Ist erwähnt in Reiseführer:
Wer konnte, 59 v. Chr., als Julius Cäsar die Kolonie Florentia gründete, ahnen, dass diese Stadt Jahre später von Millionen überrannt werden würde? Obwohl man hier durch teilweise kleinste Gassen schlendert, ist Florenz eine Metropole, wenn auch im Kleinformat, und sicherlich eine der schönsten Städte der Welt, die jeder auf seine Art entdecken kann.
Eine kleine Weltstadt
Auf Plätzen wird sich gesonnt, am Abend scharen sich Gruppen um Straßenmusikanten, stehen vor Bars und Trattorien. Genießer füllen Restaurants und Enotheken und wählen mit Kennerblick Schinken, Käse, Wein und Olivenöl aus. Gut betuchte Asiaten, Amerikaner und Europäer schleppen glücklich die Last ihrer Einkäufe, die sie auf den noblen Shoppingmeilen erstanden haben. Und irgendwann begegnen sich alle in den Warteschlangen vor den Uffizien, dem Palazzo Pitti oder der Galleria dell’Accademia wieder. Denn Florenz steht vor allem anderen für die Kunst. Das Ensemble aus Kirchen und Palästen, Plätzen und Gassen, Brunnen und Statuen ist ein über Jahrhunderte gewachsenes Gesamtkunstwerk, das auf der Welt seinesgleichen sucht. Die schönsten Plastiken, Gemälde und Tapisserien sind in den Kirchen und in über 70 Museen der Stadt ausgestellt. Und oft sind die Paläste von herrlichen Gartenanlagen umgeben. Viele von ihnen sind für Besucher geöffnet. Aber auch eine Tür mit ihrem bronzenen Handknauf, ein Fenstergesims oder eine Dachtraufe ist oft ein kleines Kunstwerk. Fast alle Sehenswürdigkeiten kann man zu Fuß erreichen. Kleiner Tipp: Erkundet die pittoresken Gassen abseits der Hauptrouten. Sie sind nicht so bekannt und werden daher in keinem Reiseführer beschrieben, aber wenn man die Augen offen hält, entdeckt man hier genauso viel Besonderes.
Im Zeichen der Medici
300 Jahre bestimmte allein eine Familie die Geschicke der Stadt: die der Medici. Mit ihrem Reichtum, ihrem Kunstsinn und ihrem Mäzenatentum prägte sie maßgeblich Entwicklung und Aussehen von Florenz. Den Medici sind viele bedeutende Bauwerke zu verdanken, so der Palazzo Medici Riccardi, der Wohnsitz von Cosimo Il Vecchio mit der wunderschönen Gozzoli-Kapelle, oder die Kirche San Lorenzo mit der ganz mit Halbedelsteinen ausgelegten Cappella dei Principi, dem Mausoleum der Familie. Ebenso gehen die Galleria degli Uffizi mit ihrer weltbekannten Gemäldesammlung oder der Palazzo Pitti mit seinen Kunstschätzen auf die Medici zurück. Auch die prächtigen Medicivillen in der unmittelbaren Umgebung der Stadt sind heute Touristenmagneten. Und es war eine Frau, Anna Maria Luisa (1667–1743), die letzte dieser mächtigen Familie, die in ihrem Testament verfügte, dass „von den Dingen, die zum Schmuck des Staates, zum Nutzen der Öffentlichkeit und als Anreiz für die Neugier der Fremden (!) bestimmt sind, nichts veräußert oder aus dem Gebiet des Großherzogtums fortgebracht“ werden dürfe. Als hätte sie es vorausgesehen, welche Bedeutung die Sammlungen in der Zukunft für die Stadt haben würden.
Geschichte
59 v. Chr.
Errichtung in der römischen Kolonie Florentia
13.Jh.
Der Florentiner Dante Alighieri macht Italienisch zur Literatursprache
1348
Eine Pestepidemie halbiert die Bevölkerung der Stadt
1420
Baubeginn von Filippo Brunelleschis Domkuppel
1434
Cosimo de’ Medici kommt an die Macht, Beginn der Medici-Vorherrschaft
1504
Aufstellung des Davids von Michelangelo Buonarroti vor dem Palazzo della Signoria
1610
Galileo Galilei wird von Cosimo II. an den Hof der Medici berufen
1865–1870
Florenz ist Hauptstadt Italiens
August 1944
Sprengung aller Brücken bis auf den Ponte Vecchio durch die deutschen Truppen
1966
Hochwasserkatastrophe mit 34 Todesopfern und zahlreichen Kunstschäden
2024
Der deutsche, langjährige Uffiziendirektor kandidiert als Bürgermeister von Florenz – auch ohne Wahlsieg eine Sensation!
Wohnen im Zentrum? Kaum bezahlbar!
Als Florenz 1865–71 Hauptstadt des neu gegründeten Königreichs wurde, erlebte die Stadt ihre zweite Renaissance. Aus repräsentativen Gründen ließ man das alte Marktviertel und das mittelalterliche Ghetto abreißen und dafür die Piazza della Repubblica anlegen. Die große Stadtmauer wurde geschliffen und in ihrem Verlauf die breite Ringstraße gebaut, heute eine der wichtigsten Verkehrsadern. Drum herum entstanden großbürgerliche Stadtviertel. Die Stadtplaner haben glücklicherweise immer verhindert, dass sich das jahrhundertealte Stadtbild des Zentrums wesentlich veränderte. Heute lebt hier nur noch der kleinste Teil der rund 368 000 Einwohner von Florenz, denn die Wohnpreise gehören inzwischen zu den teuersten Italiens. Florentiner trifft man daher normalerweise nur noch in der Innenstadt, wenn sie dort zur Arbeit gehen.
Vergangenheit trifft auf Moderne
Lange hat diese Stadt fast ausschließlich von ihrer glorreichen Vergangenheit gezehrt. Auch heute tut sich Florenz im Vergleich zu anderen Städten noch schwer mit der Moderne, obwohl versucht wird, ihr immer mehr Raum zu geben. Man bemüht sich, Florenz zu „entstauben“, und lässt sich auf Experimente ein. Vom avantgardistischen Theater bis zu Performances ist mittlerweile alles erlaubt und erwünscht. Die historischen Plätze bilden eine eindrucksvolle Kulisse für moderne Installationen und Straßenfeste. Auch das Florenz der Zukunft wird seine Besucher begeistern.
Ein einfach kitschig-schöner Ausblick
Wenn man vom Piazzale Michelangelo oder von Fiesole auf Florenz herunterblickt, bekommt man einen guten Eindruck von dem wunderschönen Umland: Der Fluss Arno schlängelt sich mitten durch die Stadt, auf den umliegenden Hügeln die gelb-rötlich leuchtenden Villen und viele Zypressen, die das typische Bild der Toskana ausmachen. In der kalten Jahreszeit kann man an klaren Tagen sogar die schneebedeckten Berge des Pratomagno und des Apennin östlich und nördlich der Stadt sehen. Klingt wie die Beschreibung einer Kitschpostkarte? Ist aber einfach so. Prüft es nach!
Inspirierende Reportagen
Florenz Highlights
Aktuelles Wetter
Wissenswertes
Aktuelles Wetter
Wissenswertes
MARCO POLO Reiseführer
Florenz
Buch, 18. Auflage · 17.95 €Auf Tuchfühlung mit Michelangelos David: Mit dem MARCO POLO Reiseführer Florenz erleben Du liebst Kunst, Kultur und Städteurlaub? Dann ist Florenz wie für dich gemacht! Hier reihen sich weltbekannte Museen an beeindruckende Kirchen und prunkvolle Paläste. Und mittendrin: die besten Selfie-Spots mit Blick über die Stadt!
Ob pralles Großstadtleben, entspanntes Bummeln oder Sightseeing bis zum Umfallen: Wenn du die Stadt der Medici erkundest, ist der MARCO POLO Reiseführer Florenz dein perfekter Begleiter.
Palazzi, Kirchen und Haute Couture: Mit den MARCO POLO Erlebnistouren durch Florenz
Florenz ist eine Weltmetropole im Kleinformat. Sonnenanbeter relaxen auf den großen Plätzen. Straßenmusikanten scharen Gruppen von Zuhörern um sich. Genießer füllen Restaurants und Enotheken, während Shoppingfans glücklich nach Hause tragen, was sie auf den noblen Einkaufsmeilen erstanden haben. Und irgendwann begegnen sich alle wieder: beim Sightseeing in den Uffizien, am Palazzo Pitti oder in der Galleria dell’Accademia.
Egal wobei dein Herz am höchsten schlägt – der MARCO POLO Reiseführer Florenz hält die besten Tipps für deinen Traumurlaub bereit!
ERLEBE LOS!

MARCO POLO Cityplan
Florenz
Karte, 4. Auflage · 8.50 €Der Marco Polo Cityplan Florenz im Maßstab 1:12.000 ist der ideale Begleiter für deinen nächsten Städtetrip. Eine Erlebnistour durch die Stadt? Eine Sehenswürdigkeit? Ein Restaurant? Mit den Marco Polo Empfehlungen findest du genau das, was du suchst. Diese detaillierte Karte enthält die wichtigsten Highlights und Sehenswürdigkeiten für die Stadterkundung: Eine kleine Karte für den großen Überblick.
Und das bietet die Karte im Detail:
Über die Region:
Florenz beeindruckt als Wiege der Renaissance mit einer Fülle an Kunst, Geschichte und urbanem Leben. Die Stadt bietet bedeutende Museen, historische Plätze und architektonische Meisterwerke. Zu den kulturellen Höhepunkten zählen die Uffizien mit Werken von Botticelli und der Dom Santa Maria del Fiore mit seiner markanten Kuppel.

Florenz in Buch & Film











