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Südliche Ägäis Top Sehenswürdigkeiten






























Architektonische Highlights
Architektonische Highlights
Landschaftliche Highlights
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Botanische Gärten & Parks
Akrópolis
Architektonische Highlights © Glow Images
Der Burgberg von Líndos bietet auf engem Raum einen Querschnitt durch die Geschichte der Insel: Aus allen wichtigen Zeitabschnitten sind dort Zeugnisse gefunden worden - vom Feuersteinwerkzeug aus der Jungsteinzeit bis hin zu der wuchtigen Kreuzritterfestung, hinter deren Mauern alles andere verschwindet. Die antiken Bauten sind erst zu Beginn des 20.Jhs. von dänischen Archäologen wieder ans Tageslicht gebracht worden. Wenn man zu Fuß geht, folgt man einfach den Schildern durch den Ort. Der Berg steigt von Norden nach Süden stufenweise an, sodass vier Plateaus entstanden sind. Gleich auf dem ersten kann eine Verschnaufpause eingelegt und der Blick auf den Strand genossen werden. Zu sehen sind außerdem die Öffnungen von drei Zisternen, ein Turm aus byzantinischer Zeit und mehrere Säulenbasen mit Inschriften. Sie gehörten zu den Statuen, die vermögende Bürger einst für das Heiligtum der Athena Lindia stifteten. Es gibt einen ziemlich sicheren Hinweis darauf, was aus diesen Statuen geworden ist: 42 v.Chr. ließ der römische Admiral und Politiker Cassius - er war später an der Ermordung Cäsars beteiligt - 3000 Statuen von Rhodos nach Rom schaffen - die meisten von ihnen kamen aus Líndos. In den Felsen ist das Relief eines Schiffs eingearbeitet - eine Reverenz der Einwohner von Líndos an einen erfolgreichen General aus ihrer Stadt, der im 2.Jh. v.Chr. gelebt hat. Der wohl anstrengendste Teil des Wegs ist die "Besteigung" der Johanniterfestung. Besonders im Sommer sehnt manch ein müder Wanderer das Ende der steinernen Treppe herbei. Endlich oben angekommen, geht es durch das gewölbte Eingangstor und man befindet sich nach ein paar Schritten scheinbar mitten im Altertum: an den Wänden antike Altäre und die Sockel von Denkmälern, draußen eine Mauer und darauf ein paar Säulen - die Reste einer Säulenhalle aus hellenistischer Zeit, die sich mit 87 m Länge über die ganze Akropolis erstreckte. Die schlanken dorischen Säulen des Athenetempels, der gerade aufwendig und langwierig restauriert wird, stehen ganz oben, auf dem vierten Plateau. Was erhalten ist, stammt aus dem 4.Jh. v.Chr. Mit rund 22 m Länge und 8 m Breite ist der Tempel relativ klein - aber antike Bauten, die so harmonisch in ihre natürliche Umgebung eingepasst sind, findet man sogar in Griechenland selten. In alle Richtungen ist die Aussicht frei und ein Blick scheint schöner als der andere: im Süden die Ágios-Pávlos-Bucht mit der kleinen, dem Apostel Paulus geweihten Kapelle. Im Norden das Kap der Hafenbucht mit dem Grab des Kleóboulos, einem kleinen Rundmausoleum aus hellenistischer Zeit. Im Osten das Meer. Im Westen, gleich unterhalb des Bergs, kann man die Dächer von Líndos sehen.
- 851 07 Líndos
- http://lindos-rhodes.gr/
© Glow Images
Der Burgberg von Líndos bietet auf engem Raum einen Querschnitt durch die Geschichte der Insel: Aus allen wichtigen Zeitabschnitten sind dort Zeugnisse gefunden worden - vom Feuersteinwerkzeug aus der Jungsteinzeit bis hin zu der wuchtigen Kreuzritterfestung, hinter deren Mauern alles andere verschwindet. Die antiken Bauten sind erst zu Beginn des 20.Jhs. von dänischen Archäologen wieder ans Tageslicht gebracht worden. Wenn man zu Fuß geht, folgt man einfach den Schildern durch den Ort. Der Berg steigt von Norden nach Süden stufenweise an, sodass vier Plateaus entstanden sind. Gleich auf dem ersten kann eine Verschnaufpause eingelegt und der Blick auf den Strand genossen werden. Zu sehen sind außerdem die Öffnungen von drei Zisternen, ein Turm aus byzantinischer Zeit und mehrere Säulenbasen mit Inschriften. Sie gehörten zu den Statuen, die vermögende Bürger einst für das Heiligtum der Athena Lindia stifteten. Es gibt einen ziemlich sicheren Hinweis darauf, was aus diesen Statuen geworden ist: 42 v.Chr. ließ der römische Admiral und Politiker Cassius - er war später an der Ermordung Cäsars beteiligt - 3000 Statuen von Rhodos nach Rom schaffen - die meisten von ihnen kamen aus Líndos. In den Felsen ist das Relief eines Schiffs eingearbeitet - eine Reverenz der Einwohner von Líndos an einen erfolgreichen General aus ihrer Stadt, der im 2.Jh. v.Chr. gelebt hat. Der wohl anstrengendste Teil des Wegs ist die "Besteigung" der Johanniterfestung. Besonders im Sommer sehnt manch ein müder Wanderer das Ende der steinernen Treppe herbei. Endlich oben angekommen, geht es durch das gewölbte Eingangstor und man befindet sich nach ein paar Schritten scheinbar mitten im Altertum: an den Wänden antike Altäre und die Sockel von Denkmälern, draußen eine Mauer und darauf ein paar Säulen - die Reste einer Säulenhalle aus hellenistischer Zeit, die sich mit 87 m Länge über die ganze Akropolis erstreckte. Die schlanken dorischen Säulen des Athenetempels, der gerade aufwendig und langwierig restauriert wird, stehen ganz oben, auf dem vierten Plateau. Was erhalten ist, stammt aus dem 4.Jh. v.Chr. Mit rund 22 m Länge und 8 m Breite ist der Tempel relativ klein - aber antike Bauten, die so harmonisch in ihre natürliche Umgebung eingepasst sind, findet man sogar in Griechenland selten. In alle Richtungen ist die Aussicht frei und ein Blick scheint schöner als der andere: im Süden die Ágios-Pávlos-Bucht mit der kleinen, dem Apostel Paulus geweihten Kapelle. Im Norden das Kap der Hafenbucht mit dem Grab des Kleóboulos, einem kleinen Rundmausoleum aus hellenistischer Zeit. Im Osten das Meer. Im Westen, gleich unterhalb des Bergs, kann man die Dächer von Líndos sehen.
- 851 07 Líndos
- http://lindos-rhodes.gr/
Palatí tou megálou magístrou ton ippotón
Architektonische Highlights © Jozsef Szasz-Fabian, Thinkstock
© Jozsef Szasz-Fabian, Thinkstock
Als trutziges Wahrzeichen der Stadt thront die mächtige Burg über den Häusern der Altstadt. Im Großmeisterpalast war einst das Machtzentrum des Johanniterordens, der 200 Jahre lang Vorposten des christlichen Abendlands im Kampf gegen die Osmanen war. Von italienischen Kaufleuten in Jerusalem gegründet und im Jahr 1099 vom Papst bestätigt, spielte der Orden eine wichtige Rolle während der Kreuzzüge. Nachdem sie aus dem Heiligen Land vertrieben worden waren, kamen die Ritter im Jahr 1291 zuerst nach Zypern, bevor sie 1309 unter dem damaligen Großmeister Foulquet de Villaret Rhodos eroberten und zur größten befestigten Stadt des gesamten Mittelmeerraums ausbauten. Nach der türkischen Eroberung der Insel ließen sie sich dann auf Malta nieder, das ihnen Kaiser Karl V. 1530 überlassen hatte - aus den Johannitern wurden die Malteserritter. Der Großmeister herrschte ganz wie der Fürst eines souveränen Staats über den weltlichen Besitz des Ordens. Er wurde von Wahlmännern aus den verschiedenen Sektionen des Ordens ("Zungen") auf Lebenszeit gewählt. Der Palast stammt, so, wie er heute aussieht, aus den 1930er-Jahren. Das ursprüngliche Gebäude wurde im späten 14.Jh. erbaut. Dazu gehörte die Hauptkirche des Ordens. Sie war dem Ordensheiligen Johannes geweiht und stand westlich von der Eingangshalle. Nachdem die Türken 1522 Rhodos erobert hatten, diente das Gebäude als Gefängnis, die Palastkirche als Kuhstall und die Hauptkirche als Moschee. In den Gewölben wurde das von der Belagerung übrig gebliebene Pulver gelagert. 1856 kam es durch einen Blitzschlag zu einer Explosion, die Johanneskirche flog in die Luft, und die umliegenden Gebäude, darunter der Großmeisterpalast, wurden stark beschädigt. Ähnliche Unglücke hat es in Griechenland mehrmals gegeben. Von dem ursprünglichen Gebäude sind nur wenige Teile erhalten geblieben, u.a. das Eingangsportal mit den beiden halbrunden Türmen. Den italienischen Architekten, die den Großmeisterpalast wieder aufgebaut haben, werfen Fachleute vor, schlechte Arbeit geleistet zu haben. Das Gebäude sollte dem italienischen König und dem Diktator Benito Mussolini als repräsentativer Wohnsitz dienen, wenn sie Rhodos einmal besuchten - was sie allerdings nie getan haben. So ist das Obergeschoss ein gutes Stück zu klotzig geraten, und, ein schlimmer Fauxpas: Die Fußböden wurden mit antiken Mosaiken, die von der Insel Kos stammen, geschmückt - eine Ausstattung, wie sie kein Ritter, auch der Großmeister nicht, jemals in seinen Räumen hatte. Zwei sehr informative Ausstellungen im Großmeisterpalast zeigen anhand von Objekten und Illustrationen, wie die Menschen in der Antike und im Mittelalter lebten und arbeiteten.
- Platía Kleovoúlou, 851 00 Ródos
- http://www.oldtownrhodes.com/
- +30 2241 365270
© Jozsef Szasz-Fabian, Thinkstock
© Jozsef Szasz-Fabian, Thinkstock
Als trutziges Wahrzeichen der Stadt thront die mächtige Burg über den Häusern der Altstadt. Im Großmeisterpalast war einst das Machtzentrum des Johanniterordens, der 200 Jahre lang Vorposten des christlichen Abendlands im Kampf gegen die Osmanen war. Von italienischen Kaufleuten in Jerusalem gegründet und im Jahr 1099 vom Papst bestätigt, spielte der Orden eine wichtige Rolle während der Kreuzzüge. Nachdem sie aus dem Heiligen Land vertrieben worden waren, kamen die Ritter im Jahr 1291 zuerst nach Zypern, bevor sie 1309 unter dem damaligen Großmeister Foulquet de Villaret Rhodos eroberten und zur größten befestigten Stadt des gesamten Mittelmeerraums ausbauten. Nach der türkischen Eroberung der Insel ließen sie sich dann auf Malta nieder, das ihnen Kaiser Karl V. 1530 überlassen hatte - aus den Johannitern wurden die Malteserritter. Der Großmeister herrschte ganz wie der Fürst eines souveränen Staats über den weltlichen Besitz des Ordens. Er wurde von Wahlmännern aus den verschiedenen Sektionen des Ordens ("Zungen") auf Lebenszeit gewählt. Der Palast stammt, so, wie er heute aussieht, aus den 1930er-Jahren. Das ursprüngliche Gebäude wurde im späten 14.Jh. erbaut. Dazu gehörte die Hauptkirche des Ordens. Sie war dem Ordensheiligen Johannes geweiht und stand westlich von der Eingangshalle. Nachdem die Türken 1522 Rhodos erobert hatten, diente das Gebäude als Gefängnis, die Palastkirche als Kuhstall und die Hauptkirche als Moschee. In den Gewölben wurde das von der Belagerung übrig gebliebene Pulver gelagert. 1856 kam es durch einen Blitzschlag zu einer Explosion, die Johanneskirche flog in die Luft, und die umliegenden Gebäude, darunter der Großmeisterpalast, wurden stark beschädigt. Ähnliche Unglücke hat es in Griechenland mehrmals gegeben. Von dem ursprünglichen Gebäude sind nur wenige Teile erhalten geblieben, u.a. das Eingangsportal mit den beiden halbrunden Türmen. Den italienischen Architekten, die den Großmeisterpalast wieder aufgebaut haben, werfen Fachleute vor, schlechte Arbeit geleistet zu haben. Das Gebäude sollte dem italienischen König und dem Diktator Benito Mussolini als repräsentativer Wohnsitz dienen, wenn sie Rhodos einmal besuchten - was sie allerdings nie getan haben. So ist das Obergeschoss ein gutes Stück zu klotzig geraten, und, ein schlimmer Fauxpas: Die Fußböden wurden mit antiken Mosaiken, die von der Insel Kos stammen, geschmückt - eine Ausstattung, wie sie kein Ritter, auch der Großmeister nicht, jemals in seinen Räumen hatte. Zwei sehr informative Ausstellungen im Großmeisterpalast zeigen anhand von Objekten und Illustrationen, wie die Menschen in der Antike und im Mittelalter lebten und arbeiteten.
- Platía Kleovoúlou, 851 00 Ródos
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- +30 2241 365270
Filérimos
Landschaftliche Highlights © dpe123, Thinkstock
Für die Bewohner von Rhodos-Stadt ist der Filérimos-Berg ein sehr beliebtes Naherholungsgebiet. Auf dem 267 m hohen Plateau ist es sogar im Sommer relativ kühl und der Weg nach oben bietet immer wieder schöne Ausblicke auf die Küste. Hier stand einst die Akropolis des antiken Ialyssós. Nur wenige Minuten von der quirligen Innenstadt entfernt ist man hier in einer völlig anderen Welt: mächtige Kiefern, Kräuterduft, zirpende Zikaden. Die Gebäude und Ruinen auf dem Filérimos-Berg stammen aus drei Jahrtausenden. Am besten erhalten wirkt das Kloster aus dem 10.Jh. Italienische Archäologen haben es vor dem Zweiten Weltkrieg auf den Ruinen der alten Gebäude wieder aufgebaut.
- Ialissós (Triánta)
© dpe123, Thinkstock
Für die Bewohner von Rhodos-Stadt ist der Filérimos-Berg ein sehr beliebtes Naherholungsgebiet. Auf dem 267 m hohen Plateau ist es sogar im Sommer relativ kühl und der Weg nach oben bietet immer wieder schöne Ausblicke auf die Küste. Hier stand einst die Akropolis des antiken Ialyssós. Nur wenige Minuten von der quirligen Innenstadt entfernt ist man hier in einer völlig anderen Welt: mächtige Kiefern, Kräuterduft, zirpende Zikaden. Die Gebäude und Ruinen auf dem Filérimos-Berg stammen aus drei Jahrtausenden. Am besten erhalten wirkt das Kloster aus dem 10.Jh. Italienische Archäologen haben es vor dem Zweiten Weltkrieg auf den Ruinen der alten Gebäude wieder aufgebaut.
- Ialissós (Triánta)
Archaiologikó Mousío
Museen © Anna Kochetkova, Shutterstock
Sehenswert ist vor allem das Gebäude, in dem das Museum untergebracht ist, das Ordenshospital der Ritter. Es stammt aus dem 15.Jh. und ist ein schlichter Bau mit einem großen Innenhof, der auf allen Seiten von Arkadengängen umgeben ist. Die eine Seite wird ganz von dem 50 m langen Krankensaal eingenommen. Die medizinische Versorgung im Hospital soll so gut gewesen sein, dass sogar aus dem Ausland Patienten kamen. Die größten Kostbarkeiten des Museums sind eine kleine Marmorstatue, die um das Jahr 100 v.Chr. entstanden ist und "Kauernde Aphrodite" genannt wird: eine Grabstele aus dem 5.Jh., die zwei Frauen, vermutlich Mutter und Tochter, zeigt - sie heißen nach der Inschrift auf dem Stein Krito und Timarista sowie eine große, vor Rhodos im Meer gefundene Aphroditenstatue.
- Odós Apéllou, 851 00 Ródos
- http://archaeologicalmuseums.gr/
- protocol@kbepka.culture.gr
© Anna Kochetkova, Shutterstock
Sehenswert ist vor allem das Gebäude, in dem das Museum untergebracht ist, das Ordenshospital der Ritter. Es stammt aus dem 15.Jh. und ist ein schlichter Bau mit einem großen Innenhof, der auf allen Seiten von Arkadengängen umgeben ist. Die eine Seite wird ganz von dem 50 m langen Krankensaal eingenommen. Die medizinische Versorgung im Hospital soll so gut gewesen sein, dass sogar aus dem Ausland Patienten kamen. Die größten Kostbarkeiten des Museums sind eine kleine Marmorstatue, die um das Jahr 100 v.Chr. entstanden ist und "Kauernde Aphrodite" genannt wird: eine Grabstele aus dem 5.Jh., die zwei Frauen, vermutlich Mutter und Tochter, zeigt - sie heißen nach der Inschrift auf dem Stein Krito und Timarista sowie eine große, vor Rhodos im Meer gefundene Aphroditenstatue.
- Odós Apéllou, 851 00 Ródos
- http://archaeologicalmuseums.gr/
- protocol@kbepka.culture.gr
Ekklisía tis panagías
Architektonische Highlights © Glow Images
Insider-Tipp Heiliger Wauwau
Wahnsinn! Da war einmal ein frommer Mann, so schön, dass jede Frau ihm nachstellte. Er aber wollte nur fromm und keusch sein. Er bat seinen Gott um Hilfe. Der setzte ihm einen Hundekopf auf. Und der Mann hatte fortan seine Ruhe. Du kennst ihn wohl auch: Christophorus, den Schutzheiligen aller Reisenden. In der Marienkirche von Líndos (15.Jh.) ist er in der unteren Heiligenreihe an der rechten Seitenwand zu bewundern – als Mann mit Hundekopf. Auch die etwa 80 anderen Wandmalereien an den Wänden und im Gewölbe aus der Zeit um 1800 erzählen interessante Geschichten. An der Rückwand kannst du verfolgen, wie die Gerechten von Petrus ins Paradies geführt und die Sünder von einem Feuerstrom ins Maul eines Ungeheuers befördert werden, wo sie grausame Höllenstrafen erwarten. Erfreulicher sind da die Szenen aus der Schöpfungsgeschichte im obersten Bilderstreifen. Da siehst du, wie Gott die Welt, die Tiere und als ersten Menschen Adam erschafft. Das hier auch behauptet wird, Eva sei aus einer Rippe Adams entsprungen, könnte Diskussionsstoff für eure nächste Kaffeepause sein.
- 851 07 Líndos
© Glow Images
Insider-Tipp Heiliger Wauwau
Wahnsinn! Da war einmal ein frommer Mann, so schön, dass jede Frau ihm nachstellte. Er aber wollte nur fromm und keusch sein. Er bat seinen Gott um Hilfe. Der setzte ihm einen Hundekopf auf. Und der Mann hatte fortan seine Ruhe. Du kennst ihn wohl auch: Christophorus, den Schutzheiligen aller Reisenden. In der Marienkirche von Líndos (15.Jh.) ist er in der unteren Heiligenreihe an der rechten Seitenwand zu bewundern – als Mann mit Hundekopf. Auch die etwa 80 anderen Wandmalereien an den Wänden und im Gewölbe aus der Zeit um 1800 erzählen interessante Geschichten. An der Rückwand kannst du verfolgen, wie die Gerechten von Petrus ins Paradies geführt und die Sünder von einem Feuerstrom ins Maul eines Ungeheuers befördert werden, wo sie grausame Höllenstrafen erwarten. Erfreulicher sind da die Szenen aus der Schöpfungsgeschichte im obersten Bilderstreifen. Da siehst du, wie Gott die Welt, die Tiere und als ersten Menschen Adam erschafft. Das hier auch behauptet wird, Eva sei aus einer Rippe Adams entsprungen, könnte Diskussionsstoff für eure nächste Kaffeepause sein.
- 851 07 Líndos
Limáni Mandráki
Touristenattraktionen © allou, Thinkstock
Einen Namen sollten Sie sich gleich einprägen: Mandráki. Sie werden ihn immer wieder hören, wenn Sie nach dem Weg fragen. Wo ist die Touristeninformation? In Mandráki. Wo finde ich den Markt? In Mandráki. Wo kann man ein Boot mieten? Mandráki heißt übersetzt "kleiner Schafpferch". Woher der antike Kriegshafen von Rhodos-Stadt seinen Namen hat, weiß niemand genau. Eine mögliche Erklärung lautet, dass die Bezeichnung mit seiner Bauweise zu tun haben könnte: Der Mandráki-Hafen sieht aus wie eine Zange und umschließt die Schiffe wie der Pferch die Schafherde. Wenn Sie mit dem Schiff ankommen, können Sie an der Hafeneinfahrt Hirsch und Hirschkuh sehen, die Wappentiere der Insel. Vom Meer aus betrachtet links steht heute der runde Turm der mächtigen Ágios-Nikólaos-Festung, die aus dem 15.Jh. stammt. Die drei Mühlen auf der Mole sind ungefähr genauso alt. Mandráki wird aber nicht nur der eigentliche Hafen, sondern auch der Bezirk dahinter genannt. Mandráki fasziniert immer wieder aufs Neue: Hier erleben Sie Hafenflair, Markttrubel, großstädtische Betriebsamkeit. Natürlich hat das Juwel viele Bewunderer. An manchen Tagen sind es so viele, dass sie sich am Eleftherías-(Freiheits-)Tor, das auf dem kürzesten Weg zur Altstadt führt, auf die Füße treten - nicht zuletzt deshalb, weil auch Autos das Freiheitstor passieren und für Fußgänger rechts und links nur ein schmaler Streifen vorgesehen ist. Ruhig lassen es dagegen die Angler angehen, die auf den Molen ihre Leinen auswerfen. Auch als Urlauber können Sie sich zu ihnen gesellen und ihr Fischerglück versuchen.
- 851 00 Ródos
© allou, Thinkstock
Einen Namen sollten Sie sich gleich einprägen: Mandráki. Sie werden ihn immer wieder hören, wenn Sie nach dem Weg fragen. Wo ist die Touristeninformation? In Mandráki. Wo finde ich den Markt? In Mandráki. Wo kann man ein Boot mieten? Mandráki heißt übersetzt "kleiner Schafpferch". Woher der antike Kriegshafen von Rhodos-Stadt seinen Namen hat, weiß niemand genau. Eine mögliche Erklärung lautet, dass die Bezeichnung mit seiner Bauweise zu tun haben könnte: Der Mandráki-Hafen sieht aus wie eine Zange und umschließt die Schiffe wie der Pferch die Schafherde. Wenn Sie mit dem Schiff ankommen, können Sie an der Hafeneinfahrt Hirsch und Hirschkuh sehen, die Wappentiere der Insel. Vom Meer aus betrachtet links steht heute der runde Turm der mächtigen Ágios-Nikólaos-Festung, die aus dem 15.Jh. stammt. Die drei Mühlen auf der Mole sind ungefähr genauso alt. Mandráki wird aber nicht nur der eigentliche Hafen, sondern auch der Bezirk dahinter genannt. Mandráki fasziniert immer wieder aufs Neue: Hier erleben Sie Hafenflair, Markttrubel, großstädtische Betriebsamkeit. Natürlich hat das Juwel viele Bewunderer. An manchen Tagen sind es so viele, dass sie sich am Eleftherías-(Freiheits-)Tor, das auf dem kürzesten Weg zur Altstadt führt, auf die Füße treten - nicht zuletzt deshalb, weil auch Autos das Freiheitstor passieren und für Fußgänger rechts und links nur ein schmaler Streifen vorgesehen ist. Ruhig lassen es dagegen die Angler angehen, die auf den Molen ihre Leinen auswerfen. Auch als Urlauber können Sie sich zu ihnen gesellen und ihr Fischerglück versuchen.
- 851 00 Ródos
Néa Agorá
Architektonische Highlights © Glow Images
Das Gebäude ist nicht zu übersehen: Es hat sieben Ecken, ist aber nur eineinhalb Stockwerke hoch. Unter den Arkaden zur Hafenseite hin sind mehrere Cafés angesiedelt, in denen bis spät in die Nacht alle Plätze besetzt sind. Dort gibt es die auf Rhodos so beliebten, ursprünglich türkischen Süßigkeiten wie baklavás und kataífi. An zwei Kiosken zwischen den Cafés werden internationale Zeitungen und Zeitschriften verkauft. Im Innenraum der Néa Agorá steht die Fischmarkthalle, die heute nur noch durch die schönen Fischreliefs an den Kapitellen ihrer Säulen als solche zu erkennen ist. Platía Eleftherías Mandráki.
- Nea agora 1, 851 00 Ródos
© Glow Images
Das Gebäude ist nicht zu übersehen: Es hat sieben Ecken, ist aber nur eineinhalb Stockwerke hoch. Unter den Arkaden zur Hafenseite hin sind mehrere Cafés angesiedelt, in denen bis spät in die Nacht alle Plätze besetzt sind. Dort gibt es die auf Rhodos so beliebten, ursprünglich türkischen Süßigkeiten wie baklavás und kataífi. An zwei Kiosken zwischen den Cafés werden internationale Zeitungen und Zeitschriften verkauft. Im Innenraum der Néa Agorá steht die Fischmarkthalle, die heute nur noch durch die schönen Fischreliefs an den Kapitellen ihrer Säulen als solche zu erkennen ist. Platía Eleftherías Mandráki.
- Nea agora 1, 851 00 Ródos
Koiláda ton petaloúdon
Botanische Gärten & Parks © Glow Images
Insider-Tipp Geniale Bolo
Gut gewählt! Ihre Paarungszeit zwischen Juni und August verbringen Hunderttausende von Schmetterlingen (griechisch petaloúdes) in dem üppig grünen, insgesamt über 5 km langen Tal. Meist sitzen sie mit zusammengelegten Flügeln unscheinbar auf den Blättern der Amberbäume, manchmal füllen sie aber auch die Luft oder sogar die Küche der Taverne im Tal als dichte Schwärme. Bei den Tieren mit den auf der Oberseite orange-schwarzen Flügeln handelt es sich um eine Motte mit dem deutschen Namen Spanische Flagge (Panaxia quadripunctaria). Der schönen Landschaft wegen lohnt sich ein Abstecher ins Tal zu jeder Jahreszeit. Es hat ein kleines naturgeschichtliches Museum mit einer Schmetterlingssammlung und die lauschige Taverne Butterflies. Die Spaghetti bolognese des Wirts Dímitri sind Spitzenklasse, das täglich frisch zubereitete moussaká ist es ebenfalls.
- Petaloúdes
- http://valleyofbutterflies.com/
- +30 2241 082822
© Glow Images
Insider-Tipp Geniale Bolo
Gut gewählt! Ihre Paarungszeit zwischen Juni und August verbringen Hunderttausende von Schmetterlingen (griechisch petaloúdes) in dem üppig grünen, insgesamt über 5 km langen Tal. Meist sitzen sie mit zusammengelegten Flügeln unscheinbar auf den Blättern der Amberbäume, manchmal füllen sie aber auch die Luft oder sogar die Küche der Taverne im Tal als dichte Schwärme. Bei den Tieren mit den auf der Oberseite orange-schwarzen Flügeln handelt es sich um eine Motte mit dem deutschen Namen Spanische Flagge (Panaxia quadripunctaria). Der schönen Landschaft wegen lohnt sich ein Abstecher ins Tal zu jeder Jahreszeit. Es hat ein kleines naturgeschichtliches Museum mit einer Schmetterlingssammlung und die lauschige Taverne Butterflies. Die Spaghetti bolognese des Wirts Dímitri sind Spitzenklasse, das täglich frisch zubereitete moussaká ist es ebenfalls.
- Petaloúdes
- http://valleyofbutterflies.com/
- +30 2241 082822
Ágios Stéfanos
Architektonische Highlights © Panos Karas, Shutterstock
Insider-Tipp Zum Sonnenbaden in die Kirche
Zum Sonnenbad in die Kirche? Gegenüber vom kleinen Inselchen Kastrí ist es möglich. Da kannst du deine Strandmatte zwischen Säulen und 1500 Jahre alten Mauern ausrollen und bist schon zehn Schritte weiter im Wasser. Italienische Archäologen haben einige Säulen restauriert und wieder aufgerichtet – die meisten davon sind jedoch erneut umgefallen. Man erkennt noch den Grundriss des dreischiffigen Baus. An die Nordwand angelehnt stand eine zweite, kleinere Basilika mit einem noch immer sehr gut erhaltenen, kreuzförmigen Taufbecken im Boden. Hier gefundene Bodenmosaike wurden wieder mit Kies bedeckt.
- 853 01 Kéfalos
© Panos Karas, Shutterstock
Insider-Tipp Zum Sonnenbaden in die Kirche
Zum Sonnenbad in die Kirche? Gegenüber vom kleinen Inselchen Kastrí ist es möglich. Da kannst du deine Strandmatte zwischen Säulen und 1500 Jahre alten Mauern ausrollen und bist schon zehn Schritte weiter im Wasser. Italienische Archäologen haben einige Säulen restauriert und wieder aufgerichtet – die meisten davon sind jedoch erneut umgefallen. Man erkennt noch den Grundriss des dreischiffigen Baus. An die Nordwand angelehnt stand eine zweite, kleinere Basilika mit einem noch immer sehr gut erhaltenen, kreuzförmigen Taufbecken im Boden. Hier gefundene Bodenmosaike wurden wieder mit Kies bedeckt.
- 853 01 Kéfalos
Asklípion
Touristenattraktionen © Glow Images
Heiligtümer für Asklípios, den griechischen Gott der Heilkunst, gab es in der Antike überall in Groß-Griechenland. Die Tempel und Altäre des Gottes suchte man auf, wenn man dringend Hilfe benötigte oder Heilung von langwierigen Krankheiten suchte. Zu Lebzeiten des Hippokrates (460-377 v.Chr.) gab es das Asklípios-Heiligtum in der heutigen Gestalt noch nicht. Wahrscheinlich standen an dessen Stelle nur ein kleiner Apollo-Tempel und ein Altar für Asklípios. Ende des 4.Jhs. v.Chr. wurde das Heiligtum erweitert. Seine heute erkennbare Form erhielt es zwischen dem 2.Jh. v.Chr. und dem 2.Jh. n.Chr. Das Heiligtum ist terrassenförmig angelegt. Die unterste Terrasse war im Wesentlichen dem Kurbetrieb vorbehalten. Auf der mittleren Terrasse standen einst mehrere Tempel, ein Opferaltar und Bauten für die Priester. Auf der obersten Terrasse erhob sich seit dem 2.Jh. v.Chr. der größte und prächtigste aller Tempel, ein dem Asklípios geweihter Bau.
- Platáni
- +30 2242 028326
© Glow Images
Heiligtümer für Asklípios, den griechischen Gott der Heilkunst, gab es in der Antike überall in Groß-Griechenland. Die Tempel und Altäre des Gottes suchte man auf, wenn man dringend Hilfe benötigte oder Heilung von langwierigen Krankheiten suchte. Zu Lebzeiten des Hippokrates (460-377 v.Chr.) gab es das Asklípios-Heiligtum in der heutigen Gestalt noch nicht. Wahrscheinlich standen an dessen Stelle nur ein kleiner Apollo-Tempel und ein Altar für Asklípios. Ende des 4.Jhs. v.Chr. wurde das Heiligtum erweitert. Seine heute erkennbare Form erhielt es zwischen dem 2.Jh. v.Chr. und dem 2.Jh. n.Chr. Das Heiligtum ist terrassenförmig angelegt. Die unterste Terrasse war im Wesentlichen dem Kurbetrieb vorbehalten. Auf der mittleren Terrasse standen einst mehrere Tempel, ein Opferaltar und Bauten für die Priester. Auf der obersten Terrasse erhob sich seit dem 2.Jh. v.Chr. der größte und prächtigste aller Tempel, ein dem Asklípios geweihter Bau.
- Platáni
- +30 2242 028326
Embrós Thérme
Touristenattraktionen © Volker Rauch, Shutterstock
Mit Baden-Baden oder Norderney ist das Thermalbad von Kos nicht zu vergleichen. Es besteht nur aus einem schlichten Pumpenhäuschen und einem Steinkreis, der im Meer direkt am Strand ein Becken mit ca. 10 m Durchmesser bildet. Dort vermischt sich das aus einer Quelle im Fels entspringende, bis zu 40 °C heiße Thermalwasser mit dem Meerwasser. Eine Analyse der Technischen Universität München hat ihm bescheinigt, dass es Heilwirkungen bei Entwicklungsstörungen im Kindesalter sowie bei Erkrankungen der Haut, der Gefäße, der Augen und der Atemwege besitzt.
- Ágios Fókas
- http://www.kos.gr/
© Volker Rauch, Shutterstock
Mit Baden-Baden oder Norderney ist das Thermalbad von Kos nicht zu vergleichen. Es besteht nur aus einem schlichten Pumpenhäuschen und einem Steinkreis, der im Meer direkt am Strand ein Becken mit ca. 10 m Durchmesser bildet. Dort vermischt sich das aus einer Quelle im Fels entspringende, bis zu 40 °C heiße Thermalwasser mit dem Meerwasser. Eine Analyse der Technischen Universität München hat ihm bescheinigt, dass es Heilwirkungen bei Entwicklungsstörungen im Kindesalter sowie bei Erkrankungen der Haut, der Gefäße, der Augen und der Atemwege besitzt.
- Ágios Fókas
- http://www.kos.gr/
Paléa Pýli
Touristenattraktionen © gkordus, Shutterstock
Insider-Tipp Gute Aussichten
Hier wirst du zum Gipfelstürmer – und das gern auch gleich zweimal. Auf dem ersten Gipfel steht eine Burgruine, der Weg hinauf führt durch ein Geisterdorf. Es wurde schon 1839 nach einer Cholera-Epidemie verlassen, intakt sind nur noch vier uralte Kirchlein. Den schönsten Blick auf die Burg aus dem 11.Jh. hast du vom Nachbargipfel aus. Dort haben Geórgios und Michális vor ihrem alten Geburtshaus ein kleines, uriges Café geschaffen. Hier fühlst du dich fast wie auf der Alm. Salate und kleine Snacks gibt’s immer, und manchmal wird auch der Grill angeworfen.
- Palaio Pyli, Pýli
- http://www.kastra.eu/
© gkordus, Shutterstock
Insider-Tipp Gute Aussichten
Hier wirst du zum Gipfelstürmer – und das gern auch gleich zweimal. Auf dem ersten Gipfel steht eine Burgruine, der Weg hinauf führt durch ein Geisterdorf. Es wurde schon 1839 nach einer Cholera-Epidemie verlassen, intakt sind nur noch vier uralte Kirchlein. Den schönsten Blick auf die Burg aus dem 11.Jh. hast du vom Nachbargipfel aus. Dort haben Geórgios und Michális vor ihrem alten Geburtshaus ein kleines, uriges Café geschaffen. Hier fühlst du dich fast wie auf der Alm. Salate und kleine Snacks gibt’s immer, und manchmal wird auch der Grill angeworfen.
- Palaio Pyli, Pýli
- http://www.kastra.eu/
Casa Romana
Touristenattraktionen © Alexander Hassenstein, Thinkstock
Italienische Archäologen legten 1933/34 eine einst prächtige römische Villa frei, deren übermannshohe Mauern größtenteils noch erhalten waren. Sie rekonstruierten sie so anschaulich, dass das Haus heute einen lebendigen Eindruck vom Wohnen in römischer Zeit vermittelt. Bei dieser imaginären Zeitreise durch eine Luxuswelt darf man aber auch nicht die hier arbeitenden Sklaven vergessen.
- Odós Grigoríou E', 853 00 Kos
- http://odysseus.culture.gr/
© Alexander Hassenstein, Thinkstock
Italienische Archäologen legten 1933/34 eine einst prächtige römische Villa frei, deren übermannshohe Mauern größtenteils noch erhalten waren. Sie rekonstruierten sie so anschaulich, dass das Haus heute einen lebendigen Eindruck vom Wohnen in römischer Zeit vermittelt. Bei dieser imaginären Zeitreise durch eine Luxuswelt darf man aber auch nicht die hier arbeitenden Sklaven vergessen.
- Odós Grigoríou E', 853 00 Kos
- http://odysseus.culture.gr/
Níssiros
Landschaftliche Highlights © dinosmichail, Shutterstock
Níssiros ist ein aus der Ägäis aufsteigender Vulkan mit einem 3500 m langen und 1500 m breiten, vollständig erhaltenen Krater, in dem Schlammlöcher blubbern und Schwefeldämpfe aufsteigen. Eine Asphaltstraße führt ins Zentrum des Kraters hinunter. Auf dem Kraterrand liegen die beiden weißen Dörfer Nikiá und Emboriós. Von Nikiá mit einem kleinen, modern gestalteten Vulkan-Museum kann man auf den Kratergrund hinab wandern. Den romantischen Hafen- und Hauptort Mandráki mit kleinem Archäologischem Museum und einem der intimsten Dorfplätze der Ägäis überragt die Ruine einer Kreuzritterburg.
- Níssiros
- http://www.nisyros.gr/
© dinosmichail, Shutterstock
Níssiros ist ein aus der Ägäis aufsteigender Vulkan mit einem 3500 m langen und 1500 m breiten, vollständig erhaltenen Krater, in dem Schlammlöcher blubbern und Schwefeldämpfe aufsteigen. Eine Asphaltstraße führt ins Zentrum des Kraters hinunter. Auf dem Kraterrand liegen die beiden weißen Dörfer Nikiá und Emboriós. Von Nikiá mit einem kleinen, modern gestalteten Vulkan-Museum kann man auf den Kratergrund hinab wandern. Den romantischen Hafen- und Hauptort Mandráki mit kleinem Archäologischem Museum und einem der intimsten Dorfplätze der Ägäis überragt die Ruine einer Kreuzritterburg.
- Níssiros
- http://www.nisyros.gr/
Kástro tis Neratziás
Touristenattraktionen © Glow Images
Insider-Tipp Zahlenrätsel und alte Wappen
Lust auf Natur und ungewöhnliche Perspektiven? Die über 500 Jahre alte Hafenfestung der Kreuzritter ist viel mehr als „noch ’ne Burg“! Die Natur hat innerhalb ihrer Mauern ein wildromantisches Refugium gefunden. Zwischen blühenden Blumen und Büschen verstreut liegen steinerne Zeugen aus vielen Epochen, hellenistische Rundaltäre können als Picknicktisch genutzt werden. Absperrungen gibt es kaum, fast alle Mauern sind besteigbar. Über die Zinnen hinweg grüßen die Masten der Yachten, zwischen den Zinnen hindurch fällt der Blick auf das Städtchen und die Berge dahinter. Wer Suchspiele liebt, hält an den Mauern nach Wappen von Ordensgroßmeistern Ausschau oder versucht, die aufgemalten arabischen Ziffern zu finden, mit denen die Osmanen ihre Geschützstellungen durchnummerierten.
- Akti Miaouli, 853 00 Kos
- +30 2242 027927
© Glow Images
Insider-Tipp Zahlenrätsel und alte Wappen
Lust auf Natur und ungewöhnliche Perspektiven? Die über 500 Jahre alte Hafenfestung der Kreuzritter ist viel mehr als „noch ’ne Burg“! Die Natur hat innerhalb ihrer Mauern ein wildromantisches Refugium gefunden. Zwischen blühenden Blumen und Büschen verstreut liegen steinerne Zeugen aus vielen Epochen, hellenistische Rundaltäre können als Picknicktisch genutzt werden. Absperrungen gibt es kaum, fast alle Mauern sind besteigbar. Über die Zinnen hinweg grüßen die Masten der Yachten, zwischen den Zinnen hindurch fällt der Blick auf das Städtchen und die Berge dahinter. Wer Suchspiele liebt, hält an den Mauern nach Wappen von Ordensgroßmeistern Ausschau oder versucht, die aufgemalten arabischen Ziffern zu finden, mit denen die Osmanen ihre Geschützstellungen durchnummerierten.
- Akti Miaouli, 853 00 Kos
- +30 2242 027927
Kaldéra
Landschaftliche Highlights © Eugen3B, Shutterstock
Diese Caldera ist etwa 3 km lang und 1 km breit, bis zu 698 m hoch steigt der Kraterrand auf. Eine Hälfte ist so grün, dass darauf sogar Kühe weiden, die andere gleicht dagegen einer Mondlandschaft. In diese hat sich noch einmal der etwa 350 m lange und 250 m breite Stéfanos-Krater eingegraben. An mehreren Stellen steigen Schwefeldämpfe auf und häufig sind grellgelbe Schwefelablagerungen zu sehen. Weitere vier Sekundärkrater liegen in der Nähe, sind aber nur schwer zugänglich.
- Eparchiaki Odós Mandraki, 853 03 Nikiá
© Eugen3B, Shutterstock
Diese Caldera ist etwa 3 km lang und 1 km breit, bis zu 698 m hoch steigt der Kraterrand auf. Eine Hälfte ist so grün, dass darauf sogar Kühe weiden, die andere gleicht dagegen einer Mondlandschaft. In diese hat sich noch einmal der etwa 350 m lange und 250 m breite Stéfanos-Krater eingegraben. An mehreren Stellen steigen Schwefeldämpfe auf und häufig sind grellgelbe Schwefelablagerungen zu sehen. Weitere vier Sekundärkrater liegen in der Nähe, sind aber nur schwer zugänglich.
- Eparchiaki Odós Mandraki, 853 03 Nikiá
Platía
Touristenattraktionen © relaxman2, Thinkstock
Hier, am Dorfplatz des noch teilweise von türkischstämmigen Muslimen bewohnten Orts Platáni kann man neben griechischer auch echt türkische Küche genießen.
- Platía, Platáni
© relaxman2, Thinkstock
Hier, am Dorfplatz des noch teilweise von türkischstämmigen Muslimen bewohnten Orts Platáni kann man neben griechischer auch echt türkische Küche genießen.
- Platía, Platáni
Mousío Proϊstorikís Thíras
Museen © Milan Gonda, Shutterstock
Insider-Tipp Akrotíri verstehen
Manches muss man einfach wissen. Das spannendste Museum der Insel entführt dich in die Zeiten, als die Germanen noch in Höhlen schliefen, auf Santorin aber schon die erste Hochkultur Europas in voller Blüte war. Das Museum beherbergt vor allem Funde, die seit 1976 bei den Ausgrabungen von Akrotíri gemacht wurden. Der Rundgang im Eingangsgeschoss verläuft entgegen dem Uhrzeigersinn: In Raum B erklären Tafeln sehr gut und ausführlich, aber leider nur auf Englisch und Griechisch die Geologie und Entstehungsgeschichte Santorins. In einer Vitrine gleich rechts sind in älteren Lavaschichten gefundene Abdrücke von Pflanzenteilen und Tieren ausgestellt, darunter Abdrücke von 60 000 Jahre alten Olivenbaumblättern. Als Nächstes zeigt eine Wandvitrine Kykladen-Idole aus der Zeit zwischen etwa 2800 und 2400 v. Chr. Meist handelt es sich um weibliche Figuren. Typisch sind der flache Kopf mit der langen Nase, der fast phallusförmige, lange Hals, die andeutungsweise herausgearbeiteten Brüste und die vor der Brust verschränkten Arme sowie die Andeutung des Schamdreiecks. Ein Blickfang ist das große Modell der Ausgrabungsstätte von Akrotíri. Wer noch nicht dort war, bekommt hier einen ersten Eindruck vom städtischen Charakter dieser Siedlung, die ihre Glanzzeit zwischen 1700 und 1600 v. Chr. erlebte. In den folgenden Räumen verdeutlichen die Archäologen, was für eine hohe Wohnkultur die Menschen damals hatten und wie gut ihre Gesellschaft organisiert war. So siehst du in der ersten Vitrine hinter dem Modell von Akrotíri Gipsabgüsse von in der Vulkanasche gefundenen Abdrücken eines hölzernen Stuhls und eines dreibeinigen Tischs, einen tragbaren tönernen Backofen und zwei lang gestreckte tönerne Bänkchen in Hundeform, die als Halterungen für Fleischspieße dienten, ähnlich den heutigen Souvláki-Spießchen. Das nächste frei stehende Objekt überrascht: eine Badewanne. Vom ausgeklügelten Maßsystem Akrotíris zeugen weitere Vitrinen, in denen u. a. Gewichte zu sehen sind. Der zweite Teil des Museumsrundgangs im Eingangsgeschoss ist den weltberühmten Wandmalereien von Akrotíri gewidmet. Zunächst wird die Technik erklärt. In diversen Schälchen sind Farbpigmente und 3700 Jahre alte Kalkreste zu sehen. Ein runder Hausaltar in Form eines dreibeinigen Tischchens zeigt, dass auf Akrotíri nicht nur die Wände bemalt wurden, sondern auch viele kleine Objekte: Hier zieren Delfine den Altar. Der letzte Saal im Eingangsgeschoss präsentiert zwei Fresken aus dem 17.Jh. v. Chr. Das eine zeigt nicht näher definierbare vierbeinige Säugetiere, das andere acht herumtollende Affen. Gerade bei diesem Affenfresko wird deutlich, welche Freiheit des Ausdrucks die Maler jener Zeit bereits gefunden hatten. Jeder Affe ist anders, sieben werden im Profil, einer frontal gezeigt. Abschließend siehst du dann ein einzigartiges Kunstwerk, das erst am 12.Dez. 1999 in Akrotíri gefunden wurde: einen goldenen Steinbock aus dem 17.Jh. v. Chr., der auf feinen Goldplättchen steht. Der Fund ist nicht nur wegen seiner einmaligen Schönheit sensationell, sondern auch weil die Bewohner Akrotíris fast all ihren Besitz aus Edelmetall mitgenommen hatten, als sie vor dem drohenden Vulkanausbruch geflohen waren. Er macht Hoffnung auf mehr Kunstwerke dieser Art, denn 97 Prozent der Stadtfläche Akrotíris warten noch auf die Spaten und Pinsel der Archäologen. Im 2022 neu eröffneten Untergeschoss des Museums sind dann – modern arrangiert – großflächige Wandmalereien aus Akrotíri ausgestellt, die bislang im Archäologischen Nationalmuseum in Athen zu sehen waren. Jetzt hat man sie endlich auf ihre Entstehungsinsel zurückgebracht. Bewunderung ist an dieser Stelle auch mal für die Archäologen und Restaurateure angebracht, die diese großen Fresken in jahrelanger Puzzlearbeit wieder zusammengesetzt und ergänzt haben. Die Originalteilchen sind dabei leicht auszumachen: Die Ergänzungen – Archäologen haben sie aus den vorhandenen Teilen hier, in Athen und in Iraklio auf Kreta abgeleitet – wurden auf die Wand gemalt, die Originale sind darüber erhaben.
- 847 00 Firá
- http://odysseus.culture.gr/
- +30 2286 023217
© Milan Gonda, Shutterstock
Insider-Tipp Akrotíri verstehen
Manches muss man einfach wissen. Das spannendste Museum der Insel entführt dich in die Zeiten, als die Germanen noch in Höhlen schliefen, auf Santorin aber schon die erste Hochkultur Europas in voller Blüte war. Das Museum beherbergt vor allem Funde, die seit 1976 bei den Ausgrabungen von Akrotíri gemacht wurden. Der Rundgang im Eingangsgeschoss verläuft entgegen dem Uhrzeigersinn: In Raum B erklären Tafeln sehr gut und ausführlich, aber leider nur auf Englisch und Griechisch die Geologie und Entstehungsgeschichte Santorins. In einer Vitrine gleich rechts sind in älteren Lavaschichten gefundene Abdrücke von Pflanzenteilen und Tieren ausgestellt, darunter Abdrücke von 60 000 Jahre alten Olivenbaumblättern. Als Nächstes zeigt eine Wandvitrine Kykladen-Idole aus der Zeit zwischen etwa 2800 und 2400 v. Chr. Meist handelt es sich um weibliche Figuren. Typisch sind der flache Kopf mit der langen Nase, der fast phallusförmige, lange Hals, die andeutungsweise herausgearbeiteten Brüste und die vor der Brust verschränkten Arme sowie die Andeutung des Schamdreiecks. Ein Blickfang ist das große Modell der Ausgrabungsstätte von Akrotíri. Wer noch nicht dort war, bekommt hier einen ersten Eindruck vom städtischen Charakter dieser Siedlung, die ihre Glanzzeit zwischen 1700 und 1600 v. Chr. erlebte. In den folgenden Räumen verdeutlichen die Archäologen, was für eine hohe Wohnkultur die Menschen damals hatten und wie gut ihre Gesellschaft organisiert war. So siehst du in der ersten Vitrine hinter dem Modell von Akrotíri Gipsabgüsse von in der Vulkanasche gefundenen Abdrücken eines hölzernen Stuhls und eines dreibeinigen Tischs, einen tragbaren tönernen Backofen und zwei lang gestreckte tönerne Bänkchen in Hundeform, die als Halterungen für Fleischspieße dienten, ähnlich den heutigen Souvláki-Spießchen. Das nächste frei stehende Objekt überrascht: eine Badewanne. Vom ausgeklügelten Maßsystem Akrotíris zeugen weitere Vitrinen, in denen u. a. Gewichte zu sehen sind. Der zweite Teil des Museumsrundgangs im Eingangsgeschoss ist den weltberühmten Wandmalereien von Akrotíri gewidmet. Zunächst wird die Technik erklärt. In diversen Schälchen sind Farbpigmente und 3700 Jahre alte Kalkreste zu sehen. Ein runder Hausaltar in Form eines dreibeinigen Tischchens zeigt, dass auf Akrotíri nicht nur die Wände bemalt wurden, sondern auch viele kleine Objekte: Hier zieren Delfine den Altar. Der letzte Saal im Eingangsgeschoss präsentiert zwei Fresken aus dem 17.Jh. v. Chr. Das eine zeigt nicht näher definierbare vierbeinige Säugetiere, das andere acht herumtollende Affen. Gerade bei diesem Affenfresko wird deutlich, welche Freiheit des Ausdrucks die Maler jener Zeit bereits gefunden hatten. Jeder Affe ist anders, sieben werden im Profil, einer frontal gezeigt. Abschließend siehst du dann ein einzigartiges Kunstwerk, das erst am 12.Dez. 1999 in Akrotíri gefunden wurde: einen goldenen Steinbock aus dem 17.Jh. v. Chr., der auf feinen Goldplättchen steht. Der Fund ist nicht nur wegen seiner einmaligen Schönheit sensationell, sondern auch weil die Bewohner Akrotíris fast all ihren Besitz aus Edelmetall mitgenommen hatten, als sie vor dem drohenden Vulkanausbruch geflohen waren. Er macht Hoffnung auf mehr Kunstwerke dieser Art, denn 97 Prozent der Stadtfläche Akrotíris warten noch auf die Spaten und Pinsel der Archäologen. Im 2022 neu eröffneten Untergeschoss des Museums sind dann – modern arrangiert – großflächige Wandmalereien aus Akrotíri ausgestellt, die bislang im Archäologischen Nationalmuseum in Athen zu sehen waren. Jetzt hat man sie endlich auf ihre Entstehungsinsel zurückgebracht. Bewunderung ist an dieser Stelle auch mal für die Archäologen und Restaurateure angebracht, die diese großen Fresken in jahrelanger Puzzlearbeit wieder zusammengesetzt und ergänzt haben. Die Originalteilchen sind dabei leicht auszumachen: Die Ergänzungen – Archäologen haben sie aus den vorhandenen Teilen hier, in Athen und in Iraklio auf Kreta abgeleitet – wurden auf die Wand gemalt, die Originale sind darüber erhaben.
- 847 00 Firá
- http://odysseus.culture.gr/
- +30 2286 023217
Thera
Touristenattraktionen © Allard One, Shutterstock
Insider-Tipp Diskreter Hinweis gesucht
Auch Archäologiemuffel flashen die Überreste der Inselhauptstadt des ersten vorchristlichen Jahrtausends. Sie liegen ganz oben auf dem gewaltigen Felsrücken Mésa Vounó, der mit seinen steilen Wänden zwischen Kamári und Períssa in die Ägäis hineinragt. Auf seinem Kamm stand über 1000 Jahre lang die Hauptsiedlung der Insel. Der deutsche Baron Hiller von Gärtringen grub sie zwischen 1886 und 1902 auf eigene Kosten unter einer bis zu 6 m dicken Erd- und Ascheschicht aus. Zwischen 1990 und 1994 führten Berliner Archäologen noch einmal eine Nachuntersuchung durch. Die alte Stadt Thera wurde um 1000 v. Chr. von dorischen Siedlern gegründet, die vom griechischen Festland kamen. Die meisten Gebäudereste stammen jedoch aus hellenistischer Zeit, als die in Ägypten ansässigen Herrscher aus der Dynastie der Ptolemäer die südlichen Ägäischen Inseln kontrollierten. Sie machten Santorin zu einem bedeutenden Marinestützpunkt. In römischer Zeit verlor Alt- Thera wieder an Bedeutung, und unter der byzantinischen Herrschaft wurde es im 7.Jh. schließlich ganz aufgegeben. Die Besichtigung beginnt bei der kleinen Kapelle Ágios Stéfanos, die in die Überreste einer frühchristlichen Basilika hineingebaut wurde. Auf einem Fundament aus antiken Quadern erhebt sich das inzwischen stark stützungsbedürftige Mauerwerk aus verschiedenfarbigen Lavabrocken, die beiden Tonnengewölbedächer werden von je einem antiken Säulenstumpf gekrönt. Durch eine brüchige Holztür kannst du auch ins Kircheninnere hineinschauen. Auf der Kamári zugewandten Seite des Hügelkamms geht es nun zum Témenos des Artemidóros. Dieser ptolemäische Admiral ließ das mehreren Göttern geweihte Heiligtum anlegen. In Felsreliefs sind der Adler als Symbol für Göttervater Zeus, der Löwe als Symbol für den in Alt-Thera besonders verehrten Gott Apoll, der Delfin des Meeresgotts Poseidon und das Bildnis des Artemidóros selbst zu erkennen. Später öffnet sich der Weg auf die antike agorá, den Marktplatz. Er ist über 100 m lang, aus Platzgründen aber ungewöhnlich schmal. Moderne Bänke unter windgebeugten Bäumen laden zur Rast ein. In der Mitte der zentralen agorá führt eine Treppe zu den Grundmauern eines Tempels für Diónysos hinauf, den antiken Gott des Weins, des Theaters und orgiastischer Fruchtbarkeit. Ihm ist auch das Relief am Treppenzugang geweiht, bei dem zwei Kreise Hoden andeuten – vielleicht ein römischer Wegweiser zu einem Freudenhaus. Schließlich stehst du an einem der schönsten Flecken der antiken Stadt: über den Resten des antiken Theaters aus dem 2.Jh. v. Chr. Etwa 1500 Zuschauer fanden auf seinen Rängen Platz; der gesamte Hohlraum darunter wurde als Zisterne genutzt. Von hier an ist der weitere Weg Richtung Kap manchmal gesperrt. Falls er offen ist, gelangst du zu einer großen Felsterrasse, die in dorischer Zeit das religiöse Zentrum eines Kults zu Ehren des Apoll war. Bei den Feierlichkeiten tanzten nackte Jünglinge. Die Namen der Schönsten unter ihnen haben Festbesucher neben den Namen verschiedener Götter in den Fels eingeritzt. Die ältesten dieser Graffiti stammen aus dem 7.Jh. v. Chr. An der Felsterrasse steht auch der Tempel des Apollon aus dem 6.Jh. v. Chr., den du betreten darfst. Innen erkennst du ein kleines Torgebäude, das auf einen Hof führt. Dort stand ursprünglich der eigentliche Tempel. Dieser hatte ein flaches Dach und war in einen Vorraum und den Hauptraum, die cella mit dem Kultbild des Gotts, unterteilt. In einer Grotte unterhalb der Terrasse wurden der Gott des Handels und der Diebe, Hermes (römisch: Merkur), und der legendäre Vorfahr aller Dorer, Herakles (römisch: Herkules), verehrt. Vom Theater aus führt ein Weg über den Scheitel des Mésa Vounó auf die Períssa zugewandte Seite des Hügels hinüber. Du kommst zunächst am Heiligtum der ägyptischen Götter aus dem 2.Jh. v. Chr. vorbei. Es handelt sich dabei um eine Felsterrasse. In den in den Fels gehauenen Nischen standen Weihegaben für die Götter, auf einer aus dem Fels geschlagenen Bank ihre Statuen. Anschließend passierst du eine gut erhaltene Zisterne, die ausgedehnten Fundamente des Palasts des ptolemäischen Statthalters und des gymnasions, der Übungsstätte für die Ring- und Faustkämpfer in der ptolemäischen Garnison.
- Eparchiaki Odós Mesarias-Archeas Thiras, 847 00 Profítis Ilías
- +30 2286 081939
- kaepka@culture.gr
© Allard One, Shutterstock
Insider-Tipp Diskreter Hinweis gesucht
Auch Archäologiemuffel flashen die Überreste der Inselhauptstadt des ersten vorchristlichen Jahrtausends. Sie liegen ganz oben auf dem gewaltigen Felsrücken Mésa Vounó, der mit seinen steilen Wänden zwischen Kamári und Períssa in die Ägäis hineinragt. Auf seinem Kamm stand über 1000 Jahre lang die Hauptsiedlung der Insel. Der deutsche Baron Hiller von Gärtringen grub sie zwischen 1886 und 1902 auf eigene Kosten unter einer bis zu 6 m dicken Erd- und Ascheschicht aus. Zwischen 1990 und 1994 führten Berliner Archäologen noch einmal eine Nachuntersuchung durch. Die alte Stadt Thera wurde um 1000 v. Chr. von dorischen Siedlern gegründet, die vom griechischen Festland kamen. Die meisten Gebäudereste stammen jedoch aus hellenistischer Zeit, als die in Ägypten ansässigen Herrscher aus der Dynastie der Ptolemäer die südlichen Ägäischen Inseln kontrollierten. Sie machten Santorin zu einem bedeutenden Marinestützpunkt. In römischer Zeit verlor Alt- Thera wieder an Bedeutung, und unter der byzantinischen Herrschaft wurde es im 7.Jh. schließlich ganz aufgegeben. Die Besichtigung beginnt bei der kleinen Kapelle Ágios Stéfanos, die in die Überreste einer frühchristlichen Basilika hineingebaut wurde. Auf einem Fundament aus antiken Quadern erhebt sich das inzwischen stark stützungsbedürftige Mauerwerk aus verschiedenfarbigen Lavabrocken, die beiden Tonnengewölbedächer werden von je einem antiken Säulenstumpf gekrönt. Durch eine brüchige Holztür kannst du auch ins Kircheninnere hineinschauen. Auf der Kamári zugewandten Seite des Hügelkamms geht es nun zum Témenos des Artemidóros. Dieser ptolemäische Admiral ließ das mehreren Göttern geweihte Heiligtum anlegen. In Felsreliefs sind der Adler als Symbol für Göttervater Zeus, der Löwe als Symbol für den in Alt-Thera besonders verehrten Gott Apoll, der Delfin des Meeresgotts Poseidon und das Bildnis des Artemidóros selbst zu erkennen. Später öffnet sich der Weg auf die antike agorá, den Marktplatz. Er ist über 100 m lang, aus Platzgründen aber ungewöhnlich schmal. Moderne Bänke unter windgebeugten Bäumen laden zur Rast ein. In der Mitte der zentralen agorá führt eine Treppe zu den Grundmauern eines Tempels für Diónysos hinauf, den antiken Gott des Weins, des Theaters und orgiastischer Fruchtbarkeit. Ihm ist auch das Relief am Treppenzugang geweiht, bei dem zwei Kreise Hoden andeuten – vielleicht ein römischer Wegweiser zu einem Freudenhaus. Schließlich stehst du an einem der schönsten Flecken der antiken Stadt: über den Resten des antiken Theaters aus dem 2.Jh. v. Chr. Etwa 1500 Zuschauer fanden auf seinen Rängen Platz; der gesamte Hohlraum darunter wurde als Zisterne genutzt. Von hier an ist der weitere Weg Richtung Kap manchmal gesperrt. Falls er offen ist, gelangst du zu einer großen Felsterrasse, die in dorischer Zeit das religiöse Zentrum eines Kults zu Ehren des Apoll war. Bei den Feierlichkeiten tanzten nackte Jünglinge. Die Namen der Schönsten unter ihnen haben Festbesucher neben den Namen verschiedener Götter in den Fels eingeritzt. Die ältesten dieser Graffiti stammen aus dem 7.Jh. v. Chr. An der Felsterrasse steht auch der Tempel des Apollon aus dem 6.Jh. v. Chr., den du betreten darfst. Innen erkennst du ein kleines Torgebäude, das auf einen Hof führt. Dort stand ursprünglich der eigentliche Tempel. Dieser hatte ein flaches Dach und war in einen Vorraum und den Hauptraum, die cella mit dem Kultbild des Gotts, unterteilt. In einer Grotte unterhalb der Terrasse wurden der Gott des Handels und der Diebe, Hermes (römisch: Merkur), und der legendäre Vorfahr aller Dorer, Herakles (römisch: Herkules), verehrt. Vom Theater aus führt ein Weg über den Scheitel des Mésa Vounó auf die Períssa zugewandte Seite des Hügels hinüber. Du kommst zunächst am Heiligtum der ägyptischen Götter aus dem 2.Jh. v. Chr. vorbei. Es handelt sich dabei um eine Felsterrasse. In den in den Fels gehauenen Nischen standen Weihegaben für die Götter, auf einer aus dem Fels geschlagenen Bank ihre Statuen. Anschließend passierst du eine gut erhaltene Zisterne, die ausgedehnten Fundamente des Palasts des ptolemäischen Statthalters und des gymnasions, der Übungsstätte für die Ring- und Faustkämpfer in der ptolemäischen Garnison.
- Eparchiaki Odós Mesarias-Archeas Thiras, 847 00 Profítis Ilías
- +30 2286 081939
- kaepka@culture.gr
Vyzantinós Drómos
Touristenattraktionen © Maria Kosa, Shutterstock
Die mittelalterliche Byzantinische Straße führt über jahrhundertealtes Pflaster und kleine Brücken durch unberührte Natur der Insel Páros.
- Eparchiaki Odós Parikias-Marpissas, 844 00 Léfkes
- http://www.paros.gr/
© Maria Kosa, Shutterstock
Die mittelalterliche Byzantinische Straße führt über jahrhundertealtes Pflaster und kleine Brücken durch unberührte Natur der Insel Páros.
- Eparchiaki Odós Parikias-Marpissas, 844 00 Léfkes
- http://www.paros.gr/
Akrotíri
Touristenattraktionen © arrowsg, Thinkstock
Insider-Tipp Schau auf die Karten!
Die Ausgrabungen von Akrotíri sind das griechische Pompeji. Allerdings hat man hier keine Toten gefunden – und keinerlei metallene Objekte. Das legt die Vermutung nahe, dass die Bewohner der Stadt vor der großen Eruption durch Erdbeben oder kleinere Vulkanausbrüche gewarnt worden waren und mitsamt ihrer wertvollsten Habe, wozu damals alles aus Metall zählte, flüchteten. In Akrotíri blieben bis zu vier Etagen hohe Hausfassaden erhalten und Amphoren, die noch so stehen wie zum Zeitpunkt des Vulkanausbruchs. Ganze Straßenzüge sind erkennbar. In etlichen Häusern haben Archäologen Fresken gefunden, die in viele Einzelteile zerschlagen waren, und mühsam wieder zusammengesetzt. Sie befinden sich heute im Archäologischen Nationalmuseum in Athen und im Prähistorischen Museum in Firá, doch vermitteln Postkarten, die es an der Kasse zu den Ausgrabungen gibt, einen guten Eindruck von ihrer Anmut und Schönheit.
- Eparchiaki Odoós Akrotiriou, 847 00 Akrotíri
- http://odysseus.culture.gr/
- +30 2286 081939
- kaepka@culture.gr
© arrowsg, Thinkstock
Insider-Tipp Schau auf die Karten!
Die Ausgrabungen von Akrotíri sind das griechische Pompeji. Allerdings hat man hier keine Toten gefunden – und keinerlei metallene Objekte. Das legt die Vermutung nahe, dass die Bewohner der Stadt vor der großen Eruption durch Erdbeben oder kleinere Vulkanausbrüche gewarnt worden waren und mitsamt ihrer wertvollsten Habe, wozu damals alles aus Metall zählte, flüchteten. In Akrotíri blieben bis zu vier Etagen hohe Hausfassaden erhalten und Amphoren, die noch so stehen wie zum Zeitpunkt des Vulkanausbruchs. Ganze Straßenzüge sind erkennbar. In etlichen Häusern haben Archäologen Fresken gefunden, die in viele Einzelteile zerschlagen waren, und mühsam wieder zusammengesetzt. Sie befinden sich heute im Archäologischen Nationalmuseum in Athen und im Prähistorischen Museum in Firá, doch vermitteln Postkarten, die es an der Kasse zu den Ausgrabungen gibt, einen guten Eindruck von ihrer Anmut und Schönheit.
- Eparchiaki Odoós Akrotiriou, 847 00 Akrotíri
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- kaepka@culture.gr
Moní toi Agíoi Joánnoi toi Theológoi
Architektonische Highlights © leoks, Shutterstock
Schon 1088 wurde dieses Kloster von einem Mönch namens Christódoulos gegründet und bestimmte fortan die Geschicke der Insel. Im verwinkelten Klosterbau kann man mehrere Kirchen mit Wandmalereien besichtigen. Das Klostermuseum zeigt wertvolle Schätze wie ein auf Pergament geschriebenes Markus-Evangelium aus dem 6.Jh. und eine illuminierte Handschrift des Buchs Hiob aus dem 8.Jh. Unübertroffen schön sind die Holz- und Elfenbeinschnitzereien.
- Pátmos (Chóra)
- http://www.patmosmonastery.gr/
- +30 2247 031223
© leoks, Shutterstock
Schon 1088 wurde dieses Kloster von einem Mönch namens Christódoulos gegründet und bestimmte fortan die Geschicke der Insel. Im verwinkelten Klosterbau kann man mehrere Kirchen mit Wandmalereien besichtigen. Das Klostermuseum zeigt wertvolle Schätze wie ein auf Pergament geschriebenes Markus-Evangelium aus dem 6.Jh. und eine illuminierte Handschrift des Buchs Hiob aus dem 8.Jh. Unübertroffen schön sind die Holz- und Elfenbeinschnitzereien.
- Pátmos (Chóra)
- http://www.patmosmonastery.gr/
- +30 2247 031223
Dílos
Landschaftliche Highlights © papadimitriou, Thinkstock
© papadimitriou, Thinkstock
So wie Mykonos heute das touristische Zentrum der Kykladen ist, war die kleine Nachbarinsel Dílos in der Antike das kultische und zeitweise auch das kommerzielle Zentrum des Archipels. Heute leben auf Dílos, das in seiner Glanzzeit im 2.Jh. v.Chr. bis zu 30.000 Bewohner zählte, nur noch einige Wächter mit ihren Familien. Sie bewachen das ausgedehnteste Grabungsgelände Griechenlands. Dílos galt den Griechen als Geburtsinsel ihrer Götter Apoll und Artemis. Ihnen huldigten zahlreiche Inselstaaten und Herrscher durch Weihegeschenke, insbesondere durch Skulpturen und Bauten. In hellenistischer und v.a. in römischer Zeit war Dílos zugleich auch der bedeutendste Handelsplatz in der Ägäis, zumal die Römer die Insel zum Freihafen erklärten. Auf Dílos entstand ein riesiger Sklavenmarkt, auf dem an manchen Tagen bis zu 10.000 Menschen ihren Besitzer wechselten. 88 v.Chr. wurde Dílos von den Soldaten des Königs Mithridates VI. von Pontos zerstört. Von diesem Überfall, der 20.000 Delier das Leben kostete, erholte sich die Insel nicht mehr. Schon im 2.Jh. lebten dort nur noch einige Tempeldiener. Heute führt vom Bootsanleger eine breite Straße an antiken Marktplätzen vorbei zum heiligen Bezirk, den man durch die Ruinen der Propyläen mit ihren vier Stufen betritt. Vorbei an den Resten mehrerer Tempel gelangt man zur Löwenterrasse. Die fünf prächtigen Löwen aus naxischem Marmor, die über 2500 Jahre lang hier standen, wurden im Jahr 2000 ins Museum von Delos gebracht - hier wurden Kopien aufgestellt. Auf der anderen Seite des modernen Anlegers zieht sich die antike Wohnstadt den Hang hinauf. Hier sind in mehreren Hausruinen schöne Mosaike aus dem 2.Jh. v.Chr. erhalten. Vorbei am Theater aus dem 3.Jh. v.Chr., das 5500 Zuschauern Platz bot, kann man schließlich noch auf den 112 m hohen Inselberg Kinthos steigen, von dem aus die Ausgrabungen gut zu überblicken sind.
- Dílos
© papadimitriou, Thinkstock
© papadimitriou, Thinkstock
So wie Mykonos heute das touristische Zentrum der Kykladen ist, war die kleine Nachbarinsel Dílos in der Antike das kultische und zeitweise auch das kommerzielle Zentrum des Archipels. Heute leben auf Dílos, das in seiner Glanzzeit im 2.Jh. v.Chr. bis zu 30.000 Bewohner zählte, nur noch einige Wächter mit ihren Familien. Sie bewachen das ausgedehnteste Grabungsgelände Griechenlands. Dílos galt den Griechen als Geburtsinsel ihrer Götter Apoll und Artemis. Ihnen huldigten zahlreiche Inselstaaten und Herrscher durch Weihegeschenke, insbesondere durch Skulpturen und Bauten. In hellenistischer und v.a. in römischer Zeit war Dílos zugleich auch der bedeutendste Handelsplatz in der Ägäis, zumal die Römer die Insel zum Freihafen erklärten. Auf Dílos entstand ein riesiger Sklavenmarkt, auf dem an manchen Tagen bis zu 10.000 Menschen ihren Besitzer wechselten. 88 v.Chr. wurde Dílos von den Soldaten des Königs Mithridates VI. von Pontos zerstört. Von diesem Überfall, der 20.000 Delier das Leben kostete, erholte sich die Insel nicht mehr. Schon im 2.Jh. lebten dort nur noch einige Tempeldiener. Heute führt vom Bootsanleger eine breite Straße an antiken Marktplätzen vorbei zum heiligen Bezirk, den man durch die Ruinen der Propyläen mit ihren vier Stufen betritt. Vorbei an den Resten mehrerer Tempel gelangt man zur Löwenterrasse. Die fünf prächtigen Löwen aus naxischem Marmor, die über 2500 Jahre lang hier standen, wurden im Jahr 2000 ins Museum von Delos gebracht - hier wurden Kopien aufgestellt. Auf der anderen Seite des modernen Anlegers zieht sich die antike Wohnstadt den Hang hinauf. Hier sind in mehreren Hausruinen schöne Mosaike aus dem 2.Jh. v.Chr. erhalten. Vorbei am Theater aus dem 3.Jh. v.Chr., das 5500 Zuschauern Platz bot, kann man schließlich noch auf den 112 m hohen Inselberg Kinthos steigen, von dem aus die Ausgrabungen gut zu überblicken sind.
- Dílos
Panagía Episcopí
Architektonische Highlights © stoyanh, Shutterstock
Diese Kirche stammt aus byzantinischer Zeit und gehört zu den ältesten Kirchenhäusern auf der ganzen Insel. Sie wurde um 1115 von Kaiser Alexos I. Kommenós gegründet. Zunächst diente sie als Sitz des orthodoxen Kirchenoberhaupts. Später wurde sie von der katholischen Kirche übernommen. Nach der Eroberung durch die Türken im 16.Jhd. wurde das Gotteshaus wieder der griechisch-orthodoxen Kirche übergeben. Feuer und Erdbeben machten der Kirche oft zu schaffen.
- Mésa Gonía
- +30 2286 031436
© stoyanh, Shutterstock
Diese Kirche stammt aus byzantinischer Zeit und gehört zu den ältesten Kirchenhäusern auf der ganzen Insel. Sie wurde um 1115 von Kaiser Alexos I. Kommenós gegründet. Zunächst diente sie als Sitz des orthodoxen Kirchenoberhaupts. Später wurde sie von der katholischen Kirche übernommen. Nach der Eroberung durch die Türken im 16.Jhd. wurde das Gotteshaus wieder der griechisch-orthodoxen Kirche übergeben. Feuer und Erdbeben machten der Kirche oft zu schaffen.
- Mésa Gonía
- +30 2286 031436
Westliches Grabungsgebiet
Touristenattraktionen © Nejdet Duzen, Shutterstock
Ein Spaziergang über das westliche Grabungsgelände gleicht dem Besuch eines archäologischen Abenteuerspielplatzes. Hier muss man sich nicht an vorgeschriebene Wege halten, darf zwischen Säulen herumkraxeln und auf jede Mauer steigen. Eidechsen wuseln herum, im Frühjahr überzieht ein Blütenteppich die archäologische Stätte zwischen Altstadt, Odéon und Casa Romana. Deutlich erkennbar sind die beiden Hauptstraßen dieses antiken Bezirks, deren altes Pflaster stellenweise gut erhalten blieb. Die lange Säulenreihe, die 1930 wieder aufgestellt wurde, gehörte zum Gymnasion, einer Halle, in der einst Athleten trainierten. Die eindrucksvollsten Mauerreste waren Teil römischer Thermen, in die später eine frühchristliche Basilika hineingebaut wurde. Mehrere Bodenmosaike ehemaliger Villen sind eine eingehende Betrachtung wert. Am nördlichen Rand des Grabungsgebiets liegt unter einem modernen Schutzdach das größte Mosaik. Ein Saum voller amüsanter Darstellungen wilder Tiere umzieht ein rechteckiges Bildfeld, das das Urteil des Páris zeigt. Zwei weitere Mosaike mit Unterhaltungswert warten am östlichen Ende des Grabungsgebiets unter kleineren Schutzdächern an ihrem Originalfundort. Die dargestellten drei Gladiatoren müssen zu ihrer Zeit so populär gewesen sein wie heutzutage Fußballprofis, denn sie werden durch Inschriften sogar namentlich genannt: Aigialos, Zephyros und Ylas. Auf dem Mosaik kämpft der halbnackte Zephyros mit Dreizack und Kurzschwert in den Händen gegen Ylas, der Helm, Schild und Brustpanzer trägt. Das zweite Mosaik erklärt, wie unser Kontinent zu seinem Namen kam: Göttervater Zeus hat sich in die junge phönizische Königstochter Europa verliebt. Er entführt sie in Gestalt eines weißen Stiers nach Kreta und macht sie zu seiner Frau. Der Erdteil trägt fortan den Namen der schönen Prinzessin. Im Mosaik ist die Entführungsszene dargestellt. Ein Delphin begleitet die beiden auf ihrer Reise über das Meer, ein Eros mit der Glutfackel des Begehrens in der Hand führt den Stier.
- 853 00 Kos
© Nejdet Duzen, Shutterstock
Ein Spaziergang über das westliche Grabungsgelände gleicht dem Besuch eines archäologischen Abenteuerspielplatzes. Hier muss man sich nicht an vorgeschriebene Wege halten, darf zwischen Säulen herumkraxeln und auf jede Mauer steigen. Eidechsen wuseln herum, im Frühjahr überzieht ein Blütenteppich die archäologische Stätte zwischen Altstadt, Odéon und Casa Romana. Deutlich erkennbar sind die beiden Hauptstraßen dieses antiken Bezirks, deren altes Pflaster stellenweise gut erhalten blieb. Die lange Säulenreihe, die 1930 wieder aufgestellt wurde, gehörte zum Gymnasion, einer Halle, in der einst Athleten trainierten. Die eindrucksvollsten Mauerreste waren Teil römischer Thermen, in die später eine frühchristliche Basilika hineingebaut wurde. Mehrere Bodenmosaike ehemaliger Villen sind eine eingehende Betrachtung wert. Am nördlichen Rand des Grabungsgebiets liegt unter einem modernen Schutzdach das größte Mosaik. Ein Saum voller amüsanter Darstellungen wilder Tiere umzieht ein rechteckiges Bildfeld, das das Urteil des Páris zeigt. Zwei weitere Mosaike mit Unterhaltungswert warten am östlichen Ende des Grabungsgebiets unter kleineren Schutzdächern an ihrem Originalfundort. Die dargestellten drei Gladiatoren müssen zu ihrer Zeit so populär gewesen sein wie heutzutage Fußballprofis, denn sie werden durch Inschriften sogar namentlich genannt: Aigialos, Zephyros und Ylas. Auf dem Mosaik kämpft der halbnackte Zephyros mit Dreizack und Kurzschwert in den Händen gegen Ylas, der Helm, Schild und Brustpanzer trägt. Das zweite Mosaik erklärt, wie unser Kontinent zu seinem Namen kam: Göttervater Zeus hat sich in die junge phönizische Königstochter Europa verliebt. Er entführt sie in Gestalt eines weißen Stiers nach Kreta und macht sie zu seiner Frau. Der Erdteil trägt fortan den Namen der schönen Prinzessin. Im Mosaik ist die Entführungsszene dargestellt. Ein Delphin begleitet die beiden auf ihrer Reise über das Meer, ein Eros mit der Glutfackel des Begehrens in der Hand führt den Stier.
- 853 00 Kos
Fáros (Leuchtturm)
Architektonische Highlights © Despina Fountoulaki, Shutterstock
Über der äußersten Südwestspitze Santorins weist in 110 m Höhe ein Leuchtturm Schiffen den Weg in die Caldera. Eine gut ausgebaute Asphaltstraße führt hin. Den Leuchtturm selbst darf man nicht betreten, aber vom über Trampelpfade erreichbaren Kap unmittelbar vor dem Turm genießt man einen einzigartigen Blick über den gesamten Krater sowie nach Firá, Oía und zur Insel Thirasía. Die letzte Taverne vor Erreichen des Leuchtturms, O Giorgáros, ist zugleich auch die südlichste Taverne der Kykladen. Die Familie des Wirts besitzt selbst drei Fischerboote. Spezialität des Hauses ist der rock fish, eine bunte Mischung kleiner Fische, die unmittelbar vor Santorins Lavaküste gefangen wird. Die Preise sind für santorinische Verhältnisse sehr günstig
- Akrotiri
- http://www.santorini-view.com/
© Despina Fountoulaki, Shutterstock
Über der äußersten Südwestspitze Santorins weist in 110 m Höhe ein Leuchtturm Schiffen den Weg in die Caldera. Eine gut ausgebaute Asphaltstraße führt hin. Den Leuchtturm selbst darf man nicht betreten, aber vom über Trampelpfade erreichbaren Kap unmittelbar vor dem Turm genießt man einen einzigartigen Blick über den gesamten Krater sowie nach Firá, Oía und zur Insel Thirasía. Die letzte Taverne vor Erreichen des Leuchtturms, O Giorgáros, ist zugleich auch die südlichste Taverne der Kykladen. Die Familie des Wirts besitzt selbst drei Fischerboote. Spezialität des Hauses ist der rock fish, eine bunte Mischung kleiner Fische, die unmittelbar vor Santorins Lavaküste gefangen wird. Die Preise sind für santorinische Verhältnisse sehr günstig
- Akrotiri
- http://www.santorini-view.com/
Ammoúdi
Touristenattraktionen © t.natchai, Shutterstock
Insider-Tipp In die Wellen werfen
Einen „Hafen“ wie diesen hast du wahrscheinlich noch nie gesehen. Der schmale Kai drängt sich unter die Lavawände des Kraters, bietet Platz für ein paar Tavernen, mehr nicht. Auf dem Wasser liegen nur ganz kleine Boote; außerdem legt das kleine Fährboot hinüber zur Nachbarinsel Thirasiá ein paarmal täglich hier an. Von der Lóndsa-Burg aus verläuft ein stufenreicher Weg direkt dort hinunter. Wer lieber mit dem Auto fahren möchte, stellt es ca. 500 m vor dem Hafen am Schotterparkplatz ab und wird dann mit einem Shuttle zu den Tavernen gefahren. Du kannst das letzte Stück aber auch laufen. Ein etwa 250 m langer Pfad führt von den Tavernen nach Süden in Richtung Kap Ágios Nikólaos, dem das Inselchen Ágios Nikólaos mit einer kleinen Kapelle vorgelagert ist. Mutige können über ein paar Stufen ins Meer steigen und die 15 m zum Inselchen hinüberschwimmen (Badeschuhe sind ratsam). Alle anderen gucken den Klippenspringern zu.
- Ammoúdi
© t.natchai, Shutterstock
Insider-Tipp In die Wellen werfen
Einen „Hafen“ wie diesen hast du wahrscheinlich noch nie gesehen. Der schmale Kai drängt sich unter die Lavawände des Kraters, bietet Platz für ein paar Tavernen, mehr nicht. Auf dem Wasser liegen nur ganz kleine Boote; außerdem legt das kleine Fährboot hinüber zur Nachbarinsel Thirasiá ein paarmal täglich hier an. Von der Lóndsa-Burg aus verläuft ein stufenreicher Weg direkt dort hinunter. Wer lieber mit dem Auto fahren möchte, stellt es ca. 500 m vor dem Hafen am Schotterparkplatz ab und wird dann mit einem Shuttle zu den Tavernen gefahren. Du kannst das letzte Stück aber auch laufen. Ein etwa 250 m langer Pfad führt von den Tavernen nach Süden in Richtung Kap Ágios Nikólaos, dem das Inselchen Ágios Nikólaos mit einer kleinen Kapelle vorgelagert ist. Mutige können über ein paar Stufen ins Meer steigen und die 15 m zum Inselchen hinüberschwimmen (Badeschuhe sind ratsam). Alle anderen gucken den Klippenspringern zu.
- Ammoúdi
Lóndsa-Burg
Architektonische Highlights © Kilmer Media, Shutterstock
Einer der schönsten Aussichtspunkte auf ganz Santorin ist die Ruine des Kastells am äußersten Ortsrand von Oía. Von hier aus überblickst du nicht nur weite Teile des Kraters und des Dorfs, sondern hast auch einen ungestörten Blick auf die Nachbarinseln Íos und Folégandros, bei klarem Wetter sogar bis Síkinos. Im Mittelalter residierte hier die venezianische Adelsfamilie der Argýri; schon im 19.Jh. war die Burg weitgehend verfallen. Jetzt hat man sie sozusagen als Aussichtsplattform wiederhergerichtet, auf der sich insbesondere zur Zeit des Sonnenuntergangs die Besucher drängen.
© Kilmer Media, Shutterstock
Einer der schönsten Aussichtspunkte auf ganz Santorin ist die Ruine des Kastells am äußersten Ortsrand von Oía. Von hier aus überblickst du nicht nur weite Teile des Kraters und des Dorfs, sondern hast auch einen ungestörten Blick auf die Nachbarinseln Íos und Folégandros, bei klarem Wetter sogar bis Síkinos. Im Mittelalter residierte hier die venezianische Adelsfamilie der Argýri; schon im 19.Jh. war die Burg weitgehend verfallen. Jetzt hat man sie sozusagen als Aussichtsplattform wiederhergerichtet, auf der sich insbesondere zur Zeit des Sonnenuntergangs die Besucher drängen.
Monte Smith
Touristenattraktionen © ian woolcock, Shutterstock
Wie jede griechische Stadt, die aus der Antike stammt, hat auch Rhodos-Stadt seine Akropolis. Von den Tempeln ist leider nicht mehr allzu viel übrig. Der Ausflug auf den etwa 110 m hohen Berg lohnt sich aber trotzdem, weil man hier die ganze Stadt von oben sieht: Altes und Neues, Schönes und Hässliches. Seinen unpassend anmutenden heutigen Namen verdankt der Burgberg dem Oberbefehlshaber der britischen Marineeinheiten, die im frühen 19.Jh. auf Rhodos stationiert waren. Ihre Aufgabe war es, das östliche Mittelmeer zu überwachen und vor möglichen Angriffen der Truppen Napoleons zu schützen, der zu dieser Zeit seinen Ägyptenfeldzug führte. Die Italiener gaben dem Berg den Namen Monte Santo Stefano. So wird er auch heute noch gelegentlich genannt. Dreieinhalb Säulen eines Apollotempels, ein wieder aufgebautes Theater und ein teilweise rekonstruiertes Stadion sind die spärlichen Überreste. Vom Monte Smith lässt sich Rhodos-Stadt in seiner ganzen Widersprüchlichkeit bewundern. Ausblick Nummer eins bietet sich gleich am Anfang, dort, wo die Busse der Reisegesellschaften halten. Das Westküstendorf Ixiá präsentiert sich vom Rand des Bergs als ein Klumpen aus wucherndem Asphalt und Beton. Großhotels ragen in den Himmel. Um Ausblick Nummer zwei zu genießen (das ist diesmal wörtlich gemeint), muss man auf den höchsten Punkt des Monte Smith steigen, wo die Grundmauern zweier Tempel zu sehen sind. Von dort blickt man auf den schönen Teil der Westküste, der hinter dem Flughafen beginnt, auf die Insel Sími und die Küste Kleinasiens. Ein besonderer Genuss ist dieses Panorama bei Sonnenuntergang.
- Diagoridon, 851 00 Ródos
© ian woolcock, Shutterstock
Wie jede griechische Stadt, die aus der Antike stammt, hat auch Rhodos-Stadt seine Akropolis. Von den Tempeln ist leider nicht mehr allzu viel übrig. Der Ausflug auf den etwa 110 m hohen Berg lohnt sich aber trotzdem, weil man hier die ganze Stadt von oben sieht: Altes und Neues, Schönes und Hässliches. Seinen unpassend anmutenden heutigen Namen verdankt der Burgberg dem Oberbefehlshaber der britischen Marineeinheiten, die im frühen 19.Jh. auf Rhodos stationiert waren. Ihre Aufgabe war es, das östliche Mittelmeer zu überwachen und vor möglichen Angriffen der Truppen Napoleons zu schützen, der zu dieser Zeit seinen Ägyptenfeldzug führte. Die Italiener gaben dem Berg den Namen Monte Santo Stefano. So wird er auch heute noch gelegentlich genannt. Dreieinhalb Säulen eines Apollotempels, ein wieder aufgebautes Theater und ein teilweise rekonstruiertes Stadion sind die spärlichen Überreste. Vom Monte Smith lässt sich Rhodos-Stadt in seiner ganzen Widersprüchlichkeit bewundern. Ausblick Nummer eins bietet sich gleich am Anfang, dort, wo die Busse der Reisegesellschaften halten. Das Westküstendorf Ixiá präsentiert sich vom Rand des Bergs als ein Klumpen aus wucherndem Asphalt und Beton. Großhotels ragen in den Himmel. Um Ausblick Nummer zwei zu genießen (das ist diesmal wörtlich gemeint), muss man auf den höchsten Punkt des Monte Smith steigen, wo die Grundmauern zweier Tempel zu sehen sind. Von dort blickt man auf den schönen Teil der Westküste, der hinter dem Flughafen beginnt, auf die Insel Sími und die Küste Kleinasiens. Ein besonderer Genuss ist dieses Panorama bei Sonnenuntergang.
- Diagoridon, 851 00 Ródos
Kámiros
Touristenattraktionen © ian woolcock, Thinkstock
Eine Warnung vorweg: Während der Saison überschwemmen oft mehrere Busladungen von Menschen das Ausgrabungsgelände. Wer den Rundgang genießen will, sollte gleich zu Beginn der Öffnungszeit oder kurz vor Schluss kommen. Kámiros war die kleinste der drei dorischen Städte und hatte ihre Blütezeit im 6.Jh. v.Chr. Wiederentdeckt wurde sie erst in der Mitte des 19.Jhs., ausgegraben von den Italienern erst in den 1930er-Jahren. Die Stadt ist an einen Hang gebaut worden. Von den Häusern aus schaut man auf grüne Felder, Pinienwälder und Olivenhaine, und die Bewohner der Oberstadt hatten sogar die Küste im Blick. Diese Aussicht kann man selbst heute noch genießen - kein Hotel, keine Industrieanlage verstellt bisher den Blick. Für die ausgesucht schöne Lage ihrer Stadt haben die Einwohner von Kámiros allerdings teuer bezahlt. 226 v.Chr. zerstörte ein Erdbeben fast sämtliche Gebäude. Die Menschen bauten ihre Stadt trotzdem wieder auf. Rund drei Jh.e später, 142 n.Chr., machte ein weiteres großes Beben Kámiros dem Erdboden gleich. Diesmal wollte niemand mehr bleiben - der Ort wurde verlassen. Die Ruinen des "rhodischen Pompeji" stammen größtenteils aus hellenistischer Zeit. Die Stadt steigt terrassenförmig an. Die untere Terrasse wurde aus dem Hang gehauen, durch Aufschüttungen und eine Stützmauer befestigt und zu einem Marktplatz, der Agorá, ausgebaut. An den Seiten standen Heiligtümer, Statuen und Wohnhäuser. Der kleine Tempel in der Mitte war vermutlich dem Gott Apollo geweiht. Östlich vom Apollotempel liegt ein Festplatz mit niedriger Zuschauertribüne. Wahrscheinlich fanden dort zu Ehren des Gottes rituelle Handlungen statt. Der Platz grenzt im Westen an ein Wohnviertel, das direkt an der antiken Hauptstraße liegt. Sie führt vorbei an einem öffentlichen Bad, einem Brunnenhaus (an mehreren Stellen erhaltene Tonröhren zeugen vom antiken Wasserversorgungs- und Kanalisationssystem) und weiteren Wohnvierteln bis zur Akropolis, von deren einst prächtigen Bauten allerdings kaum etwas erhalten geblieben ist. Auf dem großen Gelände bekommen Sie jedoch einen guten Eindruck vom Leben in einer hellenistischen Stadt.
© ian woolcock, Thinkstock
Eine Warnung vorweg: Während der Saison überschwemmen oft mehrere Busladungen von Menschen das Ausgrabungsgelände. Wer den Rundgang genießen will, sollte gleich zu Beginn der Öffnungszeit oder kurz vor Schluss kommen. Kámiros war die kleinste der drei dorischen Städte und hatte ihre Blütezeit im 6.Jh. v.Chr. Wiederentdeckt wurde sie erst in der Mitte des 19.Jhs., ausgegraben von den Italienern erst in den 1930er-Jahren. Die Stadt ist an einen Hang gebaut worden. Von den Häusern aus schaut man auf grüne Felder, Pinienwälder und Olivenhaine, und die Bewohner der Oberstadt hatten sogar die Küste im Blick. Diese Aussicht kann man selbst heute noch genießen - kein Hotel, keine Industrieanlage verstellt bisher den Blick. Für die ausgesucht schöne Lage ihrer Stadt haben die Einwohner von Kámiros allerdings teuer bezahlt. 226 v.Chr. zerstörte ein Erdbeben fast sämtliche Gebäude. Die Menschen bauten ihre Stadt trotzdem wieder auf. Rund drei Jh.e später, 142 n.Chr., machte ein weiteres großes Beben Kámiros dem Erdboden gleich. Diesmal wollte niemand mehr bleiben - der Ort wurde verlassen. Die Ruinen des "rhodischen Pompeji" stammen größtenteils aus hellenistischer Zeit. Die Stadt steigt terrassenförmig an. Die untere Terrasse wurde aus dem Hang gehauen, durch Aufschüttungen und eine Stützmauer befestigt und zu einem Marktplatz, der Agorá, ausgebaut. An den Seiten standen Heiligtümer, Statuen und Wohnhäuser. Der kleine Tempel in der Mitte war vermutlich dem Gott Apollo geweiht. Östlich vom Apollotempel liegt ein Festplatz mit niedriger Zuschauertribüne. Wahrscheinlich fanden dort zu Ehren des Gottes rituelle Handlungen statt. Der Platz grenzt im Westen an ein Wohnviertel, das direkt an der antiken Hauptstraße liegt. Sie führt vorbei an einem öffentlichen Bad, einem Brunnenhaus (an mehreren Stellen erhaltene Tonröhren zeugen vom antiken Wasserversorgungs- und Kanalisationssystem) und weiteren Wohnvierteln bis zur Akropolis, von deren einst prächtigen Bauten allerdings kaum etwas erhalten geblieben ist. Auf dem großen Gelände bekommen Sie jedoch einen guten Eindruck vom Leben in einer hellenistischen Stadt.