Bloss nicht

Fettnäpfchen und Reinfälle vermeiden
Hände schüttelnHi, how are you? Nice to meet you. Das sagt jemand zur Begrüßung, man freut sich, streckt die Hand aus – und greift ins Leere. Politiker schütteln sich die Hand, Vertragspartner und alte Freunde. Leute, die einander flüchtig kennenlernen, nicht. Es reicht völlig, den (Vor-)Namen zu nennen und I’m doing fine zu murmeln.
Einzeln bezahlenEinzeln zahlen zu wollen, wenn die Rechnung kommt, geht in Amerika gar nicht. Am besten sagt man der Bedienung gleich zu Anfang, dass man separate checks möchte.
Bier im Auto trinkenDie Versuchung ist groß, auf dem einsamen Highway ein kühles Bud zu zischen. Besser nicht! Alkohol im Auto ist strikt verboten. Geöffnete Flaschen müssen in den Kofferraum. Außerdem zahlt die Versicherung nicht, wenn irgendwie Alkohol im Spiel ist.
Den Pass im Hotel lassenNicht weil er dort geklaut würde, sondern weil man das Dokument immer wieder braucht: Mal fragt die Kassiererin beim Zahlen mit der Kreditkarte nach der „ID“, mal der Barmann in der Kneipe, mal der Tankwart beim Kauf von Zigaretten oder Alkohol. Ohne „ID“ geht nichts.
Witze reißen am FlughafenWeder beim Security-Check noch bei der Grenzkontrolle kommen jedwede Sprüche über Terroristen oder versteckte Stinkbomben gut an. Im Sicherheitsbereich sind solche Witze sogar strafbar.

Was kostet wieviel?

Was?Wieviel €?
Kaffee2,80-4 Euro für eine Tasse im Coffeeshop
Bier4,50–7,50 Euro für ein Glas in der Bar
Steakdinner30–60 Euro für ein Steak mit Salat, baked potato, Mais
Eintritt75–190 Euro in einen Vergnügungspark
Jeans35–60 Euro für ein Paar Levi’s
Benzin3,50-4,50 Euro für eine Gallone (3,78 l) bleifrei

Feste & Feiertage

1. Januar

  • New Year's Day (Neujahr)

Jan/Feb.

  • Chinese New Year (Knallerei und Umzüge in Chinatowns)

3. Montag im Januar

  • Martin Luther King Jr. Day

3. Montag im Februar

  • Presidents’ Day

5. Mai

  • Cinco de Mayo (Umzüge und Feste in Grenzstädten von Texas und Kalifornien)

4. Montag im Mai

  • Memorial Day (Heldengedenktag)

Juni

  • Pride Weekend (in San Francisco und anderen Orten)

4. Juli

  • Independence Day

1. Montag im September

  • Labor Day (Tag der Arbeit)

11. November

  • Veterans' Day

4. Donnerstag/Freitag im November

  • Thanksgiving Day (Erntedankfest)

25. Dezember

  • Christmas Day (Weihnachten)

Vorbereitung

Strom

Adapter Typ A und B

Netzspannung: 110 Volt/60 Hertz. Adapter A und B. Laptop und Handy funktionieren meist auch mit dieser Spannung.

Zeit

Westküste: Pacific Standard Time, mitteleuropäische Zeit (MEZ) –9 Std., Rocky Mountains, Südwesten: Mountain Time, MEZ –8 Std., Prärien: Central Time, MEZ –7 Std.

Sommerzeit: vom zweiten Sonntag im März bis zum ersten Sonntag im November.

Ankommen

Anreise

Nonstopflüge in den Westen der USA werden von Lufthansa/ United Airlines angeboten. Die anderen amerikanischen Airlines bieten gute Umsteigeverbindungen über ihre Drehkreuze im Osten (je nach Saison 800– 2000 Euro). Vor der Landung muss ein Formular für den Zoll (customs) und – soweit noch nicht elektronisch – auch eines für die Einreise (immigration) ausgefüllt werden.

Bei Umsteigeflügen kann das Gepäck bis ans Endziel durchgecheckt werden. Man muss es aber beim Umsteigestopp an der baggage claim area abholen, durch den Zoll bringen und danach am connecting baggage counter für den Weiterflug wieder abgeben.

Vom jeweiligen Flughafen in die City gibt es in Metropolen wie San Francisco und Seattle S-Bahnen. Ansonsten verkehren Taxis, Flughafenbusse, Van-Shuttles für mehrere Personen wie Supershuttle (supershuttle.com) und Fahrdienste wie Uber, die jedes gewünschte Ziel im Stadtgebiet anfahren. Den Mietwagen kann man meist am oder nahe beim Flughafen übernehmen. Ein Wohnmobil holt man besser erst am Tag nach der Ankunft ab, da die Einweisung einige Zeit dauert.

Einreise

Für Deutsche, Österreicher und Schweizer genügt für einen Aufenthalt bis zu 90 Tagen ein maschinenlesbarer Reisepass mit biometrischen Daten. Außerdem nötig ist eine Registrierung vorab im Internet unter esta.cbp.dhs.gov (Gebühr 21 $). Diese Registrierung gilt zwei Jahre für weitere Reisen in die USA. Achtung: Auch Kinder benötigen einen biometrischen und maschinenlesbaren Reisepass. Einreisebestimmungen können sich kurzfristig ändern. Bitte erkundige dich daher vorab zusätzlich bei den konsularischen Vertretungen der USA oder beim Auswärtigen Amt und auf de. usembassy.gov/de, dhs.gov

Klima & Reisezeit

Entsprechend den gewaltigen Dimensionen herrschen in den USA ähnlich ausgeprägte Klimaunterschiede wie zwischen Nordafrika und Schweden. Die beste Reisezeit für die Rockies und den Nordwesten ist der Sommer – dann haben allerdings auch die Amerikaner Schulferien. In den wüstenhaften Südwesten, nach Kalifornien und Texas reist man am besten im Frühjahr oder im Herbst. Da anders als in Europa eine Klimabarriere wie die Alpen in Nordamerika fehlt, sind die Winter in den Rocky Mountains und in den Prärien meist weitaus kälter und schneereicher als bei uns, aber auch viel trockener. Dafür sind die Sommer meist heißer – und im Süden von Texas auch recht schwül. Wichtig für die Reiseplanung: An der Küste von Kalifornien herrscht im Hochsommer häufig Nebel.

Zoll

Erlaubt sind Gegenstände für den persönlichen Gebrauch sowie pro Erwachsenen 200 Zigaretten, 1 l Spirituosen und Geschenke im Wert von bis zu 100 $. Achtung, die Einfuhr von Lebensmitteln wird streng kontrolliert: keine Wurst, kein Obst oder frische pflanzliche Produkte, auch nicht als Reiseproviant!

In die EU zollfrei eingeführt werden dürfen: 1 l Spirituosen oder 2 l Wein, 200 Zigaretten, 250 g Eau de Toilette und andere Artikel im Gesamtwert von 430 Euro. Info: zoll.de. Für Schweizer gelten andere Freigrenzen. Der Zoll informiert über die aktuell geltenden Zollbestimmungen bei Wiedereinreise (zoll.de, bmf.gv.at, bazg.admin.ch).

Saisonale Beschränkungen

Um zu verhindern, dass manche Parks und Attraktionen zu Tode geliebt werden, wird der Besucherstrom immer öfter reguliert. In Parks wie Yosemite, Zion und Bryce verkehren schon länger Shuttlebusse. Nun ist seit wenigen Jahren auch für die Einfahrt in den Arches National Park in Utah eine Reservierung nötig. Ebenso für den Yosemite in Kalifornien und den Glacier National Park in Montana und die Multnomah Falls in Oregon. Solche Beschränkungen können mitunter auch kurzfristig angeordnet werden. Es lohnt sich, vorab die jeweilige Website eines Parks zu checken. Allgemeine Infos zu Straßensperrungen unter fhwa.dot.gov/ trafficinfo/

Temperaturen

Temperaturen lassen sich so umrechnen: Fahrenheit minus 32 mal 5 dividiert durch 9 ergibt Celsius: 0 °C = 32 °F, 10 °C = 50 °F, 20 °C = 68 °F, 30 °C = 86 °F, 40 °C = 104 °F

Weiterkommen

Inlandsflüge

Am preiswertesten ist es meistens, Inlandsflüge bereits mit dem Transatlantikticket zu kombinieren, da manche Airlines dafür vergünstigte Tarife haben. Ebenfalls sehr günstig sind Inlandsflüge auch bei Regional und Lowcost-Airlines wie Jetblue, Alaska Airlines, Allegiant, Frontier oder Southwest Airlines, die dann separat im Reisebüro oder über das Internet zu buchen sind.

Mietwagen & Verkehrsregeln

Zur Automiete genügt der nationale Führerschein, selten wird der internationale Führerschein verlangt. Es ist meist preisgünstiger, den Wagen vorab im Reisebüro oder bei Mietwagenagenturen wie Sunny Cars (Tel. 089 8 29 93 39 00 | sunnycars.de) zu buchen (Steuern, Versicherung inklusive). Wer sein Auto nicht am selben Ort wieder abgibt, zahlt teilweise hohe Rückführgebühren.

Das Mindestmietalter beträgt 21 bzw. 25 Jahre. Neben den großen Mietwagenfirmen gibt es preisgünstige Regionalfirmen, die für einen Stadtbesuch durchaus sinnvoll, aber für eine Rundfahrt nicht zu empfehlen sind.

Die Verkehrsregeln gleichen denen in Europa. Ausnahmen: An Ampeln darf man auch bei Rot nach rechts abbiegen, auf Autobahnen auch rechts überholen. Schulbusse mit blinkender Warnanlage dürfen dagegen überhaupt nicht passiert werden – auch nicht aus der Gegenrichtung. Außerdem gibt es sogenannte 3-way- oder 4-way-stops, Kreuzungen mit Stoppschildern, an denen jedes Fahrzeug halten muss. Wer zuerst an der Kreuzung gehalten hat, darf zuerst weiterfahren.

Anschnallen ist Pflicht. Die Höchstgeschwindigkeit wird von den einzelnen Staaten festgesetzt: auf Landstraßen meist 55 mph (88 km/ h), in Orten 25–35 mph (35–50 km/ h), auf Autobahnen 65–75 mph (105–120 km/ h). Das Straßennetz ist gut ausgebaut, die Überlandstraßen sind nach einem Nummernsystem klassifiziert.

Bei Pannen ruft man zuerst die Mietfirma an, die alles Weitere organisiert.

Öffentliche Verkehrsmittel

Zum Sightseeing sind die Routennetze von Bahn und Bus zu weitmaschig, aber die größeren Städte lassen sich gut erreichen. Die Bahngesellschaft Amtrak bietet auch Netzkarten an: USA Railpass/ California Rail Pass (amtrak.com). Auf den Highways verkehren Fernbusse von Greyhound (greyhound.com) und Flixbus (flixbus.com).

Vor Ort

Auskunft vor Ort

Die offizielle Website der USA visit theusa.de hält viele Tipps bereit. Viele US-Bundesstaaten und -Großstädte unterhalten Infobüros in Europa. Die Adressen sowie allgemeine Reiseinfos sind auf der Website des Visit USA Committee Germany e. V. (vusa.travel) aufgelistet.

Vor Ort helfen die staatlichen tourism offices, die visitors centers und – in den kleinen Orten – die chambers of commerce weiter. Meist findet man bereits an den Flughäfen oder an den Staatsgrenzen entlang der Autobahnen gut ausgestattete welcome centers.

Camping & Hostels

Die schönsten Campingplätze liegen in den State Parks und State Forests. Reservierungen für die Parks und State oder National Forests. Reservierungen unter: reserveamerica.com. Dazu haben auch die Einzelstaaten auf den Websites ihres Department of Parks gute Detailinfos, z. B. Kalifornien unter parks.ca.gov.

Übernachtungen in einem der AYH Youth Hostels (hiusa.org) bucht man besser vorab. Die Häuser liegen häufig an ausgesprochen malerischen Orten und sind relativ gut ausgestattet. Auch für Familien zu empfehlen.

Geld & Kreditkarten

Am besten nimmt man für die Reisekasse eine Kreditkarte (Mastercard, Visa), mit der auch kleine Beträge an Tankstellen und in Läden zu bezahlen sind, und etwas US-Bargeld mit für die Ankunft. Weiteres Bargeld kann man mit der Giro- oder Kreditkarte an vielen Bankautomaten ziehen.

1 Dollar = 100 Cent. Scheine (bills) gibt es in den Werten 1, 5, 10, 20, 100 Dollar. Münzen (coins) gibt es in den Werten: penny (1 Cent), nickel (5 Cent), dime (10 Cent), quarter (25 Cent), buck (1 Dollar). Umrechnungskurse: xe.com.

Internet/WLAN

Amerikas Westen ist bestens vernetzt. Der Anschluss in Businesshotels kostet meist 10–20 $ pro Tag, oft steht aber ein kostenlos zu nutzender Computer in der Hotellobby. Für den eigenen Laptop gibt es in vielen Hotels und Coffeeshops WLAN (WiFi, wireless network) entweder kostenlos, oder man bekommt das Passwort gegen Gebühr beim Personal.

Maße & Gewichte

1 inch = 2,54 cm

 1 foot = 30,48 cm

 1 mile = 1,6 km

 1 acre = 0,4 ha

 1 gallon = 3,79 l

1 pound = 453,6 g

Öffnungszeiten

Die Läden sind meist 10–18 Uhr geöffnet, die großen Shoppingmalls 10–21 Uhr. Supermärkte sind auch abends offen, teils sogar rund um die Uhr. Viele Museen bleiben montags geschlossen.

Post

Postämter haben Mo–Fr 9–17 Uhr geöffnet, größere auch Sa 9–12 Uhr. Das Porto für Luftpostbriefe und Postkarten nach Europa beträgt 1,45 $.

Steuern

In den meisten Staaten (Ausnahme Oregon) wird auf alle Einkäufe eine Verkaufssteuer (4–7 Prozent) aufgeschlagen. Diese sales tax wird erst beim Kauf hinzugerechnet, ist also z.B. auf der Speisekarte oder auf dem Preisschild im Laden noch nicht be rücksichtigt. Hotels veranschlagen eine Übernachtungssteuer von einigen Prozent.

Handy

Triband- und Quadhandys aus Europa funktionieren auch in den USA, aber nur in dichter besiedelten Regionen und gegen Roaming-Aufpreis (bis 1,50 Euro/Min.). Mobilfunkanbieter bieten teils Sondertarife oder Zubuchoptionen für Daten, ansonsten nutzt man das vielfach kostenlos verfügbare WLAN (genannt Wifi).

Günstig für Daten und Internettelefonie mit Facetime oder Whatsapp ist eine prepaid eSim-Karte, etwa von Saily (saily.com). Für eine längere Reise kann man vor Ort bei Netzbetreibern wie AT&T, Verizon oder t-mobile auch eine preiswerte amerikanische Prepaid-Sim-Karte kaufen.

Vorwahl nach Deutschland: 011–49, Österreich: 011–43, in die Schweiz: 011–41, dann die Ortsvorwahl ohne die erste Null und die Rufnummer wählen. Vorwahl in die USA: 001

Alle Telefonnummern in den USA sind 10-stellig, eine 3-stellige Vorwahl (area code) plus eine siebenstellige Nummer. Für Ferngespräche muss man zusätzlich 1 vorweg wählen. Der operator (man wählt die Nummer 0) hilft bei allen Fragen. Hotels verlangen bei Telefongesprächen bis zu 2 $ und mehr für eine Einheit.

Gebührenfrei sind alle Nummern mit den Vorwahlen 800, 844, 888, 866 und 877.Vor allem Fluggesellschaften, Mietwagenfirmen und Hotels bieten diesen Service für Reservierungen an.

Trinkgeld

In den Restaurantpreisen ist kein Bedienungsgeld enthalten. Kellner bekommen daher 15–20 Prozent Trinkgeld (tip) vom Endpreis. In Hotels rechnen die Gepäckträger (bell boys) mit mindestens 2–3 $ pro Gepäckstück. Und auch das Zimmermädchen freut sich über 2–5 $ pro Nacht.

Nacktbaden

FKK und oben ohne zu baden oder sich zu sonnen sind im prüden Amerika strikt verpönt – und die Polizei kommt schnell.

Notfälle und Sicherheit

Diplomatische Vertretungen

Konsulate und Honorarkonsulate gibt es in vielen Metropolen der USA, aufgeführt auf der Homepage der Generalkonsulate.

Generalkonsulat der Bundesrepublik Deutschland

6222 Wilshire Blvd. | Suite 500 | Los Angeles CA 90 048 | Tel. 323 9 30 27 03 | germany.info

Österreichisches Generalkonsulat

11859 Wilshire Blvd. | Suite 501 | Los Angeles CA 90 025 | Tel. 310 4 44 93 10 | bmeia.gv.at/gk-los-angeles)

Schweizer Generalkonsulat

Pier 17 |Suite 600 | San Francisco CA 94 111 | Tel. 415 7 88 22 72 | eda.admin.ch/sf)

Gesundheit

Die ärztliche Versorgung in den USA ist gut – und teuer. Eine Auslandskrankenversicherung ist deshalb unbedingt anzuraten!

Im akuten Fall fährt man entweder zur Notaufnahme (emergency room) des nächsten Krankenhauses, fordert einen Notarzt (paramedics) an oder geht bei leichten Fällen zur nächsten Arztpraxis (day clinic). Medikamente gibt es in der pharmacy und im drugstore, die teils rund um die Uhr geöffnet sind.

Notruf

Fast überall in den USA gilt die Notrufnummer (9 11), gebührenfrei von jedem Telefon anwählbar. Im Zweifelsfall kann man sich an den operator (0) wenden.

Sonstige Hinweise

Alkohol/Marihuana

Die strikt kontrollierte Altersgrenze für Alkohol und den Besuch von Bars ist 21 Jahre. Daher stets einen Ausweis mit sich führen. Dieselbe Grenze gilt auch für den privaten Konsum von Marihuana, der seit einigen Jahren in Kalifornien, Colorado und anderen Staaten erlaubt ist. Andere Drogen sind weiterhin streng verboten.

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