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Pommern Top Sehenswürdigkeiten


























Landschaftliche Highlights
Architektonische Highlights
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Architektonische Highlights
Botanische Gärten & Parks
Touristenattraktionen
Museen
Westerplatte
Landschaftliche Highlights © Jurand38, Shutterstock
Insider-Tipp Wassertram zur Westerplatte
Du kommst zwar auch mit dem Auto hin, aber der beste Weg zur Westerplatte ist eine Tour mit den Schiffen der Weißen Flotte. Vom Anleger am Grünen Tor in Danzig legen im Sommer von 8 bis 18 Uhr etwa stündlich Ausflugsschiffe zur Halbinsel an der Mottlau-Mündung ab, wo am 1.September 1939 mit dem Angriff der „Schleswig Holstein“ auf ein polnisches Militärdepot der Zweite Weltkrieg begann. An den Widerstand der 183-köpfigen Wachgarnison, die sich der deutschen Übermacht erst nach sieben Tagen ergab, erinnert seit 1966 ein Denkmal auf dem höchsten Punkt der Westerplatte. Hier entsteht ein kontrovers diskutiertes Open-Air-Museum (Infos auf mu zeum1939.pl unter „Westerplatte“).
© Jurand38, Shutterstock
Insider-Tipp Wassertram zur Westerplatte
Du kommst zwar auch mit dem Auto hin, aber der beste Weg zur Westerplatte ist eine Tour mit den Schiffen der Weißen Flotte. Vom Anleger am Grünen Tor in Danzig legen im Sommer von 8 bis 18 Uhr etwa stündlich Ausflugsschiffe zur Halbinsel an der Mottlau-Mündung ab, wo am 1.September 1939 mit dem Angriff der „Schleswig Holstein“ auf ein polnisches Militärdepot der Zweite Weltkrieg begann. An den Widerstand der 183-köpfigen Wachgarnison, die sich der deutschen Übermacht erst nach sieben Tagen ergab, erinnert seit 1966 ein Denkmal auf dem höchsten Punkt der Westerplatte. Hier entsteht ein kontrovers diskutiertes Open-Air-Museum (Infos auf mu zeum1939.pl unter „Westerplatte“).
Zamek w Malborku
Architektonische Highlights © MAIRDUMONT
Insider-Tipp Ohne Rüstung an der Brüstung
Die Stadt Malbork (40 000 Ew.) steht ganz im Schatten ihrer Burg, eines Unesco-Weltkulturerbes. Errichtet wurde die Marienburg am Fluss Nogat von den Rittern des Deutschen Ordens ab dem Jahr 1280.Anfang des 14.Jhs. wurde sie Hauptsitz des Ordens, der von hier aus den Ordensstaat regierte. Die Burg galt als uneinnehmbar, ihre Architektur und bauliche Finessen wie die Abwassersysteme sind Meisterstücke mittelalterlicher Ingenieurskunst. Starte deinen Besuch beim Vorschloss. Dort erwarten dich unter anderem der mittelalterliche Saal und das imposante Haupttor. Ins Mittelschloss führt eine Zugbrücke mit einem Torsystem. Bemerkenswert ist der Hochmeisterpalast mit seinen vielen filigranen Säulen und Strebepfeilern. Besuch unbedingt das Hochschloss: Die originelle Bäckerei und die Küche sind genauso sehenswert wie das Bade- und Brunnenhaus. Und du kannst von hier aus den 70 m hohen Hauptturm besteigen – der Rundblick von hoch oben ist fantastisch! Eine weitere Attraktion der Burg ist die Marienkirche, die man durch die „Goldene Pforte“ aus dem 13.Jh. betritt. Unter der Kirche liegt die Grabkapelle St. Annen. Deinen Hunger stillst du im „Kellerchen“ Piwniczka in der Burganlage. Wenn du bis zum Abend da bist, kannst du die ausgezeichnete Show „Licht und Ton“ besuchen. Auch werden beeindruckende Veranstaltungen – von mittelalterlichen Ritterspielen bis zu Musikevents – in der malerischen Burgkulisse veranstaltet.
- Ulica Starościńska 1, Malbork
- http://zamek.malbork.pl/
- +48 55 647 09 02
- sekretariat@zamek.malbork.pl
© MAIRDUMONT
Insider-Tipp Ohne Rüstung an der Brüstung
Die Stadt Malbork (40 000 Ew.) steht ganz im Schatten ihrer Burg, eines Unesco-Weltkulturerbes. Errichtet wurde die Marienburg am Fluss Nogat von den Rittern des Deutschen Ordens ab dem Jahr 1280.Anfang des 14.Jhs. wurde sie Hauptsitz des Ordens, der von hier aus den Ordensstaat regierte. Die Burg galt als uneinnehmbar, ihre Architektur und bauliche Finessen wie die Abwassersysteme sind Meisterstücke mittelalterlicher Ingenieurskunst. Starte deinen Besuch beim Vorschloss. Dort erwarten dich unter anderem der mittelalterliche Saal und das imposante Haupttor. Ins Mittelschloss führt eine Zugbrücke mit einem Torsystem. Bemerkenswert ist der Hochmeisterpalast mit seinen vielen filigranen Säulen und Strebepfeilern. Besuch unbedingt das Hochschloss: Die originelle Bäckerei und die Küche sind genauso sehenswert wie das Bade- und Brunnenhaus. Und du kannst von hier aus den 70 m hohen Hauptturm besteigen – der Rundblick von hoch oben ist fantastisch! Eine weitere Attraktion der Burg ist die Marienkirche, die man durch die „Goldene Pforte“ aus dem 13.Jh. betritt. Unter der Kirche liegt die Grabkapelle St. Annen. Deinen Hunger stillst du im „Kellerchen“ Piwniczka in der Burganlage. Wenn du bis zum Abend da bist, kannst du die ausgezeichnete Show „Licht und Ton“ besuchen. Auch werden beeindruckende Veranstaltungen – von mittelalterlichen Ritterspielen bis zu Musikevents – in der malerischen Burgkulisse veranstaltet.
- Ulica Starościńska 1, Malbork
- http://zamek.malbork.pl/
- +48 55 647 09 02
- sekretariat@zamek.malbork.pl
Bazylika Mariacka
Architektonische Highlights © kavalenkava, Shutterstock
Insider-Tipp Was für ein Theater
Vom Frauentor führt die Frauengasse zur größten Backsteinkathedrale der Welt. Die dreischiffige Hallenkirche mit den Maßen 105 × 68 m bietet Platz für 25 000 Menschen. Unbedingt solltest du dir die Astronomische Uhr von 1470 mit Kalendarium und Himmelsscheibe ansehen. Punkt 11.57 Uhr mittags setzen sich die Figuren des Uhrwerks in Bewegung, fuchteln mit den Armen, drehen Pirouetten und gehen in die Knie. Vom Turm (78 m) liegt dir die Stadt zu Füßen.
- Ulica Podkramarska 5, 80-834 Gdańsk
- http://bazylikamariacka.gdansk.pl/
- +48 58 301 39 82
© kavalenkava, Shutterstock
Insider-Tipp Was für ein Theater
Vom Frauentor führt die Frauengasse zur größten Backsteinkathedrale der Welt. Die dreischiffige Hallenkirche mit den Maßen 105 × 68 m bietet Platz für 25 000 Menschen. Unbedingt solltest du dir die Astronomische Uhr von 1470 mit Kalendarium und Himmelsscheibe ansehen. Punkt 11.57 Uhr mittags setzen sich die Figuren des Uhrwerks in Bewegung, fuchteln mit den Armen, drehen Pirouetten und gehen in die Knie. Vom Turm (78 m) liegt dir die Stadt zu Füßen.
- Ulica Podkramarska 5, 80-834 Gdańsk
- http://bazylikamariacka.gdansk.pl/
- +48 58 301 39 82
Oliwski-Park
Botanische Gärten & Parks © Glow Images
Der Schlossgarten rund um das barocke Palais ist bezaubernd. Auf über 10 ha Fläche kann man am Bach entlang bummeln und durch romantisch grüne Alleen zwischen Teichen wandern. Und wenn das Wetter schön ist, kann man sich gemütlich auf einer der zahlreichen Bänke niederlassen und die schöne Umgebung genießen. Der Park wurde von Zisterziensermönchen als Schlossgarten angelegt. Inspiriert vom Architekten der Versailler Gärten, André Le Nôtre, entstand der barocke, französische Teil des Oliwski-Parks. Großen Einfluss auf die Gestaltung hatte auch Jan Jerzy Saltzmann, dessen Vater den Schlossgarten in Potsdam entworfen hat. Während eines Spaziergangs begegnet man im nördlichen Teil des Parks auch chinesischen Einflüssen: kleine Tempel und Lauben, krumme, lauschige Pfade und künstlich angelegte wilde Flüsse. Eine Attraktion des Parks ist das Palmenhaus, eine weitere das gelbe Rokokopalais Pałac Opatów. Am Wochenende begegnet man hier immer wieder Brautpaaren: Im Palais wird im Stundentakt geheiratet. Regelmäßig finden im Oliwski-Park Open-Air-Konzerte mit klassischer Musik statt, darunter die sehr beliebte "Mozartiana" im August.
- 80-328 Gdańsk
- http://www.parkoliwski.gdansk.pl/
- +48 58 341 20 41
© Glow Images
Der Schlossgarten rund um das barocke Palais ist bezaubernd. Auf über 10 ha Fläche kann man am Bach entlang bummeln und durch romantisch grüne Alleen zwischen Teichen wandern. Und wenn das Wetter schön ist, kann man sich gemütlich auf einer der zahlreichen Bänke niederlassen und die schöne Umgebung genießen. Der Park wurde von Zisterziensermönchen als Schlossgarten angelegt. Inspiriert vom Architekten der Versailler Gärten, André Le Nôtre, entstand der barocke, französische Teil des Oliwski-Parks. Großen Einfluss auf die Gestaltung hatte auch Jan Jerzy Saltzmann, dessen Vater den Schlossgarten in Potsdam entworfen hat. Während eines Spaziergangs begegnet man im nördlichen Teil des Parks auch chinesischen Einflüssen: kleine Tempel und Lauben, krumme, lauschige Pfade und künstlich angelegte wilde Flüsse. Eine Attraktion des Parks ist das Palmenhaus, eine weitere das gelbe Rokokopalais Pałac Opatów. Am Wochenende begegnet man hier immer wieder Brautpaaren: Im Palais wird im Stundentakt geheiratet. Regelmäßig finden im Oliwski-Park Open-Air-Konzerte mit klassischer Musik statt, darunter die sehr beliebte "Mozartiana" im August.
- 80-328 Gdańsk
- http://www.parkoliwski.gdansk.pl/
- +48 58 341 20 41
Ratusz Głównego Miasta
Architektonische Highlights © MAIRDUMONT
Insider-Tipp Grandioses Gebimmel
Wo die Langgasse in den Langen Markt mündet, zieht ein reich verzierter Renaissancebau die Blicke auf sich: das Rechtstädtische Rathaus mit seinem 82 m hohen, filigran gestaffelten Uhrenturm, dessen Spitze eine vergoldete Statue von König Sigismund August II. krönt. Wegen der architektonischen Pracht der Innenausstattung wird es oft mit dem Dogenpalast von Venedig verglichen. Ursprünglich um 1330 im gotischen Stil erbaut, ließen die Stadtväter das Rathaus nach einem Brand 1556 in der Formensprache der flämischen Renaissance umgestalten und verpflichteten dazu drei der damals berühmtesten Architekten und Künstler Europas: Anthonis van Obbergen, Isaak van den Blocke und Willem van der Meer. Die Schmuckfassade hat im Lauf der Jahrhunderte ihr Aussehen immer wieder gewandelt. Das üppige Hauptportal etwa ist ein Werk des Spätbarocks. In längst verflossene feudale Zeiten entführt dich das Innere des Rathauses. Der große Ratssaal, wegen der damastbespannten Wände auch „Roter Saal“ genannt, schwelgt in manieristischer Pracht. Allein der bis zur Decke reichende Prunkkamin von 1593 mit dem von zwei Löwen gehaltenen Danziger Wappen ist ein Kunstwerk. Die Decke des Saals zieren 25 Gemälde mit biblischen und allegorisch-antiken Motiven. Im Rathausturm hängt seit 1561 ein Glockenspiel, dessen 14 Glocken im Jahr 2000 um 23 weitere ergänzt wurden. Es erklingt zu jeder vollen Stunde, besonders schön und lange um 12 Uhr mittags. Wer ganz hoch hinaus will, besteigt die Aussichtsplattform am 80 m hohen Turm und genießt den gigantischen Blick über die Stadt bis hin zur Ostsee.
- Ulica Długa 46/47, Gdańsk
- http://muzeumgdansk.pl/
- +48 58 573 31 28
© MAIRDUMONT
Insider-Tipp Grandioses Gebimmel
Wo die Langgasse in den Langen Markt mündet, zieht ein reich verzierter Renaissancebau die Blicke auf sich: das Rechtstädtische Rathaus mit seinem 82 m hohen, filigran gestaffelten Uhrenturm, dessen Spitze eine vergoldete Statue von König Sigismund August II. krönt. Wegen der architektonischen Pracht der Innenausstattung wird es oft mit dem Dogenpalast von Venedig verglichen. Ursprünglich um 1330 im gotischen Stil erbaut, ließen die Stadtväter das Rathaus nach einem Brand 1556 in der Formensprache der flämischen Renaissance umgestalten und verpflichteten dazu drei der damals berühmtesten Architekten und Künstler Europas: Anthonis van Obbergen, Isaak van den Blocke und Willem van der Meer. Die Schmuckfassade hat im Lauf der Jahrhunderte ihr Aussehen immer wieder gewandelt. Das üppige Hauptportal etwa ist ein Werk des Spätbarocks. In längst verflossene feudale Zeiten entführt dich das Innere des Rathauses. Der große Ratssaal, wegen der damastbespannten Wände auch „Roter Saal“ genannt, schwelgt in manieristischer Pracht. Allein der bis zur Decke reichende Prunkkamin von 1593 mit dem von zwei Löwen gehaltenen Danziger Wappen ist ein Kunstwerk. Die Decke des Saals zieren 25 Gemälde mit biblischen und allegorisch-antiken Motiven. Im Rathausturm hängt seit 1561 ein Glockenspiel, dessen 14 Glocken im Jahr 2000 um 23 weitere ergänzt wurden. Es erklingt zu jeder vollen Stunde, besonders schön und lange um 12 Uhr mittags. Wer ganz hoch hinaus will, besteigt die Aussichtsplattform am 80 m hohen Turm und genießt den gigantischen Blick über die Stadt bis hin zur Ostsee.
- Ulica Długa 46/47, Gdańsk
- http://muzeumgdansk.pl/
- +48 58 573 31 28
Mierzeja Helska
Landschaftliche Highlights © Darq, Shutterstock
Insider-Tipp Mini-Kreuzfahrt
Auf der 34 km langen Halbinsel, die an manchen Stellen kaum 150 m breit ist, liegt ein Campingplatz neben dem anderen. Die malerischen kleinen Fischerstädtchen und Fischerhäfen verzaubern auf den ersten Blick, und die Sandstrände sind ein Paradies für Badelustige, Kite- und Windsurfer. Du hast drei Möglichkeiten, auf die Halbinsel und in den Ort Hel zu kommen. Von Anfang Mai bis Mitte September fahren Ausflugsschiffe. Eine Alternative ist die Anfahrt mit der Bahn. Oder du nimmst das Auto und fährst an der Küste entlang. Achtung: In der Saison kann es passieren, dass du Stunden im Stau stehst! Eine Halbinseltour beginnt in Hel mit einem Besuch im Robbenzentrum. Hier werden die selten gewordenen Kegelrobben gezüchtet und gepflegt. Essen kannst du im Maszoperia, einem gemütlichen Fischerhaus. Dann solltest du über 197 Stufen die in 41 m Höhe liegende Aussichtsplattform des Leuchtturms erklimmen. Viele Kite- und Windsurfing-Ausleihstellen stehen bereit, und dank des flachen Wassers und der beständigen Brise in der Pucka-Bucht kann man diese Wassersportarten hier gut lernen. Du kannst dir hier auch einen Surftrainer mieten, z. B. bei Bay Wind.
- Ulica Wiejska, Sopot
- http://www.pkp.pl/
© Darq, Shutterstock
Insider-Tipp Mini-Kreuzfahrt
Auf der 34 km langen Halbinsel, die an manchen Stellen kaum 150 m breit ist, liegt ein Campingplatz neben dem anderen. Die malerischen kleinen Fischerstädtchen und Fischerhäfen verzaubern auf den ersten Blick, und die Sandstrände sind ein Paradies für Badelustige, Kite- und Windsurfer. Du hast drei Möglichkeiten, auf die Halbinsel und in den Ort Hel zu kommen. Von Anfang Mai bis Mitte September fahren Ausflugsschiffe. Eine Alternative ist die Anfahrt mit der Bahn. Oder du nimmst das Auto und fährst an der Küste entlang. Achtung: In der Saison kann es passieren, dass du Stunden im Stau stehst! Eine Halbinseltour beginnt in Hel mit einem Besuch im Robbenzentrum. Hier werden die selten gewordenen Kegelrobben gezüchtet und gepflegt. Essen kannst du im Maszoperia, einem gemütlichen Fischerhaus. Dann solltest du über 197 Stufen die in 41 m Höhe liegende Aussichtsplattform des Leuchtturms erklimmen. Viele Kite- und Windsurfing-Ausleihstellen stehen bereit, und dank des flachen Wassers und der beständigen Brise in der Pucka-Bucht kann man diese Wassersportarten hier gut lernen. Du kannst dir hier auch einen Surftrainer mieten, z. B. bei Bay Wind.
- Ulica Wiejska, Sopot
- http://www.pkp.pl/
Ulica Mariacka
Touristenattraktionen © Glow Images
Die Frauen- oder Mariengasse führt vom Frauentor (Brama Mariacka) zur Marienkirche und gilt für viele als schönste Straße der Rechtstadt. Und tatsächlich: Über ihrem Kopfsteinpflaster schwebt immer noch ein Hauch des alten Danzig. Nur hier sind die Kaufmannshäuser noch von terrassenartig erhöhten Vorbauten gesäumt - den berühmten Beischlägen. In Mode gekommen ab dem 16.Jh. als Eingänge der zur Straße hin erweiterten Speicherkeller und ursprünglich auch als Hochwasserschutz, wurden die Beischläge nach und nach Statussymbole der reichen Kaufleute. Die Vorbauten wuchsen zu prachtvoll ausgeschmückten Veranden, auf denen man Geschäfte besprach, im Sommer mit der Familie speiste und dabei dem Treiben auf der Straße zusah. Heute bergen ihre Keller Kunsthandwerksläden, kleine Galerien und die exklusivsten und auch teuersten Bernsteinwerkstätten der Stadt. Die malerische Gasse diente schon oft als Filmkulisse. Auch Regisseur Franz Peter Wirth verlegte 1980 die Dreharbeiten für den Film "Buddenbrooks" nach dem Roman von Thomas Mann vom Originalschauplatz Lübeck hierher.
- Ulica Mariacka, 80-836 Gdańsk
© Glow Images
Die Frauen- oder Mariengasse führt vom Frauentor (Brama Mariacka) zur Marienkirche und gilt für viele als schönste Straße der Rechtstadt. Und tatsächlich: Über ihrem Kopfsteinpflaster schwebt immer noch ein Hauch des alten Danzig. Nur hier sind die Kaufmannshäuser noch von terrassenartig erhöhten Vorbauten gesäumt - den berühmten Beischlägen. In Mode gekommen ab dem 16.Jh. als Eingänge der zur Straße hin erweiterten Speicherkeller und ursprünglich auch als Hochwasserschutz, wurden die Beischläge nach und nach Statussymbole der reichen Kaufleute. Die Vorbauten wuchsen zu prachtvoll ausgeschmückten Veranden, auf denen man Geschäfte besprach, im Sommer mit der Familie speiste und dabei dem Treiben auf der Straße zusah. Heute bergen ihre Keller Kunsthandwerksläden, kleine Galerien und die exklusivsten und auch teuersten Bernsteinwerkstätten der Stadt. Die malerische Gasse diente schon oft als Filmkulisse. Auch Regisseur Franz Peter Wirth verlegte 1980 die Dreharbeiten für den Film "Buddenbrooks" nach dem Roman von Thomas Mann vom Originalschauplatz Lübeck hierher.
- Ulica Mariacka, 80-836 Gdańsk
Muzeum Narodowe w Gdańsku
MuseenInsider-Tipp Himmel oder Hölle
Seinen Hauptsitz hat das Museum in einem ehemaligen Franziskanerkloster – allein die Architektur mit den mittelalterlichen Gewölben ist einen Abstecher (10 Gehmin. südl. der Langen Gasse) in die Alte Vorstadt wert. Das Highlight der Sammlung ist ein flämisches Werk: Hans Memlings Triptychon „Das Jüngste Gericht“ (1472) zeigt drastisch, wie man sich im Mittelalter den Übergang ins Jenseits vorstellte. Engel kleiden die Auserwählten in kostbare Gewänder, zähnefletschende Teufel stoßen die Verdammten in ewige Finsternis ... Sehenswert auch das Interieur: Möbel, Porzellan, Textilien, Gold- und Silberwaren beweisen die Kunst der Meister und den Reichtum der Auftraggeber.
- Ulica Toruńska 1, Gdańsk
- http://mng.gda.pl/
- +48 58 301 68 04
- info@mng.gda.pl
Insider-Tipp Himmel oder Hölle
Seinen Hauptsitz hat das Museum in einem ehemaligen Franziskanerkloster – allein die Architektur mit den mittelalterlichen Gewölben ist einen Abstecher (10 Gehmin. südl. der Langen Gasse) in die Alte Vorstadt wert. Das Highlight der Sammlung ist ein flämisches Werk: Hans Memlings Triptychon „Das Jüngste Gericht“ (1472) zeigt drastisch, wie man sich im Mittelalter den Übergang ins Jenseits vorstellte. Engel kleiden die Auserwählten in kostbare Gewänder, zähnefletschende Teufel stoßen die Verdammten in ewige Finsternis ... Sehenswert auch das Interieur: Möbel, Porzellan, Textilien, Gold- und Silberwaren beweisen die Kunst der Meister und den Reichtum der Auftraggeber.
- Ulica Toruńska 1, Gdańsk
- http://mng.gda.pl/
- +48 58 301 68 04
- info@mng.gda.pl
Długi Targ
Touristenattraktionen © MAIRDUMONT
Insider-Tipp Kopf in’n Nacken!
Das Herz der Rechtstadt. Hier stehen die berühmtesten Gebäude des historischen Danzig so kunstvoll restauriert beieinander, als sei die Stadt nie zerstört worden, überragt vom Rechtstädtischen Rathaus mit seinem 80 m hohen, filigran gestaffelten Uhrenturm, dessen Spitze eine vergoldete Statue von König Sigismund II. August krönt. Das Rathaus, um 1330 im Stil der Gotik erbaut, hat in den Jahrhunderten mehrfach sein Aussehen gewandelt. Das nach alten Vorlagen originalgetreu restaurierte Innere birgt heute das Museum der Stadtgeschichte. Die Ausstellung beginnt im zweiten Stock, das Staunen schon in der barocken Eingangshalle und im Roten Saal (Sala Czerwona), in dem einst die Ratsherren tagten: Der im Stil des holländischen Manierismus gestaltete, mit Samt ausgekleidete Saal wird gekrönt von 25 prunkvollen Deckengemälden. Und vom Turm öffnet sich dir ein großartiges Stadtpanorama! Neben dem Rathaus erhebt sich der Artushof. In dem manieristisch geprägten Palast hielt die Zunft der mächtigen Hansekaufleute ihre Versammlungen und berüchtigte Gelage ab, später diente der Bau als Börse. Prunkstück des großen sterngewölbten Saals ist ein 12 m hoher Kachelofen: Jede der 520 Kacheln ist ein handbemaltes Delfter Original. Vor dem Artushof sprudelt eines der meistfotografierten Wahrzeichen der Rechtstadt: der 1621 vollendete Neptunbrunnen (Fontanna Neptuna), geschaffen von den flämischen Künstlern Peter Husen und Johann Rogge. Hünenhaft reckt der Meeresgott den Dreizack. Unweit des Brunnens ragt aus der Häuserzeile an der Nordseite des Markts das Goldene Haus (Złota Kamienica) auf, das wohl schönste Altdanziger Kaufmannspalais, erbaut 1609 für den damaligen Bürgermeister Jan Speymann. Die aufstrebende Renaissancefassade aus weißen Stuckornamenten und Basreliefs aus grünem Marmor, gekrönt von vier antiken Figuren – Antigone, Kleopatra, Ödipus und Achilles –, ist wie der Artushof ein Werk des flämischen Baumeisters Abraham van den Blocke.
- Długi Targ, Gdańsk
- http://podroztrwa.pl/
© MAIRDUMONT
Insider-Tipp Kopf in’n Nacken!
Das Herz der Rechtstadt. Hier stehen die berühmtesten Gebäude des historischen Danzig so kunstvoll restauriert beieinander, als sei die Stadt nie zerstört worden, überragt vom Rechtstädtischen Rathaus mit seinem 80 m hohen, filigran gestaffelten Uhrenturm, dessen Spitze eine vergoldete Statue von König Sigismund II. August krönt. Das Rathaus, um 1330 im Stil der Gotik erbaut, hat in den Jahrhunderten mehrfach sein Aussehen gewandelt. Das nach alten Vorlagen originalgetreu restaurierte Innere birgt heute das Museum der Stadtgeschichte. Die Ausstellung beginnt im zweiten Stock, das Staunen schon in der barocken Eingangshalle und im Roten Saal (Sala Czerwona), in dem einst die Ratsherren tagten: Der im Stil des holländischen Manierismus gestaltete, mit Samt ausgekleidete Saal wird gekrönt von 25 prunkvollen Deckengemälden. Und vom Turm öffnet sich dir ein großartiges Stadtpanorama! Neben dem Rathaus erhebt sich der Artushof. In dem manieristisch geprägten Palast hielt die Zunft der mächtigen Hansekaufleute ihre Versammlungen und berüchtigte Gelage ab, später diente der Bau als Börse. Prunkstück des großen sterngewölbten Saals ist ein 12 m hoher Kachelofen: Jede der 520 Kacheln ist ein handbemaltes Delfter Original. Vor dem Artushof sprudelt eines der meistfotografierten Wahrzeichen der Rechtstadt: der 1621 vollendete Neptunbrunnen (Fontanna Neptuna), geschaffen von den flämischen Künstlern Peter Husen und Johann Rogge. Hünenhaft reckt der Meeresgott den Dreizack. Unweit des Brunnens ragt aus der Häuserzeile an der Nordseite des Markts das Goldene Haus (Złota Kamienica) auf, das wohl schönste Altdanziger Kaufmannspalais, erbaut 1609 für den damaligen Bürgermeister Jan Speymann. Die aufstrebende Renaissancefassade aus weißen Stuckornamenten und Basreliefs aus grünem Marmor, gekrönt von vier antiken Figuren – Antigone, Kleopatra, Ödipus und Achilles –, ist wie der Artushof ein Werk des flämischen Baumeisters Abraham van den Blocke.
- Długi Targ, Gdańsk
- http://podroztrwa.pl/
Ulica Długa
Touristenattraktionen © Peter Hirth, DuMont Reisebildportal
Insider-Tipp Kaffeepause bei Ferbers
Hinter dem Goldenen Tor beginnt die Langgasse. Sie ist die älteste und berühmteste Straße Danzigs, seit jeher Magistrale der Rechtstadt, „Königsweg“ und Boulevard kaufmännischer Macht. Einen halben Kilometer verläuft sie fast schnurgerade in ost-westlicher Richtung, geht schließlich in den Langen Markt über, wo hinter dem Grünen Tor einst die Handelsschiffe anlegten. Giebel an Giebel säumen die Häuser der reichen Patrizierfamilien die Straße, fast jedes Haus ist eine Sehenswürdigkeit für sich, mit eigenem Schicksal. Die Geschichte der Langgasse reicht bis ins Mittelalter zurück, doch die meisten der Schaufassaden entstanden in der Epoche der Renaissance, dem Goldenen Zeitalter der Handelsstadt Danzig. Und sie entstanden noch einmal neu, originalgetreu und meisterhaft rekonstruiert nach dem Zweiten Weltkrieg. Eines der schönsten Patrizierhäuser der Langgasse ist das Ferberhaus (Nr. 28). Die Familie Ferber zählte fast 300 Jahre lang zu den einflussreichsten Dynastien der Rechtstadt, stellte allein sechs Bürgermeister. Heute lädt im Ferberhaus ein gemütliches Café mit Straßenterrasse zum Verweilen ein. Sehenswert ist auch das Zierenberghaus (Nr. 29) mit seiner barocken Fassade. Zwei steinerne Löwen, die das pilastergegliederte Portal bewachen, verhalfen dem Löwenschloss (Lwi Zamek) (Nr. 35) zu seinem Namen. Ein Stück weiter fällt rechts ein mit antiken Statuen verzierter Renaissancebau auf. Hier lebte die Kaufmanns- und Politikerfamilie Schumann. Heute ist im Schumannhaus (Nr. 45) der Tourismusverband PTTK untergebracht. Das wohl berühmteste Patrizierpalais in der Langgasse ist das Uphagenhaus (Nr. 12). Die Fassade des 1776 erbauten Hauses vereint Stilelemente von Rokoko und Frühklassizismus. Es gehörte einst dem flämischen Ratsherrn Johann Uphagen und beherbergt heute das Museum der bürgerlichen Wohnkultur, in dem sich anhand von viel Originalinterieur (es war während des Zweiten Weltkriegs ausgelagert und überstand so die Bombenangriffe) in authentisch eingerichteten Räumen – vom asiatisch inspirierten Teezimmer bis zum Musiksalon – nachempfinden lässt, wie eine reiche Patrizierfamilie zur Zeit des Rokoko lebte.
- Ulica Długa, Gdańsk
© Peter Hirth, DuMont Reisebildportal
Insider-Tipp Kaffeepause bei Ferbers
Hinter dem Goldenen Tor beginnt die Langgasse. Sie ist die älteste und berühmteste Straße Danzigs, seit jeher Magistrale der Rechtstadt, „Königsweg“ und Boulevard kaufmännischer Macht. Einen halben Kilometer verläuft sie fast schnurgerade in ost-westlicher Richtung, geht schließlich in den Langen Markt über, wo hinter dem Grünen Tor einst die Handelsschiffe anlegten. Giebel an Giebel säumen die Häuser der reichen Patrizierfamilien die Straße, fast jedes Haus ist eine Sehenswürdigkeit für sich, mit eigenem Schicksal. Die Geschichte der Langgasse reicht bis ins Mittelalter zurück, doch die meisten der Schaufassaden entstanden in der Epoche der Renaissance, dem Goldenen Zeitalter der Handelsstadt Danzig. Und sie entstanden noch einmal neu, originalgetreu und meisterhaft rekonstruiert nach dem Zweiten Weltkrieg. Eines der schönsten Patrizierhäuser der Langgasse ist das Ferberhaus (Nr. 28). Die Familie Ferber zählte fast 300 Jahre lang zu den einflussreichsten Dynastien der Rechtstadt, stellte allein sechs Bürgermeister. Heute lädt im Ferberhaus ein gemütliches Café mit Straßenterrasse zum Verweilen ein. Sehenswert ist auch das Zierenberghaus (Nr. 29) mit seiner barocken Fassade. Zwei steinerne Löwen, die das pilastergegliederte Portal bewachen, verhalfen dem Löwenschloss (Lwi Zamek) (Nr. 35) zu seinem Namen. Ein Stück weiter fällt rechts ein mit antiken Statuen verzierter Renaissancebau auf. Hier lebte die Kaufmanns- und Politikerfamilie Schumann. Heute ist im Schumannhaus (Nr. 45) der Tourismusverband PTTK untergebracht. Das wohl berühmteste Patrizierpalais in der Langgasse ist das Uphagenhaus (Nr. 12). Die Fassade des 1776 erbauten Hauses vereint Stilelemente von Rokoko und Frühklassizismus. Es gehörte einst dem flämischen Ratsherrn Johann Uphagen und beherbergt heute das Museum der bürgerlichen Wohnkultur, in dem sich anhand von viel Originalinterieur (es war während des Zweiten Weltkriegs ausgelagert und überstand so die Bombenangriffe) in authentisch eingerichteten Räumen – vom asiatisch inspirierten Teezimmer bis zum Musiksalon – nachempfinden lässt, wie eine reiche Patrizierfamilie zur Zeit des Rokoko lebte.
- Ulica Długa, Gdańsk
Słowiński-Nationalpark
Botanische Gärten & Parks © bchyla, Shutterstock
Insider-Tipp Geisterdorf!
Fast 35 km zieht sich der Nationalpark an der Ostsee entlang – 180 km2 wildromantische Küstennatur, ein Mosaik aus Sandheiden und würzig duftendem Kiefernwald, einsamen Stränden, Erlenbrüchen und zahllosen sumpfigen Seen, die wie die Lagunen Gardno und Łebsko einst Buchten der Ostsee waren. Zentrum des Parks sind die berühmten Wanderdünen. Vor 800 Jahren holzten die Menschen hier den Eichenwald ab, der auf dem jungen Landstrich zwischen Küste und Lagunenseen wuchs. Der vom Wind herangewehte Meeressand türmt sich zu hohen Dünen, die immer weiter landeinwärts wandern und im Lauf der Zeit ganze Dörfer unter sich begruben. Sehenswert ist außer der Natur vor allem Kluki am Westufer des Łebsko-Sees mit reetgedeckten Häusern in Blumengärten, Speichern und Bootslagern – heute ein Freilichtmuseum. Hauptort ist Łeba, ein vitales Fischerstädtchen mit Yachthafen, Restaurants, Cafés und perlweißen Stränden. Hotels und Pensionen sind im Sommer allerdings meist überfüllt.
- Slowinski Nationalpark, Kluki
- http://slowinskipn.pl/
- +48 59 811 72 04
© bchyla, Shutterstock
Insider-Tipp Geisterdorf!
Fast 35 km zieht sich der Nationalpark an der Ostsee entlang – 180 km2 wildromantische Küstennatur, ein Mosaik aus Sandheiden und würzig duftendem Kiefernwald, einsamen Stränden, Erlenbrüchen und zahllosen sumpfigen Seen, die wie die Lagunen Gardno und Łebsko einst Buchten der Ostsee waren. Zentrum des Parks sind die berühmten Wanderdünen. Vor 800 Jahren holzten die Menschen hier den Eichenwald ab, der auf dem jungen Landstrich zwischen Küste und Lagunenseen wuchs. Der vom Wind herangewehte Meeressand türmt sich zu hohen Dünen, die immer weiter landeinwärts wandern und im Lauf der Zeit ganze Dörfer unter sich begruben. Sehenswert ist außer der Natur vor allem Kluki am Westufer des Łebsko-Sees mit reetgedeckten Häusern in Blumengärten, Speichern und Bootslagern – heute ein Freilichtmuseum. Hauptort ist Łeba, ein vitales Fischerstädtchen mit Yachthafen, Restaurants, Cafés und perlweißen Stränden. Hotels und Pensionen sind im Sommer allerdings meist überfüllt.
- Slowinski Nationalpark, Kluki
- http://slowinskipn.pl/
- +48 59 811 72 04
Europejskie Centrum Solidarności
MuseenInsider-Tipp Straßenkampf im Museum?
Nördlich der Altstadt, wenige Gehminuten vom Hauptbahnhof, erstreckt sich das Gelände der ehemaligen Danziger Lenin-Werft. Im August 1980 rückte sie in den Mittelpunkt der Weltöffentlichkeit, als Werftarbeiter die Gründung der freien Gewerkschaft „Solidarność“ erstreikten. Es war der Anfang vom Ende des polnischen Sozialismus. Schiffe werden heute auf dem riesigen Industrieareal nicht mehr gebaut: Die Werft, wo einst über 20 000 Menschen arbeiteten, ging 1997 pleite. Nun entsteht auf dem Gelände die Junge Stadt (Młode Miasto), ein schickes Wohn- und Geschäftsviertel. Einstweilen nutzt eine junge Kunst- und Kulturszene einen Teil der alten Werfthallen als Ateliers, Ausstellungs- und Proberäume und als schrillbunte Graffitibühnen. Am berühmten früheren Haupteingang der Werft, dem heutigen Solidarność-Platz, erinnert ein monumentales Denkmal (Pomnik Poległych Stoczniowców) an die Opfer des ersten Werftarbeiteraufstands von 1970.Es besteht aus drei miteinander verbundenen, 42 m hohen Metallkreuzen. Komplett eintauchen in die 1970er- bis 1980er-Jahre kannst du im Europäischen Zentrum der Solidarität: Der kupferfarbene, an einen Schiffsrumpf erinnernde Großbau beherbergt Dutzende Installationen, in die collagenhaft historische Fotos und Videos, Geräusche und Original-Objekte hineinmontiert sind: Ein gepanzertes Milicja-Fahrzeug überfährt eine Straßenblockade, in einem Laden herrscht gähnende Leere an Waren, in einer konspirativen Druckerei entstehen freche Flugblätter ...
- Plac Solidarności 1, 80-863 Gdańsk
- http://www.ecs.gda.pl/
- +48 58 772 41 11
Insider-Tipp Straßenkampf im Museum?
Nördlich der Altstadt, wenige Gehminuten vom Hauptbahnhof, erstreckt sich das Gelände der ehemaligen Danziger Lenin-Werft. Im August 1980 rückte sie in den Mittelpunkt der Weltöffentlichkeit, als Werftarbeiter die Gründung der freien Gewerkschaft „Solidarność“ erstreikten. Es war der Anfang vom Ende des polnischen Sozialismus. Schiffe werden heute auf dem riesigen Industrieareal nicht mehr gebaut: Die Werft, wo einst über 20 000 Menschen arbeiteten, ging 1997 pleite. Nun entsteht auf dem Gelände die Junge Stadt (Młode Miasto), ein schickes Wohn- und Geschäftsviertel. Einstweilen nutzt eine junge Kunst- und Kulturszene einen Teil der alten Werfthallen als Ateliers, Ausstellungs- und Proberäume und als schrillbunte Graffitibühnen. Am berühmten früheren Haupteingang der Werft, dem heutigen Solidarność-Platz, erinnert ein monumentales Denkmal (Pomnik Poległych Stoczniowców) an die Opfer des ersten Werftarbeiteraufstands von 1970.Es besteht aus drei miteinander verbundenen, 42 m hohen Metallkreuzen. Komplett eintauchen in die 1970er- bis 1980er-Jahre kannst du im Europäischen Zentrum der Solidarität: Der kupferfarbene, an einen Schiffsrumpf erinnernde Großbau beherbergt Dutzende Installationen, in die collagenhaft historische Fotos und Videos, Geräusche und Original-Objekte hineinmontiert sind: Ein gepanzertes Milicja-Fahrzeug überfährt eine Straßenblockade, in einem Laden herrscht gähnende Leere an Waren, in einer konspirativen Druckerei entstehen freche Flugblätter ...
- Plac Solidarności 1, 80-863 Gdańsk
- http://www.ecs.gda.pl/
- +48 58 772 41 11
Muzeum II Wojny Światowej
Museen © ArturHenryk, Shutterstock
In einem Avantgardebau, der die Hafen- und Hanse-Architektur zitiert, werden auf etwa 7000 m2 die Ereignisse des Zweiten Weltkriegs dargestellt: "Die Vorkriegszeit" (Droga do Wojny), "Die Grauen des Krieges" (Groza Wojny) und "Die langen Schatten des Krieges" (Długi Cień Wojny).
- pl. Bartoszewskiego 1, 80-862 Gdańsk
- http://muzeum1939.pl/
- +48 58 760 09 60
- info@muzeum1939.pl
© ArturHenryk, Shutterstock
In einem Avantgardebau, der die Hafen- und Hanse-Architektur zitiert, werden auf etwa 7000 m2 die Ereignisse des Zweiten Weltkriegs dargestellt: "Die Vorkriegszeit" (Droga do Wojny), "Die Grauen des Krieges" (Groza Wojny) und "Die langen Schatten des Krieges" (Długi Cień Wojny).
- pl. Bartoszewskiego 1, 80-862 Gdańsk
- http://muzeum1939.pl/
- +48 58 760 09 60
- info@muzeum1939.pl
Baltiyskaya Kosa
Landschaftliche Highlights © Curioso.Photography, Shutterstock
Wie eine Sichel verläuft die Landzunge in sanftem Schwung nach Nordosten, das Frische Haff von der Ostsee trennend: 70 km lang, aber nur zwischen 400 m und 2 km schmal, einem seit 1640 bekannten Fischernest gleich zu Beginn der Nehrung, erzählt eine Filiale des Danziger Meeresmuseums (Muzeum Zalewu Wiślanego) die Geschichte des Frischen Haffs. Auch das einst so abgelegene Katy Rybacki hat sich in den letzten Jahren zu einem munteren Feriendorf gemausert, natürlich vor allem des schönen Nehrungsstrandes wegen. Im Sommer ist er längst nicht so überlaufen wie die Strände der pommerschen Urlauberhochburgen. Touristisches Zentrum der Landzunge ist Krynica Morska (Kahlberg, 1300 Ew.), im Sommer meist ausgebucht. Hier legen auf der Haffseite die Ausflugsschiffe aus Frombork und Elbląg an, vom 26 m hohen Leuchtturm (Latarnia) fliegt der Blick über das Haff bis weit hinein nach Russland.Hinter Krynica Morska wird es mit jedem Kilometer stiller. Viel weiter geht’s ja nun auch nicht mehr, in Piaski ist Schluss. Hier, im östlichsten Winkel der Polnischen Ostseeküste und nah am Niemandsland von EU und Russland, dürfen FKK-Fans am Strand ihre Hüllen fallen lassen, allerdings nur in einem ausgeschilderten Bereich. Und auf russischer Seite? Findet sich Küsteneinsamkeit, soweit das Auge reicht. Der nördliche Teil gehört zur Marinestadt Baltijskt (Pillau) – und ist Sperrgebiet. Wer länger auf der Landnadel bleiben möchte: Zu empfehlen ist das Hotel Kahlberg. Die Touristeninformation vermittelt auch Privatquartiere.
- 82-120 Krynica Morska
© Curioso.Photography, Shutterstock
Wie eine Sichel verläuft die Landzunge in sanftem Schwung nach Nordosten, das Frische Haff von der Ostsee trennend: 70 km lang, aber nur zwischen 400 m und 2 km schmal, einem seit 1640 bekannten Fischernest gleich zu Beginn der Nehrung, erzählt eine Filiale des Danziger Meeresmuseums (Muzeum Zalewu Wiślanego) die Geschichte des Frischen Haffs. Auch das einst so abgelegene Katy Rybacki hat sich in den letzten Jahren zu einem munteren Feriendorf gemausert, natürlich vor allem des schönen Nehrungsstrandes wegen. Im Sommer ist er längst nicht so überlaufen wie die Strände der pommerschen Urlauberhochburgen. Touristisches Zentrum der Landzunge ist Krynica Morska (Kahlberg, 1300 Ew.), im Sommer meist ausgebucht. Hier legen auf der Haffseite die Ausflugsschiffe aus Frombork und Elbląg an, vom 26 m hohen Leuchtturm (Latarnia) fliegt der Blick über das Haff bis weit hinein nach Russland.Hinter Krynica Morska wird es mit jedem Kilometer stiller. Viel weiter geht’s ja nun auch nicht mehr, in Piaski ist Schluss. Hier, im östlichsten Winkel der Polnischen Ostseeküste und nah am Niemandsland von EU und Russland, dürfen FKK-Fans am Strand ihre Hüllen fallen lassen, allerdings nur in einem ausgeschilderten Bereich. Und auf russischer Seite? Findet sich Küsteneinsamkeit, soweit das Auge reicht. Der nördliche Teil gehört zur Marinestadt Baltijskt (Pillau) – und ist Sperrgebiet. Wer länger auf der Landnadel bleiben möchte: Zu empfehlen ist das Hotel Kahlberg. Die Touristeninformation vermittelt auch Privatquartiere.
- 82-120 Krynica Morska
Stocznia Gdańska
Architektonische Highlights © Glow Images
Nördlich der Altstadt, wenige Gehminuten vom Hauptbahnhof, erstreckt sich das Gelände der ehemaligen Danziger Lenin-Werft. Im August 1980 rückte der Betrieb in den Mittelpunkt der Weltöffentlichkeit, als die Werftarbeiter um den charismatischen Elektriker Lech Wałęsa die Gründung der freien Gewerkschaft "Solidarność" erstreikten. Es war der Anfang vom Ende des sowjetisch diktierten Staatssozialismus in Europa. Schiffe werden heute auf dem riesigen Industrieareal nicht mehr gebaut. Die Lenin-Werft, wo in Glanzzeiten über 20.000 Menschen beschäftigt waren, ging 1997 pleite. Die Reste wurden privatisiert. Inzwischen gibt es Pläne, auf dem Gelände unter dem Namen Młode Miasto (Junge Stadt) ein schickes Wohn- und Geschäftsviertel zu erbauen. Einstweilen nutzt eine junge Kunst- und Kulturszene einen Teil der alten Werfthallen als Ateliers, Ausstellungs- und Proberäume und als schrillbunte Graffitibühne. Am berühmten früheren Haupteingang der Werft, dem heutigen Solidarność-Platz, erinnert ein monumentales Denkmal (Pomnik Poległych Stoczniowców) an die Opfer des ersten Werftarbeiteraufstands von 1970.
- Ulica Na Ostrowiu 15/20, 80-873 Gdańsk
- http://gdanskshipyard.pl/
- +48 58 769 16 00
© Glow Images
Nördlich der Altstadt, wenige Gehminuten vom Hauptbahnhof, erstreckt sich das Gelände der ehemaligen Danziger Lenin-Werft. Im August 1980 rückte der Betrieb in den Mittelpunkt der Weltöffentlichkeit, als die Werftarbeiter um den charismatischen Elektriker Lech Wałęsa die Gründung der freien Gewerkschaft "Solidarność" erstreikten. Es war der Anfang vom Ende des sowjetisch diktierten Staatssozialismus in Europa. Schiffe werden heute auf dem riesigen Industrieareal nicht mehr gebaut. Die Lenin-Werft, wo in Glanzzeiten über 20.000 Menschen beschäftigt waren, ging 1997 pleite. Die Reste wurden privatisiert. Inzwischen gibt es Pläne, auf dem Gelände unter dem Namen Młode Miasto (Junge Stadt) ein schickes Wohn- und Geschäftsviertel zu erbauen. Einstweilen nutzt eine junge Kunst- und Kulturszene einen Teil der alten Werfthallen als Ateliers, Ausstellungs- und Proberäume und als schrillbunte Graffitibühne. Am berühmten früheren Haupteingang der Werft, dem heutigen Solidarność-Platz, erinnert ein monumentales Denkmal (Pomnik Poległych Stoczniowców) an die Opfer des ersten Werftarbeiteraufstands von 1970.
- Ulica Na Ostrowiu 15/20, 80-873 Gdańsk
- http://gdanskshipyard.pl/
- +48 58 769 16 00
Długie Pobrzeże
Touristenattraktionen © Aliaksandr Antanovich, Shutterstock
Der Name führt etwas in die Irre, denn eigentlich ist die "Brücke" ein langer Hafenkai. Sie reicht vom Grünen Tor an der Mottlau bis zum alten Fischmarkt - eine beliebte, an schönen Sommernachmittagen manchmal fast zu bevölkerte Amüsiermeile. Längs des Kais liegen wie an einer Perlenschnur die imposanten Danziger Hafentore: das Heiliggeisttor und das berühmte Krantor, das Brotbänkentor, wo in der gleichnamigen Gasse im Mittelalter die Bäckerzunft ihre Waren feilbot, und das Frauentor aus dem 14.Jh., ältestes Tor der Rechtstadt. In seinem Schatten zeigt etwas versteckt das in zwei Kaufmannshäusern eingerichtete Archäologische Museum interessante Funde aus Danzigs Frühgeschichte. Jahrhundertelang war die Lange Brücke das wirtschaftliche Herz der Stadt. Hier legten im Mittelalter die großen Karavellen und Handelsschiffe der Hansekaufleute an, schlugen Waren aus ganz Europa um. Die Fracht wurde gegenüber auf der Speicherinsel gelagert. Doch das ist alles längst Geschichte. Heute prägen die Ausflugsdampfer der Weißen Flotte das Bild, legen vom Mottlau-Kai aus zu Rundfahrten durch den Hafen zur Westerplatte und hinüber auf die Halbinsel Hel ab.
- Ulica Długie Pobrzeże, Gdańsk
© Aliaksandr Antanovich, Shutterstock
Der Name führt etwas in die Irre, denn eigentlich ist die "Brücke" ein langer Hafenkai. Sie reicht vom Grünen Tor an der Mottlau bis zum alten Fischmarkt - eine beliebte, an schönen Sommernachmittagen manchmal fast zu bevölkerte Amüsiermeile. Längs des Kais liegen wie an einer Perlenschnur die imposanten Danziger Hafentore: das Heiliggeisttor und das berühmte Krantor, das Brotbänkentor, wo in der gleichnamigen Gasse im Mittelalter die Bäckerzunft ihre Waren feilbot, und das Frauentor aus dem 14.Jh., ältestes Tor der Rechtstadt. In seinem Schatten zeigt etwas versteckt das in zwei Kaufmannshäusern eingerichtete Archäologische Museum interessante Funde aus Danzigs Frühgeschichte. Jahrhundertelang war die Lange Brücke das wirtschaftliche Herz der Stadt. Hier legten im Mittelalter die großen Karavellen und Handelsschiffe der Hansekaufleute an, schlugen Waren aus ganz Europa um. Die Fracht wurde gegenüber auf der Speicherinsel gelagert. Doch das ist alles längst Geschichte. Heute prägen die Ausflugsdampfer der Weißen Flotte das Bild, legen vom Mottlau-Kai aus zu Rundfahrten durch den Hafen zur Westerplatte und hinüber auf die Halbinsel Hel ab.
- Ulica Długie Pobrzeże, Gdańsk
Muzeum Bursztynu
Museen © Larygraphy, Shutterstock
Das Bernsteinmuseum, eines der besten in Europa, zeigt im Stockturm seine Schätze. Auf fünf Stockwerken ist das Gold der Ostsee in über 5000 Exponaten zu bewundern, von riesigen Rohbernsteinbrocken bis zu extravaganten Schmuckideen junger Danziger Bernsteindesigner.
- Wielkie Młyny 16, Gdańsk
- http://muzeumgdansk.pl/
- +48 58 573 31 28
© Larygraphy, Shutterstock
Das Bernsteinmuseum, eines der besten in Europa, zeigt im Stockturm seine Schätze. Auf fünf Stockwerken ist das Gold der Ostsee in über 5000 Exponaten zu bewundern, von riesigen Rohbernsteinbrocken bis zu extravaganten Schmuckideen junger Danziger Bernsteindesigner.
- Wielkie Młyny 16, Gdańsk
- http://muzeumgdansk.pl/
- +48 58 573 31 28
Żuraw
Architektonische Highlights © MAIRDUMONT
Eine elegante Schönheit ist Danzigs bekanntestes Wahrzeichen nicht gerade und mit der Renaissance- und Patrizierpracht vieler anderer Bauwerke hat es nichts zu tun: Eher an eine grimmige Wehrburg erinnernd als an eine Hebekonstruktion, ragt das Krantor dunkel aus der bunten Häuserzeile längs der Mottlau-Promenade heraus. In seiner bis heute erhaltenen Form mit den zwei wuchtigen backsteinernen Rundtürmen (die gleichzeitig der Verteidigung des Hafens dienten) und dem markanten hölzernen Zwischenbau wurde es 1444 vollendet. Der damals größte Hafenkran der Welt diente nicht nur zum Be- und Entladen der Schiffe, auch die Masten der Großsegler wurden damit gestellt. Im Inneren des Tors sind noch die beiden mehr als 6 m durchmessenden Treträder zu bestaunen, mit denen vorzugsweise Sträflinge Lasten von bis zu 4 t etwa 11 m hochhievten.
- Ulica Szeroka 67/68, 80-835 Gdańsk
- http://podroztrwa.pl/
© MAIRDUMONT
Eine elegante Schönheit ist Danzigs bekanntestes Wahrzeichen nicht gerade und mit der Renaissance- und Patrizierpracht vieler anderer Bauwerke hat es nichts zu tun: Eher an eine grimmige Wehrburg erinnernd als an eine Hebekonstruktion, ragt das Krantor dunkel aus der bunten Häuserzeile längs der Mottlau-Promenade heraus. In seiner bis heute erhaltenen Form mit den zwei wuchtigen backsteinernen Rundtürmen (die gleichzeitig der Verteidigung des Hafens dienten) und dem markanten hölzernen Zwischenbau wurde es 1444 vollendet. Der damals größte Hafenkran der Welt diente nicht nur zum Be- und Entladen der Schiffe, auch die Masten der Großsegler wurden damit gestellt. Im Inneren des Tors sind noch die beiden mehr als 6 m durchmessenden Treträder zu bestaunen, mit denen vorzugsweise Sträflinge Lasten von bis zu 4 t etwa 11 m hochhievten.
- Ulica Szeroka 67/68, 80-835 Gdańsk
- http://podroztrwa.pl/
Muzeum Poczty Polskiej
Museen © SylwiaMoz, Shutterstock
In Danzig brach der Zweite Weltkrieg aus und die Polnische Post wurde damals zum Symbol - für das deutsche Verbrechen und den heroischen, wenngleich chancenlosen Abwehrkampf der Polen. Als die Wehrmacht am 1.September 1939 die Westerplatte zu beschießen begann, griffen deutsche Soldaten kurz darauf auch die Polnische Post an. Die 56 Postmitarbeiter verteidigten sich fast 14 Stunden lang gegen die deutschen Angreifer, dann mussten sie aufgeben. Die ersten Angestellten, die das Gebäude mit weißer Fahne verließen, wurden sofort erschossen, die anderen 39 Überlebenden einige Tage darauf wegen Freischärlerei zum Tod verurteilt. Im historischen Postgebäude erinnert ein Museum an die Geschichte der Polnischen Post. Günter Grass hat den Kämpfen in seinem Roman "Die Blechtrommel" ein literarisches Denkmal gesetzt.
- Ulica Obrońców Poczty Polskiej 1/2, Gdańsk
- http://muzeumgdansk.pl/
- +48 58 573 31 28
© SylwiaMoz, Shutterstock
In Danzig brach der Zweite Weltkrieg aus und die Polnische Post wurde damals zum Symbol - für das deutsche Verbrechen und den heroischen, wenngleich chancenlosen Abwehrkampf der Polen. Als die Wehrmacht am 1.September 1939 die Westerplatte zu beschießen begann, griffen deutsche Soldaten kurz darauf auch die Polnische Post an. Die 56 Postmitarbeiter verteidigten sich fast 14 Stunden lang gegen die deutschen Angreifer, dann mussten sie aufgeben. Die ersten Angestellten, die das Gebäude mit weißer Fahne verließen, wurden sofort erschossen, die anderen 39 Überlebenden einige Tage darauf wegen Freischärlerei zum Tod verurteilt. Im historischen Postgebäude erinnert ein Museum an die Geschichte der Polnischen Post. Günter Grass hat den Kämpfen in seinem Roman "Die Blechtrommel" ein literarisches Denkmal gesetzt.
- Ulica Obrońców Poczty Polskiej 1/2, Gdańsk
- http://muzeumgdansk.pl/
- +48 58 573 31 28
Zamek Ksiazat Pomorskich
Architektonische Highlights © Stepniak, Shutterstock
Insider-Tipp Hippie-Vorläufer
Der Renaissancebau (1507–1587), ursprünglich eher einer Festung ähnlich, wurzelt in einer machtvollen Zeit. Stolp war fast 200 Jahre lang Residenz pommerscher Herzöge. Beim Wiederaufbau des 1945 abgebrannten Schlosses versuchte man viel von seiner filigranen Pracht zu rekonstruieren. Eine riesige Pommernkarte, 1612 in Amsterdam gefertigt, stimmt ein auf die Ausstellung der pommerschen Geschichte und Kunst. Nicht verpassen solltest du die Pastellzeichnungen des Künstlers Stanisław Ignacy Witkiewicz (1885–1939) im Obergeschoss. Witkacy, wie er sich selbst nannte, war der Exzentriker unter den Künstlern der polnischen Zwischenkriegszeit: Er notierte auf jedem seiner Bilder Sorte und Menge der Droge, die er während des Malens intus hatte – die verrückt-psychodelischen Resultate können sich in jedem Fall sehen lassen! Heute gilt der Maler, Autor und Fotograf als einer der wichtigsten Vertreter der polnischen Moderne. Mehrere Backsteinspeicher in der unmittelbaren Umgebung können ebenfalls besichtigt werden. Last but not least kannst du einen Blick in die gotische Schlosskirche werfen, die mit einem Hochrenaissance-Altar gefällt. Zwei Grabinschriften gedenken der allmächtigen Herzogin Anna von Croy und Herzog Ernst Bogislaw – beide lebten im 17.Jh.
- Dominikańska 5, Słupsk
- http://www.muzeum.slupsk.pl/
- +48 59 842 40 81
© Stepniak, Shutterstock
Insider-Tipp Hippie-Vorläufer
Der Renaissancebau (1507–1587), ursprünglich eher einer Festung ähnlich, wurzelt in einer machtvollen Zeit. Stolp war fast 200 Jahre lang Residenz pommerscher Herzöge. Beim Wiederaufbau des 1945 abgebrannten Schlosses versuchte man viel von seiner filigranen Pracht zu rekonstruieren. Eine riesige Pommernkarte, 1612 in Amsterdam gefertigt, stimmt ein auf die Ausstellung der pommerschen Geschichte und Kunst. Nicht verpassen solltest du die Pastellzeichnungen des Künstlers Stanisław Ignacy Witkiewicz (1885–1939) im Obergeschoss. Witkacy, wie er sich selbst nannte, war der Exzentriker unter den Künstlern der polnischen Zwischenkriegszeit: Er notierte auf jedem seiner Bilder Sorte und Menge der Droge, die er während des Malens intus hatte – die verrückt-psychodelischen Resultate können sich in jedem Fall sehen lassen! Heute gilt der Maler, Autor und Fotograf als einer der wichtigsten Vertreter der polnischen Moderne. Mehrere Backsteinspeicher in der unmittelbaren Umgebung können ebenfalls besichtigt werden. Last but not least kannst du einen Blick in die gotische Schlosskirche werfen, die mit einem Hochrenaissance-Altar gefällt. Zwei Grabinschriften gedenken der allmächtigen Herzogin Anna von Croy und Herzog Ernst Bogislaw – beide lebten im 17.Jh.
- Dominikańska 5, Słupsk
- http://www.muzeum.slupsk.pl/
- +48 59 842 40 81
Seefront Gdynia
Landschaftliche HighlightsAm schönsten zeigt sich Gdynia aber an der Seefront, wo die Südmole aufs Wasser führt. Von hier führt eine Promenade an Yachthafen und Beachvolleyballplätzen vorbei zum naturbelassenen Strand – durch den Sand kannst du gut 5 km bis nach Sopot stapfen!
- Gdingen
Am schönsten zeigt sich Gdynia aber an der Seefront, wo die Südmole aufs Wasser führt. Von hier führt eine Promenade an Yachthafen und Beachvolleyballplätzen vorbei zum naturbelassenen Strand – durch den Sand kannst du gut 5 km bis nach Sopot stapfen!
- Gdingen
Kościół św. Brygidy
Architektonische Highlights © WDG Photo, Shutterstock
Insider-Tipp 11 Meter Bernstein
Hinter der Katharinenkirche versteckt sich die Kirche der Solidarność. Berühmt wurde das nahe der Werft gelegene Gotteshaus während des Ausnahmezustands 1980 – als Treffpunkt und Aktionszentrum der jungen freien Gewerkschaft um Lech Wałęsa. Viel blieb nach dem Zweiten Weltkrieg nicht erhalten von der prachtvollen Ausstattung der vom 14.bis zum 16.Jh. erbauten Basilika; das feine Netzgewölbe kontrastiert mit dem schlichten, fast modern wirkenden Inneren. Im Chor entsteht ein 11 m hoher, monumentaler Bernsteinaltar in Form einer aufstrebenden Lilie. Das Kunstwerk ist dem Andenken jener 28 Werftarbeiter gewidmet, die bei Protesten im Dezember 1970 ums Leben kamen. Work in progress: Größere Stücke sind bereits ausgestellt. Auch der Abstieg in die Krypta lohnt, wo Wände mit Schädeln ehemaliger Nonnen bestückt sind.
- Profesorska 17, 80-001 Gdańsk
- http://www.brygida.gdansk.pl/
- +48 58 301 31 52
© WDG Photo, Shutterstock
Insider-Tipp 11 Meter Bernstein
Hinter der Katharinenkirche versteckt sich die Kirche der Solidarność. Berühmt wurde das nahe der Werft gelegene Gotteshaus während des Ausnahmezustands 1980 – als Treffpunkt und Aktionszentrum der jungen freien Gewerkschaft um Lech Wałęsa. Viel blieb nach dem Zweiten Weltkrieg nicht erhalten von der prachtvollen Ausstattung der vom 14.bis zum 16.Jh. erbauten Basilika; das feine Netzgewölbe kontrastiert mit dem schlichten, fast modern wirkenden Inneren. Im Chor entsteht ein 11 m hoher, monumentaler Bernsteinaltar in Form einer aufstrebenden Lilie. Das Kunstwerk ist dem Andenken jener 28 Werftarbeiter gewidmet, die bei Protesten im Dezember 1970 ums Leben kamen. Work in progress: Größere Stücke sind bereits ausgestellt. Auch der Abstieg in die Krypta lohnt, wo Wände mit Schädeln ehemaliger Nonnen bestückt sind.
- Profesorska 17, 80-001 Gdańsk
- http://www.brygida.gdansk.pl/
- +48 58 301 31 52
Kosciół św. Mikołaja
Architektonische Highlights © Glow Images
Insider-Tipp Wenn das Gewölbe widerhallt
Wie durch ein Wunder hat die gotische Nikolaikirche in der ulica Świętojańska den Krieg ohne Zerstörungen überstanden. Der älteste Sakralbau Danzigs aus dem frühen 13.Jh. war ab 1227 Teil eines Dominikanerklosters und hat seine kostbare Ausstattung deshalb bewahrt. Äußerlich eher schlicht, überrascht St. Nikolai innen mit einem wundervollen vergoldeten Hochaltar und barockem Chorgestühl. Wertvollster Schatz ist eine mittelalterliche Marienikone. Sie stammt aus Lemberg und wurde 1945 von Dominikanern nach Danzig gerettet. Bekannt ist die Nikolaikirche für ihre Chor- und Orgelkonzerte während des Dominikanermarkts.
- Ulica Świętojańska 72, 80-840 Gdańsk
- http://gdansk.dominikanie.pl/
- +48 58 301 35 77
© Glow Images
Insider-Tipp Wenn das Gewölbe widerhallt
Wie durch ein Wunder hat die gotische Nikolaikirche in der ulica Świętojańska den Krieg ohne Zerstörungen überstanden. Der älteste Sakralbau Danzigs aus dem frühen 13.Jh. war ab 1227 Teil eines Dominikanerklosters und hat seine kostbare Ausstattung deshalb bewahrt. Äußerlich eher schlicht, überrascht St. Nikolai innen mit einem wundervollen vergoldeten Hochaltar und barockem Chorgestühl. Wertvollster Schatz ist eine mittelalterliche Marienikone. Sie stammt aus Lemberg und wurde 1945 von Dominikanern nach Danzig gerettet. Bekannt ist die Nikolaikirche für ihre Chor- und Orgelkonzerte während des Dominikanermarkts.
- Ulica Świętojańska 72, 80-840 Gdańsk
- http://gdansk.dominikanie.pl/
- +48 58 301 35 77
Latarnia Morska Gdańsk Nowy Port
Architektonische Highlights © Glow Images
Insider-Tipp Pinnwand-Souvenir
Immer noch gilt der 1893 nach dem Vorbild des Hafenfeuers von Cleveland (USA) erbaute Leuchtturm Neufahrwasser als einer der schönsten an der Ostsee. Bis 1985 lotsten die Blinks des achteckigen Turms die Schiffe gegenüber der Westerplatte in das Hauptfahrwasser. Dann stand er lange leer und verfiel – bis ein Danziger Unternehmer ihn kaufte, renovierte und 2004 für Besucher öffnete. Vom Lichthaus in 27 m Höhe fliegt der Blick weit hinaus auf die Ostsee und hinüber zur Westerplatte. Wegen seiner Nähe zum polnischen Munitionsdepot hat der Leuchtturm Neufahrwasser zeitgeschichtlich eine Rolle gespielt Unter anderem von hier aus wurde am 1.September 1939 auf die Westerplatte geschossen. Der Angriff markiert den Beginn des Zweiten Weltkriegs. Ein Kuriosum ist der hier installierte Zeitball, der viermal täglich von der Leuchtturmspitze in die Tiefe fällt – früher diente er Kapitänen zum exakten Ausrichten ihrer Navigationsinstrumente. Auf Neufahrwasser kann man sich auch einen Leuchtturmpass ausstellen lassen – und in diesem dann jeden weiteren Besuch eines Leuchtturms an der polnischen Ostseeküste abstempeln lassen.
- Ulica Przemysłowa 6a, 80-542 Gdańsk
- http://www.latarnia.gda.pl/
© Glow Images
Insider-Tipp Pinnwand-Souvenir
Immer noch gilt der 1893 nach dem Vorbild des Hafenfeuers von Cleveland (USA) erbaute Leuchtturm Neufahrwasser als einer der schönsten an der Ostsee. Bis 1985 lotsten die Blinks des achteckigen Turms die Schiffe gegenüber der Westerplatte in das Hauptfahrwasser. Dann stand er lange leer und verfiel – bis ein Danziger Unternehmer ihn kaufte, renovierte und 2004 für Besucher öffnete. Vom Lichthaus in 27 m Höhe fliegt der Blick weit hinaus auf die Ostsee und hinüber zur Westerplatte. Wegen seiner Nähe zum polnischen Munitionsdepot hat der Leuchtturm Neufahrwasser zeitgeschichtlich eine Rolle gespielt Unter anderem von hier aus wurde am 1.September 1939 auf die Westerplatte geschossen. Der Angriff markiert den Beginn des Zweiten Weltkriegs. Ein Kuriosum ist der hier installierte Zeitball, der viermal täglich von der Leuchtturmspitze in die Tiefe fällt – früher diente er Kapitänen zum exakten Ausrichten ihrer Navigationsinstrumente. Auf Neufahrwasser kann man sich auch einen Leuchtturmpass ausstellen lassen – und in diesem dann jeden weiteren Besuch eines Leuchtturms an der polnischen Ostseeküste abstempeln lassen.
- Ulica Przemysłowa 6a, 80-542 Gdańsk
- http://www.latarnia.gda.pl/
Hala Targowa
Architektonische Highlights © Sopotnicki, Shutterstock
Insider-Tipp Friedhof unter Tage
„Dominikhalle“ nennen die Danziger die 1896 im neugotischen Stil erbaute Markthalle auch. Der Name erinnert an das mittelalterliche Dominikanerkloster, das hier einst stand und von dem Fundamentreste im Keller (unter Plexiglas) der Halle und die Nikolaikirche gegenüber übrig geblieben sind. Unter der breit gewölbten, von Ziertürmchen bekrönten Dachkonstruktion wurde schon immer mit allem gehandelt, was man zum täglichen Leben so braucht. Seit nach Sanierung ein Einkaufszentrum einzog, hat die Markthalle etwas von ihrem ursprünglichen Charakter verloren. Die einst basarhafte Atmosphäre lebt am ehesten noch ringsum auf der Straße, wo Händler und Rentner an ihren Ständen je nach Jahreszeit Erdbeeren, Blumen, Pilze und Honig feilbieten. Viele vor allem alte Leute, machen das nicht aus „Ökoromantik“, sondern aus Armut. Einen Blick lohnt auch der gegenüberstehende, aus Backstein errichtete Jakobsturm (Baszta Jacek), der zu den mittelalterlichen Festungsanlagen gehörte. Acht Stockwerke hoch, die bis zu 36 m hinaufreichen, hieß er auch „Kiek in de Kök”. Das heißt auf Plattdeutsch so viel wie „Guck in die Küche”. Die Wärter des Turms waren offenbar stärker daran interessiert zu sehen, was die Dominikaner so in der Küche brutzelten, als sich mit der Ausschau nach Feinden zu ermüden. Kein Wunder: Stiegen doch feine Gerüche von unten herauf, kitzelten die Nase und weckten ihren Appetit ... Nicht die Küche, aber den Speisesaal der Mönche kannst du sehen, wenn du an der Südseite der Markthalle durch einen Pavillon in den Romanischen Keller (Piwnica Romańska) hinabsteigst. Dass sich die Mönche hier wohlfühlten, kann man sich gut vorstellen: Das backsteinerne, auf Pfeilern ruhende Gewölbe des Refektoriums sorgt für ein tolles Raumgefühl! Der geheimnisvoll beleuchtete Keller, der erst 2005 bei der Restaurierung der Markthalle entdeckt wurde, zeigt aber auch Makabres: So türmen sich hinter einer Glaswand Schädel und Gebeine eines nicht mehr existierenden Friedhofs der benachbarten Nikolaikirche – vom 10.bis zum 19.Jh. wurden hier Menschen beigesetzt.
- Plac Dominikański 1, 80-844 Gdańsk
- http://www.halatargowa.pl/
- +48 58 346 31 33
- biuro@kupcydominkanscy.pl
© Sopotnicki, Shutterstock
Insider-Tipp Friedhof unter Tage
„Dominikhalle“ nennen die Danziger die 1896 im neugotischen Stil erbaute Markthalle auch. Der Name erinnert an das mittelalterliche Dominikanerkloster, das hier einst stand und von dem Fundamentreste im Keller (unter Plexiglas) der Halle und die Nikolaikirche gegenüber übrig geblieben sind. Unter der breit gewölbten, von Ziertürmchen bekrönten Dachkonstruktion wurde schon immer mit allem gehandelt, was man zum täglichen Leben so braucht. Seit nach Sanierung ein Einkaufszentrum einzog, hat die Markthalle etwas von ihrem ursprünglichen Charakter verloren. Die einst basarhafte Atmosphäre lebt am ehesten noch ringsum auf der Straße, wo Händler und Rentner an ihren Ständen je nach Jahreszeit Erdbeeren, Blumen, Pilze und Honig feilbieten. Viele vor allem alte Leute, machen das nicht aus „Ökoromantik“, sondern aus Armut. Einen Blick lohnt auch der gegenüberstehende, aus Backstein errichtete Jakobsturm (Baszta Jacek), der zu den mittelalterlichen Festungsanlagen gehörte. Acht Stockwerke hoch, die bis zu 36 m hinaufreichen, hieß er auch „Kiek in de Kök”. Das heißt auf Plattdeutsch so viel wie „Guck in die Küche”. Die Wärter des Turms waren offenbar stärker daran interessiert zu sehen, was die Dominikaner so in der Küche brutzelten, als sich mit der Ausschau nach Feinden zu ermüden. Kein Wunder: Stiegen doch feine Gerüche von unten herauf, kitzelten die Nase und weckten ihren Appetit ... Nicht die Küche, aber den Speisesaal der Mönche kannst du sehen, wenn du an der Südseite der Markthalle durch einen Pavillon in den Romanischen Keller (Piwnica Romańska) hinabsteigst. Dass sich die Mönche hier wohlfühlten, kann man sich gut vorstellen: Das backsteinerne, auf Pfeilern ruhende Gewölbe des Refektoriums sorgt für ein tolles Raumgefühl! Der geheimnisvoll beleuchtete Keller, der erst 2005 bei der Restaurierung der Markthalle entdeckt wurde, zeigt aber auch Makabres: So türmen sich hinter einer Glaswand Schädel und Gebeine eines nicht mehr existierenden Friedhofs der benachbarten Nikolaikirche – vom 10.bis zum 19.Jh. wurden hier Menschen beigesetzt.
- Plac Dominikański 1, 80-844 Gdańsk
- http://www.halatargowa.pl/
- +48 58 346 31 33
- biuro@kupcydominkanscy.pl
Kościół św. Trójcy
Architektonische HighlightsInsider-Tipp Zuckerbäcker aus dem Mittelalter
Zum Franziskanerkloster gehörte auch die Dreifaltigkeits- oder Trinitatiskirche, zweitgrößtes Gotteshaus von Danzig und ein schönes Beispiel der Backsteingotik. Die dreischiffige Hallenkirche wurde 1420–1514 erbaut. Wirf einen Blick auf die Westfassade mit ihrer filigranen, anmutigen Giebelgruppe – steinerne Klöppelspitze, durch die der Wind pfeift. Und stell dir vor, wie die Steinmetze im 15.Jh. in schwindelerregender Höhe herumturnten ...
- Ulica Sw. Trojcy 4, 80-822 Gdańsk
- http://www.gdansk.franciszkanie.pl/
- +48 58 552 47 65
Insider-Tipp Zuckerbäcker aus dem Mittelalter
Zum Franziskanerkloster gehörte auch die Dreifaltigkeits- oder Trinitatiskirche, zweitgrößtes Gotteshaus von Danzig und ein schönes Beispiel der Backsteingotik. Die dreischiffige Hallenkirche wurde 1420–1514 erbaut. Wirf einen Blick auf die Westfassade mit ihrer filigranen, anmutigen Giebelgruppe – steinerne Klöppelspitze, durch die der Wind pfeift. Und stell dir vor, wie die Steinmetze im 15.Jh. in schwindelerregender Höhe herumturnten ...
- Ulica Sw. Trojcy 4, 80-822 Gdańsk
- http://www.gdansk.franciszkanie.pl/
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Kościół św. Katarzyny
Architektonische Highlights © Voyagerix, Shutterstock
Insider-Tipp Sterne als Taktgeber
Von außen macht sie nicht viel her, aber innen! Neben der rechtstädtischen Nikolaikirche ist St. Katharina Danzigs ältestes Gotteshaus (1185). Die kostbare Ausstattung der dreischiffigen Hallenkirche überstand den Krieg, sie war rechtzeitig ausgelagert worden. Doch 2006 brach ein Feuer in der Kirche aus. Der Großbrand vernichtete vieles, unter anderem den Hochaltar. Seither wird die Katharinenkirche restauriert, ist aber für Besucher geöffnet und überrascht mit Porträts von Kaufleuten, reichen Schnitzarbeiten und einem herrlichen Gewölbe. Im Chor liegt unter einem Epitaph aus schwarzem Marmor der Astronom Johannes Hevelius begraben. Zu seinem 400.Geburtstag (2011) wurde im Turmhelm der Kirche die weltweit erste Uhr aufgestellt, die auf Pulsartechnologie beruht, d. h. ultragenaue Zeitmessung mittels 5000 bis 10 000 Lichtjahre entfernter Sterne und ihrer elektromagnetischen Strahlung. Das hätte Hevelius, der seinen Blick stets gen Himmel richtete, sicher außerordentlich gefreut! Die Uhr ist Teil des Danziger Wissenschaftsmuseums (Muzeum Nauki Gdańskiej), das anhand von Uhren des 14.bis 21.Jhs. zeigt, wie der Mensch seine Zeit immer präziser vermessen hat. Doch damit nicht genug: Im Turm ist noch Platz für ein Carillon aus 50 Glocken – die größte, „Katharina“, ist 2875 kg schwer –, die zu jeder vollen Stunde die „Ode an die Freude“ aus Beethovens 9.Sinfonie spielen. Vom Balkon des Turmhelms, 50 m über der Straße, kannst du bis zur Halbinsel Hel blicken!
- Ulica Profesorska 3, 80-856 Gdańsk
- http://www.gdansk.karmelici.pl/
© Voyagerix, Shutterstock
Insider-Tipp Sterne als Taktgeber
Von außen macht sie nicht viel her, aber innen! Neben der rechtstädtischen Nikolaikirche ist St. Katharina Danzigs ältestes Gotteshaus (1185). Die kostbare Ausstattung der dreischiffigen Hallenkirche überstand den Krieg, sie war rechtzeitig ausgelagert worden. Doch 2006 brach ein Feuer in der Kirche aus. Der Großbrand vernichtete vieles, unter anderem den Hochaltar. Seither wird die Katharinenkirche restauriert, ist aber für Besucher geöffnet und überrascht mit Porträts von Kaufleuten, reichen Schnitzarbeiten und einem herrlichen Gewölbe. Im Chor liegt unter einem Epitaph aus schwarzem Marmor der Astronom Johannes Hevelius begraben. Zu seinem 400.Geburtstag (2011) wurde im Turmhelm der Kirche die weltweit erste Uhr aufgestellt, die auf Pulsartechnologie beruht, d. h. ultragenaue Zeitmessung mittels 5000 bis 10 000 Lichtjahre entfernter Sterne und ihrer elektromagnetischen Strahlung. Das hätte Hevelius, der seinen Blick stets gen Himmel richtete, sicher außerordentlich gefreut! Die Uhr ist Teil des Danziger Wissenschaftsmuseums (Muzeum Nauki Gdańskiej), das anhand von Uhren des 14.bis 21.Jhs. zeigt, wie der Mensch seine Zeit immer präziser vermessen hat. Doch damit nicht genug: Im Turm ist noch Platz für ein Carillon aus 50 Glocken – die größte, „Katharina“, ist 2875 kg schwer –, die zu jeder vollen Stunde die „Ode an die Freude“ aus Beethovens 9.Sinfonie spielen. Vom Balkon des Turmhelms, 50 m über der Straße, kannst du bis zur Halbinsel Hel blicken!
- Ulica Profesorska 3, 80-856 Gdańsk
- http://www.gdansk.karmelici.pl/
Kościoł św. Jana
Architektonische Highlights © MAIRDUMONT
Insider-Tipp Kirche goes Kunst
Die spätgotische Johanneskirche, erbaut im 14.Jh. nahe dem gleichnamigen Stadttor (Brama Świętojańska), führte viele Jahre ein Schattendasein. Im Krieg schwer zerstört, blieb von der einst kostbaren Ausstattung nur der 12 m hohe Renaissance-Altar erhalten. Die Kirche wurde in den vergangenen Jahren schrittweise saniert – was wegen des sumpfigen Untergrunds kein leichtes Unterfangen war. Inzwischen macht das fast leere Gotteshaus wieder von sich reden – vor allem mit spannenden Kunstausstellungen und Konzerten, die hier organisiert werden.
- Ulica Świętojańska 50, Gdańsk
- http://www.nck.org.pl/
- +48 58 326 10 10
© MAIRDUMONT
Insider-Tipp Kirche goes Kunst
Die spätgotische Johanneskirche, erbaut im 14.Jh. nahe dem gleichnamigen Stadttor (Brama Świętojańska), führte viele Jahre ein Schattendasein. Im Krieg schwer zerstört, blieb von der einst kostbaren Ausstattung nur der 12 m hohe Renaissance-Altar erhalten. Die Kirche wurde in den vergangenen Jahren schrittweise saniert – was wegen des sumpfigen Untergrunds kein leichtes Unterfangen war. Inzwischen macht das fast leere Gotteshaus wieder von sich reden – vor allem mit spannenden Kunstausstellungen und Konzerten, die hier organisiert werden.
- Ulica Świętojańska 50, Gdańsk
- http://www.nck.org.pl/
- +48 58 326 10 10
Katownia
Architektonische Highlights © Tupungato, Shutterstock
Insider-Tipp Das erste Panorama!
Hinter dem Goldenen und dem Hohen Tor, den Triumphportalen am Eingang zur Rechtstadt, ragt dunkel backsteinrot der gotische Stockturm und die mit ihm verbundene Peinkammer mit ihren finsteren Zellen auf. Sehr viel freundlicher geht es heute im Stockturm zu. Hier zeigt das Danziger Aufbaumuseum, wie es den polnischen Restaurateuren gelang, auf den Ruinen des Zweiten Weltkriegs eine nagelneue alte Stadt zu errichten. Und vom Turm bietet sich ein schöner Blick Richtung Rechtstadt!
- Ulica Targ Węglowy, 80-836 Gdańsk
- http://www.muzeumgdansk.pl/
- +48 58 573 31 28
© Tupungato, Shutterstock
Insider-Tipp Das erste Panorama!
Hinter dem Goldenen und dem Hohen Tor, den Triumphportalen am Eingang zur Rechtstadt, ragt dunkel backsteinrot der gotische Stockturm und die mit ihm verbundene Peinkammer mit ihren finsteren Zellen auf. Sehr viel freundlicher geht es heute im Stockturm zu. Hier zeigt das Danziger Aufbaumuseum, wie es den polnischen Restaurateuren gelang, auf den Ruinen des Zweiten Weltkriegs eine nagelneue alte Stadt zu errichten. Und vom Turm bietet sich ein schöner Blick Richtung Rechtstadt!
- Ulica Targ Węglowy, 80-836 Gdańsk
- http://www.muzeumgdansk.pl/
- +48 58 573 31 28
Dwór Artusa
Architektonische Highlights © Cezary Wojtkowski, Shutterstock
Insider-Tipp Suchspiel: Wo ist der Po?
Hier tagte, tafelte und zechte einst die mächtige Gilde der Hansekaufleute, hielt Versammlungen und ihre berüchtigten Biergelage ab. Mit seiner weißen Fassade und den drei markanten hohen Fenstern ragt der Palast der Kaufmannszunft aus den Giebelzeilen des Langen Markts heraus – es ist das größte und schönste Haus des Platzes. Die Geschichte des Artushofs reicht bis in die Zeit um 1350 zurück. Sein heutiges Aussehen bekam er aber erst 1617, als der flämische Architekt Abraham van den Blocke die Fassade im Stil des Manierismus umgestaltete. Die Renaissance zeigt sich jedoch noch: Antike Statuen zieren die Fensterfront, das Dach wird gekrönt von Fortuna, der Göttin des Glücks, und neben dem Haupteingang grüßt Merkur, Schutzpatron der reisenden Kaufleute. Die Medaillons über dem Sandsteinportal erinnern an die polnischen Könige Sigismund III. Wasa und seinen Nachfolger Władyslaw IV. Im Lauf der Jahrhunderte musste der Prachtbau manchen Herren dienen, war Domizil diverser Geheimbünde und Bruderschaften, war auch Börse. Heute finden in seinem riesigen gewölbten Saal, dem schönsten von Danzig, Festivals und Feste statt. Günter Grass erhielt hier die Ehrenbürgerwürde. Prunkstück des Saals ist der 11 m hohe Kachelofen, errichtet 1545.Jede der 520 Kacheln ist ein Original, handbemalt mit Wappen, Porträts und allegorischen Motiven. Auf Augenhöhe entdeckst du einen Mann, der dir selbstgefällig sein Hinterteil präsentiert: Früher wurden Gäste aufgefordert, den Umfang des Ofens umarmend zu schätzen, wobei ihre Lippen unweigerlich den Allerwertesten des Schelms berührten und damit Gelächter provozierten ... An den Artushof grenzt das historische Schöffenhaus, die sogenannte Danziger Diele. Hier tagte einst das Gericht der Freien Stadt. Heute gewährt das meisterlich restaurierte Innere einen Einblick in das Leben reicher Patrizier von einst. Und auf dem Langen Markt vor dem Artushof sprudelt eins der Wahrzeichen Danzigs: der 1633 vollendete Neptunbrunnen (Fontanna Neptuna), geschaffen nach einem Entwurf von Abraham van den Blocke. Hünenhaft reckt der bronzene Meeresgott seinen Dreizack. So sahen sie sich wohl auch ganz gern, die alten Danziger Kaufleute: Der Brunnen sollte das Selbstverständnis der Freien Stadt als Beherrscherin der Ostsee symbolisieren.
- Długi Targ 43/44, Gdańsk
- http://muzeumgdansk.pl/
© Cezary Wojtkowski, Shutterstock
Insider-Tipp Suchspiel: Wo ist der Po?
Hier tagte, tafelte und zechte einst die mächtige Gilde der Hansekaufleute, hielt Versammlungen und ihre berüchtigten Biergelage ab. Mit seiner weißen Fassade und den drei markanten hohen Fenstern ragt der Palast der Kaufmannszunft aus den Giebelzeilen des Langen Markts heraus – es ist das größte und schönste Haus des Platzes. Die Geschichte des Artushofs reicht bis in die Zeit um 1350 zurück. Sein heutiges Aussehen bekam er aber erst 1617, als der flämische Architekt Abraham van den Blocke die Fassade im Stil des Manierismus umgestaltete. Die Renaissance zeigt sich jedoch noch: Antike Statuen zieren die Fensterfront, das Dach wird gekrönt von Fortuna, der Göttin des Glücks, und neben dem Haupteingang grüßt Merkur, Schutzpatron der reisenden Kaufleute. Die Medaillons über dem Sandsteinportal erinnern an die polnischen Könige Sigismund III. Wasa und seinen Nachfolger Władyslaw IV. Im Lauf der Jahrhunderte musste der Prachtbau manchen Herren dienen, war Domizil diverser Geheimbünde und Bruderschaften, war auch Börse. Heute finden in seinem riesigen gewölbten Saal, dem schönsten von Danzig, Festivals und Feste statt. Günter Grass erhielt hier die Ehrenbürgerwürde. Prunkstück des Saals ist der 11 m hohe Kachelofen, errichtet 1545.Jede der 520 Kacheln ist ein Original, handbemalt mit Wappen, Porträts und allegorischen Motiven. Auf Augenhöhe entdeckst du einen Mann, der dir selbstgefällig sein Hinterteil präsentiert: Früher wurden Gäste aufgefordert, den Umfang des Ofens umarmend zu schätzen, wobei ihre Lippen unweigerlich den Allerwertesten des Schelms berührten und damit Gelächter provozierten ... An den Artushof grenzt das historische Schöffenhaus, die sogenannte Danziger Diele. Hier tagte einst das Gericht der Freien Stadt. Heute gewährt das meisterlich restaurierte Innere einen Einblick in das Leben reicher Patrizier von einst. Und auf dem Langen Markt vor dem Artushof sprudelt eins der Wahrzeichen Danzigs: der 1633 vollendete Neptunbrunnen (Fontanna Neptuna), geschaffen nach einem Entwurf von Abraham van den Blocke. Hünenhaft reckt der bronzene Meeresgott seinen Dreizack. So sahen sie sich wohl auch ganz gern, die alten Danziger Kaufleute: Der Brunnen sollte das Selbstverständnis der Freien Stadt als Beherrscherin der Ostsee symbolisieren.
- Długi Targ 43/44, Gdańsk
- http://muzeumgdansk.pl/