- Reiseführer
- Asien
- NepalHighlightsMust Sees
Nepal Must Sees


















Geographical
Geographical
Architektonische Highlights
Landschaftliche Highlights
Touristenattraktionen
Botanische Gärten & Parks
Bhaktapur
Geographical © leodaphne, Shutterstock
Insider-Tipp Keine Pizza, aber auch keine Hektik
Eines der schönsten Städtchen der Welt, sagen viele Besucher. Und tatsächlich: Man fühlt sich in Bhaktapur wie in einem lebenden Museum – mit all seinen Vor- und Nachteilen. Bhaktapur, von 1382 bis 1482 die Hauptstadt des Tales, heißt auch Bhadgaon, „Reisdorf“, und wurde im 9.Jh. gegründet. Von den ca. 80 000 Einwohnern sind die Mehrzahl Newar, traditionell Bauern und Händler, aber auch als Kunsthandwerker bekannt. Die starke Newar-Kultur gibt der Stadt ihren Flair, erschwert es aber auch, dass sich ein moderner Lebensstil etabliert: zeitgenössische Kunst, fine dining oder Nachtleben kannst du hier mit der Lupe suchen. In den 1980ern wurde der Ort im Rahmen eines deutsch-nepalesischen Stadtsanierungsprojekts restauriert und viele Häuser in der Unesco-Stadt im traditionellen Newar-Baustil erdbebensicher gemacht. Dennoch hat das Beben 2015 in einigen Bereichen der Stadt großen Schaden angerichtet. Der Wiederaufbau ist inzwischen fast abgeschlossen. Durch die rasche Arbeit des Bhaktapur Tourist Boards kannst du die meisten Sehenswürdigkeiten, Restaurants und Hotels aber wieder besuchen und den ungebrochenen Flair der Stadt genießen. Mit den 1500 Rs Eintrittsgebühr hilfst du nicht nur dem Wiederaufbau, sondern auch den zahlreichen Kultur- und Infrastrukturprojekten. Lass dir das Ticket gleich an der Kasse bis zum Ende der Laufzeit deines Visums verlängern. Dafür Reisepass und Passfoto mitnehmen. Viel Zeit für den Stadtbummel solltest Du auf jeden Fall mitbringen. Und weil du den Flughafen und die meisten Sehenswürdigkeiten des Kathmandutals von hier aus locker in einer guten halben Stunde erreichst. Schlag doch gleich dein „Basislager“ in Bhaktapur auf. Die Stadt ist eine echte Alternative zum hektischen Thamel. Ein paar Tage Verzicht auf Pizza, Boutique-Cafés und hektische Großstadt ist das auf jeden Fall wert. Reise am besten mit dem Bus nach Banepa/Panauti oder mit dem Taxi. Auch ein Fahrradausflug hat seinen Reiz: Die alte Straße von Kathmandu nach Bhaktapur ist frisch geteert, sieht verhältnismäßig wenig Verkehr und du kannst auf der Tour noch die alte Töpferstadt Thimi und den Vishnu Tempel Changu Narayan besichtigen.
- Bhaktapur
© leodaphne, Shutterstock
Insider-Tipp Keine Pizza, aber auch keine Hektik
Eines der schönsten Städtchen der Welt, sagen viele Besucher. Und tatsächlich: Man fühlt sich in Bhaktapur wie in einem lebenden Museum – mit all seinen Vor- und Nachteilen. Bhaktapur, von 1382 bis 1482 die Hauptstadt des Tales, heißt auch Bhadgaon, „Reisdorf“, und wurde im 9.Jh. gegründet. Von den ca. 80 000 Einwohnern sind die Mehrzahl Newar, traditionell Bauern und Händler, aber auch als Kunsthandwerker bekannt. Die starke Newar-Kultur gibt der Stadt ihren Flair, erschwert es aber auch, dass sich ein moderner Lebensstil etabliert: zeitgenössische Kunst, fine dining oder Nachtleben kannst du hier mit der Lupe suchen. In den 1980ern wurde der Ort im Rahmen eines deutsch-nepalesischen Stadtsanierungsprojekts restauriert und viele Häuser in der Unesco-Stadt im traditionellen Newar-Baustil erdbebensicher gemacht. Dennoch hat das Beben 2015 in einigen Bereichen der Stadt großen Schaden angerichtet. Der Wiederaufbau ist inzwischen fast abgeschlossen. Durch die rasche Arbeit des Bhaktapur Tourist Boards kannst du die meisten Sehenswürdigkeiten, Restaurants und Hotels aber wieder besuchen und den ungebrochenen Flair der Stadt genießen. Mit den 1500 Rs Eintrittsgebühr hilfst du nicht nur dem Wiederaufbau, sondern auch den zahlreichen Kultur- und Infrastrukturprojekten. Lass dir das Ticket gleich an der Kasse bis zum Ende der Laufzeit deines Visums verlängern. Dafür Reisepass und Passfoto mitnehmen. Viel Zeit für den Stadtbummel solltest Du auf jeden Fall mitbringen. Und weil du den Flughafen und die meisten Sehenswürdigkeiten des Kathmandutals von hier aus locker in einer guten halben Stunde erreichst. Schlag doch gleich dein „Basislager“ in Bhaktapur auf. Die Stadt ist eine echte Alternative zum hektischen Thamel. Ein paar Tage Verzicht auf Pizza, Boutique-Cafés und hektische Großstadt ist das auf jeden Fall wert. Reise am besten mit dem Bus nach Banepa/Panauti oder mit dem Taxi. Auch ein Fahrradausflug hat seinen Reiz: Die alte Straße von Kathmandu nach Bhaktapur ist frisch geteert, sieht verhältnismäßig wenig Verkehr und du kannst auf der Tour noch die alte Töpferstadt Thimi und den Vishnu Tempel Changu Narayan besichtigen.
- Bhaktapur
Changunarayan Temple
Architektonische Highlights © Sundar Photo, Shutterstock
Obwohl dieser Vishnu-Tempel auf einem 1540 m hohen Hügel zwischen Boudhanath und Bhaktapur im gleichnamigen Dörfchen (sprich Naráyan) der bedeutendste des Tales ist, zieht er vergleichsweise wenig Pilger und Touristen an. Eine Steinsäule enthält die älteste in Nepal überlieferte Inschrift des Liccachi- Königs Manadev von 464 oder 467.Die Wanderung zum Tempel dauert rund zwei Stunden.
- 44600 Changunarayan
- http://changunarayan.org.np/
© Sundar Photo, Shutterstock
Obwohl dieser Vishnu-Tempel auf einem 1540 m hohen Hügel zwischen Boudhanath und Bhaktapur im gleichnamigen Dörfchen (sprich Naráyan) der bedeutendste des Tales ist, zieht er vergleichsweise wenig Pilger und Touristen an. Eine Steinsäule enthält die älteste in Nepal überlieferte Inschrift des Liccachi- Königs Manadev von 464 oder 467.Die Wanderung zum Tempel dauert rund zwei Stunden.
- 44600 Changunarayan
- http://changunarayan.org.np/
Boudhha
Geographical © Nitipol Temprim, Shutterstock
In Boudhanath, oft auch kurz „Boudha” genannt, tauchst du in eine andere Welt ein. Jetzt befindest du dich mitten in „Klein-Tibet”.
- 44600 Kathmandu
© Nitipol Temprim, Shutterstock
In Boudhanath, oft auch kurz „Boudha” genannt, tauchst du in eine andere Welt ein. Jetzt befindest du dich mitten in „Klein-Tibet”.
- 44600 Kathmandu
Pashupatinath
Architektonische Highlights © marie martin, Shutterstock
Insider-Tipp Zu Fuß über den Berg zum Tempel
Schneller und angenehmer als mit dem Taxi kommst du zu Nepals wichtigstem Hindu-Tempel bei einem kurzweiligen, 20-minütigen Spaziergang durch verwinkelte Wohnviertel über den hügeligen Mrigathal-Park. In dieser großen Tempelanlage, die definitiv mehr als einen Besuch wert ist, wird Shiva in seiner Form als Pashupatinath, „Herr der Tiere”, verehrt. In Pashupatinath verbrannt zu werden ist der Wunsch vieler Hindus, hier befinden sich die wichtigsten Verbrennungsstätten Nepals. Eine festliche Stimmung liegt über der Anlage. Sadhus, Hasch rauchende Wanderheilige, die dem weltlichen Leben komplett entsagt haben, sitzen am Eingang der Anlage und diskutieren. Sie tragen lange Bärte, wilde Haartrachten und sind in safrangelbe Tücher gehüllt. Ihr größtes Treffen findet an Shivaratri, dem großen Pilgerfest im Frühjahr, statt. Dann platzt Pashupatinath aus allen Nähten und ein süßlicher Canabisgeruch liegt über der Anlage. Die beste Chance, einen Passivrausch zu bekommen ... Der heilige Bagmati-Fluss teilt die Anlage in zwei Teile. Der auf der westlichen Flussseite liegende große Pashupatinatha-Tempel ist für Nicht-Hindus tabu. Aber es gibt mit den unzähligen Tempeln, Schreinen, lingams (Shiva als Phallussymbol), Statuen, dharamsalas (Pilgerunterkünften) und ghats (Verbrennungsplätzen auf Treppen am Flussufer) genug zu sehen. Vom gegenüberliegenden Hang hast du eine gute Aussicht auf das Tempelgeschehen. Halte aber bitte Abstand zu den Verbrennungsplätzen, um die Trauernden nicht zu stören. Die besonders heiligen Acharya Ghats unterhalb des Haupttempels, die den oberen Kasten vorbehalten sind, wurden aus diesem Grund für Nicht-Hindus gesperrt. Die Angehörigen sind dabei, wenn der Verstorbene auf dem Scheiterhaufen verbrannt wird, und begleiten dessen Seele, bevor die Asche in den Fluss gestreut und so dem Kreislauf der Natur wiedergegeben wird. Die vielen kleinen Shiva-Tempel unterhalb der Bänke wurden zu Ehren der Ehefrauen errichtet, die einst zu sati gezwungen wurden – sich bei lebendigem Leib am Scheiterhaufen des Mannes verbrennen zu lassen. Diese Praxis ist heute verboten. Achtung: Auf dem Tempelgelände treibt auch eine große Herde wilder Rhesusaffen ihr Unwesen.
- Pashupati Nath Road, 44600 Kathmandu
- http://kathmandu.gov.np/
© marie martin, Shutterstock
Insider-Tipp Zu Fuß über den Berg zum Tempel
Schneller und angenehmer als mit dem Taxi kommst du zu Nepals wichtigstem Hindu-Tempel bei einem kurzweiligen, 20-minütigen Spaziergang durch verwinkelte Wohnviertel über den hügeligen Mrigathal-Park. In dieser großen Tempelanlage, die definitiv mehr als einen Besuch wert ist, wird Shiva in seiner Form als Pashupatinath, „Herr der Tiere”, verehrt. In Pashupatinath verbrannt zu werden ist der Wunsch vieler Hindus, hier befinden sich die wichtigsten Verbrennungsstätten Nepals. Eine festliche Stimmung liegt über der Anlage. Sadhus, Hasch rauchende Wanderheilige, die dem weltlichen Leben komplett entsagt haben, sitzen am Eingang der Anlage und diskutieren. Sie tragen lange Bärte, wilde Haartrachten und sind in safrangelbe Tücher gehüllt. Ihr größtes Treffen findet an Shivaratri, dem großen Pilgerfest im Frühjahr, statt. Dann platzt Pashupatinath aus allen Nähten und ein süßlicher Canabisgeruch liegt über der Anlage. Die beste Chance, einen Passivrausch zu bekommen ... Der heilige Bagmati-Fluss teilt die Anlage in zwei Teile. Der auf der westlichen Flussseite liegende große Pashupatinatha-Tempel ist für Nicht-Hindus tabu. Aber es gibt mit den unzähligen Tempeln, Schreinen, lingams (Shiva als Phallussymbol), Statuen, dharamsalas (Pilgerunterkünften) und ghats (Verbrennungsplätzen auf Treppen am Flussufer) genug zu sehen. Vom gegenüberliegenden Hang hast du eine gute Aussicht auf das Tempelgeschehen. Halte aber bitte Abstand zu den Verbrennungsplätzen, um die Trauernden nicht zu stören. Die besonders heiligen Acharya Ghats unterhalb des Haupttempels, die den oberen Kasten vorbehalten sind, wurden aus diesem Grund für Nicht-Hindus gesperrt. Die Angehörigen sind dabei, wenn der Verstorbene auf dem Scheiterhaufen verbrannt wird, und begleiten dessen Seele, bevor die Asche in den Fluss gestreut und so dem Kreislauf der Natur wiedergegeben wird. Die vielen kleinen Shiva-Tempel unterhalb der Bänke wurden zu Ehren der Ehefrauen errichtet, die einst zu sati gezwungen wurden – sich bei lebendigem Leib am Scheiterhaufen des Mannes verbrennen zu lassen. Diese Praxis ist heute verboten. Achtung: Auf dem Tempelgelände treibt auch eine große Herde wilder Rhesusaffen ihr Unwesen.
- Pashupati Nath Road, 44600 Kathmandu
- http://kathmandu.gov.np/
Dhulikhel
Geographical © Marek Poplawski, Shutterstock
Insider-Tipp Früher Vogel fängt die schönsten Bergsichten
Ein paar Tage in reiner Luft ausspannen, lesen und wandern: Das verträumte Newar-Städtchen Dhulikhel am Ostrand des Tals ist bestens dazu geeignet. Die Stadt ist berühmt für Traumsichten auf den Himalaja. Nur der Everest versteckt sich fast schüchtern als winzige Spitze ganz im Osten. Aber was braucht es den höchsten Berg der Welt, wenn sich bei klarem Wetter das prachtvolle Panorama der Achttausender vor dir ausbreitet! Manaslu oder doch die Annapurna? Das freundliche Hotelpersonal wird Dir gerne die einzelnen Gipfel erklären. Besonders schön sind Sonnenauf- und -untergang. Spring mit dem ersten Licht aus den Federn: Farbenspiel und Stimmung sind am schönsten, bevor die Sonne hinter dem Himalaja auftaucht. Dhulikhel liegt in etwa 30 km Entfernung von Kathmandu an der Straße nach Tibet auf 1650 m Höhe. Hier befindet sich – für den Notfall – das blitzsaubere, sehr empfehlenswerte Dhulikhel Hospital. Der medizinische Leiter, Dr. Ram Shrestha, hat in Österreich studiert.
- Dhulikhel
© Marek Poplawski, Shutterstock
Insider-Tipp Früher Vogel fängt die schönsten Bergsichten
Ein paar Tage in reiner Luft ausspannen, lesen und wandern: Das verträumte Newar-Städtchen Dhulikhel am Ostrand des Tals ist bestens dazu geeignet. Die Stadt ist berühmt für Traumsichten auf den Himalaja. Nur der Everest versteckt sich fast schüchtern als winzige Spitze ganz im Osten. Aber was braucht es den höchsten Berg der Welt, wenn sich bei klarem Wetter das prachtvolle Panorama der Achttausender vor dir ausbreitet! Manaslu oder doch die Annapurna? Das freundliche Hotelpersonal wird Dir gerne die einzelnen Gipfel erklären. Besonders schön sind Sonnenauf- und -untergang. Spring mit dem ersten Licht aus den Federn: Farbenspiel und Stimmung sind am schönsten, bevor die Sonne hinter dem Himalaja auftaucht. Dhulikhel liegt in etwa 30 km Entfernung von Kathmandu an der Straße nach Tibet auf 1650 m Höhe. Hier befindet sich – für den Notfall – das blitzsaubere, sehr empfehlenswerte Dhulikhel Hospital. Der medizinische Leiter, Dr. Ram Shrestha, hat in Österreich studiert.
- Dhulikhel
Swayambhu Stupa
Architektonische Highlights © Oleskaus, Shutterstock
Insider-Tipp Treppensteigen zur Morgenstund’
Auf einem Hügel am Westrand der Stadt beobachten die alles sehenden Augen Buddhas vom Swayambhunath-Stupa aus das Kathmandutal. Der älteste Stupa Nepals (5.Jh.) hat unter Buddhisten den gleichen Stellenwert wie Pashupatinath (kurz: Pashupati) für Hindus. Im Gegensatz zum Boudhanath- Stupa wird Swayambhunath auch von vielen Newar-Buddhisten verehrt und von Hindus besucht. Wie in Pashupati toben hier wilde Rhesusaffen durch die zahlreichen Heiligtümer, Tempel, chörten und Klöster. Ursprünglich war ein stupa (Tibetisch: chörten, Sanskrit: chaitya) das Grabmal und der heilige Aufbewahrungsort der Reliquien des historischen Buddha. Heute sind tibetische Stupas überwiegend symbolische Grabmäler und Kultbauten, denen man vor allem im Hochgebirge überall begegnet. Eine Besonderheit Nepals sind die aufgemalten, allsehenden Augen Buddhas an den vier Seiten des Turms. Im Gegensatz zum Boudha-Stupa darf Swayambhunath nicht bestiegen werden. In der kleinen Hariti-Pagode erflehen Buddhisten wie Hindus den Segen der Göttin, die als Hariti alle Kinder beschützt. Als Sitala bewahrt sie die Menschen vor Krankheiten. Häufig steht eine lange Schlange Gläubiger mit Opfergaben vor dem Eingang. Am frühen Morgen sind die meisten Pilger unterwegs. Die tiefe Kontemplation, mit der sie die 231 Stufen durch den Wald hochsteigen, ist beeindruckend. Vergiss also das Taxi und lauf mit. Der 1407 m hohe Hügel wird an seinem Fuß ständig von tibetischen Buddhisten im Uhrzeigersinn umkreist, die sich dabei in regelmäßigen Abständen auf die Erde werfen und den Weg in Körperlängen abmessen. In Vollmondnächten finden diese Rituale ihren Höhepunkt. Im heiligen Monat gunla (etwa August) ziehen Newar-Buddhisten jeden Morgen vor Sonnenaufgang singend und musizierend nach Swayambhunath. Nachts ist der Stupa dann illuminiert. Etwa 2 km westlich von Swayambhunath, am Nagarjun-Hügel, liegt das 1987 gegründete Kloster Tritan Norbutse, das erste und bislang einzige Bön-Kloster in Kathmandu. Bön ist die präbuddhistische Religion Tibets und Nordnepals.
- 44600 Kathmandu
© Oleskaus, Shutterstock
Insider-Tipp Treppensteigen zur Morgenstund’
Auf einem Hügel am Westrand der Stadt beobachten die alles sehenden Augen Buddhas vom Swayambhunath-Stupa aus das Kathmandutal. Der älteste Stupa Nepals (5.Jh.) hat unter Buddhisten den gleichen Stellenwert wie Pashupatinath (kurz: Pashupati) für Hindus. Im Gegensatz zum Boudhanath- Stupa wird Swayambhunath auch von vielen Newar-Buddhisten verehrt und von Hindus besucht. Wie in Pashupati toben hier wilde Rhesusaffen durch die zahlreichen Heiligtümer, Tempel, chörten und Klöster. Ursprünglich war ein stupa (Tibetisch: chörten, Sanskrit: chaitya) das Grabmal und der heilige Aufbewahrungsort der Reliquien des historischen Buddha. Heute sind tibetische Stupas überwiegend symbolische Grabmäler und Kultbauten, denen man vor allem im Hochgebirge überall begegnet. Eine Besonderheit Nepals sind die aufgemalten, allsehenden Augen Buddhas an den vier Seiten des Turms. Im Gegensatz zum Boudha-Stupa darf Swayambhunath nicht bestiegen werden. In der kleinen Hariti-Pagode erflehen Buddhisten wie Hindus den Segen der Göttin, die als Hariti alle Kinder beschützt. Als Sitala bewahrt sie die Menschen vor Krankheiten. Häufig steht eine lange Schlange Gläubiger mit Opfergaben vor dem Eingang. Am frühen Morgen sind die meisten Pilger unterwegs. Die tiefe Kontemplation, mit der sie die 231 Stufen durch den Wald hochsteigen, ist beeindruckend. Vergiss also das Taxi und lauf mit. Der 1407 m hohe Hügel wird an seinem Fuß ständig von tibetischen Buddhisten im Uhrzeigersinn umkreist, die sich dabei in regelmäßigen Abständen auf die Erde werfen und den Weg in Körperlängen abmessen. In Vollmondnächten finden diese Rituale ihren Höhepunkt. Im heiligen Monat gunla (etwa August) ziehen Newar-Buddhisten jeden Morgen vor Sonnenaufgang singend und musizierend nach Swayambhunath. Nachts ist der Stupa dann illuminiert. Etwa 2 km westlich von Swayambhunath, am Nagarjun-Hügel, liegt das 1987 gegründete Kloster Tritan Norbutse, das erste und bislang einzige Bön-Kloster in Kathmandu. Bön ist die präbuddhistische Religion Tibets und Nordnepals.
- 44600 Kathmandu
Lalitpur
Geographical © Iwanami Photos, Shutterstock
Von den drei Durbar Squares in Kathmandu, Bhaktapur und Patan (sprich Páten) ist der in Patan – trotz Erdbebenschäden – der schönste. Er wirkt durch zwei zierliche Krishna-Tempel verspielter.
- Lalitpur
- http://www.lalitpur.org.np/
© Iwanami Photos, Shutterstock
Von den drei Durbar Squares in Kathmandu, Bhaktapur und Patan (sprich Páten) ist der in Patan – trotz Erdbebenschäden – der schönste. Er wirkt durch zwei zierliche Krishna-Tempel verspielter.
- Lalitpur
- http://www.lalitpur.org.np/
Janakpur
Geographical © Sati Devi Mukhiya, Shutterstock
Insider-Tipp Pufferküsser aufgepasst
Im Südosten Nepals liegt Janakpur (180 000 Ew.), wohl die faszinierendste Stadt des Terai. Näher an Indien, sowohl geografisch als auch kulturell, kommst Du in Nepal nirgends. An hinduistischen Feiertagen scheint es hier mehr Pilger als Einwohner zu geben – ein farbenfrohes Spektakel, das an Vollmondnächte in Varanasi erinnert. Hauptziel der Pilger ist der reich verzierte Janaki Mandir, ein im Mogulstil gebauter Palast, der mit seiner Liebe zum Detail verzaubert. Setz dich in einen der Innenhöfe und schau dem bunten Treiben zu. Auf dem Platz vor dem Mandir tobt derweil das Marktgeschehen. Es gibt aber noch mehr zu sehen in Janakpur. Über 120 vor allem hinduistische Tempel kannst du hier entdecken. Auf jeden Fall solltest du dir den Ram Mandir anschauen, der ebenfalls Rama gewidmet ist, aber auch kleine, Shiva, Hanuman und Durga geweihte Nebentempel hat. Neben der an naive Malerei erinnernden berühmten Maithili-Kunst werden auch Keramik, Schirmdrucke und Nähereien in der Künstlerkooperative Janakpur Women’s Development Center JWDC angeboten. Vor allem während eines der vielen hinduistischen Feste platzt die Stadt aus allen Nähten und die ohnehin rar gesäten Unterkünfte mit westlichem Standard sind ausgebucht. Du solltest deine Unterkunft folglich auf jeden Fall vorausbuchen. Was zieht die Pilger nach Janakpur? Es gilt als die im Epos Ramayama erwähnte antike Stadt Mithila, wo Sita, die Inkarnation der Göttin Lakshmi und tragische weibliche Hauptfigur des Epos, Rama, die Inkarnation Vishnus, getroffen haben soll. Gehörst du zu den Eisenbahnfans, kommst du in Janakpur auf jeden Fall auf deine Kosten. Zwar ist die einst einzige Eisenbahn Nepals inzwischen eingestellt, am alten Bahnhof stehen jedoch ein paar Waggons und eine Lok. Olfaktorisch ist die Stadt eine Herausforderung: Die Kanalisation wird nicht fertig.
- Janakpur
- http://www.janakpurmun.gov.np/
© Sati Devi Mukhiya, Shutterstock
Insider-Tipp Pufferküsser aufgepasst
Im Südosten Nepals liegt Janakpur (180 000 Ew.), wohl die faszinierendste Stadt des Terai. Näher an Indien, sowohl geografisch als auch kulturell, kommst Du in Nepal nirgends. An hinduistischen Feiertagen scheint es hier mehr Pilger als Einwohner zu geben – ein farbenfrohes Spektakel, das an Vollmondnächte in Varanasi erinnert. Hauptziel der Pilger ist der reich verzierte Janaki Mandir, ein im Mogulstil gebauter Palast, der mit seiner Liebe zum Detail verzaubert. Setz dich in einen der Innenhöfe und schau dem bunten Treiben zu. Auf dem Platz vor dem Mandir tobt derweil das Marktgeschehen. Es gibt aber noch mehr zu sehen in Janakpur. Über 120 vor allem hinduistische Tempel kannst du hier entdecken. Auf jeden Fall solltest du dir den Ram Mandir anschauen, der ebenfalls Rama gewidmet ist, aber auch kleine, Shiva, Hanuman und Durga geweihte Nebentempel hat. Neben der an naive Malerei erinnernden berühmten Maithili-Kunst werden auch Keramik, Schirmdrucke und Nähereien in der Künstlerkooperative Janakpur Women’s Development Center JWDC angeboten. Vor allem während eines der vielen hinduistischen Feste platzt die Stadt aus allen Nähten und die ohnehin rar gesäten Unterkünfte mit westlichem Standard sind ausgebucht. Du solltest deine Unterkunft folglich auf jeden Fall vorausbuchen. Was zieht die Pilger nach Janakpur? Es gilt als die im Epos Ramayama erwähnte antike Stadt Mithila, wo Sita, die Inkarnation der Göttin Lakshmi und tragische weibliche Hauptfigur des Epos, Rama, die Inkarnation Vishnus, getroffen haben soll. Gehörst du zu den Eisenbahnfans, kommst du in Janakpur auf jeden Fall auf deine Kosten. Zwar ist die einst einzige Eisenbahn Nepals inzwischen eingestellt, am alten Bahnhof stehen jedoch ein paar Waggons und eine Lok. Olfaktorisch ist die Stadt eine Herausforderung: Die Kanalisation wird nicht fertig.
- Janakpur
- http://www.janakpurmun.gov.np/
Altstadt
Geographical © saravutpics, Shutterstock
Insider-Tipp Im heiligen Wohnzimmer
Menschen aus ganz Nepal triffst du auf einem Bummel durch die Altstadt von Kathmandu, die wie ein orientalischer Basar aufgeteilt ist: In der einen Straße gibt es überwiegend Schuhe, in einer anderen Importe aus China, in der nächsten Obst und Gemüse. Souvenirs, Schaltücher und Haushaltswaren sowie Gefäße aus Messing und Bronze findest du in der Straße, die diagonal durch die Altstadt führt (Layaku Marg/Siddhitas Marg). Scheue dich nicht, in die kleinen Seitenstraßen zu schauen, es warten überall Überraschungen: Tempel, Schreine, Heiligtümer und bahals. Falls du dabei die Orientierung verlierst: Es findet sich immer jemand, der dich freundlich zurück nach Thamel oder zum Durbar Square bringt. Die Altstadt hat zwei Einkaufszentren. Asan Tole mit einem Gewürz- und Gemüsemarkt sowie dem Annapurna-, Ganesh- und Vishnu-Tempel und Indra Chowk mit einer großen Kreuzung, einem der ältesten Glasperlenmärkte Kathmandus (Pote Bazaar) und dahinter dem Akash-Bhairav-Tempel, der nur Hindus offensteht. Folge der kleinen Gasse, die rechts daneben zwischen den Newar-Häusern verschwindet. Nach ungefähr 200 m musst du aufpassen: Der rechts liegende Eingang zu einer der größten und schönsten (bewohnten) Klosteranlagen, dem Itum Bahal, ist leicht zu übersehen. Auf halber Strecke zwischen Asan und Indra Chowk liegt – an der westlichen Seite – das Jana Bahal mit dem Machhendranath-Tempel, in dem die buddhistische Erlösergestalt Avalokiteshvara verehrt wird. Hier kannst du gut die Verschmelzung von Religion und Alltag beobachten. Kinder und Hunde toben zwischen Schreinen, Gläubige beten, oben plärrt Popmusik.
- Kathmandu
© saravutpics, Shutterstock
Insider-Tipp Im heiligen Wohnzimmer
Menschen aus ganz Nepal triffst du auf einem Bummel durch die Altstadt von Kathmandu, die wie ein orientalischer Basar aufgeteilt ist: In der einen Straße gibt es überwiegend Schuhe, in einer anderen Importe aus China, in der nächsten Obst und Gemüse. Souvenirs, Schaltücher und Haushaltswaren sowie Gefäße aus Messing und Bronze findest du in der Straße, die diagonal durch die Altstadt führt (Layaku Marg/Siddhitas Marg). Scheue dich nicht, in die kleinen Seitenstraßen zu schauen, es warten überall Überraschungen: Tempel, Schreine, Heiligtümer und bahals. Falls du dabei die Orientierung verlierst: Es findet sich immer jemand, der dich freundlich zurück nach Thamel oder zum Durbar Square bringt. Die Altstadt hat zwei Einkaufszentren. Asan Tole mit einem Gewürz- und Gemüsemarkt sowie dem Annapurna-, Ganesh- und Vishnu-Tempel und Indra Chowk mit einer großen Kreuzung, einem der ältesten Glasperlenmärkte Kathmandus (Pote Bazaar) und dahinter dem Akash-Bhairav-Tempel, der nur Hindus offensteht. Folge der kleinen Gasse, die rechts daneben zwischen den Newar-Häusern verschwindet. Nach ungefähr 200 m musst du aufpassen: Der rechts liegende Eingang zu einer der größten und schönsten (bewohnten) Klosteranlagen, dem Itum Bahal, ist leicht zu übersehen. Auf halber Strecke zwischen Asan und Indra Chowk liegt – an der westlichen Seite – das Jana Bahal mit dem Machhendranath-Tempel, in dem die buddhistische Erlösergestalt Avalokiteshvara verehrt wird. Hier kannst du gut die Verschmelzung von Religion und Alltag beobachten. Kinder und Hunde toben zwischen Schreinen, Gläubige beten, oben plärrt Popmusik.
- Kathmandu
Annapurna Sanctuary
Landschaftliche Highlights © salajean, Shutterstock
Zehn bis zwölf Tage dagegen bist du im Annapurna Sanctuary (4130 m) unterwegs, auch hier steigst du in Lodges ab.
- 33700 Ghandruk
© salajean, Shutterstock
Zehn bis zwölf Tage dagegen bist du im Annapurna Sanctuary (4130 m) unterwegs, auch hier steigst du in Lodges ab.
- 33700 Ghandruk
Phewa Lake
Landschaftliche Highlights © Skreidzeleu, Shutterstock
Offiziell Phewa Tal („Tal” ist in Nepal ein Wort für „See”). Er ist 5 km2 groß und bis zu 20 m tief. Auf der kleinen Insel steht der Barahi-Tempel, in dem der Schutz der tantrischen Muttergöttin Barahi erfleht wird. Der Bergsee ist nicht ohne Probleme. Erosionsablagerungen lassen ihn schrumpfen, und sehr sauber ist er auch nicht.
- 33700 Pokhara
© Skreidzeleu, Shutterstock
Offiziell Phewa Tal („Tal” ist in Nepal ein Wort für „See”). Er ist 5 km2 groß und bis zu 20 m tief. Auf der kleinen Insel steht der Barahi-Tempel, in dem der Schutz der tantrischen Muttergöttin Barahi erfleht wird. Der Bergsee ist nicht ohne Probleme. Erosionsablagerungen lassen ihn schrumpfen, und sehr sauber ist er auch nicht.
- 33700 Pokhara
World Peace Pagoda
Touristenattraktionen © Aleksandar Todorovic, Shutterstock
Der rund 15 m hohe Vishwa Shanti Stupa, der Weltfriedens-Stupa, und ein Kloster liegen auf dem Kamm Anadu Danda in Min Thumki auf der anderen Seite des Phewa-Sees. Um den Bau des Stupas entbrannte ein stiller, fast zwanzigjähriger Kampf. Min Bahadur Gurung, der 1973 mit dem Bau begann, wanderte dafür sogar ins Gefängnis. Er und sein Sohn gaben den Kampf nie auf, hatten aber erst nach dem Ende des Panchayat- Systems 1990 Erfolg. 1992 wurde der neue Grundstein gelegt – nun mit dem Segen der Regierung und dem frommen Wunsch, der buddhistische Stupa möge Toleranz und Tourismus fördern.
- 32914 Lumbini Sanskritik
© Aleksandar Todorovic, Shutterstock
Der rund 15 m hohe Vishwa Shanti Stupa, der Weltfriedens-Stupa, und ein Kloster liegen auf dem Kamm Anadu Danda in Min Thumki auf der anderen Seite des Phewa-Sees. Um den Bau des Stupas entbrannte ein stiller, fast zwanzigjähriger Kampf. Min Bahadur Gurung, der 1973 mit dem Bau begann, wanderte dafür sogar ins Gefängnis. Er und sein Sohn gaben den Kampf nie auf, hatten aber erst nach dem Ende des Panchayat- Systems 1990 Erfolg. 1992 wurde der neue Grundstein gelegt – nun mit dem Segen der Regierung und dem frommen Wunsch, der buddhistische Stupa möge Toleranz und Tourismus fördern.
- 32914 Lumbini Sanskritik
Nagarkot
Geographical © Nicholas Tinelli, Shutterstock
Der beliebte Aussichtspunkt liegt auf 2000 m Höhe am Ostrand des Kathmandu- Tals, 32 km von Kathmandu und 20 km von Bhaktapur entfernt. Eine Teerstraße ermöglicht die Anfahrt per Taxi oder (überfülltem) Bus ab Bhaktapur. Bei gutem Wetter bietet Nagarkot eine wunderbare Sicht auf die schneebedeckten Berge des Himalaja.
- Nagarkot
© Nicholas Tinelli, Shutterstock
Der beliebte Aussichtspunkt liegt auf 2000 m Höhe am Ostrand des Kathmandu- Tals, 32 km von Kathmandu und 20 km von Bhaktapur entfernt. Eine Teerstraße ermöglicht die Anfahrt per Taxi oder (überfülltem) Bus ab Bhaktapur. Bei gutem Wetter bietet Nagarkot eine wunderbare Sicht auf die schneebedeckten Berge des Himalaja.
- Nagarkot
Namobuddha
Geographical © Kertu, Shutterstock
Eine Tageswanderung führt nach Namobuddha (10 km südöstlich von Dhulikhel), eins der wichtigsten Heiligtümer der Tamang. Genusstrekker brauchen für den Hinweg vier Stunden, Sportler entsprechend weniger. Nimm Proviant und Wasser mit.
- 45200 Simalchaur Syampati
© Kertu, Shutterstock
Eine Tageswanderung führt nach Namobuddha (10 km südöstlich von Dhulikhel), eins der wichtigsten Heiligtümer der Tamang. Genusstrekker brauchen für den Hinweg vier Stunden, Sportler entsprechend weniger. Nimm Proviant und Wasser mit.
- 45200 Simalchaur Syampati
Sagarmatha-Nationalpark
Botanische Gärten & Parks © LUC KOHNEN, Shutterstock
Insider-Tipp Wandern, einsam und malerisch
Der Distrikt Solukhumbu ist nicht nur berühmt für seine Nähe zum Mount Everest, sondern auch für seine Sherpa-Dörfer und Klöster. Der Klassiker ist der Trek zum Everest Base Camp. Zu Fuß dauert er ab Jiri zwischen drei und vier Wochen und folgt der Route, die auch Edmund Hillary und Tenzing Norgay 1953 auf dem Weg zu ihrer Everest-Besteigung gingen. Bei einem Flug bis Lukla reduziert sich die Wanderzeit auf zwei Wochen. Übernachtet wird in Lodges, aber Vorsicht vor der Höhe: Lukla 2900 m, Namche Bazaar 3450 m, Kloster Tengboche 4000 m (reicht als Endziel), Aussichtshügel Kala Pattar 5500 m. Eine echte Alternative zur traditionellen Everest-Base-Camp-Route ist ein Abstecher zu den malerischen, tiefblauen Gokyo-Seen (5500 m). Die Anzahl der Trekker ist auf dieser Route wesentlich geringer. Von Lukla aus etwa zwölf Tage, Übernachtung in Lodges.
- Nepal
© LUC KOHNEN, Shutterstock
Insider-Tipp Wandern, einsam und malerisch
Der Distrikt Solukhumbu ist nicht nur berühmt für seine Nähe zum Mount Everest, sondern auch für seine Sherpa-Dörfer und Klöster. Der Klassiker ist der Trek zum Everest Base Camp. Zu Fuß dauert er ab Jiri zwischen drei und vier Wochen und folgt der Route, die auch Edmund Hillary und Tenzing Norgay 1953 auf dem Weg zu ihrer Everest-Besteigung gingen. Bei einem Flug bis Lukla reduziert sich die Wanderzeit auf zwei Wochen. Übernachtet wird in Lodges, aber Vorsicht vor der Höhe: Lukla 2900 m, Namche Bazaar 3450 m, Kloster Tengboche 4000 m (reicht als Endziel), Aussichtshügel Kala Pattar 5500 m. Eine echte Alternative zur traditionellen Everest-Base-Camp-Route ist ein Abstecher zu den malerischen, tiefblauen Gokyo-Seen (5500 m). Die Anzahl der Trekker ist auf dieser Route wesentlich geringer. Von Lukla aus etwa zwölf Tage, Übernachtung in Lodges.
- Nepal
Bardia National Park
Botanische Gärten & Parks © PACO COMO, Shutterstock
Der Bardia National Park, das größte noch unberührte Stück Natur des Tieflands, liegt weitab vom Massentourismus im Westen des Landes.
© PACO COMO, Shutterstock
Der Bardia National Park, das größte noch unberührte Stück Natur des Tieflands, liegt weitab vom Massentourismus im Westen des Landes.
Chitwan-Nationalpark
Botanische Gärten & Parks © natalia_maroz, Shutterstock
Insider-Tipp Chillen im Dschungel
Quizfrage: Du siehst einen Mann im Chitwan National Park im Zickzack über eine Wiese rasen. Warum? Weil er von einem Nashorn verfolgt wird. Und weil ein Rhinozeros (Rhino) nicht gut sehen, aber umso besser riechen kann, ist der Zickzackkurs ratsam, während du dich vor einem Tiger möglichst groß machen und ihm nie den Rücken zuwenden solltest. Theoretisch ist ein Elefantenritt die traditionelle und sicherste Methode, den Chitwan National Park zu besichtigen. Da Elefantenreiten jedoch in letzter Zeit zu Recht kritisch hinterfragt wird, empfiehlt sich eine Kombi aus Bootstour und Wanderung. Aus konservatorischen und Sicherheitsgründen solltest du nur mit einem Führer durch die Natur streifen! Der Park ist mit 1431 km2 riesig und liegt 175 km südwestlich von Kathmandu. Was gibt es zu sehen? Neben den vom Aussterben bedrohten Panzernashörnern, Tigern und Leoparden leben hier 35 Arten von Säugetieren, darunter Lippenbären, Rhesus- und Langurenaffen, Wildschweine, wilde Büffel (Gaur), Rotwild, außerdem die seltenen Gavial-Krokodile sowie Termiten, Schlangen, Schmetterlinge, 450 Vogelarten und Pfauen, die hier ihre Urheimat haben. Im Narayani-Fluss tummelt sich der seltene Süßwasserdelfin. Die beste Zeit für die Tierbeobachtung ist im Mai und Juni, allerdings musst du dann auch feuchte Hitze und Gewitterstürme in Kauf nehmen. Im Winter ist das Klima mit durchschnittlich 20 Grad am angenehmsten, nachts kann es jedoch zuweilen recht frisch werden. Chitwan war früher ein Geheimtipp unter Großwildjägern. Die Besiedelung des Terai führte in den 1950er-Jahren zu einem drastischen Rückgang von Tier und Wald. Doch einige ökologische Nischen konnten erhalten werden, darunter der Nationalpark – zum Verdruss vieler Dorfbewohner, denen wichtiger Lebensraum entzogen wurde: Der Zugang zu den Früchten des Waldes, zu Brennholz und einer bestimmten Grassorte, die sie für ihre Hausdächer brauchen, wird ihnen verwehrt, dafür dürfen Fremde, die Touristen, hinein. Zusätzlich frisst das nun geschützte Wild die Feldfrüchte. Um den Konflikt zu entschärfen, ist es den Anwohnern einmal pro Jahr erlaubt, im Park Gras zu schneiden. Du kannst das Naturreservat per Flugzeug, Auto, Bus, Fahrrad oder/und Schlauchboot (Raft) erreichen. Ein Pauschalarrangement (Übernachtung, Vollpension, Parkgebühren, Touren und lokaler Transport) ist meist der bessere Deal, da die Anreise kompliziert ist, und die Pakete zusätzlich geführte Wanderungen, Kanu- und Jeeptouren sowie Aufführungen von Volkstänzen beinhalten. Sie sind meist flexibel gestaltet und kosten nicht viel mehr als ein Individualarrangement. Übernachtungsmöglichkeit gibt es im idyllisch am Parkrand gelegenen Dorf Sauraha, das sich in den letzten Jahren zu einer für nepalesische Verhältnisse recht hippen Partydestination entwickelt hat. In den Bars am Flussufer des Narayani läuft gedämpft Ambience und Trance, während es kühle Drinks zum meist spektakulären Sonnenuntergang gibt. Nach 21 Uhr übernimmt aber auch hier der Dschungel und es chillen nur noch die Tiere.
- 44200 Subarnapur
- http://www.chitwannationalpark.gov.np/
© natalia_maroz, Shutterstock
Insider-Tipp Chillen im Dschungel
Quizfrage: Du siehst einen Mann im Chitwan National Park im Zickzack über eine Wiese rasen. Warum? Weil er von einem Nashorn verfolgt wird. Und weil ein Rhinozeros (Rhino) nicht gut sehen, aber umso besser riechen kann, ist der Zickzackkurs ratsam, während du dich vor einem Tiger möglichst groß machen und ihm nie den Rücken zuwenden solltest. Theoretisch ist ein Elefantenritt die traditionelle und sicherste Methode, den Chitwan National Park zu besichtigen. Da Elefantenreiten jedoch in letzter Zeit zu Recht kritisch hinterfragt wird, empfiehlt sich eine Kombi aus Bootstour und Wanderung. Aus konservatorischen und Sicherheitsgründen solltest du nur mit einem Führer durch die Natur streifen! Der Park ist mit 1431 km2 riesig und liegt 175 km südwestlich von Kathmandu. Was gibt es zu sehen? Neben den vom Aussterben bedrohten Panzernashörnern, Tigern und Leoparden leben hier 35 Arten von Säugetieren, darunter Lippenbären, Rhesus- und Langurenaffen, Wildschweine, wilde Büffel (Gaur), Rotwild, außerdem die seltenen Gavial-Krokodile sowie Termiten, Schlangen, Schmetterlinge, 450 Vogelarten und Pfauen, die hier ihre Urheimat haben. Im Narayani-Fluss tummelt sich der seltene Süßwasserdelfin. Die beste Zeit für die Tierbeobachtung ist im Mai und Juni, allerdings musst du dann auch feuchte Hitze und Gewitterstürme in Kauf nehmen. Im Winter ist das Klima mit durchschnittlich 20 Grad am angenehmsten, nachts kann es jedoch zuweilen recht frisch werden. Chitwan war früher ein Geheimtipp unter Großwildjägern. Die Besiedelung des Terai führte in den 1950er-Jahren zu einem drastischen Rückgang von Tier und Wald. Doch einige ökologische Nischen konnten erhalten werden, darunter der Nationalpark – zum Verdruss vieler Dorfbewohner, denen wichtiger Lebensraum entzogen wurde: Der Zugang zu den Früchten des Waldes, zu Brennholz und einer bestimmten Grassorte, die sie für ihre Hausdächer brauchen, wird ihnen verwehrt, dafür dürfen Fremde, die Touristen, hinein. Zusätzlich frisst das nun geschützte Wild die Feldfrüchte. Um den Konflikt zu entschärfen, ist es den Anwohnern einmal pro Jahr erlaubt, im Park Gras zu schneiden. Du kannst das Naturreservat per Flugzeug, Auto, Bus, Fahrrad oder/und Schlauchboot (Raft) erreichen. Ein Pauschalarrangement (Übernachtung, Vollpension, Parkgebühren, Touren und lokaler Transport) ist meist der bessere Deal, da die Anreise kompliziert ist, und die Pakete zusätzlich geführte Wanderungen, Kanu- und Jeeptouren sowie Aufführungen von Volkstänzen beinhalten. Sie sind meist flexibel gestaltet und kosten nicht viel mehr als ein Individualarrangement. Übernachtungsmöglichkeit gibt es im idyllisch am Parkrand gelegenen Dorf Sauraha, das sich in den letzten Jahren zu einer für nepalesische Verhältnisse recht hippen Partydestination entwickelt hat. In den Bars am Flussufer des Narayani läuft gedämpft Ambience und Trance, während es kühle Drinks zum meist spektakulären Sonnenuntergang gibt. Nach 21 Uhr übernimmt aber auch hier der Dschungel und es chillen nur noch die Tiere.
- 44200 Subarnapur
- http://www.chitwannationalpark.gov.np/
Lumbini
Geographical © Alexandra Lande, Shutterstock
Insider-Tipp Mit dem Rad zu Buddha – überirdisch!
Hier hat eine der großen Weltreligionen ihren Ursprung: der Buddhismus. Siddharta Gautama, der historische Buddha, wurde im Jahr 563 vor unserer Zeitrechnung als Fürstensohn im heutigen Lumbini geboren. Während Buddhas Geburtsjahr immer noch umstritten ist, gelten Geburtsort und Herkunft als wissenschaftlich gesichert. Ohne den neu entfachten Hype wäre das etwa 210 km von Pokhara entfernt liegende Lumbini heute im wahrsten Sinne ein gottverlassener Ort in einer der ärmsten Gegenden des Terai. Er hat eine bewegte Geschichte, in der er mehrere Male entdeckt – und wieder vergessen wurde. Bis schließlich 1978 ein Masterplan des japanischen Architekten Kenzo Tange Lumbini wieder auf die Pilgerroute setzte: Ein fast 8 km2 großes Areal ist heute eine Art Disneyland für Buddhafreaks. Das hat seinen Charme, gleitet aber in der Extravaganz der Tempelbauten zuweilen in religiösen Kitsch ab. Der Lumbini Park besteht zu etwa gleichen Teilen aus dem Heiligen Garten, der Klosterzone mit Tempeln von buddhistischen Gemeinschaften aus aller Welt und dem neuen Lumbini-Dorf. Ein Ort der Ruhe und Kontemplation ist der Heilige Garten mit dem Maya-Devi-Tempel, der Ashokhasäule und einem Heiligen Hain. Hier treffen sich Buddhisten aus aller Welt zur Meditation. Der Weg zum nördlichen Ende des Religionsparks mit dem Lumbini Museum, das Buddhas Leben und Wirken nacherzählt, führt durch eine lose Ansammlung buddhistischer Tempel. Da ist der verschnörkelt-verspielte vietnamesische, der golden glänzende aus Myanmar und der an Angkor Wat erinnernde kambodschanische. Der chinesische Tempel strahlt strenge kaiserliche Eleganz aus, während der deutsche Beitrag tief in die Kitschkiste greift. Die Klosterzone wird von einem langen Kanal in die Theravada-Zone im Osten und die Mahayana-Zone im Westen unterteilt, die beiden Hauptrichtungen des Buddhismus vertretend. Am Übergang zur Klosterzone brennt eine ewige Flamme. Jenseits der Hauptstraße thront der strahlend weiße Weltfriedensstupa. Als scharfer Kontrast hierzu ist der eigentliche Ort Lumbini eine eher staubige Angelegenheit. Die meisten Besucher kommen sowieso nur auf einem Tagesausflug hierher und übernachten im nahen Butwal oder Bhairahawa. Touristische Infrastruktur abseits der Hotels findet sich kaum. Seit 1998 gehört Lumbini zum Unesco-Weltkulturerbe. Du erreichst es von Pokhara aus in einer etwa achtstündigen Busfahrt mit Umsteigen in Bhairahawa. Fühlst du dich fit genug , ist die 200 km lange (!) Radtour von Pokhara über Waling, Tansen und Butwal eine (nicht nur) landschaftlich atemberaubende Alternative.
- Lumbini
© Alexandra Lande, Shutterstock
Insider-Tipp Mit dem Rad zu Buddha – überirdisch!
Hier hat eine der großen Weltreligionen ihren Ursprung: der Buddhismus. Siddharta Gautama, der historische Buddha, wurde im Jahr 563 vor unserer Zeitrechnung als Fürstensohn im heutigen Lumbini geboren. Während Buddhas Geburtsjahr immer noch umstritten ist, gelten Geburtsort und Herkunft als wissenschaftlich gesichert. Ohne den neu entfachten Hype wäre das etwa 210 km von Pokhara entfernt liegende Lumbini heute im wahrsten Sinne ein gottverlassener Ort in einer der ärmsten Gegenden des Terai. Er hat eine bewegte Geschichte, in der er mehrere Male entdeckt – und wieder vergessen wurde. Bis schließlich 1978 ein Masterplan des japanischen Architekten Kenzo Tange Lumbini wieder auf die Pilgerroute setzte: Ein fast 8 km2 großes Areal ist heute eine Art Disneyland für Buddhafreaks. Das hat seinen Charme, gleitet aber in der Extravaganz der Tempelbauten zuweilen in religiösen Kitsch ab. Der Lumbini Park besteht zu etwa gleichen Teilen aus dem Heiligen Garten, der Klosterzone mit Tempeln von buddhistischen Gemeinschaften aus aller Welt und dem neuen Lumbini-Dorf. Ein Ort der Ruhe und Kontemplation ist der Heilige Garten mit dem Maya-Devi-Tempel, der Ashokhasäule und einem Heiligen Hain. Hier treffen sich Buddhisten aus aller Welt zur Meditation. Der Weg zum nördlichen Ende des Religionsparks mit dem Lumbini Museum, das Buddhas Leben und Wirken nacherzählt, führt durch eine lose Ansammlung buddhistischer Tempel. Da ist der verschnörkelt-verspielte vietnamesische, der golden glänzende aus Myanmar und der an Angkor Wat erinnernde kambodschanische. Der chinesische Tempel strahlt strenge kaiserliche Eleganz aus, während der deutsche Beitrag tief in die Kitschkiste greift. Die Klosterzone wird von einem langen Kanal in die Theravada-Zone im Osten und die Mahayana-Zone im Westen unterteilt, die beiden Hauptrichtungen des Buddhismus vertretend. Am Übergang zur Klosterzone brennt eine ewige Flamme. Jenseits der Hauptstraße thront der strahlend weiße Weltfriedensstupa. Als scharfer Kontrast hierzu ist der eigentliche Ort Lumbini eine eher staubige Angelegenheit. Die meisten Besucher kommen sowieso nur auf einem Tagesausflug hierher und übernachten im nahen Butwal oder Bhairahawa. Touristische Infrastruktur abseits der Hotels findet sich kaum. Seit 1998 gehört Lumbini zum Unesco-Weltkulturerbe. Du erreichst es von Pokhara aus in einer etwa achtstündigen Busfahrt mit Umsteigen in Bhairahawa. Fühlst du dich fit genug , ist die 200 km lange (!) Radtour von Pokhara über Waling, Tansen und Butwal eine (nicht nur) landschaftlich atemberaubende Alternative.
- Lumbini
Aussichtspunkt
TouristenattraktionenDer Blick auf die Schneegipfel ist schon von den Dachterrassen vieler Hotels spektakulär. Den ultimativen Sonnenaufgang über dem Annapurnamassiv kannst du jedoch von der Friedenspagode erleben – hier gibt es mehrere einfache Hotels.
- World Peace Stupa Access Rd, 33700 Pokhara
Der Blick auf die Schneegipfel ist schon von den Dachterrassen vieler Hotels spektakulär. Den ultimativen Sonnenaufgang über dem Annapurnamassiv kannst du jedoch von der Friedenspagode erleben – hier gibt es mehrere einfache Hotels.
- World Peace Stupa Access Rd, 33700 Pokhara
Tashi Palkhiel
TouristenattraktionenIn vier Camps in und um Pokhara leben tibetische Flüchtlinge, die die provisorischen Lager mittlerweile in tibetische Dörfer verwandelt haben. Alle sind vom Tourismus abhängig und unterhalten Läden für tibetisches Kunsthandwerk und Teppiche. Das mit etwa 800 Bewohnern größte Dorf ist Tashi Palkhiel nordwestlich von Pokhara in Hyanja, das man in Richtung Annapurna passiert. Dort gibt es sogar ein kleines Gasthaus. Tashi Ling entstand wie Tashi Palkhiel 1963 und liegt südlich von Pokhara an der Straße nach Indien. Ein Besuch lässt sich gut mit Devin’s Fall verbinden. Paljor Ling (Tibetan Handicraft Centre) liegt in China Chowk, das relativ unbekannte Jampa Ling befindet sich 23 km östlich an der Straße nach Kathmandu, in Khotikhola.
- Baglung Rajmarg, 33700 Pokhara
- +977 61-401217
In vier Camps in und um Pokhara leben tibetische Flüchtlinge, die die provisorischen Lager mittlerweile in tibetische Dörfer verwandelt haben. Alle sind vom Tourismus abhängig und unterhalten Läden für tibetisches Kunsthandwerk und Teppiche. Das mit etwa 800 Bewohnern größte Dorf ist Tashi Palkhiel nordwestlich von Pokhara in Hyanja, das man in Richtung Annapurna passiert. Dort gibt es sogar ein kleines Gasthaus. Tashi Ling entstand wie Tashi Palkhiel 1963 und liegt südlich von Pokhara an der Straße nach Indien. Ein Besuch lässt sich gut mit Devin’s Fall verbinden. Paljor Ling (Tibetan Handicraft Centre) liegt in China Chowk, das relativ unbekannte Jampa Ling befindet sich 23 km östlich an der Straße nach Kathmandu, in Khotikhola.
- Baglung Rajmarg, 33700 Pokhara
- +977 61-401217