
Reiseführer Sergijew Posad
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- Sergijew PosadSehenswertes & Restaurants
Ein Ausflug hierher beginnt im Normalfall im nahen Moskau. Touristen kommen in die Stadt (115000 Ew.), um das Dreifaltigkeits-Kloster des hl. Sergijus, das bekannteste aller Klöster Russlands, zu besichtigen.
Besucher sehen auf engem Raum eine einzigartige Architektur, erfahren Geschichten und Legenden aus Russlands Vergangenheit und treffen eine Vielzahl von Gläubigen, die aus allen Gegenden des Landes anreisen.
Der Name der Stadt geht auf Sergej von Radoneschkij zurück, den Sohn eines reichen Bojaren, der das Kloster 1345 gründete. Nach dem russischen Sieg über die Tataren stieg das Kloster zum bedeutendsten Heiligtum Russlands auf. Zweimal suchte der spätere Zar Peter I. hier Schutz vor aufständischen Strelitzen („Schützen“, einer mit Feuerwaffen ausgerüsteteten Eliteeinheit). Nach seiner Krönung bedankte er sich mit Zugeständnissen. Im 17.Jh. war das Kloster neben dem Zaren der reichste Grundherr Russlands. Das Kloster ist heute Sitz der Theologischen Akademie und des Geistlichen Seminars, 150 Mönche leben auf dem heiligen Gelände.
Sergijew Posad Sehenswertes & Restaurants


Troize-Sergiewa lawra
Architektonische Highlights © Viacheslav Lopatin, Shutterstock
© Viacheslav Lopatin, Shutterstock
Erstaunlicherweise gibt es in unmittelbarer Nähe zur Millionenstadt noch Fleckchen von ländlicher Ruhe und Abgeschiedenheit. Wallfahrtsort und Ausflugsziel vor den Toren Moskaus ist das Dreifaltigkeits-Sergios-Kloster mit seinen Zwiebeltürmen in Sergijew Possad, früher auch Sagorsk genannt. Das Kloster ist bis heute das wichtigste geistliche Zentrum Russlands, vergleichbar mit dem Vatikan, obwohl die russisch-orthodoxe Kirche weniger zentralistisch aufgebaut ist. Seine blauen und goldenen Zwiebeltürme sind bereits aus großer Ferne zu sehen. Wenn man schließlich hinter den hohen Festungsmauern über den großen Klosterhof läuft, trifft man Schüler des Priesterseminars und der Akademie der russisch-orthodoxen Kirche in ihren schwarzen Soutanen. Zahlreiche Pilger drängen sich in der kleinen Dreifaltigkeitskathedrale von 1422 mit ihren goldenen Kuppeln und dem Grab des Heiligen Sergios. Babuschkas füllen sich in der Brunnenkapelle wundertätiges Wasser ab. Bis heute ist Sergijew Possad das erste und wichtigste unter den fünf Lawra- oder Einsiedlerklöstern der russisch-orthodoxen Kirche. Das symbolisiert auch die größte Kirchenglocke der Welt, welche rund 72 t schwer und 4,5 m hoch ist. Sie wurde 2004 neu auf dem 87 m hohen Glockenturm angebracht - der bereits 1761 errichtet worden war. Etwa um 1340 hatte der Bojarensohn Sergios von Radonesch sich in den einsamen Wäldern nördlich von Moskau eine Mönchsklause und eine kleine Holzkapelle errichtet. Schnell scharten sich Anhänger um ihn. Von hier aus feuerte Sergios den Widerstand gegen die Goldene Horde der Mongolen an und ließ das Kloster befestigen. In der "Zeit der Wirren" um 1600 konnten polnische Truppen zwar Moskau erobern, nicht jedoch das Wehrkloster einnehmen. Eine 16 Monate lange Belagerung scheiterte. Die Volkshelden Kusma Minin und Dmitri Poscharski, deren Denkmal auf dem Roten Platz steht, konnten von der Klosterstadt aus schließlich die Befreiung der Stadt organisieren. Für die Zaren der Romanow-Dynastie, die danach auf den russischen Thron gehoben wurden, war das Kloster seitdem ein wichtiger Wallfahrtsort. Der junge Zar Peter der Große fand hier 1688 Zuflucht vor der aufständischen Strelitzengarde. 1919 wurde das Kloster aufgelöst, 1946 aber von Stalin an die Kirche zurückgegeben. Von 1946 bis 1988 war es im Anschluss Sitz des Patriarchen der russisch-orthodoxen Kirche, bevor dieser erst nach Peredelkino ging und dann schließlich nach Moskau zurückkehrte. Noch heute beeindruckend ist die 12 m hohe, 6 m dicke und 1,5 km lange weiße Festungsmauer, die von den blauen, mit golden Sternen geschmückten Zwiebelkuppeln der Mariä-Entschlafungs-Kathedrale überragt wird, die Iwan der Schreckliche 1559 nach Moskauer Vorbild erbauen ließ. Hier liegt der unglückliche Zar Boris Godunow begraben. Kleiner, aber noch älter und bedeutsamer ist die Dreifaltigkeitskathedrale mit dem Grab des Klostergründers Sergios. Das Original der berühmten Dreifaltigkeitsikone des berühmten Malers Andrej Rubljow, der angeblich ein Schüler von Sergios gewesen sein soll, wird allerdings heute nicht mehr hier, sondern in der Tretjakow-Galerie im Zentrum Moskaus ausgestellt. In Sergijew Possad kann nur eine Kopie des bedeutenden Werks besichtigt werden. Priesterseminar und Akademie sind im ruhigen hinteren Bereich des Klosters im Rasthof der Zaren aus dem 17.Jh. untergebracht. Das Refektorium des Klosters mit einem 70 m langen Saal ist ein Geschenk Peters des Großen. Auf dem Gelände befindet sich auch ein sehr informatives Museum der Klostergeschichte. Souvenirs können überall gekauft werden.
- Krasnogorskaja Ploschtschad, 141300 Sergijew Possad
- http://www.stsl.ru/
- +7 496 540-53-34
© Viacheslav Lopatin, Shutterstock
© Viacheslav Lopatin, Shutterstock
Erstaunlicherweise gibt es in unmittelbarer Nähe zur Millionenstadt noch Fleckchen von ländlicher Ruhe und Abgeschiedenheit. Wallfahrtsort und Ausflugsziel vor den Toren Moskaus ist das Dreifaltigkeits-Sergios-Kloster mit seinen Zwiebeltürmen in Sergijew Possad, früher auch Sagorsk genannt. Das Kloster ist bis heute das wichtigste geistliche Zentrum Russlands, vergleichbar mit dem Vatikan, obwohl die russisch-orthodoxe Kirche weniger zentralistisch aufgebaut ist. Seine blauen und goldenen Zwiebeltürme sind bereits aus großer Ferne zu sehen. Wenn man schließlich hinter den hohen Festungsmauern über den großen Klosterhof läuft, trifft man Schüler des Priesterseminars und der Akademie der russisch-orthodoxen Kirche in ihren schwarzen Soutanen. Zahlreiche Pilger drängen sich in der kleinen Dreifaltigkeitskathedrale von 1422 mit ihren goldenen Kuppeln und dem Grab des Heiligen Sergios. Babuschkas füllen sich in der Brunnenkapelle wundertätiges Wasser ab. Bis heute ist Sergijew Possad das erste und wichtigste unter den fünf Lawra- oder Einsiedlerklöstern der russisch-orthodoxen Kirche. Das symbolisiert auch die größte Kirchenglocke der Welt, welche rund 72 t schwer und 4,5 m hoch ist. Sie wurde 2004 neu auf dem 87 m hohen Glockenturm angebracht - der bereits 1761 errichtet worden war. Etwa um 1340 hatte der Bojarensohn Sergios von Radonesch sich in den einsamen Wäldern nördlich von Moskau eine Mönchsklause und eine kleine Holzkapelle errichtet. Schnell scharten sich Anhänger um ihn. Von hier aus feuerte Sergios den Widerstand gegen die Goldene Horde der Mongolen an und ließ das Kloster befestigen. In der "Zeit der Wirren" um 1600 konnten polnische Truppen zwar Moskau erobern, nicht jedoch das Wehrkloster einnehmen. Eine 16 Monate lange Belagerung scheiterte. Die Volkshelden Kusma Minin und Dmitri Poscharski, deren Denkmal auf dem Roten Platz steht, konnten von der Klosterstadt aus schließlich die Befreiung der Stadt organisieren. Für die Zaren der Romanow-Dynastie, die danach auf den russischen Thron gehoben wurden, war das Kloster seitdem ein wichtiger Wallfahrtsort. Der junge Zar Peter der Große fand hier 1688 Zuflucht vor der aufständischen Strelitzengarde. 1919 wurde das Kloster aufgelöst, 1946 aber von Stalin an die Kirche zurückgegeben. Von 1946 bis 1988 war es im Anschluss Sitz des Patriarchen der russisch-orthodoxen Kirche, bevor dieser erst nach Peredelkino ging und dann schließlich nach Moskau zurückkehrte. Noch heute beeindruckend ist die 12 m hohe, 6 m dicke und 1,5 km lange weiße Festungsmauer, die von den blauen, mit golden Sternen geschmückten Zwiebelkuppeln der Mariä-Entschlafungs-Kathedrale überragt wird, die Iwan der Schreckliche 1559 nach Moskauer Vorbild erbauen ließ. Hier liegt der unglückliche Zar Boris Godunow begraben. Kleiner, aber noch älter und bedeutsamer ist die Dreifaltigkeitskathedrale mit dem Grab des Klostergründers Sergios. Das Original der berühmten Dreifaltigkeitsikone des berühmten Malers Andrej Rubljow, der angeblich ein Schüler von Sergios gewesen sein soll, wird allerdings heute nicht mehr hier, sondern in der Tretjakow-Galerie im Zentrum Moskaus ausgestellt. In Sergijew Possad kann nur eine Kopie des bedeutenden Werks besichtigt werden. Priesterseminar und Akademie sind im ruhigen hinteren Bereich des Klosters im Rasthof der Zaren aus dem 17.Jh. untergebracht. Das Refektorium des Klosters mit einem 70 m langen Saal ist ein Geschenk Peters des Großen. Auf dem Gelände befindet sich auch ein sehr informatives Museum der Klostergeschichte. Souvenirs können überall gekauft werden.
- Krasnogorskaja Ploschtschad, 141300 Sergijew Possad
- http://www.stsl.ru/
- +7 496 540-53-34
Sergiev Posad State History and Art Museum-Reserve
Museen © YURY TARANIK, Shutterstock
In dem Museum sind unermessliche Kunstschätze untergebracht, so die weltgrößte Sammlung von Meisterwerken altrussischer Kunst. Über Jahrhunderte fühlten sich Zaren und Bojaren verpflichtet, dem einflussreichen Kloster kostbare Geschenke zu machen.
- Prospekt Krasnoy Armii 144, 141310 Sergiev Posad
- http://www.museum-sp.ru/
- +7 496 540-63-58
© YURY TARANIK, Shutterstock
In dem Museum sind unermessliche Kunstschätze untergebracht, so die weltgrößte Sammlung von Meisterwerken altrussischer Kunst. Über Jahrhunderte fühlten sich Zaren und Bojaren verpflichtet, dem einflussreichen Kloster kostbare Geschenke zu machen.
- Prospekt Krasnoy Armii 144, 141310 Sergiev Posad
- http://www.museum-sp.ru/
- +7 496 540-63-58
Russian yard
Restaurants- international
Gemütliches Hotel in Klosternähe, dass in den letzten Jahren ausgebaut wurde. Rabatt für Hotelgäste im gleichnamigen Restaurant.
- Prospekt Krasnoy Armii 134/2, 141300 Sergiev Posad
- http://www.rus-dvorik.ru/
- +7 496 540-51-14
Gemütliches Hotel in Klosternähe, dass in den letzten Jahren ausgebaut wurde. Rabatt für Hotelgäste im gleichnamigen Restaurant.
- Prospekt Krasnoy Armii 134/2, 141300 Sergiev Posad
- http://www.rus-dvorik.ru/
- +7 496 540-51-14