Der Südwesten Siziliens Must Sees

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  • Valle dei Templi

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    • Valle dei Templi© MAIRDUMONT
    Insider-Tipp
    Instatauglich!

    „Die Bürger von Akragas bauen, als ob sie ewig leben würden, und sie essen, als ob sie morgen sterben müssten“, lästerte ein griechischer Poet. Diese Bauwut kannst du heute noch bestauen, wenn du die Tempelstraße entlangwanderst. Nimm am besten den Eingang beim höchstgelegenen Tempel, dem Tempel der Juno/Hera (Tempio di Giunone o Hera), wo weniger Rummel ist und du leichter parken kannst. Obwohl das Heiligtum mit Meerblick 406 v. Chr. von plündernden Karthagern angezündet wurde, stehen die meisten Säulen noch ebenso aufrecht wie einige knorrige Olivenbäume, die Jahrtausende auf dem Buckel haben könnten. Unterhalb siehst du das Grabdenkmal des Theron. Entlang des Steilabfalls führt ein Spazierweg zum Concordia-Tempel. Seinen Erhaltungszustand verdankt dieser klassische dorische Tempel des 5.Jh. v. Chr. der späteren Umwandlung in eine christliche Kirche. Spontane Selfieschlangen bilden sich vor der Bronzefigur des vom Himmel gestürzten „Ikarus“ des polnischen Künstlers Igor Mitoraj. Durchklettern kannst du die zusammengebrochenen Steinmassen des Herakles-Tempels, von dem noch acht Säulen stehen. Über die Straße erreichst du die der Sonne ausgesetzte Zona Archeologica mit dem Tempel des Olympischen Zeus: ein Haufen riesiger Steinblöcke und Säulentrommeln. Der Kolossalbau wurde nach dem Sieg über die Karthager bei Himera 480 v. Chr. begonnen und war mit 112 m Länge und 58 m Breite einer der größten antiken Tempel. 406 v. Chr. zerstörten die Karthager den noch unfertigen Bau. 2024 wurde „Frankenstein“ aufgerichtet, die 8 m hohe Kopie eines der Telamonen (Trägerfiguren), die das Gebälk hielten. Etwas tiefer befindet sich der heilige Bezirk der chtonischen Gottheiten (Tempio delle divinità chthonie) mit Opfergruben und die viel geknipste Tempelecke von Castor und Pollux. Von ca. Juli bis Mitte September werden die Tempel nachts illuminiert. Deutsche oder englische Sunset-Führungen starten meist um 17.30 und 21 Uhr. Nach so viel Hardcore-Archäologie könntest du dich im angrenzenden Giardino della Kolymbethra entspannen. Das Naturparadies mit Orangen-, Mandel- sowie Ölbäumen und Brunnengrotten, die der Bewässerung des Tals und der Fischzucht dienten, lädt zum Picknicken ein.

    • Valle dei Templi© MAIRDUMONT
    Insider-Tipp
    Instatauglich!

    „Die Bürger von Akragas bauen, als ob sie ewig leben würden, und sie essen, als ob sie morgen sterben müssten“, lästerte ein griechischer Poet. Diese Bauwut kannst du heute noch bestauen, wenn du die Tempelstraße entlangwanderst. Nimm am besten den Eingang beim höchstgelegenen Tempel, dem Tempel der Juno/Hera (Tempio di Giunone o Hera), wo weniger Rummel ist und du leichter parken kannst. Obwohl das Heiligtum mit Meerblick 406 v. Chr. von plündernden Karthagern angezündet wurde, stehen die meisten Säulen noch ebenso aufrecht wie einige knorrige Olivenbäume, die Jahrtausende auf dem Buckel haben könnten. Unterhalb siehst du das Grabdenkmal des Theron. Entlang des Steilabfalls führt ein Spazierweg zum Concordia-Tempel. Seinen Erhaltungszustand verdankt dieser klassische dorische Tempel des 5.Jh. v. Chr. der späteren Umwandlung in eine christliche Kirche. Spontane Selfieschlangen bilden sich vor der Bronzefigur des vom Himmel gestürzten „Ikarus“ des polnischen Künstlers Igor Mitoraj. Durchklettern kannst du die zusammengebrochenen Steinmassen des Herakles-Tempels, von dem noch acht Säulen stehen. Über die Straße erreichst du die der Sonne ausgesetzte Zona Archeologica mit dem Tempel des Olympischen Zeus: ein Haufen riesiger Steinblöcke und Säulentrommeln. Der Kolossalbau wurde nach dem Sieg über die Karthager bei Himera 480 v. Chr. begonnen und war mit 112 m Länge und 58 m Breite einer der größten antiken Tempel. 406 v. Chr. zerstörten die Karthager den noch unfertigen Bau. 2024 wurde „Frankenstein“ aufgerichtet, die 8 m hohe Kopie eines der Telamonen (Trägerfiguren), die das Gebälk hielten. Etwas tiefer befindet sich der heilige Bezirk der chtonischen Gottheiten (Tempio delle divinità chthonie) mit Opfergruben und die viel geknipste Tempelecke von Castor und Pollux. Von ca. Juli bis Mitte September werden die Tempel nachts illuminiert. Deutsche oder englische Sunset-Führungen starten meist um 17.30 und 21 Uhr. Nach so viel Hardcore-Archäologie könntest du dich im angrenzenden Giardino della Kolymbethra entspannen. Das Naturparadies mit Orangen-, Mandel- sowie Ölbäumen und Brunnengrotten, die der Bewässerung des Tals und der Fischzucht dienten, lädt zum Picknicken ein.


  • Eraclea Minoa

    Touristenattraktionen
    • Eraclea Minoa© Glow Images

    Auf einem Hochplateau der Kreidefelsen des Capo Bianco liegen die Reste der im 6.Jh. als Ableger von Selinunt gegründeten Stadt. Im Theater, dessen in den weichen Stein gehauenen Sitzreihen unter Plexiglas vor weiterer Verwitterung geschützt werden, fallen die neun komfortablen Sitze für wichtige Persönlichkeiten auf. Außerdem gibt es hier eine Nekropole und eine Ausstellung mit Fundstücken.

    • Eraclea Minoa© Glow Images

    Auf einem Hochplateau der Kreidefelsen des Capo Bianco liegen die Reste der im 6.Jh. als Ableger von Selinunt gegründeten Stadt. Im Theater, dessen in den weichen Stein gehauenen Sitzreihen unter Plexiglas vor weiterer Verwitterung geschützt werden, fallen die neun komfortablen Sitze für wichtige Persönlichkeiten auf. Außerdem gibt es hier eine Nekropole und eine Ausstellung mit Fundstücken.


  • Erice

    Geographical
    • Erice© MAIRDUMONT

    Fast über dem Meer, aber in über 700 m Höhe schwebt nordöstlich von Trapani das mittelalterliche Erice mit seinen grauen Steinhäusern. Oft steckt es in den Wolken, auch wenn sonst über ganz Westsizilien die Sonne brennt. Hier verehrten die aus Kleinasien eingewanderten Elymer und Punier die Liebesgöttin Astarte, die Römer bauten ein Venusheiligtum an die Stelle, wo heute das Normannenkastell steht. Erice scheint zu einem großen Teil verlassen, aber die sonst so augenfälligen Zeichen des Verfalls fehlen. Denn die Kongressstadt ist auch Ziel vieler Sizilianer, die am Wochenende die kühlere Luft genießen. Der Blick über die Ebene mit den Salinen, den Inseln der Lagune von Marsala, den Egaden und der Felsküste von San Vito ist einmalig.

    • Erice© MAIRDUMONT

    Fast über dem Meer, aber in über 700 m Höhe schwebt nordöstlich von Trapani das mittelalterliche Erice mit seinen grauen Steinhäusern. Oft steckt es in den Wolken, auch wenn sonst über ganz Westsizilien die Sonne brennt. Hier verehrten die aus Kleinasien eingewanderten Elymer und Punier die Liebesgöttin Astarte, die Römer bauten ein Venusheiligtum an die Stelle, wo heute das Normannenkastell steht. Erice scheint zu einem großen Teil verlassen, aber die sonst so augenfälligen Zeichen des Verfalls fehlen. Denn die Kongressstadt ist auch Ziel vieler Sizilianer, die am Wochenende die kühlere Luft genießen. Der Blick über die Ebene mit den Salinen, den Inseln der Lagune von Marsala, den Egaden und der Felsküste von San Vito ist einmalig.


  • Segesta

    Touristenattraktionen
    • Segesta© MAIRDUMONT

    Inmitten einer einsamen Landschaft thronen die Reste der einstigen Stadt der Elymer, ein von den Griechen beeinflusstes Volk. Der Tempel aus dem 5.Jh. v.Chr. wurde wohl nie vollendet. Das höher gelegene Theater öffnet sich mit seinem Halbrund zum entfernten Meer und dem Tal unterhalb von Alcamo. Unterhalb von Segesta gibt es am Fiume Caldo Thermalquellen mit heißem Schwefelwasser, die am Ende einer tiefen Schlucht entspringen. Von der Straße nach Castellammare zweigt hinter der Brücke über den Fluss eine Straße zu den Terme Segestane ab.

    • Segesta© MAIRDUMONT

    Inmitten einer einsamen Landschaft thronen die Reste der einstigen Stadt der Elymer, ein von den Griechen beeinflusstes Volk. Der Tempel aus dem 5.Jh. v.Chr. wurde wohl nie vollendet. Das höher gelegene Theater öffnet sich mit seinem Halbrund zum entfernten Meer und dem Tal unterhalb von Alcamo. Unterhalb von Segesta gibt es am Fiume Caldo Thermalquellen mit heißem Schwefelwasser, die am Ende einer tiefen Schlucht entspringen. Von der Straße nach Castellammare zweigt hinter der Brücke über den Fluss eine Straße zu den Terme Segestane ab.


  • Gibellina

    Geographical
    • © spumador, Thinkstock

    Nach dem Erdbeben von 1968 im Belice-Tal entstanden Barackenstädte, die zum Dauerzustand zu werden drohten. Die staatlichen Hilfsgelder versickerten in den Taschen der Mafia und korrupter Politiker. Die Bewohner des zerstörten Gibellina kämpften gegen Entmutigung und Abwanderung, demonstrierten in Rom und luden außer Politikern auch Künstler zu sich ein, die Gibellina und seinen Wiederaufbau bekannt machten. Das alte Dorf ist eine Trümmerwüste, teils überwuchert, teils als Mahnmal unter Beton versiegelt. Der "Cretto" von Alberto Burri wird stets erweitert und gilt als größtes Flächenkunstwerk Europas. Der neue Ort liegt einige Kilometer entfernt. Er ist ein urbanes Experiment mit beachtlichen Schöpfungen moderner Architektur, eine Wohnstadt mit viel Platz, Gärten und Lebensqualität.

    • © spumador, Thinkstock

    Nach dem Erdbeben von 1968 im Belice-Tal entstanden Barackenstädte, die zum Dauerzustand zu werden drohten. Die staatlichen Hilfsgelder versickerten in den Taschen der Mafia und korrupter Politiker. Die Bewohner des zerstörten Gibellina kämpften gegen Entmutigung und Abwanderung, demonstrierten in Rom und luden außer Politikern auch Künstler zu sich ein, die Gibellina und seinen Wiederaufbau bekannt machten. Das alte Dorf ist eine Trümmerwüste, teils überwuchert, teils als Mahnmal unter Beton versiegelt. Der "Cretto" von Alberto Burri wird stets erweitert und gilt als größtes Flächenkunstwerk Europas. Der neue Ort liegt einige Kilometer entfernt. Er ist ein urbanes Experiment mit beachtlichen Schöpfungen moderner Architektur, eine Wohnstadt mit viel Platz, Gärten und Lebensqualität.


  • Selinunt

    Touristenattraktionen
    • Selinunt© Sabine Lubenow, DuMont Reisebildportal

    Die griechische Stadt Selinus hatte mehr als 100.000 Einwohner. Nach der Zerstörung durch die Karthager geriet sie in Vergessenheit. 1822 begann man mit den bis heute andauernden Ausgrabungen der einzigartigen Anlage mit sechs Tempeln, einem Heiligtum und der noch kaum erforschten antiken Stadt.

    • Selinunt© Sabine Lubenow, DuMont Reisebildportal

    Die griechische Stadt Selinus hatte mehr als 100.000 Einwohner. Nach der Zerstörung durch die Karthager geriet sie in Vergessenheit. 1822 begann man mit den bis heute andauernden Ausgrabungen der einzigartigen Anlage mit sechs Tempeln, einem Heiligtum und der noch kaum erforschten antiken Stadt.