Bloss nicht

Fettnäpfchen und Reinfälle vermeiden
Artenschutz missachtenDas mangelhaft ausgeprägte Umweltbewusstsein in Ländern der Dritten Welt solltest du nicht durch den Kauf von Schmuck- und Dekostücken aus schwarzer Koralle, Schildkrötenpanzer oder Krokodilleder unterstützen – außerdem ist ihre Einfuhr in Europa verboten!
Schwarz Geld tauschenSei vorsichtig bei Angeboten auf der Straße, Geld zu tauschen – hier kannst du leicht übers Ohr gehauen werden, indem man dir unter gültigen jede Menge ungültige Scheine andreht (der Betrügertrick heißt paquete chileno).
Im Stundenhotel landenStundenhotels für heimliche Schäferstündchen rahmen in Lateinamerika fast jeden Ort. Sie tragen Namen wie Paraíso oder Perlas del Amor. Wenn du also mit dem Auto unterwegs bist und ein Hotel suchst, solltest du dich nicht von der Leuchtreklame dieser Etablissements täuschen lassen. Du kannst dort zwar übernachten, aber zur Ruhe kommst du nicht.
Sich Drogen unterjubeln lassenJeglicher Besitz von Drogen inklusive Cannabis wird streng bestraft. Wenn der Verdacht auf Handel besteht – und wie das Gegenteil beweisen? –, erhöht sich die Strafe auf bis zu 20 Jahre Haft! Entlassung auf Kaution wird nicht gewährt. Auch die Botschaften sind da machtlos.
Erschrecken, wenn es huptDas könnte gefährlich werden, denn Schreckreaktionen sind ein unkalkulierbares Risiko auf den dicht von Autos und Mopeds befahrenen Straßen. Wenn jemand hinter dir hupt, will er dich darauf aufmerksam machen, dass er zum Überholen ansetzt. Es ist also eher eine Vorsichtsmaßnahme als Ausdruck von Aggressivität.

Was kostet wieviel?

Was?Wieviel €?
Cocktail8 Euro eine Margarita in der Loungebar
Espresso1,60 Euro im Café und Restaurant
Zigarren20 Euro für 5 Qualitätszigarren wie Aurora oder León Jimenes
Frühstück7-8 Euro zwei Eier, Sandwich und Kaffee
Benzin1,30 Euro 1 l Spezial
Fahrrad20–25 Euro Miete für einen Tag (halber Tag um 15 Euro)

Feste & Feiertage

1. Januar

  • Año Nuevo (Neujahr)

6. Januar

  • Los Reyes Magos (Hl. Drei Könige)

21. Januar

  • Nuestra Señora de la Altagracia

26. Januar

  • Natalicio de Duarte (Geburtstag Duartes)

27. Feb.

  • Independencia Nacional (Unabhängigkeitstag und Höhepunkt des Karnevals, vor allem in La Vega)

März/ April

  • Viernes Santo (Karfreitag, Höhepunkt der Semana Santa;

1. Mai

  • Gagá-Feste in den Bateys (Siedlungen der haitianischen Zuckerrohrarbeiter)

Juli/Aug.

  • Día del Obrero (Tag der Arbeit)

16. August

  • Festival de Merengue in Santo Domingo

24. Sept.

  • Día de la Restauración (Tag der Wiederherstellung der Republik)

12. Oktober

  • Día de Las Mercedes (Tag der Gnadenreichen Jungfrau, Prozessionen zum Santo Cerro)

1. November

  • Día de Colón (Kolumbustag)

25. Dezember

  • Todos Santos (Allerheiligen)

Veranstaltungen

21. Januar

  • Wallfahrt zur Basilika von Higüey zu Ehren der Jungfrau von Altagracia, der Schutzheiligen der Dominikanischen Republik. In der Nacht vor der Prozession werden in vielen Orten des Landes Kerzen angezündet, es wird getanzt und gesungen.

Februar

  • Karneval, vor allem in La Vega, Montecristi, Santiago und Santo Domingo, wo am Wochenende zum Monatswechsel in den Februar ein großer Umzug stattfindet. Ganz besonders bunt geht es am 27. Feb. beim Karneval in La Vega mit den typischen Teufelsmaskeraden oder in Montecristi mit den Toros y Civiles – den „Stieren und Bürgern“ – zu.

März/April

  • Semana Santa: In der Nacht vom Jueves Santo, dem Gründonnerstag, zum Viernes Santo, dem Karfreitag, finden vielerorts Prozessionen und Umzüge statt und in den Siedlungen der einstigen Zuckerrohrarbeiter, den bateys, die Gagá-Feste.

Juli/August

  • Festival de Merengue in Santo Domingo: Auf für den Autoverkehr gesperrten Straßen reißen temperamentvolle Merenguetänzer das Publikum mit. Dazu gibt es Kunstgewerbemärkte, gastronomische Festivals, Spiele und Motocrossrennen.

24. September

  • Prozession zum Santo Cerro zu Ehren der im ganzen Land verehrten Virgen de las Mercedes.

Oktober/November

  • Descubrimiento de América: Die Entdeckung Amerikas durch Kolumbus wird am 12. Okt. mit Staatsakten wie der Niederlegung eines Kranzes am Faro a Colón in Santo Domingo gefeiert.

  • Festival Internacional de Jazz an der Nordküste mit berühmten Interpreten der Jazzszene. drjazzfestival.com

An-& Einreise

Die Flugzeit beträgt rund zehn Stunden. Für die Einreise benötigst du ein E-Ticket (Formular: eticket.migracion.gob.do) und einen noch mindestens sechs Monate gültigen Reisepass; das gilt auch für Kinder.

Für die Taxifahrt in die nächste Stadt gelten feste Tarife, die Fahrt vom internationalen Flughafen Las Américas in die Altstadt von Santo Domingo z.B. kostet 40 Dollar.

Impfungen & Krankenversicherung

Auf jeden Fall ratsam ist eine Auslandskrankenversicherung mit Rückholversicherung. Impfungen sind für die Dominikanische Republik offiziell nicht erforderlich. Tropenärzte empfehlen jedoch einen Schutz gegen Hepatitis A, Keuchhusten, Mumps, Masern, Röteln, Pneumokokken, Influenza und Diphtherie, außerdem eine Auffrischung der Tetanusimpfung, eventuell auch eine Impfung gegen Denguefieber – frag deinen Arzt und beachte die Empfehlungen des Auswärtigen Amts.

Notruf & Touristenpolizei

Notruf landesweit: Tel. 911.Speziell für die Sicherheit der Touristen soll die Policía de Turismo mit der Telefonnummer 809 2 00 35 00 sorgen. Stationiert ist diese Touristenpolizei in vielen Orten, meist am Ortsausgang. Ihre Website politur.gob.do ist auf Spanisch und Englisch verfügbar.

Vorbereitung

Auskunft vor der Reise

Eine gute Infoquelle ist die Website des Auswärtigen Amts: auswaertigesamt.de. Für Visafragen sind die dominikanischen Konsulate in Frankfurt, Hamburg und Stuttgart zuständig. Auf der Website des Fremdenverkehrsamts der Dominikanischen Republik (Tel. 069 91 39 78 78 | godominicanrepublic.com) können zahlreiche Broschüren auf Deutsch heruntergeladen werden.

Zeit

– 5 Stunden Zeitverschiebung

In der Dominikanischen Republik ist es im Winter fünf Stunden früher als in Mitteleuropa, während der Sommerzeit in Europa sechs Stunden

Strom

Adapter Typ A

Du brauchst unbedingt einen Adapter Typ A . Die Netzspannung beträgt 110 Volt bei einer Frequenz von 60 Hertz; Laptops und Handys stellen sich von selbst um.

Ankommen

Klima & Reisezeit

Es gibt nur zwei Jahreszeiten: die Regenzeit von April bis November mit Schauern am Nachmittag oder in der Nacht und die Trockenzeit von Dezember bis März. Im Januar allerdings, wenn Kaltfronten aus dem Norden herüberziehen, wird es schon mal kühler. Besonders feucht und heiß ist der Juli. Von August bis November bringen Hurrikans immer mal wieder viel Regen und gelegentlich auch schwere Verwüstungen.

Zoll

Zollfrei bei Wiedereinreise in die EU sind u.a. 50 Zigarren, 1 l Rum und Geschenke bis zu einem Wert von 430 Euro. Zollbestimmungen können sich kurzfristig ändern. Der Zoll informiert über die aktuell geltenden Zollbestimmungen bei Wiedereinreise (zoll.de, bmf.gv.at, bazg.admin.ch).

Weiterkommen

Mietfahrzeuge

Pro Tag kostet ein Leihwagen mindestens 40 Dollar inklusive Versicherung und unbegrenzten Kilometern. Das Mindestalter ist 25 Jahre, der nationale Führerschein genügt. Bezahlt wird mit Kreditkarte. Achtung: Mietfahrzeuge können gestohlen werden! Der Mieter kann dann je nach Mietbedingungen verpflichtet sein, das Fahrzeug zu ersetzen – bei Nichtbezahlung droht die Festnahme.

Erschlossen ist das ganze Land durch gute, vierspurige Schnellstraßen (autopistas); diese sind alle mautpflichtig. Tankstellen gibt es an den Hauptverkehrswegen in ausreichender Dichte; meist kannst du dort auch mit Kreditkarte bezahlen.

Die Verkehrsregeln gleichen den unsrigen. Auf Landstraßen sind maximal 80 km/h, auf Schnellstraßen 100 km/h erlaubt – allerdings halten sich nur wenige daran. Rechts Überholen ist ebenso verbreitet wie langsames Fahren auf der Überholspur, z. B. um in eine Lücke des Mittelstreifens zu fahren und dort die Fahrtrichtung zu wechseln. Ausfahrten werden selten weiträumig angekündigt.

Überall musst du mit Fußgängern rechnen, vor allem an den Straßenrändern, im Stadtverkehr kommen noch jede Menge rechts wie links überholende Mopeds dazu. Fahr also unbedingt defensiv, denn wer in einen Unfall verwickelt wird, darf bis zur Klärung der Rechtslage das Land nicht verlassen.

Öffentliche Verkehrsmittel

Große Strecken absolvierst du am besten mit den klimatisierten Fernbussen von Caribe-Tours (caribetours.com.do) oder Metro (metroserviciosturisticos.com). Caribe Tours steuert normalerweise auch Haiti an, bei Redaktionsschluss wegen der Unruhen allerdings nicht. Die Strecke Santo Domingo– Santiago kostet 400 Pesos. Die kleinen (Nahverkehrs-)Busse heißen guaguas; sie sind oft klapprig und überfüllt. Nach ihren Haltestellen fragst du am besten die Leute vor Ort.

Taxi

Am teuersten sind die cremefarbenen taxis turísticos, die vor den Hotels oder am Flughafen warten. Sie verkehren zu festen Tarifen. Bei anderen Taxis ist der Preis Verhandlungssache. Eine mittlere Stadtfahrt in Santo Domingo kostet im taxi turístico etwa 8 Euro. Noch preisgünstiger sind carro-conchos, die auf festen Routen verkehren.

Vor Ort

Auskunft vor Ort

Ein dürftig ausgestattetes Informationsbüro (Mo–Fr 9–16 Uhr | C/ Isabel La Católica 103) gibt es in Santo Domingo; doch selbst dort nutzt man gern das Internet, z.B. die offizielle Tourismuswebsite, um deine Fragen zu beantworten. Am besten suchst du dir eine Reiseagentur – du musst ja nicht gleich ein Angebot buchen.

Fotografieren

Das Fotografieren von Militär und militärischen Anlagen ist verboten. Ansonsten sind die Dominikaner nicht kamerascheu, wenn man vorher um Erlaubnis fragt.

Geld & Kreditkarten

Währung ist der Dominikanische Peso (RD$ oder DOP). Euro oder Schweizer Franken kannst du in jeder Bank oder Wechselstube (casa de cambio) tauschen. In nahezu jeder Stadt gibt es außerdem Geldautomaten (cajeros automáticos), an denen du mit Visa- oder Mastercard-Kreditkarte bzw. Debitkarte mit Maestrozeichen Bargeld abheben kannst. Belastet werden dem Konto der Gegenwert in Euro zum Tageskurs plus die fälligen Prozente für den Auslandseinsatz und bei einigen Banken eine zusätzliche Gebühr von umgerechnet 3 bis 5 Euro – was aber trotzdem noch günstiger ist als der Kauf von Dollars und deren Umtausch vor Ort. Das Preisniveau entspricht etwa dem in Mitteleuropa. Die gängigen Kreditkarten werden fast überall akzeptiert, zum Teil auch in Supermärkten, allerdings häufig verbunden mit einem zehn- bis 15-prozentigen Aufschlag.

Internetzugang & Wlan

Mit kostenlosem wifi (wifispc.com) locken viele Restaurants, Cafés und Gästehäuser. Für eine fast flächendeckende Versorgung mit Internet im Land sorgen 15 Firmen, die führenden sind Claro und Orange.

Öffnungszeiten

Sonntags haben die meisten Geschäfte zu, ausgenommen die großen Shoppingmalls und die kleinen Tante-Emma-Läden. Manche schließen schon am Samstagnachmittag. Sonst sind alle Geschäfte von etwa 9 Uhr morgens bis abends um 19 Uhr geöffnet.

Post

Briefmarken nach Europa (estampa internacional) kosten 100 Pesos (senkrecht aufkleben!). In einigen Supermärkten findet man Briefkästen. Sicherer ist die Abgabe auf der Poststelle.

Sprache

Im Tourismusgewerbe wird natürlich Englisch (und oft auch Deutsch) gesprochen, sonst ist es mit den Fremdsprachenkenntnissen der Dominikaner nicht weit her. Da helfen dann nur ein paar Brocken Spanisch oder die Gebärdensprache weiter.

Strände

Mit Rettungsschwimmern bewachte Strände gibt es gar nicht, da an den meisten Stränden gefahrlos gebadet werden kann. Gefährliche Unterströmungen drohen allerdings an den Stränden der Costa Sur im Südwesten. Abgelegene, einsame Strände solltest du immer nur in Gesellschaft besuchen.

Telefon & Handy

Vorwahl in die Dominikanische Republik: 001.Willst du nach Hause telefonieren, musst du 0011 vor die Landeskennzahl setzen (Deutschland 49, Österreich 43, Schweiz 41), dann die Ortsvorwahl ohne Null und schließlich die Teilnehmernummer. Bei Anrufen vom Festnetz auf ein Mobiltelefon und umgekehrt musst du eine 1 vorwählen; bei reinen Festnetz- oder bei Telefonaten zwischen einem dominikanischen Handy und einem anderen dominikanischen Handy entfällt die 1: Hier wählt man direkt die zehnstellige Nummer. Deutsche Handys schalten automatisch auf den Roamingpartner Orange um. Das kann teuer werden, wenn du vor der Abreise keinen speziellen Tarif eingerichtet hast. Kostenlos sind Telefonate über Whatsapp (WLAN erforderlich!). Ab ca. 20 Euro bekommst du dominikanische Prepaidhandys in den Geschäften von Orange oder Claro (Passkopie mitnehmen!).

Toiletten

Bitte kein Toilettenpapier ins Klo werfen! Die Rohre verstopfen schnell. Für das benutzte Papier steht immer ein Eimer bereit.

Trinkgeld

Die 18-prozentige Mehrwertsteuer (IVA) und die zehnprozentige Servicesteuer (servicio) sind auf den Rechnungen bereits enthalten. Ein Trinkgeld wird vor allem von Kofferträgern (3 Dollar) und von Zimmermädchen (mindestens 10 Dollar pro Woche) erwartet.

Notfälle und Sicherheit

Diplomatische Vertretungen

Deutsche Botschaft (Embajada de la República Federal de Alemania)

Av. Núñez de Cáceres 11 (Edificio Equinox) | Santo Domingo | Tel. 809 5 42 89 49 | santo-domingo.diplo.de

Honorarkonsulat Österreich (Cónsul Honorario de Austria)

Parque Empresarial Bávaro, Local 319 | Av. Estados Unidos | Bávaro-Punta Cana | Tel. 809 9 17 38 39 | bmeia.gv.at

Botschaft der Schweiz (Embajada de Suiza)

Av. Gustavo Mejía Ricart 102 (Edificio Corporativo 2010) | Santo Domingo | Tel. 809 5 33 37 81 |  eda.admin.ch

Krankheitsrisiken

n Gegenden, wo es viele Mücken gibt, kann man sich auch tagsüber durch Stiche den Chikungunya- und den für Schwangere hochgefährlichen Zikavirus oder Denguefieber einhandeln. Die Symptome sind jeweils sehr ähnlich: Gelenk- und Muskelschmerzen, Fieber, Hautausschlag. Gewissheit über den Virustyp gibt nur eine Blutuntersuchung. Informationen zu einer Denguefieberimpfung findest du in den Reisehinweisen des Auswärtigen Amts (auswaertiges-amt.de).

Die Gefahr eine Ciguatera-Fischvergiftung ist auf die Monate von April bis September beschränkt, weil die Tiere dann giftige Algen gefressen haben können. Das Aidsrisiko ist in der Karibik nach wie vor hoch! Adressen deutschsprachiger Ärzte erfährst du bei der Deutschen Botschaft oder unter urlaubsortarzt.de.

Naturgefahren

Hurrikans, die das Land immer wieder heimsuchen, kündigen sich etliche Stunden zuvor an, sodass du dich rechtzeitig in Sicherheit bringen kannst – draußen fliegen dann tödliche Geschosse umher. Handys und Laptops vorsorglich laden, damit du dich über die Lage informieren kannst. Erdbeben kommen ebenfalls vor. Spürst du eine erste Erschütterung (Primärwellen), hast du bis zu den zerstörerischen Sekundärwellen noch knapp zwei Minuten Zeit, ins Freie zu laufen oder dich unter ein stabiles Möbelstück zu flüchten. Bist du am Strand, besteht die Gefahr eines Tsunamis – begib dich daher sofort auf etwas höher Gelegenes!

Sicherheit

Mit der gestiegenen (Drogen-)Kriminalität ist auch die Gewaltbereitschaft gewachsen, deshalb solltest du dich im Konfliktfall niemals aggressiv verhalten. Über die aktuelle Sicherheitslage informiert die Website des Auswärtigen Amts (auswaertiges-amt.de).

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