Amarillo und der Panhandle: Die Rose der Prärie

Amarillo und der Panhandle: Die Rose der Prärie

Der Norden von Texas ist Ranchland, Cowboyland, Weiter-Himmel-Land. Und alle Wege führen ins Cowboyparadies Amarillo, dem perfekten Hauptquartier zur Erkundung des Panhandle.

Amarillo und der Panhandle: Die Rose der Prärie

Aha, hier war es also. Der Blick schweift über eine unendliche Ebene: Büsche, Kakteen, grün-gelbes Gras, ein paar am hitzegebleichten Himmel herumstromernde  Wölkchen und Wind von vorn, der aus einer riesigen Heißluftdüse zu kommen scheint. Am Horizont: eine steinerne Welle weiterer brettebener Erhebungen. Hier verschaffte Karl May seinen Helden Old Shatterhand und Winnetou also ihr erstes Rendezvous, der Name Llano Estacado lässt noch heute Fans der Abenteuerliteratur erschauern.

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Amarillo und der Panhandle: Die Rose der Prärie

Alle Wege führen nach Amarillo

Der Panhandle, der „Pfannenstiel“ im äußersten Norden von Texas: eine flache Prärie, faszinierend in ihrer scheinbaren Unendlichkeit. Wer hier mit dem Auto unterwegs ist, hat das Gefühl, in Gelee gegossen zu sein. Keinen Meter bewegt sich der Mietwagen vorwärts, nein, es ist diese riesige Ebene mit dem darübergewölbten Käseglockenhimmel, die unter den Rädern nach hinten wegflitzt. „Is This the Way to Amarillo?“ fragte Tony Christie schlagerschwungvoll 1972 – und natürlich war das keine besonders clevere Frage: In den Plains kann man Amarillo gar nicht verpassen, alle Interstates und Highways kreuzen sich im 190 000-Ew.-Städtchen.

Amarillo und der Panhandle: Die Rose der Prärie (Kopie 1)

Nasekratzen verboten!

Die „Yellow Rose of Texas“ – das spanische Wörtchen „amarillo“ bedeutet „gelb“ – hat ihren ganz eigenen Duft. Es riecht nach Rind, aber das gehört einfach dazu in der Metropole des Cowboylandes. Schließlich wechseln hier auch heute noch jedes Jahr über 100 000 Kühe, Bullen und Kälber den Besitzer. Und zwar immer dienstags: Dann können Sie bei der Livestock Auction dabei sein, wenn die Herren der spitzen Stiefel und der ausladenden Hüte per Handzeichen um kleine Herden wetteifern, die sich im Gatter vor dem Tisch des Auktionators drängen. Doch Vorsicht: Nicht am Ohr zupfen oder an der Nase kratzen – Sie könnten danach der Besitzer eines 900 kg schweren Steaks auf vier Beinen sein.

Amarillo und der Panhandle: Die Rose der Prärie (Kopie 2)

Steaks in XXXL

Apropos Steaks – wenn nicht in Amarillo, wo dann? Youngblood’s Stockyard Cafe, direkt neben den Viehgattern der Livestock Auction, bietet kerniges Cowboy-Futter in ebensolcher Atmosphäre. Weniger authentisch geht’s in der Big Texan State Ranch zu, der Besuch ist aber ebenfalls Pflicht – und das Verputzen des 2-kg-Fleischbatzens die Kür. Wer das Monstersteak plus Beilagen innerhalb einer Stunde schafft, zahlt nichts. Als Bonus gibt’s jede Menge Western-Disney-Atmosphäre unter der weithin sichtbaren riesigen Cowboy-Statue. Und der Pool des angeschlossenen Motels hat, wie soll es anders sein, die Umrisse von Texas.

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