Ist erwähnt in Reiseführer:
Der größte Süßwassersee Afrikas ist die Hauptquelle, aus der sich der Nil speist. Am Ufer leben die Luo, die „Fischesser“
Der Westen Kenias gehört zu den selten besuchten Regionen des Landes. Zu Unrecht. Es ist eine kontrastreiche, reizvolle Landschaft: fruchtbares Farmland, satt-grüne Teeplantagen bei Kericho, tropischer Regenwald in der Kakamega Forest Reserve, ein nahezu unberührter Nationalpark, der Mount Elgon an der Grenze zu Uganda - und der Victoria-See, der größte Süßwassersee Afrikas.
Er erstreckt sich über Kenias Grenze hinweg nach Tansania und Uganda und umfasst eine Gesamtfläche von der Größe Bayerns. Den Namen gab ihm der erste Europäer, der auf der Suche nach den Quellen des Nils an seine Ufer kam: der Engländer John H. Speke. Er widmete die „Entdeckung“ seiner Königin Victoria. Die Seeregion ist die Heimat des viertgrößten Stammes Kenias, der Luo, was so viel heißt wie „Fischesser“. Fischfang ist neben der Rinderzucht für viele in den Orten am See noch immer die Lebensgrundlage. Die Fischerdörfer sind nur über kleine Pisten zu erreichen und ihre Bewohner zumeist abgeschnitten von der Zivilisation - tief verwurzelt in Glaube und Kultur der Vorväter. Hier muss jeder Mann, auch wenn er im fernen Nairobi stirbt, zurücktransportiert und dort begraben werden, wo er geboren wurde - wenn nicht, wird sein Geist die Familie verfolgen. Eine Warnung: Bade nicht im See, das Wasser ist an vielen Stellen mit Bilharziose-Parasiten verseucht. Auch die Malariaprophylaxe sollte beachtet werden.
Kenia - Der Westen Sehenswertes & Restaurants








Landschaftliche Highlights
Landschaftliche Highlights
Botanische Gärten & Parks
Museen
Geographical
Kakamega Forest National Reserve
Landschaftliche Highlights © Victor Lapaev, Shutterstock
Umgeben von Farmland erhebt sich nur anderthalb Autostunden von Kisumu entfernt majestätisch Kenias letzter Rest eines dichten Regenwaldgürtels, der sich einst vom Kongobecken bis tief nach Kenia hinein erstreckte. Von Nairobi aus gibt es mehrmals wöchentlich direkte Flüge mit Fly540 hierher. In den jahrhundertealten Baumriesen leben sieben verschiedene Affenarten, unter ihnen der imposante, schwarz-weiß gefärbte Colobus und der ulkige Potto, ein nachtaktiver Faulnasenaffe, der sich von Baum zu Baum schwingt. Mehr als 400 zum Teil prächtige Schmetterlingsarten sind ebenso im Kakamega beheimatet wie über 350 Vogelarten. Am schönsten ist ein Besuch zwischen April und Juli, wenn es überall üppig grünt und blüht. Für Naturromantiker ein wahr gewordener Traum: Mitten im Wald liegt das verwunschene Rondo Retreat, eine komfortable Unterkunft.
- Kakamega, Kisumu
- http://kws.go.ke/
- +254 56 20425
© Victor Lapaev, Shutterstock
Umgeben von Farmland erhebt sich nur anderthalb Autostunden von Kisumu entfernt majestätisch Kenias letzter Rest eines dichten Regenwaldgürtels, der sich einst vom Kongobecken bis tief nach Kenia hinein erstreckte. Von Nairobi aus gibt es mehrmals wöchentlich direkte Flüge mit Fly540 hierher. In den jahrhundertealten Baumriesen leben sieben verschiedene Affenarten, unter ihnen der imposante, schwarz-weiß gefärbte Colobus und der ulkige Potto, ein nachtaktiver Faulnasenaffe, der sich von Baum zu Baum schwingt. Mehr als 400 zum Teil prächtige Schmetterlingsarten sind ebenso im Kakamega beheimatet wie über 350 Vogelarten. Am schönsten ist ein Besuch zwischen April und Juli, wenn es überall üppig grünt und blüht. Für Naturromantiker ein wahr gewordener Traum: Mitten im Wald liegt das verwunschene Rondo Retreat, eine komfortable Unterkunft.
- Kakamega, Kisumu
- http://kws.go.ke/
- +254 56 20425
Kisumu Impala Sanctuary
Botanische Gärten & Parks © HelloRF Zcool, Shutterstock
Kleiner Park am Rand des Viktoriasees, der Spaziergängern fußläufig vom lauten Stadtzentrum eine erholsame Verschnaufpause bietet. Im Park laufen Impalas frei herum, im nahen Kiboko Bay Resort kann man den Blick auf den See genießen.
- Harambee Road, Kisumu
- http://www.kws.go.ke/
- +254 800 597 000
© HelloRF Zcool, Shutterstock
Kleiner Park am Rand des Viktoriasees, der Spaziergängern fußläufig vom lauten Stadtzentrum eine erholsame Verschnaufpause bietet. Im Park laufen Impalas frei herum, im nahen Kiboko Bay Resort kann man den Blick auf den See genießen.
- Harambee Road, Kisumu
- http://www.kws.go.ke/
- +254 800 597 000
Saiwa-Swamp-Nationalpark
Landschaftliche HighlightsNur eine halbe Stunde Fahrt von Kitale entfernt liegt Kenias kleinster Nationalpark. Die einsame Sumpflandschaft lässt sich bequem zu Fuß erwandern. Von den Pfaden und den vier Aussichtstürmen kann man die seltene Sitatunga-Antilope beobachten.
Nur eine halbe Stunde Fahrt von Kitale entfernt liegt Kenias kleinster Nationalpark. Die einsame Sumpflandschaft lässt sich bequem zu Fuß erwandern. Von den Pfaden und den vier Aussichtstürmen kann man die seltene Sitatunga-Antilope beobachten.
Hippo Point
Landschaftliche Highlights © francesco de marco, Shutterstock
Wenn die Sonne im See versinkt, kann man ihr an dieser ausgeschilderten Stelle südlich der Stadt (nahe Sunset Hotel) dabei zusehen – und einen Sundowner zu sich nehmen, denn die Terrasse mit Ausblick gehört zu einem kleinen Restaurant direkt am Ufer. Manchmal tummeln sich hier auch Flusspferde im Wasser.
- Kisumu
© francesco de marco, Shutterstock
Wenn die Sonne im See versinkt, kann man ihr an dieser ausgeschilderten Stelle südlich der Stadt (nahe Sunset Hotel) dabei zusehen – und einen Sundowner zu sich nehmen, denn die Terrasse mit Ausblick gehört zu einem kleinen Restaurant direkt am Ufer. Manchmal tummeln sich hier auch Flusspferde im Wasser.
- Kisumu
Kisumu Museum
Museen © Jen Watson, Shutterstock
Wie sieht ein traditionelles Luo-Haus aus? Welche Tiere und Pflanzen gibt es in der Region? Das und mehr lernst du in dieser kleinen Ausstellung.
© Jen Watson, Shutterstock
Wie sieht ein traditionelles Luo-Haus aus? Welche Tiere und Pflanzen gibt es in der Region? Das und mehr lernst du in dieser kleinen Ausstellung.
Nyang'oma Kogelo
GeographicalDas kleine Dorf Kogelo ist eine von Kenias neueren Touristenattraktionen: Hier ist der Vater von Barack Obama geboren und begraben, und Sarah, die Großmutter des ersten schwarzen US-Präsidenten (2009–17), lebt hier bis heute. Die bescheidene alte Dame bestellt tagsüber ein kleines Maisfeld, wenn nicht gerade wieder eine internationale Delegation vorbeischaut. Zu sehen gibt es vor allem ein für diese Region typisches Dorfleben und Schulen, Hütten und Ziegen (!), die nach Obama benannt sind. Wer sich Zeit nimmt und mit den Bewohnern ein Senator-Bier teilt, wird zudem viele Geschichten von Obamas zahlreichen Besuchen in Kogelo zu hören bekommen. Ein Besuch in Kogelo ist vom zwei Stunden entfernten Kisumu aus ein perfekter Tagestrip.
- Nyang'oma Kogelo
Das kleine Dorf Kogelo ist eine von Kenias neueren Touristenattraktionen: Hier ist der Vater von Barack Obama geboren und begraben, und Sarah, die Großmutter des ersten schwarzen US-Präsidenten (2009–17), lebt hier bis heute. Die bescheidene alte Dame bestellt tagsüber ein kleines Maisfeld, wenn nicht gerade wieder eine internationale Delegation vorbeischaut. Zu sehen gibt es vor allem ein für diese Region typisches Dorfleben und Schulen, Hütten und Ziegen (!), die nach Obama benannt sind. Wer sich Zeit nimmt und mit den Bewohnern ein Senator-Bier teilt, wird zudem viele Geschichten von Obamas zahlreichen Besuchen in Kogelo zu hören bekommen. Ein Besuch in Kogelo ist vom zwei Stunden entfernten Kisumu aus ein perfekter Tagestrip.
- Nyang'oma Kogelo
Rusinga Islands
Landschaftliche Highlights © Paul Mboya, Shutterstock
Strandurlaub einmal anders: Die kleine Insel im Viktoriasee ist nicht nur für Angler einen Besuch wert, die von hier aus Nilbarsch und Tilapia angeln, auch Strandurlauber kommen auf ihre Kosten. Touristen wohnen in der Rusinga Island Lodge, einer luxuriösen Unterkunft, die den besten Strandhotels in nichts nachsteht. Auf Rusinga befindet sich zudem eine prähistorische Ausgrabungsstätte, wo Mary Leakey den Schädel des Proconsul Africanus, eines drei Millionen Jahre alten Vorfahren des Menschen, entdeckt hat. Eine Statue ehrt Tom Mboya, einen der prominentesten Luo-Politiker, der 1969 unter bis heute ungeklärten Umständen in Nairobi ermordet wurde.
- Rusinga Islands
© Paul Mboya, Shutterstock
Strandurlaub einmal anders: Die kleine Insel im Viktoriasee ist nicht nur für Angler einen Besuch wert, die von hier aus Nilbarsch und Tilapia angeln, auch Strandurlauber kommen auf ihre Kosten. Touristen wohnen in der Rusinga Island Lodge, einer luxuriösen Unterkunft, die den besten Strandhotels in nichts nachsteht. Auf Rusinga befindet sich zudem eine prähistorische Ausgrabungsstätte, wo Mary Leakey den Schädel des Proconsul Africanus, eines drei Millionen Jahre alten Vorfahren des Menschen, entdeckt hat. Eine Statue ehrt Tom Mboya, einen der prominentesten Luo-Politiker, der 1969 unter bis heute ungeklärten Umständen in Nairobi ermordet wurde.
- Rusinga Islands
Mount Elgon National Park
Landschaftliche Highlights © Belikova Oksana, Shutterstock
Die verwunschene Wildnis wird nur von wenigen Urlaubern besucht. 40 km von Kitale entfernt ist das Chorlim Gate; von hier startet man mit einem Ranger in den Park. Ein Marsch auf Elefantenpfaden durch Bambusdickicht und Gehölz führt u.a. zur Kitum Cave, einer Höhle, in der sich nachts die Elefanten sammeln, um das hier natürlich vorkommende Salz aufzulecken.
© Belikova Oksana, Shutterstock
Die verwunschene Wildnis wird nur von wenigen Urlaubern besucht. 40 km von Kitale entfernt ist das Chorlim Gate; von hier startet man mit einem Ranger in den Park. Ein Marsch auf Elefantenpfaden durch Bambusdickicht und Gehölz führt u.a. zur Kitum Cave, einer Höhle, in der sich nachts die Elefanten sammeln, um das hier natürlich vorkommende Salz aufzulecken.
Kisumu
Geographical © esfera, Shutterstock
Die gemütliche Stadt am Kavirondo-Golf, einem Ausläufer des Viktoriasees, ist Zentrum und Tor zum dicht besiedelten Westen Kenias. Mehr als eine halbe Million Menschen leben hier, viele von ihnen als Fischer, die jeden Tag in den Golf oder auf den offenen See hinausfahren. Entlang der Oginga Odinga Road gibt es die meisten Geschäfte. Lebendig geht es auf dem Markt zu, wo die Fischer ihren Fang anlanden. Die in Kisumu lebenden Luo, Kenias drittgrößte Volksgruppe, sind bis heute ihren Traditionen eng verbunden. Jeder Luo muss nach dem Tod in seinem Heimatdorf begraben werden, damit sein Geist nicht die Familie verfolgt. Und in entlegenen Fischerdörfern hat der Zauberheiler bis heute mehr Einfluss als der gewählte Bürgermeister. Malaria ist rund um den Viktoriasee so verbreitet wie nirgends sonst in Kenia. Du solltest dich unbedingt vor Stichen schützen und womöglich für Prophylaxe sorgen. Im See baden sollte man nicht, das Wasser ist fast überall mit Bilharziose verseucht.
- Kisumu
© esfera, Shutterstock
Die gemütliche Stadt am Kavirondo-Golf, einem Ausläufer des Viktoriasees, ist Zentrum und Tor zum dicht besiedelten Westen Kenias. Mehr als eine halbe Million Menschen leben hier, viele von ihnen als Fischer, die jeden Tag in den Golf oder auf den offenen See hinausfahren. Entlang der Oginga Odinga Road gibt es die meisten Geschäfte. Lebendig geht es auf dem Markt zu, wo die Fischer ihren Fang anlanden. Die in Kisumu lebenden Luo, Kenias drittgrößte Volksgruppe, sind bis heute ihren Traditionen eng verbunden. Jeder Luo muss nach dem Tod in seinem Heimatdorf begraben werden, damit sein Geist nicht die Familie verfolgt. Und in entlegenen Fischerdörfern hat der Zauberheiler bis heute mehr Einfluss als der gewählte Bürgermeister. Malaria ist rund um den Viktoriasee so verbreitet wie nirgends sonst in Kenia. Du solltest dich unbedingt vor Stichen schützen und womöglich für Prophylaxe sorgen. Im See baden sollte man nicht, das Wasser ist fast überall mit Bilharziose verseucht.
- Kisumu
Kericho
Geographical © Anil Varma, Shutterstock
Kaum eine Region in Kenia ist klimatisch so stabil wie Kericho. Das ganze Jahr über hat es tagsüber solide 20–25 Grad. Zusammen mit der Höhenlage auf knapp 2000 m, den reichlichen und vorhersagbaren Regenfällen und den fruchtbaren Böden macht dieses Klima Kericho zur perfekten Teeanbauregion. Wenn morgens der Nebel über den Plantagen steht, kann man sich kaum sattsehen an der saftig-grünen Landschaft. Besichtigen kannst du die Plantagen und Teefabrik, in der die Blätter verarbeitet werden, z. B. mit IntegriTour. Aus der Region um Kericho herum stammt übrigens die Volksgruppe der Kalenjin. Diese haben Kenias berühmte Läufer hervorgebracht, die mittlerweile sämtliche Marathon-Weltrekorde halten! Bei diesen traumhaften Trainingsbedingungen kein Wunder . . .
- Kericho
© Anil Varma, Shutterstock
Kaum eine Region in Kenia ist klimatisch so stabil wie Kericho. Das ganze Jahr über hat es tagsüber solide 20–25 Grad. Zusammen mit der Höhenlage auf knapp 2000 m, den reichlichen und vorhersagbaren Regenfällen und den fruchtbaren Böden macht dieses Klima Kericho zur perfekten Teeanbauregion. Wenn morgens der Nebel über den Plantagen steht, kann man sich kaum sattsehen an der saftig-grünen Landschaft. Besichtigen kannst du die Plantagen und Teefabrik, in der die Blätter verarbeitet werden, z. B. mit IntegriTour. Aus der Region um Kericho herum stammt übrigens die Volksgruppe der Kalenjin. Diese haben Kenias berühmte Läufer hervorgebracht, die mittlerweile sämtliche Marathon-Weltrekorde halten! Bei diesen traumhaften Trainingsbedingungen kein Wunder . . .
- Kericho
Kitale
GeographicalAm Fuß des mächtigen Mount Elgon, eines erloschenen Vulkans, liegt die kleine, von weißen Siedlern errichtete Siedlung. Fly540 fliegt Kitale von Nairobi aus mehrmals wöchentlich an. Die kleine Stadt ist das Tor zu zwei nahen, wenig besuchten Nationalparks.
- Kitale
Am Fuß des mächtigen Mount Elgon, eines erloschenen Vulkans, liegt die kleine, von weißen Siedlern errichtete Siedlung. Fly540 fliegt Kitale von Nairobi aus mehrmals wöchentlich an. Die kleine Stadt ist das Tor zu zwei nahen, wenig besuchten Nationalparks.
- Kitale
MARCO POLO Reiseführer
Kenia
Buch, 15. Auflage · 15.95 €Der MARCO POLO Reiseführer Kenia: Urlaub zwischen Paradiesstränden und Savannenstaub Goldene Strände mit türkisfarbenen Wellen, jadegrüne Seen im roten Savannensand und weiß getupfte Bergspitzen neben bunten Metropolen – mehr Farbenpracht als in Kenia passt nicht in einen Urlaub. Dein MARCO POLO Reiseführer verrät dir, welche Sightseeing-Highlights du nicht verpassen darfst und was die Einheimischen an ihrem Land lieben. Wähle aus, worauf du Lust hast, und verbringe deinen Urlaub genauso, wie du ihn magst!
Wo den Tieren endlose Weiten gehörten: Erkunde Kenia in deinem eigenen Rhythmus
Schwimmen, tauchen, sonnenbaden? Klar, das kannst du in Kenia auch, zum Beispiel am Diani Beach mit seinem puderfeinen weißen Sand. Aber Kenia steht vor allem für Abenteuer und Wildnis-Feeling! Wie wäre es zur Abwechslung mit einer Radtour durch den Hell’s Gate National Park, vorbei an grasenden Zebras und Antilopen? Wenn es dir in der Savanne zu heiß wird, kannst du auf die schneebedeckten Gipfel des Mount Kenya wandern oder die lauen Nächte in Nairobis Clubs durchtanzen. Mit deinem MARCO POLO Reiseführer Kenia findest du immer schnell zum nächsten Ziel und erlebst einzigartige Urlaubsmomente!


