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Zürich

Check-in

Zürich bietet beste Lebensqualität. Das behaupten nicht die Zürcher selbst – das geht aus einer Studie von Mercer hervor, des größten Consultingunternehmens der Welt, das jedes Jahr Ranglisten erstellt. Seit Jahren liegt Zürich hier auf einem der vordersten Ränge. Was Zürich so lebens- und erlebenswert macht, sind das große Freizeitangebot und die privilegierte Lage am herrlichen Zürichsee, eingebettet in grüne Hügel. Es sind die ausgedehnten Fußgängerzonen und Grünflächen, die Straßencafés, die Altstadtgassen, die vielen jungen Designerläden, die Boutiquen der großen Modelabels.

Viele internationale Großkonzerne haben sich in oder um Zürich niedergelassen. Und nicht nur deren Mitarbeiter, auch die vielen ausländischen Fachkräfte in Schweizer Unternehmen machen Zürichs Bevölkerung zu einer polyglotten Gesellschaft. Fast jeder dritte Einwohner stammt aus dem Ausland. Brasilianische Bars, englische Clubs und japanische Spitzenrestaurants sind deshalb ebenso selbstverständlich wie die traditionellen Schweizer Kulturgüter: die Banken, die Uhren und die gute Schokolade.

In der Vergangenheit wurde Zürich vor allem der Politik der umliegenden Länder wegen häufig zur Wahlheimat großer Persönlichkeiten. Thomas Mann wohnte hier (bzw. im nahen Kilchberg), Bertolt Brecht und Richard Wagner, James Joyce, C. G. Jung, Georg Büchner sowie Wladimir Iljitsch Uljanow, besser bekannt unter dem Namen Lenin. Zürichs Liste von weltbekannten, brillanten Köpfen Schweizer Provenienz ist ebenfalls beeindruckend. Dazu gehören z. B. Gottfried Keller und Max Frisch oder die konstruktiven Künstler Max Bill und Richard Paul Lohse. Auch heute leben in und um Zürich viele Künstler, Showgrößen und sonstige VIPs, die man eher in Paris oder New York erwarten würde, so etwa die Rocklegende Tina Turner und der spanische Stararchitekt Santiago Calatrava.

Zürich ist Kunst- und Kulturmetropole: Auf knapp 370 000 Einwohner kommen über sechzig Kinosäle, vierzehn permanente Theater und über vierzig Museen. Dazu hat sich eine überaus lebendige und kreative Design- und Modeszene etabliert, was dazu führt, dass viele Jungtalente nicht in die Metropolen im Ausland abwandern, sondern ihre Kreativität in ihrer Heimat umsetzen. Heimische Labels wie Rossi und Ida Gut sind nur zwei Beispiele von vielen. Historische Kulturdenkmäler gibt es ebenfalls in Hülle und Fülle. Die Glasfenster von Marc Chagall im Fraumünster gehören dazu, die Plastik von Max Bill an der Bahnhofstrasse, das Grossmünster, das Wahrzeichen der Stadt, oder die Kirche St. Peter mit dem größten Zifferblatt Europas. Auch der Zoo mit seiner Masoala-Halle, einem gigantischen Regenwaldreservat, ist einen Besuch wert. Moderne Architektur boomt in den zum Teil umgenutzten Industriequartieren Zürich-West und Zürich-Nord. Und was es wirklich mit der viel gerühmten Schweizer Uhrenindustrie auf sich hat, sieht man auf einem Schaufensterbummel entlang der Bahnhofstrasse.

Zürich ist überschaubar. Die Stadt liegt am nördlichen Ende des Zürichsees zwischen zwei Hügelketten. Die Limmat fließt aus dem See mitten durch die Stadt und vereint sich am Platzspitz hinter dem Landesmuseum mit der Sihl, die aus einem Seitental kommt. Der einstige Wehrgraben, der Schanzengraben, verläuft im Zickzack vom See bis zum Hauptbahnhof. Ein lauschiger Spazierweg führt am Kanal entlang. So kann man sich immer an fließendem Wasser oder an Hügeln orientieren. Ein dicht ausgebautes Straßenbahnsystem bringt einen bequem von einem Punkt zum andern. Abends lockt ein vielfältiges Gastronomie- und Unterhaltungsangebot, das allerdings seinen Preis hat. Taxifahrten, Eintritte, Essen und Getränke sind meist markant teurer als anderswo. Deshalb liegt Zürich auch auf der Mercer-Rangliste der teuersten Städte der Welt immer weit vorn. Günstig ist nur das Nach-Hause-Kommen. Ein gutes Netz von Nachtbussen wartet auf nächtliche Ausflügler. Dank der hippen Club- und Loungeszene in den neuen Stadtvierteln sowie der jährlichen Streetparade gilt Zürich für viele als Europas Partystadt schlechthin. Seit die Gastwirtschaftsgesetze Ende der 1990er-Jahre gelockert wurden, ist eine junge, stetig wechselnde Gastroszene mit Restaurants, Bars und Clubs entstanden.

Zürich ist eine Ganzjahresdestination. Der lang anhaltende Hochnebel schlägt im Winter zwar manchem aufs Gemüt, doch mit dem Uetliberg, dem 871 m hohen Zürcher Hausberg, liegt der nächste Strahl Sonne für Müßiggänger nicht allzu weit weg. „Uetliberg hell“ vermelden dann die Anzeigetafeln auf den Frontseiten der Trams. In schneereichen Wintern zieht die Schlittelbahn vom Uetliberg hinunter in die Stadt Jung und Alt in Scharen an. Im Sommer herrscht in Zürich oft Föhn: Der warme, trockene, von den Alpen kommende Fallwind sorgt dann für eine fast unwirklich scheinende Fernsicht. Vor allem vom Seebecken aus sieht man dann die fernen, schneebedeckten Berggipfel zum Greifen nah in der Sonne glitzern.

Zürich genießt auch als Bildungsstadt einen guten internationalen Ruf. Die Universität zählt über 20 000 Studierende. Dazu kommen rund 12 000 an der Eidgenössischen Technischen Hochschule ETH; über die Hälfte davon kommt aus dem Ausland, um von der Fachkompetenz der ETH zu profitieren. Denn die Hochschule hat bis heute nicht weniger als 21 Nobelpreisträger hervorgebracht, darunter Wilhelm Konrad Röntgen und Albert Einstein. Die jüngste Auszeichnung erhielt 2002 der Biophysiker Kurt Wüthrich. Zudem genießt Zürich als Kongressstadt einen guten Ruf. Den Besuchern stehen in 163 Hotelbetrieben annähernd 18 000 Betten zur Verfügung, der Flughafen liegt nur 11 km von der Stadt entfernt, in Kloten.

Die verkehrsgünstige Lage spielte schon immer eine wichtige Rolle. Ab 3000 v. Chr. siedelten Pfahlbauer am unteren Ende des schiffbaren Sees. Um 15 v. Chr. errichteten die Römer auf dem Lindenhof die Zollstation Turicum. Die Siedlung wurde 929 erstmals urkundlich erwähnt. Die an Stelle der Zollstation erbaute Pfalz nutzten deutsche Könige und Kaiser. 1218 wurde Zürich freie Reichsstadt, die Pfalz wurde geschleift und als Steinbruch für den Bau von Wohntürmen verwendet. An der Napfgasse 26 und am Grimmenturm am Neumarkt (Kirchgasse 23) sind diese Steine noch zu sehen. 1336 übernahmen unter der Führung von Rudolf Brun die Handwerker die Macht. In Zünften organisiert, bestimmten sie 500 Jahre lang das politische Leben der Stadt. Die Zunfthäuser prägen noch heute als zumeist noble Restaurants die Altstadt, und im April markiert das Sechseläuten mit dem Umzug der Zünfte in historischen Kostümen und der Verbrennung des Schneemanns am Bellevue den Frühlingsbeginn.

Wachsende Bedeutung gewann Zürich Ende des 15. Jhs. unter Bürgermeister Hans Waldmann, der sich in den Burgunderkriegen als Truppenführer einen Namen gemacht hatte. 1519 predigte der Reformator Huldrych Zwingli erstmals im Grossmünster und löste nicht nur in Religionsfragen, sondern auch auf politischer und moralischer Ebene Erdbeben aus. Um 1780 hatte Zürich 10 000 Einwohner. Im 19. Jh. wuchs die Stadt dank florierender Maschinen- und Textilindustrie, dank der Banken und Versicherungen sowie eines regen Tourismus zu einem der Verkehrs- und Wirtschaftszentren der Schweiz heran. 1848 wurde der Schweizerische Bundesstaat gegründet. Im Zuge der deutschen Revolution zogen viele Künstler und Denker als Flüchtlinge nach Zürich und hinterließen der Stadt ein reiches kulturelles und geistiges Erbe. Das Heer der Industriearbeiter verhalf Zürich Ende der 1920er-Jahre zu einer politisch „roten“ Phase. Sie dauerte bis 1949 und schlug sich in immer noch präsenten Genossenschaftssiedlungen nieder. 1943 wurde Ernst Nobs, der Stadtpräsident von Zürich, zum ersten sozialdemokratischen Bundesrat der schweizerischen Geschichte gewählt.

In der Hochkonjunktur der 1950er-Jahre wuchs die Stadtbevölkerung rasant an und erreichte 1962 mit über 440 000 Einwohnern einen Höhepunkt. Mit der Größe kamen auch die großstädtischen Probleme: Krawalle, mit denen die Jugend Platz für ihre alternative Kultur einforderte – 1968 und 1980 – und eine Verwahrlosung einzelner Plätze durch die von der Regierung lange tolerierte offene Drogenszene. Der Platzspitz, die Parkanlage hinter dem Landesmuseum, erlangte Anfang der 90er-Jahre als „Needlepark“ unrühmliche Bekanntheit. Nach seiner Räumung 1992 verlagerte sich die Szene zum Areal des ehemaligen Bahnhofs Letten, bis dieser 1995 ebenfalls geräumt wurde. Heute wird der Platzspitz mit seinen alten Bäumen und dem Spazierweg am Limmatufer nicht nur von Museumsbesuchern geschätzt, und das Lettenareal gehört zur trendigsten Badeanlage der Stadt.

Die Wohnbevölkerung hat sich in die Peripherie verlagert und ist in der Stadt unter 400 000 gesunken. Dafür strömen über das gut ausgebaute Schienennetz jeden Tag Abertausende von Pendlern in die Stadt. Die alternative Kultur ist in der Roten Fabrik zu einer festen und auch von nicht-alternativem Publikum sehr geschätzten Institution geworden. Durch die Umwandlung ehemaliger Fabrikareale in Zürich-West, Oerlikon und an der Sihl wurden neue urbane Lebens- und Freizeiträumen geschaffen. Die umweltfreundliche Verkehrspolitik hat dafür gesorgt, dass Zürich eine überaus fußgängerfreundliche Stadt ist. Mit den vielen Fußgängerzonen und dem absoluten Vorrang von Fußgängern und öffentlichen Verkehrsmitteln an den Kreuzungen hat sich die Stadt schon dem Verdacht ausgesetzt, den Autoverkehr abschaffen zu wollen. Zürich besitzt bis heute keine breiten Boulevards und nur wenige Hochhäuser und hat sich deshalb vielerorts den – je nach Blickwinkel – biederen oder charmanten Kleinstadtcharakter bewahrt. In den neuen Stadtvierteln Zürich-West und Zürich-Nord bilden jedoch umgenutzte Industriebauten eine überraschende Kulisse für urbanes, freches und oft lautes Leben. Vielleicht ist es gerade dieser Mix, der die kleine Weltstadt so unwiderstehlich macht.

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Sehenswürdigkeiten & Top Highlights

In aussichtsreicher Lage, auf dem 679 m hohen Zürichberg, ist der Züricher Zoo angesiedelt. Er gilt als einer der schönsten Tiergärten Europas und beeindruckt durch naturgetreu nachgebildete…
Die rechtsufrige Quaianlage vom Bellevue-Platz bis zu der augenfällig in den See ragenden Landzunge, dem Zürichhorn, wird auch als Kunstmeile bezeichnet. Diverse Skulpturen und Reliefs sind auf…
Die markanten Doppeltürme sind das Wahrzeichen Zürichs: Klettern Sie hoch und werfen Sie einen Blick über die Altstadt! Hierher solle die Stadtheiligen Felix und Regula nach ihrer nthauptung…
Dieser Straßenzug ist ein schöner Einstieg in das Niederdorf und zeichnet sich aus durch eine Vielzahl mittelalterlicher Häuser, die viele kleine Läden, Boutiquen, Secondhandshops, Restaurants wie…
Als Fröschengraben war dieser Straßenzug zwischen Paradeplatz und Bahnhof einst Teil der mittelalterlichen Wehranlagen. Nach Schleifung derselben baute 1868 der Fotograf Ganz an der noch öden Stra…
Viermal ein Traum in tiefem Blau und den für Marc Chagall so typische Farbtupfern, dazu je einmal Grün und Gelb: Die fünf von ihm gestalteten Kirchenfenster und eine Rosette sind die vielleicht sch…
Das 1910 eröffnete Kunsthaus erfreut sich dank einer Reihe hervorragender Ausstellungen zeitgenössischer Kunst eines sehr guten internationalen Rufes. Es beherbergt derart viele Kunstschätze, dass…
Nach einem Brand in der für Opernaufführungen umgebauten Barfüsser-Klosterkirche im Niederdorf beschloss man, beim Bellevue ein neues Haus zu bauen. Man beauftragte die Wiener Architekten Fellner…
Fest der Zünfte in historischen Kostümen. Zum Schluss wird am Bellevue der "Böögg", ein Papp-Schneemann, verbrannt.
Der schillernde Technoumzug zieht jedes Jahr mehr als eine halbe Million Raver an.
Zuerst war es nur ein Sommerrestaurant auf einer Brache an der Geroldstrasse. Mit ein paar übereinandergestapelten Containern schuf man Raum für Küche und Lager und baute eine Dachterrasse. Auf dem…
Bis 1999 wurde hier, in der Toni-Molkerei, dem größten Milchverarbeitungsbetrieb Europas, u.a Yoghurt produziert. Heute beherbergt das einstige Fabrikgebäude die Zürcher Hochschule der Künste (…
Das Viertel, vor dem Williamsburg und Prenzlauer Berg vor Neid erblassen: Die hässliche Industriebrache westlich vom Hauptbahnhof hat sich in den letzten Jahren in Zürichs Hipsterviertel gewandelt.

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Praktische Hinweise

Anreise

Zürich ist aus allen Richtungen und – mit Ausnahme der Morgen- und Abendstunden – meist ohne Stau über diverse Autobahnen gut zu erreichen.

Zürich ist auf der Schiene von ganz Europa aus sehr gut erreichbar. Der Hauptbahnhof liegt mitten im Zentrum, und dank der perfekten öffentlichen Verkehrsmittel ist ein zügiges Weiterkommen garantiert. Auch Taxis stehen immer genügend zur Verfügung. Rail Service: 0900300300www.sbb.ch

Der Flughafen Zürich-Kloten wird von Lufthansa, Austrian Airlines, Air Berlin, Niki und vielen weiteren Fluggesellschaften angeflogen. Unter dem Check-In 3 (Zugang über Terminal 2 und 1) liegt der Flughafenbahnhof, von dem Züge im 10-Min.-Takt nach Zürich verkehren. Die einfache Strecke kostet 6,40 CHF. Für eine Fahrt mit dem Taxi in die Innenstadt müssen Sie mit 40–50 CHF rechnen.

Apotheken

Bellevue-Apotheke

24 Stunden geöffnetTheaterstr.140442666222

Apotheke Hauptbahnhof

Großes Drogerie- und Parfümerieangebot. Tgl. 7–24 Uhrim Hauptbahnhof0442254242

Auskunft

Schweiz Tourismus

Kostenloses Servicetel. für Informationen und Hotelbuchungen. Mo–Fr 8–18 Uhr080010020030www.myswitzerland.com

Zürich Tourismus/Travel Service

Beratung und Verkauf von Ausflügen im HauptbahnhofMai–Okt. Mo–Sa 8–20.30, So 8.30–18.30, Nov.–April Mo–Sa 8.30–19, So 8.30–18.30 Uhr0442154000www.zuerich.com

Hotelreservation

0442154040hotel@zuerich.com

Auto

Die Höchstgeschwindigkeit beträgt in der Schweiz innerorts 50, auf Landstraßen 80, auf Autobahnen 120 km/h. Das Überschreiten der Tempolimits wird mit hohen Geldbußen geahndet. Die Promillegrenze liegt bei 0,5. Eine Autobahngebühr muss in Form einer Vignette für 40 CHF (für ein Kalenderjahr) entrichtet werden, auch für Anhänger. Sie ist an der Grenze, bei Postämtern und bei allen Autoclubs erhältlich und muss sichtbar an der Frontscheibe befestigt sein.

Pannenhilfe140

Infos zum Straßenzustand163

In der Innenstadt von Zürich empfiehlt es sich, die sehr guten öffentlichen Verkehrsmittel zu benutzen. Parkplätze sind rar und alle gebührenpflichtig. Zürich hat ein Parkleitsystem, das die jeweils freien Plätze in den Parkhäusern anzeigt.

Bahnen

Die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) unterhalten das nach Japan zweitdichteste Bahnnetz der Welt. Es gibt diverse Sondertarife: Halbtax-Abonnement: einen Monat alle Fahrten zum halben Preis für 110 CHF. Swiss Pass: freie Fahrt auf allen Bahn-, Bus- und Schiffslinien, Straßenbahnen in 35 Städten (auch Zürich). Wahlweise für 4, 8, 15, 22 Tage oder 1 Monat, 266 bis 590 CHF. Auskunft: Rail-Service0900300300tgl. 24 Stunden

Banken & Geld

Die meisten Banken sind Mo–Fr von 8.15–16.30 Uhr, der Geldwechsel im Hauptbahnhof tgl. von 6.15–22.45 Uhr geöffnet. An allen Bank- und Postgeldautomaten kann man mit EC/Maestro-Karte, Kreditkarte oder Postcard Bargeld beziehen, zum Teil auch wahlweise in Euro. In vielen Geschäften wird der Euro als Zahlungsmittel akzeptiert, das Rückgeld bekommen Sie dann aber in CHF.

Einreise

Die Schweiz ist Teil des Schengenraums. Für Bürger der EU genügt zur Einreise in die Schweiz ein gültiger Personalausweis.

Fundbüro

Städtisches Fundbüro

Mo–Fr 7.30–18.30 Uhr0444122550Tram3, 10, 14Bus31Bahnhofplatz

Das Fundbüro der Stadt betreibt zusammen mit den städtischen Verkehrsbetrieben eine Such-Meldeplattform im Internet: www.fundbüro.ch.

Fundbüro der Bahn

Mo–So 8–19.45 Uhr0900300300

Auch die SBB betreiben eine Such-Meldeplattform für verlorene Gegenstände im Internet (www.sbb.ch/bahnhof-services//dienstleistungen/fundbuero.html). Die Verlustmeldung ist dort kostenlos, am Schalter und über das Telefon kostet sie 15 CHF.

Gepäck

Als Flugreisender können Sie Ihr Gepäck bis zum Hauptbahnhof spedieren lassen und es bei der Abreise auch dort wieder aufgeben (20 CHF pro Gepäckstück). Sie können 24 Stunden vor Abflug einchecken. Gepäckaufgabe und Fly-Gepäck0512222904tgl. 7–19.45, So ab 8 Uhr. Gepäckausgabe0512222903tgl. 9–19.45 Uhr

Internet

Flächendeckendes öffentliches WLan ist in Zürich erst projektiert, höchst umstritten und auf ein paar Plätze sowie auf Läden und Gastronomiebetriebe beschränkt. Eine aktuelle Liste aller Hotspots gibt’s unter www.swiss-hotspots.ch.

Eine gute Übersicht für Besucher bietet die Internetseite des Tourismus-Büros: www.zuerich.com. Die Stadt präsentiert sich auf www.stadt-zuerich.ch mit vielen Infos zu Sport und Kultur. Die Adresse für den Abend ist www.zueritipp.ch – von Restaurants bis zu Kinos und Theatern sind alle Adressen und Veranstaltungen hier zu finden. Infos zur „Partystadt“ findet man auf www.usgang.ch und www.tilllate.ch; dort werden u. a. Fotos von Partybesuchern veröffentlicht – ein Stück nette, voyeuristische Unterhaltung.

Gastronomie, Unterhaltung: www20min.ch/friday; www.gastro-tipp.ch

Veranstaltungen:

www.starticket.ch; www.ticketcorner.ch

Unterkunft:

www.bnb.ch (Bed-and-breakfast); www.zuerich.com

Wetter: www.wetter.ch

Internetcafés

Die Hochblüte der Webcafés ist definitv vorüber. Inzwischen haben selbst einfache Hotels eine Internetecke oder WLan, damit die Gäste schnell mal ihre Mails abrufen oder im Web surfen können. In der Passage des Hauptbahnhofs stehen diverse Internetkonsolen, wo man sich für etwas Kleingeld einloggen kann. Mit den großen Plätzen, dem Bahnhof-, Parade- und Bürkliplatz sowie dem Bellevue und den umliegenden Etablissements ist zudem quasi die ganze Innenstadt mit WLan ausgerüstet. Die aktuelle Liste aller Hotspots: www.swisshotspots.ch.

E-Café Urania

Hier stehen 27 PCs mit der üblichen Software für 0,30 CHF pro Minute (für die ersten 10 Min.) zur Verfügung. Mo–Fr 7–23, Sa 8–23, So 10–22 UhrUraniastrasse30442103311www.cafe.chTram4, 15Rudolf-Brun-Brücke

Notruf

Polizei117; Feuerwehr118; Sanitäter144; Erste Hilfe0443604444; Ärztezentrale0442696969; Notruf für vergewaltigte Frauen0442914646; Tierärtztlicher Notdienst0446358114

Öffentliche Verkehrsmittel

Eine einzelne Kurzstreckenfahrt mit dem Tram und dem Bus kostet 2,50 CHF, eine über 5 Stationen 4 CHF. Eine Tageskarte (24. Std. gültig) kostet 8 CHF. Viel günstiger ist die ZürichCard für 20 CHF: Sie berechtigt zu Fahrten auf Bahn, Bus, Tram, Schiff, Seilbahn oder Standseilbahn im ganzen Verkehrsverbund in und außerhalb der Stadt während 24 Stunden, inkl. der Fahrt zum Flughafen. Außerdem gewährt sie freien Eintritt in 40 Museen und einen Welcome Drink in diversen Restaurants. 40 CHF kostet die ZürichCard für 72 Stunden.

Post

Briefe und Postkarten in Europa mit Priority: 1,30 CHF mit Economy (etwas langsamer): 1,20 CHF, übriges Ausland: 1,80/1,40 CHF

Sihlpost (Hauptpost)

Mo–Fr 6.30–22.30, Sa 6.30–20, So 11–22.30 UhrKasernenstr.95/97beim Hauptbahnhof0848848442

Preise & Währung

Schweizer Franken (CHF) gibt es in Münzen zu 1, 2 und 5 Franken sowie zu 5, 10, 20 und 50 Rappen (1 Franken = 100 Rappen). Banknoten existieren in Werten zu 10, 20, 50, 100, 200 und 1000 Franken. Zürich gehört zu den teuersten Städten Europas. Eine Stange Bier gibt es für 3,50 bis 4,50 CHF, ähnlich teuer ist ein Mineralwasser. Die Preise schwanken je nach Lage und Art des Lokals erheblich. Mietwagen gibt es ab 30 CHF/Tag (exklusive Kilometer). Ein Kinobesuch kostet 13–18 CHF (am Mo 13 CHF in allen Kategorien), die teuerste Opernkarte kostet 320 CHF, bei kleineren Konzerten kommt man für rund 20 CHF rein. Ein Päckchen Zigaretten schlägt mit 7,60 CHF zu Buche.

Sport

Das Sportamt der Stadt Zürich informiert auf seiner Website ausführlich über alle Sport- und Trainingsmöglichkeiten: www.sportamt.ch.

Strom

Die Stromspannung in der Schweiz ist dieselbe wie in den Nachbarländern, die Stecker unterscheiden sich aber von denen in Deutschland. Adapter sind in den größeren Hotels und Elektrogeschäften erhältlich.

Taxi

Taxifahren ist teuer; der Grundpreis beträgt 6 CHF, jeder Kilometer kostet 3,80 CHF, die Wartestunde 69 CHF. Alpha Taxi0447777777; Taxi Jung0442711188; Taxi 4440444444444; 7x2AG0442222222; Behindertentransport0444442211

Telefon & Handy

In der ganzen Schweiz muss auch bei Ortsgesprächen die Vorwahl mitgewählt werden, für Zürich also 044 oder 043. Wer aus dem Ausland anruft, lässt nach der Länderkennung die Null weg.

Öffentliche Telefone funktionieren mit Kreditkarten oder Taxcards, die es für 5, 10 und 20 CHF an Postschaltern und Kiosken gibt. Vorwahl in die Schweiz: 0041, nach Deutschland: 0049, nach Österreich: 0043. Auskunft national und international1811; Automatische Auskunft per Sprachsteuerung1812

Die größten Anbieter im Mobilfunk sind in der Schweiz Orange, Sunrise und Swisscom, wobei Letzterer zurzeit die größte Abdeckung bietet. Auskunft über SIM-Karten, Preise etc.: 0800556464

Tickets

Ticketkasse im Jelmoli

Die größte – und bald einzige – Ticketvorverkaufsstelle befindet sich im Kaufhaus Jelmoli in der vierten Etage. Mo–Sa 9–20 UhrSeidengasse10442204466TramRennweg

Diverse Ticketverkaufsagenturen sind im Internet (siehe dort) aktiv.

Wellness

Orientalische Bäderkultur ist in Zürich groß in Mode, das Angebot entsprechend attraktiv. Gleich drei Migros-Fitnessparkswww.fitnesspark.chEintritt ins Hamam inkl. Bademantel und Massagehandschuh 45 CHF, ins Dampf- und Wellnessbad 35 CHFMo–Fr 8–22, Sa/So 9–20 Uhr mit prachtvollen Bäderlandschaften stehen auch Tagesgästen offen: mit Hamam der Fitnesspark MünstergasseBlaufahnenstr.3Tram4, 15Rathaus, mit Dampfbad der Fitnesspark StockerhofDreikönigsstr.31Tram6, 7, 8, 13Stockerstrasse und mit Wellnessbad der Fitnesspark Puls 5Giessereistr.18TramEscher-Wyss-Platz im Trendquartier Zürich-West.

Zeitungen

An Bahnhöfen und Haltestellen liegt gratis die Pendlerzeitung „20 Minuten“ aus. Die größte Tageszeitung der Stadt, der „Tages-Anzeiger“, bringt donnerstags die Veranstaltungsbeilage „züritipp“. Die „Neue Zürcher Zeitung“ berichtet auch ausführlich über Zürich und die Region. Sonntags erscheinen die „NZZ am Sonntag“, die „Sonntags Zeitung“ und der „Sonntags Blick“.

Zoll

Zollfrei sind bei der Einreise Geschenke im Wert von 100 CHF, 2 l alkoholische Getränke unter 15% Alkoholgehalt und 1 l über 15%, 200 Zigaretten oder 250 g Tabak oder 50 Zigarren. Zollfrei bei der Rückkehr in EU-Länder: 200 Zigaretten oder 150 g Tabak oder 100 Zigarillos oder 50 Zigarren. 1 l Spirituosen mit mehr als 22% oder 2 l unter 22% oder 2 l Schaumweine.

Events, Feste & mehr

Feiertage

1. Januar

Neujahr

2. Januar

Berchtoldstag

März/April

Karfreitag, Ostermontag

1. Mai

Tag der Arbeit

Mai/Juni

Himmelfahrt, Pfingstmontag

1. August

Nationalfeiertag

25./26. Dezember

Weihnachts- und Stephanstag.

Beim Sechseläuten und beim Knabenschiessen schließen die Geschäfte um 12 Uhr.

Feste & Veranstaltungen

Januar

Art on Icewww.artonice.ch: Show mit tollen Eiskunstläufern im Hallenstadion

Februar

Zürcher Fasnacht: „Guggenmusiken“, Maskenbälle und ein Umzug

April

Sechseläutenam 3. Mo: Fest der Zünfte in historischen Kostümen. Zum Schluss wird am Bellevue der „Böögg“, ein Papp-Schneemann, verbrannt

Mai

Zirkus Knie09000800800: Einen Monat lang gastiert der Schweizer Nationalzirkus auf der Sechseläuten-Wiese

Juni

Festival Tropical Calientewww.caliente.ch: Europas wichtigstes Festival für südamerikanische Musik

Juni/Juli

Zürcher Festspielewww.zuercher-festspiele.ch: Sonderaufführungen in der Oper, in Theatern und Konzertsälen sowie im Freien auf dem Münsterplatz

Juli

Züri-Fäscht: Alle drei Jahre (2019, 2022 etc.) findet ein gigantisches, dreitägiges Fest mit riesigem Feuerwerk statt

Juli/August

Kino am See, am Fluss, am Berg: Leinwände stehen am Zürichhorn im Wasser, an der Limmat in der Badeanlage, auf dem Uetliberg hoch über der Stadt – Openairkino überall

August

Streetparadewww.streetparade.ch: Der schillernde Technoumzug zieht jedes Jahr mehr als eine halbe Million Raver an

Weltklasse Zürichwww.weltklassezuerich.ch: Leichtathletik-Meeting im Stadion Letzigrund, stets gut besetzt mit internationalen Stars

Zürcher Theater Spektakelwww.theaterspektakel.ch: großes internationales Treffen freier Theatergruppen und vieler Straßenkünstler auf der Landiwiese am Seeufer

September

Knabenschiessen: der älteste Zürcher Brauch, bei dem sich die 12- bis 16-jährigen Knaben und (und mittlerweile auch) Mädchen der Stadt im Wettschießen mit dem Gewehr messen

freestyle.ch: internationaler Snowboard-, Skateboard- und BMX-Event, mit Show-Offs der Szenestars

Oktober

Oktoberfestwww.bauschaenzli.ch: Im Biergarten Bauschänzli, der Insel in der Limmat, findet weithin sicht- und hörbar das Zürcher Oktoberfest statt

November

Expovina: Weinausstellung mit Degustationen auf am Bürkliplatz vertäuten Zürichsee-Schiffen

Dezember

Circus Conelli: Der poetische Winterzirkus gastiert jedes Jahr auf dem Bauschänzli

Silvester: An den See- und Limmatufern wird das neue Jahr begrüßt; großes Feuerwerk im Seebecken

Bloss nicht

Abfall achtlos wegwerfen

Zürich gibt sich Mühe, eine saubere Stadt zu sein – als Gast sollten Sie das respektieren. Es stehen überall Abfallbehälter herum, und auf einen Aschenbecher müssen Sie auch nicht lange warten, wenn mal vor Ihrer Nase gerade keiner steht. Im Übrigen werden Abfälle getrennt entsorgt und recycelt.

Rücksichtslos Fahrrad fahren

Zürich ist den Fahrradfahrern gegenüber sehr tolerant – manche meinen sogar zu tolerant. Auf den schmalen Straßen zockeln lange Autokolonnen und manchmal sogar die allmächtige, durchweg vorfahrtsberechtigte Straßenbahn (Tram) im Schritttempo hinter einem Velofahrer her. Doch in den Fußgängerzonen sind die Städter unerbittlich. Wer es hier wagt, mit dem Fahrrad an Passanten vorbeizuflitzen, riskiert böse Blicke und Worte – und wenn’s dumm kommt, eine saftige Buße von der Polizeipatrouille.

In die Aargauerfalle tappen

Die Zürcher Trams haben im hinteren Kabinenende eine laute Klingel, die sich mit dem Fuß betätigen lässt. Sie dient den Trämlern als Signal beim Rangieren. „Aargauerfalle“ nennen die Zürcher diese Klingel nach den Bewohnern des angrenzenden Kantons, den sie gerne als Provinz verspotten. Wer den am Boden angebrachten Knopf nicht kennt, tritt oftmals unbeabsichtigt darauf und macht damit nicht nur die ganze Tram, sondern auch den Verkehr rundherum auf sich – und seine provinzielle Herkunft – aufmerksam.

Schwyzerdütsch imitieren

Geben Sie sich keine Mühe, den schweizerdeutschen Dialekt zu sprechen oder – noch schlimmer – mithilfe des häufig eingesetzten Diminutivs nachzuäffen. Schweizerdeutsch ist eine schwierige Sprache, und man blamiert sich nur. Die Schweiz ist überdies ein viersprachiges Land, die Schweizer sprechen nicht nur Hochdeutsch als erste Fremdsprache, sondern auch Französisch und Italienisch sowie – wer aus Graubünden stammt – auch Rätoromanisch.

Kuckucksuhren kaufen

Es gibt Leute, die halten eine Kuckucksuhr für das höchste aller Gefühle. Wenn Sie in Zürich eine Kuckucksuhr kaufen wollen, achten Sie zumindest darauf, dass Sie ein Schweizer und kein Schwarzwälder Modell erwischen, damit das Souvenir wenigstens authentisch ist.

Die Zürcher „Züricher“ nennen

Eindeutig als ignoranten Touristen weisen Sie sich aus, wenn Sie von der Züricher statt von der Zürcher Bahnhofstrasse reden oder eine Zürcherin Züricherin nennen. Das kleine „i“ macht hier den großen Unterschied!

Bücher & Filme

Fremde Hände

Der Roman von Petra Ivanov spielt im Zürcher Rotlichtmilieu und vermittelt viel Lokalkolorit.

Zürich bei Nacht

Der Krimi des bekannten Zürcher Autors Roger Graf ist nicht nur spannend und unterhaltsam, sondern zeigt auch einen Ausschnitt aus der jüngeren Geschichte der Stadt.

Business Class

Die gesammelten Kolumnen des Schriftstellers Martin Suter sowie seine Romane Small World, Die dunkle Seite des Mondes, Lila, Lila und Der Koch bieten einen ironischen Blick auf den Charakter der Zürcher.

Zürich by Mike

Mehr als zehn Jahre lang näherte sich auch der Comiczeichner Mike van Audenhove in seinen wöchentlichen Bildergeschichten im „Züritipp“ mit einem Augenzwinkern den Zürchern an. Insgesamt sind 14 Bände des 2009 früh verstorbenen Comiczeichners erschienen; in Sammelbänden leben die Geschichten weiter.

Happy New Year

Preisgekrönter Kinofilm (2008) von Christoph Schaub und mit Nils Althaus über Begegnungen in der Sylvesternacht mit viel Stadtatmosphäre.

Das Fräulein

Neuere Stadtansichten zeigt z. B. dieser preisgekrönte Kinofilm von Andrea Staka (2006), der auch die winterliche Schweizer Bergwelt ins Bild rückt.

-1-3 °C
2 h/Tag
7 °C

Fakten

Einwohner 434.008
Fläche 87 km²
Sprache Deutsch
Strom 230 V, 50 Hz
Reisepass / Visum nicht notwendig
Ortszeit 04:33 Uhr
Zeitverschiebung keine

Anreise

4h 22min
3h 57min
50min
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