Luxemburg Must Sees

Château de Bourscheid
Touristenattraktionen
Bourscheid
Château de Bourscheid
Château de Vianden
Architektonische Highlights
Vianden
Kirchberg-Plateau
Touristenattraktionen
Luxemburg
The Family of Man
Museen
Clervaux
Chemin de la Corniche
Touristenattraktionen
Luxembourg
Grund
Geographical
Luxemburg
Müllerthal
Geographical
Müllerthal
Belval
Geographical
Esch an der Alzette
Schengen
Geographical
Schengen
Lasauvage
Geographical
Lasauvage
Jardin des Papillons
Botanische Gärten & Parks
Grevenmacher
Casemates du Bock
Touristenattraktionen
Luxembourg
Musée d'Art Moderne Grand-Duc Jean
Museen
Luxembourg
Tourist Center Robbesscheier
Touristenattraktionen
Munshausen
Musée National des Mines
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Rumelange
Place d'Armes
Touristenattraktionen
Luxembourg
Château de Clervaux
Architektonische Highlights
Clervaux
Cathédrale Notre Dame
Architektonische Highlights
Luxembourg
Lëtzebuerg City Museum
Museen
Luxembourg
Esch-sur-Sûre
Botanische Gärten & Parks
Esch-sur-Sûre
Diekirch
Geographical
Diekirch
Fond-de-Gras
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Niederkorn
Parc Industriel et Ferroviaire du Fond-de-Gras
Musée rural Munshausen
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Clausen
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Luxemburg
Rindschleiden
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Rindschleiden
Ourdall-Promenade
Landschaftliche Highlights
Clerf
Konschthal Esch / Kunsthalle
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Esch-sur-Alzette

    Touristenattraktionen

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    Architektonische Highlights

    Museen

    Geographical

    Botanische Gärten & Parks

    Landschaftliche Highlights


  • Château de Bourscheid

    Touristenattraktionen
    • Château de Bourscheid© MAIRDUMONT

    Auf einem Felsen über der Sauer thront Burg Bourscheid, eine der stattlichsten des Landes. Die weitläufige Anlage wuchs seit dem 11.Jh. in mehreren Etappen. Es lohnt sich, die vielen Treppen, Türme, Mauern und Geschosse der Burg zu erklimmen, denn von überall bietet sich ein fantastischer Blick.

    • Château de Bourscheid© MAIRDUMONT

    Auf einem Felsen über der Sauer thront Burg Bourscheid, eine der stattlichsten des Landes. Die weitläufige Anlage wuchs seit dem 11.Jh. in mehreren Etappen. Es lohnt sich, die vielen Treppen, Türme, Mauern und Geschosse der Burg zu erklimmen, denn von überall bietet sich ein fantastischer Blick.


  • Château de Vianden

    Architektonische Highlights
    • © waldomiguez, Pixabay
    Insider-Tipp
    Schwindelerregender Höhenflug

    Uff, der Aufstieg ist nicht ohne! Wenn deine Kondition es zulässt, solltest du die Burg trotzdem zu Fuß erobern. Die steil ansteigende Strecke über die Grand-Rue führt vorbei an alten Adelshäusern fast durch den ganzen Ort, sodass du unterwegs schon die eine oder andere Sehenswürdigkeit abhaken kannst. Alternativ schaukelst du mit dem Sessellift hinauf – dann steht dir an der Bergstation allerdings noch ein 600 m langer anspruchsvoller oder ein 1800 m langer gemütlicher Weg zur Festung bevor. Die Burg ist nicht nur die größte, sondern wohl auch die schönste Burg im Großherzogtum. Ihre Ursprünge reichen bis ins 9.Jh. zurück, die eigentliche Burg wurde aber vom 11.bis zum 14.Jh. errichtet. Die Lage war strategisch so günstig, dass die Herren von Vianden sich bis ins 15.Jh. erfolgreich gegen die Luxemburger Grafen verteidigen konnten, die sie gern zu Vasallen gemacht hätten. In der Zeit danach konnten selbst ein Brand und ein Erdbeben im 17.Jh. dem Gemäuer nicht den Garaus machen. Dafür sorgte erst Wilhelm I., König der Niederlande und Herzog von Luxemburg, der die Immobilie 1820 öffentlich versteigerte, woraufhin sie in ihre Einzelteile zerlegt wurde. Erst 1977 begann man mit dem Wiederaufbau. Zum Glück, denn ohne das Prachtstück würde dem Großherzogtum eine seiner wichtigsten Touristenattraktionen und Filmkulissen für internationale Produktionen fehlen. Ein Rundgang führt durch alle Räumlichkeiten, die das Herz von Burgenfans höher schlagen lassen: Waffenhalle, Krypta, Kapelle, Küche, Bankett-, Ritter- und Speisesaal sowie die Byzantinische Galerie. Die ist mit ihren Kleeblattfenstern der schönste Teil des Anwesens – das ohnehin für ein derart altes Gemäuer ziemlich gemütlich daherkommt. Ganz schön ungemütlich kann es dagegen werden, wenn du das château per Augmented Reality besichtigst: Die 3-D-Animation simuliert einen Rundflug über die Burg, nach dem du garantiert wacklig auf den Beinen bist. Wer sich im Anschluss endgültig den Rest geben möchte: Im Dokumentationszentrum nebenan laufen Gespenster über die Mauerreste der Festung!

    • © waldomiguez, Pixabay
    Insider-Tipp
    Schwindelerregender Höhenflug

    Uff, der Aufstieg ist nicht ohne! Wenn deine Kondition es zulässt, solltest du die Burg trotzdem zu Fuß erobern. Die steil ansteigende Strecke über die Grand-Rue führt vorbei an alten Adelshäusern fast durch den ganzen Ort, sodass du unterwegs schon die eine oder andere Sehenswürdigkeit abhaken kannst. Alternativ schaukelst du mit dem Sessellift hinauf – dann steht dir an der Bergstation allerdings noch ein 600 m langer anspruchsvoller oder ein 1800 m langer gemütlicher Weg zur Festung bevor. Die Burg ist nicht nur die größte, sondern wohl auch die schönste Burg im Großherzogtum. Ihre Ursprünge reichen bis ins 9.Jh. zurück, die eigentliche Burg wurde aber vom 11.bis zum 14.Jh. errichtet. Die Lage war strategisch so günstig, dass die Herren von Vianden sich bis ins 15.Jh. erfolgreich gegen die Luxemburger Grafen verteidigen konnten, die sie gern zu Vasallen gemacht hätten. In der Zeit danach konnten selbst ein Brand und ein Erdbeben im 17.Jh. dem Gemäuer nicht den Garaus machen. Dafür sorgte erst Wilhelm I., König der Niederlande und Herzog von Luxemburg, der die Immobilie 1820 öffentlich versteigerte, woraufhin sie in ihre Einzelteile zerlegt wurde. Erst 1977 begann man mit dem Wiederaufbau. Zum Glück, denn ohne das Prachtstück würde dem Großherzogtum eine seiner wichtigsten Touristenattraktionen und Filmkulissen für internationale Produktionen fehlen. Ein Rundgang führt durch alle Räumlichkeiten, die das Herz von Burgenfans höher schlagen lassen: Waffenhalle, Krypta, Kapelle, Küche, Bankett-, Ritter- und Speisesaal sowie die Byzantinische Galerie. Die ist mit ihren Kleeblattfenstern der schönste Teil des Anwesens – das ohnehin für ein derart altes Gemäuer ziemlich gemütlich daherkommt. Ganz schön ungemütlich kann es dagegen werden, wenn du das château per Augmented Reality besichtigst: Die 3-D-Animation simuliert einen Rundflug über die Burg, nach dem du garantiert wacklig auf den Beinen bist. Wer sich im Anschluss endgültig den Rest geben möchte: Im Dokumentationszentrum nebenan laufen Gespenster über die Mauerreste der Festung!


  • Kirchberg-Plateau

    Touristenattraktionen
    • © Sergey Novikov, Shutterstock
    Insider-Tipp
    Hop on, hop off

    Kirchberg war ehedem ein verträumtes Dorf vor den Toren der Hauptstadt, bis hier in den 1960er-Jahren die ersten Gebäude der Europäischen Gemeinschaft aus dem Boden schossen. Es folgten Banken, Einkaufszentren und das Luxemburger Messegelände. Aus diesem städtebaulichen Wildwuchs entwickelte sich allmählich ein eigenständiger Stadtteil mit zahlreichen Beispielen gelungener zeitgenössischer Architektur. Am besten erkundet man die weitläufige Gegend mit der schönen neuen Gratistram (oder mit einem Mietfahrrad von Vel’OH).

    • © Sergey Novikov, Shutterstock
    Insider-Tipp
    Hop on, hop off

    Kirchberg war ehedem ein verträumtes Dorf vor den Toren der Hauptstadt, bis hier in den 1960er-Jahren die ersten Gebäude der Europäischen Gemeinschaft aus dem Boden schossen. Es folgten Banken, Einkaufszentren und das Luxemburger Messegelände. Aus diesem städtebaulichen Wildwuchs entwickelte sich allmählich ein eigenständiger Stadtteil mit zahlreichen Beispielen gelungener zeitgenössischer Architektur. Am besten erkundet man die weitläufige Gegend mit der schönen neuen Gratistram (oder mit einem Mietfahrrad von Vel’OH).


  • The Family of Man

    Museen
    • © cc0-fotos

    Und dann ist da Edward Steichens berühmte Fotosammlung The Family of Man, das absolute Highlight jeder Clervaux-Visite. Steichen wanderte 1881 im Alter von anderthalb Jahren mit seinen Eltern in die USA aus. In den 1920er-Jahren machte er zunächst Furore als Modefotograf für „Vogue“ und „Vanity Fair“. 1947 wurde er Direktor der Fotoabteilung des New Yorker Museum of Modern Art, für die er u. a. die Ausstellung „The Family of Man“ zusammenstellte: Versammelt sind hier 503 Bilder von 273 Fotografen aus 68 Ländern, darunter Legenden wie Robert Capa, Henri Cartier-Bresson und Robert Doisneau (genau, der mit dem weltberühmten Kussfoto). Die Aufnahmen gruppierte Steichen nach 37 Themengruppen wie Geburt, Liebe, Arbeit, Sport und Tod Sein Ziel: der Welt zeigen, dass die Menschen doch eigentlich überall auf dem Globus gleich sind und daher nach zwei Weltkriegen bitte endlich aufhören sollten, sich gegenseitig umzubringen.

    • © cc0-fotos

    Und dann ist da Edward Steichens berühmte Fotosammlung The Family of Man, das absolute Highlight jeder Clervaux-Visite. Steichen wanderte 1881 im Alter von anderthalb Jahren mit seinen Eltern in die USA aus. In den 1920er-Jahren machte er zunächst Furore als Modefotograf für „Vogue“ und „Vanity Fair“. 1947 wurde er Direktor der Fotoabteilung des New Yorker Museum of Modern Art, für die er u. a. die Ausstellung „The Family of Man“ zusammenstellte: Versammelt sind hier 503 Bilder von 273 Fotografen aus 68 Ländern, darunter Legenden wie Robert Capa, Henri Cartier-Bresson und Robert Doisneau (genau, der mit dem weltberühmten Kussfoto). Die Aufnahmen gruppierte Steichen nach 37 Themengruppen wie Geburt, Liebe, Arbeit, Sport und Tod Sein Ziel: der Welt zeigen, dass die Menschen doch eigentlich überall auf dem Globus gleich sind und daher nach zwei Weltkriegen bitte endlich aufhören sollten, sich gegenseitig umzubringen.


  • Chemin de la Corniche

    Touristenattraktionen
    • © Elenarts, Shutterstock

    Die Corniche, ein Weg direkt am Rand des Felsens, auf dem die Altstadt Luxemburgs thront, wird auch „der schönste Balkon Europas“ genannt. Von ihr hat man einen wirklich beeindruckenden Blick auf die Felsen und die Reste der alten Festung: auf den Bockfelsen mit seinen unterirdischen Kasematten und auf das massige Rhamplateau, das gegenüber liegt. Und darunter ducken sich im Tal der Alzette die alten Handwerkerhäuser rings um die ehemalige Abtei Neumünster im Stadtteil Grund. Man blickt auf kleine Brücken und verwinkelte Terrassengärten und von Ferne grüßt die Silhouette der EU-Bauten auf dem Kirchberg.

    • © Elenarts, Shutterstock

    Die Corniche, ein Weg direkt am Rand des Felsens, auf dem die Altstadt Luxemburgs thront, wird auch „der schönste Balkon Europas“ genannt. Von ihr hat man einen wirklich beeindruckenden Blick auf die Felsen und die Reste der alten Festung: auf den Bockfelsen mit seinen unterirdischen Kasematten und auf das massige Rhamplateau, das gegenüber liegt. Und darunter ducken sich im Tal der Alzette die alten Handwerkerhäuser rings um die ehemalige Abtei Neumünster im Stadtteil Grund. Man blickt auf kleine Brücken und verwinkelte Terrassengärten und von Ferne grüßt die Silhouette der EU-Bauten auf dem Kirchberg.


  • Grund

    Geographical
    • © Reinhard Tiburzy, Shutterstock
    Insider-Tipp
    Auch Nixen haben Männersorgen

    Im Tal der Alzette liegt der Stadtteil Grund, wo die Hauptstadt Dorf und Festung zugleich geblieben ist. Vom Plateau du Saint-Esprit in der Oberstadt fährt ein Aufzug runter (Eingang Parkhaus). Unten angekommen, passierst du ein putziges Brückchen über die Alzette. Von dort hast du einen Traumblick auf die kleinen Häuser am Fluss, in denen erst die Festungsbauer und danach Müller, Gerber und Färber wohnten. Dann folgten die Mönche, deren Abtei Neumünster am Ufer der Alzette später zum Gefängnis umfunktioniert wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg schließlich kamen Gastarbeiter aus Italien und Portugal und heute ist es auch für betuchte Oberstädter wieder schick, in den zahlreichen Szenekneipen im Grund zu sitzen oder gar Büro oder Wohnung hier zu haben. Wer nur mal kurz reinschnuppern will, der biegt hinter der Brücke nach links ab in die Rue Munster. Hinter dem in einem alten Hospiz untergebrachten Natur Musée stößt man auf die Kirche Saint-Jean Baptiste, die eine kostbare schwarze Madonna aus dem 14.Jh. beherbergt. Die Kirche grenzt an das Kulturzentrum Abbaye de Neumünster, ein Bilderbuchbeispiel gelungener Renovierung alter Bausubstanz. Hier finden Ausstellungen, Lesungen, Konzerte und Seminare statt – im Sommer im Freien vor der einmaligen Kulisse des Bockfelsens. Die dazugehörige Brasserie hat eine schöne Außenterrasse. Über den großen Platz geht es weiter zum Stierchen, einer kleinen steinernen Fußgängerbrücke über die Alzette. Dies ist einer der schönsten und romantischsten Plätze der Stadt, wo noch spürbar ein Hauch von Mittelalter weht: an einem Ufer der mächtige Abteikomplex, der hier hinter hohen Bäumen fast verschwindet, am anderen Ufer kleine, verwunschene Terrassengärten mit bunten Blumen und Kräutern. Am anderen Ufer sitzt auch Melusina, ihres Zeichens Nixe und Ehefrau des Stadtgründers Siegfried. Sie scheint immer noch darüber zu grübeln, warum ihr Gatte vor über 1000 Jahren unbedingt durchs Schlüsselloch linsen musste. Und darüber wachen der mächtige Bockfelsen und die Festungsmauern, über die noch die Häuser der Altstadt lugen. Von hier kannst du dann am rechten Ufer entlang zurück zum Fußgängeraufzug laufen. Oder du wagst noch einen weiteren kleinen Aufstieg vom Stierchen über zahlreiche Treppen hoch zum Jakobsturm, von dem aus sich ebenfalls ein Wahnsinnsblick bietet. Hier stehst du auf den restaurierten Resten der Wenzelmauer, einer Stadtbefestigung aus dem 14.Jh., die den Grund mit in das Festungswerk einbezog. Schaust du in die andere Richtung, siehst du die Kasernen des Rhamplateaus, wiederum Teil einer Festungserweiterung, die Sébastien Vauban, der Festungsbaumeister des Sonnenkönigs Ludwig XIV., im 17.Jh. durchführte, und kannst gut nachvollziehen, warum Luxemburg auch das Gibraltar des Nordens genannt wird. Im Jakobsturm informiert in den Sommermonaten eine audiovisuelle Show über die Luxemburger und andere bedeutende Stadtmauern in Europa.

    • © Reinhard Tiburzy, Shutterstock
    Insider-Tipp
    Auch Nixen haben Männersorgen

    Im Tal der Alzette liegt der Stadtteil Grund, wo die Hauptstadt Dorf und Festung zugleich geblieben ist. Vom Plateau du Saint-Esprit in der Oberstadt fährt ein Aufzug runter (Eingang Parkhaus). Unten angekommen, passierst du ein putziges Brückchen über die Alzette. Von dort hast du einen Traumblick auf die kleinen Häuser am Fluss, in denen erst die Festungsbauer und danach Müller, Gerber und Färber wohnten. Dann folgten die Mönche, deren Abtei Neumünster am Ufer der Alzette später zum Gefängnis umfunktioniert wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg schließlich kamen Gastarbeiter aus Italien und Portugal und heute ist es auch für betuchte Oberstädter wieder schick, in den zahlreichen Szenekneipen im Grund zu sitzen oder gar Büro oder Wohnung hier zu haben. Wer nur mal kurz reinschnuppern will, der biegt hinter der Brücke nach links ab in die Rue Munster. Hinter dem in einem alten Hospiz untergebrachten Natur Musée stößt man auf die Kirche Saint-Jean Baptiste, die eine kostbare schwarze Madonna aus dem 14.Jh. beherbergt. Die Kirche grenzt an das Kulturzentrum Abbaye de Neumünster, ein Bilderbuchbeispiel gelungener Renovierung alter Bausubstanz. Hier finden Ausstellungen, Lesungen, Konzerte und Seminare statt – im Sommer im Freien vor der einmaligen Kulisse des Bockfelsens. Die dazugehörige Brasserie hat eine schöne Außenterrasse. Über den großen Platz geht es weiter zum Stierchen, einer kleinen steinernen Fußgängerbrücke über die Alzette. Dies ist einer der schönsten und romantischsten Plätze der Stadt, wo noch spürbar ein Hauch von Mittelalter weht: an einem Ufer der mächtige Abteikomplex, der hier hinter hohen Bäumen fast verschwindet, am anderen Ufer kleine, verwunschene Terrassengärten mit bunten Blumen und Kräutern. Am anderen Ufer sitzt auch Melusina, ihres Zeichens Nixe und Ehefrau des Stadtgründers Siegfried. Sie scheint immer noch darüber zu grübeln, warum ihr Gatte vor über 1000 Jahren unbedingt durchs Schlüsselloch linsen musste. Und darüber wachen der mächtige Bockfelsen und die Festungsmauern, über die noch die Häuser der Altstadt lugen. Von hier kannst du dann am rechten Ufer entlang zurück zum Fußgängeraufzug laufen. Oder du wagst noch einen weiteren kleinen Aufstieg vom Stierchen über zahlreiche Treppen hoch zum Jakobsturm, von dem aus sich ebenfalls ein Wahnsinnsblick bietet. Hier stehst du auf den restaurierten Resten der Wenzelmauer, einer Stadtbefestigung aus dem 14.Jh., die den Grund mit in das Festungswerk einbezog. Schaust du in die andere Richtung, siehst du die Kasernen des Rhamplateaus, wiederum Teil einer Festungserweiterung, die Sébastien Vauban, der Festungsbaumeister des Sonnenkönigs Ludwig XIV., im 17.Jh. durchführte, und kannst gut nachvollziehen, warum Luxemburg auch das Gibraltar des Nordens genannt wird. Im Jakobsturm informiert in den Sommermonaten eine audiovisuelle Show über die Luxemburger und andere bedeutende Stadtmauern in Europa.


  • Müllerthal

    Geographical
    • © Halit Olmez, Shutterstock
    Insider-Tipp
    So weit die Füße tragen

    Westlich von Trier liegt die mit Abstand faszinierendste Landschaft Luxemburgs: Bei Grundhof beginnt das Müllerthal. Den spektakulären Canyon hat der Gebirgsfluss Schwarze Ernz senkrecht in die Sandsteinfelsen der Luxemburger Schweiz gegraben. Auf 112 km führt der Müllerthal Trail auf drei Wanderrouten durch Felsschluchten, Wälder, lichtdurchflutete Täler und entlang kleiner Wasserläufe. Die meisten Wanderer teilen die Gesamtstrecke in sechs Etappen auf – aber auch Tagestouren sind möglich. Los geht‘s in Echternach, der größten Stadt der Gegend mit 5800 Ew. am Grenzfluss Sauer. Bevor du die Wanderschuhe schnürst, lass dir Echternachs mittelalterliche Innenstadt und den Rokokostadtpark nicht entgehen.

    • © Halit Olmez, Shutterstock
    Insider-Tipp
    So weit die Füße tragen

    Westlich von Trier liegt die mit Abstand faszinierendste Landschaft Luxemburgs: Bei Grundhof beginnt das Müllerthal. Den spektakulären Canyon hat der Gebirgsfluss Schwarze Ernz senkrecht in die Sandsteinfelsen der Luxemburger Schweiz gegraben. Auf 112 km führt der Müllerthal Trail auf drei Wanderrouten durch Felsschluchten, Wälder, lichtdurchflutete Täler und entlang kleiner Wasserläufe. Die meisten Wanderer teilen die Gesamtstrecke in sechs Etappen auf – aber auch Tagestouren sind möglich. Los geht‘s in Echternach, der größten Stadt der Gegend mit 5800 Ew. am Grenzfluss Sauer. Bevor du die Wanderschuhe schnürst, lass dir Echternachs mittelalterliche Innenstadt und den Rokokostadtpark nicht entgehen.


  • Belval

    Geographical
    • © LUC KOHNEN, Shutterstock

    Ein hypermodernes, neues Stadtviertel wächst rings um die zwei verbliebenen Hochöfen von Esch-Belval. Auf der ehemaligen Industriebrache entstanden Wohnungen, Büros, das Einkaufs- und Freizeitzentrum Belvalplaza, ein Unicampus, ein Zentrum für Industriekultur, trendige Lokale sowie die Rockhal, eine Eventhalle mit Topacts aus aller Welt.

    • Esch an der Alzette
    • © LUC KOHNEN, Shutterstock

    Ein hypermodernes, neues Stadtviertel wächst rings um die zwei verbliebenen Hochöfen von Esch-Belval. Auf der ehemaligen Industriebrache entstanden Wohnungen, Büros, das Einkaufs- und Freizeitzentrum Belvalplaza, ein Unicampus, ein Zentrum für Industriekultur, trendige Lokale sowie die Rockhal, eine Eventhalle mit Topacts aus aller Welt.

    • Esch an der Alzette

  • Schengen

    Geographical
    • © maloff, Shutterstock

    Alle Welt redet von Schengen, kaum einer aber weiß, dass dieser so oft zitierte Ort an der Luxemburger Mosel liegt. Wegen seiner symbolträchtigen Grenzlage zu Frankreich und zu Deutschland wurde hier 1985 das Schengener Abkommen unterzeichnet, in dem die Abschaffung der Personenkontrollen an den Grenzen zwischen den Erstunterzeichnerstaaten – Deutschland, Frankreich und die Beneluxstaaten – beschlossen wurde. Ein Gedenkstein in der Ortsmitte und eine Stahlskulptur am Moselufer erinnern an diesen Akt. Heute praktizieren 26 Staaten das Abkommen.

    • © maloff, Shutterstock

    Alle Welt redet von Schengen, kaum einer aber weiß, dass dieser so oft zitierte Ort an der Luxemburger Mosel liegt. Wegen seiner symbolträchtigen Grenzlage zu Frankreich und zu Deutschland wurde hier 1985 das Schengener Abkommen unterzeichnet, in dem die Abschaffung der Personenkontrollen an den Grenzen zwischen den Erstunterzeichnerstaaten – Deutschland, Frankreich und die Beneluxstaaten – beschlossen wurde. Ein Gedenkstein in der Ortsmitte und eine Stahlskulptur am Moselufer erinnern an diesen Akt. Heute praktizieren 26 Staaten das Abkommen.


  • Lasauvage

    Geographical
    Insider-Tipp
    Auf der Suche nach dem verschwundenen Luxushotel

    In dem entlegenen Dörfchen an der französischen Grenze brannte der erste Hochofen des Landes. Trotzdem kam einer der Hüttenherren auf die Idee, hier ein Kurhotel zu errichten. Damit vornehme Gäste von den Lebensverhältnissen der Arbeiter nicht abgeschreckt würden, baute er denen kleine Häuschen mit Garten. Dazu eine Kirche mit Pfarrhaus und ein romantisches Kapellchen – fertig war die Touristendestination. Die Überreste kannst du heute noch sehen, u. a. das einstige Hotel namens Balcon. Wenn du’s nicht findest, frag einen Einheimischen, die wissen Bescheid. Wenn du dich traust, über Nacht in dem verwunschenen Örtchen zu bleiben: Das ehemalige Pfarrhaus beherbergt das kleine, feine Restaurant Le Presbytère mit Hotel.

    • Lasauvage
    Insider-Tipp
    Auf der Suche nach dem verschwundenen Luxushotel

    In dem entlegenen Dörfchen an der französischen Grenze brannte der erste Hochofen des Landes. Trotzdem kam einer der Hüttenherren auf die Idee, hier ein Kurhotel zu errichten. Damit vornehme Gäste von den Lebensverhältnissen der Arbeiter nicht abgeschreckt würden, baute er denen kleine Häuschen mit Garten. Dazu eine Kirche mit Pfarrhaus und ein romantisches Kapellchen – fertig war die Touristendestination. Die Überreste kannst du heute noch sehen, u. a. das einstige Hotel namens Balcon. Wenn du’s nicht findest, frag einen Einheimischen, die wissen Bescheid. Wenn du dich traust, über Nacht in dem verwunschenen Örtchen zu bleiben: Das ehemalige Pfarrhaus beherbergt das kleine, feine Restaurant Le Presbytère mit Hotel.

    • Lasauvage

  • Jardin des Papillons

    Botanische Gärten & Parks
    • © gck, Shutterstock

    Von außen sieht es aus wie ein großes Gewächshaus und drinnen herrschen tatsächlich tropische Temperaturen. Inmitten eines botanischen Gartens flattern über 40 Arten farbenfroher exotischer Schmetterlinge über die Besucher hinweg. Von der Eiablage über das Raupenstadium bis zur Verpuppung und zum Schlüpfen als Schmetterling kannst du hier alle Lebensstadien des Insekts eingehend studieren.

    • © gck, Shutterstock

    Von außen sieht es aus wie ein großes Gewächshaus und drinnen herrschen tatsächlich tropische Temperaturen. Inmitten eines botanischen Gartens flattern über 40 Arten farbenfroher exotischer Schmetterlinge über die Besucher hinweg. Von der Eiablage über das Raupenstadium bis zur Verpuppung und zum Schlüpfen als Schmetterling kannst du hier alle Lebensstadien des Insekts eingehend studieren.


  • Casemates du Bock

    Touristenattraktionen
    • © Vagabundler, Shutterstock

    Eine kleine Stadt im "Bauch" Luxemburgs öffnet sich beim Besuch der Bockkasematten. Das 40 km lange unterirdische Labyrinth aus Gängen, Räumen und Treppen, wurde im 18.Jh. als Festungsbollwerk unter der Lützelburg angelegt. Es wurde auf verschiedenen Ebenen gebaut und reicht 40 m in die Tiefe.

    • © Vagabundler, Shutterstock

    Eine kleine Stadt im "Bauch" Luxemburgs öffnet sich beim Besuch der Bockkasematten. Das 40 km lange unterirdische Labyrinth aus Gängen, Räumen und Treppen, wurde im 18.Jh. als Festungsbollwerk unter der Lützelburg angelegt. Es wurde auf verschiedenen Ebenen gebaut und reicht 40 m in die Tiefe.


  • Musée d'Art Moderne Grand-Duc Jean

    Museen

    Die Attraktion der Hauptstadt erhebt sich oberhalb des alten Forts Thüngen und in spannendem Kontrast dazu: Das Kunstmuseum von Ieoh Ming Pei, dem Erbauer der Pyramide im Hof des Louvre in Paris. Auch hier ragt eine 40 m hohe Glaspyramide als Wahrzeichen über dem Eingangsfoyer, von dem aus man auf drei Ebenen moderne und zeitgenössische Kunst in wechselnden Ausstellungen erkunden kann. Unterwegs bieten sich viele schöne Aussichten auf die Festung und die Skyline Alt-Luxemburgs.

    Die Attraktion der Hauptstadt erhebt sich oberhalb des alten Forts Thüngen und in spannendem Kontrast dazu: Das Kunstmuseum von Ieoh Ming Pei, dem Erbauer der Pyramide im Hof des Louvre in Paris. Auch hier ragt eine 40 m hohe Glaspyramide als Wahrzeichen über dem Eingangsfoyer, von dem aus man auf drei Ebenen moderne und zeitgenössische Kunst in wechselnden Ausstellungen erkunden kann. Unterwegs bieten sich viele schöne Aussichten auf die Festung und die Skyline Alt-Luxemburgs.


  • Tourist Center Robbesscheier

    Touristenattraktionen
    • © JamesDeMers, Pixabay

    Angefangen hat alles als kleines Museum des Ardenner Pferds. Da zeigten Bauern aus dem Dorf, wie man früher mit Ackergäulen das Feld bestellte oder das Holz aus dem Wald holte. Aus der anfänglichen Hobbyinitiative ist inzwischen ein großes Freizeitunternehmen für Kinder und Erwachsene geworden, das auf kreativ-spielerische Weise alte ländliche Traditionen mit moderner Umwelterziehung verknüpft. Man darf z. B. in ein Sägewerk reinschnuppern, Stroh dreschen, Honig schleudern, Brot backen, Tiere füttern, Kutsche fahren, Esel reiten etc. Höhepunkt des Jahres ist der Tag des Ardenner Pferds am zweiten Sonntag im September, ein großes Volksfest rings um den Hof. Im Restaurant bekommst du deftige Ardenner Kost und im Museumsladen die ganze Palette der Regionalprodukte.

    • © JamesDeMers, Pixabay

    Angefangen hat alles als kleines Museum des Ardenner Pferds. Da zeigten Bauern aus dem Dorf, wie man früher mit Ackergäulen das Feld bestellte oder das Holz aus dem Wald holte. Aus der anfänglichen Hobbyinitiative ist inzwischen ein großes Freizeitunternehmen für Kinder und Erwachsene geworden, das auf kreativ-spielerische Weise alte ländliche Traditionen mit moderner Umwelterziehung verknüpft. Man darf z. B. in ein Sägewerk reinschnuppern, Stroh dreschen, Honig schleudern, Brot backen, Tiere füttern, Kutsche fahren, Esel reiten etc. Höhepunkt des Jahres ist der Tag des Ardenner Pferds am zweiten Sonntag im September, ein großes Volksfest rings um den Hof. Im Restaurant bekommst du deftige Ardenner Kost und im Museumsladen die ganze Palette der Regionalprodukte.


  • Musée National des Mines

    Museen

    Ein weiterer Schwerpunkt des Eisenerzabbaus war ab der zweiten Hälfte des 19.Jhs. die Gegend um Rumelange. Ende der 1970er­ Jahre wurden die Stollen stillgelegt – bis auf den Walert-Stollen in Rumelange 5 km südöstlich von Esch, der zu Demonstrations zwecken offen gelassen wurde. Heute dient der alte Minenschacht als Museum. Ausgebildete Führer fahren mit den Besuchern in einer Grubenbahn in den Stollen, um Abbaumethoden und technische Hilfsmittel zu erläutern. Gut 100 m unter der Erde herrschen konstant 10 Grad – warme Kleidung mitnehmen!

    Ein weiterer Schwerpunkt des Eisenerzabbaus war ab der zweiten Hälfte des 19.Jhs. die Gegend um Rumelange. Ende der 1970er­ Jahre wurden die Stollen stillgelegt – bis auf den Walert-Stollen in Rumelange 5 km südöstlich von Esch, der zu Demonstrations zwecken offen gelassen wurde. Heute dient der alte Minenschacht als Museum. Ausgebildete Führer fahren mit den Besuchern in einer Grubenbahn in den Stollen, um Abbaumethoden und technische Hilfsmittel zu erläutern. Gut 100 m unter der Erde herrschen konstant 10 Grad – warme Kleidung mitnehmen!


  • Place d'Armes

    Touristenattraktionen
    • © Alexey Fedorenko, Shutterstock

    Auf diesem großen, rechteckigen Platz mitten in der Stadt paradierten einst die Soldaten der Festung; heute treffen sich im Schatten der Bäume die Flaneure in den Straßencafés, um die Parade der Schicken und der Schönen der Stadt abzunehmen. Hier fühlen sich junge Backpacker ebenso wohl wie Austern schlürfende Ladys im Freiluftrestaurant. Im Sommer gibt es fast täglich Platzkonzerte im Musikpavillon oder improvisierte Straßenmusik an allen Ecken des Platzes. Von März bis Oktober ist zweimal im Monat samstags Flohmarkt auf dem Platz.

    • Place d'Armes, 1136 Luxembourg
    • © Alexey Fedorenko, Shutterstock

    Auf diesem großen, rechteckigen Platz mitten in der Stadt paradierten einst die Soldaten der Festung; heute treffen sich im Schatten der Bäume die Flaneure in den Straßencafés, um die Parade der Schicken und der Schönen der Stadt abzunehmen. Hier fühlen sich junge Backpacker ebenso wohl wie Austern schlürfende Ladys im Freiluftrestaurant. Im Sommer gibt es fast täglich Platzkonzerte im Musikpavillon oder improvisierte Straßenmusik an allen Ecken des Platzes. Von März bis Oktober ist zweimal im Monat samstags Flohmarkt auf dem Platz.

    • Place d'Armes, 1136 Luxembourg

  • Château de Clervaux

    Architektonische Highlights
    • © Jesus Barroso, Shutterstock
    Insider-Tipp
    Ob das das Herz der Aliens erweicht?

    Vom Marktplatz aus kletterst du über eine Treppe oder durch die Fußgängerzone hinauf zum Schloss (oder du nimmst den Lift), wo im Hof ein alter Panzer der US Army Wache hält: eine Erinnerung daran, dass das bis dahin gut erhaltene Gemäuer aus dem 12.Jh. bei der Ardennenoffensive 1944, dem letzten Gegenschlag der deutschen Truppen, in Brand geschossen wurde, ehe US-amerikanische Panzer Clervaux und das ganze Land befreiten. Nach dem Krieg begann der Wiederaufbau des Schlosses; die Arbeiten wurden erst 1994 abgeschlossen. Außer dem hässlichen, aber historisch bedeutsamen Kettenfahrzeug hat die äußere Anlage ein wunderschönes kleines Schlossgärtchen zu bieten. Das ist nicht nur idyllisch wie in der Provence, sondern bietet zudem einen unglaublichen Blick über Clervaux und Umgebung. Vom Burghof geht es dann in den ummauerten Innenhof. Die sorgsam restaurierten Gebäudeteile beherbergen heute zwei Museen. Im Musée Bataille et Châteaux sieht man zahlreiche Burgen- und Schlossmodelle sowie Dokumente, Trophäen, Fotos und Kriegsgerät der Ardennenoffensive. Und dann ist da Edward Steichens berühmte Fotosammlung The Family of Man, das absolute Highlight jeder Clervaux-Visite. Steichen wanderte 1881 im Alter von anderthalb Jahren mit seinen Eltern in die USA aus. In den 1920er-Jahren machte er zunächst Furore als Modefotograf für Vogue und Vanity Fair. 1947 wurde er Direktor der Fotoabteilung des New Yorker Museum of Modern Art, für die er u. a. die Ausstellung The Family of Man zusammenstellte: 503 Bilder von 273 Fotografen aus 68 Ländern, darunter Legenden wie Robert Capa, Henri Cartier- Bresson und Robert Doisneau. Die Aufnahmen gruppierte Steichen nach Themengruppen wie Geburt, Liebe, Arbeit, Sport und Tod. Sein Ziel: der Welt zeigen, dass die Menschen doch eigentlich überall auf dem Globus gleich sind und daher nach zwei Weltkriegen bitte endlich aufhören sollten, sich gegenseitig umzubringen. Weil die Idee mit der Friedensbotschaft auf Erden so gut ankam, sandte man sie auch gleich ins Weltall: Eine Aufnahme der Geburt des Sohns von Steichens Mitarbeiter Wayne Miller fliegt an Bord der Sonden Voyager 1 und 2 durch den Weltraum, um als eine Art intergalaktische Flaschenpost womöglich feindlich gesinnte Außerirdische darauf hinzuweisen, dass wir auf der Erde ein friedliebendes Völkchen sind. Längst zählt The Family of Man zum Unesco-Welterbe.

    • © Jesus Barroso, Shutterstock
    Insider-Tipp
    Ob das das Herz der Aliens erweicht?

    Vom Marktplatz aus kletterst du über eine Treppe oder durch die Fußgängerzone hinauf zum Schloss (oder du nimmst den Lift), wo im Hof ein alter Panzer der US Army Wache hält: eine Erinnerung daran, dass das bis dahin gut erhaltene Gemäuer aus dem 12.Jh. bei der Ardennenoffensive 1944, dem letzten Gegenschlag der deutschen Truppen, in Brand geschossen wurde, ehe US-amerikanische Panzer Clervaux und das ganze Land befreiten. Nach dem Krieg begann der Wiederaufbau des Schlosses; die Arbeiten wurden erst 1994 abgeschlossen. Außer dem hässlichen, aber historisch bedeutsamen Kettenfahrzeug hat die äußere Anlage ein wunderschönes kleines Schlossgärtchen zu bieten. Das ist nicht nur idyllisch wie in der Provence, sondern bietet zudem einen unglaublichen Blick über Clervaux und Umgebung. Vom Burghof geht es dann in den ummauerten Innenhof. Die sorgsam restaurierten Gebäudeteile beherbergen heute zwei Museen. Im Musée Bataille et Châteaux sieht man zahlreiche Burgen- und Schlossmodelle sowie Dokumente, Trophäen, Fotos und Kriegsgerät der Ardennenoffensive. Und dann ist da Edward Steichens berühmte Fotosammlung The Family of Man, das absolute Highlight jeder Clervaux-Visite. Steichen wanderte 1881 im Alter von anderthalb Jahren mit seinen Eltern in die USA aus. In den 1920er-Jahren machte er zunächst Furore als Modefotograf für Vogue und Vanity Fair. 1947 wurde er Direktor der Fotoabteilung des New Yorker Museum of Modern Art, für die er u. a. die Ausstellung The Family of Man zusammenstellte: 503 Bilder von 273 Fotografen aus 68 Ländern, darunter Legenden wie Robert Capa, Henri Cartier- Bresson und Robert Doisneau. Die Aufnahmen gruppierte Steichen nach Themengruppen wie Geburt, Liebe, Arbeit, Sport und Tod. Sein Ziel: der Welt zeigen, dass die Menschen doch eigentlich überall auf dem Globus gleich sind und daher nach zwei Weltkriegen bitte endlich aufhören sollten, sich gegenseitig umzubringen. Weil die Idee mit der Friedensbotschaft auf Erden so gut ankam, sandte man sie auch gleich ins Weltall: Eine Aufnahme der Geburt des Sohns von Steichens Mitarbeiter Wayne Miller fliegt an Bord der Sonden Voyager 1 und 2 durch den Weltraum, um als eine Art intergalaktische Flaschenpost womöglich feindlich gesinnte Außerirdische darauf hinzuweisen, dass wir auf der Erde ein friedliebendes Völkchen sind. Längst zählt The Family of Man zum Unesco-Welterbe.


  • Cathédrale Notre Dame

    Architektonische Highlights
    • © Mikalai Nick Zastsenski, Shutterstock
    Insider-Tipp
    Das Geheimnis der leeren Gruft – grusel ...

    Die drei weithin sichtbaren, schlanken Türme der Liebfrauenkathedrale sind ein Wahrzeichen der Stadt. Die Ursprünge des spätgotischen Gebäudes, eigentlich eine Jesuitenkirche und erst 1870 zur Kathedrale upgegradet, reichen bis ins Jahr 1613 zurück. Im Vergleich zu gotischen Gotteshäusern ist die Notre-Dame wenig spektakulär. Dem Gnadenbild der Namens- und Landespatronin auf dem Hochaltar statten bei der Wallfahrt Oktave alljährlich Zigtausende Pilger einen Besuch ab. Interessanter als die Kirche selbst ist die Krypta darunter: Hier befindet sich die Gruft der Großherzoglichen Familie. Gruftis müssen jetzt tapfer sein: Der Sarg, den man in der Gruft der Prinzen sieht, ist leer. Aus hygienischen Gründen liegen die Gebeine der Großherzöge eine Etage tiefer. Nebenan ruht ein Promi aus dem Mittelalter: Johann der Blinde, König von Böhmen und Graf von Luxemburg, wurde u. a. berühmt, weil er 1346 trotz seiner Blindheit bei der Schlacht von Crécy im Hundertjährigen Krieg mitmischte – was er erwartungsgemäß nicht überlebte.

    • © Mikalai Nick Zastsenski, Shutterstock
    Insider-Tipp
    Das Geheimnis der leeren Gruft – grusel ...

    Die drei weithin sichtbaren, schlanken Türme der Liebfrauenkathedrale sind ein Wahrzeichen der Stadt. Die Ursprünge des spätgotischen Gebäudes, eigentlich eine Jesuitenkirche und erst 1870 zur Kathedrale upgegradet, reichen bis ins Jahr 1613 zurück. Im Vergleich zu gotischen Gotteshäusern ist die Notre-Dame wenig spektakulär. Dem Gnadenbild der Namens- und Landespatronin auf dem Hochaltar statten bei der Wallfahrt Oktave alljährlich Zigtausende Pilger einen Besuch ab. Interessanter als die Kirche selbst ist die Krypta darunter: Hier befindet sich die Gruft der Großherzoglichen Familie. Gruftis müssen jetzt tapfer sein: Der Sarg, den man in der Gruft der Prinzen sieht, ist leer. Aus hygienischen Gründen liegen die Gebeine der Großherzöge eine Etage tiefer. Nebenan ruht ein Promi aus dem Mittelalter: Johann der Blinde, König von Böhmen und Graf von Luxemburg, wurde u. a. berühmt, weil er 1346 trotz seiner Blindheit bei der Schlacht von Crécy im Hundertjährigen Krieg mitmischte – was er erwartungsgemäß nicht überlebte.


  • Lëtzebuerg City Museum

    Museen

    Im mit viel Phantasie und Sachkunde umgebauten alten Patrizierhaus in der Altstadt werden mit multimedialen Mitteln 1000 Jahre Stadtgeschichte präsentiert. Im gläsernen Salonaufzug schwebt man aus dem Fels in die Höhe und blickt dabei durch die Fenster auf die Reste der Festung.

    Im mit viel Phantasie und Sachkunde umgebauten alten Patrizierhaus in der Altstadt werden mit multimedialen Mitteln 1000 Jahre Stadtgeschichte präsentiert. Im gläsernen Salonaufzug schwebt man aus dem Fels in die Höhe und blickt dabei durch die Fenster auf die Reste der Festung.


  • Esch-sur-Sûre

    Botanische Gärten & Parks

    Wenn man von der breiten Nationalstraße 15 auf der Höhe von Esch-sur-Sûre abbiegt, gelangt man durch einen kleinen Felstunnel in eine andere Welt. Wieder zieht die Sauer eine enge Schleife; dahinein schmiegt sich der malerische Ort Esch-sur-Sûre. Einen schönen Kontrast dazu bildet die 1 km flussaufwärts sich quer durchs Tal ziehende, 48 m hohe Obersauer-Talsperre, die das Flüsschen auf einer Länge von 19 km zu einem See aufstaut. Dieser ist Trinkwasserreservoir, Wassersportzentrum, Erholungsgebiet und Mittelpunkt des Naturparks Obersauer.

    Wenn man von der breiten Nationalstraße 15 auf der Höhe von Esch-sur-Sûre abbiegt, gelangt man durch einen kleinen Felstunnel in eine andere Welt. Wieder zieht die Sauer eine enge Schleife; dahinein schmiegt sich der malerische Ort Esch-sur-Sûre. Einen schönen Kontrast dazu bildet die 1 km flussaufwärts sich quer durchs Tal ziehende, 48 m hohe Obersauer-Talsperre, die das Flüsschen auf einer Länge von 19 km zu einem See aufstaut. Dieser ist Trinkwasserreservoir, Wassersportzentrum, Erholungsgebiet und Mittelpunkt des Naturparks Obersauer.


  • Diekirch

    Geographical

    In der Fußgängerzone des freundlichen Orts tanzen auf einem Brunnen drei Esel um ein Bierfass – ein Verweis auf die heimischen Braukünste und die einstige Weinbautradition von Diekirch: Die Esel mussten in den Weinbergen schuften.

    In der Fußgängerzone des freundlichen Orts tanzen auf einem Brunnen drei Esel um ein Bierfass – ein Verweis auf die heimischen Braukünste und die einstige Weinbautradition von Diekirch: Die Esel mussten in den Weinbergen schuften.


  • Fond-de-Gras

    Museen
    • Parc Industriel et Ferroviaire du Fond-de-Gras© MAIRDUMONT

    Die Bahnstrecke, auf der einst das Erz von den Stollen zu den Hochöfen transportiert wurde, ist heute die Attraktion des idyllisch gelegenen Industrie- und Freizeitparks Fond-de-Gras (Zufahrt über Differdange-Niederkorn). Von Mai bis September dampft hier an Sonn- und Feiertagen der Train 1900, ein Zug mit Dampflokomotive, durch das ehemalige Grubengelände.

    • Parc Industriel et Ferroviaire du Fond-de-Gras© MAIRDUMONT

    Die Bahnstrecke, auf der einst das Erz von den Stollen zu den Hochöfen transportiert wurde, ist heute die Attraktion des idyllisch gelegenen Industrie- und Freizeitparks Fond-de-Gras (Zufahrt über Differdange-Niederkorn). Von Mai bis September dampft hier an Sonn- und Feiertagen der Train 1900, ein Zug mit Dampflokomotive, durch das ehemalige Grubengelände.


  • Musée rural Munshausen

    Museen

    Angefangen hat alles als kleines Museum des Ardenner Pferds. Da zeigten Bauern aus dem Dorf, wie man früher mit Ackergäulen das Feld bestellte oder das Holz aus dem Wald holte. Aus der anfänglichen Hobbyinitiative ist inzwischen ein großes Freizeitunternehmen für Kinder und Erwachsene geworden, das auf kreativ-spielerische Weise alte ländliche Traditionen mit moderner Umwelterziehung verknüpft.

    Angefangen hat alles als kleines Museum des Ardenner Pferds. Da zeigten Bauern aus dem Dorf, wie man früher mit Ackergäulen das Feld bestellte oder das Holz aus dem Wald holte. Aus der anfänglichen Hobbyinitiative ist inzwischen ein großes Freizeitunternehmen für Kinder und Erwachsene geworden, das auf kreativ-spielerische Weise alte ländliche Traditionen mit moderner Umwelterziehung verknüpft.


  • Clausen

    Geographical
    • © Thierry Guinet, Shutterstock

    Vom Jakobsturm läufst du die rue de la Tour Jacob hinunter nach Clausen und überqueren die Alzettebrücke. Gehe danach rechts wieder über eine Brücke und direkt dahinter links in die allée Pierre de Mansfeld. Hinter der Kunigundenkirche zur Rechten steht das Geburtshaus von Robert Schuman, der in den 1950er-Jahren das vereinte Europa auf den Weg brachte.

    • Luxemburg
    • © Thierry Guinet, Shutterstock

    Vom Jakobsturm läufst du die rue de la Tour Jacob hinunter nach Clausen und überqueren die Alzettebrücke. Gehe danach rechts wieder über eine Brücke und direkt dahinter links in die allée Pierre de Mansfeld. Hinter der Kunigundenkirche zur Rechten steht das Geburtshaus von Robert Schuman, der in den 1950er-Jahren das vereinte Europa auf den Weg brachte.

    • Luxemburg

  • Rindschleiden

    Geographical
    Insider-Tipp
    Appetitanregende Schweinereien

    Luxemburgs kleinstes Dorf hat nur einen einzigen gemeldeten Einwohner – dafür aber eine Menge tierischer: Gänse, Hühner und ein paar hängebäuchige Minischweine. All die Viecher wohnen in der Thillenvogtei, einem putzigen Heimatmuseum, das seine Besucher mit dem Luxemburger Dorfleben vor über 100 Jahren bekannt macht. Harte Mitarbeit inklusive: Auf Anfrage werden Workshops für Groß und Klein veranstaltet, in denen man Säen, Ernten, Backen und Buttern nach Großmutterart ausprobieren kann. Berühmt ist der Ort für die gotischen Deckenfresken aus dem 15.Jh. in der romanischen Kirche aus dem 10.Jh. Sie gelten als die schönsten des Landes; ursprünglich waren sie übrigens nicht als reiner Zierrat gedacht, sondern erzählten den Gläubigen in Comicmanier die Bibel. Direkt neben dem Gotteshaus geht es allerdings ziemlich unheilig zu: Im benachbarten Bistro MiRo sind die Wände über und über mit schlüpfrigen Sinnsprüchen und sonstigen Sauereien verziert. Die Betreiber kommen trotzdem in den Himmel: Das Essen ist gut, regional und bio.

    • 8816 Rindschleiden
    Insider-Tipp
    Appetitanregende Schweinereien

    Luxemburgs kleinstes Dorf hat nur einen einzigen gemeldeten Einwohner – dafür aber eine Menge tierischer: Gänse, Hühner und ein paar hängebäuchige Minischweine. All die Viecher wohnen in der Thillenvogtei, einem putzigen Heimatmuseum, das seine Besucher mit dem Luxemburger Dorfleben vor über 100 Jahren bekannt macht. Harte Mitarbeit inklusive: Auf Anfrage werden Workshops für Groß und Klein veranstaltet, in denen man Säen, Ernten, Backen und Buttern nach Großmutterart ausprobieren kann. Berühmt ist der Ort für die gotischen Deckenfresken aus dem 15.Jh. in der romanischen Kirche aus dem 10.Jh. Sie gelten als die schönsten des Landes; ursprünglich waren sie übrigens nicht als reiner Zierrat gedacht, sondern erzählten den Gläubigen in Comicmanier die Bibel. Direkt neben dem Gotteshaus geht es allerdings ziemlich unheilig zu: Im benachbarten Bistro MiRo sind die Wände über und über mit schlüpfrigen Sinnsprüchen und sonstigen Sauereien verziert. Die Betreiber kommen trotzdem in den Himmel: Das Essen ist gut, regional und bio.

    • 8816 Rindschleiden

  • Ourdall-Promenade

    Landschaftliche Highlights

    Von Vianden nach Stolzemburg spazierst du wunderschöne 8,5 km am Ufer des Our-Stausees entlang, vorbei an Aussichtspunkten und Sehenswürdigkeiten wie dem Pumpspeicherkraftwerk – und über Planken musst du manchmal auch wandern. Mit dem Fahrrad funktioniert die Strecke ebenso gut. Über die „Nat’Our-Routen“ 4 und 5 des Naturwanderparks Delux lässt sich der Parcours auf – wesentlich anspruchsvollere und nicht mehr zum Radeln geeignete – knappe 20 km erweitern.

    Von Vianden nach Stolzemburg spazierst du wunderschöne 8,5 km am Ufer des Our-Stausees entlang, vorbei an Aussichtspunkten und Sehenswürdigkeiten wie dem Pumpspeicherkraftwerk – und über Planken musst du manchmal auch wandern. Mit dem Fahrrad funktioniert die Strecke ebenso gut. Über die „Nat’Our-Routen“ 4 und 5 des Naturwanderparks Delux lässt sich der Parcours auf – wesentlich anspruchsvollere und nicht mehr zum Radeln geeignete – knappe 20 km erweitern.


  • Konschthal Esch / Kunsthalle

    Museen

    Man nehme ein leer stehendes Möbelhaus und reiße alles raus, bis nur noch nackter Beton und Stahlträger übrig sind: Schon hat man eine Toplocation für zeitgenössische Kunst, die aussieht wie einem Science-Fiction- Film entsprungen – und mindestens so ein Hingucker ist wie die Wechselausstellungen von meist internationalem Rang.

    Man nehme ein leer stehendes Möbelhaus und reiße alles raus, bis nur noch nackter Beton und Stahlträger übrig sind: Schon hat man eine Toplocation für zeitgenössische Kunst, die aussieht wie einem Science-Fiction- Film entsprungen – und mindestens so ein Hingucker ist wie die Wechselausstellungen von meist internationalem Rang.