Kaisariani Top Sehenswürdigkeiten

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Naos tis Olympíou Diós
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Ethnikó Archeologiko Mousio
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Parthenónas
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Agía Dínami
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Thiseion
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Athina
Théatro tou Dionísou
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Vivliothíki Adrianoú
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Pýli Adrianoú
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Mnimeío tou Lisikráti
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Platía Monastiráki
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Platía Omonoías
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Panathinaiko Stadio
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Beulé-Pyle
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Naós tis Athinás Níkis
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Kapnikaréa
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Kapnikaréa

    Botanische Gärten & Parks

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  • Ethnikós Kípos

    Botanische Gärten & Parks
    • Ethnikós Kípos© MAIRDUMONT

    Mitten im Großstadttrubel Athens liegt eine Oase der Ruhe und Entspannung: der Nationalgarten. Im Schatten hoher Palmen und vieler alter Bäume kann man hier Athener Volksleben genießen. An einem kleinen Teich werden Enten gefüttert und mit Sesam bestreute Brotkringel verkauft. Außerdem gibt es einen großen Kinderspielplatz. Eine grüne Ruhe-Oase im Herzen der Stadt, angelegt von einer Oldenburger Prinzessin. Verlockend sind die Bänke unter Palmen, ein Ententeich und ein weltentrücktes Café.

    • Ethnikós Kípos© MAIRDUMONT

    Mitten im Großstadttrubel Athens liegt eine Oase der Ruhe und Entspannung: der Nationalgarten. Im Schatten hoher Palmen und vieler alter Bäume kann man hier Athener Volksleben genießen. An einem kleinen Teich werden Enten gefüttert und mit Sesam bestreute Brotkringel verkauft. Außerdem gibt es einen großen Kinderspielplatz. Eine grüne Ruhe-Oase im Herzen der Stadt, angelegt von einer Oldenburger Prinzessin. Verlockend sind die Bänke unter Palmen, ein Ententeich und ein weltentrücktes Café.


  • Naos tis Olympíou Diós

    Touristenattraktionen
    • Naos tis Olympíou Diós© MAIRDUMONT

    Die mächtigsten Säulen Athens gehören zum Olympieion, dem Tempel des Olympischen Zeus. 15 stehen noch aufrecht, eine 16.Säule ist liegend intakt geblieben. Einst besaß der Tempel 104 fast 17 m hohe Marmorsäulen mit einem Gesamtgewicht von 15.500 t. Die Baugeschichte des Tempels erstreckt sich über mehr als 700 Jahre. Erste Arbeiten für einen - allerdings kleineren - Zeus-Tempel an dieser Stelle begannen unter dem Tyrannen Peisistratos vor 550 v.Chr. Seine Söhne Hippias und Hipparch nahmen dann als Erste diesen Riesentempel in Angriff. Erst unter dem römischen Kaiser Hadrian wurde der Tempel um 130 n.Chr. vollendet. In seinem Innern wurden eine Zeus-Statue aus Elfenbein und Gold verehrt und ein Reiterstandbild des Kaisers. Erdbeben zerstörten den Tempel dann im Lauf der Jahrhunderte.

    • Naos tis Olympíou Diós© MAIRDUMONT

    Die mächtigsten Säulen Athens gehören zum Olympieion, dem Tempel des Olympischen Zeus. 15 stehen noch aufrecht, eine 16.Säule ist liegend intakt geblieben. Einst besaß der Tempel 104 fast 17 m hohe Marmorsäulen mit einem Gesamtgewicht von 15.500 t. Die Baugeschichte des Tempels erstreckt sich über mehr als 700 Jahre. Erste Arbeiten für einen - allerdings kleineren - Zeus-Tempel an dieser Stelle begannen unter dem Tyrannen Peisistratos vor 550 v.Chr. Seine Söhne Hippias und Hipparch nahmen dann als Erste diesen Riesentempel in Angriff. Erst unter dem römischen Kaiser Hadrian wurde der Tempel um 130 n.Chr. vollendet. In seinem Innern wurden eine Zeus-Statue aus Elfenbein und Gold verehrt und ein Reiterstandbild des Kaisers. Erdbeben zerstörten den Tempel dann im Lauf der Jahrhunderte.


  • Platía Sintágmatos

    Touristenattraktionen
    • © smoxx, Shutterstock
    Insider-Tipp
    Museum in der Metro

    Der Repräsentationsplatz der Hauptstadt, „Platz der Verfassung“ (Platía Sintágmatos) genannt, ist ein regelmäßiges Viereck mit Bänken und Grünanlagen, das vom Straßenverkehr umbrandet wird. Die Randbebauung ist modern, aus dem 19.Jh. stammen nur die großen Hotels King George II und Grande Bretagne sowie das ehemalige Königsschloss am oberen Platzende. Letzteres entstand in den Jahren 1834–38 und dient heute als Parlament sowie als Sitz des Präsidenten. Vor dem Schloss halten Evzonen, Wachsoldaten in historischer Tracht, Ehrenwache vor dem Grabmal des Unbekannten Soldaten, zu jeder vollen Stunde machen sie ein paar markante Schritte, an jedem Sonntag um 11 Uhr findet ein großer Wachwechsel statt. Unter dem Platz gibt es ebenfalls Sehenswertes: In Athens prachtvollster Metrostation sind viele antike Funde ausgestellt, auf die man während der Bauarbeiten gestoßen ist.

    • Platía Sintágmatos, Athína
    • © smoxx, Shutterstock
    Insider-Tipp
    Museum in der Metro

    Der Repräsentationsplatz der Hauptstadt, „Platz der Verfassung“ (Platía Sintágmatos) genannt, ist ein regelmäßiges Viereck mit Bänken und Grünanlagen, das vom Straßenverkehr umbrandet wird. Die Randbebauung ist modern, aus dem 19.Jh. stammen nur die großen Hotels King George II und Grande Bretagne sowie das ehemalige Königsschloss am oberen Platzende. Letzteres entstand in den Jahren 1834–38 und dient heute als Parlament sowie als Sitz des Präsidenten. Vor dem Schloss halten Evzonen, Wachsoldaten in historischer Tracht, Ehrenwache vor dem Grabmal des Unbekannten Soldaten, zu jeder vollen Stunde machen sie ein paar markante Schritte, an jedem Sonntag um 11 Uhr findet ein großer Wachwechsel statt. Unter dem Platz gibt es ebenfalls Sehenswertes: In Athens prachtvollster Metrostation sind viele antike Funde ausgestellt, auf die man während der Bauarbeiten gestoßen ist.

    • Platía Sintágmatos, Athína

  • Archaía Agorá

    Touristenattraktionen
    • Archaía Agorá© MAIRDUMONT

    Das Herz der antiken Stadt Athen schlug auf ihrem Markt- und Versammlungsplatz, der Agorá. Auf einer annähernd quadratischen Fläche von etwa 120 mal 120 m hatten viele politische Institutionen ihren Sitz, Götter ihre Tempel, Helden ihre Statuen. Hier provozierte der Philosoph Sokrates die Athener, hier verbrachten Dichter wie Aischylos und Euripides, Politiker wie Perikles und Themistokles, Denker wie Platon und Aristoteles viele Stunden. Die Agorá bildete über 1000 Jahre lang, vom 5.Jh. v.Chr. bis 580 n.Chr., den Mittelpunkt des kommerziellen und gesellschaftlichen Lebens. Was davon übrig blieb, stammt freilich aus ganz unterschiedlichen Jahrhunderten. Auch in der Antike veränderte sich das Stadtbild ja ständig. Das Bild, das die Agorá heute vermittelt, gehört am ehesten noch in die römische Zeit um Christi Geburt. Zwei Bauten bestimmen den Eindruck: im Osten die Stoá des Attalos, im Westen der Hephaistos-Tempel. Die Stoá des Attalos ist eine 116 m lange, zweigeschossige Säulenhalle, in der wahrscheinlich Läden untergebracht waren. Stoen wie diese umgaben die Agorá auf allen vier Seiten. Die heutige Stoá ist freilich kein antiker Bau, sondern die Rekonstruktion eines im 2.Jh. v.Chr. von Herodes Atticus gestifteten Baus. Das wirtschaftliche und soziale Herz des antiken Athen inmitten eines schönen Gartengeländes.

    • Archaía Agorá© MAIRDUMONT

    Das Herz der antiken Stadt Athen schlug auf ihrem Markt- und Versammlungsplatz, der Agorá. Auf einer annähernd quadratischen Fläche von etwa 120 mal 120 m hatten viele politische Institutionen ihren Sitz, Götter ihre Tempel, Helden ihre Statuen. Hier provozierte der Philosoph Sokrates die Athener, hier verbrachten Dichter wie Aischylos und Euripides, Politiker wie Perikles und Themistokles, Denker wie Platon und Aristoteles viele Stunden. Die Agorá bildete über 1000 Jahre lang, vom 5.Jh. v.Chr. bis 580 n.Chr., den Mittelpunkt des kommerziellen und gesellschaftlichen Lebens. Was davon übrig blieb, stammt freilich aus ganz unterschiedlichen Jahrhunderten. Auch in der Antike veränderte sich das Stadtbild ja ständig. Das Bild, das die Agorá heute vermittelt, gehört am ehesten noch in die römische Zeit um Christi Geburt. Zwei Bauten bestimmen den Eindruck: im Osten die Stoá des Attalos, im Westen der Hephaistos-Tempel. Die Stoá des Attalos ist eine 116 m lange, zweigeschossige Säulenhalle, in der wahrscheinlich Läden untergebracht waren. Stoen wie diese umgaben die Agorá auf allen vier Seiten. Die heutige Stoá ist freilich kein antiker Bau, sondern die Rekonstruktion eines im 2.Jh. v.Chr. von Herodes Atticus gestifteten Baus. Das wirtschaftliche und soziale Herz des antiken Athen inmitten eines schönen Gartengeländes.


  • Akrópolis

    Touristenattraktionen
    • Akrópolis© MAIRDUMONT

    Athens Akrópolis ist das bekannteste Monument der griechischen Antike. Den Griechen gilt sie als Nationaldenkmal, auf dessen heiligem Boden die Aufseher nicht einmal den Verzehr eines Sandwiches gestatten. Die Akrópolis (griech. Hochstadt) erhebt sich auf einem 156 m hohen Felssockel über der Ebene von Athen. Nach drei Seiten hin fällt der Fels uneinnehmbar steil ab, nur von Westen her ist er zugänglich. Der Blick reicht bei klarer Sicht bis zu den Inseln im Saronischen Golf, Sálamis und Ägina. In der Antike war der Akrópolis-Fels ein idealer Burgberg, der optimalen Schutz vor Feinden bot. Was Besucher heute sehen, vermittelt in Wahrheit einen durchaus schiefen Eindruck. Geblieben sind von den Bauten aus vier Jahrtausenden nämlich nur das Beulé-Tor, die Propyläen, der Nike-Tempel, das Erechtheion und der Parthenon. Diese Bauten prägten v.a. das Bild, das sich die Menschen in den beiden letzten Jh. von der klassischen Antike machten. Die Griechen restaurieren die Bauten heute einem Idealbild gemäß, auf das sich der Stolz ihrer Nation mitbegründet. Manche Kritiker nennen die Akrópolis auch "eine künstliche Ruine". Sie bemängeln, dass in den letzten 160 Jahren alles abgerissen wurde, was nicht ins Bild der Archäologen und Altertumswissenschaftler passte. In der Tat: Im Parthenon erhob sich eine Moschee mit Minarett, in den antiken Gemäuern befanden sich ein Palast und ein Harem. Überall, wo Besucher heute über nacktes Gestein schreiten, standen Ställe und Häuser mit Gärten, drängten sich in den Gassen Menschen und Tiere. Die ältesten Spuren menschlicher Besiedlung auf dem Akrópolis-Felsen stammen aus der zweiten Hälfte des 2.Jts. v.Chr., also aus mykenischer Zeit. Damals stand auf seinem höchsten Punkt der Palast eines Königs. Mit der Einwanderung der dorischen Griechen um 1050 v.Chr. ging das mykenische Königtum unter, der Palast zerfiel. Im 8.Jh. v.Chr. diente die Akrópolis nicht mehr als Sitz eines herausgehobenen Herrschers, denn Athen wurde von gleichberechtigten Adelssippen gemeinsam regiert. Die Akrópolis war jetzt Heiligtum für eine Vielzahl von Gottheiten. Diese wurden nicht nur in Gestalt von Statuen, sondern auch als Naturerscheinungen verehrt. Im Freien und in kleinen Holzbauten waren zahllose Weihegaben aufgestellt, auf Altären wurden Tieropfer dargebracht. Der erste monumentale Tempel der Akrópolis entstand erst im frühen 6.Jh. v.Chr. Er war der Göttin Athena geweiht, die dadurch eindeutig aus der Vielzahl der Gottheiten herausgehoben wurde. Erst um 530 v.Chr. entstanden auf dem Akrópolis-Felsen die ersten reinen Steinbauten. Der mit breiter Unterstützung des einfachen, unter der Adelsherrschaft leidenden Volkes 546 v.Chr. an die Macht gekommene Tyrann Peisistratos und seine Söhne Hipparch und Hippias wollten sich wohl auch selbst ein Denkmal setzen, als sie den alten Athena-Tempel weitgehend niederreißen und durch einen ganz aus Stein gestalteten ersetzen ließen. Außerdem entstand während dieser Tyrannis ein erstes Eingangstor zur Akrópolis und zudem noch ein Heiligtum für die bis dahin v.a. in Brauron verehrte Artemis. All diese Bauten wurden von den Persern vernichtet, vor denen sich die Athener im Jahre 480 v.Chr. völlig auf die Insel Sálamis zurückzogen. Als sie nach der Seeschlacht von Sálamis und der sich 479 v.Chr. anschließenden Landschlacht von Platää zurückkehrten, fanden sie auf der Akrópolis nur noch ein Ruinenfeld vor. 30 Jahre lang blieb es so. Die Ruinen sollten Mahnung und Erinnerung zugleich an die gefährdete Freiheit sein. Athen wandelte sich in den nächsten Jahren zu einem radikaldemokratischen Staat, in dem die Volksversammlung der männlichen freien Vollbürger alle Entscheidungen zu treffen hatte. Das Volk von Athen beschloss um 450 v.Chr., auf dem Akrópolis-Felsen die vier Bauten zu errichten, die Besucher heute bewundern: Parthenon, Nike-Tempel, Propyläen und Erechtheion.

    • Akrópolis© MAIRDUMONT

    Athens Akrópolis ist das bekannteste Monument der griechischen Antike. Den Griechen gilt sie als Nationaldenkmal, auf dessen heiligem Boden die Aufseher nicht einmal den Verzehr eines Sandwiches gestatten. Die Akrópolis (griech. Hochstadt) erhebt sich auf einem 156 m hohen Felssockel über der Ebene von Athen. Nach drei Seiten hin fällt der Fels uneinnehmbar steil ab, nur von Westen her ist er zugänglich. Der Blick reicht bei klarer Sicht bis zu den Inseln im Saronischen Golf, Sálamis und Ägina. In der Antike war der Akrópolis-Fels ein idealer Burgberg, der optimalen Schutz vor Feinden bot. Was Besucher heute sehen, vermittelt in Wahrheit einen durchaus schiefen Eindruck. Geblieben sind von den Bauten aus vier Jahrtausenden nämlich nur das Beulé-Tor, die Propyläen, der Nike-Tempel, das Erechtheion und der Parthenon. Diese Bauten prägten v.a. das Bild, das sich die Menschen in den beiden letzten Jh. von der klassischen Antike machten. Die Griechen restaurieren die Bauten heute einem Idealbild gemäß, auf das sich der Stolz ihrer Nation mitbegründet. Manche Kritiker nennen die Akrópolis auch "eine künstliche Ruine". Sie bemängeln, dass in den letzten 160 Jahren alles abgerissen wurde, was nicht ins Bild der Archäologen und Altertumswissenschaftler passte. In der Tat: Im Parthenon erhob sich eine Moschee mit Minarett, in den antiken Gemäuern befanden sich ein Palast und ein Harem. Überall, wo Besucher heute über nacktes Gestein schreiten, standen Ställe und Häuser mit Gärten, drängten sich in den Gassen Menschen und Tiere. Die ältesten Spuren menschlicher Besiedlung auf dem Akrópolis-Felsen stammen aus der zweiten Hälfte des 2.Jts. v.Chr., also aus mykenischer Zeit. Damals stand auf seinem höchsten Punkt der Palast eines Königs. Mit der Einwanderung der dorischen Griechen um 1050 v.Chr. ging das mykenische Königtum unter, der Palast zerfiel. Im 8.Jh. v.Chr. diente die Akrópolis nicht mehr als Sitz eines herausgehobenen Herrschers, denn Athen wurde von gleichberechtigten Adelssippen gemeinsam regiert. Die Akrópolis war jetzt Heiligtum für eine Vielzahl von Gottheiten. Diese wurden nicht nur in Gestalt von Statuen, sondern auch als Naturerscheinungen verehrt. Im Freien und in kleinen Holzbauten waren zahllose Weihegaben aufgestellt, auf Altären wurden Tieropfer dargebracht. Der erste monumentale Tempel der Akrópolis entstand erst im frühen 6.Jh. v.Chr. Er war der Göttin Athena geweiht, die dadurch eindeutig aus der Vielzahl der Gottheiten herausgehoben wurde. Erst um 530 v.Chr. entstanden auf dem Akrópolis-Felsen die ersten reinen Steinbauten. Der mit breiter Unterstützung des einfachen, unter der Adelsherrschaft leidenden Volkes 546 v.Chr. an die Macht gekommene Tyrann Peisistratos und seine Söhne Hipparch und Hippias wollten sich wohl auch selbst ein Denkmal setzen, als sie den alten Athena-Tempel weitgehend niederreißen und durch einen ganz aus Stein gestalteten ersetzen ließen. Außerdem entstand während dieser Tyrannis ein erstes Eingangstor zur Akrópolis und zudem noch ein Heiligtum für die bis dahin v.a. in Brauron verehrte Artemis. All diese Bauten wurden von den Persern vernichtet, vor denen sich die Athener im Jahre 480 v.Chr. völlig auf die Insel Sálamis zurückzogen. Als sie nach der Seeschlacht von Sálamis und der sich 479 v.Chr. anschließenden Landschlacht von Platää zurückkehrten, fanden sie auf der Akrópolis nur noch ein Ruinenfeld vor. 30 Jahre lang blieb es so. Die Ruinen sollten Mahnung und Erinnerung zugleich an die gefährdete Freiheit sein. Athen wandelte sich in den nächsten Jahren zu einem radikaldemokratischen Staat, in dem die Volksversammlung der männlichen freien Vollbürger alle Entscheidungen zu treffen hatte. Das Volk von Athen beschloss um 450 v.Chr., auf dem Akrópolis-Felsen die vier Bauten zu errichten, die Besucher heute bewundern: Parthenon, Nike-Tempel, Propyläen und Erechtheion.


  • Likavittós

    Landschaftliche Highlights
    • Likavittós© MAIRDUMONT

    Der 277 m hohe Kalksteinfelsen beherrscht mehr noch als der Akrópolishügel das Bild Athens. Er erhebt sich über das Häusermeer mit einem grünen Gartenkragen, aus dem ein kahler Felskopf herausragt. Angenehme Spazierwege und eine Standseilbahn im Innern des Berges führen zum Gipfel, auf dem eine kleine, um 1990 neu im traditionellen byzantinischen Stil ausgemalte Kapelle dem heiligen Georg geweiht ist. An den seltenen klaren Tagen kann man von hier aus nicht nur die Athen umgebenden Berge, sondern auch die Insel Ägina und die Gipfel des Peloponnes erkennen. Auch der Sonnenuntergang ist von hier aus ein Erlebnis. Ganz Athen - einschließlich der Akrópolis - liegt hier zu Ihren Füßen.

    • Likavittós© MAIRDUMONT

    Der 277 m hohe Kalksteinfelsen beherrscht mehr noch als der Akrópolishügel das Bild Athens. Er erhebt sich über das Häusermeer mit einem grünen Gartenkragen, aus dem ein kahler Felskopf herausragt. Angenehme Spazierwege und eine Standseilbahn im Innern des Berges führen zum Gipfel, auf dem eine kleine, um 1990 neu im traditionellen byzantinischen Stil ausgemalte Kapelle dem heiligen Georg geweiht ist. An den seltenen klaren Tagen kann man von hier aus nicht nur die Athen umgebenden Berge, sondern auch die Insel Ägina und die Gipfel des Peloponnes erkennen. Auch der Sonnenuntergang ist von hier aus ein Erlebnis. Ganz Athen - einschließlich der Akrópolis - liegt hier zu Ihren Füßen.


  • Ethnikó Archeologiko Mousio

    Museen
    • Ethnikó Archeologiko Mousio© MAIRDUMONT

    Der 1860 fertig gestellte Bau birgt die weltgrößte Sammlung griechisch-antiker Kunstwerke. Die Ausstellungen im Erdgeschoss sind chronologisch angeordnet. Vom Eingang aus an der Kasse vorbei geradeaus kommt man zunächst in den Mykenischen Saal. Der Blick fällt sogleich auf die Vitrine mit den Goldfunden Heinrich Schliemanns. Die goldene Totenmaske, die er für die des sagenhaften Königs Agamemnon hielt, stammt aus der Zeit um 1580 v.Chr., also aus der Frühzeit Mykenes. Nach rechts gelangt man in den Saal der Kykladenkultur, deren 4000-5000 Jahre alte Kunst sehr modern wirkt. Die eindrucksvollsten der ausgestellten Idole sind wohl der sitzende Harfenspieler und der stehende Doppelflötenspieler. Geht man nun in den Kassenraum zurück, so kann man die Besichtigung im Uhrzeigersinn fortsetzen. Durch einen Raum mit Werken aus der geometrischen Epoche (1100-700 v.Chr.), in der geometrische Motive als Dekor vorherrschen und Menschen und Tiere fast strichartig dargestellt sind, kommt man in den Saal VIII. Hier beeindrucken zwei etwa 3 m hohe Koúroi vom Kap Soúnion aus der archaischen Epoche (700-480 v.Chr.). Sie zeichnet sich durch orientalische Einflüsse, eine Vorliebe für mythologische Themen und starke Formalisierung aus - so wirken die beiden nackten Jünglinge aus der Zeit um 600 v.Chr. noch steif und unbewegt, ein individueller Ausdruck fehlt weitgehend. Im Lauf der Jahrzehnte wurden die archaischen Skulpturen weniger steif wirkend gearbeitet. Die Gesichtszüge wurden lockerer, ein verhaltenes Lächeln, eine Fußbewegung oder eine kleine Anspannung der Glieder führten zu einer individuelleren Ausdruckskraft. Im Saal XVI steht man bereits mitten in der klassischen Kunst (480-330 v.Chr.). Ein schönes Beispiel dafür ist das um 440 v.Chr. entstandene Weiherelief aus Eleusis. Es zeigt die Göttin Demeter, die Triptolemos eine Getreideähre übergibt und damit der Menschheit das Korn schenkt, zusammen mit ihrer Tochter Persephone. Weitere besonders schöne Beispiele für die klassische griechische Kunst sind die überlebensgroße Bronzestatue des seinen Dreizack schleudernden Meeresgottes Poseidon, die um 460 v.Chr. entstand, sowie im Saal XVIII die Grabstele der Hegeso vom Ende des 5.Jhs. v.Chr. Allen klassischen Werken gemeinsam sind die Betonung der Körperlichkeit von Menschen und Göttern, die starke Ausdruckskraft, die individuelle Gestaltung und das Streben nach Schönheit und Würde. Die Natur wird erkannt, aber idealistisch überhöht. Gerade diese Idealisierung fehlt den Werken der hellenistischen Epoche (330-146 v.Chr.) und der römischen Zeit (146 v.Chr.-395 n.Chr.). Deutlich wird das schon am "Reitenden Knaben" aus dem 2.Jh. v.Chr. im Saal XXI, der bereits barock verzerrt wirkt. Noch weiter geht die Marmorgruppe mit der Liebesgöttin Aphrodite, dem Hirtengott Pan und Eros: Das Ensemble wirkt äußerst verspielt und zugleich ganz unpersönlich. Der Bockshörner tragende Pan, von Eros inspiriert, schäkert mit der Göttin, die sich scherzhaft weigert, ihm ihre Sandale zu überlassen.

    • Ethnikó Archeologiko Mousio© MAIRDUMONT

    Der 1860 fertig gestellte Bau birgt die weltgrößte Sammlung griechisch-antiker Kunstwerke. Die Ausstellungen im Erdgeschoss sind chronologisch angeordnet. Vom Eingang aus an der Kasse vorbei geradeaus kommt man zunächst in den Mykenischen Saal. Der Blick fällt sogleich auf die Vitrine mit den Goldfunden Heinrich Schliemanns. Die goldene Totenmaske, die er für die des sagenhaften Königs Agamemnon hielt, stammt aus der Zeit um 1580 v.Chr., also aus der Frühzeit Mykenes. Nach rechts gelangt man in den Saal der Kykladenkultur, deren 4000-5000 Jahre alte Kunst sehr modern wirkt. Die eindrucksvollsten der ausgestellten Idole sind wohl der sitzende Harfenspieler und der stehende Doppelflötenspieler. Geht man nun in den Kassenraum zurück, so kann man die Besichtigung im Uhrzeigersinn fortsetzen. Durch einen Raum mit Werken aus der geometrischen Epoche (1100-700 v.Chr.), in der geometrische Motive als Dekor vorherrschen und Menschen und Tiere fast strichartig dargestellt sind, kommt man in den Saal VIII. Hier beeindrucken zwei etwa 3 m hohe Koúroi vom Kap Soúnion aus der archaischen Epoche (700-480 v.Chr.). Sie zeichnet sich durch orientalische Einflüsse, eine Vorliebe für mythologische Themen und starke Formalisierung aus - so wirken die beiden nackten Jünglinge aus der Zeit um 600 v.Chr. noch steif und unbewegt, ein individueller Ausdruck fehlt weitgehend. Im Lauf der Jahrzehnte wurden die archaischen Skulpturen weniger steif wirkend gearbeitet. Die Gesichtszüge wurden lockerer, ein verhaltenes Lächeln, eine Fußbewegung oder eine kleine Anspannung der Glieder führten zu einer individuelleren Ausdruckskraft. Im Saal XVI steht man bereits mitten in der klassischen Kunst (480-330 v.Chr.). Ein schönes Beispiel dafür ist das um 440 v.Chr. entstandene Weiherelief aus Eleusis. Es zeigt die Göttin Demeter, die Triptolemos eine Getreideähre übergibt und damit der Menschheit das Korn schenkt, zusammen mit ihrer Tochter Persephone. Weitere besonders schöne Beispiele für die klassische griechische Kunst sind die überlebensgroße Bronzestatue des seinen Dreizack schleudernden Meeresgottes Poseidon, die um 460 v.Chr. entstand, sowie im Saal XVIII die Grabstele der Hegeso vom Ende des 5.Jhs. v.Chr. Allen klassischen Werken gemeinsam sind die Betonung der Körperlichkeit von Menschen und Göttern, die starke Ausdruckskraft, die individuelle Gestaltung und das Streben nach Schönheit und Würde. Die Natur wird erkannt, aber idealistisch überhöht. Gerade diese Idealisierung fehlt den Werken der hellenistischen Epoche (330-146 v.Chr.) und der römischen Zeit (146 v.Chr.-395 n.Chr.). Deutlich wird das schon am "Reitenden Knaben" aus dem 2.Jh. v.Chr. im Saal XXI, der bereits barock verzerrt wirkt. Noch weiter geht die Marmorgruppe mit der Liebesgöttin Aphrodite, dem Hirtengott Pan und Eros: Das Ensemble wirkt äußerst verspielt und zugleich ganz unpersönlich. Der Bockshörner tragende Pan, von Eros inspiriert, schäkert mit der Göttin, die sich scherzhaft weigert, ihm ihre Sandale zu überlassen.


  • Mouseío Akrópolis

    Museen
    • Mouseío Akrópolis© Lefteris_, Thinkstock
    Insider-Tipp
    Ein Archäologe für dich

    Spannender kann ein Museum nicht sein: Der Schweizer Architekt Bernhard Tschumi hat den 2009 eingeweihten Bau über den Ausgrabungen eines seit 2019 begehbaren antiken Stadtviertels auf stählerne Träger gestellt und viel begehbares Glas in den Boden, die Decken und die Rampe eingefügt. Selbst aus der obersten Etage blickt man noch auf die antiken Mauern. Die breite Rampe selbst vermittelt das Gefühl, wieder auf die Akrópolis zu steigen; in den Vitrinen an den Seiten sind deshalb auch nur Funde von den Akrópolis-Hängen eingelassen. Alle hier gezeigten Kunstwerke stammen von der Akrópolis und sind fast ausnahmslos frei aufgestellt. Archäologen stehen bereit, um kostenlos deine Fragen zu beantworten. Sie sprechen zumindest Englisch. Das oberste Geschoss gibt den vollen Blick auf den Parthenon frei, von dem die hier ausgestellten Reliefs alle stammen. Vollen Akrópolis-Blick bietet auch die Terrasse der gut gestylten Museums-Cafeteria, die viele Spezialitäten serviert.

    • Mouseío Akrópolis© Lefteris_, Thinkstock
    Insider-Tipp
    Ein Archäologe für dich

    Spannender kann ein Museum nicht sein: Der Schweizer Architekt Bernhard Tschumi hat den 2009 eingeweihten Bau über den Ausgrabungen eines seit 2019 begehbaren antiken Stadtviertels auf stählerne Träger gestellt und viel begehbares Glas in den Boden, die Decken und die Rampe eingefügt. Selbst aus der obersten Etage blickt man noch auf die antiken Mauern. Die breite Rampe selbst vermittelt das Gefühl, wieder auf die Akrópolis zu steigen; in den Vitrinen an den Seiten sind deshalb auch nur Funde von den Akrópolis-Hängen eingelassen. Alle hier gezeigten Kunstwerke stammen von der Akrópolis und sind fast ausnahmslos frei aufgestellt. Archäologen stehen bereit, um kostenlos deine Fragen zu beantworten. Sie sprechen zumindest Englisch. Das oberste Geschoss gibt den vollen Blick auf den Parthenon frei, von dem die hier ausgestellten Reliefs alle stammen. Vollen Akrópolis-Blick bietet auch die Terrasse der gut gestylten Museums-Cafeteria, die viele Spezialitäten serviert.


  • Kerameikós

    Touristenattraktionen
    Insider-Tipp
    Mach mal ‘ne Bummelpause!

    Besonders nach dem Mittagessen ist der Spaziergang über den antiken Friedhof Athens attraktiv. Andere Besucher sind kaum da, im leicht gewellten Gelände findest du zwischen den Kopien antiker Grabdenkmäler immer ein ganz ruhiges Plätzchen unter schattigen Bäumen, um die Beine auszustrecken. Danach bist du wieder frisch, um die gesamte archäologische Stätte zu erkunden. Zur Akrópolis hin sind die beiden bedeutendsten Stadttore des antiken Athen freigelegt worden. Das eine ist das Heilige Tor, durch das die Heilige Straße führte, auf der alljährlich ein Festzug nach Eleusis zog. Das andere ist das Dípylon, das Doppeltor, durch das im Rahmen der Panathenäen der große Festzug zur Akrópolis die Stadt betrat. Zwischen diesen beiden Toren stand das Pompeíon, in dem der Festzug hergerichtet wurde und in dem sich die Honoratioren zum Festmahl trafen. In der übrigen Zeit diente das Pompeíon auch als Sportstätte für Ringkämpfe.

    Insider-Tipp
    Mach mal ‘ne Bummelpause!

    Besonders nach dem Mittagessen ist der Spaziergang über den antiken Friedhof Athens attraktiv. Andere Besucher sind kaum da, im leicht gewellten Gelände findest du zwischen den Kopien antiker Grabdenkmäler immer ein ganz ruhiges Plätzchen unter schattigen Bäumen, um die Beine auszustrecken. Danach bist du wieder frisch, um die gesamte archäologische Stätte zu erkunden. Zur Akrópolis hin sind die beiden bedeutendsten Stadttore des antiken Athen freigelegt worden. Das eine ist das Heilige Tor, durch das die Heilige Straße führte, auf der alljährlich ein Festzug nach Eleusis zog. Das andere ist das Dípylon, das Doppeltor, durch das im Rahmen der Panathenäen der große Festzug zur Akrópolis die Stadt betrat. Zwischen diesen beiden Toren stand das Pompeíon, in dem der Festzug hergerichtet wurde und in dem sich die Honoratioren zum Festmahl trafen. In der übrigen Zeit diente das Pompeíon auch als Sportstätte für Ringkämpfe.


  • Mousío Kikladikó kai archaías technís

    Museen

    Die frühkykladische Kunst wirkt - obwohl 4000-5200 Jahre alt - ausgesprochen modern. Sie entstand u.a. auf Náxos, Mílos, Síros und Amorgós. Am interessantesten sind die Idole aus weißem Marmor. Sie wurden mit Bronzesägen aus den harten Marmorblöcken geschnitten und mit Korund modelliert. Anfangs stellten sie - stark stilisiert und mit phallusförmigem Hals - die Große Göttliche Mutter, die Gebärerin allen Lebens, dar. Später traten Musikanten hinzu, die zum Gefolge der Göttin gehören, und gegen Mitte des 3.Jts. v.Chr. tauchten dann erste Kriegerfiguren auf. Ab 2000 v.Chr. gerieten die Inseln unter minoischen Einfluss aus Kreta, später unter den Einfluss Mykenes. Die Kykladen-Kultur endete um 1100 v.Chr. In diesem privaten, modernen Museum sind insgesamt 230 kykladische Objekte ausgestellt.

    Die frühkykladische Kunst wirkt - obwohl 4000-5200 Jahre alt - ausgesprochen modern. Sie entstand u.a. auf Náxos, Mílos, Síros und Amorgós. Am interessantesten sind die Idole aus weißem Marmor. Sie wurden mit Bronzesägen aus den harten Marmorblöcken geschnitten und mit Korund modelliert. Anfangs stellten sie - stark stilisiert und mit phallusförmigem Hals - die Große Göttliche Mutter, die Gebärerin allen Lebens, dar. Später traten Musikanten hinzu, die zum Gefolge der Göttin gehören, und gegen Mitte des 3.Jts. v.Chr. tauchten dann erste Kriegerfiguren auf. Ab 2000 v.Chr. gerieten die Inseln unter minoischen Einfluss aus Kreta, später unter den Einfluss Mykenes. Die Kykladen-Kultur endete um 1100 v.Chr. In diesem privaten, modernen Museum sind insgesamt 230 kykladische Objekte ausgestellt.


  • Museío Archaías Agorás

    Museen
    • © airphoto.gr, Shutterstock
    Insider-Tipp
    Saß hier einst Sokrates?

    Der besondere Reiz dieses kleinen Museums liegt darin, dass viele der auf zwei Etagen ausgestellten Objekte vom politischen und privaten Alltag der Menschen vor über 2000 Jahren erzählen. So sieht man zwei Tonmodelle von Schuhen aus der Zeit um 900 v. Chr., bronzene Gewichte von 500 v. Chr. und Bleigewichte aus den beiden ersten vorchristlichen Jahrhunderten. In einer anderen Vitrine wirkt ein Babysitz inklusive Nachttopf aus dem 6.Jh. v. Chr. ganz modern; an anderer Stelle dokumentieren Töpfe, Pfannen, Stövchen, Grillgeräte und ein tragbarer Ofen das Küchenleben vor 2500 Jahren. Scherbengerichte gehörten im Athen des 5.Jhs. v. Chr. zum politischen Alltag. Höchstens einmal jährlich fand eine Volksversammlung mit mindestens 6000 Bürgern statt, die den Namen des Mannes in eine Tonscherbe einritzen durften, den sie am liebsten für zehn Jahre aus der Stadt verbannt haben wollten. Der Unglückliche, auf den die meisten Stimmen entfielen, musste dann ins Exil ziehen. Solche Scherben, óstraka genannt, sind im Museum in großer Zahl zu sehen. Auch eine Wasseruhr ist ausgestellt, die bei Gerichtsverfahren die Redezeit pro Person auf sechs Minuten begrenzte, und eine Art Lottomaschine, mit der öffentliche Ämter nach dem Zufallsprinzip verteilt wurden.

    • © airphoto.gr, Shutterstock
    Insider-Tipp
    Saß hier einst Sokrates?

    Der besondere Reiz dieses kleinen Museums liegt darin, dass viele der auf zwei Etagen ausgestellten Objekte vom politischen und privaten Alltag der Menschen vor über 2000 Jahren erzählen. So sieht man zwei Tonmodelle von Schuhen aus der Zeit um 900 v. Chr., bronzene Gewichte von 500 v. Chr. und Bleigewichte aus den beiden ersten vorchristlichen Jahrhunderten. In einer anderen Vitrine wirkt ein Babysitz inklusive Nachttopf aus dem 6.Jh. v. Chr. ganz modern; an anderer Stelle dokumentieren Töpfe, Pfannen, Stövchen, Grillgeräte und ein tragbarer Ofen das Küchenleben vor 2500 Jahren. Scherbengerichte gehörten im Athen des 5.Jhs. v. Chr. zum politischen Alltag. Höchstens einmal jährlich fand eine Volksversammlung mit mindestens 6000 Bürgern statt, die den Namen des Mannes in eine Tonscherbe einritzen durften, den sie am liebsten für zehn Jahre aus der Stadt verbannt haben wollten. Der Unglückliche, auf den die meisten Stimmen entfielen, musste dann ins Exil ziehen. Solche Scherben, óstraka genannt, sind im Museum in großer Zahl zu sehen. Auch eine Wasseruhr ist ausgestellt, die bei Gerichtsverfahren die Redezeit pro Person auf sechs Minuten begrenzte, und eine Art Lottomaschine, mit der öffentliche Ämter nach dem Zufallsprinzip verteilt wurden.


  • Museío Kerameikoú

    Museen
    • Museío Kerameikoú© Glow Images

    Das modern konzipierte Museum auf Athens antikem Friedhof zeigt hier gefundene Grabdenkmäler und Vasen. Besonders schön sind ein Koúros und eine Sphinx aus dem frühen 6.Jh. v.Chr., eine Löwenskulptur aus dem späten 6.Jh. v.Chr. und ein monumentaler steinerner Stier aus der zweiten Hälfte des 4.Jh. v.Chr.

    • Museío Kerameikoú© Glow Images

    Das modern konzipierte Museum auf Athens antikem Friedhof zeigt hier gefundene Grabdenkmäler und Vasen. Besonders schön sind ein Koúros und eine Sphinx aus dem frühen 6.Jh. v.Chr., eine Löwenskulptur aus dem späten 6.Jh. v.Chr. und ein monumentaler steinerner Stier aus der zweiten Hälfte des 4.Jh. v.Chr.


  • Μouseío Mpenáki

    Museen
    • © saiko3p, Shutterstock
    Insider-Tipp
    Schmuck shoppen im Museum

    Museum kompakt: In Griechenlands bedeutendstem privaten Museum sind Kunstobjekte aus 5000 Jahren unter einem Dach vereint. Auch moderne Kunst ist vertreten. Unter den Objekten aus der Antike ragen zwei einfache, 5000 Jahre alte goldene Vasen heraus. Sehr beeindruckend ist das fast fotografisch genaue Mumienporträt eines jungen Mannes, entstanden im 3.Jh. in Ägypten. In einem Saal kann man zudem zwei Bilder des berühmten, aus Kreta stammenden Malers El Greco (1541–1614) betrachten. Am interessantesten in diesem Museum sind die volkskundlichen Sammlungen. Hier sind hervorragende Stickereien und Webarbeiten namenloser Frauen ausgestellt, Dinge, die heute unbezahlbar wären. Man findet Trachten aus den meisten Regionen Griechenlands, naiv bemalte Truhen, Keramik und Erzeugnisse begabter Holzschnitzer. Am allerschönsten sind aber wohl der goldene, mit Emaille und echten Perlen besetzte Anhänger in Form eines Dreimasters unter vollen Segeln von der Insel Pátmos und die sehr ähnlichen goldenen Ohrringe von der Insel Sífnos – alles Werke des 17.Jhs. Im Museumsshop gibt es einige von ihnen auch als Repliken zu kaufen.

    • © saiko3p, Shutterstock
    Insider-Tipp
    Schmuck shoppen im Museum

    Museum kompakt: In Griechenlands bedeutendstem privaten Museum sind Kunstobjekte aus 5000 Jahren unter einem Dach vereint. Auch moderne Kunst ist vertreten. Unter den Objekten aus der Antike ragen zwei einfache, 5000 Jahre alte goldene Vasen heraus. Sehr beeindruckend ist das fast fotografisch genaue Mumienporträt eines jungen Mannes, entstanden im 3.Jh. in Ägypten. In einem Saal kann man zudem zwei Bilder des berühmten, aus Kreta stammenden Malers El Greco (1541–1614) betrachten. Am interessantesten in diesem Museum sind die volkskundlichen Sammlungen. Hier sind hervorragende Stickereien und Webarbeiten namenloser Frauen ausgestellt, Dinge, die heute unbezahlbar wären. Man findet Trachten aus den meisten Regionen Griechenlands, naiv bemalte Truhen, Keramik und Erzeugnisse begabter Holzschnitzer. Am allerschönsten sind aber wohl der goldene, mit Emaille und echten Perlen besetzte Anhänger in Form eines Dreimasters unter vollen Segeln von der Insel Pátmos und die sehr ähnlichen goldenen Ohrringe von der Insel Sífnos – alles Werke des 17.Jhs. Im Museumsshop gibt es einige von ihnen auch als Repliken zu kaufen.


  • Romaikí Agorá

    Touristenattraktionen
    • © Alla Khananashvili, Shutterstock
    Insider-Tipp
    Gesellschaftssitzung

    Die alten Römer gingen noch lieber shoppen als die alten Griechen. Darum erweiterten sie das alte griechische Marktgelände im 1.Jh. v. Chr. um eine neue Agorá, von der etwa die Hälfte freigelegt werden konnte. Ihr Kernbau war eine rechteckige Säulenhalle voller Läden und Schänken mit über 100 m langen Seiten und einem großen Innenhof. An ihrer Ostseite erhebt sich als ein markantes Wahrzeichen der Stadt noch immer der 12 m hohe Turm der Winde, dessen Inneres du betreten darfst. Außen ist er mit acht Reliefs geschmückt, die personifizierte Winde zeigen. Außerdem war außen eine große Sonnenuhr angebracht. Damit man auch nachts und bei Bewölkung wusste, was die Stunde schlägt, gab es innen eine mächtige Wasseruhr, die die Zeit ebenso exakt maß. Unmittelbar nordwestlich des Turms sind noch die Reste einer antiken Gemeinschaftslatrine zu erkennen, die 66 Männern gleichzeitig Platz bot. Einer der Toilettensitze ist anschaulich restauriert. Einen schönen Überblick über die Bautätigkeit in Athen zu Zeiten des römischen Kaisers Hadrian gibt eine kleine Ausstellung in der kürzlich restaurierten, sehr gut erhaltenen Fetiye-Moschee auf dem Gelände der Agorá.

    • © Alla Khananashvili, Shutterstock
    Insider-Tipp
    Gesellschaftssitzung

    Die alten Römer gingen noch lieber shoppen als die alten Griechen. Darum erweiterten sie das alte griechische Marktgelände im 1.Jh. v. Chr. um eine neue Agorá, von der etwa die Hälfte freigelegt werden konnte. Ihr Kernbau war eine rechteckige Säulenhalle voller Läden und Schänken mit über 100 m langen Seiten und einem großen Innenhof. An ihrer Ostseite erhebt sich als ein markantes Wahrzeichen der Stadt noch immer der 12 m hohe Turm der Winde, dessen Inneres du betreten darfst. Außen ist er mit acht Reliefs geschmückt, die personifizierte Winde zeigen. Außerdem war außen eine große Sonnenuhr angebracht. Damit man auch nachts und bei Bewölkung wusste, was die Stunde schlägt, gab es innen eine mächtige Wasseruhr, die die Zeit ebenso exakt maß. Unmittelbar nordwestlich des Turms sind noch die Reste einer antiken Gemeinschaftslatrine zu erkennen, die 66 Männern gleichzeitig Platz bot. Einer der Toilettensitze ist anschaulich restauriert. Einen schönen Überblick über die Bautätigkeit in Athen zu Zeiten des römischen Kaisers Hadrian gibt eine kleine Ausstellung in der kürzlich restaurierten, sehr gut erhaltenen Fetiye-Moschee auf dem Gelände der Agorá.


  • Kessarianí

    Architektonische Highlights
    Insider-Tipp
    Wandern im Klosterwald

    Du willst der Stadt mal entfliehen? Noch auf Athener Stadtgebiet, aber schon mitten im Grün der Wälder am Hang des 1025 m hohen Berges Ymettós steht ein uraltes, heute unbewohntes Kloster, dessen Kirche und Zellentrakte sehr gut erhalten sind. Zypressen, Blumentöpfe und Beete schmücken den Klosterhof, Vögel zwitschern, Katzen streichen zwischen den Resten antiker und christlicher Bauten herum. Das Kloster wurde bereits im 11.Jh. gegründet; aus dieser Zeit stammen noch das Badehaus und die Kirche. Die Wandmalereien in der Kirche stammen aus dem frühen 18.Jh., während diejenigen in der Vorhalle – dem Narthex – 1682 entstanden. In der Umgebung des Klosters sind mehrere Wanderwege gut markiert.

    Insider-Tipp
    Wandern im Klosterwald

    Du willst der Stadt mal entfliehen? Noch auf Athener Stadtgebiet, aber schon mitten im Grün der Wälder am Hang des 1025 m hohen Berges Ymettós steht ein uraltes, heute unbewohntes Kloster, dessen Kirche und Zellentrakte sehr gut erhalten sind. Zypressen, Blumentöpfe und Beete schmücken den Klosterhof, Vögel zwitschern, Katzen streichen zwischen den Resten antiker und christlicher Bauten herum. Das Kloster wurde bereits im 11.Jh. gegründet; aus dieser Zeit stammen noch das Badehaus und die Kirche. Die Wandmalereien in der Kirche stammen aus dem frühen 18.Jh., während diejenigen in der Vorhalle – dem Narthex – 1682 entstanden. In der Umgebung des Klosters sind mehrere Wanderwege gut markiert.


  • Parthenónas

    Touristenattraktionen
    • Parthenónas© MAIRDUMONT
    Insider-Tipp
    Entdecke die Raffinesse

    Der größte und immer noch glanzvollste Bau auf der Akrópolis entstand in nur 15 Jahren Bauzeit von 447 bis 432 v. Chr. Zwar fehlen ihm heute das Dach, die Wände des Innenraums und die farbige Bemalung von Dachgebälk und Giebeln, sodass der jetzige Eindruck nicht der gleiche wie in der Antike ist, doch seine Leichtigkeit, Eleganz und Harmonie sind nach wie vor zu spüren. Ein eigentlicher Tempel war der Párthenon nicht; einen Altar für Opferhandlungen hat es vor dem Párthenon nie gegeben. Die 12 m hohe Athena-Statue aus Gold und Elfenbein, um die herum der Párthenon gebaut wurde, war vielmehr Repräsentationskunst und Geldanlage zugleich. Überhaupt hatte der Párthenon die Funktion eines Schatzhauses: In einem separaten Raum, dem Opisthódom, wurde die Bundeskasse des Attisch-Delischen Seebundes verwahrt. Die Tributzahlungen aus dem übrigen Griechenland brachten Athen jährlich etwa 11 t Silber ein – für die Errichtung des Párthenons und der Athena-Statue brauchte man insgesamt nur 20 t Silber aufzuwenden. Wäre der Ehrgeiz der Athener mit der Errichtung eines Tempels, bei dem selbst das Dach mit reinem Marmor bedeckt war, und der Aufstellung der wertvollsten Statue Griechenlands schon befriedigt gewesen, wäre der Párthenon freilich nicht das Meisterwerk, das er ist. Die Athener wollten mit seinem Bau nicht nur ihre Macht, sondern auch ihre technische und intellektuelle Überlegenheit in Hellas zum Ausdruck bringen – und das vor allem hat sie zu dieser großartigen geistigen, handwerklichen und architektonischen Leistung angestachelt. Die Wirkung des Párthenon beruht unter anderem auf der Harmonie der Proportionen. Sie waren von den Architekten, Iktinos und Phidias, genau berechnet worden. Um den für damalige Verhältnisse sehr großen Bau feingliedrig wirken zu lassen, erhielten die ohnehin dichter als üblich gestellten 42 dorischen Säulen nicht nur 16, sondern jeweils 20 Kanneluren (Längsrillen). Um den Eindruck gespannter Kraft zu vermitteln, verjüngen sich die Säulen von unten nach oben nicht gleichmäßig, sondern sind ein wenig bauchig, wobei der Schwerpunkt dicht unterhalb der Mitte liegt. Diese leichte Schwellung bezeichnet man als Entasis. Außerdem sind alle Säulen kaum merklich nach innen geneigt. Ohne diesen Trick würden sie wegen einer weiteren Raffinesse des Baus aussehen, als kippten sie nach außen. Diese weitere Raffinesse ist die sogenannte Kurvatur des gesamten Tempels: Alle waagerechten Linien beim Párthenon sind in Wirklichkeit nicht exakt waagerecht, sondern ganz leicht gekrümmt! So steigen alle Stufen des Unterbaus, der gesamte Tempelboden und alle waagerechten Steine des Dachgebälks in Längsrichtung zur Mitte hin um gut 10 cm an – man kann das heute noch leicht mit bloßem Auge erkennen. Das heißt aber auch, dass jeder Stein individuell bearbeitet werden musste und dass auch die Unter- und Oberseite jeder Säule dieser Kurvatur angepasst sein musste. Wie die architektonische Leistung der Athener von der Größe ihrer Demokratie zeugt, so berichten die Skulpturen des Párthenon nicht nur von Göttern und mythologischen Ereignissen, sondern auch von der Pracht des athenischen Festes zu Ehren der Göttin Athena. Kein anderer Tempel Griechenlands hatte zuvor so reichen Skulpturenschmuck besessen. Während unterhalb des Dachs der dorische Fries in 92 Bildfeldern von verschiedenen Kämpfen erzählte, schilderte der 160 m lange ionische Fries, der die Cella-Wand umlief, Aussehen und Verlauf einer Prozession hinauf zur Akrópolis anlässlich der Großen Panathenäen. Dieses jährliche Fest zu Ehren der Athena wurde alle vier Jahre besonders aufwendig begangen. Einige Teile der Friese sind im Akrópolis-Museum zu sehen, andere in Paris und in London.

    • Parthenónas© MAIRDUMONT
    Insider-Tipp
    Entdecke die Raffinesse

    Der größte und immer noch glanzvollste Bau auf der Akrópolis entstand in nur 15 Jahren Bauzeit von 447 bis 432 v. Chr. Zwar fehlen ihm heute das Dach, die Wände des Innenraums und die farbige Bemalung von Dachgebälk und Giebeln, sodass der jetzige Eindruck nicht der gleiche wie in der Antike ist, doch seine Leichtigkeit, Eleganz und Harmonie sind nach wie vor zu spüren. Ein eigentlicher Tempel war der Párthenon nicht; einen Altar für Opferhandlungen hat es vor dem Párthenon nie gegeben. Die 12 m hohe Athena-Statue aus Gold und Elfenbein, um die herum der Párthenon gebaut wurde, war vielmehr Repräsentationskunst und Geldanlage zugleich. Überhaupt hatte der Párthenon die Funktion eines Schatzhauses: In einem separaten Raum, dem Opisthódom, wurde die Bundeskasse des Attisch-Delischen Seebundes verwahrt. Die Tributzahlungen aus dem übrigen Griechenland brachten Athen jährlich etwa 11 t Silber ein – für die Errichtung des Párthenons und der Athena-Statue brauchte man insgesamt nur 20 t Silber aufzuwenden. Wäre der Ehrgeiz der Athener mit der Errichtung eines Tempels, bei dem selbst das Dach mit reinem Marmor bedeckt war, und der Aufstellung der wertvollsten Statue Griechenlands schon befriedigt gewesen, wäre der Párthenon freilich nicht das Meisterwerk, das er ist. Die Athener wollten mit seinem Bau nicht nur ihre Macht, sondern auch ihre technische und intellektuelle Überlegenheit in Hellas zum Ausdruck bringen – und das vor allem hat sie zu dieser großartigen geistigen, handwerklichen und architektonischen Leistung angestachelt. Die Wirkung des Párthenon beruht unter anderem auf der Harmonie der Proportionen. Sie waren von den Architekten, Iktinos und Phidias, genau berechnet worden. Um den für damalige Verhältnisse sehr großen Bau feingliedrig wirken zu lassen, erhielten die ohnehin dichter als üblich gestellten 42 dorischen Säulen nicht nur 16, sondern jeweils 20 Kanneluren (Längsrillen). Um den Eindruck gespannter Kraft zu vermitteln, verjüngen sich die Säulen von unten nach oben nicht gleichmäßig, sondern sind ein wenig bauchig, wobei der Schwerpunkt dicht unterhalb der Mitte liegt. Diese leichte Schwellung bezeichnet man als Entasis. Außerdem sind alle Säulen kaum merklich nach innen geneigt. Ohne diesen Trick würden sie wegen einer weiteren Raffinesse des Baus aussehen, als kippten sie nach außen. Diese weitere Raffinesse ist die sogenannte Kurvatur des gesamten Tempels: Alle waagerechten Linien beim Párthenon sind in Wirklichkeit nicht exakt waagerecht, sondern ganz leicht gekrümmt! So steigen alle Stufen des Unterbaus, der gesamte Tempelboden und alle waagerechten Steine des Dachgebälks in Längsrichtung zur Mitte hin um gut 10 cm an – man kann das heute noch leicht mit bloßem Auge erkennen. Das heißt aber auch, dass jeder Stein individuell bearbeitet werden musste und dass auch die Unter- und Oberseite jeder Säule dieser Kurvatur angepasst sein musste. Wie die architektonische Leistung der Athener von der Größe ihrer Demokratie zeugt, so berichten die Skulpturen des Párthenon nicht nur von Göttern und mythologischen Ereignissen, sondern auch von der Pracht des athenischen Festes zu Ehren der Göttin Athena. Kein anderer Tempel Griechenlands hatte zuvor so reichen Skulpturenschmuck besessen. Während unterhalb des Dachs der dorische Fries in 92 Bildfeldern von verschiedenen Kämpfen erzählte, schilderte der 160 m lange ionische Fries, der die Cella-Wand umlief, Aussehen und Verlauf einer Prozession hinauf zur Akrópolis anlässlich der Großen Panathenäen. Dieses jährliche Fest zu Ehren der Athena wurde alle vier Jahre besonders aufwendig begangen. Einige Teile der Friese sind im Akrópolis-Museum zu sehen, andere in Paris und in London.


  • Agía Dínami

    Architektonische Highlights
    • Agía Dínami© Deniz Tokatli, Thinkstock
    Insider-Tipp
    Kapelle als Kraftquelle

    Wohin mit der 400 Jahre alten Kapelle einer Heiligen, wenn sie einem neuen Hochhaus im Weg ist? Abreißen ging nicht, denn die „Heilige Kraft“ hat zu viele Follower, die hier kurz Kraft tanken, bevor sie zur Arbeit gehen. Drum hat man den Neubau, der heute das Hotel Eléctra Metrópolis ist, in diesem Bereich auf Pfeiler gestellt. So gehört die hl. Dínami jetzt quasi zu den Dauergästen der Nobelherberge.

    • Agía Dínami© Deniz Tokatli, Thinkstock
    Insider-Tipp
    Kapelle als Kraftquelle

    Wohin mit der 400 Jahre alten Kapelle einer Heiligen, wenn sie einem neuen Hochhaus im Weg ist? Abreißen ging nicht, denn die „Heilige Kraft“ hat zu viele Follower, die hier kurz Kraft tanken, bevor sie zur Arbeit gehen. Drum hat man den Neubau, der heute das Hotel Eléctra Metrópolis ist, in diesem Bereich auf Pfeiler gestellt. So gehört die hl. Dínami jetzt quasi zu den Dauergästen der Nobelherberge.


  • Ágios Elefthérios

    Architektonische Highlights
    • © Nejdet Duzen, Shutterstock
    Insider-Tipp
    Um die Ecke geblickt

    Unmittelbar neben Athens Hauptkirche, der orthodoxen Kathedrale Mitrópolis aus dem 19.Jh. steht ganz bescheiden diese winzige mittelalterliche Bischofskirche. Gehst du um den Bau herum, erkennst du heidnische Tänzerinnen, einen Löwen, der gerade ein Reh erbeutet hat, und über dem Eingang einen Fries aus dem 4.Jh. v. Chr., der eine ganze Reihe heidnischer Feste darstellt. Als man die Kirche nämlich im 12.Jh. erbaute, lagen überall in Athen noch zahllose Bauteile antiker und frühchristlicher Gebäude herum. Die bereits Jahrhunderte zuvor sorgfältig behauenen Marmorquader konnten als schönes und noch dazu kostengünstiges Baumaterial dienen; uralte Friese und Reliefs bildeten einen willkommenen Schmuck des neuen Kirchleins.

    • © Nejdet Duzen, Shutterstock
    Insider-Tipp
    Um die Ecke geblickt

    Unmittelbar neben Athens Hauptkirche, der orthodoxen Kathedrale Mitrópolis aus dem 19.Jh. steht ganz bescheiden diese winzige mittelalterliche Bischofskirche. Gehst du um den Bau herum, erkennst du heidnische Tänzerinnen, einen Löwen, der gerade ein Reh erbeutet hat, und über dem Eingang einen Fries aus dem 4.Jh. v. Chr., der eine ganze Reihe heidnischer Feste darstellt. Als man die Kirche nämlich im 12.Jh. erbaute, lagen überall in Athen noch zahllose Bauteile antiker und frühchristlicher Gebäude herum. Die bereits Jahrhunderte zuvor sorgfältig behauenen Marmorquader konnten als schönes und noch dazu kostengünstiges Baumaterial dienen; uralte Friese und Reliefs bildeten einen willkommenen Schmuck des neuen Kirchleins.


  • Thiseion

    Touristenattraktionen
    • © Anastasios71, Shutterstock
    Insider-Tipp
    Antike Kassettendecke

    Weitgehend original ist der Hephaistos-Tempel (Thiseion), Griechenlands besterhaltener Tempel überhaupt. Der Tempel für den griechischen Gott des Feuers, der Schmiedekunst und generell des Handwerks stammt aus der zweiten Hälfte des 5.Jhs. v. Chr. und wurde bis 1834 als Kirche weiter genutzt – dadurch entging er dem Schicksal so vieler anderer antiker Bauten, die in christlichen Zeiten nur noch als Steinbruch geschätzt wurden. 34 dorische Säulen bilden eine Ringhalle um den Tempelkern, in dem die Kultbilder des Hephaistos und der Athena aufgestellt waren. Außen umläuft den Tempel ein Fries, bei dem drei senkrechte Balken, Triglyphen genannt, als Metopen bezeichnete Felder voneinander trennen, die zum Teil mit Skulpturen geschmückt sind. Sie zeigen Taten der mythischen Heroen Herakles und Theseus (daher auch die andere Bezeichnung „Thiseion“). Interessant ist ein Blick unter die Decke der Ringhalle: Sie wird gebildet von reich verzierten Kassetten, wie sie einst fast alle Tempel besaßen. Nur hier sind sie so gut und vollständig erhalten. Das Originaldach des Tempels ist verschwunden, es war einst mit roten Ziegeln gedeckt. Will man sich den Bau im Originalzustand vorstellen, muss man sich schließlich noch viel Farbe hinzudenken. Friese und einzelne Bauteile waren nämlich bunt bemalt.

    • © Anastasios71, Shutterstock
    Insider-Tipp
    Antike Kassettendecke

    Weitgehend original ist der Hephaistos-Tempel (Thiseion), Griechenlands besterhaltener Tempel überhaupt. Der Tempel für den griechischen Gott des Feuers, der Schmiedekunst und generell des Handwerks stammt aus der zweiten Hälfte des 5.Jhs. v. Chr. und wurde bis 1834 als Kirche weiter genutzt – dadurch entging er dem Schicksal so vieler anderer antiker Bauten, die in christlichen Zeiten nur noch als Steinbruch geschätzt wurden. 34 dorische Säulen bilden eine Ringhalle um den Tempelkern, in dem die Kultbilder des Hephaistos und der Athena aufgestellt waren. Außen umläuft den Tempel ein Fries, bei dem drei senkrechte Balken, Triglyphen genannt, als Metopen bezeichnete Felder voneinander trennen, die zum Teil mit Skulpturen geschmückt sind. Sie zeigen Taten der mythischen Heroen Herakles und Theseus (daher auch die andere Bezeichnung „Thiseion“). Interessant ist ein Blick unter die Decke der Ringhalle: Sie wird gebildet von reich verzierten Kassetten, wie sie einst fast alle Tempel besaßen. Nur hier sind sie so gut und vollständig erhalten. Das Originaldach des Tempels ist verschwunden, es war einst mit roten Ziegeln gedeckt. Will man sich den Bau im Originalzustand vorstellen, muss man sich schließlich noch viel Farbe hinzudenken. Friese und einzelne Bauteile waren nämlich bunt bemalt.


  • Kotsanas Museum of Ancient Greek Technology

    Museen
    Insider-Tipp
    Die Antike in Bewegung

    Der Bauingenieur Kóstas Katsanás ist ein Besessener. Sein Leben lang hat er antike Schriften, Vasenmalereien und andere historische Zeugnisse studiert, um mehr über das technologische Wissen der alten Griechen zu erfahren. Was er herausgefunden hat, hat er in funktionstüchtige Modelle umgesetzt, von denen etwa 100 in seinem Athener Museum ausgestellt sind. Zwei weitere Museen hat er in Olympia und Katakoló auf dem Peloponnes mit seinen Werken bestückt. Du siehst antike Wecker und Uhren, Belagerungsgeräte und Bewässerungspumpen, eine Frühform des Kinos, eine Automatiktür und erfährst, was Priester den Menschen in ihren Tempeln für Wunder vorgaukelten. Am Ende glaubst du vielleicht sogar dem Museumsgründer, dass kein heutiges Auto unterwegs ist, das nicht auf Erfindungen der alten Griechen basiert. Und nebenbei kannst du auch noch antike Musikinstrumente anschauen und zum Teil auch ihre Klänge hören. Um die ganzen Modelle in Aktion zu sehen, nimmst du am besten an einer Führung teil!

    Insider-Tipp
    Die Antike in Bewegung

    Der Bauingenieur Kóstas Katsanás ist ein Besessener. Sein Leben lang hat er antike Schriften, Vasenmalereien und andere historische Zeugnisse studiert, um mehr über das technologische Wissen der alten Griechen zu erfahren. Was er herausgefunden hat, hat er in funktionstüchtige Modelle umgesetzt, von denen etwa 100 in seinem Athener Museum ausgestellt sind. Zwei weitere Museen hat er in Olympia und Katakoló auf dem Peloponnes mit seinen Werken bestückt. Du siehst antike Wecker und Uhren, Belagerungsgeräte und Bewässerungspumpen, eine Frühform des Kinos, eine Automatiktür und erfährst, was Priester den Menschen in ihren Tempeln für Wunder vorgaukelten. Am Ende glaubst du vielleicht sogar dem Museumsgründer, dass kein heutiges Auto unterwegs ist, das nicht auf Erfindungen der alten Griechen basiert. Und nebenbei kannst du auch noch antike Musikinstrumente anschauen und zum Teil auch ihre Klänge hören. Um die ganzen Modelle in Aktion zu sehen, nimmst du am besten an einer Führung teil!


  • Théatro tou Dionísou

    Touristenattraktionen
    • Théatro tou Dionísou© MAIRDUMONT

    Das Theater am Südhang der Akrópolis ist die Geburtsstätte des europäischen Theaters. Hier verehrten die alten Griechen seit dem 6.Jh. v.Chr. ihren Gott Dionysos alljährlich mit ausgelassenen Tänzen und Chorgesängen. Im Jahr 534 v.Chr. kam ein gewisser Thespis zu diesen Feiern. Er stellte dem Chor einen Gegenspieler zur Seite, der Dialog war geboren und damit das Theater. Es dauerte nicht lange, bis es seinen ersten Höhepunkt erreichte mit Aischylos (525-456), Sophokles (496-406) und Euripides (480-406). Zur Zeit des Thespis lagerten sich die Zuschauer noch einfach am Berghang. Um 490 v.Chr. begann man, Zuschauerränge auszuheben und Holzbänke aufzustellen. Von hier aus wohnten die Athener den städtischen Dionysien bei. Sie dauerten jeweils sieben Tage. Theater wurde an drei Tagen gespielt, und zwar in Form eines Wettbewerbs. Je drei Dichter konkurrierten miteinander. Jeder hatte an einem Tag drei Tragödien und ein Satyrspiel (Vorläufer der Komödie) zur Aufführung zu bringen. Die Zuschauer zahlten keinen Eintritt, sondern erhielten ebenso wie für den Besuch der Volksversammlung sogar noch einen Obolus. Im Jahr 330 v.Chr. wurden die Holzbänke durch Steinbänke ersetzt, das Theater erhielt in etwa seine heutige Form. In der ersten Reihe stellte man marmorne Sitze mit Lehne auf, die den Priestern und anderen Würdenträgern vorbehalten waren. Der mittlere, mit Reliefs verzierte und heute noch sichtbare Sitz stand dem Diónysos-Priester zu. Der römische Kaiser Hadrian ließ sich einen marmornen Ehrenplatz hinter der ersten Sitzreihe errichten, auch dieser ist erhalten. Unter Kaiser Nero wurde die Bühne so umgestaltet, dass Gladiatorenkämpfe und sogar Wasserspiele veranstaltet werden konnten. Unter Nero entstanden auch die Reliefs an der Vorderbühne, die mythische Szenen darstellen: links die Geburt des Diónysos, daneben ein Opfer für den Gott, rechts die Verehrung des Gottes.

    • Théatro tou Dionísou© MAIRDUMONT

    Das Theater am Südhang der Akrópolis ist die Geburtsstätte des europäischen Theaters. Hier verehrten die alten Griechen seit dem 6.Jh. v.Chr. ihren Gott Dionysos alljährlich mit ausgelassenen Tänzen und Chorgesängen. Im Jahr 534 v.Chr. kam ein gewisser Thespis zu diesen Feiern. Er stellte dem Chor einen Gegenspieler zur Seite, der Dialog war geboren und damit das Theater. Es dauerte nicht lange, bis es seinen ersten Höhepunkt erreichte mit Aischylos (525-456), Sophokles (496-406) und Euripides (480-406). Zur Zeit des Thespis lagerten sich die Zuschauer noch einfach am Berghang. Um 490 v.Chr. begann man, Zuschauerränge auszuheben und Holzbänke aufzustellen. Von hier aus wohnten die Athener den städtischen Dionysien bei. Sie dauerten jeweils sieben Tage. Theater wurde an drei Tagen gespielt, und zwar in Form eines Wettbewerbs. Je drei Dichter konkurrierten miteinander. Jeder hatte an einem Tag drei Tragödien und ein Satyrspiel (Vorläufer der Komödie) zur Aufführung zu bringen. Die Zuschauer zahlten keinen Eintritt, sondern erhielten ebenso wie für den Besuch der Volksversammlung sogar noch einen Obolus. Im Jahr 330 v.Chr. wurden die Holzbänke durch Steinbänke ersetzt, das Theater erhielt in etwa seine heutige Form. In der ersten Reihe stellte man marmorne Sitze mit Lehne auf, die den Priestern und anderen Würdenträgern vorbehalten waren. Der mittlere, mit Reliefs verzierte und heute noch sichtbare Sitz stand dem Diónysos-Priester zu. Der römische Kaiser Hadrian ließ sich einen marmornen Ehrenplatz hinter der ersten Sitzreihe errichten, auch dieser ist erhalten. Unter Kaiser Nero wurde die Bühne so umgestaltet, dass Gladiatorenkämpfe und sogar Wasserspiele veranstaltet werden konnten. Unter Nero entstanden auch die Reliefs an der Vorderbühne, die mythische Szenen darstellen: links die Geburt des Diónysos, daneben ein Opfer für den Gott, rechts die Verehrung des Gottes.


  • Vivliothíki Adrianoú

    Touristenattraktionen
    • © Milan Gonda, Shutterstock

    Am Rand des immer belebten Monastiráki-Platzes erhebt sich die Fassade eines um 132 n.Chr. vom römischen Kaiser Hadrian in Auftrag gegebenen Bibliotheksgebäudes. Zum Komplex gehörte ein großer Hof, der mit einer christlichen Basilika überbaut wurde.

    • © Milan Gonda, Shutterstock

    Am Rand des immer belebten Monastiráki-Platzes erhebt sich die Fassade eines um 132 n.Chr. vom römischen Kaiser Hadrian in Auftrag gegebenen Bibliotheksgebäudes. Zum Komplex gehörte ein großer Hof, der mit einer christlichen Basilika überbaut wurde.


  • Pýli Adrianoú

    Touristenattraktionen
    • © Brigida Soriano, Shutterstock

    An der verkehrsreichen Straße Leofóros Amalías steht ein fast 1900 Jahre altes, 18 m hohes Tor: der Hadrian-Bogen. Der römische Kaiser Hadrian ließ Athen um ein ganzes Stadtviertel erweitern und dabei diesen Bau als Denkmal für sich selbst errichten. Zur Akrópolis hin trägt das Tor die Inschrift: "Das ist die Stadt des Theseus, die alte Stadt", auf der anderen Seite wird verkündet: "Dies ist die Stadt des Hadrian, nicht die des Theseus".

    • © Brigida Soriano, Shutterstock

    An der verkehrsreichen Straße Leofóros Amalías steht ein fast 1900 Jahre altes, 18 m hohes Tor: der Hadrian-Bogen. Der römische Kaiser Hadrian ließ Athen um ein ganzes Stadtviertel erweitern und dabei diesen Bau als Denkmal für sich selbst errichten. Zur Akrópolis hin trägt das Tor die Inschrift: "Das ist die Stadt des Theseus, die alte Stadt", auf der anderen Seite wird verkündet: "Dies ist die Stadt des Hadrian, nicht die des Theseus".


  • Mnimeío tou Lisikráti

    Touristenattraktionen
    • © Zyankarlo, Shutterstock

    Im Rahmen der alljährlichen Dionysien fanden im Diónysos-Theater jeweils dreitägige Theaterwettbewerbe statt. Die Finanzierung des Chors übernahm jeweils ein wohlhabender Bürger, Chorege genannt. Nicht der Autor, sondern der Chorege erhielt dann auch den Siegespreis - einen bronzenen Dreifuß. Ein solcher erfolgreicher Chorege war im Jahr 334 v.Chr. ein Mann namens Lysíkrates. Wie die meisten seiner Vorgänger und Nachfolger stellte er seinen Preis öffentlich aus und errichtete sich damit zugleich selbst ein Denkmal. An der alten Straße von der Agorá zum Diónysos-Theater säumten zahlreiche solche Denkmäler den Weg. Erhalten blieb als einziges das des Lysíkrates, weil es im Mittelalter als Bibliothek eines Kapuzinerklosters genutzt wurde. Ein nur 25 cm hoher Fries umläuft den Marmorbau. Dargestellt ist der Gott Diónysos, wie er mit einem Panther spielt, während Satyrn - Naturdämonen aus seinem Gefolge - etruskische Seeräuber für den Versuch bestrafen, Diónysos gefangen zu nehmen.

    • © Zyankarlo, Shutterstock

    Im Rahmen der alljährlichen Dionysien fanden im Diónysos-Theater jeweils dreitägige Theaterwettbewerbe statt. Die Finanzierung des Chors übernahm jeweils ein wohlhabender Bürger, Chorege genannt. Nicht der Autor, sondern der Chorege erhielt dann auch den Siegespreis - einen bronzenen Dreifuß. Ein solcher erfolgreicher Chorege war im Jahr 334 v.Chr. ein Mann namens Lysíkrates. Wie die meisten seiner Vorgänger und Nachfolger stellte er seinen Preis öffentlich aus und errichtete sich damit zugleich selbst ein Denkmal. An der alten Straße von der Agorá zum Diónysos-Theater säumten zahlreiche solche Denkmäler den Weg. Erhalten blieb als einziges das des Lysíkrates, weil es im Mittelalter als Bibliothek eines Kapuzinerklosters genutzt wurde. Ein nur 25 cm hoher Fries umläuft den Marmorbau. Dargestellt ist der Gott Diónysos, wie er mit einem Panther spielt, während Satyrn - Naturdämonen aus seinem Gefolge - etruskische Seeräuber für den Versuch bestrafen, Diónysos gefangen zu nehmen.


  • Platía Monastiráki

    Touristenattraktionen
    • © cge2010, Shutterstock

    Der geschäftige Platz über der gleichnamigen Metrostation ist genau das Gegenteil des szenig-schicken Kolonáki-Platzes. Auch wenn nicht gerade Sonntagvormittag und damit Flohmarkt ist, bestimmt hier der Straßenhandel das Bild. In der Metrostation blieb ein Stück antikes Athen mit gemauertem Flussbett, Wasserleitungen und Hausruinen erhalten, dass beim U-Bahn-Bau zufällig freigelegt wurde.

    • Platía Monastiráki, 105 55 Athína
    • © cge2010, Shutterstock

    Der geschäftige Platz über der gleichnamigen Metrostation ist genau das Gegenteil des szenig-schicken Kolonáki-Platzes. Auch wenn nicht gerade Sonntagvormittag und damit Flohmarkt ist, bestimmt hier der Straßenhandel das Bild. In der Metrostation blieb ein Stück antikes Athen mit gemauertem Flussbett, Wasserleitungen und Hausruinen erhalten, dass beim U-Bahn-Bau zufällig freigelegt wurde.

    • Platía Monastiráki, 105 55 Athína

  • Platía Omonoías

    Touristenattraktionen
    • © Aerial-motion, Shutterstock

    Der "Platz der Eintracht" (Platía Omonoías) ist im nicht gerade leisen Athen der wohl lauteste Ort. Zu jeder Tages- und Nachtzeit stehen hier Gruppen diskutierender Männer, v.a. ist dies der Treffpunkt der vielen Athener Polen, Albaner und Schwarzmeergriechen. Auch unterirdisch herrscht Betrieb, denn die Metrostation Omónia ist die verkehrsreichste der Stadt.

    • Platía Omónia, Athína
    • © Aerial-motion, Shutterstock

    Der "Platz der Eintracht" (Platía Omonoías) ist im nicht gerade leisen Athen der wohl lauteste Ort. Zu jeder Tages- und Nachtzeit stehen hier Gruppen diskutierender Männer, v.a. ist dies der Treffpunkt der vielen Athener Polen, Albaner und Schwarzmeergriechen. Auch unterirdisch herrscht Betrieb, denn die Metrostation Omónia ist die verkehrsreichste der Stadt.

    • Platía Omónia, Athína

  • Panathinaiko Stadio

    Architektonische Highlights
    • © Panos Karas, Shutterstock

    Alle vier Jahre wurde im antiken Athen mitten im Hochsommer das Hauptfest der Stadt, die Panathenäen, gefeiert. Dazu gehörten auch sportliche Wettkämpfe, die genau an der Stelle des heutigen alten Stadions ausgetragen wurden. Es liegt in einer natürlichen Mulde zwischen zwei Hügeln. Ursprünglich war nur die Wettkampffläche planiert, die Zuschauer lagerten auf Erdwällen an den Seiten. Um 140 n.Chr. stiftete der hohe Beamte Herodes Atticus Marmorsitze für alle Zuschauer. Damals, in römischer Zeit, fanden hier nicht nur sportliche Wettkämpfe, sondern auch Gladiatorenkämpfe statt. Von Kaiser Hadrian ist überliefert, dass er einmal eintausend wilde Tiere gleichzeitig in das Stadion hetzen ließ. Als Athen zum ersten Austragungsort der modernen Olympischen Spiele gewählt wurde, fand sich erneut ein reicher Gönner, der die Restaurierung des alten Stadions finanzierte. Es gab viel Arbeit, da die antike Stätte im Mittelalter als Steinbruch hatte herhalten müssen. Schließlich konnten hier aber pünktlich zur Eröffnung der Spiele im Sommer 1896 auf 44 Stufenreihen 70.000 Zuschauer der Wiederaufnahme dieser alten Tradition beiwohnen. Für die Olympischen Spiele 2004 wurde das Stadion als Wettkampfstätte der Bogenschützen und als Zielort des Marathonlaufs hergerichtet.

    • © Panos Karas, Shutterstock

    Alle vier Jahre wurde im antiken Athen mitten im Hochsommer das Hauptfest der Stadt, die Panathenäen, gefeiert. Dazu gehörten auch sportliche Wettkämpfe, die genau an der Stelle des heutigen alten Stadions ausgetragen wurden. Es liegt in einer natürlichen Mulde zwischen zwei Hügeln. Ursprünglich war nur die Wettkampffläche planiert, die Zuschauer lagerten auf Erdwällen an den Seiten. Um 140 n.Chr. stiftete der hohe Beamte Herodes Atticus Marmorsitze für alle Zuschauer. Damals, in römischer Zeit, fanden hier nicht nur sportliche Wettkämpfe, sondern auch Gladiatorenkämpfe statt. Von Kaiser Hadrian ist überliefert, dass er einmal eintausend wilde Tiere gleichzeitig in das Stadion hetzen ließ. Als Athen zum ersten Austragungsort der modernen Olympischen Spiele gewählt wurde, fand sich erneut ein reicher Gönner, der die Restaurierung des alten Stadions finanzierte. Es gab viel Arbeit, da die antike Stätte im Mittelalter als Steinbruch hatte herhalten müssen. Schließlich konnten hier aber pünktlich zur Eröffnung der Spiele im Sommer 1896 auf 44 Stufenreihen 70.000 Zuschauer der Wiederaufnahme dieser alten Tradition beiwohnen. Für die Olympischen Spiele 2004 wurde das Stadion als Wettkampfstätte der Bogenschützen und als Zielort des Marathonlaufs hergerichtet.


  • Beulé-Pyle

    Touristenattraktionen
    • © Raquel Pedrosa, Shutterstock

    Unterhalb der Propyläen sieht man die Überreste eines festungsartigen Tores, das nach Ernest Beulé, seinem Ausgräber im vorletzten Jahrhundert, benannt ist. Es entstand erst mehr als 700 Jahre nach den klassischen Bauten des perikleischen Zeitalte. Hinter ihm ragt ein sehr hoher, steinerner Sockel auf, der in römischer Zeit ein Denkmal des Agrippa in einem Viergespann trug. Agrippa war ein Feldherr und Schwiegersohn von Kaiser Augustus. Südlich des Tors liegt der heutige Zugang zur Akrópolis.

    • © Raquel Pedrosa, Shutterstock

    Unterhalb der Propyläen sieht man die Überreste eines festungsartigen Tores, das nach Ernest Beulé, seinem Ausgräber im vorletzten Jahrhundert, benannt ist. Es entstand erst mehr als 700 Jahre nach den klassischen Bauten des perikleischen Zeitalte. Hinter ihm ragt ein sehr hoher, steinerner Sockel auf, der in römischer Zeit ein Denkmal des Agrippa in einem Viergespann trug. Agrippa war ein Feldherr und Schwiegersohn von Kaiser Augustus. Südlich des Tors liegt der heutige Zugang zur Akrópolis.


  • Naós tis Athinás Níkis

    Touristenattraktionen
    • © Bill Perry, Shutterstock

    Schon äußerlich hebt sich der winzige Nike-Tempel in seiner Zierlichkeit deutlich von den Großbauten der Propyläen und des Parthenons ab. Anders als jene beiden hatte er eine wirkliche Tempelfunktion: Im Tempel wurde ein Kultbild verehrt, davor an einem Altar der Göttin Athena Nike geopfert. Die vier ionischen Säulen an der Vorder- und Rückfront des Tempels waren bewusst "altmodisch" gestaltet, der Tempel absichtlich auf seine kultische Funktion beschränkt worden. Er sollte einen Gegensatz zu den revolutionären Bauten des Perikles bilden.

    • © Bill Perry, Shutterstock

    Schon äußerlich hebt sich der winzige Nike-Tempel in seiner Zierlichkeit deutlich von den Großbauten der Propyläen und des Parthenons ab. Anders als jene beiden hatte er eine wirkliche Tempelfunktion: Im Tempel wurde ein Kultbild verehrt, davor an einem Altar der Göttin Athena Nike geopfert. Die vier ionischen Säulen an der Vorder- und Rückfront des Tempels waren bewusst "altmodisch" gestaltet, der Tempel absichtlich auf seine kultische Funktion beschränkt worden. Er sollte einen Gegensatz zu den revolutionären Bauten des Perikles bilden.


  • Kapnikaréa

    Architektonische Highlights
    • Kapnikaréa© Glow Images

    Die kleine byzantinische Kirche aus dem 11.Jh. steht in Athens bedeutendster Fußgängerzone. Sie ist mit traditionellen Fresken aus dem 19.Jh. ausgeschmückt.

    • Kapnikaréa© Glow Images

    Die kleine byzantinische Kirche aus dem 11.Jh. steht in Athens bedeutendster Fußgängerzone. Sie ist mit traditionellen Fresken aus dem 19.Jh. ausgeschmückt.