Shanghai Top Sehenswürdigkeiten

Jinmao Tower
Architektonische Highlights
Shanghai
Jinmao Tower
Yùfó Chán Sì
Architektonische Highlights
Shanghai
Yu Yuan
Botanische Gärten & Parks
Shanghai
Yu Yuan
Shanghai bowuguan
Museen
Shanghai
Shanghai bowuguan
Taikang Lu
Touristenattraktionen
Shanghai
Taikang Lu
Wàitan
Touristenattraktionen
Shanghai
Wàitan
Shànghǎi Zhōngxīn Dàshà
Architektonische Highlights
Shanghai
Fairmont Peace Hotel
Architektonische Highlights
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Fairmont Peace Hotel
Lónghúa Sì
Architektonische Highlights
Shanghai
Lónghúa Sì
Dongfang Mingzhu Ta
Architektonische Highlights
Shanghai
Dongfang Mingzhu Ta
Chenghuang Miao
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Hong Kong and Shanghai Bank
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Luxùn Gongyuán
Botanische Gärten & Parks
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Shanghai Jewish Refugees Museum
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Shanghai Zoo
Zoologische Gärten
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Jiashan Market
Touristenattraktionen
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1933
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Nanjing Lu
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Wukang Lu
Touristenattraktionen
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Morriss Estate
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Dongzhèngjiào shèngmu dàtáng
Architektonische Highlights
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Jìng'an Sì
Architektonische Highlights
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Jìng'an Sì
Bailaohuì dàshà
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Jiang Haiguan
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Shanghai World Financial Center
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Three on the Bund
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Wen Miao
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Shèng yi nà jué zhujiào zuò táng
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Old Lady on the Bund
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Shanghai Club
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    Architektonische Highlights

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    Botanische Gärten & Parks

    Museen

    Touristenattraktionen

    Zoologische Gärten


  • Jinmao Tower

    Architektonische Highlights
    • Jinmao Tower© Michael Riehle, DuMont Reisebildportal

    Das Juwel unter den Glas- und Stahlpalästen spielt mit der Formensprache einer chinesischen Pagode. Elegant und luftig gegliedert, beherbergt es auf seinen 88 Stockwerken neben Büros auch eines der höchstgelegenen Hotels der Welt. Im 56.Stock öffnet sich das Gebäude innen zu einem schwungvoll in die Höhe steigenden Atrium. Der 421 m hohe Turm wurde von dem amerikanischen Team Skidmore, Owing & Merrill entworfen und gilt als herausragendes Beispiel einer gelungenen Symbiose westlicher und östlicher Architektur.

    • Jinmao Tower© Michael Riehle, DuMont Reisebildportal

    Das Juwel unter den Glas- und Stahlpalästen spielt mit der Formensprache einer chinesischen Pagode. Elegant und luftig gegliedert, beherbergt es auf seinen 88 Stockwerken neben Büros auch eines der höchstgelegenen Hotels der Welt. Im 56.Stock öffnet sich das Gebäude innen zu einem schwungvoll in die Höhe steigenden Atrium. Der 421 m hohe Turm wurde von dem amerikanischen Team Skidmore, Owing & Merrill entworfen und gilt als herausragendes Beispiel einer gelungenen Symbiose westlicher und östlicher Architektur.


  • Yùfó Chán Sì

    Architektonische Highlights
    • © anek.soowannaphoom, Shutterstock

    Sehr alt ist es nicht, Shanghais meistbesuchtes Buddhaheiligtum, aber gut erhalten, voll religiösen Lebens und reich ausgestattet mit Bildwerken. Zwei davon - die schönsten - gaben ihm den Namen und stehen gleichzeitig am Anfang seiner Gründungsgeschichte: Ein chinesischer Mönch brachte die Jadebuddhas um 1880 aus Birma (dem heutigen Myanmar) mit, dazu Geldmittel, die Auslandschinesen für den Bau eines Tempels gespendet hatten. Jener erste Tempel verfiel bald, der heutige entstand an neuer Stelle in den Jahren 1918-28.Gegenüber einer prächtigen Geistermauer steht die Eingangshalle direkt an der Straße. In der Kulturrevolution über die Türflügel geklebte Mao-Bildnisse verhinderten damals die Zerstörung des Tempels: Die Rotgardisten hätten Mao beim Eindringen zerreißen müssen. In der Mitte der Halle (nur von hinten zu betreten) sitzt der lachende Dickbauchbuddha, an den Seiten drohen die furchterregenden Himmelskönige allem Bösen und mahnen Läuterung an. Will man lebendige Religiosität erleben, dann kommt man am Vollmond- oder am Neumondtag: der 1.und der 15.des Mondmonats sind traditionelle Daten für religiöse Feiern und Opfer an die Götter, die Buddhas und Bodhisattvas.

    • © anek.soowannaphoom, Shutterstock

    Sehr alt ist es nicht, Shanghais meistbesuchtes Buddhaheiligtum, aber gut erhalten, voll religiösen Lebens und reich ausgestattet mit Bildwerken. Zwei davon - die schönsten - gaben ihm den Namen und stehen gleichzeitig am Anfang seiner Gründungsgeschichte: Ein chinesischer Mönch brachte die Jadebuddhas um 1880 aus Birma (dem heutigen Myanmar) mit, dazu Geldmittel, die Auslandschinesen für den Bau eines Tempels gespendet hatten. Jener erste Tempel verfiel bald, der heutige entstand an neuer Stelle in den Jahren 1918-28.Gegenüber einer prächtigen Geistermauer steht die Eingangshalle direkt an der Straße. In der Kulturrevolution über die Türflügel geklebte Mao-Bildnisse verhinderten damals die Zerstörung des Tempels: Die Rotgardisten hätten Mao beim Eindringen zerreißen müssen. In der Mitte der Halle (nur von hinten zu betreten) sitzt der lachende Dickbauchbuddha, an den Seiten drohen die furchterregenden Himmelskönige allem Bösen und mahnen Läuterung an. Will man lebendige Religiosität erleben, dann kommt man am Vollmond- oder am Neumondtag: der 1.und der 15.des Mondmonats sind traditionelle Daten für religiöse Feiern und Opfer an die Götter, die Buddhas und Bodhisattvas.


  • Yu Yuan

    Botanische Gärten & Parks
    • Yu Yuan© Glow Images
    Insider-Tipp
    Geister müssen draußen bleiben

    Er ist Shanghais bedeutendste klassisch-chinesische Sehenswürdigkeit – oft überlaufen, aber raffiniert, abwechslungsreich, exotisch. Den „Garten der Zufriedenheit“ legte sich ein hoher Beamter ab 1559 als Ruhesitz an. Die heutigen Gebäude entstanden aber erst im 18.und 19.Jh., als Händler den verwilderten Garten kauften und Kaufmannsgilden hier ihre Versammlungs- und Wohnräume einrichteten. Alle Figuren, die du siehst (darunter die berühmte Drachenmauer), sind typisch für den Zeitgeschmack der Kaufleute. Für einen Literatengarten sind sie eigentlich unpassend. Trotzdem kommen dessen Gestaltungselemente, der Gegensatz von Felsen und Wasser, das Spiel von Unregelmäßigkeit und Symmetrie, die Formenvielfalt der Fenster perfekt zum Einsatz. Mit Wandelgängen, Mauern, Hallen und Pavillons ist der Garten so abwechslungsreich angelegt, dass du durch viele verschiedene Szenerien spazierst. Das Gartenerlebnis beginnt schon vor dem Tor: mit dem Weg über die Zickzackbrücke am Teehaus Huxinting vorbei. Die seltsame Form der Brücke hat einen einfachen Grund: Böse Geister können nur geradeaus laufen und daher die Brücke nicht überqueren. Hier kannst du also gut einen Dämon abschütteln. Der Eingang führt in den westlichsten Gartenteil mit der Drei-Ähren-Halle, früher ein Versammlungssaal. Hinter der folgenden Halle stehst du vor der berühmtesten Szenerie des Gartens. Hier erhebt sich jenseits eines Goldkarpfen- und Seerosenteichs ein künstliches Felsgebirge aus gelben Steinen – das einzige Originalelement aus dem 16.Jh. Der Flussblickpavillon auf seinem Gipfel trug seinen Namen damals zu Recht. Gehst du am Teich vorbei und dann rechts, kommst du zum Doppelten Wandelgang. Ein weiteres Schaustück siehst du, wenn du an den östlichen Gartenteichen entlang bzw. auf kleinen Brücken darüber hinweg nach Süden gehst: Auf einem hohen Sockel steht dort eine Halle, und südlich davor liegt ein Hof, den drei Steine schmücken. Der mittlere davon ist löchrig wie ein riesiger Schwamm. Diese Jadepreziose ist einer der bekanntesten Gartensteine Chinas. Noch weiter nach Süden gelangst du zum Inneren Garten, der früher zum benachbarten Stadtgotttempel gehörte. Dort ist eine schön verzierte Theaterbühne erhalten geblieben. Am schönsten ist es im Yu Yuan übrigens bei Regenwetter. Erstens ist es dann nicht ganz so voll wie sonst, und zweitens gibt’s ein Erlebnis für die Ohren, denn dann wird der Garten hörbar. „Plopp“ macht es jedes Mal, wenn ein Tropfen auf die Blätter der Bananenstauden fällt. Sie wurden nur für diesen Soundeffekt angepflanzt. Gönn dir nach dem Besuch im Garten einen aromatischen Aufguss im Teehaus.

    • Yu Yuan© Glow Images
    Insider-Tipp
    Geister müssen draußen bleiben

    Er ist Shanghais bedeutendste klassisch-chinesische Sehenswürdigkeit – oft überlaufen, aber raffiniert, abwechslungsreich, exotisch. Den „Garten der Zufriedenheit“ legte sich ein hoher Beamter ab 1559 als Ruhesitz an. Die heutigen Gebäude entstanden aber erst im 18.und 19.Jh., als Händler den verwilderten Garten kauften und Kaufmannsgilden hier ihre Versammlungs- und Wohnräume einrichteten. Alle Figuren, die du siehst (darunter die berühmte Drachenmauer), sind typisch für den Zeitgeschmack der Kaufleute. Für einen Literatengarten sind sie eigentlich unpassend. Trotzdem kommen dessen Gestaltungselemente, der Gegensatz von Felsen und Wasser, das Spiel von Unregelmäßigkeit und Symmetrie, die Formenvielfalt der Fenster perfekt zum Einsatz. Mit Wandelgängen, Mauern, Hallen und Pavillons ist der Garten so abwechslungsreich angelegt, dass du durch viele verschiedene Szenerien spazierst. Das Gartenerlebnis beginnt schon vor dem Tor: mit dem Weg über die Zickzackbrücke am Teehaus Huxinting vorbei. Die seltsame Form der Brücke hat einen einfachen Grund: Böse Geister können nur geradeaus laufen und daher die Brücke nicht überqueren. Hier kannst du also gut einen Dämon abschütteln. Der Eingang führt in den westlichsten Gartenteil mit der Drei-Ähren-Halle, früher ein Versammlungssaal. Hinter der folgenden Halle stehst du vor der berühmtesten Szenerie des Gartens. Hier erhebt sich jenseits eines Goldkarpfen- und Seerosenteichs ein künstliches Felsgebirge aus gelben Steinen – das einzige Originalelement aus dem 16.Jh. Der Flussblickpavillon auf seinem Gipfel trug seinen Namen damals zu Recht. Gehst du am Teich vorbei und dann rechts, kommst du zum Doppelten Wandelgang. Ein weiteres Schaustück siehst du, wenn du an den östlichen Gartenteichen entlang bzw. auf kleinen Brücken darüber hinweg nach Süden gehst: Auf einem hohen Sockel steht dort eine Halle, und südlich davor liegt ein Hof, den drei Steine schmücken. Der mittlere davon ist löchrig wie ein riesiger Schwamm. Diese Jadepreziose ist einer der bekanntesten Gartensteine Chinas. Noch weiter nach Süden gelangst du zum Inneren Garten, der früher zum benachbarten Stadtgotttempel gehörte. Dort ist eine schön verzierte Theaterbühne erhalten geblieben. Am schönsten ist es im Yu Yuan übrigens bei Regenwetter. Erstens ist es dann nicht ganz so voll wie sonst, und zweitens gibt’s ein Erlebnis für die Ohren, denn dann wird der Garten hörbar. „Plopp“ macht es jedes Mal, wenn ein Tropfen auf die Blätter der Bananenstauden fällt. Sie wurden nur für diesen Soundeffekt angepflanzt. Gönn dir nach dem Besuch im Garten einen aromatischen Aufguss im Teehaus.


  • Shanghai bowuguan

    Museen
    • Shanghai bowuguan© Glow Images
    Insider-Tipp
    Kunst fürs Gepäck

    Das Shanghai Museum ist eine Schatzkammer der klassisch-chinesischen Kunst, die außerdem noch perfekt präsentiert wird, vor allem in der Porzellan- und in der Jadeabteilung (zweite bzw. vierte Etage). Wirf unbedingt auch einen Blick in die Abteilung mit altchinesischer Bronzekunst in der ersten Etage! Die uralten, ausdrucksstark verzierten Gefäße haben – wie auch die Jade aus der Ära vor ca. 3000 Jahren – eine geradezu magische Ausstrahlung. Sie inspirierten sogar die Architekten des Museumsbaus: Mit seiner runden Form und den „Henkeln“ ist er einem Opfergefäß nachempfunden. Ebenfalls erstklassig sind die Tuschmalereien im dritten Stock. Und danach ist Zeit für ein Päuschen in der Teestube (erste Etage), bevor du mit frischer Energie den Museumsladen plünderst. Er ist der beste in ganz China und hat neben Kunstbüchern auch perfekt gemachte Repliken.

    • Shanghai bowuguan© Glow Images
    Insider-Tipp
    Kunst fürs Gepäck

    Das Shanghai Museum ist eine Schatzkammer der klassisch-chinesischen Kunst, die außerdem noch perfekt präsentiert wird, vor allem in der Porzellan- und in der Jadeabteilung (zweite bzw. vierte Etage). Wirf unbedingt auch einen Blick in die Abteilung mit altchinesischer Bronzekunst in der ersten Etage! Die uralten, ausdrucksstark verzierten Gefäße haben – wie auch die Jade aus der Ära vor ca. 3000 Jahren – eine geradezu magische Ausstrahlung. Sie inspirierten sogar die Architekten des Museumsbaus: Mit seiner runden Form und den „Henkeln“ ist er einem Opfergefäß nachempfunden. Ebenfalls erstklassig sind die Tuschmalereien im dritten Stock. Und danach ist Zeit für ein Päuschen in der Teestube (erste Etage), bevor du mit frischer Energie den Museumsladen plünderst. Er ist der beste in ganz China und hat neben Kunstbüchern auch perfekt gemachte Repliken.


  • Taikang Lu

    Touristenattraktionen
    • Taikang Lu© MAIRDUMONT

    Künstler, Galeristen und Designer waren die Ersten, die hier vor Jahren heruntergekommene Häuser und Fabriken zu ihren Wohn- und Arbeitsstätten erklärten. Bohemecafés und Boutiquen folgten. In unzähligen kleinen Läden kann man nach ausgefallenen Mitbringseln stöbern. Galerien wie Beaugeste, die chinesische Fotografen ausstellt, bieten Kunst- und Kulturgenuss.

    • Taikang Lu© MAIRDUMONT

    Künstler, Galeristen und Designer waren die Ersten, die hier vor Jahren heruntergekommene Häuser und Fabriken zu ihren Wohn- und Arbeitsstätten erklärten. Bohemecafés und Boutiquen folgten. In unzähligen kleinen Läden kann man nach ausgefallenen Mitbringseln stöbern. Galerien wie Beaugeste, die chinesische Fotografen ausstellt, bieten Kunst- und Kulturgenuss.


  • Wàitan

    Touristenattraktionen
    • Wàitan© Michael Riehle, DuMont Reisebildportal
    Insider-Tipp
    Gut in Szene gesetzt

    Bund – der anglo-indische Ausdruck für ein befestigtes Flussufer ist zum Synonym für die imposanteste Uferpromenade im Fernen Osten geworden. Hier trifft die glorreiche Vergangenheit Shanghais auf eine verheißungsvolle Zukunft, und die ragt am anderen Ufer auf, in Pudong. Dort steht wie ein marsianisches Raumschiff der Fernsehturm, strahlt das neue Finanz- und Wirtschaftszentrum mit einer modernen Skyline über dem breiten Strom, dem Huangpu. Diesseits des Flusses zeugen die steinernen Relikte aus der kolonialen Vergangenheit von Macht und Reichtum der Banken und der großen Handelshäuser, die hier einst residierten. Von den Kommunisten mit Vernachlässigung gestraft, gehören die Monumente aus Granit heute wieder zu den teuersten Immobilien der Stadt. Ihre Schaufenster preisen einen märchenhaften Wohlstand. Vornehme Restaurants und mondäne Bars, edle Geschäfte und feine Galerien machen die neue Oberschicht glücklich. Die Uferpromenade wurde im Jahr 1992 zum Schutz vor Hochwasser höher gelegt. Dabei wurden die schönen Bäume gefällt, die jetzt nur noch auf alten Fotos im Bund Historical Museum zu sehen sind. Trotzdem bleibt der Bund die Flaniermeile der Stadt schlechthin. Schon morgens tanzen hier die Menschen in den Tag oder üben sich schweigend in Tai Chi, tagsüber bummeln die Touristen über die Promenade. Abends wird es richtig voll auf dem Bund, denn auch für chinesische (oft ländliche) Besucher ist die futuristisch beleuchtete Skyline von Pudong geradezu eine Verheißung: So soll die Zukunft aussehen! Einen schönen Blick auf den Bund hat man von der Terrasse der Vue Bar, der Bar M Glam und der Captain’s Bar, das klassischen „Korrespondenten-Selfie“ macht man auf der Terrasse der Bar Rouge. Spaziert man von Süd nach Nord über den Bund, kommt man an diesen Gebäuden vorbei.

    • Wàitan© Michael Riehle, DuMont Reisebildportal
    Insider-Tipp
    Gut in Szene gesetzt

    Bund – der anglo-indische Ausdruck für ein befestigtes Flussufer ist zum Synonym für die imposanteste Uferpromenade im Fernen Osten geworden. Hier trifft die glorreiche Vergangenheit Shanghais auf eine verheißungsvolle Zukunft, und die ragt am anderen Ufer auf, in Pudong. Dort steht wie ein marsianisches Raumschiff der Fernsehturm, strahlt das neue Finanz- und Wirtschaftszentrum mit einer modernen Skyline über dem breiten Strom, dem Huangpu. Diesseits des Flusses zeugen die steinernen Relikte aus der kolonialen Vergangenheit von Macht und Reichtum der Banken und der großen Handelshäuser, die hier einst residierten. Von den Kommunisten mit Vernachlässigung gestraft, gehören die Monumente aus Granit heute wieder zu den teuersten Immobilien der Stadt. Ihre Schaufenster preisen einen märchenhaften Wohlstand. Vornehme Restaurants und mondäne Bars, edle Geschäfte und feine Galerien machen die neue Oberschicht glücklich. Die Uferpromenade wurde im Jahr 1992 zum Schutz vor Hochwasser höher gelegt. Dabei wurden die schönen Bäume gefällt, die jetzt nur noch auf alten Fotos im Bund Historical Museum zu sehen sind. Trotzdem bleibt der Bund die Flaniermeile der Stadt schlechthin. Schon morgens tanzen hier die Menschen in den Tag oder üben sich schweigend in Tai Chi, tagsüber bummeln die Touristen über die Promenade. Abends wird es richtig voll auf dem Bund, denn auch für chinesische (oft ländliche) Besucher ist die futuristisch beleuchtete Skyline von Pudong geradezu eine Verheißung: So soll die Zukunft aussehen! Einen schönen Blick auf den Bund hat man von der Terrasse der Vue Bar, der Bar M Glam und der Captain’s Bar, das klassischen „Korrespondenten-Selfie“ macht man auf der Terrasse der Bar Rouge. Spaziert man von Süd nach Nord über den Bund, kommt man an diesen Gebäuden vorbei.


  • Shànghǎi Zhōngxīn Dàshà

    Architektonische Highlights
    • © Pavel Tvrdy, Shutterstock
    Insider-Tipp
    Lass dir ein Licht aufgehen

    Der Wolkenkratzer spiegle den gegenüberliegenden Bund, sagt man: nach Art des 21.Jhs. eben in der Senkrechten. Dieses einzigartige Gebäude hat sich in unvorstellbare Höhen geschraubt: Mit 632 m ist es das höchste Chinas und das dritthöchste der Welt. Das kalifornische Architekturbüro Gensler verwirklichte viele „grüne“ Ideen: So spart die geschwungene, von einer gläsernen Haut umspannte Fassade nach dem Prinzip einer Thermoskanne Kosten für die Klimatisierung und setzt dem Wind weniger Widerstand entgegen. Wenn der Fahrstuhl mit 20,5 m pro Sekunde in die Höhe schießt, kann einem schon mal die Luft wegbleiben. Auf der Aussichtsplattform mit 360-Grad-Ausblick in 561 m Höhe fühlt man sich dann dem Himmel seltsam nahe – und ganz weit weg von der Welt. Am schönsten ist es hier am Abend, wenn die Sonne über der Metropole untergeht und das Aufblitzen der Lichter den Abend einläutet.

    • © Pavel Tvrdy, Shutterstock
    Insider-Tipp
    Lass dir ein Licht aufgehen

    Der Wolkenkratzer spiegle den gegenüberliegenden Bund, sagt man: nach Art des 21.Jhs. eben in der Senkrechten. Dieses einzigartige Gebäude hat sich in unvorstellbare Höhen geschraubt: Mit 632 m ist es das höchste Chinas und das dritthöchste der Welt. Das kalifornische Architekturbüro Gensler verwirklichte viele „grüne“ Ideen: So spart die geschwungene, von einer gläsernen Haut umspannte Fassade nach dem Prinzip einer Thermoskanne Kosten für die Klimatisierung und setzt dem Wind weniger Widerstand entgegen. Wenn der Fahrstuhl mit 20,5 m pro Sekunde in die Höhe schießt, kann einem schon mal die Luft wegbleiben. Auf der Aussichtsplattform mit 360-Grad-Ausblick in 561 m Höhe fühlt man sich dann dem Himmel seltsam nahe – und ganz weit weg von der Welt. Am schönsten ist es hier am Abend, wenn die Sonne über der Metropole untergeht und das Aufblitzen der Lichter den Abend einläutet.


  • Fairmont Peace Hotel

    Architektonische Highlights
    • Fairmont Peace Hotel© Glow Images
    Insider-Tipp
    Hinter die Kulissen schauen

    Am Beginn der Nanjing Lu ragt das ehemalige Sassoon House auf, gekrönt von einer 19 m hohen Pyramide aus Kupfer, die abends grün leuchtet. 1928 im Stil der Chicagoer Schule von Palmer & Turner errichtet, beherbergte es einst das luxuriöse Cathay Hotel. Hier stieg die Hautevolee der Welt ab, darunter Stars wie Charlie Chaplin. Der Erbauer, der unermesslich reiche Sir Ellice Victor Sassoon, bewohnte das Penthouse. Die eleganten Frauen des Immobilienmagnaten, seine extravaganten Autos und die exaltierten Partys im Nachtclub unterm Dach sind Legende. Das Foyer des Peace Hotel gilt als Meisterstück des Art déco. Die Hotelkette Fairmont hat den in jahrelanger Arbeit auf Hochglanz polierten Prachtbau 2010 wiedereröffnet. Das Peace Museum zeigt Ausstellungen zur Geschichte der Nobelherberge. Eine englische Kunstexpertin bietet eine Hotelbesichtigung an. Die Tour kannst du mit einer Teestunde (High Tea Tour) in der Jasmin Lounge kombinieren.

    • Fairmont Peace Hotel© Glow Images
    Insider-Tipp
    Hinter die Kulissen schauen

    Am Beginn der Nanjing Lu ragt das ehemalige Sassoon House auf, gekrönt von einer 19 m hohen Pyramide aus Kupfer, die abends grün leuchtet. 1928 im Stil der Chicagoer Schule von Palmer & Turner errichtet, beherbergte es einst das luxuriöse Cathay Hotel. Hier stieg die Hautevolee der Welt ab, darunter Stars wie Charlie Chaplin. Der Erbauer, der unermesslich reiche Sir Ellice Victor Sassoon, bewohnte das Penthouse. Die eleganten Frauen des Immobilienmagnaten, seine extravaganten Autos und die exaltierten Partys im Nachtclub unterm Dach sind Legende. Das Foyer des Peace Hotel gilt als Meisterstück des Art déco. Die Hotelkette Fairmont hat den in jahrelanger Arbeit auf Hochglanz polierten Prachtbau 2010 wiedereröffnet. Das Peace Museum zeigt Ausstellungen zur Geschichte der Nobelherberge. Eine englische Kunstexpertin bietet eine Hotelbesichtigung an. Die Tour kannst du mit einer Teestunde (High Tea Tour) in der Jasmin Lounge kombinieren.


  • Lónghúa Sì

    Architektonische Highlights
    • Lónghúa Sì© MAIRDUMONT
    Insider-Tipp
    Der Tempel, der satt macht

    Eine anmutige Pagode aus dem Jahr 997 steht vor dem Haupttor der wohl schönsten Tempelanlage von Shanghai. Der vermutlich im 3.Jh. n. Chr. gegründete Tempel, im 15.und 19.Jh. neu aufgebaut und 2003 renoviert, war während der Kulturrevolution geschlossen. Keine der Statuen, die ihn ursprünglich schmückten, hat die Zerstörungswut der Roten Garden überlebt. Trotz des Baubooms im ganzen Stadtteil hat der prächtige „Tempel der Drachenblume“ seinen ruhigen Charme bewahrt. Der monotone Gesang der Mönche zum Klang der Fischmaultrommel erfüllt die Luft. Betend ziehen sie nach dem Morgengebet, vor 12 Uhr und vor ihrem Mittagessen, durch die fünf Hallen. Auch du kannst dich um diese Zeit im rechten Seitenflügel mit einer ausgezeichneten vegetarischen Nudelsuppe stärken oder gleich die ganze Vielfalt der buddhistisch-vegetarischen Küche genießen. Der Märtyrerpark mit dem Memorial Museum nebenan bietet das ideologische Kontrastprogramm zum Tempel. Skulpturen im Stil des sozialistischen Realismus und eine futuristische Mausoleumspyramide erinnern an die Opfer des Massakers von 1927: Die Truppen Chiang Kai-sheks richteten mit Unterstützung der Geschäfts- und Unterwelt Shanghais ein Gemetzel an, dem schätzungsweise 5000 streikende Arbeiter und Kommunisten zum Opfer fielen. Daraufhin floh die Kommunistische Partei aus der Stadt und begann, die Macht nicht über die Mobilisierung des Industrieproletariats, sondern durch die Unterstützung der Bauern zu erobern – was schließlich auch gelang.

    • Lónghúa Sì© MAIRDUMONT
    Insider-Tipp
    Der Tempel, der satt macht

    Eine anmutige Pagode aus dem Jahr 997 steht vor dem Haupttor der wohl schönsten Tempelanlage von Shanghai. Der vermutlich im 3.Jh. n. Chr. gegründete Tempel, im 15.und 19.Jh. neu aufgebaut und 2003 renoviert, war während der Kulturrevolution geschlossen. Keine der Statuen, die ihn ursprünglich schmückten, hat die Zerstörungswut der Roten Garden überlebt. Trotz des Baubooms im ganzen Stadtteil hat der prächtige „Tempel der Drachenblume“ seinen ruhigen Charme bewahrt. Der monotone Gesang der Mönche zum Klang der Fischmaultrommel erfüllt die Luft. Betend ziehen sie nach dem Morgengebet, vor 12 Uhr und vor ihrem Mittagessen, durch die fünf Hallen. Auch du kannst dich um diese Zeit im rechten Seitenflügel mit einer ausgezeichneten vegetarischen Nudelsuppe stärken oder gleich die ganze Vielfalt der buddhistisch-vegetarischen Küche genießen. Der Märtyrerpark mit dem Memorial Museum nebenan bietet das ideologische Kontrastprogramm zum Tempel. Skulpturen im Stil des sozialistischen Realismus und eine futuristische Mausoleumspyramide erinnern an die Opfer des Massakers von 1927: Die Truppen Chiang Kai-sheks richteten mit Unterstützung der Geschäfts- und Unterwelt Shanghais ein Gemetzel an, dem schätzungsweise 5000 streikende Arbeiter und Kommunisten zum Opfer fielen. Daraufhin floh die Kommunistische Partei aus der Stadt und begann, die Macht nicht über die Mobilisierung des Industrieproletariats, sondern durch die Unterstützung der Bauern zu erobern – was schließlich auch gelang.


  • Dongfang Mingzhu Ta

    Architektonische Highlights
    • Dongfang Mingzhu Ta© Michael Riehle, DuMont Reisebildportal
    Insider-Tipp
    Traust du dich?

    Die Einheimischen scherzen: Das Schönste am Besuch des Fernsehturms sei, dass man ihn dann nicht von außen sehe. 468 m ragt der Turm auf der Halbinsel Pudong empor, eine Schönheit ist er bestimmt nicht. Der gläserne Gang um die mittlere Perle ist der ultimative Test für Schwindelfreie! Dafür liegt dir Shanghai zu Füßen. Wortwörtlich. Traust du dich? Unten im Sockel wird die Stadtgeschichte anschaulich dargestellt.

    • Dongfang Mingzhu Ta© Michael Riehle, DuMont Reisebildportal
    Insider-Tipp
    Traust du dich?

    Die Einheimischen scherzen: Das Schönste am Besuch des Fernsehturms sei, dass man ihn dann nicht von außen sehe. 468 m ragt der Turm auf der Halbinsel Pudong empor, eine Schönheit ist er bestimmt nicht. Der gläserne Gang um die mittlere Perle ist der ultimative Test für Schwindelfreie! Dafür liegt dir Shanghai zu Füßen. Wortwörtlich. Traust du dich? Unten im Sockel wird die Stadtgeschichte anschaulich dargestellt.


  • Chenghuang Miao

    Architektonische Highlights
    Insider-Tipp
    Wünsch Dir was!

    Bevor du im Yu-Garten in Chinas Gartenkunst eintauchst, drehe eine Runde durchs Stadtleben! Der Stadtgotttempel mit seinem Vorplatz war einmal das Zentrum des Zentrums. Noch heute nennen die Einheimischen die ganze trubelige Gegend nach diesem nicht besonders großen, aber lebendigen und bunten Heiligtum. Aus den Schreinen schauen jede Menge Figuren, so richtig wichtig sind vor allem die 60 Jahresgötter in der langen Durchgangshalle. Einer davon ist für dein Geburtsjahr zuständig – und damit auch für dich! Das ist deine Chance für einen persönlichen Wunsch. Eine Verbeugung und eine kleine Geldspende in einen der roten Kästen gehen immer, auf der sicheren Seite bist du aber mit drei Weihrauchstäbchen. Daran glauben muss man übrigens nicht – die Shanghaier würden sagen: Schaden kann’s nicht, aber vielleicht hilft’s ja doch. Ganz hinten, in der letzten Halle, erwartet dich der Hausherr zum Besuch: der rotgesichtige Stadtgott, Shanghais Schutzpatron. Mehr Aufmerksamkeit widmen die Stadtbewohner allerdings der linken Seitenhalle: Dort sitzt der Gott des Reichtums.

    Insider-Tipp
    Wünsch Dir was!

    Bevor du im Yu-Garten in Chinas Gartenkunst eintauchst, drehe eine Runde durchs Stadtleben! Der Stadtgotttempel mit seinem Vorplatz war einmal das Zentrum des Zentrums. Noch heute nennen die Einheimischen die ganze trubelige Gegend nach diesem nicht besonders großen, aber lebendigen und bunten Heiligtum. Aus den Schreinen schauen jede Menge Figuren, so richtig wichtig sind vor allem die 60 Jahresgötter in der langen Durchgangshalle. Einer davon ist für dein Geburtsjahr zuständig – und damit auch für dich! Das ist deine Chance für einen persönlichen Wunsch. Eine Verbeugung und eine kleine Geldspende in einen der roten Kästen gehen immer, auf der sicheren Seite bist du aber mit drei Weihrauchstäbchen. Daran glauben muss man übrigens nicht – die Shanghaier würden sagen: Schaden kann’s nicht, aber vielleicht hilft’s ja doch. Ganz hinten, in der letzten Halle, erwartet dich der Hausherr zum Besuch: der rotgesichtige Stadtgott, Shanghais Schutzpatron. Mehr Aufmerksamkeit widmen die Stadtbewohner allerdings der linken Seitenhalle: Dort sitzt der Gott des Reichtums.


  • Hong Kong and Shanghai Bank

    Architektonische Highlights
    Insider-Tipp
    Verborgene Werte

    Der gigantische neoklassizistische Bau von Palmer & Turner fällt mit seiner charakteristischen Kuppel sofort ins Auge. Das seinerzeit zweitgrößte Bankhaus der Welt HSBC war mit der Finanzierung des Handels so reich geworden, dass es sich 1921 diese protzige Repräsentanz leisten konnte. Von 1949 bis 1995 residierte hier die Stadtregierung, die das Gebäude genauso wie die Stadt herunterwirtschaftete. Der derzeitige Mieter, die Pudong Development Bank, restaurierte die sehenswerte Halle, deren Decke von 13 m hohen Säulen aus italienischem Marmor getragen wird. Mosaiken schmücken die Kuppel über dem Eingang, sie zeigen die früheren acht Standorte der Bank – es lohnt sich also einmal kurz hineinzuschauen!

    Insider-Tipp
    Verborgene Werte

    Der gigantische neoklassizistische Bau von Palmer & Turner fällt mit seiner charakteristischen Kuppel sofort ins Auge. Das seinerzeit zweitgrößte Bankhaus der Welt HSBC war mit der Finanzierung des Handels so reich geworden, dass es sich 1921 diese protzige Repräsentanz leisten konnte. Von 1949 bis 1995 residierte hier die Stadtregierung, die das Gebäude genauso wie die Stadt herunterwirtschaftete. Der derzeitige Mieter, die Pudong Development Bank, restaurierte die sehenswerte Halle, deren Decke von 13 m hohen Säulen aus italienischem Marmor getragen wird. Mosaiken schmücken die Kuppel über dem Eingang, sie zeigen die früheren acht Standorte der Bank – es lohnt sich also einmal kurz hineinzuschauen!


  • Luxùn Gongyuán

    Botanische Gärten & Parks
    • © Notch, Shutterstock
    Insider-Tipp
    Mit dem Herzen hören

    Eine gut besuchte Oase, durch die an Wochenenden der Gesang der Adhoc-Chöre hallt, die Volkslieder schmettern. Morgens ab 6 Uhr treffen sich Chinesen im Park: Sie üben Taijiquan (Schattenboxen) oder Mulanquan, die Gymnastik mit Schwert oder Fächer, und tanzen Tango zu Klängen aus dem Kassettenrecorder. Später hängen die Pensionäre hölzerne Käfige mit Singvögeln in die Bäume und beugen ihre Köpfe über Brettspiele. Lu Xun (1881–1936), der einflussreichste Schriftsteller des modernen China, verbrachte die letzten Jahre seines Lebens in Shanghai und ist in diesem Park begraben. Das gut gestaltete Lu-Xun-Museum – mit kleinem Buchladen, der auch deutsche Übersetzungen bereithält – gibt Einblick in sein Schaffen. In einem kleinen Kino wird eines von Lu Xuns meisterlichen Prosagedichten visualisiert: Man kann der Melodie der chinesischen Sprache lauschen und über englische Untertitel seine Sprachbilder bewundern. In der Nähe liegt auch Lu Xuns Wohnhaus. Geht man vom Haupteingang (Südtor) Richtung Süden, gelangt man auf die autofreie Duolun Lu. Die Bronzeskulpturen dort zeigen die gesellschaftskritischen Schriftsteller, die in der ersten Hälfte des 19.Jhs. die moderne chinesische Literatur schufen. Stöbere unbedingt in den kleinen Läden mit Antiquitäten, Handwerkskunst und kuriosen Dingen und besuche das Duolun Museum of Modern Art. Das liebenswürdige Eucalyptus Café des altertümlichen Koala Garden House (Nr. 240) ist ein guter Platz für eine Pause.

    • Tian'ai Lu, Shanghai
    • © Notch, Shutterstock
    Insider-Tipp
    Mit dem Herzen hören

    Eine gut besuchte Oase, durch die an Wochenenden der Gesang der Adhoc-Chöre hallt, die Volkslieder schmettern. Morgens ab 6 Uhr treffen sich Chinesen im Park: Sie üben Taijiquan (Schattenboxen) oder Mulanquan, die Gymnastik mit Schwert oder Fächer, und tanzen Tango zu Klängen aus dem Kassettenrecorder. Später hängen die Pensionäre hölzerne Käfige mit Singvögeln in die Bäume und beugen ihre Köpfe über Brettspiele. Lu Xun (1881–1936), der einflussreichste Schriftsteller des modernen China, verbrachte die letzten Jahre seines Lebens in Shanghai und ist in diesem Park begraben. Das gut gestaltete Lu-Xun-Museum – mit kleinem Buchladen, der auch deutsche Übersetzungen bereithält – gibt Einblick in sein Schaffen. In einem kleinen Kino wird eines von Lu Xuns meisterlichen Prosagedichten visualisiert: Man kann der Melodie der chinesischen Sprache lauschen und über englische Untertitel seine Sprachbilder bewundern. In der Nähe liegt auch Lu Xuns Wohnhaus. Geht man vom Haupteingang (Südtor) Richtung Süden, gelangt man auf die autofreie Duolun Lu. Die Bronzeskulpturen dort zeigen die gesellschaftskritischen Schriftsteller, die in der ersten Hälfte des 19.Jhs. die moderne chinesische Literatur schufen. Stöbere unbedingt in den kleinen Läden mit Antiquitäten, Handwerkskunst und kuriosen Dingen und besuche das Duolun Museum of Modern Art. Das liebenswürdige Eucalyptus Café des altertümlichen Koala Garden House (Nr. 240) ist ein guter Platz für eine Pause.

    • Tian'ai Lu, Shanghai

  • Shanghai Jewish Refugees Museum

    Architektonische Highlights
    Insider-Tipp
    Zeitreise in die Dreißiger

    Eine bemerkenswerte Fotoausstellung in der 1927 von russischen Juden errichteten Ohel-Moishe-Synagoge erinnert an die Zeit des jüdischen Ghettos. Auf jüdischen Spuren wandern kannst du mit dem Fotografen Dvir Bar-Gal. Aber auch ohne Museumsbesuch lohnt es sich, einen Spaziergang durch das Viertel Tilanqiao (提篮桥) westlich der ehemaligen Synagoge zu unternehmen. In den engen Gassen wohnen nicht nur bis heute viele „normale“ Shanghaier mit schmalem Geldbeutel, hier kamen auch die meisten jüdischen Flüchtlinge der 1930er unter und wurden in Tilanqiao unter japanischer Besatzung eingesperrt. Mit ein bisschen Fantasie lässt sich heute noch nachvollziehen, wie die Szenerie auf die Flüchtlinge gewirkt haben muss.

    Insider-Tipp
    Zeitreise in die Dreißiger

    Eine bemerkenswerte Fotoausstellung in der 1927 von russischen Juden errichteten Ohel-Moishe-Synagoge erinnert an die Zeit des jüdischen Ghettos. Auf jüdischen Spuren wandern kannst du mit dem Fotografen Dvir Bar-Gal. Aber auch ohne Museumsbesuch lohnt es sich, einen Spaziergang durch das Viertel Tilanqiao (提篮桥) westlich der ehemaligen Synagoge zu unternehmen. In den engen Gassen wohnen nicht nur bis heute viele „normale“ Shanghaier mit schmalem Geldbeutel, hier kamen auch die meisten jüdischen Flüchtlinge der 1930er unter und wurden in Tilanqiao unter japanischer Besatzung eingesperrt. Mit ein bisschen Fantasie lässt sich heute noch nachvollziehen, wie die Szenerie auf die Flüchtlinge gewirkt haben muss.


  • Shanghai Zoo

    Zoologische Gärten
    • © Silvia Tomarchio, Shutterstock
    Insider-Tipp
    Blütenzauber à la Shanghai

    Pandabären sehen so putzig aus, wenn sie Bambus vertilgen! Auch wenn die Tierhaltung der rund 600 gezeigten Spezies nicht optimal ist – für chinesische Verhältnisse ist dies ein guter Zoo. Er präsentiert die heimische Tier- und Pflanzenwelt in einer angenehmen Umgebung, die mit Blicken auf klassische Pavillons, zierliche Brücken und Seen überrascht, auf denen Pelikane und Enten schwimmen. Zauberhaft ist die Atmosphäre zur Kirschbaumblüte im Frühling, wenn die Wiesen bevölkert sind von verliebten Pärchen, picknickenden Familien und übermütigen Schulklassen.

    • © Silvia Tomarchio, Shutterstock
    Insider-Tipp
    Blütenzauber à la Shanghai

    Pandabären sehen so putzig aus, wenn sie Bambus vertilgen! Auch wenn die Tierhaltung der rund 600 gezeigten Spezies nicht optimal ist – für chinesische Verhältnisse ist dies ein guter Zoo. Er präsentiert die heimische Tier- und Pflanzenwelt in einer angenehmen Umgebung, die mit Blicken auf klassische Pavillons, zierliche Brücken und Seen überrascht, auf denen Pelikane und Enten schwimmen. Zauberhaft ist die Atmosphäre zur Kirschbaumblüte im Frühling, wenn die Wiesen bevölkert sind von verliebten Pärchen, picknickenden Familien und übermütigen Schulklassen.


  • Jiashan Market

    Touristenattraktionen
    Insider-Tipp
    Dorf meets City

    Versteckt in einem Gässchen, in einer alten Strickwarenfabrik, ist Shanghais erste „Urban Garden Community“ entstanden: eine grüne Oase, in der man sich um ökologisch verträgliche Lebensweise bemüht. Um einen ruhigen Hof gruppieren sich mit Naturmaterialien gestaltete Lokale. Nett ist es vor allem an den Markttagen (jia shanmarket.com) jeden ersten und dritten Samstag im Monat, weil du kulinarische und handwerklich feine Produkte findest und mit Farmern und Kunsthandwerkerinnen ins Gespräch kommst.

    Insider-Tipp
    Dorf meets City

    Versteckt in einem Gässchen, in einer alten Strickwarenfabrik, ist Shanghais erste „Urban Garden Community“ entstanden: eine grüne Oase, in der man sich um ökologisch verträgliche Lebensweise bemüht. Um einen ruhigen Hof gruppieren sich mit Naturmaterialien gestaltete Lokale. Nett ist es vor allem an den Markttagen (jia shanmarket.com) jeden ersten und dritten Samstag im Monat, weil du kulinarische und handwerklich feine Produkte findest und mit Farmern und Kunsthandwerkerinnen ins Gespräch kommst.


  • 1933

    Architektonische Highlights
    • © bigfatcat, Shutterstock
    Insider-Tipp
    Einfach mal verloren gehen

    Das alte Schlachthaus im noch typisch chinesischen Viertel Hongkou ist ein weltweit einzigartiges Architekturdenkmal aus der Zeit des Art déco: Hinter einer filigranen Lochfassade steigt in einem Atrium ein Labyrinth von Rampen, Brücken, Wendeltreppen in die Höhe, ein Meisterwerk der Betonbaukunst. Zugleich aber schauderhaft, wenn man sich das verängstigt brüllende Schlachtvieh vorstellt, das hier die Rampen hochgetrieben wurde. Mag sein, dass darum die teilweise interessanten Geschäfte und Restaurants, die hier eingezogen sind, nicht so recht aufblühen wollen. Der Verbrecherjagd-Atmosphäre, die der Film „Tinty Times“ eingefangen hat, entkommst du im gemütlichen Café Tinty Garden. Es ist voll mit blühenden Pflanzen, hat eine schöne Dachterrasse und guten Matchatee-Kuchen!

    • © bigfatcat, Shutterstock
    Insider-Tipp
    Einfach mal verloren gehen

    Das alte Schlachthaus im noch typisch chinesischen Viertel Hongkou ist ein weltweit einzigartiges Architekturdenkmal aus der Zeit des Art déco: Hinter einer filigranen Lochfassade steigt in einem Atrium ein Labyrinth von Rampen, Brücken, Wendeltreppen in die Höhe, ein Meisterwerk der Betonbaukunst. Zugleich aber schauderhaft, wenn man sich das verängstigt brüllende Schlachtvieh vorstellt, das hier die Rampen hochgetrieben wurde. Mag sein, dass darum die teilweise interessanten Geschäfte und Restaurants, die hier eingezogen sind, nicht so recht aufblühen wollen. Der Verbrecherjagd-Atmosphäre, die der Film „Tinty Times“ eingefangen hat, entkommst du im gemütlichen Café Tinty Garden. Es ist voll mit blühenden Pflanzen, hat eine schöne Dachterrasse und guten Matchatee-Kuchen!


  • Nanjing Lu

    Touristenattraktionen
    Insider-Tipp
    Lass leuchten!

    Damals wie heute war die Nanjing Lu die Einkaufsmeile der Stadt. Der Department Store No. 1 (Nr. 830) residiert als berühmter alter Konsumtempel an der Kreuzung zur Xizang Lu (Tibet Road) und markiert den Beginn der Fußgängerzone. Seine schlichte Backsteinfassade von 1934 steht im aussagereichen Gegensatz zum gegenüberliegenden Brilliance Shimao International Plaza (333 m) aus dem 21.Jh.: Die Säulen des Kommerzes wachsen in Shanghai unaufhaltsam in die Höhe. In der gesichtslosen Modernität der Nanjing Lu finden sich trotzdem noch einige schöne alte Gebäude wie das 1919 entstandene Kaufhaus Yong’an. Am Abend verwandeln die Leuchtreklamen die Straße in eine flackernde Lichtorgie.

    Insider-Tipp
    Lass leuchten!

    Damals wie heute war die Nanjing Lu die Einkaufsmeile der Stadt. Der Department Store No. 1 (Nr. 830) residiert als berühmter alter Konsumtempel an der Kreuzung zur Xizang Lu (Tibet Road) und markiert den Beginn der Fußgängerzone. Seine schlichte Backsteinfassade von 1934 steht im aussagereichen Gegensatz zum gegenüberliegenden Brilliance Shimao International Plaza (333 m) aus dem 21.Jh.: Die Säulen des Kommerzes wachsen in Shanghai unaufhaltsam in die Höhe. In der gesichtslosen Modernität der Nanjing Lu finden sich trotzdem noch einige schöne alte Gebäude wie das 1919 entstandene Kaufhaus Yong’an. Am Abend verwandeln die Leuchtreklamen die Straße in eine flackernde Lichtorgie.


  • Wukang Lu

    Touristenattraktionen
    Insider-Tipp
    Wegweiser durch die Nachbarschaft

    Im ruhigen Viertel um diese Straße finden sich viele kolonialzeitliche Villen, die einst von großen Politikern, Geschäftsleuten und anderen Berühmtheiten bewohnt wurden. Dies ist ein idealer Ort zum Stöbern in netten Boutiquen und zum Ausruhen in schönen Cafés und guten Restaurants, z. B. in der kleinen Gasse Ferguson Lane. Ein guter Startpunkt für deinen Spaziergang ist die ehemalige Residenz des Revolutionärs Huang Xing, einer der Gründungsgestalten der chinesischen Republik. Hier ist auch das Wukang Road Tourist Information Center untergebracht, das historische Fotos der Konzession und Modelle ihrer Häuser ausstellt. Dort erhältst du auch einen Flyer, der dir den Weg zu sehenswerten Zielen im Viertel weist.

    • Wukang Lu, Shanghai
    Insider-Tipp
    Wegweiser durch die Nachbarschaft

    Im ruhigen Viertel um diese Straße finden sich viele kolonialzeitliche Villen, die einst von großen Politikern, Geschäftsleuten und anderen Berühmtheiten bewohnt wurden. Dies ist ein idealer Ort zum Stöbern in netten Boutiquen und zum Ausruhen in schönen Cafés und guten Restaurants, z. B. in der kleinen Gasse Ferguson Lane. Ein guter Startpunkt für deinen Spaziergang ist die ehemalige Residenz des Revolutionärs Huang Xing, einer der Gründungsgestalten der chinesischen Republik. Hier ist auch das Wukang Road Tourist Information Center untergebracht, das historische Fotos der Konzession und Modelle ihrer Häuser ausstellt. Dort erhältst du auch einen Flyer, der dir den Weg zu sehenswerten Zielen im Viertel weist.

    • Wukang Lu, Shanghai

  • Morriss Estate

    Architektonische Highlights

    Verstreut im Ruijin-Park liegen die ab 1920 entstandenen Villen der Familie Morriss. Ihr Patriarch war Besitzer der "North China Daily News", der einst größten englischsprachigen Zeitung Chinas. Der Familie gehörte auch das Canidrome, eine Hunderennbahn gegenüber dem hinteren Eingang des Parks. Die Rennen zogen bis zu 50.000 Zuschauer an, und mancher verwettete hier sein letztes Hemd. Die Kommunisten verboten das "dekadente" Vergnügen. Das Haupthaus des Anwesens wurde als Luxusherberge für V.I.P.s wie Madame Mao genutzt und dient heute als Hotel. Man kann es zwar nicht besichtigen, aber in die Hotelhalle hineinschauen. Den Park dekorieren an schönen Tagen aufgerüschte chinesische Bräute und Bräutigame im Frack, die sich vor der romantischen Kulisse ablichten lassen.

    Verstreut im Ruijin-Park liegen die ab 1920 entstandenen Villen der Familie Morriss. Ihr Patriarch war Besitzer der "North China Daily News", der einst größten englischsprachigen Zeitung Chinas. Der Familie gehörte auch das Canidrome, eine Hunderennbahn gegenüber dem hinteren Eingang des Parks. Die Rennen zogen bis zu 50.000 Zuschauer an, und mancher verwettete hier sein letztes Hemd. Die Kommunisten verboten das "dekadente" Vergnügen. Das Haupthaus des Anwesens wurde als Luxusherberge für V.I.P.s wie Madame Mao genutzt und dient heute als Hotel. Man kann es zwar nicht besichtigen, aber in die Hotelhalle hineinschauen. Den Park dekorieren an schönen Tagen aufgerüschte chinesische Bräute und Bräutigame im Frack, die sich vor der romantischen Kulisse ablichten lassen.


  • Dongzhèngjiào shèngmu dàtáng

    Architektonische Highlights
    • © BobTok, Shutterstock

    Die 1934 erbaute Kathedrale mit ihren pfauenblauen Zwiebeltürmen gehört zu den schönsten Zeugnissen russischer Kultur in Shanghai. Nach 51 Jahren, in denen die Kirche als Börse, Nachtclub und Galerie diente, wurde 2013 erstmals wieder eine russisch-orthodoxe Messe gelesen. Die Anhänger der in China offiziell nicht anerkannten Religion hoffen, dass die Stadtregierung die Ausübung der Zeremonie auch weiterhin duldet.

    • Xinle Lu 55, Shanghai
    • © BobTok, Shutterstock

    Die 1934 erbaute Kathedrale mit ihren pfauenblauen Zwiebeltürmen gehört zu den schönsten Zeugnissen russischer Kultur in Shanghai. Nach 51 Jahren, in denen die Kirche als Börse, Nachtclub und Galerie diente, wurde 2013 erstmals wieder eine russisch-orthodoxe Messe gelesen. Die Anhänger der in China offiziell nicht anerkannten Religion hoffen, dass die Stadtregierung die Ausübung der Zeremonie auch weiterhin duldet.

    • Xinle Lu 55, Shanghai

  • Jìng'an Sì

    Architektonische Highlights
    • Jìng'an Sì© Michael Riehle, DuMont Reisebildportal

    Der 247 n.Chr. Errichtete "Tempel der Ruhe und des Friedens", während der Kulturrevolution umfunktioniert zu einer Kunststofffabrik, wurde im 21.Jh. für die Ewigkeit betoniert, kunstvoll mit Holzschnitzereien verziert und üppig vergoldet. Die hier zelebrierten Umzüge trommelnder Mönche, im Schlepptau Gläubige mit dem Ohr am Handy, zeigen geschäftige Kontemplation "made in Shanghai". Eindrucksvoll sind der 8,8 m hohe und 25 t schwere silberne Buddha in der Mahavira-Halle und, in einer Nebenhalle, ein sitzender Buddha aus weißer Jade.

    • Jìng'an Sì© Michael Riehle, DuMont Reisebildportal

    Der 247 n.Chr. Errichtete "Tempel der Ruhe und des Friedens", während der Kulturrevolution umfunktioniert zu einer Kunststofffabrik, wurde im 21.Jh. für die Ewigkeit betoniert, kunstvoll mit Holzschnitzereien verziert und üppig vergoldet. Die hier zelebrierten Umzüge trommelnder Mönche, im Schlepptau Gläubige mit dem Ohr am Handy, zeigen geschäftige Kontemplation "made in Shanghai". Eindrucksvoll sind der 8,8 m hohe und 25 t schwere silberne Buddha in der Mahavira-Halle und, in einer Nebenhalle, ein sitzender Buddha aus weißer Jade.


  • Bailaohuì dàshà

    Architektonische Highlights
    • © Dan Hanscom, Shutterstock

    Der Monolith am Suzhou Creek bildet den perspektivischen Abschluss im Norden des Bunds und ist ein Symbol der Stadt. Der majestätische, terrassierte Bau aus düsterem Backstein wurde 1934 als Apartmenthaus im Stil der Chicagoer Schule errichtet. Während die Architektur der älteren Kolonialbauten europäische Stile vom Barock über den Klassizismus bis zu Jugendstil und Bauhaus zitiert, reflektieren spätere Bauten wie dieser den Einfluss der Amerikaner.

    • © Dan Hanscom, Shutterstock

    Der Monolith am Suzhou Creek bildet den perspektivischen Abschluss im Norden des Bunds und ist ein Symbol der Stadt. Der majestätische, terrassierte Bau aus düsterem Backstein wurde 1934 als Apartmenthaus im Stil der Chicagoer Schule errichtet. Während die Architektur der älteren Kolonialbauten europäische Stile vom Barock über den Klassizismus bis zu Jugendstil und Bauhaus zitiert, reflektieren spätere Bauten wie dieser den Einfluss der Amerikaner.


  • Jiang Haiguan

    Architektonische Highlights
    • © MTS_Photo, Shutterstock

    Im markanten Uhrenturm des Gebäudes von 1927 schlägt "Big Ching". Die Uhr hielt schon im alten Zollamt von 1843 die Erinnerung an die britische Heimat wach und schützte seitdem die Stadt vor Bränden, wie abergläubige Chinesen meinten: weil der Feuergott das viertelstündliche Gebimmel als Feueralarm missverstehe und beschlossen habe, keine weiteren Brände zu legen. Das Zollamt brachte China natürlich auch messbare Vorteile: Der Staatshaushalt bezog Anfang des 20.Jh. etwa ein Drittel seiner Einkünfte aus den Seezöllen. Die unter britischer Leitung stehende Seezollbehörde bediente sich moderner Verwaltungsmethoden, arbeitete effizient und war sichtbarer Ausdruck der Kooperation zwischen dem ausländischen Freihandelsregime und dem chinesischen Staat.

    • Zhongshan Dong Yilu 13, Shanghai
    • © MTS_Photo, Shutterstock

    Im markanten Uhrenturm des Gebäudes von 1927 schlägt "Big Ching". Die Uhr hielt schon im alten Zollamt von 1843 die Erinnerung an die britische Heimat wach und schützte seitdem die Stadt vor Bränden, wie abergläubige Chinesen meinten: weil der Feuergott das viertelstündliche Gebimmel als Feueralarm missverstehe und beschlossen habe, keine weiteren Brände zu legen. Das Zollamt brachte China natürlich auch messbare Vorteile: Der Staatshaushalt bezog Anfang des 20.Jh. etwa ein Drittel seiner Einkünfte aus den Seezöllen. Die unter britischer Leitung stehende Seezollbehörde bediente sich moderner Verwaltungsmethoden, arbeitete effizient und war sichtbarer Ausdruck der Kooperation zwischen dem ausländischen Freihandelsregime und dem chinesischen Staat.

    • Zhongshan Dong Yilu 13, Shanghai

  • Shanghai World Financial Center

    Architektonische Highlights
    • © shao weiwei, Shutterstock

    Der 492 m hohe "Flaschenöffner", so sein Spitzname, ist eine japanische Investition und das Werk der New Yorker Architekten Kohn Pedersen Fox Associates. Ursprünglich sollte ein rundes Loch die Spitze des Hochhauses zieren. Dieser Entwurf allerdings erboste die Chinesen, erinnerte er doch an die aufgehende Sonne in der japanischen Flagge (die die Bauherren über Pudong aufziehen wollten, wie man argwöhnte). Nun ist das Loch wie ein Trapez geformt, als Tribut an die Harmonie der Völker.

    • © shao weiwei, Shutterstock

    Der 492 m hohe "Flaschenöffner", so sein Spitzname, ist eine japanische Investition und das Werk der New Yorker Architekten Kohn Pedersen Fox Associates. Ursprünglich sollte ein rundes Loch die Spitze des Hochhauses zieren. Dieser Entwurf allerdings erboste die Chinesen, erinnerte er doch an die aufgehende Sonne in der japanischen Flagge (die die Bauherren über Pudong aufziehen wollten, wie man argwöhnte). Nun ist das Loch wie ein Trapez geformt, als Tribut an die Harmonie der Völker.


  • Three on the Bund

    Architektonische Highlights

    Das ehemalige Union Building mit dem Portal an der Ecke zur Guangdong Lu ist ein Entwurf von Palmer & Turner aus Hongkong, deren Architektur in den 1920er- und 1930er-Jahren die Stadt geprägt hat. Das berühmte Büro zeichnet seit 1990 wieder für einige der neuen Hochhäuser verantwortlich. Ein reicher Chinese aus Amerika kaufte das heruntergekommene Gebäude im Renaissancestil aus dem Jahr 1916.Luxusgeschäfte und Gourmettempel schließen eine Marktnische in Sachen Lifestyle: Die neue Oberschicht kann hier nicht nur exklusive Klamotten kaufen und erlesene Speisen goutieren, sondern auch ihren künstlerischen Geschmack kultivieren. In der dritten Etage stellt die Shanghai Gallery of Arts zeitgenössische Kunst aus.

    Das ehemalige Union Building mit dem Portal an der Ecke zur Guangdong Lu ist ein Entwurf von Palmer & Turner aus Hongkong, deren Architektur in den 1920er- und 1930er-Jahren die Stadt geprägt hat. Das berühmte Büro zeichnet seit 1990 wieder für einige der neuen Hochhäuser verantwortlich. Ein reicher Chinese aus Amerika kaufte das heruntergekommene Gebäude im Renaissancestil aus dem Jahr 1916.Luxusgeschäfte und Gourmettempel schließen eine Marktnische in Sachen Lifestyle: Die neue Oberschicht kann hier nicht nur exklusive Klamotten kaufen und erlesene Speisen goutieren, sondern auch ihren künstlerischen Geschmack kultivieren. In der dritten Etage stellt die Shanghai Gallery of Arts zeitgenössische Kunst aus.


  • Wen Miao

    Architektonische Highlights
    • © Richie Chan, Shutterstock

    Eine Stadt, die Sitz eines kaiserlichen Beamten war, hatte im alten China stets auch einen Konfuziustempel, und der war als staatliche Einrichtung stets repräsentativ - so auch der Shanghaier Tempel von 1855.V.a. die Haupthalle mit ihrem doppeltraufigen, hohen Dach macht einen stattlichen Eindruck. Auf der Terrasse davor fanden alljährlich aufwendige Zeremonien zum Geburtstag des Konfuzius statt, finanziert aus der Staatskasse, denn Konfuzius (starb 479 v.Chr.) wurde von Amts wegen als großer Lehrer und Begründer der Staatsideologie hoch verehrt. Die Halle birgt ein Standbild des Meisters. Steinplatten in den Wänden verzeichnen den Text seiner "Gespräche" (Lunyu). Im Seitentrakt stehen die zweigeschossige Bibliothek und die einstige Tempelschule, rechts vorn überm Gartenteich ragt der "Turm des Literatursterns" auf.

    • Wenmiao Lu 215, Shanghai
    • © Richie Chan, Shutterstock

    Eine Stadt, die Sitz eines kaiserlichen Beamten war, hatte im alten China stets auch einen Konfuziustempel, und der war als staatliche Einrichtung stets repräsentativ - so auch der Shanghaier Tempel von 1855.V.a. die Haupthalle mit ihrem doppeltraufigen, hohen Dach macht einen stattlichen Eindruck. Auf der Terrasse davor fanden alljährlich aufwendige Zeremonien zum Geburtstag des Konfuzius statt, finanziert aus der Staatskasse, denn Konfuzius (starb 479 v.Chr.) wurde von Amts wegen als großer Lehrer und Begründer der Staatsideologie hoch verehrt. Die Halle birgt ein Standbild des Meisters. Steinplatten in den Wänden verzeichnen den Text seiner "Gespräche" (Lunyu). Im Seitentrakt stehen die zweigeschossige Bibliothek und die einstige Tempelschule, rechts vorn überm Gartenteich ragt der "Turm des Literatursterns" auf.

    • Wenmiao Lu 215, Shanghai

  • Shèng yi nà jué zhujiào zuò táng

    Architektonische Highlights

    Die größte katholische Kirche im Fernen Osten wurde 1910 im Stil der französischen Gotik errichtet und zeugt von der Missionstätigkeit der Jesuiten. Sie ist dem Schutzpatron Sankt Ignatius gewidmet. Der Backsteinbau mit zwei Glockentürmen hat schöne Wasserspeier und ist innen hell und schlicht ausgestattet.

    Die größte katholische Kirche im Fernen Osten wurde 1910 im Stil der französischen Gotik errichtet und zeugt von der Missionstätigkeit der Jesuiten. Sie ist dem Schutzpatron Sankt Ignatius gewidmet. Der Backsteinbau mit zwei Glockentürmen hat schöne Wasserspeier und ist innen hell und schlicht ausgestattet.


  • Old Lady on the Bund

    Architektonische Highlights

    Der schmale Bau war das Heim der ältesten englischsprachigen Zeitung Chinas. Das Erscheinen der 1864 gegründeten "North China Daily News" wurde 1951 mit dem Koreakrieg eingestellt. Die roten Buchstaben AIA der American International Assurance verschandeln heute das Gebäude, das 1923 im Stil der Neorenaissance errichtet wurde.

    • Zhongshan Dong Yilu 17, 200000 Shanghai

    Der schmale Bau war das Heim der ältesten englischsprachigen Zeitung Chinas. Das Erscheinen der 1864 gegründeten "North China Daily News" wurde 1951 mit dem Koreakrieg eingestellt. Die roten Buchstaben AIA der American International Assurance verschandeln heute das Gebäude, das 1923 im Stil der Neorenaissance errichtet wurde.

    • Zhongshan Dong Yilu 17, 200000 Shanghai

  • Shanghai Club

    Architektonische Highlights

    Der 1910 im Stil der englischen Renaissance errichtete Bau mit den zwei durchbrochenen Türmchen auf dem Dach war eine Bastion des britischen Snobismus. An dem mit 33,74 m angeblich längsten Bartresen der Welt tranken, qualmten und quatschten die elitären Mitglieder des 1864 gegründeten Shanghai Club. Neuankömmlinge mussten am Ende der Bar Platz nehmen, weg weit vom Fenster. Zwei Zoll Whisky im Magen seien das richtige Quantum, um sich nicht mehr über Schwierigkeiten aufzuregen, wurde ihnen geraten. Weil Frauen die männliche Beziehungspflege nur störten, war ihnen der Zutritt verboten. Chinesen sowieso. Das Hotel Waldorf Astoria hat die maskuline Long Bar stilecht rekonstruiert und gegenüber einen femininen Salon de Ville eingerichtet.

    Der 1910 im Stil der englischen Renaissance errichtete Bau mit den zwei durchbrochenen Türmchen auf dem Dach war eine Bastion des britischen Snobismus. An dem mit 33,74 m angeblich längsten Bartresen der Welt tranken, qualmten und quatschten die elitären Mitglieder des 1864 gegründeten Shanghai Club. Neuankömmlinge mussten am Ende der Bar Platz nehmen, weg weit vom Fenster. Zwei Zoll Whisky im Magen seien das richtige Quantum, um sich nicht mehr über Schwierigkeiten aufzuregen, wurde ihnen geraten. Weil Frauen die männliche Beziehungspflege nur störten, war ihnen der Zutritt verboten. Chinesen sowieso. Das Hotel Waldorf Astoria hat die maskuline Long Bar stilecht rekonstruiert und gegenüber einen femininen Salon de Ville eingerichtet.