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Tunesien Must Sees























Geographical
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Strände
Architektonische Highlights
Touristenattraktionen
Museen
Landschaftliche Highlights
Dūz
Geographical © Hannah Wheatley, Shutterstock
Die lebhafte Kleinstadt am Südostrand des Salzsees Chott el-Djerid wird gern als Tor zur Wüste bezeichnet. Und tatsächlich reichen die Dünen eines der größten zusammenhängenden Sandgebiete der Sahara, des Großen Östlichen Erg, bis an die Palmenoase südlich von Dūz heran. Die Wirtschaft des Städtchens stützt sich heute nahezu ausschließlich auf den Tourismus.
- 4260 Dūz
© Hannah Wheatley, Shutterstock
Die lebhafte Kleinstadt am Südostrand des Salzsees Chott el-Djerid wird gern als Tor zur Wüste bezeichnet. Und tatsächlich reichen die Dünen eines der größten zusammenhängenden Sandgebiete der Sahara, des Großen Östlichen Erg, bis an die Palmenoase südlich von Dūz heran. Die Wirtschaft des Städtchens stützt sich heute nahezu ausschließlich auf den Tourismus.
- 4260 Dūz
Plage de Sidi Mahrès
SträndeDjerbas Hauptstrand ist der 17 km lange Plage de Sidi Mahrès im Nordosten der Insel. Er ist bis zu 50 m breit und fällt flach ins Meer ab. Liegestuhl- und Sonnenschirmverleihe, diverse Sportangebote sowie zahlreiche Imbissbuden und Cafés sind dort vertreten.
- Avenue de l'Environnement, 4116 Mīdūn
Djerbas Hauptstrand ist der 17 km lange Plage de Sidi Mahrès im Nordosten der Insel. Er ist bis zu 50 m breit und fällt flach ins Meer ab. Liegestuhl- und Sonnenschirmverleihe, diverse Sportangebote sowie zahlreiche Imbissbuden und Cafés sind dort vertreten.
- Avenue de l'Environnement, 4116 Mīdūn
Djammaa Sidi Oqba
Architektonische Highlights © MAIRDUMONT
Nur wenige Bauwerke dokumentieren so eindrucksvoll die Herkunft des Islams wie diese aus Lehmziegeln errichtete, mehrmals umgebaute Moschee. Wie ein Bollwerk heben sich Mauern, Bastionen und Minarett fast schmucklos von der Stadt ab. Erdfarben und klare Linien rufen im marmorgepflasterten Innenhof zur Besinnung auf. Das Fundament des dreistufigen Minaretts stammt aus dem 8.Jh., die Arkaden wurden unter Verwendung antiker Säulenkapitelle im 9.Jh. erbaut. Gegenüber befindet sich der Gebetssaal. Durch eines der 17 mit Schnitzereien geschmückten Portale kannst du einen Blick ins Innere werfen, der Zutritt ist Nichtmuslimen verwehrt. 414 aus antiken Stätten hierher gebrachte Säulen unterteilen den dämmrigen Raum in 17 Schiffe. Den Toren gegenüber liegen Kiblawand und Mihrabnische, in deren Richtung sich die Gläubigen zum Gebet verbeugen. Die Mihrab ist das wertvollste Ausstattungselement der Moschee, sie ist ausgelegt mit Lüsterkacheln aus dem Zweistromland. Der 862 angefertigte Predigtstuhl daneben ist der älteste der islamischen Welt. Das Lalla-Rihana-Tor in der Ostmauer wird von antiken Säulen und mächtigen Hufeisenbögen gestützt und diente als Eingang für Privilegierte.
- Avenue Oqba Ibn Nafaa, 3100 Al Qairawān
- +216 76 489 133
© MAIRDUMONT
Nur wenige Bauwerke dokumentieren so eindrucksvoll die Herkunft des Islams wie diese aus Lehmziegeln errichtete, mehrmals umgebaute Moschee. Wie ein Bollwerk heben sich Mauern, Bastionen und Minarett fast schmucklos von der Stadt ab. Erdfarben und klare Linien rufen im marmorgepflasterten Innenhof zur Besinnung auf. Das Fundament des dreistufigen Minaretts stammt aus dem 8.Jh., die Arkaden wurden unter Verwendung antiker Säulenkapitelle im 9.Jh. erbaut. Gegenüber befindet sich der Gebetssaal. Durch eines der 17 mit Schnitzereien geschmückten Portale kannst du einen Blick ins Innere werfen, der Zutritt ist Nichtmuslimen verwehrt. 414 aus antiken Stätten hierher gebrachte Säulen unterteilen den dämmrigen Raum in 17 Schiffe. Den Toren gegenüber liegen Kiblawand und Mihrabnische, in deren Richtung sich die Gläubigen zum Gebet verbeugen. Die Mihrab ist das wertvollste Ausstattungselement der Moschee, sie ist ausgelegt mit Lüsterkacheln aus dem Zweistromland. Der 862 angefertigte Predigtstuhl daneben ist der älteste der islamischen Welt. Das Lalla-Rihana-Tor in der Ostmauer wird von antiken Säulen und mächtigen Hufeisenbögen gestützt und diente als Eingang für Privilegierte.
- Avenue Oqba Ibn Nafaa, 3100 Al Qairawān
- +216 76 489 133
La Ghriba
Architektonische Highlights © Ann-Mary, Shutterstock
Die Synagoge ist das bedeutendste jüdische Pilgerziel Nordafrikas. 586 v.Chr. soll sich die erste jüdische Gemeinde niedergelassen und eine Synagoge errichtet haben. Der heutige Bau entstand erst 1920, doch die darin aufbewahrte Thorarolle zählt zu den ältesten weltweit. 2002 verübten radikale Islamisten einen Anschlag auf La Ghriba. Seither ist die Synagoge streng bewacht. Im Innern kann man schönes Majolikadekor und üppige Schnitzarbeiten bewundern.
- C117, 4146 Erriadh
- +216 75 670 921
© Ann-Mary, Shutterstock
Die Synagoge ist das bedeutendste jüdische Pilgerziel Nordafrikas. 586 v.Chr. soll sich die erste jüdische Gemeinde niedergelassen und eine Synagoge errichtet haben. Der heutige Bau entstand erst 1920, doch die darin aufbewahrte Thorarolle zählt zu den ältesten weltweit. 2002 verübten radikale Islamisten einen Anschlag auf La Ghriba. Seither ist die Synagoge streng bewacht. Im Innern kann man schönes Majolikadekor und üppige Schnitzarbeiten bewundern.
- C117, 4146 Erriadh
- +216 75 670 921
Tamerza
Geographical © Lukasz Janyst, Thinkstock
Tamerza ist die größte der drei Bergoasen, zu denen auch Midès und Chebika zählen. Das alte Dorf liegt auf einer Anhöhe im tief eingeschnittenen Trockenflussbett des Oued Tamerza, durch das man bis nach Midès wandern kann.
- 2212 Tamerza
© Lukasz Janyst, Thinkstock
Tamerza ist die größte der drei Bergoasen, zu denen auch Midès und Chebika zählen. Das alte Dorf liegt auf einer Anhöhe im tief eingeschnittenen Trockenflussbett des Oued Tamerza, durch das man bis nach Midès wandern kann.
- 2212 Tamerza
Thermes d'Antonin
Touristenattraktionen © Leonid Andronov, Shutterstock
Die im 2.Jh. von Kaiser Antoninus Pius errichtete Thermenanlage zählte zu den größten und luxuriösesten Badetempeln der römischen Welt. Die aufgerichtete Säule des Frigidariums demonstriert mit stolzen 15 m Höhe, wie monumental diese Anlage einst gewesen sein muss.
- Impasse des Thermes d'Antonin, 2016 Carthage
© Leonid Andronov, Shutterstock
Die im 2.Jh. von Kaiser Antoninus Pius errichtete Thermenanlage zählte zu den größten und luxuriösesten Badetempeln der römischen Welt. Die aufgerichtete Säule des Frigidariums demonstriert mit stolzen 15 m Höhe, wie monumental diese Anlage einst gewesen sein muss.
- Impasse des Thermes d'Antonin, 2016 Carthage
Ḥūmat as-Sūq
Geographical © BTWImages, Shutterstock
Die lebhafte Inselhauptstadt an der Nordküste empfängt ihre Besucher mit einer strahlend weißen Medina. Zentrum sind die teils überwölbten Souks zwischen Square Mongi Bali und Place Hedi Chaker. Das Warenangebot besteht zwar fast ausschließlich aus Souvenirs, doch Besucher können immer noch Entdeckungen machen, so etwa im Souk des Orvèvres, wo sich zierlicher Filigranschmuck findet. Beim Bummel durch die Altstadt passieren sie zahlreiche foundouks. Diese dienten den Händlern einst als Warenlager und Unterkunft, einige sind heute zu einfachen Hotels umgebaut. Das im 15.Jh. errichtete Bordj el-Kebir, die große Festung, lässt die kriegerischen Auseinandersetzungen um Djerba in Gedanken wieder aufleben. Es beherbergte berüchtigte Piraten wie Dragut oder die Brüder Barberousse. In einer Zaouia, einem theologischen Komplex mit Moschee und Unterrichtsräumen aus dem 18.Jh., residiert das Volkskundemuseum Musée du Patrimoine Traditionnel de Djerba. Im ehemaligen Gebetssaal kann man Trachten der Djerbi bewundern, die Bibliothek zeigt islamische Manuskripte, weitere Räume sind der Goldschmiedekunst, der Töpferei und anderem Kunsthandwerk gewidmet.
- 4116 Ḥūmat as-Sūq
- http://www.commune-houmtsouk.gov.tn/
© BTWImages, Shutterstock
Die lebhafte Inselhauptstadt an der Nordküste empfängt ihre Besucher mit einer strahlend weißen Medina. Zentrum sind die teils überwölbten Souks zwischen Square Mongi Bali und Place Hedi Chaker. Das Warenangebot besteht zwar fast ausschließlich aus Souvenirs, doch Besucher können immer noch Entdeckungen machen, so etwa im Souk des Orvèvres, wo sich zierlicher Filigranschmuck findet. Beim Bummel durch die Altstadt passieren sie zahlreiche foundouks. Diese dienten den Händlern einst als Warenlager und Unterkunft, einige sind heute zu einfachen Hotels umgebaut. Das im 15.Jh. errichtete Bordj el-Kebir, die große Festung, lässt die kriegerischen Auseinandersetzungen um Djerba in Gedanken wieder aufleben. Es beherbergte berüchtigte Piraten wie Dragut oder die Brüder Barberousse. In einer Zaouia, einem theologischen Komplex mit Moschee und Unterrichtsräumen aus dem 18.Jh., residiert das Volkskundemuseum Musée du Patrimoine Traditionnel de Djerba. Im ehemaligen Gebetssaal kann man Trachten der Djerbi bewundern, die Bibliothek zeigt islamische Manuskripte, weitere Räume sind der Goldschmiedekunst, der Töpferei und anderem Kunsthandwerk gewidmet.
- 4116 Ḥūmat as-Sūq
- http://www.commune-houmtsouk.gov.tn/
Sīdī Bū Saīd
Geographical © Edward007, Shutterstock
Sidi Bou (TGM-Station Sidi Bou Saïd), auf einem Felssporn zwischen Carthage und La Marsa gelegen, ist ein maurisches Bilderbuchstädtchen. Wohl kein Ort in Tunesien besitzt so viel mediterranen Zauber. Die schmale, steil bergauf führende Hauptstraße endet am berühmten Café des Nattes, das 1914 auf August Mackes Aquarell "Blick auf eine Moschee" verewigt wurde. Bevor du dir hier thé à la menthe und eine chicha gönnst, lohnt der Aufstieg durch die schmalen Gassen des Orts hinauf zum höchsten Punkt, wo sich Tische und Stühle des Cafés Sidi-Chaabane wie in einem Theater rund am Hang entlang staffeln und einen fantastischen Ausblick über die Bucht bieten. Beim Bummel durch den Ort fallen die mit Eisennägeln geschmückten Portale der Häuser auf: Sie sind das einzige Dekor und je nach Ausführung alleiniges Indiz für den Wohlstand des Hausbesitzers. Zu diesem Understatement nach außen passt der Palast Dar Ennejma Ezzahra nicht. Orientalischen Prunk, umgeben von üppigen Gärten, wünschte sich sein Besitzer, Baron Rodolphe d'Erlanger (1872-1932), als er sich Anfang des 20.Jhs. in Sidi Bou niederließ und sich dafür einsetzte, den Ort unter Denkmalschutz zu stellen. Der Palast ist heute ein Musikinstrumentemuseum (Centre des Musiques Arabes et Méditerranéennes). Ab und an finden in den Räumlichkeiten Jazzsessions oder Maaloufabende statt. Einen traditionellen, wohlhabenden Haushalt können Besucher im Dar el-Annabi besichtigen. In dem Anwesen aus dem 18.Jh. reiht sich Zimmer an Zimmer. Durch Originalmobiliar, traditionelle Kleidung, Koranhandschriften und Schmuck fühlt man sich nicht wie in einem Museum, sondern in das Leben einer klassichen tunesischen Familie versetzt.
- 2026 Sīdī Bū Saīd
© Edward007, Shutterstock
Sidi Bou (TGM-Station Sidi Bou Saïd), auf einem Felssporn zwischen Carthage und La Marsa gelegen, ist ein maurisches Bilderbuchstädtchen. Wohl kein Ort in Tunesien besitzt so viel mediterranen Zauber. Die schmale, steil bergauf führende Hauptstraße endet am berühmten Café des Nattes, das 1914 auf August Mackes Aquarell "Blick auf eine Moschee" verewigt wurde. Bevor du dir hier thé à la menthe und eine chicha gönnst, lohnt der Aufstieg durch die schmalen Gassen des Orts hinauf zum höchsten Punkt, wo sich Tische und Stühle des Cafés Sidi-Chaabane wie in einem Theater rund am Hang entlang staffeln und einen fantastischen Ausblick über die Bucht bieten. Beim Bummel durch den Ort fallen die mit Eisennägeln geschmückten Portale der Häuser auf: Sie sind das einzige Dekor und je nach Ausführung alleiniges Indiz für den Wohlstand des Hausbesitzers. Zu diesem Understatement nach außen passt der Palast Dar Ennejma Ezzahra nicht. Orientalischen Prunk, umgeben von üppigen Gärten, wünschte sich sein Besitzer, Baron Rodolphe d'Erlanger (1872-1932), als er sich Anfang des 20.Jhs. in Sidi Bou niederließ und sich dafür einsetzte, den Ort unter Denkmalschutz zu stellen. Der Palast ist heute ein Musikinstrumentemuseum (Centre des Musiques Arabes et Méditerranéennes). Ab und an finden in den Räumlichkeiten Jazzsessions oder Maaloufabende statt. Einen traditionellen, wohlhabenden Haushalt können Besucher im Dar el-Annabi besichtigen. In dem Anwesen aus dem 18.Jh. reiht sich Zimmer an Zimmer. Durch Originalmobiliar, traditionelle Kleidung, Koranhandschriften und Schmuck fühlt man sich nicht wie in einem Museum, sondern in das Leben einer klassichen tunesischen Familie versetzt.
- 2026 Sīdī Bū Saīd
Amphithéâtre
Architektonische Highlights © Marques, Shutterstock
Heute als Weltkulturerbe geschützt, steht dieses Amphitheater noch und ist so monumental, dass Al-Ǧamm im Vergleich dazu wie eine Spielzeugstadt aussieht: Mit 148 m Länge, 120 m Breite und einer Höhe von 40 m überragt das drittgrößte Amphitheater des Römischen Reichs die umliegenden Häuser. Im 2.Jh. gebaut, wurde es nie in Betrieb genommen. Die gruseligen Verliese im Untergeschoss haben also weder wilde Tiere, Gladiatoren noch verfolgte Christen beherbergt.
- Route Mahdia, 5160 Al-Ǧamm
- +216 73 630 093
© Marques, Shutterstock
Heute als Weltkulturerbe geschützt, steht dieses Amphitheater noch und ist so monumental, dass Al-Ǧamm im Vergleich dazu wie eine Spielzeugstadt aussieht: Mit 148 m Länge, 120 m Breite und einer Höhe von 40 m überragt das drittgrößte Amphitheater des Römischen Reichs die umliegenden Häuser. Im 2.Jh. gebaut, wurde es nie in Betrieb genommen. Die gruseligen Verliese im Untergeschoss haben also weder wilde Tiere, Gladiatoren noch verfolgte Christen beherbergt.
- Route Mahdia, 5160 Al-Ǧamm
- +216 73 630 093
Guellala
Geographical © BTWImages, Shutterstock
Berühmt ist der Ort im Süden Djerbas für die Fertigkeit seiner Töpfer. Allerdings wird hier keine dekorative, bunte Keramik gebrannt, die Tonwaren wirken vielmehr recht archaisch und bleiben unlasiert. Ein Hügel, übrigens die einzige Erhebung Djerbas, liefert den Lehm, aus dem die Töpfer die schweren Tonkrüge zur Aufbewahrung von Lebensmitteln und die kleinen Gefäße für den Krakenfang formen. Auf diesem höchsten Punkt der Insel, über dem Dorf, kannst du im modernen, hübsch gestalteten Musée de Guellala Alltagstrachten, aufwendige Brautkleider, islamische Kalligrafie und Töpferkunst bewundern - das Haus zeigt einen sehenswerten Querschnitt der inseleigenen Kultur, Bräuche und Traditionen.
- Guellala
- http://www.guellala.com/
© BTWImages, Shutterstock
Berühmt ist der Ort im Süden Djerbas für die Fertigkeit seiner Töpfer. Allerdings wird hier keine dekorative, bunte Keramik gebrannt, die Tonwaren wirken vielmehr recht archaisch und bleiben unlasiert. Ein Hügel, übrigens die einzige Erhebung Djerbas, liefert den Lehm, aus dem die Töpfer die schweren Tonkrüge zur Aufbewahrung von Lebensmitteln und die kleinen Gefäße für den Krakenfang formen. Auf diesem höchsten Punkt der Insel, über dem Dorf, kannst du im modernen, hübsch gestalteten Musée de Guellala Alltagstrachten, aufwendige Brautkleider, islamische Kalligrafie und Töpferkunst bewundern - das Haus zeigt einen sehenswerten Querschnitt der inseleigenen Kultur, Bräuche und Traditionen.
- Guellala
- http://www.guellala.com/
Midès
Geographical © oBebee, Shutterstock
Diese Bergoase liegt direkt an der Grenze zu Algerien: Das alte Midès thront wie eine Festung auf einem Felsen, eingerahmt von tiefen Canyons und wird von Souvenirverkäufern belagert.
- Midès
© oBebee, Shutterstock
Diese Bergoase liegt direkt an der Grenze zu Algerien: Das alte Midès thront wie eine Festung auf einem Felsen, eingerahmt von tiefen Canyons und wird von Souvenirverkäufern belagert.
- Midès
Mīdūn
GeographicalInsider-Tipp Wenn Drahtesel auf Esel trifft
Djerbas mit rund 9000 Einwohnern zweitgrößtes Städtchen liegt im Osten der Insel und ist kaum mehr als ein großer Markt. Keramik, Kaftane und Stoffkamele füllen die Regale. Weil Midoun bis ins 19.Jh. hinein Umschlagplatz für den Sklavenhandel war, leben hier bis heute viele schwarze Menschen. In der Umgebung des Orts stehen, über die gesamte Region verstreut, viele kleine Gutshöfe. Am besten lässt sich diese archaische Kulturlandschaft bei einer gemütlichen Fahrradtour erkunden. Gefördert u. a. von der deutschen Entwicklungshilfe entsteht auf Djerba ein 120 km langes Radwegenetz. Fahrräder kannst du einfach ausleihen, z. B. bei SoliBikes. Nur 4 km nördlich findest du auch die Moschee Djamel-Fadhium, sie ist erst nach der Revolution 2011 wieder in Betrieb genommen worden. Nicht-Muslimen ist der Zutritt nicht gestattet, aber sie lohnt sich für Fotomotive von außen.
- 4116 Mīdūn
Insider-Tipp Wenn Drahtesel auf Esel trifft
Djerbas mit rund 9000 Einwohnern zweitgrößtes Städtchen liegt im Osten der Insel und ist kaum mehr als ein großer Markt. Keramik, Kaftane und Stoffkamele füllen die Regale. Weil Midoun bis ins 19.Jh. hinein Umschlagplatz für den Sklavenhandel war, leben hier bis heute viele schwarze Menschen. In der Umgebung des Orts stehen, über die gesamte Region verstreut, viele kleine Gutshöfe. Am besten lässt sich diese archaische Kulturlandschaft bei einer gemütlichen Fahrradtour erkunden. Gefördert u. a. von der deutschen Entwicklungshilfe entsteht auf Djerba ein 120 km langes Radwegenetz. Fahrräder kannst du einfach ausleihen, z. B. bei SoliBikes. Nur 4 km nördlich findest du auch die Moschee Djamel-Fadhium, sie ist erst nach der Revolution 2011 wieder in Betrieb genommen worden. Nicht-Muslimen ist der Zutritt nicht gestattet, aber sie lohnt sich für Fotomotive von außen.
- 4116 Mīdūn
Chenini
Geographical © Leonid Andronov, Shutterstock
Rund 20 km westlich von Tataouine staffeln sich die Mauern des alten Berberorts Chenini, bei einer Ksarruine und einer Moschee beginnend, an einem steilen Hang ins Tal hinunter. Cheninis "Häuser" bestehen aus nebeneinander in den Berg gegrabenen Höhlenräumen. Das Restaurant Mabrouk unterhalb des Dorfs serviert schmackhafte einfache Gerichte der südtunesischen Küche. Zahlreiche Führer warten auf Besucher. Es ist schwer, sich ihrer Zudringlichkeit zu erwehren, und deshalb einfacher, einen für ein paar Dinar zu engagieren.
- 3222 Chenini
© Leonid Andronov, Shutterstock
Rund 20 km westlich von Tataouine staffeln sich die Mauern des alten Berberorts Chenini, bei einer Ksarruine und einer Moschee beginnend, an einem steilen Hang ins Tal hinunter. Cheninis "Häuser" bestehen aus nebeneinander in den Berg gegrabenen Höhlenräumen. Das Restaurant Mabrouk unterhalb des Dorfs serviert schmackhafte einfache Gerichte der südtunesischen Küche. Zahlreiche Führer warten auf Besucher. Es ist schwer, sich ihrer Zudringlichkeit zu erwehren, und deshalb einfacher, einen für ein paar Dinar zu engagieren.
- 3222 Chenini
Chebika
Geographical © pavel068, Thinkstock
Das alte Chebika am Berghang wurde 1969 durch eine verheerende Flut zerstört. Die Menschen siedeln nun im komfortableren Chebika Nouvelle in der Ebene. Die Ruinen des alten Dorfs sind hinter einem breiten Gürtel von Souvenirständen und Parkplätzen zunächst kaum auszumachen. Ein kurzer Spazierweg führt bergab in eine schmale Schlucht mit Wasserfall und dann bergan zu einem Aussichtspunkt. Hier genießt man einen phantastischen Blick über die Häuser des alten Dorfs und den Palmenhain hinweg auf den Salzsee Chott el-Gharsa.
- 3121 Chebika
- +216 77 240 358
- contact@commune-chebika.gov.tn
© pavel068, Thinkstock
Das alte Chebika am Berghang wurde 1969 durch eine verheerende Flut zerstört. Die Menschen siedeln nun im komfortableren Chebika Nouvelle in der Ebene. Die Ruinen des alten Dorfs sind hinter einem breiten Gürtel von Souvenirständen und Parkplätzen zunächst kaum auszumachen. Ein kurzer Spazierweg führt bergab in eine schmale Schlucht mit Wasserfall und dann bergan zu einem Aussichtspunkt. Hier genießt man einen phantastischen Blick über die Häuser des alten Dorfs und den Palmenhain hinweg auf den Salzsee Chott el-Gharsa.
- 3121 Chebika
- +216 77 240 358
- contact@commune-chebika.gov.tn
Dougga
Touristenattraktionen © Maksym Bondarenko, Shutterstock
In Dougga sind die römischen Ruinen von Thugga sehenswert. Malerisch auf einem Hügel zwischen Olivenbäumen ausgebreitet, zählt die von der Unesco geschützte Stätte zu den bedeutendsten Orten Nordafrikas: Theater und Kapitolstempel aus dem 2.Jh. sind hervorragend erhalten. Der mondsichelförmige Tempel der Juno Caelestis (3.Jh.) lässt karthagische Einflüsse im Kult erkennen. In den Winterthermen aus dem 3.Jh. entspannten sich die Herren nach dem Besuch des gegenüberliegenden Bordells: Dessen Eingang schmückten mit Brüsten und Penissen dekorierte Hinweisschilder. Sie wurden vor einigen Jahren aus Schamgefühl entfernt.
- P5, 9040 Téboursouk
© Maksym Bondarenko, Shutterstock
In Dougga sind die römischen Ruinen von Thugga sehenswert. Malerisch auf einem Hügel zwischen Olivenbäumen ausgebreitet, zählt die von der Unesco geschützte Stätte zu den bedeutendsten Orten Nordafrikas: Theater und Kapitolstempel aus dem 2.Jh. sind hervorragend erhalten. Der mondsichelförmige Tempel der Juno Caelestis (3.Jh.) lässt karthagische Einflüsse im Kult erkennen. In den Winterthermen aus dem 3.Jh. entspannten sich die Herren nach dem Besuch des gegenüberliegenden Bordells: Dessen Eingang schmückten mit Brüsten und Penissen dekorierte Hinweisschilder. Sie wurden vor einigen Jahren aus Schamgefühl entfernt.
- P5, 9040 Téboursouk
Musée National du Bardo
Museen © Glow Images
Das archäologische Museum residiert im ehemaligen Bey-Palast westlich der Medina im Stadtteil Le Bardo und ist allein schon wegen der prunkvollen Räume des historischen Baus sehenswert. Ein moderner Neubau setzt seit 2012 die kostbaren antiken und islamischen Exponate noch besser in Szene. Für den neuen Teil können sich Besucher einen Audioguide leihen, was unbedingt zu empfehlen ist, wenn sie nicht mit einer geführten Gruppe unterwegs sind. Der Bardo zeigt eine der größten römischen Mosaikensammlungen weltweit. Die Mythenwelt Roms, nordtunesische Landschaften, das Getier des Meers und der Lüfte - diese Motive finden sich an Böden und Wänden des ehemaligen Bey-Palasts. Zu den berühmten Mosaiken zählt eine Darstellung des Dichters Vergil, dem zwei Musen die Verse der "Aeneis" eingeben (3.Jh.). Das Museum beleuchtet auch die punische und frühchristliche Zeit.
- Avenue du 20 Mars, 1006 Tūnis
- http://www.bardomuseum.tn/
- +216 71 513 650
© Glow Images
Das archäologische Museum residiert im ehemaligen Bey-Palast westlich der Medina im Stadtteil Le Bardo und ist allein schon wegen der prunkvollen Räume des historischen Baus sehenswert. Ein moderner Neubau setzt seit 2012 die kostbaren antiken und islamischen Exponate noch besser in Szene. Für den neuen Teil können sich Besucher einen Audioguide leihen, was unbedingt zu empfehlen ist, wenn sie nicht mit einer geführten Gruppe unterwegs sind. Der Bardo zeigt eine der größten römischen Mosaikensammlungen weltweit. Die Mythenwelt Roms, nordtunesische Landschaften, das Getier des Meers und der Lüfte - diese Motive finden sich an Böden und Wänden des ehemaligen Bey-Palasts. Zu den berühmten Mosaiken zählt eine Darstellung des Dichters Vergil, dem zwei Musen die Verse der "Aeneis" eingeben (3.Jh.). Das Museum beleuchtet auch die punische und frühchristliche Zeit.
- Avenue du 20 Mars, 1006 Tūnis
- http://www.bardomuseum.tn/
- +216 71 513 650
Nafṭa
Geographical © sculler, Shutterstock
Wer von Tozeur aus nach Westen in Richtung algerische Grenze fährt, erreicht nach knapp 23 km die Stadt der tausend Kuppeln, Nefta. Die Altstadt zieht sich entlang der Corbeille, einem von sprudelnden Quellen gewässerten Palmenhain, einen Hügel hinauf. Zu ihren Füßen breitet sich die große Palmenoase am Rand des Chott el-Djerid aus. Diese ungewöhnliche Szenerie mit zwei Oasengärten bietet sich dem Betrachter am oberen Rand der Corbeille, wo mit dem Dar Hi eines der auffälligsten Hotels Tunesiens steht. Die postmoderne Architektur der auf Stelzen stehenden Kuben fügt sich erstaunlich harmonisch in die Flachdachlandschaft der Altstadthäuser Neftas ein. Die Farben nehmen das Grün und Braun der Oase auf, und die Küche folgt einem strengen Biokonzept, bei dem nur regionale Produkte verwendet werden.
- Nafṭa
© sculler, Shutterstock
Wer von Tozeur aus nach Westen in Richtung algerische Grenze fährt, erreicht nach knapp 23 km die Stadt der tausend Kuppeln, Nefta. Die Altstadt zieht sich entlang der Corbeille, einem von sprudelnden Quellen gewässerten Palmenhain, einen Hügel hinauf. Zu ihren Füßen breitet sich die große Palmenoase am Rand des Chott el-Djerid aus. Diese ungewöhnliche Szenerie mit zwei Oasengärten bietet sich dem Betrachter am oberen Rand der Corbeille, wo mit dem Dar Hi eines der auffälligsten Hotels Tunesiens steht. Die postmoderne Architektur der auf Stelzen stehenden Kuben fügt sich erstaunlich harmonisch in die Flachdachlandschaft der Altstadthäuser Neftas ein. Die Farben nehmen das Grün und Braun der Oase auf, und die Küche folgt einem strengen Biokonzept, bei dem nur regionale Produkte verwendet werden.
- Nafṭa
Al Mitlawī
Geographical © Andrii Butko84, Shutterstock
Östlich der Gebirgsoasen verwandelt sich der Saharaatlas um den Industriestandort Metlaoui in eine unattraktive, von Phosphatminen gezeichnete Landschaft. Ausgerechnet hier lockt allerdings ein nostalgisches Abenteuer: die Fahrt mit dem originalgetreu restaurierten Salonzug des Beys von Tunis, dem Lézard Rouge, die von Metlaoui bis in die malerische, von steilen Wänden gebildete Seldjaschlucht und wieder zurück führt.
- 2130 Al Mitlawī
- http://www.jadu.de/jaduland/afrika/tunisia/lezard/lez.html
- +216 76 241 469
- lezardrouge@topnet.tn
© Andrii Butko84, Shutterstock
Östlich der Gebirgsoasen verwandelt sich der Saharaatlas um den Industriestandort Metlaoui in eine unattraktive, von Phosphatminen gezeichnete Landschaft. Ausgerechnet hier lockt allerdings ein nostalgisches Abenteuer: die Fahrt mit dem originalgetreu restaurierten Salonzug des Beys von Tunis, dem Lézard Rouge, die von Metlaoui bis in die malerische, von steilen Wänden gebildete Seldjaschlucht und wieder zurück führt.
- 2130 Al Mitlawī
- http://www.jadu.de/jaduland/afrika/tunisia/lezard/lez.html
- +216 76 241 469
- lezardrouge@topnet.tn
Maṭmāṭah
Geographical © bayazed, Shutterstock
Eine gut ausgebaute, sich die Hänge des Dahargebirges hinaufwindende Straße führt von Gabès ins rund 36 km entfernte Matmata in etwa 500 m Höhe. Die Strecke ist sehr reizvoll, an mehreren Aussichtspunkten eröffnet sich ein faszinierender Blick auf die karge Bergwelt sowie auf die wie Maulwurfshügel aussehenden Trichterhäuser und winzigen Felder, auf denen oft nur ein, zwei Palmen und ein Olivenbaum stehen. Die um Matmata lebenden Berber bauen ihre Gebäude nämlich seit Jahrhunderten in die Erde. Von einem zentralen Innenhof aus werden die Räume in den Lehmboden gegraben. Den Zugang bildet ein langer unterirdischer Gang. Mittlerweile leben die meisten Familien jedoch im Tal, im sogenannten neuen Matmata, in ganz normalen Häusern. Das alte Matmata zählt nur noch ganze 2000 Bewohner. Da die Region eine große Touristenattraktion ist, kehren viele Einheimische tagsüber in ihre Trichterbauten zurück und lassen diese gegen einen Obolus besichtigen. Ein besonderer Anziehungspunkt ist das Höhlenhotel Sidi Driss, in dem George Lucas Szenen für "Star Wars" drehen ließ. Im privaten Museum Dar Khadija können Besucher ein Trichterhaus mit traditioneller Einrichtung besichtigen. Den knurrenden Magen besänftigt die bodenständige Küche des Restaurants Chez Abdoul im Zentrum von Alt-Matmata. Von Matmata aus führt eine ebenfalls gut ausgebaute Straße zum sehenswerten Berberdorf Tamezret. Eine reizvolle Übernachtungsmöglichkeit bietet hier das Dar Ayed, das zugleich als Restaurant und privates Berbermuseum fungiert und einen weiten Blick über die vorsaharische Landschaft erlaubt. Von dort aus geht's nach Westen hinunter in die Ebene der Sahara. Nach 100 km ist die Oase Douz erreicht.
- 6070 Maṭmāṭah
© bayazed, Shutterstock
Eine gut ausgebaute, sich die Hänge des Dahargebirges hinaufwindende Straße führt von Gabès ins rund 36 km entfernte Matmata in etwa 500 m Höhe. Die Strecke ist sehr reizvoll, an mehreren Aussichtspunkten eröffnet sich ein faszinierender Blick auf die karge Bergwelt sowie auf die wie Maulwurfshügel aussehenden Trichterhäuser und winzigen Felder, auf denen oft nur ein, zwei Palmen und ein Olivenbaum stehen. Die um Matmata lebenden Berber bauen ihre Gebäude nämlich seit Jahrhunderten in die Erde. Von einem zentralen Innenhof aus werden die Räume in den Lehmboden gegraben. Den Zugang bildet ein langer unterirdischer Gang. Mittlerweile leben die meisten Familien jedoch im Tal, im sogenannten neuen Matmata, in ganz normalen Häusern. Das alte Matmata zählt nur noch ganze 2000 Bewohner. Da die Region eine große Touristenattraktion ist, kehren viele Einheimische tagsüber in ihre Trichterbauten zurück und lassen diese gegen einen Obolus besichtigen. Ein besonderer Anziehungspunkt ist das Höhlenhotel Sidi Driss, in dem George Lucas Szenen für "Star Wars" drehen ließ. Im privaten Museum Dar Khadija können Besucher ein Trichterhaus mit traditioneller Einrichtung besichtigen. Den knurrenden Magen besänftigt die bodenständige Küche des Restaurants Chez Abdoul im Zentrum von Alt-Matmata. Von Matmata aus führt eine ebenfalls gut ausgebaute Straße zum sehenswerten Berberdorf Tamezret. Eine reizvolle Übernachtungsmöglichkeit bietet hier das Dar Ayed, das zugleich als Restaurant und privates Berbermuseum fungiert und einen weiten Blick über die vorsaharische Landschaft erlaubt. Von dort aus geht's nach Westen hinunter in die Ebene der Sahara. Nach 100 km ist die Oase Douz erreicht.
- 6070 Maṭmāṭah
Šatt al-Ǧarīd
Landschaftliche Highlights © MAIRDUMONT
© MAIRDUMONT
Insider-Tipp Künstliche Fata Morgana
Karl-May-Leser kennen den Chott el-Djerid aus den anschaulichen Schilderungen im Roman „Durch die Wüste“ und wissen deshalb auch genau, welche Gefahren er birgt. Denn die hart scheinende Salzdecke ist je nach Grad der Verdunstung im Sommer bzw. nach Heftigkeit der Regenfälle im Winter entweder ein stabiler Untergrund oder trügerischer Schlamm, in dem früher ganze Karawanen den Tod fanden. Aber keine Angst! Heute führt eine asphaltierte Straße auf einem Damm mitten durch das weiße Nichts. Unterwegs haben Künstler Skulpturen aufgestellt, sodass man im ersten Moment nicht sicher ist, ob das hier gerade real oder eine Fata Morgana ist.
- Tozeur
© MAIRDUMONT
© MAIRDUMONT
Insider-Tipp Künstliche Fata Morgana
Karl-May-Leser kennen den Chott el-Djerid aus den anschaulichen Schilderungen im Roman „Durch die Wüste“ und wissen deshalb auch genau, welche Gefahren er birgt. Denn die hart scheinende Salzdecke ist je nach Grad der Verdunstung im Sommer bzw. nach Heftigkeit der Regenfälle im Winter entweder ein stabiler Untergrund oder trügerischer Schlamm, in dem früher ganze Karawanen den Tod fanden. Aber keine Angst! Heute führt eine asphaltierte Straße auf einem Damm mitten durch das weiße Nichts. Unterwegs haben Künstler Skulpturen aufgestellt, sodass man im ersten Moment nicht sicher ist, ob das hier gerade real oder eine Fata Morgana ist.
- Tozeur
Ras R'mel
Landschaftliche HighlightsPer Ausflugsboot geht's vom Hafen in Houmt Souk zu einer Landzunge, auf der sich meist Schwärme von Flamingos aufhalten. Es ist ratsam, möglichst früh zu fahren - je später die Tageszeit, desto mehr Menschen landen an der Flamingoinsel an.
- Ḥūmat as-Sūq
Per Ausflugsboot geht's vom Hafen in Houmt Souk zu einer Landzunge, auf der sich meist Schwärme von Flamingos aufhalten. Es ist ratsam, möglichst früh zu fahren - je später die Tageszeit, desto mehr Menschen landen an der Flamingoinsel an.
- Ḥūmat as-Sūq
Ghazi Mustapha Tower
Architektonische Highlights © Cezary Piwowarski, Shutterstock
Nahe dem Hafen liegt die alte Verteidigungsanlage Bordj el Kebir. Sie wurde im 12.Jh. von Roger de Loria errichtet, der Djerba im Auftrag des Königs von Aragón erobert hatte. 1560 bezog der Korsar Dragut die Festung und ließ sie weiter ausbauen. Später befand sie sich in den Händen der Beys von Tunis, dann in denen der Franzosen. Lange war die Anlage militärisch unbedeutend und zerfiel immer mehr. Erst mit Aufkommen des Tourismus begannen die Renovierungsarbeiten. Im Inneren gibt es ein kleines Museum zur Geschichte der Festung. Dort hängt auch ein Bild vom Schädelobelisken, Bordj el Ras, der bis 1848 hier im Hafen die Feinde abschrecken sollte. Im Innenhof des Militärbaus stößt man auf ein Marabout, das Grab des Heiligen Ghazi Mustapha.
- Houmt Souk
- +216 75 653 786
© Cezary Piwowarski, Shutterstock
Nahe dem Hafen liegt die alte Verteidigungsanlage Bordj el Kebir. Sie wurde im 12.Jh. von Roger de Loria errichtet, der Djerba im Auftrag des Königs von Aragón erobert hatte. 1560 bezog der Korsar Dragut die Festung und ließ sie weiter ausbauen. Später befand sie sich in den Händen der Beys von Tunis, dann in denen der Franzosen. Lange war die Anlage militärisch unbedeutend und zerfiel immer mehr. Erst mit Aufkommen des Tourismus begannen die Renovierungsarbeiten. Im Inneren gibt es ein kleines Museum zur Geschichte der Festung. Dort hängt auch ein Bild vom Schädelobelisken, Bordj el Ras, der bis 1848 hier im Hafen die Feinde abschrecken sollte. Im Innenhof des Militärbaus stößt man auf ein Marabout, das Grab des Heiligen Ghazi Mustapha.
- Houmt Souk
- +216 75 653 786
Tamezret
Geographical © Liya_Blumesser, Shutterstock
Etwa 12 km hinter Matmata, auf der Straße nach Douz, liegt das Berberdorf Tamezret (800 Ew.) wie eine weiße Festung im Berg. Die engen Gassen sind nur zu Fuß begehbar. Die Regierung versucht, den Ort am Leben zu erhalten. Viele Männer von hier zogen in die Städte des Nordens, was Tamezret zu einer Stadt der Frauen und Kinder gemacht hat. Bevor du die Stufen zum Café Berbère oben im Dorf hinaufsteigst, besuch doch das kleine Berbermuseum. Es zeigt ausgewählte Tücher und Teppiche der Berber. Zudem kann man dort die besondere Ar-chitektur des Orts studieren: die Verbindungen der in Stein gehauenen Häuser untereinander, die im Fall eines Angriffs auch als Fluchtwege dienten. Der Initiator des Museums, Mongi Bouras, führt dich gern durch das liebevoll gestaltete Haus. Er kennt die Geschichte der Berber und der Region. Oberhalb des Museums betreibt er ein kleines Restaurant – ein lohnender Stopp.
- Tamezret
© Liya_Blumesser, Shutterstock
Etwa 12 km hinter Matmata, auf der Straße nach Douz, liegt das Berberdorf Tamezret (800 Ew.) wie eine weiße Festung im Berg. Die engen Gassen sind nur zu Fuß begehbar. Die Regierung versucht, den Ort am Leben zu erhalten. Viele Männer von hier zogen in die Städte des Nordens, was Tamezret zu einer Stadt der Frauen und Kinder gemacht hat. Bevor du die Stufen zum Café Berbère oben im Dorf hinaufsteigst, besuch doch das kleine Berbermuseum. Es zeigt ausgewählte Tücher und Teppiche der Berber. Zudem kann man dort die besondere Ar-chitektur des Orts studieren: die Verbindungen der in Stein gehauenen Häuser untereinander, die im Fall eines Angriffs auch als Fluchtwege dienten. Der Initiator des Museums, Mongi Bouras, führt dich gern durch das liebevoll gestaltete Haus. Er kennt die Geschichte der Berber und der Region. Oberhalb des Museums betreibt er ein kleines Restaurant – ein lohnender Stopp.
- Tamezret
Medina von Tunis
GeographicalInsider-Tipp Schnitzeljagd mit den Jungs von nebenan
Hier ist Orient pur. In der Altstadt von Tunis liegen schmale Gassen und Plätze, an denen sich ein kleiner Laden neben dem anderen reiht und die gegen die Tageshitze mit Strohmatten oder Tonnengewölben geschützt sind. Jedes Gewerbe hat seinen eigenen Souk, also Markt: Der Souk des Libraires vereint die Buchhändler gleich neben der Großen Moschee; im Souk et- Attarine glitzern winzige Parfümfläschchen in den Auslagen und Opferkerzen hängen von der Ladendecke. Im Souk ech-Chechia werden die traditionellen tunesischen Filzkappen, die chechias, hergestellt und verkauft. Im Souk et-Trouk liegen die Teppich- und Souvenirläden. Viele Verkäufer werben mit ihrer Dachterrasse und dem Panoramablick über die Medina, Straßenhändler bieten dir süße Datteln in Honig und Sesam an. Nimm die Geschenke und Einladungen ruhig an. Du musst nichts kaufen – wirst es vermutlich aber doch tun. Je weiter du dich von der großen Moschee entfernst, desto ruhiger und untouristischer wird es – also einfach mal treiben lassen. Führungen durch die Medina buchst du am besten über Doolesha. Das Künstlerkollektiv arbeitet mit jungen Leuten zusammen, die in der Medina groß geworden sind und jetzt als Guides fungieren.
- Tunis
Insider-Tipp Schnitzeljagd mit den Jungs von nebenan
Hier ist Orient pur. In der Altstadt von Tunis liegen schmale Gassen und Plätze, an denen sich ein kleiner Laden neben dem anderen reiht und die gegen die Tageshitze mit Strohmatten oder Tonnengewölben geschützt sind. Jedes Gewerbe hat seinen eigenen Souk, also Markt: Der Souk des Libraires vereint die Buchhändler gleich neben der Großen Moschee; im Souk et- Attarine glitzern winzige Parfümfläschchen in den Auslagen und Opferkerzen hängen von der Ladendecke. Im Souk ech-Chechia werden die traditionellen tunesischen Filzkappen, die chechias, hergestellt und verkauft. Im Souk et-Trouk liegen die Teppich- und Souvenirläden. Viele Verkäufer werben mit ihrer Dachterrasse und dem Panoramablick über die Medina, Straßenhändler bieten dir süße Datteln in Honig und Sesam an. Nimm die Geschenke und Einladungen ruhig an. Du musst nichts kaufen – wirst es vermutlich aber doch tun. Je weiter du dich von der großen Moschee entfernst, desto ruhiger und untouristischer wird es – also einfach mal treiben lassen. Führungen durch die Medina buchst du am besten über Doolesha. Das Künstlerkollektiv arbeitet mit jungen Leuten zusammen, die in der Medina groß geworden sind und jetzt als Guides fungieren.
- Tunis
Onk Jamal
Landschaftliche HighlightsRund 38 km nordwestlich von Tozeur und etwa 20 km nordöstlich von Nefta beginnt mitten in der Wüste der "Krieg der Sterne": Onk Jamal, was übersetzt Kamelkopf bedeutet, heißt die Felsformation, nahe der George Lucas für Dreharbeiten die Weltraumstadt Mos Espa erbauen ließ, in der Anakin Skywalker, der später als Darth Vader der dunklen Seite der Macht folgte, fast seine gesamte Kindheit verbrachte. Die Strecke dorthin besteht aus sandiger Piste und ist nur mit dem Geländewagen befahrbar. Von Tozeur aus kannst du Onk Jamal im Rahmen einer organisierten Tour besuchen.
Rund 38 km nordwestlich von Tozeur und etwa 20 km nordöstlich von Nefta beginnt mitten in der Wüste der "Krieg der Sterne": Onk Jamal, was übersetzt Kamelkopf bedeutet, heißt die Felsformation, nahe der George Lucas für Dreharbeiten die Weltraumstadt Mos Espa erbauen ließ, in der Anakin Skywalker, der später als Darth Vader der dunklen Seite der Macht folgte, fast seine gesamte Kindheit verbrachte. Die Strecke dorthin besteht aus sandiger Piste und ist nur mit dem Geländewagen befahrbar. Von Tozeur aus kannst du Onk Jamal im Rahmen einer organisierten Tour besuchen.
Zaouia de Sidi Sahab
Architektonische Highlights © Bas van den Heuvel, Shutterstock
Der Beigesetzte war kein Barbier, sondern Vertrauter des Propheten. Sein Grab liegt außerhalb der Medina in einem Mausoleum aus dem 17.Jh., dessen Dekor mit Fayencen, Stuck und Malerei den Geschmack der osmanischen Herrscher widerspiegelt. Wer das Heiligtum besichtigt, sollte dies mit dem nötigen Respekt tun. Durch mehrere Vorräume gelangt man in den Innenhof, von dem der eigentliche Grabraum (kein Zutritt für Nichtmuslime) abgeht. Hier finden häufig auch feierliche Beschneidungen statt. Nicht fotografieren!
- Avenue el-Moez ibn Badis, 3100 Al Qairawān
- +216 77 288 258
© Bas van den Heuvel, Shutterstock
Der Beigesetzte war kein Barbier, sondern Vertrauter des Propheten. Sein Grab liegt außerhalb der Medina in einem Mausoleum aus dem 17.Jh., dessen Dekor mit Fayencen, Stuck und Malerei den Geschmack der osmanischen Herrscher widerspiegelt. Wer das Heiligtum besichtigt, sollte dies mit dem nötigen Respekt tun. Durch mehrere Vorräume gelangt man in den Innenhof, von dem der eigentliche Grabraum (kein Zutritt für Nichtmuslime) abgeht. Hier finden häufig auch feierliche Beschneidungen statt. Nicht fotografieren!
- Avenue el-Moez ibn Badis, 3100 Al Qairawān
- +216 77 288 258
Vieux Port
Touristenattraktionen © Glow Images
Ein Idyll im Herzen der Altstadt: Die Mauern der Kasbah und des gegenüberliegenden Forts el-Hani bilden einen schützenden Wall um das Hafenbecken, bunt bemalte Boote dümpeln am Kai. Gegen Abend füllen sich die Cafés, Wasserpfeifen werden bereitgestellt, Teekessel angeworfen, während die Fischer mit ihren bunt beleuchteten Booten zum nächtlichen Fang aufs Meer hinausfahren.
- Boulevard Habib Bougatfa, 7000 Binzart
© Glow Images
Ein Idyll im Herzen der Altstadt: Die Mauern der Kasbah und des gegenüberliegenden Forts el-Hani bilden einen schützenden Wall um das Hafenbecken, bunt bemalte Boote dümpeln am Kai. Gegen Abend füllen sich die Cafés, Wasserpfeifen werden bereitgestellt, Teekessel angeworfen, während die Fischer mit ihren bunt beleuchteten Booten zum nächtlichen Fang aufs Meer hinausfahren.
- Boulevard Habib Bougatfa, 7000 Binzart
Djammaa ez-Zitouna
Architektonische HighlightsIm 8.Jh. entstand ein erstes Gotteshaus, das mehrmals umgebaut wurde. Ab dem 13.Jh. avancierten die Zitouna und die ihr angeschlossenen Lehranstalten, die Medresen, zur bedeutendsten Hochschule des Landes und zur drittwichtigsten der islamischen Welt. Neben Theologie wurden Philosophie, Astronomie und Medizin unterrichtet. Heute ist die Ausbildung der Studenten an die Universität von Tunis verlagert. 184 von antiken Kapitellen aus Karthago gekrönte Säulen gliedern den Gebetssaal. Nichtmuslimen ist der Zutritt untersagt, sie können allerdings vom Innenhof aus einen Blick auf den im Dämmerlicht liegenden Raum erhaschen. Sehenswert ist das schöne Vierkantminarett mit Stuck- und Majolikadekor.
- Rue Djammaa ez-Zitouna, 1006 Tunis
- http://www.zitounatunisia.com/
Im 8.Jh. entstand ein erstes Gotteshaus, das mehrmals umgebaut wurde. Ab dem 13.Jh. avancierten die Zitouna und die ihr angeschlossenen Lehranstalten, die Medresen, zur bedeutendsten Hochschule des Landes und zur drittwichtigsten der islamischen Welt. Neben Theologie wurden Philosophie, Astronomie und Medizin unterrichtet. Heute ist die Ausbildung der Studenten an die Universität von Tunis verlagert. 184 von antiken Kapitellen aus Karthago gekrönte Säulen gliedern den Gebetssaal. Nichtmuslimen ist der Zutritt untersagt, sie können allerdings vom Innenhof aus einen Blick auf den im Dämmerlicht liegenden Raum erhaschen. Sehenswert ist das schöne Vierkantminarett mit Stuck- und Majolikadekor.
- Rue Djammaa ez-Zitouna, 1006 Tunis
- http://www.zitounatunisia.com/
El-Hofra
Landschaftliche HighlightsDie große Düne im Süden, unmittelbar bei der Hotelzone, ist besonders am späten Nachmittag ein tolles Fotomotiv. Von ihrem Kamm aus kann man weit über das Sandmeer des Großen Östlichen Erg blicken. Allerdings wird man dieses Vergnügen leider selten für sich allein haben: Hartnäckige Kameltreiber bieten ihre Tiere für kurze oder längere Exkursionen an. Am besten mietet man ein Kamel und lässt sich durch die Wüste führen.
- 4260 Dūz
Die große Düne im Süden, unmittelbar bei der Hotelzone, ist besonders am späten Nachmittag ein tolles Fotomotiv. Von ihrem Kamm aus kann man weit über das Sandmeer des Großen Östlichen Erg blicken. Allerdings wird man dieses Vergnügen leider selten für sich allein haben: Hartnäckige Kameltreiber bieten ihre Tiere für kurze oder längere Exkursionen an. Am besten mietet man ein Kamel und lässt sich durch die Wüste führen.
- 4260 Dūz
Al-Ǧamm
Geographical © Goran Jakus, Shutterstock
Insider-Tipp Alle Neune
Plötzlich, mitten zwischen den kleinen, staubigen Häusern dieses tunesischen Städtchens, öffnet sich der Platz und du stehst vor der mächtigen Fassade eines römischen h Amphitheaters. Mit knapp 40 m sind die Außenmauern deutlich höher als das Brandenburger Tor. Von den Tribünen – hier hatten bis zu 35 000 Menschen Platz – kannst du über die Arena gucken und dir vorstellen, wie die Gladiatoren kämpften. Hörst du, wie in den Katakomben unter der Arena die Ketten der Löwen rasseln? Gut, stattgefunden hat das aber hier nie! Dieses faszinierende Bauwerk ist im 2.Jh. erbaut, aber nie in Betrieb genommen worden. Im Eintritt inbegriffen ist der Besuch des sehenswerten Musée Archéologique am südlichen Stadtrand, in dem fantastische Mosaiken zu besichtigen sind. Faszinierend ist das einzige römische Mosaik weltweit, auf dem alle neun Musen abgebildet sind. In dem einer römischen Villa nachempfundenen Museum kann man sich vorstellen, wie es sich als Gutsbesitzer lebte. Auch die Anfahrt ist bereits ein Highlight: Rechts und links der Straße säumen unzählige Olivenbäume den Weg. Schon zur Römerzeit war dieser Sahel genannte Teil Tunesiens Hauptanbaugebiet für Oliven, aus denen man Seifen und Lampenöl herstellte. Die Großgrundbesitzer waren so wohlhabend, dass sie sich größten Luxus leisten konnten, weshalb einige der schönsten Mosaiken in den tunesischen Museen aus dieser Gegend stammen. Jeden Sommer findet in El-Djem ein internationales Musikfestival statt, zu dem Symphonieorchester aus der ganzen Welt kommen und in den Ruinen spielen.
© Goran Jakus, Shutterstock
Insider-Tipp Alle Neune
Plötzlich, mitten zwischen den kleinen, staubigen Häusern dieses tunesischen Städtchens, öffnet sich der Platz und du stehst vor der mächtigen Fassade eines römischen h Amphitheaters. Mit knapp 40 m sind die Außenmauern deutlich höher als das Brandenburger Tor. Von den Tribünen – hier hatten bis zu 35 000 Menschen Platz – kannst du über die Arena gucken und dir vorstellen, wie die Gladiatoren kämpften. Hörst du, wie in den Katakomben unter der Arena die Ketten der Löwen rasseln? Gut, stattgefunden hat das aber hier nie! Dieses faszinierende Bauwerk ist im 2.Jh. erbaut, aber nie in Betrieb genommen worden. Im Eintritt inbegriffen ist der Besuch des sehenswerten Musée Archéologique am südlichen Stadtrand, in dem fantastische Mosaiken zu besichtigen sind. Faszinierend ist das einzige römische Mosaik weltweit, auf dem alle neun Musen abgebildet sind. In dem einer römischen Villa nachempfundenen Museum kann man sich vorstellen, wie es sich als Gutsbesitzer lebte. Auch die Anfahrt ist bereits ein Highlight: Rechts und links der Straße säumen unzählige Olivenbäume den Weg. Schon zur Römerzeit war dieser Sahel genannte Teil Tunesiens Hauptanbaugebiet für Oliven, aus denen man Seifen und Lampenöl herstellte. Die Großgrundbesitzer waren so wohlhabend, dass sie sich größten Luxus leisten konnten, weshalb einige der schönsten Mosaiken in den tunesischen Museen aus dieser Gegend stammen. Jeden Sommer findet in El-Djem ein internationales Musikfestival statt, zu dem Symphonieorchester aus der ganzen Welt kommen und in den Ruinen spielen.