Bloss nicht

Fettnäpfchen und Reinfälle vermeiden
Auf der Strasse essenIn der Altstadt von Rom gibt es eine gesalzene Strafe (bis zu 500 Euro!) für alle, die auf der Straße essen oder trinken und es sei es auch nur Street Food. Ziel: Die Hauptstadt soll sauber bleiben. Andere Städte wollen nachziehen.
Ungeduldig werdenDu wirst im Süden einem anderen Zeitgefühl begegnen. Das kann dazu führen, dass du oft scheinbar sinnlos warten musst. Dafür haben die Leute aber auch mehr Zeit, was zu netten Begegnungen und manchmal fast wundersamen Lösungen führen kann.
Ohne PreisabspracheIn manchen Fällen tust du in Italien gut daran, vorher nach dem Preis zu fragen, z. B. wenn du im Restaurant Fisch bestellst, der häufig nach Gewicht berechnet wird, sein Preis auf der Speisekarte also pro 100 g (etto) angegeben ist: Frag, auf wie viel sich eine Portion summiert!
Sich beklauen lassenIn Touristenzentren und an Stränden solltest du vor Autoknackern und Taschendieben auf der Hut sein. Besondere Vorsicht ist in öffentlichen Verkehrsmitteln und im Gewimmel der Märkte geboten. Beim Stadtbummel trägt man die Handtasche quer über die Brust und nie zur Straßenseite. Das geparkte Auto sollte leer oder das Gepäck im abgeschlossenen Kofferraum verstaut sein.
Überall Betrügerei und Schwindel vermutenBeim Besuch von Mittelmeerländern sind oft ziemlich übertriebene Ängste vor Dieben und Betrügern im Spiel, das ist aber eigentlich unbegründet. Die Süditaliener sind ein ausgesprochen herzliches und hilfsbereites Volk, sofern du ihnen Respekt entgegenbringst.

Was kostet wieviel?

Was?Wieviel €?
Cappuccinoum 1,50 Euro für eine Tasse am Tresen
Eisab 2 Euro für eine große Kugel
Weinab 3 Euro für ein Glas (0,2 l)
Eintrittum 16 Euro für wichtige Sehenswürdigkeiten wie Pompeji
Benzinum 1,90 Euro für 1 l Super 95
Strand8-30 Euro Miete für Liegestuhl und Sonnenschirm

Feiertage

1. Januar

  • Capodanno (Neujahr)

6. Januar

  • Epifania (Hl. Drei Könige)

März/April

  • Pasquetta (Ostermontag)

25. April

  • Liberazione (Befreiung vom Faschismus)

1. Mai

  • Festa del Lavoro (Tag der Arbeit)

2. Juni

  • Festa della Repubblica (Tag der Republik)

15. August

  • Ferragosto (Mariä Himmelfahrt)

1. November

  • Ognissanti (Allerheiligen)

8. Dezember

  • Immacolata Concezione (Mariä Empfängnis)

25. Dezember

  • Natale (Weihnachten)

26. Dezember

  • Santo Stefano (Zweiter Weihnachtsfeiertag)

Veranstaltungen

Ostern

  • Karfreitagsprozession (Procida)

  • Ostermontagsprozession (Pomigliano d’Arco)

Mai

  • Maggio dei Monumenti (Neapel), comune.napoli.it: Kulturveranstaltungen

  • Festa dei Serpari (Cocullo): Schlangenritual zu Ehren des Schutzheiligen gegen Schlangenbisse

  • Prozession San Nicola (Bari)

  • Cavalcata dei Turchi (Potenza): Reiterfest in Kostümen

Juni

  • Festa dei Gigli (Nola), short.travel/its27: Acht riesige „Türme“ tanzen durch die Stadt

  • L’Infiorata (Genzano): Fronleichnamsprozession

  • Napoli Teatro Festival (Neapel), napoliteatrofestival.it

  • Festival della Valle d’Itria (Martina Franca), festivaldellavalleditria.it: Musikfestspiele

Juli

  • Madonna della Bruna (Matera), festadellabruna.it: spektakuläre Prozession

Juli/August

  • Locomotive Jazz Festival (Lecce), locomotivejazzfestival.it

  • Pescara Jazz (Pescara), pescarajazz.com

  • La Notte della Taranta (Melpignano), lanottedellataranta.it: größtes Festival traditioneller Musik Europas

August

  • Ferragosto (landesweit): Schlemmerfeste, Konzerte, Feuerwerke

Juli-September

  • Pomigliano Jazz (Pomigliano d’Arco), pomiglianojazz.com

September

  • Macchina di Santa Rosa (Viterbo) Auf den Schultern von 120 Männern wird ein 30 m hoher Obelisk durch die Altstadt getragen

  • Sagra a Mare (Molfetta) Bootsfest

Ankommen

Anreise

Internationale Flughäfen in Süditalien sind Rom, Neapel, Bari, Pescara, Brindisi, Lamezia Terme und Reggio di Calabria. Sie werden von vielen deutschen Flughäfen sowie von Wien und Zürich angeflogen, zum Teil direkt, zum Teil mit Zwischenstopp in Mailand bzw. Rom.

Die Autofahrt bis hinunter in die Stiefelspitze kann sehr lang werden: z. B. von Mailand nach Bari knapp 900 km, nach Neapel knapp 800, nach Reggio di Calabria knapp 1300 km. Die italienischen Autobahnen sind bis auf einige Abschnitte im Süden mautpflichtig – vom Brenner bzw. von Como bis an die südliche Adria oder zur Amalfiküste musst du mit Gebühren von rund 75 Euro rechnen. Die italienischen Autobahngebühren kannst du auf auto strade.it ausrechnen lassen. Die A 2 von Salerno nach Reggio di Calabria ist mautfrei und fast durchweg dreispurig ausgebaut.

Mit dem Zug bis hinunter in den Süden bedeutet mindestens einmal umsteigen, z. B. in Mailand oder in Rom. Platz-, Liege- und Schlafwagenkarten in der Hauptreisezeit solltest du frühzeitig reservieren. bahn.de, trenitalia.com 

Immer beliebter wird die Anreise mit dem Fernbus. Mehrere Anbieter bringen dich in den Süden Italiens: flixbus.de, eurolines.de, fernbusse.de

Zoll

Innerhalb der EU dürfen Waren für den persönlichen Bedarf zollfrei einund ausgeführt werden. Richtwerte hierfür sind u. a. 800 Zigaretten und 10 l Spirituosen. Für Schweizer gelten stark eingeschränkte Freimengen, u. a. 250 Zigaretten, 1 l Spirituosen, 5 l Wein.

Weiterkommen

Auto

In Ortschaften beträgt die Höchstgeschwindigkeit 50, ansonsten 90, auf Autobahnen (autostrada) 130 km/h, auf einigen dreispurigen Abschnitten 150 km/h. Außerhalb von Ortschaften muss auch am Tag mit Abblendlicht gefahren werden. Die Promillegrenze liegt bei 0,5.Bei Unfall oder Panne muss außerorts beim Verlassen des Wagens eine Warnweste angelegt werden.

Tankstellen sind montags bis samstags meist von 7.30 bis 13 und von 15 bis 19 Uhr geöffnet, sonntags nur vereinzelt, doch immer mehr Tankstellen haben Tankautomaten. An den Autobahnen haben sie rund um die Uhr geöffnet. In größeren Städten und während der Hochsaison in den Touristenzentren ist das Parken eine zeitraubende und kostspielige Angelegenheit. Zum Tagesausflug in Städte wie Neapel, Salerno, Bari solltest du mit dem Zug fahren oder den Wagen auf einem bewachten Parkplatz abstellen. Die meisten Städte haben ZTL-Zonen (zona traffico limitato), in denen du nur mit Genehmigung fahren darfst. Ein großes Problem ist das Autofahren und vor allem das Parken in der Saison und am Wochenende an der Amalfiküste; für Campingwagen und Caravans ist die enge Küstenstraße Amalfitana von April bis Oktober gesperrt.

Mietwagen

Mietwagenvertretungen gibt es in größeren Städten, an den Flughäfen und großen Bahnhöfen sowie in einigen Touristenzentren. Ratsam ist es, ein Auto bei einer internationalen Vertretung zu wählen. Ein Kleinwagen kostet pro Tag schon mal 200 Euro. Günstiger ist der Wochenendtarif, z. B. drei Tage ab 230 Euro. Am günstigsten sind Wochentarife ab 450 Euro, jedoch teilweise mit Kilometerlimit. Um Ostern und von Mai bis September ziehen die Preise deutlich an. Billiger wird es nur, wenn du weit im Voraus bzw. online (dann z. T. schon ab 120 Euro/ Tag) über eines der großen Mietwagenportale buchst, z. B. billiger-mietwagen.de.

Öffentliche Verkehrsmittel

Bahnfahren ist in Italien immer noch relativ preiswert, zumindest die Lokalund Regionalverbindungen – nicht jedoch die nationalen Hochgeschwindigkeitszüge Frecciarossa. Den Fahrplan (orario ferroviario) sowie eine Verbindungssuche findest du in den Bahnhöfen oder unter trenitalia.com (auch auf Deutsch). Vor dem Besteigen des Zugs muss man die Fahrkarte und, wenn getrennt, auch den Zuschlag in den Automaten entwerten, die in der Bahnhofshalle vor den Bahnsteigzugängen stehen.

Die Städte haben dichte Busnetze (Rom und Neapel dazu auch ein paar Metro- und Straßenbahnstrecken), Nachbarstädte und Dörfer sind auch mit Überlandbussen zu erreichen. italybus.it, orariautobus.it

Vor Ort

Informative Websites

(Süd-)Italienportale mit allgemeinen Reise-, Lese- und Linktipps: enit.de, ratgeber-italien.de, in-italy.de. Museen und archäologische Stätten in Italien: museionline.info, Natur- und Nationalparks: parks.it, das Wetter: meteo.it, tempoitalia.it

Geld & Kreditkarten

Geldautomaten (bancomat) sind flächendeckend vorhanden. In nahezu allen Restaurants und Hotels, in besseren Geschäften, an Tankstellen und bei Autovermietungen sind Kreditkarten Standard.

Internetzugang & WLAN

In immer mehr Städten und Ortschaften im Süden setzt sich kostenloses WLAN – auf Italienisch wifi – durch. Meist wird es auf öffentlichen Plätzen in der Nähe des Rathauses angeboten. Auch die meisten Hotels, B & Bs, Bars und Restaurants bieten WLAN-Service mit Passwort an.

Öffnungszeiten

Die Öffnungszeiten der großen staatlichen Museen sind recht besucherfreundlich. Fast alle haben über Mittag geöffnet und im Sommer öffnen manche sogar bis spät in den Abend. Viele Kirchen schließen in der Mittagszeit zwischen 12 und 16 Uhr. In diesem Band ist für Museen und ähnliche Einrichtungen stets die Schließzeit angegeben, Kassenschluss ist meistens eine bis anderthalb Stunden früher. Streiks und Mitarbeiterversammlungen sind in Italien nach wie vor an der Tagesordnung. Bevor du ein Museum oder eine andere Sehenswürdigkeit besuchst, ist es immer ratsam, auf der Website, auf Facebook oder auf Instagram vorab die Öffnungszeiten zu überprüfen. Streiks (sciopero) werden dort meist angekündigt. Hinzu kommt, dass Personalmangel und die Nachwirkungen der Coronakrise auch in Italien immer wieder dazu führen, dass in vielen Bereichen das Angebot und die Öffnungszeiten – unter Umständen auch sehr kurzfristig – angepasst werden müssen.

Lebensmittelgeschäfte sind werktags meist von 8.30 bis 13 und von 17 bis 19.30 Uhr geöffnet, alle anderen Läden öffnen gewöhnlich von 8.30 oder 9 bis 12.30 und von 15.30 bis 19.30 Uhr. An einem Nachmittag in der Woche sind alle Geschäfte geschlossen. In Badeorten bleiben die Geschäfte in der Hochsaison bis spät in den Abend offen. Viele staatliche Museen haben am 1.Januar, 25.April und 1.Mai geschlossen.

Post

Postämter sind im Allgemeinen nur vormittags geöffnet. Das Porto für einen Brief oder eine Postkarte ins EU-Ausland und die Schweiz betrug bei Redaktionsschluss 1,15 Euro.

Preise

Die Eintrittspreise in die Museen variieren zwischen 3 und (im Extremfall) 17 Euro (Vatikanische Museen in Rom). Bei bedeutenden Museen können Eintrittskarten online erworben werden, zum Teil auch solche, die das Schlangestehen ersparen (salta la fila). Erkundige dich in den großen Städten wie Neapel (campaniartecard.it) und Rom (romapass.it) nach Rabattkarten, die freien Eintritt zu Museen sowie die Gratisnutzung öffentlicher Verkehrsmittel gewähren. Die staatlichen Museen (musei nazionali) sind für EU-Vorsicht: An touristischen Hotspots wie Roms Piazza Navona wird der Kaffee zum Luxusgut 133 Bürger bis 18 gratis, von 18 bis 25 Jahren zum halben Preis zugänglich. An jedem ersten Sonntag im Monat ist der Eintritt in alle staatlichen Museen und Archäologieparks frei. Eine Liste zu den teilnehmenden Häusern gibt es unter cultura.gov.it/domenicalmuseo.

An der Theke in der Bar kostet der Cappuccino um 2,50 Euro, wer ihn am Tischchen sitzend trinkt, muss mit einem deutlichen Aufschlag rechnen. Sitzt du allerdings an berühmten oder besonders touristischen Plätzen, kann die Tasse doppelt oder dreimal so teuer werden. Öffentliche Verkehrsmittel sind preiswert: Eine einfache Buskarte kostet zwischen 1,10 und 1,70 Euro, für die Bahnfahrkarte zahlst du ungefähr ein Drittel weniger als in Mitteleuropa. Teuer sind Diskotheken, vor allem in exklusiven Badeorten: Der Eintritt kostet meist ab 20 Euro aufwärts.

Telefon & Handy

Vorwahlen: Italien 0039, Deutschland 0049, Österreich 0043, Schweiz 0041.

Innerhalb Italiens gibt es keine Vorwahlen, es muss immer die vollständige Nummer gewählt werden. Auch bei Anrufen aus dem Ausland darf die Null am Beginn der Nummer nicht ausgelassen werden.

Das italienische Mobilfunknetz ist nach GSM- und UMTS-Standard aufgebaut. Das eigene Handy (telefonino bzw. cellulare) wählt sich problemlos ein.

Trinkgeld

Trinkgeld (ca. fünf bis zehn Prozent) bekommen nette Kellnerinnen und Kellner in Restaurants und Cafés und natürlich Zimmermädchen, Kofferträger usw. Sie sind darauf angewiesen, ihr Lohn ist oft skandalös niedrig.

Unterkunft

Auch in Süditalien bieten immer mehr agriturismo-Höfe Zimmer, Ferienwohnungen und Stellplätze für Campingmobile und Zelte an, die Spanne reicht von preiswert bis luxuriös. Infos in den Tourismusämtern und auf Websites wie agriturist.it oder agriturismo.it. Bed & Breakfast gibt es überall, begünstigt durch das Internet als Vermittlungsforum, z. B. bbitalia.it, bedand-breakfast-italien.com, ecobnb.com oder anbba.it.

Campingplätze finden sich überall in den Küstengebieten und bei touristisch interessanten Städten. Infos im Internet unter camping.it, campings.com oder allcamps.it. Wildes Camping ist verboten und gefährlich.

In Ferienhotels an der Küste kann man in der Hochsaison oft nur bei mindestens drei Tagen Aufenthalt fündig werden und häufig ist dann auch noch Halb- oder gar Vollpension obligatorisch. Zwischen November und März ist es genau umgekehrt: Man findet mehr oder weniger geschlossene Ferienorte vor. Natürlich gibt es auch dann geöffnete Hotels, aber du musst sie suchen und sie liegen meist in den Ortschaften im Hinterland. Wer flexibler und preiswerter reisen möchte, sollte sich in der Nebensaison auf den Weg machen oder Unterkunft im Landesinneren suchen. Interessante Unterkünfte abseits der standardisierten Kettenhotels, etwa historische Gebäude, finden sich auf residenzedepoca.it. Sehr angesagt sind sogenannte alberghi diffusi („verstreute Hotels“), eine originelle Form der Übernachtung: Angeboten werden Zimmer mit dem üblichen Hotelservice, nur dass diese sich nicht in einem einzigen Haus befinden, sondern in unterschiedlichen historischen Gebäuden oft im ganzen Dorf verstreut sind. Ideal für Individualreisende, die unter Einheimischen in authentischer Kulisse wohnen möchten. Besonders bekannt sind das albergo diffuso von Santo Stefano di Sessanio (sextantio.it) in den Abruzzen, wo ein Architekt 32 beeindruckende Hotelzimmer in unterschiedlichen Gebäuden schuf, und das auf zehn historische Apartments im Ort verteilte Hotel in Morano Calabro (short.travel/its19).

Jugendherbergen heißen in Italien Ostelli della Gioventù. Auskunft: Associazione Italiana Alberghi per la Gioventù (Tel. 06 98 26 14 62 | ostellidellagioventu.com)

Notfälle und Sicherheit

Diplomatische Vertretungen

Deutsche Botschaft

Via San Martino della Battaglia 4 | Rom | Tel. 06 49 21 32 08 | rom.diplo.de

Österreichische Botschaft

Via Pergolesi 3 | Rom | Tel. 0 68 44 01 41 | bmeia.gv.at

Schweizerische Botschaft

Via Barnaba Oriani 61 | Rom | Tel. 06 80 95 71 | eda.admin.ch/roma

Gesundheit

In akuten Fällen wendest du dich an die Notaufnahme (pronto soccorso) der Krankenhäuser oder fragst im Hotel oder in einer Apotheke (farmacia) nach dem notärztlichen Dienst (guardia medica). Mit der Europäischen Versicherungskarte (EHIC, Rückseite der Versichertenkarte) wirst du in der Regel kostenlos behandelt. Anderenfalls reichst du Auslagen deiner Kasse zu Hause zur Erstattung ein.

Notruf

Polizei und Unfallrettung: Tel. 1 12.Der italienische Automobilclub ACI leistet kostenpflichtig Pannenhilfe rund um die Uhr: Tel. 80 31 16, mobil Tel. 8 00 11 68 00 bzw. Notrufsäulen an den Autobahnen.

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