Australien: Highlights und Geheimtipps von Sydney bis Cairns

Australiens Ostküste ist nicht nur der am dichtesten besiedelte Teil Australiens, sondern auch der meistbesuchte. Denn hier liegen die abwechslungsreichen Attraktionen dicht beieinander – im Gegensatz zu den riesigen Distanzen im Outback: ein exotischer Mix aus Bilderbuch-Sandstränden und subtropischem Regenwald, aus einer farbenfrohen Unterwasserwelt und einer kuriosen Fauna zu Lande – und das alles bei meist sommerlichen Temperaturen! Weil nur wenige Besucher ausreichend Zeit haben, um sich alles anzusehen, haben wir eine Vorauswahl getroffen – eine Mischung aus „Must dos“ und Geheimtipps.

Die klassische Reiseroute entlang der Ostküste startet in der Metropole Sydney und endet rund 3000 Straßenkilometer weiter nördlich im subtropischen Cairns. Die Strecke ist für Wohnmobilisten bestens geeignet; Mieter eines Geländefahrzeugs können in Richtung Norden noch einen draufsetzen oder entlang einiger speziell dafür freigegebener Sandstrände ihr Fahrkönnen testen.

Beste Reisezeit für die Route Sydney–Cairns sind die Monate März bis Juli. Im März ist es im Süden noch schön warm (Spätsommer) und im Norden ist die Regenzeit gerade vorüber; im Juli ist dafür die Stinger-Quallen-Saison im hohen Norden vorbei und man kann wieder unbeschwerter baden – dafür ist es im Süden schon um einiges kälter. Je nachdem, worauf man die Schwerpunkte legen möchte, kann man die Reise auf der Südhalbkugel also in den dortigen Spätsommer oder den Herbst verlegen.

Um euch die Qual der Wahl aus der Fülle an Angeboten etwas zu erleichtern, verraten wir euch unsere persönlich erprobte Best-of-Liste der australischen Ostküste (in Fahrtrichtung von Süden nach Norden):

Sydney


Opernhaus, Sydney Harbour Bridge und Darling Harbour gehören zum Pflichtprogramm. Wer das Wohn- und Lebensgefühl der Sydneysider nachempfinden möchte, dem sei ein Panoramaspaziergang ans Herz gelegt: mit der Fähre nach Mosman Bay, dann zu Fuß immer an der Küste entlang durch mehrere Buchten bis zur Harbour Bridge. Schöner als der überlaufene Bondi Beach sind übrigens Balmoral und Manly Beach.

Ku-ring-gai Chase National Park


Neben einer schönen Aussicht (z.B. Commodore Heights) hat der Nationalpark nördlich von Sydney noch ein paar einsame Buchten zu bieten: zu Fuß durch eine Mischung aus Buschland und Sandsteinfelsen. Eine Karte mit den Wanderrouten erhält man am Parkeingang.

Nelson Bay


Pflichtstopp für alle Wal- und Delfinliebhaber. Je nach Jahreszeit kann man hier Buckelwale (Juni bis Juli und September bis Oktober) und Delfine (ganzjährig) beobachten. Die Ausflugsboote verkehren fast im Stundenrhythmus. Gute Informationsquelle ist die nette Touristen-Information.

7 Mile Beach


Langgestreckte Strände mit gewaltigen Wellen – nicht immer zum Baden, aber zum Nicht-satt-Sehen – bietet der Booti Booti National Park zwischen Forster und Tuncurry, dort insbesondere der 7 Mile Beach. Ideal für eine verlängerte Mittagspause und garantiert einsam.

Port Macquarie


Ein quirliges Kleinstädtchen mit netten Stränden und einer bunten Graffiti-Mole, auf der sich der Sonnenuntergang bestens genießen lässt.

Dorrigo National Park


Ein Abstecher ins Landesinnere belohnt mit Regenwald-Feeling. Auf dem Hin- oder Rückweg lohnt ein Stopp im idyllischen Bellingen – einer der wenigen kleinen Orte, die wirkliches Flair versprühen.

Bald Rock National Park


Hier lässt sich der größte Granitmonolith der südlichen Hemisphäre besteigen, ein ehemaliger Kultplatz der Aborigines. Sehr ähnlich dem benachbarten Girraween National Park, nur kleiner und einsamer.

Girraween National Park


Insgesamt 17 Kilometer Wanderwege führen auf und um große Granitblöcke, allen voran die nicht zu unterschätzende Pyramid. Auf dem Campingplatz wohnen auch zahlreiche Kängurus. Sehr beliebter Park in den Schulferien!

Lamington National Park


Der dichte Regenwald des UNESCO-Welterbe-Parks lässt sich auf hervorragend ausgebauten Wanderwegen erkunden, unter anderem über Hängebrücken auf Höhe der Baumwipfel.

Gold Coast


Trotz mancher Bausünden ein Muss für alle Surfer und Freunde von Sonne, Strand und Party.

Brisbane


Eine junge, pulsierende Großstadt, die einen mehrtägigen Aufenthalt lohnt. Die Café- und Kneipenszene inmitten der Wolkenkratzer, die studentische South Bank und der familienfreundliche Stadtstrand sind nur einige der Highlights dieser Stadt, die mit viel Sinn für Design überrascht.

Noosa Heads


„Noosa“ ist in Australien schon ein stehender Begriff für „cool, lässig“. Zu verdanken ist das Noosa Heads, dem Treffpunkt für Reiche und Schöne und solche, die es gerne wären … Nichtsdestotrotz fühlen sich auch Familien und Backpacker zwischen den Designer-Villen wohl, denn Noosa wäre nicht Noosa, wenn seine Strände und hervorragende Kneipenszene nicht Besucher aller Couleur anziehen würde.

Fraser Island


Die größte Sandinsel der Welt steht bei fast allen Ostküstenbesuchern auf dem Programm. Praktische, aber nicht ganz billige Tagespakete gibt es ab Hervey Bay zuhauf. Wer nicht so tief in die Tasche greifen möchte, dem sei der Rainbow Beach im Great Sandy National Park ans Herz gelegt, ein langer, wilder Strand mit farbigen Klippen, der mit entsprechender Genehmigung und Erfahrung ab Noosa Heads auch mit dem Allradfahrzeug befahren werden kann – ein echtes Abenteuer!

Town of 1770


Kurz vor Gladstone lohnt ein Abstecher zur Town of 1770, einem hübschen kleinen Urlaubsort, der dem Landgang von James Cook im Jahr 1770 seinen Namen verdankt.

Heron Island, Great Keppel Island


Zwischen Gladstone und Rockhampton verlocken viele attraktive Inseln zu einem kurzen oder längeren Ausflug. Die Wahl fällt wie immer schwer. Unsere Highlights: Great Keppel Island mit seinem feinen weißen Sandstrand und den Korallenbänken für einen Kurztrip (im Verhältnis zu vielen anderen Inseln sehr preiswert). Heron Island ist nur für einen längeren Aufenthalt zu haben und bietet ausschließlich Übernachtungen im Heron Island Resort an. Etwas kostspieliger, aber garantiert unvergesslich.

Whitsunday Islands


Für viele der Höhepunkt der australischen Inselwelt: die Whitsundays mit puderzuckerweißen Sandstränden, tiefblauem Wasser und leuchtend grünem Regenwald. Das beliebteste Ziel ist der sieben Kilometer lange Whitehaven Beach, der angeblich weißeste Strand der Welt.

Mission Beach


Die kleine Ortschaft hat mehr zu bieten, als man auf den ersten Blick gewahr wird: schöne Strandabschnitte, Regenwald bis an die Küste, die berühmten Helmkasuare, der angeblich vielfältigste Anbau tropischer Früchte (mit Probier-Gelegenheit) und eine sehr rührige Touristen-Information, die wunderbare Tipps für jedes Wetter bereit hält.

Cairns


Cairns ist vor allem Ausgangspunkt für Tauchfahrten ans Great Barrier Reef. Dementsprechend findet man dort zahlreiche Agenturen und Backpacker-Unterkünfte.

Kuranda


Nördlich von Cairns lockt Kuranda viele Tagesausflügler an. Das liegt zum einen an dem attraktiven Gesamtpaket ab Cairns (hin mit Gondelbahn, zurück mit einer alten Dampflok, vorbei an spektakulären Wasserfällen im Regenwald), zum anderen an Kuranda selbst. Das ehemalige Hippiedorf bietet schönes Kunsthandwerk und andere lohnenswerten Shoppingerlebnisse, außerdem viel Sehenswertes für Tierfreunde: die Butterfly Sanctuary, die Birdworld und den Venom Zoo, wo Gifttieren beim täglichen Melken (für medizinische Zwecke) zugesehen werden kann. Ganz einsam erlebt Kuranda, wer nach Abreise der Tagestouristen (ca. 15 Uhr) noch durchs Städtchen schlendert.


von Solveig Michelsen

 

Na, habt ihr Lust bekommen auf Australien? Oder wart ihr vielleicht sogar schon ein oder mehrmals in Down Under - und könnt es kaum erwarten, wieder hinzufliegen?

Ab März 2018 habt ihr die Möglichkeit, Non-Stop von Europa nach Australien zu fliegen!

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