Sauerland Essen & Trinken

Akzeptiert Kreditkarten:
Mehr
Weniger
Ambiente:
Mehr
Weniger
Ausstattung:
Mehr
Weniger
Behindertengerecht:
Mehr
Weniger
Kinderfreundlich:
Mehr
Weniger
Küchenstil:
location:
Mehr
Weniger
Parkmöglichkeiten:
Mehr
Weniger
Preiskategorie:
Mehr
Weniger
Filter zurücksetzen
weniger Filtermehr Filter
Die jungen Köche in der ganzen Region haben bei Christoph Menge gelernt: Der vermutlich beste Koch im Sauerland hat eine Vorliebe für regionale Produkte und Kräuter aus dem eigenen Garten, die er…
Hell gestaltetes Restaurant mit großen Fenstern und Wintergarten. Der Service ist jung, aus der ambitionierten Küche kommt Internationales mit lokalem Einschlag. An die mehr als 100-jährige…
In der historischen Herberge neben dem Glockenturm erinnern Backöfen im Gastraum an ihre frühere Funktion.
Im ehemaligen Schillerbad von 1905 plätschert heute das Bier. In einer Ecke, wo einst die Umkleiden standen, prangt noch eine historische Badehose. Das Brauhaus mit Festzeltatmosphäre ist eine…
Zünftige Atmosphäre unmittelbar am Skilift Köhlerhagen. Die Kuchen werden hier selbst gebacken – der Heidelbeerkuchen ist einen Abstecher wert.
Das hübsch gestaltete Blockhüttenensemble am Waldrand bietet auch einen großen Außenbereich unter jungen Birken direkt am Bach. Nebenan breitet sich eine Eselkoppel aus, auf den Tischen stehen…
Das gemütliche Fachwerkhaus mit zwei Terrassen (eine vor, sowie eine versteckte hinter dem Haus) befindet sich unweit von St. Patrokli. Mutter und Tochter Mühlenschulte zaubern köstliche Torten und…
Gemütliches Café, dessen Name sehr passend gewählt wurde, mit Biedermeierantiquitäten in einem Fachwerkhaus. Die Kuchen und Torten kommen aus der eigenen Bäckerei, daneben Suppen und herzhafte…
An den Wänden des gemütlichen Altstadtcafés hängen die Werke einheimischer Künstler, in den Regalen stehen antiquarische Bücher, die man auch kaufen kann. Verwunschen: die Plätze im kleinen Gew…
Das junge, unkonventionell eingerichtete Café liegt im Zentrum. Neben Wiener Kaffeespezialitäten werden stets hausgemachte Suppen angeboten, dazu gibt es eine Salatbar und leckere Pastagerichte.
In dem reetgedeckten Fachwerkhaus sitzen Gäste auf Kuhfellen am Tresen oder draußen im liebevoll gestalteten Park. Bemerkenswert sind hier die köstlichen Torten von der Größe eines Wagenrads.
Idyllisch und lecker geht es am Wochenende im kleinen Hofcafé Backhius von Maria Hegemann zu. Sie backt nach alten Familienrezepten, und an jedem ersten Samstag im Monat wirft sie zusätzlich einen…
Das Restaurant "Waldhaus Föckinghausen" befindet sich in einem Hotel. Es ist gemütlich eingerichtet. Bei schönem Wetter gibt es die Möglichkeit, draußen zu sitzen. Es sind hauseigene Parkplätze…
Das Restaurant "Landhotel Gasthof Hubertus" befindet sich in einem Hotel. Es ist gemütlich eingerichtet. Bei schönem Wetter gibt es die Möglichkeit, draußen zu sitzen. Es sind hauseigene Parkplä…
Wuchtiger Klinkerbau mit weißen Sprossenfenstern, viel elegantem Holz und einem lauschigen Kamin im Inneren im Grünen (große Terrasse!) etwas außerhalb der Stadt. Detlev Hohl leitet die Küche -…
In der Küche steht Norbert Wiegelmann, sein Bruder Burkhard organisiert den Service. Im edlen Biorestaurant werden mediterrane Köstlichkeiten serviert.
Im Altbau wurde das Restaurant detailgetreu dem 50er-Jahrestil des Gebäudes angepasst.
Wo immer Sie im Hochsauerland nach einer guten Adresse fragen, überall wird man Ihnen Schütte empfehlen. Der Traditionsbetrieb - in 18. Generation seit 1460! - serviert westfälische und deutsche K…

Essen & Trinken

Denn diese hatte nicht besonders viele heitere Kapitel. Im Lauf der Jahrhunderte entwickelte sich eine eher schlichte, vor allem nahrhafte Küche. Wer sich tagsüber in der Landwirtschaft abrackerte, musste sich abends die Kalorien wieder anfuttern. Höchstens an den Feiertagen landete mal ein Fisch auf dem Teller oder ein Stück Fleisch. Eine typische Spezialität ist bis heute Potthucke, was so viel wie „im Topf sitzen“ bedeutet: ein Ofengericht aus geriebenen Kartoffeln und Zwiebeln, die mit Mettwurst und Speck sowie Sahne verfeinert werden.

Gleichzeitig verfügt das Sauerland aber auch über köstliche Zutaten für eine raffinierte Küche. Viele der alteingesessenen Familien gehen zum Beispiel traditionell auf die Jagd. Sie haben die reichen Wildbestände im Rothaargebirge und im Arnsberger Wald im Visier. Wildschwein, Hirsch und Reh weiß man in den hiesigen Küchen nämlich sehr wohl zuzubereiten. Das Fleisch kommt frisch aus dem Wald und wird gleich weiterverarbeitet: zu einem herzhaften Wildpfeffer oder einer mit Äpfeln gefüllten Wildschweinbrust. Süßwasserfische sind ein weiterer traditioneller Bestandteil der regionalen Küche. Geduldige Angler ziehen aus den zahlreichen Gewässern zum Beispiel Aale, Forellen, Saiblinge, Hechte und Zander.

Auch Exoten lassen sich finden: Ganz im Osten grasen rund um Korbach Bisons die Weiden von Horst Lugert ab. Ganz genau – die nordamerikanischen Rinder, auf die Kevin Costner in „Der mit dem Wolf tanzt“ so fleißig Jagd machte. Die Tiere sind ziemlich robust; Lugert lässt sie auch im Winter über seine rund 500 m hoch gelegenen Wiesen ziehen. Ihr Fleisch sei sehr zart, meint Spitzenkoch Detlev Hohl, der es gelegentlich in seinem Gutshof Itterbach in Willingen serviert.

„Ich bin doch nicht Koch geworden, um den ganzen Tag nur Schnitzel zu braten“, sagt André Hesse aus dem Lindenhof in Eversberg. Vor wenigen Jahren hatte der ambitionierte Koch den elterlichen Betrieb übernommen und als Erstes die Speisekarte umgeschrieben: gute Zutaten, ein bisschen anspruchsvollere Zubereitung, natürlich auch ein bisschen teurer. Zunächst machten die Stammgäste lange Gesichter, mittlerweile nehmen viele seiner Gäste gerne ein paar Kilometer auf sich, um bei ihm zu essen. Damit steht Hesse stellvertretend für eine ganze Reihe von jungen Köchen. Sie beziehen nach Möglichkeit Produkte aus der Region und bereiten diese auf eine Art zu, die von Armeleuteküche so weit entfernt ist wie Potthucke von einem leichten Sommersalat.

Lange galt der Grundsatz: Wer auf Sauerländer Art den Kochlöffel schwingt, rührt zumeist Deftiges an. Die aus kulinarischer Perspektive schönste Zeit des Jahres war früher der Herbst, wenn die großen Schlachtfeste stattfanden. Dann wurden Würste gemacht und der Schinken eingelagert, der im folgenden Frühjahr reif war. Ein einziges Schwein konnte eine Familie monatelang ernähren. Bis heute haben die Sauerländer ihre Vorliebe für Fleisch- und Wurstspezialitäten behalten; sie sind ein bedeutender Bestandteil der westfälischen Küche. Mittlerweile kann auf Sauerländer Art aber auch heißen, dass jene Zutaten mit französischen oder mediterranen Einflüssen kombiniert werden, wie das zum Beispiel beim vielleicht besten Koch im Sauerland geschieht, Christoph Menge in Arnsberg.

Ein Problem haben die Köche hierzulande aber trotz aller Aufbruchstimmung dennoch: Verglichen mit anderen Regionen in Deutschland gibt es hier keine Tradition, viel Geld für ein Essen auszugeben. Da kommt die Armeleuteküche dann doch wieder durch. Wo es über Jahrhunderte Potthucke oder günstige Schnitzel getan haben, fällt es den Gastronomen heute schwer, höhere Preise für ein Stück Fleisch durchzusetzen, wenn sie Biofleisch servieren oder eine raffiniertere Zubereitung wählen wollen. In den letzten Jahren musste mancher ambitionierte Betrieb schließen, darunter das Waldsee von Georg Groß in Brilon, einst das einzige Restaurant im Sauerland, über dem ein Michelinstern funkelte.

Ähnlich verhält es sich mit Wein: „Die Flasche brauchen sie gar nicht anzubieten“, meint ein Gastronom im Hochsauerlandkreis über einen eleganten französischen Rotwein, „den bekommen Sie hier niemals los.“ Was einen aber auch nicht überrascht, denn ehrlich gesagt wird niemand ins Sauerland fahren, um hier edle Rebensäfte durchzukosten. Im Sauerland trinkt man Bier! Davon gibt es mindestens so viel wie Wald und Wasser. Aus den drei großen Brauereien der Region, Krombacher, Veltins und Warsteiner, deren Tanks Sauerländer Quellwasser füllt, strömen jedes Jahr insgesamt 15 Mio. hl Bier. Den sich aus dieser Menge ergebenden Turm aus gefüllten Bierkisten könnte man in der Horizontalen ziemlich genau einmal um die Erde legen. Also merken Sie sich: In der Region ist das Biertrinken nicht nur Genuss, sondern gleichzeitig ein lokalpatriotisches Bekenntnis.

Spezialitäten

Backäpfel

beliebt in den kalten Wintermonaten, gern auch gefüllt mit Kirschen, Mandeln und Rum

Bettelmann

süßes Ofengericht aus Äpfeln, Rosinen, Zimt und Pumpernickel

Forelle

der Fisch kommt im Speckmantel, mit Kräutersauce, am Spieß oder in Koriander mariniert auf den Tisch

Fredeburger Schinkenkuchen

herzhaftes Ofengericht aus Schinken, Hack und Zwiebeln; dazu werden Weintrauben oder Kirschen gereicht

Hasenpfeffer

Fleisch und Innereien werden mit Nelken, Pfeffer und Lorbeer geschmort, möglichst im eigenen Blut

Huhn in gelber Sauce

die Farbe kommt von Eigelb und Zitronenschalen

Kartoffelsalat

in der Sauerländer Variante mit Eiern, Gurke und Sahne

Knochenschinken

während der Herstellung verbleibt der Knochen im Fleisch und verleiht der geräucherten Spezialität so ihr ganz eigenes Aroma

Korn

vielfach aus der Soester Börde stammt das Getreide für den Klaren, der nach deftiger Kost gute Dienste leistet

Pumpernickel

besonders die Soester lieben das dunkle, saftige westfälische Brot

Reibekuchen

die Kartoffelpuffer werden gerne herzhaft kombiniert, z. B. mit Knochenschinken

Sauerbraten

der über Tage in einer Marinade u. a. aus Essig, Wein, Wacholderbeeren und Lorbeerblättern eingelegte Rinderbraten wird traditionell mit Rotkohl genossen

Sauerländer Krüstchen

paniertes Schnitzel auf Toast, darüber ein Spiegelei, dazu Champignons

Sauerländische Erdbeeren

über die frischen Früchte kommen eine Sauce aus Schmand und Honig sowie zerbröselter und gerösteter Pumpernickel

Sauerländischer Eintopf

dickes Gericht mit allem, was satt macht: Schweinefleisch, Bohnen, Kraut und Speck