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Mittelböhmen Top Sehenswürdigkeiten


























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Karlův most
Touristenattraktionen © MAIRDUMONT
Auf der 10 m breiten und 520 m langen Brücke buhlen heute ukrainische Karikaturisten, tschechische Puppenspieler und amerikanische Gitarristen um die Aufmerksamkeit der Passanten. 400 Jahre lang war die auf 16 Pfeilern ruhende gotische Karlsbrücke die einzige Verbindung zwischen Altstadt und Kleinseite. Kaiser Karl IV. ließ sie 1357 unter der Aufsicht von Peter Parler bauen - mit blanker Brüstung: Erst zwischen 1657 und 1714 kamen die meisten der heute kaum wegzudenkenden Figuren hinzu. Die bekannteste Statue dürfte der heilige Nepomuk sein (von der Altstadtseite die achte Figur rechts, sie war 1683 eine der ersten auf der Brücke). Der Brückenheilige schützt auch in der böhmischen Provinz, in Schlesien, entlang der Elbe und in Bayern vor Hochwasser und Schiffsunglücken. Das Handauflegen am Relief im Pfeiler soll Glück bringen - die blank geriebene Stelle macht klar, wie viele Besucher das glauben. Zwischen dem sechsten und siebten Pfeiler rechts markiert ein Kreuz in der Brüstung den Ort, an dem der Priester Johannes Nepomuk vor 600 Jahren von den Schergen des Königs Wenzel IV. in den Fluss gestürzt wurde. Er hatte sich trotz Folter an das Beichtgeheimnis gehalten. Die erste Figurengruppe der Karlsbrücke war 1657 übrigens die Kreuzigungsszene (dritte Statue rechts), die bisher letzte das Heiligenduo Kyrillios und Methodios (1938, fünfte Statue rechts).
- Karlův most, 110 00 Praha
- http://prague.eu/
© MAIRDUMONT
Auf der 10 m breiten und 520 m langen Brücke buhlen heute ukrainische Karikaturisten, tschechische Puppenspieler und amerikanische Gitarristen um die Aufmerksamkeit der Passanten. 400 Jahre lang war die auf 16 Pfeilern ruhende gotische Karlsbrücke die einzige Verbindung zwischen Altstadt und Kleinseite. Kaiser Karl IV. ließ sie 1357 unter der Aufsicht von Peter Parler bauen - mit blanker Brüstung: Erst zwischen 1657 und 1714 kamen die meisten der heute kaum wegzudenkenden Figuren hinzu. Die bekannteste Statue dürfte der heilige Nepomuk sein (von der Altstadtseite die achte Figur rechts, sie war 1683 eine der ersten auf der Brücke). Der Brückenheilige schützt auch in der böhmischen Provinz, in Schlesien, entlang der Elbe und in Bayern vor Hochwasser und Schiffsunglücken. Das Handauflegen am Relief im Pfeiler soll Glück bringen - die blank geriebene Stelle macht klar, wie viele Besucher das glauben. Zwischen dem sechsten und siebten Pfeiler rechts markiert ein Kreuz in der Brüstung den Ort, an dem der Priester Johannes Nepomuk vor 600 Jahren von den Schergen des Königs Wenzel IV. in den Fluss gestürzt wurde. Er hatte sich trotz Folter an das Beichtgeheimnis gehalten. Die erste Figurengruppe der Karlsbrücke war 1657 übrigens die Kreuzigungsszene (dritte Statue rechts), die bisher letzte das Heiligenduo Kyrillios und Methodios (1938, fünfte Statue rechts).
- Karlův most, 110 00 Praha
- http://prague.eu/
Staroměstské náměstí
Touristenattraktionen © MAIRDUMONT
Insider-Tipp Für ein Trinkgeld durch Prag
Prags ältester Platz ist seit dem 12.Jh. der Dreh- und Angelpunkt der Stadt. Mit seinem Rahmen aus prachtvollen Palais von Gotik bis Jugendstil ist er der ideale Ort zum Schauen, Genießen und Flanieren, Treffpunkt von Touristen und Tagedieben. Tafeln erinnern an Berühmtheiten, die hier wohnten oder verkehrten – u. a. Franz Kafka, Albert Einstein und Bedřich Smetana. Heute finden auf dem Ring nur noch Weihnachts- und Ostermärkte statt, früher war er der zentrale Handelsplatz der Stadt. Auswärtige Kaufleute mussten zuvor hinter der Teynkirche einen Zoll bezahlen, das Ungelt – und so heißt der versteckte Teynhof auch heute noch. Schauplatz eines dramatischen Ereignisses war der Altstädter Ring im Jahr 1621.Nachdem die böhmischen Stände die Schlacht am Weißen Berg verloren hatten, ließen die siegreichen katholischen Habsburger hier 27 protestantische Adelige und Standesherren hinrichten. Vor dem Rathausturm ins Pflaster eingelassene Kreuze erinnern an die Getöteten. Eine späte Antwort darauf und ein nationale Absage an den Katholizismus ist in der Platzmitte die monumentale Statue des Reformators Jan Hus von Ladislav Šaloun (1915). Meist auf dem Altstädter Ring starten auch Gratisstadtführungen verschiedener Anbieter. Die Führer sind oft Expats oder Studenten. Finanziert werden die Touren allein über Trinkgelder.
- Staroměstské náměstí, 110 00 Praha
- http://prague.eu/
© MAIRDUMONT
Insider-Tipp Für ein Trinkgeld durch Prag
Prags ältester Platz ist seit dem 12.Jh. der Dreh- und Angelpunkt der Stadt. Mit seinem Rahmen aus prachtvollen Palais von Gotik bis Jugendstil ist er der ideale Ort zum Schauen, Genießen und Flanieren, Treffpunkt von Touristen und Tagedieben. Tafeln erinnern an Berühmtheiten, die hier wohnten oder verkehrten – u. a. Franz Kafka, Albert Einstein und Bedřich Smetana. Heute finden auf dem Ring nur noch Weihnachts- und Ostermärkte statt, früher war er der zentrale Handelsplatz der Stadt. Auswärtige Kaufleute mussten zuvor hinter der Teynkirche einen Zoll bezahlen, das Ungelt – und so heißt der versteckte Teynhof auch heute noch. Schauplatz eines dramatischen Ereignisses war der Altstädter Ring im Jahr 1621.Nachdem die böhmischen Stände die Schlacht am Weißen Berg verloren hatten, ließen die siegreichen katholischen Habsburger hier 27 protestantische Adelige und Standesherren hinrichten. Vor dem Rathausturm ins Pflaster eingelassene Kreuze erinnern an die Getöteten. Eine späte Antwort darauf und ein nationale Absage an den Katholizismus ist in der Platzmitte die monumentale Statue des Reformators Jan Hus von Ladislav Šaloun (1915). Meist auf dem Altstädter Ring starten auch Gratisstadtführungen verschiedener Anbieter. Die Führer sind oft Expats oder Studenten. Finanziert werden die Touren allein über Trinkgelder.
- Staroměstské náměstí, 110 00 Praha
- http://prague.eu/
Starý Židovský hřbitov
Touristenattraktionen © MAIRDUMONT
Was wie kunstvoll arrangiert aussieht, entstand aus purer Platznot: Weil auf einem jüdischen Friedhof Gräber nicht nach einer bestimmten Zeit "aufgehoben" werden dürfen, musste hier Jh.elang neue Erde aufgeschüttet werden. Als Ergebnis liegen die Toten hier in bis zu neun Schichten übereinander, und die kunstvollen Grabsteine stehen dicht an dicht. Das bekannteste Grab des Friedhofs gehört dem 1609 gestorbenen Schöpfer des legendären Golems, Jehuda Liwa ben Bezallel, genannt Rabbi Löw. Das letzte Begräbnis fand hier nachweislich im Mai 1787 statt, aber wann das erste der schätzungsweise 200.000 Gräber errichtet wurde, weiß niemand so genau. Der älteste der 12.000 Steine stammt jedenfalls aus dem Jahr 1439.Übrigens: Wer das Grab von Franz Kafka sucht, wird es hier nicht finden - der Schriftsteller liegt auf dem neuen jüdischen Friedhof.
- Široká 3, 110 00 Praha
- http://www.jewishmuseum.cz/
- +420 800 222 558
© MAIRDUMONT
Was wie kunstvoll arrangiert aussieht, entstand aus purer Platznot: Weil auf einem jüdischen Friedhof Gräber nicht nach einer bestimmten Zeit "aufgehoben" werden dürfen, musste hier Jh.elang neue Erde aufgeschüttet werden. Als Ergebnis liegen die Toten hier in bis zu neun Schichten übereinander, und die kunstvollen Grabsteine stehen dicht an dicht. Das bekannteste Grab des Friedhofs gehört dem 1609 gestorbenen Schöpfer des legendären Golems, Jehuda Liwa ben Bezallel, genannt Rabbi Löw. Das letzte Begräbnis fand hier nachweislich im Mai 1787 statt, aber wann das erste der schätzungsweise 200.000 Gräber errichtet wurde, weiß niemand so genau. Der älteste der 12.000 Steine stammt jedenfalls aus dem Jahr 1439.Übrigens: Wer das Grab von Franz Kafka sucht, wird es hier nicht finden - der Schriftsteller liegt auf dem neuen jüdischen Friedhof.
- Široká 3, 110 00 Praha
- http://www.jewishmuseum.cz/
- +420 800 222 558
Zlatá ulička
Touristenattraktionen © MAIRDUMONT
Insider-Tipp Ohne Gold ins Gässchen
Das Touristenamt hat in der schmalen Furt an manchen Tagen mehr Besucher gezählt als auf der Karlsbrücke. Um den Touristenstrom zu drosseln, wird zur Hauptöffnungszeit Eintritt kassiert. Wer nach 16 Uhr (Nov.–März) bzw. 17 Uhr (April–Okt.) kommt, kann die Atmosphäre in Prags berühmtestem Gässchen bis zur Schließung des Burgareals (22 Uhr) nicht nur umsonst, sondern auch ohne Gedränge erleben. Häuschen und Shops haben dann allerdings geschlossen. Das einzige Gold, das hier je hergestellt wurde, waren wohl die Erzählungen von Franz Kafka. Er lebte 1916 für einige Monate in der viel besuchten Nr. 22.Alchemisten dagegen wohnten nie in den kleinen Häuschen aus dem 16.Jh. – auch wenn die Legende erzählt, dass sie hier von Rudolf II. angesiedelt wurden, um künstliches Gold herzustellen. Tatsächlich waren hier Burgwächter und arme Handwerker einquartiert.
- Zlatá ulička, 119 08 Praha
- http://www.hrad.cz/
- +420 224 372 423
© MAIRDUMONT
Insider-Tipp Ohne Gold ins Gässchen
Das Touristenamt hat in der schmalen Furt an manchen Tagen mehr Besucher gezählt als auf der Karlsbrücke. Um den Touristenstrom zu drosseln, wird zur Hauptöffnungszeit Eintritt kassiert. Wer nach 16 Uhr (Nov.–März) bzw. 17 Uhr (April–Okt.) kommt, kann die Atmosphäre in Prags berühmtestem Gässchen bis zur Schließung des Burgareals (22 Uhr) nicht nur umsonst, sondern auch ohne Gedränge erleben. Häuschen und Shops haben dann allerdings geschlossen. Das einzige Gold, das hier je hergestellt wurde, waren wohl die Erzählungen von Franz Kafka. Er lebte 1916 für einige Monate in der viel besuchten Nr. 22.Alchemisten dagegen wohnten nie in den kleinen Häuschen aus dem 16.Jh. – auch wenn die Legende erzählt, dass sie hier von Rudolf II. angesiedelt wurden, um künstliches Gold herzustellen. Tatsächlich waren hier Burgwächter und arme Handwerker einquartiert.
- Zlatá ulička, 119 08 Praha
- http://www.hrad.cz/
- +420 224 372 423
Nový Svět
Touristenattraktionen © MAIRDUMONT
Ganz in der Nähe des Loreto-Heiligtums befindet sich dieses pittoreske Viertel aus dem 16.Jh. Das heutige Aussehen der Häuschen, in denen viele Maler ihre Ateliers haben, stammt aus dem 18.Jh. In der Goldenen Birne (Nr. 3) kehrten vor Jahrzehnten die einfachen Leute ein, heute ist das Restaurant etwas für gehobene Ansprüche. In der Nr. 1 wohnte um 1600 der dänische Astronom Tycho Brahe, der am Hof von Kaiser Rudolf II. angestellt war. Und für Insider: In der Neuen Welt befand sich in den 1960er-Jahren auch das kreative Hauptquartier von "Pan-Tau"-Regisseur Jindřich Polák.
- Nový Svět, Praha
© MAIRDUMONT
Ganz in der Nähe des Loreto-Heiligtums befindet sich dieses pittoreske Viertel aus dem 16.Jh. Das heutige Aussehen der Häuschen, in denen viele Maler ihre Ateliers haben, stammt aus dem 18.Jh. In der Goldenen Birne (Nr. 3) kehrten vor Jahrzehnten die einfachen Leute ein, heute ist das Restaurant etwas für gehobene Ansprüche. In der Nr. 1 wohnte um 1600 der dänische Astronom Tycho Brahe, der am Hof von Kaiser Rudolf II. angestellt war. Und für Insider: In der Neuen Welt befand sich in den 1960er-Jahren auch das kreative Hauptquartier von "Pan-Tau"-Regisseur Jindřich Polák.
- Nový Svět, Praha
Staronová synagoga
Architektonische Highlights © YRABOTA, Shutterstock
Die Altneusynagoge wurde um 1275 errichtet und ist die älteste erhaltene Synagoge Europas. In der zweischiffigen Halle beeindruckt vor allem die präzise Steinmetzarbeit, zum Beispiel am Eingangsportal mit seinen fein ziselierten Ornamenten. Der Legende nach haben Engel nach der Zerstörung Jerusalems Teile von Salomons Tempel hierher getragen. Auch der tönerne Golem des Rabbi Löw war hier zu Hause: Seine lehmigen Reste werden der Sage nach auf dem Dachboden aufbewahrt. Die gewaltige Fahne im Gewölbe schenkte Kaiser Ferdinand III. den Juden für ihren tapferen Kampf gegen die Schweden 1648.
- Maiselova 18, 110 01 Praha
- http://www.synagogue.cz/
- +420 224 800 812
- sekretariat@kehilaprag.cz
© YRABOTA, Shutterstock
Die Altneusynagoge wurde um 1275 errichtet und ist die älteste erhaltene Synagoge Europas. In der zweischiffigen Halle beeindruckt vor allem die präzise Steinmetzarbeit, zum Beispiel am Eingangsportal mit seinen fein ziselierten Ornamenten. Der Legende nach haben Engel nach der Zerstörung Jerusalems Teile von Salomons Tempel hierher getragen. Auch der tönerne Golem des Rabbi Löw war hier zu Hause: Seine lehmigen Reste werden der Sage nach auf dem Dachboden aufbewahrt. Die gewaltige Fahne im Gewölbe schenkte Kaiser Ferdinand III. den Juden für ihren tapferen Kampf gegen die Schweden 1648.
- Maiselova 18, 110 01 Praha
- http://www.synagogue.cz/
- +420 224 800 812
- sekretariat@kehilaprag.cz
Chrám sv. Barbory (St.-Barbara-Kathedrale)
Architektonische Highlights © Rainer Martini, DuMont Reisebildportal
Ein steinernes Statussymbol wollten die Bürger errichten, eine Kathedrale, gegen die selbst der Prager Veitsdom wie eine Kapelle aussehen würde. Sie engagierten den Baumeister Peter Parler - und obwohl ihnen das Geld ausging, wurde der im 15.Jh. errichtete spätgotische Bau atemberaubend, sowohl was seine Dimension als auch seine Ausschmückung anbelangt.
- Barborská, 284 01 Kutná Hora
- http://chramsvatebarbory.cz/
- +420 327 515 796
© Rainer Martini, DuMont Reisebildportal
Ein steinernes Statussymbol wollten die Bürger errichten, eine Kathedrale, gegen die selbst der Prager Veitsdom wie eine Kapelle aussehen würde. Sie engagierten den Baumeister Peter Parler - und obwohl ihnen das Geld ausging, wurde der im 15.Jh. errichtete spätgotische Bau atemberaubend, sowohl was seine Dimension als auch seine Ausschmückung anbelangt.
- Barborská, 284 01 Kutná Hora
- http://chramsvatebarbory.cz/
- +420 327 515 796
Petřín
Landschaftliche Highlights © David Ionut, Shutterstock
Der Petrin-Hügel mit seinen Obstwiesen und seiner weiten Aussicht gehört zu den Lieblingsorten der Prager. Von der Tramstation Hellichova führt eine Standseilbahn nach oben zum Aussichtsturm von 1891, für den sichtbar der Eiffeltum Modell stand. Gleich nebenan kann man im historischen Spiegellabyrinth (Bludiště) die Sonntagsfreuden der Urgroßeltern nacherleben.
- Petřínské sady, 11800 Praha
© David Ionut, Shutterstock
Der Petrin-Hügel mit seinen Obstwiesen und seiner weiten Aussicht gehört zu den Lieblingsorten der Prager. Von der Tramstation Hellichova führt eine Standseilbahn nach oben zum Aussichtsturm von 1891, für den sichtbar der Eiffeltum Modell stand. Gleich nebenan kann man im historischen Spiegellabyrinth (Bludiště) die Sonntagsfreuden der Urgroßeltern nacherleben.
- Petřínské sady, 11800 Praha
Kampa
Landschaftliche Highlights © MAIRDUMONT
Die anmutige Halbinsel ist ein beliebter Ort für Spaziergänge. Von der Kleinseite trennt sie fast über die ganze Länge ein künstlicher Moldauarm, der Teufelsbach Čertovka. Er diente den lokalen Mühlen Jh.elang als Antrieb. Am nördlichen Ende des Bachs ragt das Prager Venedig (Pražské Benátky) hervor, eine Gruppe alter Häuser. Ursprünglich befanden sich auf der Kampa nur Parkanlagen, dann kamen immer mehr Mühlen hinzu. Die erste war im 13.Jh. die Sova-Mühle (Sovovy mlýny), die 2003 als Museum wiedereröffnet wurde. Die Bürgerhäuser auf der Kampa entstanden erst im 16.Jh.
- Praha
© MAIRDUMONT
Die anmutige Halbinsel ist ein beliebter Ort für Spaziergänge. Von der Kleinseite trennt sie fast über die ganze Länge ein künstlicher Moldauarm, der Teufelsbach Čertovka. Er diente den lokalen Mühlen Jh.elang als Antrieb. Am nördlichen Ende des Bachs ragt das Prager Venedig (Pražské Benátky) hervor, eine Gruppe alter Häuser. Ursprünglich befanden sich auf der Kampa nur Parkanlagen, dann kamen immer mehr Mühlen hinzu. Die erste war im 13.Jh. die Sova-Mühle (Sovovy mlýny), die 2003 als Museum wiedereröffnet wurde. Die Bürgerhäuser auf der Kampa entstanden erst im 16.Jh.
- Praha
Václavské náměstí
Touristenattraktionen © MAIRDUMONT
Ein Boulevard der Eiligen, der Schlendernden, der Verliebten, der Erlebnishungrigen, der Taschen- und der Tagediebe: Das ist der Wenzelsplatz heute. Er beherbergt zwei Metrostationen, zehn Wechselstuben, zahlreiche Büros, Geschäfte und Restaurants, dabei hatte ihn Karl IV. 1348 lediglich als Rossmarkt vor den Toren der Altstadt gegründet. 500 Jahre später unterlagen die Böhmen hier in einem Streit den Habsburgern. Zum Trotz gaben sie dem 750 m langen und 60 m breiten Ort den Namen des Landespatrons Wenzel. Er steht als Bronzedenkmal am oberen Ende des Platzes, vor dem gewaltigen Gebäude des Nationalmuseums. Flankenschutz geben der Wenzel-Statue die Statuen der Landesheiligen Agnes, Ludmila, Prokop und Adalbert.
- Václavské náměstí, 120 00 Praha
© MAIRDUMONT
Ein Boulevard der Eiligen, der Schlendernden, der Verliebten, der Erlebnishungrigen, der Taschen- und der Tagediebe: Das ist der Wenzelsplatz heute. Er beherbergt zwei Metrostationen, zehn Wechselstuben, zahlreiche Büros, Geschäfte und Restaurants, dabei hatte ihn Karl IV. 1348 lediglich als Rossmarkt vor den Toren der Altstadt gegründet. 500 Jahre später unterlagen die Böhmen hier in einem Streit den Habsburgern. Zum Trotz gaben sie dem 750 m langen und 60 m breiten Ort den Namen des Landespatrons Wenzel. Er steht als Bronzedenkmal am oberen Ende des Platzes, vor dem gewaltigen Gebäude des Nationalmuseums. Flankenschutz geben der Wenzel-Statue die Statuen der Landesheiligen Agnes, Ludmila, Prokop und Adalbert.
- Václavské náměstí, 120 00 Praha
Laterna magika
Architektonische Highlights © MAIRDUMONT
Jahrzehntelang war in Prag gestritten worden, wie die Baulücke neben dem grandiosen Nationaltheater gefüllt werden soll. 1977 begann man mit dem Bau der Glasfassade, einem kühnen Entwurf von Karel Prager. Innen befinden sich grüne Marmorplatten aus Kuba.
- Národní třída 4, 110 00 Praha
- http://www.laterna.cz/
- +420 224 901 448
© MAIRDUMONT
Jahrzehntelang war in Prag gestritten worden, wie die Baulücke neben dem grandiosen Nationaltheater gefüllt werden soll. 1977 begann man mit dem Bau der Glasfassade, einem kühnen Entwurf von Karel Prager. Innen befinden sich grüne Marmorplatten aus Kuba.
- Národní třída 4, 110 00 Praha
- http://www.laterna.cz/
- +420 224 901 448
Rudolfinum
Architektonische Highlights © Martin Specht, DuMont Reisebildportal
© Martin Specht, DuMont Reisebildportal
Wenn das Repräsentationshaus einen Smetana-Saal hat, darf im Rudolfinum (1876-84) eine Huldigung an das zweite tschechische Musikgenie nicht fehlen. Im Haus der Künstler (wie der Neorenaissancebau mit offiziellem Beinamen heißt) führt eine eindrucksvolle Säulenhalle zum Dvořák-Konzertsaal. Am Entwurf der Architekten Josef Schulz und Josef Zítek ist außerdem die mondäne Freitreppe bemerkenswert - sie diente bereits bei zahlreichen TV-Werbespots als Hintergrund. Das nicht nach dem Kaiser, sondern dem späteren Kronprinzen Rudolf benannte Haus, das von Antonín Dvořák feierlich eröffnet worden war, beherbergte auch für kurze Zeit (1919-39) das Parlament. Interessante Wechselausstellungen finden in der Galerie statt, außerdem kulturelle Veranstaltungen.
- Alšovo nábřeží 12, Praha
- http://www.rudolfinum.cz/
- +420 227 059 227
- galerie@rudolfinum.org
© Martin Specht, DuMont Reisebildportal
© Martin Specht, DuMont Reisebildportal
Wenn das Repräsentationshaus einen Smetana-Saal hat, darf im Rudolfinum (1876-84) eine Huldigung an das zweite tschechische Musikgenie nicht fehlen. Im Haus der Künstler (wie der Neorenaissancebau mit offiziellem Beinamen heißt) führt eine eindrucksvolle Säulenhalle zum Dvořák-Konzertsaal. Am Entwurf der Architekten Josef Schulz und Josef Zítek ist außerdem die mondäne Freitreppe bemerkenswert - sie diente bereits bei zahlreichen TV-Werbespots als Hintergrund. Das nicht nach dem Kaiser, sondern dem späteren Kronprinzen Rudolf benannte Haus, das von Antonín Dvořák feierlich eröffnet worden war, beherbergte auch für kurze Zeit (1919-39) das Parlament. Interessante Wechselausstellungen finden in der Galerie statt, außerdem kulturelle Veranstaltungen.
- Alšovo nábřeží 12, Praha
- http://www.rudolfinum.cz/
- +420 227 059 227
- galerie@rudolfinum.org
Sbírka moderního umění
Museen © MAIRDUMONT
Die Sammlung der modernen Kunst ist das wichtigste Museum der Hauptstadt. Prunkstück ist die Kunstsammlung des 19.und 20.Jhs. mit 130 Gemälden und 50 Skulpturen, darunter Werke von Paul Cézanne, Marc Chagall, Paul Gauguin, Vincent van Gogh und Pablo Picasso - ein beeindruckendes Spektrum! Auf einer Ausstellungsfläche von mehr als 80.000 m2 im früheren Messepalast sind auch tschechische Meisterwerke zu sehen.
- Dukelských hrdinů 47, Praha
- http://www.ngprague.cz/
- +420 224 301 122
© MAIRDUMONT
Die Sammlung der modernen Kunst ist das wichtigste Museum der Hauptstadt. Prunkstück ist die Kunstsammlung des 19.und 20.Jhs. mit 130 Gemälden und 50 Skulpturen, darunter Werke von Paul Cézanne, Marc Chagall, Paul Gauguin, Vincent van Gogh und Pablo Picasso - ein beeindruckendes Spektrum! Auf einer Ausstellungsfläche von mehr als 80.000 m2 im früheren Messepalast sind auch tschechische Meisterwerke zu sehen.
- Dukelských hrdinů 47, Praha
- http://www.ngprague.cz/
- +420 224 301 122
Hrad Karlštejn
Architektonische Highlights © Martin Specht, DuMont Reisebildportal
Südwestlich von Prag ließ Karl IV. 1348 auf einem von Wald umgebenen Felsen eine uneinnehmbare Festung errichten - als eine Art riesiger Tresor. Hier wurden die königlichen Schätze und die Kronjuwelen des Heiligen Römischen Reichs deutscher Nation aufbewahrt. Die imposante Festungsanlage bietet einen fantastischen Blick in die Landschaft.
- Státní hrad Karlštejn 172, 267 18 Karlštejn
- http://www.hrad-karlstejn.cz/
- +420 311 681 617
- karlstejn@stc.npu.cz
© Martin Specht, DuMont Reisebildportal
Südwestlich von Prag ließ Karl IV. 1348 auf einem von Wald umgebenen Felsen eine uneinnehmbare Festung errichten - als eine Art riesiger Tresor. Hier wurden die königlichen Schätze und die Kronjuwelen des Heiligen Römischen Reichs deutscher Nation aufbewahrt. Die imposante Festungsanlage bietet einen fantastischen Blick in die Landschaft.
- Státní hrad Karlštejn 172, 267 18 Karlštejn
- http://www.hrad-karlstejn.cz/
- +420 311 681 617
- karlstejn@stc.npu.cz
Kostnice (Beinhaus)
Touristenattraktionen © Mikhail Markovskiy, Shutterstock
Im Keller einer Friedhofskapelle im Vorort Sedlec sind die Knochen von 40 000 Toten zu Pyramiden, Wappen und Leuchtern zusammengesetzt. Nach Pestepidemie und Hussitenkriegen reichte der Friedhof nicht mehr aus: Die Mönche sorgten mit einer Umbettung für Abhilfe.
- Zámecká, 284 03 Kutná Hora
- http://www.sedlec.info/
- +420 326 551 049
© Mikhail Markovskiy, Shutterstock
Im Keller einer Friedhofskapelle im Vorort Sedlec sind die Knochen von 40 000 Toten zu Pyramiden, Wappen und Leuchtern zusammengesetzt. Nach Pestepidemie und Hussitenkriegen reichte der Friedhof nicht mehr aus: Die Mönche sorgten mit einer Umbettung für Abhilfe.
- Zámecká, 284 03 Kutná Hora
- http://www.sedlec.info/
- +420 326 551 049
Pražský hrad
Architektonische Highlights © MAIRDUMONT
Der Hradschin ist das größte zusammenhängende Burgareal der Welt, dennoch ist er an manchen Tagen zu klein für die vielen Besucher. Über 1 Mio. Touristen strömen Jahr für Jahr durch den imposanten Komplex, der auf einem etwa 70 m hohen Hügel über der Stadt thront. Einst Residenz böhmischer Fürsten und Könige ist der Hradschin seit 1918 Sitz des Staatspräsidenten. Sein heutiges Erscheinungsbild geht im Wesentlichen auf die Herrschaftsepoche von Kaiserin Maria Theresia zurück, die in der zweiten Hälfte des 18.Jhs. eine Renovierung veranlasste. Erste Spuren einer Burganlage stammen aber schon aus dem 9.Jh. Im Lauf der Jh. kamen neue Wehranlagen, Paläste, Kirchen und Verwaltungsgebäude hinzu, brannten ab und wurden wieder aufgebaut. Heute zählt der Hradschin mit seinen drei Burghöfen rund 60 Gebäude. Seine erste Glanzzeit erlebte die Burg unter Kaiser Karl IV. (1316-1378), der u.a. 1344 den Grundstein für den Sankt-Veits-Dom legen ließ. Für einen weiteren Höhepunkt sorgte Rudolf II. (1576-1612). Er versammelte bedeutende Wissenschaftler, Künstler und Alchimisten um sich und legte riesige Sammlungen an. Nach der Gründung der Tschechoslowakei 1918 regte Präsident Tomáš Garrigue Masaryk eine "künstlerische Veredelung" seines Amtssitzes an. Die Aufgabe übernahm der slowenische Architekt Jože Plečnik. Auch Präsident Václav Havel wollte nach der Wende visuelle Akzente auf der Burg setzen. Auf seinen Wunsch entwarf Oscar-Preisträger Theodor Píštěk, der Kostümbildner von Miloš Formans berühmtem "Amadeus"-Film, 1990 neue Uniformen für die Burgwache. Teile des Burginterieurs sowie die mit Kupfer verzierten Eingangsportale zur Präsidentenkanzlei im zweiten Burghof ließ Havel seinen Freund, den Glaskünstler und Designer Bořek Šípek, neu gestalten. Wer das Burgareal besichtigt, sollte unbedingt auch einen Spaziergang durch das umliegende Viertel machen.
- 119 08 Praha
- http://www.hrad.cz/
- +420 224 372 423
- tourist.info@hrad.cz
© MAIRDUMONT
Der Hradschin ist das größte zusammenhängende Burgareal der Welt, dennoch ist er an manchen Tagen zu klein für die vielen Besucher. Über 1 Mio. Touristen strömen Jahr für Jahr durch den imposanten Komplex, der auf einem etwa 70 m hohen Hügel über der Stadt thront. Einst Residenz böhmischer Fürsten und Könige ist der Hradschin seit 1918 Sitz des Staatspräsidenten. Sein heutiges Erscheinungsbild geht im Wesentlichen auf die Herrschaftsepoche von Kaiserin Maria Theresia zurück, die in der zweiten Hälfte des 18.Jhs. eine Renovierung veranlasste. Erste Spuren einer Burganlage stammen aber schon aus dem 9.Jh. Im Lauf der Jh. kamen neue Wehranlagen, Paläste, Kirchen und Verwaltungsgebäude hinzu, brannten ab und wurden wieder aufgebaut. Heute zählt der Hradschin mit seinen drei Burghöfen rund 60 Gebäude. Seine erste Glanzzeit erlebte die Burg unter Kaiser Karl IV. (1316-1378), der u.a. 1344 den Grundstein für den Sankt-Veits-Dom legen ließ. Für einen weiteren Höhepunkt sorgte Rudolf II. (1576-1612). Er versammelte bedeutende Wissenschaftler, Künstler und Alchimisten um sich und legte riesige Sammlungen an. Nach der Gründung der Tschechoslowakei 1918 regte Präsident Tomáš Garrigue Masaryk eine "künstlerische Veredelung" seines Amtssitzes an. Die Aufgabe übernahm der slowenische Architekt Jože Plečnik. Auch Präsident Václav Havel wollte nach der Wende visuelle Akzente auf der Burg setzen. Auf seinen Wunsch entwarf Oscar-Preisträger Theodor Píštěk, der Kostümbildner von Miloš Formans berühmtem "Amadeus"-Film, 1990 neue Uniformen für die Burgwache. Teile des Burginterieurs sowie die mit Kupfer verzierten Eingangsportale zur Präsidentenkanzlei im zweiten Burghof ließ Havel seinen Freund, den Glaskünstler und Designer Bořek Šípek, neu gestalten. Wer das Burgareal besichtigt, sollte unbedingt auch einen Spaziergang durch das umliegende Viertel machen.
- 119 08 Praha
- http://www.hrad.cz/
- +420 224 372 423
- tourist.info@hrad.cz
Královská zahrada
Botanische Gärten & Parks © MAIRDUMONT
Insider-Tipp Renaissance des Sozialismus
Der größte und meistbesuchte der Burggärten wurde 1534 ursprünglich im italienischen Stil angelegt. Aus dieser Zeit stammt das Lustschloss Belvedere am unteren Ende des Gartens – ein herrliches Beispiel italienischer Renaissancebaukunst. König Ferdinand I. ließ es für seine Frau Anna errichten. Nur wenige Jahre jünger ist der aus Glockenguss gefertigte Singende Brunnen vor dem Lustschloss – ganz nah an der unteren Schale hört man, wie das fallende Wasser sie zum Klingen bringt. Die gegenwärtige Gestalt der Parkanlagen im Stil des französischen Barock stammt aus dem 18.Jh. Unweit vom Eingang steht die ehemalige Präsidentenvilla. Dauerhaft wohnte hier zuletzt der letzte sozialistische Präsident der ČSSR, Gustav Husák (im Amt 1975–89). Damit ihm niemand ins Wohnzimmer schauen konnte, wurden Burgfenster vermauert und der Turm des Veits-Doms gesperrt. Der Sozialismus hat seine Spuren auch am gegenüber liegenden Ballhaus (Míčovna) hinterlassen: Wer ein wenig sucht, findet in den vor der Wende renovierten Renaissance-Sgrafitti eine Allegorie auf den Fünfjahresplan.
- Mariánské hradby, 180 00 Praha
- http://www.hrad.cz/
- +420 224 372 435
© MAIRDUMONT
Insider-Tipp Renaissance des Sozialismus
Der größte und meistbesuchte der Burggärten wurde 1534 ursprünglich im italienischen Stil angelegt. Aus dieser Zeit stammt das Lustschloss Belvedere am unteren Ende des Gartens – ein herrliches Beispiel italienischer Renaissancebaukunst. König Ferdinand I. ließ es für seine Frau Anna errichten. Nur wenige Jahre jünger ist der aus Glockenguss gefertigte Singende Brunnen vor dem Lustschloss – ganz nah an der unteren Schale hört man, wie das fallende Wasser sie zum Klingen bringt. Die gegenwärtige Gestalt der Parkanlagen im Stil des französischen Barock stammt aus dem 18.Jh. Unweit vom Eingang steht die ehemalige Präsidentenvilla. Dauerhaft wohnte hier zuletzt der letzte sozialistische Präsident der ČSSR, Gustav Husák (im Amt 1975–89). Damit ihm niemand ins Wohnzimmer schauen konnte, wurden Burgfenster vermauert und der Turm des Veits-Doms gesperrt. Der Sozialismus hat seine Spuren auch am gegenüber liegenden Ballhaus (Míčovna) hinterlassen: Wer ein wenig sucht, findet in den vor der Wende renovierten Renaissance-Sgrafitti eine Allegorie auf den Fünfjahresplan.
- Mariánské hradby, 180 00 Praha
- http://www.hrad.cz/
- +420 224 372 435
Katedrála svatého Víta, Václava a Vojtěcha
Architektonische Highlights © MAIRDUMONT
Insider-Tipp Gotik goes Jugendstil
Der wichtigste und größte (124 x 60 m) Sakralbau des Landes gehört heute paradoxerweise nur teils der Kirche: Nach dem Zweiten Weltkrieg war der Dom von den Kommunisten verstaatlicht worden, erst 2010 einigten sich Staat und Kirche auf eine gemeinsame Verwaltung. Für die kirchenfernen Tschechen ist die Kathedrale sowieso vor allem ein Nationalsymbol. Schließlich liegt hier – inmitten zahlreicher Nachfolger – Kaiser Karl IV. begraben, den die Tschechen bis heute als ihren größten Herrscher verehren. In der höhlenartigen Krypta wirkt sein stromlininenförmiger Metallsarkophag aus dem Jahr 1935 wie eine geheimnisvolle Zeitkapsel. Karl war es auch, der 1344 den Grundstein zum heutigen Dom legen ließ. Der Baumeister war zunächst Matthias von Arras, dann ab 1352 der erst 23-jährige Peter Parler aus Schwäbisch Gmünd. Parler stellte Südchor und Querschiff fertig. Danach ging es nur noch zäh weiter, die Stile wechselten schneller, als der Bau vorankam – gut zu sehen am 96 m hohen Hauptturm: Auf den gotischen Sockel folgen ein Renaissanceumgang und ein stilwidriger barocker Kupferhelm – eigentlich ein Provisorium, das aber seit 250 Jahren. Erst im 19.Jh. kam wieder Leben in die Baustelle: Die 82 m hohen Westtürme wurden 1892 fertiggestellt, der gesamte Dom – 585 Jahre nach Baubeginn – pünktlich zur Tausendjahrfeier des Heiligen Wenzel 1929.In der noch aus dem 14.Jh. stammenden, edelsteinbesetzten Wenzelskapelle neben dem Südportal bewachen dessen Gebeine den kostbarsten Schatz – die Krönungsinsignien. Nur ganz selten werden sie ausgestellt. Sieben Schlösser, deren Schlüssel unter anderem der Staatspräsident, der Prager Erzbischof und der Oberbürgermeister hüten, sichern die Kronkammer. Prachtvoll ist das aus 1,7 t massivem Silber gefertigte Hochgrab des hl. Nepomuk – der Legende nach hat ihn König Wenzel IV. von der Karlsbrücke stürzen lassen, weil er das Beichtgeheimnis der Königin nicht verraten wollte. Kongenial zur gotischen Atmosphäre passen die erstaunlich neuen Buntglasfenster – die 100 m2 große, aus mindestens 27 000 Teilen zusammengesetzte Rosette „Die Erschaffung der Welt“ stammt aus dem Jahr 1921.Bemerkenswert ist auch das Fenster „Kyrill und Method“ in der dritten Kapelle: Eine Bank hatte es beim Jugendstilkünstler Alfons Mucha in Auftrag gegeben.
- Hrad III. nádvoří, 119 00 Praha
- http://www.katedralasvatehovita.cz/
- +420 224 372 434
- turistinfo@svatyvit.cz
© MAIRDUMONT
Insider-Tipp Gotik goes Jugendstil
Der wichtigste und größte (124 x 60 m) Sakralbau des Landes gehört heute paradoxerweise nur teils der Kirche: Nach dem Zweiten Weltkrieg war der Dom von den Kommunisten verstaatlicht worden, erst 2010 einigten sich Staat und Kirche auf eine gemeinsame Verwaltung. Für die kirchenfernen Tschechen ist die Kathedrale sowieso vor allem ein Nationalsymbol. Schließlich liegt hier – inmitten zahlreicher Nachfolger – Kaiser Karl IV. begraben, den die Tschechen bis heute als ihren größten Herrscher verehren. In der höhlenartigen Krypta wirkt sein stromlininenförmiger Metallsarkophag aus dem Jahr 1935 wie eine geheimnisvolle Zeitkapsel. Karl war es auch, der 1344 den Grundstein zum heutigen Dom legen ließ. Der Baumeister war zunächst Matthias von Arras, dann ab 1352 der erst 23-jährige Peter Parler aus Schwäbisch Gmünd. Parler stellte Südchor und Querschiff fertig. Danach ging es nur noch zäh weiter, die Stile wechselten schneller, als der Bau vorankam – gut zu sehen am 96 m hohen Hauptturm: Auf den gotischen Sockel folgen ein Renaissanceumgang und ein stilwidriger barocker Kupferhelm – eigentlich ein Provisorium, das aber seit 250 Jahren. Erst im 19.Jh. kam wieder Leben in die Baustelle: Die 82 m hohen Westtürme wurden 1892 fertiggestellt, der gesamte Dom – 585 Jahre nach Baubeginn – pünktlich zur Tausendjahrfeier des Heiligen Wenzel 1929.In der noch aus dem 14.Jh. stammenden, edelsteinbesetzten Wenzelskapelle neben dem Südportal bewachen dessen Gebeine den kostbarsten Schatz – die Krönungsinsignien. Nur ganz selten werden sie ausgestellt. Sieben Schlösser, deren Schlüssel unter anderem der Staatspräsident, der Prager Erzbischof und der Oberbürgermeister hüten, sichern die Kronkammer. Prachtvoll ist das aus 1,7 t massivem Silber gefertigte Hochgrab des hl. Nepomuk – der Legende nach hat ihn König Wenzel IV. von der Karlsbrücke stürzen lassen, weil er das Beichtgeheimnis der Königin nicht verraten wollte. Kongenial zur gotischen Atmosphäre passen die erstaunlich neuen Buntglasfenster – die 100 m2 große, aus mindestens 27 000 Teilen zusammengesetzte Rosette „Die Erschaffung der Welt“ stammt aus dem Jahr 1921.Bemerkenswert ist auch das Fenster „Kyrill und Method“ in der dritten Kapelle: Eine Bank hatte es beim Jugendstilkünstler Alfons Mucha in Auftrag gegeben.
- Hrad III. nádvoří, 119 00 Praha
- http://www.katedralasvatehovita.cz/
- +420 224 372 434
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Tančící dům
Architektonische Highlights © MAIRDUMONT
Insider-Tipp Tanzende Luftakrobatik
Der amerikanische Architekt Frank O. Gehry und sein Prager Kollege Vlado Milunić füllten 1996 mit einem kühnen Entwurf die Lücke, die eine Fliegerbombe im Zweiten Weltkrieg in die Häuserreihe gerissen hatte. Die Prager mögen das Gebäude: Schon kurz nach dem Richtfest erhielten die beschwingten Säulen den Kosenamen „Ginger & Fred“ – nach Hollywoods legendärem Tanzduo Ginger Rogers und Fred Astaire. Die an die Fassade gemalten Kurven versinnbildlichen die Moldauwellen. In der Glass-Bar mit Panoramaterrasse im obersten Stock kannst du den Schwung des Hauses auch von innen erleben. Gleich nebenan, im Haus Nummer 78 wohnte übrigens lange Zeit ein berühmter Bürgerrechtler: Václav Havel.
- Rašínovo nábřeží 80, Praha
- http://www.tancici-dum.cz/
© MAIRDUMONT
Insider-Tipp Tanzende Luftakrobatik
Der amerikanische Architekt Frank O. Gehry und sein Prager Kollege Vlado Milunić füllten 1996 mit einem kühnen Entwurf die Lücke, die eine Fliegerbombe im Zweiten Weltkrieg in die Häuserreihe gerissen hatte. Die Prager mögen das Gebäude: Schon kurz nach dem Richtfest erhielten die beschwingten Säulen den Kosenamen „Ginger & Fred“ – nach Hollywoods legendärem Tanzduo Ginger Rogers und Fred Astaire. Die an die Fassade gemalten Kurven versinnbildlichen die Moldauwellen. In der Glass-Bar mit Panoramaterrasse im obersten Stock kannst du den Schwung des Hauses auch von innen erleben. Gleich nebenan, im Haus Nummer 78 wohnte übrigens lange Zeit ein berühmter Bürgerrechtler: Václav Havel.
- Rašínovo nábřeží 80, Praha
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U Černé matky Boží
Architektonische HighlightsInsider-Tipp Kubismus zum Anbeißen
Das 1911 von Josef Gočár entworfene ehemalige Kaufhaus ist das Hauptwerk des tschechischen Kubismus. Dass dieser keineswegs an der Fassade endete, zeigen das Kubismus-Museum im Obergeschoss und das kantige Grand Café Orient im ersten Stock – sogar die Gebäckkringel (věnečeky) sind hier eckig!
- Ovocný trh 19, 110 00 Praha
- http://www.upm.cz/
Insider-Tipp Kubismus zum Anbeißen
Das 1911 von Josef Gočár entworfene ehemalige Kaufhaus ist das Hauptwerk des tschechischen Kubismus. Dass dieser keineswegs an der Fassade endete, zeigen das Kubismus-Museum im Obergeschoss und das kantige Grand Café Orient im ersten Stock – sogar die Gebäckkringel (věnečeky) sind hier eckig!
- Ovocný trh 19, 110 00 Praha
- http://www.upm.cz/
Vrtbovská zahrada
Botanische Gärten & Parks © Tatiana Dyuvbanova, Shutterstock
Insider-Tipp Über die Dächer von Prag
Die kleine und sehr versteckte barocke Terassenanlage aus dem Jahr 1720 gilt als schönster Garten Prags. Der Dachausguck des Theatrons bietet eine bezaubernde Perspektive auf die Stadt.
- Karmelitská 25, 118 00 Praha
- http://www.vrtbovska.cz/
- +420 272 088 350
© Tatiana Dyuvbanova, Shutterstock
Insider-Tipp Über die Dächer von Prag
Die kleine und sehr versteckte barocke Terassenanlage aus dem Jahr 1720 gilt als schönster Garten Prags. Der Dachausguck des Theatrons bietet eine bezaubernde Perspektive auf die Stadt.
- Karmelitská 25, 118 00 Praha
- http://www.vrtbovska.cz/
- +420 272 088 350
Pražský Literární Dům
MuseenInsider-Tipp Literatour für Buch-Halter
Prager deutsche Literatur, das ist nur Kafka? Von wegen. Wer wissen will, wie die Prager Gutsbesitzerstochter Ossip Schubin versehentlich an den Beginn der modernen japanischen Literatur gelangte und Victor Hadwiger den Expressionismus erfand, der ist hier richtig. Eine kleine Ausstellung und eine reiche Bibliothek zeigen dir auf einer Zeitreise das deutschsprachige Prag.
- Ječná 11, Praha
- http://www.literarnidum.cz/
- +420 222 540 536
Insider-Tipp Literatour für Buch-Halter
Prager deutsche Literatur, das ist nur Kafka? Von wegen. Wer wissen will, wie die Prager Gutsbesitzerstochter Ossip Schubin versehentlich an den Beginn der modernen japanischen Literatur gelangte und Victor Hadwiger den Expressionismus erfand, der ist hier richtig. Eine kleine Ausstellung und eine reiche Bibliothek zeigen dir auf einer Zeitreise das deutschsprachige Prag.
- Ječná 11, Praha
- http://www.literarnidum.cz/
- +420 222 540 536
Zámecký park Průhonice
Botanische Gärten & Parks © Jenny Rainbow, Shutterstock
Insider-Tipp Flanieren im Grünen
Der Lieblingsort vieler Prager, um dem Trubel zu entfliehen: Die wunderschöne Parkanlage mit uralten Bäumen, die sich hinter dem Schloss erstreckt, ist ein Teil des Botanischen Gartens und bietet jede Menge versteckte Plätze für ein Picknick oder einfach ein gutes Buch.
- U parku, 252 43 Průhonice
- http://www.parkpruhonice.cz/
- +420 271 015 211
© Jenny Rainbow, Shutterstock
Insider-Tipp Flanieren im Grünen
Der Lieblingsort vieler Prager, um dem Trubel zu entfliehen: Die wunderschöne Parkanlage mit uralten Bäumen, die sich hinter dem Schloss erstreckt, ist ein Teil des Botanischen Gartens und bietet jede Menge versteckte Plätze für ein Picknick oder einfach ein gutes Buch.
- U parku, 252 43 Průhonice
- http://www.parkpruhonice.cz/
- +420 271 015 211
Lennonova zeď
Touristenattraktionen © pavel068, Shutterstock
Insider-Tipp Marxismus-Lennonismus
Prags ältestes Social Media: Schon seit den Sixties diente die Umfriedung des Malteser-Gartens der Prager Jugend als Anschlagplatz für Geistesblitze und Liebesschwüre. Nach der Ermordung John Lennons 1980 wurde die Graffitimauer zu einem Underground-Kultort. Die Prager Love-&-Peace-Jünger, vom Regime ernsthaft als „Lennonisten“ geschmäht, lieferten sich hier ein zähes Ringen mit der Staatsmacht, der es nicht gelang, die unliebsamen Parolen überzustreichen.
- Velkopřevorské náměstí, 100 00 Prag
- http://prague.eu/
© pavel068, Shutterstock
Insider-Tipp Marxismus-Lennonismus
Prags ältestes Social Media: Schon seit den Sixties diente die Umfriedung des Malteser-Gartens der Prager Jugend als Anschlagplatz für Geistesblitze und Liebesschwüre. Nach der Ermordung John Lennons 1980 wurde die Graffitimauer zu einem Underground-Kultort. Die Prager Love-&-Peace-Jünger, vom Regime ernsthaft als „Lennonisten“ geschmäht, lieferten sich hier ein zähes Ringen mit der Staatsmacht, der es nicht gelang, die unliebsamen Parolen überzustreichen.
- Velkopřevorské náměstí, 100 00 Prag
- http://prague.eu/
Prager Stadtmuseum
MuseenInsider-Tipp Zeitreise auf Papier
Tausend Jahre Prager Stadtgeschichte und immer wechselnde Sonderausstellungen in einem prachtvollen Neorenaissance-Palast aus dem Jahr 1898.Glanzstück: Ein detailliertes Papiermodell Prags aus den 1830er-Jahren bewahrt die Atmosphäre des später abgerissenen Ghettos – eine Fleißarbeit von Bibliotheksdiener Antonín Langweil mit gut 2000 Häusern auf 20 m2.
- Na Poříčí 52/1554, 180 00 Prag
- http://www.muzeumprahy.cz/
Insider-Tipp Zeitreise auf Papier
Tausend Jahre Prager Stadtgeschichte und immer wechselnde Sonderausstellungen in einem prachtvollen Neorenaissance-Palast aus dem Jahr 1898.Glanzstück: Ein detailliertes Papiermodell Prags aus den 1830er-Jahren bewahrt die Atmosphäre des später abgerissenen Ghettos – eine Fleißarbeit von Bibliotheksdiener Antonín Langweil mit gut 2000 Häusern auf 20 m2.
- Na Poříčí 52/1554, 180 00 Prag
- http://www.muzeumprahy.cz/
Prodejní stánek MUZEA MHD
MuseenInsider-Tipp Zeitreise auf Schienen
Die Prager lieben ihre Trambahn, und das schon seit 1875! Klar, dass die Bahnen ihr ein eigenes Museum verdienen – stilecht im alten Depot im Viertel Střešovice und inklusive Nostalgiefahrt über Wenzelsplatz, Kleinseite und Burg. Ein- und Ausstieg ist an allen Haltestellen möglich – unabhängig vom Museumsbesuch.
- Patočkova 4, 169 00 Prag
- http://muzeum.dpp.cz/
- +420 296 128 900
Insider-Tipp Zeitreise auf Schienen
Die Prager lieben ihre Trambahn, und das schon seit 1875! Klar, dass die Bahnen ihr ein eigenes Museum verdienen – stilecht im alten Depot im Viertel Střešovice und inklusive Nostalgiefahrt über Wenzelsplatz, Kleinseite und Burg. Ein- und Ausstieg ist an allen Haltestellen möglich – unabhängig vom Museumsbesuch.
- Patočkova 4, 169 00 Prag
- http://muzeum.dpp.cz/
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Vojanovy sady
Botanische Gärten & Parks © Jiri Moravec, Shutterstock
Der Vojan-Garten gilt als einer der ältesten Gärten der Stadt. Hier kann man im Schatten von Obstbäumen auf einer Parkbank abschalten.
- U lužického semináře 17, Praha
- http://www.prague.eu/
© Jiri Moravec, Shutterstock
Der Vojan-Garten gilt als einer der ältesten Gärten der Stadt. Hier kann man im Schatten von Obstbäumen auf einer Parkbank abschalten.
- U lužického semináře 17, Praha
- http://www.prague.eu/
Loreta
Architektonische Highlights © MAIRDUMONT
Italienische Besucher staunen meist über das zwischen 1626 und 1631 entstandene Areal - steht dasselbe Heiligtum nicht in der Nähe der Stadt Ancona? Richtig: Der Prager Komplex ist eine Nachbildung. Ursprünglich soll die "Casa Santa" aber die Wohnung der Jungfrau Maria in Nazareth gewesen sein. Legenden zufolge trugen Engel das Haus aus Palästina in die Lorbeerplantage Loreto bei Ancona. Kein Wunder, dass die Fürstin Lobkowicz als (Nach-)Baumeister zwei Italiener wählte: Giovanni Orsi und Andrea Allio. Eindrucksvoll ist v.a. der zweistöckige Kreuzgang der Casa - die zweite Etage (1740) stammt von Kilian Ignaz Dientzenhofer. Er hatte 20 Jahre zuvor bereits die Front mit dem Glockenturm gebaut. Von dort erklingt zu jeder vollen Stunde das der Jungfrau Maria gewidmete Lied "Sei tausendmal gegrüßt". Im Innern der Casa ist besonders die aus Lindenholz geschnitzte Madonna sehenswert - und die kuriose "Statue der Heiligen Kümmernis": Die Legende erzählt, dass der Himmel einer portugiesischen Prinzessin einst einen buschigen Bart sprießen ließ, damit Männer keinen Gefallen an ihr finden sollten. Weitaus anziehender und das Glanzstück der Ausstellung ist jedenfalls die mit 6222 Diamanten besetzte, 90 cm hohe und 12 kg schwere Monstranz, die 1698/99 in Wien hergestellt wurde.
- Loretánské náměstí 7, Praha
- http://www.loreta.cz/
- loreta@kapucini.cz
© MAIRDUMONT
Italienische Besucher staunen meist über das zwischen 1626 und 1631 entstandene Areal - steht dasselbe Heiligtum nicht in der Nähe der Stadt Ancona? Richtig: Der Prager Komplex ist eine Nachbildung. Ursprünglich soll die "Casa Santa" aber die Wohnung der Jungfrau Maria in Nazareth gewesen sein. Legenden zufolge trugen Engel das Haus aus Palästina in die Lorbeerplantage Loreto bei Ancona. Kein Wunder, dass die Fürstin Lobkowicz als (Nach-)Baumeister zwei Italiener wählte: Giovanni Orsi und Andrea Allio. Eindrucksvoll ist v.a. der zweistöckige Kreuzgang der Casa - die zweite Etage (1740) stammt von Kilian Ignaz Dientzenhofer. Er hatte 20 Jahre zuvor bereits die Front mit dem Glockenturm gebaut. Von dort erklingt zu jeder vollen Stunde das der Jungfrau Maria gewidmete Lied "Sei tausendmal gegrüßt". Im Innern der Casa ist besonders die aus Lindenholz geschnitzte Madonna sehenswert - und die kuriose "Statue der Heiligen Kümmernis": Die Legende erzählt, dass der Himmel einer portugiesischen Prinzessin einst einen buschigen Bart sprießen ließ, damit Männer keinen Gefallen an ihr finden sollten. Weitaus anziehender und das Glanzstück der Ausstellung ist jedenfalls die mit 6222 Diamanten besetzte, 90 cm hohe und 12 kg schwere Monstranz, die 1698/99 in Wien hergestellt wurde.
- Loretánské náměstí 7, Praha
- http://www.loreta.cz/
- loreta@kapucini.cz
Památník Hrdinů
Museen © MAIRDUMONT
In der Gruft der Kyrillos-und-Methodios-Kirche lieferten sich im Juni 1942 Widerstandskämpfer nach dem Attentat auf den hohen NS-Funktionär Reinhard Heydrich einen heldenhaften Kampf mit der Waffen-SS. Karge Ausstellung ohne falsches Pathos.
- Resslova 9, Praha
- http://www.vhu.cz/
- +420 222 540 718
© MAIRDUMONT
In der Gruft der Kyrillos-und-Methodios-Kirche lieferten sich im Juni 1942 Widerstandskämpfer nach dem Attentat auf den hohen NS-Funktionär Reinhard Heydrich einen heldenhaften Kampf mit der Waffen-SS. Karge Ausstellung ohne falsches Pathos.
- Resslova 9, Praha
- http://www.vhu.cz/
- +420 222 540 718
Národní muzeum
Museen © MAIRDUMONT
Alles, was das tschechische Herz höher schlagen lässt: In den Seitenflügeln befinden sich umfangreiche ethnografische, archäologische und naturwissenschaftliche Sammlungen, darunter die größte Mineraliensammlung Europas. Ebenso bemerkenswert sind die Bibliothek (über 3,5 Mio. Bände), die Münzsammlung und die Sammlung ausgestopfter Tiere. In der Mitte des um 1890 erbauten Museums ehrt ein zweistöckiges Pantheon verdiente Tschechen mit bronzenen Statuen. Vorbild für die Neorenaissancefassade war der Louvre in Paris. Zum Nationalmuseum gehört auch der in den 1960er-Jahren erweiterte Gebäudekomplex nebenan. Als einstiger Sitz der Börse, dann - zu kommunistischen Zeiten - des Parlaments und zuletzt von Radio Free Europe hat er eine bewegte Geschichte hinter sich. Jetzt zeigt das Nationalmuseum hier Wechselausstellungen.
- Václavské náměstí 68, 115 79 Praha
- http://www.nm.cz/
- +420 224 497 111
- nm@nm.cz
© MAIRDUMONT
Alles, was das tschechische Herz höher schlagen lässt: In den Seitenflügeln befinden sich umfangreiche ethnografische, archäologische und naturwissenschaftliche Sammlungen, darunter die größte Mineraliensammlung Europas. Ebenso bemerkenswert sind die Bibliothek (über 3,5 Mio. Bände), die Münzsammlung und die Sammlung ausgestopfter Tiere. In der Mitte des um 1890 erbauten Museums ehrt ein zweistöckiges Pantheon verdiente Tschechen mit bronzenen Statuen. Vorbild für die Neorenaissancefassade war der Louvre in Paris. Zum Nationalmuseum gehört auch der in den 1960er-Jahren erweiterte Gebäudekomplex nebenan. Als einstiger Sitz der Börse, dann - zu kommunistischen Zeiten - des Parlaments und zuletzt von Radio Free Europe hat er eine bewegte Geschichte hinter sich. Jetzt zeigt das Nationalmuseum hier Wechselausstellungen.
- Václavské náměstí 68, 115 79 Praha
- http://www.nm.cz/
- +420 224 497 111
- nm@nm.cz