Bloss nicht

Fettnäpfchen und Reinfälle vermeiden
Aufreizende KleidungLaufen Sie nicht mit zu freizügiger Kleidung auf den Straßen herum. Das erregt Verärgerung über die Missachtung einer anderen Kultur mit strengeren Sitten. Vor allem aber macht es Frauen zu Freiwild. Eine zurückhaltende Frau hingegen wird geachtet, zumindest von Männern, die sich ihren Traditionen verpflichtet fühlen. Sollten Sie doch belästigt werden, dann wehren Sie sich lautstark dagegen oder suchen Sie Schutz bei älteren Menschen. Aufdringlichkeit, die leider häufig vorkommt, gilt als sehr schlechtes Verhalten in der tunesischen Gesellschaft.
Geizig seinTunesier sind großzügig und machen Geschenke. Sie sollten diese Großzügigkeit in angebrachter Form und niemals mit Geld erwidern.
Haare in den AchselhöhlenEnthaarung gehört zum Schönheitsprogramm jeder tunesischen Frau. Auf Tunesier wirkt es ungepflegt und unkultiviert, wenn Frauen Haare an den Beinen und unter den Armen haben.
Offenes SchuhwerkBei Ausflügen in die Natur sollten Sie keine Sandalen tragen, denn in Tunesien gibt es Schlangen und Skorpione. Also: Festes Schuhwerk wählen und beim Zelten die Schuhe morgens ausschütteln.
Taxifahren ohne TaxameterAlle tunesischen Taxis haben ein Taxameter. Achten Sie darauf, dass dieses immer eingeschaltet ist - und lassen Sie sich nicht unnötig auf Preisverhandlungen ein.
Unfreundlich seinBleiben Sie im Umgang mit Tunesiern immer höflich. Auch wenn Sie die Klebrigkeit und Distanzlosigkeit mancher Verkäufer und Händler in den touristischen Zonen abstoßen mag, sollten Sie Angebote bestimmt, aber immer freundlich ablehnen. Auf Höflichkeit und gesellschaftliche Umgangsformen wird sehr viel Wert gelegt. Grobe Abwehr oder Ablehnung erzeugt leicht Aggression.
Alles wörtlich nehmenSie sollten die Auskunft eines Tunesiers nicht immer allzu wörtlich nehmen. Tunesier sind höflich und gefällig und deshalb manchmal bemüht, Fragenden eine Antwort zu geben, die diese ihrer Meinung nach hören wollen. Es bleibt Ihrer Sensibilität überlassen, ob das Ja definitiv ein Ja oder eher ein Nein ist. Falls Sie unsicher sind, fragen Sie noch einmal woanders nach. Wenn Ihnen der fünfte Passant in der Altstadt erzählt, er arbeite in Ihrem Hotel als Küchenchef, dann grüßen Sie ihn freundlich zurück, aber lassen Sie sich nicht darauf ein. Meist ist dies nur ein ungeschickter Versuch, ins Gespräch zu kommen.

Was kostet wieviel?

Was?Wieviel €?
Chicha1,50 Euro für eine Tabakfüllung
Kaffee60 Cent für eine Tasse Milchkaffee
Bier2-3 Euro für eine Flasche im Lokal
Snack50 Cent für ein Baguette
Couscous3 Euro für eine Portion
Benzin85 Cent für einen Liter Super

Offizielle Feiertage

1. Jan.

  • Neujahrstag

14. Jan.

  • Jahrestag der tunesischen Revolution 2011

20. März

  • Nationaler Unabhängigkeitstag

9. April

  • Märtyrer-Gedenktag

1. Mai

  • Tag der Arbeit

25. Juli

  • Tag der Republik

13. Aug.

  • Tag der Frau

Religiöse Feiertage

Allgemein

  • Islamische Feste werden nach dem Mondkalender berechnet. Da ein Mondjahr kürzer als ein Sonnenjahr ist, finden sie immer jeweils ca. elf Tage früher als im Vorjahr statt.

Rass el-Aim

  • Neujahr (29. Sept. 2017, 12. Sept. 2018)

Mouloud

  • Geburtstag des Propheten Mohammed (30. Nov. 2017)

Ramadan

  • Fastenmonat (27. Mai–25. Juni 2017, 16. Mai–15. Juni 2018)

Aïd es-Seghir

  • Fastenbrechen (25. Juni 2017, 15. Juni 2018)

Aïd el-Kebir

  • Opferfest (1.–4. Sept. 2017; 22.–25. Aug. 2018)

Festivals

Februar

  • Dunes Electroniques in Tozeur und Nefta. Elektrosounds und -partys an verschiedenen Veranstaltungsorten, etwa in den Dünen bei Nefta

März/April

  • Festival der Ksour in Tataouine, Ende März: Treffen südtunesischer Volksgruppen mit Reiterspielen und Kamelrennen

April/Mai

  • 33 Tage nach dem Passahfest wird in der Synagoge La Ghriba das zweitägige Laghba-Omer-Fest gefeiert. Dann reisen die emigrierten Juden aus aller Welt an. Die Feierlichkeiten wirken wie ein großes Familienfest. Höhepunkt ist die Versteigerung einfacher Tücher, Bilder oder Blumen. Die Auktion dient dem Unterhalt der Synagoge.

Juni

  • Djerba Terre de Paix et de Tolerance - bei dem Festival in Houmt Souk wird mit Musik und Tänzen der jüdischen, ibaditischen und malekitischen Bewohner das friedliche und tolerante Zusammenleben gefeiert.

Juli/August

  • Odysseus-Fest in Houmt Souk: Odysseus soll einst auf Djerba gewesen sein, woran mit Tanz, Musik und Folklore erinnert wird.

September

  • Festival von Sidi Jimour: Pilgerfahrt zum Marabout Sidi Jimour auf Djerba

November

  • Festival von Matmata: Darstellungen mit Musik und Tanz, Folklorepräsentation

Dezember

  • Töpferfest in Guellala mit Tanz, Folklore und traditionellen Gewändern

Vorbereitung

Auskunft

Tunesische Fremdenverkehrsämter

Bockenheimer Anlage 2 | 60322 Frankfurt/Main | Tel. 069 1338350; Opernring 1 | 1010 Wien | Tel. 01 5853480; Bahnhofstrasse 69 | 8001 Zürich | Tel. 012114830 | www.tourismtunisia.com

Strom

Im Allgemeinen findet man in den modernen Hotels 220 Volt Wechselstrom. Im Süden aber, außerhalb der touristischen Infrastruktur, kommen noch häufig 110 Volt vor, dann ist ein Adapter nötig.

Zeit

In Tunesien gilt die MEZ, seit 2009 wird nicht mehr auf Sommerzeit umgestellt.

Ankommen

Anreise

Flugzeug

Charterflüge nach Djerba gibt es von vielen Städten Deutschlands, Österreichs und der Schweiz aus, die Flugdauer beträgt ca. 3 Std. Tunisair und Airberlin bieten von verschiedenen deutschen Städten aus Direktflüge auf die Insel an.

Ferry

Die zeitraubende und kostspielige Anreise per Fähre und mit dem eigenen Fahrzeug lohnt sich nur bei längerem Aufenthalt. Über Linien, Fahrpläne und Preise informiert z. B. www.aferry.de.

Ein- und Ausreise

Vorgeschrieben ist ein gültiger Reisepass, bei Pauschaltouristen reicht der Personalausweis. Sie müssen einen sogenannten Einreiseschein ausfüllen, der bei der Ausreise wieder abgegeben wird. Zudem erhebt Tunesien bei der Ausreise von jedem Ausländer eine Steuer von 30 TND.

Klima

Auf Djerba herrscht überwiegend mediterranes Klima mit heißen Sommern und milden Wintern. Im April und Mai kann es aber noch kühl sein. Aufgrund des Wüstenklimas im Süden gibt es auch in den heißen Sommernächten Abkühlung. Die Monate November bis Januar sind für Kameltrekking und Wüstentouren besonders geeignet. Zwischen Februar und April ist das Wetter unberechenbar, es gibt oft unangenehme Sandstürme.

Zoll

Zollfrei einführen können Sie 400 Zigaretten, 100 Zigarren oder 500 g Tabak, 2 l Spirituosen mit bis zu 25 Volumenprozent oder 1 l mit über 25 Prozent. Die Ein- oder Ausfuhr tunesischer Währung ist verboten. Auch Antiquitäten dürfen nicht exportiert werden. Ausführen darf man zollfrei Waren, bei denen von der Menge her nicht auf einen Wiederverkauf geschlossen werden kann. Bei Wiedereinreise in die EU sind u. a. zollfrei: 200 Zigaretten, 2 l Wein und sonstige Waren im Wert von bis zu 430 Euro.

Weiterkommen

Auto

Südtunesien ist wegen der geringen Verkehrsdichte angenehm zum Autofahren. Unberechenbar sind hier allenfalls ein plötzlich einbiegender Eselwagen oder ein wildes Kamel, das Ihnen entgegenkommt. Auf Djerba gilt ein Tempolimit von 60 km/h, auf den Landstraßen des Festlands darf maximal mit 90 km/h gefahren werden, in Ortschaften gelten 40 km/h, auf Autobahnen 110 km/h. Vorsicht: Es gibt viele Radarkontrollen. Außerhalb der Ortschaften herrscht Anschnallpflicht. Alkohol am Steuer ist verboten. Das Tankstellennetz ist nicht überall lückenlos, darum empfiehlt es sich, in größeren Orten immer vollzutanken. Autofahrer sollten eine begrenzte Vollkaskoversicherung abschließen, da in Tunesien nicht jeder Fahrer versichert ist. Bei der Einreise mit dem eigenen Wagen benötigen Sie neben dem nationalen Führerschein und der Zulassung die grüne Versicherungskarte. Von Nachtfahrten ist aufgrund der vielen Verkehrsteilnehmer ohne Licht (Karren, Räder) abzuraten.

Fähre

Die Fähre zwischen Djorf (Festland) und Ajim (Djerba) verkehrt täglich von 5.30 bis 20.30 Uhr alle 15 Min., ab 20.30 Uhr jede halbe Stunde, die ganze Nacht über. In der Hauptsaison müssen Sie mit Wartezeiten von bis zu einer Stunde rechnen. Preis: 1 TND für das Auto, Personen zahlen nichts. Fahrtzeit: 15 Min.

Mietwagen

Internationale Verleiher sind überall vertreten. Eine Buchung können Sie in Ihrem Reisebüro, vor Ort oder über das Hotel mit Ihrer Kreditkarte vornehmen. Empfehlenswert, weil deutlich günstiger, ist eine Online-Buchung, z. B. über www.billiger-mietwagen.de. Ein Mietwagen kostet je nach Saison 50 bis 70 Euro pro Tag. Der Tarif schließt die Versicherung bei einer Eigenbeteiligung von etwa 400 Euro mit ein. Schäden durch Pistenfahrten sind jedoch prinzipiell ausgeschlossen.

Öffentliche Verkehrsmittel

Von Gabès aus verkehren Züge nach Sfax oder Tunis, in die Bergregion nach Metlaoui und bis Tozeur. Fahren Sie 1.Klasse, die Wagen der 2.Klasse sind häufig sehr voll. Im Süden gibt es viele, manchmal unregelmäßige Busverbindungen zwischen den Städten. Große Ortschaften haben einen Busbahnhof, in kleineren Dörfern muss man die Haltestelle, die meist im Zentrum liegt, erfragen. Vom Bushauptbahnhof in Houmt Souk auf Djerba besteht ein Busservice zu den verschiedenen Orten der Insel. Fahrpläne sind unter www.sntri.com.tn abrufbar.

Taxi

Die kleinen gelben Taxis sind mit einem Taxameter ausgestattet und fahren innerhalb der Orte. Die Grundgebühr beträgt 0,50 TND. Vier Personen können mitfahren. Eine dreistündige Inselrundfahrt kostet zwischen 55 und 70 TND und ist billiger als ein Mietwagen für einen Tag. Der Transport großer Gepäckstücke wird extra berechnet.

Die rot-weißen louages, Sammeltaxis, fahren über festgelegte Strecken zwischen den großen Städten durch ganz Tunesien. Sie können damit von Süd bis Nord das Land durchqueren. Taxiruf auf Djerba: Tel. 75676060.

Vor Ort

Banken & Geld

Währungseinheit ist der tunesische Dinar, geteilt in 1000 Millimes. Es gibt Banknoten zu 5, 10, 20 und 30 Dinar, Münzen zu 5, 10, 20, 50, 100 und 500 Millimes, 1 und 5 Dinar. In jeder Bank und in fast jedem größeren Hotel wird Geld getauscht. Dazu brauchen Sie den Reisepass oder Personalausweis. Egal, ob Bank, Hotel oder Flughafen: Der Wechselkurs ist überall gleich.

Öffnungszeiten der Banken: Mo-Do 8-11.30 und 14-17, Fr 8-11 und 13.30-16, im Sommer und während des Ramadan Mo-Fr 8-11 und 13-14.30 Uhr

In allen größeren Städten gibt es Bankautomaten, an denen man mit einer Visa-, Master- oder EC-Karte Geld abheben kann. Auch in vielen Hotels stehen welche. In fast allen Clubanlagen und Restaurants sowie in größeren Geschäften ist es möglich, mit einer Kreditkarte zu bezahlen.

Camping

Ein offizieller Platz liegt beim Strand von Aghir neben dem Hotel Sidi Slim. Auch in allen größeren Oasen wie Douz und Tozeur sowie in Chebika und Kebili finden Sie Campingplätze. Von wildem Campen sollten Sie besser absehen.

Fotografieren

Frauen, vor allem in abgelegenen Gegenden, lassen sich nicht gern fotografieren. Kasernen oder Militäranlagen dürfen nicht abgelichtet werden. Speicherkarten für Digitalkameras sind teuer.

Internet & Internetcafés

Zugang zum und der Umgang mit dem Internet wird in Tunesien immer gängiger, ist aber noch nicht selbstverständlich. Kleinere Hotels, Museen und Restaurants haben nicht immer eine Homepage.

Die Internetcafés heißen in Tunesien Publinet. Man findet sie z. B. in Gabès an der Place de la Liberté oder in Douz in der Avenue 20 Mars, gegenüber dem Hôtel du 20 Mars, zudem in Houmt Souk in der Avenue Habib Bourguiba, gegenüber dem technischen Gymnasium und in der Rue Sidi Abbès bei der Fremdenmoschee. WLAN-Hotspots sind noch nicht sehr verbreitet. Sie finden sie, außer an Flughäfen, in einigen Businesshotels, jedoch nur für Gäste. Immer mehr Hotels haben WLAN auf dem Zimmer. Auf Djerba muss die Benutzung meist extra bezahlt werden.

Medien

Deutschsprachige Zeitungen und Zeitschriften sind in Buchläden und an Kiosken, vor allem in den Hotels und den touristischen Zonen, erhältlich. Eine deutschsprachige Sendung (tgl. 10-11 Uhr) läuft auf Radio Tunis International.

Post

Ein Brief oder eine Postkarte nach Europa kostet 0,6 TND. Briefmarken erhalten Sie außer im Postamt auch in Tabakläden und an der Rezeption im Hotel.

Öffnungszeiten der Postämter: im Winter Mo-Fr 8-12 und 15-18, Sa 8-13, im Sommer und während des Ramadan Mo-Sa 8-13 Uhr

Preise

In den meisten Läden gibt es feste Preise. Nur in den Souks müssen Sie feilschen. Außer in den touristischen Zonen sind in Tunesien alle Formen der Dienstleistung, aber auch die Grundnahrungsmittel - Brot ist staatlich subventioniert - billiger als bei uns. Alkohol wird zu sehr unterschiedlichen Preisen verkauft und ist allgemein teuer.

Sprachen

In den touristischen Zonen wirkt die Sprachgewandtheit der Tunesier babylonisch. Sie haben sich auf die ausländischen Besucher eingestellt, fast jeder spricht ein paar Brocken Englisch, Deutsch oder Italienisch. Die Landessprache ist Arabisch. Aus der Kolonialzeit wurde die französische Sprache beibehalten, Kinder lernen sie schon ab der ersten Schulklasse. Die meisten Tunesier sprechen heute Französisch. Hocharabisch wird geschrieben und gelesen, Umgangssprache ist aber ein tunesischer Dialekt, der von Norden nach Süden variiert.

Telefon & Handy

Telefonieren können sie in den zahlreichen Taxiphones, den Telefonbüros mit Münzfernsprechern. Dort sitzt immer jemand, der Geld wechselt. Ein Ortsgespräch kostet höchstens 0,2 TND, ein Ferngespräch nach Europa ungefähr 1 TND pro Minute. Zwischen 20 und 8 Uhr gelten günstigere Tarife. Die Vorwahl für Deutschland lautet 0049, für Österreich 0043 und für die Schweiz 0041.Vorsicht: Telefongespräche aus dem Hotel sind sehr teuer.

Falls Sie mit einem deutschen Handy eine Nummer vor Ort wählen: Tunesien hat die Vorwahl 00216.Nummern im tunesischen Festnetz beginnen mit einer 7, Handynummern mit 98, 25 oder 22.Wenn Sie Ihr international zugelassenes Handy benutzen, zahlen Sie für im Ausland empfangene Gespräche die Gebühren bis zur Landesgrenze. In Tunesien kostet die Minute dann ungefähr 50 Cent.

Trinkgeld

Trinkgeld ist für viele Beschäftigte im Tourismus wichtig, da sie niedrige Gehälter bekommen. Der Gepäckträger erwartet einen Obolus, aber auch der freundliche Kellner und der zuvorkommende Rezeptionist. Üblich sind 10 Prozent. Vergessen Sie nicht, dass Sie als Vertreter eines reichen Landes betrachtet werden. Also: Halten Sie immer einige Münzen bereit - und seien Sie nicht kleinlich.

Notfälle und Sicherheit

Diplomatische Vertretungen

Deutsche Botschaft

1, Rue El-Hamra Mutuelleville | Tunis | Tel. 71786455 | www.tunis.diplo.de

Generalkonsulat Djerba

Consul honoraire de la République fédérale d'Allemagne | Monsieur Dr. Slaheddine Anane | Grand Hôtel des Thermes | Zône Touristique | Djerba | Tel. 75650666

Österreichische Botschaft

16, Rue Ibn Hamdis | El Menzah | Tunis | Tel. 71751091 | www.aussenministerium.at/tunis

Schweizer Botschaft

Avenue de la Bourse | Jardin du Lac 2, Zone V | Les Berges du Lac 2 | Tunis | Tel. 71192030 | tun.vertretung@eda.admin.ch

Gesundheit

Es gibt keine außergewöhnlichen gesundheitlichen Risiken in Tunesien, außer einem in der Tat gefährlichen Skorpionbiss oder einer Darmverstimmung wegen des ungewöhnlich stark gewürzten Essens. Medizinische Einrichtungen findet man noch in den kleinsten Orten, Apotheken gibt es überall. Adressen von Ärzten können Sie dort erfragen. Die Medikamente sind günstig und die Apotheker kompetent. Zwar übernehmen die Kassen im Krankheitsfall die entstehenden Kosten, aber zu den bei uns üblichen Preisen. Eine Auslandsversicherung empfiehlt sich. Auf keinen Fall vergessen sollten Sie Mücken- und Sonnenschutz.

Notruf

Ambulanz Tel. 190; Feuerwehr Tel. 198; Polizei Tel. 197; Touring Club de Tunisie Tel. 071 323114

Sicherheit

Tunesien ist ein sicheres Reiseland. Delikte, vor allem solche gegenüber Touristen, werden hart bestraft. Der Kleinkriminalität sollten Sie, wie überall sonst auch, selbst vorbeugen: Lassen Sie keine Wertsachen auf dem Hotelzimmer oder im Auto liegen und achten Sie im dichten Gedränge der Märkte auf Ihre Taschen. Vor Fahrten in die Sahara südlich der Linie Douz-Tozeur sollten Sie die Reisehinweise des Auswärtigen Amts konsultieren, das vor potenziellen Anschlägen in dieser Region und im Grenzgebiet zu Algerien warnt. Schließen Sie sich bei Wüstentouren besser einer geführten Rundreise an.

Trinkwasser

Das Wasser ist in den großen Städten trinkbar, aber es schmeckt gechlort. Für empfindliche Mägen empfiehlt sich eher Mineralwasser.

Sonstige Hinweise

Wein, Bier & Co

Es gibt guten tunesischen Wein, doch Alkoholkonsum ist ein Tabu, vor allem im Süden des Landes. Alkoholische Getränke werden von Einheimischen heimlich in Hotelbars genossen und sind außerhalb der touristischen Zonen und der Hotels schwer zu bekommen. Es gibt Alkohol in großen Supermärkten wie dem Sahara Comfort in Houmt Souk - aber auch dort versteckt am Hinterausgang. Sie müssen danach fragen. Wenn Sie eine Flasche Wein auf Ihrem Zimmer genießen oder tunesischen Wein als Souvenir erwerben möchten, fragen Sie am besten an der Rezeption Ihres Hotels oder Sie kaufen ihn vor dem Abflug am Flughafen.

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