Bloss nicht

Fettnäpfchen und Reinfälle vermeiden
Die Stäbchen im Reis stecken lassenJapaner sind abergläubisch, vor allem beim Thema Tod. Stäbchen im Reis steckenzulassen oder Essen damit weiterzureichen sind wichtige Rituale bei Beerdigungen – und rufen beim Essen ordentliches Entsetzen hevor!
Laut werdenGibt es Ärger, eine Beschwerde? Laut werden hilft da gar nicht, denn es bedeutet Gesichtsverlust. Damit verliert man auf der Stelle die Achtung des Gegenübers und erreicht eher das Gegenteil des Gewollten.
Zur falschen Zeit reisenIn der ersten Maiwoche, Mitte August sowie rund um Neujahr ist ganz Japan unterwegs. Im August und um Neujahr hat das durchaus seine Vorteile – viele Hauptstädter verlassen dann die Metropole. Allerdings hat dann auch vieles geschlossen. In der ersten Maiwoche wiederum ist überall Gedränge.
Den letzten Zug verpassenDie letzte Bahn fährt je nach Linie unterschiedlich, auf jeden Fall aber vor 1 Uhr! Bahn verpasst, kein Problem – es gibt ja Taxis? Leider wirst du nie der einzige sein, der so denkt. Lange Taxischlangen sind die Regel und Taxis teuer.
Bei Erdbeben in Panik geratenBei einem Beben sofort auf die Straße rennen? Schlechte Idee, denn dort ist es in der Regel gefährlicher. Herunterfallende Abdeckungen, Leitungen oder Fensterscheiben kommen häufiger vor als einstürzende Häuser. Nur bei Brandgefahr flüchten.

Was kostet wieviel?

Was?Wieviel €?
Kaffeeab 2 Euro für eine Tasse
Mitbringselca. 8 Euro für ein schönes Paar Essstäbchen
U-Bahnca. 9 Euro für eine Tageskarte
Nudelsuppeca. 3,50 Euro im Stehimbiss
Sushium 1 Euro für 2 Stück vom Laufband
Theaterab 25 Euro für ein Kabuki-Ticket

Feiertage

1. Januar

  • Neujahr

2. Montag im Januar

  • Tag der Volljährigkeit

11. Februar

  • Kaisergeburtstag

23. Februar

  • Staatsgründungstag

20. März

  • Frühlingsanfang

29. April

  • Goldene Woche: Showa-Tag

3. Mai

  • Goldene Woche: Verfassungstag

4. Mai

  • Goldene Woche: Tag des Grüns

5. Mai

  • Goldene Woche: Kindertag

3. Montag im Juli

  • Tag des Meeres

11. August

  • Tag des Berges

3. Montag im September

  • Tag des Respekts der Alten

22. September

  • Herbstanfang

2. Montag im Oktober

  • Tag des Sports

3. November

  • Tag der Kultur

23. November

  • Tag des Arbeitsdankes

Veranstaltungen

Die meisten Feste sind shintoistischen Ursprungs: Man dankt den Göttern und feiert mit ihnen an Schreinen und Tempeln und bei Prozessionen mit Trageschreinen. Fällt ein Feiertag auf einen Sonntag, so ist der folgende Montag arbeitsfrei.

Januar

  • Kurz vor Jahreswechsel vertreiben 108 Glockenschläge in heiligen Stätten die menschlichen Gelüste, z. B. im Zōjōji. In Schreinen und Tempeln erbittet man in den ersten Neujahrstagen den Segen der Götter, etwa am Meiji-Schrein und in Asakusa.

  • 2. Jan., 9.30–15 Uhr: Im Palast zeigt sich die Kaiserfamilie dem Volk.

Februar/ März

  • Pflaumenblütenschau Mitte Feb.– Anfang März am Yushima-tenjin-Schrein

  • AnimeJapan: Größte Anime-Messe der Welt im Tokyo Big Sight, Ende März

März/ April

  • Sakura, die Zeit der Kirschblüten: feuchtfröhliche Gelage in Parks und Gärten, z. B. im Shinjuku Gyoen, im Ueno-Park oder auf dem Aoyama-Friedhof

April/ Mai

  • Frühlingsfest: Bunraku, Noh und Bogenschießen am Meiji-Schrein, Ende April/Anfang Mai

  • Sanja-Matsuri: Prozession in Asakusa mit über 100 Trageschreinen am 3. Wochenende im Mai

Juli

  • Feuerwerk am Sumida-Fluss, am letzten Samstag

  • Das größte Bon-Odori, ein Fest zu Ehren der Toten, die in dieser Zeit zu Besuch kommen, kannst du am letzten Freitag und Samstag im Juli vor dem Bahnhof von Ebisu erleben. Mittanzen ausdrücklich erwünscht!

August

  • Yoshida no Himatsuri: Mit dem Feuerfest in Fujiyoshida endet am 26. die offizielle Fuji-Bergsteiger-Saison.

September

  • Tsurugaoka Hachimangū Reitaisai in Kamakura. Am 15. Trageschrein- Prozession, am 16. Bogenschießen vom Pferd

Oktober/ November

  • Ningyo-Kanshasai: Am ersten Sonntag werden am Meiji-Schrein zehntausende Puppen und Kuscheltiere, die ihre besten Tage hinter sich haben, verabschiedet.

  • Herbstfest am Meiji-Schrein: Höfische Tänze und Bogenschießen zu Pferde, Ende Okt./Anfang Nov.

  • Chrysanthemenfest: Ausstellung der Nationalblume im Shinjuku-Gyoen-Park in der ersten Novemberhälfte

  • Shichi-go-san: Drei- und siebenjährige Mädchen sowie drei- und fünfjährige Jungen besuchen festlich gekleidet am 15. Nov. Schreine – fotogen am Meiji-Schrein.

  • Design Festa: Kreatives Feuerwerk im Messekomplex Tokyo Big Sight. Bei einem der größten Kulturfestivals Asiens darf Mitte Nov. jeder seine Kreationen zeigen. Auch im Mai und Aug.

  • Tokyo International Film Festival (TIFF): Ende Okt./Anfang Nov. findet das renommierte Filmfestival in Roppongi statt.

Vorbereitung

Auskunft vor der Reise

Japanische Fremdenverkehrszentrale (Japan National Tourist Organization, Jnto) | Kaiserstr. 11 | 60311 Frankfurt/ M. | Tel. 069 2 03 53 | jnto.de

Die Japanische Fremdenverkehrszentrale bietet einiges an Material zum Download an und versendet auch Broschüren.

Auskunft

Tokyo Tourist Information Center

No 1 Building | 2–8-1 Nishi-Shinjuku | Shinjuku-ku | Tel. 03 53 21 30 77 | U-Bahn E 28 Tochōmae

Die Infostelle der Stadt Tokio im Rathaus (Zweigstellen: im Haneda-Flughafen, 24/7 geöffnet, im Keisei-Ueno-Bahnhof und im Shinjuku Bus Terminal) bietet Beratung, Prospekte und Karten.

Tourist Information Center

tgl. 8–20 Uhr | in Terminals 1 und 2 im Flughafen Narita

Tourist Information Center (TIC)

Shin Tokyo Building 1F | 3–3-1 Marunouchi | Chiyoda-ku | Tel. 03 32 01 33 31 | UBahn H 07, C 09 Hibiya | S-Bahn Yamanote Yūrakuchō

Hier bekommst du neben diversen Broschüren, Stadt- und U-Bahn-Plänen auch Hilfe für die Weiterreise in Japan. Das Center vermittelt zudem Fremdenführer. Die TIC-Telefonnummer solltest du stets bei dir haben.

Adapter

Adapter Typ A für die Flachsteckdosen

Netzspannung (nur) 100 Volt

Zeit

+ 8 Stunden Zeitverschiebung

Während der europäischen Sommerzeit + 7 Stunden

Strom

Die Stromspannung beträgt in Japan nur 100 Volt. Die Netzgeräte der meisten Handys, Laptops und Kameras sind von 100 bis 240 Volt ausgelegt, aber ein kurzer Blick auf den jeweiligen Adapter oder das Ladegerät vor der Reise schützt vor Überraschungen. Zusätzlich brauchst du einen Adapter für die Flachsteckdosen. USB-Ladebuchsen sind relativ häufig. Achtung: Wer ein elektronisches Gerät in Japan kauft, sollte unbedingt sichergehen, dass das Gerät die in Deutschland üblichen 230 Volt verkraftet!

Ankommen

Anreise

Direktflüge von Frankfurt, München und Düsseldorf nach Tokio kosten ab 800 Euro und dauern rund 12 Stunden. Emirates (emirates.com) und Etihad (etihad.com) bieten billigere Flüge mit einmal Umsteigen an, dann beträgt die Reisedauer aber ca. 19 Stunden. Zunehmend interessanter werden die Angebote mit Zwischenstopp in China, Polen, der Türkei oder der Mongolei.

Onlineagenturen wie z.B. Skyscanner helfen dir, die richtigen Flüge zu finden – achte trotzdem auf günstige Direktangebote der Airlines! Flugticketpreise und Flugzeiten nach Japan sind seit 2022 heftigen Schwankungen unterworfen, ein Vergleich der Preise und die richtige Wahl der Reisezeit können viel Geld sparen.

Der internationale Flughafen Narita liegt rund 60 km östlich des Stadtzentrums. Taxis kosten ca. 200 Euro! Orangefarbene Busse von Airport Limousine (ca. 20 Euro | U-Bahnhof Z 10 Suitengumae) fahren in 55 Minuten zum Tokyo City Air Terminal (T-CAT) und zu den größeren Hotels. Günstiger sind Busse von Keisei (ca. 10 Euro | keiseibus.co.jp | S-Bahn M 17 Tokio), die in gut einer Stunde zum Bahnhof Tokio fahren.

Narita Express (NEX): Diese Flughafen- Schnellbahn der Japan Railways fährt zum Bahnhof Tokio (ca. 22 Euro) und von dort weiter nach Shinjuku, Ikebukuro, Shibuya oder Yokohama. Alle Sitze sind reserviert. Inhaber eines Japan-Rail-Passes (japanrailpass.net) können den NEX nutzen.

Skyliner: Diese private Schnellbahn braucht nur 36 Minuten bis Nippori (ca. 17 Euro), nach Ueno ein paar Minuten mehr. Weiter geht es mit S-Bahn oder U-Bahn. Bei wenig Gepäck empfehlenswert. Billiger, aber langsamer als der Skyliner sind die Schnellzüge der Keisei-Linie (ca. 75 Min. | um 7 Euro).

Inlandflüge sowie immer mehr internationale Flüge landen auf dem innenstadtnahen Flughafen Haneda (haneda-tokyo-access.com). Von dort geht es mit der Einschienenbahn (Monorail) bis Hamamatsucho, wo du mit der Yamanote-Ringlinie alle großen, zentralen Bahnhöfe ansteuern kannst. Taxis ins Zentrum kosten zwischen 50 und 80 Euro. Kalkulier jedoch mit ein, dass von und nach Haneda Staugefahr besteht.

Die drei Superexpress-(Shinkansen-) Linien enden alle im Bahnhof Tokio. Endbahnhof für andere Züge aus Richtung Norden ist Ueno, aus Richtung Westen Shinjuku, ansonsten Tokio. Überall hat man U- und S-Bahn-Anschluss.

Einreise

D-A-CH-Bürger benötigen lediglich einen bei Einreise für die Aufenthaltsdauer gültigen Reisepass und erhalten bei der Einreise eine Aufenthaltsgenehmigung von drei Monaten.

Klima & Reisezeit

Besonders reizvoll sind das Frühjahr mit der Kirschbaumblüte (März/ April) und der Herbst (November), wenn die Ahorn- und Ginkgobäume ein Feuerwerk der Farben zünden. Meiden solltest du die Monate Juli und August, Tokio brütet dann unter einer unerträglich schwülen Hitzeglocke. Die Wintermonate sind oft bis in den Dezember erfreulich mild und sonnig. Im Januar/ Februar regnet es dann häufiger bei Temperaturen unter zehn Grad.

Das staatliche Wetteramt (jma.go.jp/en/yoho) informiert über Tsunamiund Erdbebenaktivitäten und gibt Sturmwarnungen heraus.

Zoll

Eine Zollerklärung muss jeder Reisende ausfüllen (Formulare im Flugzeug). Neben dem normalen Gepäck darfst du wahlweise 200 Zigaretten, 50 Zigarren oder 250 g Tabak einführen sowie 56 ml Parfüm und über 18-Jährige drei Flaschen Spirituosen oder alkoholhaltige Getränke (2,28 l). Zollfrei können außerdem Gegenstände eingeführt werden, deren ausländischer Marktwert insgesamt unter 200 000 Yen liegt (ca. 1500 Euro). Bei der Heimkehr sind eingekaufte Waren bis zu einem Wert von 430 Euro zollfrei. Sonstige Freimengen: 200 Zigaretten, 50 ml Parfüm, 1 l Spirituosen oder 2 l Alkohol unter 22 Prozent oder eine anteilige Zusammenstellung dieser Waren und 4 l Wein sowie 16 l Bier. Infos: zoll.de.

Achtung: Die Einfuhr von Fleischprodukten, aber auch von Pflanzenteilen und dergleichen steht zum Teil unter Strafe. Bei Unsicherheiten besser bei der Einreise beim Zoll (Red Ch) nachfragen – so lange man nachfragt bzw. deklariert, bleibt man straffrei.

Erdbeben

Anleitung zum Verhalten bei Erdbeben: www.metro.tokyo.lg.jp/english/guide/bosai/

Falls keine offensichtliche Gefahr (wie zum Beispiel durch einen Brand) besteht, bist du gut beraten, bei einem Erdbeben im Gebäude zu bleiben – dort ist es beinahe immer sicherer als draußen!

Weiterkommen

Fahrrad & Co.

Leihfahrräder und -roller sind in Japan schwer im Kommen. Die Lage rund um die E-Scooter kann sich allerdings jederzeit ändern, da es zu immer mehr Problemen kommt. Mit den Apps von Loop und Hellocycling kann man sich an Tausenden Orten in der Stadt schnell ein Fahrrad ausleihen. Beim Radfahren ist jedoch Vorsicht geboten: Es herrscht Linksverkehr, es gibt nur sehr wenige Fahrradwege und oftmals nicht einmal Bürgersteige.

Öffentliche Verkehrsmittel

Betriebsruhe herrscht von ca. 1 Uhr nachts bis 5 Uhr morgens. Es gibt private und öffentliche S- und U-Bahnen, die jeweils eigene Ticketschalter und -gates haben. Zu beachten: Wenn du von der U-Bahn (Metro, Toei) auf die S-Bahn (JR) wechselst, wird die Fahrt teurer als innerhalb eines Systems.

Damit du beim Umsteigen nicht ständig neue Tickets kaufen musst, lohnt es sich, am Automaten oder Ticketschalter eine Suica- oder Pasmo-Karte zu kaufen (ab 1000 Yen, 500 Yen davon sind Pfand). Mit diesen aufladbaren Plastikkarten kannst du ganz einfach durch Auflegen auf ein Lesegerät deine Bahn- oder Busfahrt bezahlen, aber auch im Convenience Store einkaufen. Hast du einmal zu wenig Geld auf der Karte, kannst du am Zielort beim „Fare Adjustment“-Automaten nachlösen.

Achtung: Auf vielen Strecken fahren auch Expresszüge, die nicht an allen Stationen halten. Sie werden auf Anzeigetafeln meistens Rot angekündigt. Noch ein Tipp: Busse ohne Kenntnisse der japanischen Sprache sind nicht die erste Wahl des Verkehrsmittels.

Taxis

Taxis gibt es viele, aber sie sind teuer. Der Startpreis für die ersten zwei Kilometer beträgt ab 520 Yen (ca. 4 Euro). Zwischen 22 und 5 Uhr kommen 20 Prozent Aufschlag hinzu. Dafür sind die Autos blitzsauber, die Fahrer tragen weiße Handschuhe, und die hintere Tür öffnet und schließt sich automatisch (also bitte nicht von außen zuschlagen!). Anhalten kann man Taxis überall – ein rotes Leuchtschild hinter der Windschutzscheibe zeigt an, dass sie leer sind, grün oder ohne angeschaltetes Leuchtschild bedeutet besetzt. Nach Möglichkeit eine Adresse parat haben – die Ortskenntnis vieler Fahrer ist stark begrenzt.

Adressen in Tokio

Straßennamen sind selten – stattdessen geht man nach Stadtvierteln, die dann in Unterviertel unterteilt sind, welche wiederum durchnummeriert sind, z. B. 4–5-10 Minami Azabu. Die letzte Nummer steht häufig für die Hausnummer, wobei diese jedoch nicht durchlaufend nummeriert sind. Steht vor den drei Ziffern noch ein B (für Basement) oder F (für Floor) plus Ziffer, ist nicht das ganze Haus oder das Erdgeschoss gemeint, sondern es geht die entsprechende Stockwerkeanzahl nach unten oder oben.

Vor Ort

Banken & Geldwechsel

Japan ist ein Bargeldland, vor allem außerhalb der Städte, aber auch in kleineren Läden und Lokalen in Tokio. Wechsle daher am besten eine größere Menge Bargeld bei Ankunft am Flughafen. In Banken (Mo–Fr 9–15 Uhr) ist der Prozess sehr zeitraubend und die Gebühren hoch, Wechselstuben gibt es wenige.

Nimm deshalb unbedingt eine Kreditkarte (Visa, Mastercard) mit PIN-Nummer fürs Abheben am Geldautomaten mit. Damit kannst du problemlos die Geldautomaten der Post sowie der 7-Eleven Convenience Stores nutzen. Zu beachten: EC-Karten (Maestro) funktionieren in Japan nicht.

Post

Luftpostkarten nach Europa kosten 70 Yen Porto, Luftpostbriefe bis 25 Gramm 110 Yen.

Preise & Währung

Tokio zählt zu den teuersten Städten der Welt. Vorsicht: Der Yen-Euro-Wechselkurs schwankt bisweilen stark!

Stadtrundfahrten

Mehr als zehn Routen haben die freiwilligen Stadtführer von Free Guided Tours for Foreign Tourists (gotokyo.org/en/guide-services/index.html) im Rathaus in Shinjuku im Angebot. Kleine Gruppen und viele Informationen. Da die Führer ihren Job umsonst machen, fallen lediglich Kosten für Eintrittspreise und Fahrt an.

Mit Skybus Tokyo (short.travel/tok11) geht’s im offenen Doppeldeckerbus auf vier Routen mit mehrsprachigen Erklärungen.

Telefon & Handy

Telefonzellen werden immer seltener und die Bedienung ist etwas kompliziert – aus diesem Grund empfiehlt es sich unbedingt, auf Skype, Facetime & Co. zurückzugreifen!

Vorwahl nach Deutschland: +49, Österreich: +43, Schweiz: +41, Tokio aus dem Ausland: +81-3.Bei Festnetztelefonaten und Anrufen mit Telefonkarten: Vorwahl des Netzanbieters plus 010 plus Ländercode. Anrufe aus Japan ins Festnetz nach Tokio beginnen mit 03.

Nur UMTS-fähige Mobiltelefone funktionieren in Japan. Der deutsche Netzbetreiber muss Vertragspartner von NTT II, DoCoMo oder Softbank Mobile sein. Man kann sich am Flughafen auch ein Handy oder eine SIMCard mieten. Infos vorab erhältst du z. B. bei Softbank (softbank-rental.jp/en). Die Firma Easygo Japan (easygojapan.com) schickt das Miethandy an jede Unterkunft. Unbedingt die Freischaltung für Auslandsgespräche abklären!

Trinkgeld

In Japan gilt: kein Trinkgeld! Bei kostenlosen Führungen und dergleichen sind jedoch kleine Aufmerksamkeiten willkommen.

Veranstaltungskalender

Im kostenlosen Stadtmagazin wie „Metropolis“ oder auf dem Portal timeout.com/tokyo; Konzerte auf tokyogigguide.com.

Verständigung

Zunächst die gute Nachricht: In Tokio ist die Beschilderung in den Bahnhöfen und öffentlichen Verkehrsmitteln auch für Ausländer verständlich. Denn die Stationsnamen werden sowohl in japanischen Schriftzeichen als auch mit lateinischen Buchstaben geschrieben. In den meisten Zügen erfolgen zudem die Durchsagen auf Japanisch und Englisch. Nun die etwas schlechtere Nachricht: Selbst in der Hauptstadt spricht kaum ein Einheimischer Englisch oder gar Deutsch. Das ist manchen Japanern so unangenehm, dass sie stur an dir vorbeilaufen, wenn du sie etwa nach einer Adresse fragst. In der Regel wird Fremden aber gerne und geduldig geholfen – auch dabei, einen Landsmann mit Fremdsprachenkenntnissen zu finden.

WLAN

Leider hat Tokio noch kein flächendeckendes WLAN-Netz. Allerdings bieten immer mehr Restaurants, Hotels und die meisten zentralen Bahnhöfe der Tokioter U-Bahn (Metro) kostenlosen WLAN-Zugang an (z. B. Wired Cafe Shibuya QFront | tgl. | QFront 6F | Udagawachō 21–6 | Shibuya-ku). Eine Liste mit kostenlosen WLAN-Spots findest du unter freespot.com/users/ map_e.html. NTT Communications bietet für Touristen einen zweiwöchigen kostenlosen WLAN-Zugang an ihren Hotspots an (ntt-bp.net/jcfw/en.html). Oder du mietest einen mobilen WLANRouter am Flughafen, z. B. bei Softbank (softbank-rental.jp/en). Eine Alternative sind Daten-SIM-Karten fürs Mobiltelefon, z. B. Japan Travel SIM (t.iijmio.jp/en). An den Flughäfen gibt es kostenlosen WLAN-Zugang.

Notfälle und Sicherheit

Diplomatische Vertretungen

Deutsche Botschaft

4–5-10 Minami Azabu | Minato-ku | Tel. 03 57 91 77 00 | U-Bahn H 03 Hiro-o

Österreichische Botschaft

1–1-20 Moto Azabu | Minato-ku | Tel. 03 34 51 82 81 | U-Bahn N 04, E 22 Azabujūban

Schweizer Botschaft

5–9-12 Minami Azabu | Minato-ku | Tel. 03 54 49 84 00 | U-Bahn H 03 Hiro-o

Gesundheit

Die medizinische Versorgung in Tokio ist gut, aber teuer. Arztpraxen, kleinere Kliniken sowie Drogerien und Apotheken gibt es in jedem Stadtviertel. Oft wird jedoch die Sprache zum Problem. Vorsichtsmaßnahmen: Erstens solltest du immer die Nummer vom Tokyo Medical Information Center (tgl. 9–20 Uhr | Tel. 03 52 85 81 81) dabeihaben; englischsprachiges Personal kann dort englischsprachige Krankenhäuser und Fachärzte nennen. Zweitens empfiehlt es sich, beim Tourist Information Center die Liste der englischsprachigen Ärzte und Krankenhäuser mitzunehmen. Verschreibungspflichtige Medikamente bringt man besser von zu Hause mit. Große Vorsicht ist jedoch bei Schmerzmitteln geboten – Japan hat ein extrem striktes Betäubungsmittelgesetz. Die unzertifizierte Einfuhr von Medikamenten mit mehr als 1 % Codein kann bereits zur sofortigen Festnahme am Flughafen führen. Für selbst injizierte Medikamente benötigt man ein yunyū kakuninsho, eine Importerlaubnis, für größere Mengen an Medikamenten (mehr als ein Monatsbedarf) oder stärkere Medikamente braucht man eine regelrechte Einfuhrgenehmigung. Mehr Infos gibt es unter impconf.mhlw.go.jp/abouten.htm.

Notruf

Polizei: Tel. 1 10

Krankenwagen und Feuerwehr: Tel. 1 19

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