Bloss nicht

Fettnäpfchen und Reinfälle vermeiden
Kanaren-Exoten mitnehmenDrachenwurz-Rosetten, Minidrachenbäume und Co: Manch ein Inselbesucher buddelt die Gewächse mit Stumpf und Stiel aus, um sie als kleines Andenken auf den heimischen Balkon zu pflanzen. Kanarische Pflanzen stehen unter Schutz, ihre Ausfuhr ist nicht erlaubt (Zoll!). Besser im Blumenladen (jardinería) ein Tütchen Samen kaufen – das lässt sich auch leichter transportieren!
Sommerlich in die BergeOft lassen sich Urlauber von den niedrigen Temperaturen in der cumbre überraschen. Als Faustregel gilt: Je 100 Höhenmeter wird es 1 Grad kühler.
Bei rot ins Wasser springenJedes Jahr ertrinken Menschen vor den Küsten der Kanaren, oft aus Leichtsinn. Wird am Strand die rote Fahne gehisst, solltest du keinesfalls schwimmen gehen, bei Gelb ist Vorsicht angesagt und bei Grün kannst du dich in die Fluten stürzen. Aber schwimm lieber nicht zu weit hinaus.
Sich abzocken lassenBrot gehört in Spanien selbstverständlich zum Essen. Früher war das umsonst, heute wird es kommentarlos auch ohne Bestellung serviert ... und später dafür kassiert. Frag besser nach, ob es a cuenta casa (auf Kosten des Hauses) kommt!
Verstopfung verursachenIn vielen stillen Örtchen ist die Aufforderung zu lesen, kein Papier in die Toilette zu werfen. Rohre in älteren kanarischen Häusern sind so eng, dass sie leicht verstopfen. Darum: Das benutzte Papier in den bereitgestellten Eimer werfen.

Was kostet wieviel?

Was?Wieviel €?
Taxi2 Euro pro gefahrenen km plus 3 Euro Grundpreis
Kaffeeab 1,50 Euro für eine Tasse Milchkaffee
Snackab 3 Euro für eine Portion Tapas
Essenab 10 Euro Menú del Día (drei Gänge inkl. Getränk)
Benzinum 1,30 Euro für einen Liter Eurosuper
Ausrittab 15 Euro für einen Dromedarritt

Feste & Feiertage

1. Januar

  • Año Nuevo (Neujahr)

6. Januar

  • Los Reyes (Hl. Drei Könige)

März/April

  • Viernes Santo (Karfreitag)

1. Mai

  • Día del Trabajo (Tag der Arbeit)

30. Mai

  • Día de las Islas Canarias (Tag der Canaren)

Mai/Juni

  • Corpus Cristi (Fronleichnam)

25. Juli

  • Santiago Apóstol (Jakobstag)

15. August

  • Asunción (Himmelfahrt)

8. September

  • Día de la Virgen del Pino (Tag der Kiefernjungfrau)

10. September

  • Fiesta del Charco (Tümpelfest)

12. Oktober

  • Día de la Hispanidad (Tag der Hispanität)

1. November

  • Todos los Santos (Allerheiligen)

6. Dezember

  • Día de la Constitución (Tag der Verfassung)

8. Dezember

  • Inmaculada Concepción (Mariä Empfängnis)

25. Dezember

  • Navidad (Weihnachten)

Vorbereitung

Zeit

– 1 Stunde Zeitverschiebung

An der Zeitverschiebung merkt man’s: Die Kanaren sind weit weg von unserem Kontinent! Hier ist es ganzjährig eine Stunde früher als bei uns.

Auskunft vor der Reise

Touristische Auskünfte erhältst du unter spain.info und bei folgenden spanischen Fremdenverkehrsbüros:

– Myliusstr. 14 | 60 323 Frankfurt | Tel. 069 72 50 33 | frankfurt@tourspain.es

– Walfischgasse 8 | 1010 Wien | Tel. 01 5 12 95 80 11 | viena@tourspain.es

– Seefeldstr. 19 | 8008 Zürich | Tel. 04 42 53 60 50 | zurich@tourspain.es

Ankommen

Anreise

Vom südspanischen Huelva erreichen Autofähren zweimal wöchentlich Las Palmas (36 Std.). Infos auf navieraarmas.es und fredolsen.es. Ticketreservierung auch über direct ferries.com, Buchung über trasmediterranea.es oder ein Reisebüro.

Zahlreiche Fluggesellschaften fliegen von vielen deutschen Städten sowie von Wien und Zürich in vier bis fünf Stunden nach Gran Canaria. Flüge kosten zwischen 250 und 650 Euro. Billigflieger wie Ryanair und Eurowings unterbieten oft diesen Preis.

Der Flughafen Gando liegt im Osten der Insel, 30 bis 60 Autominuten von den Ferienzentren entfernt. Vom Busterminal am Flughafen fahren alle 30 bzw. 60 Minuten Busse nach Las Palmas (Linie 60) und Playa del Inglés/ Maspalomas (Linie 66). Nach Puerto Rico und Puerto de Mogán kommt man stündlich mit dem Schnellbus (Linie 91). Eine Taxifahrt kostet nach Maspalomas ca. 50 Euro, nach Puerto Rico ca. 65 Euro und nach Puerto de Mogán ca. 75 Euro.

Einreisebestimmungen

Für Deutsche, Österreicher und Schweizer reicht der gültige Reisepass bzw. der Personalausweis zur Einreise. Kinder benötigen einen eigenen, unterschriebenen Ausweis mit Lichtbild.

Klima & Reisezeit

Im regen- und wolkenarmen Süden schwanken die Tagestemperaturen im Winter zwischen 19 und 24 Grad. Im Sommer werden häufig wochenlang 30 Grad und mehr gemessen. Die Temperaturen in den Bergen sind dagegen deutlich niedriger. Oberhalb von 500 m kann es nachts und im Winter bei schneidenden Winden oft empfindlich kalt werden. Im Inselnorden ist es dank feuchter Passatwinde deutlich frischer und wolkiger als im Süden. Oft erscheint der Himmel grau wie der „Bauch eines Esels“ (panza del burro). Die Wassertemperaturen des Atlantiks liegen das ganze Jahr über zwischen 18 und angenehmen 23 Grad.

Zoll

Bei der Einreise gibt es keine Zollkontrollen. Für die Rückreise musst du, egal ob du Deutscher, Österreicher oder Schweizer bist, wegen des steuerlichen Sonderstatus der Inseln dieselben engen Zollfreimengen wie bei der Einreise aus Nicht-EU-Ländern beachten. So darfst du zollfrei u. a. nur 200 Zigaretten oder 50 Zigarren oder 250 g Tabak, 1 l Spirituosen und 4 l Wein sowie sonstige Waren bis zu einem Wert von 430 Euro in deinem Heimatland einführen (Jugendliche unter 15 J. nur bis zu einem Wert von 175 Euro).

Weiterkommen

Mietwagen

Mietwagenfirmen sind im Flughafen und in den Ferienzentren vertreten. Einen Kleinwagen bekommst du auf Wochenbasis schon ab 35 Euro pro Tag (inkl. Vollkaskoversicherung). Bestens gewartete Autos (ohne versteckte Zusatzkosten) bietet die einheimische Firma CICAR (cicar.com) mit Filialen an allen Flug- und Fährhäfen sowie in allen Ferienorten. Um ein Fahrzeug zu mieten, musst du mindestens 21 Jahre alt sein und eine Kaution hinterlegen.

Verkehrsregeln

Die Straßen auf Gran Canaria sind gut ausgebaut. Nur in Las Palmas ist der Verkehr recht hektisch. Die erlaubte Höchstgeschwindigkeit innerorts liegt bei 20 km/h auf Straßen mit einer einzigen Fahrspur für beide Fahrtrichtungen (ohne Fahrbahnmarkierung in der Mitte) und seitlichen Gehsteigen auf einer Ebene (ohne Höhenunterschied); 30 km/h auf Straßen mit jeweils einer Fahrbahn für jede Fahrtrichtung; 50 km/h auf Straßen mit zwei oder mehr Fahrspuren in jeder Fahrtrichtung; auf Landstraßen 90 km/h, mit mehr als einer Fahrbahn in jeder Richtung 100 km/h, auf Autobahnen 120 km/h. Die Promillegrenze beträgt 0,25 in der Atemluft, was ungefähr dem sonst üblichen Blutwert von 0,5 entspricht (bei Fahranfängern 0,3). Detaillierte Infos über Verkehrsregeln findest du auf short.travel/gra10.

In Spanien muss im Auto immer eine gelbe Warnweste mitgeführt werden! Absolutes Halteverbot gilt bei gelben Kennzeichnungen am Bordstein; bei blauen Streifen ist eine Parkgebühr zu zahlen. Abschleppen dürfen nur Unternehmen mit Lizenz.

Taxi

Alle Taxis sind lizenziert und mit Taxameter ausgestattet, das vor der Fahrt eingeschaltet werden muss. Zum Kilometerpreis (plus Grundgebühr) kommen Zuschläge für Sonn- und Feiertagsfahrten, für Nacht-, Hafen- und Flughafenfahrten sowie für Großgepäck. Bei Inselrundfahrten unbedingt den Preis vorher vereinbaren.

Bus

Vom zentralen Busbahnhof Estación de Guaguas (unter dem Parque San Telmo) in Las Palmas fahren Linienbusse von Global häufig in die Orte im Inselsüden. Die Ferienzentren werden untereinander zwischen 7 und 23 Uhr im Durchschnitt alle 15 bis 30 Minuten angefahren. Die Linien 30, 50 und 91 sind Schnellbusse, die fast ohne Stopps aus dem Süden nach Las Palmas und wieder zurück fahren (Fahrpläne erhältst du im Ticketbüro im Parque San Telmo | Tel. 9 02 38 11 10 | guaguasglobal.com). Im Inselzentrum verkehren die Busse seltener als in den Touristenhochburgen. Ein Erlebnis ist die Panoramafahrt mit Linie 18 nach Tejeda.

Vor Ort

Auskunft vor Ort

In der Ankunftshalle auf dem Flughafen (Mo–Fr 9–21, Sa 9–17 Uhr | Tel. 9 28 57 41 17 | aeropuerto@grancanaria.com). Weitere Info-Points gibt es in allen größeren Ferienorten.

In der VIVA (viva-canarias.com), einer monatlich erscheinenden deutschsprachigen Hochglanz-Inselzeitschrift, entdeckst du Aktuelles, Originelles und Hintergründiges. Du bekommst sie an vielen Zeitungsständen.

Ladenöffnungszeiten

Werktags öffnen Geschäfte meist um 9 oder 10 Uhr und schließen gegen 20 Uhr. Viele kleinere Läden schieben in der Siesta-Zeit (13.30–17 Uhr) eine Ruhepause ein. Samstags wird in der Regel nur bis 14 Uhr gearbeitet. Große Supermärkte und Einkaufszentren sind Mo–Sa durchgehend 9–21 Uhr geöffnet. 24-Std.-Läden gibt es vor allem in Las Palmas in der Hafengegend.

Post

Es gibt sie noch, die gute alte Postkarte, und sie wird gerne verschickt. Briefmarken (sellos) dafür bekommst du außer bei der Post (correos) auch in den estancos, den Tabakgeschäften. Das Porto für einen Brief (carta) oder eine Postkarte (tarjeta postal) ins EU-Ausland und die Schweiz betrug bei Redaktionsschluss 1,70 Euro. Achtung: Neben der staatlichen Post gibt es auch private Postzustelldienste mit eigenen Briefmarken und Postkästen – hier dauert die Zustellung oft länger! Pass auf, die Sendung in den richtigen Kasten zu werfen, sonst kommt sie nicht an!

Sprache

In den Ferienzentren kommt man ganz gut ohne Spanischkenntnisse zurecht. Wer in abgelegenen Lokalen etwas bestellen und vielleicht auch mit dem Bus über die Insel fahren möchte, sollte sich Grundkenntnisse in Spanisch aneignen.

Strände

Die schönsten Strände liegen an der Südküste zwischen Playa del Inglés und Maspalomas. Einen langen hellen Sandstrand bietet auch die Hauptstadt Las Palmas.

Nacktbaden ist nur im mittleren Abschnitt der Playa de Maspalomas üblich. Der Veranstalter Oböna betreibt für FKK-Freunde ein Hotel in Maspalomas (oboena.de).

Trinkgeld

Wenn du im Restaurant mit dem Service zufrieden bist, solltest du einfach den zu zahlenden Betrag aufrunden. Im Hotel erwarten die Reinigungskräfte und Rezeptionisten ein Trinkgeld von mehreren Euros, übrigens ebenso wie bei organisierten Ausflügen der Busfahrer und der Reiseführer.

Ländlich übernachten

Beim turismo rural kannst du das ursprüngliche Gran Canaria entdecken. In Fincas, Herrenhäusern, Landhotels oder Höhlenwohnungen leben die Gäste ähnlich wie die Einheimischen. Die rustikalen bis komfortablen Unterkünfte werden in vielen Ortschaften angeboten. Sie sind für Selbstversorger eingerichtet, müssen allerdings für mindestens zwei Nächte gebucht werden. Eine Übersicht findest du auf der Website der Asociación Gran Canaria Natural (Tel. 9 28 33 41 75 | grancanarianaturalandactive.com).

Camping

Wildes Zelten ist auf der Insel verboten. Die öffentlichen Gratis-Zeltplätze in den Bergen kannst du nutzen, wenn du zuvor eine Genehmigung eingeholt hast in der Oficina de Información y Atención al Ciudadano/Cabildo (Mo–Fr 9–13 Uhr | C/ Bravo Murillo 23 | Las Palmas | Tel. 928 21 92 29 | facebook: GranCanaria-OIAC | oiac@grancanaria.com). Beim Bergdorf Temisas (Ctra. Agüimes – Santa Lucía GC 551 | Tel. 9 28 79 81 49) kannst du in völliger Abgeschiedenheit beim gleichnamigen Campingplatz dein Zelt aufschlagen. Ebenfalls weit ab vom Schuss, aber in Küstennähe liegt im äußersten Westen der Zeltplatz Blue Ocean Camp (GC-204 s/n, Tasartico | Tel. 8 28 01 75 15 | blueoceancamp.com).

Vorwahlen

Die Vorwahl für Spanien lautet 0034, dann folgt die neunstellige Rufnummer. Vorwahl für Deutschland: 0049; Österreich: 0043; Schweiz: 0041; danach folgt die Ortsvorwahl ohne Null, anschließend die Rufnummer.

Banken & Kreditkarten

An Geldautomaten bekommst du mit deiner Bank- oder gängigen Kreditkarte Bargeld ausbezahlt. Allerdings sind dafür oft happige Gebühren fällig. Tipp: Viele deutsche Banken haben auf Gran Canaria eigene Filialen oder kooperieren mit lokalen Banken. Dort bezahlst du für Abhebungen keine Gebühr! Erkundige dich danach schon zu Hause. Die Öffnungszeiten der Banken variieren, üblich sind Mo– Fr 8.30–14 Uhr und Sa 8.30–13 Uhr. In fast allen Hotels, Geschäften, Restaurants und Tankstellen werden Kreditkarten akzeptiert. Allgemeiner Sperrnotruf für Bank- und Kreditkarten: Tel. 0049 11 61 16.

Preise

Die Preise für Dienstleistungen sind auf Gran Canaria kaum niedriger als bei uns. Besonders teuer sind die Freizeitparks, hier kostet der Eintritt für eine vierköpfige Familie oft 100 Euro oder mehr. Lebensmittel, auch importierte (und das sind die meisten), sind dank der niedrigen Mehrwertsteuer auf den Kanaren in etwa auf dem gleichen Preisniveau wie in Mitteleuropa. Günstig bekommst du Tabakwaren, Parfüms sowie einige rezeptfreie Medikamente.

Notfälle und Sicherheit

Diplomatische Vertretungen

Deutsches Konsulat

Mo–Fr 9–12 Uhr | C/ Albareda 3 | Las Palmas | Tel. 9 28 49 18 80 (Mo–Fr 9–16 telefonisch, Besuchszeit 9–12 Uhr) | las-palmas.diplo.de

Österreichisches Honorarkonsulat

Edificio Mercurio, Torre I / 7ºC, Av. de Tirajana 37 | 35100 Playa del Inglés | Tel. 9 28 21 65 36 | bmeia.gv.at

Konsularcenter der Schweizerischen Botschaft

C/ de Núñez de Balboa 35 A - 7° | Madrid | Tel. 9 14 36 39 60 | eda.admin.ch/madrid

Gesundheit

Die Klimaumstellung kann den Körper belasten. Das größte Risiko birgt die starke Sonneneinstrahlung (auch unter Wolken und im Winter). Leitungswasser ist nicht trinkbar, Mineralwasser in 5- bis 8-Liter-Plastikflaschen gibt es in allen Supermärkten. Mit der Europäischen Krankenversicherungskarte (EHIC, Rückseite deiner Versichertenkarte), wirst du in Ambulatorien (Centro de Salud) und Kliniken, die der staatlichen Seguridad Social angeschlossen sind, kostenfrei behandelt. Andernfalls bitte eine detaillierte Rechnung verlangen, um sich die Auslagen wenigstens teilweise erstatten zu lassen. Apotheken (farmacias), erkennbar am grünen Malteserkreuz, sind montags bis freitags 9–13 und 16–19 Uhr sowie samstags 9–13 Uhr geöffnet. Das Schild Farmacia de Guardia weist auf die nächste Apotheke mit Notdienst hin.

Hier einige Adressen von Krankenhäusern und Notfallpraxen:

– Hospital Universitario de Gran Canaria (Dr. Negrín Barranco de la Ballena | Las Palmas | Tel. 9 28 45 00 00)

– Clínica Hospiten Roca (C/ Buganvilla 1 | San Agustín | Tel. 9 28 94 30 50 | hospiten.com)

Notruf

Die 112 gilt für Polizei, Feuerwehr und Notarzt.

Sonstige Hinweise

Andere Kanarische Inseln

Von Gran Canaria kommst du zu allen anderen Kanarischen Inseln. Die Reedereien Fred Olsen (fredolsen.es) und Naviera Armas (navieraarmas.com) bieten Schiffsverbindungen an, die in etwa genauso teuer sind wie die Flüge der Regionalfluglinien Binter (binternet.com) und Canary Fly (canaryfly.es).

  1. Vorbereitung
  2. Ankommen
  3. Weiterkommen
  4. Vor Ort
  5. Notfälle und Sicherheit
  6. Sonstige Hinweise