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Tunis Must Sees




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Architektonische Highlights
Thermes d'Antonin
Touristenattraktionen © Leonid Andronov, Shutterstock
Die im 2.Jh. von Kaiser Antoninus Pius errichtete Thermenanlage zählte zu den größten und luxuriösesten Badetempeln der römischen Welt. Die aufgerichtete Säule des Frigidariums demonstriert mit stolzen 15 m Höhe, wie monumental diese Anlage einst gewesen sein muss.
- Impasse des Thermes d'Antonin, 2016 Carthage
© Leonid Andronov, Shutterstock
Die im 2.Jh. von Kaiser Antoninus Pius errichtete Thermenanlage zählte zu den größten und luxuriösesten Badetempeln der römischen Welt. Die aufgerichtete Säule des Frigidariums demonstriert mit stolzen 15 m Höhe, wie monumental diese Anlage einst gewesen sein muss.
- Impasse des Thermes d'Antonin, 2016 Carthage
Sīdī Bū Saīd
Geographical © Edward007, Shutterstock
Sidi Bou (TGM-Station Sidi Bou Saïd), auf einem Felssporn zwischen Carthage und La Marsa gelegen, ist ein maurisches Bilderbuchstädtchen. Wohl kein Ort in Tunesien besitzt so viel mediterranen Zauber. Die schmale, steil bergauf führende Hauptstraße endet am berühmten Café des Nattes, das 1914 auf August Mackes Aquarell "Blick auf eine Moschee" verewigt wurde. Bevor du dir hier thé à la menthe und eine chicha gönnst, lohnt der Aufstieg durch die schmalen Gassen des Orts hinauf zum höchsten Punkt, wo sich Tische und Stühle des Cafés Sidi-Chaabane wie in einem Theater rund am Hang entlang staffeln und einen fantastischen Ausblick über die Bucht bieten. Beim Bummel durch den Ort fallen die mit Eisennägeln geschmückten Portale der Häuser auf: Sie sind das einzige Dekor und je nach Ausführung alleiniges Indiz für den Wohlstand des Hausbesitzers. Zu diesem Understatement nach außen passt der Palast Dar Ennejma Ezzahra nicht. Orientalischen Prunk, umgeben von üppigen Gärten, wünschte sich sein Besitzer, Baron Rodolphe d'Erlanger (1872-1932), als er sich Anfang des 20.Jhs. in Sidi Bou niederließ und sich dafür einsetzte, den Ort unter Denkmalschutz zu stellen. Der Palast ist heute ein Musikinstrumentemuseum (Centre des Musiques Arabes et Méditerranéennes). Ab und an finden in den Räumlichkeiten Jazzsessions oder Maaloufabende statt. Einen traditionellen, wohlhabenden Haushalt können Besucher im Dar el-Annabi besichtigen. In dem Anwesen aus dem 18.Jh. reiht sich Zimmer an Zimmer. Durch Originalmobiliar, traditionelle Kleidung, Koranhandschriften und Schmuck fühlt man sich nicht wie in einem Museum, sondern in das Leben einer klassichen tunesischen Familie versetzt.
- 2026 Sīdī Bū Saīd
© Edward007, Shutterstock
Sidi Bou (TGM-Station Sidi Bou Saïd), auf einem Felssporn zwischen Carthage und La Marsa gelegen, ist ein maurisches Bilderbuchstädtchen. Wohl kein Ort in Tunesien besitzt so viel mediterranen Zauber. Die schmale, steil bergauf führende Hauptstraße endet am berühmten Café des Nattes, das 1914 auf August Mackes Aquarell "Blick auf eine Moschee" verewigt wurde. Bevor du dir hier thé à la menthe und eine chicha gönnst, lohnt der Aufstieg durch die schmalen Gassen des Orts hinauf zum höchsten Punkt, wo sich Tische und Stühle des Cafés Sidi-Chaabane wie in einem Theater rund am Hang entlang staffeln und einen fantastischen Ausblick über die Bucht bieten. Beim Bummel durch den Ort fallen die mit Eisennägeln geschmückten Portale der Häuser auf: Sie sind das einzige Dekor und je nach Ausführung alleiniges Indiz für den Wohlstand des Hausbesitzers. Zu diesem Understatement nach außen passt der Palast Dar Ennejma Ezzahra nicht. Orientalischen Prunk, umgeben von üppigen Gärten, wünschte sich sein Besitzer, Baron Rodolphe d'Erlanger (1872-1932), als er sich Anfang des 20.Jhs. in Sidi Bou niederließ und sich dafür einsetzte, den Ort unter Denkmalschutz zu stellen. Der Palast ist heute ein Musikinstrumentemuseum (Centre des Musiques Arabes et Méditerranéennes). Ab und an finden in den Räumlichkeiten Jazzsessions oder Maaloufabende statt. Einen traditionellen, wohlhabenden Haushalt können Besucher im Dar el-Annabi besichtigen. In dem Anwesen aus dem 18.Jh. reiht sich Zimmer an Zimmer. Durch Originalmobiliar, traditionelle Kleidung, Koranhandschriften und Schmuck fühlt man sich nicht wie in einem Museum, sondern in das Leben einer klassichen tunesischen Familie versetzt.
- 2026 Sīdī Bū Saīd
Musée National du Bardo
Museen © Glow Images
Das archäologische Museum residiert im ehemaligen Bey-Palast westlich der Medina im Stadtteil Le Bardo und ist allein schon wegen der prunkvollen Räume des historischen Baus sehenswert. Ein moderner Neubau setzt seit 2012 die kostbaren antiken und islamischen Exponate noch besser in Szene. Für den neuen Teil können sich Besucher einen Audioguide leihen, was unbedingt zu empfehlen ist, wenn sie nicht mit einer geführten Gruppe unterwegs sind. Der Bardo zeigt eine der größten römischen Mosaikensammlungen weltweit. Die Mythenwelt Roms, nordtunesische Landschaften, das Getier des Meers und der Lüfte - diese Motive finden sich an Böden und Wänden des ehemaligen Bey-Palasts. Zu den berühmten Mosaiken zählt eine Darstellung des Dichters Vergil, dem zwei Musen die Verse der "Aeneis" eingeben (3.Jh.). Das Museum beleuchtet auch die punische und frühchristliche Zeit.
- Avenue du 20 Mars, 1006 Tūnis
- http://www.bardomuseum.tn/
- +216 71 513 650
© Glow Images
Das archäologische Museum residiert im ehemaligen Bey-Palast westlich der Medina im Stadtteil Le Bardo und ist allein schon wegen der prunkvollen Räume des historischen Baus sehenswert. Ein moderner Neubau setzt seit 2012 die kostbaren antiken und islamischen Exponate noch besser in Szene. Für den neuen Teil können sich Besucher einen Audioguide leihen, was unbedingt zu empfehlen ist, wenn sie nicht mit einer geführten Gruppe unterwegs sind. Der Bardo zeigt eine der größten römischen Mosaikensammlungen weltweit. Die Mythenwelt Roms, nordtunesische Landschaften, das Getier des Meers und der Lüfte - diese Motive finden sich an Böden und Wänden des ehemaligen Bey-Palasts. Zu den berühmten Mosaiken zählt eine Darstellung des Dichters Vergil, dem zwei Musen die Verse der "Aeneis" eingeben (3.Jh.). Das Museum beleuchtet auch die punische und frühchristliche Zeit.
- Avenue du 20 Mars, 1006 Tūnis
- http://www.bardomuseum.tn/
- +216 71 513 650
Medina von Tunis
GeographicalInsider-Tipp Schnitzeljagd mit den Jungs von nebenan
Hier ist Orient pur. In der Altstadt von Tunis liegen schmale Gassen und Plätze, an denen sich ein kleiner Laden neben dem anderen reiht und die gegen die Tageshitze mit Strohmatten oder Tonnengewölben geschützt sind. Jedes Gewerbe hat seinen eigenen Souk, also Markt: Der Souk des Libraires vereint die Buchhändler gleich neben der Großen Moschee; im Souk et- Attarine glitzern winzige Parfümfläschchen in den Auslagen und Opferkerzen hängen von der Ladendecke. Im Souk ech-Chechia werden die traditionellen tunesischen Filzkappen, die chechias, hergestellt und verkauft. Im Souk et-Trouk liegen die Teppich- und Souvenirläden. Viele Verkäufer werben mit ihrer Dachterrasse und dem Panoramablick über die Medina, Straßenhändler bieten dir süße Datteln in Honig und Sesam an. Nimm die Geschenke und Einladungen ruhig an. Du musst nichts kaufen – wirst es vermutlich aber doch tun. Je weiter du dich von der großen Moschee entfernst, desto ruhiger und untouristischer wird es – also einfach mal treiben lassen. Führungen durch die Medina buchst du am besten über Doolesha. Das Künstlerkollektiv arbeitet mit jungen Leuten zusammen, die in der Medina groß geworden sind und jetzt als Guides fungieren.
- Tunis
Insider-Tipp Schnitzeljagd mit den Jungs von nebenan
Hier ist Orient pur. In der Altstadt von Tunis liegen schmale Gassen und Plätze, an denen sich ein kleiner Laden neben dem anderen reiht und die gegen die Tageshitze mit Strohmatten oder Tonnengewölben geschützt sind. Jedes Gewerbe hat seinen eigenen Souk, also Markt: Der Souk des Libraires vereint die Buchhändler gleich neben der Großen Moschee; im Souk et- Attarine glitzern winzige Parfümfläschchen in den Auslagen und Opferkerzen hängen von der Ladendecke. Im Souk ech-Chechia werden die traditionellen tunesischen Filzkappen, die chechias, hergestellt und verkauft. Im Souk et-Trouk liegen die Teppich- und Souvenirläden. Viele Verkäufer werben mit ihrer Dachterrasse und dem Panoramablick über die Medina, Straßenhändler bieten dir süße Datteln in Honig und Sesam an. Nimm die Geschenke und Einladungen ruhig an. Du musst nichts kaufen – wirst es vermutlich aber doch tun. Je weiter du dich von der großen Moschee entfernst, desto ruhiger und untouristischer wird es – also einfach mal treiben lassen. Führungen durch die Medina buchst du am besten über Doolesha. Das Künstlerkollektiv arbeitet mit jungen Leuten zusammen, die in der Medina groß geworden sind und jetzt als Guides fungieren.
- Tunis
Djammaa ez-Zitouna
Architektonische HighlightsIm 8.Jh. entstand ein erstes Gotteshaus, das mehrmals umgebaut wurde. Ab dem 13.Jh. avancierten die Zitouna und die ihr angeschlossenen Lehranstalten, die Medresen, zur bedeutendsten Hochschule des Landes und zur drittwichtigsten der islamischen Welt. Neben Theologie wurden Philosophie, Astronomie und Medizin unterrichtet. Heute ist die Ausbildung der Studenten an die Universität von Tunis verlagert. 184 von antiken Kapitellen aus Karthago gekrönte Säulen gliedern den Gebetssaal. Nichtmuslimen ist der Zutritt untersagt, sie können allerdings vom Innenhof aus einen Blick auf den im Dämmerlicht liegenden Raum erhaschen. Sehenswert ist das schöne Vierkantminarett mit Stuck- und Majolikadekor.
- Rue Djammaa ez-Zitouna, 1006 Tunis
- http://www.zitounatunisia.com/
Im 8.Jh. entstand ein erstes Gotteshaus, das mehrmals umgebaut wurde. Ab dem 13.Jh. avancierten die Zitouna und die ihr angeschlossenen Lehranstalten, die Medresen, zur bedeutendsten Hochschule des Landes und zur drittwichtigsten der islamischen Welt. Neben Theologie wurden Philosophie, Astronomie und Medizin unterrichtet. Heute ist die Ausbildung der Studenten an die Universität von Tunis verlagert. 184 von antiken Kapitellen aus Karthago gekrönte Säulen gliedern den Gebetssaal. Nichtmuslimen ist der Zutritt untersagt, sie können allerdings vom Innenhof aus einen Blick auf den im Dämmerlicht liegenden Raum erhaschen. Sehenswert ist das schöne Vierkantminarett mit Stuck- und Majolikadekor.
- Rue Djammaa ez-Zitouna, 1006 Tunis
- http://www.zitounatunisia.com/
Musée National de Carthage
Museen © Glow Images
Der Byrsahügel war wahrscheinlich das Herz der punischen Stadt Karthago. Auf seiner Kuppe lüftet dieses Museum die Geheimnisse der punischen Kultur. Dass sie im Gegensatz zu den in Rom kursierenden Gerüchten über finstere Riten eine lebensfrohe und höchst verfeinerte war, bezeugen elegantes Geschirr, Skulpturen und Schmuck.
- Place de l'Unesco, 2016 Carthage
- http://carthagemagazine.com/
- contact@acropoliumcarthage.com
© Glow Images
Der Byrsahügel war wahrscheinlich das Herz der punischen Stadt Karthago. Auf seiner Kuppe lüftet dieses Museum die Geheimnisse der punischen Kultur. Dass sie im Gegensatz zu den in Rom kursierenden Gerüchten über finstere Riten eine lebensfrohe und höchst verfeinerte war, bezeugen elegantes Geschirr, Skulpturen und Schmuck.
- Place de l'Unesco, 2016 Carthage
- http://carthagemagazine.com/
- contact@acropoliumcarthage.com