Kykladen Top Sehenswürdigkeiten

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Síros
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Archaiologikó Mousío
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Pláka
Petalúdes
Botanische Gärten & Parks
Parikía

    Museen

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    Landschaftliche Highlights

    Architektonische Highlights

    Botanische Gärten & Parks


  • Mousío Proϊstorikís Thíras

    Museen
    • © Milan Gonda, Shutterstock
    Insider-Tipp
    Akrotíri verstehen

    Manches muss man einfach wissen. Das spannendste Museum der Insel entführt dich in die Zeiten, als die Germanen noch in Höhlen schliefen, auf Santorin aber schon die erste Hochkultur Europas in voller Blüte war. Das Museum beherbergt vor allem Funde, die seit 1976 bei den Ausgrabungen von Akrotíri gemacht wurden. Der Rundgang im Eingangsgeschoss verläuft entgegen dem Uhrzeigersinn: In Raum B erklären Tafeln sehr gut und ausführlich, aber leider nur auf Englisch und Griechisch die Geologie und Entstehungsgeschichte Santorins. In einer Vitrine gleich rechts sind in älteren Lavaschichten gefundene Abdrücke von Pflanzenteilen und Tieren ausgestellt, darunter Abdrücke von 60 000 Jahre alten Olivenbaumblättern. Als Nächstes zeigt eine Wandvitrine Kykladen-Idole aus der Zeit zwischen etwa 2800 und 2400 v. Chr. Meist handelt es sich um weibliche Figuren. Typisch sind der flache Kopf mit der langen Nase, der fast phallusförmige, lange Hals, die andeutungsweise herausgearbeiteten Brüste und die vor der Brust verschränkten Arme sowie die Andeutung des Schamdreiecks. Ein Blickfang ist das große Modell der Ausgrabungsstätte von Akrotíri. Wer noch nicht dort war, bekommt hier einen ersten Eindruck vom städtischen Charakter dieser Siedlung, die ihre Glanzzeit zwischen 1700 und 1600 v. Chr. erlebte. In den folgenden Räumen verdeutlichen die Archäologen, was für eine hohe Wohnkultur die Menschen damals hatten und wie gut ihre Gesellschaft organisiert war. So siehst du in der ersten Vitrine hinter dem Modell von Akrotíri Gipsabgüsse von in der Vulkanasche gefundenen Abdrücken eines hölzernen Stuhls und eines dreibeinigen Tischs, einen tragbaren tönernen Backofen und zwei lang gestreckte tönerne Bänkchen in Hundeform, die als Halterungen für Fleischspieße dienten, ähnlich den heutigen Souvláki-Spießchen. Das nächste frei stehende Objekt überrascht: eine Badewanne. Vom ausgeklügelten Maßsystem Akrotíris zeugen weitere Vitrinen, in denen u. a. Gewichte zu sehen sind. Der zweite Teil des Museumsrundgangs im Eingangsgeschoss ist den weltberühmten Wandmalereien von Akrotíri gewidmet. Zunächst wird die Technik erklärt. In diversen Schälchen sind Farbpigmente und 3700 Jahre alte Kalkreste zu sehen. Ein runder Hausaltar in Form eines dreibeinigen Tischchens zeigt, dass auf Akrotíri nicht nur die Wände bemalt wurden, sondern auch viele kleine Objekte: Hier zieren Delfine den Altar. Der letzte Saal im Eingangsgeschoss präsentiert zwei Fresken aus dem 17.Jh. v. Chr. Das eine zeigt nicht näher definierbare vierbeinige Säugetiere, das andere acht herumtollende Affen. Gerade bei diesem Affenfresko wird deutlich, welche Freiheit des Ausdrucks die Maler jener Zeit bereits gefunden hatten. Jeder Affe ist anders, sieben werden im Profil, einer frontal gezeigt. Abschließend siehst du dann ein einzigartiges Kunstwerk, das erst am 12.Dez. 1999 in Akrotíri gefunden wurde: einen goldenen Steinbock aus dem 17.Jh. v. Chr., der auf feinen Goldplättchen steht. Der Fund ist nicht nur wegen seiner einmaligen Schönheit sensationell, sondern auch weil die Bewohner Akrotíris fast all ihren Besitz aus Edelmetall mitgenommen hatten, als sie vor dem drohenden Vulkanausbruch geflohen waren. Er macht Hoffnung auf mehr Kunstwerke dieser Art, denn 97 Prozent der Stadtfläche Akrotíris warten noch auf die Spaten und Pinsel der Archäologen. Im 2022 neu eröffneten Untergeschoss des Museums sind dann – modern arrangiert – großflächige Wandmalereien aus Akrotíri ausgestellt, die bislang im Archäologischen Nationalmuseum in Athen zu sehen waren. Jetzt hat man sie endlich auf ihre Entstehungsinsel zurückgebracht. Bewunderung ist an dieser Stelle auch mal für die Archäologen und Restaurateure angebracht, die diese großen Fresken in jahrelanger Puzzlearbeit wieder zusammengesetzt und ergänzt haben. Die Originalteilchen sind dabei leicht auszumachen: Die Ergänzungen – Archäologen haben sie aus den vorhandenen Teilen hier, in Athen und in Iraklio auf Kreta abgeleitet – wurden auf die Wand gemalt, die Originale sind darüber erhaben.

    • © Milan Gonda, Shutterstock
    Insider-Tipp
    Akrotíri verstehen

    Manches muss man einfach wissen. Das spannendste Museum der Insel entführt dich in die Zeiten, als die Germanen noch in Höhlen schliefen, auf Santorin aber schon die erste Hochkultur Europas in voller Blüte war. Das Museum beherbergt vor allem Funde, die seit 1976 bei den Ausgrabungen von Akrotíri gemacht wurden. Der Rundgang im Eingangsgeschoss verläuft entgegen dem Uhrzeigersinn: In Raum B erklären Tafeln sehr gut und ausführlich, aber leider nur auf Englisch und Griechisch die Geologie und Entstehungsgeschichte Santorins. In einer Vitrine gleich rechts sind in älteren Lavaschichten gefundene Abdrücke von Pflanzenteilen und Tieren ausgestellt, darunter Abdrücke von 60 000 Jahre alten Olivenbaumblättern. Als Nächstes zeigt eine Wandvitrine Kykladen-Idole aus der Zeit zwischen etwa 2800 und 2400 v. Chr. Meist handelt es sich um weibliche Figuren. Typisch sind der flache Kopf mit der langen Nase, der fast phallusförmige, lange Hals, die andeutungsweise herausgearbeiteten Brüste und die vor der Brust verschränkten Arme sowie die Andeutung des Schamdreiecks. Ein Blickfang ist das große Modell der Ausgrabungsstätte von Akrotíri. Wer noch nicht dort war, bekommt hier einen ersten Eindruck vom städtischen Charakter dieser Siedlung, die ihre Glanzzeit zwischen 1700 und 1600 v. Chr. erlebte. In den folgenden Räumen verdeutlichen die Archäologen, was für eine hohe Wohnkultur die Menschen damals hatten und wie gut ihre Gesellschaft organisiert war. So siehst du in der ersten Vitrine hinter dem Modell von Akrotíri Gipsabgüsse von in der Vulkanasche gefundenen Abdrücken eines hölzernen Stuhls und eines dreibeinigen Tischs, einen tragbaren tönernen Backofen und zwei lang gestreckte tönerne Bänkchen in Hundeform, die als Halterungen für Fleischspieße dienten, ähnlich den heutigen Souvláki-Spießchen. Das nächste frei stehende Objekt überrascht: eine Badewanne. Vom ausgeklügelten Maßsystem Akrotíris zeugen weitere Vitrinen, in denen u. a. Gewichte zu sehen sind. Der zweite Teil des Museumsrundgangs im Eingangsgeschoss ist den weltberühmten Wandmalereien von Akrotíri gewidmet. Zunächst wird die Technik erklärt. In diversen Schälchen sind Farbpigmente und 3700 Jahre alte Kalkreste zu sehen. Ein runder Hausaltar in Form eines dreibeinigen Tischchens zeigt, dass auf Akrotíri nicht nur die Wände bemalt wurden, sondern auch viele kleine Objekte: Hier zieren Delfine den Altar. Der letzte Saal im Eingangsgeschoss präsentiert zwei Fresken aus dem 17.Jh. v. Chr. Das eine zeigt nicht näher definierbare vierbeinige Säugetiere, das andere acht herumtollende Affen. Gerade bei diesem Affenfresko wird deutlich, welche Freiheit des Ausdrucks die Maler jener Zeit bereits gefunden hatten. Jeder Affe ist anders, sieben werden im Profil, einer frontal gezeigt. Abschließend siehst du dann ein einzigartiges Kunstwerk, das erst am 12.Dez. 1999 in Akrotíri gefunden wurde: einen goldenen Steinbock aus dem 17.Jh. v. Chr., der auf feinen Goldplättchen steht. Der Fund ist nicht nur wegen seiner einmaligen Schönheit sensationell, sondern auch weil die Bewohner Akrotíris fast all ihren Besitz aus Edelmetall mitgenommen hatten, als sie vor dem drohenden Vulkanausbruch geflohen waren. Er macht Hoffnung auf mehr Kunstwerke dieser Art, denn 97 Prozent der Stadtfläche Akrotíris warten noch auf die Spaten und Pinsel der Archäologen. Im 2022 neu eröffneten Untergeschoss des Museums sind dann – modern arrangiert – großflächige Wandmalereien aus Akrotíri ausgestellt, die bislang im Archäologischen Nationalmuseum in Athen zu sehen waren. Jetzt hat man sie endlich auf ihre Entstehungsinsel zurückgebracht. Bewunderung ist an dieser Stelle auch mal für die Archäologen und Restaurateure angebracht, die diese großen Fresken in jahrelanger Puzzlearbeit wieder zusammengesetzt und ergänzt haben. Die Originalteilchen sind dabei leicht auszumachen: Die Ergänzungen – Archäologen haben sie aus den vorhandenen Teilen hier, in Athen und in Iraklio auf Kreta abgeleitet – wurden auf die Wand gemalt, die Originale sind darüber erhaben.


  • Thera

    Touristenattraktionen
    • © Allard One, Shutterstock
    Insider-Tipp
    Diskreter Hinweis gesucht

    Auch Archäologiemuffel flashen die Überreste der Inselhauptstadt des ersten vorchristlichen Jahrtausends. Sie liegen ganz oben auf dem gewaltigen Felsrücken Mésa Vounó, der mit seinen steilen Wänden zwischen Kamári und Períssa in die Ägäis hineinragt. Auf seinem Kamm stand über 1000 Jahre lang die Hauptsiedlung der Insel. Der deutsche Baron Hiller von Gärtringen grub sie zwischen 1886 und 1902 auf eigene Kosten unter einer bis zu 6 m dicken Erd- und Ascheschicht aus. Zwischen 1990 und 1994 führten Berliner Archäologen noch einmal eine Nachuntersuchung durch. Die alte Stadt Thera wurde um 1000 v. Chr. von dorischen Siedlern gegründet, die vom griechischen Festland kamen. Die meisten Gebäudereste stammen jedoch aus hellenistischer Zeit, als die in Ägypten ansässigen Herrscher aus der Dynastie der Ptolemäer die südlichen Ägäischen Inseln kontrollierten. Sie machten Santorin zu einem bedeutenden Marinestützpunkt. In römischer Zeit verlor Alt- Thera wieder an Bedeutung, und unter der byzantinischen Herrschaft wurde es im 7.Jh. schließlich ganz aufgegeben. Die Besichtigung beginnt bei der kleinen Kapelle Ágios Stéfanos, die in die Überreste einer frühchristlichen Basilika hineingebaut wurde. Auf einem Fundament aus antiken Quadern erhebt sich das inzwischen stark stützungsbedürftige Mauerwerk aus verschiedenfarbigen Lavabrocken, die beiden Tonnengewölbedächer werden von je einem antiken Säulenstumpf gekrönt. Durch eine brüchige Holztür kannst du auch ins Kircheninnere hineinschauen. Auf der Kamári zugewandten Seite des Hügelkamms geht es nun zum Témenos des Artemidóros. Dieser ptolemäische Admiral ließ das mehreren Göttern geweihte Heiligtum anlegen. In Felsreliefs sind der Adler als Symbol für Göttervater Zeus, der Löwe als Symbol für den in Alt-Thera besonders verehrten Gott Apoll, der Delfin des Meeresgotts Poseidon und das Bildnis des Artemidóros selbst zu erkennen. Später öffnet sich der Weg auf die antike agorá, den Marktplatz. Er ist über 100 m lang, aus Platzgründen aber ungewöhnlich schmal. Moderne Bänke unter windgebeugten Bäumen laden zur Rast ein. In der Mitte der zentralen agorá führt eine Treppe zu den Grundmauern eines Tempels für Diónysos hinauf, den antiken Gott des Weins, des Theaters und orgiastischer Fruchtbarkeit. Ihm ist auch das Relief am Treppenzugang geweiht, bei dem zwei Kreise Hoden andeuten – vielleicht ein römischer Wegweiser zu einem Freudenhaus. Schließlich stehst du an einem der schönsten Flecken der antiken Stadt: über den Resten des antiken Theaters aus dem 2.Jh. v. Chr. Etwa 1500 Zuschauer fanden auf seinen Rängen Platz; der gesamte Hohlraum darunter wurde als Zisterne genutzt. Von hier an ist der weitere Weg Richtung Kap manchmal gesperrt. Falls er offen ist, gelangst du zu einer großen Felsterrasse, die in dorischer Zeit das religiöse Zentrum eines Kults zu Ehren des Apoll war. Bei den Feierlichkeiten tanzten nackte Jünglinge. Die Namen der Schönsten unter ihnen haben Festbesucher neben den Namen verschiedener Götter in den Fels eingeritzt. Die ältesten dieser Graffiti stammen aus dem 7.Jh. v. Chr. An der Felsterrasse steht auch der Tempel des Apollon aus dem 6.Jh. v. Chr., den du betreten darfst. Innen erkennst du ein kleines Torgebäude, das auf einen Hof führt. Dort stand ursprünglich der eigentliche Tempel. Dieser hatte ein flaches Dach und war in einen Vorraum und den Hauptraum, die cella mit dem Kultbild des Gotts, unterteilt. In einer Grotte unterhalb der Terrasse wurden der Gott des Handels und der Diebe, Hermes (römisch: Merkur), und der legendäre Vorfahr aller Dorer, Herakles (römisch: Herkules), verehrt. Vom Theater aus führt ein Weg über den Scheitel des Mésa Vounó auf die Períssa zugewandte Seite des Hügels hinüber. Du kommst zunächst am Heiligtum der ägyptischen Götter aus dem 2.Jh. v. Chr. vorbei. Es handelt sich dabei um eine Felsterrasse. In den in den Fels gehauenen Nischen standen Weihegaben für die Götter, auf einer aus dem Fels geschlagenen Bank ihre Statuen. Anschließend passierst du eine gut erhaltene Zisterne, die ausgedehnten Fundamente des Palasts des ptolemäischen Statthalters und des gymnasions, der Übungsstätte für die Ring- und Faustkämpfer in der ptolemäischen Garnison.

    • Eparchiaki Odós Mesarias-Archeas Thiras, 847 00 Profítis Ilías
    • +30 2286 081939
    • kaepka@culture.gr
    • © Allard One, Shutterstock
    Insider-Tipp
    Diskreter Hinweis gesucht

    Auch Archäologiemuffel flashen die Überreste der Inselhauptstadt des ersten vorchristlichen Jahrtausends. Sie liegen ganz oben auf dem gewaltigen Felsrücken Mésa Vounó, der mit seinen steilen Wänden zwischen Kamári und Períssa in die Ägäis hineinragt. Auf seinem Kamm stand über 1000 Jahre lang die Hauptsiedlung der Insel. Der deutsche Baron Hiller von Gärtringen grub sie zwischen 1886 und 1902 auf eigene Kosten unter einer bis zu 6 m dicken Erd- und Ascheschicht aus. Zwischen 1990 und 1994 führten Berliner Archäologen noch einmal eine Nachuntersuchung durch. Die alte Stadt Thera wurde um 1000 v. Chr. von dorischen Siedlern gegründet, die vom griechischen Festland kamen. Die meisten Gebäudereste stammen jedoch aus hellenistischer Zeit, als die in Ägypten ansässigen Herrscher aus der Dynastie der Ptolemäer die südlichen Ägäischen Inseln kontrollierten. Sie machten Santorin zu einem bedeutenden Marinestützpunkt. In römischer Zeit verlor Alt- Thera wieder an Bedeutung, und unter der byzantinischen Herrschaft wurde es im 7.Jh. schließlich ganz aufgegeben. Die Besichtigung beginnt bei der kleinen Kapelle Ágios Stéfanos, die in die Überreste einer frühchristlichen Basilika hineingebaut wurde. Auf einem Fundament aus antiken Quadern erhebt sich das inzwischen stark stützungsbedürftige Mauerwerk aus verschiedenfarbigen Lavabrocken, die beiden Tonnengewölbedächer werden von je einem antiken Säulenstumpf gekrönt. Durch eine brüchige Holztür kannst du auch ins Kircheninnere hineinschauen. Auf der Kamári zugewandten Seite des Hügelkamms geht es nun zum Témenos des Artemidóros. Dieser ptolemäische Admiral ließ das mehreren Göttern geweihte Heiligtum anlegen. In Felsreliefs sind der Adler als Symbol für Göttervater Zeus, der Löwe als Symbol für den in Alt-Thera besonders verehrten Gott Apoll, der Delfin des Meeresgotts Poseidon und das Bildnis des Artemidóros selbst zu erkennen. Später öffnet sich der Weg auf die antike agorá, den Marktplatz. Er ist über 100 m lang, aus Platzgründen aber ungewöhnlich schmal. Moderne Bänke unter windgebeugten Bäumen laden zur Rast ein. In der Mitte der zentralen agorá führt eine Treppe zu den Grundmauern eines Tempels für Diónysos hinauf, den antiken Gott des Weins, des Theaters und orgiastischer Fruchtbarkeit. Ihm ist auch das Relief am Treppenzugang geweiht, bei dem zwei Kreise Hoden andeuten – vielleicht ein römischer Wegweiser zu einem Freudenhaus. Schließlich stehst du an einem der schönsten Flecken der antiken Stadt: über den Resten des antiken Theaters aus dem 2.Jh. v. Chr. Etwa 1500 Zuschauer fanden auf seinen Rängen Platz; der gesamte Hohlraum darunter wurde als Zisterne genutzt. Von hier an ist der weitere Weg Richtung Kap manchmal gesperrt. Falls er offen ist, gelangst du zu einer großen Felsterrasse, die in dorischer Zeit das religiöse Zentrum eines Kults zu Ehren des Apoll war. Bei den Feierlichkeiten tanzten nackte Jünglinge. Die Namen der Schönsten unter ihnen haben Festbesucher neben den Namen verschiedener Götter in den Fels eingeritzt. Die ältesten dieser Graffiti stammen aus dem 7.Jh. v. Chr. An der Felsterrasse steht auch der Tempel des Apollon aus dem 6.Jh. v. Chr., den du betreten darfst. Innen erkennst du ein kleines Torgebäude, das auf einen Hof führt. Dort stand ursprünglich der eigentliche Tempel. Dieser hatte ein flaches Dach und war in einen Vorraum und den Hauptraum, die cella mit dem Kultbild des Gotts, unterteilt. In einer Grotte unterhalb der Terrasse wurden der Gott des Handels und der Diebe, Hermes (römisch: Merkur), und der legendäre Vorfahr aller Dorer, Herakles (römisch: Herkules), verehrt. Vom Theater aus führt ein Weg über den Scheitel des Mésa Vounó auf die Períssa zugewandte Seite des Hügels hinüber. Du kommst zunächst am Heiligtum der ägyptischen Götter aus dem 2.Jh. v. Chr. vorbei. Es handelt sich dabei um eine Felsterrasse. In den in den Fels gehauenen Nischen standen Weihegaben für die Götter, auf einer aus dem Fels geschlagenen Bank ihre Statuen. Anschließend passierst du eine gut erhaltene Zisterne, die ausgedehnten Fundamente des Palasts des ptolemäischen Statthalters und des gymnasions, der Übungsstätte für die Ring- und Faustkämpfer in der ptolemäischen Garnison.

    • Eparchiaki Odós Mesarias-Archeas Thiras, 847 00 Profítis Ilías
    • +30 2286 081939
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  • Vyzantinós Drómos

    Touristenattraktionen
    • © Maria Kosa, Shutterstock

    Die mittelalterliche Byzantinische Straße führt über jahrhundertealtes Pflaster und kleine Brücken durch unberührte Natur der Insel Páros.

    • © Maria Kosa, Shutterstock

    Die mittelalterliche Byzantinische Straße führt über jahrhundertealtes Pflaster und kleine Brücken durch unberührte Natur der Insel Páros.


  • Akrotíri

    Touristenattraktionen
    • © arrowsg, Thinkstock
    Insider-Tipp
    Schau auf die Karten!

    Die Ausgrabungen von Akrotíri sind das griechische Pompeji. Allerdings hat man hier keine Toten gefunden – und keinerlei metallene Objekte. Das legt die Vermutung nahe, dass die Bewohner der Stadt vor der großen Eruption durch Erdbeben oder kleinere Vulkanausbrüche gewarnt worden waren und mitsamt ihrer wertvollsten Habe, wozu damals alles aus Metall zählte, flüchteten. In Akrotíri blieben bis zu vier Etagen hohe Hausfassaden erhalten und Amphoren, die noch so stehen wie zum Zeitpunkt des Vulkanausbruchs. Ganze Straßenzüge sind erkennbar. In etlichen Häusern haben Archäologen Fresken gefunden, die in viele Einzelteile zerschlagen waren, und mühsam wieder zusammengesetzt. Sie befinden sich heute im Archäologischen Nationalmuseum in Athen und im Prähistorischen Museum in Firá, doch vermitteln Postkarten, die es an der Kasse zu den Ausgrabungen gibt, einen guten Eindruck von ihrer Anmut und Schönheit.

    • © arrowsg, Thinkstock
    Insider-Tipp
    Schau auf die Karten!

    Die Ausgrabungen von Akrotíri sind das griechische Pompeji. Allerdings hat man hier keine Toten gefunden – und keinerlei metallene Objekte. Das legt die Vermutung nahe, dass die Bewohner der Stadt vor der großen Eruption durch Erdbeben oder kleinere Vulkanausbrüche gewarnt worden waren und mitsamt ihrer wertvollsten Habe, wozu damals alles aus Metall zählte, flüchteten. In Akrotíri blieben bis zu vier Etagen hohe Hausfassaden erhalten und Amphoren, die noch so stehen wie zum Zeitpunkt des Vulkanausbruchs. Ganze Straßenzüge sind erkennbar. In etlichen Häusern haben Archäologen Fresken gefunden, die in viele Einzelteile zerschlagen waren, und mühsam wieder zusammengesetzt. Sie befinden sich heute im Archäologischen Nationalmuseum in Athen und im Prähistorischen Museum in Firá, doch vermitteln Postkarten, die es an der Kasse zu den Ausgrabungen gibt, einen guten Eindruck von ihrer Anmut und Schönheit.


  • Dílos

    Landschaftliche Highlights
    • © papadimitriou, Thinkstock
    • © papadimitriou, Thinkstock

    So wie Mykonos heute das touristische Zentrum der Kykladen ist, war die kleine Nachbarinsel Dílos in der Antike das kultische und zeitweise auch das kommerzielle Zentrum des Archipels. Heute leben auf Dílos, das in seiner Glanzzeit im 2.Jh. v.Chr. bis zu 30.000 Bewohner zählte, nur noch einige Wächter mit ihren Familien. Sie bewachen das ausgedehnteste Grabungsgelände Griechenlands. Dílos galt den Griechen als Geburtsinsel ihrer Götter Apoll und Artemis. Ihnen huldigten zahlreiche Inselstaaten und Herrscher durch Weihegeschenke, insbesondere durch Skulpturen und Bauten. In hellenistischer und v.a. in römischer Zeit war Dílos zugleich auch der bedeutendste Handelsplatz in der Ägäis, zumal die Römer die Insel zum Freihafen erklärten. Auf Dílos entstand ein riesiger Sklavenmarkt, auf dem an manchen Tagen bis zu 10.000 Menschen ihren Besitzer wechselten. 88 v.Chr. wurde Dílos von den Soldaten des Königs Mithridates VI. von Pontos zerstört. Von diesem Überfall, der 20.000 Delier das Leben kostete, erholte sich die Insel nicht mehr. Schon im 2.Jh. lebten dort nur noch einige Tempeldiener. Heute führt vom Bootsanleger eine breite Straße an antiken Marktplätzen vorbei zum heiligen Bezirk, den man durch die Ruinen der Propyläen mit ihren vier Stufen betritt. Vorbei an den Resten mehrerer Tempel gelangt man zur Löwenterrasse. Die fünf prächtigen Löwen aus naxischem Marmor, die über 2500 Jahre lang hier standen, wurden im Jahr 2000 ins Museum von Delos gebracht - hier wurden Kopien aufgestellt. Auf der anderen Seite des modernen Anlegers zieht sich die antike Wohnstadt den Hang hinauf. Hier sind in mehreren Hausruinen schöne Mosaike aus dem 2.Jh. v.Chr. erhalten. Vorbei am Theater aus dem 3.Jh. v.Chr., das 5500 Zuschauern Platz bot, kann man schließlich noch auf den 112 m hohen Inselberg Kinthos steigen, von dem aus die Ausgrabungen gut zu überblicken sind.

    • Dílos
    • © papadimitriou, Thinkstock
    • © papadimitriou, Thinkstock

    So wie Mykonos heute das touristische Zentrum der Kykladen ist, war die kleine Nachbarinsel Dílos in der Antike das kultische und zeitweise auch das kommerzielle Zentrum des Archipels. Heute leben auf Dílos, das in seiner Glanzzeit im 2.Jh. v.Chr. bis zu 30.000 Bewohner zählte, nur noch einige Wächter mit ihren Familien. Sie bewachen das ausgedehnteste Grabungsgelände Griechenlands. Dílos galt den Griechen als Geburtsinsel ihrer Götter Apoll und Artemis. Ihnen huldigten zahlreiche Inselstaaten und Herrscher durch Weihegeschenke, insbesondere durch Skulpturen und Bauten. In hellenistischer und v.a. in römischer Zeit war Dílos zugleich auch der bedeutendste Handelsplatz in der Ägäis, zumal die Römer die Insel zum Freihafen erklärten. Auf Dílos entstand ein riesiger Sklavenmarkt, auf dem an manchen Tagen bis zu 10.000 Menschen ihren Besitzer wechselten. 88 v.Chr. wurde Dílos von den Soldaten des Königs Mithridates VI. von Pontos zerstört. Von diesem Überfall, der 20.000 Delier das Leben kostete, erholte sich die Insel nicht mehr. Schon im 2.Jh. lebten dort nur noch einige Tempeldiener. Heute führt vom Bootsanleger eine breite Straße an antiken Marktplätzen vorbei zum heiligen Bezirk, den man durch die Ruinen der Propyläen mit ihren vier Stufen betritt. Vorbei an den Resten mehrerer Tempel gelangt man zur Löwenterrasse. Die fünf prächtigen Löwen aus naxischem Marmor, die über 2500 Jahre lang hier standen, wurden im Jahr 2000 ins Museum von Delos gebracht - hier wurden Kopien aufgestellt. Auf der anderen Seite des modernen Anlegers zieht sich die antike Wohnstadt den Hang hinauf. Hier sind in mehreren Hausruinen schöne Mosaike aus dem 2.Jh. v.Chr. erhalten. Vorbei am Theater aus dem 3.Jh. v.Chr., das 5500 Zuschauern Platz bot, kann man schließlich noch auf den 112 m hohen Inselberg Kinthos steigen, von dem aus die Ausgrabungen gut zu überblicken sind.

    • Dílos

  • Panagía Episcopí

    Architektonische Highlights
    • © stoyanh, Shutterstock

    Diese Kirche stammt aus byzantinischer Zeit und gehört zu den ältesten Kirchenhäusern auf der ganzen Insel. Sie wurde um 1115 von Kaiser Alexos I. Kommenós gegründet. Zunächst diente sie als Sitz des orthodoxen Kirchenoberhaupts. Später wurde sie von der katholischen Kirche übernommen. Nach der Eroberung durch die Türken im 16.Jhd. wurde das Gotteshaus wieder der griechisch-orthodoxen Kirche übergeben. Feuer und Erdbeben machten der Kirche oft zu schaffen.

    • © stoyanh, Shutterstock

    Diese Kirche stammt aus byzantinischer Zeit und gehört zu den ältesten Kirchenhäusern auf der ganzen Insel. Sie wurde um 1115 von Kaiser Alexos I. Kommenós gegründet. Zunächst diente sie als Sitz des orthodoxen Kirchenoberhaupts. Später wurde sie von der katholischen Kirche übernommen. Nach der Eroberung durch die Türken im 16.Jhd. wurde das Gotteshaus wieder der griechisch-orthodoxen Kirche übergeben. Feuer und Erdbeben machten der Kirche oft zu schaffen.


  • Fáros (Leuchtturm)

    Architektonische Highlights
    • © Despina Fountoulaki, Shutterstock

    Über der äußersten Südwestspitze Santorins weist in 110 m Höhe ein Leuchtturm Schiffen den Weg in die Caldera. Eine gut ausgebaute Asphaltstraße führt hin. Den Leuchtturm selbst darf man nicht betreten, aber vom über Trampelpfade erreichbaren Kap unmittelbar vor dem Turm genießt man einen einzigartigen Blick über den gesamten Krater sowie nach Firá, Oía und zur Insel Thirasía. Die letzte Taverne vor Erreichen des Leuchtturms, O Giorgáros, ist zugleich auch die südlichste Taverne der Kykladen. Die Familie des Wirts besitzt selbst drei Fischerboote. Spezialität des Hauses ist der rock fish, eine bunte Mischung kleiner Fische, die unmittelbar vor Santorins Lavaküste gefangen wird. Die Preise sind für santorinische Verhältnisse sehr günstig

    • © Despina Fountoulaki, Shutterstock

    Über der äußersten Südwestspitze Santorins weist in 110 m Höhe ein Leuchtturm Schiffen den Weg in die Caldera. Eine gut ausgebaute Asphaltstraße führt hin. Den Leuchtturm selbst darf man nicht betreten, aber vom über Trampelpfade erreichbaren Kap unmittelbar vor dem Turm genießt man einen einzigartigen Blick über den gesamten Krater sowie nach Firá, Oía und zur Insel Thirasía. Die letzte Taverne vor Erreichen des Leuchtturms, O Giorgáros, ist zugleich auch die südlichste Taverne der Kykladen. Die Familie des Wirts besitzt selbst drei Fischerboote. Spezialität des Hauses ist der rock fish, eine bunte Mischung kleiner Fische, die unmittelbar vor Santorins Lavaküste gefangen wird. Die Preise sind für santorinische Verhältnisse sehr günstig


  • Ammoúdi

    Touristenattraktionen
    • © t.natchai, Shutterstock
    Insider-Tipp
    In die Wellen werfen

    Einen „Hafen“ wie diesen hast du wahrscheinlich noch nie gesehen. Der schmale Kai drängt sich unter die Lavawände des Kraters, bietet Platz für ein paar Tavernen, mehr nicht. Auf dem Wasser liegen nur ganz kleine Boote; außerdem legt das kleine Fährboot hinüber zur Nachbarinsel Thirasiá ein paarmal täglich hier an. Von der Lóndsa-Burg aus verläuft ein stufenreicher Weg direkt dort hinunter. Wer lieber mit dem Auto fahren möchte, stellt es ca. 500 m vor dem Hafen am Schotterparkplatz ab und wird dann mit einem Shuttle zu den Tavernen gefahren. Du kannst das letzte Stück aber auch laufen. Ein etwa 250 m langer Pfad führt von den Tavernen nach Süden in Richtung Kap Ágios Nikólaos, dem das Inselchen Ágios Nikólaos mit einer kleinen Kapelle vorgelagert ist. Mutige können über ein paar Stufen ins Meer steigen und die 15 m zum Inselchen hinüberschwimmen (Badeschuhe sind ratsam). Alle anderen gucken den Klippenspringern zu.

    • Ammoúdi
    • © t.natchai, Shutterstock
    Insider-Tipp
    In die Wellen werfen

    Einen „Hafen“ wie diesen hast du wahrscheinlich noch nie gesehen. Der schmale Kai drängt sich unter die Lavawände des Kraters, bietet Platz für ein paar Tavernen, mehr nicht. Auf dem Wasser liegen nur ganz kleine Boote; außerdem legt das kleine Fährboot hinüber zur Nachbarinsel Thirasiá ein paarmal täglich hier an. Von der Lóndsa-Burg aus verläuft ein stufenreicher Weg direkt dort hinunter. Wer lieber mit dem Auto fahren möchte, stellt es ca. 500 m vor dem Hafen am Schotterparkplatz ab und wird dann mit einem Shuttle zu den Tavernen gefahren. Du kannst das letzte Stück aber auch laufen. Ein etwa 250 m langer Pfad führt von den Tavernen nach Süden in Richtung Kap Ágios Nikólaos, dem das Inselchen Ágios Nikólaos mit einer kleinen Kapelle vorgelagert ist. Mutige können über ein paar Stufen ins Meer steigen und die 15 m zum Inselchen hinüberschwimmen (Badeschuhe sind ratsam). Alle anderen gucken den Klippenspringern zu.

    • Ammoúdi

  • Lóndsa-Burg

    Architektonische Highlights
    • © Kilmer Media, Shutterstock

    Einer der schönsten Aussichtspunkte auf ganz Santorin ist die Ruine des Kastells am äußersten Ortsrand von Oía. Von hier aus überblickst du nicht nur weite Teile des Kraters und des Dorfs, sondern hast auch einen ungestörten Blick auf die Nachbarinseln Íos und Folégandros, bei klarem Wetter sogar bis Síkinos. Im Mittelalter residierte hier die venezianische Adelsfamilie der Argýri; schon im 19.Jh. war die Burg weitgehend verfallen. Jetzt hat man sie sozusagen als Aussichtsplattform wiederhergerichtet, auf der sich insbesondere zur Zeit des Sonnenuntergangs die Besucher drängen.

    • © Kilmer Media, Shutterstock

    Einer der schönsten Aussichtspunkte auf ganz Santorin ist die Ruine des Kastells am äußersten Ortsrand von Oía. Von hier aus überblickst du nicht nur weite Teile des Kraters und des Dorfs, sondern hast auch einen ungestörten Blick auf die Nachbarinseln Íos und Folégandros, bei klarem Wetter sogar bis Síkinos. Im Mittelalter residierte hier die venezianische Adelsfamilie der Argýri; schon im 19.Jh. war die Burg weitgehend verfallen. Jetzt hat man sie sozusagen als Aussichtsplattform wiederhergerichtet, auf der sich insbesondere zur Zeit des Sonnenuntergangs die Besucher drängen.


  • Archaiologikó Mousío

    Museen
    • © Panos Karas, Shutterstock

    Das Museum enthält vorwiegend Funde aus Alt-Thera. Besonders beachtenswert ist die Sammlung von Vasen aus geometrischer und klassischer Zeit.

    • © Panos Karas, Shutterstock

    Das Museum enthält vorwiegend Funde aus Alt-Thera. Besonders beachtenswert ist die Sammlung von Vasen aus geometrischer und klassischer Zeit.


  • Moní Chozoviótissas

    Architektonische Highlights
    • © Martin M303, Shutterstock

    Das Kloster, bereits um 800 gegründet und wie ein Adlernest in die südliche Steilküste hineingebaut, wird noch von einigen Mönchen bewohnt.

    • © Martin M303, Shutterstock

    Das Kloster, bereits um 800 gegründet und wie ein Adlernest in die südliche Steilküste hineingebaut, wird noch von einigen Mönchen bewohnt.


  • Panagía Evangelístria

    Architektonische Highlights
    • © Panos Karas, Shutterstock

    Zu dieser Wallfahrtskirche gehört ein Komplex von Gästezimmern und Museen. Im Kirchhof lagern die Wallfahrer auf Decken beim mitgebrachten Picknick. Die Marienikone in der Kirche ist nach dem Glauben der orthodoxen Christen wundertätig und wurde vom Evangelisten Lukas eigenhändig gemalt. Sie ist reich geschmückt und nimmt in der Kirche einen Ehrenplatz ein. Unter den zahlreichen Weihegaben befinden sich neben wertvollen Ampeln auch Modelle von Segelschiffen und Autos, Haustieren, Waffen sowie Körperteilen. Diese und andere Weihegaben hängen von der Decke herab. Im Zwischengeschoss unter der Kirche nehmen die Pilger in einer Kapelle an dem Platz, an dem die heilige Ikone gefunden wurde, aus einer Quelle Wasser, das Segen verspricht, und ein wenig von der Erde, die die Ikone barg.

    • © Panos Karas, Shutterstock

    Zu dieser Wallfahrtskirche gehört ein Komplex von Gästezimmern und Museen. Im Kirchhof lagern die Wallfahrer auf Decken beim mitgebrachten Picknick. Die Marienikone in der Kirche ist nach dem Glauben der orthodoxen Christen wundertätig und wurde vom Evangelisten Lukas eigenhändig gemalt. Sie ist reich geschmückt und nimmt in der Kirche einen Ehrenplatz ein. Unter den zahlreichen Weihegaben befinden sich neben wertvollen Ampeln auch Modelle von Segelschiffen und Autos, Haustieren, Waffen sowie Körperteilen. Diese und andere Weihegaben hängen von der Decke herab. Im Zwischengeschoss unter der Kirche nehmen die Pilger in einer Kapelle an dem Platz, an dem die heilige Ikone gefunden wurde, aus einer Quelle Wasser, das Segen verspricht, und ein wenig von der Erde, die die Ikone barg.


  • Seilbahn

    Touristenattraktionen
    • © kavalenkau, Shutterstock

    Vielleicht hast du ja Glück und die Warteschlange der Kreuzfahrturlauber vor der Bergstation ist gerade ganz kurz. Dann nutze die Chance zu einer coolen Fahrt in den Krater hinein zum alten Hafen Skála. Zweimal sechs aneinandergekoppelte Kabinen verbinden Firá seit Anfang der 1980er-Jahre mit seinem alten Hafen. In zwei Minuten überwinden sie 225 m Höhenunterschied. Die aus Österreich stammende Seilbahn ist ein Geschenk des Reeders Evángelos Nómikos an seine Heimatinsel gewesen und gehört heute der Gemeinde.

    • © kavalenkau, Shutterstock

    Vielleicht hast du ja Glück und die Warteschlange der Kreuzfahrturlauber vor der Bergstation ist gerade ganz kurz. Dann nutze die Chance zu einer coolen Fahrt in den Krater hinein zum alten Hafen Skála. Zweimal sechs aneinandergekoppelte Kabinen verbinden Firá seit Anfang der 1980er-Jahre mit seinem alten Hafen. In zwei Minuten überwinden sie 225 m Höhenunterschied. Die aus Österreich stammende Seilbahn ist ein Geschenk des Reeders Evángelos Nómikos an seine Heimatinsel gewesen und gehört heute der Gemeinde.


  • Orthodox Metropolitan Cathedral

    Architektonische Highlights
    • © saiko3p, Shutterstock

    Der schneeweiße, weithin sichtbare Kuppelbau am Kraterrand von Firá ist eine der Landmarken der Insel. Er wurde erst 1956/57 errichtet, nachdem die alte orthodoxe Kathedrale von 1827 beim Erdbeben zerstört worden war. Schon auf den ersten Blick beeindruckt der Innenraum durch seine prachtvolle Ausstattung mit wertvollen Kristallleuchtern und einer kunstvollen Ikonostase. Das Schönste aber sind die großflächigen Malereien, die die Innenwände und -decken überziehen. Sie stammen von dem 1945 in Éxo Goniá auf Santorin geborenen und heute noch auf der Insel lebenden Maler Christóphoros Assímis und wurden von den orthodoxen Gläubigen der Insel finanziert. Wer den Darstellungen in dieser Mariä Lichtmess geweihten Kathe drale nur ein wenig Zeit widmet, wird den orthodoxen Glauben und die orthodoxe Kirchenkunst besser verstehen lernen. Betrachten Sie zunächst die Ausmalung der Kuppel. Sie bildet den höchsten Punkt im Kirchenraum, steht symbolisch für den Himmel. Deswegen ist in der Kuppelwölbung orthodoxer Kirchen fast immer Christus als Pantokrátoras, als Allesbeherrscher, dargestellt. In den Zwickeln der Kuppel sind hier wie fast überall in orthodoxen Kirchen die vier Evangelisten zu sehen. Sie leiten von der himmlischen Sphäre zur irdischen des Kirchenraums über – denn nur durch die Evangelisten haben die Menschen ja von Christi Erscheinen gehört. Blicken Sie nun zunächst einmal nach vorn in Richtung Ikonostase. Über dieser Bilderwand, die den Kirchenraum vom Altarraum trennt, ist Mariä Verkündigung dargestellt. Von links eilt der Erzengel Gabriel herbei, der Maria verkündet, dass sie Gottes Sohn gebären wird, und damit beginnt die Lebensgeschichte Jesu. Ihr Ende ist in unmittelbarer Nähe zu sehen, nämlich auf der Unterseite des Bogens zum Altarraum. Da ist Christi Himmelfahrt dargestellt. Die verschie- densten Stationen der Lebens- und Leidensgeschichte Jesu sind das Thema weiterer Fresken im übrigen Kirchenraum. In der Apsis sind zudem einige Stationen aus dem Marienleben verewigt.

    • © saiko3p, Shutterstock

    Der schneeweiße, weithin sichtbare Kuppelbau am Kraterrand von Firá ist eine der Landmarken der Insel. Er wurde erst 1956/57 errichtet, nachdem die alte orthodoxe Kathedrale von 1827 beim Erdbeben zerstört worden war. Schon auf den ersten Blick beeindruckt der Innenraum durch seine prachtvolle Ausstattung mit wertvollen Kristallleuchtern und einer kunstvollen Ikonostase. Das Schönste aber sind die großflächigen Malereien, die die Innenwände und -decken überziehen. Sie stammen von dem 1945 in Éxo Goniá auf Santorin geborenen und heute noch auf der Insel lebenden Maler Christóphoros Assímis und wurden von den orthodoxen Gläubigen der Insel finanziert. Wer den Darstellungen in dieser Mariä Lichtmess geweihten Kathe drale nur ein wenig Zeit widmet, wird den orthodoxen Glauben und die orthodoxe Kirchenkunst besser verstehen lernen. Betrachten Sie zunächst die Ausmalung der Kuppel. Sie bildet den höchsten Punkt im Kirchenraum, steht symbolisch für den Himmel. Deswegen ist in der Kuppelwölbung orthodoxer Kirchen fast immer Christus als Pantokrátoras, als Allesbeherrscher, dargestellt. In den Zwickeln der Kuppel sind hier wie fast überall in orthodoxen Kirchen die vier Evangelisten zu sehen. Sie leiten von der himmlischen Sphäre zur irdischen des Kirchenraums über – denn nur durch die Evangelisten haben die Menschen ja von Christi Erscheinen gehört. Blicken Sie nun zunächst einmal nach vorn in Richtung Ikonostase. Über dieser Bilderwand, die den Kirchenraum vom Altarraum trennt, ist Mariä Verkündigung dargestellt. Von links eilt der Erzengel Gabriel herbei, der Maria verkündet, dass sie Gottes Sohn gebären wird, und damit beginnt die Lebensgeschichte Jesu. Ihr Ende ist in unmittelbarer Nähe zu sehen, nämlich auf der Unterseite des Bogens zum Altarraum. Da ist Christi Himmelfahrt dargestellt. Die verschie- densten Stationen der Lebens- und Leidensgeschichte Jesu sind das Thema weiterer Fresken im übrigen Kirchenraum. In der Apsis sind zudem einige Stationen aus dem Marienleben verewigt.


  • Naousa Marina

    Touristenattraktionen
    • © Sven Hansche, Shutterstock

    Kann ein Hafen schöner sein? Wenn du abends an diesem Kleinod aus venezianer Zeit in einer der Fischtavernen oder Bars sitzt, magst du das kaum glauben.

    • © Sven Hansche, Shutterstock

    Kann ein Hafen schöner sein? Wenn du abends an diesem Kleinod aus venezianer Zeit in einer der Fischtavernen oder Bars sitzt, magst du das kaum glauben.


  • Anáfi

    Landschaftliche Highlights
    • © Milan Gonda, Shutterstock
    Insider-Tipp
    Mit der Welt allein

    Griechische Alternative haben die passende Insel gefunden und strömen im Hochsommer in Scharen hierher. Leben am Strand von sehr wenig Geld. Rauchen, was immer sie wollen. Tragen alles oder nichts. Machen keine anderen als Müllprobleme. Die übrigen zehn Monate im Jahr aber ist Anáfi (300 Ew.) ganz anders. Ein Fähranleger unten, ein typisches Kykladendorf mit fast mehr Häusern als Einwohnern oben auf der Bergkuppe. Dazu menschenleere Strände und Wanderungen in Bergeinsamkeiten. Bizarres anzuschauen gibt es ebenso: Am Ende der 8 km langen, auch gut mit dem einzigen Linienbus erreichbaren Traumstrandkette steht in den gut erhaltenen Mauern eines antiken Apollon-Tempels das von zwei Nonnen bewohnte Kloster Zoodóchu Pigís. Wer genug Kondition hat, kann von dort aufs 398 m hohe, sehr steil zur Ägäis hin abfallende Kap Kálamos steigen. Der Rundumblick von oben hat noch jeden begeistert.

    • 840 09 Anáfi
    • © Milan Gonda, Shutterstock
    Insider-Tipp
    Mit der Welt allein

    Griechische Alternative haben die passende Insel gefunden und strömen im Hochsommer in Scharen hierher. Leben am Strand von sehr wenig Geld. Rauchen, was immer sie wollen. Tragen alles oder nichts. Machen keine anderen als Müllprobleme. Die übrigen zehn Monate im Jahr aber ist Anáfi (300 Ew.) ganz anders. Ein Fähranleger unten, ein typisches Kykladendorf mit fast mehr Häusern als Einwohnern oben auf der Bergkuppe. Dazu menschenleere Strände und Wanderungen in Bergeinsamkeiten. Bizarres anzuschauen gibt es ebenso: Am Ende der 8 km langen, auch gut mit dem einzigen Linienbus erreichbaren Traumstrandkette steht in den gut erhaltenen Mauern eines antiken Apollon-Tempels das von zwei Nonnen bewohnte Kloster Zoodóchu Pigís. Wer genug Kondition hat, kann von dort aufs 398 m hohe, sehr steil zur Ägäis hin abfallende Kap Kálamos steigen. Der Rundumblick von oben hat noch jeden begeistert.

    • 840 09 Anáfi

  • Moní Longovárdas

    Architektonische Highlights
    Insider-Tipp
    Gib dir Mühe!

    Tatsache: Frauen müssen hier noch immer vor dem Klostertor bleiben, während ihre männlichen Begleiter von einem der etwa zehn hier lebenden Brüder in das schön an einem Berghang gelegene Kloster aus dem 17.Jh. eingelassen werden. Gefallen den Mönchen die Männer, bringen sie meist auch den Frauen ein Tässchen Mokka und ein Glas Wasser nach draußen.

    Insider-Tipp
    Gib dir Mühe!

    Tatsache: Frauen müssen hier noch immer vor dem Klostertor bleiben, während ihre männlichen Begleiter von einem der etwa zehn hier lebenden Brüder in das schön an einem Berghang gelegene Kloster aus dem 17.Jh. eingelassen werden. Gefallen den Mönchen die Männer, bringen sie meist auch den Frauen ein Tässchen Mokka und ein Glas Wasser nach draußen.


  • Thirasía

    Landschaftliche Highlights
    • © biggunsband, Shutterstock
    Insider-Tipp
    Krake am Spieß

    Wollen oder dürfen sie nicht? Thirassía (150 Ew.) ist der zweitgrößte Teil des Kraterrands von Santorin und ebenso faszinierend schön wie die große Schwesterinsel. Aber es gibt nur ein einziges kleines Hotel. Darin wohnen außerhalb der Sommerferien die zwölf Lehrer, die die 14 Schulkinder der Insel unterrichten. Boutiquen und Clubs? Fehlanzeige. Da fragt man sich: Wollen die Thirassier ihre Ruhe haben, oder duldet Santorin keine so nahe Konkurrenz? Touristen bringen nur ein paar der vielen Ausflugsboote herüber, die täglich in der Caldera kreuzen. Sie legen an am steinigen Strand von Korfós, wo erstklassige Fischtavernen Souvláki-Spieße mit Schwertfisch, Kalmar und Krake anbieten.

    • 847 02 Thirasía
    • © biggunsband, Shutterstock
    Insider-Tipp
    Krake am Spieß

    Wollen oder dürfen sie nicht? Thirassía (150 Ew.) ist der zweitgrößte Teil des Kraterrands von Santorin und ebenso faszinierend schön wie die große Schwesterinsel. Aber es gibt nur ein einziges kleines Hotel. Darin wohnen außerhalb der Sommerferien die zwölf Lehrer, die die 14 Schulkinder der Insel unterrichten. Boutiquen und Clubs? Fehlanzeige. Da fragt man sich: Wollen die Thirassier ihre Ruhe haben, oder duldet Santorin keine so nahe Konkurrenz? Touristen bringen nur ein paar der vielen Ausflugsboote herüber, die täglich in der Caldera kreuzen. Sie legen an am steinigen Strand von Korfós, wo erstklassige Fischtavernen Souvláki-Spieße mit Schwertfisch, Kalmar und Krake anbieten.

    • 847 02 Thirasía

  • Skáros

    Touristenattraktionen
    • © PNIK, Shutterstock
    Insider-Tipp
    Bist du schwindelfrei?

    Wenn du mutig und schwindelfrei bist, ist die markante, von vielen Stellen am Kraterrand gut erkennbare Lavaknolle unterhalb von Imerovígli ein Ziel für dich. Die in den Krater hineinragende Formation trug während der venezianischen Zeit von 1207 bis zur Mitte des 16.Jhs. die Inselhauptstadt. Sowohl die weltlichen Herrscher als auch der römisch-katholische Bischof der Insel lebten hier in ihrer jeweiligen Burg. Den Türken war der Standort auf dem bröckeligen Gestein zu unsicher, sie gaben die Siedlung auf. Ihre letzten Bewohner zogen 1811 nach Imerovígli und ins neu gegründete Firá um, Burgen und Wohnhäuser verfielen. Das Erdbeben von 1956 richtete weitere Schäden an, sodass von der einstigen Besiedlung heute nur noch kümmerliche Spuren erhalten sind. Von der auf einer schönen Aussichtsterrasse erbauten Kapelle Ágios Geórgios aus kannst du auf einem Pfad, der am Restaurant Blue Note beginnt, zunächst abwärts steigen und nach der Überquerung eines Sattels dann wieder auf den Skáros hinauf. Ganz Mutige gehen sogar bis zur kleinen Kapelle Agía Theosképasti, die sich auf der Rückseite der Kuppe ans Gestein schmiegt.

    • 847 00 Imerovígli
    • © PNIK, Shutterstock
    Insider-Tipp
    Bist du schwindelfrei?

    Wenn du mutig und schwindelfrei bist, ist die markante, von vielen Stellen am Kraterrand gut erkennbare Lavaknolle unterhalb von Imerovígli ein Ziel für dich. Die in den Krater hineinragende Formation trug während der venezianischen Zeit von 1207 bis zur Mitte des 16.Jhs. die Inselhauptstadt. Sowohl die weltlichen Herrscher als auch der römisch-katholische Bischof der Insel lebten hier in ihrer jeweiligen Burg. Den Türken war der Standort auf dem bröckeligen Gestein zu unsicher, sie gaben die Siedlung auf. Ihre letzten Bewohner zogen 1811 nach Imerovígli und ins neu gegründete Firá um, Burgen und Wohnhäuser verfielen. Das Erdbeben von 1956 richtete weitere Schäden an, sodass von der einstigen Besiedlung heute nur noch kümmerliche Spuren erhalten sind. Von der auf einer schönen Aussichtsterrasse erbauten Kapelle Ágios Geórgios aus kannst du auf einem Pfad, der am Restaurant Blue Note beginnt, zunächst abwärts steigen und nach der Überquerung eines Sattels dann wieder auf den Skáros hinauf. Ganz Mutige gehen sogar bis zur kleinen Kapelle Agía Theosképasti, die sich auf der Rückseite der Kuppe ans Gestein schmiegt.

    • 847 00 Imerovígli

  • Síros

    Landschaftliche Highlights
    • © Aerial-motion, Shutterstock
    Insider-Tipp
    Hier kann VW was lernen

    Hast du genug von der Traumkulisse Mykonos‘, fahr rüber nach Síros. Die Insel bringt dich zurück in die Normalität griechischen Lebens. Mit ca. 21 000 Bewohnern ist sie die bevölkerungsreichste Insel der Kykladen; die Hauptstadt Ermúpolis ist Sitz der Bezirksregierung des Archipels und Standort einer Werft. Von 1830 bis 1890 war Ermúpolis sogar der bedeutendste Hafen Griechenlands. Aus dieser Zeit stammen das neoklassizistische Rathaus an der Platía und das noch immer bespielte Apollon- Theater, eine verkleinerte Nachbildung der Mailander Scala. Hinter der schmucken Hafenfront ziehen sich die Häuser zwei Berghänge hinauf. Auf dem vom Wasser aus gesehen linken Hügel liegt Áno Síros, die bis ins 19.Jh. hinein fast ausschließlich von Katholiken bewohnte Altstadt mit katholischer Kathedrale, Bischofspalast und zwei Klöstern. Die kleinen Badeorte der Insel werden im bekanntesten aller Rembétiko-Songs, Frangosyrianí, besungen. Das bescheidene Geburtshaus des Komponisten Márkos Vamvakáris (1905–1972) kannst du in Áno Síros besuchen. Ein Lehrstück für verschlafene deutsche Autobauer steht im Industriemuseum: ein auf Síros schon in den 1970er-Jahren produziertes Elektroauto, der Enfield 8000.

    • © Aerial-motion, Shutterstock
    Insider-Tipp
    Hier kann VW was lernen

    Hast du genug von der Traumkulisse Mykonos‘, fahr rüber nach Síros. Die Insel bringt dich zurück in die Normalität griechischen Lebens. Mit ca. 21 000 Bewohnern ist sie die bevölkerungsreichste Insel der Kykladen; die Hauptstadt Ermúpolis ist Sitz der Bezirksregierung des Archipels und Standort einer Werft. Von 1830 bis 1890 war Ermúpolis sogar der bedeutendste Hafen Griechenlands. Aus dieser Zeit stammen das neoklassizistische Rathaus an der Platía und das noch immer bespielte Apollon- Theater, eine verkleinerte Nachbildung der Mailander Scala. Hinter der schmucken Hafenfront ziehen sich die Häuser zwei Berghänge hinauf. Auf dem vom Wasser aus gesehen linken Hügel liegt Áno Síros, die bis ins 19.Jh. hinein fast ausschließlich von Katholiken bewohnte Altstadt mit katholischer Kathedrale, Bischofspalast und zwei Klöstern. Die kleinen Badeorte der Insel werden im bekanntesten aller Rembétiko-Songs, Frangosyrianí, besungen. Das bescheidene Geburtshaus des Komponisten Márkos Vamvakáris (1905–1972) kannst du in Áno Síros besuchen. Ein Lehrstück für verschlafene deutsche Autobauer steht im Industriemuseum: ein auf Síros schon in den 1970er-Jahren produziertes Elektroauto, der Enfield 8000.


  • Moní tis Panachrándu

    Architektonische Highlights
    • © nndrln, Shutterstock
    Insider-Tipp
    Geschenk für den Abt

    Nur noch drei Mönche leben im schönsten Kloster der Insel nahe der Chóra. Platz hätten dort wie früher 400 fromme Brüder. Zum besonderen Erlebnis wird in den alten, romantischen Gemäuern die Begegnung mit dem über 80-jährigen Abt Evdóchimos. Er lädt Besucher gern zu Kaffee und Wasser ein und freut sich riesig, wenn diese ihm Pappbecher mitbringen – er wäscht nämlich nur ungern ab.

    • © nndrln, Shutterstock
    Insider-Tipp
    Geschenk für den Abt

    Nur noch drei Mönche leben im schönsten Kloster der Insel nahe der Chóra. Platz hätten dort wie früher 400 fromme Brüder. Zum besonderen Erlebnis wird in den alten, romantischen Gemäuern die Begegnung mit dem über 80-jährigen Abt Evdóchimos. Er lädt Besucher gern zu Kaffee und Wasser ein und freut sich riesig, wenn diese ihm Pappbecher mitbringen – er wäscht nämlich nur ungern ab.


  • Steilküste des Mésa Vounó

    Landschaftliche Highlights
    • © Lilie Schwarmer, Shutterstock
    Insider-Tipp
    Mach’s besser kurz

    Wow, was ist das für ein Fels! Den stärksten Eindruck von der Mächtigkeit und Schroffheit des Mésa Vounó bekommst du bei einer kurzen, nur ca. 15 Minuten dauernden Bootsfahrt von Kamári nach Períssa oder umgekehrt. Das kleine Wassertaxi fährt ganz dicht an der Steilküste entlang und wird dabei aufgrund unterschiedlicher Strömungen häufig auch dann kräftig durchgeschaukelt, wenn die See ganz ruhig zu sein scheint. Zieh keine lange Hose an: In Kamári legt das Boot nicht an, sondern du musst durchs flache Wasser zu ihm waten.

    • Santorin
    • © Lilie Schwarmer, Shutterstock
    Insider-Tipp
    Mach’s besser kurz

    Wow, was ist das für ein Fels! Den stärksten Eindruck von der Mächtigkeit und Schroffheit des Mésa Vounó bekommst du bei einer kurzen, nur ca. 15 Minuten dauernden Bootsfahrt von Kamári nach Períssa oder umgekehrt. Das kleine Wassertaxi fährt ganz dicht an der Steilküste entlang und wird dabei aufgrund unterschiedlicher Strömungen häufig auch dann kräftig durchgeschaukelt, wenn die See ganz ruhig zu sein scheint. Zieh keine lange Hose an: In Kamári legt das Boot nicht an, sondern du musst durchs flache Wasser zu ihm waten.

    • Santorin

  • Caldera-Rundfahrten

    Touristenattraktionen
    Insider-Tipp
    Weg mit dem Schmuck

    Mit einem Boot die Caldera zu durchkreuzen gehört zu den schönsten Urlaubserlebnissen auf Santorin. Die Ausflugsboote starten meist vom Hafen Athínios (andere auch vom alten Hafen in Firá oder vom Arméni-Hafen in Oía). Vierstündige Touren starten täglich morgens und nachmittags und werden auch mit Bustransfer angeboten. Bei Ganztagestouren inklusive Sonnenuntergang ist man etwa zehn Stunden unterwegs. Auskunft in allen Reisebüros oder direkt an den Häfen. Fast alle Boote laufen in der Caldera drei Ziele an. Auf der erst bei einem Vulkanausbruch 1707–1711 entstandenen Lavainsel Néa Kaméni ist der Vulkan noch immer aktiv. Lava trat 1950 zum vorerst letzten Mal zutage, schwefelhaltige Dämpfe steigen auch heute als weiße Rauchsäulen auf. Die Luft riecht nach faulen Eiern, ist aber völlig ungiftig. Die Boote legen in der Petroulioú-Bucht an. Von dort kannst du in etwa 25 Minuten vorbei an verschiedenen Kratern, die zumeist bei kleinen Eruptionen zwischen 1926 und 1941 entstanden sind, bis zum Hauptkrater Ágios Geórgios hinauflaufen, der auf 124 m Höhe liegt. Er entstand zwischen 1939 und 1941.Du siehst vom Schwefel gelb, vom Eisen rotbraun und vom Mangan rot gefärbte Lavabrocken, Schwefeldämpfe treten aus kleinen Erdspalten aus, während du inmitten einer Lavawüste stehst, zu der die weiß herüberleuchtenden Häuser am Kraterrand von Santorin einen unwirklichen Kontrast bilden. Und die Natur hat hier schon Leben hervorgebracht: Über 150 Pflanzenarten sind nachgewiesen, darunter Minze, Salbei, Zistrose und Kermeseiche. Vor Paleá Kaméni, das erstmals bei einem Vulkanausbruch 197 v. Chr. aus der Caldera auftauchte und im Zuge mehrerer folgender Eruptionen immer wieder Größe und Gestalt änderte, gehen die Boote das zweite Mal vor Anker. In dieser Bucht wird das Meerwasser durch 30–40 Grad warme Quellen erwärmt, und du kannst im durch Schwefel und Eisen bräunlich gefärbten Wasser schwimmen. Vorher solltest du aber Uhren und Schmuck ablegen, denn Edelmetalle laufen in dem mineralhaltigen Thermalwasser in Sekundenschnelle an! Ein dritter Stopp wird dann im winzigen Hafen Korfós auf der von nur 250 Menschen bewohnten Insel Thirasiá eingelegt. Dort kannst du am schmalen Kiesstrand in klarem Wasser baden oder in einer der Tavernen einkehren.

    • Athínios
    Insider-Tipp
    Weg mit dem Schmuck

    Mit einem Boot die Caldera zu durchkreuzen gehört zu den schönsten Urlaubserlebnissen auf Santorin. Die Ausflugsboote starten meist vom Hafen Athínios (andere auch vom alten Hafen in Firá oder vom Arméni-Hafen in Oía). Vierstündige Touren starten täglich morgens und nachmittags und werden auch mit Bustransfer angeboten. Bei Ganztagestouren inklusive Sonnenuntergang ist man etwa zehn Stunden unterwegs. Auskunft in allen Reisebüros oder direkt an den Häfen. Fast alle Boote laufen in der Caldera drei Ziele an. Auf der erst bei einem Vulkanausbruch 1707–1711 entstandenen Lavainsel Néa Kaméni ist der Vulkan noch immer aktiv. Lava trat 1950 zum vorerst letzten Mal zutage, schwefelhaltige Dämpfe steigen auch heute als weiße Rauchsäulen auf. Die Luft riecht nach faulen Eiern, ist aber völlig ungiftig. Die Boote legen in der Petroulioú-Bucht an. Von dort kannst du in etwa 25 Minuten vorbei an verschiedenen Kratern, die zumeist bei kleinen Eruptionen zwischen 1926 und 1941 entstanden sind, bis zum Hauptkrater Ágios Geórgios hinauflaufen, der auf 124 m Höhe liegt. Er entstand zwischen 1939 und 1941.Du siehst vom Schwefel gelb, vom Eisen rotbraun und vom Mangan rot gefärbte Lavabrocken, Schwefeldämpfe treten aus kleinen Erdspalten aus, während du inmitten einer Lavawüste stehst, zu der die weiß herüberleuchtenden Häuser am Kraterrand von Santorin einen unwirklichen Kontrast bilden. Und die Natur hat hier schon Leben hervorgebracht: Über 150 Pflanzenarten sind nachgewiesen, darunter Minze, Salbei, Zistrose und Kermeseiche. Vor Paleá Kaméni, das erstmals bei einem Vulkanausbruch 197 v. Chr. aus der Caldera auftauchte und im Zuge mehrerer folgender Eruptionen immer wieder Größe und Gestalt änderte, gehen die Boote das zweite Mal vor Anker. In dieser Bucht wird das Meerwasser durch 30–40 Grad warme Quellen erwärmt, und du kannst im durch Schwefel und Eisen bräunlich gefärbten Wasser schwimmen. Vorher solltest du aber Uhren und Schmuck ablegen, denn Edelmetalle laufen in dem mineralhaltigen Thermalwasser in Sekundenschnelle an! Ein dritter Stopp wird dann im winzigen Hafen Korfós auf der von nur 250 Menschen bewohnten Insel Thirasiá eingelegt. Dort kannst du am schmalen Kiesstrand in klarem Wasser baden oder in einer der Tavernen einkehren.

    • Athínios

  • Nautikó Mousío

    Museen

    Das kleine Museum in einer schönen klassizistischen Villa erinnert an die Zeit vor dem Erdbeben von 1956, als Oía noch nicht vom Tourismus, sondern von der Seefahrt lebte. Es zeigt auf zwei Etagen nautische Geräte, Modelle zahlreicher Schiffe, die Reedern aus Santorin gehörten, und eine Reihe historischer Fotos, die verdeutlichen, wie Oía vor dem Erdbeben aussah. Prunkstück unter den Ausstellungsobjekten ist die über 250 Jahre alte hölzerne Galionsfigur eines Segelschiffs, dessen Heimathafen Oía war: Es wurde von einer attraktiven Dame mit großem Dekolleté, das eine Brust ganz frei lässt, geziert.

    Das kleine Museum in einer schönen klassizistischen Villa erinnert an die Zeit vor dem Erdbeben von 1956, als Oía noch nicht vom Tourismus, sondern von der Seefahrt lebte. Es zeigt auf zwei Etagen nautische Geräte, Modelle zahlreicher Schiffe, die Reedern aus Santorin gehörten, und eine Reihe historischer Fotos, die verdeutlichen, wie Oía vor dem Erdbeben aussah. Prunkstück unter den Ausstellungsobjekten ist die über 250 Jahre alte hölzerne Galionsfigur eines Segelschiffs, dessen Heimathafen Oía war: Es wurde von einer attraktiven Dame mit großem Dekolleté, das eine Brust ganz frei lässt, geziert.


  • Zoodóchu Pigís

    Architektonische Highlights

    Das heute verlassene Kloster wurde über den noch deutlich erkennbaren Mauern eines antiken Apollo-Tempels errichtet.

    Das heute verlassene Kloster wurde über den noch deutlich erkennbaren Mauern eines antiken Apollo-Tempels errichtet.


  • Panagía tis Turlianís

    Architektonische Highlights
    • © Ppictures, Shutterstock

    Die Bauten dieses Mönchsklosters, das 1542 gegründet wurde, stammen aus der Mitte des 18.Jh. Besonders schön sind die Ikonostase, der Marmorbrunnen und der mit volkstümlichen Reliefs verzierte Glockenturm.

    • Eparchiaki Odós Mikonou-Ano Merias, 846 00 Áno Méra
    • © Ppictures, Shutterstock

    Die Bauten dieses Mönchsklosters, das 1542 gegründet wurde, stammen aus der Mitte des 18.Jh. Besonders schön sind die Ikonostase, der Marmorbrunnen und der mit volkstümlichen Reliefs verzierte Glockenturm.

    • Eparchiaki Odós Mikonou-Ano Merias, 846 00 Áno Méra

  • Zagorá

    Touristenattraktionen
    • © Georgios Antonatos, Shutterstock

    Hier sind noch viele Grundmauern einer Siedlung aus dem 9.und 8.Jh. v.Chr. zu sehen.

    • © Georgios Antonatos, Shutterstock

    Hier sind noch viele Grundmauern einer Siedlung aus dem 9.und 8.Jh. v.Chr. zu sehen.


  • Archaiologikó Mousío

    Museen

    Unter den vielen interessanten, in diesem Museum ausgestellten Funden von der delischen Friedhofsinsel Rhenia ragt ein großes archaisches Vorratsgefäß aus der Zeit um 670 v.Chr. heraus, das mit einer Reliefdarstellung des sagenhaften Trojanischen Pferds samt seiner Besatzung sowie grausamen Kriegsszenen geschmückt ist.

    Unter den vielen interessanten, in diesem Museum ausgestellten Funden von der delischen Friedhofsinsel Rhenia ragt ein großes archaisches Vorratsgefäß aus der Zeit um 670 v.Chr. heraus, das mit einer Reliefdarstellung des sagenhaften Trojanischen Pferds samt seiner Besatzung sowie grausamen Kriegsszenen geschmückt ist.


  • Archaiologikó Mousío

    Museen

    Das Archäologische Museum zeigt lokale Funde, u.a. Gegenstände aus Obsidian.

    Das Archäologische Museum zeigt lokale Funde, u.a. Gegenstände aus Obsidian.


  • Petalúdes

    Botanische Gärten & Parks
    • © Dmitry Finkel, Shutterstock

    In diesem grünen, wasserreichen Garten leben im Sommer Tausende mattroter Schmetterlinge der Art Spanische Flagge (lat.: Euplagia quadripunctaria).

    • © Dmitry Finkel, Shutterstock

    In diesem grünen, wasserreichen Garten leben im Sommer Tausende mattroter Schmetterlinge der Art Spanische Flagge (lat.: Euplagia quadripunctaria).