Mittelböhmen Top Sehenswürdigkeiten

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Královská zahrada
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Katedrála svatého Víta, Václava a Vojtěcha
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Tančící dům
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Památník Hrdinů
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Národní muzeum
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  • Karlův most

    Touristenattraktionen
    • Karlův most© MAIRDUMONT

    Auf der 10 m breiten und 520 m langen Brücke buhlen heute ukrainische Karikaturisten, tschechische Puppenspieler und amerikanische Gitarristen um die Aufmerksamkeit der Passanten. 400 Jahre lang war die auf 16 Pfeilern ruhende gotische Karlsbrücke die einzige Verbindung zwischen Altstadt und Kleinseite. Kaiser Karl IV. ließ sie 1357 unter der Aufsicht von Peter Parler bauen - mit blanker Brüstung: Erst zwischen 1657 und 1714 kamen die meisten der heute kaum wegzudenkenden Figuren hinzu. Die bekannteste Statue dürfte der heilige Nepomuk sein (von der Altstadtseite die achte Figur rechts, sie war 1683 eine der ersten auf der Brücke). Der Brückenheilige schützt auch in der böhmischen Provinz, in Schlesien, entlang der Elbe und in Bayern vor Hochwasser und Schiffsunglücken. Das Handauflegen am Relief im Pfeiler soll Glück bringen - die blank geriebene Stelle macht klar, wie viele Besucher das glauben. Zwischen dem sechsten und siebten Pfeiler rechts markiert ein Kreuz in der Brüstung den Ort, an dem der Priester Johannes Nepomuk vor 600 Jahren von den Schergen des Königs Wenzel IV. in den Fluss gestürzt wurde. Er hatte sich trotz Folter an das Beichtgeheimnis gehalten. Die erste Figurengruppe der Karlsbrücke war 1657 übrigens die Kreuzigungsszene (dritte Statue rechts), die bisher letzte das Heiligenduo Kyrillios und Methodios (1938, fünfte Statue rechts).

    • Karlův most© MAIRDUMONT

    Auf der 10 m breiten und 520 m langen Brücke buhlen heute ukrainische Karikaturisten, tschechische Puppenspieler und amerikanische Gitarristen um die Aufmerksamkeit der Passanten. 400 Jahre lang war die auf 16 Pfeilern ruhende gotische Karlsbrücke die einzige Verbindung zwischen Altstadt und Kleinseite. Kaiser Karl IV. ließ sie 1357 unter der Aufsicht von Peter Parler bauen - mit blanker Brüstung: Erst zwischen 1657 und 1714 kamen die meisten der heute kaum wegzudenkenden Figuren hinzu. Die bekannteste Statue dürfte der heilige Nepomuk sein (von der Altstadtseite die achte Figur rechts, sie war 1683 eine der ersten auf der Brücke). Der Brückenheilige schützt auch in der böhmischen Provinz, in Schlesien, entlang der Elbe und in Bayern vor Hochwasser und Schiffsunglücken. Das Handauflegen am Relief im Pfeiler soll Glück bringen - die blank geriebene Stelle macht klar, wie viele Besucher das glauben. Zwischen dem sechsten und siebten Pfeiler rechts markiert ein Kreuz in der Brüstung den Ort, an dem der Priester Johannes Nepomuk vor 600 Jahren von den Schergen des Königs Wenzel IV. in den Fluss gestürzt wurde. Er hatte sich trotz Folter an das Beichtgeheimnis gehalten. Die erste Figurengruppe der Karlsbrücke war 1657 übrigens die Kreuzigungsszene (dritte Statue rechts), die bisher letzte das Heiligenduo Kyrillios und Methodios (1938, fünfte Statue rechts).


  • Staroměstské náměstí

    Touristenattraktionen
    • Staroměstské náměstí© MAIRDUMONT
    Insider-Tipp
    Für ein Trinkgeld durch Prag

    Prags ältester Platz ist seit dem 12.Jh. der Dreh- und Angelpunkt der Stadt. Mit seinem Rahmen aus prachtvollen Palais von Gotik bis Jugendstil ist er der ideale Ort zum Schauen, Genießen und Flanieren, Treffpunkt von Touristen und Tagedieben. Tafeln erinnern an Berühmtheiten, die hier wohnten oder verkehrten – u. a. Franz Kafka, Albert Einstein und Bedřich Smetana. Heute finden auf dem Ring nur noch Weihnachts- und Ostermärkte statt, früher war er der zentrale Handelsplatz der Stadt. Auswärtige Kaufleute mussten zuvor hinter der Teynkirche einen Zoll bezahlen, das Ungelt – und so heißt der versteckte Teynhof auch heute noch. Schauplatz eines dramatischen Ereignisses war der Altstädter Ring im Jahr 1621.Nachdem die böhmischen Stände die Schlacht am Weißen Berg verloren hatten, ließen die siegreichen katholischen Habsburger hier 27 protestantische Adelige und Standesherren hinrichten. Vor dem Rathausturm ins Pflaster eingelassene Kreuze erinnern an die Getöteten. Eine späte Antwort darauf und ein nationale Absage an den Katholizismus ist in der Platzmitte die monumentale Statue des Reformators Jan Hus von Ladislav Šaloun (1915). Meist auf dem Altstädter Ring starten auch Gratisstadtführungen verschiedener Anbieter. Die Führer sind oft Expats oder Studenten. Finanziert werden die Touren allein über Trinkgelder.

    • Staroměstské náměstí© MAIRDUMONT
    Insider-Tipp
    Für ein Trinkgeld durch Prag

    Prags ältester Platz ist seit dem 12.Jh. der Dreh- und Angelpunkt der Stadt. Mit seinem Rahmen aus prachtvollen Palais von Gotik bis Jugendstil ist er der ideale Ort zum Schauen, Genießen und Flanieren, Treffpunkt von Touristen und Tagedieben. Tafeln erinnern an Berühmtheiten, die hier wohnten oder verkehrten – u. a. Franz Kafka, Albert Einstein und Bedřich Smetana. Heute finden auf dem Ring nur noch Weihnachts- und Ostermärkte statt, früher war er der zentrale Handelsplatz der Stadt. Auswärtige Kaufleute mussten zuvor hinter der Teynkirche einen Zoll bezahlen, das Ungelt – und so heißt der versteckte Teynhof auch heute noch. Schauplatz eines dramatischen Ereignisses war der Altstädter Ring im Jahr 1621.Nachdem die böhmischen Stände die Schlacht am Weißen Berg verloren hatten, ließen die siegreichen katholischen Habsburger hier 27 protestantische Adelige und Standesherren hinrichten. Vor dem Rathausturm ins Pflaster eingelassene Kreuze erinnern an die Getöteten. Eine späte Antwort darauf und ein nationale Absage an den Katholizismus ist in der Platzmitte die monumentale Statue des Reformators Jan Hus von Ladislav Šaloun (1915). Meist auf dem Altstädter Ring starten auch Gratisstadtführungen verschiedener Anbieter. Die Führer sind oft Expats oder Studenten. Finanziert werden die Touren allein über Trinkgelder.


  • Starý Židovský hřbitov

    Touristenattraktionen
    • Starý Židovský hřbitov© MAIRDUMONT

    Was wie kunstvoll arrangiert aussieht, entstand aus purer Platznot: Weil auf einem jüdischen Friedhof Gräber nicht nach einer bestimmten Zeit "aufgehoben" werden dürfen, musste hier Jh.elang neue Erde aufgeschüttet werden. Als Ergebnis liegen die Toten hier in bis zu neun Schichten übereinander, und die kunstvollen Grabsteine stehen dicht an dicht. Das bekannteste Grab des Friedhofs gehört dem 1609 gestorbenen Schöpfer des legendären Golems, Jehuda Liwa ben Bezallel, genannt Rabbi Löw. Das letzte Begräbnis fand hier nachweislich im Mai 1787 statt, aber wann das erste der schätzungsweise 200.000 Gräber errichtet wurde, weiß niemand so genau. Der älteste der 12.000 Steine stammt jedenfalls aus dem Jahr 1439.Übrigens: Wer das Grab von Franz Kafka sucht, wird es hier nicht finden - der Schriftsteller liegt auf dem neuen jüdischen Friedhof.

    • Starý Židovský hřbitov© MAIRDUMONT

    Was wie kunstvoll arrangiert aussieht, entstand aus purer Platznot: Weil auf einem jüdischen Friedhof Gräber nicht nach einer bestimmten Zeit "aufgehoben" werden dürfen, musste hier Jh.elang neue Erde aufgeschüttet werden. Als Ergebnis liegen die Toten hier in bis zu neun Schichten übereinander, und die kunstvollen Grabsteine stehen dicht an dicht. Das bekannteste Grab des Friedhofs gehört dem 1609 gestorbenen Schöpfer des legendären Golems, Jehuda Liwa ben Bezallel, genannt Rabbi Löw. Das letzte Begräbnis fand hier nachweislich im Mai 1787 statt, aber wann das erste der schätzungsweise 200.000 Gräber errichtet wurde, weiß niemand so genau. Der älteste der 12.000 Steine stammt jedenfalls aus dem Jahr 1439.Übrigens: Wer das Grab von Franz Kafka sucht, wird es hier nicht finden - der Schriftsteller liegt auf dem neuen jüdischen Friedhof.


  • Zlatá ulička

    Touristenattraktionen
    • Zlatá ulička© MAIRDUMONT
    Insider-Tipp
    Ohne Gold ins Gässchen

    Das Touristenamt hat in der schmalen Furt an manchen Tagen mehr Besucher gezählt als auf der Karlsbrücke. Um den Touristenstrom zu drosseln, wird zur Hauptöffnungszeit Eintritt kassiert. Wer nach 16 Uhr (Nov.–März) bzw. 17 Uhr (April–Okt.) kommt, kann die Atmosphäre in Prags berühmtestem Gässchen bis zur Schließung des Burgareals (22 Uhr) nicht nur umsonst, sondern auch ohne Gedränge erleben. Häuschen und Shops haben dann allerdings geschlossen. Das einzige Gold, das hier je hergestellt wurde, waren wohl die Erzählungen von Franz Kafka. Er lebte 1916 für einige Monate in der viel besuchten Nr. 22.Alchemisten dagegen wohnten nie in den kleinen Häuschen aus dem 16.Jh. – auch wenn die Legende erzählt, dass sie hier von Rudolf II. angesiedelt wurden, um künstliches Gold herzustellen. Tatsächlich waren hier Burgwächter und arme Handwerker einquartiert.

    • Zlatá ulička© MAIRDUMONT
    Insider-Tipp
    Ohne Gold ins Gässchen

    Das Touristenamt hat in der schmalen Furt an manchen Tagen mehr Besucher gezählt als auf der Karlsbrücke. Um den Touristenstrom zu drosseln, wird zur Hauptöffnungszeit Eintritt kassiert. Wer nach 16 Uhr (Nov.–März) bzw. 17 Uhr (April–Okt.) kommt, kann die Atmosphäre in Prags berühmtestem Gässchen bis zur Schließung des Burgareals (22 Uhr) nicht nur umsonst, sondern auch ohne Gedränge erleben. Häuschen und Shops haben dann allerdings geschlossen. Das einzige Gold, das hier je hergestellt wurde, waren wohl die Erzählungen von Franz Kafka. Er lebte 1916 für einige Monate in der viel besuchten Nr. 22.Alchemisten dagegen wohnten nie in den kleinen Häuschen aus dem 16.Jh. – auch wenn die Legende erzählt, dass sie hier von Rudolf II. angesiedelt wurden, um künstliches Gold herzustellen. Tatsächlich waren hier Burgwächter und arme Handwerker einquartiert.


  • Nový Svět

    Touristenattraktionen
    • Nový Svět© MAIRDUMONT

    Ganz in der Nähe des Loreto-Heiligtums befindet sich dieses pittoreske Viertel aus dem 16.Jh. Das heutige Aussehen der Häuschen, in denen viele Maler ihre Ateliers haben, stammt aus dem 18.Jh. In der Goldenen Birne (Nr. 3) kehrten vor Jahrzehnten die einfachen Leute ein, heute ist das Restaurant etwas für gehobene Ansprüche. In der Nr. 1 wohnte um 1600 der dänische Astronom Tycho Brahe, der am Hof von Kaiser Rudolf II. angestellt war. Und für Insider: In der Neuen Welt befand sich in den 1960er-Jahren auch das kreative Hauptquartier von "Pan-Tau"-Regisseur Jindřich Polák.

    • Nový Svět, Praha
    • Nový Svět© MAIRDUMONT

    Ganz in der Nähe des Loreto-Heiligtums befindet sich dieses pittoreske Viertel aus dem 16.Jh. Das heutige Aussehen der Häuschen, in denen viele Maler ihre Ateliers haben, stammt aus dem 18.Jh. In der Goldenen Birne (Nr. 3) kehrten vor Jahrzehnten die einfachen Leute ein, heute ist das Restaurant etwas für gehobene Ansprüche. In der Nr. 1 wohnte um 1600 der dänische Astronom Tycho Brahe, der am Hof von Kaiser Rudolf II. angestellt war. Und für Insider: In der Neuen Welt befand sich in den 1960er-Jahren auch das kreative Hauptquartier von "Pan-Tau"-Regisseur Jindřich Polák.

    • Nový Svět, Praha

  • Staronová synagoga

    Architektonische Highlights
    • © YRABOTA, Shutterstock

    Die Altneusynagoge wurde um 1275 errichtet und ist die älteste erhaltene Synagoge Europas. In der zweischiffigen Halle beeindruckt vor allem die präzise Steinmetzarbeit, zum Beispiel am Eingangsportal mit seinen fein ziselierten Ornamenten. Der Legende nach haben Engel nach der Zerstörung Jerusalems Teile von Salomons Tempel hierher getragen. Auch der tönerne Golem des Rabbi Löw war hier zu Hause: Seine lehmigen Reste werden der Sage nach auf dem Dachboden aufbewahrt. Die gewaltige Fahne im Gewölbe schenkte Kaiser Ferdinand III. den Juden für ihren tapferen Kampf gegen die Schweden 1648.

    • © YRABOTA, Shutterstock

    Die Altneusynagoge wurde um 1275 errichtet und ist die älteste erhaltene Synagoge Europas. In der zweischiffigen Halle beeindruckt vor allem die präzise Steinmetzarbeit, zum Beispiel am Eingangsportal mit seinen fein ziselierten Ornamenten. Der Legende nach haben Engel nach der Zerstörung Jerusalems Teile von Salomons Tempel hierher getragen. Auch der tönerne Golem des Rabbi Löw war hier zu Hause: Seine lehmigen Reste werden der Sage nach auf dem Dachboden aufbewahrt. Die gewaltige Fahne im Gewölbe schenkte Kaiser Ferdinand III. den Juden für ihren tapferen Kampf gegen die Schweden 1648.


  • Chrám sv. Barbory (St.-Barbara-Kathedrale)

    Architektonische Highlights
    • Chrám svaté Barbory© Rainer Martini, DuMont Reisebildportal

    Ein steinernes Statussymbol wollten die Bürger errichten, eine Kathedrale, gegen die selbst der Prager Veitsdom wie eine Kapelle aussehen würde. Sie engagierten den Baumeister Peter Parler - und obwohl ihnen das Geld ausging, wurde der im 15.Jh. errichtete spätgotische Bau atemberaubend, sowohl was seine Dimension als auch seine Ausschmückung anbelangt.

    • Chrám svaté Barbory© Rainer Martini, DuMont Reisebildportal

    Ein steinernes Statussymbol wollten die Bürger errichten, eine Kathedrale, gegen die selbst der Prager Veitsdom wie eine Kapelle aussehen würde. Sie engagierten den Baumeister Peter Parler - und obwohl ihnen das Geld ausging, wurde der im 15.Jh. errichtete spätgotische Bau atemberaubend, sowohl was seine Dimension als auch seine Ausschmückung anbelangt.


  • Petřín

    Landschaftliche Highlights
    • © David Ionut, Shutterstock

    Der Petrin-Hügel mit seinen Obstwiesen und seiner weiten Aussicht gehört zu den Lieblingsorten der Prager. Von der Tramstation Hellichova führt eine Standseilbahn nach oben zum Aussichtsturm von 1891, für den sichtbar der Eiffeltum Modell stand. Gleich nebenan kann man im historischen Spiegellabyrinth (Bludiště) die Sonntagsfreuden der Urgroßeltern nacherleben.

    • Petřínské sady, 11800 Praha
    • © David Ionut, Shutterstock

    Der Petrin-Hügel mit seinen Obstwiesen und seiner weiten Aussicht gehört zu den Lieblingsorten der Prager. Von der Tramstation Hellichova führt eine Standseilbahn nach oben zum Aussichtsturm von 1891, für den sichtbar der Eiffeltum Modell stand. Gleich nebenan kann man im historischen Spiegellabyrinth (Bludiště) die Sonntagsfreuden der Urgroßeltern nacherleben.

    • Petřínské sady, 11800 Praha

  • Kampa

    Landschaftliche Highlights
    • Kampa© MAIRDUMONT

    Die anmutige Halbinsel ist ein beliebter Ort für Spaziergänge. Von der Kleinseite trennt sie fast über die ganze Länge ein künstlicher Moldauarm, der Teufelsbach Čertovka. Er diente den lokalen Mühlen Jh.elang als Antrieb. Am nördlichen Ende des Bachs ragt das Prager Venedig (Pražské Benátky) hervor, eine Gruppe alter Häuser. Ursprünglich befanden sich auf der Kampa nur Parkanlagen, dann kamen immer mehr Mühlen hinzu. Die erste war im 13.Jh. die Sova-Mühle (Sovovy mlýny), die 2003 als Museum wiedereröffnet wurde. Die Bürgerhäuser auf der Kampa entstanden erst im 16.Jh.

    • Praha
    • Kampa© MAIRDUMONT

    Die anmutige Halbinsel ist ein beliebter Ort für Spaziergänge. Von der Kleinseite trennt sie fast über die ganze Länge ein künstlicher Moldauarm, der Teufelsbach Čertovka. Er diente den lokalen Mühlen Jh.elang als Antrieb. Am nördlichen Ende des Bachs ragt das Prager Venedig (Pražské Benátky) hervor, eine Gruppe alter Häuser. Ursprünglich befanden sich auf der Kampa nur Parkanlagen, dann kamen immer mehr Mühlen hinzu. Die erste war im 13.Jh. die Sova-Mühle (Sovovy mlýny), die 2003 als Museum wiedereröffnet wurde. Die Bürgerhäuser auf der Kampa entstanden erst im 16.Jh.

    • Praha

  • Václavské náměstí

    Touristenattraktionen
    • Václavské náměstí© MAIRDUMONT

    Ein Boulevard der Eiligen, der Schlendernden, der Verliebten, der Erlebnishungrigen, der Taschen- und der Tagediebe: Das ist der Wenzelsplatz heute. Er beherbergt zwei Metrostationen, zehn Wechselstuben, zahlreiche Büros, Geschäfte und Restaurants, dabei hatte ihn Karl IV. 1348 lediglich als Rossmarkt vor den Toren der Altstadt gegründet. 500 Jahre später unterlagen die Böhmen hier in einem Streit den Habsburgern. Zum Trotz gaben sie dem 750 m langen und 60 m breiten Ort den Namen des Landespatrons Wenzel. Er steht als Bronzedenkmal am oberen Ende des Platzes, vor dem gewaltigen Gebäude des Nationalmuseums. Flankenschutz geben der Wenzel-Statue die Statuen der Landesheiligen Agnes, Ludmila, Prokop und Adalbert.

    • Václavské náměstí, 120 00 Praha
    • Václavské náměstí© MAIRDUMONT

    Ein Boulevard der Eiligen, der Schlendernden, der Verliebten, der Erlebnishungrigen, der Taschen- und der Tagediebe: Das ist der Wenzelsplatz heute. Er beherbergt zwei Metrostationen, zehn Wechselstuben, zahlreiche Büros, Geschäfte und Restaurants, dabei hatte ihn Karl IV. 1348 lediglich als Rossmarkt vor den Toren der Altstadt gegründet. 500 Jahre später unterlagen die Böhmen hier in einem Streit den Habsburgern. Zum Trotz gaben sie dem 750 m langen und 60 m breiten Ort den Namen des Landespatrons Wenzel. Er steht als Bronzedenkmal am oberen Ende des Platzes, vor dem gewaltigen Gebäude des Nationalmuseums. Flankenschutz geben der Wenzel-Statue die Statuen der Landesheiligen Agnes, Ludmila, Prokop und Adalbert.

    • Václavské náměstí, 120 00 Praha

  • Laterna magika

    Architektonische Highlights
    • Laterna magika© MAIRDUMONT

    Jahrzehntelang war in Prag gestritten worden, wie die Baulücke neben dem grandiosen Nationaltheater gefüllt werden soll. 1977 begann man mit dem Bau der Glasfassade, einem kühnen Entwurf von Karel Prager. Innen befinden sich grüne Marmorplatten aus Kuba.

    • Laterna magika© MAIRDUMONT

    Jahrzehntelang war in Prag gestritten worden, wie die Baulücke neben dem grandiosen Nationaltheater gefüllt werden soll. 1977 begann man mit dem Bau der Glasfassade, einem kühnen Entwurf von Karel Prager. Innen befinden sich grüne Marmorplatten aus Kuba.


  • Rudolfinum

    Architektonische Highlights
    • Rudolfinum© Martin Specht, DuMont Reisebildportal
    • Rudolfinum© Martin Specht, DuMont Reisebildportal

    Wenn das Repräsentationshaus einen Smetana-Saal hat, darf im Rudolfinum (1876-84) eine Huldigung an das zweite tschechische Musikgenie nicht fehlen. Im Haus der Künstler (wie der Neorenaissancebau mit offiziellem Beinamen heißt) führt eine eindrucksvolle Säulenhalle zum Dvořák-Konzertsaal. Am Entwurf der Architekten Josef Schulz und Josef Zítek ist außerdem die mondäne Freitreppe bemerkenswert - sie diente bereits bei zahlreichen TV-Werbespots als Hintergrund. Das nicht nach dem Kaiser, sondern dem späteren Kronprinzen Rudolf benannte Haus, das von Antonín Dvořák feierlich eröffnet worden war, beherbergte auch für kurze Zeit (1919-39) das Parlament. Interessante Wechselausstellungen finden in der Galerie statt, außerdem kulturelle Veranstaltungen.

    • Rudolfinum© Martin Specht, DuMont Reisebildportal
    • Rudolfinum© Martin Specht, DuMont Reisebildportal

    Wenn das Repräsentationshaus einen Smetana-Saal hat, darf im Rudolfinum (1876-84) eine Huldigung an das zweite tschechische Musikgenie nicht fehlen. Im Haus der Künstler (wie der Neorenaissancebau mit offiziellem Beinamen heißt) führt eine eindrucksvolle Säulenhalle zum Dvořák-Konzertsaal. Am Entwurf der Architekten Josef Schulz und Josef Zítek ist außerdem die mondäne Freitreppe bemerkenswert - sie diente bereits bei zahlreichen TV-Werbespots als Hintergrund. Das nicht nach dem Kaiser, sondern dem späteren Kronprinzen Rudolf benannte Haus, das von Antonín Dvořák feierlich eröffnet worden war, beherbergte auch für kurze Zeit (1919-39) das Parlament. Interessante Wechselausstellungen finden in der Galerie statt, außerdem kulturelle Veranstaltungen.


  • Sbírka moderního umění

    Museen
    • Sbírka moderního umění© MAIRDUMONT

    Die Sammlung der modernen Kunst ist das wichtigste Museum der Hauptstadt. Prunkstück ist die Kunstsammlung des 19.und 20.Jhs. mit 130 Gemälden und 50 Skulpturen, darunter Werke von Paul Cézanne, Marc Chagall, Paul Gauguin, Vincent van Gogh und Pablo Picasso - ein beeindruckendes Spektrum! Auf einer Ausstellungsfläche von mehr als 80.000 m2 im früheren Messepalast sind auch tschechische Meisterwerke zu sehen.

    • Sbírka moderního umění© MAIRDUMONT

    Die Sammlung der modernen Kunst ist das wichtigste Museum der Hauptstadt. Prunkstück ist die Kunstsammlung des 19.und 20.Jhs. mit 130 Gemälden und 50 Skulpturen, darunter Werke von Paul Cézanne, Marc Chagall, Paul Gauguin, Vincent van Gogh und Pablo Picasso - ein beeindruckendes Spektrum! Auf einer Ausstellungsfläche von mehr als 80.000 m2 im früheren Messepalast sind auch tschechische Meisterwerke zu sehen.


  • Hrad Karlštejn

    Architektonische Highlights
    • Hrad Karlštejn© Martin Specht, DuMont Reisebildportal

    Südwestlich von Prag ließ Karl IV. 1348 auf einem von Wald umgebenen Felsen eine uneinnehmbare Festung errichten - als eine Art riesiger Tresor. Hier wurden die königlichen Schätze und die Kronjuwelen des Heiligen Römischen Reichs deutscher Nation aufbewahrt. Die imposante Festungsanlage bietet einen fantastischen Blick in die Landschaft.

    • Hrad Karlštejn© Martin Specht, DuMont Reisebildportal

    Südwestlich von Prag ließ Karl IV. 1348 auf einem von Wald umgebenen Felsen eine uneinnehmbare Festung errichten - als eine Art riesiger Tresor. Hier wurden die königlichen Schätze und die Kronjuwelen des Heiligen Römischen Reichs deutscher Nation aufbewahrt. Die imposante Festungsanlage bietet einen fantastischen Blick in die Landschaft.


  • Kostnice (Beinhaus)

    Touristenattraktionen
    • © Mikhail Markovskiy, Shutterstock

    Im Keller einer Friedhofskapelle im Vorort Sedlec sind die Knochen von 40 000 Toten zu Pyramiden, Wappen und Leuchtern zusammengesetzt. Nach Pestepidemie und Hussitenkriegen reichte der Friedhof nicht mehr aus: Die Mönche sorgten mit einer Umbettung für Abhilfe.

    • © Mikhail Markovskiy, Shutterstock

    Im Keller einer Friedhofskapelle im Vorort Sedlec sind die Knochen von 40 000 Toten zu Pyramiden, Wappen und Leuchtern zusammengesetzt. Nach Pestepidemie und Hussitenkriegen reichte der Friedhof nicht mehr aus: Die Mönche sorgten mit einer Umbettung für Abhilfe.


  • Pražský hrad

    Architektonische Highlights
    • Pražský hrad© MAIRDUMONT

    Der Hradschin ist das größte zusammenhängende Burgareal der Welt, dennoch ist er an manchen Tagen zu klein für die vielen Besucher. Über 1 Mio. Touristen strömen Jahr für Jahr durch den imposanten Komplex, der auf einem etwa 70 m hohen Hügel über der Stadt thront. Einst Residenz böhmischer Fürsten und Könige ist der Hradschin seit 1918 Sitz des Staatspräsidenten. Sein heutiges Erscheinungsbild geht im Wesentlichen auf die Herrschaftsepoche von Kaiserin Maria Theresia zurück, die in der zweiten Hälfte des 18.Jhs. eine Renovierung veranlasste. Erste Spuren einer Burganlage stammen aber schon aus dem 9.Jh. Im Lauf der Jh. kamen neue Wehranlagen, Paläste, Kirchen und Verwaltungsgebäude hinzu, brannten ab und wurden wieder aufgebaut. Heute zählt der Hradschin mit seinen drei Burghöfen rund 60 Gebäude. Seine erste Glanzzeit erlebte die Burg unter Kaiser Karl IV. (1316-1378), der u.a. 1344 den Grundstein für den Sankt-Veits-Dom legen ließ. Für einen weiteren Höhepunkt sorgte Rudolf II. (1576-1612). Er versammelte bedeutende Wissenschaftler, Künstler und Alchimisten um sich und legte riesige Sammlungen an. Nach der Gründung der Tschechoslowakei 1918 regte Präsident Tomáš Garrigue Masaryk eine "künstlerische Veredelung" seines Amtssitzes an. Die Aufgabe übernahm der slowenische Architekt Jože Plečnik. Auch Präsident Václav Havel wollte nach der Wende visuelle Akzente auf der Burg setzen. Auf seinen Wunsch entwarf Oscar-Preisträger Theodor Píštěk, der Kostümbildner von Miloš Formans berühmtem "Amadeus"-Film, 1990 neue Uniformen für die Burgwache. Teile des Burginterieurs sowie die mit Kupfer verzierten Eingangsportale zur Präsidentenkanzlei im zweiten Burghof ließ Havel seinen Freund, den Glaskünstler und Designer Bořek Šípek, neu gestalten. Wer das Burgareal besichtigt, sollte unbedingt auch einen Spaziergang durch das umliegende Viertel machen.

    • Pražský hrad© MAIRDUMONT

    Der Hradschin ist das größte zusammenhängende Burgareal der Welt, dennoch ist er an manchen Tagen zu klein für die vielen Besucher. Über 1 Mio. Touristen strömen Jahr für Jahr durch den imposanten Komplex, der auf einem etwa 70 m hohen Hügel über der Stadt thront. Einst Residenz böhmischer Fürsten und Könige ist der Hradschin seit 1918 Sitz des Staatspräsidenten. Sein heutiges Erscheinungsbild geht im Wesentlichen auf die Herrschaftsepoche von Kaiserin Maria Theresia zurück, die in der zweiten Hälfte des 18.Jhs. eine Renovierung veranlasste. Erste Spuren einer Burganlage stammen aber schon aus dem 9.Jh. Im Lauf der Jh. kamen neue Wehranlagen, Paläste, Kirchen und Verwaltungsgebäude hinzu, brannten ab und wurden wieder aufgebaut. Heute zählt der Hradschin mit seinen drei Burghöfen rund 60 Gebäude. Seine erste Glanzzeit erlebte die Burg unter Kaiser Karl IV. (1316-1378), der u.a. 1344 den Grundstein für den Sankt-Veits-Dom legen ließ. Für einen weiteren Höhepunkt sorgte Rudolf II. (1576-1612). Er versammelte bedeutende Wissenschaftler, Künstler und Alchimisten um sich und legte riesige Sammlungen an. Nach der Gründung der Tschechoslowakei 1918 regte Präsident Tomáš Garrigue Masaryk eine "künstlerische Veredelung" seines Amtssitzes an. Die Aufgabe übernahm der slowenische Architekt Jože Plečnik. Auch Präsident Václav Havel wollte nach der Wende visuelle Akzente auf der Burg setzen. Auf seinen Wunsch entwarf Oscar-Preisträger Theodor Píštěk, der Kostümbildner von Miloš Formans berühmtem "Amadeus"-Film, 1990 neue Uniformen für die Burgwache. Teile des Burginterieurs sowie die mit Kupfer verzierten Eingangsportale zur Präsidentenkanzlei im zweiten Burghof ließ Havel seinen Freund, den Glaskünstler und Designer Bořek Šípek, neu gestalten. Wer das Burgareal besichtigt, sollte unbedingt auch einen Spaziergang durch das umliegende Viertel machen.


  • Královská zahrada

    Botanische Gärten & Parks
    • Královská zahrada© MAIRDUMONT
    Insider-Tipp
    Renaissance des Sozialismus

    Der größte und meistbesuchte der Burggärten wurde 1534 ursprünglich im italienischen Stil angelegt. Aus dieser Zeit stammt das Lustschloss Belvedere am unteren Ende des Gartens – ein herrliches Beispiel italienischer Renaissancebaukunst. König Ferdinand I. ließ es für seine Frau Anna errichten. Nur wenige Jahre jünger ist der aus Glockenguss gefertigte Singende Brunnen vor dem Lustschloss – ganz nah an der unteren Schale hört man, wie das fallende Wasser sie zum Klingen bringt. Die gegenwärtige Gestalt der Parkanlagen im Stil des französischen Barock stammt aus dem 18.Jh. Unweit vom Eingang steht die ehemalige Präsidentenvilla. Dauerhaft wohnte hier zuletzt der letzte sozialistische Präsident der ČSSR, Gustav Husák (im Amt 1975–89). Damit ihm niemand ins Wohnzimmer schauen konnte, wurden Burgfenster vermauert und der Turm des Veits-Doms gesperrt. Der Sozialismus hat seine Spuren auch am gegenüber liegenden Ballhaus (Míčovna) hinterlassen: Wer ein wenig sucht, findet in den vor der Wende renovierten Renaissance-Sgrafitti eine Allegorie auf den Fünfjahresplan.

    • Královská zahrada© MAIRDUMONT
    Insider-Tipp
    Renaissance des Sozialismus

    Der größte und meistbesuchte der Burggärten wurde 1534 ursprünglich im italienischen Stil angelegt. Aus dieser Zeit stammt das Lustschloss Belvedere am unteren Ende des Gartens – ein herrliches Beispiel italienischer Renaissancebaukunst. König Ferdinand I. ließ es für seine Frau Anna errichten. Nur wenige Jahre jünger ist der aus Glockenguss gefertigte Singende Brunnen vor dem Lustschloss – ganz nah an der unteren Schale hört man, wie das fallende Wasser sie zum Klingen bringt. Die gegenwärtige Gestalt der Parkanlagen im Stil des französischen Barock stammt aus dem 18.Jh. Unweit vom Eingang steht die ehemalige Präsidentenvilla. Dauerhaft wohnte hier zuletzt der letzte sozialistische Präsident der ČSSR, Gustav Husák (im Amt 1975–89). Damit ihm niemand ins Wohnzimmer schauen konnte, wurden Burgfenster vermauert und der Turm des Veits-Doms gesperrt. Der Sozialismus hat seine Spuren auch am gegenüber liegenden Ballhaus (Míčovna) hinterlassen: Wer ein wenig sucht, findet in den vor der Wende renovierten Renaissance-Sgrafitti eine Allegorie auf den Fünfjahresplan.


  • Katedrála svatého Víta, Václava a Vojtěcha

    Architektonische Highlights
    • Katedrála svatého Víta, Václava a Vojtěcha© MAIRDUMONT
    Insider-Tipp
    Gotik goes Jugendstil

    Der wichtigste und größte (124 x 60 m) Sakralbau des Landes gehört heute paradoxerweise nur teils der Kirche: Nach dem Zweiten Weltkrieg war der Dom von den Kommunisten verstaatlicht worden, erst 2010 einigten sich Staat und Kirche auf eine gemeinsame Verwaltung. Für die kirchenfernen Tschechen ist die Kathedrale sowieso vor allem ein Nationalsymbol. Schließlich liegt hier – inmitten zahlreicher Nachfolger – Kaiser Karl IV. begraben, den die Tschechen bis heute als ihren größten Herrscher verehren. In der höhlenartigen Krypta wirkt sein stromlininenförmiger Metallsarkophag aus dem Jahr 1935 wie eine geheimnisvolle Zeitkapsel. Karl war es auch, der 1344 den Grundstein zum heutigen Dom legen ließ. Der Baumeister war zunächst Matthias von Arras, dann ab 1352 der erst 23-jährige Peter Parler aus Schwäbisch Gmünd. Parler stellte Südchor und Querschiff fertig. Danach ging es nur noch zäh weiter, die Stile wechselten schneller, als der Bau vorankam – gut zu sehen am 96 m hohen Hauptturm: Auf den gotischen Sockel folgen ein Renaissanceumgang und ein stilwidriger barocker Kupferhelm – eigentlich ein Provisorium, das aber seit 250 Jahren. Erst im 19.Jh. kam wieder Leben in die Baustelle: Die 82 m hohen Westtürme wurden 1892 fertiggestellt, der gesamte Dom – 585 Jahre nach Baubeginn – pünktlich zur Tausendjahrfeier des Heiligen Wenzel 1929.In der noch aus dem 14.Jh. stammenden, edelsteinbesetzten Wenzelskapelle neben dem Südportal bewachen dessen Gebeine den kostbarsten Schatz – die Krönungsinsignien. Nur ganz selten werden sie ausgestellt. Sieben Schlösser, deren Schlüssel unter anderem der Staatspräsident, der Prager Erzbischof und der Oberbürgermeister hüten, sichern die Kronkammer. Prachtvoll ist das aus 1,7 t massivem Silber gefertigte Hochgrab des hl. Nepomuk – der Legende nach hat ihn König Wenzel IV. von der Karlsbrücke stürzen lassen, weil er das Beichtgeheimnis der Königin nicht verraten wollte. Kongenial zur gotischen Atmosphäre passen die erstaunlich neuen Buntglasfenster – die 100 m2 große, aus mindestens 27 000 Teilen zusammengesetzte Rosette „Die Erschaffung der Welt“ stammt aus dem Jahr 1921.Bemerkenswert ist auch das Fenster „Kyrill und Method“ in der dritten Kapelle: Eine Bank hatte es beim Jugendstilkünstler Alfons Mucha in Auftrag gegeben.

    • Katedrála svatého Víta, Václava a Vojtěcha© MAIRDUMONT
    Insider-Tipp
    Gotik goes Jugendstil

    Der wichtigste und größte (124 x 60 m) Sakralbau des Landes gehört heute paradoxerweise nur teils der Kirche: Nach dem Zweiten Weltkrieg war der Dom von den Kommunisten verstaatlicht worden, erst 2010 einigten sich Staat und Kirche auf eine gemeinsame Verwaltung. Für die kirchenfernen Tschechen ist die Kathedrale sowieso vor allem ein Nationalsymbol. Schließlich liegt hier – inmitten zahlreicher Nachfolger – Kaiser Karl IV. begraben, den die Tschechen bis heute als ihren größten Herrscher verehren. In der höhlenartigen Krypta wirkt sein stromlininenförmiger Metallsarkophag aus dem Jahr 1935 wie eine geheimnisvolle Zeitkapsel. Karl war es auch, der 1344 den Grundstein zum heutigen Dom legen ließ. Der Baumeister war zunächst Matthias von Arras, dann ab 1352 der erst 23-jährige Peter Parler aus Schwäbisch Gmünd. Parler stellte Südchor und Querschiff fertig. Danach ging es nur noch zäh weiter, die Stile wechselten schneller, als der Bau vorankam – gut zu sehen am 96 m hohen Hauptturm: Auf den gotischen Sockel folgen ein Renaissanceumgang und ein stilwidriger barocker Kupferhelm – eigentlich ein Provisorium, das aber seit 250 Jahren. Erst im 19.Jh. kam wieder Leben in die Baustelle: Die 82 m hohen Westtürme wurden 1892 fertiggestellt, der gesamte Dom – 585 Jahre nach Baubeginn – pünktlich zur Tausendjahrfeier des Heiligen Wenzel 1929.In der noch aus dem 14.Jh. stammenden, edelsteinbesetzten Wenzelskapelle neben dem Südportal bewachen dessen Gebeine den kostbarsten Schatz – die Krönungsinsignien. Nur ganz selten werden sie ausgestellt. Sieben Schlösser, deren Schlüssel unter anderem der Staatspräsident, der Prager Erzbischof und der Oberbürgermeister hüten, sichern die Kronkammer. Prachtvoll ist das aus 1,7 t massivem Silber gefertigte Hochgrab des hl. Nepomuk – der Legende nach hat ihn König Wenzel IV. von der Karlsbrücke stürzen lassen, weil er das Beichtgeheimnis der Königin nicht verraten wollte. Kongenial zur gotischen Atmosphäre passen die erstaunlich neuen Buntglasfenster – die 100 m2 große, aus mindestens 27 000 Teilen zusammengesetzte Rosette „Die Erschaffung der Welt“ stammt aus dem Jahr 1921.Bemerkenswert ist auch das Fenster „Kyrill und Method“ in der dritten Kapelle: Eine Bank hatte es beim Jugendstilkünstler Alfons Mucha in Auftrag gegeben.


  • Tančící dům

    Architektonische Highlights
    • Tančící dům© MAIRDUMONT
    Insider-Tipp
    Tanzende Luftakrobatik

    Der amerikanische Architekt Frank O. Gehry und sein Prager Kollege Vlado Milunić füllten 1996 mit einem kühnen Entwurf die Lücke, die eine Fliegerbombe im Zweiten Weltkrieg in die Häuserreihe gerissen hatte. Die Prager mögen das Gebäude: Schon kurz nach dem Richtfest erhielten die beschwingten Säulen den Kosenamen „Ginger & Fred“ – nach Hollywoods legendärem Tanzduo Ginger Rogers und Fred Astaire. Die an die Fassade gemalten Kurven versinnbildlichen die Moldauwellen. In der Glass-Bar mit Panoramaterrasse im obersten Stock kannst du den Schwung des Hauses auch von innen erleben. Gleich nebenan, im Haus Nummer 78 wohnte übrigens lange Zeit ein berühmter Bürgerrechtler: Václav Havel.

    • Tančící dům© MAIRDUMONT
    Insider-Tipp
    Tanzende Luftakrobatik

    Der amerikanische Architekt Frank O. Gehry und sein Prager Kollege Vlado Milunić füllten 1996 mit einem kühnen Entwurf die Lücke, die eine Fliegerbombe im Zweiten Weltkrieg in die Häuserreihe gerissen hatte. Die Prager mögen das Gebäude: Schon kurz nach dem Richtfest erhielten die beschwingten Säulen den Kosenamen „Ginger & Fred“ – nach Hollywoods legendärem Tanzduo Ginger Rogers und Fred Astaire. Die an die Fassade gemalten Kurven versinnbildlichen die Moldauwellen. In der Glass-Bar mit Panoramaterrasse im obersten Stock kannst du den Schwung des Hauses auch von innen erleben. Gleich nebenan, im Haus Nummer 78 wohnte übrigens lange Zeit ein berühmter Bürgerrechtler: Václav Havel.


  • U Černé matky Boží

    Architektonische Highlights
    Insider-Tipp
    Kubismus zum Anbeißen

    Das 1911 von Josef Gočár entworfene ehemalige Kaufhaus ist das Hauptwerk des tschechischen Kubismus. Dass dieser keineswegs an der Fassade endete, zeigen das Kubismus-Museum im Obergeschoss und das kantige Grand Café Orient im ersten Stock – sogar die Gebäckkringel (věnečeky) sind hier eckig!

    Insider-Tipp
    Kubismus zum Anbeißen

    Das 1911 von Josef Gočár entworfene ehemalige Kaufhaus ist das Hauptwerk des tschechischen Kubismus. Dass dieser keineswegs an der Fassade endete, zeigen das Kubismus-Museum im Obergeschoss und das kantige Grand Café Orient im ersten Stock – sogar die Gebäckkringel (věnečeky) sind hier eckig!


  • Vrtbovská zahrada

    Botanische Gärten & Parks
    • © Tatiana Dyuvbanova, Shutterstock
    Insider-Tipp
    Über die Dächer von Prag

    Die kleine und sehr versteckte barocke Terassenanlage aus dem Jahr 1720 gilt als schönster Garten Prags. Der Dachausguck des Theatrons bietet eine bezaubernde Perspektive auf die Stadt.

    • © Tatiana Dyuvbanova, Shutterstock
    Insider-Tipp
    Über die Dächer von Prag

    Die kleine und sehr versteckte barocke Terassenanlage aus dem Jahr 1720 gilt als schönster Garten Prags. Der Dachausguck des Theatrons bietet eine bezaubernde Perspektive auf die Stadt.


  • Pražský Literární Dům

    Museen
    Insider-Tipp
    Literatour für Buch-Halter

    Prager deutsche Literatur, das ist nur Kafka? Von wegen. Wer wissen will, wie die Prager Gutsbesitzerstochter Ossip Schubin versehentlich an den Beginn der modernen japanischen Literatur gelangte und Victor Hadwiger den Expressionismus erfand, der ist hier richtig. Eine kleine Ausstellung und eine reiche Bibliothek zeigen dir auf einer Zeitreise das deutschsprachige Prag.

    Insider-Tipp
    Literatour für Buch-Halter

    Prager deutsche Literatur, das ist nur Kafka? Von wegen. Wer wissen will, wie die Prager Gutsbesitzerstochter Ossip Schubin versehentlich an den Beginn der modernen japanischen Literatur gelangte und Victor Hadwiger den Expressionismus erfand, der ist hier richtig. Eine kleine Ausstellung und eine reiche Bibliothek zeigen dir auf einer Zeitreise das deutschsprachige Prag.


  • Zámecký park Průhonice

    Botanische Gärten & Parks
    • © Jenny Rainbow, Shutterstock
    Insider-Tipp
    Flanieren im Grünen

    Der Lieblingsort vieler Prager, um dem Trubel zu entfliehen: Die wunderschöne Parkanlage mit uralten Bäumen, die sich hinter dem Schloss erstreckt, ist ein Teil des Botanischen Gartens und bietet jede Menge versteckte Plätze für ein Picknick oder einfach ein gutes Buch.

    • © Jenny Rainbow, Shutterstock
    Insider-Tipp
    Flanieren im Grünen

    Der Lieblingsort vieler Prager, um dem Trubel zu entfliehen: Die wunderschöne Parkanlage mit uralten Bäumen, die sich hinter dem Schloss erstreckt, ist ein Teil des Botanischen Gartens und bietet jede Menge versteckte Plätze für ein Picknick oder einfach ein gutes Buch.


  • Lennonova zeď

    Touristenattraktionen
    • © pavel068, Shutterstock
    Insider-Tipp
    Marxismus-Lennonismus

    Prags ältestes Social Media: Schon seit den Sixties diente die Umfriedung des Malteser-Gartens der Prager Jugend als Anschlagplatz für Geistesblitze und Liebesschwüre. Nach der Ermordung John Lennons 1980 wurde die Graffitimauer zu einem Underground-Kultort. Die Prager Love-&-Peace-Jünger, vom Regime ernsthaft als „Lennonisten“ geschmäht, lieferten sich hier ein zähes Ringen mit der Staatsmacht, der es nicht gelang, die unliebsamen Parolen überzustreichen.

    • © pavel068, Shutterstock
    Insider-Tipp
    Marxismus-Lennonismus

    Prags ältestes Social Media: Schon seit den Sixties diente die Umfriedung des Malteser-Gartens der Prager Jugend als Anschlagplatz für Geistesblitze und Liebesschwüre. Nach der Ermordung John Lennons 1980 wurde die Graffitimauer zu einem Underground-Kultort. Die Prager Love-&-Peace-Jünger, vom Regime ernsthaft als „Lennonisten“ geschmäht, lieferten sich hier ein zähes Ringen mit der Staatsmacht, der es nicht gelang, die unliebsamen Parolen überzustreichen.


  • Prager Stadtmuseum

    Museen
    Insider-Tipp
    Zeitreise auf Papier

    Tausend Jahre Prager Stadtgeschichte und immer wechselnde Sonderausstellungen in einem prachtvollen Neorenaissance-Palast aus dem Jahr 1898.Glanzstück: Ein detailliertes Papiermodell Prags aus den 1830er-Jahren bewahrt die Atmosphäre des später abgerissenen Ghettos – eine Fleißarbeit von Bibliotheksdiener Antonín Langweil mit gut 2000 Häusern auf 20 m2.

    Insider-Tipp
    Zeitreise auf Papier

    Tausend Jahre Prager Stadtgeschichte und immer wechselnde Sonderausstellungen in einem prachtvollen Neorenaissance-Palast aus dem Jahr 1898.Glanzstück: Ein detailliertes Papiermodell Prags aus den 1830er-Jahren bewahrt die Atmosphäre des später abgerissenen Ghettos – eine Fleißarbeit von Bibliotheksdiener Antonín Langweil mit gut 2000 Häusern auf 20 m2.


  • Prodejní stánek MUZEA MHD

    Museen
    Insider-Tipp
    Zeitreise auf Schienen

    Die Prager lieben ihre Trambahn, und das schon seit 1875! Klar, dass die Bahnen ihr ein eigenes Museum verdienen – stilecht im alten Depot im Viertel Střešovice und inklusive Nostalgiefahrt über Wenzelsplatz, Kleinseite und Burg. Ein- und Ausstieg ist an allen Haltestellen möglich – unabhängig vom Museumsbesuch.

    Insider-Tipp
    Zeitreise auf Schienen

    Die Prager lieben ihre Trambahn, und das schon seit 1875! Klar, dass die Bahnen ihr ein eigenes Museum verdienen – stilecht im alten Depot im Viertel Střešovice und inklusive Nostalgiefahrt über Wenzelsplatz, Kleinseite und Burg. Ein- und Ausstieg ist an allen Haltestellen möglich – unabhängig vom Museumsbesuch.


  • Vojanovy sady

    Botanische Gärten & Parks
    • © Jiri Moravec, Shutterstock

    Der Vojan-Garten gilt als einer der ältesten Gärten der Stadt. Hier kann man im Schatten von Obstbäumen auf einer Parkbank abschalten.

    • © Jiri Moravec, Shutterstock

    Der Vojan-Garten gilt als einer der ältesten Gärten der Stadt. Hier kann man im Schatten von Obstbäumen auf einer Parkbank abschalten.


  • Loreta

    Architektonische Highlights
    • Loreta© MAIRDUMONT

    Italienische Besucher staunen meist über das zwischen 1626 und 1631 entstandene Areal - steht dasselbe Heiligtum nicht in der Nähe der Stadt Ancona? Richtig: Der Prager Komplex ist eine Nachbildung. Ursprünglich soll die "Casa Santa" aber die Wohnung der Jungfrau Maria in Nazareth gewesen sein. Legenden zufolge trugen Engel das Haus aus Palästina in die Lorbeerplantage Loreto bei Ancona. Kein Wunder, dass die Fürstin Lobkowicz als (Nach-)Baumeister zwei Italiener wählte: Giovanni Orsi und Andrea Allio. Eindrucksvoll ist v.a. der zweistöckige Kreuzgang der Casa - die zweite Etage (1740) stammt von Kilian Ignaz Dientzenhofer. Er hatte 20 Jahre zuvor bereits die Front mit dem Glockenturm gebaut. Von dort erklingt zu jeder vollen Stunde das der Jungfrau Maria gewidmete Lied "Sei tausendmal gegrüßt". Im Innern der Casa ist besonders die aus Lindenholz geschnitzte Madonna sehenswert - und die kuriose "Statue der Heiligen Kümmernis": Die Legende erzählt, dass der Himmel einer portugiesischen Prinzessin einst einen buschigen Bart sprießen ließ, damit Männer keinen Gefallen an ihr finden sollten. Weitaus anziehender und das Glanzstück der Ausstellung ist jedenfalls die mit 6222 Diamanten besetzte, 90 cm hohe und 12 kg schwere Monstranz, die 1698/99 in Wien hergestellt wurde.

    • Loreta© MAIRDUMONT

    Italienische Besucher staunen meist über das zwischen 1626 und 1631 entstandene Areal - steht dasselbe Heiligtum nicht in der Nähe der Stadt Ancona? Richtig: Der Prager Komplex ist eine Nachbildung. Ursprünglich soll die "Casa Santa" aber die Wohnung der Jungfrau Maria in Nazareth gewesen sein. Legenden zufolge trugen Engel das Haus aus Palästina in die Lorbeerplantage Loreto bei Ancona. Kein Wunder, dass die Fürstin Lobkowicz als (Nach-)Baumeister zwei Italiener wählte: Giovanni Orsi und Andrea Allio. Eindrucksvoll ist v.a. der zweistöckige Kreuzgang der Casa - die zweite Etage (1740) stammt von Kilian Ignaz Dientzenhofer. Er hatte 20 Jahre zuvor bereits die Front mit dem Glockenturm gebaut. Von dort erklingt zu jeder vollen Stunde das der Jungfrau Maria gewidmete Lied "Sei tausendmal gegrüßt". Im Innern der Casa ist besonders die aus Lindenholz geschnitzte Madonna sehenswert - und die kuriose "Statue der Heiligen Kümmernis": Die Legende erzählt, dass der Himmel einer portugiesischen Prinzessin einst einen buschigen Bart sprießen ließ, damit Männer keinen Gefallen an ihr finden sollten. Weitaus anziehender und das Glanzstück der Ausstellung ist jedenfalls die mit 6222 Diamanten besetzte, 90 cm hohe und 12 kg schwere Monstranz, die 1698/99 in Wien hergestellt wurde.


  • Památník Hrdinů

    Museen
    • Památník Hrdinů© MAIRDUMONT

    In der Gruft der Kyrillos-und-Methodios-Kirche lieferten sich im Juni 1942 Widerstandskämpfer nach dem Attentat auf den hohen NS-Funktionär Reinhard Heydrich einen heldenhaften Kampf mit der Waffen-SS. Karge Ausstellung ohne falsches Pathos.

    • Památník Hrdinů© MAIRDUMONT

    In der Gruft der Kyrillos-und-Methodios-Kirche lieferten sich im Juni 1942 Widerstandskämpfer nach dem Attentat auf den hohen NS-Funktionär Reinhard Heydrich einen heldenhaften Kampf mit der Waffen-SS. Karge Ausstellung ohne falsches Pathos.


  • Národní muzeum

    Museen
    • Národní muzeum© MAIRDUMONT

    Alles, was das tschechische Herz höher schlagen lässt: In den Seitenflügeln befinden sich umfangreiche ethnografische, archäologische und naturwissenschaftliche Sammlungen, darunter die größte Mineraliensammlung Europas. Ebenso bemerkenswert sind die Bibliothek (über 3,5 Mio. Bände), die Münzsammlung und die Sammlung ausgestopfter Tiere. In der Mitte des um 1890 erbauten Museums ehrt ein zweistöckiges Pantheon verdiente Tschechen mit bronzenen Statuen. Vorbild für die Neorenaissancefassade war der Louvre in Paris. Zum Nationalmuseum gehört auch der in den 1960er-Jahren erweiterte Gebäudekomplex nebenan. Als einstiger Sitz der Börse, dann - zu kommunistischen Zeiten - des Parlaments und zuletzt von Radio Free Europe hat er eine bewegte Geschichte hinter sich. Jetzt zeigt das Nationalmuseum hier Wechselausstellungen.

    • Národní muzeum© MAIRDUMONT

    Alles, was das tschechische Herz höher schlagen lässt: In den Seitenflügeln befinden sich umfangreiche ethnografische, archäologische und naturwissenschaftliche Sammlungen, darunter die größte Mineraliensammlung Europas. Ebenso bemerkenswert sind die Bibliothek (über 3,5 Mio. Bände), die Münzsammlung und die Sammlung ausgestopfter Tiere. In der Mitte des um 1890 erbauten Museums ehrt ein zweistöckiges Pantheon verdiente Tschechen mit bronzenen Statuen. Vorbild für die Neorenaissancefassade war der Louvre in Paris. Zum Nationalmuseum gehört auch der in den 1960er-Jahren erweiterte Gebäudekomplex nebenan. Als einstiger Sitz der Börse, dann - zu kommunistischen Zeiten - des Parlaments und zuletzt von Radio Free Europe hat er eine bewegte Geschichte hinter sich. Jetzt zeigt das Nationalmuseum hier Wechselausstellungen.