Münster Sehenswürdigkeiten

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In der alten Bischofs- und Universitätsstadt gibt es einen romanisch-gotischen Dom zu besichtigen. Neben den vielen anderen historischen Bauten prägen v.a. Fahrräder die Stadt, deren Anzahl sogar…
Das Kunstmuseum Pablo Picasso in Münster begeistert mit über 800 Werken des Künstlers, darunter die Sammlung Huizinga oder Linolschnitte. Es ist das erste und bisher einzige Museum des Künstlers…
Im Sankt-Paulus-Dom aus dem Jahr 1225 finden neben Gottesdiensten auch Orgel- und Chorkonzerte statt. Besucher können zahlreiche besondere Elemente betrachten, darunter das Triumphkreuz, die…
Das historische Rathaus beherrscht mit seinem charakteristischen Giebelbau den Münsteraner Prinzipalmarkt. Die prächtige Fassade und der Bogengang aus dem 14. Jahrhundert wurden nach dem Zweiten…
Der Prinzipalmarkt gilt als die "gute Stube" und mit seinen charakteristischen Giebelhäusern und Bogengängen als das wirtschaftliche und politische Zentrum von Münster. Um den Markt herum haben…
Das liebevoll gestaltete Freilichtmuseum Mühlenhof lässt rund um eine Bockwindmühle die Dorfwelt früherer Tage auferstehen.
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Sehenswürdigkeiten

Kirchen

In Münster gibt es eine sehr hohe Dichte an Kirchen, besonders in der Innenstadt. Das hat – in Verbindung mit dem feuchten Wetter – zu folgender Redensart geführt: „Entweder regnet es in Münster, oder es läuten die Glocken. Geschieht beides gleichzeitig, ist Sonntag.“

St.-Paulus-Dom. Der heutige Dom ist bereits die dritte Kathedralkirche an dieser Stelle. Der erste, karolingische Dom wurde bereits 805 zu Zeiten des Heiligen Ludgers errichtet. Er wurde im 10. oder 11. Jahrhundert durch einen zweiten, romanischen Dom ersetzt, von dem noch das heutige Westwerk zeugt. Der dritte Dom wurde dann Mitte des 13. Jahrhunderts errichtet und hat die Form einer gotischen Basilika. Durch Bombentreffer wurde der Dom im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt, anschließend aber originalgetreu wieder aufgebaut. 2009–13 wurde der Dom abermals saniert, sodass der zwischenzeitlich nachgedunkelte Stein wieder schön hell ist. Dank der großen Fenster und des verwendeten Steins wirkt auch das Innere des Doms ungewöhnlich hell. Geöffnet: sonn- und feiertags: 6.30 bis 19.30 Uhr, werktags: 6.30 bis 19 Uhr.

Im Westwerk des Doms gibt es u. a. einen barocken Hochaltar, ein Taufbecken aus dem 14. Jh., ein modernes Triptychon „Pietà und Auferstehung“ von Thomas Lange und eine Figur der Hl. Barbara zu besichtigen. Im Ostquerhaus findet man ein Pestkreuz aus dem 14. Jh., einen Epitaphaltar von 1534, das Grabmal des Fürstbischofs Friedrich Christian von Plettenberg von 1707/08 sowie eine lebensgroße Figur des Heiligen Liborius. Der Hochchor ist mit einem monumentalen „Triumphkreuz“ aus dem 13. Jahrhundert ausgestattet. Die 1540–42 hergestellte Astronomische Uhr mit Glockenspiel ist eine der bedeutendsten Monumentaluhren des deutschsprachigen Raums. Im Chorumgang gibt es eine Statue des Heiligen Antonius aus der Barockzeit zu sehen sowie eine Darstellung der Kreuzwegstationen in Form von 15 Bronzegruppen aus dem späten 20. Jahrhundert und einen Bildniskopf des Clemens August Kardinal von Galen, der als Bischof von Münster Widerstand gegen die Nationalsozialisten und insbesondere gegen die Ermordung von Behinderten leistete. Seine Grabstätte befindet sich ebenfalls im Dom, in der Galenschen Seitenkapelle. Im Kreuzgang befindet sich die Bronzeskulptur „Der Bettler“ von Ernst Barlach. Unmittelbar hinter dem Dom schließt sich die Domkammer an, die von den Bischöfen gesammelte Kunstschätze aufbewahrt und ausstellt. An ihrer Rückwand wurde 2004 eine bronzene Kreuzigungsgruppe des Künstlers Bert Gerresheim aufgestellt.

St. Lamberti, Prinzipalmarkt (zwischen Salzstr. und Alter Steinweg). Tel.: +49 (0)251 48 29 47 97, Fax: +49 (0)251 48 16 40 19, E-Mail: stlamberti-muenster@bistum-muenster.de. Sie wurde ab 1375 als Markt- und Bürgerkirche errichtet und ist im Stil der westfälischen Spätgotik gehalten. Auffällig sind vor allem die drei Eisenkäfige am Turm, in denen 1536 die Leichen der Anführer des „Täuferreichs“ von Münster nach ihrer Hinrichtung aufgehängt wurde. Am Westportal gibt es Figuren der vier Evangelisten von 1911 zu sehen, wobei der Heilige Lukas das Gesicht J.W. Goethes und Johannes das Friedrich Schillers erhalten hat. Von 21 Uhr bis Mitternacht bläst eine Türmerin zur vollen und halben Stunde ein Horn (außer Dienstags).

Überwasserkirche, Überwasserkirchplatz (zwischen Frauenstraße und Spiekerhof). Die dritte Kirche, deren Türme die Stadtansicht von Münster maßgeblich prägen. Sie ist der Geburt Mariens geweiht (daher manchmal auch Liebfrauenkirche genannt), der Name „Überwasser“ bezieht sich auf die Lage auf der – vom Dom aus gesehen – gegenüberliegenden Seite der Aa. An dieser Stelle stand bereits ab dem 11. Jahrhundert eine Kirche. Der heutige Bau, eine gotische Hallenkirche, wurde um 1340 begonnen und im 15. Jahrhundert fertiggestellt.

St. Ludgeri, Ludgeristraße 40. 1180–1220 errichtet. Eine der ältesten Kirchen in Münster. Markant ist der Vierungsturm, bei dem auf zwei romanische Stockwerke noch ein gotisches aufgesetzt wurde. Zudem gibt es zwei Westtürme.

St. Aegidii, Aegidiikirchplatz 4, 48143 Münster. Tel.: +49 (0)251 48 29 47 97. Nach Entwürfen von Johann Conrad Schlaun 1724–28 erbaute Barockkirche. Geöffnet: nur zu den Gottesdienstzeiten, regelmäßig So 9–12 Uhr.

St. Servatii, Servatiikirchplatz/Klosterstr. Kleiner Kirchbau, der zur „ewigen Anbetung“ genutzt wird. Erbaut um 1230, spätromanisch bis frühgotisch.

Clemenskirche, An der Clemenskirche. Ungewöhnliche, sechseckige Barockkirche. Sie gehört zu den bedeutendsten Barockkirchen in Nordwestdeutschland. Das Innere besticht mit einer überladen-dekorativen Rokokoausstattung mit einem Deckenfresko, unzähligen Marmorputten und Goldverzierungen. Auffällig sind vor allem die strahlend blauen Säulen, eine Anspielung auf die Farbe der Wittelsbacher, aus deren Dynastie der damalige Fürstbischof Clemens August I. von Bayern stammte. Hinter der Kirche befindet sich ein hübscher kleiner Barockgarten.

Dominikanerkirche, Salzstraße 10. 1708–25 erbaute Barockkirche, ehemals Teil des Dominikanerklosters. Neben der Funktion als katholische Universitätskirche wird sie oft auch für Ausstellungen genutzt.

Martinikirche, Martinistraße (Ecke Neubrückenstraße, Nähe Theater). 1187 begonnener Sakralbau, nur der unterste Teil des Turmes stammt von diesem romanischen Ursprungsbau. Die oberen Stockwerke des Turms stammen von 1480, die barocke Turmhaube wurde 1760 aufgesetzt. Seit der Gemeindefusion von 2007 dient sie in erster Linie als Jugendkirche.

Apostelkirche. Älteste und größte evangelische Kirche der Stadt. Die dreischiffige gotische Hallenkirche war zunächst Klosterkirche der Franziskaner-Minoriten. Seit 1822 dient sie als evangelische Kirche. Der Innenraum wirkt schlicht und hell.

Observantenkirche, Schlaunstraße 3. Evangelische Universitätskirche und Konzertort der studentischen Chöre der evangelisch-theologischen Fakultät. Ursprünglich war sie ab dem 17. Jahrhundert die Klosterkirche der Franziskaner-Observanten. 2015/16 wurde sie restauriert, seither erstrahlt der Innenraum wieder in neuem Glanz.

Petrikirche, Jesuitengang (am Ufer der Aa, zwischen Fürstenberghaus, Englischem Seminar (Johannisstraße) und Juristischer Fakultät der Uni). Die 1590–97 erbaute ehemalige Jesuitenkirche ist dem Übergang zwischen Gotik und Renaissance zuzuordnen. Sie dient heute als Kirche der Katholischen Studierenden- und Hochschulgemeinde Münster (KSHG), für Konzerte (gute Akustik) und Hochzeiten. Geöffnet: Mo-Do 9-15:30 Uhr; Fr 9-12:30 Uhr.letzte Änderung: Sep. 2019

St.-Mauritz-Kirche, Sankt-Mauritz-Freiheit 22 (Bus 33/34 St. Franziskus-Hospital oder 2, 10 Hohenzollernring/Finanzgericht). Ehemalige Stiftskirche aus dem 11. Jh., ist der älteste, in Teilen original erhaltene Sakralbau in Münster.

St. Joseph, Sankt-Josefs-Kirchplatz (Hammer Straße; Bus 1, 9 St.-Joseph-Kirche). Neugotische Pfarrkirche von 1888 im Südviertel.

Herz-Jesu-Kirche, Wolbecker Straße 125 (Bus 11 Hansa-Berufskolleg). Neogotische Pfarrkirche im gleichnamigen Viertel, erbaut 1895–1900. Mit fast 95 Metern hat sie den höchsten Kirchturm der Stadt.

Heilig-Kreuz-Kirche, Hoyastraße 22 (Bus 15, 16 Hoyastraße). Pfarrkirche des nach ihr benannten Kreuzviertels, das sich nördlich an die Innenstadt anschließt. 1899–1902 erbaut als neogotische Basilika mit kreuzförmigem Grundriss und 87 Meter hohem Turm. An diesem befindet sich der abends und nachts beleuchtete Schriftzug „Ja, ich bin da“, wobei jeweils ein Wort in eine der vier Himmelsrichtungen zeigt.

Heilig-Geist-Kirche, Metzer Straße 37–41 (Bus 4 Heilig-Geist-Kirche). Backsteinkirche im Stil der Neuen Sachlichkeit bzw. des Neuen Bauens aus den 1920er-Jahren; Pfarrkirche des Geistviertels.

Erphokirche (eigentlich Christus-König-Kirche), Ostmarkstraße 21 (Erphokirchplatz; Bus 4 Erphokirche). 1928–30 erbaute Pfarrkirche mit neoromanischen Stilelementen. Ihr Name übertrug sich auf das umliegende Erphoviertel.

Dyckburgkirche, Dyckburgstraße 220 (ca. 5 km nordöstlich des Stadtzentrums). Kleine Barockkirche am nordöstlichen Stadtrand. Sie wurde 1740 nach einem Entwurf von Johann Conrad Schlaun als Kapelle des Herrensitzes an der Stelle der ehemaligen Dyckburg erbaut. Vorbild war die Wallfahrtskirche in Loreto, daher auch der Beiname Loreto-Kapelle. Ende des 19. Jahrhunderts wurde sie um einen Rundbau als Kirchenraum und einen neobarocken Chorbereich erweitert. Hier finden regelmäßig Konzerte, vorwiegend mit Barockmusik, statt (Dyckburger Konzerte).

Burgen, Schlösser und Paläste

In der Nähe der Innenstadt, direkt an der Promenade, liegt das Fürstbischöfliche Schloss. Es wurde von Johann Conrad Schlaun entworfen und 1787 als eines der letzten hochbarocken Gebäude in Deutschland fertiggestellt (zu dieser Zeit war bereits Rokoko oder gar Klassizismus in Mode gekommen). Allerdings konnte Fürstbischof Maximilian Friedrich, der das Schloss in Auftrag gegeben hatte, nie einziehen, da er bereits zuvor verstarb. Einige Jahre später verlor Münster ohnehin den Status als Fürstbistum und das Schloss fand andere Verwendungen. Heutzutage dient es als Hauptgebäude der Universität mit Rektorat und Festsaal. Im Zweiten Weltkrieg wurde es stark beschädigt, anschließend aber (zumindest äußerlich) originalgetreu wieder aufgebaut. Das Innere reflektiert hingegen eher die Vorlieben der 1950er-Jahre. Die Fassade ist eine ungewöhnliche Kombination aus Sandstein und Ziegeln. Während der Öffnungszeiten der Universitätsverwaltung kann man sich auch innen umsehen, hier gibt es aber nichts besonderes zu besichtigen. Auf dem Schlossplatz finden, vor allem im Sommer, häufig Veranstaltungen statt (Send, Reitturnier, Sommerkino), was den Blick auf das Schloss etwas einschränkt.

Hinter dem Schloss befindet sich der ausgedehnte Schlossgarten, umgeben von einem fünfeckigen Wassergraben. Ein Teil ist als Landschaftsgarten gestaltet, ein Teil dient aber auch als Botanischer Garten der Universität (Eintritt frei).

Ebenfalls unter die Kategorie Schloss fällt der Erbdrostenhofin der Salzstraße 38. Das barocke Adelspalais wurde ebenfalls von Johann Conrad Schlaun entworfen und 1753–57 für den Münsterschen Erbdrosten Adolf Heidenreich Droste zu Vischering erbaut. Die Erbdrosten waren hohe Verwaltungsbeamte im Fürstbistum Münster, gewissermaßen Stellvertreter des Fürstbischofs (die Stammburg der Drosten zu Vischering kann übrigens in Lüdinghausen besichtigt werden und ist ebenfalls sehr sehenswert). Heute ist der Erbdrostenhof denkmalgerecht restauriert und steht im Besitz des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe, der insbesondere den prächtigen Festsaal für Veranstaltungen wie Konzerte und Konferenzen vermietet. Außerhalb von Veranstaltungen kann der Erbdrostenhof nur einmal im Jahr, zum Tag des offenen Denkmals, besichtigt werden.

Bauwerke

Historisches Rathaus, Prinzipalmarkt 10. Im historischen, gotischen Rathaus mit seinem aufwendig verzierten Schaugiebel wurde 1648 der Westfälische Frieden geschlossen, der zusammen mit dem Frieden von Osnabrück den Dreißigjährigen Krieg beendete. Man gelangt kostenfrei in die Vorhalle, für einen kurzen Zeitraum im eigentlichen Saal bezahlt man eine kleine Gebühr, die ein Informationsblatt miteinschließt. Nicht zuletzt niederländische Touristen suchen das Rathaus auf, da auch für ihr Land der Westfälische Frieden von großer Bedeutung ist. An der Decke mahnt ein Schild mit der Aufschrift: Auditur et altera pars, d. h. „man höre auch die andere Seite“. Der Saal kann in der Hochsaison recht voll sein, lohnt sich aber.

Unmittelbar neben dem Historischen Rathaus befindet sich das ebenfalls sehenswerte Stadtweinhaus im Renaissancestil von 1615/16 – ebenfalls mit dekorativem Prunkgiebel. Rathaus und Stadtweinhaus sind durch einen Übergang im ersten Obergeschoss, der die schmale Gasse zwischen den beiden überspannt, miteinander verbunden. Wie der Name sagt, diente es ursprünglich als Lagerhaus für den Wein der Stadt. Heute finden im großen Saal Stadtratssitzungen und andere Veranstaltungen statt. Vom Balkon des Stadtweinhauses begrüßt der Oberbürgermeister alljährlich den Rosenmontagsumzug.

Wenige Meter südlich des Rathauses befindet sich der Stadthausturm. Der Neorenaissancebau gehörte zum 1902–07 erbauten Stadthaus. Dieses wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört und nicht wiederaufgebaut, der Turm jedoch überstand den Krieg nahezu unbeschädigt. Sein Glockenspiel erklingt täglich um 11 Uhr, 15 Uhr und 19 Uhr.

Krameramtshaus (Haus der Niederlande), Alter Steinweg 6/7 (Ecke Lambertikirchplatz). Das 1589 errichtete Renaissancegebäude diente ursprünglich als Versammlungsort und Warenlager der Kramergilde. Während der Verhandlungen zum Westfälischen Frieden war hier die niederländische Gesandschaft untergebracht. Dies nahm die Universität 1995 zum Anlass, im Krameramtshaus das Haus der Niederlande einzurichten, ein Institut zu Kultur, Geschichte und Gesellschaft des nahegelegenen Nachbarlands sowie Flanderns. Hier finden regelmäßig Veranstaltungen und Ausstellungen statt.

Zwinger, Promenade (zwischen Lotharingerstr., Gartenstr. und Neubrückentor, hinter Adolph-Kolping-Berufskolleg). Ehemaliger Teil der Stadtbefestigung mit wechselhafter Geschichte, heute Mahnmal und Kunstwerk. Geöffnet: Besichtigung: Juni–September jeden Sonntag 14–18 Uhr; Führungen: April–Oktober, 1. Sonntag im Monat 11 Uhr und 3. Donnerstag im Monat 20 Uhr. Preis: Besichtigung 1,50 €, Führung 3 €; ermäßigt 1 bzw. 2 €.

An der Stelle eines mittelalterlichen Torturms wurde der Zwinger in den 1520er- bis 30er-Jahren als Bollwerk und Wehrturm an der Nordostecke der Stadtbefestigung errichtet. Nach dem Schleifen der Stadtmauer wurde er 1732/33 zum Zuchthaus umfunktioniert und so bis Ende des 19. Jahrhunderts genutzt. Nach einer Phase des Leerstands diente der Zwinger 1919–35 dem Künstler Friedrich Wilhelm Liel als Wohnung und Maleratelier. Anschließend war er bis 1943 Kulturheim der Hitlerjugend. In den letzten beiden Kriegsjahren nutzte die Gestapo das Gebäude als Gefängnis für Zwangsarbeiter, von denen dutzende vor Ort getötet (die Hinrichtungen mussten von anderen Zwangsarbeitern vorgenommen werden), viele weitere in KZs weitertransportiert wurden. Dies war in der Münsteraner Öffentlichkeit lange unbekannt. Erst seit 1985 ist eine Gedenktafel angebracht. Anlässlich der „Skulptur Projekte“ 1987 installierte die Künstlerin Rebecca Horn im Zwinger ihr Werk Das gegenläufige Konzert, das zugleich eindrucksvoll an die Geschichte des Orts erinnert.

Buddenturm, Münzstraße 20. Ältester erhaltener Teil der ehemaligen Stadtbefestigung Münsters, errichtet um 1150 als Wehrturm, ab 1598 diente er als Pulverturm. Kann nur von außen besichtigt werden.

Torhäuser am Neutor Nach der Schleifung der mittelalterlichen Stadtbefestigung wurden in den 1770er Jahren rund um die damalige Stadt Torhäuser im Barockstil angelegt, Architekt war Johann Conrad Schlaun. Sie dienten als Wachhäuser, von denen aus der Zutritt zur Stadt kontrolliert wurde. Bis 1918 waren hier Wachtruppen einquartiert. Außer am Neutor existiert ein entsprechendes Torhäuschen heute nur noch am Mauritztor, auf der Ostseite der Promenade.

Das Kreuzviertel (nördlich des Promenadenrings) ist, zumindest für Architekturinteressierte, in seiner Gesamtheit eine Sehenswürdigkeit. Es ist das am besten erhaltene Gründerzeitviertel der Stadt (wenngleich auch dieses im Krieg zu rund 50 % zerstört wurde und viele Lücken mit Nachkriegsbauten gefüllt wurden). Besonders schöne Beispiele finden sich etwa entlang der Finken-, Raesfeld- und Heerdestraße. Nicht nur die alten Häuser, sondern auch eine Vielzahl an kleinen Läden und Kneipen tragen zur besonderen Atmosphäre im Viertel bei und machen es zu einer der beliebtesten Wohnlagen der Stadt.

„Weißer Riese“, Am Berg Fidel 62–66 (Bus 5 Sporthalle Berg Fidel). 17-geschossiger Wohnblock aus den 1970er-Jahren mit 113 Wohneinheiten. In seiner Entstehungszeit galt er als sehr modern und nobel, heute eher als sozialer Brennpunkt.

Fernmeldeturm, Wolbecker Straße (zwischen Hausnr. 240 und 268; Bus 11 St.-Margaretha-Kirche). Mit 229,5 Metern Höhe ist der Turm das mit Abstand höchste Bauwerk Münsters und eine weithin sichtbare Landmarke. Er wurde 1985/86 erbaut und dient der Ausstrahlung von Fernseh- und Hörfunksendern.

LVM-Zentrale, Kolde-Ring 21/Von-Stauffenberg-Straße (Ecke Weseler Straße; Bus 7, 15, 16, 34 Kolde-Ring). Der Landwirtschaftliche Versicherungsverein Münster (LVM) ist das mitarbeiter- und umsatzstärkste Unternehmen mit Sitz in Münster. Seit den 1990er-Jahren ist der bis dahin nur regional bedeutende Versicherer sehr stark gewachsen und so wurde 1999 ein 18-geschossiger Büroturm errichtet; im Jahr 2013 folgte ein fast ebenso hoher zweiter Turm, dessen Form an einen Kristall erinnern soll, direkt daneben. Am Fuße der Türme sind die Skulpturen „Zwei Pferde für Münster“ von Stephan Huber (nachts farbig erleuchtet) und „Körper und Seele“ von Duk-Kyu Ryang zu sehen.

Haus Rüschhaus, OT Nienberge, Am Rüschhaus 81 (200 m abseits des Rüschhauswegs; ca. 7 km nordwestlich der Innenstadt; Buslinie 5 Haltestelle Haus Rüschhaus, Fahrtzeit von der Innenstadt ca. 20 min). Tel.: (0)2534-1052. Barockes Landhaus, erbaut 1745–48 vom Architekten Johann Conrad Schlaun zur Selbstnutzung. Die Anlage kombiniert Elemente eines traditionellen westfälischen Bauernhofs mit solchen eines noblen französischen Landsitzes. Ab 1825 war das Rüschhaus im Besitz der Drosten zu Hülshoff. Die Dichterin Annette von Droste-Hülshoff lebte hier mit ihrer Mutter und Schwester von 1826 bis 1846 und verfasste in der Zeit mehrere ihrer wichtigsten Werke. Hinter dem Haus befindet sich ein schöner Barockgarten mit geometrisch angelegten Buchsbaumhecken und zahlreichen dekorativen Skulpturen.

Denkmäler

Kiepenkerl, Spiekerhof/Bergstraße. Die 1,75 m große Statue eines Kiepenkerls, d. h. eines umherziehenden Händlers, der seine Waren in einem Korb auf dem Rücken trägt, ist eines der Wahrzeichen der Stadt. Sie wurde aus Baumberger Sandstein gehauen und 1896 eingeweiht. Beim Einmarsch der US Army wurde sie mit einem Panzer zerstört (die Nazis hatten den Kiepenkerl zuvor zum Symbol eines Propagandaplakats zum Durchhalten gemacht), anschließend aber aus Eisenguss wiedererrichtet. Am Platz mit dem Kiepenkerl befinden sich zwei traditionsreiche Gaststätten: der „Große“ und der „Kleine Kiepenkerl“.

Alle zehn Jahre (Jahreszahlen, die auf ‚7‘ enden) ist Münster Veranstaltungsort der Skulptur Projekte. Bei dieser Ausstellung, die in Kunstkreisen internationale Beachtung findet, werden im ganzen Stadtgebiet verteilt Skulpturen und Plastiken von Künstlern aus dem In- und Ausland aufgestellt. Die meisten verschwinden am Ende der Saison wieder, einen Teil der Werke übernimmt die Stadt jedoch dauerhaft. Folglich gibt es in Münster außergewöhnlich viel Kunst im öffentlichen Raum zu besehen. Zu den bekanntesten und auffälligsten Werken gehören die Giant Pool Balls (drei überdimensionale „Billardkugeln“) von Claes Oldenburg am Aasee (1977), die Kirschensäule von Thomas Schütte in der Windthorststraße (1987) sowie die Square Depression von Bruce Nauman auf dem Naturwissenschafts-Campus der Uni (vor dem Institut für Kernphysik, Wilhelm-Klemm-Straße 9; 2007).

Paul-Wulf-Skulptur („Münsters Geschichte von unten“), Salzstraße 30 (an der Promenade, Höhe Servatiplatz). Die im Rahmen der Skulptur Projekte 2007 geschaffene Plastik von Silke Wagner trägt die Züge des Bundesverdienstkreuz-Trägers Paul Wulf (1921–1999). Dieser galt in der NS-Zeit als „schwachsinnig“ und wurde zwangssterilisiert, leistete aber durch konspirative Kontakte, Informationsweitergabe und Sabotageakte Widerstand gegen den Nationalsozialismus. Nach 1945 betrieb er unermüdliche Recherchen zur Aufklärung der Nazi-Verbrechen und organisierte antifaschistische Ausstellungen, wobei er auch Münsteraner Mediziner belastete, die nach Kriegsende unbehelligt weiter tätig waren. Der Körper der Figur ist mit Plakaten zu den Themen Erinnerung an NS-Verbrechen, Antifaschismus, Pazifismus und radikale Gesellschaftskritik in Münster beklebt.

Museen

Kunstmuseum Pablo Picasso Münster, Picassoplatz 1, 48143 Münster. Tel.: +49 (0)251 414 47 10, Fax: +49 (0)251 414 47 77, E-Mail: info@picassomuseum.de.. Geöffnet: Di–So und an einigen Feiertagen 10–18 Uhr. Preis: 10 €, ermäßigt 8 €, Kinder bis 6 Jahre frei, Minderjährige 7–18 Jahre 4 €, Familienkarte (Eltern mit minderjährigen Kindern) 20 €.letzte Änderung: Sep. 2019

Stadtmuseum Münster, Salzstraße 28, 48143 Münster (in der Fußgängerzone 5 Gehminuten vom Hauptbahnhof). Tel.: +49 (0)251 492 45 03, Fax: +49 (0)251 492 77 26, E-Mail: museum@stadt-muenster.de.. Geöffnet: Di–Fr 10–18 Uhr; Sa, So und feiertags 11–18 Uhr; Mo und Di nach Ostern und Pfingsten geschlossen. Preis: frei.letzte Änderung: Sep. 2019

Westfälisches Pferdemuseum, Allwetterzoo: Sentruper Str. 311 (mit der Linie 14 vom Hauptbahnhof bis "Zoo / LWL-Naturkundemuseum" fahren, von dort zu Fuß). Tel.: +49 (0)251 48 42 70, Fax: +49 (0)251 484 27 50, E-Mail: info@pferdemuseum.de.. Geöffnet: April–September 9–18 Uhr; Oktober, März 9–17 Uhr; November–Februar 9–16 Uhr; am 24. und 31. Dezember 9–12 Uhr. Preis: für Zoobesucher kostenlos.letzte Änderung: Sep. 2019

Naturkundemuseum und Planetarium, Sentruper Straße (Richtung Zoo). Tel.: +49 (0)251 59105. Geöffnet: täglich - außer montags - 9.00 - 18.00 Uhr. Preis: 5,50 € für Erwachsene, Kombikarten (Museum und Planetarium) Erw.: 9,50 €, Minderjährige (6 – 17 Jahre): 5,10 €, Kinder bis 5 Jahre: 2,60 €.

Mühlenhof-Freilichtmuseum, Theo-Breider-Weg 1. Geöffnet: 10 - 16.30 Uhr, im Sommer bis 18 Uhr. Preis: Erw. 4 €, Kinder 2 €.

LWL-Museum für Kunst und Kultur (ehemals Westfälisches Landesmuseum), Domplatz 10, 48143 Münster. Tel.: +49 (0)251 59 07 01, Fax: +49 (0)251 590 72 10, E-Mail: museumkunstkultur@lwl.org.. Der Neubau bietet mehr Platz für Sammlungen und Sonderausstellungen vom Mittelalter bis zur zeitgenössischen Avantgarde. Geöffnet: Di–So und an Feiertagen 10:00 bis 18:00 Uhr, am zweiten Freitag im Monat 10:00 bis 24:00 Uhr. Preis: Erwachsene 9 €, Minderjährige (bis 17 Jahre) frei, ermäßigt 4,50 €, am zweiten Freitag im Monat ab 18:00 Uhr frei.letzte Änderung: Sep. 2019

Museum für Lackkunst, Windthorststraße 26. Geöffnet: Dienstags (freier Eintritt) 12-20 Uhr, Mittwochs bis Sonntag und an Feiertagen 12-18 Uhr. Preis: 3 €, Ermäßigt 2€, Sonntags um 15 Uhr kostenlose Führung.letzte Änderung: Aug. 2016 (Angaben möglicherweise veraltet)

Straßen und Plätze

Prinzipalmarkt. Die „gute Stube“ Münsters mit dem historischen Rathaus und der Lambertikirche. Mit ihren Arkaden und Renaissancegiebeln (keiner gleicht dem anderen) ist er eines der Wahrzeichen Münsters mit dem größten Wiedererkennungswert (im Münster-„Tatort“ oder „Wilsberg“ ist in der Regel mindestens einmal pro Folge der Prinzipalmarkt zu sehen). Hier reiht sich ein hochpreisiges Mode- oder Accessoire-Geschäft an das andere, man kann aber auch einfach so unter den Arkaden entlangbummeln oder im Sommer in den Straßencafés sitzen. Der Prinzipalmarkt ist zwar verkehrsberuhigt, aber keine Fußgängerzone (Touristen übersehen das oft und verärgern damit Bus-, Taxi- und Radfahrer). Folgt man dem Prinzipalmarkt vorbei an der Lambertikirche, trifft man auf den Drubbel und den Roggenmarkt. Das Straßenbild mit Giebeln und Arkaden ist hier praktisch das gleiche, nur die Bezeichnung ist eine andere. Die Straße führt leicht bergab, vorbei an einem Eiscafé zum „Kiepenkerl“-Denkmal.

Domplatz. Im Herzen der Stadt findet hier mittwochs und samstags an beiden Tagen von 7 Uhr bis 14.30 Uhr, vor der Kulisse des St.-Paulus-Domes, der Markt von Münster statt. Auch sonst ist der Domplatz ein beliebter Treffpunkt der Münsteraner, zum „Sehen und Gesehenwerden“ und zum entspannten Sitzen in den beiden Straßencafés auf der Südseite des Platzes.

Der Schlossplatz ist ein weitläufiger Platz vor dem Schloss. Bis 2012 hieß er Hindenburgplatz, um die Umbenennung gab es eine intensive politische Debatte. Auf dem Platz selbst findet dreimal im Jahr das Volksfest Send statt, außerdem ein jährliches Reitturnier, Volleyballturnier, Zieleinfahrt des Münsterland-Giros, Sommerkino usw. Ein Teil des Platzes ist Parkplatz (einer der größten an der Innenstadt), auf der dem Schloss gegenüberliegenden Seite befinden sich Gebäude der Universität, ein paar Restaurants, Cafés und Läden.

Der Ludgeriplatz (oder „Ludgerikreisel“) befindet sich unmittelbar südlich der Altstadt und ist als Kreisverkehr mit (nicht zugänglicher) Grünfläche in der Mitte gestaltet. Auf dem Platz befinden sich die beiden Bronzestatuen Knecht mit Pferd und Magd mit Stier von Carl Hans Bernewitz. Zudem lebt auf der Mitte des Kreisels eine Kolonie verwilderter Kaninchen.

Die Gasselstiege ist eine der ältesten Straßen Münsters. Sie verläuft vom Nordwestrand des Stadtzentrums (Steinfurter Straße) auf einer Länge von über 6 Kilometern zum ehemaligen Hof Schulze Gassel im Norden von Münster. Sie führt größtenteils durch die Grünanlagen und Felder der fast schon ländlich geprägten Außenbezirke Münsters rund um den Stadtteil Kinderhaus. Einst war sie die erste Etappe der wichtigen Handelsroute zwischen Münster und den Niederlanden, heute ist sie größtenteils nur noch Fuß- und Radweg. Man kann von ihr aus einige sehr schöne Spaziergänge in der Umgebung machen, zum Beispiel in Richtung Vorbergshügel und Nienberge.

Durch die Innenstadt zieht sich ein 1,5 km langer, hübsch begrünter Spazierweg an der Aa. Er verbindet den südwestlichen Abschnitt der Promenade (Am Stadtgraben, Nähe Aasee) mit dem nordöstlichen (Zwinger), wobei er den Bispinghof, Spiegelturm, Spiekerhof, Bergstraße und Breul kreuzt. Er ist nur für Fußgänger (also auch nicht für die sonst omnipräsenten Radfahrer) zugänglich. Nach Norden hin setzt sich der Fußweg entlang der Aa weitere 2,5 km Richtung Zentrum-Nord/Nevinghoff/Nienburgpark fort, nach Süden schließt sich die beliebte Spazier- und Joggingstrecke rund um den Aasee an.

Parks

Aasee Um den 1914–34 angelegten künstlichen See herum erstreckt sich eine der größten und beliebtesten öffentlichen Grünflächen der Münsteraner. Der Park am Aasee ist die „Grüne Lunge“ Münsters. Viel genutzt wird der Kiesweg um den See von unzähligen Joggern und Flaneuren. Im Sommer werden die Wiesen zum größten Grillplatz der Stadt. Auf dem Aasee selbst kann man segeln, Tretboot oder Solarboot fahren, jedoch nicht schwimmen. Auch das Eislaufverbot sollte man unbedingt ernstnehmen, da der Stausee Strömung hat und selbst im kältesten Winter nur ganz oberflächlich zufriert.

Auf der Route der ehemaligen Stadtmauern verläuft die Promenade, eine knapp 4 km lange, grüne Allee, die vor allem von Fahrradfahrern genutzt wird. Im Sommer sieht man hier sowohl Sonnenanbeter als auch Jogger und immer Spaziergänger jeder Altersschicht.

Südpark. Zentral im Südviertel in der Nähe der Josefskirche an der Hammer Straße gelegen (Bus 1 oder 9 bis „St. Joseph-Kirche“), ist der Südpark ein beliebtes Ziel von Joggern, Familien, Hundebesitzern und Obdachlosen. Auch das ein oder andere SPD-Stadtteilfest mit Doppelkopfturnier findet dort statt.

Wienburgpark. Was der Südpark für das Südviertel, ist für die nördlicheren Stadtteile den Wienburgpark (zwischen Kanal- und Wienburgstraße, Bus 17 „Wienburgstr.“). Größer als jener, bietet er Platz für Grillpartys, aber auch für Freunde exotischer Sportarten wie Jugger. Natürlich durchläuft auch diesen Park eine Joggingroute, und natürlich gibt es auch genügend freie Fläche zum Fußball-, Badminton-, Völkerballspiel etc. Im Sommer finden hier die Münsteraner Ferienspiele statt. In dieser Zeit ist nur ein Teil des Parkes nutzbar, wenn man kein Kind mehr ist.

Hörsterfriedhof (östlich der Promendade, zwischen Bohlweg und Piusallee). Es handelt sich dabei nicht eigentlich um einen Park, sondern um einen aufgegebenen Friedhof, dessen vereinzelt stehenden alten und malerischen Grabsteine man an einem schönen Tag umwandern kann. Man kann aber auch seine Decke für ein Picknick auf der Rasenfläche ausbreiten, wenn die städtischen Gärtner diese nicht gerade mit einem Mähertraktor kürzen.

Park Sentmaring (zwischen Weseler Straße und Sentmaringer Weg; Bus 7, 15, 16 WL Bank / IHK). Ehemaliger Klostergarten, heute schöner Stadtteilpark im Geistviertel. Auf dem Gelände befindet sich ein kleiner Friedhof des Jesuitenordens, auf dem u. a. Pater Johannes Leppich (1915–1992), in den Fünfzigerjahren prominenter Wanderprediger und Mitbegründer der Telefonseelsorge, bestattet ist. Besonders schön ist es hier im Frühjahr und Frühsommer, wenn die Narzissen, Glockenblumen und Kirschbäume blühen, aber auch im Herbst mit der Laubfärbung.

Allwetterzoo Münster, Sentruper Straße 315 (Bus 14 Zoo / LWL-Naturkundemuseum). Tel.: +49 (0)251 8904 0, Fax: +49 (0)251 8904 130, E-Mail: info@allwetterzoo.de. Hunde dürfen an der kurzen Leine mitgenommen werden. D Fotografieren zu privaten Zwecken ist uneingeschränkt erlaubt, zur kommerziellen oder Online-Verwendung muss eine Genehmigung eingeholt werden. In der Anlage befindet sich auch das Informationcenter Biocity. Geöffnet: Zoo und Hippomax sind täglich ab 9 Uhr geöffnet. Die Kasse des Zoos schließt von März bis September um 18 Uhr, im Oktober um 17 Uhr und von November bis Februar um 16 Uhr. Preis: Eintritt: 16,90 € für Erwachsene und 8,90 € für Kinder. Der Eintritt schließt das Pferdemuseum mit ein.letzte Änderung: Okt. 2020

Die Rieselfelder sind ein Naturschutzgebiet am nördlichen Stadtrand, nördlich des Stadtteils Coerde, zwischen den eingemeindeten Dörfern Sprakel und Gelmer (rund 10 km nördlich der Innenstadt; ca. 2 km vom Bahnhof Sprakel; erreichbar mit Buslinie 4, Haltestelle Rieselfelder). Sie dienten einst zur Verrieselung, d. h. Beseitigung, der städtischen Abwässer. Heute sind sie vor allem Rast- und Brutgebiet für zahlreiche Vogelarten. Mit dem Fahrrad erreicht man die Rieselfelder von der Innenstadt aus in einer halben bis dreiviertel Stunde.

Im Naturschutzgebiet Wolbecker Tiergarten (südöstlich des Stadtteils Wolbeck, ca. 11 km außerhalb der Innenstadt) wird die Erlenbachaue wieder vollkommen sich selbst überlassen und soll so zu einem „Urwald“ renaturieren. Sie bietet zahlreichen heimischen Arten (darunter Amphibien, Singvögel, Fledermäuse und Rehe) einen Lebensraum.

Führungen und Touren
  • Führungen, bei denen man Kriminalfälle des 17. Jahrhunderts lösen, Münsters Hafen besichtigen oder auf den Spuren von Annette von Droste-Hülshoff wandeln kann.
  • Klassische Altstadtführungen, Rundgänge im Zeichen des Westfälischen Friedens oder auf den Spuren fast vergessener Münsteraner Weibsbilder. Das sind nur einige der angebotenen Themenführungen.
  • Mit dem Doppeldeckerbus erfährt man Münsters Sehenswürdigkeiten. Das Hop-on-hop-off-System ermöglicht es, die Tour zu unterbrechen und später wieder aufzunehmen.
  • Der GPS-geführte Guide für iPhones und Android-Smartphones beschreibt wichtige Sehenswürdigkeiten Münsters und ist kostenlos.