Touristen müssen zahlen New Yorker Metropolitan Museum ist nicht länger gratis

Für einen Cent in eines der besten Museen der Welt? Das war bislang im New Yorker Metropolitan Museum of Art möglich. Jetzt aber ändert das Haus seine „Zahlen Sie, was Sie möchten“-Politik. Ab März müssen Touristen 25 US-Dollar Eintritt berappen.

Das Metropolitan Museum of Art bittet zur Kasse. | © Pixabay/jeffamadi

Künftig können nur noch Einwohner des US-Bundesstaats New York sowie Studenten aus den umliegenden Staaten Connecticut und New Jersey im Metropolitan Museum of Art die Höhe ihres Eintrittsgelds frei bestimmen. Alle anderen Besucher haben einen festen Preis in Höhe von 25 Dollar (rund 20 Euro) zu entrichten. Als kleinen Ausgleich kündigte das Museum eine weitere Änderung an. Eintrittskarten sind künftig an drei aufeinanderfolgenden Tagen gültig. Besuchern bleibt damit mehr Zeit, neben dem Haupthaus an der Fifth Avenue auch die Außenstellen The Met Breuer (zeitgenössische Kunst) und The Met Cloisters (mittelalterliche Kunst) zu besichtigen. Tickets gelten generell für alle drei Museen.

So sehen die verbindlichen Eintrittspreise ab dem Stichtag 1. März aus:

> Erwachsene: 25 Dollar

> Senioren: 17 Dollar

> Schüler/Studenten: 12 Dollar

> Kinder unter zwölf Jahren: gratis

Änderung soll Zukunft des Met sichern

Nach Angaben des Museums wird nur etwa jeder dritte Besucher von der härteren Preispolitik betroffen sein. Bürgermeister Bill de Blasio und die Kulturbehörde der Metropole stimmten den Änderungen zu. Diese würden in absehbarer Zukunft die finanzielle Basis der bedeutenden Kultureinrichtung sichern und New Yorkern weiterhin ungehinderten Zugang ermöglichen, hieß es seitens der Stadt. Das Met ist hoch verschuldet.

Bislang galt der auf Preistafeln genannte Eintrittspreis in Höhe von 25 Dollar lediglich als „Vorschlag“. Gäste wurden an der Kasse gefragt, wie viel sie für ihre Karte bezahlen möchten. Alle Antworten bis hin zu einem Cent wurden akzeptiert. Diese Preispolitik war seit 1970 in Kraft und – wie das Met nun betonte – weltweit in dieser Form einmalig. Sie war allerdings nicht nur dem guten Willen der Betreiber geschuldet. Das Met liegt am Rande des Central Parks in einer der teuersten Immobiliengegenden der Welt. Aufgrund alter Verträge zahlt das Museum jedoch keine Pacht an die Stadt. Die kulante Preisgestaltung, die übrigens noch aus den Anfangstagen des Hauses stammt, war auch als Ausgleich hierfür gedacht.

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Besucher werden knauseriger

Allerdings ist die Rechnung nach Darstellung des Museums in den vergangenen Jahren zunehmend nicht mehr aufgegangen. 2004 hätten noch 63 Prozent der Besucher den vollen Eintrittspreis entrichtet. Heute seien es nur noch 17 Prozent der Erwachsenen. Jeder Gast zahlt demnach im Durchschnitt neun Dollar für seine Karte. Im Sommer 2017 wurde bekannt, dass das Met mit mindestens 40 Millionen Dollar verschuldet ist.

Die neue Preispolitik stieß dennoch auch innerhalb der Metropole auf harsche Kritik. Die Zeitung „The New York Times“ überschrieb ihren Kommentar mit der Forderung „Das Met sollte allen Menschen offenstehen. Die neue Preispolitik ist ein Fehler“.

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Von Jonathan Berg

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