Wissenswertes über Griechische Inseln - Ägäis
Erhalte wichtige Tipps zu Anreise, Fortbewegung, Klima, Zoll, Sicherheit, WLAN und mehr für deine Reise nach Griechische Inseln - Ägäis. So bist du bestens vorbereitet!Bloss nicht
Fettnäpfchen und Reinfälle vermeidenWas kostet wieviel?
| Was? | Wieviel €? |
|---|---|
| Schirm, zwei Liegen | 8-50 Euro für einen Tag |
| Bus | ca. 22 Cent pro Linienbuskilometer |
| Wein | 5-9 Euro für ein Glas Wein |
| Gýros | 3,50-4,60 Euro pro Portion mit Pítta |
| Benzin | 2,10-2,40 Euro für einen Liter Super |
| Open-Air-Kino | 9-12 Euro für ein Ticket |
Feiertage
1. Januar
- Neujahr
6. Januar
- Epiphanias
23. Feb. 2026, 15. März 2027
- Rosenmontag
25. März
- Nationalfeiertag
10. April 2026, 30. April 2027
- Karfreitag
12./13. April 2026, 2./3. Mai 2027
- Ostern
1. Mai
- Tag der Arbeit
31. Mai/1. Juni 2026, 20./21. Juni 2027
- Pfingsten
zu Vollmond im Aug.
- Marienwallfahrt
15. August
- Mariä Entschlafung
28. Oktober
- Nationalfeiertag
25./26. Dezember
- Weihnachten
Veranstaltungen
Februar/März
Karneval auf Skíros: traditioneller Karneval. sne.gr/skyros/carnival.php
Mai/Juni
Medieval Rose Festival (Rhodos- Stadt): dreitägiges Mittelalterspektakel. medievalfestival.gr
Supa Dupa Fly (Santorin): sechstägiges Kultevent für Rock- und Hip-Hop-Freunde. supadupafestivals.com
Tango Festival (Ermúpolis/Síros): syrostangofestival.com
Syros Film Festival (Ermúpolis/Síros): syrosfilmfestival.org
Juli
Lésvos Food Festival (Lesbos): lesvosfoodfest.com
Rembetiko Festival (Skópelos): Griechenlands Blues. rembetikoskopelosfestival.com
August
Iréon Rock Festival (Iréon/Sámos): ireon-music-festival-samos.gr
Young Artists Festival (Pythagório/ Sámos): Kammermusik im antiken Theater. schwarzfoundation.com
Marienwallfahrt (Tínos): Am 15. August ist die Insel voller Pilger. panagiatinou.gr
August-Vollmond: Viele Museen und archäologische Stätten sind bis Mitternacht geöffnet, oft mit Kulturveranstaltungen.
Marienfest (Kremastí/Rhodos): neuntägiges Fest mit Jahrmarkt, Musik und Tanz
September
Festival der religiösen Musik (Pátmos): sacredmusicfestivalofpatmos.gr
Éressos Women‘s Festival (Eressós Beach/Lesbos): Am Geburtsort ihrer Namensgeberin feiern Lesben zwei Wochen lang. womensfestival.eu
Oktober
Climbing Festival (Kálimnos): dreitägiges Festival der Rockclimber, viele Partys. climbingfestival.kalymnos-isl.gr
Vorbereitung
Strom
Adapter Typ C
220 Volt Wechselstrom; gleicher Steckertyp wie in Deutschland und Österreich.
Zeit
+ 1 Stunde Zeitverschiebung
In Griechenland ist es ganzjährig eine Stunde später als bei uns.
Auskunft vor der Reise
Griechische Zentrale für Fremdenverkehr (visit greece.gr)
– Deutschland: Tel. 069 2 57 82 70
– Österreich: Tel. 01 5 12 53 17
Ankommen
Anreise
Im Sommer starten Ferienflieger aus den deutschsprachigen Ländern nach Kárpathos, Kos, Mykonos, Rhodos, Sámos, Santorin und Skiáthos, aus Österreich auch nach Lesbos, Límnos und Náxos. Ganzjährig erreicht man diese und zwölf andere griechische Inseln in der Ägäis über Athen. Direkte Fährverbindungen aus Italien zu den griechischen Inseln gibt es nicht. Wer mit einem Fahrzeug übersetzen will, fährt bis Igoumenítsa oder Patras auf dem Festland und dann von den attischen Häfen Piräus, Rafína und Lávrio oder in einigen Fällen auch von Thessaloníki, Vólos, Kavála und Alexandroúpolis aus weiter. Sie sind alle über mautpflichtige Autobahnen mit Patras und Igoumenítsa verbunden.
Einreise
Zur Einreise genügt ein gültiger Personalausweis oder Reisepass.
Klima & Reisezeit
Saison ist auf den Inseln von Ostern bis in den Oktober hinein. Im Winter sind fast alle Hotels und Restaurants geschlossen. Im Meer baden kannst du zwischen Mai und November. Mit Regenschauern ist außer im Juli und August immer zu rechnen, mit starken Winden zu jeder Jahreszeit. Sie können selbst im Hochsommer die Schifffahrt stundenlang lahmlegen. Leg deine Rückkehr nach Athen oder zur Insel, von der du heimfliegst, deshalb nie auf den letzten oder vorletzten Urlaubstag!
Zoll
EU-Bürger dürfen Waren zum persönlichen Gebrauch in beliebigem Wert ein- und ausführen, Zigaretten aber pro Person höchstens 800, Spirituosen höchstens 10 l, Schaumwein maximal 60 l und Bier 110 l. Für Schweizer gelten bei der Ausfuhr andere Obergrenzen, so dürfen sie beispielsweise nur mit 1 l Schnaps und 250 Zigaretten heimreisen. Weitere Informationen findest du unter zoll.de, bmf.gv.at sowie bazg.admin.ch.
Weiterkommen
Busse
Preiswerte Linienbusse verkehren auf allen Inseln außer auf einigen ganz wenigen Inselzwergen. Im Sommerhalbjahr bedienen sie auch viele Strände. Suchmaschinen finden die Fahrpläne meist, wenn du *KTEL plus den Namen der jeweiligen Insel eingibst.
Mietfahrzeuge
Der nationale Führerschein genügt zur Anmietung. Auf fast allen Inseln werden Mopeds und Autos vermietet, auf den viel besuchten Inseln sogar Cabrios und Jeeps. Dort stehen auch Fahrräder und Mountainbikes zum Verleih.
Taxis
Taxis mit Taxametern fahren auf allen Inseln. Auf sehr kleinen Inseln ersetzt eine Fahrpreistabelle das Taxameter. Zuschläge werden für Fahrten zu Häfen und Flughäfen, für Gepäck und zwischen 0 und 5 Uhr erhoben.
Motorboote
In Griechenland braucht keinen Bootsführerschein, wer ein Boot mit maximal 30 PS mieten und damit als sein eigener Kapitän entlegene Strände aufsuchen möchte. Vermietet werden Motorboote aber nur in windgeschützten Seegebieten wie z. B. auf Skópelos und Skiáthos
Vor Ort
Auskunft vor Ort
Offizielle Touristinformationen existieren kaum auf den Ägäischen Inseln, außer auf Rhodos. Was du wissen willst, musst du in Reisebüros, Hotels, Tavernen erfragen. Das funktioniert ganz gut, und zudem gibt es ja noch das Internet.
Internet & WLAN
Das Internet ist in Griechenland meist schneller als in unterversorgten Regionen Deutschlands. Kostenloses WLAN bieten nahezu alle Cafés, Hotels und Tavernen an. Auf Griechisch heißt es WiFi (gesprochen: Wai-Fai). Meist benötigt man ein Passwort (kodikó), das dir die Bedienung gern nennt oder eintippt.
Post
Postämter gibt es in allen Städten und auf fast allen Inseln; geöffnet sind sie Mo–Fr 7–15 Uhr. Der internationale Versand einer Postkarte kostet 2 Euro. Die Postlaufzeit nach Mitteleuropa beträgt drei bis fünf Tage.
Sprache
Die Griechen sind stolz auf ihre Schrift, die von keinem anderen Volk geschrieben wird. Für Aufschriften und Ortsschilder wird häufig zusätzlich die lateinische Schrift verwendet. Trotzdem ist es hilfreich, die griechischen Buchstaben zu kennen. Die richtige Betonung ist für die Verständigung besonders wichtig. Betont wird immer der Vokal, der den Akzent trägt. Bei eingedeutschten Namen (z. B. Santorin statt Santoríni) wurde in diesem Reiseführer auf Akzente verzichtet. Die Wörter sind so geschrieben, wie es der Aussprache am nächsten kommt. Vor Ort variieren die Schreibweisen stark – sogar innerhalb einer Ortschaft.
Telefonieren
Vorwahlnummern: Griechenland: +30, Deutschland: +49, Österreich: +43, Schweiz: +41; für D und A anschließend die Ortsvorwahl ohne die Null.
Die Flächendeckung des Mobilfunknetzes ist sehr gut. Auf den Inseln vor der kleinasiatischen Küste sucht sich das Handy öfter mal türkische Provider als Roamingpartner. Das kann ins Geld gehen, denn für die Türkei gelten die EU-Gebührenregeln nicht! Stell das Handy in diesem Fall besser auf manuelle Netzwahl um.
Toiletten
Benutztes Klopapier gehört in Griechenland nicht ins Toilettenbecken, sondern immer in den Eimer oder Papierkorb daneben. Diese Regel gilt auch in Restaurants und Hotels der gehobenen Kategorien.
Trinkgeld
Handhabung wie bei uns (ca. zehn Prozent des Gesamtbetrags); Beträge unter 50 Cent werden als beleidigend empfunden. Das Trinkgeld lässt man in Restaurants nach dem Zahlen auf dem Tisch liegen.
Zeitungen
In allen Urlaubszentren auf den griechischen Inseln bekommst du viele internationale Zeitungen und Zeitschriften und meist auch die deutschsprachige „Griechenland-Zeitung“, die jeden Mittwoch erscheint. Einzelausgaben gibt es auch online unter griechenland.net.
Inselhüpfen
Zum Island-Hopping eignen sich die Inselgruppen der Kykladen und des Dodekanes am besten. Hier gibt es zahlreiche interinsulare Verbindungen per Schiff (gtp.gr) und Flugzeug (aegeanair.com, skyexpress.gr, flycycladic.com). Der Ticketkauf im Internet ist möglich. Dringend anzuraten ist er aber nur, wenn du mit dem Auto unterwegs bist oder für längere Fährfahrten eine Kabine buchen möchtest. Vor Ort kannst du Tickets in Agenturen am Hafen erstehen, an Bord werden allerdings keine Tickets verkauft.
Neben traditionellen Autofähren unterschiedlicher Größe kommen in der Ägäis auch zunehmend mehr Schnellschiffe und Katamarane zum Einsatz. Deren Preise sind höher als die traditioneller Schiffe. Die Fahrpläne richten sich nach der Jahreszeit, der Größe und der touristischen Bedeutung der Inseln. Sie ändern sich oft von Monat zu Monat und werden teilweise recht kurzfristig publiziert. Routen werden gestrichen, andere neu aufgelegt. Gedruckte Gesamtfahrpläne gibt es nicht. Vor Ort drucken Ticketagenturen manchmal den Fahrplan ab ihrer Insel für die nächsten Tage aus oder machen ihn auf Kreidetafeln bekannt. Fahrpläne im Internet: gtp.gr.
Bootsausflüge
Auf nahezu allen Inseln werden zahlreiche Bootsausflüge zu Inselstränden oder auch rund um die Insel angeboten. Auf den Kykladen führen viele eintägige Ausflüge auch zu Nachbarinseln und zum unbewohnten Delos mit seinen weitläufigen Ausgrabungen.
Fotografieren
Kaum jemand hat etwas dagegen, wenn man ihn ablichtet. Militärische Anlagen hingegen sind strikt tabu. In Museen ist das Fotografieren ohne Blitzlicht und Stativ meist erlaubt, in Kirchen eher nicht.
Ladenöffnungszeiten
Läden, die für Urlauber interessant sind, haben meist täglich von etwa 10 bis 22 Uhr geöffnet, Supermärkte meist Montag bis Samstag von ca. 8 bis 22 und Sonntag bis 14 Uhr.
Strände
Badeschuhe sind fast überall nützlich, da Sand sehr heiß werden kann und an vielen Stränden zumindest der Übergang ins Wasser kieselig ist. Die Überwachung durch geprüfte Rettungsschwimmer ist zwar für die Hauptsaison an viel besuchten Stränden gesetzlich vorgeschrieben, wird aber nicht immer gewährleistet. Hinweise auf gefährliche Strömungen und Badeverbote sollten strikt beachtet werden.
Nacktbaden ist in Griechenland weitgehend verboten, wenn es auch an vielen abgelegenen Stränden praktiziert wird, ohne dass jemand Anstoß nimmt. Offizielle Nacktbadestrände finden sich bei Faliráki auf Rhodos, bei Léfkos auf Kárpathos und an der Westküste von Skiáthos. Oben ohne wird überall dort toleriert, wo ausländische Touristen überwiegen.
Übernachten
Eine Unterkunft findest du selbst noch auf der kleinsten Insel. Früher standen die Vermieter immer am Hafen, wenn eine Fähre ankam, heute bucht die Mehrheit der Reisenden ihr Quartier vorab direkt beim Vermieter im Internet oder noch häufiger über Buchungsportale wie Booking.com und Airbnb. Da bekommt man einen Überblick über das Gesamtangebot. Buchen kann man dann ja trotzdem direkt beim Vermieter, wenn man diesem die hohen Provisionen fürs Buchungsportal ersparen will.
Luxushotels und All-inclusive-Anlagen findet man vor allem auf den großen Urlaubsinseln wie Rhodos und Kos. Überall überwiegen jedoch kleine Hotels, Pensionen und Apartmentanlagen. Apartments und die kleineren Studios sind oft geräumiger und preisgünstiger als Hotels. Von der Küchenausstattung darf man meist nicht viel erwarten; dafür fallen aber auch keine Endreinigungskosten an. Bett- und Badwäsche werden immer vom Vermieter gestellt.
Wildes Zelten ist auf den Inseln verboten, an einsamen Stränden aber üblich. Auf vielen Inseln gibt es offizielle Campingplätze, die meist nur zwischen Mai und September geöffnet haben. Viele von ihnen bieten auch Beach- Cabanas und Mietzelte an. Eine Übersicht über alle offiziellen Campingplätze des Landes geben greececamping.gr und camping-in-greece.gr.
Kleidung
In den Badeorten sind die Griechen nackter Haut gegenüber tolerant geworden. In Kirchen und Klöstern werden dagegen immer noch bedeckte Schultern und Knie erwartet.
Notfälle und Sicherheit
Diplomatische Vertretungen
Deutsche Botschaft
Odós Karaolí ke Dimitríou 3 | Athen | Tel. 21 07 28 51 11 | athen.diplo.de
Österreichische Botschaft
Leofóros Vasilíssis Sofías 4 | Athen | Tel. 21 07 25 72 70 | bmeia.gv.at/athen
Schweizer Botschaft
Odós Iassiou 2 | Athen | Tel. 21 07 23 03 64 | eda.admin.ch/athens
Gesundheit
Die medizinische Grundversorgung ist auf den größeren Inseln gewährleistet, auf den kleinen gibt es zumindest einen Inselarzt. Die Ärzte sind gut ausgebildet, es mangelt jedoch an apparativen Hilfen. Bei ernsthaften Erkrankungen empfiehlt sich deshalb eine frühzeitige Heimreise, deren Kosten durch eine Versicherung gedeckt sein sollten. Zwischen Deutschland und Österreich sowie Griechenland besteht zwar ein Sozialversicherungsabkommen, sodass man sich auf den Inseln theoretisch auch gegen Vorlage der Krankenversicherungskarte (European Health Card) bei Vertragsärzten der griechischen Krankenkasse IKA behandeln lassen kann. Diese sehen allerdings lieber Bargeld, weshalb sich vor der Abreise der Abschluss einer privaten Reisekrankenversicherung empfiehlt.
Apotheken gibt es in den größeren Inselorten; auf kleineren Inseln hält der Arzt Medikamente für den Notfall bereit. Medikamente, die du regelmäßig einnehmen musst, solltest du in ausreichender Menge dabeihaben.
Notfallnummern
Allgemeiner Notruf: 112
Notrufnummer des griechischen Automobilclubs: 1 04 44
Sperren der Bankkarte: +49 18 05 02 10 21;
Sperren von Kreditkarten: +49 11 61 16
Geld,Preise und Eintritt
Euro erhältst du per Kredit- oder Debitkarte aus den zahlreichen Bargeldautomaten der Banken.
Das Preisniveau in Griechenland entspricht in etwa dem in Mitteleuropa. In Museen und archäologischen Stätten kostet der Eintritt meist zwischen 4 und 12 Euro. Menschen mit Behinderung, Schüler und Studenten haben freien Eintritt, Senioren ab 65 J. erhalten eine Ermäßigung. Für besonders stark besuchte Museen und archäologische Stätten kaufst du am besten e-Tickets (hhticket.gr) für ein bestimmtes Zeitfenster. So vermeidest du lange Warteschlangen. Auf den Inseln gibt es sie bisher für Akrotíri auf Santorin, das Asklípion auf Kos sowie für den Großmeisterpalast sowie die Akropolis von Líndos auf Rhodos. Zwischen November und April ist der Eintritt zu staatlichen Museen und allen Ausgrabungsstätten am ersten Sonntag des Monats kostenlos, ebenso an gesetzlichen Feiertagen und an einigen weiteren Tagen im Jahr wie dem Weltmuseumstag. Kirchen und Klöster verlangen manchmal Eintritt, wenn ihnen ein Museum angeschlossen ist. Spenden sind dort immer willkommen.