Nordchina Top Sehenswürdigkeiten

Gugong
Architektonische Highlights
Beijing
Gugong
Tiananmen Square
Touristenattraktionen
Beijing
Tian'anmen Guangchang
Wangfujing Pedestrian Street
Touristenattraktionen
Beijing
Ming Shisanling
Touristenattraktionen
Beijing
Ming Shisanling
Himmelsaltar
Architektonische Highlights
Beijing
Tiantan
Wanli Changcheng (Mutianyu)
Architektonische Highlights
Mutianyu
Wanli Changcheng (Badaling)
Architektonische Highlights
Badaling
Wanli Changcheng (Badaling)
The Summer Palace
Architektonische Highlights
Beijing
Yihe Yuan
Tai Shan
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Tai'an
Tai Shan
Houhai
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Peking
Liulichang
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Beijing
Guojia da juyuan
Architektonische Highlights
Beijing
Lama Temple
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Yonghe Gong
Baiyun Guan
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Běijīng
Changling
Architektonische Highlights
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Dingling
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Xiang Shan
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Běijīng
Xiang Shan
Wutai Shan
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Taihuai
Wutai Shan
Yungang Shiku
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Yungang Shiku
Yi He Yuan
Botanische Gärten & Parks
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Jin Ci
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Taiyuan
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Qingdao
Qianmen Dajie
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Běijīng
Qianmen Dajie
Chang'an Jie
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Beijing
ZhengYangMen Gate
Architektonische Highlights
Běijīng
Qianmen
Tian'an Men
Architektonische Highlights
Běijīng
Tian'an Men
Drum Tower
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Běijīng

    Architektonische Highlights

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    Touristenattraktionen

    Landschaftliche Highlights

    Botanische Gärten & Parks

    Museen


  • Gugong

    Architektonische Highlights
    • Gugong© Michael Riehle, DuMont Reisebildportal
    Insider-Tipp
    Pass auf!

    Mitten in Peking, doch durch eine mächtige Mauer und einen breiten Wassergraben abgeschirmt, liegt die einstige Verbotene Stadt. Unter kaisergelb glasierten Dächern wohnte hier der Himmelssohn mit der Kaiserin, mit Konkubinen, Zofen und Eunuchen – insgesamt einige Tausend Personen. Die Anlage entstand von 1406 bis 1420.Zwar wurden viele Gebäude später erneuert, doch der Stil der Ming-Zeit blieb bis heute bewahrt. Durch das südliche Haupttor Wu Men und ein weiteres Tor gelangt man zu den drei gewaltigen Thron- und Audienzhallen, dem baulichen Zentrum. Überall sind schmückende Drachen zu erkennen, Symbole des Kaisers. Nach Norden hin folgen die Wohnbereiche. In der Mitte liegen wiederum drei Thronhallen; die erste war der Wohnpalast des Kaisers, die anderen dienten der Kaiserin. Die westlichen Palastteile veranschaulichen mit der erhaltenen Einrichtung, wie man damals wohnte – eingesperrt und wenig komfortabel. In einigen anderen Hallen ist ein Teil der kaiserlichen Kunstschätze ausgestellt. Besonders schön ist der ganz im Osten gelegene „Palast des Altwerdens in Frieden“ (Ningshou Gong). Vor seinem Südtor passiert man eine prächtige Neun-Drachen-Mauer aus farbig glasierten Reliefziegeln. In den Seitenhallen des Ningshou Gong und den nördlich folgenden Gebäuden befinden sich die Schatzkammern des Palastmuseums. Ein Tag reicht nicht, um alles zu sehen. Besonders die kaiserlichen Kunst- und Kuriositätensammlungen sind einen zweiten Besuch wert. Achtung: Nimm auf jeden Fall deinen Reisepass mit, du musst ihn vor dem Besuch vorzeigen.

    • Gugong© Michael Riehle, DuMont Reisebildportal
    Insider-Tipp
    Pass auf!

    Mitten in Peking, doch durch eine mächtige Mauer und einen breiten Wassergraben abgeschirmt, liegt die einstige Verbotene Stadt. Unter kaisergelb glasierten Dächern wohnte hier der Himmelssohn mit der Kaiserin, mit Konkubinen, Zofen und Eunuchen – insgesamt einige Tausend Personen. Die Anlage entstand von 1406 bis 1420.Zwar wurden viele Gebäude später erneuert, doch der Stil der Ming-Zeit blieb bis heute bewahrt. Durch das südliche Haupttor Wu Men und ein weiteres Tor gelangt man zu den drei gewaltigen Thron- und Audienzhallen, dem baulichen Zentrum. Überall sind schmückende Drachen zu erkennen, Symbole des Kaisers. Nach Norden hin folgen die Wohnbereiche. In der Mitte liegen wiederum drei Thronhallen; die erste war der Wohnpalast des Kaisers, die anderen dienten der Kaiserin. Die westlichen Palastteile veranschaulichen mit der erhaltenen Einrichtung, wie man damals wohnte – eingesperrt und wenig komfortabel. In einigen anderen Hallen ist ein Teil der kaiserlichen Kunstschätze ausgestellt. Besonders schön ist der ganz im Osten gelegene „Palast des Altwerdens in Frieden“ (Ningshou Gong). Vor seinem Südtor passiert man eine prächtige Neun-Drachen-Mauer aus farbig glasierten Reliefziegeln. In den Seitenhallen des Ningshou Gong und den nördlich folgenden Gebäuden befinden sich die Schatzkammern des Palastmuseums. Ein Tag reicht nicht, um alles zu sehen. Besonders die kaiserlichen Kunst- und Kuriositätensammlungen sind einen zweiten Besuch wert. Achtung: Nimm auf jeden Fall deinen Reisepass mit, du musst ihn vor dem Besuch vorzeigen.


  • Tiananmen Square

    Touristenattraktionen
    • Tian'anmen Guangchang© Glow Images

    Pekings zentraler "Platz am Tor des Himmelsfriedens" gilt als größter innerstädtischer Platz der Welt. Er ist symbolbehaftet wie wenige andere Orte. Der Platz wurde 1958/1959 für die Massenaufmärsche zum zehnjährigen Staatsjubiläum angelegt. Seine 30 ha Fläche sind groß genug für eine halbe Million Menschen. Als neue, monumentale Randbebauung entstanden gleichzeitig die Volkskongresshalle (Chinas Parlamentssitz) im Westen und das Nationalmuseum auf der Ostseite. In der Mitte - genau auf Pekings großer Nord-Süd-Achse - erhebt sich auf einer gestuften Terrasse die Gedenkstelle der Volkshelden mit Reliefszenen aus der Geschichte vom Opiumkrieg bis 1949.Seit die Mongolen Peking zur Hauptstadt gemacht hatten, blickten die Kaiser von ihren Thronen 700 Jahre lang nach Süden durch einstmals sieben Tore hindurch sinnbildlich gesehen geradewegs in ihr Reich hinein. Nunmehr aber müssen die verstorbenen Majestäten auf der Nordseite der 38 m hohen Stele in Maos Handschrift die Worte lesen: "Die Volkshelden sind unsterblich". Im Süden erhielt der Platz einen städtebaulich wenig überzeugenden Abschluss erst 1976/1977 durch das Mao-Mausoleum. Mit dem gegenüberliegenden Tor Tian'an Men versammeln sich hier also lauter Bauten, die in Erinnerung an die leidvolle jüngere Geschichte Chinas und den großen Sieg der Kommunistischen Partei die nationale Identität des Landes prägen. So ist es nur natürlich, dass die Sorge um die Geschicke Chinas auch die oppositionellen Kräfte immer wieder auf diesen Platz treibt. Die blutige Niederschlagung der Studentenbewegung am 4.Juni 1989 hat die Symbolkraft des Ortes noch verstärkt. Seit 1999 sind die Sicherheitskräfte hier unzählige Male gegen die missliebige Falungong-Sekte vorgegangen.

    • Tian'anmen Guangchang, 100006 Beijing
    • Tian'anmen Guangchang© Glow Images

    Pekings zentraler "Platz am Tor des Himmelsfriedens" gilt als größter innerstädtischer Platz der Welt. Er ist symbolbehaftet wie wenige andere Orte. Der Platz wurde 1958/1959 für die Massenaufmärsche zum zehnjährigen Staatsjubiläum angelegt. Seine 30 ha Fläche sind groß genug für eine halbe Million Menschen. Als neue, monumentale Randbebauung entstanden gleichzeitig die Volkskongresshalle (Chinas Parlamentssitz) im Westen und das Nationalmuseum auf der Ostseite. In der Mitte - genau auf Pekings großer Nord-Süd-Achse - erhebt sich auf einer gestuften Terrasse die Gedenkstelle der Volkshelden mit Reliefszenen aus der Geschichte vom Opiumkrieg bis 1949.Seit die Mongolen Peking zur Hauptstadt gemacht hatten, blickten die Kaiser von ihren Thronen 700 Jahre lang nach Süden durch einstmals sieben Tore hindurch sinnbildlich gesehen geradewegs in ihr Reich hinein. Nunmehr aber müssen die verstorbenen Majestäten auf der Nordseite der 38 m hohen Stele in Maos Handschrift die Worte lesen: "Die Volkshelden sind unsterblich". Im Süden erhielt der Platz einen städtebaulich wenig überzeugenden Abschluss erst 1976/1977 durch das Mao-Mausoleum. Mit dem gegenüberliegenden Tor Tian'an Men versammeln sich hier also lauter Bauten, die in Erinnerung an die leidvolle jüngere Geschichte Chinas und den großen Sieg der Kommunistischen Partei die nationale Identität des Landes prägen. So ist es nur natürlich, dass die Sorge um die Geschicke Chinas auch die oppositionellen Kräfte immer wieder auf diesen Platz treibt. Die blutige Niederschlagung der Studentenbewegung am 4.Juni 1989 hat die Symbolkraft des Ortes noch verstärkt. Seit 1999 sind die Sicherheitskräfte hier unzählige Male gegen die missliebige Falungong-Sekte vorgegangen.

    • Tian'anmen Guangchang, 100006 Beijing

  • Wangfujing Pedestrian Street

    Touristenattraktionen
    • © Maridav, Shutterstock

    "Große Straße am Brunnen der Königsresidenz" bedeutet der volle Name von Pekings Hauptgeschäftsstraße - Wangfujing Dajie -, doch alle Welt sagt nur einfach Wangfujing. Dank neuer Konsumtempel und der Umwandlung zur Fußgängerzone ist die südliche Hälfte heute eine besonders bei chinesischen Pekingtouristen beliebte Flaniermeile mit Straßencafés und einer nach Westen abzweigenden Imbiss- und Andenkengasse. Weiter nördlich überrascht die Östliche Kathedrale von 1904 mit ansehnlichem Inneren und einem schönen Vorplatz.

    • Wang Fu Jing Dajie, 100006 Beijing
    • © Maridav, Shutterstock

    "Große Straße am Brunnen der Königsresidenz" bedeutet der volle Name von Pekings Hauptgeschäftsstraße - Wangfujing Dajie -, doch alle Welt sagt nur einfach Wangfujing. Dank neuer Konsumtempel und der Umwandlung zur Fußgängerzone ist die südliche Hälfte heute eine besonders bei chinesischen Pekingtouristen beliebte Flaniermeile mit Straßencafés und einer nach Westen abzweigenden Imbiss- und Andenkengasse. Weiter nördlich überrascht die Östliche Kathedrale von 1904 mit ansehnlichem Inneren und einem schönen Vorplatz.

    • Wang Fu Jing Dajie, 100006 Beijing

  • Ming Shisanling

    Touristenattraktionen
    • Ming Shisanling© Michael Riehle, DuMont Reisebildportal
    • Ming shisan ling© Michael Riehle, DuMont Reisebildportal

    Ein üblicher Abstecher auf dem Weg nach Badaling führt zu den gewaltigen Grabtempeln von 13 Kaisern der Ming-Dynastie (1368-1644). Die meisten sind verfallen und gesperrt. Im Grab Dingling sind die marmornen Grabkammern zu besichtigen. Das Grab Changling, das größte, ist das Einzige, dessen Opferhalle erhalten geblieben ist - ein imposantes Bauwerk mit 32 Säulen aus kostbarem Nanmuholz. Auf dem Zugang zur Nekropole passiert man die berühmte Geisterallee, an der steinerne Tiere und Beamte den Toten die letzte Ehre erweisen.

    • Ming Shisanling© Michael Riehle, DuMont Reisebildportal
    • Ming shisan ling© Michael Riehle, DuMont Reisebildportal

    Ein üblicher Abstecher auf dem Weg nach Badaling führt zu den gewaltigen Grabtempeln von 13 Kaisern der Ming-Dynastie (1368-1644). Die meisten sind verfallen und gesperrt. Im Grab Dingling sind die marmornen Grabkammern zu besichtigen. Das Grab Changling, das größte, ist das Einzige, dessen Opferhalle erhalten geblieben ist - ein imposantes Bauwerk mit 32 Säulen aus kostbarem Nanmuholz. Auf dem Zugang zur Nekropole passiert man die berühmte Geisterallee, an der steinerne Tiere und Beamte den Toten die letzte Ehre erweisen.


  • Himmelsaltar

    Architektonische Highlights
    • Tiantan© MAIRDUMONT
    • © MAIRDUMONT
    Insider-Tipp
    Auf die Ohren

    Das Areal ist mehr als doppelt so groß wie der Kaiserpalast, von den einst sechs kaiserlichen Altären ist der Himmelstempel der größte und bedeutendste. Das Areal ist mehr als doppelt so groß wie der Kaiserpalast. Die Anlage entstand um 1420 und erhielt ihr heutiges Aussehen im 16.Jh. Drei Gestaltungsmerkmale bestimmen die Architektur: Der Kreis ist die Form des Himmelsrunds, das Blau seine Farbe, und die Zahl Drei steht für des Kaisers männliche yang-Qualität. Die Opferterrasse im Süden ist kreisrund und dreifach gestuft. Die Zahl der Marmorplatten in den konzentrischen Ringen beträgt immer ein Vielfaches von drei. Hier brachte der Kaiser in der längsten Nacht des Jahres stellvertretend für die Menschenwelt ein aufwendiges Tieropfer dar. Wem dieses Opfer galt, erfährst du in der nördlich gelegenen kreisrunden Halle des „Kaiserlichen Himmelsgewölbes“: Die dort verwahrten „Geistertafeln“ des Himmels, der Sterne, des Wetters und der Amtsvorgänger wurden zum Opfer hervorgeholt. Ein aus weißem Marmor erbauter Dammweg führt nach Norden zur Halle des Erntegebets, dem wohl vollkommensten Bau klassischer chinesischer Architektur: Er ist rund, steht auf einer dreifachen Terrasse und trägt ein dreifaches blaues Dach. Im Inneren symbolisieren die vier innersten Säulen die Jahreszeiten, der innere Ring von zwölf Säulen steht für die Monate, der äußere für die zwölf Doppelstunden des Tages. Pekingoper ist dir zu lang, chinesische Musik eher fremd? In den Wandelgängen des Himmeltempels treffen sich Alt und Jung zum Singen, Tanzen, Musizieren – ideal zum Reinschnuppern und -hören.

    • Tiantan© MAIRDUMONT
    • © MAIRDUMONT
    Insider-Tipp
    Auf die Ohren

    Das Areal ist mehr als doppelt so groß wie der Kaiserpalast, von den einst sechs kaiserlichen Altären ist der Himmelstempel der größte und bedeutendste. Das Areal ist mehr als doppelt so groß wie der Kaiserpalast. Die Anlage entstand um 1420 und erhielt ihr heutiges Aussehen im 16.Jh. Drei Gestaltungsmerkmale bestimmen die Architektur: Der Kreis ist die Form des Himmelsrunds, das Blau seine Farbe, und die Zahl Drei steht für des Kaisers männliche yang-Qualität. Die Opferterrasse im Süden ist kreisrund und dreifach gestuft. Die Zahl der Marmorplatten in den konzentrischen Ringen beträgt immer ein Vielfaches von drei. Hier brachte der Kaiser in der längsten Nacht des Jahres stellvertretend für die Menschenwelt ein aufwendiges Tieropfer dar. Wem dieses Opfer galt, erfährst du in der nördlich gelegenen kreisrunden Halle des „Kaiserlichen Himmelsgewölbes“: Die dort verwahrten „Geistertafeln“ des Himmels, der Sterne, des Wetters und der Amtsvorgänger wurden zum Opfer hervorgeholt. Ein aus weißem Marmor erbauter Dammweg führt nach Norden zur Halle des Erntegebets, dem wohl vollkommensten Bau klassischer chinesischer Architektur: Er ist rund, steht auf einer dreifachen Terrasse und trägt ein dreifaches blaues Dach. Im Inneren symbolisieren die vier innersten Säulen die Jahreszeiten, der innere Ring von zwölf Säulen steht für die Monate, der äußere für die zwölf Doppelstunden des Tages. Pekingoper ist dir zu lang, chinesische Musik eher fremd? In den Wandelgängen des Himmeltempels treffen sich Alt und Jung zum Singen, Tanzen, Musizieren – ideal zum Reinschnuppern und -hören.


  • Wanli Changcheng (Mutianyu)

    Architektonische Highlights
    • © V_ace, Shutterstock

    An diesem Abschnitt der Mauer herrscht weniger Trubel als in Badaling. Der Abschnitt ist landschaftlich besonders schön und eine Sommerrodelbahn lockt große wie kleine Besucher an.

    • © V_ace, Shutterstock

    An diesem Abschnitt der Mauer herrscht weniger Trubel als in Badaling. Der Abschnitt ist landschaftlich besonders schön und eine Sommerrodelbahn lockt große wie kleine Besucher an.


  • Wanli Changcheng (Badaling)

    Architektonische Highlights
    • Wanli Changcheng (Badaling)© Glow Images
    Insider-Tipp
    Wilde Mauer

    Dass Peking einst Grenzstadt war, erkennt man noch an der Nähe zur Großen Mauer, die in ihrer heutigen Form erst im 16.Jh. entstand. Mehrere Abschnitte sind restauriert. Die meisten Besucher fahren nach Badaling (60 km nördl. von Peking), wo es sehr voll ist. Weniger überlaufen und landschaftlich schöner: das Mauerstück bei Mutianyu (70 km nördl.). Hier gibt es auch eine Sommerrodelbahn. Den Menschenmassen, die Badaling überfluten entgehst du auch in Huanghua (80 km nördl. von Peking). Die Chinesische Mauer ist hier weitgehend im Originalzustand belassen und kaum besucht. Statt Eintritt zu zahlen, bestellst du ein Getränk oder einen Snack im Restaurant, das den Zugang kontrolliert. Wie wär‘s mit einer leckeren gegrillten Forelle aus lokaler Zucht?

    • Wanli Changcheng (Badaling)© Glow Images
    Insider-Tipp
    Wilde Mauer

    Dass Peking einst Grenzstadt war, erkennt man noch an der Nähe zur Großen Mauer, die in ihrer heutigen Form erst im 16.Jh. entstand. Mehrere Abschnitte sind restauriert. Die meisten Besucher fahren nach Badaling (60 km nördl. von Peking), wo es sehr voll ist. Weniger überlaufen und landschaftlich schöner: das Mauerstück bei Mutianyu (70 km nördl.). Hier gibt es auch eine Sommerrodelbahn. Den Menschenmassen, die Badaling überfluten entgehst du auch in Huanghua (80 km nördl. von Peking). Die Chinesische Mauer ist hier weitgehend im Originalzustand belassen und kaum besucht. Statt Eintritt zu zahlen, bestellst du ein Getränk oder einen Snack im Restaurant, das den Zugang kontrolliert. Wie wär‘s mit einer leckeren gegrillten Forelle aus lokaler Zucht?


  • The Summer Palace

    Architektonische Highlights
    • Yihe Yuan© Glow Images

    Der riesige kaiserliche Garten mit seinen zahllosen Hallen, Wohnhöfen, Seen, Pavillons, Laubengängen und Pagoden entstand im Wesentlichen 1750/51 als Geschenk des Qianlong-Kaisers zum 60.Geburtstag seiner Mutter. Nach zweimaliger Plünderung und teilweiser Zerstörung - 1860 durch Engländer und Franzosen, das zweite Mal 1900 durch die alliierten Armeen nach der Niederschlagung des Boxeraufstands - wurde der "Garten der Harmoniepflege" (Yihe Yuan) unter der Regie der Kaiserin Cixi wiederaufgebaut. Nach der Vertreibung des letzten Kaisers im Jahr 1924 erhielt erstmals die Öffentlichkeit Zutritt. Das vorherrschende Motiv im Sommerpalast ist der Wunsch nach langem Leben. Er findet sich im Gebäudeschmuck (Symbole: Hirsch, Kranich, Kiefer, Bambus), in der Bepflanzung (Kiefer, Bambus) und in Orts- und Hallennamen. Langes Leben ist neben Reichtum und männlichem Nachwuchs eines der drei altchinesischen Glücksideale. Dass dieses Motiv hier so dominiert, hängt vor allem mit der Kaiserinwitwe Cixi zusammen, die sich den Palast 1886-91 als Alterssitz herrichten ließ. Gleich hinter dem Haupteingang liegen die Audienz- und Amtsgebäude. Sie sind ausnahmsweise nach Osten ausgerichtet. Von den Bronzetieren im Vorhof stehen Drachen und Phönixe für den Kaiser und die Kaiserin, während das große, beschuppte Fabeltier Qilin segensreiche Herrschaft verkörpert. In der ersten Halle wurden Beamte und ausländische Gesandte empfangen. Die Bronzekraniche und der Name des Gebäudes - "Halle des Altwerdens durch Güte" (Renshou Dian) - stimmen auf das Hauptthema des Palasts ein. Das graue Dach suggeriert Bescheidenheit. Nördlich der Halle gelangt man zu einem der zwei Palasttheater. Die dreigeschossige Bühne war bei ihrer Eröffnung 1891 die größte des Landes. Heute sind in den angrenzenden Räumen Kuriositäten aus Cixis Besitz - meist Geburtstagsgeschenke - ausgestellt, darunter ein alter Benz. Südwestlich davon, in der "Halle der Jadewogen" (Yulan Tang), hielt Kaiserin Cixi ihren Neffen, den vorletzten Mandschu-Kaiser, zehn Jahre lang interniert. Ihre eigenen Wohnräume, die sie von Mai bis Oktober bewohnte, liegen gleich nebenan in der "Halle der Freude und Langlebigkeit" (Leshou Tang). Überall sind Symbole der Langlebigkeit zu sehen, zum Beispiel die aus Bronze gegossenen Hirsche und Kraniche im Hof sowie Kalebassen und Unsterblichkeitspfirsiche im Innern. Hieran schließt das berühmteste Bauwerk des Sommerpalasts an: der 728 m lange, mit 8000 Roman- und Landschaftsszenen bemalte Wandelgang, der sich am Nordufer des Kunming-Sees entlangzieht. Folgt man ihm, so gelangt man auf halber Strecke zu einer Folge von Treppen und Hallen, die zum "Pavillon des Buddhaweihrauchs" (Foxiang Ge) hinaufführen, von dem man einen schönen Blick auf den See genießen kann. Der Wandelgang endet nahe dem steinernen Raddampfer, einem kuriosen Produkt des Geschmacks der späten Ging-Zeit. Hier gibt es einen Bootsverleih und Anlegestellen für Rundfahrts- und Fährboote. Geht man weiter um den "Hügel des langen Lebens" (Wanshou Shan) herum, so gelangt man zur Suzhou-Straße, deren hübsche Ladenzeilen aus 60 Geschäften und kleinen Lokalen in historischem Gewand idyllisch beiderseits eines Kanals liegen. Die Anlage wurde 1990 nach einem im Jahr 1860 von der französisch-britischen Armee zerstörten Vorbild rekonstruiert. Oberhalb davon, auf dem Nordhang, stehen die tibetischen Klosterbauten. Der stimmungsvollste Teil des Yihe Yuan jedoch ist der "Garten des inneren Einklangs und des äußeren Wohlgefallens" (Xiequ Yuan) im Nordosten. Wer sich hier an einem Sommertag in den luftigen Teepavillon setzt und auf den herrlichen Lotosteich hinausträumt, erlebt klassische chinesische Lebensart der besten Sorte.

    • Yihe Yuan© Glow Images

    Der riesige kaiserliche Garten mit seinen zahllosen Hallen, Wohnhöfen, Seen, Pavillons, Laubengängen und Pagoden entstand im Wesentlichen 1750/51 als Geschenk des Qianlong-Kaisers zum 60.Geburtstag seiner Mutter. Nach zweimaliger Plünderung und teilweiser Zerstörung - 1860 durch Engländer und Franzosen, das zweite Mal 1900 durch die alliierten Armeen nach der Niederschlagung des Boxeraufstands - wurde der "Garten der Harmoniepflege" (Yihe Yuan) unter der Regie der Kaiserin Cixi wiederaufgebaut. Nach der Vertreibung des letzten Kaisers im Jahr 1924 erhielt erstmals die Öffentlichkeit Zutritt. Das vorherrschende Motiv im Sommerpalast ist der Wunsch nach langem Leben. Er findet sich im Gebäudeschmuck (Symbole: Hirsch, Kranich, Kiefer, Bambus), in der Bepflanzung (Kiefer, Bambus) und in Orts- und Hallennamen. Langes Leben ist neben Reichtum und männlichem Nachwuchs eines der drei altchinesischen Glücksideale. Dass dieses Motiv hier so dominiert, hängt vor allem mit der Kaiserinwitwe Cixi zusammen, die sich den Palast 1886-91 als Alterssitz herrichten ließ. Gleich hinter dem Haupteingang liegen die Audienz- und Amtsgebäude. Sie sind ausnahmsweise nach Osten ausgerichtet. Von den Bronzetieren im Vorhof stehen Drachen und Phönixe für den Kaiser und die Kaiserin, während das große, beschuppte Fabeltier Qilin segensreiche Herrschaft verkörpert. In der ersten Halle wurden Beamte und ausländische Gesandte empfangen. Die Bronzekraniche und der Name des Gebäudes - "Halle des Altwerdens durch Güte" (Renshou Dian) - stimmen auf das Hauptthema des Palasts ein. Das graue Dach suggeriert Bescheidenheit. Nördlich der Halle gelangt man zu einem der zwei Palasttheater. Die dreigeschossige Bühne war bei ihrer Eröffnung 1891 die größte des Landes. Heute sind in den angrenzenden Räumen Kuriositäten aus Cixis Besitz - meist Geburtstagsgeschenke - ausgestellt, darunter ein alter Benz. Südwestlich davon, in der "Halle der Jadewogen" (Yulan Tang), hielt Kaiserin Cixi ihren Neffen, den vorletzten Mandschu-Kaiser, zehn Jahre lang interniert. Ihre eigenen Wohnräume, die sie von Mai bis Oktober bewohnte, liegen gleich nebenan in der "Halle der Freude und Langlebigkeit" (Leshou Tang). Überall sind Symbole der Langlebigkeit zu sehen, zum Beispiel die aus Bronze gegossenen Hirsche und Kraniche im Hof sowie Kalebassen und Unsterblichkeitspfirsiche im Innern. Hieran schließt das berühmteste Bauwerk des Sommerpalasts an: der 728 m lange, mit 8000 Roman- und Landschaftsszenen bemalte Wandelgang, der sich am Nordufer des Kunming-Sees entlangzieht. Folgt man ihm, so gelangt man auf halber Strecke zu einer Folge von Treppen und Hallen, die zum "Pavillon des Buddhaweihrauchs" (Foxiang Ge) hinaufführen, von dem man einen schönen Blick auf den See genießen kann. Der Wandelgang endet nahe dem steinernen Raddampfer, einem kuriosen Produkt des Geschmacks der späten Ging-Zeit. Hier gibt es einen Bootsverleih und Anlegestellen für Rundfahrts- und Fährboote. Geht man weiter um den "Hügel des langen Lebens" (Wanshou Shan) herum, so gelangt man zur Suzhou-Straße, deren hübsche Ladenzeilen aus 60 Geschäften und kleinen Lokalen in historischem Gewand idyllisch beiderseits eines Kanals liegen. Die Anlage wurde 1990 nach einem im Jahr 1860 von der französisch-britischen Armee zerstörten Vorbild rekonstruiert. Oberhalb davon, auf dem Nordhang, stehen die tibetischen Klosterbauten. Der stimmungsvollste Teil des Yihe Yuan jedoch ist der "Garten des inneren Einklangs und des äußeren Wohlgefallens" (Xiequ Yuan) im Nordosten. Wer sich hier an einem Sommertag in den luftigen Teepavillon setzt und auf den herrlichen Lotosteich hinausträumt, erlebt klassische chinesische Lebensart der besten Sorte.


  • Tai Shan

    Landschaftliche Highlights
    • Tai Shan© bushton3, Thinkstock

    Der 1545 m hohe Ostberg, bedeutendster der fünf heiligen Berge, galt einst als Herr über Leben und Tod. Seine Popularität rührt jedoch ebenso sehr von der Prinzessin der azurnen Wolken her, die im Volksmund "Mutter des Tai Shan" heißt, auf dem Berg zu Hause ist und besonders von Frauen in Fragen von Heirat und Geburt um Hilfe angefleht wird. Der Glaube an sie ist noch lebendig, wie man an den Babypuppen sieht, die am Berg als Votivgaben verkauft werden. Der Aufstieg erfolgt über einen breiten Weg mit soliden Steinstufen. Wer mag, kann bis zur halben Höhe mit dem Bus fahren und von dort die Seilbahn nehmen, doch zum echten Tai-Shan-Erlebnis gehört nun mal eine Portion Schweiß. Die Hauptroute führt nördlich des Tempels Dai Miao zunächst durch eine Folge von Toren, vorbei an kleinen Tempeln. Erst auf halber Höhe, beim "Mittleren Himmelstor", eröffnet sich der Blick auf den Gipfel. Hier liegt die Talstation der Seilbahn. Das anstrengendste Wegstück ist die endlos scheinende "Treppe der 18 Windungen". Am "Südlichen Himmelstor" beginnt die Gipfelregion. Hier stehen zwei Straßenzeilen aus Restaurants und Gasthöfen. Der weitere Weg führt durch den Tempel der Tai-Shan-Mutter hindurch. Sie gelangen zu einigen kuriosen Felsformationen und links hinauf zum höchsten Punkt, der mit dem Tempel des Jadekaisers - der obersten daoistischen Gottheit - umbaut wurde. Der ganze Weg ist innerhalb von elf Stunden zu schaffen. Wollen Sie oben bleiben, um den Sonnenaufgang zu erleben, empfiehlt sich das auf Ausländer eingestellte Shen Qi Hotel.

    • Tai'an
    • Tai Shan© bushton3, Thinkstock

    Der 1545 m hohe Ostberg, bedeutendster der fünf heiligen Berge, galt einst als Herr über Leben und Tod. Seine Popularität rührt jedoch ebenso sehr von der Prinzessin der azurnen Wolken her, die im Volksmund "Mutter des Tai Shan" heißt, auf dem Berg zu Hause ist und besonders von Frauen in Fragen von Heirat und Geburt um Hilfe angefleht wird. Der Glaube an sie ist noch lebendig, wie man an den Babypuppen sieht, die am Berg als Votivgaben verkauft werden. Der Aufstieg erfolgt über einen breiten Weg mit soliden Steinstufen. Wer mag, kann bis zur halben Höhe mit dem Bus fahren und von dort die Seilbahn nehmen, doch zum echten Tai-Shan-Erlebnis gehört nun mal eine Portion Schweiß. Die Hauptroute führt nördlich des Tempels Dai Miao zunächst durch eine Folge von Toren, vorbei an kleinen Tempeln. Erst auf halber Höhe, beim "Mittleren Himmelstor", eröffnet sich der Blick auf den Gipfel. Hier liegt die Talstation der Seilbahn. Das anstrengendste Wegstück ist die endlos scheinende "Treppe der 18 Windungen". Am "Südlichen Himmelstor" beginnt die Gipfelregion. Hier stehen zwei Straßenzeilen aus Restaurants und Gasthöfen. Der weitere Weg führt durch den Tempel der Tai-Shan-Mutter hindurch. Sie gelangen zu einigen kuriosen Felsformationen und links hinauf zum höchsten Punkt, der mit dem Tempel des Jadekaisers - der obersten daoistischen Gottheit - umbaut wurde. Der ganze Weg ist innerhalb von elf Stunden zu schaffen. Wollen Sie oben bleiben, um den Sonnenaufgang zu erleben, empfiehlt sich das auf Ausländer eingestellte Shen Qi Hotel.

    • Tai'an

  • Houhai

    Landschaftliche Highlights
    • © 1828858957, Shutterstock

    Der See in Peking ist seit den frühen 2000er Jahren vorallem durch das Hutong-Viertel in seiner Nähe und sein Nachtleben bekannt geworden

    • Peking
    • © 1828858957, Shutterstock

    Der See in Peking ist seit den frühen 2000er Jahren vorallem durch das Hutong-Viertel in seiner Nähe und sein Nachtleben bekannt geworden

    • Peking

  • Liulichang

    Touristenattraktionen

    Werkstätten für glasierte Ziegel, wie der Name behauptet, gibt es hier längst nicht mehr: Die als halbherzige Fußgängerzone gestalteten zwei Gassen – Liulichang West bzw. Ost – sind das traditionelle Zentrum des Pekinger Antiquitätenhandels. Viele der historisch aussehenden Häuser entstanden zwar erst nach 1980, sie lassen aber trotzdem erahnen, wie harmonisch Pekings Stadtbild früher einmal ausgesehen haben muss.

    Werkstätten für glasierte Ziegel, wie der Name behauptet, gibt es hier längst nicht mehr: Die als halbherzige Fußgängerzone gestalteten zwei Gassen – Liulichang West bzw. Ost – sind das traditionelle Zentrum des Pekinger Antiquitätenhandels. Viele der historisch aussehenden Häuser entstanden zwar erst nach 1980, sie lassen aber trotzdem erahnen, wie harmonisch Pekings Stadtbild früher einmal ausgesehen haben muss.


  • Guojia da juyuan

    Architektonische Highlights
    • © yuyangc, Shutterstock
    • © yuyangc, Shutterstock

    Ein soeben gelandetes Riesen-Ufo? Der 2007 fertig gestellte, linsenförmige Bau, den der Franzose Paul Andreu entwarf, war und ist höchst umstritten - aber zweifellos unterstreicht dieses spektakuläre Stück Architektur eindrücklich Chinas Ambitionen, sich auch kulturell als Avantgarde zu präsentieren.

    • © yuyangc, Shutterstock
    • © yuyangc, Shutterstock

    Ein soeben gelandetes Riesen-Ufo? Der 2007 fertig gestellte, linsenförmige Bau, den der Franzose Paul Andreu entwarf, war und ist höchst umstritten - aber zweifellos unterstreicht dieses spektakuläre Stück Architektur eindrücklich Chinas Ambitionen, sich auch kulturell als Avantgarde zu präsentieren.


  • Lama Temple

    Architektonische Highlights
    • Yonghe Gong© VitalyEdush, Thinkstock

    Der Lamatempel Yonghe Gong ist Pekings größtes und prächtigstes Tempelkloster - er zählt zu den allerersten Attraktionen der Stadt, auch wenn er erst 1744/1745 gegründet wurde. Dem Kaiserpalast oder dem Himmelsaltar hat der "Palast der Harmonie" sogar eines voraus: Er ist kein Museum, sondern wird noch von Mönchen bewohnt. Er war ein Projekt der Mandschu-Kaiser - die gelb glasierten Dachziegel zeugen davon. Um zu dokumentieren, dass das zuvor einverleibte Tibet und die ebenfalls lamaistischen Mongolen im Reich gut aufgehoben seien, mochte der Hof nicht knausern. Die Verbindung von tibetisch-mongolischem Lamaismus und chinesischer Kultur nimmt hier vielfache Gestalt an. Die Inschriftentafeln an den Hallendächern sind viersprachig: chinesisch, mongolisch, tibetisch, mandschurisch. Schon der Auftakt ist prunkvoll: Drei große Schmucktore umstehen den Vorplatz. Eine 160 m lange Zuwehung schafft Abstand zum Staub der Straße. Jenseits eines weiteren Tors überquert man einen Hof, auf dem Glocken- und Trommelturm sowie zwei Stelenpavillons stehen. In der ersten Halle, ganz chinesisch, zürnen die großartigen Wächtergottheiten der vier Himmelskönige dem Bösen. Dämonen winden sich unter ihren Füßen. In der Mitte lacht der Dickbauchbuddha die Eintretenden verheißungsvoll an, und rückwärtig wacht Weitum als Schützer der Lehre über das Tempelinnere. Den nächsten Hof schmücken ein gewaltiges Weihrauchgefäß, ein Stelenpavillon mit viersprachiger Inschrift "Der Lamaismus" von 1792 sowie eine Bronzeplastik des Weltenberges Meru, auf dem die Götter, die Bodhisattvas und die Buddhas wohnen. Deren Heiligkeit schaust du in den zwei nächsten Hallen. In der ersten thronen die Buddhas der Drei Zeitalter auf ihren Lotosblüten, flankiert von den 18 Luohan. In der folgenden Halle sitzen als weitere goldene Trias der Buddha des langen Lebens, der Medizinbuddha und der Buddha des Löwengebrülls, dessen Erweckungsruf weltweit vernehmbar ist.

    • Yonghe Gong© VitalyEdush, Thinkstock

    Der Lamatempel Yonghe Gong ist Pekings größtes und prächtigstes Tempelkloster - er zählt zu den allerersten Attraktionen der Stadt, auch wenn er erst 1744/1745 gegründet wurde. Dem Kaiserpalast oder dem Himmelsaltar hat der "Palast der Harmonie" sogar eines voraus: Er ist kein Museum, sondern wird noch von Mönchen bewohnt. Er war ein Projekt der Mandschu-Kaiser - die gelb glasierten Dachziegel zeugen davon. Um zu dokumentieren, dass das zuvor einverleibte Tibet und die ebenfalls lamaistischen Mongolen im Reich gut aufgehoben seien, mochte der Hof nicht knausern. Die Verbindung von tibetisch-mongolischem Lamaismus und chinesischer Kultur nimmt hier vielfache Gestalt an. Die Inschriftentafeln an den Hallendächern sind viersprachig: chinesisch, mongolisch, tibetisch, mandschurisch. Schon der Auftakt ist prunkvoll: Drei große Schmucktore umstehen den Vorplatz. Eine 160 m lange Zuwehung schafft Abstand zum Staub der Straße. Jenseits eines weiteren Tors überquert man einen Hof, auf dem Glocken- und Trommelturm sowie zwei Stelenpavillons stehen. In der ersten Halle, ganz chinesisch, zürnen die großartigen Wächtergottheiten der vier Himmelskönige dem Bösen. Dämonen winden sich unter ihren Füßen. In der Mitte lacht der Dickbauchbuddha die Eintretenden verheißungsvoll an, und rückwärtig wacht Weitum als Schützer der Lehre über das Tempelinnere. Den nächsten Hof schmücken ein gewaltiges Weihrauchgefäß, ein Stelenpavillon mit viersprachiger Inschrift "Der Lamaismus" von 1792 sowie eine Bronzeplastik des Weltenberges Meru, auf dem die Götter, die Bodhisattvas und die Buddhas wohnen. Deren Heiligkeit schaust du in den zwei nächsten Hallen. In der ersten thronen die Buddhas der Drei Zeitalter auf ihren Lotosblüten, flankiert von den 18 Luohan. In der folgenden Halle sitzen als weitere goldene Trias der Buddha des langen Lebens, der Medizinbuddha und der Buddha des Löwengebrülls, dessen Erweckungsruf weltweit vernehmbar ist.


  • Baiyun Guan

    Architektonische Highlights

    Pekings einziges vollständig erhaltenes daoistisches Tempelkloster ist eine gepflegte Stätte lebendiger Religiosität. Durch schattige Höfe schreitet man von Halle zu Halle, bestaunt die zahlreichen Bildwerke und betrachtet die Mönche, die in ihrer typischen Tracht vom Wadenwickel bis zum hochgesteckten Haarknoten aussehen, wie alten Bildern entstiegen. Das Kloster wurde unter Dschingis Khan im Jahr 1227 gegründet und ist seither das wohl bedeutendste nordchinesische Zentrum des Daoismus. Die meisten Gebäude stammen aus dem 17.Jh. Ein prächtiges Schmucktor bildet mit der gegenüberliegenden Geistermauer den würdigen Auftakt. Im ersten Hof hinter dem inneren Tor hängt unter einer Marmorbrücke eine Scheibe in Form einer alten Kupfermünze. In deren Loch wiederum hängt ein Glöckchen. Bringt man es zum Klingen, indem man eine Münze dagegen wirft, so bedeutet dies Glück, und das Geld wandert in die Klosterkasse. In der ersten Halle schreckt eine Wächterfigur böse Geister ab. In der zweiten Halle sieht man den Jadekaiser, die höchste Gottheit des Daoismus, umgeben von Stern- und Himmelsgöttern. In der dritten Halle werden sieben Heilige verehrt. Die Statuen stammen aus der Ming-Zeit. Die vierte Halle ist dem großen Lehrer und Meister Qiu Chuji gewidmet. Er beeindruckte Dschingis Khan durch seine Weisheit, und ihm verdankt dieses Kloster letztlich seine Existenz. Die Gebeine des Weisen ruhen unter seinem Standbild. Die letzte Halle ist zweigeschossig. Die Figuren der Drei Reinen im Obergeschoss wurden schon 1428 geschaffen. In den kleineren Hallen westlich der Hauptachse geht es volkstümlicher zu. Hier kommen auch Frauengestalten zu ihrem Recht. Eine Halle enthält ausschließlich Muttergottheiten, die für Fruchtbarkeit, rasche und schmerzlose Geburt und für das Augenlicht der Kinder zuständig sind. Am erstaunlichsten ist aber die Halle der Jahresgötter. 60 phantasievolle, bunt bemalte Tonfiguren verkörpern die Jahre des chinesischen 60er-Zyklus.

    Pekings einziges vollständig erhaltenes daoistisches Tempelkloster ist eine gepflegte Stätte lebendiger Religiosität. Durch schattige Höfe schreitet man von Halle zu Halle, bestaunt die zahlreichen Bildwerke und betrachtet die Mönche, die in ihrer typischen Tracht vom Wadenwickel bis zum hochgesteckten Haarknoten aussehen, wie alten Bildern entstiegen. Das Kloster wurde unter Dschingis Khan im Jahr 1227 gegründet und ist seither das wohl bedeutendste nordchinesische Zentrum des Daoismus. Die meisten Gebäude stammen aus dem 17.Jh. Ein prächtiges Schmucktor bildet mit der gegenüberliegenden Geistermauer den würdigen Auftakt. Im ersten Hof hinter dem inneren Tor hängt unter einer Marmorbrücke eine Scheibe in Form einer alten Kupfermünze. In deren Loch wiederum hängt ein Glöckchen. Bringt man es zum Klingen, indem man eine Münze dagegen wirft, so bedeutet dies Glück, und das Geld wandert in die Klosterkasse. In der ersten Halle schreckt eine Wächterfigur böse Geister ab. In der zweiten Halle sieht man den Jadekaiser, die höchste Gottheit des Daoismus, umgeben von Stern- und Himmelsgöttern. In der dritten Halle werden sieben Heilige verehrt. Die Statuen stammen aus der Ming-Zeit. Die vierte Halle ist dem großen Lehrer und Meister Qiu Chuji gewidmet. Er beeindruckte Dschingis Khan durch seine Weisheit, und ihm verdankt dieses Kloster letztlich seine Existenz. Die Gebeine des Weisen ruhen unter seinem Standbild. Die letzte Halle ist zweigeschossig. Die Figuren der Drei Reinen im Obergeschoss wurden schon 1428 geschaffen. In den kleineren Hallen westlich der Hauptachse geht es volkstümlicher zu. Hier kommen auch Frauengestalten zu ihrem Recht. Eine Halle enthält ausschließlich Muttergottheiten, die für Fruchtbarkeit, rasche und schmerzlose Geburt und für das Augenlicht der Kinder zuständig sind. Am erstaunlichsten ist aber die Halle der Jahresgötter. 60 phantasievolle, bunt bemalte Tonfiguren verkörpern die Jahre des chinesischen 60er-Zyklus.


  • Changling

    Architektonische Highlights
    • © Takashi Images, Shutterstock

    Changling ist das größte, älteste und am besten erhaltene Mausoleum der Ming-Gräber. Der hier bestattete Kaiser Zhu Di (1360-1424) wird nach dem Namen seiner Ära (1403-24) gewöhnlich "Yongle-Kaiser" genannt. Er veranlasste den Ausbau Pekings zur Hauptstadt und war nach seinem Vater, dem Dynastiegründer, die bedeutendste Herrschergestalt der Ming-Zeit. Einzig in seinem Grabtempel blieb die Opferhalle erhalten, ein eindrucksvoller Bau mit 32 Säulen aus kostbarem Nanmu-Holz. Sie birgt eine Ausstellung von Grabbeigaben aus dem Dingling, der Ruhestätte des Wanli-Kaisers.

    • Sheng Dao 308, Beijing
    • © Takashi Images, Shutterstock

    Changling ist das größte, älteste und am besten erhaltene Mausoleum der Ming-Gräber. Der hier bestattete Kaiser Zhu Di (1360-1424) wird nach dem Namen seiner Ära (1403-24) gewöhnlich "Yongle-Kaiser" genannt. Er veranlasste den Ausbau Pekings zur Hauptstadt und war nach seinem Vater, dem Dynastiegründer, die bedeutendste Herrschergestalt der Ming-Zeit. Einzig in seinem Grabtempel blieb die Opferhalle erhalten, ein eindrucksvoller Bau mit 32 Säulen aus kostbarem Nanmu-Holz. Sie birgt eine Ausstellung von Grabbeigaben aus dem Dingling, der Ruhestätte des Wanli-Kaisers.

    • Sheng Dao 308, Beijing

  • Dingling

    Architektonische Highlights
    • © Jun Mu, Shutterstock

    Dingling, die viel besuchte Ruhestätte des Wanli-Kaisers (1563-1620), ist das einzige Mausoleum der Ming-Gräber, dessen Marmorgrüfte geöffnet wurden. Diese sind sehr geräumig, doch ansonsten eher enttäuschend. Interessanter ist die Ausstellung der kostbaren Grabbeigaben in den Seitenhallen des hinteren Hofs.

    • © Jun Mu, Shutterstock

    Dingling, die viel besuchte Ruhestätte des Wanli-Kaisers (1563-1620), ist das einzige Mausoleum der Ming-Gräber, dessen Marmorgrüfte geöffnet wurden. Diese sind sehr geräumig, doch ansonsten eher enttäuschend. Interessanter ist die Ausstellung der kostbaren Grabbeigaben in den Seitenhallen des hinteren Hofs.


  • Xiang Shan

    Landschaftliche Highlights
    • Xiang Shan© Glow Images

    Die "Duftberge" nordwestlich der Stadtmitte sind ein beliebtes Ausflugsziel, vor allem im Herbst, wenn sich das Laub leuchtend rot färbt. Hauptsehenswürdigkeiten sind zwei Buddhatempel und der Panoramablick vom 570 m hohen Gipfel. Schön ist der kaiserliche Xiang-Shan-Park mit einer Porzellanpagode. Auf den Gipfel schwebt man bequem im Sessellift. In der Ferne erkennt man die Pagode des Jadequells und den Sommerpalast. Neben dem Haupteingang zum Park liegt Biyun Si, das "Kloster der azurblauen Wolken". Es ist zwar nicht mehr aktiv, doch ehrwürdig und schön gelegen. Hier wurde von 1925 bis 1929 der Leichnam des Republikgründers Sun Yat-sen verwahrt (Gedenkhalle). Nicht weit vom Xiang Shan liegt der Botanische Garten mit dem "Tempelkloster des schlafenden Buddha", Wofo Si. Es beeindruckt mit seiner gepflegten Anlage und seinem Bildschmuck. Der Weg zum Kloster führt vorbei an Chinas größtem Gewächshaus. Der supermoderne Bau ist eine Sehenswürdigkeit für sich.

    • Xiang Shan© Glow Images

    Die "Duftberge" nordwestlich der Stadtmitte sind ein beliebtes Ausflugsziel, vor allem im Herbst, wenn sich das Laub leuchtend rot färbt. Hauptsehenswürdigkeiten sind zwei Buddhatempel und der Panoramablick vom 570 m hohen Gipfel. Schön ist der kaiserliche Xiang-Shan-Park mit einer Porzellanpagode. Auf den Gipfel schwebt man bequem im Sessellift. In der Ferne erkennt man die Pagode des Jadequells und den Sommerpalast. Neben dem Haupteingang zum Park liegt Biyun Si, das "Kloster der azurblauen Wolken". Es ist zwar nicht mehr aktiv, doch ehrwürdig und schön gelegen. Hier wurde von 1925 bis 1929 der Leichnam des Republikgründers Sun Yat-sen verwahrt (Gedenkhalle). Nicht weit vom Xiang Shan liegt der Botanische Garten mit dem "Tempelkloster des schlafenden Buddha", Wofo Si. Es beeindruckt mit seiner gepflegten Anlage und seinem Bildschmuck. Der Weg zum Kloster führt vorbei an Chinas größtem Gewächshaus. Der supermoderne Bau ist eine Sehenswürdigkeit für sich.


  • Wutai Shan

    Landschaftliche Highlights
    • Wutai Shan© tupianlingang, Thinkstock

    Schon vor 1900 Jahren sollen sich Mönche in die Einsamkeit dieses Gebirges zurückgezogen haben. Bald entstand dort eines der großen buddhistischen Zentren Chinas mit bis zu 300 Klöstern. Rund 1300 Mönche leben heute in den 58 verbliebenen Klöstern, von denen 20 beim Flecken Taihuai nahe beisammenliegen. Die meisten der Bauten stammen aus der Ming- und Qing-Zeit. Die wichtigste Heiligengestalt des Wutai Shan ist Manjushri, der Bodhisattva der Weisheit, der hier einmal gewohnt haben soll. Er wird oft auf einem Löwen reitend dargestellt. Die fünf bis zu 3058 m hohen Gipfel des Gebirges entsprechen, so heißt es, seinen fünf Fingern.

    • Wutai Shan© tupianlingang, Thinkstock

    Schon vor 1900 Jahren sollen sich Mönche in die Einsamkeit dieses Gebirges zurückgezogen haben. Bald entstand dort eines der großen buddhistischen Zentren Chinas mit bis zu 300 Klöstern. Rund 1300 Mönche leben heute in den 58 verbliebenen Klöstern, von denen 20 beim Flecken Taihuai nahe beisammenliegen. Die meisten der Bauten stammen aus der Ming- und Qing-Zeit. Die wichtigste Heiligengestalt des Wutai Shan ist Manjushri, der Bodhisattva der Weisheit, der hier einmal gewohnt haben soll. Er wird oft auf einem Löwen reitend dargestellt. Die fünf bis zu 3058 m hohen Gipfel des Gebirges entsprechen, so heißt es, seinen fünf Fingern.


  • Yungang Shiku

    Touristenattraktionen
    • Yungang Shiku© Cn0ra, Thinkstock
    Insider-Tipp
    Chronologisch!

    Die gewaltigen Höhlentempel entstanden 460–94 als Stiftungen der Toba-Herrscher und ziehen sich über 1 km Länge hin. Viele Darstellungen vermitteln eine heitere Frömmigkeit. Durch ihre teils monumentalen Maße fallen die Buddhas und Bodhisattvas am meisten auf. Kleine Buddhas bilden mitunter ganze Serien. Tanzende Apsara-Feen und Musikanten drücken das Glück des Erleuchteten aus. Vom Empfangskomplex aus geht es zunächst durch einen ebenso monumentalen wie neuen Tempel; dahinter liegt das östliche Ende der Grottenzeile. Beginne die Besichtigung aber besser am Westende, wo alles anfing – offene Elektrobusse bringen dich bis vor Grotte 20, die älteste. Ihr vorderer Teil ist eingestürzt, sodass der 14 m große Buddha im Freien steht. Die Nachbarn zur Rechten zeigen, wie Nr. 20 einmal aussah; alle bergen sie einen Monumentalbuddha mit zwei Begleitern. Weiter nach rechts folgen Grotten mit jeweils einem zentralen Pfeiler; sie wurden Ende des 19.Jhs. koloriert. Nr. 12 zeigt klassisch-chinesische Palastansichten und himmlische Musikanten mit Flöten und Trommeln. In Nr. 9 schweben Apsaras um die Bodhisattva-Figuren. Grotte Nr. 6 ist die beste von allen – vom Erhaltungszustand, der Fülle und Qualität der Darstellungen sowie von der architektonischen Anlage her. Zu sehen sind vor allem Szenen aus dem Leben Gautamas, des historischen Buddhas. Grotte 5 hat die mit 17 m größte Buddhafigur, auch ihre Begleiter sind monumental. Die zu groß konzipierte Grotte Nr. 3 schließlich wurde nie fertig. Erhalten blieben drei Figuren.

    • Yungang Shiku© Cn0ra, Thinkstock
    Insider-Tipp
    Chronologisch!

    Die gewaltigen Höhlentempel entstanden 460–94 als Stiftungen der Toba-Herrscher und ziehen sich über 1 km Länge hin. Viele Darstellungen vermitteln eine heitere Frömmigkeit. Durch ihre teils monumentalen Maße fallen die Buddhas und Bodhisattvas am meisten auf. Kleine Buddhas bilden mitunter ganze Serien. Tanzende Apsara-Feen und Musikanten drücken das Glück des Erleuchteten aus. Vom Empfangskomplex aus geht es zunächst durch einen ebenso monumentalen wie neuen Tempel; dahinter liegt das östliche Ende der Grottenzeile. Beginne die Besichtigung aber besser am Westende, wo alles anfing – offene Elektrobusse bringen dich bis vor Grotte 20, die älteste. Ihr vorderer Teil ist eingestürzt, sodass der 14 m große Buddha im Freien steht. Die Nachbarn zur Rechten zeigen, wie Nr. 20 einmal aussah; alle bergen sie einen Monumentalbuddha mit zwei Begleitern. Weiter nach rechts folgen Grotten mit jeweils einem zentralen Pfeiler; sie wurden Ende des 19.Jhs. koloriert. Nr. 12 zeigt klassisch-chinesische Palastansichten und himmlische Musikanten mit Flöten und Trommeln. In Nr. 9 schweben Apsaras um die Bodhisattva-Figuren. Grotte Nr. 6 ist die beste von allen – vom Erhaltungszustand, der Fülle und Qualität der Darstellungen sowie von der architektonischen Anlage her. Zu sehen sind vor allem Szenen aus dem Leben Gautamas, des historischen Buddhas. Grotte 5 hat die mit 17 m größte Buddhafigur, auch ihre Begleiter sind monumental. Die zu groß konzipierte Grotte Nr. 3 schließlich wurde nie fertig. Erhalten blieben drei Figuren.


  • Yi He Yuan

    Botanische Gärten & Parks
    • © Meiqianbao, Shutterstock

    Der riesige kaiserliche Garten mit seinen zahllosen Hallen, Wohnhöfen, Seen, Pavillons, Laubengängen und Pagoden entstand im Wesentlichen in den Jahren 1750/1751 als Geschenk des Qianlong-Kaisers zum 60.Geburtstag seiner Mutter. Nach zweimaliger Plünderung und teilweiser Zerstörung - 1860 durch Engländer und Franzosen, das zweite Mal 1900 durch die alliierten Armeen nach der Niederschlagung des Boxeraufstandes - wurde der "Garten der Harmoniepflege" unter der Regie der Kaiserin Cixi wieder hergerichtet. Nach der Vertreibung des letzten Kaisers erhielt erstmals die Öffentlichkeit Zutritt. Die Bauten unterscheiden sich erheblich vom "Winterpalast" Gugong. Stilistisch uneinheitlich, teilweise verspielt bis hin zum Kitsch, sind sie ein typisches Produkt der ausgehenden Qing-Zeit. Die Mandschu-Kaiser wollten sich hier nicht nur am sommerlichen Grün, sondern auch an der Tatsache delektieren, dass sie halb Asien beherrschten. So ließen sie südchinesische Gartenkunst ebenso imitieren wie die tibetische Klosterarchitektur. Auch ein Gebäude wie der "Pavillon des Buddhaweihrauchs" wäre unter den konfuzianischen Ming-Kaisern als dominierendes Palastgebäude undenkbar gewesen: Die Mandschu waren eben auch gläubige Buddhisten. Das vorherrschende Motiv im Yihe Yuan ist jedoch der Wunsch nach langem Leben. Er findet sich im Gebäudeschmuck (Symbole: Hirsch, Kranich, Kiefer, Bambus), in der Bepflanzung (Kiefer, Bambus) und in Orts- und Hallennamen. Langes Leben ist neben Reichtum und männlichem Nachwuchs eines der drei altchinesischen Glücksideale. Dass dieses Motiv hier so dominiert, hängt vor allem mit der Kaiserinwitwe Cixi zusammen, die sich den Palast 1886-1891 als Alterssitz herrichten ließ. Gleich hinter dem Haupteingang liegen die Audienz- und Amtsgebäude. Sie sind ausnahmsweise nach Osten ausgerichtet. Von den Bronzetieren im Vorhof stehen Drachen und Phönixe für den Kaiser und die Kaiserin, während das große, beschuppte Fabeltier Qilin segensreiche Herrschaft verkörpert.

    • © Meiqianbao, Shutterstock

    Der riesige kaiserliche Garten mit seinen zahllosen Hallen, Wohnhöfen, Seen, Pavillons, Laubengängen und Pagoden entstand im Wesentlichen in den Jahren 1750/1751 als Geschenk des Qianlong-Kaisers zum 60.Geburtstag seiner Mutter. Nach zweimaliger Plünderung und teilweiser Zerstörung - 1860 durch Engländer und Franzosen, das zweite Mal 1900 durch die alliierten Armeen nach der Niederschlagung des Boxeraufstandes - wurde der "Garten der Harmoniepflege" unter der Regie der Kaiserin Cixi wieder hergerichtet. Nach der Vertreibung des letzten Kaisers erhielt erstmals die Öffentlichkeit Zutritt. Die Bauten unterscheiden sich erheblich vom "Winterpalast" Gugong. Stilistisch uneinheitlich, teilweise verspielt bis hin zum Kitsch, sind sie ein typisches Produkt der ausgehenden Qing-Zeit. Die Mandschu-Kaiser wollten sich hier nicht nur am sommerlichen Grün, sondern auch an der Tatsache delektieren, dass sie halb Asien beherrschten. So ließen sie südchinesische Gartenkunst ebenso imitieren wie die tibetische Klosterarchitektur. Auch ein Gebäude wie der "Pavillon des Buddhaweihrauchs" wäre unter den konfuzianischen Ming-Kaisern als dominierendes Palastgebäude undenkbar gewesen: Die Mandschu waren eben auch gläubige Buddhisten. Das vorherrschende Motiv im Yihe Yuan ist jedoch der Wunsch nach langem Leben. Er findet sich im Gebäudeschmuck (Symbole: Hirsch, Kranich, Kiefer, Bambus), in der Bepflanzung (Kiefer, Bambus) und in Orts- und Hallennamen. Langes Leben ist neben Reichtum und männlichem Nachwuchs eines der drei altchinesischen Glücksideale. Dass dieses Motiv hier so dominiert, hängt vor allem mit der Kaiserinwitwe Cixi zusammen, die sich den Palast 1886-1891 als Alterssitz herrichten ließ. Gleich hinter dem Haupteingang liegen die Audienz- und Amtsgebäude. Sie sind ausnahmsweise nach Osten ausgerichtet. Von den Bronzetieren im Vorhof stehen Drachen und Phönixe für den Kaiser und die Kaiserin, während das große, beschuppte Fabeltier Qilin segensreiche Herrschaft verkörpert.


  • Red-brick Art Gallery

    Museen

    Man muss ein bisschen fahren, doch es lohnt sich: In einem der schönsten Kunsttempel der Welt erlebst du Wechselausstellungen internationaler zeitgenössischer Kunst. Der 10 000 m² große, rote Ziegelbau öffnet sich auf herrliche Gärten und verwunschene Höfe, alles miteinander verbunden durch kreisförmige „Mondtore“.

    Man muss ein bisschen fahren, doch es lohnt sich: In einem der schönsten Kunsttempel der Welt erlebst du Wechselausstellungen internationaler zeitgenössischer Kunst. Der 10 000 m² große, rote Ziegelbau öffnet sich auf herrliche Gärten und verwunschene Höfe, alles miteinander verbunden durch kreisförmige „Mondtore“.


  • Jin Ci

    Architektonische Highlights
    • © Meiqianbao, Shutterstock
    Insider-Tipp
    Da waren Meister am Werk

    Der Name „Jin-Gedenktempel“ bezieht sich auf den Herzog des alten Lehnsstaats Jin. Das eigentliche Thema der daoistischen Anlage hat aber mehr mit dem Flüsschen gleichen Namens zu tun, das hier entspringt: Quellendes Wasser bedeutet ständige Erneuerung, es ist Leben spendend wie der Schoß einer Frau. Durch Zauberkraft konnte eine junge Bauersfrau ihren Wasserkübel beliebig oft auffüllen. Ihre Schwiegermutter neidete ihr das und missbrauchte den Zauber. Die darauf folgende Überschwemmung konnte die Tochter zwar unter Kontrolle bringen, indem sie sich auf den Kübel setzte, doch unter ihr heraus strömt hier seither unaufhaltsam der ergiebige „Quell ewiger Jugend“. Die Bauersfrau, die gerade beim Frisieren war, als das Unglück geschah, wird hinter dem Quellbecken im „Turm der Wassermutter“ verehrt, wo man sie auf ihrem Kübel sitzen sieht. Im Obergeschoss ist die Wassermutter mit acht Dienerinnen dargestellt. Figuren und Wandbilder stammen aus der Ming-Zeit. Der kunsthistorische Schatz des Tempels sind aber die aus der Song-Zeit stammenden Frauengestalten in der Haupthalle. Die kolorierten Holzfiguren sind außergewöhnlich schön. Da sitzt die „Heilige Mutter“ des Herzogs von Jin im Kreis von Dienerinnen und Eunuchen. Auch hier geht es um Frauen und Wasser: Den Hintergrund der Heiligen Mutter bilden gemalte Wellen, und gleich vor der Halle liegt ein Teich, über den die „fliegende Brücke“ führt. Einige mächtige Baumveteranen zeugen auf andere Weise von der Lebenskraft des Orts. Zum Eingang hin wachen vier songzeitliche „Eisenmänner“ über den Bezirk; am anderen Bachufer steht eine mit kunstvollen farbigen Holzschnitzereien verzierte Theaterbühne.

    • © Meiqianbao, Shutterstock
    Insider-Tipp
    Da waren Meister am Werk

    Der Name „Jin-Gedenktempel“ bezieht sich auf den Herzog des alten Lehnsstaats Jin. Das eigentliche Thema der daoistischen Anlage hat aber mehr mit dem Flüsschen gleichen Namens zu tun, das hier entspringt: Quellendes Wasser bedeutet ständige Erneuerung, es ist Leben spendend wie der Schoß einer Frau. Durch Zauberkraft konnte eine junge Bauersfrau ihren Wasserkübel beliebig oft auffüllen. Ihre Schwiegermutter neidete ihr das und missbrauchte den Zauber. Die darauf folgende Überschwemmung konnte die Tochter zwar unter Kontrolle bringen, indem sie sich auf den Kübel setzte, doch unter ihr heraus strömt hier seither unaufhaltsam der ergiebige „Quell ewiger Jugend“. Die Bauersfrau, die gerade beim Frisieren war, als das Unglück geschah, wird hinter dem Quellbecken im „Turm der Wassermutter“ verehrt, wo man sie auf ihrem Kübel sitzen sieht. Im Obergeschoss ist die Wassermutter mit acht Dienerinnen dargestellt. Figuren und Wandbilder stammen aus der Ming-Zeit. Der kunsthistorische Schatz des Tempels sind aber die aus der Song-Zeit stammenden Frauengestalten in der Haupthalle. Die kolorierten Holzfiguren sind außergewöhnlich schön. Da sitzt die „Heilige Mutter“ des Herzogs von Jin im Kreis von Dienerinnen und Eunuchen. Auch hier geht es um Frauen und Wasser: Den Hintergrund der Heiligen Mutter bilden gemalte Wellen, und gleich vor der Halle liegt ein Teich, über den die „fliegende Brücke“ führt. Einige mächtige Baumveteranen zeugen auf andere Weise von der Lebenskraft des Orts. Zum Eingang hin wachen vier songzeitliche „Eisenmänner“ über den Bezirk; am anderen Bachufer steht eine mit kunstvollen farbigen Holzschnitzereien verzierte Theaterbühne.


  • China Porcelain House Museum

    Museen
    Insider-Tipp
    Geschirr auf Putz

    Das verrückteste Haus Chinas: Die dreistöckige Villa ist von oben bis unten mit Porzellan bedeckt , mit Abermillionen von Scherben und 13 000 ganzen Gefäßen – also unbedingt angucken! Reingehen lohnt sich weniger, drinnen ist es eng und ziemlich dunkel.

    • Chifeng Road, 300041 Tianjin
    Insider-Tipp
    Geschirr auf Putz

    Das verrückteste Haus Chinas: Die dreistöckige Villa ist von oben bis unten mit Porzellan bedeckt , mit Abermillionen von Scherben und 13 000 ganzen Gefäßen – also unbedingt angucken! Reingehen lohnt sich weniger, drinnen ist es eng und ziemlich dunkel.

    • Chifeng Road, 300041 Tianjin

  • Einkaufsstraßen

    Touristenattraktionen
    Insider-Tipp
    Was an die Füße

    Pekings Haupteinkaufsstraße ist die Wangfujing. In historischem Ambiente bummelst du in der Kunst- und Antiquitätengasse Liulichang, wo die Kunsthandlung Rongbao Zhai besondere Beachtung verdient, sowie im Qianmen-Viertel, vor allem in der Dazhalan (zweigt westl. von der Qianmen Dajie ab), die auch für preiswerte Kleidung gut ist. Die wunderbaren, extrem bequemen traditionellen chinesischen Stoffschuhe gibt es hier in hochwertiger Lederausführung.

    • Wangfujing, Peking
    Insider-Tipp
    Was an die Füße

    Pekings Haupteinkaufsstraße ist die Wangfujing. In historischem Ambiente bummelst du in der Kunst- und Antiquitätengasse Liulichang, wo die Kunsthandlung Rongbao Zhai besondere Beachtung verdient, sowie im Qianmen-Viertel, vor allem in der Dazhalan (zweigt westl. von der Qianmen Dajie ab), die auch für preiswerte Kleidung gut ist. Die wunderbaren, extrem bequemen traditionellen chinesischen Stoffschuhe gibt es hier in hochwertiger Lederausführung.

    • Wangfujing, Peking

  • Beer Street

    Touristenattraktionen
    Insider-Tipp
    Bier made in China

    Die Bierkneipenmeile! Kein chinesischer Qingdao-Tourist wird sie auslassen. Was lockt, ist Fernwest-Exotik: ein Chinaerlebnis der besonderen Art mit Pappmünchnerinnen im Dirndl (als Werbung) und Blasmusik in den Läden. Gutes Essen gibt es auch, vor allem frische Meeresfrüchte und natürlich Qingdao-Bier vom Fass. Probier unbedingt die ungefilterte Variante (yuanwei), die es außerhalb von Shandong nur selten gibt. Das Tor „The World of Tsingtao“ führt ins Biermuseum, das umgebaute Stammhaus der Tsingtao-Brauerei: ein ziemlich interessanter Ausflug in die Geschichte der Braukunst mit teilweise vorsintflutlichen Maschinen, einer Dosis Humor und einem Glas Freibier zum Abschied.

    • Qingdao
    Insider-Tipp
    Bier made in China

    Die Bierkneipenmeile! Kein chinesischer Qingdao-Tourist wird sie auslassen. Was lockt, ist Fernwest-Exotik: ein Chinaerlebnis der besonderen Art mit Pappmünchnerinnen im Dirndl (als Werbung) und Blasmusik in den Läden. Gutes Essen gibt es auch, vor allem frische Meeresfrüchte und natürlich Qingdao-Bier vom Fass. Probier unbedingt die ungefilterte Variante (yuanwei), die es außerhalb von Shandong nur selten gibt. Das Tor „The World of Tsingtao“ führt ins Biermuseum, das umgebaute Stammhaus der Tsingtao-Brauerei: ein ziemlich interessanter Ausflug in die Geschichte der Braukunst mit teilweise vorsintflutlichen Maschinen, einer Dosis Humor und einem Glas Freibier zum Abschied.

    • Qingdao

  • Qianmen Dajie

    Touristenattraktionen
    • Qianmen Dajie© Michael Riehle, DuMont Reisebildportal

    Zweimal im Jahr zogen die Kaiser in einer aufwendigen Prozession über die Qianmen Dajie zum Himmelstempel. Davor und danach war dies eine geschäftige, ewig von dichten Menschenmassen bevölkerte Straße und eines der wichtigsten Geschäftsviertel der Stadt. 2006/2007 wurde die gesamte Umgebung bis zur Zhushikou Dajie abgerissen.

    • Qianmen Dajie, Běijīng
    • Qianmen Dajie© Michael Riehle, DuMont Reisebildportal

    Zweimal im Jahr zogen die Kaiser in einer aufwendigen Prozession über die Qianmen Dajie zum Himmelstempel. Davor und danach war dies eine geschäftige, ewig von dichten Menschenmassen bevölkerte Straße und eines der wichtigsten Geschäftsviertel der Stadt. 2006/2007 wurde die gesamte Umgebung bis zur Zhushikou Dajie abgerissen.

    • Qianmen Dajie, Běijīng

  • Chang'an Jie

    Touristenattraktionen
    • © Saulphotography, Shutterstock

    Das Herzstück von Pekings gewaltiger Ost-West-Achse steht im allgemeinen Sprachgebrauch häufig für den ganzen 30 km langen, schnurgeraden Boulevard. Nur das Stück in der Mitte zu beiden Seiten des Tores Tian'an Men existierte schon im alten Peking - von damals stammt auch der Name "Straße des langen Friedens". Der große Rest, Produkt kommunistischen Städtebaus, sollte die historische Nord-Süd-Achse konterkarieren. Neue und bereits fertiggestellte Megaprojekte an der Straße sind der Büro-Einkaufs-Hotel-Komplex Oriental Plazades Hongkonger Tycoons Li Kashing und das futuristische Nationaltheater (siehe unten).

    • Chang'an Jie, Beijing
    • © Saulphotography, Shutterstock

    Das Herzstück von Pekings gewaltiger Ost-West-Achse steht im allgemeinen Sprachgebrauch häufig für den ganzen 30 km langen, schnurgeraden Boulevard. Nur das Stück in der Mitte zu beiden Seiten des Tores Tian'an Men existierte schon im alten Peking - von damals stammt auch der Name "Straße des langen Friedens". Der große Rest, Produkt kommunistischen Städtebaus, sollte die historische Nord-Süd-Achse konterkarieren. Neue und bereits fertiggestellte Megaprojekte an der Straße sind der Büro-Einkaufs-Hotel-Komplex Oriental Plazades Hongkonger Tycoons Li Kashing und das futuristische Nationaltheater (siehe unten).

    • Chang'an Jie, Beijing

  • ZhengYangMen Gate

    Architektonische Highlights
    • Qianmen© Michael Riehle, DuMont Reisebildportal

    Nicht zu übersehen ist dieses riesige Stadttor am Südende des Tian’anmen-Platzes. Vielleicht reibst du dir jetzt die Augen und denkst: Stehen da nicht gleich zwei Tore hintereinander? Tatsächlich waren beide ursprünglich eins: eine Bastion mit Bastionshof, im Grundriss wie ein D. Bogenförmig verlaufende Mauern verbanden den südlichen Geschützturm mit dem Nordturm, an den sich beidseitig die Stadtmauer anschloss. So war es bis 1915, dann folgte der Teilabriss. Warum, ist leicht zu erkennen: Mit seiner zentralen Lage zwischen Innerer Stadt und südlicher Vorstadt war dieses Tor das meistgenutzte von allen und ein entsetzliches Verkehrshindernis. Zwar gab es in den Verbindungsmauern zwei Durchgänge, aber alle Wagen, Passanten, Reiter, Lastkarren oder gar Kamelkarawanen mussten sich letztendlich durch die eine, tunnelartige Öffnung im Nordtor zwängen. In dessen Turmaufbau wurde jetzt eine Ausstellung zur Geschichte des quirligen Qianmen-Viertels eingerichtet. Zahlreiche Fotografien aus dem alten Peking versetzt dich in längst vergangene Zeiten.

    • Qianmen© Michael Riehle, DuMont Reisebildportal

    Nicht zu übersehen ist dieses riesige Stadttor am Südende des Tian’anmen-Platzes. Vielleicht reibst du dir jetzt die Augen und denkst: Stehen da nicht gleich zwei Tore hintereinander? Tatsächlich waren beide ursprünglich eins: eine Bastion mit Bastionshof, im Grundriss wie ein D. Bogenförmig verlaufende Mauern verbanden den südlichen Geschützturm mit dem Nordturm, an den sich beidseitig die Stadtmauer anschloss. So war es bis 1915, dann folgte der Teilabriss. Warum, ist leicht zu erkennen: Mit seiner zentralen Lage zwischen Innerer Stadt und südlicher Vorstadt war dieses Tor das meistgenutzte von allen und ein entsetzliches Verkehrshindernis. Zwar gab es in den Verbindungsmauern zwei Durchgänge, aber alle Wagen, Passanten, Reiter, Lastkarren oder gar Kamelkarawanen mussten sich letztendlich durch die eine, tunnelartige Öffnung im Nordtor zwängen. In dessen Turmaufbau wurde jetzt eine Ausstellung zur Geschichte des quirligen Qianmen-Viertels eingerichtet. Zahlreiche Fotografien aus dem alten Peking versetzt dich in längst vergangene Zeiten.


  • Tian'an Men

    Architektonische Highlights
    • Tian'an Men© Michael Riehle, DuMont Reisebildportal

    Bei Pekings berühmtestem Tor handelt es sich um das Südtor der einstigen "Kaiserstadt", deren annähernd rechteckige Ummauerung den Kaiserpalast in der Mitte als zusätzlichen Schutzwall umgab. Bis auf die Teilstücke, die zu beiden Seiten an das Tian'an Men anschließen, wurde die Kaiserstadtmauer schon in den 1920er- und 1930er-Jahren abgerissen. Das Tian'an Men dagegen stieg zum Wahrzeichen des neuen China auf, nachdem Mao am 1.Oktober 1949 von hier aus die Gründung der Volksrepublik China proklamierte. Auch im Staatswappen ist es enthalten. Das Bauwerk mit seinen fünf Durchgängen stammt aus dem Jahr 1417.Es wurde nur zu besonderen Anlässen geöffnet. Von oben wurden kaiserliche Erlasse in einem goldenen Phönix herabgelassen und unten von knienden Beamten entgegengenommen.

    • Tiananmen Guangchang, 100006 Běijīng
    • Tian'an Men© Michael Riehle, DuMont Reisebildportal

    Bei Pekings berühmtestem Tor handelt es sich um das Südtor der einstigen "Kaiserstadt", deren annähernd rechteckige Ummauerung den Kaiserpalast in der Mitte als zusätzlichen Schutzwall umgab. Bis auf die Teilstücke, die zu beiden Seiten an das Tian'an Men anschließen, wurde die Kaiserstadtmauer schon in den 1920er- und 1930er-Jahren abgerissen. Das Tian'an Men dagegen stieg zum Wahrzeichen des neuen China auf, nachdem Mao am 1.Oktober 1949 von hier aus die Gründung der Volksrepublik China proklamierte. Auch im Staatswappen ist es enthalten. Das Bauwerk mit seinen fünf Durchgängen stammt aus dem Jahr 1417.Es wurde nur zu besonderen Anlässen geöffnet. Von oben wurden kaiserliche Erlasse in einem goldenen Phönix herabgelassen und unten von knienden Beamten entgegengenommen.

    • Tiananmen Guangchang, 100006 Běijīng

  • Drum Tower

    Architektonische Highlights
    • © atiger, Shutterstock

    Die mächtigen Bauten, die auf das Jahr 1420 zurückgehen, markieren das Nordende von Pekings großer Nord-Süd-Achse. Beide sind zu besteigen, wenn auch über halsbrecherische, finstere Treppen. Die gewaltigen Instrumente, die die Tages- und Nachtzeiten verkündeten, sind noch zu sehen. Im südlichen Trommelturm stand einst auch eine große Wasseruhr, die der Hauptstadt das von Glocke und Trommel verkündete Zeitnormal lieferte. Von oben hat man einen guten Rundblick auf das alte Gassenviertel.

    • © atiger, Shutterstock

    Die mächtigen Bauten, die auf das Jahr 1420 zurückgehen, markieren das Nordende von Pekings großer Nord-Süd-Achse. Beide sind zu besteigen, wenn auch über halsbrecherische, finstere Treppen. Die gewaltigen Instrumente, die die Tages- und Nachtzeiten verkündeten, sind noch zu sehen. Im südlichen Trommelturm stand einst auch eine große Wasseruhr, die der Hauptstadt das von Glocke und Trommel verkündete Zeitnormal lieferte. Von oben hat man einen guten Rundblick auf das alte Gassenviertel.