Bloss nicht

Fettnäpfchen und Reinfälle vermeiden
E-Scooter RowdytumWie cool ist das denn? Wer mit dem E-Scooter durch die Stadt cruist, fühlt sich wie ein Berliner Start-up-Hipster. Doch das Fahren auf Bürgersteigen ist nicht nur für die dort Laufenden gefährlich, sondern auch verboten. Zu zweit auf dem Roller oder im Hauseingang parken? Nicht nur uncool, sondern auch teuer.
Pfandflaschen wegwerfenJeder Berliner weiß: Pfand gehört daneben. Also neben den Mülleimer und nicht hinein. Die Flaschensammler haben es so leichter, und du musst die ausgetrunkene Wasserflasche nicht den Rest des Tages mit durch die Stadt schleppen. Win-Win!
Falsche Spitznamen benutzenDas Kanzleramt heißt Waschmaschine? Alt- und Neubau der Gedächtniskirche Lippenstift und Puderdose? Der Fernsehturm Telespargel? Nein! Nein! Nein! Mögen Generationen von Stadtführern auch Gegenteiliges behaupten, diese Spitznamen für ihre Wahrzeichen nutzen die Berliner nie.
Stehen bleibenEin Hauptstädter hat es eilig. Wer nach dem Aussteigen aus der Bahn direkt vor der Tür verharrt, um sich zu orientieren, wird daher angeraunzt und weggerempelt. Also weg von der Bahnsteigkante und auf der Rolltreppe immer rechts stehen. Das spart Nerven und blaue Flecken in den Hacken.
Ticketlos in Bus und BahnDer Hund hat’s gefressen? Du dachtest, heute sei gestern? Ups, das ist der Büchereiausweis? Berliner Kontrolleure kennen jede Ausrede und daher kein Pardon. Kein Ticket am Start kostet 60 Euro. Immer. Kontrolliert wird regelmäßig, auch inkognito.

Was kostet wieviel?

Was?Wieviel €?
Kaffee3,50 Euro für eine Tasse im Café
Smoothie7 Euro für einen Superfood-Smoothie mit Grünkohl und Spirulina
Falafel6 Euro als Snack im Imbiss
Museum8–16 Euro Eintritt staatl. Museen
Busfahrt3,50 Euro einfache Fahrt
Clubab 15 Euro Eintritt z.B. ins Berghain (plus komplett neue Garderobe, um am Türsteher vorbei zu kommen ...)

Veranstaltungen

Die Partyhauptstadt hat einen Ruf zu verteidigen – und tut das mit Festivals, Messen und Kultur-Events rund ums Jahr. Nach der harten Corona-Zwangspause ist der Enthusiasmus dabei immer noch groß. Jedes Jahr lassen sich zur Langen Nacht der Museen Tausende mit dem Shuttlebus von Ausstellung zu Ausstellung chauffieren. Beim Karneval der Kulturen ziehen Besucher mit brasilianischen Sambatänzerinnen und angolanischen Trommlern durch Kreuzberg. Und zur Grünen Woche reisen manche Gäste sogar mit dem Traktor an.

Januar/Februar

  • Sechstagerennen: traditionelles Radeln im Kreis mit Volksfestcharakter im Velodrom; Prenzlauer Berg | Landsberger Allee | Tel. 030 44 30 44 30 | sixday.com/de

  • Fashion Week: Bauchtaschen: in, out oder retro? Die Antwort auf solche Fragen gibt‘s zweimal im Jahr (auch im Sommer) bei Events in der ganzen Stadt; fashion-week-berlin.com

  • Grüne Woche: Lebende Ferkel treffen auf dem Messegelände am Funkturm auf Schwarzwälder Schinken und neueste Trecker-Trends; Westend/Charlottenburg | Info-Tel. 030 3 03 80 | gruenewoche.de

  • Transmediale: Kunst und Kultur treffen auf Technologie, und was dabei Experimentelles herauskommt, wird seit über 35 Jahren ausgestellt, präsentiert und vorgespielt. Stadtweit | Tel. 030 9 59 99 42 31 | transmediale.de

Februar/März

  • Berlinale: Filmstars beweisen, dass man auch im Schneesturm Abendkleid tragen kann. An Tickets für Spartenprogramme wie „Perspektive Deutsches Kino“ kommen alle, auch online; Info-Tel. 030 25 92 00 | berlinale.de

  • Internationale Tourismusbörse (ITB): Die Reisemesse auf dem Messegelände am Funkturm bietet einen Mini-Urlaub mit angeschlossener Inspiration für die nächsten Fernreisen; Westend/Charlottenburg | Tel. 030 3 03 80 | itb.com

  • Europäischer Monat der Fotografie: Festival rund um Berlin als Stadt der Fotografie, alle zwei Jahre (2025, 2027); emop-berlin.eu

April/Mai

  • Gallery Weekend: Einmal alle Galerien der Stadt an einem Wochenende öffnen, ja bitte! Ein Fest für Kunst-Flaneure. Tel. 030 70 03 87 71 | galleryweekend-berlin.de

  • Kirschblütenfest: Japanische Tradition, zelebriert mit Tanz, Gesang und Cosplay-Wettbewerb in den Gärten der Welt; Marzahn | gaertenderwelt.de

  • Theatertreffen: die bemerkenswertesten Produktionen des deutschsprachigen Raums, für zwei Wochen zu Gast auf Berlins Bühnen; Info-Tel. 030 25 48 90 | berlinerfestspiele.de/theatertreffen

  • Internationale Luft- und Raumfahrtausstellung: Flug-Junkies versammeln sich alle zwei Jahre auf dem Berlin ExpoCenter Airport direkt neben dem BER (2024, 2026); ila-berlin.de

  • DFB-Pokalfinale: „Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin!“ Kicken um den Pokal im Olympiastadion; Westend/ Charlottenburg | Info-Tel. 030 8 96 99 40 | olympiastadion.berlin

Mai/Juni

  • Lange Nacht der Wissenschaften: Berliner Einrichtungen öffnen für diese Einsicht ihre Türen; langenachtderwissenschaften.de

  • Karneval der Kulturen: ebenso bunter wie interkultureller Faschingsumzug am Pfingstsonntag; Kreuzberg | karneval.berlin

  • Fête de la Musique: Am längsten Tag des Jahres (21. Juni) übernehmen Straßenmusiker und Kneipenkonzerte die Stadt; fetedelamusique.de

  • 48 Stunden Neukölln: Kunstfestival an der Graswurzel mit Laien, Profis, Quereinsteigern – Hauptsache, die Künstler schaffen in Neukölln; 48-stunden-neukoelln.de

Juni/Juli

  • Christopher Street Day: Parade für Gleichberechtigung aller Geschlechtervarianten und sexuellen Vorlieben vom Ku’damm zum Brandenburger Tor; csd-berlin.de

  • Classic Open Air am Gendarmenmarkt: großes Orchester vor beeindruckender Kulisse; Mitte | Info-Tel. 030 3 15 75 40 | classicopenair.de

August/September

  • Berlin Beer Week: Führungen, Seminare und natürlich: Verkostung in den hippen Craftbierbrauereien der Stadt; beerweek.de

  • Lange Nacht der Museen: 80 Museen, 800 Veranstaltungen und nur eine Nacht Zeit dafür. Hilfreich ist deshalb der Transport per Shuttle-Bus; Info-Tel. 030 24 74 98 88 | lange-nacht-der-museen.de

  • Tanz im August: Zeitgenossen betanzen stadtweit Spielstätten, präsentiert vom Hebbel am Ufer; Info-Tel. 030 25 90 04 27 | tanzimaugust.de

  • Jüdische Kulturtage: von Comic bis Klezmer: Einblick in die Vielfalt jüdischer Kultur; juedische-kulturtage.org

  • Musikfest Berlin: Orchester aller Länder bieten drei Wochen lang Klassik auf höchstem Niveau; berlinerfestspiele.de/musikfestberlin

  • Internationales Literaturfestival: Lesen und lesen lassen; regelmäßig mit vielen Stars der internationalen Literaturszene; literaturfestival.com

  • Lollapalooza: Zwei-Tages-Festival mit den Großen als Line-up, ohne Zeltzwang wie bei den Kollegen in der Provinz, an wechselnden Orten; lollapaloozade.com

  • Internationale Funkausstellung: Noch smartere Fernseher, faltbare Handys und dazwischen die Stars aus dem TV auf dem Messegelände am Funkturm; Westend/Charlottenburg | ifa-berlin.de

  • Berlin-Marathon: Über 40 000 Hobby- und Profi-Renner laufen um die Wette. Start ist traditionell am Brandenburger Tor; bmw-berlin-marathon.com

  • Internationales Stadion-Festival (ISTAF): Zum Abschluss der Draußen- Saison treffen Speerwerfer auf Hochspringer im Olympiastadion; Westend/ Charlottenburg | istaf.de

Oktober/November

  • Festival of Lights: Sehenswürdigkeiten in ungewöhnlicher Beleuchtung. Zehn Tage Fotooption für alle mit Stativ; festival-of-lights.de

  • Jazzfest Berlin: Treffpunkt für die internationale Elite an Trompete und Kontrabass (und alle, die ihnen gerne zuhören); Info-Tel. 030 25 48 91 00 | berlinerfestspiele.de/jazzfest

  • Märchentage Berlin: Vorlese-Ausflug in die verwunschene Märchenwelt mit Themenschwerpunkt, auch für Erwachsene; berliner-maerchentage.de

Dezember

  • Weihnachtsmarkt am Gendarmenmarkt: einer von vielen, aber besonders stimmungsvoll dank der Lage zwischen Konzerthaus und zwei Domen; Mitte

  • Holy Shit Shopping: Makers Market mit Berliner Gin, selbstgehäkelten Handyhüllen und Siebdrucktaschen für die Last-Minute-Schenker, wechselnde Locations; holyshitshopping.de

  • Weihnachtssingen FC Union Berlin: Fußballfans singen Weihnachtslieder, traditionell am 23. Dezember im Stadion An der Alten Försterei; Köpenick | fc-union-berlin.de

Ankommen

Anreise

Wer mit der Bahn nach Berlin reist, ist mit dem zentral gelegenen Hauptbahnhof immer gut beraten. Aber Berlin ist groß, und so lohnt es sich bei der Buchung der Zugtickets zu schauen, in welchem Stadtviertel die Unterkunft liegt. Das erspart dir unter Umständen lange Fahrten mit den Öffis ins Hotel. ICEs halten auch etwa im Norden am Gesundbrunnen/Nordkreuz, in Spandau ganz im Westen, im Süden am Südkreuz oder im Osten am Ostbahnhof. Zudem gibt es diverse Regionalbahnhöfe. Von überall geht die Fahrt zur Unterkunft leicht mit Bus, Bahn oder Tram weiter.

Der Zentrale Omnibusbahnhof (ZOB) liegt tief im Westen am Funkturm und ist über den S-Bahnring und die U 2 angeschlossen. Manche Busse halten auch an den Bahnhöfen Südkreuz oder Alexanderplatz – da sollte man bei der Buchung genau hinschauen. Mit dem Auto gelangt man vom Berliner Ring (A 10) über die A 111 (Kreuz Oranienburg), die A 114 (Dreieck Pankow), die A 113 (Kreuz Schönefeld) oder die A115 (Dreieck Nuthetal) ins Zentrum bzw. zur häufig stauverstopften Stadtautobahn A 100.Für die Umweltzone innerhalb des S-Bahnrings braucht der Wagen eine grüne Plakette.

Das Berliner Flughafen-Chaos (Tegel? Schönefeld? Tempelhof?) ist lange beendet: In Berlin landet man jetzt am BER. Der Flughafen liegt südöstlich der Stadt. Jede halbe Stunde fährt der Flughafenexpress (FEX) in 30 Minuten zum Berliner Hauptbahnhof. Diverse Regionalbahnen sowie die S-Bahnlinien S 9 und S 45 sind weitere Verbindungen ins Zentrum sowie ins Berliner Umland (Tickets 4,40 Euro).

Weiterkommen

Öffentliche Verkehrsmittel

Ob Donnerstagnacht um 1.30 Uhr oder montags, früher Vormittag: Der öffentliche Nahverkehr in Berlin ist immer für dich da. Alle üblichen Sehenswürdigkeiten liegen im Tarifbereich AB, für den ein Einzelfahrschein 3,50 (gilt zwei Stunden, aber nur in eine Richtung, also nicht hin und zurück) und eine Tageskarte 9,90 Euro kostet. Sparfüchse überlegen vorher, ob es ein Mehrtagesticket sein darf. Wer häufiger nach Potsdam und zum Flughafen BER möchte, wählt die Tarifbereiche ABC.

Die Welcome-Card kombiniert unbegrenzten Fahrspaß mit Ermäßigungsoptionen für Museen, Theater und Restaurants und ist gestaffelt von 48 Stunden (AB: 26 Euro/ABC: 31 Euro) bis 6 Tage (54 bzw. 57 Euro). Verkauft werden die Tickets online (bvg.de) sowie an Automaten in den Stationen und in den Trams. Berliner Besonderheit: Manche Automaten nehmen nur Bargeld, manche Busfahrer nur elektronische Zahlungsmittel entgegen.

Nachteulen sollten wissen, dass die Sund U-Bahnen am Wochenende die ganze Nacht durchfahren, Sonntag bis Donnerstagnacht jedoch jeweils zwischen 1 und 4 Uhr pausieren. Dann springt der Nachtbus ein. Die Linien N1 bis N9 fahren ungefähr die gleichen Strecken wie die U-Bahnen gleichen Namens. Die Metro-Trams, zu erkennen am „M“ vor der Nummer, machen auch durch.

Die App der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG – das G steht für Gesellschaft, ist ja klar) weist dir den schnellsten Weg durch die Stadt und ermöglicht dir nach der Registrierung auch den digitalen Ticketkauf. Alternativ berechnet auch Google Maps die Strecken mit Echtzeitdaten.

E-Scooter

Für die einen sind sie die Krone der individuellen Fortbewegung, für die anderen unnötige Stolperfallen im öffentlichen Raum: E-Scooter, manchmal auch E-Roller genannt. In Berlin sind diverse Anbieter vertreten, u. a. Tier, Lime oder Voi. Aufsteigen und Abstellen geht nur in den zentralen Bezirken; meist ist der S-Bahnring die Grenze. Der Fahrspaß berechnet sich nach Minute. Pro Stunde werden mehr als 10 Euro fällig. Zu zweit auf einem Scooter oder über den Bürgersteig zu cruisen macht zwar Spaß, ist aber verboten.

Auto

Um in die Umweltzone innerhalb des S-Bahnrings einfahren zu dürfen, braucht der Wagen eine grüne Plakette, sonst werden 100 Euro fällig. Weitere Probleme sind die vielen Staus und die Kosten fürs Parken, denn das Zentrum ist mittlerweile fast komplett Parkzone, und Parkplätze werden immer knapper. Dafür gibt es schöne Park-and-Ride-Plätze mit S-Bahn-Anschluss (Infos unter viz.berlin.de).

Taxi

Der Taxi-Grundpreis beträgt in Berlin 4,30 Euro, zu dem pro Kilometer 2,80 (Km 1–3), 2,60 (Km 4–7) bzw. 2,10 Euro (ab Km 8) hinzukommen. Für ein Taxi vom Alexanderplatz zum Zoologischen Garten kommen so 23 Euro zusammen. Wenn‘s nur ums Eck gehen soll, empfiehlt es sich, einen Wagen heranzuwinken. Für 6 Euro geht es 2 km weit. Dieser „Winketarif“ gilt aber nur, wenn das Taxi nicht bestellt und auch nicht an einem Stand aufgegabelt wurde.

Leihfahrräder

Wer mehr sehen möchte, als die U-Bahn erlaubt, ist mit einem der unzähligen Leihfahrräder gut beraten, die im Zentrum frei herumstehen. Die größten Anbieter sind Nextbike (nextbike.de, 1 Euro für 15 Minuten) und Call a Bike der Deutschen Bahn (callabike.de, 1 Euro 15 Min, max. 9 Euro pro Tag). Anmelden, aufschließen und bezahlen geht nach der Registrierung per App ganz einfach. Falls du allerdings seit Jahrzehnten nicht mehr im Sattel gesessen hast, solltest du nicht gerade Unter den Linden zur Übungspiste erklären.

E-Roller

Fast geräuschlos cruist es sich per E-Roller durch die Stadt. Auch hier gibt es eine Anmeldung per App, die zudem den Weg zum nächsten verfügbaren Gefährt weist (emmy-sharing.de, 1 Euro Freischaltgebühr plus 33 Cent pro Minute). Aufsteigen und wieder Abstellen geht bislang nur innerhalb des S-Bahnrings.

Fussgänger

Dank seiner breiten Bürgersteige ist Berlin sehr fußgängerfreundlich, und gerade die Kieze von Kreuzberg oder Prenzlauer Berg erschließen sich so viel besser als mit den Öffis. Zudem lohnt sich bei Bus, Tram und U-Bahn für nur eine Station das Umsteigen meist nicht. Innerhalb von 5 Minuten kommst du auch zu Fuß ans Ziel. Bei der S-Bahn kann Laufen von einer zur nächsten Station jedoch 20 Minuten dauern.

Gepäckaufbewahrung

Dein Koffer wartet bis zur Abreise im Hotel oder im Schließfach am Bahnhof. Alternativ suchst du über einen Anbieter wie radicalstorage.com, nannybag.com oder luggagehero.com online nach einem Hotel oder Geschäft, die Gepäck meist für einen Tagespreis (ca. 5–6 Euro) aufbewahren.

Vor Ort

Auskunft vor Ort

Der städtische Ansprechpartner für alle Touristenfragen heißt Visit Berlin und bietet individuell per E-Mail und auf der Website aktuelle Tipps für Gäste der Stadt (hallo@visitberlin.de | visitberlin.de). Zudem betreibt das Unternehmen Info-Punkte:

– Mitte (Pariser Platz | Brandenburger Tor, Südflügel | tgl. 10–18 Uhr)

– Mitte (Humboldt-Forum | Zugang über den Schlossplatz Richtung Schlüterhof | tgl. 10–18 Uhr)

– Mitte (Europaplatz 1 | Hauptbahnhof | tgl. 8–21 Uhr)

– im Flughafen BER (Terminal 1, Ebene E0 | tgl. 9–21 Uhr)

Ladenöffnungszeiten

Die meisten Läden sind Mo–Sa 10–20 Uhr geöffnet, Supermärkte oft auch länger. Nachts decken Berliner ihren Bedarf an Bier und Dosenravioli in kleinen Kiez-Shops, Spätkaufs bzw. „Spätis“ genannt. Dort gibt es rund um die Uhr Waren des täglichen Bedarfs und was man noch so zu brauchen meint. Sonntags geöffnet sind Supermärkte und Läden in den Bahnhöfen. Da das atheistische Berlin an diversen Feiertagen spart, sind sowohl Fronleichnam, Reformationstag als auch Allerheiligen normale Werktage und damit verkaufsoffen.

WLAN

Der Datentarif für den Monat ist aufgebraucht, aber es sind noch nicht alle neidisch machenden Fotos an die zu Hause Verbliebenen verschickt? In Berlin hat zum Glück mittlerweile jedes Winzcafé freies Wlan (die coolen Start-up-Freiberufler brauchen das schließlich, um dort zu arbeiten). Zudem hat die Stadt mit dem Projekt „Free WiFi Berlin“ unzählige Hotspots in Bibliotheken, Museen, aber auch am Fernsehturm und am Brandenburger Tor eingerichtet. Die Übersicht behält berlin.de/wlan.

Tickets & Vorverkauf

Ticketschnäppchen für Theater oder Konzerte lassen sich am selben Tag bei Heckticket (Alexanderstr. 1 am Alexanderplatz, Hardenbergstr. 29d am Zoo) machen, wo auch Tickets für Ausstellungen wie das Legoland oder Madame Tussauds günstiger zu haben sind. Theater, Opernhäuser & Co. verkaufen Restkarten zudem vergünstigt an der Abendkasse. Wer unbedingt ein bestimmtes Stück sehen möchte, sollte rechtzeitig online buchen.

Stadtführungen

Einen großen Überblick für kleines Geld (genauer: 3,50 Euro für den Einzelfahrschein) bietet die Doppeldecker-Buslinie 100.Sie fährt vom Alexanderplatz zum Zoologischen Garten und passiert auf dem Weg die wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Benötigst du Erklärungen, musst du eines der Hop-on-Hop-off-Angebote buchen, etwa die City-Circle-Tour, die tgl. ab 10 Uhr Haltestellen vor allen Sehenswürdigkeiten ansteuert. Alle 20 Minuten kommt ein neuer Bus (Tagesticket 35 Euro | city-circle.de).

Wem das als Verkehrsmittel zu langweilig ist, der kann die Stadt auch per Segway (segtour-berlin.de, seg2go.de | ab 69 Euro) oder Hotrod erkunden. Für das motorisierte Kettcar braucht man jedoch einen Führerschein und festes Schuhwerk (hotrod-tour-berlin.com | März–Nov. | ab 77 Euro).

Wer lieber läuft und dabei die Geheimnisse der Kieze erkundet, folgt einem Hörspaziergang durch die historische Mitte, das alternative Friedrichshain oder zu den sozialistischen Bauten der Karl-Marx-Allee. Die Touren können mit der eigenen Stadt-im-Ohr-App aufs Smartphone geladen werden (stadt-im-ohr.de | ab 7 Euro).

Futuristisch in der Vergangenheit unterwegs bist du mit TimeRide Go!, die dir die bewegte Geschichte Berlins an den Originalschauplätzen auf die Virtual-Reality-Brille holt (29,90 Euro für ca. 90 Minuten Führung | timeride.de).

Eine andere Sicht auf die Stadt bieten die Touren von Querstadtein (ab 13 Euro | querstadtein.org), bei denen du dir wahlweise von Obdachlosen oder von Geflüchteten ihr Berlin zeigen lässt und viel über die Paralleluniversen, die alle zu Berlin verschmelzen, lernen kannst. Abenteurer in Gruppen ab sechs Personen machen sich auf Schnitzeljagd, die in drei Stunden spielerisch von Mitte bis Treptow oder durch das queere Schöneberg führt (berlin-rallye.com | ab 20 Euro/Person, vorher online reservieren). In den Sommermonaten gibt‘s regelmäßig offene Rallyes auch für Einzelpersonen (ab 30 Euro).

Natürlich lässt sich Berlin auch ganz wunderbar vom Wasser aus erkunden. Eine große Auswahl an Schiffstouren hat die Reederei Stern + Kreis im Programm, z.B. ganz nachhaltig mit dem Solarkatamaran auf der Spree von der Jannowitzbrücke aus quer durch Berlins grünen Osten (ab 25,90 Euro | sternundkreis.de).

Notfälle und Sicherheit

Notfalltelefone

Im Notfall sind Polizei (110) und Feuerwehr (112) ebenso erreichbar wie der ärztliche Bereitschaftsdienst (030 116 117), der Kindernotdienst (030 61 00 61) oder die Telefonseelsorge (0800 1 11 01 11).

Fundbüros

Vor lauter Aufregung die Tasche in der Bahn vergessen? Ist es die S-Bahn, ist das Fundbüro der Deutschen Bahn zuständig (Online-Fundsuche unter sbahn-berlin.de | Tel. 030 29 74 33 33), in U-Bahn, Bus und Tram die BVG (Online-Verlustmeldung unter bvg.de). Um alles andere kümmert sich Berlins Zentrales Fundbüro (Online-Suche unter berlin.de | Tel. 030 9 02 77 31 01 | Tempelhof | Platz der Luftbrücke 6 | U 6 Platz der Luftbrücke). Bis Verschwundenes dort ankommt, dauert es jedoch meist eine Woche – also nicht auch noch die Geduld verlieren.

Kreditkartenverlust

Sperrnummern bei Verlust von Handys, EC- oder Kreditkarten:

– Amex, EC, Eurocard, Visa-Karte: Sperrnotruf 11 61 16

– Diners Club: Tel. 069 9 00 15 01 35

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