie 1908 nach Berlin und München die drittgrößte Universität Deutschlands. Die Nobelpreisträger Werner Heisenberg, Ernst Bloch, Wilhelm Ostwald, Theodor Mommsen lernten oder lehrten in Leipzig. Im Dritten Reich jedoch war die Uni besonders betroffen von den Repressionen der Nazis und verlor fast alle namhaften Lehrer.

Seit der Wende sucht die ehrwürdige Alma Mater ihren Platz in der modernen Wissens- und Forschungslandschaft Deutschlands. Sie kämpft gegen die Konkurrenz der Landeshauptstadt Dresden um Studenten, Geld und Exzellenz. Dabei kann sie inzwischen mit modernen Lehr- und Verwaltungsgebäuden punkten und hat mit der Deutschen Nationalbibliothek und der Bibliotheca Albertina zwei hervorragend ausgestattete und wohl unübertroffen prächtige Lesesäle zur Verfügung.

Bücher & Filme

Nikolaikirche

Erich Loests Roman über die friedliche Revolution im Herbst 1989 ist mittlerweile ein Standardwerk. Die Anfänge der Montagsdemos und den Kampf gegen Spitzel und Staatsapparat verfolgt Loest zurück bis ins Jahr 1968, als die SED-Stadtleitung die Paulinerkirche sprengen ließ

Als wir träumten

Um die Verlierer der deutschen Wende geht es in diesem packenden Roman von Clemens Meyer: Vier Jugendliche im Leipziger Osten führen ein Leben im Dunstkreis von Alkohol, Straßenkämpfen und Kleinkriminalität

Das Fliegende Klassenzimmer

Ein echter Filmspaß für Jung und Alt ist diese Verfilmung des Erich-Kästner-Klassikers aus dem Jahr 2002. Der Streifen von Tomy Wigand spielt im Internat der Thomaner und ist hochkarätig besetzt: u. a. mit Ulrich Noethen und Sebastian Koch

Tatort/SOKO Leipzig/In aller Freundschaft

Wenn nachts Scheinwerfer den Park erleuchten, sind wahrscheinlich gerade mal wieder die Kommissare vom Tatort oder der SOKO Leipzig im Einsatz. In die beste Sendezeit der ARD rückte die in Leipzig produzierte Arztserie „In aller Freundschaft“ auf

Fakten

Einwohner
601.668
Fläche
297 km²
Strom
230 V, 50 Hz
Reisepass / Visum
nicht notwendig
Ortszeit
13:04 Uhr
Zeitverschiebung
keine
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