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Italien Süd Must Sees



























Architektonische Highlights
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Duomo di Monreale
Architektonische Highlights © MAIRDUMONT
Das für Wilhelm II. zwischen 1174 und 1185 errichtete Ensemble ist das bedeutendste Denkmal normannischer Kunst auf Sizilien. Spektakulär sind der 6000 m2 große Mosaikzyklus, der das Innere der Basilika in goldenem Licht erstrahlen lässt und der Kreuzgang mit den kunstvoll gearbeiteten Kapitellen.
- Piazza Duomo, 90046 Monreale
- http://www.duomomonreale.com/
- +39 091 640 4413
© MAIRDUMONT
Das für Wilhelm II. zwischen 1174 und 1185 errichtete Ensemble ist das bedeutendste Denkmal normannischer Kunst auf Sizilien. Spektakulär sind der 6000 m2 große Mosaikzyklus, der das Innere der Basilika in goldenem Licht erstrahlen lässt und der Kreuzgang mit den kunstvoll gearbeiteten Kapitellen.
- Piazza Duomo, 90046 Monreale
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- +39 091 640 4413
Valle dei Templi
Touristenattraktionen © MAIRDUMONT
Insider-Tipp Instatauglich!
„Die Bürger von Akragas bauen, als ob sie ewig leben würden, und sie essen, als ob sie morgen sterben müssten“, lästerte ein griechischer Poet. Diese Bauwut kannst du heute noch bestauen, wenn du die Tempelstraße entlangwanderst. Nimm am besten den Eingang beim höchstgelegenen Tempel, dem Tempel der Juno/Hera (Tempio di Giunone o Hera), wo weniger Rummel ist und du leichter parken kannst. Obwohl das Heiligtum mit Meerblick 406 v. Chr. von plündernden Karthagern angezündet wurde, stehen die meisten Säulen noch ebenso aufrecht wie einige knorrige Olivenbäume, die Jahrtausende auf dem Buckel haben könnten. Unterhalb siehst du das Grabdenkmal des Theron. Entlang des Steilabfalls führt ein Spazierweg zum Concordia-Tempel. Seinen Erhaltungszustand verdankt dieser klassische dorische Tempel des 5.Jh. v. Chr. der späteren Umwandlung in eine christliche Kirche. Spontane Selfieschlangen bilden sich vor der Bronzefigur des vom Himmel gestürzten „Ikarus“ des polnischen Künstlers Igor Mitoraj. Durchklettern kannst du die zusammengebrochenen Steinmassen des Herakles-Tempels, von dem noch acht Säulen stehen. Über die Straße erreichst du die der Sonne ausgesetzte Zona Archeologica mit dem Tempel des Olympischen Zeus: ein Haufen riesiger Steinblöcke und Säulentrommeln. Der Kolossalbau wurde nach dem Sieg über die Karthager bei Himera 480 v. Chr. begonnen und war mit 112 m Länge und 58 m Breite einer der größten antiken Tempel. 406 v. Chr. zerstörten die Karthager den noch unfertigen Bau. 2024 wurde „Frankenstein“ aufgerichtet, die 8 m hohe Kopie eines der Telamonen (Trägerfiguren), die das Gebälk hielten. Etwas tiefer befindet sich der heilige Bezirk der chtonischen Gottheiten (Tempio delle divinità chthonie) mit Opfergruben und die viel geknipste Tempelecke von Castor und Pollux. Von ca. Juli bis Mitte September werden die Tempel nachts illuminiert. Deutsche oder englische Sunset-Führungen starten meist um 17.30 und 21 Uhr. Nach so viel Hardcore-Archäologie könntest du dich im angrenzenden Giardino della Kolymbethra entspannen. Das Naturparadies mit Orangen-, Mandel- sowie Ölbäumen und Brunnengrotten, die der Bewässerung des Tals und der Fischzucht dienten, lädt zum Picknicken ein.
- Via Panoramica dei Templi, 92100 Agrigento
- http://www.parcovalledeitempli.it/
- +39 0922 621611
- info@valleyofthetemples.com
© MAIRDUMONT
Insider-Tipp Instatauglich!
„Die Bürger von Akragas bauen, als ob sie ewig leben würden, und sie essen, als ob sie morgen sterben müssten“, lästerte ein griechischer Poet. Diese Bauwut kannst du heute noch bestauen, wenn du die Tempelstraße entlangwanderst. Nimm am besten den Eingang beim höchstgelegenen Tempel, dem Tempel der Juno/Hera (Tempio di Giunone o Hera), wo weniger Rummel ist und du leichter parken kannst. Obwohl das Heiligtum mit Meerblick 406 v. Chr. von plündernden Karthagern angezündet wurde, stehen die meisten Säulen noch ebenso aufrecht wie einige knorrige Olivenbäume, die Jahrtausende auf dem Buckel haben könnten. Unterhalb siehst du das Grabdenkmal des Theron. Entlang des Steilabfalls führt ein Spazierweg zum Concordia-Tempel. Seinen Erhaltungszustand verdankt dieser klassische dorische Tempel des 5.Jh. v. Chr. der späteren Umwandlung in eine christliche Kirche. Spontane Selfieschlangen bilden sich vor der Bronzefigur des vom Himmel gestürzten „Ikarus“ des polnischen Künstlers Igor Mitoraj. Durchklettern kannst du die zusammengebrochenen Steinmassen des Herakles-Tempels, von dem noch acht Säulen stehen. Über die Straße erreichst du die der Sonne ausgesetzte Zona Archeologica mit dem Tempel des Olympischen Zeus: ein Haufen riesiger Steinblöcke und Säulentrommeln. Der Kolossalbau wurde nach dem Sieg über die Karthager bei Himera 480 v. Chr. begonnen und war mit 112 m Länge und 58 m Breite einer der größten antiken Tempel. 406 v. Chr. zerstörten die Karthager den noch unfertigen Bau. 2024 wurde „Frankenstein“ aufgerichtet, die 8 m hohe Kopie eines der Telamonen (Trägerfiguren), die das Gebälk hielten. Etwas tiefer befindet sich der heilige Bezirk der chtonischen Gottheiten (Tempio delle divinità chthonie) mit Opfergruben und die viel geknipste Tempelecke von Castor und Pollux. Von ca. Juli bis Mitte September werden die Tempel nachts illuminiert. Deutsche oder englische Sunset-Führungen starten meist um 17.30 und 21 Uhr. Nach so viel Hardcore-Archäologie könntest du dich im angrenzenden Giardino della Kolymbethra entspannen. Das Naturparadies mit Orangen-, Mandel- sowie Ölbäumen und Brunnengrotten, die der Bewässerung des Tals und der Fischzucht dienten, lädt zum Picknicken ein.
- Via Panoramica dei Templi, 92100 Agrigento
- http://www.parcovalledeitempli.it/
- +39 0922 621611
- info@valleyofthetemples.com
Noto
Geographical © etvulc, Thinkstock
Sein einheitliches Erscheinungsbild verdankt Noto dem Generalplan von 1703, der den barocken Wiederaufbau in einem rechtwinkligen Straßenraster entlang dreier Hauptachsen festlegte. Den faszinierenden Anblick der Stadt am Hang prägen die aus leuchtendem Kalktuff errichteten Paläste und Kirchen. Dem Erdbeben von 1693 fiel das mittelalterliche Noto Antica zum Opfer, dessen Ruinen landeinwärts liegen.
- 96017 Noto
- http://www.comune.noto.sr.it/
- +39 0931 835201
© etvulc, Thinkstock
Sein einheitliches Erscheinungsbild verdankt Noto dem Generalplan von 1703, der den barocken Wiederaufbau in einem rechtwinkligen Straßenraster entlang dreier Hauptachsen festlegte. Den faszinierenden Anblick der Stadt am Hang prägen die aus leuchtendem Kalktuff errichteten Paläste und Kirchen. Dem Erdbeben von 1693 fiel das mittelalterliche Noto Antica zum Opfer, dessen Ruinen landeinwärts liegen.
- 96017 Noto
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- +39 0931 835201
Morano Calabro
Geographical © milla1974, Thinkstock
Einer der schönsten Orte Kalabriens zieht sich als verschachtelte Pyramide eine Bergkuppe hinauf. Im Hintergrund bildet das meistens bis ins späte Frühjahr hinein verschneite Kalksteinmassiv des Pollinogebirges eine majestätische Kulisse. Stundenlang kann man ziellos durch das Labyrinth der engen Gassen und steilen Treppenwege streifen. Auf der Spitze des Stadthügels lockt die Ruine des normannische Kastells mit einem atemraubenden Panorama.
- 87016 Morano Calabro
- http://www.comunemoranocalabro.it/
- +39 0981 31021
- info@comunemoranocalabro.it
© milla1974, Thinkstock
Einer der schönsten Orte Kalabriens zieht sich als verschachtelte Pyramide eine Bergkuppe hinauf. Im Hintergrund bildet das meistens bis ins späte Frühjahr hinein verschneite Kalksteinmassiv des Pollinogebirges eine majestätische Kulisse. Stundenlang kann man ziellos durch das Labyrinth der engen Gassen und steilen Treppenwege streifen. Auf der Spitze des Stadthügels lockt die Ruine des normannische Kastells mit einem atemraubenden Panorama.
- 87016 Morano Calabro
- http://www.comunemoranocalabro.it/
- +39 0981 31021
- info@comunemoranocalabro.it
Foro Romano
Touristenattraktionen © Frank Heuer, DuMont Reisebildportal
Den schönsten Blick auf das marmorne Machtzentrum der Antike hat der Bürgermeister von Rom aus seinem Büro im Palazzo Senatorio auf dem Kapitol. Das Forum Romanum, ursprünglich als Vestaheiligtum gedacht, entwickelte sich vom Viehmarkt zur politischen Arena, von der aus nicht nur Rom, sondern das ganze Römische Reich regiert wurde. Hier sprach Cicero seine Brandreden gegen Catilina und der alte Cato sein ceterum censeo: "Karthago muss vernichtet werden."
- Via dei Fori Imperiali 30, 00186 Roma
- http://colosseo.it/
- +39 06 2111 5843
- sovraintendenza@comune.roma.it
© Frank Heuer, DuMont Reisebildportal
Den schönsten Blick auf das marmorne Machtzentrum der Antike hat der Bürgermeister von Rom aus seinem Büro im Palazzo Senatorio auf dem Kapitol. Das Forum Romanum, ursprünglich als Vestaheiligtum gedacht, entwickelte sich vom Viehmarkt zur politischen Arena, von der aus nicht nur Rom, sondern das ganze Römische Reich regiert wurde. Hier sprach Cicero seine Brandreden gegen Catilina und der alte Cato sein ceterum censeo: "Karthago muss vernichtet werden."
- Via dei Fori Imperiali 30, 00186 Roma
- http://colosseo.it/
- +39 06 2111 5843
- sovraintendenza@comune.roma.it
Fontana di Trevi
Touristenattraktionen © Frank Heuer, DuMont Reisebildportal
Insider-Tipp Nichts für Warmduscher
Die Filmszene aus „La dolce vita“ ist Kult. Ihr verdankt der Trevibrunnen seinen Weltruf. Doch in jener eiskalten Februarnacht 1960, als Marcello Mastroianni, damals Italiens Filmstar Nr. 1, mit Anita Ekberg in den Brunnen steigen sollte, war das Leben gar nicht süß. Die blonde Schwedin mit dem tiefen Dekolleté war an kaltes Ostseewasser gewöhnt, aber Mastroianni streikte schon am Brunnenrand. Erst als Starregisseur Federico Fellini ihm hüfthohe Anglerhosen unter dem Smoking genehmigte, ging die hocherotische Szene klar – und der Mythos vom ewig süßen Leben in Rom war geboren. Keine nassen Füße holten sich die Models, die der 2019 verstobene Modezar Karl Lagerfeld hier übers Wasser flanieren ließ – er hatte vorsorglich einen unsichtbaren Glassteg über den Brunnen legen lassen. Übrigens drängeln sich heute die Touristen aus aller Welt nicht nur wegen seiner illustren Vergangenheit oder barocken Pracht um den größten Brunnen Roms. Wer schaut schon genau hin, wie seit 1750 der Meeresgott Ozeanus im Triumphbogen über das Wasser herrscht und Tritonen seine Pferde bändigen? Hauptsache, man wirft eine Münze über die linke Schulter ins Becken, denn das verspricht, dass man irgendwann nach Rom zurückkommt. Vielleicht klappt’s ja. Vermutlich wirst du dafür allerdings zahlen müssen. Rom plant eine Eintrittsgebühr für den berühmtesten Brunnen der Stadt.
- Piazza di Trevi, 00187 Roma
- http://www.turismoroma.it/
- +39 06 0608
© Frank Heuer, DuMont Reisebildportal
Insider-Tipp Nichts für Warmduscher
Die Filmszene aus „La dolce vita“ ist Kult. Ihr verdankt der Trevibrunnen seinen Weltruf. Doch in jener eiskalten Februarnacht 1960, als Marcello Mastroianni, damals Italiens Filmstar Nr. 1, mit Anita Ekberg in den Brunnen steigen sollte, war das Leben gar nicht süß. Die blonde Schwedin mit dem tiefen Dekolleté war an kaltes Ostseewasser gewöhnt, aber Mastroianni streikte schon am Brunnenrand. Erst als Starregisseur Federico Fellini ihm hüfthohe Anglerhosen unter dem Smoking genehmigte, ging die hocherotische Szene klar – und der Mythos vom ewig süßen Leben in Rom war geboren. Keine nassen Füße holten sich die Models, die der 2019 verstobene Modezar Karl Lagerfeld hier übers Wasser flanieren ließ – er hatte vorsorglich einen unsichtbaren Glassteg über den Brunnen legen lassen. Übrigens drängeln sich heute die Touristen aus aller Welt nicht nur wegen seiner illustren Vergangenheit oder barocken Pracht um den größten Brunnen Roms. Wer schaut schon genau hin, wie seit 1750 der Meeresgott Ozeanus im Triumphbogen über das Wasser herrscht und Tritonen seine Pferde bändigen? Hauptsache, man wirft eine Münze über die linke Schulter ins Becken, denn das verspricht, dass man irgendwann nach Rom zurückkommt. Vielleicht klappt’s ja. Vermutlich wirst du dafür allerdings zahlen müssen. Rom plant eine Eintrittsgebühr für den berühmtesten Brunnen der Stadt.
- Piazza di Trevi, 00187 Roma
- http://www.turismoroma.it/
- +39 06 0608
Colosseo
Architektonische Highlights © Frank Heuer, DuMont Reisebildportal
Insider-Tipp Kolosseum im Mondschein
Trampeln, Trommeln und Trompeten! Und dazu das ohrenbetäubende Geschrei von den Rängen, wenn einer der Kämpfer röchelnd zu Boden ging. Metall blitzte in der Sonne, Staub wirbelte auf. Der Kaiser fächelte sich mit einem Taschentuch Luft zu; mit demselben weißen Stofffetzen, mit dem er über Leben und Tod richtete. Meistens überließ er die Entscheidung großmütig seinem Volk: Senatoren und Tagelöhner, Adelige und Sklaven genossen die Macht, den unterlegenen Gladiator durch den Ruf „Iugula“ („Stich ihn ab!“) vom Leben zum Tode zu befördern, selten auch mit dem gezischelten „Missum“ Gnade walten zu lassen. Gladiatoren waren hervorragend ausgebildete, kampferprobte Männer, die auf der Sozialskala allerdings noch unter den Sklaven rangierten. Der Sieger erhielt einen Lorbeerkranz, Geld und Geschenke, etwa die Gunst einer schönen Dame, und die Gewissheit, bei einem der nächsten Kämpfe draufzugehen. Mit dem gigantischen Arkadenbau des Kolosseums wollte sich Kaiser Vespasian, Nachfolger des grausamen Nero, beim Volk beliebt machen und inszenierte Brot und Spiele, wie es auch heutige Staatsmänner gern mit Fußball-WMs oder Olympischen Spielen tun. Was Vater Vespasian 72.n. Chr. begonnen hatte, weihte sein Sohn und Thronfolger Titus nach sensationeller Bauzeit von nur acht Jahren ein. So lange brauchen heutige Großbauten wie der Flughafen BER allein für die Planungsphase. Auch technisch war der kolossale Bau ein Meisterwerk. Rund 50 000 Zuschauer fanden hier Platz; den römischen Eliten standen die ersten drei Ränge zu, Frauen, Sklaven und Plebejer drängten sich auf der obersten Holztribüne unter Sonnensegeln. Noch heute kann man im Fundament des Baus die raffinierten unterirdischen Gänge, Falltüren, Laufkäfige und Aufzüge für die wilden Tiere sowie die Umkleidekabinen und Waffenräume für die Kämpfer sehen. Extrem gut ausgetüftelt waren auch die Sicherheitsvorkehrungen: Im Notfall, etwa bei Brand, konnte die Arena in fünf Minuten über die 80 Ein- und Ausgänge geräumt werden. Heute ist das Kolosseum nicht nur der größte Magnet Roms mit über 5 Mio. Besuchern, sondern auch ein stolzes Monument gegen die Todesstrafe. Seit 1999 wird das Bauwerk jedes Mal in grünes Licht getaucht, wenn diese in einem weiteren Staat abgeschafft wird. Wer es tagsüber nicht ins grandiose Amphitheater geschafft hat, schafft es vielleicht, eine der raren nächtlichen Führungen „La Luna sul Colosseo“ zu buchen.
- Piazza del Colosseo 1, 00184 Roma
- http://colosseo.it/
- +39 06 2111 5843
© Frank Heuer, DuMont Reisebildportal
Insider-Tipp Kolosseum im Mondschein
Trampeln, Trommeln und Trompeten! Und dazu das ohrenbetäubende Geschrei von den Rängen, wenn einer der Kämpfer röchelnd zu Boden ging. Metall blitzte in der Sonne, Staub wirbelte auf. Der Kaiser fächelte sich mit einem Taschentuch Luft zu; mit demselben weißen Stofffetzen, mit dem er über Leben und Tod richtete. Meistens überließ er die Entscheidung großmütig seinem Volk: Senatoren und Tagelöhner, Adelige und Sklaven genossen die Macht, den unterlegenen Gladiator durch den Ruf „Iugula“ („Stich ihn ab!“) vom Leben zum Tode zu befördern, selten auch mit dem gezischelten „Missum“ Gnade walten zu lassen. Gladiatoren waren hervorragend ausgebildete, kampferprobte Männer, die auf der Sozialskala allerdings noch unter den Sklaven rangierten. Der Sieger erhielt einen Lorbeerkranz, Geld und Geschenke, etwa die Gunst einer schönen Dame, und die Gewissheit, bei einem der nächsten Kämpfe draufzugehen. Mit dem gigantischen Arkadenbau des Kolosseums wollte sich Kaiser Vespasian, Nachfolger des grausamen Nero, beim Volk beliebt machen und inszenierte Brot und Spiele, wie es auch heutige Staatsmänner gern mit Fußball-WMs oder Olympischen Spielen tun. Was Vater Vespasian 72.n. Chr. begonnen hatte, weihte sein Sohn und Thronfolger Titus nach sensationeller Bauzeit von nur acht Jahren ein. So lange brauchen heutige Großbauten wie der Flughafen BER allein für die Planungsphase. Auch technisch war der kolossale Bau ein Meisterwerk. Rund 50 000 Zuschauer fanden hier Platz; den römischen Eliten standen die ersten drei Ränge zu, Frauen, Sklaven und Plebejer drängten sich auf der obersten Holztribüne unter Sonnensegeln. Noch heute kann man im Fundament des Baus die raffinierten unterirdischen Gänge, Falltüren, Laufkäfige und Aufzüge für die wilden Tiere sowie die Umkleidekabinen und Waffenräume für die Kämpfer sehen. Extrem gut ausgetüftelt waren auch die Sicherheitsvorkehrungen: Im Notfall, etwa bei Brand, konnte die Arena in fünf Minuten über die 80 Ein- und Ausgänge geräumt werden. Heute ist das Kolosseum nicht nur der größte Magnet Roms mit über 5 Mio. Besuchern, sondern auch ein stolzes Monument gegen die Todesstrafe. Seit 1999 wird das Bauwerk jedes Mal in grünes Licht getaucht, wenn diese in einem weiteren Staat abgeschafft wird. Wer es tagsüber nicht ins grandiose Amphitheater geschafft hat, schafft es vielleicht, eine der raren nächtlichen Führungen „La Luna sul Colosseo“ zu buchen.
- Piazza del Colosseo 1, 00184 Roma
- http://colosseo.it/
- +39 06 2111 5843
Pantheon
Architektonische Highlights © Frank Heuer, DuMont Reisebildportal
Insider-Tipp Lightshow der Antike
Von außen sieht der fast 2000 Jahre alte Bau etwas grau und pockennarbig aus, aber wenn du durch die hohen Bronzetüren hineingehst, erlebst du eine Überraschung: Du schaust in die größte ungestützte Kuppel der Antike mit einem riesigen offenen Oberlicht. Genial sind die Lichteffekte an Sonnentagen, erst recht bei Regen, wenn das Wasser in der Gebäudemitte durch eine Vertiefung abläuft. Kaum ein antiker Tempel wurde so vielseitig genutzt: 27 v. Chr. von Markus Agrippa den Göttern gewidmet, gute 150 Jahre später nach zwei Großbränden wieder aufgebaut, im Mittelalter zur Kirche und im 19.Jh. als Grabstätte der italienischen Könige umfunktioniert, ist er heute noch eine Attraktion. Vor allem als Kirche hat er neuerdings viel Zulauf. Wieso? Da seit 2023 Eintritt für den Tempel verlangt wird, mischen sich viele Touristen unter die Gläubigen, denn nur während der Messe kostet es nichts: still aufs Bänkchen setzen und während der Predigt den Mund halten.
- Piazza della Rotonda 116, 00186 Roma
- http://direzionemuseiroma.cultura.gov.it/
- +39 06 6830 0230
© Frank Heuer, DuMont Reisebildportal
Insider-Tipp Lightshow der Antike
Von außen sieht der fast 2000 Jahre alte Bau etwas grau und pockennarbig aus, aber wenn du durch die hohen Bronzetüren hineingehst, erlebst du eine Überraschung: Du schaust in die größte ungestützte Kuppel der Antike mit einem riesigen offenen Oberlicht. Genial sind die Lichteffekte an Sonnentagen, erst recht bei Regen, wenn das Wasser in der Gebäudemitte durch eine Vertiefung abläuft. Kaum ein antiker Tempel wurde so vielseitig genutzt: 27 v. Chr. von Markus Agrippa den Göttern gewidmet, gute 150 Jahre später nach zwei Großbränden wieder aufgebaut, im Mittelalter zur Kirche und im 19.Jh. als Grabstätte der italienischen Könige umfunktioniert, ist er heute noch eine Attraktion. Vor allem als Kirche hat er neuerdings viel Zulauf. Wieso? Da seit 2023 Eintritt für den Tempel verlangt wird, mischen sich viele Touristen unter die Gläubigen, denn nur während der Messe kostet es nichts: still aufs Bänkchen setzen und während der Predigt den Mund halten.
- Piazza della Rotonda 116, 00186 Roma
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Scalinata di Trinità dei Monti
Touristenattraktionen © Frank Heuer, DuMont Reisebildportal
Die beschwingten Balustraden der Spanischen Treppe unter der französischen Kirche Trinità dei Monti sind das Ergebnis eines jahrzehntelangen Streits zwischen den Päpsten und der französischen Krone, denn die Franzosen finanzierten den Aufgang zu ihrer Nationalkirche. Die Päpste brachten schließlich ihre Version durch und ließen 1723 die Treppenanlage von Alessandro Specchi und Francesco de Sanctis erbauen. Heute wird die breite Treppe, deren deutscher Name von der unterhalb gelegenen Piazza di Spagna stammt, ebenso von jungen Römern wie Touristen besetzt, allerdings sind Essen, Trinken, Kiffen und Gitarrespielen verboten (was meist echt italienisch umgangen wird), Flirten aber erlaubt.
- Piazza di Spagna, 00187 Roma
- http://www.turismoroma.it/
© Frank Heuer, DuMont Reisebildportal
Die beschwingten Balustraden der Spanischen Treppe unter der französischen Kirche Trinità dei Monti sind das Ergebnis eines jahrzehntelangen Streits zwischen den Päpsten und der französischen Krone, denn die Franzosen finanzierten den Aufgang zu ihrer Nationalkirche. Die Päpste brachten schließlich ihre Version durch und ließen 1723 die Treppenanlage von Alessandro Specchi und Francesco de Sanctis erbauen. Heute wird die breite Treppe, deren deutscher Name von der unterhalb gelegenen Piazza di Spagna stammt, ebenso von jungen Römern wie Touristen besetzt, allerdings sind Essen, Trinken, Kiffen und Gitarrespielen verboten (was meist echt italienisch umgangen wird), Flirten aber erlaubt.
- Piazza di Spagna, 00187 Roma
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Piazza Navona
Touristenattraktionen © MAIRDUMONT
Um seiner geliebten Schwägerin zu gefallen, ließ Innozenz X. (1644-55) nicht nur den Palazzo Pamphilj bauen, sondern legte ihr gleich noch den herrlichen Platz zu Füßen. Er ließ ihn auf dem Grundriss des antiken Wettkampfstadions von Kaiser Domitian (81-96), des antiken circo agonale errichten, den die Römer zu navona verballhornten. Kirchenfürsten und Patrizier ergötzten sich bis ins späte 18.Jh. aus den Fenstern ihrer Paläste an Kampfspielen und Pferderennen. Zur sommerlichen Erfrischung der Römer wurde die Piazza im August geflutet und Miniaturseeschlachten inszeniert. Die barocke Arena ist noch heute der Treffpunkt aller Römer. Eine herrliche Bühne für Selbstdarsteller und prominente Flaneure. Gianlorenzo Berninis Vierströmebrunnen, die Fontana die Quattro Fiumi, ist unübersehbar das Prunkstück der Piazza.
- Piazza Navona, 00186 Roma
- http://www.turismoroma.it/
© MAIRDUMONT
Um seiner geliebten Schwägerin zu gefallen, ließ Innozenz X. (1644-55) nicht nur den Palazzo Pamphilj bauen, sondern legte ihr gleich noch den herrlichen Platz zu Füßen. Er ließ ihn auf dem Grundriss des antiken Wettkampfstadions von Kaiser Domitian (81-96), des antiken circo agonale errichten, den die Römer zu navona verballhornten. Kirchenfürsten und Patrizier ergötzten sich bis ins späte 18.Jh. aus den Fenstern ihrer Paläste an Kampfspielen und Pferderennen. Zur sommerlichen Erfrischung der Römer wurde die Piazza im August geflutet und Miniaturseeschlachten inszeniert. Die barocke Arena ist noch heute der Treffpunkt aller Römer. Eine herrliche Bühne für Selbstdarsteller und prominente Flaneure. Gianlorenzo Berninis Vierströmebrunnen, die Fontana die Quattro Fiumi, ist unübersehbar das Prunkstück der Piazza.
- Piazza Navona, 00186 Roma
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San Pietro
Architektonische Highlights © MAIRDUMONT
Insider-Tipp Maria hinter Panzerglas
Der Petersdom ist ein einziger Superlativ. Die Kirche bedeckt zweieinhalbmal die Fläche des Kölner Doms, misst 211 m in der Länge, 186 m an ihrer breitesten Stelle und 132 m in der Höhe. Das Gotteshaus kann 60 000 Menschen aufnehmen. 1506 beauftragte Papst Julius II. Donato Bramante mit dem Bau einer dreischiffigen Kathedrale anstelle der antiken Basilika, die Konstantin über dem Grab Petri errichtet hatte. In der 120-jährigen Baugeschichte brachten die besten Baumeister Italiens viele einander widersprechende Modelle ein: Bramante plante einen Zentralbau mit einer mächtigen Kuppel, der auf Wunsch nachfolgender Päpste in ein langschenkliges Kreuz verwandelt wurde. Das Langhaus war noch nicht fertig, als Michelangelo 1546 Bramantes Ideen wieder aufnahm und eine große Kuppel nach dem Vorbild des Florentiner Doms begann. Papst Paul V. schwebte wiederum das längste Langhaus der Christenheit vor. Er beauftragte Carlo Maderno mit dem Anbau und der Fassade, die dann aber die Sicht auf die Kuppel einschränkte. Im Kircheninnern gleich rechts stehst du vor der Heiligen Pforte, die nur in besonderen Jahren, also das nächste Mal zum Heiligen Jahr 2025.feierlich geöffnet wird. Michelangelos „Pietà“, erste Seitenkapelle rechts, steht – seit ihr 1972 jemand mutwillig die Nase abgeschlagen hatte – hinter schusssicherem Glas. Am Pfeiler des heiligen Longinius glänzt der Fuß der Bronzestatue St. Peters, ganz blank von den vielen Küssen der Pilger. Eine Marmortreppe vor dem Papstaltar führt zum Grab Petri, darüber wölbt sich der Bronzebaldachin von Bernini. Die letzte Ruhestätte von Johannes Paul II. liegt im rechten Seitenschiff. Zu den übrigen Papstgräbern gehen Treppen vom linken Seitenschiff nach unten. In der Apsis findest du zwei weitere Werke Berninis: den Kathedraaltar, der den „Heiligen Stuhl“ enthält, und das Grab des Barberini-Papsts Urban VIII. Links im Langschiff liegt der Eingang zur Sakristei und zum Vatikanschatz. Nach dem letzten Sicherheitscheck gehst du rechts vom Portikus die Treppen hoch. Dort befindet sich der Aufzug zum Dach, wo ein gutes Café mit Souvenirladen wartet, gefolgt von 320 steilen und ziemlich engen Stufen hinauf zur Laterne der Kuppel. Wie ein Vogel kannst du einen herrlichen Blick über Rom genießen, falls du nicht gerade Höhenangst hast. Bitte unbedingt dezente Kleidung tragen, d. h. schulterbedeckt und lange Hosen!
- Piazza San Pietro, 00120 Città del Vaticano
- http://www.basilicasanpietro.va/
- +39 06 6982
© MAIRDUMONT
Insider-Tipp Maria hinter Panzerglas
Der Petersdom ist ein einziger Superlativ. Die Kirche bedeckt zweieinhalbmal die Fläche des Kölner Doms, misst 211 m in der Länge, 186 m an ihrer breitesten Stelle und 132 m in der Höhe. Das Gotteshaus kann 60 000 Menschen aufnehmen. 1506 beauftragte Papst Julius II. Donato Bramante mit dem Bau einer dreischiffigen Kathedrale anstelle der antiken Basilika, die Konstantin über dem Grab Petri errichtet hatte. In der 120-jährigen Baugeschichte brachten die besten Baumeister Italiens viele einander widersprechende Modelle ein: Bramante plante einen Zentralbau mit einer mächtigen Kuppel, der auf Wunsch nachfolgender Päpste in ein langschenkliges Kreuz verwandelt wurde. Das Langhaus war noch nicht fertig, als Michelangelo 1546 Bramantes Ideen wieder aufnahm und eine große Kuppel nach dem Vorbild des Florentiner Doms begann. Papst Paul V. schwebte wiederum das längste Langhaus der Christenheit vor. Er beauftragte Carlo Maderno mit dem Anbau und der Fassade, die dann aber die Sicht auf die Kuppel einschränkte. Im Kircheninnern gleich rechts stehst du vor der Heiligen Pforte, die nur in besonderen Jahren, also das nächste Mal zum Heiligen Jahr 2025.feierlich geöffnet wird. Michelangelos „Pietà“, erste Seitenkapelle rechts, steht – seit ihr 1972 jemand mutwillig die Nase abgeschlagen hatte – hinter schusssicherem Glas. Am Pfeiler des heiligen Longinius glänzt der Fuß der Bronzestatue St. Peters, ganz blank von den vielen Küssen der Pilger. Eine Marmortreppe vor dem Papstaltar führt zum Grab Petri, darüber wölbt sich der Bronzebaldachin von Bernini. Die letzte Ruhestätte von Johannes Paul II. liegt im rechten Seitenschiff. Zu den übrigen Papstgräbern gehen Treppen vom linken Seitenschiff nach unten. In der Apsis findest du zwei weitere Werke Berninis: den Kathedraaltar, der den „Heiligen Stuhl“ enthält, und das Grab des Barberini-Papsts Urban VIII. Links im Langschiff liegt der Eingang zur Sakristei und zum Vatikanschatz. Nach dem letzten Sicherheitscheck gehst du rechts vom Portikus die Treppen hoch. Dort befindet sich der Aufzug zum Dach, wo ein gutes Café mit Souvenirladen wartet, gefolgt von 320 steilen und ziemlich engen Stufen hinauf zur Laterne der Kuppel. Wie ein Vogel kannst du einen herrlichen Blick über Rom genießen, falls du nicht gerade Höhenangst hast. Bitte unbedingt dezente Kleidung tragen, d. h. schulterbedeckt und lange Hosen!
- Piazza San Pietro, 00120 Città del Vaticano
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- +39 06 6982
Cappella Sistina
Architektonische Highlights © Frank Heuer, DuMont Reisebildportal
"Es ist wie die erste Reise zum Mond", hatte der Chefrestaurator der Sixtinischen Kapelle, Fabrizio Mancinelli, prophezeit, "danach wird die Kunstwelt verändert sein". Tatsächlich kam bei der Restaurierung des künstlerischen Heiligtums in den 1990er-Jahren ein ganz neuer Michelangelo zum Vorschein. Nachdem Schichten von Kerzenruß und Staub entfernt waren, erstrahlten alle Figuren der Schöpfungsgeschichte an der Decke der päpstlichen Hauskapelle in lindgrünen, helllila oder orangefarbenen Gewändern. Der größte Renaissancemaler - auch Il Divino, der "Göttliche", genannt - entpuppte sich als Manierist in Pop-Art-Farben. Die Kunstwelt stand Kopf. 1508-12 hatte Michelangelo Buonarroti (1475-1564) die Decke mit ihrer Gesamtlänge von 41 m ganz allein in Freskotechnik ausgeführt, nicht liegend, wie die Legende besagt, sondern über Kopf, mit einem Kerzenlicht am Hut. Fast 30 Jahre später, als nunmehr 60-Jähriger, beauftragte ihn Papst Paul III. noch mit dem "Jüngsten Gericht" an der Stirnseite der Kapelle. Doch schon damals war dessen Enthüllung Weihnachten 1541 ein Skandal: Zum Vorschein kam ein nackter Christus, der mit einer machtvollen Geste einen Wirbel von ebenfalls nackten Heiligen, Auserwählten, Auferstandenen und Verdammten um sich zieht, ein grandioser Schlussakt Michelangelos. Dann stand die Gegenreformation vor der Tür - Glück für uns, dass die frommen Reformatoren das Werk nicht gleich wieder zerstörten. Allerdings musste Michelangelos Schüler Daniele de Volterra den Nackten einige Tücher um die edlen Teile malen. Bei der Restaurierung des "Jüngsten Gerichts" 453 Jahre später gab es endlich mal keinen Skandal, nur Applaus. Der Vatikan hatte sich nämlich bei der delikaten Frage um die Lendentücher mit einem geschickten "Jein" aus der Affäre gezogen. Immerhin 17 der 40 auferzwungenen Lendenschurze durften die Restauratoren abwaschen. Eine späte Genugtuung für Michelangelo, Il Divino.
- Viale Vaticano, 00165 Città del Vaticano
- http://www.museivaticani.va/
- +39 06 6988 4676
- info.mv@scv.va
© Frank Heuer, DuMont Reisebildportal
"Es ist wie die erste Reise zum Mond", hatte der Chefrestaurator der Sixtinischen Kapelle, Fabrizio Mancinelli, prophezeit, "danach wird die Kunstwelt verändert sein". Tatsächlich kam bei der Restaurierung des künstlerischen Heiligtums in den 1990er-Jahren ein ganz neuer Michelangelo zum Vorschein. Nachdem Schichten von Kerzenruß und Staub entfernt waren, erstrahlten alle Figuren der Schöpfungsgeschichte an der Decke der päpstlichen Hauskapelle in lindgrünen, helllila oder orangefarbenen Gewändern. Der größte Renaissancemaler - auch Il Divino, der "Göttliche", genannt - entpuppte sich als Manierist in Pop-Art-Farben. Die Kunstwelt stand Kopf. 1508-12 hatte Michelangelo Buonarroti (1475-1564) die Decke mit ihrer Gesamtlänge von 41 m ganz allein in Freskotechnik ausgeführt, nicht liegend, wie die Legende besagt, sondern über Kopf, mit einem Kerzenlicht am Hut. Fast 30 Jahre später, als nunmehr 60-Jähriger, beauftragte ihn Papst Paul III. noch mit dem "Jüngsten Gericht" an der Stirnseite der Kapelle. Doch schon damals war dessen Enthüllung Weihnachten 1541 ein Skandal: Zum Vorschein kam ein nackter Christus, der mit einer machtvollen Geste einen Wirbel von ebenfalls nackten Heiligen, Auserwählten, Auferstandenen und Verdammten um sich zieht, ein grandioser Schlussakt Michelangelos. Dann stand die Gegenreformation vor der Tür - Glück für uns, dass die frommen Reformatoren das Werk nicht gleich wieder zerstörten. Allerdings musste Michelangelos Schüler Daniele de Volterra den Nackten einige Tücher um die edlen Teile malen. Bei der Restaurierung des "Jüngsten Gerichts" 453 Jahre später gab es endlich mal keinen Skandal, nur Applaus. Der Vatikan hatte sich nämlich bei der delikaten Frage um die Lendentücher mit einem geschickten "Jein" aus der Affäre gezogen. Immerhin 17 der 40 auferzwungenen Lendenschurze durften die Restauratoren abwaschen. Eine späte Genugtuung für Michelangelo, Il Divino.
- Viale Vaticano, 00165 Città del Vaticano
- http://www.museivaticani.va/
- +39 06 6988 4676
- info.mv@scv.va
Grotta del Romito
Landschaftliche Highlights1961 wurde im Laotal bei Papasidero-Montagna ein über 11.000 Jahre altes Tierbild entdeckt. In einen Felsblock vor der Grotte ritzten Steinzeitmenschen einen Auerochsen.
- Via Romito 44, 87020 Papasidero
- http://www.grottadelromito.com/
- +39 0981 83138
1961 wurde im Laotal bei Papasidero-Montagna ein über 11.000 Jahre altes Tierbild entdeckt. In einen Felsblock vor der Grotte ritzten Steinzeitmenschen einen Auerochsen.
- Via Romito 44, 87020 Papasidero
- http://www.grottadelromito.com/
- +39 0981 83138
Castello Aragonese di Le Castella
Architektonische Highlights © mRGB, Shutterstock
Malerische Aragoneserburg auf einem Sandsteinfelsen vor der Küste. Im 16.Jh. errichtet, sollte sie den Piratenüberfällen trotzen. Ausgrabungen belegen die Existenz einer antiken Dockanlage. Der höchste Turm bietet einen tollen Blick.
- Via Pontile Aragonese, 88841 Le Castella
- http://www.prolocolecastella.it/
- +39 0962 23082
© mRGB, Shutterstock
Malerische Aragoneserburg auf einem Sandsteinfelsen vor der Küste. Im 16.Jh. errichtet, sollte sie den Piratenüberfällen trotzen. Ausgrabungen belegen die Existenz einer antiken Dockanlage. Der höchste Turm bietet einen tollen Blick.
- Via Pontile Aragonese, 88841 Le Castella
- http://www.prolocolecastella.it/
- +39 0962 23082
Parco Archeologico Di Capo Colonna
Touristenattraktionen © MAIRDUMONT
© MAIRDUMONT
48 waren es mal und bei starkem Wind kommt auch die letzte „Überlebende“ leicht ins Wanken: Nur noch eine Säule des einstigen Prachttempels der Göttin Hera steht nun einsam und verlassen am „Säulenkap“.
- Sp49, 88900 Crotone
- http://musei.calabria.beniculturali.it/
- +39 0962 934814
© MAIRDUMONT
© MAIRDUMONT
48 waren es mal und bei starkem Wind kommt auch die letzte „Überlebende“ leicht ins Wanken: Nur noch eine Säule des einstigen Prachttempels der Göttin Hera steht nun einsam und verlassen am „Säulenkap“.
- Sp49, 88900 Crotone
- http://musei.calabria.beniculturali.it/
- +39 0962 934814
Santa Maria dell'Isola
Architektonische Highlights © Glow Images
Das bekannteste Kalendermotiv Kalabriens: Die Benediktinerkapelle thront auf einem von Kapernsträuchern und Wolfsmilch überwucherten Sandsteinfelsen unmittelbar unterhalb der Altstadt über dem Meer. Über einen Traumstrand mit Liegestühlen und bonbonfarbenen Fischerbooten, der erst vor 200 Jahren angespült wurde, kann man heute trockenen Fußes zum Gotteshaus hinüberwandeln. Der Terrassengarten ist besonders liebevoll angelegt.
- 89861 Tropea
- +39 0963 546856
© Glow Images
Das bekannteste Kalendermotiv Kalabriens: Die Benediktinerkapelle thront auf einem von Kapernsträuchern und Wolfsmilch überwucherten Sandsteinfelsen unmittelbar unterhalb der Altstadt über dem Meer. Über einen Traumstrand mit Liegestühlen und bonbonfarbenen Fischerbooten, der erst vor 200 Jahren angespült wurde, kann man heute trockenen Fußes zum Gotteshaus hinüberwandeln. Der Terrassengarten ist besonders liebevoll angelegt.
- 89861 Tropea
- +39 0963 546856
La Cattolica
Architektonische Highlights © Glow Images
Die winzige aber entzückende Ziegelkirche mit ihren fünf Kuppeln am Hang oberhalb des Orts ist das byzantinische Wahrzeichen Kalabriens. Im 10.Jh. wurde sie als Hauptkapelle und klösterlicher Mittelpunkt einer in Grotten hausenden Mönchsgemeinschaft errichtet. Die vier Säulen stammen aus dem antiken Kaulonia.
- 89049 Stilo
© Glow Images
Die winzige aber entzückende Ziegelkirche mit ihren fünf Kuppeln am Hang oberhalb des Orts ist das byzantinische Wahrzeichen Kalabriens. Im 10.Jh. wurde sie als Hauptkapelle und klösterlicher Mittelpunkt einer in Grotten hausenden Mönchsgemeinschaft errichtet. Die vier Säulen stammen aus dem antiken Kaulonia.
- 89049 Stilo
Museo Nazionale delle Arti del XXI. Secolo
Museen © Frank Heuer, DuMont Reisebildportal
© Frank Heuer, DuMont Reisebildportal
Das Museo Nazionale delle Arti del XXI. Secolo, kurz und prägnant MAXXI genannt, macht sich selbst zum Exponat. Alles scheint im Fluss in diesem Gebäude, wo sich wie in einem Zeichentrickfilm plötzlich Rampen zu verschieben scheinen, Treppenaufgänge in den Himmel führen und schiefe Wände und Winkel einen ständig auf neue, ungewohnte Kunstpfade locken. In der Sammlung befinden sich Werke u.a. von Francesco Clemente, Mario Merz und Gerhard Richter.
- Via Guido Reni 4a, 00196 Roma
- http://www.maxxi.art/
- +39 06 320 1954
- info@fondazionemaxxi.it
© Frank Heuer, DuMont Reisebildportal
© Frank Heuer, DuMont Reisebildportal
Das Museo Nazionale delle Arti del XXI. Secolo, kurz und prägnant MAXXI genannt, macht sich selbst zum Exponat. Alles scheint im Fluss in diesem Gebäude, wo sich wie in einem Zeichentrickfilm plötzlich Rampen zu verschieben scheinen, Treppenaufgänge in den Himmel führen und schiefe Wände und Winkel einen ständig auf neue, ungewohnte Kunstpfade locken. In der Sammlung befinden sich Werke u.a. von Francesco Clemente, Mario Merz und Gerhard Richter.
- Via Guido Reni 4a, 00196 Roma
- http://www.maxxi.art/
- +39 06 320 1954
- info@fondazionemaxxi.it
Lungomare Italo Falcomatà
Touristenattraktionen"Der schönste Kilometer der Welt", so der italienische Literat Gabriele D'Annunzio über die Uferpromenade, wurde 2000 nach Entwürfen des Architekten Pier Luigi Nervi (1891-1979) neu gestaltet, der auch das Olympiastadion in Rom und das Unesco-Gebäude in Paris entwarf. Sie laufen unter Palmen, Riesengummibäumen und an Kunst entlang. Der Charme dieser v.a. in den Abendstunden frequentierten Flaniermeile liegt neben der schick gekleideten Jugend im göttlichen Sizilienblick.
- Lungomare Italo Falcomatà, 89123 Reggio di Calabria
"Der schönste Kilometer der Welt", so der italienische Literat Gabriele D'Annunzio über die Uferpromenade, wurde 2000 nach Entwürfen des Architekten Pier Luigi Nervi (1891-1979) neu gestaltet, der auch das Olympiastadion in Rom und das Unesco-Gebäude in Paris entwarf. Sie laufen unter Palmen, Riesengummibäumen und an Kunst entlang. Der Charme dieser v.a. in den Abendstunden frequentierten Flaniermeile liegt neben der schick gekleideten Jugend im göttlichen Sizilienblick.
- Lungomare Italo Falcomatà, 89123 Reggio di Calabria
Aspromonte
Landschaftliche Highlights © nata_rass, Thinkstock
Insider-Tipp Parfümierte Brise schnuppern
Ob italienisch „rauer“ oder griechisch „weißer“ Berg – der Aspromonte ist ein knorriges, unzugängliches Gebirge voller Überraschungen. Sein lockeres sogenanntes Konglomeratgestein gibt bei jedem Regen nach und verschüttet die oft nicht asphaltierten, mit Schlaglöchern übersäten Serpentinenstraßen. Aus diesem Grund ist es empfehlenswert, nur mit einem erfahrenen Aspromonte-Experten auf Entdeckungstour zu gehen. Wer sich hier ins Abenteuer stürzt, wird auf jeden Fall mit großartigen Landschaftserlebnissen belohnt: hohe Wasserfälle, sommertrockene Fiumare, bizarre Sandsteinformationen, Buchen- und Tannenwälder voller Pilze. Auskunft und Wanderkarten erhältst du bei der Ente Parco Nazionale dell’Aspromonte in Gambarie. Tourismus ist hier immer noch ein junges Phänomen, kulturell engagierte Kooperativen zeigen Gästen ihre Heimat: Die Cooperativa San Leo in Bova organisiert Trekkingtouren, vermittelt Privatunterkünfte und betreibt das Restaurant Grecanico. Sehr zu empfehlen sind auch die Dienste von Misafumera, die für Gruppen ab vier Personen Trekkingtouren im Aspromonte-Nationalpark organisieren. Von Reggio schnell zu erreichen ist der 1300 hoch gelegene Wintersportort Gambarie, Zentrum des Parco Nazionale dell’Aspromonte. Das Restaurant des rustikalen Familienhotels Miramonti serviert Pilz- und Wildspezialitäten. Für Mountainbikefans lohnt es sich, Kontakt zu Rosalba Priolo aufzunehmen: Sie ist aktives Mitglied des MTB-Clubs Aspromonte Bike und kann dir gute Tourentipps geben. Ein ca. 30-minütiger Autoausflug führt zum Fuß des Montalto, des mit 1955 m höchsten Gipfels des Aspromonte, den eine Christusstatue beschützt. Die auch für Kinder geeignete, kurze Wanderung wird mit einem Blick über die Bergwildnis bis zum sizilianischen Ätna belohnt. Schotterpisten schrauben sich zum einsamen Santuario della Madonna di Polsi, das Ende August Ziel Tausender von Pilgern ist. Besser mit einem Jeep oder MTB kämpft man sich zu den halb verlassenen Bergnestern Gallicianò und Roghudi im Süden des Massivs oberhalb der grandiosen Fiumara Amendolea durch. Kalós írthate, „willkommen“, grüßen zweisprachige Ortsschilder auf Griechisch. Noch sprechen die Alten hier den grekanischen Dialekt. Bis in die jüngste Vergangenheit war der Aspromonte Rückzugsgebiet von Briganten und der ’Ndrangheta. Auch die meisten italienischen Kidnappingopfer der 1980er-Jahre schmachteten in den Höhlen des Aspromonte – heute hofft man, legal am Tourismus zu verdienen. Maulbeerbäume und Bergamotten duften im April und Mai um die Wette und umhüllen den agriturismo Il Bergamotto von Tiziana und Ugo Sergi – ein Traum nicht nur für Duftnasen und Leckerschmecker, auch Kinder vergnügen sich mit Eselsritten und spannenden Naturwanderungen in die Fiumara Amendolea. Nach so vielen Bergen zieht es dich wieder ans Wasser? Entlang der Südküste überzeugen einige Strände mit oft spiegelglattem Meer und feinem Sand. Außerhalb der Hochsaison hast du hier stellenweise ellenlange Abschnitte für dich allein, z. B. in Bova Marina oder Condofuri.
- Via Aurora 1, 89057 Gambarie d'Aspromonte
- http://www.parcoaspromonte.gov.it/
- +39 0965 743060
- info.promo@parcoaspromonte.gov.it
© nata_rass, Thinkstock
Insider-Tipp Parfümierte Brise schnuppern
Ob italienisch „rauer“ oder griechisch „weißer“ Berg – der Aspromonte ist ein knorriges, unzugängliches Gebirge voller Überraschungen. Sein lockeres sogenanntes Konglomeratgestein gibt bei jedem Regen nach und verschüttet die oft nicht asphaltierten, mit Schlaglöchern übersäten Serpentinenstraßen. Aus diesem Grund ist es empfehlenswert, nur mit einem erfahrenen Aspromonte-Experten auf Entdeckungstour zu gehen. Wer sich hier ins Abenteuer stürzt, wird auf jeden Fall mit großartigen Landschaftserlebnissen belohnt: hohe Wasserfälle, sommertrockene Fiumare, bizarre Sandsteinformationen, Buchen- und Tannenwälder voller Pilze. Auskunft und Wanderkarten erhältst du bei der Ente Parco Nazionale dell’Aspromonte in Gambarie. Tourismus ist hier immer noch ein junges Phänomen, kulturell engagierte Kooperativen zeigen Gästen ihre Heimat: Die Cooperativa San Leo in Bova organisiert Trekkingtouren, vermittelt Privatunterkünfte und betreibt das Restaurant Grecanico. Sehr zu empfehlen sind auch die Dienste von Misafumera, die für Gruppen ab vier Personen Trekkingtouren im Aspromonte-Nationalpark organisieren. Von Reggio schnell zu erreichen ist der 1300 hoch gelegene Wintersportort Gambarie, Zentrum des Parco Nazionale dell’Aspromonte. Das Restaurant des rustikalen Familienhotels Miramonti serviert Pilz- und Wildspezialitäten. Für Mountainbikefans lohnt es sich, Kontakt zu Rosalba Priolo aufzunehmen: Sie ist aktives Mitglied des MTB-Clubs Aspromonte Bike und kann dir gute Tourentipps geben. Ein ca. 30-minütiger Autoausflug führt zum Fuß des Montalto, des mit 1955 m höchsten Gipfels des Aspromonte, den eine Christusstatue beschützt. Die auch für Kinder geeignete, kurze Wanderung wird mit einem Blick über die Bergwildnis bis zum sizilianischen Ätna belohnt. Schotterpisten schrauben sich zum einsamen Santuario della Madonna di Polsi, das Ende August Ziel Tausender von Pilgern ist. Besser mit einem Jeep oder MTB kämpft man sich zu den halb verlassenen Bergnestern Gallicianò und Roghudi im Süden des Massivs oberhalb der grandiosen Fiumara Amendolea durch. Kalós írthate, „willkommen“, grüßen zweisprachige Ortsschilder auf Griechisch. Noch sprechen die Alten hier den grekanischen Dialekt. Bis in die jüngste Vergangenheit war der Aspromonte Rückzugsgebiet von Briganten und der ’Ndrangheta. Auch die meisten italienischen Kidnappingopfer der 1980er-Jahre schmachteten in den Höhlen des Aspromonte – heute hofft man, legal am Tourismus zu verdienen. Maulbeerbäume und Bergamotten duften im April und Mai um die Wette und umhüllen den agriturismo Il Bergamotto von Tiziana und Ugo Sergi – ein Traum nicht nur für Duftnasen und Leckerschmecker, auch Kinder vergnügen sich mit Eselsritten und spannenden Naturwanderungen in die Fiumara Amendolea. Nach so vielen Bergen zieht es dich wieder ans Wasser? Entlang der Südküste überzeugen einige Strände mit oft spiegelglattem Meer und feinem Sand. Außerhalb der Hochsaison hast du hier stellenweise ellenlange Abschnitte für dich allein, z. B. in Bova Marina oder Condofuri.
- Via Aurora 1, 89057 Gambarie d'Aspromonte
- http://www.parcoaspromonte.gov.it/
- +39 0965 743060
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Mercato di Capo
Märkte und Flohmärkte © Yulia Grigoryeva, Shutterstock
Der größte Markt im Capo-Viertel erstreckt sich um die Kirche Sant'Agostino und reicht in mehreren Straßen bis zum Teatro Massimo.
- Via Carini, 90134 Palermo
© Yulia Grigoryeva, Shutterstock
Der größte Markt im Capo-Viertel erstreckt sich um die Kirche Sant'Agostino und reicht in mehreren Straßen bis zum Teatro Massimo.
- Via Carini, 90134 Palermo
Piazza Armerina
Geographical © Stefan Feldhoff, A.C. Martin, DuMont Reisebildportal
Eingebettet in Eukalyptuswälder, Haselnuss- und Obstgärten liegt südöstlich Ennas die Stadt mit ihren bunten und silbernen Kirchenkuppeln auf einem Bergrücken. Unterhalb in einem Flusstal führt eine Stichstraße zu den Ausgrabungen der Villa Romana del Casale. Die Fußbodenmosaiken des Unesco-Weltkulturerbes gehören zu den größten und schönsten, die aus der Antike erhalten sind.
- 94015 Piazza Armerina
- http://www.piazza-armerina.it/
© Stefan Feldhoff, A.C. Martin, DuMont Reisebildportal
Eingebettet in Eukalyptuswälder, Haselnuss- und Obstgärten liegt südöstlich Ennas die Stadt mit ihren bunten und silbernen Kirchenkuppeln auf einem Bergrücken. Unterhalb in einem Flusstal führt eine Stichstraße zu den Ausgrabungen der Villa Romana del Casale. Die Fußbodenmosaiken des Unesco-Weltkulturerbes gehören zu den größten und schönsten, die aus der Antike erhalten sind.
- 94015 Piazza Armerina
- http://www.piazza-armerina.it/
Teatro Greco-Romano
Architektonische Highlights © Sabine Lubenow, DuMont Reisebildportal
Den wohl beeindruckendsten Blick auf Küste und Vulkanriesen kann man vom Halbrund des antiken Theaters aus genießen. Es ist in den natürlichen Stein gehauen und im Sommer Kulisse für klassische Theater- und Musikdarbietungen.
- Via del Teatro Greco 40, 98039 Taormina
- http://www.parconaxostaormina.com/
- +39 0942 23220
© Sabine Lubenow, DuMont Reisebildportal
Den wohl beeindruckendsten Blick auf Küste und Vulkanriesen kann man vom Halbrund des antiken Theaters aus genießen. Es ist in den natürlichen Stein gehauen und im Sommer Kulisse für klassische Theater- und Musikdarbietungen.
- Via del Teatro Greco 40, 98039 Taormina
- http://www.parconaxostaormina.com/
- +39 0942 23220
Museo Regionale Archeologico
MuseenSiziliens größtes Museum, das die Funde aus der Vorgeschichte sowie der griechischen und römischen Antike ganz Ostsiziliens beherbergt. Allein die Funde aus Syrakus könnten mehrere Museen füllen. Glanzstücke: die "Venus Landolina" und ein archaischer Koúros, eine Jünglingsstatue, aus Kalkstein.
- Viale Teocrito 66, 96100 Siracusa
- http://parchiarcheologici.regione.sicilia.it/
- +39 0931 489511
Siziliens größtes Museum, das die Funde aus der Vorgeschichte sowie der griechischen und römischen Antike ganz Ostsiziliens beherbergt. Allein die Funde aus Syrakus könnten mehrere Museen füllen. Glanzstücke: die "Venus Landolina" und ein archaischer Koúros, eine Jünglingsstatue, aus Kalkstein.
- Viale Teocrito 66, 96100 Siracusa
- http://parchiarcheologici.regione.sicilia.it/
- +39 0931 489511
Etna
Landschaftliche Highlights © MAIRDUMONT
© MAIRDUMONT
Insider-Tipp Auf dem Rücken der Esel
Nördlich von Catania thront Europas größter Vulkan. Der Ätna (3357 m) ist bei klarer Sicht auch von Westsizilien und Kalabrien aus zu sehen. Von seiner innersizilischen Seite zeigt er sich gelb verbrannt, nur im Frühjahr wird er hellgrün vom frischen Gras. Seine Schneekappe taut auch im Sommer nicht immer ab. Ausgangsorte für den Besuch der Ätna-Südseite sind Nicolosi, Trecastagni und Zafferana Etnea. Von dort sind es noch ca. 20 km bis Rifugio Sapienza (1881 m), wo die Asphaltstraßen sowie die Buslinie AST 607 von Catania und Nicolosi enden. Am einfachen Hotel Rifugio Sapienza beginnt die Seilbahn, deren Bergstation auf 2500 m liegt. Auf den Pisten verkehren geländegängige Kleinbusse Richtung Torre del Filosofo (2919 m). Nur bis zur Bergstation zu fahren, ist landschaftlich eher enttäuschend. Du solltest mindestens 3 Std. für den gesamten Aufenthalt einplanen. Im Sommer gibt es Spätfahrten zum Sonnenuntergang mit Jeeps von der Talstation aus. Führer in die Gipfelregion warten an der Talstation der Seilbahn, Wegmarkierungen gibt es auf der Strecke nicht. Touren auf eigene Faust sind ausschließlich bis Torre del Filosofo erlaubt und gefährlich, besonders bei Ausbrüchen und plötzlich aufziehendem Nebel. Die flüssige Lava hat Temperaturen von 800 bis 1500 Grad Celsius! Vulkanbomben fliegen mit Überschallgeschwindigkeit und wiegen bis zu über 1000 kg. Deine Nahaufnahmen machst du besser mit Teleobjektiv. Die Absperrungen sollen dich vor lebensgefährlichen Situationen bewahren! Die Ausbrüche im Dezember 2015 waren die schwersten seit Jahrzehnten. Weihnachten 2018 und im August 2023 musste zeitweilig der Flugverkehr wegen Aschepartikeln in der Luft unterbrochen werden. 2017 wurde eine Wandergruppe auf 2700 m Höhe durch in die Luft geschleuderte Gesteinsbrocken verletzt. Im Februar 2022 spie der Ätna eine 12 000 m hohe (ungefährliche) Aschesäule aus. Piano Provenzana ist ein weiterer Hauptausgangspunkt für Gipfeltouren und für Eseltrekking, das auch Kindern Spaß macht. Salvo und Santino bieten ein breites Programm, das vom Streicheltrip bis zum winterlichen Ausritt im Schnee reicht: Etna Donkey Trekking. Infos beim Büro der Bergführer in Nicolosi oder Linguaglossa. Maßgeschneiderte Bergführungen auf Englisch organisieren die Geologen Marco und Fabrizio: Etna Moving. Unbedingt Winterkleidung und Bergschuhe anziehen! Und früh aufstehen – später am Tag liegt der Gipfel oft in Wolken. Wandersaison ist von Mitte Mai bis Ende Oktober. Auf dem Weg Richtung Gipfelkrater siehst du breite, frische Lavafelder, die sich über Wald, Felder, Gärten ergossen haben. Nach wenigen Jahren verändert sich die Oberfläche der Lava von Tiefschwarz zu Mattgrau, erste Pionierpflanzen wurzeln. Nach 20 Jahren breitet sich Ginster aus, dessen gelbes Blütenmeer im Frühsommer mit der schwarzen Erde die Hauptfarben des Vulkanbereichs bildet. Wälder, meist aus Bergkiefern und Edelkastanien, herrschen ab 1000 m Höhe vor. Oberhalb von 1800 m können sich in der Vulkanwüste nur noch flache Sträucher und Kräuter behaupten. Nicolosi ist im Süden Basisort für Exkursionen. 1 km oberhalb des Orts gibt es in der Pineta dei Monti Rossi (Krater von 1669) gekennzeichnete Wanderwege. Auskunft über Straßenverhältnisse, Seilbahn, Schutzhütten, geführte Wanderungen: Servizio Turistico Regionale.
- 95030 Nicolosi
- http://www.parks.it/parco.etna/Eindex.php
© MAIRDUMONT
© MAIRDUMONT
Insider-Tipp Auf dem Rücken der Esel
Nördlich von Catania thront Europas größter Vulkan. Der Ätna (3357 m) ist bei klarer Sicht auch von Westsizilien und Kalabrien aus zu sehen. Von seiner innersizilischen Seite zeigt er sich gelb verbrannt, nur im Frühjahr wird er hellgrün vom frischen Gras. Seine Schneekappe taut auch im Sommer nicht immer ab. Ausgangsorte für den Besuch der Ätna-Südseite sind Nicolosi, Trecastagni und Zafferana Etnea. Von dort sind es noch ca. 20 km bis Rifugio Sapienza (1881 m), wo die Asphaltstraßen sowie die Buslinie AST 607 von Catania und Nicolosi enden. Am einfachen Hotel Rifugio Sapienza beginnt die Seilbahn, deren Bergstation auf 2500 m liegt. Auf den Pisten verkehren geländegängige Kleinbusse Richtung Torre del Filosofo (2919 m). Nur bis zur Bergstation zu fahren, ist landschaftlich eher enttäuschend. Du solltest mindestens 3 Std. für den gesamten Aufenthalt einplanen. Im Sommer gibt es Spätfahrten zum Sonnenuntergang mit Jeeps von der Talstation aus. Führer in die Gipfelregion warten an der Talstation der Seilbahn, Wegmarkierungen gibt es auf der Strecke nicht. Touren auf eigene Faust sind ausschließlich bis Torre del Filosofo erlaubt und gefährlich, besonders bei Ausbrüchen und plötzlich aufziehendem Nebel. Die flüssige Lava hat Temperaturen von 800 bis 1500 Grad Celsius! Vulkanbomben fliegen mit Überschallgeschwindigkeit und wiegen bis zu über 1000 kg. Deine Nahaufnahmen machst du besser mit Teleobjektiv. Die Absperrungen sollen dich vor lebensgefährlichen Situationen bewahren! Die Ausbrüche im Dezember 2015 waren die schwersten seit Jahrzehnten. Weihnachten 2018 und im August 2023 musste zeitweilig der Flugverkehr wegen Aschepartikeln in der Luft unterbrochen werden. 2017 wurde eine Wandergruppe auf 2700 m Höhe durch in die Luft geschleuderte Gesteinsbrocken verletzt. Im Februar 2022 spie der Ätna eine 12 000 m hohe (ungefährliche) Aschesäule aus. Piano Provenzana ist ein weiterer Hauptausgangspunkt für Gipfeltouren und für Eseltrekking, das auch Kindern Spaß macht. Salvo und Santino bieten ein breites Programm, das vom Streicheltrip bis zum winterlichen Ausritt im Schnee reicht: Etna Donkey Trekking. Infos beim Büro der Bergführer in Nicolosi oder Linguaglossa. Maßgeschneiderte Bergführungen auf Englisch organisieren die Geologen Marco und Fabrizio: Etna Moving. Unbedingt Winterkleidung und Bergschuhe anziehen! Und früh aufstehen – später am Tag liegt der Gipfel oft in Wolken. Wandersaison ist von Mitte Mai bis Ende Oktober. Auf dem Weg Richtung Gipfelkrater siehst du breite, frische Lavafelder, die sich über Wald, Felder, Gärten ergossen haben. Nach wenigen Jahren verändert sich die Oberfläche der Lava von Tiefschwarz zu Mattgrau, erste Pionierpflanzen wurzeln. Nach 20 Jahren breitet sich Ginster aus, dessen gelbes Blütenmeer im Frühsommer mit der schwarzen Erde die Hauptfarben des Vulkanbereichs bildet. Wälder, meist aus Bergkiefern und Edelkastanien, herrschen ab 1000 m Höhe vor. Oberhalb von 1800 m können sich in der Vulkanwüste nur noch flache Sträucher und Kräuter behaupten. Nicolosi ist im Süden Basisort für Exkursionen. 1 km oberhalb des Orts gibt es in der Pineta dei Monti Rossi (Krater von 1669) gekennzeichnete Wanderwege. Auskunft über Straßenverhältnisse, Seilbahn, Schutzhütten, geführte Wanderungen: Servizio Turistico Regionale.
- 95030 Nicolosi
- http://www.parks.it/parco.etna/Eindex.php
Lecce
Geographical © Stefano_Valeri, Shutterstock
In der lebendigen Universitätsstadt feiert die barocke Architektur ein Fest. Zwischen dem 16.und 18.Jh. entstanden zahlreiche sehenswerte Bauten im Stile des "Lecceser Barocks". Dafür geben der Dom und die Basilika Santa Croce mit verschwenderisch gestalteter Fassade eindrucksvolle Beispiele.
- 73100 Lecce
- http://www.comune.lecce.it/
- +39 0832 682111
- aptlecce@viaggiareinpuglia.it
© Stefano_Valeri, Shutterstock
In der lebendigen Universitätsstadt feiert die barocke Architektur ein Fest. Zwischen dem 16.und 18.Jh. entstanden zahlreiche sehenswerte Bauten im Stile des "Lecceser Barocks". Dafür geben der Dom und die Basilika Santa Croce mit verschwenderisch gestalteter Fassade eindrucksvolle Beispiele.
- 73100 Lecce
- http://www.comune.lecce.it/
- +39 0832 682111
- aptlecce@viaggiareinpuglia.it
Martina Franca
Geographical © Stefano_Valeri, Shutterstock
Im 17.Jh. schwebte Herzog Caracciolo für seine Stadt ein glanzvolleres Bild als das des Mittelalters vor. Sie wurde neu gestaltet und zeigt heute das heiter-üppige Gesicht von Barock und Rokoko. Bei einem Bummel trifft man auf den mächtigen Palazzo Ducale und auf viele hübsche Bürgerhäuser.
- 74015 Martina Franca
- http://www.comune.martina-franca.ta.it/
© Stefano_Valeri, Shutterstock
Im 17.Jh. schwebte Herzog Caracciolo für seine Stadt ein glanzvolleres Bild als das des Mittelalters vor. Sie wurde neu gestaltet und zeigt heute das heiter-üppige Gesicht von Barock und Rokoko. Bei einem Bummel trifft man auf den mächtigen Palazzo Ducale und auf viele hübsche Bürgerhäuser.
- 74015 Martina Franca
- http://www.comune.martina-franca.ta.it/
Locorotondo
Geographical © cge2010, Shutterstock
Kaum touristisch und trotzdem zauberhaft, so findet man den auf einer Anhöhe gelegenen Hauptort des Valle d'Itria. Statt einer Mauer umschließt eine dichte weiße Häuserfront die kreisförmige Stadtanlage. Zum Besuchsprogramm gehören die klassizistische Kirche und ein Glas des berühmten Weißweins.
- 70010 Locorotondo
- http://www.comune.locorotondo.ba.it/
- +39 080 432 2822
© cge2010, Shutterstock
Kaum touristisch und trotzdem zauberhaft, so findet man den auf einer Anhöhe gelegenen Hauptort des Valle d'Itria. Statt einer Mauer umschließt eine dichte weiße Häuserfront die kreisförmige Stadtanlage. Zum Besuchsprogramm gehören die klassizistische Kirche und ein Glas des berühmten Weißweins.
- 70010 Locorotondo
- http://www.comune.locorotondo.ba.it/
- +39 080 432 2822
Alberobello
Geographical © MAIRDUMONT
Alberobello ist eine der wichtigsten touristischen Attraktionen Italiens. In Scharen strömen die Besucher hierher, um die putzigen Steinhäuser mit dem charakteristischen Kegeldach zu bestaunen. Gelegenheit dazu gibt es hier reichlich, wie der Blick vom Dach des Heimatmuseums eindrucksvoll beweist.
- 70011 Alberobello
- http://www.comunealberobello.gov.it/
- +39 080 432 1200
- ufficiostampa@comune.alberobello.ba.it
© MAIRDUMONT
Alberobello ist eine der wichtigsten touristischen Attraktionen Italiens. In Scharen strömen die Besucher hierher, um die putzigen Steinhäuser mit dem charakteristischen Kegeldach zu bestaunen. Gelegenheit dazu gibt es hier reichlich, wie der Blick vom Dach des Heimatmuseums eindrucksvoll beweist.
- 70011 Alberobello
- http://www.comunealberobello.gov.it/
- +39 080 432 1200
- ufficiostampa@comune.alberobello.ba.it
Castel del Monte
Architektonische Highlights © MAIRDUMONT
Insider-Tipp Zum Dahinschmelzen
Eine schöne, 30 km lange Landpartie über Andria führt in die sacht geschwungene Landschaft der nördlichen Murge. Schon von Weitem kannst du auf der Hügelkuppe erspähen, was die Herzen aller Apulienbesucher höherschlagen lässt: die steinerne Krone Apuliens, das achteckige Kastell von Friedrich II., 1996 in die Unesco-Liste des Welterbes aufgenommen. Ein achteckiger Grundriss und acht achteckige Ecktürme – die Zahl Acht als Symbol des kosmischen Gleichgewichts. Friedrich gefiel sie als Zeichen kaiserlicher Vollkommenheit. Das Kastell ist zudem ein schönes Beispiel dafür, wie allein mit unterschiedlichen Gesteinsarten Dekorationen geschaffen werden können. Da ist z. B. die breccia corallina, ein farbiger Kalkschotter, den rötlicher Kalkmergel zusammenhält und mit dem die Portale gerahmt sind. Die weitere Umgebung lockt mit Speiseadressen, die mit dem Slow-Food-Prädikat für besonders sorgfältige Traditionsküche ausgezeichnet wurden. Den ganzen Reichtum apulischer Vorspeisen und vieles mehr genießt du im Antichi Sapori im Dörfchen Montegrosso zwischen Andria und Canosa di Puglia. Im sehenswerten, hoch gelegenen Städtchen Minervino Murge sind die Fleischtöpfe der Trattoria La Tradizione Cucina Casalinga besonders empfehlenswert. Die sahnige burrata kommt von hier, ideal fürs Picknick, etwa aus der Käserei Sanguedolce.
- Strada Statale 170, 76123 Andria
- http://museipuglia.cultura.gov.it/
- casteldelmonte@beniculturali.it
© MAIRDUMONT
Insider-Tipp Zum Dahinschmelzen
Eine schöne, 30 km lange Landpartie über Andria führt in die sacht geschwungene Landschaft der nördlichen Murge. Schon von Weitem kannst du auf der Hügelkuppe erspähen, was die Herzen aller Apulienbesucher höherschlagen lässt: die steinerne Krone Apuliens, das achteckige Kastell von Friedrich II., 1996 in die Unesco-Liste des Welterbes aufgenommen. Ein achteckiger Grundriss und acht achteckige Ecktürme – die Zahl Acht als Symbol des kosmischen Gleichgewichts. Friedrich gefiel sie als Zeichen kaiserlicher Vollkommenheit. Das Kastell ist zudem ein schönes Beispiel dafür, wie allein mit unterschiedlichen Gesteinsarten Dekorationen geschaffen werden können. Da ist z. B. die breccia corallina, ein farbiger Kalkschotter, den rötlicher Kalkmergel zusammenhält und mit dem die Portale gerahmt sind. Die weitere Umgebung lockt mit Speiseadressen, die mit dem Slow-Food-Prädikat für besonders sorgfältige Traditionsküche ausgezeichnet wurden. Den ganzen Reichtum apulischer Vorspeisen und vieles mehr genießt du im Antichi Sapori im Dörfchen Montegrosso zwischen Andria und Canosa di Puglia. Im sehenswerten, hoch gelegenen Städtchen Minervino Murge sind die Fleischtöpfe der Trattoria La Tradizione Cucina Casalinga besonders empfehlenswert. Die sahnige burrata kommt von hier, ideal fürs Picknick, etwa aus der Käserei Sanguedolce.
- Strada Statale 170, 76123 Andria
- http://museipuglia.cultura.gov.it/
- casteldelmonte@beniculturali.it