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Mittelböhmen Must Sees


























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Palladium
Kaufhäuser © Josef Hanus, Shutterstock
Zu k.u.k.-Zeiten war es eine Kaserne, heute ist es laut Eigenwerbung eines der größten innerstädtischen Einkaufszentren Osteuropas: Im Palladium warten unzählige Läden, Restaurants und Bars auf die Kunden. Wer verstehen will, wie sehr Prag boomt, sollte einen Blick in diesen Konsumtempel werfen.
- Náměstí Republiky 1, Praha
- http://www.palladiumpraha.cz/
- +420 225 770 255
© Josef Hanus, Shutterstock
Zu k.u.k.-Zeiten war es eine Kaserne, heute ist es laut Eigenwerbung eines der größten innerstädtischen Einkaufszentren Osteuropas: Im Palladium warten unzählige Läden, Restaurants und Bars auf die Kunden. Wer verstehen will, wie sehr Prag boomt, sollte einen Blick in diesen Konsumtempel werfen.
- Náměstí Republiky 1, Praha
- http://www.palladiumpraha.cz/
- +420 225 770 255
Karlův most
Touristenattraktionen © MAIRDUMONT
Auf der 10 m breiten und 520 m langen Brücke buhlen heute ukrainische Karikaturisten, tschechische Puppenspieler und amerikanische Gitarristen um die Aufmerksamkeit der Passanten. 400 Jahre lang war die auf 16 Pfeilern ruhende gotische Karlsbrücke die einzige Verbindung zwischen Altstadt und Kleinseite. Kaiser Karl IV. ließ sie 1357 unter der Aufsicht von Peter Parler bauen - mit blanker Brüstung: Erst zwischen 1657 und 1714 kamen die meisten der heute kaum wegzudenkenden Figuren hinzu. Die bekannteste Statue dürfte der heilige Nepomuk sein (von der Altstadtseite die achte Figur rechts, sie war 1683 eine der ersten auf der Brücke). Der Brückenheilige schützt auch in der böhmischen Provinz, in Schlesien, entlang der Elbe und in Bayern vor Hochwasser und Schiffsunglücken. Das Handauflegen am Relief im Pfeiler soll Glück bringen - die blank geriebene Stelle macht klar, wie viele Besucher das glauben. Zwischen dem sechsten und siebten Pfeiler rechts markiert ein Kreuz in der Brüstung den Ort, an dem der Priester Johannes Nepomuk vor 600 Jahren von den Schergen des Königs Wenzel IV. in den Fluss gestürzt wurde. Er hatte sich trotz Folter an das Beichtgeheimnis gehalten. Die erste Figurengruppe der Karlsbrücke war 1657 übrigens die Kreuzigungsszene (dritte Statue rechts), die bisher letzte das Heiligenduo Kyrillios und Methodios (1938, fünfte Statue rechts).
- Karlův most, 110 00 Praha
- http://prague.eu/
© MAIRDUMONT
Auf der 10 m breiten und 520 m langen Brücke buhlen heute ukrainische Karikaturisten, tschechische Puppenspieler und amerikanische Gitarristen um die Aufmerksamkeit der Passanten. 400 Jahre lang war die auf 16 Pfeilern ruhende gotische Karlsbrücke die einzige Verbindung zwischen Altstadt und Kleinseite. Kaiser Karl IV. ließ sie 1357 unter der Aufsicht von Peter Parler bauen - mit blanker Brüstung: Erst zwischen 1657 und 1714 kamen die meisten der heute kaum wegzudenkenden Figuren hinzu. Die bekannteste Statue dürfte der heilige Nepomuk sein (von der Altstadtseite die achte Figur rechts, sie war 1683 eine der ersten auf der Brücke). Der Brückenheilige schützt auch in der böhmischen Provinz, in Schlesien, entlang der Elbe und in Bayern vor Hochwasser und Schiffsunglücken. Das Handauflegen am Relief im Pfeiler soll Glück bringen - die blank geriebene Stelle macht klar, wie viele Besucher das glauben. Zwischen dem sechsten und siebten Pfeiler rechts markiert ein Kreuz in der Brüstung den Ort, an dem der Priester Johannes Nepomuk vor 600 Jahren von den Schergen des Königs Wenzel IV. in den Fluss gestürzt wurde. Er hatte sich trotz Folter an das Beichtgeheimnis gehalten. Die erste Figurengruppe der Karlsbrücke war 1657 übrigens die Kreuzigungsszene (dritte Statue rechts), die bisher letzte das Heiligenduo Kyrillios und Methodios (1938, fünfte Statue rechts).
- Karlův most, 110 00 Praha
- http://prague.eu/
Staroměstské náměstí
Touristenattraktionen © MAIRDUMONT
Insider-Tipp Für ein Trinkgeld durch Prag
Prags ältester Platz ist seit dem 12.Jh. der Dreh- und Angelpunkt der Stadt. Mit seinem Rahmen aus prachtvollen Palais von Gotik bis Jugendstil ist er der ideale Ort zum Schauen, Genießen und Flanieren, Treffpunkt von Touristen und Tagedieben. Tafeln erinnern an Berühmtheiten, die hier wohnten oder verkehrten – u. a. Franz Kafka, Albert Einstein und Bedřich Smetana. Heute finden auf dem Ring nur noch Weihnachts- und Ostermärkte statt, früher war er der zentrale Handelsplatz der Stadt. Auswärtige Kaufleute mussten zuvor hinter der Teynkirche einen Zoll bezahlen, das Ungelt – und so heißt der versteckte Teynhof auch heute noch. Schauplatz eines dramatischen Ereignisses war der Altstädter Ring im Jahr 1621.Nachdem die böhmischen Stände die Schlacht am Weißen Berg verloren hatten, ließen die siegreichen katholischen Habsburger hier 27 protestantische Adelige und Standesherren hinrichten. Vor dem Rathausturm ins Pflaster eingelassene Kreuze erinnern an die Getöteten. Eine späte Antwort darauf und ein nationale Absage an den Katholizismus ist in der Platzmitte die monumentale Statue des Reformators Jan Hus von Ladislav Šaloun (1915). Meist auf dem Altstädter Ring starten auch Gratisstadtführungen verschiedener Anbieter. Die Führer sind oft Expats oder Studenten. Finanziert werden die Touren allein über Trinkgelder.
- Staroměstské náměstí, 110 00 Praha
- http://prague.eu/
© MAIRDUMONT
Insider-Tipp Für ein Trinkgeld durch Prag
Prags ältester Platz ist seit dem 12.Jh. der Dreh- und Angelpunkt der Stadt. Mit seinem Rahmen aus prachtvollen Palais von Gotik bis Jugendstil ist er der ideale Ort zum Schauen, Genießen und Flanieren, Treffpunkt von Touristen und Tagedieben. Tafeln erinnern an Berühmtheiten, die hier wohnten oder verkehrten – u. a. Franz Kafka, Albert Einstein und Bedřich Smetana. Heute finden auf dem Ring nur noch Weihnachts- und Ostermärkte statt, früher war er der zentrale Handelsplatz der Stadt. Auswärtige Kaufleute mussten zuvor hinter der Teynkirche einen Zoll bezahlen, das Ungelt – und so heißt der versteckte Teynhof auch heute noch. Schauplatz eines dramatischen Ereignisses war der Altstädter Ring im Jahr 1621.Nachdem die böhmischen Stände die Schlacht am Weißen Berg verloren hatten, ließen die siegreichen katholischen Habsburger hier 27 protestantische Adelige und Standesherren hinrichten. Vor dem Rathausturm ins Pflaster eingelassene Kreuze erinnern an die Getöteten. Eine späte Antwort darauf und ein nationale Absage an den Katholizismus ist in der Platzmitte die monumentale Statue des Reformators Jan Hus von Ladislav Šaloun (1915). Meist auf dem Altstädter Ring starten auch Gratisstadtführungen verschiedener Anbieter. Die Führer sind oft Expats oder Studenten. Finanziert werden die Touren allein über Trinkgelder.
- Staroměstské náměstí, 110 00 Praha
- http://prague.eu/
Starý Židovský hřbitov
Touristenattraktionen © MAIRDUMONT
Was wie kunstvoll arrangiert aussieht, entstand aus purer Platznot: Weil auf einem jüdischen Friedhof Gräber nicht nach einer bestimmten Zeit "aufgehoben" werden dürfen, musste hier Jh.elang neue Erde aufgeschüttet werden. Als Ergebnis liegen die Toten hier in bis zu neun Schichten übereinander, und die kunstvollen Grabsteine stehen dicht an dicht. Das bekannteste Grab des Friedhofs gehört dem 1609 gestorbenen Schöpfer des legendären Golems, Jehuda Liwa ben Bezallel, genannt Rabbi Löw. Das letzte Begräbnis fand hier nachweislich im Mai 1787 statt, aber wann das erste der schätzungsweise 200.000 Gräber errichtet wurde, weiß niemand so genau. Der älteste der 12.000 Steine stammt jedenfalls aus dem Jahr 1439.Übrigens: Wer das Grab von Franz Kafka sucht, wird es hier nicht finden - der Schriftsteller liegt auf dem neuen jüdischen Friedhof.
- Široká 3, 110 00 Praha
- http://www.jewishmuseum.cz/
- +420 800 222 558
© MAIRDUMONT
Was wie kunstvoll arrangiert aussieht, entstand aus purer Platznot: Weil auf einem jüdischen Friedhof Gräber nicht nach einer bestimmten Zeit "aufgehoben" werden dürfen, musste hier Jh.elang neue Erde aufgeschüttet werden. Als Ergebnis liegen die Toten hier in bis zu neun Schichten übereinander, und die kunstvollen Grabsteine stehen dicht an dicht. Das bekannteste Grab des Friedhofs gehört dem 1609 gestorbenen Schöpfer des legendären Golems, Jehuda Liwa ben Bezallel, genannt Rabbi Löw. Das letzte Begräbnis fand hier nachweislich im Mai 1787 statt, aber wann das erste der schätzungsweise 200.000 Gräber errichtet wurde, weiß niemand so genau. Der älteste der 12.000 Steine stammt jedenfalls aus dem Jahr 1439.Übrigens: Wer das Grab von Franz Kafka sucht, wird es hier nicht finden - der Schriftsteller liegt auf dem neuen jüdischen Friedhof.
- Široká 3, 110 00 Praha
- http://www.jewishmuseum.cz/
- +420 800 222 558
Zlatá ulička
Touristenattraktionen © MAIRDUMONT
Insider-Tipp Ohne Gold ins Gässchen
Das Touristenamt hat in der schmalen Furt an manchen Tagen mehr Besucher gezählt als auf der Karlsbrücke. Um den Touristenstrom zu drosseln, wird zur Hauptöffnungszeit Eintritt kassiert. Wer nach 16 Uhr (Nov.–März) bzw. 17 Uhr (April–Okt.) kommt, kann die Atmosphäre in Prags berühmtestem Gässchen bis zur Schließung des Burgareals (22 Uhr) nicht nur umsonst, sondern auch ohne Gedränge erleben. Häuschen und Shops haben dann allerdings geschlossen. Das einzige Gold, das hier je hergestellt wurde, waren wohl die Erzählungen von Franz Kafka. Er lebte 1916 für einige Monate in der viel besuchten Nr. 22.Alchemisten dagegen wohnten nie in den kleinen Häuschen aus dem 16.Jh. – auch wenn die Legende erzählt, dass sie hier von Rudolf II. angesiedelt wurden, um künstliches Gold herzustellen. Tatsächlich waren hier Burgwächter und arme Handwerker einquartiert.
- Zlatá ulička, 119 08 Praha
- http://www.hrad.cz/
- +420 224 372 423
© MAIRDUMONT
Insider-Tipp Ohne Gold ins Gässchen
Das Touristenamt hat in der schmalen Furt an manchen Tagen mehr Besucher gezählt als auf der Karlsbrücke. Um den Touristenstrom zu drosseln, wird zur Hauptöffnungszeit Eintritt kassiert. Wer nach 16 Uhr (Nov.–März) bzw. 17 Uhr (April–Okt.) kommt, kann die Atmosphäre in Prags berühmtestem Gässchen bis zur Schließung des Burgareals (22 Uhr) nicht nur umsonst, sondern auch ohne Gedränge erleben. Häuschen und Shops haben dann allerdings geschlossen. Das einzige Gold, das hier je hergestellt wurde, waren wohl die Erzählungen von Franz Kafka. Er lebte 1916 für einige Monate in der viel besuchten Nr. 22.Alchemisten dagegen wohnten nie in den kleinen Häuschen aus dem 16.Jh. – auch wenn die Legende erzählt, dass sie hier von Rudolf II. angesiedelt wurden, um künstliches Gold herzustellen. Tatsächlich waren hier Burgwächter und arme Handwerker einquartiert.
- Zlatá ulička, 119 08 Praha
- http://www.hrad.cz/
- +420 224 372 423
Nový Svět
Touristenattraktionen © MAIRDUMONT
Ganz in der Nähe des Loreto-Heiligtums befindet sich dieses pittoreske Viertel aus dem 16.Jh. Das heutige Aussehen der Häuschen, in denen viele Maler ihre Ateliers haben, stammt aus dem 18.Jh. In der Goldenen Birne (Nr. 3) kehrten vor Jahrzehnten die einfachen Leute ein, heute ist das Restaurant etwas für gehobene Ansprüche. In der Nr. 1 wohnte um 1600 der dänische Astronom Tycho Brahe, der am Hof von Kaiser Rudolf II. angestellt war. Und für Insider: In der Neuen Welt befand sich in den 1960er-Jahren auch das kreative Hauptquartier von "Pan-Tau"-Regisseur Jindřich Polák.
- Nový Svět, Praha
© MAIRDUMONT
Ganz in der Nähe des Loreto-Heiligtums befindet sich dieses pittoreske Viertel aus dem 16.Jh. Das heutige Aussehen der Häuschen, in denen viele Maler ihre Ateliers haben, stammt aus dem 18.Jh. In der Goldenen Birne (Nr. 3) kehrten vor Jahrzehnten die einfachen Leute ein, heute ist das Restaurant etwas für gehobene Ansprüche. In der Nr. 1 wohnte um 1600 der dänische Astronom Tycho Brahe, der am Hof von Kaiser Rudolf II. angestellt war. Und für Insider: In der Neuen Welt befand sich in den 1960er-Jahren auch das kreative Hauptquartier von "Pan-Tau"-Regisseur Jindřich Polák.
- Nový Svět, Praha
Staronová synagoga
Architektonische Highlights © YRABOTA, Shutterstock
Die Altneusynagoge wurde um 1275 errichtet und ist die älteste erhaltene Synagoge Europas. In der zweischiffigen Halle beeindruckt vor allem die präzise Steinmetzarbeit, zum Beispiel am Eingangsportal mit seinen fein ziselierten Ornamenten. Der Legende nach haben Engel nach der Zerstörung Jerusalems Teile von Salomons Tempel hierher getragen. Auch der tönerne Golem des Rabbi Löw war hier zu Hause: Seine lehmigen Reste werden der Sage nach auf dem Dachboden aufbewahrt. Die gewaltige Fahne im Gewölbe schenkte Kaiser Ferdinand III. den Juden für ihren tapferen Kampf gegen die Schweden 1648.
- Maiselova 18, 110 01 Praha
- http://www.synagogue.cz/
- +420 224 800 812
- sekretariat@kehilaprag.cz
© YRABOTA, Shutterstock
Die Altneusynagoge wurde um 1275 errichtet und ist die älteste erhaltene Synagoge Europas. In der zweischiffigen Halle beeindruckt vor allem die präzise Steinmetzarbeit, zum Beispiel am Eingangsportal mit seinen fein ziselierten Ornamenten. Der Legende nach haben Engel nach der Zerstörung Jerusalems Teile von Salomons Tempel hierher getragen. Auch der tönerne Golem des Rabbi Löw war hier zu Hause: Seine lehmigen Reste werden der Sage nach auf dem Dachboden aufbewahrt. Die gewaltige Fahne im Gewölbe schenkte Kaiser Ferdinand III. den Juden für ihren tapferen Kampf gegen die Schweden 1648.
- Maiselova 18, 110 01 Praha
- http://www.synagogue.cz/
- +420 224 800 812
- sekretariat@kehilaprag.cz
Slavia
Cafés © MAIRDUMONT
Insider-Tipp Nachtschwärmer-Legende
Prags berühmtestes Kaffeehaus, immer noch Treffpunkt von Literaten. Das größte Plus des Art-déco-Cafés sind wohl seine großen Fenster: Sie eröffnen einen traumhaften Blick auf Moldau und Burg. Man kann hier auch sehr gut essen – begleitet von dezentem Klavierspiel und Blick auf das Gemälde vom „Absinth-Trinker“, dem eine grüne Muse erscheint.
- Národní třída 1, Praha
- http://www.cafeslavia.cz/
- info@cafeslavia.cz
© MAIRDUMONT
Insider-Tipp Nachtschwärmer-Legende
Prags berühmtestes Kaffeehaus, immer noch Treffpunkt von Literaten. Das größte Plus des Art-déco-Cafés sind wohl seine großen Fenster: Sie eröffnen einen traumhaften Blick auf Moldau und Burg. Man kann hier auch sehr gut essen – begleitet von dezentem Klavierspiel und Blick auf das Gemälde vom „Absinth-Trinker“, dem eine grüne Muse erscheint.
- Národní třída 1, Praha
- http://www.cafeslavia.cz/
- info@cafeslavia.cz
U zlatého tygra
Pubs © MAIRDUMONT
Wenn diese Traditionskneipe unweit des Altstädter Rings um Punkt 3 Uhr ihre Türen öffnet, steht meist schon eine Schlange Durstiger vor der Tür. Hier gibt es eine verschworene Gemeinschaft von Stammgästen, zu denen einst auch der legendäre Schriftsteller Bohumil Hrabal (1914-97) gehörte.
- Husova 17, Praha
- http://www.uzlatehotygra.cz/
- +420 222 221 111
© MAIRDUMONT
Wenn diese Traditionskneipe unweit des Altstädter Rings um Punkt 3 Uhr ihre Türen öffnet, steht meist schon eine Schlange Durstiger vor der Tür. Hier gibt es eine verschworene Gemeinschaft von Stammgästen, zu denen einst auch der legendäre Schriftsteller Bohumil Hrabal (1914-97) gehörte.
- Husova 17, Praha
- http://www.uzlatehotygra.cz/
- +420 222 221 111
Hradčany
Geographical © AndreyKrav, Thinkstock
Insider-Tipp Königliches Spektakel
Der Hradschin gilt mit 7,28 ha als das größte geschlossene Burgareal der Welt und ist Symbol des tschechischen Staats. Seit über tausend Jahren residieren hier die böhmischen Fürsten und Könige; seit 1918 gehört der gesamte Komplex zum Sitz des tschechischen Präsidenten. Mehr Ellenbogenfreiheit hat unter den europäischen Staatsoberhäuptern nur der Papst. Die gehisste Präsidentenstandarte über dem ersten Burghof zeigt an, dass der Hausherr gerade daheim ist. Das heutige Erscheinungsbild geht im Wesentlichen auf Kaiserin Maria Theresia zurück, die in der zweiten Hälfte des 18.Jhs. eine grundlegende Renovierung veranlasste. Die ältesten baulichen Relikte stammen aber aus dem 9.Jh.; seitdem hat jeder Herrscher und jeder Stil hier seine Spuren hinterlassen. Die erste Glanzzeit erlebte die Burg im 14.Jh., als Kaiser Karl IV. (1316–78) vom Hradschin aus das gesamte Heilige Römische Reich von der Nordsee bis an die Adria regierte. Er war es auch, der 1344 den Grundstein für den St.-Veits-Dom legen ließ. Ende des 16.Jhs. wählte der sonderliche Habsburger Rudolf II. den Hradschin zu seinem Sitz (1583–1612) und machte Prag abermals zum Mittelpunkt des Reichs und zu einem Zentrum der Künste und Wissenschaften. Er legte gewaltige Sammlungen an und holte Johannes Kepler und Tycho Brahe nach Prag, aber auch ungezählte Scharlatane und Alchemisten. Auch Präsident Václav Havel wollte nach der Wende eigene visuelle Akzente auf der Burg setzen. Teile des Interieurs sowie die mit Kupfer verzierten Eingangsportale zur Präsidentenkanzlei im zweiten Burghof ließ er seinen Freund, den Glaskünstler Bořek Šípek, neu gestalten. Auf Havels Wunsch entwarf Oscar-Preisträger Theodor Píštěk, Kostümbildner von Miloš Formans berühmtem „Amadeus“-Film, neue Uniformen für die Burgwache. Die Große Wachablösung täglich um 12 Uhr am Burgtor ist ein sehenswertes und gratis zugängliches Spektakel. Der aktuelle Präsident Petr Pavel hat den lange unzugänglichen Hirschgraben geöffnet – früher wurden hier Wild und Bären gehalten. Wer das Burgareal besichtigt, sollte unbedingt auch einen Streifzug durch das umliegende Viertel machen. Hradčany, die Burgvorstadt, wurde 1320 gegründet. Karl IV. erweiterte das Viertel u. a. um das für seine wertvolle Bibliothek berühmte Strahov-Kloster. Zu den schönsten Prager Erlebnissen gehört schließlich ein Spaziergang durch die zeitentrückten Gässchen der Neuen Welt.
- Hradčany, Praha
© AndreyKrav, Thinkstock
Insider-Tipp Königliches Spektakel
Der Hradschin gilt mit 7,28 ha als das größte geschlossene Burgareal der Welt und ist Symbol des tschechischen Staats. Seit über tausend Jahren residieren hier die böhmischen Fürsten und Könige; seit 1918 gehört der gesamte Komplex zum Sitz des tschechischen Präsidenten. Mehr Ellenbogenfreiheit hat unter den europäischen Staatsoberhäuptern nur der Papst. Die gehisste Präsidentenstandarte über dem ersten Burghof zeigt an, dass der Hausherr gerade daheim ist. Das heutige Erscheinungsbild geht im Wesentlichen auf Kaiserin Maria Theresia zurück, die in der zweiten Hälfte des 18.Jhs. eine grundlegende Renovierung veranlasste. Die ältesten baulichen Relikte stammen aber aus dem 9.Jh.; seitdem hat jeder Herrscher und jeder Stil hier seine Spuren hinterlassen. Die erste Glanzzeit erlebte die Burg im 14.Jh., als Kaiser Karl IV. (1316–78) vom Hradschin aus das gesamte Heilige Römische Reich von der Nordsee bis an die Adria regierte. Er war es auch, der 1344 den Grundstein für den St.-Veits-Dom legen ließ. Ende des 16.Jhs. wählte der sonderliche Habsburger Rudolf II. den Hradschin zu seinem Sitz (1583–1612) und machte Prag abermals zum Mittelpunkt des Reichs und zu einem Zentrum der Künste und Wissenschaften. Er legte gewaltige Sammlungen an und holte Johannes Kepler und Tycho Brahe nach Prag, aber auch ungezählte Scharlatane und Alchemisten. Auch Präsident Václav Havel wollte nach der Wende eigene visuelle Akzente auf der Burg setzen. Teile des Interieurs sowie die mit Kupfer verzierten Eingangsportale zur Präsidentenkanzlei im zweiten Burghof ließ er seinen Freund, den Glaskünstler Bořek Šípek, neu gestalten. Auf Havels Wunsch entwarf Oscar-Preisträger Theodor Píštěk, Kostümbildner von Miloš Formans berühmtem „Amadeus“-Film, neue Uniformen für die Burgwache. Die Große Wachablösung täglich um 12 Uhr am Burgtor ist ein sehenswertes und gratis zugängliches Spektakel. Der aktuelle Präsident Petr Pavel hat den lange unzugänglichen Hirschgraben geöffnet – früher wurden hier Wild und Bären gehalten. Wer das Burgareal besichtigt, sollte unbedingt auch einen Streifzug durch das umliegende Viertel machen. Hradčany, die Burgvorstadt, wurde 1320 gegründet. Karl IV. erweiterte das Viertel u. a. um das für seine wertvolle Bibliothek berühmte Strahov-Kloster. Zu den schönsten Prager Erlebnissen gehört schließlich ein Spaziergang durch die zeitentrückten Gässchen der Neuen Welt.
- Hradčany, Praha
Malá Strana
Geographical © Rainer Martini, DuMont Reisebildportal
Sie ist wohl das romantischste Viertel Prags: die Kleinseite unterhalb des Hradschins. Nicht nur Filmemacher sind von ihr begeistert, weil sie lediglich die Autos wegfahren und die Reklameschilder abmontieren müssen, um eine perfekte Kulisse für das 18.Jh. zu haben. Auch die Prager hängen an dem Viertel - nicht zuletzt wegen seiner zahlreichen grünen Oasen. Im 13.Jh. noch "Neustadt unter der Burg" oder "Kleinere Prager Stadt" genannt, erhielt das fast 7 ha große Gelände von König Přemysl Otakar II. 1257 das Stadtrecht. Im 16.Jh. motivierte die Nähe zum Machtzentrum - der Burg - den Adel zu einem Bauboom. Durch steten Handel mit dem königlichen Hof mehrten die Bürger ihr Vermögen. Es entstanden wuchtige Palais im Renaissance- und Barockstil. Die Einheimischen schätzen das Viertel heute v.a. wegen der Entspannung, die man in den zahlreichen Gärten und Parks finden kann.
- Praha
© Rainer Martini, DuMont Reisebildportal
Sie ist wohl das romantischste Viertel Prags: die Kleinseite unterhalb des Hradschins. Nicht nur Filmemacher sind von ihr begeistert, weil sie lediglich die Autos wegfahren und die Reklameschilder abmontieren müssen, um eine perfekte Kulisse für das 18.Jh. zu haben. Auch die Prager hängen an dem Viertel - nicht zuletzt wegen seiner zahlreichen grünen Oasen. Im 13.Jh. noch "Neustadt unter der Burg" oder "Kleinere Prager Stadt" genannt, erhielt das fast 7 ha große Gelände von König Přemysl Otakar II. 1257 das Stadtrecht. Im 16.Jh. motivierte die Nähe zum Machtzentrum - der Burg - den Adel zu einem Bauboom. Durch steten Handel mit dem königlichen Hof mehrten die Bürger ihr Vermögen. Es entstanden wuchtige Palais im Renaissance- und Barockstil. Die Einheimischen schätzen das Viertel heute v.a. wegen der Entspannung, die man in den zahlreichen Gärten und Parks finden kann.
- Praha
Chrám sv. Barbory (St.-Barbara-Kathedrale)
Architektonische Highlights © Rainer Martini, DuMont Reisebildportal
Ein steinernes Statussymbol wollten die Bürger errichten, eine Kathedrale, gegen die selbst der Prager Veitsdom wie eine Kapelle aussehen würde. Sie engagierten den Baumeister Peter Parler - und obwohl ihnen das Geld ausging, wurde der im 15.Jh. errichtete spätgotische Bau atemberaubend, sowohl was seine Dimension als auch seine Ausschmückung anbelangt.
- Barborská, 284 01 Kutná Hora
- http://chramsvatebarbory.cz/
- +420 327 515 796
© Rainer Martini, DuMont Reisebildportal
Ein steinernes Statussymbol wollten die Bürger errichten, eine Kathedrale, gegen die selbst der Prager Veitsdom wie eine Kapelle aussehen würde. Sie engagierten den Baumeister Peter Parler - und obwohl ihnen das Geld ausging, wurde der im 15.Jh. errichtete spätgotische Bau atemberaubend, sowohl was seine Dimension als auch seine Ausschmückung anbelangt.
- Barborská, 284 01 Kutná Hora
- http://chramsvatebarbory.cz/
- +420 327 515 796
Petřín
Landschaftliche Highlights © David Ionut, Shutterstock
Der Petrin-Hügel mit seinen Obstwiesen und seiner weiten Aussicht gehört zu den Lieblingsorten der Prager. Von der Tramstation Hellichova führt eine Standseilbahn nach oben zum Aussichtsturm von 1891, für den sichtbar der Eiffeltum Modell stand. Gleich nebenan kann man im historischen Spiegellabyrinth (Bludiště) die Sonntagsfreuden der Urgroßeltern nacherleben.
- Petřínské sady, 11800 Praha
© David Ionut, Shutterstock
Der Petrin-Hügel mit seinen Obstwiesen und seiner weiten Aussicht gehört zu den Lieblingsorten der Prager. Von der Tramstation Hellichova führt eine Standseilbahn nach oben zum Aussichtsturm von 1891, für den sichtbar der Eiffeltum Modell stand. Gleich nebenan kann man im historischen Spiegellabyrinth (Bludiště) die Sonntagsfreuden der Urgroßeltern nacherleben.
- Petřínské sady, 11800 Praha
Kampa
Landschaftliche Highlights © MAIRDUMONT
Die anmutige Halbinsel ist ein beliebter Ort für Spaziergänge. Von der Kleinseite trennt sie fast über die ganze Länge ein künstlicher Moldauarm, der Teufelsbach Čertovka. Er diente den lokalen Mühlen Jh.elang als Antrieb. Am nördlichen Ende des Bachs ragt das Prager Venedig (Pražské Benátky) hervor, eine Gruppe alter Häuser. Ursprünglich befanden sich auf der Kampa nur Parkanlagen, dann kamen immer mehr Mühlen hinzu. Die erste war im 13.Jh. die Sova-Mühle (Sovovy mlýny), die 2003 als Museum wiedereröffnet wurde. Die Bürgerhäuser auf der Kampa entstanden erst im 16.Jh.
- Praha
© MAIRDUMONT
Die anmutige Halbinsel ist ein beliebter Ort für Spaziergänge. Von der Kleinseite trennt sie fast über die ganze Länge ein künstlicher Moldauarm, der Teufelsbach Čertovka. Er diente den lokalen Mühlen Jh.elang als Antrieb. Am nördlichen Ende des Bachs ragt das Prager Venedig (Pražské Benátky) hervor, eine Gruppe alter Häuser. Ursprünglich befanden sich auf der Kampa nur Parkanlagen, dann kamen immer mehr Mühlen hinzu. Die erste war im 13.Jh. die Sova-Mühle (Sovovy mlýny), die 2003 als Museum wiedereröffnet wurde. Die Bürgerhäuser auf der Kampa entstanden erst im 16.Jh.
- Praha
Nebozízek
Restaurants- international
© MAIRDUMONT
Das Delikatessenlokal liegt neben der Standseilbahn zum Petřín-Hügel. Die Terrasse ist mit traumhafter Sicht. Reservierung empfehlenswert.
- Petřínské sady 411, Praha
- http://www.nebozizek.cz/
© MAIRDUMONT
Das Delikatessenlokal liegt neben der Standseilbahn zum Petřín-Hügel. Die Terrasse ist mit traumhafter Sicht. Reservierung empfehlenswert.
- Petřínské sady 411, Praha
- http://www.nebozizek.cz/
La Dégustation Bohême Bourgeoise
Restaurants- regional
Alte Rezepte, moderne Zubereitung und jede Menge Raffinesse: Zwei junge Chefköche schicken sich hier an, eine große Tradition wieder "wachzukochen" - die böhmische Küche aus Habsburger Zeiten.
- Haštalská 18, Praha
- http://www.ladegustation.cz/
Alte Rezepte, moderne Zubereitung und jede Menge Raffinesse: Zwei junge Chefköche schicken sich hier an, eine große Tradition wieder "wachzukochen" - die böhmische Küche aus Habsburger Zeiten.
- Haštalská 18, Praha
- http://www.ladegustation.cz/
Lucerna
KinosEwig lockt der Klappstuhl: In diesem architektonischen Kleinod aus den 1920er-Jahren fällt es schwer, sich allein auf den Film zu konzentrieren.
- Vodičkova 704, 110 00 Praha
- http://www.kinolucerna.cz/
- +420 224 216 972
Ewig lockt der Klappstuhl: In diesem architektonischen Kleinod aus den 1920er-Jahren fällt es schwer, sich allein auf den Film zu konzentrieren.
- Vodičkova 704, 110 00 Praha
- http://www.kinolucerna.cz/
- +420 224 216 972
Pohádka
Spielwarenläden © MAIRDUMONT
Tschechische Legenden, ganz handzahm: Im Geschäft von Jiří Kopecký gibt es den Soldaten Schwejk aus Filz, den Maulwurf aus der "Sendung mit der Maus" als Handpuppe, den Kater Mikesch als Marionette und vieles mehr zu kaufen.
- Celetná 32, Praha
- http://www.eshop.ceskehracky.com/
- +420 224 239 469
© MAIRDUMONT
Tschechische Legenden, ganz handzahm: Im Geschäft von Jiří Kopecký gibt es den Soldaten Schwejk aus Filz, den Maulwurf aus der "Sendung mit der Maus" als Handpuppe, den Kater Mikesch als Marionette und vieles mehr zu kaufen.
- Celetná 32, Praha
- http://www.eshop.ceskehracky.com/
- +420 224 239 469
Václavské náměstí
Touristenattraktionen © MAIRDUMONT
Ein Boulevard der Eiligen, der Schlendernden, der Verliebten, der Erlebnishungrigen, der Taschen- und der Tagediebe: Das ist der Wenzelsplatz heute. Er beherbergt zwei Metrostationen, zehn Wechselstuben, zahlreiche Büros, Geschäfte und Restaurants, dabei hatte ihn Karl IV. 1348 lediglich als Rossmarkt vor den Toren der Altstadt gegründet. 500 Jahre später unterlagen die Böhmen hier in einem Streit den Habsburgern. Zum Trotz gaben sie dem 750 m langen und 60 m breiten Ort den Namen des Landespatrons Wenzel. Er steht als Bronzedenkmal am oberen Ende des Platzes, vor dem gewaltigen Gebäude des Nationalmuseums. Flankenschutz geben der Wenzel-Statue die Statuen der Landesheiligen Agnes, Ludmila, Prokop und Adalbert.
- Václavské náměstí, 120 00 Praha
© MAIRDUMONT
Ein Boulevard der Eiligen, der Schlendernden, der Verliebten, der Erlebnishungrigen, der Taschen- und der Tagediebe: Das ist der Wenzelsplatz heute. Er beherbergt zwei Metrostationen, zehn Wechselstuben, zahlreiche Büros, Geschäfte und Restaurants, dabei hatte ihn Karl IV. 1348 lediglich als Rossmarkt vor den Toren der Altstadt gegründet. 500 Jahre später unterlagen die Böhmen hier in einem Streit den Habsburgern. Zum Trotz gaben sie dem 750 m langen und 60 m breiten Ort den Namen des Landespatrons Wenzel. Er steht als Bronzedenkmal am oberen Ende des Platzes, vor dem gewaltigen Gebäude des Nationalmuseums. Flankenschutz geben der Wenzel-Statue die Statuen der Landesheiligen Agnes, Ludmila, Prokop und Adalbert.
- Václavské náměstí, 120 00 Praha
Laterna magika
Architektonische Highlights © MAIRDUMONT
Jahrzehntelang war in Prag gestritten worden, wie die Baulücke neben dem grandiosen Nationaltheater gefüllt werden soll. 1977 begann man mit dem Bau der Glasfassade, einem kühnen Entwurf von Karel Prager. Innen befinden sich grüne Marmorplatten aus Kuba.
- Národní třída 4, 110 00 Praha
- http://www.laterna.cz/
- +420 224 901 448
© MAIRDUMONT
Jahrzehntelang war in Prag gestritten worden, wie die Baulücke neben dem grandiosen Nationaltheater gefüllt werden soll. 1977 begann man mit dem Bau der Glasfassade, einem kühnen Entwurf von Karel Prager. Innen befinden sich grüne Marmorplatten aus Kuba.
- Národní třída 4, 110 00 Praha
- http://www.laterna.cz/
- +420 224 901 448
Rudolfinum
Architektonische Highlights © Martin Specht, DuMont Reisebildportal
© Martin Specht, DuMont Reisebildportal
Wenn das Repräsentationshaus einen Smetana-Saal hat, darf im Rudolfinum (1876-84) eine Huldigung an das zweite tschechische Musikgenie nicht fehlen. Im Haus der Künstler (wie der Neorenaissancebau mit offiziellem Beinamen heißt) führt eine eindrucksvolle Säulenhalle zum Dvořák-Konzertsaal. Am Entwurf der Architekten Josef Schulz und Josef Zítek ist außerdem die mondäne Freitreppe bemerkenswert - sie diente bereits bei zahlreichen TV-Werbespots als Hintergrund. Das nicht nach dem Kaiser, sondern dem späteren Kronprinzen Rudolf benannte Haus, das von Antonín Dvořák feierlich eröffnet worden war, beherbergte auch für kurze Zeit (1919-39) das Parlament. Interessante Wechselausstellungen finden in der Galerie statt, außerdem kulturelle Veranstaltungen.
- Alšovo nábřeží 12, Praha
- http://www.rudolfinum.cz/
- +420 227 059 227
- galerie@rudolfinum.org
© Martin Specht, DuMont Reisebildportal
© Martin Specht, DuMont Reisebildportal
Wenn das Repräsentationshaus einen Smetana-Saal hat, darf im Rudolfinum (1876-84) eine Huldigung an das zweite tschechische Musikgenie nicht fehlen. Im Haus der Künstler (wie der Neorenaissancebau mit offiziellem Beinamen heißt) führt eine eindrucksvolle Säulenhalle zum Dvořák-Konzertsaal. Am Entwurf der Architekten Josef Schulz und Josef Zítek ist außerdem die mondäne Freitreppe bemerkenswert - sie diente bereits bei zahlreichen TV-Werbespots als Hintergrund. Das nicht nach dem Kaiser, sondern dem späteren Kronprinzen Rudolf benannte Haus, das von Antonín Dvořák feierlich eröffnet worden war, beherbergte auch für kurze Zeit (1919-39) das Parlament. Interessante Wechselausstellungen finden in der Galerie statt, außerdem kulturelle Veranstaltungen.
- Alšovo nábřeží 12, Praha
- http://www.rudolfinum.cz/
- +420 227 059 227
- galerie@rudolfinum.org
Vyšehrad
Geographical © MAIRDUMONT
Insider-Tipp Gräber der Großen
Nur am Wochenende trifft man auf dem bizarren Moldaufelsen viele Spaziergänger, die meisten Pragbesucher meiden den Vyšehrad. Zu ihrem eigenen Schaden, denn von der Peter-und-Paul-Kirche hat man einen schönen Blick über die Stadt. Auf diesem Hügel orakelte um 725 die Fürstin Libuše, Stammmutter der Přemysliden-Dynastie, der Stadt einen „Ruhm, der bis zu den Sternen reicht“. Später stand hier die Siedlung böhmischer Fürsten. Die erste Burg wurde im 15.Jh. während der Hussitenkriege zerstört. Von ihr übrig geblieben ist die romanische Martinsrotunde aus dem 12.Jh., eines der ältesten Bauwerke Prags. In der Nähe führt ein Tor zu unterirdischen Festungskatakomben, in denen zahlreiche Originalstatuen der tschechischen Hauptstadt vor dem Zerfall geschützt werden. Durch ein Portal neben der Kirchenfront gelangt man zum Ehrenfriedhof des Landes. Hier wurden viele Persönlichkeiten der tschechischen Geschichte bestattet, unter anderem die Komponisten Bedřich Smetana und Antonín Dvořák, der Dirigent Rafael Kubelík, der Künstler Alfons Mucha und die Schriftsteller Karel Čapek und Jan Neruda. Auf der Ostseite des Friedhofs steht der Slavín, eine gemeinsame Ehrengruft berühmter Tschechen.
- Vyšehradské sady, Praha
- http://www.praha-vysehrad.cz/
© MAIRDUMONT
Insider-Tipp Gräber der Großen
Nur am Wochenende trifft man auf dem bizarren Moldaufelsen viele Spaziergänger, die meisten Pragbesucher meiden den Vyšehrad. Zu ihrem eigenen Schaden, denn von der Peter-und-Paul-Kirche hat man einen schönen Blick über die Stadt. Auf diesem Hügel orakelte um 725 die Fürstin Libuše, Stammmutter der Přemysliden-Dynastie, der Stadt einen „Ruhm, der bis zu den Sternen reicht“. Später stand hier die Siedlung böhmischer Fürsten. Die erste Burg wurde im 15.Jh. während der Hussitenkriege zerstört. Von ihr übrig geblieben ist die romanische Martinsrotunde aus dem 12.Jh., eines der ältesten Bauwerke Prags. In der Nähe führt ein Tor zu unterirdischen Festungskatakomben, in denen zahlreiche Originalstatuen der tschechischen Hauptstadt vor dem Zerfall geschützt werden. Durch ein Portal neben der Kirchenfront gelangt man zum Ehrenfriedhof des Landes. Hier wurden viele Persönlichkeiten der tschechischen Geschichte bestattet, unter anderem die Komponisten Bedřich Smetana und Antonín Dvořák, der Dirigent Rafael Kubelík, der Künstler Alfons Mucha und die Schriftsteller Karel Čapek und Jan Neruda. Auf der Ostseite des Friedhofs steht der Slavín, eine gemeinsame Ehrengruft berühmter Tschechen.
- Vyšehradské sady, Praha
- http://www.praha-vysehrad.cz/
Aromi
Restaurants- italienisch
Die Qualität dieses italienischen Restaurants sprach sich unter den Pragern schnell herum. Spitzenküche, freundliche Bedienung und eine ständig wechselnde, sympathisch kurze Speisekarte. Für hausgemachte Pasta und sehr gute Fischgerichte bekannt.
- Náměstí Míru 1234/6, Praha
- http://aromi.lacollezione.cz/
- +420 222 713 222
Die Qualität dieses italienischen Restaurants sprach sich unter den Pragern schnell herum. Spitzenküche, freundliche Bedienung und eine ständig wechselnde, sympathisch kurze Speisekarte. Für hausgemachte Pasta und sehr gute Fischgerichte bekannt.
- Náměstí Míru 1234/6, Praha
- http://aromi.lacollezione.cz/
- +420 222 713 222
Sbírka moderního umění
Museen © MAIRDUMONT
Die Sammlung der modernen Kunst ist das wichtigste Museum der Hauptstadt. Prunkstück ist die Kunstsammlung des 19.und 20.Jhs. mit 130 Gemälden und 50 Skulpturen, darunter Werke von Paul Cézanne, Marc Chagall, Paul Gauguin, Vincent van Gogh und Pablo Picasso - ein beeindruckendes Spektrum! Auf einer Ausstellungsfläche von mehr als 80.000 m2 im früheren Messepalast sind auch tschechische Meisterwerke zu sehen.
- Dukelských hrdinů 47, Praha
- http://www.ngprague.cz/
- +420 224 301 122
© MAIRDUMONT
Die Sammlung der modernen Kunst ist das wichtigste Museum der Hauptstadt. Prunkstück ist die Kunstsammlung des 19.und 20.Jhs. mit 130 Gemälden und 50 Skulpturen, darunter Werke von Paul Cézanne, Marc Chagall, Paul Gauguin, Vincent van Gogh und Pablo Picasso - ein beeindruckendes Spektrum! Auf einer Ausstellungsfläche von mehr als 80.000 m2 im früheren Messepalast sind auch tschechische Meisterwerke zu sehen.
- Dukelských hrdinů 47, Praha
- http://www.ngprague.cz/
- +420 224 301 122
Havelský trh
Märkte und Flohmärkte © MAIRDUMONT
Einer der ältesten Prager Märkte. Er führt heute vorrangig günstiges Gemüse, allerlei Holzspielzeug und Schmuck. Wer hier nicht fündig wird, hat es auch anderswo schwer.
- Havelská, Praha
- http://www.prague.eu/
© MAIRDUMONT
Einer der ältesten Prager Märkte. Er führt heute vorrangig günstiges Gemüse, allerlei Holzspielzeug und Schmuck. Wer hier nicht fündig wird, hat es auch anderswo schwer.
- Havelská, Praha
- http://www.prague.eu/
Bat'a
Schuhe © MAIRDUMONT
In kaum einer europäischen Fußgängerzone fehlt ein Schuhgeschäft des im mährischen Zlín geborenen Tomáš Bata (1876-1932). Am Wenzelsplatz steht das Prager Stammhaus der weltweiten Kette - mit immer noch preisgünstigen Angeboten.
- Václavské náměstí 6, Praha
- http://www.bata.cz/
- +420 221 088 411
© MAIRDUMONT
In kaum einer europäischen Fußgängerzone fehlt ein Schuhgeschäft des im mährischen Zlín geborenen Tomáš Bata (1876-1932). Am Wenzelsplatz steht das Prager Stammhaus der weltweiten Kette - mit immer noch preisgünstigen Angeboten.
- Václavské náměstí 6, Praha
- http://www.bata.cz/
- +420 221 088 411
Lucerna Music Bar
ClubsDer Keller des Lucerna-Palasts bietet vom Techno-Inferno bis zum Tanztee alles. Ein Klassiker ist die jeweils am Samstagabend stattfindende "80er-Jahre-Disko".
- Vodičkova 36, Praha
- http://www.musicbar.cz/
Der Keller des Lucerna-Palasts bietet vom Techno-Inferno bis zum Tanztee alles. Ein Klassiker ist die jeweils am Samstagabend stattfindende "80er-Jahre-Disko".
- Vodičkova 36, Praha
- http://www.musicbar.cz/
Reduta
Clubs © MAIRDUMONT
Der Club Reduta ist die renommierte Keimzelle des Prager Jazz, heute wird im ältesten noch existierenden Jazzclub Europas allerdings nur noch selten Experimentelles gespielt. Bill Clinton blies hier 1994 in sein Saxophon.
- Národní třída 20, Praha
- http://www.redutajazzclub.cz/
- info@redutajazzclub.cz
© MAIRDUMONT
Der Club Reduta ist die renommierte Keimzelle des Prager Jazz, heute wird im ältesten noch existierenden Jazzclub Europas allerdings nur noch selten Experimentelles gespielt. Bill Clinton blies hier 1994 in sein Saxophon.
- Národní třída 20, Praha
- http://www.redutajazzclub.cz/
- info@redutajazzclub.cz
Modernista
Möbelhäuser und -geschäfte © MAIRDUMONT
Kleiner Laden mit exklusivem Angebot. Hier kann man tschechisches Design der letzten 100 Jahre kaufen: Kubistisches Porzellan, funktionalistische Sitzmöbel und Lampen, Artdéco-Schmuck, moderne Glaskunst oder Designer-Holzspielzeug der 1920er-Jahre.
- Vinohradská 164, 130 00 Praha
- http://www.modernista.cz/
- +420 224 241 300
© MAIRDUMONT
Kleiner Laden mit exklusivem Angebot. Hier kann man tschechisches Design der letzten 100 Jahre kaufen: Kubistisches Porzellan, funktionalistische Sitzmöbel und Lampen, Artdéco-Schmuck, moderne Glaskunst oder Designer-Holzspielzeug der 1920er-Jahre.
- Vinohradská 164, 130 00 Praha
- http://www.modernista.cz/
- +420 224 241 300
U Fleků
Pubs © MAIRDUMONT
Seit über 500 Jahren eines der schönsten Lokale Prags, mit eigener Schwarzbierbrauerei. Im Sommer sind Trinkhalle und Biergarten allerdings oft mit Touristen überfüllt. Für Prager Verhältnisse eher teuer.
- Křemencova 11, Praha
- http://www.ufleku.cz/
© MAIRDUMONT
Seit über 500 Jahren eines der schönsten Lokale Prags, mit eigener Schwarzbierbrauerei. Im Sommer sind Trinkhalle und Biergarten allerdings oft mit Touristen überfüllt. Für Prager Verhältnisse eher teuer.
- Křemencova 11, Praha
- http://www.ufleku.cz/