Islamische Republik Iran

Islamische Republik Iran Essen & Trinken

Ambiente:
Mehr
Weniger
Küchenstil:
Mehr
Weniger
Zielgruppe:
Mehr
Weniger
Filter zurücksetzen
weniger Filtermehr Filter
Student meets Hipster meets Bohemien. Und alle zusammen genießen den schnörkellos-modernen Schick und die aufgeräumte Stimmung. Kreative Smoothies, Shakes, Salate, Pasta, tolles Frühstück und,…
Die Nummer-eins-Adresse im Armenierviertel für den Hunger zwischendurch: Am Verkaufstresen geht’s oft hektisch zu. Und verzehren kann man die brötchenartigen Rundlaibchen nur draußen im Stehen.…
Rein optisch macht das Restaurant auf nostalgisch – die Speisekarten verblichen und mit Absicht zerfleddert, an den Wänden Schwarzweißfotos, die Vitrinen voll Nippes. Passt. Schließlich ist es…
Eine alte Regel: Wo einheimische Mittelstandsfamilien um die Wette schlemmen, da lass dich nieder. Der Rahmen ist fast bürgerlich proper, das Essen herzhaft und trotzdem raffiniert.
Hinter der schnöden Hausfassade verbirgt sich ein gemütliches Esslokal. Seite an Seite mit Einheimischen lauscht man dem Livesänger und schlemmt sich durch die Kebabs und Koresht.
Schwer zu sagen, ob hier Ambiente oder kulinarische Ambition mehr Applaus verdienen. Was man im denkmalgeschützten Herrschaftshaus im eleganten Speisesalon oder draußen im Hof auf Holzbetten…
„Kein WiFi, sprecht miteinander, stellt euch vor, es ist 1995.“ So ein sympathischer Spruch auf der Kreidetafel lockt doch, die steile Treppe zum Dach hochzusteigen. Noch verlockender ist die…
Spannende Konzeptgastronomie in fast avantgardistischem Ambiente: fünf Restaurants auf fünf Etagen, vom Fastfoodbis zum Familien- und Szenerestaurant, vom Sandwich bis zum Büfett.
Manchmal sind Klischees doch am schönsten. Dieses Kellerlokal erfüllt sie alle: verflieste schöne Gewölbe mit historischen Bildern an den Wänden, Lautenmusik aus dem Lautsprecher, an der Theke…
In einem Serailhof im Nordosten des Imam-Platzes versteckt, wirkt dieses rauchige, mit Krimskrams vollgeräumte Chaikhaneh wie eine Ganovenkneipe. Doch es ist eine harmlose Höhle. Im Vorderteil…
Auf Sightseeingtour am Großen Platz und plötzlich knurrt der Magen? Bitte schön: die ideale Kalorientankstelle. Herzhafte Kebabs, Koresht und Hühnchen mit Reis zu Spottpreisen. Kein Wunder, dass…
Kein Geheimtipp mehr. Aber unter den verfliesten Ziegelgewölben dieses 200 Jahre alten früheren Hammam muss man einfach einen Tee geschlürft oder ein Khoresht Boz Ghormeh, einen Eintopf aus…
Ein Familienbetrieb, sorgsam und herzlich geführt. Eine Gefahr aber lauert: Gheymeh Nesar, die örtliche Spezialität aus Rindfleisch, Mandeln und Berberitzen – Sie werden nicht aufhören können,…
Selbstverständlich kann man im Rolls- Royce unter den Isfahaner Hotels pompös tafeln. Auch gibt es, erschwinglicher, ein gutes Büfettrestaurant und einen Coffeeshop. Ein Tipp, um mit Stil, aber…
Satt essen werden Sie sich auf jeden Fall bei dem, was das wirklich tolle Büfett bietet. Nur satt sehen werden Sie sich nicht: Das 360°-Stadtpanorama vom Drehrestaurant im 13. Stock des…
Das Staunen während des Anmarschs durch die schmale Basargasse steigert sich noch, sobald man den pompösen Innenhof betritt. Wandmalereien, Stuck, fein geschnitzte Fenster – das (Büfett-) Essen…
Im obersten Stock des Orient Hotel schmilzt das Herz selbst des nüchternsten Zeitgenossen. Denn zum vorzüglichen Kamelkebab und zu leckeren Suppen serviert man einen unvergesslichen Blick: auf…
Eine herausragende Adresse in zweierlei Hinsicht: buchstäblich – es handelt sich in Airport-Nähe um ein Panorama-Drehrestaurant, und kulinarisch – wo sonst in Ahvaz bekommen Gourmets etwa neben…

Essen & Trinken

Die persische Küche zählt unter Feinschmeckern zu den besten der Welt, reich an unterschiedlichsten Zutaten und Rezepten. Sie ist das Ergebnis vieler Einflüsse, aus dem Kaukasus, Russland, Europa, Indien, dem Nahen Osten, aber geprägt auch von der klimatischen und kulturellen Vielfalt im Land selbst. Geschmacklich können Sie auf eine faszinierende Entdeckungsreise gehen, vom Kamelkebab mit Datteln in der Wüstenoase über den Fisch aus dem Golf bis zur berühmten Gemüseküche, deren Zutaten von den Feldern der fruchtbaren Provinzen am Kaspischen Meer stammen. Die Gerichte sind meistens gut gewürzt, aber nicht scharf. Und sie sind, weil oft auf frischen Gemüsen und Kräutern basierend und von Salaten begleitet, unterm Strich überdurchschnittlich gesund. Auch Vegetarier können sich ganz gut verköstigen, obwohl Iraner insgesamt eindeutig Fleischgerichte bevorzugen. Die Hygienestandards sind hoch – in Vorderasien alles andere als eine Selbstverständlichkeit. Die Kühlkette funktioniert. Was auf dem Teller landet, ist gewaschen. Montezuma übt nur sehr, sehr selten Rache.

Schön ist auch, dass man in vielen Lokalen nach wie vor wählen kann, ob man sein Essen wie Westler an Tischen oder nach alter Landessitte im Schneidersitz auf Takhts, flachen, mit Teppichen und Rückenpolstern ausgekleideten Holzpodesten, einnehmen will. Und: Hierzulande isst man mit Muße. Mahlzeiten, von denen die am Mittag die wichtigste ist, sind traditionell Anlässe für Geselligkeit und dauern. Slow Food in Reinkultur. Dass in den Städten trotzdem auch eine Liebe zu Fastfood, Burger, Sandwich und Pizza grassiert, das steht auf einem anderen Blatt.

Eine nicht so gute Nachricht lautet: Als Einzelreisender, der auf die Geldbörse schaut und oft abseits der Großstädte unterwegs ist, aber auch in der Gruppe, wenn man hauptsächlich in Hotelrestaurants isst, wird man oft mit einem arg beschränkten Repertoire an Gerichten abgespeist. Ja, mal findet sich auf der Menükarte einer der typischen, köstlichen Eintöpfe (Khoresht), mal eine Lammkeule (Mahiche), ein Fisch (Mahi) und die eine oder andere regionale Spezialität. Auch Vorspeisen- und Salatbüfetts sind verbreitet. Und in den traditionellen Teehäusern (Chaikhaneh) sowie einfachen Kneipen, wo Arbeiter und Basarhändler, ausschließlich Männer übrigens, werktags Kalorien tanken, bekommt man meist Abgusht, Dizi oder Ash, die berühmte Suppe. Aber oft sind Spieße mit Rind-, Hammel- oder Hühnerfleisch – kein Schwein in der Islamischen Republik – die einzige Option. Nicht, dass solche Kebabs nicht zu empfehlen wären. Im Gegenteil: Mager, über Holzkohlenfeuer gegrillt und mit Sumach lecker gewürzt, kombiniert mit den Bergen von gebuttertem Reis, den Grilltomaten, der rohen Zwiebel und dem Joghurt, den man dazu serviert, haben sie mit dem Döner, den man in Europa im Stehen verschlingt, nur den Namen gemeinsam. Doch nach ein, zwei Wochen Chelo kebab, so heißt dieses Nationalgericht, sehnt man sich nach Abwechslung. Vor allem da die Frühstücksbüfetts im gastronomischen Alltag ziemlich mager ausfallen – in der Regel sind sie bloß mit Weißbrot, etwas Schafskäse, Marmelade, ein paar Eiern, Gurkenscheibchen und Instantkaffee bestückt – und sich das Dessert, wenn es denn überhaupt eines gibt, meist auf ein Stück Wassermelone oder eine Portion grellbunten Wackelpudding beschränkt. Um Vielfalt und Raffinement der persischen Cuisine wirklich zu erschmecken, muss man ausgewählte, teurere Lokale aufsuchen. Oder das Privileg genießen, bei einer Familie daheim zu essen. Wenn es sich um einen traditionellen Haushalt handelt, sitzt man dort auf dem Boden um das Sofreh, das über den Teppich gebreitete Tischtuch. Die Schuhe hat man gleich am Wohnungseingang abgestreift und dort auch schon das obligate Geschenk für die Gastgeberin überreicht, am besten Blumen. Und während die nach stundenlanger Kocharbeit in der Küche, bis heute ihre Domäne, letzte Vorbereitungen trifft, reicht der Hausherr, um das Warten zu verkürzen, Schalen mit Obst, Nüssen und Süßigkeiten. Schließlich wird das Essen aufgetragen, und zwar alles gleichzeitig: ein Potpourri kalter und warmer Vorspeisen, von Hummus und diversen Dolmeh bis zu Kräuteromeletts (Kuku- ye Sabzi) und Bohneneintopf (Lubia); dazu Mixed Pickles (Torshi) und ein Bündel frischer Kräuter (Sabzi Khordan), die man – bitte immer mit der reinen, rechten, nie mit der linken „Toiletten“-Hand nehmen! – als Fingerfood mit Fladenbrot und Ziegenkäse isst. Die Hauptgerichte, oft sind es mehrere, kommen meist mit Reis, im Idealfall dem inländischen langkörnigen (Berendj) aus der Provinz Gilan, der mit Safran, Berberitze oder Orangenschalen verfeinert wurde. Nebenbei: Sie sollten immer einen kleinen Rest auf dem Teller zurücklassen. Andernfalls fühlt sich der Gastgeber zu einem Nachschlag verpflichtet. Und: Nicht wundern, wenn Sie kein Messer vorfinden. Iraner essen sogar Fleisch mit Gabel und Löffel, Reis übrigens immer mit Letzterem.

Und zu trinken? Da Alkohol zumindest offiziell strikt tabu ist, gibt es neben Mineralwasser meistens alkoholfreies Bier und Softdrinks. Ein Klassiker ist Dough, eine Mischung aus Joghurt, Molke und Wasser, die man auf viele Arten würzt, etwa mit Minze oder Pfeffer. Zum Abschluss serviert man Irans Nationalgetränk schwarzen Tee, zuckersüß, im Samowar zubereitet und im Idealfall zusammen mit einer Wasserpfeife (Kalian).

Special Spezialitäten

Abgusht

früher ein Arme-Leute-Suppeneintopf aus Schaf- oder Kalbfleisch, Hülsenfrüchten, Tomaten und Kartoffeln

Ash

nahrhafte, regional sehr unterschiedlich zubereitete Suppe, gängige Varianten: Ash-e reshteh, aus Nudeln, Hülsenfrüchten, Kräutern und Molke, und Ash-e mast, mit Linsen, Zwiebeln und Joghurt

Dizi

im traditionellen Tontopf zubereitete Version von Abgusht; Fleisch und Beilagen werden mit einem Stößel zu dickem Brei zerstampft und mit Brot gegessen; die restliche, rote Suppenbrühe isst man separat

Ghorm-e Sabzi

„Grüner Eintopf“ aus Bohnen, (Lamm-)Fleisch und diversen Kräutern

Kaleh pacheh

nichts für empfindliche Mägen, aber viele Iraner essen das zum Frühstück: Eintopf aus Hammelköpfen und -füßen

Kebab

Grillfleisch am Spieß, meist mariniert, am beliebtesten in den Versionen Kubideh, aus Hackfleisch vom Hammel, Djudjeh, vom Hühnchen, und Bakthiyari, eine Kombi aus Lamm und Huhn

Khoresht-e Fesendjan

Eintopf aus Hühnerfleisch, dazu Granatapfelsauce mit gemahlenen Walnüssen

Köfte Tabrizi

oft kolossale Knödel aus Reis, Hackfleisch, Spalterbsen, mit süßem Kern

Mirza Ghasemi

Lieblingsgericht nicht nur aller Vegetarier: Auberginenpüree, vermengt mit Tomaten, Knoblauch und Eiern, mit Reis oder Brot serviert

Shirin Polo

süßes Reisgericht aus Hühner- oder Lammfleisch mit Berberitzen, Safran und gemahlenen Pistazien

Tadigh

Reisgericht auf Basis der beim Kochen auf dem Topfboden gebildeten, goldgelben Kruste; wird gerne mit dünn geschichteten Kartoffelscheiben serviert

Tahchin Morgh

Reiskuchen mit Hühnerfleisch, Joghurt und Zwiebeln

Zeytun Parvardeh

pikantes Appetithäppchen vom Feinsten: marinierte Oliven in Granatapfelsauce mit Nüssen