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Wissenswertes über USA
Erhalte wichtige Tipps zu Anreise, Fortbewegung, Klima, Zoll, Sicherheit, WLAN und mehr für deine Reise nach USA. So bist du bestens vorbereitet!Bloss nicht
Fettnäpfchen und Reinfälle vermeidenWas kostet wieviel?
| Was? | Wieviel €? |
|---|---|
| Benzin | 3,50-4,50 Euro für 1 gallon unleaded regular (bleifrei) |
| Bier | 4,50-9 Euro für ein Glas in der Bar |
| Hamburger | 4-9 Euro im Fast-Food-Lokal |
| Radmiete | 30-50 Euro für ein Mountainbike pro Tag |
| Jeans | 36-60 Euro für eine Levi's |
| Eintritt | 90-140 Euro für einen Tag in Vergnügungsparks |
Feiertage
Staatliche Feiertage fallen in den USA meist auf einen Montag – so wird ein langes Wochende daraus. Zwei dieser holiday weekends, der Memorial Day und der Labor Day, markieren Anfang und Ende der Sommer-Reisezeit.1. Januar
- New Year’s Day (Neujahr)
3. Montag im Januar
- Martin Luther King Jr. Day
3. Montag im Februar
- Presidents' Day
Letzter Montag im Mai
- Memorial Day (Heldengedenktag)
4. Juli
- Independence Day (Nationalfeiertag)
1. Montag im September
- Labor Day (Tag der Arbeit)
2. Montag im Oktober
- Columbus Day (Native American Day)
11. November
- Veterans Day
4. Donnerstag im November
- Thanksgiving Day
25. Dezember
- X-Mas/Christmas Day
Veranstaltungen
Februar
Chinese New Year: Drachenparaden in den Chinatowns von San Francisco, New York und Los Angeles
Mardi Gras: Karneval mit Kostümparaden und Straßenpartys in New Orleans. mardigrasneworleans.com
Daytona 500: das Stockcar-Rennen. daytonainternationalspeedway.com
Mai
Kingman Fun Run: Oldtimer auf der Route 66 in Arizona. historic66az.com
Juni
Chicago Blues Festival: choosechicago.com/events
Red Earth Festival: indianische Tänze in Oklahoma City. redearth.org
Pride Week: Paraden in herrlich schrillen Kostümen in New York und San Francisco
Juli
Cheyenne Frontier Days: das älteste Rodeo Amerikas (cfdrodeo.com)
August
Maine Lobster Festival: Hummer satt in Rockland. mainelobsterfestival.com
Sturgis Rally: der Himmel für Harley- Fans. sturgismotorcyclerally.com
Indian Market: Indianerkunst in Santa Fe. swaia.org
September
Mountain Man Rendezvous: Reise in die Trapperzeit in Fort Bridger. fortbridgerrendezvous.net
World Chicken Festival in London, Heimatort von Kentucky Fried Chicken
Oktober
State Fair of Texas: Countrybands und mehr in Dallas. bigtex.com
Halloween: Kostümpartys und -paraden in New York, Hollywood, Key West
Dezember
Christmas Parades: Besonders schön in Santa Fe, New York, den Dörfern in Vermont und Colorado, den Häfen von New England und Florida
Vorbereitung
Auskunft
Das Fremdenverkehrsbüro der USA gibt auf seiner Website visittheusa.de viele Reisetipps. Auf der Website vusa. travel findest du eine Liste der in Deutschland vertretenen US-Staaten und -Großstädte, die auf Anfrage Infomaterial versenden.
Vor Ort helfen die staatlichen Tourism Offices, die Visitor Centers der größeren Städte und – in den kleinen Orten – die Chambers of Commerce weiter. Meist gibt es an den Flughäfen und an den Staatsgrenzen entlang der Autobahnen gut ausgestattete Welcome Centers, die bei der Routenplanung und der Wahl der Unterkunft helfen.
Strom
Adapter Typ A, Adapter Typ B
Netzspannung: 110 Volt/60 Hertz. Laptop und Handy funktionieren meist auch mit dieser Spannung.
Ankommen
Anreise
Die großen Airlines fliegen in Amerika vor allem die wichtigen Knotenpunkte an wie etwa New York, Atlanta, Chicago, San Francisco und Los Angeles. Dort muss man dann umsteigen, um weiter zu anderen Städten im Land zu fliegen. Die Flugzeit in den Osten der USA beträgt ca. 7–10 Stunden, in den Westen sind es 10–11 Stunden. Preise: je nach Saison und Ziel 600– 2000 Euro in der günstigsten Klasse. Erkundige dich im Reisebüro nach Sondertarifen.
Vor der Landung muss, soweit noch nicht elektronisch, im Flugzeug ein Formular für den Zoll (customs) und auch eines für die Einreise (immigration) ausgefüllt werden. Wichtig: Alle Einreiseformalitäten werden bereits am ersten Flughafen in den USA erledigt. Auch das Gepäck holt man dort an der Baggage Claim Area ab, bringt es durch den Zoll und gibt es dann am Connecting Baggage Counter für den Weiterflug ab.
Nahe der Gepäckausgabe findet man an allen Flughäfen die ground transportation: Die Schalter der Mietwagenfirmen, Taxis, Fahrdienste wie Uber und oft auch Shuttle-Busse, die entweder kostenlos als Zubringer zu Hotels fahren oder als Sammeltaxi (Super Shuttle) für 15–30 $ je Fahrgast jede gewünschte Adresse im Stadtbereich ansteuern. In immer mehr Städten gibt es zudem S-Bahnen vom Flughafen in die City (z. B. in Boston, Atlanta, Chicago, Denver, San Francisco, Seattle, Washington, D. C.).
Einreise
Deutsche, Österreicher und Schweizer benötigen für einen Aufenthalt bis zu 90 Tagen einen gültigen, maschinenlesbaren Reisepass mit biometrischen Daten. Achtung: Kinderpässe erfordern ein Visum – besser gleich einen regulären Pass beantragen!
Zudem muss man sich vor Reisebeginn im Internet für die Einreise registrieren und 21 $ Gebühr per Kreditkarte bezahlen: https://esta.cbp.dhs.gov oder in der Esta-App. Informationen zu Visa- und Einreisebestimmungen unter https://de.usembassy.gov/de und dhs.gov
Zoll
Erlaubt sind bei der Einreise in die USA alle Gegenstände für den persönlichen Gebrauch sowie pro Erwachsenem über 21 Jahre 200 Zigaretten, 1,1 l Spirituosen und Geschenke in einem Wert von bis zu 100 $. Achtung: Die Einfuhr von Lebensmitteln wird streng kontrolliert: keine Wurst, frisches Obst oder frische pflanzliche Produkte, auch nicht als Reiseproviant. In die EU zollfrei eingeführt werden dürfen: 1 l Spirituosen und 4 l Wein (ab 17 Jahre) und andere Artikel im Gesamtwert von 430 Euro. Auskunft: zoll.de
Saisonale Regelungen & Auflagen
Damit berühmte Attraktionen zu Hochzeiten nicht zu überlaufen sind, wird immer öfter reguliert: In Parks wie Yosemite, Zion und Bryce verkehren Shuttlebusse, Funparks und Museen staffeln die Preise je nach Besucherstrom oder man benötigt (etwa in Washington, D. C.) eine Reservierung. Auch für Arches in Utah und Glacier in Montana ist eine Reservierung nötig. Check vorab die jeweilige Website! Allgemeine Infos zu Straßensperrungen unter fhwa.dot.gov/trafficinfo
Weiterkommen
Auto
Das Straßennetz in den USA ist gut ausgebaut, die Überlandstraßen sind nach einem Nummernsystem klassifiziert. Höchstgeschwindigkeit: in Orten 35 Meilen/h (50 km/h), auf Landstraßen meist 55 Meilen/h (88 km/h), auf Autobahnen 65–75 Meilen/h (105– 120 km/h). Anschnallen ist Pflicht.
Die Verkehrsregeln gleichen denen in Europa. Ausnahmen: An Ampeln darf man auch bei Rot nach rechts abbiegen, auf Autobahnen auch rechts überholen. Schulbusse mit blinkender Warnanlage dürfen überhaupt nicht passiert werden – auch nicht aus der Gegenrichtung! Außerdem gibt es sogenannte 3-way- oder 4-way-stops, Kreuzungen mit Stoppschildern, an denen jedes Fahrzeug halten muss. Wer zuerst gehalten hat, darf auch zuerst wieder weiterfahren.
Bus & Bahn
Die Routennetze von Bus und Bahn sind für Sightseeing-Rundfahrten viel zu weitmaschig, größere Orte lassen sich aber gut erreichen. Die Bahngesellschaft Amtrak (amtrak.com) bietet auch Netzkarten an (USA-Railpass). Auf den Highways verkehren Fernbusse von Greyhound (greyhound.com) und Flixbus (flixbus.com).
Mietwagen
Zur Automiete genügt der nationale Führerschein, selten wird der internationale Führerschein verlangt. Mindestmietalter: 21/25 Jahre, je nach Bundesstaat. Leihwagen sind vor allem in Florida und Kalifornien relativ günstig (ab 70 Euro/Tag bzw. 400 Euro/Woche), häufig sind die gefahrenen Kilometer inklusive (unlimited mileage). Bei der Anmietung vor Ort wird die Vollkaskoversicherung (loss/damage waiver) separat mit 20– 30 Euro/Tag berechnet.
Es ist meist günstiger, den Wagen vorab im Reisebüro oder bei Mietagenturen wie Sunny Cars (Tel. 089 8 29 93 39 00 | sunnycars.de) zu buchen (Steuern, Versicherung inklusive). Auch sollte man das Auto möglichst am selben Ort wieder abgeben, sonst werden oft hohe Rückführgebühren fällig. Bei Pannen ruft man zuerst die Mietfirma an, die alles Weitere organisiert.
Inlandsflüge
Am preiswertesten ist es oft, Inlandsflüge mit dem Transatlantikticket derselben Airline zu kombinieren. Günstig sind auch Flüge bei Regional- und Lowcost-Airlines wie Jetblue, Alaska Airlines, Allegiant, Frontier oder Southwest Airlines, die man separat übers Internet oder im Reisebüro bucht.
Gepäckaufbewahrung
Ein später Flug, ein Zwischenstopp – manchmal möchte man den Koffer kurzfristig aufbewahren lassen. Vermittler wie bagsaway.com oder luggagehero.com helfen, ganz unkompliziert einen sicheren Ort zu finden.
Vor Ort
Camping
Die schönsten Campingplätze sind meist die öffentlichen in State Forests, State und National Parks. Sie sind einfach ausgestattet mit Feuerstelle, Holzbänken und Waschgelegenheiten (pro Nacht ca. 15–30 $). Private, oft recht luxuriös ausgestattete Plätze mit heißen Duschen, Pool und Laden gibt es am Rand der Städte und der Parks (pro Nacht ca. 35–80 $). Für viele Nationalparks muss man bis zu fünf Monate vorab Campingplätze per Kreditkarte reservieren: Tel. 001 60 65 15 67 77 | recreation.gov; Buchung von State Parks unter reserveamerica.com.
Geld & Kreditkarten
Währung ist der US-Dollar (1 $ = 100 Cents, ¢). Scheine (bills) gibt es in den Werten 1, 5, 10, 20, 100 Dollar ($). Münzen (coins) gibt es in den Werten 1 ¢ (penny), 5 ¢ (nickel), 10 ¢ (dime), 25 ¢ (quarter) und 1 $ (buck). Vorsicht: Alle Noten sind gleich groß, von gleicher grünlich-grauer Farbe. Aktuelle Umrechnungskurse bei xe.com.
Wichtigstes Zahlungsmittel: eine Kreditkarte (Mastercard, Visa). Damit kann man auch kleine Beträge an Tankstellen und in Läden bezahlen; dazu ein paar US-Dollar für die Ankunft. Weiteres Bargeld kann man mit der EC- oder Kreditkarte an vielen Bankautomaten ziehen.
Internet & WLAN
Vor allem in urbanen Zentren ist das Netz gut ausgebaut. Businesshotels verlangen mitunter 10–20 $ pro Tag, in vielen Hotels steht aber in der Lobby ein Computer zur kostenlosen Nutzung und es gibt WLAN (Wifi). Das gibt es auch kostenlos in Kettenläden wie Starbucks oder McDonald’s. Hotspot- Listen u. a. bei wififreespot.com
Massangaben
1 inch = 2,54 cm / 1 foot = 30,48 cm
1 mile = 1,6 km / 1 acre = 0,4 ha
1 gallon = 3,79 l / 1 pound = 453,6 g
Temperaturen lassen sich so umrechnen: Fahrenheit minus 32 mal 5 dividiert durch 9 ergibt Celsius. Das bedeutet: 0 °C = 32 °F, 10 °C = 50 °F, 20 °C = 68 °F, 30 °C = 86 °F, 40 °C = 104 °F.
Bekleidung: Bei Damen entspricht US-Größe 4 der deutschen Größe 34, 6 = 36, 8 = 38 usw.; bei Herren: 36 = 46, 38 = 48 usw.
Nackt baden
FKK und oben ohne sind im prüden Amerika strikt verpönt – und die Polizei kommt schnell.
Steuern
In den meisten Staaten wird auf alle Einkäufe eine Verkaufssteuer (4–7 Prozent) aufgeschlagen. Diese sales tax wird erst beim Kauf hinzugerechnet, ist also z. B. auf der Speisekarte oder auf dem Preisschild im Laden noch nicht berücksichtigt. Hotels veranschlagen eine Übernachtungssteuer von einigen Prozent.
Telefon & Handy
Vorwahl nach Deutschland 011-49, nach Österreich 011-43, in die Schweiz 011-41, dann die Ortsvorwahl ohne die erste Null und die Rufnummer wählen. Vorwahl in die USA: 001.
Alle Telefonnummern in den USA sind 10-stellig, eine 3-stellige Vorwahl (area code) plus eine siebenstellige Nummer. Dies gilt für das Festnetz wie auch für Handynummern, die ebenfalls mit Ortskennzahlen beginnen und keine gesonderten Netznummern haben. Für Ferngespräche muss man zusätzlich 1 vorweg wählen. Der operator (man wählt die 0) hilft bei allen Fragen. In öffentlichen Telefonzellen kostet ein Gespräch 35 Cent bis 1 $. Hotels verlangen teils hohe Aufschläge. Gebührenfrei sind alle Nummern mit den Vorwahlen 1 800, 1 844, 1 888, 1 866 und 1 877.
Triband- und Quadhandys aus Europa funktionieren auch in den USA, aber nur in besiedelten Regionen und mit teils happigem Roaming-Aufpreis (bis 1,50 Euro/Min.). Mobilfunkanbieter bieten Sondertarife oder Zubuchoptionen für Daten an. Ansonsten „telefoniert“ man über das l oft kostenlose WLAN (Wifi) per WhatsApp oder Telegram. Günstig für Anrufe aus Telefonzellen und im Hotel sind die an Tankstellen und in kleinen Märkten erhältlichen l prepaid phone cards. Für eine längere Reise kann man vor Ort bei Netzbetreibern wie AT&T, Verizon oder T-Mobile auch eine amerikanische Prepaid-Sim-Karte kaufen.
Öffnungszeiten
Läden sind meist 10–18 Uhr geöffnet, Shoppingmalls 10–21 Uhr, Supermärkte teils rund um die Uhr. Viele Museen sind montags geschlossen.
Trinkgeld
In den Restaurantpreisen ist kein Bedienungsgeld enthalten. Kellner bekommen daher 15–20 Prozent Trinkgeld (tip) vom Endpreis. In Hotels rechnen die Gepäckträger (bell boys) mit mindestens 2-3 $ pro Gepäckstück. Und auch das Zimmermädchen freut sich über 2–5 $ pro Nacht.
Notfälle und Sicherheit
Diplomatische Vertretungen
Die Konsulate/Honorarkonsulate in vielen Metropolen sind auf den Websites der Botschaften gelistet.
Deutsche Botschaft
4645 Reservoir Rd. NW | Washington, D.C. | Tel. 202 2 98 40 00 | germany.info/us-de
Österreichische Botschaft
3524 International Court NW | Washington, D.C. | Tel. 202 8 95 67 00 | austria.org
Schweizer Botschaft
2900 Cathedral Ave. NW | Washington, D.C. | Tel. 202 7 45 79 00 | eda.admin.ch/washington
Gesundheit
Die ärztliche Versorgung in den USA ist sehr gut – und sehr teuer. Eine Auslandskrankenversicherung ist deshalb unerlässlich! Im akuten Fall fährt man entweder zur Notaufnahme (emergency room) des nächsten Krankenhauses, fordert einen Notarzt (paramedics) an oder geht bei leichten Fällen zur nächsten Arztpraxis (day clinic). Medikamente gibt es in der pharmacy und im drugstore, die teils rund um die Uhr geöffnet sind.
Notruf
Fast überall in den USA gilt die gebührenfreie Notrufnummer 911.Im Zweifelsfall hilft immer der operator: 0.
Sonstige Hinweise
Alkohol/Marihuana
Die strikt kontrollierte Altersgrenze für Alkohol und den Besuch von Bars ist 21 Jahre. Dieselbe Grenze gilt auch für den privaten Konsum von Marihuana, der seit einigen Jahren in vielen Bundesstaaten erlaubt ist. Andere Drogen sind streng verboten.