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Thera
Touristenattraktionen © Allard One, Shutterstock
Insider-Tipp Diskreter Hinweis gesucht
Auch Archäologiemuffel flashen die Überreste der Inselhauptstadt des ersten vorchristlichen Jahrtausends. Sie liegen ganz oben auf dem gewaltigen Felsrücken Mésa Vounó, der mit seinen steilen Wänden zwischen Kamári und Períssa in die Ägäis hineinragt. Auf seinem Kamm stand über 1000 Jahre lang die Hauptsiedlung der Insel. Der deutsche Baron Hiller von Gärtringen grub sie zwischen 1886 und 1902 auf eigene Kosten unter einer bis zu 6 m dicken Erd- und Ascheschicht aus. Zwischen 1990 und 1994 führten Berliner Archäologen noch einmal eine Nachuntersuchung durch. Die alte Stadt Thera wurde um 1000 v. Chr. von dorischen Siedlern gegründet, die vom griechischen Festland kamen. Die meisten Gebäudereste stammen jedoch aus hellenistischer Zeit, als die in Ägypten ansässigen Herrscher aus der Dynastie der Ptolemäer die südlichen Ägäischen Inseln kontrollierten. Sie machten Santorin zu einem bedeutenden Marinestützpunkt. In römischer Zeit verlor Alt- Thera wieder an Bedeutung, und unter der byzantinischen Herrschaft wurde es im 7.Jh. schließlich ganz aufgegeben. Die Besichtigung beginnt bei der kleinen Kapelle Ágios Stéfanos, die in die Überreste einer frühchristlichen Basilika hineingebaut wurde. Auf einem Fundament aus antiken Quadern erhebt sich das inzwischen stark stützungsbedürftige Mauerwerk aus verschiedenfarbigen Lavabrocken, die beiden Tonnengewölbedächer werden von je einem antiken Säulenstumpf gekrönt. Durch eine brüchige Holztür kannst du auch ins Kircheninnere hineinschauen. Auf der Kamári zugewandten Seite des Hügelkamms geht es nun zum Témenos des Artemidóros. Dieser ptolemäische Admiral ließ das mehreren Göttern geweihte Heiligtum anlegen. In Felsreliefs sind der Adler als Symbol für Göttervater Zeus, der Löwe als Symbol für den in Alt-Thera besonders verehrten Gott Apoll, der Delfin des Meeresgotts Poseidon und das Bildnis des Artemidóros selbst zu erkennen. Später öffnet sich der Weg auf die antike agorá, den Marktplatz. Er ist über 100 m lang, aus Platzgründen aber ungewöhnlich schmal. Moderne Bänke unter windgebeugten Bäumen laden zur Rast ein. In der Mitte der zentralen agorá führt eine Treppe zu den Grundmauern eines Tempels für Diónysos hinauf, den antiken Gott des Weins, des Theaters und orgiastischer Fruchtbarkeit. Ihm ist auch das Relief am Treppenzugang geweiht, bei dem zwei Kreise Hoden andeuten – vielleicht ein römischer Wegweiser zu einem Freudenhaus. Schließlich stehst du an einem der schönsten Flecken der antiken Stadt: über den Resten des antiken Theaters aus dem 2.Jh. v. Chr. Etwa 1500 Zuschauer fanden auf seinen Rängen Platz; der gesamte Hohlraum darunter wurde als Zisterne genutzt. Von hier an ist der weitere Weg Richtung Kap manchmal gesperrt. Falls er offen ist, gelangst du zu einer großen Felsterrasse, die in dorischer Zeit das religiöse Zentrum eines Kults zu Ehren des Apoll war. Bei den Feierlichkeiten tanzten nackte Jünglinge. Die Namen der Schönsten unter ihnen haben Festbesucher neben den Namen verschiedener Götter in den Fels eingeritzt. Die ältesten dieser Graffiti stammen aus dem 7.Jh. v. Chr. An der Felsterrasse steht auch der Tempel des Apollon aus dem 6.Jh. v. Chr., den du betreten darfst. Innen erkennst du ein kleines Torgebäude, das auf einen Hof führt. Dort stand ursprünglich der eigentliche Tempel. Dieser hatte ein flaches Dach und war in einen Vorraum und den Hauptraum, die cella mit dem Kultbild des Gotts, unterteilt. In einer Grotte unterhalb der Terrasse wurden der Gott des Handels und der Diebe, Hermes (römisch: Merkur), und der legendäre Vorfahr aller Dorer, Herakles (römisch: Herkules), verehrt. Vom Theater aus führt ein Weg über den Scheitel des Mésa Vounó auf die Períssa zugewandte Seite des Hügels hinüber. Du kommst zunächst am Heiligtum der ägyptischen Götter aus dem 2.Jh. v. Chr. vorbei. Es handelt sich dabei um eine Felsterrasse. In den in den Fels gehauenen Nischen standen Weihegaben für die Götter, auf einer aus dem Fels geschlagenen Bank ihre Statuen. Anschließend passierst du eine gut erhaltene Zisterne, die ausgedehnten Fundamente des Palasts des ptolemäischen Statthalters und des gymnasions, der Übungsstätte für die Ring- und Faustkämpfer in der ptolemäischen Garnison.
- Eparchiaki Odós Mesarias-Archeas Thiras, 847 00 Profítis Ilías
- +30 2286 081939
- kaepka@culture.gr
© Allard One, Shutterstock
Insider-Tipp Diskreter Hinweis gesucht
Auch Archäologiemuffel flashen die Überreste der Inselhauptstadt des ersten vorchristlichen Jahrtausends. Sie liegen ganz oben auf dem gewaltigen Felsrücken Mésa Vounó, der mit seinen steilen Wänden zwischen Kamári und Períssa in die Ägäis hineinragt. Auf seinem Kamm stand über 1000 Jahre lang die Hauptsiedlung der Insel. Der deutsche Baron Hiller von Gärtringen grub sie zwischen 1886 und 1902 auf eigene Kosten unter einer bis zu 6 m dicken Erd- und Ascheschicht aus. Zwischen 1990 und 1994 führten Berliner Archäologen noch einmal eine Nachuntersuchung durch. Die alte Stadt Thera wurde um 1000 v. Chr. von dorischen Siedlern gegründet, die vom griechischen Festland kamen. Die meisten Gebäudereste stammen jedoch aus hellenistischer Zeit, als die in Ägypten ansässigen Herrscher aus der Dynastie der Ptolemäer die südlichen Ägäischen Inseln kontrollierten. Sie machten Santorin zu einem bedeutenden Marinestützpunkt. In römischer Zeit verlor Alt- Thera wieder an Bedeutung, und unter der byzantinischen Herrschaft wurde es im 7.Jh. schließlich ganz aufgegeben. Die Besichtigung beginnt bei der kleinen Kapelle Ágios Stéfanos, die in die Überreste einer frühchristlichen Basilika hineingebaut wurde. Auf einem Fundament aus antiken Quadern erhebt sich das inzwischen stark stützungsbedürftige Mauerwerk aus verschiedenfarbigen Lavabrocken, die beiden Tonnengewölbedächer werden von je einem antiken Säulenstumpf gekrönt. Durch eine brüchige Holztür kannst du auch ins Kircheninnere hineinschauen. Auf der Kamári zugewandten Seite des Hügelkamms geht es nun zum Témenos des Artemidóros. Dieser ptolemäische Admiral ließ das mehreren Göttern geweihte Heiligtum anlegen. In Felsreliefs sind der Adler als Symbol für Göttervater Zeus, der Löwe als Symbol für den in Alt-Thera besonders verehrten Gott Apoll, der Delfin des Meeresgotts Poseidon und das Bildnis des Artemidóros selbst zu erkennen. Später öffnet sich der Weg auf die antike agorá, den Marktplatz. Er ist über 100 m lang, aus Platzgründen aber ungewöhnlich schmal. Moderne Bänke unter windgebeugten Bäumen laden zur Rast ein. In der Mitte der zentralen agorá führt eine Treppe zu den Grundmauern eines Tempels für Diónysos hinauf, den antiken Gott des Weins, des Theaters und orgiastischer Fruchtbarkeit. Ihm ist auch das Relief am Treppenzugang geweiht, bei dem zwei Kreise Hoden andeuten – vielleicht ein römischer Wegweiser zu einem Freudenhaus. Schließlich stehst du an einem der schönsten Flecken der antiken Stadt: über den Resten des antiken Theaters aus dem 2.Jh. v. Chr. Etwa 1500 Zuschauer fanden auf seinen Rängen Platz; der gesamte Hohlraum darunter wurde als Zisterne genutzt. Von hier an ist der weitere Weg Richtung Kap manchmal gesperrt. Falls er offen ist, gelangst du zu einer großen Felsterrasse, die in dorischer Zeit das religiöse Zentrum eines Kults zu Ehren des Apoll war. Bei den Feierlichkeiten tanzten nackte Jünglinge. Die Namen der Schönsten unter ihnen haben Festbesucher neben den Namen verschiedener Götter in den Fels eingeritzt. Die ältesten dieser Graffiti stammen aus dem 7.Jh. v. Chr. An der Felsterrasse steht auch der Tempel des Apollon aus dem 6.Jh. v. Chr., den du betreten darfst. Innen erkennst du ein kleines Torgebäude, das auf einen Hof führt. Dort stand ursprünglich der eigentliche Tempel. Dieser hatte ein flaches Dach und war in einen Vorraum und den Hauptraum, die cella mit dem Kultbild des Gotts, unterteilt. In einer Grotte unterhalb der Terrasse wurden der Gott des Handels und der Diebe, Hermes (römisch: Merkur), und der legendäre Vorfahr aller Dorer, Herakles (römisch: Herkules), verehrt. Vom Theater aus führt ein Weg über den Scheitel des Mésa Vounó auf die Períssa zugewandte Seite des Hügels hinüber. Du kommst zunächst am Heiligtum der ägyptischen Götter aus dem 2.Jh. v. Chr. vorbei. Es handelt sich dabei um eine Felsterrasse. In den in den Fels gehauenen Nischen standen Weihegaben für die Götter, auf einer aus dem Fels geschlagenen Bank ihre Statuen. Anschließend passierst du eine gut erhaltene Zisterne, die ausgedehnten Fundamente des Palasts des ptolemäischen Statthalters und des gymnasions, der Übungsstätte für die Ring- und Faustkämpfer in der ptolemäischen Garnison.
- Eparchiaki Odós Mesarias-Archeas Thiras, 847 00 Profítis Ilías
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Pýrgos
Geographical © David Ionut, Shutterstock
Insider-Tipp Sunset ohne Rummel
Pýrgos ist das höchstgelegene Dorf der Insel. Der alte Ortskern thront auf einem 350 m hohen Bergkegel und war schon in venezianischen Zeiten ein befestigtes Dorf mit kleiner Burg auf seinem höchsten Punkt. Während der türkischen Besatzungszeit avancierte es sogar zur Inselhauptstadt. Eine Fahrt nach Pýrgos lohnt zu jeder Tageszeit – insbesondere aber abends. Den Sonnenuntergang kannst du nämlich von Pýrgos aus genauso schön verfolgen wie von Oía, im Gegensatz zu dort aber ohne Menschenmassen. Gut essen lässt sich anschließend in dörflicher Atmosphäre an der Platía im modernen Restaurant Kantoúni. Die gut marinierten Fleischspieße, also souvláki, werden hängend zusammen mit píta-Fladen, Kartoffeln, gegrilltem Gemüse und zwei Dips serviert und sind ein echter Hingucker. Der Linienbus hält am Dorfplatz. Der ist heute mit seinen wenigen Läden, dem Kiosk und einigen Lokalen das eigentliche Dorfzentrum. Von dieser Platía aus führen zwei Gassen ins Kástro-Viertel hinauf. Du betrittst es durch eine mit einem Haus überbaute Gasse und kommst zunächst an der Christós-Kirche vorbei. Hier betreiben Pinelópi und ihr Mann Mános die traditionelle Ouzeri Penelope‘s, in der es auch schon Frühstück gibt. Später am Tag schmecken vor allem die tomatokeftédes, der eigene Wein und die als kleine Süßspeise in Sirup eingelegten Feigen und Trauben. Von der Christós-Kirche sind es noch etwa 200 m bis zum höchsten Punkt des Kástro-Viertels. Umrunde am besten die große, leider immer verschlossene Kirche. Du kommst dann auf eine Bastion, von der aus der Blick über die Insel und das Kástro-Viertel mit seinen Kirchenkuppeln, -glocken und Kreuzen besonders faszinierend ist. Am Abend kannst du dort von Santorins Kultbar Franco‘s bei klassischer Musik den Sonnenuntergang bestaunen. Zwischen Mai und September hast du auf dem Rückweg Gelegenheit, eine kleine Ikonensammlung mit Werken des 17.und 18.Jhs. aus verschiedenen Kirchen des Orts zu besichtigen.
- Pýrgos
© David Ionut, Shutterstock
Insider-Tipp Sunset ohne Rummel
Pýrgos ist das höchstgelegene Dorf der Insel. Der alte Ortskern thront auf einem 350 m hohen Bergkegel und war schon in venezianischen Zeiten ein befestigtes Dorf mit kleiner Burg auf seinem höchsten Punkt. Während der türkischen Besatzungszeit avancierte es sogar zur Inselhauptstadt. Eine Fahrt nach Pýrgos lohnt zu jeder Tageszeit – insbesondere aber abends. Den Sonnenuntergang kannst du nämlich von Pýrgos aus genauso schön verfolgen wie von Oía, im Gegensatz zu dort aber ohne Menschenmassen. Gut essen lässt sich anschließend in dörflicher Atmosphäre an der Platía im modernen Restaurant Kantoúni. Die gut marinierten Fleischspieße, also souvláki, werden hängend zusammen mit píta-Fladen, Kartoffeln, gegrilltem Gemüse und zwei Dips serviert und sind ein echter Hingucker. Der Linienbus hält am Dorfplatz. Der ist heute mit seinen wenigen Läden, dem Kiosk und einigen Lokalen das eigentliche Dorfzentrum. Von dieser Platía aus führen zwei Gassen ins Kástro-Viertel hinauf. Du betrittst es durch eine mit einem Haus überbaute Gasse und kommst zunächst an der Christós-Kirche vorbei. Hier betreiben Pinelópi und ihr Mann Mános die traditionelle Ouzeri Penelope‘s, in der es auch schon Frühstück gibt. Später am Tag schmecken vor allem die tomatokeftédes, der eigene Wein und die als kleine Süßspeise in Sirup eingelegten Feigen und Trauben. Von der Christós-Kirche sind es noch etwa 200 m bis zum höchsten Punkt des Kástro-Viertels. Umrunde am besten die große, leider immer verschlossene Kirche. Du kommst dann auf eine Bastion, von der aus der Blick über die Insel und das Kástro-Viertel mit seinen Kirchenkuppeln, -glocken und Kreuzen besonders faszinierend ist. Am Abend kannst du dort von Santorins Kultbar Franco‘s bei klassischer Musik den Sonnenuntergang bestaunen. Zwischen Mai und September hast du auf dem Rückweg Gelegenheit, eine kleine Ikonensammlung mit Werken des 17.und 18.Jhs. aus verschiedenen Kirchen des Orts zu besichtigen.
- Pýrgos
Panagía Episcopí
Architektonische Highlights © stoyanh, Shutterstock
Diese Kirche stammt aus byzantinischer Zeit und gehört zu den ältesten Kirchenhäusern auf der ganzen Insel. Sie wurde um 1115 von Kaiser Alexos I. Kommenós gegründet. Zunächst diente sie als Sitz des orthodoxen Kirchenoberhaupts. Später wurde sie von der katholischen Kirche übernommen. Nach der Eroberung durch die Türken im 16.Jhd. wurde das Gotteshaus wieder der griechisch-orthodoxen Kirche übergeben. Feuer und Erdbeben machten der Kirche oft zu schaffen.
- Mésa Gonía
- +30 2286 031436
© stoyanh, Shutterstock
Diese Kirche stammt aus byzantinischer Zeit und gehört zu den ältesten Kirchenhäusern auf der ganzen Insel. Sie wurde um 1115 von Kaiser Alexos I. Kommenós gegründet. Zunächst diente sie als Sitz des orthodoxen Kirchenoberhaupts. Später wurde sie von der katholischen Kirche übernommen. Nach der Eroberung durch die Türken im 16.Jhd. wurde das Gotteshaus wieder der griechisch-orthodoxen Kirche übergeben. Feuer und Erdbeben machten der Kirche oft zu schaffen.
- Mésa Gonía
- +30 2286 031436
Emborió
Geographical © Thirasia, Shutterstock
Insider-Tipp Antikes Recycling
Emborío (1790 Ew.) ist eines der interessantesten Dörfer im Binnenland der Insel. Mit etwas Fantasie lässt sich hier gut erkennen, wie Santorins Dörfer im Mittelalter aussahen. Dabei ist besonders schöne kykladische Architektur einmal abseits der santorinischen Sonderformen in Erosionsrinnen und am Caldera-Rand zu erleben. Ein etwa zweistündiger Aufenthalt reicht dafür aus, es sei denn, du machst es dir in einem der Cafés im alten Ortskern gemütlich. Der Linienbus auf der Strecke von Firá nach Períssa hält direkt am Hauptplatz des Dorfs, auf dem es auch genügend Parkmöglichkeiten gibt. Ein blauer Wegweiser mit der Aufschrift „Traditional Area“ weist dir den Weg zum Ziel: dem höchsten Punkt von Emborío. Es geht an der Hauptkirche und Grundschule entlang hügelan, bis der breite Weg vor einer klassizistischen Villa endet. Geh hier nach rechts – schon nach wenigen Metern stehst du vor dem To Kafenedáki tou Emporioú, einem winzigen kafenío mit nur vier Tischen unter Weinlaub. Mit etwas Glück bekommst du einen Platz für eine (Ingwer-)Limonade, einen Kaffee oder ein Stück baklavá mit Vanilleeis. Gegenüber ragt die Kirche Christós mit ihrem markanten Glockenstuhl auf. Auf dem Kieselmosaik des Hofs steht ein kleines Taufbecken aus Marmor. Links an der Kirche vorbei geht es weiter bergauf: Du passierst die kleine Kapelle Agía Theodosía und die blaue Kuppel der ein Stück tiefer liegenden Kirche Ágios Spirídonas, bevor du den höchsten Punkt von Emborío, das Kástro-Viertel, erreichst. Der Weg dorthin führt durch eine schmale, überbaute Treppengasse, die einst ein Stadttor war. Die kleinen Häuser rund um die Kirche Panagía Mesaní mit ihrem markanten Turm aus dem 16.Jh. wurden zu charmanten Unterkünften umgestaltet. Wer an der Südseite der Kirche entlanggeht, entdeckt einen zweiten überwölbten Ausgang. Auch hier, außerhalb des Kástro-Viertels, zeigt sich, was mittelalterliche Dörfer aus venezianischer Zeit auf den Kykladen ausmacht: Die äußere Häuserreihe hatte kaum Fenster und diente als eine Art Stadtmauer. Nach einer Fotopause in den engen Gassen des Kástro-Viertels geht es wieder zurück. Halte dich rechts und du landest beim Old Barber Shop. Rasieren musst du dich hier nicht, vielmehr serviert Kóstas auf dem kleinen Platz oder der Terrasse mit Meerblick Salate, Gegrilltes und leckere soutzoukákia saganáki (Hackbällchen in Tomatensauce mit Feta). Gleich nebenan lohnt noch ein Stopp im Amóni: Angelikí Katsirá fertigt in ihrem Atelier originellen Silberschmuck, manchmal auch in Kombination mit Perlen oder Stein. Danach läufst du entlang der hier hinabführenden Gasse zurück zum Hauptplatz. Wer an Kunstgeschichte interessiert ist, findet an der Straße nach Firá direkt gegenüber dem Ortsanfangsschild von Emborío ein Schmankerl. Dort ist die kleine Kapelle Ágios Nikólaos Marmarítis noch leicht als antiker Tempel aus dem 3.Jh. v. Chr. zu erkennen. Er ist nur etwa 3 x 4,5 m groß, unverputzt und säulenlos. Sechs Lagen mächtiger Marmorblöcke bilden seine Mauern, die dreiteilige Türwandung überspannt ein Giebelfeld (Innenbesichtigung nicht möglich).
- 847 03 Emborió
© Thirasia, Shutterstock
Insider-Tipp Antikes Recycling
Emborío (1790 Ew.) ist eines der interessantesten Dörfer im Binnenland der Insel. Mit etwas Fantasie lässt sich hier gut erkennen, wie Santorins Dörfer im Mittelalter aussahen. Dabei ist besonders schöne kykladische Architektur einmal abseits der santorinischen Sonderformen in Erosionsrinnen und am Caldera-Rand zu erleben. Ein etwa zweistündiger Aufenthalt reicht dafür aus, es sei denn, du machst es dir in einem der Cafés im alten Ortskern gemütlich. Der Linienbus auf der Strecke von Firá nach Períssa hält direkt am Hauptplatz des Dorfs, auf dem es auch genügend Parkmöglichkeiten gibt. Ein blauer Wegweiser mit der Aufschrift „Traditional Area“ weist dir den Weg zum Ziel: dem höchsten Punkt von Emborío. Es geht an der Hauptkirche und Grundschule entlang hügelan, bis der breite Weg vor einer klassizistischen Villa endet. Geh hier nach rechts – schon nach wenigen Metern stehst du vor dem To Kafenedáki tou Emporioú, einem winzigen kafenío mit nur vier Tischen unter Weinlaub. Mit etwas Glück bekommst du einen Platz für eine (Ingwer-)Limonade, einen Kaffee oder ein Stück baklavá mit Vanilleeis. Gegenüber ragt die Kirche Christós mit ihrem markanten Glockenstuhl auf. Auf dem Kieselmosaik des Hofs steht ein kleines Taufbecken aus Marmor. Links an der Kirche vorbei geht es weiter bergauf: Du passierst die kleine Kapelle Agía Theodosía und die blaue Kuppel der ein Stück tiefer liegenden Kirche Ágios Spirídonas, bevor du den höchsten Punkt von Emborío, das Kástro-Viertel, erreichst. Der Weg dorthin führt durch eine schmale, überbaute Treppengasse, die einst ein Stadttor war. Die kleinen Häuser rund um die Kirche Panagía Mesaní mit ihrem markanten Turm aus dem 16.Jh. wurden zu charmanten Unterkünften umgestaltet. Wer an der Südseite der Kirche entlanggeht, entdeckt einen zweiten überwölbten Ausgang. Auch hier, außerhalb des Kástro-Viertels, zeigt sich, was mittelalterliche Dörfer aus venezianischer Zeit auf den Kykladen ausmacht: Die äußere Häuserreihe hatte kaum Fenster und diente als eine Art Stadtmauer. Nach einer Fotopause in den engen Gassen des Kástro-Viertels geht es wieder zurück. Halte dich rechts und du landest beim Old Barber Shop. Rasieren musst du dich hier nicht, vielmehr serviert Kóstas auf dem kleinen Platz oder der Terrasse mit Meerblick Salate, Gegrilltes und leckere soutzoukákia saganáki (Hackbällchen in Tomatensauce mit Feta). Gleich nebenan lohnt noch ein Stopp im Amóni: Angelikí Katsirá fertigt in ihrem Atelier originellen Silberschmuck, manchmal auch in Kombination mit Perlen oder Stein. Danach läufst du entlang der hier hinabführenden Gasse zurück zum Hauptplatz. Wer an Kunstgeschichte interessiert ist, findet an der Straße nach Firá direkt gegenüber dem Ortsanfangsschild von Emborío ein Schmankerl. Dort ist die kleine Kapelle Ágios Nikólaos Marmarítis noch leicht als antiker Tempel aus dem 3.Jh. v. Chr. zu erkennen. Er ist nur etwa 3 x 4,5 m groß, unverputzt und säulenlos. Sechs Lagen mächtiger Marmorblöcke bilden seine Mauern, die dreiteilige Türwandung überspannt ein Giebelfeld (Innenbesichtigung nicht möglich).
- 847 03 Emborió
Open Air Cinema
KinosOpen-Air-Kinos sind in ganz Griechenland schon seit Anfang des 20.Jhs. sehr beliebt. Inzwischen werden sie vom Staat gefördert. Das Sommerkino von Kamári ist besonders schön, da es moderne Technik wie Dolby-Stereo-Surround mit traditioneller Gartenatmosphäre verbindet. Eine Open-Air-Bar sorgt für Getränke und Snacks. Die Kartenreservierung ist per Internet und Telefon möglich.
- 84700 Kamári
- http://santorinicinema.com/
- +30 2286 033452
- cinekamari@otenet.gr
Open-Air-Kinos sind in ganz Griechenland schon seit Anfang des 20.Jhs. sehr beliebt. Inzwischen werden sie vom Staat gefördert. Das Sommerkino von Kamári ist besonders schön, da es moderne Technik wie Dolby-Stereo-Surround mit traditioneller Gartenatmosphäre verbindet. Eine Open-Air-Bar sorgt für Getränke und Snacks. Die Kartenreservierung ist per Internet und Telefon möglich.
- 84700 Kamári
- http://santorinicinema.com/
- +30 2286 033452
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