© Diego Grandi/shutterstock

Santiago de Cuba

Check-in

Die lebenslustigste und heißeste Stadt Kubas (490 000 Ew.) breitet sich mit engen Gassen, Parks und Kirchen über die hügelige Halbinsel einer großen tiefen Bucht aus.

Sehenswürdigkeiten

Mit ihrem holzvergitterten Balkon schon von außen ein koloniales Schmuckstück: die für den ersten Gouverneur Kubas 1516-22 erbaute Casa Diego Velázquez. Im Erdgeschoss, das als Kommandantur diente…
Die schöne breite, von Häuschen flankierte Treppe ist die fotogenste Verbindung der Unterstadt mit "Tivoli", der alten Siedlung der französischen Immigranten. Sie führt direkt auf die Calle Jesús…
In dieser Straße in Hausnummer 6 wohnte Fidel Castro während seiner Studienzeit in Santiago de Cuba.
Beeindruckende Festung gegen Piraten, 1638-1700 nach Plänen des Militärbaumeisters Juan Bautista Antonelli erbaut, seit 1997 UNESCO-Welterbe. Innen kann man sich über Filibuster, Bucaneros & Co…
Das Museum zeigt Möbel des 16.-19. Jh. Die Ausstellung befindet sich in der Casa Diego Velázques und einem Nachbargebäude.
Das Revolutionsmuseum ist in der Moncada-Kaserne untergebracht. Diese war vor der Revolution das zweitgrößte militärische Quartier des Diktators Fulgencio Batista. Einschusslöcher erinnern an den…
Das Museum in der ehemaligen Polizeistation ist der Bewegung des 26. Juli (Sturm auf die Moncada-Kaserne) gewidmet.
Masken, Kostüme, typische Musikinstrumente wie congas und cornetas, Plakate und Fotos vermitteln einen Eindruck vom lebenslustigen Karneval in Santiago.
Säulengeschmückter Tempel der Archäologie und Stadtgeschichte, als erstes Museum Kubas 1899 gegründet. Der Schreibtisch des Gründers Emilio Bacardí Moreau steht im Eingang.
Das raumfüllende Modell zeigt die ganze Stadt mitsamt Hafenbucht - ideal, um sich einen Überblick zu verschaffen.

Hotels & Übernachtung

Hier schrieb Matthias Politycki seinen Santiago-Roman "Herr der Hörner". Die Vermieter (die Lesern des Werkes bekannt vorkommen dürften) zeigen Interessierten gerne die Schauplätze des Romans.
Lichtblick in der restaurierungsbedürftigen Stadt: Die schmucke alte Villa bietet großzügige Zimmer.
Prachtvoll restauriertes ehemaliges Grandhotel. Von der Terrasse kann man den ganzen Parque Céspedes überblicken, die Casa de la Trova liegt gleicht um die Ecke.
Das Mittelklasse-Hotel liegt dem großen Hotel Santiago de Cuba gegenüber. Vorteil: Man kann dessen Läden nutzen und dort auch telefonieren.
In dem üppig antik möblierten Privathaus fühlt man sich bei den zuvorkommenden Gastgebern wohl.
Das Stadthotel. Tennisplätze, Fitnessraum und ein Jacuzzipool gehören zu den Annehmlichkeiten des Glas-, Stahl- und Betonbaus. Im Café Santiago gibt's Shows und Tanz.
Das Fernandez Room Rentals liegt 15 km vom Schlachtfeld Las Guasimas entfernt und bietet Unterkünfte mit einem Restaurant, einen Garten und eine 24-Stunden-Rezeption. Die Unterkünfte bieten…
Mit einem Restaurant, einer Bar und einem Garten erwartet Sie das Hostal Heredia in Santiago de Cuba, 14 km vom Schlachtfeld von Las Guasimas entfernt. Diese Unterkunft bietet Familienzimmer und eine…
Mit Stadtblick.Das Hostal Raúl Y Kathy bietet Unterkünfte mit einem Restaurant, einer Bar und einem Garten, etwa 14 km vom Schlachtfeld von Las Guasimas entfernt. Die Unterkunft wurde 1958 erbaut…
Das Hostal Bely in Santiago de Cuba liegt 15 km vom Schlachtfeld Las Guasimas entfernt und bietet verschiedene Einrichtungen wie eine Gemeinschaftslounge, ein Casino und eine Terrasse. Alle Zimmer…

Restaurants

Ja, der Name hat mit dem Hamburger Fußballverein zu tun! Ein heimgekehrter Fan hielt es für ein gutes Omen, sein ungewöhnliches Restaurant so zu benennen. Viel kreative Kochleistung für wenig Geld…
Das an ein Stadthotel angeschlossene Café bietet Shows und Tanz.
In diesem kleinen Restaurant mit zwei Balkonen ist besonders das Lammfrikassee zu empfehlen.
Vornehm speist man hier in den Zimmern oder auf der Terrasse einer Villa. Die Auswahl an leckeren Speisen ist groß, u.a. gibt es kubanische Spezialitäten und Meeresfrüchte.
In einem früheren Haus der Rum-Dynastie Bacardí speist man unter Kristallleuchtern. Besonders gut ist die sopa de mariscos (Meeresfrüchtesuppe).
Hier bekommt man kubanische, italienische und gegrillte Köstlichkeiten, serviert auf einer lauschigen Dachterrasse.
Unterhalb der gleichnamigen Festung befindet sich diese Restaurant, in dem kreolische und internationale Küche angeboten wird. Von der Veranda hat man eine wunderbare Aussicht auf das Meer.
Das Restaurant "La Isabélica" befindet sich in einem Hotel. Es ist schick eingerichtet und bei Jung und Alt beliebt. Es sind hauseigene Parkplätze vorhanden und der Zugang zum Lokal ist barrierefrei…
Das Restaurant "La Fontana" befindet sich in einem Hotel. Es ist gemütlich eingerichtet und bei Jung und Alt beliebt. Kinder sind hier gerne gesehen. Es sind hauseigene Parkplätze vorhanden und der…
Das Restaurant "El Criollo" befindet sich in einem Hotel. Es ist gemütlich eingerichtet und bei Jung und Alt beliebt. Kinder sind hier gerne gesehen. Bei schönem Wetter gibt es die Möglichkeit,…

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Auftakt

Ihre enge Mündung zur Karibischen See ist gut geschützt: Vor ihr liegt wie ein Pfropfen die kleine Insel Cayo Granma, und auf der Klippe an der Einfahrt wacht wie in den Zeiten der großen Piratengefahr aus Jamaika die Festung El Morro. Treffpunkt in der Stadt ist der Parque Céspedes. Gebäude, die große Geschichte(n) erzählen, stehen sich hier gegenüber: das Rathaus, auf dessen Balkon Fidel Castro einst den Sieg der Revolution verkündete; das prachtvolle Hotel Casa Granda, dessen Terrasse heute wieder von Touristen bevölkert ist; die Casa de Velázquez, die ehemalige Residenz des Stadtgründers und ersten Inselgouverneurs Diego Velázquez; und die mächtige Kathedrale (gegründet 1522, umgebaut 1922), in der Papst Johannes Paul II. 1998 eine Versöhnungsmesse hielt.

Von 1524 an war Santiago de Cuba Inselhauptstadt, musste den Titel aber schon 1607 an Havanna abgeben. Rettung vor dem Sturz in die Bedeutungslosigkeit brachte die Revolution auf Haiti. Damals flüchteten viele Kaffee- und Zuckerfarmer mit ihren Sklaven nach Santiago de Cuba. Ihr Viertel, das sich südlich des historischen Zentrums über den Loma del Intendente erstreckt, wurde bald bekannt für die Tänze und Gesänge der Sklaven: Aufführungen, die ihm den Namen „Tivoli“ einbrachten. Alejo Carpentier erzählt aus dieser Zeit Santiagos in „Das Reich in dieser Welt“. Der Schriftsteller Matthias Politycki, der ein Jahr in diesem Viertel lebte, verarbeitete die noch lebendigen okkulten Praktiken in seinem Roman „Herr der Hörner“. Wirtschaftlich profitierten Santiago de Cuba und ganz Kuba vom französischen Know-how im Anbau von Zuckerrohr und Kaffee. Das berühmteste Erbe aber ist die Musik. So wie die gleichen französischen Immigranten New Orleans zur Hauptstadt des Jazz machten, so verwandelten sie Santiago de Cuba in die Metropole des Son und des Bolero. In einigen Häusern des Barrio Tivoli wird heute sogar noch die original Tumba Francesa aus der Zeit der französischen Revolution getanzt. Andererseits erlernte Fidel Castro nach eigenen Worten in Santiago de Cuba bei „sehr strengen Lehrern“ Werte wie Disziplin, die ihn zum Sieger der kubanischen Revolution machen sollten, und zwar im alten kolonialen Jesuitenkolleg der Stadt. Kontraste, die zu Santiago wie sein überschäumender Karneval im Juli gehören.

Fakten

Einwohner 444.851
Fläche 1.032 km²
Strom 110 V, 60 Hz
Reisepass / Visum notwendig
Ortszeit 18:17 Uhr
Zeitverschiebung -6 h (zu MEZ)

Anreise

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In Kooperation mit unserem Partner Rome2Rio

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