Wissenswertes über Der Chiemgau
Erhalte wichtige Tipps zu Anreise, Fortbewegung, Klima, Zoll, Sicherheit, WLAN und mehr für deine Reise nach Der Chiemgau. So bist du bestens vorbereitet!Bloss nicht
Fettnäpfchen und Reinfälle vermeidenWas kostet wieviel?
| Was? | Wieviel €? |
|---|---|
| Souvenir | ab 9 Euro für ein kleines Brotzeitbrettl |
| Bier | 10 Euro für eine Maß im Biergarten |
| Imbiss | 5,50 Euro für eine Fischsemmel |
| Seilbahn | 22,50 Euro für eine Bergfahrt mit der Kampenwandbahn |
| Eintritt | ab 18,50 Euro für eine Tageskarte im Erlebnisbad |
| Schiff | ab 8,50 Euro für eine Dampferfahrt |
Feiertage
1. Januar
- Neujahr
6. Januar
- Heilige Drei Könige
März/April
- Karfreitag; Ostermontag
1. Mai
- Tag der Arbeit
Mai/Juni
- Christi Himmelfahrt; Pfingstmontag; Fronleichnam
15. August
- Mariä Himmelfahrt
3. Oktober
- Tag der deutschen Einheit
1. November
- Allerheiligen
25./26. Dezember
- Weihnachten
Veranstaltungen
Januar
Aperschnalzen: In den Dörfern lässt man die „Goaßln“ knallen, um den Winter auszutreiben. schnalzen.de
März
Internationale Jazzwoche Burghausen: Jazz vom Feinsten. b-jazz.com
April
Georgiritte: Am Ostermontag traben 600 geschmückte Pferde in Traunstein. Am letzten Wochenende treten in Tittmoning auch „römische Soldaten“ auf.
Mai
Trachtenwallfahrt zur Kirche Maria Eck: am 3. Sonntag des Monats.
Juni/ Juli
Altstadtfest in Trostberg: Die Hauptstraße des Orts verwandelt sich in einen riesigen Biergarten.
Chiemgau Alm-Festival: An den Wochenenden wird vor den schönsten Hütten aufgespielt.
August
Lichterfest in Seebruck: Tausende Lampions, eine besondere Atmosphäre.
Burgtage in Tittmoning: Gaukler, Ritter und viel Mittelalter. tittmoning.de
Kuahgartn Open Air: Festivalfans feiern die Bands, nahe Wasserburg.
September
Rosenheimer Herbstfest: Die kleine Schwester des Oktoberfests, nur viel zünftiger. herbstfest-rosenheim.de
Almabtrieb: Festlich geschmückt kehrt das Vieh von den Sommerweiden in die Ställe zurück.
November
Leonhardiritte: Bei den prächtigen Ritten, z. B. in Kirchweidach, wird der Schutzpatron des Nutzviehs geehrt.
Dezember
Buttnmandllaufen: Der Nikolaus wird von zwölf wilden Gesellen begleitet. Ein ähnlicher Brauch ist der Perchtenlauf von Kirchseeon.
Ankommen
Anreise
Mit der Bahn geht es von der Landeshauptstadt München bequem in die Region. Vom Hauptbahnhof fahren Züge nach Wasserburg, Burghausen, Rosenheim, Prien und Traunstein bis nach Salzburg. Wer ins Berchtesgadener Land möchte, nimmt ebenfalls den Salzburgzug und steigt kurz vor der Grenze in Freilassing um. Autoreisezüge halten in München nicht am Hauptbahnhof, sondern am Ostbahnhof.
Mit dem Bus: Das Busnetz ab München ist nicht gut erschlossen. Vom Zentralen Omnibusbahnhof fährt der Flixbus nur Mühldorf an. Vom Ostbahnhof gelangt man bis nach Haag, von dort geht es mit viel Umsteigen weiter nach Wasserburg oder Rosenheim.
Mit dem Auto: Zum Chiemsee und ins Berchtesgadener Land geht es ab München über die Salzburger Autobahn (A 8). Nach Mühldorf, Altötting und Burghausen fährt man ab München schneller über die B 12 Richtung Passau. E-Parkplätze gibt es vor allem an neuen Hotels, auf den Wanderparkplätzen suchst du sie dagegen oft vergeblich. Einen Übersichtsplan findest du auf ladeatlas.elektromobilitaet-bayern.de.
Mit dem Flugzeug: Für Reisende ins Berchtesgadener Land und in den Rupertiwinkel bietet sich als nächstliegende Lösung der Salzburger Flughafen an, den auch Billigflieger ansteuern. Von hier aus geht‘s bequem mit dem Leihwagen weiter. In München wird der Flughafen „Franz Josef Strauß“ aus zahlreichen deutschen Städten angeflogen. Da er außerhalb der Stadt liegt, ist man von hier mit dem Mietwagen schnell auf den Autobahnen, die S-Bahn düst in 40 Minuten zum Hauptbahnhof.
Klima & Reisezeit
Der Chiemgau hat das ganze Jahr über viel zu bieten. Abgesehen vom grauen November und vielleicht auch vom Juni, in dem es am meisten regnet. Der Sommer ist ein Traum. Viele Münchner verreisen im August nicht ins Ausland, weil es dann nirgendwo schöner ist als an den oberbayerischen Seen. September und Oktober mit ihren klaren, frischen Tagen sind ideal für Bergsteiger. Ende September, Anfang Oktober, wenn in München das Oktoberfest stattfindet, musst du mit Bettenknappheit und Wucherpreisen bis in den Chiemgau rechnen.
Im Frühling sind viele Wanderwege noch rutschig oder wegen der Schneeschmelze nicht passierbar – die örtlichen Tourismusbüros kennen die aktuelle Lage.
Weiterkommen
Öffentliche Verkehrsmittel
Auch ohne eigenes Auto lässt sich die Region gut bereisen. Die Bayerische Oberlandbahn (brb.de) verbindet Rosenheim (über den Chiemsee, Traunstein und Freilassing) mit Salzburg Mit den Regiozügen der Südostbayernbahn (suedostbayernbahn.de) gelangst du vom Knotenpunkt Mühldorf nach Rosenheim, Ruhpolding und Burghausen.
Gut vernetzt sind auch die Orte im Chiemgau untereinander. Drehkreuze sind Rosenheim, Traunstein Wasserburg, Traunreut und Bad Reichenhall. Perfekt für eine schöne Tour um das „Bayerische Meer“ ist die Chiemseeringlinie, deren Busse den See zwei bis dreimal täglich in beiden Richtungen umrunden. Die Route ist extra auf Besucher ausgelegt: Badeplätze und Panoramaspots werden angefahren. Die Busse ziehen einen Fahrradanhänger hinter sich her. Wer also müde ist, kann ein Stück des Wegs im Bus entspannen. Die Tageskarte kostet 13,60 Euro (Fahrrad 2,90 Euro/Fahrt), die Inhaber von Gästekarten der beteiligten Gemeinden fahren kostenlos. Dazu bieten Orte wie Inzell oder Ruhpolding Strecken im Minibus an. Auch nachts gibt es einen Express, der Orte wie Traunstein, Tittmoning, Seebruck und Chieming verbindet.
Der Bürgerbus Seenplatte–Chiemsee (Tel. 08031 35 49 50) bringt Gäste auf der Westseite des Chiemsees von Amerang über Seebruck bis nach Prien. Für Nachtschwärmer eignet sich das Rosi Mobil (Tel. 08031 40 07 00 | rosi-mobil.de) – via App oder Telefon gibt es eine E-Flotte on demand, die vor allem zu später Stunde sicher ist. Anrufer werden an einer nahen Bushaltestelle im westlichen Chiemgau abgeholt.
Vor Ort
Auskunft vor Ort
– Chiemgau Tourismus | Seuffertstr. 12 | Traunstein | Tel. 0861 98 82 31 20 | chiemsee-chiemgau.info
– Tourist-Information Berchtesgaden | Maximilianstr. 9 | Berchtesgaden | Tel. 08652 65 65 00 | berchtesgaden.de
Schifffahrt
Auf dem Chiemsee besteht regelmäßiger Liniendampferverkehr. Angefahren werden Prien, die Herreninsel, Gstadt, die Fraueninsel, Seebruck, Chieming, Feldwies und Bernau/ Felden. Nach Herrenchiemsee gelangst du am schnellsten von Prien aus – die Überfahrt dauert 15 Minuten und kostet 8,40 Euro (einfache Fahrt). Die große Seerundfahrt (Dauer: 2 ½ Std. | chiemsee-schifffahrt.de), bei der sämtliche Uferorte sowie die beiden Inseln abgeklappert werden, kostet 19,20 Euro.
Auf dem Königssee verkehren Elektromotorboote von der Anlegestelle Königssee nach Sankt Bartholomä (hin und zurück 22,80 Euro) und nach Salet/ Obersee (hin und zurück 29 Euro | seenschifffahrt.de). Achtung: Hunde sind an Bord nur erwünscht, wenn sie einen Maulkorb tragen.
Telefon & Handy
Der Handyempfang in den Bergen wie auch auf Landstraßen ist oft schlecht. Praktisch: Die Chiemsee Alpen App mit zahlreichen Tourenbeschreibungen und Restaurants.
Vergünstigungen
Mit der Chiemgau Karte (chiemgaukarte.de) stehen dir zahlreiche Attraktionen der Region kostenlos oder zu günstigen Preisen offen, außerdem gibt es damit gratis Tagesskipässe, Lift und Busfahrten. Die Karte wird von Hotels u. a. in Ruhpolding, Inzell und Grassau ausgegeben.
Weitere Vergünstigungen bei Sehenswürdigkeiten, Bergbahnen und Museen bietet die Gästekarte Chiemsee-Bayerische Alpen. Das See-Gipfel-Ticket gilt u.a. für eine Gondelfahrt auf die Kampenwand und eine Schiffsfahrt zu den Chiemseeinseln, der Eintritt für Schloss Herrenchiemsee ist ermäßigt. Die Karte Gipfel Hoch4 plus lohnt sich für alle, die hoch hinaus wollen, nämlich auf Kampenwand, Hochries, Hocheck und Wendelstein: Bis zu 40 Prozent Rabatt auf die Bergbahnfahrten gibt es insgesamt. chiemseealpenland.de
Internetzugang & WLAN
Glasfaser hat seinen Weg in den Chiemgau längst gefunden: Die Verbindungen in den Ortschaften sind gut ausgebaut, größere Städte haben Gratis-Hotspots. In den Bergen reißt das Netz häufig noch ab, deshalb besser Wanderrouten speichern oder an den Infostellen einen Flyer mitnehmen.
Öffnungszeiten
Überall ist es möglich, dass Sehenswürdigkeiten zwischen 12 und 14 Uhr geschlossen sind. Kirchen in abgelegenen Regionen sind teils verschlossen; wer im Pfarrhaus nach dem Schlüssel fragt, dem wird geholfen. Auch zu hohen Feiertagen wie Weihnachten, Pfingsten oder Mariä Himmelfahrt sind einige Sehenswürdigkeiten geschlossen.
Warmes Essen gibt es in den Wirtshäusern oft nur bis 21 Uhr. Sonntagmittags sind viele Restaurants rege besucht, eine Reservierung hilft. Im Winter haben einige Restaurants einen zusätzlichen Ruhetag, Montag oder Dienstag sind typisch.
Die meisten Almen öffnen kurz nach Ostern oder im Mai und haben bis einschließlich September geöffnet.
Camping
An die 40 Campingplätze gibt es im Chiemgau und im Berchtesgadener Land, viele von ihnen liegen direkt am See. Eine gute Übersicht bietet der Online-Campingführer von Chiemgau Tourismus (chiemsee-chiemgau.info).
Ferien auf dem Bauernhof
Besonders für Familien eignet sich diese kostengünstige Übernachtung, die jede Menge Spaß verspricht. Auch Ferienwohnungen gibt es in der Region zuhauf. chiemsee-bauernhofurlaub.de
Neu ist das Konzept des „Hof-Office“, also eines Homeoffice im Urlaub. Sechs Bauernhöfe in Bernau, Eggstätt und Schlechen nehmen an dem Pilotprojekt teil. Für Arbeitende stehen extra ruhige Räume mit WLAN und Drucker zur Verfügung sowie ein Tisch im Freien unterm Obstbaum. Weitere Infos gibt es unter chiemsee-alpenland.de.
Jugendherbergen
In Bischofswiesen bei Berchtesgaden steht die erste Designjugendherberge Deutschlands. Herbergsecht nächtigst du im Stockbett, das sich tagsüber hochklappen lässt und so zu einer Sitznische wird – Instagram erwünscht! (Das WLAN ist hier besser als im Ort …) Auch in Burghausen, Mühldorf und Prien sind die Unterkünfte modern und sehr günstig. Eine Übersicht bietet das Deutsche Jugendherbergswerk (jugendherberge.de).
Notfälle und Sicherheit
Bergwacht
Bergwacht Bayern (Tel. 08041 79 43 80 | bergwacht-bayern.de) (mit 300 Hilfs- und Meldestellen) Bei größeren Bergtouren sag im Hotel Bescheid und gib deine geplante Route an. Merk dir das alpine Notsignal: Innerhalb einer Minute sechs optische oder akustische Zeichen in möglichst regelmäßigen Abständen geben, eine Minute lang pausieren, dann wiederholen. Geantwortet wird mit drei Zeichen pro Minute, ebenfalls in gleichen Abständen. Als Signalmittel eignen sich Trillerpfeifen, Taschenlampen oder auch farbige, auffällige Kleidungsstücke oder Rucksäcke, die man schwenken kann.
Diplomatische Vertretungen
– Österreichisches Generalkonsulat | Ismaninger Str. 136 | München | Tel. 089 99 81 50 | bmeia.gv.at/gk-muenchen
– Schweizerisches Generalkonsulat | Prinzregentenstr. 20 | München | Tel. 089 2 86 62 00 | eda.admin.ch/muenchen
Gesundheit
Gerade die östlichen Regionen gelten als FSME-Risikogebiet, daher ist es wichtig, sich rechtzeitig über eine Zeckenschutzimpfung zu informieren (zecken.de). Lange Shirts und Hosen beugen bei Wanderungen und Waldspaziergängen Zeckenbissen vor. Solltest du trotzdem eine Zecke auf deiner Haut finden, lass sie am besten von einem Arzt entfernen.
Notruf
Polizei: Tel. 110
Feuerwehr, Rettungsdienst: Tel. 112
ADAC-Pannenhilfe: Tel. 089 20 20 40 00
Sturm
Wenn ein Sturm oder Gewitter aufzieht, kann sich der Chiemsee binnen Minuten in eine brodelnde Suppe verwandeln, die für Segler und Surfer eine echte Gefahr darstellt. Blinken die am See angebrachten Sturmwarnleuchten, solltest du schnell den nächsten Hafen anlaufen.