Bloss nicht

Fettnäpfchen und Reinfälle vermeiden
Beim Surfen Daten rausrückenVielerorts gibt es längst stadtweit freies WLAN – oft nur leider nicht mit ausländischen Handynummern. Gib bei der Registrierung auf keinen Fall persönliche Daten an, sondern geh lieber in eine der Bars, die free wifi bieten. Es gibt sie zuhauf.
Shoppen im AugustShoppen im Fabrikverkauf von Ferragamo, Gucci & Co.: Ja, auch das ist Toskana. Aber bitte nicht im August: Die Wochen um Ferragosto (15. Aug.) herum sind traditionell immer noch heilige Urlaubszeit.
Spontan ins Museum gehenSpontan sein ist super – aber kontraproduktiv, wenn es um große Museen geht wie die Uffizien in Florenz. Wer nicht für ein paar zusätzliche Euro sein Ticket reserviert hat, wird als Teil einer langen Warteschlange selbst zur Attraktion. Oder Opfer von Wucherern, die Tickets zu absurden Preisen auf der Straße anbieten.
Picknick urbanMampfen im Park und auf der Wiese finden auch die Italiener saugemütlich. Aber auf die Stufen vor dem Dom, dem Museum und Co. passt es nicht. Die Einheimischen reagieren darauf allergisch.
Von privaten Postfirmen abzocken lassenPostkarten verschicken ist so retro, dass es schon wieder schick ist. Nervig wird es erst, wenn du an private Postunternehmen gerätst, z. B. an Kiosken in Pisa und Florenz: Die Briefmarken sind teurer als die der Post und du musst die Karte sofort schreiben und vor Ort in den speziellen Briefkasten werfen, sonst kommt sie wahrscheinlich nie an.

Was kostet wieviel?

Was?Wieviel €?
Museum25  Euro für die Uffizien in Florenz
Kaffeeum 2  Euro für einen Cappuccino im Stehen am Bartresen
Imbissum 8  Euro für eine Pizza im Lokal
Weinum 4,50 Euro für ein Glas Tischwein
Benzinab 1,90 Euro für 1 l Super 95
Strandab 20 Euro Miete/Tag für zwei Liegen und Schirm

Feste & Feiertage

1. Januar

  • Capodanno (Neujahr)

6. Januar

  • Epifania (Hl. Drei Könige)

Februar/März

  • Carnevale di Viareggio

März/April

  • Pasquetta (Ostermontag)

25. April

  • Liberazione (Gedenktag an die Befreiung von der deutschen Besatzung)

1. Mai

  • Festa del Lavoro (Tag der Arbeit)

2. Juni

  • Festa della Repubblica (Tag der Republik)

2. Juli & 16. August

  • Palio di Siena (spektakuläres Pferderennen auf der Piazza del Campo)

15. August

  • Ferragosto (Mariä Himmelfahrt)

1. November

  • Ognissanti (Allerheiligen)

8. Dezember

  • Immacolata Concezione (Mariä Empfängnis)

25. Dezember

  • Natale (Weihnachten)

26. Dezember

  • Santo Stefano (2. Weihnachtstag)

Vorbereitung

Auskunft

Die Italienische Zentrale für Tourismus Enit stellt Reiseinformationen auf italia. it bereit. Die touristische Website der Region ist visittuscany.com.

Ankommen

Anreise

Die Hauptstrecken der Bahn führen über Österreich, den Brenner und Bologna nach Florenz. Bei der Fahrt von München bzw. Wien nach Florenz gibt es nachts eine Direktverbindung, tagsüber muss man in Bologna umsteigen. Durch die Schweiz bzw. von der Schweiz fahren Züge über die Strecken Mailand–Genua–Livorno–Grosseto oder Mailand–Bologna–Florenz. Von dort geht es in alle Richtungen mit den Regionalbahnen weiter. Tickets gibt es am Schalter, am Automaten oder auf der Website bzw. in der App von Trenitalia. Bei der Orientierung helfen auch die App Muoversi in Toscana sowie die App der Toskaner Busbetriebe at bus. Wichtig: Bahntickets müssen vor Fahrtantritt an einem der Stempelautomaten im Bahnhof ententwertet werden! bahn.de, oebb.at, sbb.ch, trenitalia.com

Die billigste, aber auch zeitaufwendigste Anreise ist die mit dem Fernbus. Vergleichsportale wie omio.com, busliniensuche.de oder checkmybus.de liefern einen Überblick, fernbusse.de auch mit einer App. In Italien fahren zahlreiche Anbieter auch kleinere Städte an, darunter Baltour – die italienische Tochter von Flixbus –, Interbus und Marino Autolinee.

Mit dem Auto führt die bequemste Route durch Österreich, über den Brenner und die A 22 bis Modena und von dort weiter auf der A 1 über Bologna nach Florenz. Von der Schweiz aus führt ab Mailand die A 1 in Richtung Modena, Bologna, Florenz. Eine Alternative für die westliche Toskana ist die Strecke Mailand–Parma, von dort geht es über die A 15 und den Cisapass nach La Spezia und weiter auf der Küstenautobahn A 12 Richtung Pisa. Die Autobahnen in Italien, Österreich und der Schweiz sind mautpflichtig. autostrade.it/en/pedaggio berechnet übersichtlich die Gebühren.

Pisas Flughafen Aeroporto Galileo Galilei ist der wichtigste Flughafen in der Toskana. Er wird von Wien, Zürich und vielen deutschen Städten angeflogen. Der Flughafen ist per Zug und Bus gut an die Innenstadt angebunden. Ein Shuttle fährt mehrmals täglich nach Florenz. Der Flughafen Florenz ist über einen Shuttlebus mit dem Hauptbahnhof Santa Maria Novella verbunden. Wer in die südliche Toskana will, kann auch Flüge nach Rom in Betracht ziehen.

Klima & Reisezeit

Dank dem gemäßigten Mittelmeerklima scheint auch im Winter zwischen kalten und nassen Tagen häufig die Sonne. Schnee fällt in der Regel nur in den Hochlagen. Dort ist es, vor allem in den Alpi Apuane und im Apennin, auch im Sommer einige Grad frischer als in der Ebene.

Frühling und Herbst sind die beste Reisezeit, Juli und August dagegen nicht ideal: Die Strände sind überfüllt, die brütend heißen Städte wie ausgestorben und die Übernachtungspreise schrauben sich in schwindelnde Höhen. In manchen Strandhotels ist dann sogar die Buchung von Halbpension obligatorisch und der Eintritt in einige kulturelle Einrichtungen z. B. in Florenz ist doppelt so teuer wie in der Nebensaison.

Zoll

Innerhalb der EU dürfen Waren zum eigenen Verbrauch unbegrenzt einund ausgeführt werden. Richtwerte sind u. a. 800 Zigaretten und 10 l Spirituosen. Für Schweizer und bei Durchreise durch die Schweiz gelten wesentlich geringere Freimengen.

Weiterkommen

Autofahren

Auf Autobahnen beträgt die Höchstgeschwindigkeit 130, auf Landstraßen 90, in geschlossenen Ortschaften 50 km/h. Die Promillegrenze liegt bei 0,5.Auch tagsüber muss außerorts das Abblendlicht eingeschaltet sein und bei Unfall oder Panne außerhalb von Ortschaften ist beim Verlassen des Wagens das Anlegen einer Warnweste Pflicht.

Bei längeren Fahrten sind die Autobahnen zu empfehlen, denn die Landstraßen in der hügeligen, manchmal auch bergigen Region sind oft kurvenreich. Auf autostrade.it gibt es auch auf Englisch Verkehrsnachrichten in Echtzeit zu allen Routen. Die kostenlose App dazu heißt My Way.

Das Tankstellensystem in Italien ist vielfältig. Bei vielen – oftmals den günstigsten – ist kein Personal mehr vor Ort; andere haben mittags und sonntags geschlossen, verfügen aber über Tankautomaten. Das funktioniert in der Regel gut, wenn man sich an die Beschreibung am Automaten hält. Meistens muss erst die Nummer der Zapfsäule eingegeben und dann bezahlt werden (es geht aber auch andersrum). Die Automaten geben aber kein Rückgeld und bevor du mit Karte zahlst, hab einen Blick auf die Modernität der Automaten. Sofern die Tankstelle nicht bereits in neue Technik investiert hat, überleg es dir zweimal: Wenn der Automat ausfällt, ist es langwierig und nervenzehrend, die Karte wiederzubekommen. An Tankstellen mit Personal gilt: Augen auf bei der Wahl der Zapfsäule! Fast alle bieten noch Tankservice an – an den entsprechenden Säulen ist der Liter deutlich teurer als an den SB-Säulen. Steht am Eingang der historischen Innenstädte das Schild ZTL (Zona Traffico Limitato), heißt das: Fahrzeuge ohne Genehmigung dürfen nicht hinein. Das gilt mittlerweile in fast allen Stadtzentren. Wer ein Hotel in der Altstadt gebucht hat, erhält meist einen Anwohnerparkausweis. Es kann aber auch sein, dass man den Wagen nach dem Entladen außerhalb parken muss.

Blau markierte Parkplätze sind kostenpflichtig und zeitlich begrenzt, gelb markierte Kurzparkzone. Bei längerem Aufenthalt ist es bequemer, gebührenpflichtige Parkplätze (meist ca. 1–2 Euro pro Stunde) zu nutzen, die fast jede Stadt anbietet.

Mietfahrzeuge & Fahrradvermietung

Für einen Kleinwagen zahlt man ab ca. 80 Euro pro Tag, Wochentarife sind billiger. Buchungen vor Reiseantritt sind häufig preiswerter. Vespa- und Motorradvermieter haben sich in allen größeren Urlaubsorten etabliert. Fahrräder gibt es in Florenz am Hauptbahnhof zu mieten, ansonsten hilft die örtliche Touristenauskunft weiter.

Öffentliche Verkehrsmittel

Bus und Bahn sind vergleichsweise günstig, nicht so unpünktlich wie ihr Ruf und sie fahren fast überall hin. Wer allerdings erst spätabends zurückmöchte, sollte ein eigenes Fahrzeug nehmen. Tickets für den Stadtbus gibt es am Zeitungskiosk oder in Tabakgeschäften, für Überlandbusse an den Haltestellen oder in einer Bar in der Nähe. Im Bus bezahlt man einen Aufpreis von mindestens 1 Euro. Bahnfahrkarten ohne Reservierungen müssen vor Fahrtantritt am Bahnsteig entwertet werden! In der Regel können Touristeninformationen über öffentliche Verbindungen Auskunft geben.

Taxi

Lass dir im Hotel ein offizielles Funktaxi rufen oder geh direkt zu den Taxiständen am Flughafen oder an den Bahnhöfen. Die Tarife entsprechen in etwa denen in Deutschland, nachts wird ein Aufpreis berechnet. Achte darauf, dass das Taxameter eingeschaltet wird!

Carsharing

In Florenz gibt es zwei Anbieter: Timove und Enjoy, die beide auch einen weiteren Radius anbieten. Timove macht dich auch mit E-Moped, E-Roller und E-Bikes mobil. E-Scooter bekommst du auch über die App Bit-Mobility ab einem Tagessatz von 4 Euro. Carsharing Arezzo stellt vom Mehrpersonenvan bis zum Minihüpfer für eine Person sämtliche Ausführungen bereit. Auch Livorno, Massa und Pistoia haben bereits Carsharingflotten oder sind in der konkreten Planung. Shared cars dürfen oft sogar dahin, wo es allen anderen verboten ist: in die verkehrsberuhigten Bereiche der Innenstädte.

Vor Ort

Eintrittspreise & Museen

Die Eintrittspreise für Museen und Baudenkmäler variieren stark. Die örtlichen Touristeninfos wissen, ob es reduzierte Eintrittskarten gibt und ob und wo man Tickets vorbestellen kann, um langes Schlangestehen zu vermeiden. Der Eintritt in alle staatlichen Museen ist für EU-Bürger unter 18 gratis, von 18 bis 25 Jahren kostet er die Hälfte. Und für alle staatlichen Museen gilt: An jedem ersten Sonntag im Monat ist der Eintritt frei!

Öffnungszeiten

Die Mittagspause ist den Toskanern heilig. Kleinere Geschäfte haben daher in der Regel von 9 bis 13 und von 16 bis 19.30 Uhr geöffnet, ansonsten herrscht ein buntes Durcheinander. Ob kleine Läden sich an die traditionellen Ruhetage Sonntag und Montag halten, ist von Ort zu Ort verschieden. In größeren Badeorten wie Viareggio ist Shoppen durchaus bis Mitternacht möglich. Viele Supermärkte und Einkaufszentren haben durchgehend von 8 oder 9 bis 20 Uhr geöffnet, manche sogar am Sonntag. Kirchen bleiben über Mittag meist geschlossen und während der Gottesdienste ist keine Besichtigung erwünscht.

Quittungen

Für sämtliche Dienstleistungen und Waren muss man sich in Italien eine Quittung (scontrino) geben lassen und diese bis mindestens 100 m vom Lokal bzw. Laden entfernt aufbewahren, um sie bei Kontrollen der Steuerbehörde vorweisen zu können.

Telefon & Internet

Die Vorwahl nach Italien ist 0039, die Vorwahl von Italien nach Deutschland 0049, nach Österreich 0043, in die Schweiz 0041.Innerhalb Italiens ist die ehemalige Ortsvorwahl samt Null am Anfang fester Bestandteil der Teilnehmernummer und wird auch bei Ortsgesprächen mitgewählt. Bei Anrufen aus dem Ausland darf daher auch die Null nicht entfallen. Italienische Mobilnummern beginnen ohne Null.

Internet gibt es an jeder Ecke. Italienische Städte sind bei öffentlichen WLAN-Netzen weit vorn, allerdings ist manchmal die Einwahl für Nichtitaliener kompliziert. Die Alternative ist WLAN zum Preis von einem Espresso oder Saft, denn fast alle Bars bieten „free wifi“.

Trinkgeld

Es gelten im Wesentlichen dieselben Gepflogenheiten wie in Deutschland. Allerdings lässt man sich im Lokal immer erst das Wechselgeld zurückbringen und lässt das Dankeschön dann auf dem Tisch liegen.

Unterkunft

Längst ein Klassiker in der Toskana ist der agriturismo: Auf Aberhunderten von Gutshöfen wurden Gästezimmer und Apartments eingerichtet. Das Angebot reicht vom einfachen Zimmer auf dem Bauernhof bis zur eleganten Suite in einem Weingut. Vermietet wird tage- und wochenweise. Adressen mit guten Angeboten finden sich u. a. auf folgenden Websites: bauernhofurlaub.de, agritour.net, agriturist.it. Eine Vielzahl privater Unterkünfte und B & Bs in sympathischem Ambiente und zu attraktiven Preisen listet – auch auf Deutsch – bbitalia.it auf.

Camping ist in Italien nach wie vor besonders bei Familien mit Kindern sehr beliebt. Die Qualität der Plätze hat sich enorm gesteigert. Auch Glamper sind in der Toskana richtig: Viele Anbieter stellen individuell gestaltete Unterkünfte bereit, von komfortablen Hütten aus Holz und Zeltstoff mit Strom und Kühlschrank bis zu elegant hergerichteten Tipis. camping.it, glamping.info

Für die Suche nach Ferienwohnungen und Apartments eignen sich u. a. die folgenden Websites: ferientoscanasi. com, fewo-direkt.de, toskana-spezial. com, atraveo.de. Liebevoll gestaltete Schnäppchen finden sich natürlich auch in der Airbnb- Community. Hotelzimmer in den Feriengebieten bekommt man in der Hochsaison – vor allem um Ferragosto Mitte August herum – oft nur mit Halb- oder Vollpension und vor allem im August ziehen die Preise stark an.

Notfälle und Sicherheit

Diplomatische Vertretungen

Deutsches Konsulat Florenz

Corso dei Tintori 3 | Tel. 05 52 34 35 43

Österreichisches Konsulat Florenz

Lungarno Vespucci 58 | Tel. 05 52 65 42 22

Schweizer Konsulat Florenz

im Hotel Park Palace | Piazzale Galileo 5 | Tel. 0 55 22 24 34

Gesundheit

Die Europäische Krankenversicherungskarte EHIC reicht aus, um sich bei einem Unfall oder einer akuten Erkrankung medizinisch versorgen zu lassen. Die Notfallambulanz der Krankenhäuser (pronto soccorso) hilft in der Regel gut, schnell und unbürokratisch. Bei kleineren Arztbesuchen funktioniert es oft so, dass man die Rechnung selbst bezahlt und dann seiner Krankenversicherung zur Erstattung einreicht.

Notruf & Pannenhilfe

Allgemeiner Notruf Tel. 1 12 (Polizei, Notarzt, Feuerwehr)

Pannenhilfe Tel. 80 31 16, vom ausländischen Handy 8 00 11 68 00

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