Wissenswertes über Rotterdam & Den Haag
Erhalte wichtige Tipps zu Anreise, Fortbewegung, Klima, Zoll, Sicherheit, WLAN und mehr für deine Reise nach Rotterdam & Den Haag. So bist du bestens vorbereitet!Bloss nicht
Fettnäpfchen und Reinfälle vermeidenWas kostet wieviel?
| Was? | Wieviel €? |
|---|---|
| Snack | um 9 Euro für eine Portion bitterballen (8 Stück) |
| Kaffee | um 3,50 Euro für eine Tasse |
| Craftbier | um 5,50 Euro für 0,3 l |
| Bahnfahrt | 12 Euro für ein Rückfahrticket Den Haag–Rotterdam |
| Benzin | um 2,30 Euro für 1 l Euro 95 |
| Fahrrad | um 15 Euro für die Miete pro Tag |
Feste & Feiertage
1. Januar
- Neujahr
März/April
- Karfreitag/Ostermontag
27. April
- Koningsdag
5. Mai
- Bevrijdingsdag (nationaler Gedenktag zur Befreiung von der deutschen Besatzung)
Mai/Juni
- Christi Himmelfahrt/Pfingstmontag
25./26. Dezember
- Weihnachten
Vorbereitung
Auskunft
Rotterdam Partners (rotterdam.info) unterhalten zwei Tourismusbüros im Bahnhof Centraal (tgl. 9.30–18 Uhr | Tel. 010 7 90 01 85) sowie am Strand von Hoek van Holland. In Den Haag (denhaag.com) kannst du den Den Haag Info Store (Mo–Sa 10–18, So 10–16 Uhr | Koningin Julianaplein 10– 50) am Bahnhof Centraal besuchen. Die Touristinformation VVV (Kernzeit Di–Sa 10–16, So/Mo 11–15 Uhr | Stationsplein 7 | Tel. 015 2 15 40 52 | delft.com) in Delft findest du ebenfalls am Hauptbahnhof.
Ankommen
Anreise
Das Eisenbahnnetz ist gut ausgebaut, Schnell- und Intercityzüge verkehren in kurzen Abständen. Ab Frankfurt und Köln fährt der ICE in dreieinhalb bzw. gut zweieinviertel Stunden nach Utrecht, von dort aus gelangst du in 30 Minuten nach Rotterdam und Den Haag.
Auch mit dem Fernbus (checkmybus.de) sind Den Haag und Rotterdam gut erreichbar, Flixbus bietet täglich Fahrten an.
Auf der Autobahn sind die Niederlande über diverse Grenzübergänge zu erreichen: von Köln bzw. Dortmund über die A 57 oder die A 3, aus Richtung Bremen über die A 1 und A 30, aus Richtung Berlin über die A 2 und A 30.
Vom Amsterdamer Flughafen Schiphol kommst du in knapp 30 Minuten nach Rotterdam und in gut 30 Minuten nach Den Haag.
Einreise
Schweizer benötigen eine Identitätskarte, für EU-Bürger genügt der Personalausweis. Obwohl die Regierungen in Deutschland wie auch in den Niederlanden eine Intensivierung der Grenzkontrollen beschlossen haben, waren diese bei Redaktionsschluss noch die Ausnahme.
Klima & Reisezeit
Die komplette Randstad ist ein Ganzjahresziel. Das gilt auch für die Strandorte, da z. B. viele Strandpavillons mittlerweile auch im Winter geöffnet haben. Mai und Juni sind vielleicht die schönsten Reisemonate: Die Temperaturen sind angenehm, die Tage lang und die bisweilen fast bis Mitternacht andauernde blaue Stunde kann hinreißend schön sein. Kleiner Minuspunkt sind die Wassertemperaturen, die auch im späten Frühjahr oft noch nicht mehr als 16 oder 17 Grad betragen. An den langen Wochenenden über Himmelfahrt und Pfingsten kann es sehr voll werden.
Das gilt auch für die Sommermonate, wenn die Hotelpreise Höchstwerte erreichen und Attraktionen sowie Strände voll ausgelastet sind. Eine Schönwettergarantie gibt es leider nicht – die Spanne reicht von kühl und regnerisch bei nicht mal 20 Grad bis hin zu heißen Schönwetterperioden. September und Oktober sind abermals eine herrliche Reisezeit, wenngleich die Tage spürbar kürzer werden. Dafür ist die Nordsee dann deutlich wärmer als im Frühling.
Von November bis März ist es oft grau. Dafür entwickelt das Stadtleben im Winter eine charakteristische Behaglichkeit: Wenn sich Straßenlaternen, Hausbeleuchtungen und Kerzenlicht in den Grachten spiegeln, fühlen sich die Niederländer pudelwohl. Den kräftigen Wind und den vielen Regen ertragen sie derweil mit Gleichmut. Und Besucher können sich mit niedrigeren Hotelpreisen trösten.
Zoll
Waren für private Zwecke können innerhalb der EU zollfrei ein- und ausgeführt werden (zoll.de). Richtwerte hierfür sind u. a. 800 Zigaretten und 10 l Spirituosen. Für Schweizer gelten engere Mengenbeschränkungen, z. B. 250 Zigaretten, 5 l Wein und 1 l Spirituosen.
Weiterkommen
Öffentlicher Nahverkehr
Das ÖPNV-Netz ist hervorragend ausgebaut und der Kauf von Fahrscheinen gut organisiert. Busse und Straßenbahnen kannst du mit einer OVchipkaart benutzen. Du bekommst sie in Bahnhöfen am Fahrkartenautomaten. Es gibt Einmalkarten, die nur für einzelne Fahrten oder einige Stunden gültig und relativ teuer sind. In Rotterdam und Den Haag bekommst du auch günstige Tagestickets (Rotterdam: 11 Euro | ret.nl; Den Haag: 8,30 Euro | htm.nl). Ebenfalls im Angebot ist ein Tourist Day Ticket für die ganze Provinz Zuid-Holland, das allerdings nicht in den Zügen der NS gilt (17 Euro | touristdaytickets.nl). Der Transfer zwischen Rotterdam und Den Haag ist aber mit der Metrolinie E dennoch möglich.
Eine Alternative für alle, die öfter mit den Öffentlichen fahren, ist die wiederverwendbare Chipkarte (einmalig 7,50 Euro), auf die du am Fahrkartenautomaten und an gelben Automaten ein Guthaben laden kannst. Letztere stehen außer an Bahnhöfen auch in vielen Supermärkten und Zeitschriftenläden. Auch die Bezahlung per EC- oder Kreditkarte sowie mit dem Handy ist möglich. Dieses System nennt sich OV Pay (ovpay.nl) und funktioniert mit Geld- und Kreditkarte, Smartphone und Smartwatch. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich. Die OV-Pay-App dient lediglich der Kontrolle über Fahrten und Kosten.
Für alle Bezahlarten gilt, dass du unbedingt beim Einsteigen ein- und beim Aussteigen wieder auschecken musst – auch wenn du nur umsteigen willst! Dafür hältst du die Karte vor ein Lesegerät neben der Tür bzw. auf dem Bahnsteig, bis es kurz piept. Vergisst du das Auschecken, werden Einwegkarten ungültig. Dieses System ist nicht ohne Tücken: Vergessen einzuchecken? Oder nicht sicher, ob es funktioniert hat? Das erfordert eine gewisse Routine und selbst dann gibt es aufgrund des Piepstonkonzerts keine absolute Sicherheit. Doch keine Sorge: Wer den Besitz gültiger Fahrausweise nachweisen kann, wird bei Kontrollen oder Versehen nachsichtig und in der Regel niederländisch freundlich behandelt.
Leihräder
In jeder Stadt kannst du Räder mieten: in Rotterdam z. B. bei Zwaan Bikes (Mo–Fr 8.30–18, Sa/So 9–18 Uhr | ab 15 Euro/ Tag, E-Bike ab 27,50 Euro/Tag | Weena 705 | Tel. 010 4 12 62 20 | czwaan.nl), in Den Haag bzw. Scheveningen z. B. bei Haagsche Stadsfiets (tgl. 10–18 Uhr | ab 10 Euro/Tag, E-Bike ab 25 Euro/Tag | Bierkade 19 und Nieuwe Laantjes 141, ab ca. 2027 Keizerstraat 27 | Tel. 070 7 47 01 03/Tel. 070 3 55 40 60 | haagschestadsfiets.nl), in Delft z. B. bei Dena Bike (Mo–Fr 9–18, Sa 9–17 Uhr | ab 13,50 Euro/ Tag, E-Bike ab 35 Euro/Tag | Binnenwatersloot 13 | Tel. 015 7 85 76 79 | denabike.com). In Rotterdam und Den Haag gibt es darüber hinaus Räder über Sharinganbieter wie Donkey Republic (donkey.bike) oder – nur in Rotterdam – Lime (li.me), deren Tarife variieren.
Die Radwege sind fast überall perfekt ausgebaut und in der Regel von den Straßen abgetrennt. Vor allem in den Städten erfordert die Fortbewegung jedoch Übung und einen gewissen Mut, denn in der Rushhour geht es auf den Radwegen turbulent zu – auch weil von E-Bikes und bakfietsen (Lastenräder) über Cantas (Miniautos, die bis zu 45 km/h fahren) und Mofas allerlei andere Verkehrsmittel darauf unterwegs sind.
Mit dem Zug
Rotterdam und Den Haag sind sehr gut miteinander verbunden. Bis zu zwölf Züge pro Stunde verkehren zwischen Rotterdam Centraal und Den Haag Holland Spoor (HS), nach Den Haag Centraal sind es sechs. Die Fahrzeit beträgt zwischen 18 und 25 Minuten, Tickets kosten 6 Euro pro Strecke. Alle Züge halten unterwegs in Delft. Online-Auskunft erhältst du auf 9292.nl.
Die wiederverwendbaren Chipkarten und die Bezahlung per OV Pay gilt auch für Zugfahrten. Dazu musst du am Fahrkartenautomaten Reizen op Saldo bzw. Travelling with Credit aktivieren und ein Guthaben von mindestens 20 Euro auf die Karte laden. Anschließend kannst du mit der Karte an den Durchgangspforten im Bahnhof ein- und auschecken. Nach der Fahrt wird der korrekte Fahrpreis automatisch von deinem Guthaben abgebucht. Das System mag am Anfang kompliziert erscheinen, doch wenn man einmal weiß, wie es geht, ist es hervorragend.
Taxi & Wassertaxi
Für Taxis gilt in Rotterdam neuerdings ein Minimumtarif von 25 Euro. In Den Haag gilt ein Starttarif von mindestens 3,19 Euro, jeder gefahrene Kilometer kommt auf 2,35 Euro. Fahrten mit dem Wassertaxi kosten pro Person je nach Strecke pauschal zwischen 5 und 12,50 Euro.
Auto
Auf den Autobahnen sind 100 km/h, von 19 bis 6 Uhr 130 km/h, auf Landstraßen 80 km/h erlaubt. Innerorts darf man 50 bzw. 30 km/h fahren. Die Einhaltung der Geschwindigkeit wird geprüft, auf manchen Autobahnabschnitten auch mit ständiger Streckenkontrolle (trajectcontrolle), und die Bußgelder sind gepfeffert.
Weder zur Erkundung der Städte noch des Großraums Rotterdam/Den Haag ist ein Auto erforderlich. Wenn du dennoch mit dem PKW anreist, fallen hohe Parkkosten an. Im Zentrum von Rotterdam kostet die Stunde an Parkuhren 6,18 Euro, in Den Haag zwischen 2,50 und 7,50 Euro bei einem Tagesmaximum von 50 Euro. Die Bezahlung ist nur digital über die App von stadsparkeren.nl möglich. In Parkhäusern z. B. von Q-Park (q-park.nl) gibt es Tagestickets für 15 bis 25 Euro, Hotels nehmen meist höhere Tagessätze.
Vor Ort
Citycard
Rotterdam bietet eine Welcome Card (nach-rotterdam.de/praktisches/rotterdam-welcome-card) an, die zur Nutzung des ÖPNV berechtigt und mit der du Rabatte bei diversen Attraktionen erhältst. Sie kostet für einen Tag 15 Euro (zwei Tage 22,50, drei Tage 27,50 Euro).
Eintrittspreise
Die Eintrittspreise für Museen liegen je nach Größe und Bedeutung zwischen 8 und 20 Euro. Für Kinder und Jugendliche gelten Ermäßigungen bis hin zu freiem Eintritt. Wenn du dir sicher sein möchtest, dass du zu einem bestimmten Zeitpunkt eine Ausstellung besuchen kannst, solltest du vorab buchen. Attraktionen wie Zoos oder Themenparks liegen mit Preisen zwischen 25 und 40 Euro ebenfalls im europäischen Durchschnitt. Zur Orientierung hier ein paar Preisbeispiele: Hafenrundfahrt mit den Spido-Booten 17,50 Euro; Depot Boijmans van Beuningen 20 Euro; Euromast ab 12,50 Euro; Mauritshuis 20 Euro; Madurodam ab 19 Euro; Duinrell ab 24,50 Euro; Royal Delft Museum 17 Euro.
Geld & Kreditkarten
Das Bezahlen mit Karte ist in den Niederlanden wesentlich verbreiteter als in Deutschland – in einigen Geschäften und fast überall im Nachtleben kannst du sogar nur noch (!) mit Karte zahlen.
Museumskarte
Wer öfter in den Niederlanden ist, sollte den Kauf der Museumkaart (museum.nl) erwägen. Sie ist ab Kauf ein Jahr gültig und berechtigt zum Besuch der meisten Museen. Die Karte kostet 75 Euro (bis 18 Jahre 39 Euro). Sie ist online und in den Museen erhältlich. Die Museen, die die Museumskarte akzeptieren, sind im Text mit „MK“ gekennzeichnet.
Öffnungszeiten
Die Geschäfte in den Innenstädten sind montags von 13 bis 18, dienstags bis freitags von 10 bis 18 oder 19, samstags von 10 bis 17 und sonntags von 12 bis 17 Uhr geöffnet, hinzu kommt ein verkaufsoffener Donnerstag (Den Haag) bzw. Freitag (Rotterdam und Delft) bis 21 Uhr. Supermärkte haben in der Regel täglich von 7 oder 8 bis 22 Uhr geöffnet.
Post
Filialen der Post (postnl.nl) existieren kaum noch, dafür gibt es Servicepoints in Läden wie Primera und Bruna. Briefmarken gibt es auch in vielen Supermärkten. Wenn dir das zu lästig ist, kannst du auf der Website einen Code bestellen, den du handschriftlich aufträgst – einfach über Webshop/Postze gel/Postzegelcode durchklicken und mit Karte bezahlen.
Telefon & Handy
Die Landesvorwahl der Niederlande ist 0031, nach Deutschland 0049, in die Schweiz 0041, nach Österreich 0043.Beim Anruf aus dem Ausland musst du die führende Null der Vorwahl fürs jeweilige Orts- bzw. Handynetz weglassen.
Trinkgeld
Die Trinkgeldkultur ist in den Niederlanden nicht sonderlich ausgeprägt, fünf bis zehn Prozent sind in Lokalen schon großzügig. Ein paar Euro im Hotelzimmer zu hinterlassen, sollte selbstverständlich sein.
Unterkunft
Die Übernachtungsmöglichkeiten sind vielfältig. Da die Region jedoch kein klassisches Ferienziel ist, sind Ferienhäuser nur spärlich vorhanden. In etwas abgeschwächter Form gilt das auch für Ferienparks und Campingplätze, von denen es jedoch zwischen Hoek van Holland und den Dünen von Meijendel immerhin ein paar gibt. Für die Vermietung über Plattformen wie Airbnb gelten strenge Vorschriften und zum Teil Verbote, die allerdings juristisch umstritten sind und zuletzt immer wieder geändert wurden.
So bleibt vor allem eine attraktive Hotellandschaft mit einer wachsenden Zahl an ausgefallenen Häusern in allen Preisklassen. Generell fällt der Standard vor allem in den günstigen Kategorien etwas niedriger aus als in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Berüchtigt etwa ist das einlagige Toilettenpapier. Für ein ordentliches bis sehr gutes Hotelzimmer solltest du in der Hauptsaison mit 120 bis 200 Euro und mehr kalkulieren. Eine günstigere Alternative sind die Hostels von Stayokay (stayokay.com).
Eine niederländische Besonderheit sind die strandhuisjes, kleine Strandhäuser, die in immer größerer Zahl von den Oster- bis zu den Herbstferien direkt am Meer aufgebaut werden. Nicht zuletzt können auch B & Bs eine schöne Alternative sein. Auf bedandbreakfast.nl erhältst du einen Überblick und kannst dich von den meist freundlicheren Preisen überzeugen.
Notfälle und Sicherheit
Diplomatische Vertretungen
Deutsche Botschaft
Groot Hertoginnelaan 18–20 | Den Haag | Tel. 070 3 42 06 00 | den-haag.diplo.de
Österreichische Botschaft
van Alkemadelaan 342 | Den Haag | Tel. 070 3 24 54 70 | bmeia.gv.at/oeb-den-haag
Schweizerische Botschaft
Lange Voorhout 42 | Den Haag | Tel. 070 3 64 28 31 | eda.admin.ch/denhaag
Gesundheit
Besucher neigen dazu, die Kraft der Sonne zu unterschätzen. Sonnencreme und leichte Klamotten zum Überziehen sind also ratsam; an vielen Strandzugängen wurden sogar Spender mit kostenloser Sonnencreme aufgestellt. Regelmäßige Probleme haben die medizinischen Dienste mit ausländischen Besuchern, die den THC-Gehalt von gekauften Joints unterschätzen – Vorsicht ist geboten. Die meisten größeren Orte haben einen Central Doctor (Tel. 020 4 27 50 11 | centraldoctors.nl), der rund um die Uhr erreichbar ist.
Notruf
Tel. 1 12