Bloss nicht

Fettnäpfchen und Reinfälle vermeiden
Zeckenkontrolle vergessenTypisch für den Oberrhein sind Zecken (tiques), die es auf Wiesen und im Wald gibt. Vorsicht ist immer geboten, wenn du durch die Natur streifst. An solchen Tagen ist eine „Zeckenkontrolle“ nach der Dusche ratsam.
Falsche Schlüsse ziehenFranzosen stellen sich gern mit Vornamen vor. Das heißt aber nicht, dass die Leute gleich geduzt werden wollen. Gängig ist immer noch das Sie, auch bei den Jungen. Also nicht gleich auf die Schulter klopfen und denken, jetzt sind wir Kumpels.
Nackt in die SaunaGar nicht ungezwungen-leger geht es in der Sauna zu. Die skandinavische Saunakultur findet in romanischen Ländern wenig Anklang. Darum: niemals nackt! When in Rome, do as the Romans do – diese Regel gilt erst recht in der Sauna.
Den Platz selber aussuchenIn der Gastwirtschaft sind Franzosen empfindlich. Ein freier Tisch bedeutet nicht, dass man sich auch einfach so hinsetzen darf. Die eiserne Regel lautet: Stell dich zunächst beim Kellner vor und sag, was du möchtest. Dann bekommst du einen Platz vorgeschlagen. Alles andere gilt als ungehobelt.
Zu schnell in die Ortschaften rasenGerade die „Kuhdörfer“ haben am Ortseingang Bodenwellen (ralentisseurs), manchmal sogar mehrere hintereinander, und dann auch noch ziemlich hohe Exemplare davon. Wer mit 70 in den Ort brettert, rast in den Achsenbruch.

Was kostet wieviel?

Was?Wieviel €?
Kaffee2–2,50 Euro für eine Tasse Espresso
Bootsfahrtum 12 Euro für eine 45-minütige Rundfahrt in Straßburg
Wein5–10 Euro für 0,25 l Riesling
Eintritt12 Euro für die Hohkönigsburg
Imbiss5–7 Euro für ein Baguette-Sandwich
Benzinum 1,75–2 Euro für 1 l Super 95

Feste & Feiertage

1. Januar

  • Neujahr (Jour de l’An)

März/April

  • Karfreitag (Vendredi Saint)

März/April

  • Ostermontag (Lundi de Pâques)

1. Mai

  • Tag der Arbeit (Fête du Travail)

8. Mai

  • Kriegsende 1945 (Victoire 1945)

Mai/Juni

  • Christi Himmelfahrt (Ascension)

Mai/Juni

  • Pfingstmontag (Lundi de Pentecôte)

14. Juli

  • Nationalfeiertag (Fête Nationale)

15. August 

  • Mariä Himmelfahrt (Assomption)

1. November 

  • Allerheiligen (Toussaint)

11. November

  • Waffenstillstand 1918 (Armistice 1918)

25. Dezember

  • Weihnachten (Noël)

26. Dezember 

  • 2. Weihnachtstag (Saint-Étienne)

Ankommen

Anreise

Mit der Bahn

Straßburg ist der zentrale Bahnhof für Züge aus Deutschland. Von Offenburg verkehrt außerdem die Ortenau-S-Bahn (short.travel/els11) nach Straßburg mit Halt u. a. in Kehl. Wissembourg ist durch die Verkehrsverbünde Rhein-Neckar (vrn.de) und Karlsruhe (kvv.de) ans deutsche Bahnnetz angeschlossen. Mulhouse und Colmar sind nur über Straßburg bzw. Basel zu erreichen. Straßburg profitiert zudem von den neuen Nachtzügen nach Paris, die aus Berlin und Wien kommend in Straßburg haltmachen.

Komplizierter wird es, wenn du dein Rad mitnehmen willst: Aus Deutschland kommende ICEs, TGVs und Thalys-Züge nehmen keine Räder mit. Bei deren Nutzung gilt: Rad demontieren, in eine Schutzhülle packen und als Gepäck mitnehmen. Die deutlich einfachere Lösung ist daher: ab Karlsruhe, Offenburg oder Kehl mit dem Nahverkehrszug nach Straßburg. Die bieten für ca. sechs Räder Platz. Hier gilt allerdings: Wer zuerst kommt, hat den Platz, diese Plätze sind nicht buchbar! Im Elsass selbst ist die Mitnahme von Rädern in allen Nahverkehrszügen (ter.sncf.com/grand-est) außer zwischen 7.30 und 10 und 17 und 19 Uhr kostenlos erlaubt – aber die Plätze sind auf sechs Räder pro Zug begrenzt. bahn.de, sncf-connect.com

Mit dem Bus

Ans deutsche und Schweizer Fernbusnetz angeschlossen sind im Elsass Straßburg, Obernai, Colmar und Mulhouse sind (flixbus.de).

Mit dem Auto

Für Autoreisende bieten sich nach Straßburg die Grenzübergänge Kehl (A 5, Ausfahrt Appenweier) sowie über den Pont Pflimlin (A 5, Ausfahrt Offenburg) an, für Mulhouse der Autobahnanschluss über das Autobahndreieck Neuenburg. Kleinere Grenzübergänge sind die Fähren Kappel–Rhinau, Greffern–Drusenheim und Plittersdorf–Seltz sowie bei Lauterbourg auf die französische A 35.Wissembourg erreicht man auch über die A 65 (Landau) und B 38 (Bad Bergzabern), das Nordwestelsass auch über die A 6 bei Saarbrücken.

Mit dem Flugzeug

Straßburgs Flughafen Entzheim (strasbourg.aeroport.fr) wird aus Deutschland derzeit nur von Berlin und Frankfurt aus angeflogen. Zum Flughafen Basel-Mulhouse-Freiburg (euroairport.com) bestehen Verbindungen von Berlin, München Hamburg und Frankfurt – wobei mindestens aus Frankfurt die Bahnanreise aus Zeit- und Umweltgründen deutlich vorzuziehen ist.

Klima & Reisezeit

Vom regenreicheren Sundgau abgesehen, gehört das im Windschatten der Vogesen gelegene Elsass zu den trockensten Regionen Frankreichs. Frühling und Herbst sind mild, während der Sommer in der Rheinebene oft heiß und schwül wird. In den Vogesen ist es natürlich kühler, dort gibt es auch schnelle Wetterwechsel und Gewitter. Inversionswetterlagen sorgen im Herbst und Winter häufig für Sonne auf der Höhe und Nebel in der Ebene. meteofrance.com

Zoll

In der EU darf man Waren zum privaten Gebrauch unbeschränkt ein- und ausführen. Richtwerte hierfür sind u. a. 800 Zigaretten und 10 l Spirituosen. Die Schweiz erlaubt bei Genussmitteln u. a. 5 l Wein, 1 l Spirituosen und 250 Zigaretten.

Weiterkommen

Auto

Auf französischen Autobahnen gilt Tempo 130 (bei Regen 110) km/h, auf Landstraßen 80, teilweise 90 bzw. 110, in Ortschaften 50 km/h. Die Promillegrenze liegt bei 0,5.Der Pannendienst (alsace-depannage.fr) hat die Tel.-Nr. 03 65 61 26 60.Der größte Teil der Autobahnen im Elsass ist anders als im übrigen Frankreich mautfrei. Eine Ausnahme ist die Straßburger Umgehungsautobahn Grand Contournement Ouest (A 355): Sie ist Frankreichs teuerste autoroute – und die sinnloseste, da die weite Umgehung Kraftstoff und Zeit verschwendet. Daher: Wer von Süden kommt, fährt Richtung Geispolsheim, wer von Norden kommt, in Richtung Schiltigheim (Straßburg selbst ist hier nicht ausgeschildert!) und kommt so jeweils zur mautfreien Stadtautobahn A 35, auf der man Straßburg in der Regel viel schneller und mautfrei erreicht.

Das Gleiche gilt auch für den Transit: Über die alte Stadtautobahn A 35 spart man Maut und Strecke sowie meist auch Zeit gegenüber der teuren A 355.Das neue Verkehrsschild mit einer weißen Raute auf blauem Grund besagt, dass zu bestimmten Zeiten die linke Fahrspur für den ÖPNV, Taxis, E-Autos und Autos mit einer Mindestzahl an Insassen reserviert ist. Verstöße werden teuer! Die Höhen- und Kammstraßen sind im Winter und Frühjahr meist gesperrt.

Beim Parken gilt: Je näher am Zentrum, desto teurer wird es. Städte wie Straßburg vermitteln dies über Farbsymbolik: Grün ist günstig, gelb teurer und rot Luxus. Über Mittag sind Parkplätze oft gratis. Parkuhren akzeptieren auch Kreditkarten. Bei vielen Parkuhren muss man sein Kennzeichen eingeben. Wer Strafzettel innerhalb einer bestimmten Frist bezahlt, spart richtig Geld. Straßburg kontrolliert seine Parkplätze mobil, dabei werden die Nummernschilder gescannt, ob die Parkgebühr bezahlt wurde.

Um in die Innenstadt von Straßburg fahren zu dürfen, benötigst du eine Umweltvignette, sobald die Schadstoffwerte erhöht sind. Die Vignette kostet 3,70 Euro und ist ausschließlich online erhältlich (certificat-air.gouv.fr). Die Broschüre auf Deutsch: short.travel/els9.Praktisch: Die Vignette gilt auch in anderen Städten Frankreichs mit dem „Crit-Air“-System.

 

Mietwagen

Ein Preisvergleich lohnt sich, da sich die Verleiher mit Wochenend-, Mehrtages- und Bahn-Kombi-Angeboten Konkurrenz machen. Je nach Saison kostet ein Mittelklassewagen ab 30 Euro pro Tag aufwärts.

Öffentliche Verkehrsmittel

Der Schienenregionalverkehr TER (ter. sncf.com/grand-est) ist nicht nur gut ausgebaut, sondern transportiert auch Räder. Infos zu Strecken, Fahrzeiten, Tickets und preiswerten Angeboten wie z. B. dem 24-Stunden-Ticket ALSA+ stehen auf vialsace.eu, sncf.com und de.oui.sncf/de/tgv. Mit der Carte Fluo (20 Euro, unter 26 Jahren nur 1 Euro) gibt es für ein ganzes Jahr 50 Prozent Ermäßigung in allen Nahverkehrszügen und Bussen. Zu einigen außerhalb gelegenen touristischen Zielen gibt es auch Shuttlebusse, etwa von Colmar über Kaysersberg auf die Route des Crêtes (short.travel/els13) oder vom Bahnhof Sélestat auf die Hohkönigsburg.

Grundsätzlich setzt das Elsass bzw. die Region Grand Est vermehrt auf den ÖPNV. Als großer Sprung nach vorn war die Verdopplung der TER-Zugverbindungen ab 2023 gedacht. Da aber Personal und Material fehlen, fällt bis zur Hälfte der Verbindungen aus und kommt es zumal kleinen, mal enormen Verspätungen. Auch wurden im Glauben, dass mehr Züge fahren werden, bewährte Zugverbindungen oder -haltepunkte sowie Busverbindungen gestrichen. Bei Redaktionsschluss war der Unmut in der Region groß. Für Touristen empfiehlt es sich daher, den Nahverkehr vor allem rund um Straßburg zu Stoßzeiten zu meiden, wenn alle von oder zur Arbeit wollen.

Ein Lichtblick ist die Schnellbusverbindung von Straßburg via Marlenheim nach Wasselonne. Die Linie 230 hat eine eigene Fahrspur und fährt täglich über 30-mal hin und zurück. Auf dem Weg liegt der bei Kletterern beliebte Steinbruch im Kronthal und von der Endstation Wasselonne gehen mehrere Wanderwege ab.

Vor Ort

Auskunft vor Ort

Eine erste Anlaufstelle für Fragen und Infomaterial aller Art sind die Offices de Tourisme, die es in fast jedem Ort gibt. Auch die Websites france.fr, visit.alsace und alsace-destination-tourisme.com stecken voller Informationen.

Eintrittspreise

Größere Museen verlangen meist zwischen 7 und 10 Euro Eintritt, international bekannte auch mehr. Beispielsweise kostete das Straßburger MAMCS bei Redaktionsschluss 7,50 Euro, das berühmte Unterlinden in Colmar 13 Euro. Private Sammlungen sowie Tier- und Freizeitparks sind meist teurer, z. B. das Voodoomuseum in Straßburg 14, das Didiland 24,50, der Tierpark Sainte-Croix 32 Euro.

Geld & Kreditkarten

Sehr verbreitet sind Kreditkarten, die in Frankreich auch schon für Kleinstbeträge etwa beim Bäcker benutzt werden. Geldautomaten sind überall vorhanden. Im Südelsass werden oft auch Schweizer Franken akzeptiert.

Internetzugang & WLAN

Mulhouse war Frankreichs erste Stadt mit freiem WLAN (wifilib), heute haben es auch Colmar und Straßburg (WiFi4EU), allerdings nicht flächendeckend.

Museumspässe

In rund 350 Museen im ganzen Elsass, in weiten Teilen Baden-Württembergs, in der Pfalz und der nordwestlichen Schweiz erhältst du mit dem oberrheinischen Museumspass (123 Euro/Jahr | museumspass.com) freien Eintritt. Günstig in Straßburgs Museen kommst du mit der in den Museen und im Office de Tourisme (17, Place de la Cathédrale | Tel. 03 88 52 28 28) erhältlichen Strasbourg City Card (6 Euro | visitstrasbourg.fr), die an sieben Tagen für 15 Museen und touristische Angebote den Eintritt reduziert. Mulhouse bietet für 19 Euro den Mulhouse City Pass (tourisme-mulhouse.com) an.

Öffnungszeiten

Etliche Geschäfte haben montags oder montagvormittags und sonst über Mittag geschlossen. Supermärkte sind meist durchgehend bis mindestens 20 Uhr geöffnet.

Telefon & Handy

Vorwahlen: Frankreich 0033, Deutschland 0049, Österreich 0043, Schweiz 0041.Innerhalb Frankreichs gibt es keine Vorwahlen, bei Anrufen aus dem Ausland muss aber die Null am Beginn der zehnstelligen Nummer weggelassen werden.

Trinkgeld

Üblich ist ein Trinkgeld von fünf bis zehn Prozent – natürlich nur, wenn du mit dem Service zufrieden warst.

Unterkunft

Für Frankreich typisch ist das große Angebot an Campingplätzen (campingfrance.com). Günstige Hotelalternativen sind gîtes ruraux genannte Ferienwohnungen und -häuser (gitesdefrancealsace.net) und chambres d’hôtes (Gästezimmer) sowie Ferienwohnungen beim Winzer (weinstrasse.alsace). Jugendherbergen gibt es in Colmar, Lautenbach, Saverne, Straßburg und Mulhouse.

Notfälle und Sicherheit

Sicherheit

In den Großstädten gibt es einige Nogo-Viertel. In Straßburg sind das Cronenbourg, Elsau und Neuhof, in Mulhouse Les Coteaux und Bourtzwiller.

Diplomatische Vertretungen

Deutsches Konsulat

6, Quai Mullenheim | Straßburg | Tel. 03 88 24 67 00 | short.travel/els12

Österreichisches Konsulat

29, Avenue de la Paix | Straßburg | Tel. 03 88 35 13 94 | bmeia.gv.at

Schweizer Konsulat

23, Rue Herder | Straßburg | Tel. 03 88 35 00 70 | eda.admin.ch/strasbourg

Gesundheit

Mit der Europäischen Krankenversicherungskarte EHIC ist die Behandlung gratis oder Arzt bzw. Krankenhaus stellen eine Rechnung aus, die deutsche Kassen im Rahmen der deutschen Sätze erstatten. Je nach Standort liegt ein deutscher Arzt bzw. ein deutsches Krankenhaus näher. Apotheken sind an den Schildern mit blinkendem grünem Kreuz zu erkennen.

Notruf

Allgemeiner, EU-weiter Notruf: Tel. 1 12

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