Barcelona

Überblick

Bienvenidos a Barcelona

Wie nirgendwo sonst auf der Welt vermischen sich in Barcelona jahrhundertealte Traditionen mit den angesagtesten Trends der Gegenwart. Vergangenheit und Moderne sind hier keine Gegensätze, sondern ergänzen sich auf eine einmalige, sehr charmante Weise.

Barcelona ist die zweitgrößte Stadt Spaniens und die Hauptstadt Kataloniens. Die Metropole liegt am direkt am Mittelmeer, südwestlich der Costa Brava, im Nordosten Spaniens. Der Großteil der ca. 1,6 Millionen Einwohner spricht Katalanisch als Muttersprache. Die Stadt ist aufgrund vieler architektonischer Meisterwerke, des mediterranen Flairs und des attraktiven und bunten Nachtlebens eines der angesagtesten Ziele für eine Städtereise. Zu den Must-Sees gehören der von Gaudi geprägte Parc Güell und die immer noch im Bau befindliche Kathedrale Sagrada Familia. Eines der Highlights ist auch die Casa Milà, ein Haus ganz ohne Ecken. Zu den Attraktionen gehört auch das gotische Viertel Barri Gòtic mit seinen engen Gassen. Verpasse beim Sightseeing nicht das elegante und avantgardistische Arts Hotel mit den vielen Freizeitmöglichkeiten am Hafen nebenan.

Video

Bilder

Bildergalerie starten

Sehenswürdigkeiten & Top Highlights

Ansicht:
Alle Sehenswürdigkeiten Alle Hotels & Übernachtungsmöglichkeiten Alle Restaurants Alle Aktivitäten

Weitere Städte in Spanien

Sortierung:

Reisezeit Barcelona

Januar
mäßig
13°C
Februar
mäßig
14°C
März
gut
16°C
Bereits im April hält der Sommer Einzug in Barcelona.
April
gut
18°C
Mai
sehr gut
22°C
Juni
sehr gut
25°C
Juli
gut
27°C
Jetzt haben auch die Spanier Urlaub und viele Geschäfte und Restaurants bleiben geschlossen.
August
mittel
28°C
September
sehr gut
26°C
Oktober
gut
22°C
November
mittel
17°C
Dezember
mäßig
14°C
MARCO POLO Reiseführer
MARCO POLO Reiseführer Barcelona
MARCO POLO Reiseführer Barcelona
12,99 €
≫ Jetzt kaufen
Auch als E-Book erhältlich
MARCO POLO Reiseführer LowBudget Barcelona
MARCO POLO Reiseführer LowBudget Barcelona
8,50 €
≫ Jetzt kaufen
MARCO POLO Cityplan Barcelona 1:12000
MARCO POLO Cityplan Barcelona 1:12000
7,50 €
≫ Jetzt kaufen

Wetter & Klima

kachelmannwetter.com
Mittwoch / 03.06.2020
Vormittags
-
Nachmittags
24 °C
Abends
21 °C
Donnerstag / 04.06.2020
Vormittags
18 °C
Nachmittags
19 °C
Abends
21 °C
Freitag / 05.06.2020
Vormittags
18 °C
Nachmittags
24 °C
Abends
23 °C
Mehr Wetterinfos

Anreise

13h 34min
11h 35min
2h
Frankfurt am Main
Barcelona
Route planen
In Kooperation mit unserem Partner Rome2Rio

Auftakt

Entdecke ­Barcelona!

Wer mit dem Flugzeug anreist, kann Barcelona bereits im Landeanflug kennenlernen. Vorne liegt das Mittelmeer, an den Seiten begrenzen sanfte Bergketten die Metropole. Markante Hochhäuser und ultramoderne Turmbauten heben sich ab aus dem Gassengewirr des gotischen Stadtkerns. Gleich daneben liegt das schachbrettartige Straßenraster des Jugendstilviertels Eixample. Unverkennbar: Barcelona (1,5 Mio. Einwohner) ist ein Ort höchst reizvoller Kontraste. Die bedeutende Designmetropole mit ihren preisgekrönten postmodernen Bauten hat die nach Neapel größte Altstadt Europas, in der du dich stundenlang verlieren kannst.

Die meisten Wohnungen sind indes eher übersichtlich bis winzig – und trotz krisenbedingtem Sinken der Immobilien- und Mietpreise für Einheimische sehr teuer: Der Boden zwischen Bergen und Meer wird immer knapper, während sich die Stadt zur mediterranen Trendmetropole mausert – nach dem Motto „immer neuer, immer größer, immer schöner“. Gleichzeitig fühlen sich selbst zeitgeistbewusste Trendsetter der katalanischen Tradition und Geschichte tief verbunden. Überhaupt verstehen es die Katalanen wie kaum ein anderes Volk, Widersprüche zu integrieren. Nehmen Sie die katalanische Bourgeoisie, die in Barcelona eines der prächtigsten Jugendstilviertel der Welt erbaut hat. Verschwenderisch verzierte Gebäude, sinnliche Gesamtkunstwerke – aber hinter den Fassaden herrschte stets ein eher nüchterner Kaufmannsgeist. Das soll nicht heißen, dass die Katalanen nicht kreativ sind. Ganz im Gegenteil, an innovativer Energie hat es der Mittelmeermetropole nie gefehlt. Die Stadt ist ständig in Bewegung, erfindet sich unablässig neu. Dabei braucht man immer irgendein Großereignis, um Wegweisendes oder längst Fälliges zu vollbringen. Das war schon so mit der Weltausstellung von 1888, die die Stadt aus ihrem Dornröschenschlaf rüttelte und den Aufbruch einläutete in eine neue Zeit im Zeichen des aufblühenden Jugendstils. Für die Show richtete man das Terrain um den Ciutadella-Park her. 1929 wurde die Stadt im Zuge der zweiten Weltausstellung wieder total umgekrempelt – diesmal wurde der Montjuïc erschlossen.

Die Olympischen Spiele von 1992 bescherten Barcelona schließlich eine ganz neue Stadt: Die deprimierenden Hinterlassenschaften von 40 Jahren Diktatur wurden beseitigt, die runderneuerte Mittelmeermetropole mauserte sich zum Mekka für Architekten, Stadtplaner und Touristen. Barcelona hat sich zum Meer geöffnet: Zu den populärsten Errungenschaften gehört der kilometerlange Sand- und Badestrand. Vor allem am Wochenende flanieren, joggen, radeln oder skaten die Barceloniner über die palmenbestandene Promenade, gönnen sich eine Paella mit Meeresblick oder relaxen bei einem Drink in Strandbars und Clubs.

Nördlich vom Olympischen Dorf liegt das Viertel Poble Nou, das gerade von einer gigantischen Industrieruine zum ultimativen Hightechviertel Barcelonas umgemodelt wird: Rund um die imposanten Firmensitze, Innovationszentren und Produktionsstudios hat sich eine neue Kultur- und Kneipenszene angesiedelt, zum Teil in weitläufigen Fabriklofts. Blickfang der schönen neuen Bauwelt ist der in allen Farbtönen changierende Riesenphallus, der Wolkenkratzer Torre Agbar – ein Entwurf von Jean Nouvel für die Wasserwerke Barcelonas.

Wenn es um das Image der Metropole geht, lässt man sich eben nicht lumpen. Auch nicht bei der Erschließung des nördlichsten Bezirks am Mittelmeerstrand: an der Mündung des Besó, um die verlängerte Hauptverkehrsader Diagonal herum, entsteht seit ein paar Jahren eines der teuersten Quartiere der Stadt, die Diagonal Mar, mit exklusiven Büro- und Wohnhäusern oder Designhotels im Hochformat. Jüngster Coup ist der eigenwillige Sitz der spanischen Telefongesellschaft, das Edificio Telefónica Diagonal 00 des Architekten Enric Massip Bosch, das sich rautenförmig wie ein Diamant in den mediterranen Himmel schraubt. Auffallend ist auch das knallblaue Riesendreieck gegenüber, das Forumsgebäude (Edifici Fòrum). Es ist eins der größten Kongress- und Ausstellungszentren Europas, entworfen von den Schweizer Stargestaltern Herzog & de Meuron.

Der Hang der Katalanen zur großen Geste hat Geschichte. Bereits im 19. Jh. konnte es dem Besitz- und Bildungsbürgertum nicht prunkvoll genug sein: vor allem mit Blick auf die ungeliebte Zentralmacht in Madrid. Das wirtschaftlich potentere Katalonien wollte es schon damals dem politisch mächtigeren Kastilien zeigen – zumindest in Sachen Kunst und Architektur. Das erklärt vielleicht auch die besonders verschwenderische Dekorlust des modernisme, des katalanischen Jugendstils. Noch größer, noch prächtiger und schöner sollte alles sein als in der spanischen Hauptstadt. Daran hat sich bis heute wenig geändert. Nur gestaltet man statt modernistischen Drachenköpfen inzwischen hypermodernes Design. Der Stachel sitzt tief: Katalonien, einst eine mittelalterliche Weltmacht, musste sich seit dem 16. Jh. immer wieder gängeln lassen von der zentralspanischen Vormacht. Zuletzt unter der Diktatur General Francos: Der generalísimo wollte mit der rebellischen Bastion im Norden aufräumen – und jedes nur erdenkliche Zeichen ihrer Identität zunichtemachen, angefangen mit der katalanischen Sprache, die verboten wurde. Zwar endete die Franco-Diktatur 1975, ihre Folgen beschäftigen die Katalanen indes noch immer. Inzwischen können rund 75 Prozent der Bevölkerung Katalanisch, aber gut die Hälfte der Einheimischen zieht im Alltag die spanische Sprache vor. Dennoch wurde die perfekte Beherrschung von català zur wichtigsten Einstellungsvoraussetzung erhoben.

Dazu kommt der katalanische Charakter: zum einen geprägt durch mediterrane Lässigkeit und Lebensart, zum anderen durch den Blick nach Europa. Die Katalanen fühlten sich immer schon dem Norden näher als der Iberischen Halbinsel. Als nördlichste Metropole des Südens wird Barcelona gern bezeichnet oder als südlichste Stadt des Nordens – zu Recht. Was nicht bedeutet, dass sich manche Gegensätze immer in Wohlgefallen auflösen. Mitunter prallen sie sogar recht krass aufeinander. In der Altstadt etwa, die seit Jahren Stück für Stück umgekrempelt wird. Im totalsanierten Altstadtviertel Raval, im unteren Teil, dem legendären Barri Xino, dem Hafen- und Rotlichtviertel Barcelonas, findet man noch sichtbare Spuren jener halbseidenen Welt der Huren, Gauner und Ganoven, die den französischen Schriftsteller Jean Genet zu seinem „Tagebuch eines Diebes“ inspirierte. Ein paar Schritte weiter haben die hippe Kultur- und Kneipenmeile rund um das Museum für Zeitgenössische Kunst und der neue Prachtboulevard Rambla del Raval das Bild völlig verändert.

Inzwischen organisieren sich die Bewohner in Bürgerinitiativen „zur Rettung der Altstadt“. In der Barceloneta wollen sie verhindern, dass das legendäre Fischerviertel, wo sich die Nachbarn noch auf der Straße mit Namen begrüßen, zum „Miami Europas“ wird. In den Vierteln Santa Caterina und Sant Pere, wo gerade eine hippe Kultur- und Kneipenszene entsteht, soll es nicht eines Tages so aussehen wie im benachbarten Inviertel El Born. Dort gibt es zwar viele Geschäfte mit Kunsthandwerk und Design, jede Menge trendiger Lokale, und alles ist schön restauriert. Aber weit und breit finden die Anwohner für ihre Einkäufe keine Drogerie oder Metzgerei mehr, und die Mieten für Einheimische sind mittlerweile oft unbezahlbar. In Sant Pere gibt es noch die engen Gassen mit den traditionellen schmiedeeisernen Laternen, die aussehen, als sei die elektrische Beleuchtung noch lange nicht erfunden worden. Und es wäre wirklich schade, wenn im Rahmen der notwendigen Sanierung der raue Charme mittelalterlicher Gemäuer aus dem Viertel verschwinden würde – und mit ihm auch viele seiner Bewohner ...

Aber noch ist es zum Glück nicht so weit. Denn Barcelona gibt sich zwar hochgradig gestylt, aber zu einer gleichförmig modernen Hochglanzcity ist die katalanische Metropole deshalb noch lange nicht geworden. An vielen Ecken der Stadt gibt es noch Läden und Kneipen, die das Designfieber überstanden haben. Und es leben hier immer noch junge Kreative mit genügend subversiver Phantasie, um das Markenzeichen disseny barceloní gegen den Strich zu bürsten.

Erlebe also einen Ort spannender Kontraste, immer in Bewegung – und immer gut für eine Überraschung. Und mach dir nichts draus, wenn du bei einem Besuch noch nicht alles gesehen hast. Dann sag dir einfach: „Beim nächsten Mal!“ Denn wer hier abreist, tut das meist mit dem festen Vorsatz wiederzukommen.

Wohin zuerst?

Sehenswertes

Plaça de Catalunya: Von hier aus schlendern Sie über die berühmte Flaniermeile La Rambla. Rechts der Promenade liegt das Raval-Viertel, auf der anderen Seite erwartet Sie das Gotische Viertel mit seinen vielen Sehenswürdigkeiten. Auch zu den modernistischen Monumenten am Passeig de Gràcia sind es nur ein paar Minuten zu Fuß. Unter der Plaça de Catalunya gibt es gut ausgeschilderte Tiefgaragen. Die Metrolinien L1 und L3 halten hier, die Vorortbahn FGC sowie eine Reihe von Buslinien.

Einkaufen

In Barcelona gibt es nicht die berühmte Einkaufsmeile wie in anderen Städten. Exklusive Boutiquen finden Sie vor allem an der Rambla de Catalunya (oberhalb der Plaça de Catalunya!) und am Passeig de Gràcia . An der Porta de l'Àngel und in der Gasse Portaferrissa haben sich Trendshops und Modeketten niedergelassen, während sich die Carrer Girona zur innerstädtischen Outletmeile gemausert hat.

Am Abend

Ein ausgesprochenes Ausgehviertel gibt es nicht. In der Altstadt treffen Sie die flippige Stadtboheme und junge Leute. Im Raval und im Poble Sec ist eine neue Café- und Kneipenszene entstanden: schrille Avantgarde Tür an Tür mit urigen Tavernen. Enorm in ist das Ribera-Viertel, mit Cocktailbars und Szenelokalen. In den Lofts des alten Industriequartiers Poble Nou richtet sich Barcelonas hippe Szene gerade neu ein. Am Strand zwischen Barceloneta und Vila Olímpica liegen einige der angesagtesten Clubs und Lounges.

Praktische Hinweise

Anreise

Die Flugpreise schwanken erheblich; mit Glück finden Sie Tickets ab 60 Euro. Die Flugdauer beträgt ab Frankfurt/Main ca. zwei Stunden.

Ins Zentrum kommen Sie mit den Aerobussen A1 (Terminal 1) und A2 (Terminal 2). Sie fahren alle 10 Min. (Mo–Fr 6–1 Uhr, Sa, So ab 6.30 Uhr) zur Plaça de Catalunya über Bahnhof Sants und Plaça de Espanya und zurück (Mo–Fr 5.30–0.15 Uhr, Sa, So ab 6 Uhr5,90 Euro, hin und zurück 10,20 Euro, Fahrtdauer ca. 30–45 Minutenwww.aerobusbcn.com). Von 23 bis 5 Uhr pendelt der Nachtbus N17 (Nitbus) alle anderthalb Stunden zwischen Plaça de Catalunya und Flughafen. Eine Bahnverbindung gibt es vom Flughafen zur Estació de França (über Bahnhof Sants und Passeig de Gràcia ca. halbstündlich, Fahrtdauer 20–30 Min., Abfahrten 6.08–23.38 Uhr3,80 Euro). Ein Taxi kostet mindestens 30 Euro. Flughafenzuschlag 4,20 Euro.

Per Bahn gibt es Direktverbindungen von Paris, Mailand und Zürich.

Mit dem Wagen führt die Hauptroute bei Céret/La Jonquera über die französisch-spanische Grenze.

Auskunft vor der Reise
Spanisches Fremdenverkehrsamt

10707Berlin030 8826543www.spain.info

069 725033

01 5129580

044 2536050

Infos & Unterkünfte Online

www.barcelona-online.com: Touristen-Information, Unterkunft, Last-Minute-Angebote, umfassender Service

www.barcelona-on-line.es: Pensionen, Hotels und Apartments, auch last minute

www.oh-barcelona.com: Vermittlung von Hotelzimmern und Apartments. 934673780

www.hotelsbcn.com: Hotelzimmer

Auskunft in Barcelona
Stadt Barcelona

Allgemeine Auskunft zu praktischen Fragen aller Art unter 010www.bcn.cat

Turisme de BarcelonaStädtisches Fremdenverkehrsamt

Umfassende Infos, auch zu vielen Stadtspaziergängen, auf der Website www.barcelonaturisme.com. Tgl. 9–21 Uhrunter der Plaça de Catalunya, Eingang gegenüber Kaufhaus Corte Inglés932853834MetroL1, L3:Catalunya

Fremdenverkehrsamt der katalanischen Regierung

Mo–Sa 10–19 Uhr, So 10–14.30 UhrPasseig de Gràcia107Palau Robert932388091www.gencat.cat/palaurobertMetroL3, L5:Diagonal

Banken & Kreditkarten

Banken und Sparkassen sind normalerweise werktags von 8 bis 14 Uhr geöffnet, einige auch samstags bis 13 Uhr (nicht Juli/August!). Sparkassen (caixas) öffnen zusätzlich donnerstags von 16.30 bis 19.45 Uhr. Bezahlen können Sie meistens mit gängigen Kreditkarten, nicht aber mit der EC-Karte. Sperrnotruf für Kreditkarten: 116116, Visa: 900991124, Euro- und Mastercard: 900971231.

Diplomatische Vertretungen
Generalkonsulat der Bundesrepublik Deutschland

Torre MapfreMarina16-18932921000MetroL4:Vila Olímpica

Österreichisches Konsulat

Maria Cubí7933686003MetroFGC:Gràcia

Schweizerisches Konsulat

Gran Via de Carles III94934090650MetroL3:Maria Cristina

Einreise

EU-Bürger benötigen lediglich einen Personalausweis, ebenso Schweizer, die nicht länger als drei Monate in Spanien bleiben.

Gesundheit

EU-Bürger haben durch das europäische Sozialversicherungsabkommen Krankenversicherungsschutz. Bitte informieren Sie sich bei Ihrer Krankenkasse über die Europäische Krankenversichertenkarte EHIC. Allerdings sind Sie besser beraten mit einer Auslandskrankenversicherung. Als Privatpatient werden Sie schneller und umfassender behandelt und können sich die Rechnung später erstatten lassen. Medizinische Notdienste zur Erstversorgung (Centros de Asistencia Primaria) gibt es in allen Stadtteilen. Fragen Sie nach unter der Inforufnummer 010.

Notruf

Nationaler Notruf: 112 Örtliche Nummern der Polizei: 088 oder Tel. 092 | Feuerwehr: 080 Notarzt: 061

Öffentliche Verkehrsmittel

Billig und schnell bewegen Sie sich mit der Metro fort: Sie verkehrt So–Do sowie an Feiertagen von 5 bis 24 Uhr, Fr bis 2 Uhr, Sa rund um die Uhr. Eine Einzelfahrt kostet 2 Euro, eine Zehnerkarte (T10) 9,80 Euro, wobei Sie zwischen den verschiedenen Metrolinien, Bus, Nachtbus (Nit Bus) und der Vorortbahn FGC umsteigen können (Tageskarte 7,25 Euro, Zweitagekarte 13,40 Euro, Dreitagekarte 19,20 Euro).

Von der U-Bahnstation Paral·lel (L3) führt eine Drahtseilbahn (Funicular de Montjuïc) zur Avinguda de Miramar und von dort eine Seilbahn zur Festung Montjuïc (Telefèric de Montjuïc7,30 Euro einfach, 10,30 Euro retourApril, Mai, Okt. tgl. 10–19 Uhr, Juni–Sept. 10–21 Uhr, Nov.–März tgl. 10–18 Uhr. Von der Mole am Alten Hafen bis zum Montjuïc verkehrt die Schwebebahn Transbordador del Port10 Euro einfach, 16,50 Euro retourMitte Okt.–Feb. tgl. 11–17.30 Uhr, März–Mitte Sept. tgl. 11–20 Uhr, Mitte Sept.–Mitte Okt. tgl. 11–19 Uhr.

Auf den Tibidabo gelangen Sie mit der Museumsstraßenbahn Tramvia Blau (Abfahrt FGC-Station Av. TibidaboMitte Juni–Mitte Sept. und Osterferien tgl. 10–20 Uhr, Ostern–Mitte Juni und Mitte Sept.–Dez. Sa und So 10–20 Uhr, Jan.–Ostern Sa und So 10–18 Uhr4 Euro, Hin- und Rückfahrt 4,80 Eurowww.emt-amb.com), von der aus Sie in die Drahtseilbahn umsteigen, in den Funicular del Tibidabo4,10 EuroMärz–Dez. Mo–Fr 10.45–17 Uhr, Sa, So 10.45–20 Uhr, Feb. Sa, So 10.45–20 Uhr.

Wenn die Straßenbahn nicht fährt, verkehrt zwischen der Metrostation Av. Tibidabo und dem Tibidabo auch die Buslinie 196 (tgl. bis 22 Uhr, Mo–Fr im Viertelstundentakt, am Wochenende alle 30 Min.). Infos: 010 oder in der Metrostation Universitat933187074www.tmb.net

Polizei

Unter 112 und auf der Hauptwache der Policia NacionalVia Laietana43932903000MetroL1, L4:Urquinaona gibt es rund um die Uhr einen Dolmetscherservice. Auf allen Wachen liegen mehrsprachige Anzeigenformulare aus.

Post

Briefmarken gibt es auch im Tabakladen (estanc). Porto für Karten und Briefe ins europäische Ausland: 75 Cent.

Stadterkundung
Art Ticket

Mit dem Ticket können Sie die permanenten und wechselnden Ausstellungen in sechs bedeutenden Museen Barcelonas für nur 30 Euro besichtigen, darunter das Picasso-Museum oder die Miró-Stiftung. 3 Mon. gültig, erhältlich an den Museumskassen, beim Fremdenverkehrsbüro, online 28,50 Euro. www.barcelonaturisme.cat

Barcelona Card

Vergünstigungen: Metro und Bus gratis, Ermäßigungen bis zu 50 Prozent für Museen, Veranstaltungen, Besichtigungen. Zwei- und Dreitagekarte 37 bzw. 47 Euro, 4 Tage 56 Euro, 5 Tage 62 Euro. Erhältlich an den Flughafen-Terminals T1 und T2 und beim Fremdenverkehrsamt Plaça de Catalunya, am Hauptbahnhof und am Rathaus oder unter www.barcelonaturisme.com (10 Prozent Onlinerabatt!).

Bus Turístic

Doppeldeckerbusse fahren im 15- bis 30-Minuten-Takt an allen wichtigen Sehenswürdigkeiten vorbei. Sie können nach Belieben aus- und einsteigen. Abfahrt beim Fremdenverkehrsbüro an der Plaça de Catalunya ab 9 Uhr (Tagesticket 26 Euro, Zweitagekarte 34 Euro). Eine Tour durch das nächtliche Barcelona (Juni–Okt. 21.30–24 Uhr) kostet ca. 20 Euro.

Fahrradrikschas

Garantiert umweltfreundlich chauffieren Sie die Trixi-Rikschas zu allen Sehenswürdigkeiten. Die Fahrer kennen auch Wege abseits der Touristenpfade. Trixis einfach anhalten, sich vom Hotel abholen lassen oder eine der geführten Touren buchen: Altstadttour ab 15 Euro für 30 Minuten, Gaudí-Tour 45 Euro. Für 150 Euro steht Ihnen die Rikscha samt Führer acht Stunden lang zur Verfügung. Die Preise gelten immer für zwei Personen! März–Okt. tgl. 12–20 UhrStandort vor der Kathedralewww.trixi.com

Fahrradtouren und -verleih

Auf der Website des Fremdenverkehrsamtes finden Sie aktuelle Angebote verschiedener Organisatoren und Verleiher mit ausführlichen Informationen: 932853832www.barcelonaturisme.com. Bei der Smart Tour etwa erhalten Sie zum Bike ein GPS und ein iphone mit Routen und Beschreibungen (4 Std. 35 Euro), Elektroscooter können ab 14 Jahren gemietet werden (10 Euro pro Std.).

Budget Bikes933041885www.budgetbikes.euab 6 Euro für 2 Std., ab 16 Euro pro Tag inkl. Versicherungtgl. 10–20 Uhr bieten geführte Touren auch in deutscher Sprache an ab 23 Euro sowie Verleih von Hollandrädern in vier Filialen.

GoCar-Touren

Per GoCar und GPS die Stadt entdecken – ein umweltschonender Spaß: Die CO2-Emissionen werden neutralisiert in Zusammenarbeit mit Aufforstungsprojekten der Carbon Neutral Company, einer führenden europäischen Umweltschutzorganisation. GoCar Freixures23gegenüber Markt Santa Caterina902301333www.gocartours.esMetroL1:Jaume I

Hafenrundfahrt

Durch Barcelonas Alten Hafen oder zu den Anlagen des Forums der Weltkulturen geht es mit den golondrinas, den gemütlichen Barkassen, oder auf einem der neuen Glasboden-Katamarane, die hinter dem Kolumbus-Denkmal ablegen. 934423106www.lasgolondrinas.comMetroL3:Drassanes

Motorroller-Touren

Auf der Website des Fremdenverkehrsbüros (www.barcelonaturisme.com) finden Sie Informationen zum Verleih von Motorrollern und Vespas sowie zu thematischen Führungen auf zwei Rädern (ab 49 Euro, Tagestour 79 Euro). Die Motorroller fahren mit 100 Prozent erneuerbarer Energie! Sie können auch per Segway umweltschonend Barcelona erkunden: individuell oder mit zweistündigen Segwaytouren, auch in deutscher Sprache. Geführte Rollertouren, auch in deutscher Sprache, werden von Cooltra ab 40 Euro angeboten. Günstiger Rollerverleih pro Tag ab 24 Euro im Winter, 33 Euro im Sommer (inkl. Versicherung), Rollerblades pro Stunde 5 Euro, 14 Euro pro Tag. Verleih im Cooltra-ShopPasseig de Joan Borbó80–84932214070www.cooltra.comMetroL4:Barceloneta nahe der Strandpromenade.

Stadtspaziergänge

Das Fremdenverkehrsamt organisiert Spaziergänge, etwa durch das Gotische Viertel (tgl. 9.30 Uhr in englischer und Sa 11.30 Uhr in spanischer Sprache15 Euro), auf den Spuren Picassos (Di, Do, Sa 15 Uhr auf Englisch18,90 Euro inkl. Eintritt Picasso-Museum), Monumente des modernisme (Okt.–Mai Fr und Sa 16 Uhr, Juni–Sept. Fr und Sa 18 Uhr in englischer und jeweils Sa in spanischer Sprache15 Euro) oder eine Gourmettour (Fr und Sa 10 Uhr in englischer und Sa 10.30 Uhr in spanischer Sprache21 Euro). Treffpunkt: Fremdenverkehrsamtwww.barcelonaturisme.comMetroL1, L3:Catalunya

Wer lieber allein unterwegs ist, kann sich mithilfe von iPhone oder iPad und GPS orientieren und informieren (eWalk-Smart-Tour inkl. Smartphone 22 Euro oder iPad-Tour inkl. Pad 35 Euro pro Tag) oder sich diverse Apps herunterladen (3 Euro, online 1,50 Euro). Infos unter www.barcelonaturisme.com

Taxi

Taxis werden per Handzeichen angehalten (grünes Licht: frei). Taxifahren ist billiger als in Deutschland. Ökotaxis (Elektro- oder Hybridautos) können Sie bestellen unter 932783000 oder 605584539taxiecologic.com

Telefon & Handy

Die meisten Telefonzellen funktionieren nur noch mit Telefonkarten, die Sie in Tabakläden (estancs) und auf Postämtern (correus) bekommen. Prepaidkarten fürs Handy sind in Spanien vergleichsweise teuer, prüfen Sie, ob Sie nicht mit den deutschen Roaminggebühren besser wegkommen. Günstig sind die Call-by-Call-Cards, die in chinesischen und pakistanischen Läden oder Telefonshops angeboten werden. Eine Alternative zum Telefonieren sind SMS. Hohe Kosten verursacht die Mailbox: besser schon zu Hause abschalten!

Vorwahl nach Deutschland: 0049, nach Österreich 0043, in die Schweiz 0041, dann die Ortsvorwahl ohne Null. Vorwahl von Deutschland nach Spanien: 0034. Innerhalb Spaniens gibt es keine Vorwahlen.

Theater- & Konzertkarten

Reservierung und Kreditkartenbuchung der Tickets: Entrada Caixa Catalunya | Tel. 902101212 oder Servi Caixa | Tel. 902332211www.serviticket.com

Trinkgeld

Im Restaurant, Hotel etc. sind fünf bis zehn Prozent Trinkgeld üblich. In Bars und Restaurants legt man den Tip auf den Teller mit der Rechnung.

Veranstaltungskalender & Stadtmagazine

Jeden Donnerstag erscheint Guía del Ocio, der spanischsprachige Veranstaltungsführer (auch online unter www.guiadelociobcn.es). Das englischsprachige Monatsmagazin Metropolitan (www.barcelona-metropolitan.com) liegt in vielen Kinos und Kneipen aus. Das spanisch-englische Lifestylemagazin b-guided können Sie online lesen unter www.b-guided.com.

WLAN

In den meisten Hotels und Pensionen kann man gratis im Internet surfen, zudem in öffentlichen Einrichtungen wie Bibliotheken, Museen oder Märkten und in vielen Parks (achten Sie auf das Hinweisschild „W“ in blauer Farbe). Auch immer mehr Bars und Cafés bieten kostenlos WLAN an (meist mit dem Hinweis „WiFi gratis“).

Zoll

EU-Bürger können Waren zum persönlichen Gebrauch (z. B. 800 Zigaretten, 90 l Wein, 10 l Spirituosen) innerhalb der EU zollfrei ein- und ausführen. Schweizer Bürger dürfen z. B. höchstens 200 Zigaretten, 2 l alkoholische Getränke unter 15 Prozent und 1 l alkoholische Getränke über 15 Prozent mitnehmen.

Was kostet wie viel?

Kaffee

1,40 Euro für einen Espresso

Schuhe

ab 9,50 Euro für Leinenschuhe

Wein

6–9 Euro für 0,7 l Hauswein

Kino

ab 8 Euro für ein Ticket

Snack

3,50 Euro für eine Portion Patatas Bravas

Taxi

ab 98 Cent für einen Kilometer

Low Budg€t

Sehenswertes

Studenten und Meisterschüler der Katalanischen Musikhochschule geben regelmäßig Konzertabende – meistens gratis. Escola Superior de Música de CatalunyaCarrer de Padilla155933523011www.esmuc.catMetroL1:Glòries.

Aktuelle Kunsttrends zeigt La CapellaCarrer Hospital56Di–Sa 12–14 und 16–20 Uhr, So 11–14 UhrMetroL3:Liceu. Ebenfalls gratis sind die Ausstellungen und Events im Arts Santa MònicaLa Rambla7www.artssantamonica.catDi–So 11–21 UhrMetroL3:Drassanes.

In den Volksvorstellungen (funciones populares) des Gran Teatre del Liceu (www.liceubarcelona.com) hören Sie zu bis zu 50 Prozent ermäßigten Preisen Opern mit Nachwuchskünstlern. Für alle unter 28 und über 65 zudem 50 bzw. 30 Prozent Nachlass bei Last-Minute-Karten (an der Kasse Mo–Fr drei Stunden, Sa und So eine Stunde vor Vorstellungsbeginn).

In vielen Museen, wie dem Museu Picasso oder dem Museu d'Història de la Ciutat, ist der Eintritt an manchen Sonntagen oder jeden Sonntagnachmittag kostenlos.

Essen & Trinken

Selbst wenn das rustikale Lokal GelidaComte d’Urgell75934531061Sa abends und So geschl.MetroL1:Urgell mittags rappelvoll ist, findet die Bedienung meist noch irgendwie Platz. Seit mehr als einem halben Jahrhundert in Familienbesitz. Traditionelle katalanische Hausmannskost, alle Gerichte unter 4 Euro!

Nicht schön, aber enorm günstig: Das RomescoCarrer de Sant Pau28933189381So und im Aug. geschl.MetroL3:Liceu serviert in Rambla-Nähe Hausmannskost: Hähnchen mit Beilage (4 Euro), Seehecht oder Koteletts (5,30 Euro) und Suppen (2,60 Euro).

Einkaufen

Im Outlet der weltbekannten katalanischen Modekette MangoCarrer Girona37www.mangoshop.comMetroL1, L4:Urquinaona können Sie sich für wenig Geld eine komplett neue Garderobe zulegen.

Die Preise der Lebensmittelkooperative Bon Area sind kaum zu unterbieten. Wurst- und Fleischwaren, Patés, Schinken, Käse, Milchprodukte, Obst aus der Agrarprovinz Lleida sind frischer und billiger als in jedem Supermarkt. Die Adressen der knapp 50 Filialen in Barcelona finden Sie unter www.cag.es

Muy MuchoRambla de Catalunya35MetroL3, L4:Passeig de Gràcia bietet große Auswahl an aktuell gestylten Geschenkartikeln und Dekorationsobjekten, denen man nicht ansieht, was sie tatsächlich gekostet haben. Schon ab 2–3 Euro nette Kleinigkeiten.

Am Abend

So stellt man sich eine urige Taverne im Hafenviertel vor: Im Can PaixanoReina Cristina7www.canpaixano.comMo–Sa 9–22.30 UhrMetroL4:Barceloneta hängen die Schinken von den Deckenbalken, die Wände sind dekorativ vergilbt. Man trinkt im Stehen, Stühle gibt es nicht. Hauseigener Cava zum Dumpingpreis von 0,80 bis 1,20 Euro pro Glas.

In Barcelona kann man in den hippsten Clubs der Stadt wie dem Shoko durchfeiern – gratis! Sie müssen sich nur auf die richtigen Gästelisten setzen: Zu den populärsten gehört Shaz' Gästeliste unter www.barcelonaparties.com. Achtung: Die Einladungen gelten nur für die angegebene Uhrzeit – wer später kommt, muss Eintritt zahlen, und zwar bis zu 20 Euro. Also lieber rechtzeitig anstellen, die Schlangen sind lang.

Übernachten

19–25 Euro kosten die Doppelzimmer (einige mit Bad) im Garden HouseCarrer Hedilla58934272479www.feetuphostels.com56 BettenMetroL3:Valldaura, einer herrschaftlichen Fin-de-Siècle-Villa im grünen Wohnviertel Horta, nur fünf Minuten von der nächsten Metrostation entfernt. Garten, Dachterrasse, gemütliche Lobby, Gästeküche. Familiär-lockere Atmosphäre. Die Zimmer sind hell und geräumig. Bettwäsche, Handtücher und WLAN gratis. Es gibt auch Frauenzimmer.

Das Hostal GironaCarrer de Girona2493265025927Zi.MetroL1, L4:Urquinaona ist eine freundliche Familienpension in herrschaftlichem Jugendstilhaus: Originalmosaikböden, Stuckdecken und eine Einrichtung mit dem Charme vergangener Epochen. Die unterschiedlich großen Zimmer (DZ 55–80 Euro) sind renoviert, haben Klimaanlage und teilweise eigenes Bad und Balkon. Keine lärmisolierten Fenster, Zimmer zum Patio sind ruhiger.

Events, Feste & mehr

Gesetzliche Feiertage
1. Januar

Neujahr

6. Januar

Hl. Drei Könige

März/April

Karfreitag, Ostermontag

1. Mai

Tag der Arbeit

Mai/Juni

Pfingstmontag

24. Juni

Johannistag

15. August

Mariä Himmelfahrt

11. September

katalanischer Nationalfeiertag

24. September

La Mercè (zu Ehren der Schutzpatronin der Stadt)

12. Oktober

Tag der Entdeckung Amerikas

1. November

Allerheiligen

6. Dezember

Tag der Verfassung

8. Dezember

Mariä Empfängnis

25. Dezember und 26. Dezember

Weihnachten

Feste & Festivals
Januar

Cavalcada de Reis: prunkvoller Umzug der Heiligen Drei Könige durch die Innenstadt am 5. Jan.

März

Internationale Oldtimerrallye: prächtige Autoparade zwischen Barcelona und Sitges. 938949357www.rallyesitges.com

Marató Barcelona: populärer Marathonlauf am 1. Sonntag. Start und Ziel: Plaça de Espanya. Anmeldung bis 24 Std. vor dem Start. 902431763www.barcelonamarato.es

April

Sant Jordi (Tag des Buches): Zu Ehren des hl. Georg, Schutzpatron Kataloniens, schenkt man sich am 23. April eine rote Rose. Auf Straßen und Plätzen werden Bücher verkauft, zehn Prozent günstiger als sonst. Die ganze Stadt scheint auf den Beinen.

Mai

Saló Internacional del Còmic: bedeutende internationale Comicmesse. Mitte Mai. www.ficomic.com

Juni

Sonar: Das International Festival of Advanced Music and Multimedia Arts ist eines der wichtigsten Avantgardefestivals: mit zeitgenössischer Klangkunst, Technomusik, Net-Art und interaktiven Installationen. Mitte Juni. www.sonar.es

Nit de Sant Joan: Die ganze Stadt feiert die kürzeste Nacht des Jahres (23./24. Juni) mit Sprüngen über Freudenfeuer und einem großen Feuerwerk.

Primavera Sound: Die Musikveranstaltung gehört zu den größten Indierock-Festivals Europas, ein Mega-Event. www.primaverasound.com

Juli/August

Grec: Das internationale Kulturfestival bietet Konzerte, Sprech- und Tanztheater, Stargastspiele und Auftritte interessanter Newcomer. 933017775www.barcelonafestival.com

Festa Major de Gràcia: Beim Stadtteilfest im Gràcia-Viertel, dem populärsten Stadtteilfest von Barcelona, werden Straßen und Plätze spektakulär dekoriert. Geboten werden Konzerte und Tanz, Theater und Umzüge, dazu Aktivitäten für Kinder und Straßenkünstler. Die Nachbarn stellen Tische und Stühle vor die Tür, Wein und Bier fließen in Strömen. www.festamajordegracia.cat

September

Festa de la Mercè: Volksfest zu Ehren der Schutzpatronin Barcelonas in den Tagen um den 24. Sept. Erleben Sie die castells, die Menschentürme, den Umzug der gegants, der Riesenfiguren, Feuer speiende Drachen, tanzende Teufel (www.bcn.es/merce). Eine Institution im Rahmen des Festes ist das Festival für alternative Musikströmungen Barcelona Acció Musical (BAM). Eintritt frei! www.bcn.es/bam

Oktober–Dezember

Internationales Jazzfestival: Eine Institution: Konzerte an verschiedenen Veranstaltungsorten. www.theproject.es

Dezember

Fira de Santa Llùcia: Krippen- und Weihnachtsmarkt in der Adventszeit vor der gotischen Kathedrale

Im Trend

Schöner speisen
Mit allen Sinnen

Im La Caseta del Migdiawww.lacaseta.org auf dem Montjuïc genießen Sie deftige Speisen, Loungeatmosphäre und den Ausblick auf die Stadt . Hoch über Barcelona liegt auch der Torre d'Alta MarPasseig Joan de Borgò88www.torredealtamar.com In der von Antoni Gaudí gestalteten Casa CalvetCasp48www.casacalvet.es speisen Sie stilvoll im Glanz des katalanischen Jugendstils.

Skaters Eden
Ein Brett und vier Rollen

Das milde Mittelmeerklima und die modernen Architekturareale Barcelonas machen die Stadt zu einem internationalen Brettfahrerparadies mit vielen attraktiven Routen sat.org.es). Besonders beliebt sind die kilometerlange Strandpromenade, der Platz vor dem Museum für Zeitgenössische Kunst im Raval oder die Plaça de la Universitat. Barcelonas Skatervereinigung organisiert diverse Touren gratis, die populärste Freitagnacht, wenn Hunderte von Skatern gemeinsam durch die Metropole rollen www.patinar-bcn.org.

Ökomobil
Nachhaltig unterwegs

2011 fand erstmals die der statt. Auf ihr werden Ökomobile einem breiten Publikum vorgestellt. Mit dem Rennen soll der Imagewandel perfekt werden www.ecoraces.net . Umweltfreundlich und komfortabel unterwegs sind Sie bei einer Segway-Tourwww.segwaytours.cat oder mit einem E-Bike von Barcelona Electric BicycleAusiàs Marc155www.beb.com.es. Selbst wer mit dem Flugzeug ankommt, ist quasi öko-mobil: Der Terminal 1 des Flughafens El Prat wird mit Solarstrom versorgt.

Altes ganz schick
Wiedersehen macht Freude

Aus alten Planen oder Plastikkanistern entstehen bei VahoPlaça de Sant Josep Oriol3Ferrán43www.vaho.ws coole Taschen oder Sitzkissen. Taschen für Laptop, Kosmetik oder Schulzeug erstehen Szenekenner bei DemanoCarrer dels Carders14www.demano.net. Jedes Stück aus alten Werbebannern oder Folien ist ein Unikat. Drap-ArtCarrer d'En Groc1www.drapart.org ist ebenfalls ein echter Meister des Recyclings. Die Non-Profit-Organisation unterhält eine Werkstatt, in der aus allerhand abgelegten Materialen Neues geschaffen wird. So entstehen aus Küchenhelfern, Stoffresten und Draht Marionetten und andere Kunstwerke. Regelmäßig finden auch Ausstellungen der auf diese Weise entstandenen Stücke statt.

Zukunftsweisend
Architektur

Die alte Industrie gehört der Vergangenheit an. In Poble Nou entsteht mit dem Projekt www.22barcelona.com ein richtungsweisendes Viertel. Gute Ideen und die nötigen Mittel sollen lebenwerten Raum zum Wohnen und Arbeiten schaffen. Alte Industriegebäude, die unnütz geworden waren, wurden zum Teil in das Projekt integriert. So wie das neue audiovisuelle Medienzentrum www.parcbarcelonamedia.com. Ganz neu ist dagegen der Bahnhof Barcelona-Sagrera, der nach den Entwürfen von Stararchitekt Frank Gehry erbaut wird www.barcelonasagrera.com. Aber ganz auf die Vergangenheit will man auch in dem High-Tech-Quartier nicht verzichten. Der legendäre Club RazzmatazzCarrer de Pamplona88 ist ebenfalls dort zu Hause und erfreut sich gerade wieder wachsender Beliebtheit.

Bloss nicht

Auto fahren in Barcelona

Lassen Sie das Auto am besten zu Hause (oder zumindest in der Garage). Zwar wurde das Straßensystem ausgebaut, aber zur Rushhour geht meist trotzdem nichts mehr. Die Parkplätze in der Innenstadt sind knapp, Parkhäuser teuer, falsch parken erst recht. Lassen Sie nie Wertsachen im Wagen! Und falls Ihnen jemand zu verstehen gibt, dass an Ihrem Wagen etwas nicht stimmt: auf keinen Fall anhalten! Achtung an roten Ampeln, vor allem im Zentrum! Einer lenkt Sie ab, während ein Zweiter blitzschnell den Rücksitz abräumt oder die Tasche vom Vordersitz greift. Nichts sichtbar deponieren! Rücksitzfenster schließen, Türen verriegeln. Auf keinen Fall aussteigen! Diese Art von Überfällen hat in jüngster Zeit alarmierend zugenommen. Sollte Ihnen Ihr Wagenschlüssel abhanden kommen, wechseln Sie besser das Türschloss aus – die Banden agieren international.

Rauchen

Das Rauchen ist in allen öffentlichen Einrichtungen, Restaurants, Bars und Clubs verboten. Rauchen ist nur vor der Tür oder auf Terrassen erlaubt.

Taschendiebe oder Räuber unterschätzen

Wegen der gravierenden Zunahme von Überfällen und Taschendiebstählen können Sie inzwischen leider nur noch mit höchster Vorsicht durch die Stadt gehen. Bewahren Sie Geld und Kreditkarten nicht in der Handtasche auf, sondern (unsichtbar) am Körper (Ausweispapiere am besten als Fotokopie!). Besonders in der Altstadt müssen Sie selbst am Tag ständig mit Kleinkriminellen rechnen. Meist arbeiten sie zu zweit: Einer lenkt Sie ab, der andere reißt Ihnen Tasche oder Kette von Schulter oder Hals. Gehen Sie nachts nie durch dunkle und enge Altstadtgassen! Meiden Sie nachts auch die Metro. Am Reiseführer erkennt man Sie sofort als Tourist: Lassen Sie das Buch am besten in der Tasche verschwinden.

Sightseeing in Strandkleidung

Mit kurzen Hosen oder bauchfrei eine Kirche zu besichtigen gehört nicht zum guten Ton in Katalonien und kann neuerdings sogar mit Geldstrafen geahndet werden! Auch in Restaurants, Bars oder Hotel-Lounges werden Besucher in Strandlatschen, Shorts und Söckchen bestenfalls belächelt. Und Taschendiebe erkennen Sie sofort als Touristen.

Betrügern auf den Leim gehen

Wenn man Sie zu einem Glücksspiel einlädt: Finger weg, Sie können nur verlieren! Vor allem im Bereich der Rambla arbeiten organisierte Gangs. Lassen Sie sich nicht in „billige“ Läden lotsen – Qualität hat überall ihren Preis. Angeblich typische Mitbringsel entpuppen sich oft als „made in Taiwan“ und die authentische Flamencoshow als teure Touristenveranstaltung.

Stichworte

Castells

Populärer Volkssport und Ausdruck des katalanischen Nationalstolzes: Die castells, die Burgen aus Menschenkörpern, dürfen bei keinem festlichen Anlass fehlen. Bis zu zehn Etagen (ca. 15 m) hoch bauen die castellers ihre gewagten Figuren – nach exakten mathematischen Berechnungen. Die Stärksten stehen unten, die jüngeren und leichteren Kletterer bilden die oberen Stockwerke, am Ende steigt ein Kind auf den „Gipfel“. Auch der reibungslose Abbau gehört zu einer perfekten Pyramide und geht in die Bewertung ein, wenn die Vereine, die colles de castellers, versuchen, sich bei Wettbewerben gegenseitig zu übertrumpfen, zum Klang von Trommelwirbeln und traditioneller katalanischer Musik.

In Barcelona treten die castellers meist auf dem Rathausplatz, der Plaça de Sant Jaume, auf. Die ersten Figuren entstanden Ende des 17. Jhs., als man sich bei Volkstänzen zum Schlussbild auf die Schultern stieg. Seit dem 18. Jh. versuchten die Tänzer, sich durch immer kühnere Figuren gegenseitig auszustechen, bald fiel das tänzerische Element ganz weg. Ihre „goldene Zeit“ erlebten die castellers im 19. Jh. Während der Militärdiktatur unter General Franco waren sie als Symbol katalanischer Nationalkultur verboten. Inzwischen gehört der Brauch wieder zum festen Programm bei Volksfesten und Feiern – seit 2011 sogar geschützt als Weltkulturerbe der Unesco. Bei der Vereinigung der Castellers de Barcelona (www.castellersdebarcelona.cat) kann man nicht nur beim Training zuschauen: Wer sich traut, darf auch mitmachen – gratis.

Design

Barcelonas Ruf als internationale Designmetropole (mit Stargestaltern wie Mariscal oder Oscar Tusquets) geht zurück auf den Boom der 1980er- und frühen 1990er-Jahre, als es hieß: Design oder Nichtsein, ob in Kultur- oder Kleiderfragen, Restaurants oder Diskotheken. Design wurde schnell zum Symbol für Image und Identität der schönen neuen und endlich modernen Welt nach Franco. Inzwischen ist der ästhetische Erneuerungsrausch überstanden. Gegenstände sollen nicht nur schön, sondern auch brauchbar und bequem sein. Nachhaltigkeit, Recycling, neue Materialien und soziale Aspekte sind die Themen, die Kataloniens Designer bewegen. Gebrauchsdesign ist angesagt. Selbst die Stadtverwaltung lässt Fahrradständer oder Mülltonnen von preisgekrönten lokalen Designern entwerfen.

Antoni Gaudí

Entweder er sei ein Genie oder ein Verrückter, räsonierte einer seiner Lehrer über den jungen Architekturstudenten Gaudí. Wer die Bauten des 1852 in Reus bei Tarragona als Sohn eines Kupferschmiedes geborenen Baumeisters und Kunsthandwerkers besichtigt, kommt möglicherweise zu dem Schluss, dass beides zutrifft. Tatsächlich entfernte Gaudí sich schnell von den Pfaden der schulmäßigen Architektur seiner Zeit. Die organisch-wuchernden Formen seiner Gebäude, die phantastischen Farben, die plastische Kraft und die überbordende Phantasie seiner utopischen Entwürfe stießen viele Zeitgenossen vor den Kopf. Kaum verwunderlich, dass es ihm zeitlebens an offiziellen Aufträgen und Preisen mangelte. Dafür erkannten private Mäzene wie Eusebio Güell sein Genie und förderten Gaudís Werk – Parc Güell, Palau Güell und Casa Milà gehören heute zum Welterbe der Unesco.

Das Leben Gaudís war voller Widersprüche. So stand er als junger Mann im Ruf eines lebensfrohen Dandys, der sich für revolutionäre Ideen oder atheistische Zirkel begeisterte. Trotzdem baute er seit seinem 31. Lebensjahr an der unvollendet gebliebenen Kirche Sagrada Família. Im Alter widmete er sein ganzes Schaffen dem Kirchenbau und lebte zunehmend asketisch. 1926 wurde der „Dante der Architektur“ von einer Straßenbahn überfahren und tödlich verletzt.

Katalanisch

In Katalonien herrscht offiziell Zweisprachigkeit: Alle Hinweise, Formulare, Schilder etc. sollen theoretisch sowohl in Spanisch als auch in Katalanisch beschriftet sein. Praktisch geben die Katalanen aber der eigenen Sprache den Vorzug vor dem Spanischen, was manchmal zu einiger Verwirrung führen kann. Wenn Sie auf eine Frage oder einen Gruß auf Spanisch reagieren, wechseln Katalanisch Sprechende allerdings meist automatisch ins Spanische über. Katalanisch wird von ungefähr 6 Mio. Menschen gesprochen: entlang der Mittelmeerküste zwischen Perpignan und Alicante, auf den Balearen, in Andorra – und in der sardischen Stadt Alghero.

Modernisme

Der modernisme, die Ende des 19. Jhs. einsetzende katalanische Variante des europäischen Jugendstils, war nicht nur Ausdruck einer Rebellion gegen Geometrie und Geradlinigkeit der Industriegesellschaft. Vor allem bot er dem Lebensgefühl des aufstrebenden Bürgertums einen passenden ästhetischen Rahmen. Die betuchte, aber von Madrid politisch gegängelte katalanische Bourgeoisie fand in den dekorativ-überbordenden Entwürfen ein wirksames Mittel zur öffentlichen Selbstinszenierung – und einen eigenen nationalen Stil, der das wiedererwachende Selbstbewusstsein der Katalanen spiegelte. Die Bewegung erfasste nicht nur die Architektur, sondern alle gestalterischen Bereiche, ob Möbel, Keramik, Schmuck oder Schmiedeeisen. Hauptvertreter waren Josep Puig i Cadafalch, Lluís Domènech i Montaner und Antoni Gaudí. Einen Überblick können Sie sich auf der vom Fremdenverkehrsamt entworfenen Ruta del Modernisme (www.rutadelmodernisme.com) verschaffen. Sie führt zu mehr als 100 bedeutenden Sehenswürdigkeiten des katalanischen Jugendstils.

Ökologie und Verkehr

Die Ökowelle ist mit einem Jahrzehnt Verspätung in der Mittelmeermetropole angerollt. Immer mehr Busse mit Biobrennstoff oder Fahrradkuriere bewegen sich durch die Stadt, automatische Biking-Stationen mit Leihrädern findet man inzwischen überall. Trotzdem übersteigt die Luftverschmutzung immer noch an vielen Tagen die von der EU zugelassenen Höchstwerte um ein Vielfaches. Schuld daran sind vor allem die vielen Privatfahrzeuge, die sich tagtäglich durch die Straßen schieben, trotz des gut ausgebauten öffentlichen Verkehrssystems. Umweltzonen und Fahrverbote gibt es kaum. Dafür ist Barcelona in Sachen Solarenergie beispielhaft in Europa: Größere Neubauten müssen einen Teil ihres Energiebedarfs aus Solarzellen oder Fotovoltaikanlagen beziehen. Auch Mülltrennung, Recycling oder die früher unter Katalanen verpönten Secondhandläden setzen sich zunehmend durch, mit dem Etikett ökologisch und Fair Trade lässt sich inzwischen Werbung machen – obwohl Bioprodukte immer noch verhältnismäßig teuer sind.

Pablo Picasso

Obwohl der weltberühmte Künstler 1881 im südspanischen Málaga geboren wurde, gilt er auch als ein Sohn der Stadt Barcelona. 1895 zog er mit seiner Familie in die Mittelmeermetropole, als sein Vater eine Stelle als Lehrer an der Kunstakademie La Llotja erhielt. Das künstlerische Talent des jungen Picasso war schon damals so überzeugend, dass er im Alter von 13 Jahren an der Kunstakademie aufgenommen wurde. Die Zulassungsarbeit, für die ein Monat vorgesehen war, soll er an einem Tag geschafft haben. Auf jeden Fall durfte er gleich ein paar Klassen überspringen.

Die Wohnung der Familie lag nur ein paar Schritte von der Akademie entfernt in Richtung Alter Hafen, über den Arkaden des Gebäudes Porxos d'en Xifre. Von der Terrasse aus beobachtete und malte Picasso das Meer, das mediterrane Licht, die Dächer und Altstadtgassen. Viele dieser frühen Werke sind heute im Picasso-Museum der Stadt zu sehen. Mit 14 bezog der junge Maler sein erstes eigenes Atelier. Bald gehörte er zur quirligen Künstler- und Bohemeszene Barcelonas, die sich dem avantgardistischen Paris näher fühlte als dem konservativ-behäbigen Madrid. Man traf sich im Lokal Els Quatre Gats, das nach dem Vorbild des Pariser Le Chat Noir in einem Gebäude des Jugendstilarchitekten Puig i Cadafalch eröffnet wurde und bis heute existiert. Hier zeigte Picasso im Jahr 1900 auch seine erste Ausstellung – und gestaltete die Vignetten der Speisekarte. Im Rotlichtmilieu der Altstadt, um die Carrer Avinyó herum, sammelte der junge Mann einschlägige Erfahrungen, die ihn zu seinem berühmten Gemälde „Les Demoiselles d'Avignon“ inspirierten. 1904 siedelte Picasso endgültig in die französische Hauptstadt über, aber die zehnjährige Barcelona-Periode wurde prägend für sein Werk.

Rumba Catalana

Eine Mischung aus Flamenco, afrokaribischer Musik und Rock 'n' Roll: Die rumba catalana entstand in den 1950er-Jahren in den Vierteln Gràcia, Hostafrancs und Sant Antoni, den Quartieren der katalanischen gitanos, die seit über 200 Jahren hier ansässig sind. Sie erfanden mit der Rumba ihren eigenen Musikstil – und eine neue Art, die Gitarre zu schlagen, wobei nicht nur die Saiten, sondern auch das Holz des Instruments bearbeitet wird. Mit dem Sommerhit „Borriquito“ schaffte der katalanische Rumbastar Peret 1971 sogar den Sprung an die Spitze der internationalen Charts. Seit ein paar Jahren ist eine neue Musikergeneration dabei, die rumba catalana zu modernisieren, auf der Suche nach einer eigenen Identität als gitanos und Katalanen. Der neue Sound aus Barcelona ist absolut angesagt, nicht nur in der Mittelmeermetropole.

Seny und Rauxa

So wie Barcelona von reizvollen Kontrasten geprägt ist, so werden auch Charakter und Lebensgefühl seiner Bewohner durch zwei völlig gegensätzliche Eigenschaften bestimmt. Einerseits neigen die Katalanen zu gesundem Menschenverstand, Gemein- und Geschäftssinn, zu Strebsamkeit und Disziplin. Andererseits kann all die Vernunft plötzlich umkippen in einen Zustand rauschhafter Erregung: Seny und rauxa (sprich: rauscha) heißen diese beiden Extreme. Sie brachten den wirtschaftlichen Wohlstand der Region hervor und Künstlergenies wie Salvador Dalí und Joan Miró, den politischen Pragmatismus ebenso wie große Anarchistenaufstände. So lebt in den Katalanen bis heute eine uralte Sehnsucht nach Europa, nach „dem Norden“ – und gleichzeitig eine zutiefst mediterrane Mentalität.

Stierkampf

Der Stierkampf ist den Spaniern heilig – den Katalanen dagegen eher suspekt: Immer mehr lehnen die jahrhundertealte Tradition als Tierquälerei ab. 2010 kam es im Regionalparlament zu einer historischen Entscheidung: Katalonien hat als erste Region auf dem spanischen Festland den Stierkampf ab 2012 verboten. Dabei fanden in Barcelona ohnehin nur noch wenige corridas statt – vor allem jüngere Leute interessieren sich kaum noch für das blutige Spektakel. Von dem Verbot wird dennoch eine Signalwirkung auf andere Regionen erwartet. Die regionale Tradition der correbous aber will man in Katalonien erhalten: Der Stier wird mit einer Fackel an den Hörnern durch die Straßen getrieben – ohne blutiges Ende.

Wirtschaftskrise

Spanien gerät immer stärker unter den Druck der europäischen Wirtschaftskrise, verschärft durch die Folgen einer Immobilienblase, die mitten in die Finanzkrise platzte. Jeder vierte Spanier ist mittlerweile arbeitslos, jeder zweite Jugendliche findet keinen Job. Immer mehr können ihre Kredite nicht mehr bezahlen, ihre Wohnungen werden zwangsgeräumt, die Armut wächst. Hinzu kommt der Druck drastischer Sparmaßnahmen, Drogenkonsum und Kriminalität nehmen zu.

Bücher & Filme

Stadt der Wunder

Eduardo Mendozas farbig fabulierter, herrlich satirischer Roman spielt zwischen 1888 und 1929. Er erzählt vom abenteuerlichen Aufstieg eines jungen Architekten zum mächtigsten Mann Barcelonas.

Krimis von Manuel Vázquez Montalbán

Der Privatdetektiv, Gourmet und Zyniker Pepe Carvalho bekämpft auf seine Weise Kriminalität und Korruption im schönen neuen Barcelona.

Der Schatten des Windes

Carlos Ruiz Zafón fängt in seinem vielschichtigen Roman den Zauber Barcelonas ein.

Alles über meine Mutter

Pedro Almodóvars oscargekröntes Melodrama (1999) über die Liebe und die scheinbar unbeugsame Kraft der Frauen ist einer der besten Filme des spanischen Starregisseurs.

Die Kathedrale des Meeres

Vom Leben im mittelalterlichen Barcelona und dem Bau der Kathedrale Santa Maria del Mar erzählt Ildefonso Falcone in seinem 2006 erschienenen Bestseller.

Das Parfüm

Opulentes Leinwandspektakel von Tom Tykwer nach dem Weltbestseller von Patrick Süskind, 2006 gedreht in Barcelona.

Vicky Cristina Barcelona

Die katalanische Metropole inspirierte Woody Allen 2008 zu einer leichtfüßigen Komödie um die Irrungen und Wirrungen der Liebe. Mit Scarlett Johansson, Javier Bardem und Penélope Cruz, die für ihre Nebenrolle einen Oscar bekam.

Fakten

Einwohner
1.636.762
Fläche
101 km²
Strom
230 V, 50 Hz
Regierungssystem
Katalonien
Reisepass / Visum
nicht notwendig
Ortszeit
15:33 Uhr
Zeitverschiebung
keine
MARCO POLO Produkte
MARCO POLO Reiseführer Barcelona
MARCO POLO Reiseführer Barcelona
12,99 €
≫ Jetzt kaufen
Auch als E-Book erhältlich
MARCO POLO Reiseführer LowBudget Barcelona
MARCO POLO Reiseführer LowBudget Barcelona
8,50 €
≫ Jetzt kaufen
MARCO POLO Cityplan Barcelona 1:12000
MARCO POLO Cityplan Barcelona 1:12000
7,50 €
≫ Jetzt kaufen

Reportagen

Nach oben