Rom Top Sehenswürdigkeiten

Foro Romano
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Roma
Foro Romano
Fontana di Trevi
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Fontana di Trevi
Colosseo
Architektonische Highlights
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Pantheon
Architektonische Highlights
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Scalinata di Trinità dei Monti
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Piazza Navona
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Museo Nazionale delle Arti del XXI. Secolo
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Via Appia Antica
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Campidoglio
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Piazza del Campidoglio
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Musei Capitolini
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Galleria Borghese
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Centrale Montemartini
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Catacombe di Sant'Agnese
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Terme di Diocleziano
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Musei Vaticani
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Città del Vaticano
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Scuderie del Quirinale
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Galleria Doria Pamphilj
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Casa di Goethe
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Museo Nazionale Etrusco di Villa Giulia
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Museo Ebraico
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Teatro Marcello
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Piazza dei Cavalieri di Malta
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Fontana delle Api
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Chiostro di Michelangelo
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Bioparco
Botanische Gärten & Parks
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Palatino
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Porta Pia
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San Carlo alle Quattro Fontane
Architektonische Highlights
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San Carlo
Circo Massimo
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Circo Massimo

    Touristenattraktionen

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    Architektonische Highlights

    Museen

    Botanische Gärten & Parks


  • Foro Romano

    Touristenattraktionen
    • Foro Romano© Frank Heuer, DuMont Reisebildportal

    Den schönsten Blick auf das marmorne Machtzentrum der Antike hat der Bürgermeister von Rom aus seinem Büro im Palazzo Senatorio auf dem Kapitol. Das Forum Romanum, ursprünglich als Vestaheiligtum gedacht, entwickelte sich vom Viehmarkt zur politischen Arena, von der aus nicht nur Rom, sondern das ganze Römische Reich regiert wurde. Hier sprach Cicero seine Brandreden gegen Catilina und der alte Cato sein ceterum censeo: "Karthago muss vernichtet werden."

    • Foro Romano© Frank Heuer, DuMont Reisebildportal

    Den schönsten Blick auf das marmorne Machtzentrum der Antike hat der Bürgermeister von Rom aus seinem Büro im Palazzo Senatorio auf dem Kapitol. Das Forum Romanum, ursprünglich als Vestaheiligtum gedacht, entwickelte sich vom Viehmarkt zur politischen Arena, von der aus nicht nur Rom, sondern das ganze Römische Reich regiert wurde. Hier sprach Cicero seine Brandreden gegen Catilina und der alte Cato sein ceterum censeo: "Karthago muss vernichtet werden."


  • Fontana di Trevi

    Touristenattraktionen
    • Fontana di Trevi© Frank Heuer, DuMont Reisebildportal
    Insider-Tipp
    Nichts für Warmduscher

    Die Filmszene aus „La dolce vita“ ist Kult. Ihr verdankt der Trevibrunnen seinen Weltruf. Doch in jener eiskalten Februarnacht 1960, als Marcello Mastroianni, damals Italiens Filmstar Nr. 1, mit Anita Ekberg in den Brunnen steigen sollte, war das Leben gar nicht süß. Die blonde Schwedin mit dem tiefen Dekolleté war an kaltes Ostseewasser gewöhnt, aber Mastroianni streikte schon am Brunnenrand. Erst als Starregisseur Federico Fellini ihm hüfthohe Anglerhosen unter dem Smoking genehmigte, ging die hocherotische Szene klar – und der Mythos vom ewig süßen Leben in Rom war geboren. Keine nassen Füße holten sich die Models, die der 2019 verstobene Modezar Karl Lagerfeld hier übers Wasser flanieren ließ – er hatte vorsorglich einen unsichtbaren Glassteg über den Brunnen legen lassen. Übrigens drängeln sich heute die Touristen aus aller Welt nicht nur wegen seiner illustren Vergangenheit oder barocken Pracht um den größten Brunnen Roms. Wer schaut schon genau hin, wie seit 1750 der Meeresgott Ozeanus im Triumphbogen über das Wasser herrscht und Tritonen seine Pferde bändigen? Hauptsache, man wirft eine Münze über die linke Schulter ins Becken, denn das verspricht, dass man irgendwann nach Rom zurückkommt. Vielleicht klappt’s ja. Vermutlich wirst du dafür allerdings zahlen müssen. Rom plant eine Eintrittsgebühr für den berühmtesten Brunnen der Stadt.

    • Fontana di Trevi© Frank Heuer, DuMont Reisebildportal
    Insider-Tipp
    Nichts für Warmduscher

    Die Filmszene aus „La dolce vita“ ist Kult. Ihr verdankt der Trevibrunnen seinen Weltruf. Doch in jener eiskalten Februarnacht 1960, als Marcello Mastroianni, damals Italiens Filmstar Nr. 1, mit Anita Ekberg in den Brunnen steigen sollte, war das Leben gar nicht süß. Die blonde Schwedin mit dem tiefen Dekolleté war an kaltes Ostseewasser gewöhnt, aber Mastroianni streikte schon am Brunnenrand. Erst als Starregisseur Federico Fellini ihm hüfthohe Anglerhosen unter dem Smoking genehmigte, ging die hocherotische Szene klar – und der Mythos vom ewig süßen Leben in Rom war geboren. Keine nassen Füße holten sich die Models, die der 2019 verstobene Modezar Karl Lagerfeld hier übers Wasser flanieren ließ – er hatte vorsorglich einen unsichtbaren Glassteg über den Brunnen legen lassen. Übrigens drängeln sich heute die Touristen aus aller Welt nicht nur wegen seiner illustren Vergangenheit oder barocken Pracht um den größten Brunnen Roms. Wer schaut schon genau hin, wie seit 1750 der Meeresgott Ozeanus im Triumphbogen über das Wasser herrscht und Tritonen seine Pferde bändigen? Hauptsache, man wirft eine Münze über die linke Schulter ins Becken, denn das verspricht, dass man irgendwann nach Rom zurückkommt. Vielleicht klappt’s ja. Vermutlich wirst du dafür allerdings zahlen müssen. Rom plant eine Eintrittsgebühr für den berühmtesten Brunnen der Stadt.


  • Colosseo

    Architektonische Highlights
    • Colosseo© Frank Heuer, DuMont Reisebildportal
    Insider-Tipp
    Kolosseum im Mondschein

    Trampeln, Trommeln und Trompeten! Und dazu das ohrenbetäubende Geschrei von den Rängen, wenn einer der Kämpfer röchelnd zu Boden ging. Metall blitzte in der Sonne, Staub wirbelte auf. Der Kaiser fächelte sich mit einem Taschentuch Luft zu; mit demselben weißen Stofffetzen, mit dem er über Leben und Tod richtete. Meistens überließ er die Entscheidung großmütig seinem Volk: Senatoren und Tagelöhner, Adelige und Sklaven genossen die Macht, den unterlegenen Gladiator durch den Ruf „Iugula“ („Stich ihn ab!“) vom Leben zum Tode zu befördern, selten auch mit dem gezischelten „Missum“ Gnade walten zu lassen. Gladiatoren waren hervorragend ausgebildete, kampferprobte Männer, die auf der Sozialskala allerdings noch unter den Sklaven rangierten. Der Sieger erhielt einen Lorbeerkranz, Geld und Geschenke, etwa die Gunst einer schönen Dame, und die Gewissheit, bei einem der nächsten Kämpfe draufzugehen. Mit dem gigantischen Arkadenbau des Kolosseums wollte sich Kaiser Vespasian, Nachfolger des grausamen Nero, beim Volk beliebt machen und inszenierte Brot und Spiele, wie es auch heutige Staatsmänner gern mit Fußball-WMs oder Olympischen Spielen tun. Was Vater Vespasian 72.n. Chr. begonnen hatte, weihte sein Sohn und Thronfolger Titus nach sensationeller Bauzeit von nur acht Jahren ein. So lange brauchen heutige Großbauten wie der Flughafen BER allein für die Planungsphase. Auch technisch war der kolossale Bau ein Meisterwerk. Rund 50 000 Zuschauer fanden hier Platz; den römischen Eliten standen die ersten drei Ränge zu, Frauen, Sklaven und Plebejer drängten sich auf der obersten Holztribüne unter Sonnensegeln. Noch heute kann man im Fundament des Baus die raffinierten unterirdischen Gänge, Falltüren, Laufkäfige und Aufzüge für die wilden Tiere sowie die Umkleidekabinen und Waffenräume für die Kämpfer sehen. Extrem gut ausgetüftelt waren auch die Sicherheitsvorkehrungen: Im Notfall, etwa bei Brand, konnte die Arena in fünf Minuten über die 80 Ein- und Ausgänge geräumt werden. Heute ist das Kolosseum nicht nur der größte Magnet Roms mit über 5 Mio. Besuchern, sondern auch ein stolzes Monument gegen die Todesstrafe. Seit 1999 wird das Bauwerk jedes Mal in grünes Licht getaucht, wenn diese in einem weiteren Staat abgeschafft wird. Wer es tagsüber nicht ins grandiose Amphitheater geschafft hat, schafft es vielleicht, eine der raren nächtlichen Führungen „La Luna sul Colosseo“ zu buchen.

    • Colosseo© Frank Heuer, DuMont Reisebildportal
    Insider-Tipp
    Kolosseum im Mondschein

    Trampeln, Trommeln und Trompeten! Und dazu das ohrenbetäubende Geschrei von den Rängen, wenn einer der Kämpfer röchelnd zu Boden ging. Metall blitzte in der Sonne, Staub wirbelte auf. Der Kaiser fächelte sich mit einem Taschentuch Luft zu; mit demselben weißen Stofffetzen, mit dem er über Leben und Tod richtete. Meistens überließ er die Entscheidung großmütig seinem Volk: Senatoren und Tagelöhner, Adelige und Sklaven genossen die Macht, den unterlegenen Gladiator durch den Ruf „Iugula“ („Stich ihn ab!“) vom Leben zum Tode zu befördern, selten auch mit dem gezischelten „Missum“ Gnade walten zu lassen. Gladiatoren waren hervorragend ausgebildete, kampferprobte Männer, die auf der Sozialskala allerdings noch unter den Sklaven rangierten. Der Sieger erhielt einen Lorbeerkranz, Geld und Geschenke, etwa die Gunst einer schönen Dame, und die Gewissheit, bei einem der nächsten Kämpfe draufzugehen. Mit dem gigantischen Arkadenbau des Kolosseums wollte sich Kaiser Vespasian, Nachfolger des grausamen Nero, beim Volk beliebt machen und inszenierte Brot und Spiele, wie es auch heutige Staatsmänner gern mit Fußball-WMs oder Olympischen Spielen tun. Was Vater Vespasian 72.n. Chr. begonnen hatte, weihte sein Sohn und Thronfolger Titus nach sensationeller Bauzeit von nur acht Jahren ein. So lange brauchen heutige Großbauten wie der Flughafen BER allein für die Planungsphase. Auch technisch war der kolossale Bau ein Meisterwerk. Rund 50 000 Zuschauer fanden hier Platz; den römischen Eliten standen die ersten drei Ränge zu, Frauen, Sklaven und Plebejer drängten sich auf der obersten Holztribüne unter Sonnensegeln. Noch heute kann man im Fundament des Baus die raffinierten unterirdischen Gänge, Falltüren, Laufkäfige und Aufzüge für die wilden Tiere sowie die Umkleidekabinen und Waffenräume für die Kämpfer sehen. Extrem gut ausgetüftelt waren auch die Sicherheitsvorkehrungen: Im Notfall, etwa bei Brand, konnte die Arena in fünf Minuten über die 80 Ein- und Ausgänge geräumt werden. Heute ist das Kolosseum nicht nur der größte Magnet Roms mit über 5 Mio. Besuchern, sondern auch ein stolzes Monument gegen die Todesstrafe. Seit 1999 wird das Bauwerk jedes Mal in grünes Licht getaucht, wenn diese in einem weiteren Staat abgeschafft wird. Wer es tagsüber nicht ins grandiose Amphitheater geschafft hat, schafft es vielleicht, eine der raren nächtlichen Führungen „La Luna sul Colosseo“ zu buchen.


  • Pantheon

    Architektonische Highlights
    • Pantheon© Frank Heuer, DuMont Reisebildportal
    Insider-Tipp
    Lightshow der Antike

    Von außen sieht der fast 2000 Jahre alte Bau etwas grau und pockennarbig aus, aber wenn du durch die hohen Bronzetüren hineingehst, erlebst du eine Überraschung: Du schaust in die größte ungestützte Kuppel der Antike mit einem riesigen offenen Oberlicht. Genial sind die Lichteffekte an Sonnentagen, erst recht bei Regen, wenn das Wasser in der Gebäudemitte durch eine Vertiefung abläuft. Kaum ein antiker Tempel wurde so vielseitig genutzt: 27 v. Chr. von Markus Agrippa den Göttern gewidmet, gute 150 Jahre später nach zwei Großbränden wieder aufgebaut, im Mittelalter zur Kirche und im 19.Jh. als Grabstätte der italienischen Könige umfunktioniert, ist er heute noch eine Attraktion. Vor allem als Kirche hat er neuerdings viel Zulauf. Wieso? Da seit 2023 Eintritt für den Tempel verlangt wird, mischen sich viele Touristen unter die Gläubigen, denn nur während der Messe kostet es nichts: still aufs Bänkchen setzen und während der Predigt den Mund halten.

    • Pantheon© Frank Heuer, DuMont Reisebildportal
    Insider-Tipp
    Lightshow der Antike

    Von außen sieht der fast 2000 Jahre alte Bau etwas grau und pockennarbig aus, aber wenn du durch die hohen Bronzetüren hineingehst, erlebst du eine Überraschung: Du schaust in die größte ungestützte Kuppel der Antike mit einem riesigen offenen Oberlicht. Genial sind die Lichteffekte an Sonnentagen, erst recht bei Regen, wenn das Wasser in der Gebäudemitte durch eine Vertiefung abläuft. Kaum ein antiker Tempel wurde so vielseitig genutzt: 27 v. Chr. von Markus Agrippa den Göttern gewidmet, gute 150 Jahre später nach zwei Großbränden wieder aufgebaut, im Mittelalter zur Kirche und im 19.Jh. als Grabstätte der italienischen Könige umfunktioniert, ist er heute noch eine Attraktion. Vor allem als Kirche hat er neuerdings viel Zulauf. Wieso? Da seit 2023 Eintritt für den Tempel verlangt wird, mischen sich viele Touristen unter die Gläubigen, denn nur während der Messe kostet es nichts: still aufs Bänkchen setzen und während der Predigt den Mund halten.


  • Scalinata di Trinità dei Monti

    Touristenattraktionen
    • Scalinata di Trinità dei Monti© Frank Heuer, DuMont Reisebildportal

    Die beschwingten Balustraden der Spanischen Treppe unter der französischen Kirche Trinità dei Monti sind das Ergebnis eines jahrzehntelangen Streits zwischen den Päpsten und der französischen Krone, denn die Franzosen finanzierten den Aufgang zu ihrer Nationalkirche. Die Päpste brachten schließlich ihre Version durch und ließen 1723 die Treppenanlage von Alessandro Specchi und Francesco de Sanctis erbauen. Heute wird die breite Treppe, deren deutscher Name von der unterhalb gelegenen Piazza di Spagna stammt, ebenso von jungen Römern wie Touristen besetzt, allerdings sind Essen, Trinken, Kiffen und Gitarrespielen verboten (was meist echt italienisch umgangen wird), Flirten aber erlaubt.

    • Scalinata di Trinità dei Monti© Frank Heuer, DuMont Reisebildportal

    Die beschwingten Balustraden der Spanischen Treppe unter der französischen Kirche Trinità dei Monti sind das Ergebnis eines jahrzehntelangen Streits zwischen den Päpsten und der französischen Krone, denn die Franzosen finanzierten den Aufgang zu ihrer Nationalkirche. Die Päpste brachten schließlich ihre Version durch und ließen 1723 die Treppenanlage von Alessandro Specchi und Francesco de Sanctis erbauen. Heute wird die breite Treppe, deren deutscher Name von der unterhalb gelegenen Piazza di Spagna stammt, ebenso von jungen Römern wie Touristen besetzt, allerdings sind Essen, Trinken, Kiffen und Gitarrespielen verboten (was meist echt italienisch umgangen wird), Flirten aber erlaubt.


  • Piazza Navona

    Touristenattraktionen
    • Piazza Navona© MAIRDUMONT

    Um seiner geliebten Schwägerin zu gefallen, ließ Innozenz X. (1644-55) nicht nur den Palazzo Pamphilj bauen, sondern legte ihr gleich noch den herrlichen Platz zu Füßen. Er ließ ihn auf dem Grundriss des antiken Wettkampfstadions von Kaiser Domitian (81-96), des antiken circo agonale errichten, den die Römer zu navona verballhornten. Kirchenfürsten und Patrizier ergötzten sich bis ins späte 18.Jh. aus den Fenstern ihrer Paläste an Kampfspielen und Pferderennen. Zur sommerlichen Erfrischung der Römer wurde die Piazza im August geflutet und Miniaturseeschlachten inszeniert. Die barocke Arena ist noch heute der Treffpunkt aller Römer. Eine herrliche Bühne für Selbstdarsteller und prominente Flaneure. Gianlorenzo Berninis Vierströmebrunnen, die Fontana die Quattro Fiumi, ist unübersehbar das Prunkstück der Piazza.

    • Piazza Navona© MAIRDUMONT

    Um seiner geliebten Schwägerin zu gefallen, ließ Innozenz X. (1644-55) nicht nur den Palazzo Pamphilj bauen, sondern legte ihr gleich noch den herrlichen Platz zu Füßen. Er ließ ihn auf dem Grundriss des antiken Wettkampfstadions von Kaiser Domitian (81-96), des antiken circo agonale errichten, den die Römer zu navona verballhornten. Kirchenfürsten und Patrizier ergötzten sich bis ins späte 18.Jh. aus den Fenstern ihrer Paläste an Kampfspielen und Pferderennen. Zur sommerlichen Erfrischung der Römer wurde die Piazza im August geflutet und Miniaturseeschlachten inszeniert. Die barocke Arena ist noch heute der Treffpunkt aller Römer. Eine herrliche Bühne für Selbstdarsteller und prominente Flaneure. Gianlorenzo Berninis Vierströmebrunnen, die Fontana die Quattro Fiumi, ist unübersehbar das Prunkstück der Piazza.


  • Museo Nazionale delle Arti del XXI. Secolo

    Museen
    • Museo Nazionale delle Arti del XXI. Secolo© Frank Heuer, DuMont Reisebildportal
    • © Frank Heuer, DuMont Reisebildportal

    Das Museo Nazionale delle Arti del XXI. Secolo, kurz und prägnant MAXXI genannt, macht sich selbst zum Exponat. Alles scheint im Fluss in diesem Gebäude, wo sich wie in einem Zeichentrickfilm plötzlich Rampen zu verschieben scheinen, Treppenaufgänge in den Himmel führen und schiefe Wände und Winkel einen ständig auf neue, ungewohnte Kunstpfade locken. In der Sammlung befinden sich Werke u.a. von Francesco Clemente, Mario Merz und Gerhard Richter.

    • Museo Nazionale delle Arti del XXI. Secolo© Frank Heuer, DuMont Reisebildportal
    • © Frank Heuer, DuMont Reisebildportal

    Das Museo Nazionale delle Arti del XXI. Secolo, kurz und prägnant MAXXI genannt, macht sich selbst zum Exponat. Alles scheint im Fluss in diesem Gebäude, wo sich wie in einem Zeichentrickfilm plötzlich Rampen zu verschieben scheinen, Treppenaufgänge in den Himmel führen und schiefe Wände und Winkel einen ständig auf neue, ungewohnte Kunstpfade locken. In der Sammlung befinden sich Werke u.a. von Francesco Clemente, Mario Merz und Gerhard Richter.


  • Via Appia Antica

    Touristenattraktionen
    • Via Appia Antica© Frank Heuer, DuMont Reisebildportal
    • © Frank Heuer, DuMont Reisebildportal

    Einst rollte hier der gesamte Verkehr des römischen Weltreichs, Kaiser, Händler, Beamte und Militärs zogen über die Via Appia Antica nach Süden bis zum Hafen Brindisi.

    • Via Appia Antica© Frank Heuer, DuMont Reisebildportal
    • © Frank Heuer, DuMont Reisebildportal

    Einst rollte hier der gesamte Verkehr des römischen Weltreichs, Kaiser, Händler, Beamte und Militärs zogen über die Via Appia Antica nach Süden bis zum Hafen Brindisi.


  • Campidoglio

    Touristenattraktionen
    • © Stefano_Valeri, Shutterstock

    Der Kapitolhügel ist einer der sieben Erhebungen auf denen die Stadt Rom errichtet wurde. Früher befanden sich hier wichtige Verwaltungsgebäude und Tempel des antiken Roms. Heute steht hier das Rathaus der Stadt.

    • © Stefano_Valeri, Shutterstock

    Der Kapitolhügel ist einer der sieben Erhebungen auf denen die Stadt Rom errichtet wurde. Früher befanden sich hier wichtige Verwaltungsgebäude und Tempel des antiken Roms. Heute steht hier das Rathaus der Stadt.


  • Piazza del Campidoglio

    Touristenattraktionen
    • Campidoglio© MAIRDUMONT

    Wo einst die Tempel Jupiters und Junos standen, gestaltete Michelangelo im Jahr 1536 den trapezförmigen Kapitolsplatz, der vom Palazzo dei Senatori, dem Palazzo dei Conservatori und dem Palazzo Nuovo gerahmt wird.

    • Piazza del Campidoglio, 00186 Roma
    • Campidoglio© MAIRDUMONT

    Wo einst die Tempel Jupiters und Junos standen, gestaltete Michelangelo im Jahr 1536 den trapezförmigen Kapitolsplatz, der vom Palazzo dei Senatori, dem Palazzo dei Conservatori und dem Palazzo Nuovo gerahmt wird.

    • Piazza del Campidoglio, 00186 Roma

  • Musei Capitolini

    Museen
    • Musei Capitolini© MAIRDUMONT
    Insider-Tipp
    Raus mit den nackten Marmorgöttern

    Es müssen nicht immer die Vatikanischen Museen sein! Die Kapitolinischen Museen sind kleiner, handlicher und weniger überlaufen als die päpstliche Konkurrenz. Ironischerweise wurden sie von jenem Papst Sixtus IV., der auch die Sixtinische Kapelle bauen ließ, gesponsert: Seine Heiligkeit wollte nämlich die anstößigen Statuen im Vatikan loswerden und vermachte sie 1471 der Stadt – Weltpremiere für ein städtisches Museum. Fünf Highlights darf man auf keinen Fall verpassen: Der ausgestreckte Riesenfinger aus Marmor von Kaiser Konstantin zeigt nicht etwa den antiken Stinkefinger, sondern ist ein Symbol der Macht. Die „Kapitolinische Wölfin“ residiert in der Sala della Lupa. Sie ist Roms Wappentier und Urmutter aller Römer, denn sie zog die Romgründer Remus und Romulus mit ihrer Milch auf. Das zarte römische „Taubenmosaik“, wo die Friedensvögel aus einer goldenen Wasserschale trinken, wurde in der Hadriansvilla in Tivoli gefunden (Sala delle Colombe). Wer einen gut gebauten Mann mit modellierten Muskeln sehen will, der sollte den „Sterbenden Gallier“ besuchen. Mit letzter Kraft stützt sich der Krieger auf, eines der ergreifendsten Kunstwerke überhaupt. Und nun zur berühmten Göttin der Liebe: Die „Kapitolinische Venus“, die gerade nackt dem Bade entsteigt, durfte der iranische Staatspräsident Hannan Rohani auf seinem Rombesuch nicht sehen – sie bekam ein Badetuch um, wohl, weil die hellenistische Marmorkopie einfach umwerfend schön ist. Das Prunkstück aber ist der „echte“ Kaiser Marc Aurel. Das bronzene Reiterstandbild der Antike steht seit 2005 vor schädlichen Abgasen geschützt unterm Glasdach in einem Innenhof des Palazzo dei Conservatori. Des Kaisers etwas klobige Kopie befindet sich weiterhin draußen auf dem Kapitolsplatz. Gönn dir eine Pause in der Cafeteria auf dem Dachgarten (auch für Nicht- Museumsbesucher) – der Blick über die Stadt ist toll!

    • Musei Capitolini© MAIRDUMONT
    Insider-Tipp
    Raus mit den nackten Marmorgöttern

    Es müssen nicht immer die Vatikanischen Museen sein! Die Kapitolinischen Museen sind kleiner, handlicher und weniger überlaufen als die päpstliche Konkurrenz. Ironischerweise wurden sie von jenem Papst Sixtus IV., der auch die Sixtinische Kapelle bauen ließ, gesponsert: Seine Heiligkeit wollte nämlich die anstößigen Statuen im Vatikan loswerden und vermachte sie 1471 der Stadt – Weltpremiere für ein städtisches Museum. Fünf Highlights darf man auf keinen Fall verpassen: Der ausgestreckte Riesenfinger aus Marmor von Kaiser Konstantin zeigt nicht etwa den antiken Stinkefinger, sondern ist ein Symbol der Macht. Die „Kapitolinische Wölfin“ residiert in der Sala della Lupa. Sie ist Roms Wappentier und Urmutter aller Römer, denn sie zog die Romgründer Remus und Romulus mit ihrer Milch auf. Das zarte römische „Taubenmosaik“, wo die Friedensvögel aus einer goldenen Wasserschale trinken, wurde in der Hadriansvilla in Tivoli gefunden (Sala delle Colombe). Wer einen gut gebauten Mann mit modellierten Muskeln sehen will, der sollte den „Sterbenden Gallier“ besuchen. Mit letzter Kraft stützt sich der Krieger auf, eines der ergreifendsten Kunstwerke überhaupt. Und nun zur berühmten Göttin der Liebe: Die „Kapitolinische Venus“, die gerade nackt dem Bade entsteigt, durfte der iranische Staatspräsident Hannan Rohani auf seinem Rombesuch nicht sehen – sie bekam ein Badetuch um, wohl, weil die hellenistische Marmorkopie einfach umwerfend schön ist. Das Prunkstück aber ist der „echte“ Kaiser Marc Aurel. Das bronzene Reiterstandbild der Antike steht seit 2005 vor schädlichen Abgasen geschützt unterm Glasdach in einem Innenhof des Palazzo dei Conservatori. Des Kaisers etwas klobige Kopie befindet sich weiterhin draußen auf dem Kapitolsplatz. Gönn dir eine Pause in der Cafeteria auf dem Dachgarten (auch für Nicht- Museumsbesucher) – der Blick über die Stadt ist toll!


  • Galleria Borghese

    Museen
    • Galleria Borghese© MAIRDUMONT

    Wunder gibt es, aber die dauern in Rom etwas länger: Nach siebzehnjähriger Restaurierung wurde das barocke Lustschlösschen des Kardinals Scipione Borghese, der nicht nur ein Förderer des jungen Gianlorenzo Bernini, sondern einer der größten Kunstmäzene der Welt war, wieder eröffnet. Im Erdgeschoss siehst du Berninis Skulpturen "Daphne und Apoll", "David", der "Raub der Proserpina" und die strahlende Nacktheit der "Paolina Borghese", Schwester Napoleons, von Antonio Canova. Im ersten Stock hängt die berühmte Gemäldesammlung des Kardinals, darunter Werke von Lucas Cranach d. Ä., Tizian, Paul Veronese, Raffael, Peter Paul Rubens und Caravaggio.

    • Galleria Borghese© MAIRDUMONT

    Wunder gibt es, aber die dauern in Rom etwas länger: Nach siebzehnjähriger Restaurierung wurde das barocke Lustschlösschen des Kardinals Scipione Borghese, der nicht nur ein Förderer des jungen Gianlorenzo Bernini, sondern einer der größten Kunstmäzene der Welt war, wieder eröffnet. Im Erdgeschoss siehst du Berninis Skulpturen "Daphne und Apoll", "David", der "Raub der Proserpina" und die strahlende Nacktheit der "Paolina Borghese", Schwester Napoleons, von Antonio Canova. Im ersten Stock hängt die berühmte Gemäldesammlung des Kardinals, darunter Werke von Lucas Cranach d. Ä., Tizian, Paul Veronese, Raffael, Peter Paul Rubens und Caravaggio.


  • Centrale Montemartini

    Museen
    • Centrale Montemartini© MAIRDUMONT
    Insider-Tipp
    Kunst, kontrastreich gezeigt

    Zahlreiche antike Skulpturen aus dem Bestand der Kapitolinischen Museen bilden einen reizvollen Kontrast zur Kulisse dieses alten Elektrizitätswerks, das ab 1900 die Stadt mit Strom versorgte.

    • Centrale Montemartini© MAIRDUMONT
    Insider-Tipp
    Kunst, kontrastreich gezeigt

    Zahlreiche antike Skulpturen aus dem Bestand der Kapitolinischen Museen bilden einen reizvollen Kontrast zur Kulisse dieses alten Elektrizitätswerks, das ab 1900 die Stadt mit Strom versorgte.


  • Catacombe di Sant'Agnese

    Touristenattraktionen

    In den Tuffsteinhügeln entlang der Ausfallstraßen des antiken Roms haben sich beeindruckende Zeugnisse des frühchristlichen Grabkultes erhalten.

    In den Tuffsteinhügeln entlang der Ausfallstraßen des antiken Roms haben sich beeindruckende Zeugnisse des frühchristlichen Grabkultes erhalten.


  • Terme di Diocleziano

    Touristenattraktionen
    • Terme di Diocleziano© MAIRDUMONT
    Insider-Tipp
    Wellness im alten Rom!

    Gegenüber der Stazione Termini liegen die größten römischen Badeanstalten, die heute Teil der Antikensammlung Museo Nazionale Romano sind. Kaiser Diokletian weihte den Fitnesstempel mit riesigen Wasserbecken für 2400 Badegäste 306 n. Chr. ein. Im Barock wurden die Badruinen durch ein von Michelangelo entworfenes Kartäuserkloster und die Kirche Santa Maria degli Angeli überbaut. Im Chiostro di Michelangelo vermitteln dir Tausende von marmornen Inschriften ein Bild der Antike.

    • Terme di Diocleziano© MAIRDUMONT
    Insider-Tipp
    Wellness im alten Rom!

    Gegenüber der Stazione Termini liegen die größten römischen Badeanstalten, die heute Teil der Antikensammlung Museo Nazionale Romano sind. Kaiser Diokletian weihte den Fitnesstempel mit riesigen Wasserbecken für 2400 Badegäste 306 n. Chr. ein. Im Barock wurden die Badruinen durch ein von Michelangelo entworfenes Kartäuserkloster und die Kirche Santa Maria degli Angeli überbaut. Im Chiostro di Michelangelo vermitteln dir Tausende von marmornen Inschriften ein Bild der Antike.


  • Musei Vaticani

    Museen
    • Musei Vaticani© MAIRDUMONT
    Insider-Tipp
    Antiker Waschbrettbauch

    Was wollen die alle hier? Du bist leider nicht der einzige Besucher des größten und attraktivsten Museumskomplexes der Welt! Fast 5 Mio. Menschen pilgern jedes Jahr durch die 13 (!) Museen, um als Highlight und Belohnung für das Gedränge endlich die berühmte Sixtinische Kapelle zu sehen. Vier Tipps, wie du die Vatikanischen Museen knacken kannst: 1) Die Eingangsschlangen ziehen sich oft über zwei, drei Bastionen an der Vatikanmauer hin. Deshalb unbedingt vorher online buchen! 2) Es gibt Fans, die ein kleines Vermögen, rund 2220 Euro, ausgeben, um Michelangelos Fresken solo zu sehen. Es gibt auch exklusive Gruppenführungen. Oft sprechen polyglotte Schlepper dich in der Schlange an, um dich mit Lockangeboten „Sixtine Chapel fast track“ abzuzocken; Vorsicht, Qualität nicht garantiert! 3) Die beste Zeit für den Besuch? Dienstag und Donnerstag sind allgemein die ruhigsten Tage, Mittwochmorgen, wenn der Papst auf dem Petersplatz Generalaudienz hält, ist auch gut. Meide den Montag, wenn alle staatlichen Museen geschlossen sind; da wird’s doppelt voll. Wer Schwarmintelligenz und viel Geduld hat, kommt am letzten Sonntag im Monat. Da ist der Andrang groß, aber der Eintritt frei. 4) Der (einzige) Eingang der Museen liegt keinesfalls am Petersdom, wie viele Touristen fälschlich glauben, sondern in der Viale del Vaticano an der Nordseite der Vatikanischen Mauer, rund zehn Minuten zu Fuß vom Petersplatz entfernt. Nun geht’s los! Der einzigartige Kunstparcours, der durch dreizehn Museen mit etwa 50 000 Objekten führt, ist 7 km lang! Einige Highlights solltest du selbst bei einem schnellen Durchmarsch in Richtung Sixtinische Kapelle nicht verpassen: Das Museo Pio Clementino beherbergt – da sind sich Archäologen und Kunsthistoriker einig – die schönsten und aufregendsten klassischen Statuen der Welt. Etwa die „Laokoongruppe“ im Cortile del Belvedere (2.Jh. v. Chr.). Sie zeigt den Priester Laokoon mit seinen beiden Söhnen im dramatischen Abwehrkampf gegen eine Riesenschlange, die ihnen die griechische Göttin Athene geschickt hatte – als Strafe, weil der Priester die Trojaner vor dem hölzernen Pferd der Griechen warnen wollte (daher der falsche Ausdruck „Trojaner“ für einen Internetspion, der eigentlich „Grieche“ heißen müsste). Daneben erwartet euch der wohl schönste Mann im Vatikan, der „Apoll von Belvedere“ (römische Kopie, 2.Jh., des griechischen Originals, 4.Jh. v. Chr.). Der antike „Torso von Belvedere“ ist zwar nur ein Muskelpaket ohne Kopf, Arme und Beine, aber die majestätisch-dynamische Körperdrehung hat es in sich, und so wurde der Torso das angesagte Modell vieler Renaissancekünstler, vor allem von Michelangelo. Eine weitere Schönheit ist die römische Kopie der „Venus von Knidos“, die der berühmte griechische Bildhauer Praxiteles (4.Jh. v. Chr.) erschaffen hat. Wenn du den Weg durch die Pinacoteca Vaticana nimmst, wirst du auf erstklassige Gemälde und Skulpturen vom Mittelalter bis zum 19.Jh. treffen. Eine VIP-Show von Kunstgrößen wie Giotto, Fra Angelico, Filippo Lippi, Lucas Cranach, Perugino, Leonardo da Vinci, Tizian, Veronese, Caravaggio, van Dyck und Bernini. Haben wir jemanden vergessen? Den begnadeten Maler Pinturicchio wirst du prominent im Appartamento Borgia erleben, wo der Künstler 1492–95 die Gemächer des Borgia-Papsts Alexander VI. mit 86 Wand- und Deckenbildern ausmalte. Eine düstere Epoche: Hier soll der Papstsohn Cesare Borgia seinen Schwager Alfonso d’Aragon, den Mann seiner Schwester Lucrezia, im Jahr 1500 ermordet haben. Dem großen Raffael wirst du in den Stanze e Logge di Raffaello begegnen. Die vier Säle, die sich Papst Julius II. ab 1508 von ihm ausmalen ließ, sind ein Höhepunkt der Renaissance. Doch der Glanz der vollendet schönen Fresken währte nicht lange, schon 1527 beim Sacco di Roma, der Plünderung Roms, wurden die Papstgemächer von brutalen protestantischen Landsknechten schwer beschädigt: Gesichter wurden ausgekratzt und Inschriften wie Luther eingeritzt. Die Altschäden der Fresken werden gerade Zug um Zug restauriert. Das Fresko der „Schule von Athen“, wo nicht nur die Philosophen Platon, Aristoteles, Pythagoras und Diogenes diskutieren, sondern Raffael sich und Michelangelo gleich mit ins Bild brachte, sowie der dramatische „Borgobrand“ leuchten bereits in frisch restaurierten Farben, die zwölf Arkaden der Loggien sind anschließend dran. Und dann bist du endlich am Ziel, dort, wo alle hinwollen, in der Cappella Sistina (Sixtinischen Kapelle). Michelangelos Schöpfungsgeschichte in der päpstlichen Hauskapelle erstrahlt fast wie in Pop-Art-Farben: in Lindgrün, Helllila und Orange. Vier Jahre lang, von 1508 bis 1512, hatte das Renaissancegenie – auch Il Divino, der „Göttliche“, genannt – die Decke mit ihrer Gesamtlänge von 41 m ganz allein in Freskotechnik ausgeführt, über Kopf, mit einem Kerzenlicht am Hut. Stehend, nicht auf einem Gerüst liegend, wie in einem alten Hollywoodschinken gezeigt wird. „Schlecht ist mein Auge, zum Malen taug ich nicht“, hatte Michelangelo, der viel lieber Skulpturen aus Marmor geschaffen hätte, einem Freund anvertraut. Was für eine Untertreibung! Mit seiner ungeheuren Plastizität malte er eine Schöpfungsgeschichte, die einmalig in der Kunst ist, von der Erschaffung des Lichts bis zu Adam und Eva und deren Sündenfall, von der Sintflut zu Noahs Trunkenheit, eingerahmt von kräftigen Sibyllen und düster schauenden Propheten. Von den 340 biblischen Gestalten ist die „Erschaffung Adams“, wo der göttliche Funke förmlich überspringt, das beeindruckendste und wohl am meisten reproduzierte Werk. Über zwanzig Jahre später beauftragte Papst Paul IlI. den nunmehr 60-Jährigen noch mit dem „Jüngsten Gericht“ an der Stirnseite der Kapelle. Doch schon damals war dessen Enthüllung Weihnachten 1541 ein Skandal: Zum Vorschein kam ein nackter Christus, der mit einer machtvollen Geste einen Wirbel aus ebenfalls nackten Heiligen, Auserwählten, Auferstandenen und Verdammten um sich zieht, ein grandioser Schlussakt Michelangelos. Dann stand die Gegenreformation vor der Tür – Glück für uns, dass die frommen Reformatoren das Werk nicht gleich wieder zerstörten. Allerdings musste Michelangelos Schüler Daniele da Volterra den Nackten einige Tücher um die edlen Teile malen. Bei der Restaurierung des „Jüngsten Gerichts“ in den 1990ern wuschen die Restauratoren 17 der 40 auferzwungenen Lendenschurze wieder ab. Eine späte Genugtuung für Michelangelo, Il Divino, der sich übrigens selbst in der abgezogenen Haut des hl. Bartholomäus porträtierte.

    • Musei Vaticani© MAIRDUMONT
    Insider-Tipp
    Antiker Waschbrettbauch

    Was wollen die alle hier? Du bist leider nicht der einzige Besucher des größten und attraktivsten Museumskomplexes der Welt! Fast 5 Mio. Menschen pilgern jedes Jahr durch die 13 (!) Museen, um als Highlight und Belohnung für das Gedränge endlich die berühmte Sixtinische Kapelle zu sehen. Vier Tipps, wie du die Vatikanischen Museen knacken kannst: 1) Die Eingangsschlangen ziehen sich oft über zwei, drei Bastionen an der Vatikanmauer hin. Deshalb unbedingt vorher online buchen! 2) Es gibt Fans, die ein kleines Vermögen, rund 2220 Euro, ausgeben, um Michelangelos Fresken solo zu sehen. Es gibt auch exklusive Gruppenführungen. Oft sprechen polyglotte Schlepper dich in der Schlange an, um dich mit Lockangeboten „Sixtine Chapel fast track“ abzuzocken; Vorsicht, Qualität nicht garantiert! 3) Die beste Zeit für den Besuch? Dienstag und Donnerstag sind allgemein die ruhigsten Tage, Mittwochmorgen, wenn der Papst auf dem Petersplatz Generalaudienz hält, ist auch gut. Meide den Montag, wenn alle staatlichen Museen geschlossen sind; da wird’s doppelt voll. Wer Schwarmintelligenz und viel Geduld hat, kommt am letzten Sonntag im Monat. Da ist der Andrang groß, aber der Eintritt frei. 4) Der (einzige) Eingang der Museen liegt keinesfalls am Petersdom, wie viele Touristen fälschlich glauben, sondern in der Viale del Vaticano an der Nordseite der Vatikanischen Mauer, rund zehn Minuten zu Fuß vom Petersplatz entfernt. Nun geht’s los! Der einzigartige Kunstparcours, der durch dreizehn Museen mit etwa 50 000 Objekten führt, ist 7 km lang! Einige Highlights solltest du selbst bei einem schnellen Durchmarsch in Richtung Sixtinische Kapelle nicht verpassen: Das Museo Pio Clementino beherbergt – da sind sich Archäologen und Kunsthistoriker einig – die schönsten und aufregendsten klassischen Statuen der Welt. Etwa die „Laokoongruppe“ im Cortile del Belvedere (2.Jh. v. Chr.). Sie zeigt den Priester Laokoon mit seinen beiden Söhnen im dramatischen Abwehrkampf gegen eine Riesenschlange, die ihnen die griechische Göttin Athene geschickt hatte – als Strafe, weil der Priester die Trojaner vor dem hölzernen Pferd der Griechen warnen wollte (daher der falsche Ausdruck „Trojaner“ für einen Internetspion, der eigentlich „Grieche“ heißen müsste). Daneben erwartet euch der wohl schönste Mann im Vatikan, der „Apoll von Belvedere“ (römische Kopie, 2.Jh., des griechischen Originals, 4.Jh. v. Chr.). Der antike „Torso von Belvedere“ ist zwar nur ein Muskelpaket ohne Kopf, Arme und Beine, aber die majestätisch-dynamische Körperdrehung hat es in sich, und so wurde der Torso das angesagte Modell vieler Renaissancekünstler, vor allem von Michelangelo. Eine weitere Schönheit ist die römische Kopie der „Venus von Knidos“, die der berühmte griechische Bildhauer Praxiteles (4.Jh. v. Chr.) erschaffen hat. Wenn du den Weg durch die Pinacoteca Vaticana nimmst, wirst du auf erstklassige Gemälde und Skulpturen vom Mittelalter bis zum 19.Jh. treffen. Eine VIP-Show von Kunstgrößen wie Giotto, Fra Angelico, Filippo Lippi, Lucas Cranach, Perugino, Leonardo da Vinci, Tizian, Veronese, Caravaggio, van Dyck und Bernini. Haben wir jemanden vergessen? Den begnadeten Maler Pinturicchio wirst du prominent im Appartamento Borgia erleben, wo der Künstler 1492–95 die Gemächer des Borgia-Papsts Alexander VI. mit 86 Wand- und Deckenbildern ausmalte. Eine düstere Epoche: Hier soll der Papstsohn Cesare Borgia seinen Schwager Alfonso d’Aragon, den Mann seiner Schwester Lucrezia, im Jahr 1500 ermordet haben. Dem großen Raffael wirst du in den Stanze e Logge di Raffaello begegnen. Die vier Säle, die sich Papst Julius II. ab 1508 von ihm ausmalen ließ, sind ein Höhepunkt der Renaissance. Doch der Glanz der vollendet schönen Fresken währte nicht lange, schon 1527 beim Sacco di Roma, der Plünderung Roms, wurden die Papstgemächer von brutalen protestantischen Landsknechten schwer beschädigt: Gesichter wurden ausgekratzt und Inschriften wie Luther eingeritzt. Die Altschäden der Fresken werden gerade Zug um Zug restauriert. Das Fresko der „Schule von Athen“, wo nicht nur die Philosophen Platon, Aristoteles, Pythagoras und Diogenes diskutieren, sondern Raffael sich und Michelangelo gleich mit ins Bild brachte, sowie der dramatische „Borgobrand“ leuchten bereits in frisch restaurierten Farben, die zwölf Arkaden der Loggien sind anschließend dran. Und dann bist du endlich am Ziel, dort, wo alle hinwollen, in der Cappella Sistina (Sixtinischen Kapelle). Michelangelos Schöpfungsgeschichte in der päpstlichen Hauskapelle erstrahlt fast wie in Pop-Art-Farben: in Lindgrün, Helllila und Orange. Vier Jahre lang, von 1508 bis 1512, hatte das Renaissancegenie – auch Il Divino, der „Göttliche“, genannt – die Decke mit ihrer Gesamtlänge von 41 m ganz allein in Freskotechnik ausgeführt, über Kopf, mit einem Kerzenlicht am Hut. Stehend, nicht auf einem Gerüst liegend, wie in einem alten Hollywoodschinken gezeigt wird. „Schlecht ist mein Auge, zum Malen taug ich nicht“, hatte Michelangelo, der viel lieber Skulpturen aus Marmor geschaffen hätte, einem Freund anvertraut. Was für eine Untertreibung! Mit seiner ungeheuren Plastizität malte er eine Schöpfungsgeschichte, die einmalig in der Kunst ist, von der Erschaffung des Lichts bis zu Adam und Eva und deren Sündenfall, von der Sintflut zu Noahs Trunkenheit, eingerahmt von kräftigen Sibyllen und düster schauenden Propheten. Von den 340 biblischen Gestalten ist die „Erschaffung Adams“, wo der göttliche Funke förmlich überspringt, das beeindruckendste und wohl am meisten reproduzierte Werk. Über zwanzig Jahre später beauftragte Papst Paul IlI. den nunmehr 60-Jährigen noch mit dem „Jüngsten Gericht“ an der Stirnseite der Kapelle. Doch schon damals war dessen Enthüllung Weihnachten 1541 ein Skandal: Zum Vorschein kam ein nackter Christus, der mit einer machtvollen Geste einen Wirbel aus ebenfalls nackten Heiligen, Auserwählten, Auferstandenen und Verdammten um sich zieht, ein grandioser Schlussakt Michelangelos. Dann stand die Gegenreformation vor der Tür – Glück für uns, dass die frommen Reformatoren das Werk nicht gleich wieder zerstörten. Allerdings musste Michelangelos Schüler Daniele da Volterra den Nackten einige Tücher um die edlen Teile malen. Bei der Restaurierung des „Jüngsten Gerichts“ in den 1990ern wuschen die Restauratoren 17 der 40 auferzwungenen Lendenschurze wieder ab. Eine späte Genugtuung für Michelangelo, Il Divino, der sich übrigens selbst in der abgezogenen Haut des hl. Bartholomäus porträtierte.


  • Scuderie del Quirinale

    Museen
    Insider-Tipp
    Treppe mit Aussicht

    Wo früher Pferde in den päpstlichen Stallungen schnaubten, gibt es heute fantastische Wechselausstellungen. Nach dem Ausstellungsbesuch kommt der Clou im Treppenhaus: überraschender Blick auf Kuppeln, Kirchen und romantische Dachgärten.

    Insider-Tipp
    Treppe mit Aussicht

    Wo früher Pferde in den päpstlichen Stallungen schnaubten, gibt es heute fantastische Wechselausstellungen. Nach dem Ausstellungsbesuch kommt der Clou im Treppenhaus: überraschender Blick auf Kuppeln, Kirchen und romantische Dachgärten.


  • Galleria Doria Pamphilj

    Museen
    • © DK-ART, Shutterstock
    Insider-Tipp
    Schöner wohnen im Palazzo

    Wer wissen will, wie verschwenderisch römische Monarchen und Oligarchen damals Hof hielten, der sollte den Palast der Doria Pamphilj aufsuchen. Ein Paradebeispiel! Die Rokokofassade des Palazzo an der Via del Corso hat viele Hundert Zimmer und wurde jüngst renoviert. Dahinter liegt die goldverzierte, mit Fresken ausgemalte Galerie, wo an seidentapezierten Wänden die Tizian- und Velazquez-Gemälde gleich dreifach übereinanderhängen – auch das berühmte Porträt des Pamphilj-Papsts Innozenz X., der alles andere als ein frommer und gütiger Kirchenvater war. Ihn lenkte nämlich seine intrigante, verschwenderische Schwägerin Donna Olimpia, die in Wahrheit seine Mätresse war. Doch zum Glück für uns Normalos hält Jonathan Pamphilj, Spross einer der nobelsten Familie Italiens, den Palast für Besucher offen. Adel verpflichtet.

    • © DK-ART, Shutterstock
    Insider-Tipp
    Schöner wohnen im Palazzo

    Wer wissen will, wie verschwenderisch römische Monarchen und Oligarchen damals Hof hielten, der sollte den Palast der Doria Pamphilj aufsuchen. Ein Paradebeispiel! Die Rokokofassade des Palazzo an der Via del Corso hat viele Hundert Zimmer und wurde jüngst renoviert. Dahinter liegt die goldverzierte, mit Fresken ausgemalte Galerie, wo an seidentapezierten Wänden die Tizian- und Velazquez-Gemälde gleich dreifach übereinanderhängen – auch das berühmte Porträt des Pamphilj-Papsts Innozenz X., der alles andere als ein frommer und gütiger Kirchenvater war. Ihn lenkte nämlich seine intrigante, verschwenderische Schwägerin Donna Olimpia, die in Wahrheit seine Mätresse war. Doch zum Glück für uns Normalos hält Jonathan Pamphilj, Spross einer der nobelsten Familie Italiens, den Palast für Besucher offen. Adel verpflichtet.


  • Casa di Goethe

    Museen
    • Casa di Goethe© MAIRDUMONT
    Insider-Tipp
    Goethe: Pop-Art-Motiv und erster Influencer

    tun? Goethes berühmtes Porträt in der römischen Campagna und dessen bunte Pop-Art-Version von Warhol hängen beide im Kulturforum Casa di Goethe in Rom. Denn der Klassiker Goethe gehörte schon vor zweihundert Jahren zur Italienfraktion. „O, wie fühl ich in Rom mich so froh! Gedenk ich der Zeiten, da mich ein graulicher Tag hinten im Norden umfing“, sprach der Aussteiger aus Weimar, der 1786/ 87 gute 15 Monate in Rom weilte. Der Geheimrat und prominente Dichter genoss sein Römerleben unter dem Pseudonym Filippo Möller. Seit über zwanzig Jahren ist die Wohnung, die Goethe mit seinem Malerfreund Heinrich W. Tischbein teilte, Museum und Kulturforum.

    • Casa di Goethe© MAIRDUMONT
    Insider-Tipp
    Goethe: Pop-Art-Motiv und erster Influencer

    tun? Goethes berühmtes Porträt in der römischen Campagna und dessen bunte Pop-Art-Version von Warhol hängen beide im Kulturforum Casa di Goethe in Rom. Denn der Klassiker Goethe gehörte schon vor zweihundert Jahren zur Italienfraktion. „O, wie fühl ich in Rom mich so froh! Gedenk ich der Zeiten, da mich ein graulicher Tag hinten im Norden umfing“, sprach der Aussteiger aus Weimar, der 1786/ 87 gute 15 Monate in Rom weilte. Der Geheimrat und prominente Dichter genoss sein Römerleben unter dem Pseudonym Filippo Möller. Seit über zwanzig Jahren ist die Wohnung, die Goethe mit seinem Malerfreund Heinrich W. Tischbein teilte, Museum und Kulturforum.


  • Museo Nazionale Etrusco di Villa Giulia

    Museen
    • Museo Nazionale Etrusco di Villa Giulia© Frank Heuer, DuMont Reisebildportal
    Insider-Tipp
    Das glücklichste Paar der Antike

    Der „Apollo di Veio“, das 2500 Jahre alte Highlight des Etruskermuseums, strahlt nach seiner Verjüngungskur noch schöner als vorher. Der Deal mit einem Tabakkonsortium, das mit der Restaurierung sein nicht eben strahlend schönes Image aufpolieren wollte, beschert dem sonst so verträumten Etruskermuseum super Eintrittszahlen. Die elegante Villa Giulia war ein sommerliches Lustschloss vom Pontifex Julius III. im 16.Jh. Seit gut Hundert Jahren beherbergt die Villa Funde aus den Nekropolen, den etruskischen Begräbnisstätten in Latium, Umbrien und in der Toskana. Das anrührendste Stück ist der „Sarcofago degli Sposi“, der Sarg der Eheleute aus dem 6.Jh. v. Chr. Das frühzeitliche Ehepaar wirkt ziemlich stressfrei und strahlt mehr Harmonie und Hingabe aus als manches Liebespärchen heute. Viele der raffinierten Grabbeigaben, goldenen Halsketten und Ringe werden kopiert und heute als moderner Schmuck verkauft.

    • Museo Nazionale Etrusco di Villa Giulia© Frank Heuer, DuMont Reisebildportal
    Insider-Tipp
    Das glücklichste Paar der Antike

    Der „Apollo di Veio“, das 2500 Jahre alte Highlight des Etruskermuseums, strahlt nach seiner Verjüngungskur noch schöner als vorher. Der Deal mit einem Tabakkonsortium, das mit der Restaurierung sein nicht eben strahlend schönes Image aufpolieren wollte, beschert dem sonst so verträumten Etruskermuseum super Eintrittszahlen. Die elegante Villa Giulia war ein sommerliches Lustschloss vom Pontifex Julius III. im 16.Jh. Seit gut Hundert Jahren beherbergt die Villa Funde aus den Nekropolen, den etruskischen Begräbnisstätten in Latium, Umbrien und in der Toskana. Das anrührendste Stück ist der „Sarcofago degli Sposi“, der Sarg der Eheleute aus dem 6.Jh. v. Chr. Das frühzeitliche Ehepaar wirkt ziemlich stressfrei und strahlt mehr Harmonie und Hingabe aus als manches Liebespärchen heute. Viele der raffinierten Grabbeigaben, goldenen Halsketten und Ringe werden kopiert und heute als moderner Schmuck verkauft.


  • Museo Ebraico

    Museen
    Insider-Tipp
    Party mit Schildkröten

    Das jüdische Ghetto liegt mitten im Herzen Roms und hat gute und traurige Zeiten erlebt. Heute ist es ein beliebtes und belebtes Viertel, wo jüdische Tradition und koschere Küche wieder aufgeblüht sind. Die ersten Juden ließen sich schon im 2.Jh. v. Chr. hier nieder und zählen damit zu den echten romani romani, den ältesten Bürgern Roms. Das römische Recht gewährte ihnen Jahrhunderte Gleichstellung und religiöse Freiheit, erst der missionarische Eifer der Christen machte sie zur gedemütigten Minderheit. Im Mittelalter und Barock litten sie unter engstirnigen Päpsten, die sie in der Via del Corso als Volksbelustigung mit Pferden um die Wette laufen ließen. Papst Paul IV. zog 1555 eine Mauer ums Ghetto. Erst die Republik von 1870 beendete die Kasernierung. Der schlimmste Moment des Ghettos aber war der 16.Oktober 1943, als die Gestapo 2091 Juden am Portico d’Ottavia auf Lastwagen lud und in KZs deportierte. Ganze Familien wurden vollständig ausgelöscht. Gerade mal 16 Überlebende, darunter lediglich eine Frau, kehrten zurück. Heute floriert das jüdische Leben wieder. Um die beliebte Fontana delle Tartarughe, wo vier Knaben bronzene Schildkröten zum Trinken an den Brunnenrand heben, herrscht auch nachts Partystimmung. Das römische Teatro Marcello, das von Julius Caesar begonnen und von seinem Nachfolger Augustus fertiggestellt wurde, ist heute ein Archäologiepark, wo im Sommer klassische Konzerte stattfinden. Das Museo Ebraico in der alten Synagoge zeigt kostbare Silberarbeiten und organisiert Führungen durchs Ghetto.

    Insider-Tipp
    Party mit Schildkröten

    Das jüdische Ghetto liegt mitten im Herzen Roms und hat gute und traurige Zeiten erlebt. Heute ist es ein beliebtes und belebtes Viertel, wo jüdische Tradition und koschere Küche wieder aufgeblüht sind. Die ersten Juden ließen sich schon im 2.Jh. v. Chr. hier nieder und zählen damit zu den echten romani romani, den ältesten Bürgern Roms. Das römische Recht gewährte ihnen Jahrhunderte Gleichstellung und religiöse Freiheit, erst der missionarische Eifer der Christen machte sie zur gedemütigten Minderheit. Im Mittelalter und Barock litten sie unter engstirnigen Päpsten, die sie in der Via del Corso als Volksbelustigung mit Pferden um die Wette laufen ließen. Papst Paul IV. zog 1555 eine Mauer ums Ghetto. Erst die Republik von 1870 beendete die Kasernierung. Der schlimmste Moment des Ghettos aber war der 16.Oktober 1943, als die Gestapo 2091 Juden am Portico d’Ottavia auf Lastwagen lud und in KZs deportierte. Ganze Familien wurden vollständig ausgelöscht. Gerade mal 16 Überlebende, darunter lediglich eine Frau, kehrten zurück. Heute floriert das jüdische Leben wieder. Um die beliebte Fontana delle Tartarughe, wo vier Knaben bronzene Schildkröten zum Trinken an den Brunnenrand heben, herrscht auch nachts Partystimmung. Das römische Teatro Marcello, das von Julius Caesar begonnen und von seinem Nachfolger Augustus fertiggestellt wurde, ist heute ein Archäologiepark, wo im Sommer klassische Konzerte stattfinden. Das Museo Ebraico in der alten Synagoge zeigt kostbare Silberarbeiten und organisiert Führungen durchs Ghetto.


  • Teatro Marcello

    Touristenattraktionen
    • Teatro Marcello© MAIRDUMONT

    Erst seit kurzem ist das Teatro Marcello ein Archäologiepark und damit Tag und Nacht geöffnet. In den Ruinen des antiken Theaters, das von Julius Cäsar begonnen und von Augustus fertig gestellt wurde, finden heute klassische Konzerte statt.

    • Teatro Marcello© MAIRDUMONT

    Erst seit kurzem ist das Teatro Marcello ein Archäologiepark und damit Tag und Nacht geöffnet. In den Ruinen des antiken Theaters, das von Julius Cäsar begonnen und von Augustus fertig gestellt wurde, finden heute klassische Konzerte statt.


  • Piazza dei Cavalieri di Malta

    Touristenattraktionen
    • © Mistervlad, Shutterstock

    Ein Platz auf dem höchsten Punkt des Aventin für Romantiker und Schlüssellochgucker. 1766 schuf der Architekt und Kupferstecher Giovanni B. Piranesi den Sitz des Malteserordens, der sich als souveräner Staat mit Autokennzeichen, jedoch ohne Hoheitsgebiet bezeichnet. Schaut man einmal durch das eisenbeschlagene Schlüsselloch der grünen Holzpforte Nr. 4, das Buco di Roma - und man erblickt überraschend in der Ferne San Pietro.

    • © Mistervlad, Shutterstock

    Ein Platz auf dem höchsten Punkt des Aventin für Romantiker und Schlüssellochgucker. 1766 schuf der Architekt und Kupferstecher Giovanni B. Piranesi den Sitz des Malteserordens, der sich als souveräner Staat mit Autokennzeichen, jedoch ohne Hoheitsgebiet bezeichnet. Schaut man einmal durch das eisenbeschlagene Schlüsselloch der grünen Holzpforte Nr. 4, das Buco di Roma - und man erblickt überraschend in der Ferne San Pietro.


  • Fontana delle Api

    Touristenattraktionen

    Gianlorenzo Bernini schuf 1637 die Fontana delle Api von 1644.Dort, an der Ecke Via Veneto/Via Basilio, sprudelt das Wasser aus drei Bienen, den Wappentieren der Barberini - einer Familie, aus der viele kunstsinnige Päpste stammen.

    Gianlorenzo Bernini schuf 1637 die Fontana delle Api von 1644.Dort, an der Ecke Via Veneto/Via Basilio, sprudelt das Wasser aus drei Bienen, den Wappentieren der Barberini - einer Familie, aus der viele kunstsinnige Päpste stammen.


  • Chiostro di Michelangelo

    Museen

    Im Barock wurden die Badruinen durch ein von Michelangelo entworfenes Kartäuserkloster und die Kirche Santa Maria degli Angeli überbaut. Im Kreuzgang des Chiostro di Michelangelo vermitteln Ihnen Tausende von Inschriften ein Bild der Antike.

    Im Barock wurden die Badruinen durch ein von Michelangelo entworfenes Kartäuserkloster und die Kirche Santa Maria degli Angeli überbaut. Im Kreuzgang des Chiostro di Michelangelo vermitteln Ihnen Tausende von Inschriften ein Bild der Antike.


  • Bioparco

    Botanische Gärten & Parks
    • © Kiev.Victor, Shutterstock

    Die Stars im Zoo der Villa Borghese sind natürlich die Wölfe, die Wappentiere Roms, aber es gibt noch 200 andere Tierarten, von Giraffen bis zu Echsen. Gutes Ambiente für kleine Besucher und große Tiere.

    • © Kiev.Victor, Shutterstock

    Die Stars im Zoo der Villa Borghese sind natürlich die Wölfe, die Wappentiere Roms, aber es gibt noch 200 andere Tierarten, von Giraffen bis zu Echsen. Gutes Ambiente für kleine Besucher und große Tiere.


  • Palatino

    Touristenattraktionen
    • Palatino© Frank Heuer, DuMont Reisebildportal

    Auf diesem Hügel wurde der Grundstein des römischen Weltreichs gelegt. Hier lag die Hütte des Hirten Faustulus, der Remus und Romulus aufgezogen haben soll. Hier empfing Romulus das fragwürdige Zeichen der Vogelschau, wonach er und nicht sein Bruder Remus Herrscher von Rom werden sollte. Seit Augustus residierten auf dem Palatin die Imperatoren, wovon die Ruinen der Kaiservillen im Pinienhain Zeugnis geben.

    • Palatino© Frank Heuer, DuMont Reisebildportal

    Auf diesem Hügel wurde der Grundstein des römischen Weltreichs gelegt. Hier lag die Hütte des Hirten Faustulus, der Remus und Romulus aufgezogen haben soll. Hier empfing Romulus das fragwürdige Zeichen der Vogelschau, wonach er und nicht sein Bruder Remus Herrscher von Rom werden sollte. Seit Augustus residierten auf dem Palatin die Imperatoren, wovon die Ruinen der Kaiservillen im Pinienhain Zeugnis geben.


  • Porta Pia

    Touristenattraktionen
    • Porta Pia© 3D-Landmarks , Braingame

    Am Stadttor, ein Werk Michelangelos, schlugen die italienischen Einheitstruppen 1870 eine Bresche in die Mauer und eroberten das päpstliche Rom. Der Papst zog sich grollend in den Vatikan zurück. Es war die Geburtsstunde der italienischen Republik.

    • Porta Pia© 3D-Landmarks , Braingame

    Am Stadttor, ein Werk Michelangelos, schlugen die italienischen Einheitstruppen 1870 eine Bresche in die Mauer und eroberten das päpstliche Rom. Der Papst zog sich grollend in den Vatikan zurück. Es war die Geburtsstunde der italienischen Republik.


  • San Carlo alle Quattro Fontane

    Architektonische Highlights
    • San Carlo© MAIRDUMONT

    Nahe bei Berninis Kirche Sant'Andrea al Quirinale hat sein Konkurrent Borromini bereits 1638 ein barockes Schmuckstück begonnen, an dem er bis zu seinem Tod 1657 arbeitete. Die Fassade mit dem Engelsmedaillon ist ein Meisterwerk des Architekten.

    • Via del Quirinale 23, 00187 Roma
    • +39 06 4890 7729
    • info@sancarlinio-borromini.it
    • San Carlo© MAIRDUMONT

    Nahe bei Berninis Kirche Sant'Andrea al Quirinale hat sein Konkurrent Borromini bereits 1638 ein barockes Schmuckstück begonnen, an dem er bis zu seinem Tod 1657 arbeitete. Die Fassade mit dem Engelsmedaillon ist ein Meisterwerk des Architekten.

    • Via del Quirinale 23, 00187 Roma
    • +39 06 4890 7729
    • info@sancarlinio-borromini.it

  • Circo Massimo

    Touristenattraktionen
    • Circo Massimo© (c)iStockphoto.com, SabrinaPintus, iStockphoto.com

    Vor 2000 Jahren wurden hier todesmutige Gladiatoren oder waghalsige Wagenlenker beim Rennen angefeuert, nun finden Openair-Konzerte statt. Um die große Rennbahn der Antike (massimo=groß) hatten bis zu 300.000 Menschen Platz.

    • Circo Massimo© (c)iStockphoto.com, SabrinaPintus, iStockphoto.com

    Vor 2000 Jahren wurden hier todesmutige Gladiatoren oder waghalsige Wagenlenker beim Rennen angefeuert, nun finden Openair-Konzerte statt. Um die große Rennbahn der Antike (massimo=groß) hatten bis zu 300.000 Menschen Platz.